
Brichta & Bell - der Wirtschafts-Podcast
Bitcoin – übersteht er den großen Geld-Reset?
Sonntag, 18. Oktober 2026 · 1 h 14
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Shownotes
Was passiert mit dem Bitcoin, wenn unser Geldsystem eines Tages auf den Kopf gestellt wird? Eine spannende Hörerfrage, der Raimund und Etienne gemeinsam mit Kryptoexperte Markus Miller auf den Grund gehen.
Doch das ist längst nicht alles: Droht Bitcoin-Anlegern eine neue Steuerfalle? Was steckt hinter Mining, Staking und Lending? Und warum können selbst vermeintlich einfache Fragen einen ausgewiesenen Kryptoexperten ganz schön ins Schwitzen bringen?
In dieser besonderen Folge von „Brichta & Bell“ wird besonders gründlich nachgehakt. Dabei zeigt sich: Manchmal braucht es mehr als eine Antwort, bis wirklich alle Fragen geklärt sind. Das sorgt für spannende Aha-Momente – und ganz am Ende für eine überraschende Erkenntnis, die mit Bitcoin eigentlich gar nichts zu tun hat.
Noch Fragen offen? Anregungen auf Lager? Dann schreibt uns an brichtaundbell@gmail.com.
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Und wir sprechen heute über den Bitcoin. Zum einen hat er wieder den Weg nach oben für sich entdeckt und zum anderen gibt es ja auch so ein paar Änderungen, die da demnächst anstehen. Und da haben wir auch eine Hörermail zu bekommen von Axel, der hat geschrieben, ihr Podcast hat mich inspiriert in kleinen Schritten in Bitcoin zu investieren und er hat noch so ein paar Fragen, was muss man steuerlich beachten und zum Beispiel auch die Begriffe Mining, Lending, Staking interessieren ihn.
Und er hat auch schon die geplante Krypto-Steuerreform angesprochen, da hatten wir auch schon mal im Podcast drüber geredet. Deswegen haben wir uns gedacht, dann holen wir uns heute mal wieder ein bisschen Unterstützung und fragen Markus Miller, ob er Lust hat und Zeit hat mit uns über den Bitcoin und all das, was da gerade passiert, zu sprechen.
Markus, ich freue mich, dass du heute wieder zugesagt hast. Hallo Raimund, vielen Dank für die Einladung. Es ist mir wie immer eine Freude. Jetzt würde ich direkt zu Beginn, Raimund, bevor ich dich natürlich auch zu Wort kommen lasse, aber erstmal die Frage stellen. Der Bitcoin, der hat sich ja wieder nach oben bewegt, ist noch weit entfernt von alten Höchstständen, aber das ist ganz ordentlich, was da passiert ist.
Was ist denn dein Eindruck, wie ist das zustande gekommen und natürlich auch, wie geht es jetzt weiter? Ja, also zum einen ist natürlich bemerkenswert die hohe Resilienz des Bitcoin, aber auch der Altcoins, also aller anderen Kryptowährungen außerhalb des Bitcoin. In Bezug auf die geopolitischen Verwerfungen, die wir ja nach wie vor haben, die makroökonomischen Schwierigkeiten, die wir haben.
Aber gleichzeitig natürlich auch die US-Wirtschaft, die weiterhin angetrieben wird, natürlich von der künstlichen Intelligenz. Und da ist natürlich schon auch eine gewisse Nähe da zur technologielastigen Kryptoökonomie und somit auch dem Bitcoin. Das ist ein Aspekt aus meiner Sicht, der bemerkenswert ist. Also eine relative Stärke.
Dann hat der Bitcoin natürlich auch vom Kurs her wieder deutlich gewonnen, ebenso wie Altcoins. Und hier war ein Effekt aus meiner Sicht zu beobachten in den USA in Bezug auf die Regulierung. Dieser Clarity Act, also das Vorhaben des US-Senats, Kryptowährungen zu regulieren, ist ja gescheitert. Auch daran, dass eben einzelne Senatoren gefordert haben, Eigengeschäfte beispielsweise von Donald Trump noch weit stärker zu sanktionieren. Deswegen ist das gescheitert.
Und es hat dann mal einen gewissen Dump, also einen Einbruch bei den Kryptowährungen gegeben, die nur kurzfristig war, weil dann eben die Wehrpapieraufsichtsbehörde und auch diese Future-Papieraufsichtsbehörde. Aufsichtsbehörde sich darüber geeinigt haben, zu sagen, okay, dann machen wir halt selber Regulierungen und die haben sehr progressive Regelungen jetzt schon auf den Weg gebracht, der eben die Kryptoökonomie in den USA weiter fördern wird und das wurde eben von den Märkten auch sehr, sehr positiv aufgenommen.
Und dann ein weiterer Aspekt, der sicherlich auch aus meiner Sicht dazu beiträgt, ist, wir haben einen massiven Crash in den letzten Wochen und Monaten jetzt nicht an den Aktienmärkten, nicht an den Rohstoffmärkten, sondern eben an den Anleihenmärkten. Und die Anleihen, das sind die Staatsschulden, da liegt natürlich enormes Volumen drin. Wir haben explodierende Zinsen, auch aufgrund der Inflation.
Die Staatsschuldenproblematik wird für viele Länder immer schlagender, allen voran die USA. Und hier rückt eben der Bitcoin auch verstärkt wieder in den Blickwinkel der Investoren zu sagen, ja was passiert denn, wenn Staaten fallen, wenn Währungen kollabieren, wenn Währungen erodieren, auch in Bezug auf ihre Kaufkraft.
Der Bitcoin ist dezentral frei von der Inanspruchnahme oder vom Einfluss einer Zentralinstanz. Er ist frei von Schulden und vor allem er ist limitiert auf 21 Millionen Stück und nicht unlimitiert wie unsere Staatshaushalte oder unsere Schuldenhaushalte. Und auch dieser Aspekt ist stärker jetzt wiederum in den Fokus von strategischen institutionellen Investoren gerückt, die eben sagen.
Als Ausgleich, als alternatives Geldsystem nehmen wir einen Anteil auch an Bitcoin in unsere Kundenportfolios mit rein. Und das ist aus meiner Sicht der Grund, warum der Bitcoin deutlich an Schwung wieder gewonnen hat und eben auch trotz der widrigen Rahmenbedingungen eine bemerkenswerte Stärke zeigt.
Okay, jetzt greife ich mal das Wort, auch wenn du mir noch nicht das Wort erteilt hast. Hallo ihr da draußen, ich bin auf Mallorca gerade. Habe aber alles bisher mitverfolgt. Es ist sehr schön sonnig hier und warm. Komme gerade vom Strand und freue mich natürlich auch, dass Axel uns diese Mail geschickt hat, aufgrund der wir ja jetzt auch diese Folge konstruiert haben und den Markus eingeladen haben.
Auch Axel, dass du schreibst, dass du den Podcast mit viel Freude verfolgst. Das freut uns natürlich auch besonders. Und ich würde gerne mal auch tatsächlich auf die Argumente eingehen, die Markus gerade genannt hat. Das wird ja auch immer wieder gesagt, dass diese Regulierung in den USA. Dazu beigetragen hat, um den Bitcoin nach oben zu bringen. Das ist tatsächlich, mag sein, kurzfristige Spekulanten tun da gerne immer wieder in die eine oder andere Richtung was.
Aber ich sage mal, tatsächlich ist es ja so, da wirst du mir sicher auch zustimmen, Markus, dass diese Regulierung ja eher die alten, du hast Altcoins genannt, ich sage nochmal, was dahinter steckt. Alt steht glaube ich für alternativ, also alternative. Das sind die eben die Coins und die also die Alternativen sind zum Bitcoin eben nicht direkt mit dem Zusammenhängen.
Dass diese Regulierung sich ja mehr auf Blockchain-Technologie insgesamt und auf die Altcoins bezieht, was da jetzt zu machen ist. Der Bitcoin selbst ist davon ja eher weniger betroffen, aber er profitiert davon gerne, weil vielleicht auch die Stimmung sich jetzt gerade mal in die Richtung bewegt. Was ich für viel wichtiger erachte, ist tatsächlich den zweiten Aspekt, den du genannt hast, Markus.
Mit den Schulden und das ist ja auch eigentlich der Haupttreiber für den Bitcoin, dass, unser Geldsystem eben ja vorsieht, dass die Schulden und die Geldmengen ja quasi unbegrenzt wachsen und der Bitcoin ja begrenzt ist nach oben, wie du gesagt hast. Und das ist meiner Meinung nach das Wichtigste, was dahinter steckt und diese Schuldenproblematik.
Die rückt jetzt, da eben die Zinsen so stark gestiegen sind und selbst es Zweifel gibt an den Staatsanleihen in den USA, die rückt jetzt halt auch in den Vordergrund. Und. Das merkt man dann eben, dass viele Investoren auch durchaus aus dem großen Finanzbereich, nicht nur, ich sag mal, vielleicht ein paar Spinner oder sowas, nein, auch durchaus Großanleger, und aus der großen Finanzwelt, dass die diesen Bitcoin als Alternative, ist insofern quasi auch eine Altcoin, aber als Alternative zu, den herkömmlichen Währungen wie Dollar, Yen, Euro, Fund Sterling und wie sie alle heißen, den nehmen.
Und dass das für mich der Haupttreiber ist, ganz, ganz langfristig und da hatten wir ja in der letzten oder nee, in der vorletzten Folge war es glaube ich auch meine... Ja, Vision, nennt es Vision genannt, dass ich durchaus es, zumindest nicht ausschließe, dass ich der Bitcoin von seinem alten Höchststand erneut verzehnfachen werde, wie er das ja bisher immer geschafft hat, nach einigen Jahren, manchmal sogar hat es gar nicht so lange gedauert und der alte Höchststand war ja bei 100.000 ungefähr, war drüber 120.000, klar, aber wenn es da eine Verzehnfachung gäbe, wären wir bei einer Million.
Also das schließe ich langfristig nicht aus, warten wir mal ab, aber auf jeden Fall die Richtung ist meiner Ansicht nach vorgegeben und das Interessante ist, dass ich tatsächlich damit gerechnet habe, dass wir jetzt erst, also im Oktober den Tiefpunkt oder, das Ende dieses Kryptowinters erleben, den wir ja seit einem Jahr dann fast erlebt haben.
