Jesus bricht gesellschaftliche Tabus - Gespräch mit Joana Drießen
Freitag, 30. Oktober 2026 · 14 min
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Shownotes
Jesus heilt am Sabbat einen kranken Menschen und stellt sich damit gegen die Pharisäer und Gesetzeslehrer, die dadurch die Sabbatregeln verletzt sehen. Für Joana Drießen liegt in diesem Tabubruch eine Einladung, den Blick neu auszurichten: Nicht Regeln und die eigene Größe sollen im Mittelpunkt stehen, sondern der Mensch, der Hilfe braucht. Auch heute könne der Sonntag ein Resonanzraum sein – eine Zeit zum Innehalten, um Abstand vom Alltag zu gewinnen und die Beziehung zu Gott neu zu entdecken, ohne den Blick auf die Nöte und Sorgen der Menschen zu verlieren. Jesu Handeln fordert uns heraus, Nächstenliebe konkret werden zu lassen und sich als Teil einer Gemeinschaft zu verstehen, in der jeder Mensch zählt.Aus dem Evangelium nach Lukas:Jesus kam an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen. Da beobachtete man ihn genau. Und siehe, ein Mann, der an Wassersucht litt, stand vor ihm. Jesus wandte sich an die Gesetzeslehrer und die Pharisäer und fragte: Ist es am Sabbat erlaubt zu heilen, oder nicht? Sie schwiegen. Da berührte er den Mann, heilte ihn und ließ ihn gehen. Zu ihnen aber sagte er: Wer von euch wird seinen Sohn oder seinen Ochsen, der in den Brunnen fällt, nicht sofort herausziehen, auch am Sabbat? Darauf konnten sie ihm nichts erwidern. (Lk 14,1-6)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)