Jesus ruft zu Demut und Bescheidenheit auf - Gespräch mit Joana Drießen
Samstag, 31. Oktober 2026 · 14 min
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Shownotes
Jesu Worte über die Wahl der Plätze bei einem Festmahl sind erstaunlich aktuell, sagt Joana Drießen. Jesus warnt davor, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen und nach Anerkennung zu streben. Doch was bedeutet es, sich selbst zu erniedrigen - wie es Jesus fordert? Für Drießen heißt das nicht, sich kleinzumachen oder die eigenen Bedürfnisse zu vergessen. Vielmehr geht es darum, einen Schritt zurückzutreten und den Blick für andere zu öffnen. Demut beginnt dort, wo wir das Leben als Geschenk begreifen und nichts für selbstverständlich halten. Für Joana Drießen ist Demut eine tägliche Aufgabe, um nicht auf sich selbst oder die eigenen Leistungen allzu stolz zu werden. So entsteht Raum für andere – und für ein Miteinander, in dem nicht immer ich selbst an erster Stelle stehe.Aus dem Evangelium nach Lukas:Jesus kam an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen. Da beobachtete man ihn genau. Als er bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten, erzählte er ihnen ein Gleichnis. Er sagte zu ihnen: Wenn du von jemandem zu einer Hochzeit eingeladen bist, nimm nicht den Ehrenplatz ein! Denn es könnte ein anderer von ihm eingeladen sein, der vornehmer ist als du, und dann würde der Gastgeber, der dich und ihn eingeladen hat, kommen und zu dir sagen: Mach diesem hier Platz! Du aber wärst beschämt und müsstest den untersten Platz einnehmen. Vielmehr, wenn du eingeladen bist, geh hin und nimm den untersten Platz ein, damit dein Gastgeber zu dir kommt und sagt: Mein Freund, rück weiter hinauf! Das wird für dich eine Ehre sein vor allen anderen Gästen. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. (Lk 14,1.7-11)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)