Aber offenbar hat es eben nicht so lange gedauert. Und der Bitcoin hat schon, und das zeigt, wenn man auch auf die Charts guckt, sieht das schon. Nach einer wesentlichen Wende aus, die sich da ergeben hat. Bei ungefähr 60.000 war es, glaube ich, im Bitcoin. Und das würde bedeuten, dass er sich diesmal eben nur halbiert hätte von seinem Höchststand. Und wir wissen ja, der Bitcoin hat sich in den letzten Jahren häufig mehr als halbiert.
Und hat dann trotzdem immer wieder die Verzehnfachung danach, die Verzehnfachung von seinem alten Höchststand geschafft. Also das wäre jetzt mal so mein Eingangsstatement. Jetzt kannst du gerne wieder zu Wort kommendieren. Ja, super, danke. Finde ich auch mal schön, wenn du mal ein bisschen das länger erzählst. Markus, nehme ich dich direkt dazu.
Verzehnfachung, eine Million, gehst du mit? Ja, also bei mir ist es so, ich mache ja sehr, sehr viel mit Paritäten. Also ich gehe beispielsweise davon aus, dass in Zukunft wir eine Parität sehen werden von der Marktkapitalisierung von Gold zur Marktkapitalisierung von Bitcoin und ich gehe jetzt nicht davon aus, dass die Marktkapitalisierung von Gold signifikant oder massiv einbrechen wird, sondern ich glaube, der Bitcoin wird in der Zukunft ein digitales Asset werden, vergleichbar mit Gold in einer.
Tokenisierenden, digitalisierenden Welt und deswegen ist diese eine Million für mich jetzt kein Utopia. Europisches Mondkursziel oder wo irgendein Spinner ausruft, sondern ich gehe davon aus, dass der Bitcoin dieses Ziel realistisch in den kommenden Jahren erreichen kann. Und ich gehe ja noch viel weiter. Ich glaube sogar, dass der Bitcoin in der Zukunft ein Eichinstrument für unsere Papiergeldwährungen, werden kann, weil wir genau wissen, alle zehn Minuten gibt es einen neuen Bitcoin-Block bis ins Jahr 2140 bei einer maximalen Menge von 21 Millionen Stück.
Das heißt, ich kann aufgrund dieser mathematischen Datenbasis alles Geld gegen Bitcoin eichen. Und vielleicht wird der Bitcoin in der Zukunft in einigen Jahren, vielleicht auch aus Jahrzehnten, so ein Eichmaß, also wie das Urmeter, das in Paris liegt, oder. Das Urlot, also der Liter, ein Maß für unsere Währungen, an denen man alle anderen Währungen, die nicht limitiert sind, eichen kann.
Also deswegen eine Million absolut realistisch. In der Zukunft aber keine Prognose. Ja, aber vielleicht noch was dazu, ist ja auch interessant, du wirst mir zustimmen, es ist doch so tatsächlich, dass ja in der Blockchain gar nicht die Bitcoin-Scandal werden, sondern die Satoshis, richtig? Ne, also ein Satoshi ist einfach die kleinste Einheit eines Bitcoins.
Genau, aber die werden doch gehandelt. Ich kann ja kein Bitcoin, also wenn ich nicht gerade jetzt 85.000 Dollar locker machen will, kann ich ja keinen ganzen Bitcoin kaufen. Also ich kaufe auch auf der Blockchain durchaus Satoshis. Ne, also wenn du eine Million Satoshi hast, dann hast du einen Bitcoin.
Alles was drunter ist, ist halt ein Bruchteil von einem Bitcoin. Aber was ja immer verwechselt wird, also auf einer Kryptobörse oder auf einer Hardware-Wallet, da liegen eben keine Bitcoins, sondern die liegen wirklich in der Blockchain und derjenige, der den Schlüssel hat, eben also diesen Private Key, wo man sich eben den Eigentumsnachweis, den Besitznachweis technologisch zu diesen Bitcoin, eben sichern kann, beziehungsweise diesen freischalten kann, der kann diesen Bitcoin dann übertragen zu einer Kryptobörse, zu einer anderen Wallet, den dann verkaufen.
Oder eben auch in seine Wallet kaufen. Aber das ist ja zum Beispiel auch das Argument, warum der Bitcoin durchaus auch in Zukunft für den Zahlungsverkehr dienen kann, weil die kleinste Einheit ist eben dieser. Satoshi und der Bitcoin müsste auf eine Million Euro oder eine Million US-Dollar steigen oder kann auf diesen Betrag steigen, dann wäre ein Satoshi ein Cent oder ein Penny eben in den USA.
Das ist was, worauf ich hinaus wollte. Jetzt kostet ein Satoshi 0,085 Cent wert US Cent So. Und wenn ich jetzt sage, ja, der Bitcoin steckt auf eine Million, dann sagen ja alle, er ist verrückt, das ist eine große Zahl. Aber wenn ich jetzt sagen würde, ja, der Satoshi, der steigt von 0,085 Cent auf einen Cent, dann würden alle sagen, ja, das ist doch möglich, das ist ja gar nicht so viel.
Aber das ist genau das gleiche Verhältnis. Also, ich wollte darauf hinaus, dass es nun mit der Million so hoch klingt, aber wenn ich die Satoshis nehme, das ist immer die Einheitsfrage, dann klingt das auch gar nicht mehr so viel und wird auch vielleicht auch gar nicht mehr so als so utopisch angesehen.
Genau, da muss einfach noch ein Umdenken stattfinden, weil wir natürlich uns in unserem metrischen System bewegen oder in unserem Dezimalsystem. In so Kryptoforen oder in Bitcoinforen bei Bitcoin-Maximalisten, da wird zum Beispiel teilweise die Uhrzeit mit der Blockzeit, der Blockchain angegeben und eben in Satoshis gedacht.
Also übertragen wir mal ein paar Satoshi, da ist dieses Bitcoin eher das Anlagetechnische, das Abstrakte in der klassischen Finanzwirtschaft, aber die denken vielmehr in Satoshis, also Satoshis Decken beispielsweise, also seinen monatlichen Überschuss am Monatsende eben in ein paar Satoshis packen, je nachdem wie viel man übrig hat oder Einkommen hat.
Deswegen dieser Begriff Satoshi, was ja abgeleitet ist eben vom Gründer beziehungsweise vom Namensgeber Satoshi Nakamoto. Das wäre eigentlich der viel passendere Begriff. Also in Satoshis investieren. Also in Bitcoin. Aber Bitcoin hat sich natürlich als Oberbegriff in dem Zusammenhang durchgesetzt. Das, was du aber ansprichst, ist sehr gut, sich mal bewusst zu machen, dass Satoshi auch eine Recheneinheit ist.
Weil Geld hat ja drei Funktionen. Also eben die Wertaufbewahrungsfunktion, die Funktion als Zahlungsverkehrsmittel, Verkehrsmittel, aber auch diese Recheneinheit. Und keiner von uns rechnet, glaube ich, jetzt in Satoshis oder in Bitcoin. Ich kenne noch viele Leute oder gerade ältere Leute, die rechnen heute noch in D-Mark um.
Dann lasst uns doch mal auf das schauen, was uns Axel geschrieben hatte. Er hatte ja verschiedene Begriffe in die Luft geworfen, aber auch das Thema Steuer und das, was es da zu beachten gibt. Und da haben wir ja schon mal im Podcast drüber gesprochen, über die mögliche Gesetzesänderung oder die geplante.
Und vielleicht schauen wir mal darauf. Also in Deutschland sind ja Bitcoin-Gewinne nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr geschehen. Im Privatvermögen grundsätzlich steuerfrei, das macht es ja so attraktiv und so spannend und da gibt es halt die Pläne aus Berlin, dass man das Ganze ab dem Januar ändern möchte, dann wird es dann 25% Abgeltungssteuer geben, so wie man das auch.
Aus anderen Aktiengeschäften dann zum Beispiel kennt. Markus, wie schätzt du das ein, wird das kommen? Also wenn man das politische Chaos derzeit in Deutschland anschaut und wenn man auch anschaut, von welcher Partei das derzeit forciert wird oder von welchen Parteien, das waren die Linken und die Grünen, deren Gesetzeseinreichungen sind aber abgeblockt worden.
Weil, Etienne, wenn du gerade gesagt hast, das soll dann der Abgeltungssteuer unterworfen werden, die Linken wollten das der Einkommensteuer unterworfen. Also derzeit ist es ja so, wenn ich einen Bitcoin kaufe, wenn wir mal bei Bitcoin bleiben und ich verkaufe den unterjährig mit Gewinn, also innerhalb dieser 365 Tage, dann wird ja hier keine Abgeltungssteuer abgeführt, sondern mein persönlicher Einkommensteuersatz.
Und wenn ich jetzt sehr gut verdiene und dann vielleicht noch sehr, sehr gut verdiene und noch Reichensteuer hinzukommt, dann bin ich da nicht bei 25 Prozent plus gegebenenfalls Kirchensteuer, sondern bin ich da Richtung 50 Prozent. Das ist jetzt aber eben relativ weg, würde ich mal sagen. Und jetzt ist eben dieser SPD-Referentenentwurf, da wäre es dann eben so, dass dann die Abgeltungssteuer zum Tragen kommt.
Und hier ist es eben die Frage, setzt sich die SPD jetzt in diesen ganzen Verhandlungen, die jetzt ja auch anstehen mit den ganzen Reformen, Arbeitsmarktreform und so weiter durch gegen die CDU. Und das zu prognostizieren, das halte ich für fast ausgeschlossen. Es war jetzt vor kurzem... Eben so eine Petitionssitzung, da ging jetzt eben eine Diskussion im Petitionsausschuss des Bundestages, wo Pro- und Contra-Argumente mit eingebracht werden konnten.
Da waren zwei Petitionen drin, also einmal das mit Bitcoin oder Kryptowährungen, die andere Petition waren dann Tierversuche. Also ich finde es auch immer interessant, in welchem Zusammenhang dann der Bitcoin hier einfließt. Davor bei diesem Gesetzesentwurf war der Bitcoin in einem Referentenentwurf zusammen mit Tabak, mit Plastik beispielsweise und mit Zucker und mit Alkohol.
Also Bitcoin, Zucker, Plastik, Alkohol, Tabak, also in Bereiche, wo es ja gar nicht reingehört. Ich erachte das nicht als unwahrscheinlich, weil es politisch eben so gewollt wird, weil Kryptoinvestoren…. Bitcoin-Anleger auch eher in so eine Zockerecke gestellt werden. Aber ich traue es mir derzeit nicht zu, ob das wirklich die SPD durchbekommt.
