
CamperStyle - Der Camping-Podcast· Folge 436
Caravan Salon live: Expedition in perfekter Stille – der KEC Mountaineer Grand Expedition bringt Ruhe und Komfort auf deine Reise mit
Samstag, 5. September 2026 · 20 min
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Shownotes
Stell dir vor, du sitzt mitten auf dem Caravan Salon in Düsseldorf (caravan-salon.de)– und hörst... fast nichts. Genau das erlebt Nele in dieser Episode, aufgenommen im Inneren des neuen KEC Grand Mountaineer Expedition (kecmotors.com/mountaineergrandexpedition). Das ist ein luxuriös ausgebauter Offroad-Sprinter, der dank Akustikpaneelen und cleverer Dämmung den Messenlärm einfach ausblendet. Im Gespräch mit Jürgen, Gründer und Geschäftsführer von KEC Motors, erfährst du, was hinter diesem außergewöhnlichen Fahrzeugausbau steckt – von der Tiny-House-Ästhetik bis zur Langwaffen-Halterung.
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Darüber haben wir in dieser Episode gesprochen
• Akustik als Alleinstellungsmerkmal: Wie KEC Motors Know-how aus dem Tonstudiobau in den Fahrzeugausbau einfließt – mit Akustikpaneelen, Filz und Holz für eine ungewöhnlich ruhige Atmosphäre im Kastenwagen
• Lounge-Konzept statt Campingklischee: Die offene Sitzlandschaft mit farbigen Cord-Polstern, freier Blickachse und Tiny-House-Ästhetik – und warum der Kühlschrank bewusst nicht bis zur Decke geht
• Leichter Möbelbau nach Flugzeugprinzip: Albasia-Multiplex mit Esche-Oberflächen, Zapfen-Taschen-Verbindungen statt Kunststoffwinkeln und Spaxschrauben – für knarzfreie Möbel auch auf holprigen Pisten
• Die clevere Nasszelle: 80 × 65 cm Dusche mit Hutzen-Trick für extra Ellbogenfreiheit, versenkbare Toilette und Waschbecken auf Schwerlastauszug – und warum die glatte Edelstahlfläche das Putzen auf drei Minuten reduziert
• Gasfrei kochen mit Diesel-Cerankochfeld: Ein finnisches System zapft Diesel direkt aus dem Tank – wahlweise einflammig, zweiflammig oder als Hybrid mit Induktion
• Küche innen und außen nutzbar: Schubladen, die sich nach beiden Seiten öffnen lassen, ein einsteckbarer Außentisch am Spülenkorpus und USB-A/USB-C-Steckdosen auch im Außenbereich
• Heckgarage und Elektrik: Victron Multiplus 2000er Wechselrichter, Solarladeregler, Ladebooster, zwei Lithium-Akkus à 200 Ah – plus ein 1,20 m langes Multifunktionsfach für Angelruten, Verdunklungsmatten oder bis zu drei Langwaffen mit abschließbarem Registerauszug
• Basisfahrzeuge, Individualisierung und Preise: Ausbau auf Mercedes Sprinter oder VW Crafter / MAN TGE mit Superhochdach-Option; Einstiegspreis ab ca. 148.000 € (Crafter) bzw. 167.000 € (Sprinter 7 m) – das Messefahrzeug mit allen Optionen und Folierung: 240.000 €
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Könntest du dir vorstellen, dass Akustik und Ruhe im Van für dich ein echtes Kaufargument wären – oder ist dir das beim Reisen eher egal? Worauf legst du auf deinen Touren besonderen Wert? Schick uns deine Nachricht an podcast@camperstyle.de oder per WhatsA
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Hallo und herzlich willkommen zu CamperStyle, deinem Messe-Podcast. Ich bin Nele und wie ihr hört, hört ihr heute keine Hintergrundgeräusche. Ich sitze nicht etwa in einem Tonstudio, sondern in einem Offroad- oder Expeditionsfahrzeug, zwar von der Firma KEC Motors. Bei mir ist Jürgen, Geschäftsführer und Gründer und von dem erfahrt ihr gleich, warum es hier heute so herrlich ruhig ist und wir jetzt mal so richtig runterkommen können. Herzlich willkommen, Jürgen.
Ja, danke Nele für diese schöne Einführung. Mein Name ist Jürgen Eckert und wir stellen quasi auf dem Caravan-Salon unseren 7-Meter-Sprinter vor, der, wie ihr jetzt vielleicht schon gehört habt, akustisch ein bisschen optimiert ist. Also wir haben natürlich diese normale Dämmung, die ja verbaut wird, aber wir nutzen halt Akustikpaneele, um den Schall halt so ein bisschen in den Griff zu kriegen und dass auch Außengeräusche möglichst halt vermieden werden.