Es kann natürlich auch sein, was ja derzeit der Fall ist, wir haben ja viel wichtigere Themen. Also nur mal ein Beispiel, Friedrich Merz hat ja diese Stromsteuerreduktion angesprochen. Da geht es um 5 Milliarden Euro Refinanzierungsbedarf. Das macht aber im durchschnittlichen Mittel dann bei einem Familienhaushalt circa sieben Euro Ersparnis aus.
Aber diese fünf Milliarden, die müssten erst mal refinanziert werden. Und diese Bitcoin-Steuer oder diese Krypto-Steuer, wir haben ja das Vorbild Österreich vor einigen Jahren, die die Spekulationsfrist auch abgeschafft haben. Das ist verschwindend gering, was dann dadurch eingenommen wird. Und jetzt ist halt die Frage... Sollen so 300, 350 Millionen sein?
Es gibt von den Grünen, also von Finanzexperten der Grünen, hier eben Berechnungen, dass da Milliarden durch diese Krypto-Steuer eingenommen werden könnten. Natürlich auch unter der Annahme, dass dann vielleicht der persönliche Steuersatz noch mit einfließen würde. Also ich gehe eher davon aus, dass sich diese Steuereinnahmen im Kryptosegment eher im zweistelligen Millionenbereich nur bewegen würden.
Also auch glaube ich diese 100, 200, 300 Millionen, das ist eben stark, stark fragwürdig, weil es eben auch entsprechende Mittel und Wege dann geben wird, gerade für vermögende Personen, diese Steuern durchaus zu umgeben bis hin zu einer Auswanderung. Aber Steuern oder nicht, ich glaube, wir sind uns einig, dass eher die umgekehrte Version besser wäre. Es gibt ja sogar wohl jetzt Leute, die sagen, ja, wenn der Bitcoin...
Jetzt besteuert würde, das ist ja ähnlich wie Gold, da müsste ja auch bei Gold das Gleiche gemacht werden. Auch da gibt es ja offenbar jetzt schon wieder Bestrebungen. Aber aus unserer Sicht wäre ja wohl am besten umgekehrt eher den Bitcoin so zu lassen und Gold auch. Und dann auch die Aktien, die ja auch für die Altersvorsorge so wichtig sind. Da gehört eigentlich auch eine Spekulationsfrist her und danach steuerfrei, um gerade langfristig vorzusorgen, oder?
Genau, also das würde ich ja auch so machen. Ich würde halt die Spekulationsfrist dann deutlich erweitern. Also so wie bei Immobilien beispielsweise auf zehn Jahre, dass man wirklich mit Aktien den langfristigen Vermögensaufbau fordert. Der, wo das zehn Jahre oder von mir aus auch 15 Jahre hält, hat das Ganze dann nach zehn oder 15 Jahren steuerfrei. Und das könnte man ja auch auf Gold oder auch auf Bitcoin übertragen. Das, was du angesprochen hast, war jetzt in diesem Petitionsausschuss, Und im Bundestag, da war es eben so, dass die sehr kompetente Dame, die eben für den Bitcoin gesprochen hat, Argumente angeführt hat, dass der Bitcoin ja keinen Emittenten hat.
Weil die Gegenseite hat natürlich angesprochen, ja warum soll jetzt ein Wertpapier anders besteuert werden wie der Bitcoin. Da war dann das Argument, ja der Bitcoin hat keinen Emittenten, genauso wie Gold. Es gibt ja keinen Emittenten von Gold und das wäre das Argument, das in diese Einkommensteuerklasse dann zu lassen.
Und die Gegenseite hat dann gesagt, ja okay, jetzt kann es durchaus sein, dass man dann sagt, okay, dann besteuern wir eben Gold auch, dann nehmen wir eben diesen Paragraf 23 Einkommensteuergesetz auch Gold raus und tun es auch in den Paragraf 20 Einkommensteuergesetz, dann wird es auch abgeltungssteuerpflichtig.
Also ich halte diese Wahrscheinlichkeit, dass man das noch ausweitet, als viel realistischer, als dass man jetzt das alles so belässt oder gar Aktien in die Steuerfreiheit mit einfließen lässt. Das ist ausgeschlossen, weil eigentlich sind die Erfahrungen mit der Abgeltungssteuer ja gar nicht so schlecht.
Aber was man jetzt auch dazu sagen muss, Raimund, du wirst dich noch gut erinnern, an den 31. Dezember 2008, da wurde die Abgeltungssteuer eben eingeführt mit einem Bestandsschutz. Man hat gesagt, alle Aktien, die vor diesem Tag, Stichtag oder Wehrpapiere gekauft worden sind, haben einen Bestandsschutz.
Und dann Jahre später hat man dann eben die Fonds, eben aus dem Bestandsschutz genommen und einen fiktiven Verkauf gemacht, weil die Finanzindustrie natürlich so schlau war und gesagt hat, okay, dann legen wir jetzt vor dem 31.12.2008 noch in Luxemburg beispielsweise Fonds auf. Dann können unsere Kunden innerhalb des Fonds Aktien handeln.
Der Fonds ist aber auf alle Ewigkeit steuerbefreit. Und hier hat der Gesetzgeber eingegriffen. Und auch jetzt, wenn diskutiert wird, okay, vielleicht 31.12. Stichtag, dann gibt es Bestandsschutz. Ob das dann wirklich auch in aller Zukunft so bleibt, steht wieder auf einem ganz anderen Blatt Papier. So, dann lasst uns doch mal auf das schauen, was da noch an Begriffen auf uns wartet. Das sind im Prinzip die Punkte Mining, Lending, Staking.
Ich glaube, über das Mining haben wir schon ausreichend gesprochen. Das ist quasi das Erschaffen von Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Oder von Kryptowährungen und dem Bitcoin. Eigentlich nur von Bitcoin, oder? Nö, es gibt auch andere Kryptowährungen. Also man muss sich immer den Konsensalgorithmus anschauen. Was hat eine Kryptowährung von Konsensalgorithmus?
Es gibt also Mining, also Proof of Work nennt man das, ein Proof of Work Konsensalgorithmus und der wird eben gemeint. Es gibt durchaus auch andere Kryptowährungen, die eben gemeint wurden, aber der Bitcoin ist eben mit Abstand der häufigste. Was heißt Proof of Work? Ich bin immer so ein bisschen dafür, die Leute jetzt nicht so mit solchen Fachbegriffen da allein stehen zu lassen. Also Mining ist gleich Proof of Work. Was steckt dahinter?
Genau. Mining ist Proof of Work. Work bedeutet Arbeit. Also hier wird Energie eingesetzt. Hochleistungsrechner, also sogenannte Asic Miner, das sind eben Computer, die machen eben sehr, sehr intensive Berechnungen. Also die würfeln praktisch. Das sind Hochleistungswürfelmaschinen. Und derjenige, der dann eben den nächsten Block erwürfelt hat, weil er eben sehr viel Leistung erbringt, weil er eben sehr, sehr viel teure Energie einsetzt, der bekommt dann.
Die Bitcoin, die aus dem nächsten Block, der alle zehn Minuten erscheint, ausgeschüttet werden. Und das nennt man dann eben Mining. Und da gibt es eben Mining-Pools, also viele, die sich zusammenschließen, um eben so einen neuen Block zu erwürfeln, zu finden. Das wird dann eben ausgeschüttet. Und diese Mining-Einnahmen, die steuerlich, wenn wir jetzt hier bei den Steuern-Themen sind, dieser Gewinn ist eben Einkommensteuerpflichtig, kann auch, wenn ich das eben, betreibe über eine Server-Farm, also wenn ich eigene Mining-Anlagen zu Hause habe, was aber in Deutschland jetzt bei den Stromkosten relativ wenig Sinn macht, dann, auch unter die Gewerbesteuer beispielsweise fallen.
Also hier muss man sich genau anschauen, was macht man dann genau? Fällt es nur unter die Einkommensteuer oder ist es ebenenfalls Gewerbesteuerpflicht? In der Regel ist es so, dass privates Mining grundsätzlich unter sonstige Einkünfte fällt in Deutschland nach derzeit geltendem deutschen Steuerrecht.
Aber ich glaube, die wenigsten unserer Hörer werden selbst Mining betreiben. Genau, also hier ist jetzt meine Empfehlung, nicht auf Cloud-Mining, also sich nicht zu den Mining-Pools und so weiter anschließen. Im besten Fall habe ich die meisten Modelle gesehen, die sind ineffizient, das ist mehr oder weniger ein Nullsummenspiel.
In vielen Fällen habe ich Leute gesehen, die auf irgendwelche Mining-Farmen investiert haben, in Dubai oder in Texas und das war dann am Ende des Tages Betrug. Also dieses Mining in Deutschland praktikabel kann man betreiben, wenn man Überschussenergie hat. Das heißt, wenn man eine Solaranlage auf dem Dach hat und wenn man sich dann die Einspeisevergütungen ausrechnet und sagt, okay, an diese Solaranlage, die ich sowieso zu Hause habe, da schließe ich jetzt eben ein Mininggerät an, also ein Bitcoin-Mininggerät, anstatt dass ich den Strom in irgendein Netz einspeise oder ich gar nicht so viel Stromverbrauch habe, weil ich ein riesen Dach habe mit einer riesen Solaranlage.
Und das gar nicht alles verbrauchen kann und das Ganze auch selber nicht speichern kann. Das wäre dann schön, Wetter-Mining und auch nur im Sommer zu raten, also wenn die Sonne scheint. Ja, es gibt zum Beispiel in Österreich auch einen Anbieter, der Mining-Heizungen anbietet. Das heißt, die Abwärme, also durch dieses Bitcoin-Mining entsteht ja durch den Energieeinsatz auch Hitze und diese Abwärme, diese Hitze kann man auch zum Heizen verwenden.
Also es gibt hier so Wohnzimmer-Miner oder Büro-Miner, wo man sich dann ins Büro stellt. Man meint dann Bitcoin und die Abwärme heizt gleichzeitig den Raum. Also da gibt es ganz intelligente Kombinationen. Jetzt gehen wir quasi zum Pendant. Also Bitcoin und ein paar andere werden gemeint. Wie entstehen denn die anderen, ich würde mal sagen, ganz bekannt ist ja Ethereum oder Ether, wie entstehen denn diese Krypto-Assets?
Genau, also bei Ethereum, der zweitwichtigsten Kryptowährung, war es ja bis vor ein paar Jahren auch so, dass Ethereum auch gemeint wurde. Aber Ethereum hat sich dann eben dazu entschlossen, einen Merge zu machen, also einen Wechsel von diesem Konsensalgorithmus Proof of Work, also Energieeinsatz, zu Proof of Stake.