Wir haben da besondere Erfahrungen, weil wir halt mit einem anderen Unternehmensbereich auch Tonstudios bauen und da nutzen wir einfach so eine Art Cross Innovations. Ja, ich finde das faszinierend, weil es finden ja tatsächlich direkt vor dem Van jetzt auch Beratungsgespräche statt und halt der übliche Messetrubel, den man immer hat in den Hallen und es ist wirklich fantastisch, gerade jetzt auch für die Podcastaufnahme, und ich mag ja auch diesen Look der Akustikpaneele sehr gerne.
Ich habe die zu Hause auch teilweise verbaut, auch im Wohnzimmer, obwohl es da eigentlich nicht nötig wäre. Das heißt, wir haben halt jetzt hier in dem Fahrzeug viel Holz, viel Filz und eine sehr zurückgenommene, sehr elegante Ästhetik, viel Anthrazitfarben. Hier sind sehr viele Stauräume eingebaut. Es ist aber auch helles Holz mit dabei.
Da kommen wir gleich nochmal zu, aus welchen Materialien hier gebaut wird. Und was ich sehr schön finde und was ich ja oft beklage, hier in dem Fahrzeug, obwohl es eben ein Kastenwagen ist, ein klassischer, also nicht irgendwie ein Riesenliner oder ähnliches, hat man halt ein relativ offenes Raumgefühl.
Also man hat nicht das Gefühl, man kommt rein und rennt direkt schon gegen die ersten Möbelstücke. Und, Ich glaube, das ist ja auch so ein bisschen das Konzept von diesem Modell. Wie ist nochmal der Modellname? Grand Mountaineer? Der Mountaineer Expedition oder Grand Expedition. Es gibt den normalen, ist der 6 Meter und das ist halt der 7 Meter Sprinter.
Okay, ich glaube, das war ja auch so ein bisschen das Konzept, mit dem ihr jetzt hier auf die Messe gekommen seid, dass man eben auch in einem Kastenwagen irgendwie sich so ein bisschen mehr visuell Luft verschaffen kann. Was steckt dahinter? Also die Idee ist quasi, durch diese Launch-Funktion, die wir hier vorne haben, wirklich eine Couch zu schaffen, dass man, wenn man zu zweit oder zu dritt unterwegs ist, einfach diesen Platz hat, gemütlich abends auch zu sitzen und nicht halt eingeengt auf einer 90-Grad-Gurtbock-Bank, sondern bequem zu sitzen.
Und dass halt nicht der Kühlschrank bis nach oben durchgezogen wird, sondern dass man eine freie Blickachse hat, dass man Ablageflächen hat und dass man sich, im Endeffekt soll man sich auf einer Reise auch zu Hause fühlen. Und das war so, der Ausbau, denke ich, ähnelt eher einem Tiny House. Als einem grauen Interieur von einem normalen Camper. Deswegen auch die Farbauswahl.
Wir haben halt hier senffarbene Polster in Kord. Das ist aber ein Kundenwunsch, da ist man halt ganz flexibel und kann sich da austoben, kann das bestellen. Wir haben auch, wenn man zum Beispiel mit einem Hund reist, der kurze Haare hat, das kann man Stoff wählen, dass sich das halt nicht im Stoff verfängt.
Und ich hatte jetzt auch schon angesprochen, dass ihr mit Holz arbeitet. Welches Holz verwendet ihr da? Weil Holz ist ja traditionell eher ein schwererer Baustoff. Was habt ihr da am Start, dass ihr sagt, da könnt ihr jetzt auch die Möbel gut mitmachen? Also das ist ein Multiplex natürlich, aber es ist ein sehr leichtes Material.
Basis ist Albasia und die sind unterschiedlich beschichtet, entweder mit einer Phoenix Materialie oder mit einem anderen. Opaq ist halt so eine Beschichtung, damit es sehr robust, aber trotzdem edel und matt aussieht und alle Oberflächen bei diesem Fahrzeug sind aus Esche. Esche ist lackiert und wirkt halt sehr hell.
Was vielleicht auch noch wichtig ist, dass der Möbelbau, also wir haben da viele, Anleihen an den Flugzeugbau. Es ist so, dass wenn heute in einem Flugzeug ein Küchensystem hat eine bestimmte Fertigungsart und wir nennen das, das sind Zapfentaschen. Das heißt, alles was man hier sieht, ist verzapft und ist zusammengesteckt und dann verschraubt.