Und Stake bedeutet Anteil, also von einem Arbeitsansatz zu einem Anteilseinsatz. Also bei Ethereum werden Kryptowährungen in der Blockchain hinterlegt, jetzt ganz vereinfacht dargestellt, gesperrt und dann zur Sicherstellung im Abstimmungsverhalten im Zuge dieses Konsensalgorithmus eben, geblockt und für sogenannte Validatoren eingesetzt. Und das Ganze nennt man dann Staking.
Und dafür, dass man dann eben seine Kryptowährungen, seine Ethereum, seine Ether zur Verfügung stellt, um die Blockchain zu stabilisieren, bekommt man analog der Mining Rewards beim Bitcoin sogenannte Staking Rewards. Also Rückvergütungen, eine quasi Rendite dafür, dass man dazu beiträgt, durch seine Anteile die Blockchain und das Abstimmungsverhalten zu stabilisieren, eine Rendite und das Ganze nennt man eben Staking.
Das ist ja ein interessanter Punkt, wenn ich da gerade mal einhaken darf als Laie, ich bin jetzt auch nicht so in diesem Thema drin, klingt das für mich so, okay, der Bitcoin, den muss man nicht haben, um ihn zu meinen, da kann man ja einfach die Computer würfeln lassen und dann kriegt man Bitcoin, aber wenn ich Ether oder Ethereum haben möchte, muss ich schon welche haben.
Die muss sich so quasi anlegen, blockieren lassen, wie du sagst. Und dann ist das, was an neuen Ether oder Ethereum entsteht, so eine Art Zins. Dann würde der Ether oder Ethereum nur durch den Zins wachsen. Ist das richtig? Ja, ist richtig. Es ist richtig. Wobei man jetzt dazu sagen muss, dass natürlich Ethereum sehr wohl unlimitiert ist im Gegensatz zum Bitcoin.
Also Bitcoin fix limitiert 21 Millionen Stück durch den Programmcode, Satoshi Nakamoto definiert im White Paper und das gesamte Unternehmen. Die gesamte Softwarekonzeption bzw. das gesamte Programmschema. Bei Ethereum ist es eben so, dass hier dieser Algorithmus weitaus komplexer ist. Je mehr Nutzung dann in der Ethereum-Blockchain ist, nicht nur durch Staking, sondern durch Anwendungen, durch Stablecoins.
Durch Protokolle, also DeFi-Protokolle, dezentrale Anwendungen, die auf Ethereum laufen, kann auch bei hoher Nutzung Ethereum verbrannt werden. Das heißt, Ethereum, Ether ist das Gas, der digitale Treibstoff für das Betreiben dieser Blockchain von Ethereum. Bei großer Nutzung können eben mehr... Und verbraucht sich auch, wie sich Gas verbraucht.
Genau, verbraucht sich auch, wie sich Gas verbraucht. Und bei großer Nutzung können also mehr Ether verbrannt werden, als neu gestaked werden. Das heißt, Ethereum kann dann sogar deflationär werden. Wir hatten das in den letzten Jahren mal ein paar Wochen und ein paar Monate lang in stark boomenden Phasen, aber aufgrund des Kryptowinters eben nicht mehr.
Aber auch in der Zukunft ist es so, also wenn Ethereum sich wirklich durchsetzt für die unterschiedlichsten Anwendungen, Emissionen von, Staatsanleihen auf der Blockchain, Währungen, DeFi-Anwendungen, dann ist das ein Effekt, der eben deflationär sogar wirkt. Ich versuche das mit dem Gas jetzt nochmal oder mit dem Öl auch in Einklang zu bringen in der Vorstellungswelt.
Also klar, Ethereum, das habe ich verstanden. Verbraucht sich durch das Benutztwerden, aber auf der anderen Seite eben diese Verzinsung, wenn ich Ethereum quasi irgendwie blockiere. Die Ethereums, die ich da jetzt stake oder in dieses Staking-Reservoir gebe, Die kann ich ja erstmal nicht benutzen, aber sie verschwinden auch nicht.
Die werden nicht vernichtet. Nein, die werden nicht vernichtet, um Gottes Willen. Außer es gibt ein falsches Abstimmungsverhalten. Das ist zum Beispiel ein Risiko, wo man beim Staking auch mal betonen muss. Es gibt auch beim Staking, wenn wir da noch ein bisschen tiefer gehen möchten, ein passives Staking und ein aktives Staking.
Also beim passiven Staking gebe ich meine Kryptowährungen, die Ether, eben bei einer Kryptobörse wie Coinbase oder Bitpanda in Staking und die Kryptobörse. Übernimmt für mich den technischen Ablauf des Staking-Services. Ich kann aber auch, wenn ich technisch sehr versiert bin, aber das wird jetzt nur für die wenigsten Frage kommen, eine eigene Staking-Node, also einen Validator betreiben und selber meine Ethereum, die ich in einer Hardware-Wallet beispielsweise habe, einem Ledger oder einem Tresor, an diesen Validator delegieren, der dann das Staking übernimmt.
Hier habe ich höhere Erträge, als wenn ich es an der Kryptobörse gebe, weil die will ja auch mitverdienen. Aber ich habe dieses Slashing-Risiko, also das Risiko bei einem falschen Abstimmungsverhalten, dass dann dieser Node sanktioniert wird und ich Teile meiner Ethereum auch verliere. Das haben übrigens Kryptobörsen auch.
Aber hier ist natürlich die Professionalität der Abwicklung gegeben und sollte mal so ein Slashing-Effekt irgendwo eintreten, wird die Kryptobörse alles dafür tun, dass es gar nicht öffentlich bekannt wird, sondern aus ihren eigenen Beständen dann eben dementsprechend die Ethereum oder die Ether ersetzen.
Jetzt bin ich aber schon wieder verwirrt. Also es gibt ein falsches Abstimmungsverhalten. Da würde ich fragen, ja was ist das? Dadurch kann Ethereum vernichtet werden, wenn ich dich richtig verstehe. Aber jetzt habe ich dich vorher so verstanden. Durch die reine Nutzung von Ethereum, eben dieser Blockchain und verschiedene Anwendungen, auch dadurch werden Ethereums verbrannt, vernichtet.
Wem gehören die denn, die da vernichtet werden? Nein, so ist es nicht. Also man muss jetzt da unterscheiden zwischen Slashing und Burning. Also Burning funktioniert so, dass eben Ether vernichtet werden, indem sie aufgrund eines technologischen Vorgangs an eine sogenannte Ether-Adresse gesendet werden.
Also Ether ist eine Fresseradresse, das ist eine Adresse, eine Blockchain-Adresse, wo kein Private Key da ist, also die verschwinden dann im Nirwana. Aber wen gehören die, der die da hinschickt? Warum macht der das? Die werden den Gebühren entnommen. Also das ist ungefähr so, wie wenn die deutsche Börse eben Aktien handelt, Gebühren nimmt von ihren Kunden und.
Von diesen Gebühren verbrennt sie dann welche und entzieht sie dem Markt. Oder in deinem Beispiel, du bist ja ein alter Aktionär, es kommt doch immer wieder vor, dass Aktiengesellschaften eigene Aktien zurückkaufen und diese eigenen zurückgekauften Aktien dann vernichten, also durch eine Kapitalmaßnahme eben dem Markt entziehen.
Dadurch entziehen sie das Angebot, die Angebotsmenge, also die reduzieren die Angebotsmenge und die Aktie wird eben attraktiver. Und warum können die eigene Aktien zurückkaufen? Ja, weil es ihnen operativ sehr, sehr gut geht. Dann können sie sagen, okay, wir finden jetzt nichts anderes zum Investieren, jetzt kaufen wir mal eigene Aktien zurück, dann treiben wir auch den Kurs und die verbrennen wir dann, also die vernichten wir dann. Und nichts anderes passiert im Prinzip bei Ethereum auch.
Aber warum nur ein Teil wird vernichtet und ein anderer Teil nicht? Wer entscheidet das und wovon hängt das ab, was vernichtet wird und was nicht? Das wird eben bestimmt durch die Entwickler, durch den Konsens, also das, was eben der Markt sagt und nur ein Teil. Ich kann ja nicht alle Gebühren vernichten, weil ein Unternehmen, das jetzt alle Gewinne nimmt, um Aktien zurückzukaufen und alles immer vernichtet, das geht ja nicht, dann vernichte ich ja meine eigene Substanz.
Also ich muss ja eine gewisse Attraktivität da haben, dass eben auch Staking-Rewards ausgeschüttet werden, dass Aktionären Dividenden ausgeschüttet werden und dass eben bei Staking-Kryptowährungen, also Staking-Kryptowährungen. Bei stakebaren Kryptowährungen eben auch Ausschüttungen erfolgen. Weil wenn ich die Ausschüttungen komplett auf Null reduziere, dann ist ja kein Anreiz mehr da, dass eben Staking betrieben wird.
Dann ziehen die Investoren ihre Gelder ab und dann bricht die gesamte Blockchain zusammen am Ende des Tages. Okay, verstehe. Also das ist sowas wie beim Gas, nur der Unterschied ist, beim Gas wird das vollständig, wenn ich es einsetze, wenn ich da mit meiner Gasheizung heize, vollständig verbrannt. Und hier ist es so, dass nur ein Teil verbrannt wird und der andere Teil bestehen bleibt.
Genau, so ist es. Man kann die Blockchain von Ethereum immer auf zwei Arten erklären. Einmal, Ethereum ist digitales Öl, digitales Gas zum Betreiben der Blockchain oder man kann es erklären mit Ethereum, die Blockchain ist die Krypto-Apple. Das heißt, Apple stellt ja Produkte her wie ein Smartphone oder wie ein iPad und so weiter, Aber das Herz von Apple ist der App Store, also Milliarden oder Millionen von Applikationen, die eben heruntergeladen werden können.
Jeder von uns hat Wetter-Apps und Gesundheits-Apps und was weiß ich was alles. Und überall verdient Apple ein bisschen was mit, wenn man diese Apps über den App Store von Apple hochlädt und betreibt. Und genauso ist es bei Ethereum. Bei Ethereum kann man dezentrale Applikationen nutzen. Entwickler können dezentrale Applikationen auf die Blockchain von Ethereum einstellen und dann eben für Anwendungen vertreiben.