Wir nutzen keine Kunststoffwinkel und Spacksschrauben, sondern es wird wirklich ins Material geschraubt, um quasi diese Friktion von diesen Zapfen einfach zu unterstützen und deswegen folgen. Die Möbel den Fahrzeugbewegungen und knarzen nicht, sondern sind eigentlich sehr ruhig, nicht nur so wie wir hier reden, sondern halt auch bei der Fahrt.
Ich habe ja gerade schon eine kleine Runde durchs Fahrzeug machen dürfen und dabei ist mir besonders positiv das große Bad oder die große Nasszelle ins Auge gestochen, weil ich ja auch jemand bin, der selbst auf dem Campingplatz gerne die eigene Nasszelle nutzt, lieber als in die Sanitäranlagen zu gehen. Unsere Hörerinnen und Hörer wissen warum.
Und wie habt ihr das gelöst, dass man da so viel Platz auch zum Duschen hat, wenn man jetzt vielleicht auch nicht unbedingt nur 50 Kilo wiegt? Also die Nasszelle jetzt hier im langen Sprinter ist 80 mal 65 Zentimeter, aber wir haben quasi die Öffnung in der Karosserie durch eine Hutze quasi mitgenutzt.
Das heißt, wenn man jetzt duscht und kommt mit dem Ellbogen, man muss sich ja so ein bisschen bewegen und da ist einfach nochmal 6, 7 Zentimeter Platz in dieser geraden Wand, wo wir eine Hutze eingesetzt haben. Aber diese Außenwand folgt natürlich oder die Edelstahlwand folgt der Außenwand und nutzt halt das optimal aus.
Gleichzeitig haben wir die Toilette und auch das Waschbecken, das wird versenkt in der Wand, läuft auf dem Schwerlastauszug nach hinten und das Bett und man hat das einfach komplett zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass man nach dem Duschen, man hat gerade Flächen überall, man zieht das einfach nur ab, wischt da einmal drüber und ist nach drei Minuten eigentlich fertig und hat nicht das Problem, dass so viele Ecken und Kanten, muss da nichts drum herum wischen.
Ganz spannend fand ich auch das Konzept von eurem Küchenblock. Weil man es von innen und außen nutzen kann sozusagen. Also es ist eine Schublade verbaut, die ich sowohl nach innen als auch nach außen rausziehen kann und ähnliches ist glaube ich auch im unteren Bereich mit dem Schrank umgesetzt worden.
Ich nehme an, das stammt aus der Praxis, dass man dann auch mal vielleicht irgendwie draußen, weiß ich nicht, sitzt und nicht immer dann wieder durch die Tür rein möchte, wenn man nur schnell einen Flaschenöffner braucht oder was für Gedanken stecken dahinter? Ja genau, dass man halt an die Besteckschublade leicht ran kann und unten ist halt der Geschirrschrank und man kann ihn von beiden Seiten bedienen.
Wenn der Schiebetür offen, man ist draußen und greift einfach darauf zu und deckt den Tisch. Ist auch genauso, dass halt in dem spülen Korpus von außen, wenn die Schiebetür geöffnet ist, nochmal ein zusätzlicher Tisch ist, der dort eingesteckt wird. Und da entsprechend auch Steckdosen sind. Wir haben ja hier auf der Messe da die Kaffeemaschine angeschlossen und es sind halt immer ausreichend USB-A und USB-C Steckdosen im ganzen Fahrzeug, aber auch in diesem Außenbereich.
Und das Fahrzeug ist gasfrei? Dieses Fahrzeug ist gasfrei, das ist aber kein Muss. Man kann, wenn man möchte, natürlich auch einen, Gasbrenner dort drin haben, aber wir haben hier eine Diesel-Ceran-Kochfeld verbaut, was sich ein Diesel aus dem Tank holt und mit einem Brenner, den man nicht sieht, also es ist eine Glasfläche, ist komplett eben, kann man dort kochen.
Und das ist die Firma Wallers, die das halt liefert. Das ist ein finnisches Unternehmen, die speziell im Marinebereich aktiv sind. Und da haben wir das entdeckt und da gibt es zum Beispiel auch, das ist jetzt ein einflammiges, man kann ein zweiflammiges Diesel-Serankochfeld einbauen oder was ganz Neues, auch ein Mix aus Induktion und Diesel, dass man halt beide Medien nutzen kann.