Und Ethereum verdient überall die Blockchain einen Teil davon mit und das wird dann wiederum ausgeschüttet über Staking-Rewards an die Ethereum-Inhaber, an die Ether-Inhaber, die eben ihre Ether ins Staking gegeben haben und somit eben diese Staking-Rewards. Eben als Renditen vereinnahmen. Und mittlerweile ist es übrigens auch so, wenn das sich alles so super kompliziert anhört, es gibt mittlerweile auch Staking ETPs, also Exchange Traded Products, also Finanzprodukte mit Wertpapier, mit ISIN Nummer, beispielsweise auf Hyperliquid oder auf Solana oder auf Cardano oder allen voran natürlich auf Ethereum.
Da kaufe ich diesen ETP, der ist Stakepart, dann werden die Staking Rewards meinem Fonds bzw. Meinem Exchange Traded Product zugeschrieben und steigern somit den Wert neben der Kursentwicklung von Ether. Okay, jetzt noch einen Schritt zurück wieder, das war jetzt schon mal, wie kann ich daran verdienen, wie kann ich da anlegen in diesem Bereich.
Wir sind gerade dabei gewesen, es wird also ein Teil der Ether, der Ethereum werden verbrannt, dadurch, dass sie benutzt werden, schön gut, jetzt hast du was anderes nochmal gesagt, da müssen wir nochmal drauf eingehen. Durch irgendwelche Fehler kann was passieren, dass es auch noch verbrannt wird. Nicht verbrannt wird, es wird nicht verbrannt, sondern es entsteht eine Strafe.
Ein Slashing-Risiko, also eine Strafe, also wenn ich falsch abstimme. Das ist so, wie wenn ich an der Kreuzung falsch abbiege oder bei Rot über die Ampel fahre, dann kommt eben die Polizei und gibt mir einen Strafzettel. Und wenn jetzt eben ein Validator, also einer bei Ethereum, der eben dieses Abstimmungsverhalten.
Beim Konsensalgorithmus steuert, mehrfach oder wiederholt falsch abstimmt, also praktisch die Blockchain somit gefährdet, wenn das nur einer ist, ist das kein Problem, dann wird der eben sanktioniert und dann werden dem Geld, Kryptowährungen, in dem Fall Ether, entzogen als Strafe und da der Validator ja dieses Ether nicht selber besitzt, sondern Kunden über diesen Validator eben die, Ether in Staking geben, verlieren oder können die unter Umständen dann eben ihre Ethereum auch verlieren.
Das ist ein Risiko von Staking. Und die sind dann auch weg oder werden die dann verteilt woanders? Oder sind die dann auch wie beim Verbrennen, die sind dann auch weg? Das heißt nur anders, aber sie sind dann auch weg. Genau, das ist einfach ein Risiko. Aber wenn man sich mal die Bedingungen durchliest.
Börse Stuttgart, Bison bietet ja Ethereum Staking an und die haben beispielsweise das Slashing Risiko dahingehend strukturiert, dass sie eine Rückversicherung haben mit der Mündner Rück, das eben beim Eintritt eines Slashing Falles dann eben eine Versicherung einspringt. Deswegen ist es für Kryptoinvestoren ganz interessant auch zu schauen, was passiert eigentlich bei diesen Risiken, weil nichts ist umsonst.
Wenn ich Ethereum habe oder andere stakebare Kryptowährungen, warum soll ich da auf einmal fürs Nichtstun in Anführungszeichen Erträge kriegen? Überall besteht ein Risiko. Es gibt natürlich auch operative Risiken, es gibt ja auch ein Plattformrisiko. Wenn ich meiner Kryptobörse meine Ethereum zum Staken gebe, könnte ja dort auch geklaut werden. Es kann Managementfehler passieren.
Die Kryptobörse kann pleite gehen. Also die Risiken gehen weit über das Slashing hinaus. So und jetzt haben wir ja gerade schon gelernt, dass man mit Kryptowährungen auch Zinsen generieren kann oder mit Zinsen verdienen kann und das bringt uns zum nächsten Begriff, nämlich dem Kryptolending, also quasi das Verleihen von Kryptos.
Zum Beispiel Bitcoin an Dritte und dann kriegt man im Gegenzug Zinsen, Markus. Für wen macht das Sinn oder was? Zum einen das Zeugs zu verleihen und zum anderen, gut, da kriegt man Zinsen. Aber wer leiht sich denn Bitcoin? Für welchen Zweck? Ja, das kann aus den unterschiedlichsten Gründen eben Sinn machen.
Also Bitcoin zu verleihen macht eben dahingehend Sinn, dass man sagt, okay, ich bekomme eine Zusatzrendite auf meine Bitcoin, die ich eben langfristig halten möchte. Aber man muss jetzt eben hier auch dazu sagen, es birgt natürlich auch massive Risiken. Also alles, was man verleiht, kann man auch nicht zurückbekommen, wenn eben derjenige, dem ich es geliehen habe, praktisch nicht mehr zahlen kann.
Und ich möchte nur mal an die jüngere Vergangenheit erinnern. Im großen Kryptowinter des Jahres 2021, 2022 ging eine der größten Landingplattformen. Pleite. Das war damals Celsius. Und Celsius wurde beispielsweise genutzt auch von Anbietern im deutschsprachigen Bereich. Raum, die eben hier derartige Dienste angeboten haben. Nuri war so ein Anbieter aus Berlin und da waren auf einmal dann eben die ganzen Bitcoin weg.
Das ist da der eine Punkt. Ein anderer Punkt, warum machen das Anleger? Also ich rate nicht dazu, Edelmetalle zu verleihen oder Kryptowährungen, also Bitcoin zu verleihen, sondern ich kaufe das ja aus strategischen Gründen, auch vor den Risiken des gesamten Finanzsystems. Dann gebe ich die ja nicht zurück ins Finanzsystem und tue die auch noch verleihen.
Aber, weil wir ja vorher auch angesprochen haben, die steuerliche Thematik, aus steuerlichen Gründen kann es sehr viel Sinn machen, seine Bitcoin zu verleihen, weil ich sie dann nicht verkaufen muss. Das heißt, wenn ich ein Bitcoin-Investor bin und ich bewege mich in einem Land, wo jeder Verkauf steuerpflichtig ist, dann kann ich ja sagen, okay, ich verleihe jetzt meine Bitcoin, weil ich eben Geld benötige.
Dann muss ich sie nicht verkaufen und der steuerliche Effekt kommt auch gar nicht zum Tragen. Also sollte in Deutschland die Spekulationsfrist auf Bitcoin und Kryptowährungen fallen, Dann werden diese Landinganbieter eben durchaus einen großen Boom erfahren, weil dann eben steuerliche Gestaltungsmodelle entstehen.
Über Lending vermarktet werden, aus meiner Sicht. Ja, aber tatsächlich, wie funktioniert denn dieses Verleihen? Wenn ich jetzt Bitcoin verleihe, kriege ich ja keinen Euro oder keinen Dollar dafür, sondern der ist weg oder wie. Und kriege ich dann dann irgendwann wieder, zu welchen Bedingungen oder die gleiche Menge? Aber in der Zwischenzeit habe ich ja nichts anderes, oder?
Ja, es ist ein ganz normaler Kreditvertrag. Also, wenn du jetzt eine Immobilie hast und du sagst, du brauchst Geld, dann kannst du ja zu deiner Bank gehen und sagen, so, jetzt tragen wir auf die Immobilie eine Grundschuld ein. Und dann gibt es eine Beleihungsgrenze bei der Immobilie, vielleicht mal, sagen wir mal maximal 60 Prozent, also falls die Immobilie eben im Wert schwankt, dass die Bank abgesichert ist.
Und nichts anderes ist das beim Bitcoin auch. Beim Bitcoin gibt es eben dann auch eine Beleihungsgrenze, dass eben dann eine automatische Glattstellung erfolgt. Beispielsweise, wenn der Bitcoin-Kurs um 50 Prozent fällt, dass eben derjenige, die Plattform, die das Ganze eben anbietet, nicht ins Risiko geht.
Also da gibt es so ein Marginereignis, wie bei Darivaten eben auch, wenn man hochgehebelt irgendwelche Long oder Short, also Kauf- oder Vollkaufspositionen eingeht, gibt es das eben bei Bitcoin dann auch. Dass man dann eben zu bestimmten Bedingungen seine Bitcoin verleihen kann und man bekommt dann eben Dollar oder Euro auf sein Konto ausbezahlt.
Das Ganze hat auch… Das ist also schon so. Also ich kriege dann, wenn ich meinen Bitcoin verleihe, darauf wolle ich ja hinaus, weil du sagst, das ist Alternative zum Verkauf. Klar, wenn ich verkaufe, kriege ich Dollar oder Euro aufs Konto. Wenn ich es verleihe, kriege ich auch Dollar oder Euro aufs Konto.
Genau, absolut richtig. Nur ich muss es nicht versteuern. Genau, du löst durch den Verkauf keinen steuerpflichtigen Vorgang aus, weil eine Verleihung eben kein Verkauf ist. Also weil eine Beleihung eben kein Verkauf ist. So, aber was passiert jetzt? Es ist ja nur verliehen, genau. Es ist ja nur verliehen. Was passiert aber jetzt? Verleihen heißt, es muss zurück.
An mich fließen irgendwann. Muss ich dann wieder das Geld, ja klar, wenn ich die Ethereum oder die Bitcoins zurückbekomme, muss ich wieder den gleichen Betrag an Euro oder Dollar überweisen, den ich beim Fairline bekommen habe oder dann den aktuellen Kurs oder wie läuft das dann? Ja, im Prinzip kannst du, also vielleicht für dich aus der Börsenwelt oder für euch aus der Börsenwelt, das analoge Beispiel sind Stillhaltergeschäfte.
Es kommt ja immer darauf an, mit welcher Intention ein Leier oder ein Verleiher das Ganze eben macht. Warum macht jemand das über Bitcoin? Warum beleidt oder warum leiht sich jemand Bitcoin? Der hat ja ein bestimmtes Ziel. Der eine geht davon aus, der Bitcoin steigt nicht besonders stark und möchte eben Zinsen vereinnahmen. beziehungsweise.
Diese Leihgebühren vereinnahmen. Der andere hat jetzt eben auch die gegenteilige Meinung, jetzt mal unabhängig von der steuerlichen Komponente. Und so hat man eben auch bei Stillhaltergeschäften, gehe ich ja auch davon aus, warum verleihe ich meine Aktien. Also ich habe eine gewisse Intention, dass ich eben eine Zusatzrendite erwirtschaften möchte.