Wer jetzt am Anfang gehört hat, dass ich von einer sehr offenen Sitz- und Wohngelegenheit gesprochen habe, der macht sich jetzt wahrscheinlich Sorgen, dass es nicht genug Stauraum gibt. Das ist also nicht der Fall. Ich hatte das auch ehrlich gesagt am Anfang ein bisschen befürchtet, weil es ist ja oft so, wenn man dann mehr Luft haben möchte, dass dann an den Schränken, an den Oberschränken gespart wird.
Es sind aber tatsächlich auch Schränke eben verbaut, nur sind die schmaler als normal oder warum wirkt es so offen? Auch hier ist es so, dass wir halt die Karosserieöffnung quasi, also die man sowieso hat, dass wir das auch mitnutzen. Und oben haben wir halt, ich glaube es sind acht Stauschränke bei dem langen Sprinter halt verbaut.
Da kommt immer mal wieder die Frage auf, kann man das auch ändern? Da wir ja sehr individuell darauf reagieren können, kann man natürlich auch so einen Stauschrank, der jetzt hier zum Beispiel 60 Zentimeter ist, auch zwei miteinander verbinden und hat dann halt einen Stauschrank oben mit einer 1,20 Meter langen Klappe. Also sowas ist immer möglich.
Aber wir haben halt fast keine, im unteren Bereich fast keine Klappen, es sind eigentlich nur zwei Klappen. Sonst sind überall halt große Schubladen, die auch diese Fläche zum Beispiel von dieser Arbeitsfläche hier neben komplett ausnutzen. Also fast 50 Zentimeter reingehen und dann entsprechend von oben befüllt werden.
Das hat so, wenn man sich im Fahrzeug aufhält und man sucht, muss irgendwas rausnehmen, zieht einfach die Schublade auf und kann von oben reingreifen und sieht, Das muss ich nicht hinknien und muss dann, aus der untersten Klappe noch die Kartoffel vom letzten Jahr daraus pulen, sondern man hat sofort alles das im Blick.
Oder den Apfelessig, wie in meinem Fall. Was verbirgt sich denn unter dem Bett, außer Toilette und Waschbecken, die du eben schon angesprochen hattest? Es ist halt eine Heckgarage. Wir haben jetzt in Fahrtrichtung auf der rechten Seite ist einmal ein großes Elektrofach. Dort sind halt also Victron-Komponenten verbaut. Wir haben standardmäßig einen, 2000er Multiplus Victron-Wechselrichter mit Ladegerät und Netzvorrangschaltung.
Auch Solar-Laderegler, Ladebooster ist alles dort auf einer Fläche so montiert. Und die Akkus sind in dem Fall hier sind zweimal 200 Amperestunden Lithium-Akkus verbaut. Die sitzen quasi oberhalb vom Radlauf, sind entsprechende Fächer angebracht, wo die halt reingeschoben werden und dann befestigt werden.
Dahinter bis zur Heckklappe sind Staufächer, sind Schubladen oder Klappen, die man halt durch die Heckgarage erreichen kann. Auf der anderen Seite sind auch noch ein paar kleinere Fächer und ein größeres Fach, ein langes Fach zum Beispiel, was 1,20 Meter ist, um auch mal lange Gegenstände verstauen zu können.
Also da ist jetzt hier Verdunklungsmatten oder die Kurbel für die Markise, die passt da rein. Es ist aber eigentlich so ein Multifunktionsfach, weil die Anforderungen, der eine ist Angler und der muss seine Angeln, die kann er dort prima unterbringen. Und zum anderen gibt es Menschen, die gehen auf die Jagd und suchen ein Fach, wo sie ihre Langwaffen sicher unterbringen. Und dafür haben wir auch eine Lösung.
Wir haben wie so eine Art Registerauszug und können dort bis zu drei Langwaffen mit Zielanrichtungen auch sicher verstauen und abschließen, dass es halt auch, rechtssicher da verwahrt wird. Du hattest jetzt schon ein paar Mal das Thema Individualisierung angesprochen. Da habe ich ein paar Fragen zu. Also zum einen, welche Basisfahrzeuge kann man bei euch ausbauen lassen?
Also zum ersten Mal der Mercedes Sprinter in 6 Meter und 7 Meter Länge. Dann bauen wir aber auch auf dem Crafter oder in MAN TGE auch wieder auf 6 Meter oder 6,80 Meter. Und beim langen Radstand auch ein Fahrzeug mit Superhochdach. Also der hat eine Innenhöhe von 2,20 Meter, weil der Crafter TGE, die sind innen bei Allradfahrzeugen nicht besonders hoch. Das heißt, man hat eine fertige Höhe von maximal 1,83 Meter innen und das passt auch nicht für jeden.