Das ist eben die Intention. Im Prinzip kann man dieses Bitcoin-Landing vergleichen mit Stillhaltergeschäften auf Aktien in einem spezifischen Segment und das ist immer auch eine Spekulation. Also Leihgeschäfte oder Kreditgeschäfte sind ja mit die ältesten Finanzgeschäfte und interessant ist jetzt eben, dass diese Bereiche auch in der Kryptoökonomie, angekommen sind und dass der Bitcoin eben mittlerweile auch als collateral dient.
Also als. Basis oder als Substanz, um eben bestimmte Finanzprodukte auch zu unterlegen. Es gibt ja einen Stablecoin-Anbieter, der größte dieser Welt, milliardenschwer, Tether. Also ein Stablecoin ist eine Kryptowährung, die an eine Landeswährung gekoppelt ist. Die hat auch Bitcoin als Substanz, als Treasury, als Reserve in ihrer Bilanz.
Und so wie eben Notenbanken, Deutsche Bundesbank, die US Federal Reserve Gold als Substanz haben und damit auch, eben mit dieser Deckung die unterschiedlichsten Geschäfte machen können oder eine Absehung haben, können das eben Privatpersonen auch und somit eben ihre Bestände optimieren, steuern, strukturieren, spekulieren.
Also die Möglichkeiten sind hier vielschichtig. Soweit verstanden, aber ich hätte gerne nochmal ein Beispiel, ein Konkretes. Um es richtig nachvollziehen zu können, also ich habe einen Bitcoin, nehmen wir an, ich habe einen Bitcoin, ich verleihe ihn dir oder wie auch immer für 85.000 Dollar, aktuell ist der Kurs ein bisschen drunter.
So, ich verleihe dir den einen Bitcoin, ich kriege von dir 85.000 Dollar überwiesen, soweit so gut. Wir haben eine Frist ausgemacht, sagen wir ein Jahr. Was passiert jetzt nach einem Jahr, wenn das Geschäft fällig ist? Ich muss den Bitcoin zurücknehmen. Zu welchem Preis? Zu 85.000 oder zum dann gültigen Marktkurs?
Ja, dann zum gültigen Marktkurs. Aber das kommt natürlich auf die Kreditbedingungen an. Das Beispiel, was du jetzt ja beschreibst, ist ja ein privatwirtschaftlicher Kreditvertrag zwischen uns beiden, oder? Und für alle Zuhörer, die das mal näher interessiert, es gibt zwei Plattformen, die eben diese Kreditgeschäfte, diese Landinggeschäfte mit Bitcoin beispielsweise.
Auf unterschiedlicher Basis durchführen. Das eine ist Firefish. Ein sehr, sehr interessantes Unternehmen, das andere ist Bitcoin Swiss aus der Schweiz. Also dort kann man eben die unterschiedlichsten, so wie man auch für Immobilien unterschiedliche Zinsfestschreibungen beispielsweise treffen kann. Man kann eine variable Verzinsung machen, man kann eine fixe Verzinsung machen auf ein Jahr, man kann eine fixe Verzinsung machen auf 30 Jahre.
Dann erhöht sich der Zinssatz, aber man hat natürlich längere Planungssicherheit. So sind diese Geschäfte mit Bitcoin-Krediten auch individuell ausgestaltbar. Je nachdem, was man Format erwartet hat. ich verleihe das jetzt an diese Schweizer Firma. Nein. Du verleihst es nicht an die Schweizer Firma, sondern das ist die Plattform.
Es muss ja auf der Gegenseite jemanden geben, der eben diesen Bedarf hat, Bitcoin zu erhalten. Und was der dann mit dem Bitcoin macht, also dass er die für spekulative Dinge einsetzt oder wie auch immer. Aber das ist Diese Plattformen sind nur die Vermittler, die sind nicht der Gegenpart. Mein Vertrag mache ich mit der Plattform also nicht, sondern mit dem letztendlich, mit dem, der das sich leitet.
Nein, jeder, sowohl der Länder, also sowohl der Kreditgeber als auch der Länder, macht mit der Plattform einen Kredit. Also wir machen ja auch, das muss uns ja auch mal, Raimund, du beschäftigst dich ja sehr viel mit Geldwesen. Also wenn ich 100.000 Euro habe, nehmen wir mal dieses Beispiel, und ich mache ein Tagesgeld bei meiner Bank oder ich lasse es nur auf dem Konto liegen, dann spricht man ja oft vom Guthaben.
Aber welches Gut habe ich denn? Dann gebe ich einen Kredit an meine Bank. Also diese 100.000 Euro sind eine Kredit an meine Bank, also die sind eine Forderung an meine Bank. Und diese Bank, meine Volksbank, die gibt diese 100.000 Euro jetzt jemand anderem. Der beispielsweise ein Haus bauen möchte. Sie ist also nur der Vermittler, also sie ist nur die Plattform dazwischen geschaltet.
Und ich zahle einen höheren oder ich bekomme einen weit niedrigeren Zins, einen Tagesgeldzins beispielsweise für meine 100.000 Euro. Aber der Häuslebauer, sein Immobilienkredit, der ist weit höher verzinst. Und diese Marge dazwischen, das ist eben die Kreditmarge der Bank. Und das ist praktisch die Losgröße, die die Bank verdient. Und dann gibt es noch die Fristentransformation, dass Banken eben….
Im Unterschied zum Bitcoin-Verleihen kriege ich aber von der Bank, wenn ich der 100.000 Euro gebe, kriege ich nichts anderes. Ich kriege dann Zinsen irgendwann mal und die 100.000 zurück. Aber hier hast du gesagt, kriege ich für die Bitcoin 85.000 Dollar überwiesen. Und dann war meine Frage, was passiert am Ende der Laufzeit?
Was passiert dann, wenn der Vertrag jetzt zu Ende ist? Also ich möchte meine Bitcoin zurück. Muss ich dann die 85.000 zurückgeben? Oder wie funktioniert das? Genauso wie ein normaler Kredit auch. Also du bekommst ja auch dein Haus zurück. Oder du behältst ja dein Haus. Du musst halt deinen Kredit zurückzahlen. Also derjenige, der den Kredit aufgenommen hat, muss halt den Kredit zurückzahlen.
Nimm das Beispiel mit dem Haus. Oder du hast ein Wehrpapier-Depot. Du nimmst einen Wehrpapier-Kredit auf dein Depot. Da schaut sich die Bank die Aktien an, die im Depot sind. Und dann sagt sie, okay, das sind eher spekulative Aktien oder wie auch immer, wir beleihen das Ganze mit 20%. Und wenn du das dann eben am Ende der Vertragslaufzeit zurückzahlen kannst, ist alles gut, du hast weiterhin dein Wertpapierdepot und du hast eben die Zinsen dafür bezahlt.
Sollte aber die Märkte gegen dich laufen, dass beispielsweise das Wehrpapierdepot fällt oder der Bitcoin fällt, dann wird dich die Bank zwangsliquidieren. Und das steht eben auch in den Krediten, in den Vertragsbedingungen mit drin. Und das ist eben das Risiko. Du bekommst einen Zusatzertrag beim Bitcoin in Form von den Kreditzinsen, die du erhältst, für das Verleihen des Bitcoin.
Und beim Wertpapierbipo bekommst du ein zusätzliches Geld, das du dann faktisch gehebelt einersetzen kannst. Und auch ein strukturiertes Finanzprodukt, ein Derivat beispielsweise, funktioniert ja nicht anders. Sondern wenn ich einen Optionsschein kaufe, da ist ja die Kreditkomponente im Finanzprodukt schon mit drin. Du gehst ja jetzt von dem aus, der sich es leid. Also wenn ich hebeln möchte, dann muss ich mir ja Geld leihen, um das wieder in den Markt zu stecken.
Ich ging aber jetzt von dem aus, der die Bitcoin hat. Und nochmal ein Bitcoin, 85.000, verliehen. Und du sagtest, ich kriege dafür 85.000 Dollar auf mein Konto überwiesen. Am Ende der Laufzeit, das ist mir immer noch nicht klar, was passiert dann am Ende? Dann kriege ich mein Bitcoin wieder und was kriegt dann der Vertragspartner?
Ich glaube, das ist doch das gleiche wie beim Wertpapierdepot. Du behältst ja deinen Bitcoin. Du behältst ja deinen Bitcoin, solange kein Vertragsereignis jetzt eintritt. Also beispielsweise, dass dein Bitcoin eben massiv im Wert fällt. Das ist das große Risiko. Also Moment, ich behalte den Bitcoin, also ich kriege, dann ist das so, ich kriege die 85.000 als Kredit, ich habe den Bitcoin weiterhin, der Bitcoin wird also nicht weggegeben, ich habe ihn weiterhin und kriege die 85.000 als Kredit und muss dann, ja, muss dann den Kredit zurückzahlen und, ja, aber den Bitcoin habe ich doch.
Also von daher, wir gingen doch davon aus, dass ich den Bitcoin quasi verleihe und ihn weggebe und nicht mehr habe. Ja, also beim Bitcoin-Landing ist es so, jetzt sagen wir mal, du hast einen Bitcoin eben, in deiner Wallet und jetzt sagst du eben, okay, ich verleihe den Bitcoin, weil ich eben zusätzliche Einnahmen erwirtschaften möchte.
Dann verleihst du diesen Bitcoin, da fließt ja kein Geld und verleihst du eben, diesen Bitcoin und bekommst dann eben die Kreditzinsen, die eben zu dem Zeitpunkt je nach Laufzeit eben für deine Bitcoin eben bezahlt werden. Also ich kriege aber kein Bitcoin-Geld. Das ist die eine. Die Möglichkeiten sind vielschichtig. Das ist ja, was du jetzt eben damit erreichen möchtest.
Also hast du einen bestimmten Geldbedarf, dann kannst du das natürlich dir auch in Euro auszahlen lassen. Und dafür sind dann eben relevant die Kreditbedingungen des einzelnen Kreditvertrages, was du mit dem Bitcoin erreichen möchtest. Ich gebe es zu, ich habe es immer noch nicht verstanden. Im Prinzip ersetze jetzt einfach Bitcoin durch Immobilie oder durch Wertpapier.
Ja, aber ich verleihe meine Immobilie ja nicht. Ich kann sie beleihen, also darauf Kredit aufnehmen, ja. Aber ich dachte jetzt beim Landing, und so hatten wir eigentlich in Ursprungs, die Ausgangslage war die, ich habe einen Bitcoin und verleihe den. Also ich gebe ihn weg. Dann hat ihn einer andere, wer auch immer, und irgendwann kommt er zurück.
Zu mir nach Ende des Verleihens. Also nimm mal ein Beispiel ein Auto, ein Automieter oder verleiht mir die Autovermietfirma, verleiht mir ihr Auto und nach der Nutzungsdauer kriegt sie das zurück. Nein, geht auf das, dass wir dafür kriegt sie halt einen anderen Bereich. Nimm das Thema, weil du aus der Börse bist, Stillhaltergeschäfte.
Das ist ein Stillhaltergeschäft. Du hast eine Aktie in deinem Wertpapierdepot. Du hast einen Bitcoin in deiner Wallet, und diese Aktie oder diesen Bitcoin verleihst du dann eben einem Dritten, der eine andere Markterwartungshaltung hat wie du, der spekuliert praktisch gegen dich. Das ist das ganze Geschäft in diesem spezifischen Fall des Bitcoin-Lendings.
Aber ich würde jetzt, also wie gesagt, was ich ja nochmal gesagt habe. Also das ist aber dann nicht, das ist aber bisher immer von Ausgang, ich kriege die 85.000 Dollar. war ja als Alternative zum Verkaufen gedacht, aber ist es eben nicht. Also ich kriege keine 85.000 Dollar, ich kriege nur, wie beim Stillhaltergeschäft, ich kriege meine Zinsen und nach Ende der Laufzeit kriege ich meinen Bitcoin wieder zurück.
So ist das und habe dann in der Zwischenzeit Zinseinnahmen, die kriege ich nicht. Ja, aber da bist du jetzt im anderen Bereich wieder, das ist wieder ein anderes, Bitcoin-Landing-Geschäft. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, wie im Kreditgeschäft eben auch. Wenn du jetzt eben einen Geldbedarf hast und du hast zehn Bitcoin in der Wallet, dann kann ich natürlich sagen, okay, zehn steuerpflichtige Bitcoin in der Wallet, wenn das die Intention ist.
Also das andere war jetzt ja die ökonomische, spekulative Komponente, warum Landing betrieben wird. Jetzt sind wir in einer steuerlichen Strukturierung. Das hat jetzt natürlich schon auch was mit Ökonomie zu tun, weil man sich die Steuern natürlich sparen möchte. Aber hier kann ich jetzt natürlich sagen, okay, ich suche mir jetzt einen Anbieter, der eben meinen Bitcoin beleidt. Und zu welchem Belehnwert beleid er diesen Bitcoin?
Bei den gängigen Plattformen ist das eben 50 Prozent. Dann bekomme ich eben von einem Bitcoin, nehmen wir jetzt mal an, der hat einen aktuellen Wert von 100.000 Euro, dann bekomme ich 50.000 in Cash, ausgezahlt, wenn ich jetzt aktuellen Geldbedarf habe. Das ist jetzt das ganz normale Belehn-Geschäft. Ein Belein eines Bitcoin, das kann ich mir vorstellen wie bei einer Immobilie, ganz klar.
Das ist aber eigentlich ein, es ist kein Verleihen. Genau, zwischen Verleihen und Beleihen. Genau, es ist kein Verleihen und ich dachte jetzt, wir waren beim Lending, dass man etwas verleiht. Und die Wertpapier, auch Fonds machen das ja, dass sie ihre Aktien tatsächlich verleihen. Dann haben sie tatsächlich während der Verleihfrist, haben sie die Aktien nicht. Und sie sind darauf angewiesen, dass der Leihherr sie dann wieder zurückliefert.
Und ähnlich ist es beim Bitcoin-Verleihen wahrscheinlich. Und das Risiko ist, dass derjenige, der mein Vertragspartner mir dann den Bitcoin nicht wieder zurückgeben kann, weil er ihn nicht hat oder nicht mehr besorgen kann. Richtig? Genau. Und genau das ist passiert bei Celsius damals. Deswegen niemals verleihen.
Das andere Beleihen, wenn ich einen Kreditbedarf habe oder wenn ich einen Geldbedarf habe oder wenn ich ein Dispo habe bei einer Bank, dass ich eben. Auf dieses Liquiditätspool eben zurückgreifen kann und ohne, dass ich den Bitcoin eben verkaufe, dass ich eben, dass mir meine Bank oder der jeweilige Anbieter praktisch diesen Bitcoin beleiht.
Nicht, dass er verliehen wird, sondern beleid, den als Sicherheit eben auch behält und dann eben eine Sicherheitsausübung da ist. Also sollte der Bitcoin jetzt um 50 Prozent, um 60 Prozent fallen, dann ist eben das Risiko, dass eben die Bank meinen Bitcoin verkauft oder der Kreditgeber meinen Bitcoin verkauft und dann ist nichts mehr da.
Weil dann habe ich 50.000 Euro Schulden, der Bitcoin ist um 50.000 Euro gefallen, ich habe 50.000 Euro Kredit auf meinen Bitcoin aufgenommen, den ich B-Line habe und es ist Null. Ich bin zufrieden, wir haben das jetzt insoweit geklärt, dass Landing beides beinhaltet, das B-Line von Kryptowährungen, die man hat.
Dann kriegt man im Gegenzug eben Geld und hat dann das Risiko, dass der Wert fällt und dass man dann eventuell nicht mehr zurückzahlen kann oder zwangsliquidiert wird. Und ich kann verleihen. Das sind die beiden Unterschiede. Und beide sind unter dem Begriff Landing zu fassen. Richtig? Habe ich mir jetzt ehrlich gesagt noch nie Gedanken gemacht, ob es jetzt da im Englischen, ich überlege gerade im Englischen einen anderen Begriff gibt, aber das ist alles Landing, ja. Passt so, super.
Nur noch eine anmachen, man muss jetzt beim Staking, man spricht ja auch immer von Staking, aber es gibt ja zum Beispiel aktives Staking und passives Staking, je nachdem, ob man es delegiert oder ob man selber einen Validator-Node betreibt und so weiter. Deswegen glaube ich, da ist Landing, also Verleihen ist Verleihen.
Super. Klar, aber Verleihen ist nicht Beleihen. Das ist mal interessant, vielleicht die nächste Ausgabe, ob es jetzt im Englischen, man muss selber mal überlegen, einen Unterschied gibt es zwischen Fairline und B-Line. Für mich ist beides Landing. Aber ich würde jetzt nicht behaupten, das ist wirklich so. Ich bin jetzt auch eher auf der anderen Seite des Investierens und weniger auf der Seite des B-Lines.
Aber gut ist ja, dass wir das mal geklärt haben und das war auch Axel. Ja, sehr interessant. Über die grundlegenden Begriffe Mining, Staking und Landing, da haben wir jetzt am längsten für gebraucht, zu reden. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass wir das auch nochmal fortsetzen, aber ich könnte mir auch vorstellen, dass der ein oder andere jetzt erstmal auch verschnaufen will und sagen okay das war jetzt mal genug, das war jetzt viel, wir belassen es mal dabei und kommen wir vielleicht ein andermal darauf zurück.
Ich hoffe, Axel, dass deine Fragen, zumindest auch die Erklärungsbedürftigkeit, die du ja hattest bei einigen deiner, bei diesen Begriffen, Mining, Landing, Sticking, dass das jetzt einigermaßen geklärt ist. Und würde zum Schluss, und ich höre gerade, Etienne musste sich leider verabschieden, weil er noch einen Anschlusstermin hat, deswegen mache ich den Podcast jetzt, diese Folge alleine weiter, führe sie zu Ende mit dir, mit dir, Markus natürlich.
Etienne hat ja angefangen und ich kann das zum Ende führen. Ich würde gerne nämlich noch eine Hörerfrage mit reinnehmen oder eine Anmerkung. Und zwar eines Hörers oder einer Hörerin, ich weiß es nicht, denn es ist nur ein, Pseudonym, HSX20, aber der oder diejenige, die HSX20 als Pseudonym hat, wird sicherlich wissen, wer gemeint ist.
Da geht es nämlich ganz eindeutig, oder er oder sie schreibt, klärt bitte endlich die Frage, was passiert mit Bitcoin bei einem Reset? Reset zur Erklärung, muss man vielleicht auch erklären. Ich habe das ja häufiger auch schon hier angemerkt, dass ich damit rechne, dass. Diese exorbitanten Wachstumsraten von Geld und Schuldenmengen, die es ja gibt bei uns, dass die irgendwann mal zu einem Reset, zu einer Neubewertung und, zu einer Währungsreform oder ich nenne es eben Reset führen, dass man, die hohen Beträge dann auf einen kleinen Betrag zusammenschrumpfen lässt.
So wie wir es ja mit zwei Währungsreformen in Deutschland auch schon erlebt haben, mit dem damaligen Geld. Die Frage, und wir haben ja immer gesagt, auch der Bitcoin, wie Gold wäre so eine Art Währung. Ja, Versicherung gegen auch diesen Reset, dass man meint, also klar, wenn man Bitcoin oder Gold hat, kann man zumindest seine Kaufkraft erhalten.
Und was passiert mit dem Bitcoin bei Reset, ist natürlich eine gute Frage, wissen wir nicht, weil bei den vergangenen Währungsreformen, die es in der deutschen Geschichte jetzt mal gab, gab es noch keinen Bitcoin. Aber, und das ist ja das Interessante, es gab schon Gold und da habe ich mir das mal rausgesucht und.
Auch mal ausrechnen lassen von der KI, was zum Beispiel bei der Währungsreform bei der letzten 1948 passiert ist mit dem Gold und da kam eindeutig raus, dass. Die Kaufkraft, die ich mit einer Unze Gold vor der Währungsreform hatte. Ungefähr der Kaufkraft entspricht, die ich mit meiner Unze Gold nach der Währungsreform hatte.
So, mal in Zahlen ausgedrückt, eine Unze war wohl am Schwarzmarkt vor der 48er Währungsreform 1500 bis 2500 Reichsmark wert, also ungefähr 2000 nehmen wir mal den Mittelwert. Und nach der Währungsreform offiziell 116,55 D-Mark. Also sind aus etwa 2.000 Reichsmark diese 116 D-Mark nach der Reform geworden.
Und, und jetzt kommt es, und für beide Beträge, sowohl für die 2.000 Reichsmark als auch für die 116 D-Mark, habe ich vor und nach der Währungsreform, sagt zumindest die KI, dieselbe Warenmenge erhalten. Wobei man natürlich bei dieser Währungsreform anmerken muss, dass es vor der Währungsreform zwar was Waren gab, aber eben die kaum unterm Ladentisch hervorgeholt wurden, weil niemand wollte sie für die Reichsmark verkaufen.
Aber vielleicht für eine Unze Gold. Also von daher hat man das wahrscheinlich schon bekommen. Also das wäre für mich zumindest keine Garantie, ganz klar, aber wenn sich Bitcoin und Gold ähnlich verhalten in einem nächsten Reset, könnte man erwarten, bei aller Vorsicht, dass die Kaufkraft eines Bitcoin vor einem Reset ungefähr der Kaufkraft eines Bitcoin nach einem Reset entsprechen wird. Was sagst du dazu, Markus?
Puh, ich habe da eine ganz andere Herangehensweise. Also grundlegend ist das, was du sagst, vollkommen plausibel, weil ich habe ja vorher gesagt, Bitcoin ist für mich digitales Gold und somit kann man diese Parameter genauso auch anwenden. Ja, ich gehe auch davon aus, dass der Bitcoin im Falle eines Resets, da muss man aber definieren, was ist ein Reset. Der Bitcoin ist weltweit zugänglich.
Haben wir dann weltweit alle Staaten, alle Währungen verfallen, auch der Schweizer Franken und so weiter. Das halte ich jetzt nicht für besonders wahrscheinlich. Das ist der erste Punkt. Der zweite Punkt ist der, ich würde jetzt niemals versuchen, mein Vermögen auf einen Weltuntergang, auf einen Reset auszurichten, sondern breit zu diversifizieren.
Und wenn wir zurückkommen auf das, was du sagst, Gold war für mich oder ist für mich immer auch ein Transformationsmittel für die Zeit nach einer Krise. Kein Krisenmetall, weil oft wird das ja beschrieben als Krisenmetall, sondern ein Wertaufbewahrungsmedium, um die Kaufkraft meines Vermögens zu retten in eine neue Welt, in ein neues Währungssystem.
Und da ist ja der Bitcoin perfekt geeignet. Ich habe ja vorhin schon gesagt, ich gehe davon aus, man kann den Bitcoin auch als Eich-Instrument all unsere Währungen in Zukunft einsetzen. Deswegen ist der Bitcoin ein ganz, ganz hervorragendes Transformationsmittel für die Zeit nach einer Krise und somit auch für die Zeit nach einem möglichen, aber in dieser Breite relativ unwahrscheinlichen Reset.
Spannende Frage. Tatsächlich gehe ich davon aus, dass wenn es einen Reset gibt, der zumindest etwas umfassender ist, wir sehen ja gerade, dass der Dollar selbst. Ins Wanken gerät, das will ich nicht sagen, aber doch zumindest in die Kritik gerät und auch da viele denken, dass der Dollar auch nicht mehr auf ewig so, sein wird, wie er jetzt ist und ich denke, die...
Währungen der großen Industrieländer, also nehmen wir mal Euro, nehmen wir mal in Japan den Yen, nehmen wir mal das Fund Sterling, nehmen wir mal den Dollar dazu. Beim Schweizer Franken, klar, muss man gucken, die sind ja immer eine eher stabile Währung, was damit passiert. Aber ich gehe schon davon aus, dass ein großer Teil der westlichen Währungen davon betroffen wäre.
Aber es ist ja auch egal, selbst wenn es nur ein kleiner Teil ist oder nur einzelne Länder. Aber tatsächlich ist es so, dass der Bitcoin und das Gold dafür einen Ausgleich bieten sollten, sowohl kaufkraftmäßig, dass man einen Kaufkrafterhalt vor und nach einem solchen Reset hat. Interessant wird es dann natürlich, die Fantasie.
Im Moment ist ja die Fantasie bei Gold und auch beim Bitcoin diejenige, dass es eben, wenn auch einige sagen, es muss kein Reset geben, aber dass es eben mit diesen weltweit wachsenden Geld- und Schuldenmengen große Probleme gibt und da muss man sich gegen versichern und deswegen kaufen sie Gold und Bitcoin und deswegen steigen die Kurse ja auch so stark, zumindest in den herkömmlichen Währungen gerechnet.
Aber diese Fantasie, und das vielleicht zum Abschluss, die wäre nach einem Reset ja zunächst mal zumindest raus. Das heißt, die große Kursfantasie nach einem Reset, die gäbe es dann erstmal nicht mehr. Also die großen Steigerungsraten, das hoffen auf die großen Steigerungsraten. Siehst du das auch so?
Das ist eine reine Hypothese. Das. Sehe ich jetzt aber nicht so, weil es kann ja auch sein, dass das Gegenteil eintritt, dass eben alles dann in einem Reset massiv abwertet und der Bitcoin sich als Weltleitwährung neben Gold herauskristallisiert. Und ich würde jetzt eher, die Frage ist ja, für mich ist diese Frage so hoch theoretisch, hypothetisch, das Problem unserer Zeit ist doch, dass unsere Währungen an Kaufkraft erodieren, jeden Tag.
Wir brauchen doch gar keinen Reset. Unser Geld wird sowieso wertlos ohne Reset und davor muss ich mich doch schützen und nicht auf ein Extremszenario irgendwas ausrichten. Das ist der erste Punkt. Und der zweite Punkt ist der, dadurch, dass diese vielen Erwartungswerte mit so vielen Variablen unterlegt sind, können wir keine Antwort finden und die Antwort muss dann lauten, Diversifikation.
Ganz, ganz breite Streuung. Und wenn ich Angst habe vor einem möglichen Reset, muss ich noch breiter streuen, in noch mehr Länder diversifizieren, in noch mehr alternative Anlageklassen auch gehen und unter Umständen in letzter Konsequenz dann auch meine Koffer packen und auswandern. Das ist für mich der Lösungsansatz, nicht zu hinterfragen, was passiert jetzt mit dem Bitcoin, weil dann habe ich ja nur eine isolierte Komponente, die nur eine von hunderten Variablen ist.
Genau, aber leider in den Koffer packen. Kann auch nicht jeder, wenn das jeder Deutsche machen würde, 80 Millionen, wäre Deutschland leer. Wo kommen die hin? Ja, also, klar. Aber wir sind uns einig, das ist auch logischerweise, ist es. In die Zukunft gerichtet und das ist noch lange nicht sicher, dass es dazu kommt, aber tatsächlich kann man, und mit dem breiten Streuen, das gilt natürlich sowieso erst recht, im Hinblick auf einen möglichen Reset, das gilt aber auch jetzt schon.
Und was die Frage betrifft, ob wir ein Reset brauchen oder nicht, kann man tatsächlich darüber streiten, weil du sagst, die Währungen verlieren ja ohnehin täglich an Kaufkraft. Ich sage mal, da gibt es ein Beispiel, ich hatte die Währungsreform 1948 genannt, da war das nicht der Fall, aber die Währungsreform 1923, da gab es ja eine Inflation und zwar eine riesige.
Aber der Reset, also die Währungsreform wurde damit trotzdem nicht verhindert. Deswegen glaube ich tatsächlich, irgendwann wird so ein Reset fällig werden, auch wenn es vorher eine starke Inflation gibt. Durchaus, aber am Ende des Tages, das ist einfach in Büchern oder wir haben das, glaube ich, in unseren Erfahrungen, also diese zwei Währungsreformen oder zwei Diktaturen auch in unserer jüngeren Geschichte.
Aber ich glaube, wir müssen uns davon erlösen, sondern auf die täglichen Entwicklungen blicken, die wir sehen und nicht Angst haben vor einer Währungsreform oder ähnlichen. Unsere Währung wird fortlaufend reformiert, aber leider zum Negativen und deswegen sind Alternativen wie allen voran. Gold und Bitcoin so wichtig und eben auch schon wertvoll, vollkommen unabhängig, ob irgendwo mal auf den Knopf gedrückt wird und was das für Auswirkungen hat.
Genau, da sind wir uns ja im Prinzip auch einig, denn ich, warne, also was heißt ich warne davor, ich sage auch überhaupt nicht, dass man Angst haben muss vor einem Reset, nein, wir wissen ja genau, nach einem Reset geht es ja auch dann wieder weiter und gerade wenn man zwei Resets gehabt hat in einem Land, dann weiß man ja auch, dass es danach vielleicht sogar besser weiter geht als vorher.
Das ist wirklich nicht der Punkt, also ihr müsst wirklich auch keine Angst haben vor einem Reset, aber... Tatsächlich, wenn ihr diversifiziert und auch gerade in Gold und Bitcoin investiert, natürlich Aktiengröne ebenfalls dazu, da haben wir auch schon mal drüber geredet, was haben die Aktien gemacht in diesen vergangenen Resets.
Also ich sage mal ganz grob in Sachwerte investieren statt in Geldwerte. Markus, können wir damit den Podcast mit einem Konsens enden lassen? Ja, dieser Konsens ist perfekt. Aber noch zwei Dinge, wo man auch investieren sollte. Und das ist aus meiner Sicht ganz, ganz entscheidend. Und das gilt jetzt wirklich für jeden.
Das ist nämlich Digitalbildung und finanzielle Bildung. Und deswegen machen wir ja auch den Podcast. Aber diese zweite Komponente, Digitalbildung. Ich stelle jeden Tag fest, dass Deutschland ein Land digitaler Analphabeten ist. Und jetzt durch diese künstlichen Intelligenzentwicklungen. Also dass wir uns mal hinterfragen, nutze ich jeden Tag mal Claude oder eben JetGPT oder Crock oder Gemini.
Was du ja angesprochen hast, deine Zahlen hast du ja auch mit KI erhoben. Also setzt jeden Tag KI ein, um auch eure Finanzbildung zu optimieren. Also investiert in Digitalbildung und Finanzbildung, genauso wie in Gold und Bitcoin. Ja, und vielleicht noch was dazu. Ich will da so einen draufsetzen. Und denkt auch mal daran.
Vielleicht auch in Menschen zu investieren. Was heißt, das ist auch nicht investieren, aber in Familie. Das ist ja auch eine ganz andere Art der Investition. Und denkt auch mal daran, vielleicht Geld auszugeben und die Welt zu genießen. Und das vielleicht auch als positives, ganz letztes Schlusswort.
Das, was ihr ausgegeben habt, die Erinnerung daran, schöne Reisen oder was auch immer, die kann euch auch eine Währungsreform nicht mehr nehmen. Das war's für heute. Vielen Dank, Markus. Vielen Dank, Etienne. Du bist jetzt schon im nächsten Termin und vielen Dank an euch da draußen. Ja, folgt uns, liked uns und schreibt uns unter berichteanbell.gmail.com.
Dann sage ich ciao, ciao, bis zum nächsten Mal in 14 Tagen. Alles klar, von meiner Seite erst auch. Tschüss.