Über Superhochdach kann man halt einfach dann nochmal 20 Zentimeter mehr Höhe auch reinbringen. Ich habe es jetzt gar nicht so richtig bewusst wahrgenommen, ist auf dem jetzt ein Dachzelt oder auch ein Hochdach drauf? Der ist ein großer Dachträger mit einer Dachterrasse und ein Arcta-Dachzelt. Das Dachzelt hat auch eine Länge von 2,30 Meter und nutzt die ganze Fahrzeugbreite, ist relativ einfach aufgestellt. Es sind zwei Hebel und dann stellt sich das über die Gasdruckstoßtämpfer selbst auf.
Wir haben hier eine Lösung, wir haben eine Bootsluke verbaut. Und diese Bootsluke, also war auch so ein Kundenwunsch, der Kunde ist Segler, er kennt sich da wirklich gut aus. Und das erste Mal, dass wir das gemacht haben, ist aber so, dass die Bootsluke halt leider keine Zulassung für den Straßenverkehr hat.
Aber wir haben das so gelöst, dass wir jetzt eine Zulassung haben, haben eine ECE 43 Zulassung für Straßenfahrzeuge. Die Scheibe in der Luke ist halt eine Einfachverglasung, aber halt ein Zentimeter dick und ist komplett begehbar. Und ein weiterer Vorteil ist, dass entgegen den normalen Dachluken aus dem Campingbereich, lässt sie sich 180 Grad öffnen, dass man halt einfacher ein- und aussteigen kann.
Hier die Dachluke ist 50 mal 50, wir können aber auch 70 mal 50 verbauen und da ist man schnell übers Bett halt oben auf dem Dach und dann auch im Dachzelt. Also ist euer Kunde relativ beweglich. Genau. Und wie ist so der Grad der Individualisierbarkeit bei euch? Also kann ich jetzt komplett mit einem eigenen Konzept ankommen oder habt ihr eher so in Richtung Module, wo ihr sagt, die verbauen wir immer oder wie ist da so euer Vorgehen?
Da wir Dusche und Küche auf einer Seite haben, können wir sowas halt nicht tauschen, weil das ist auch von der Wasserversorgung ist das so optimiert. Das heißt, wir haben wirklich nur die Wasserversorgung quasi vom Tank über Pumpe bis nach vorne in die Spüle und wechseln da nicht die Seite. Aber was halt natürlich geht, wir können verschiedene große Kühlschrankformate verbauen.
In dem Fall hier ist ein relativ großer Kühlschrank mit Gefrierfach verbaut. Es geht aber auch speziell in den 6-Meter-Fahrzeugen, dass wir dort einen Auszug, also einen Kühlschrank mit Auszug ohne Gefrierfach, 42 Liter, der kann wahlweise im Küchenblock verbaut werden oder auch auf der anderen Seite.
Also solche Sachen kann man individuell gestalten und es ist auch so, dass natürlich die komplette Farbauswahl, ob das halt dunkel oder hell und die Polsterfarben können gewählt werden. Im Bereich hier von der Lounge gibt es immer wieder Anforderungen. Dass man zum Beispiel noch einen Einzelsitz braucht oder noch eine Zweiersitzbank.
Auch das wird quasi individuell mit dem Kunden geplant, ob das eine Doppelsitzbank ist oder ob das zwei Einzelsitze sind, die unterschiedlich positioniert werden können. Und hier der Multifunktionstisch ist wahrscheinlich auch mehr oder weniger standardmäßig dabei, nehme ich an. Genau, und auch da ist es so, dass auch die Anforderungen, was die Größe des Tisches angeht, das wird besprochen. Wenn der Tisch zu klein ist, dann können wir den natürlich problemlos 10 Zentimeter länger machen.
Jetzt fragt sich natürlich wahrscheinlich jeder, der zuhört, was kostet so der Spaß? Also ich sage mal, es ist der 7 Meter Sprinter und wir starten bei einem 7 Meter Sprinter, also Fahrzeug mit einem Ausbau. Ich sage mal so, dass man halt losfahren kann bei 167.000 Euro inklusive Steuer. Dieses Fahrzeug, wo wir hier sitzen, ist halt sehr individuell.
Wir haben eine große 5,5 Tonnen Winde, wir haben elektrische Trittstufen. Also es ist auf unserer Optionsliste ist quasi alles angehakt. Und mit einer sehr aufwendigen Folierung liegen wir hier tatsächlich bei 240.000 Euro für das fertige Fahrzeug. Aber ein normales Fahrzeug bewegt sich halt in dieser Range.
Der Crafter mit einem kurzen Radstand startet, ich sag mal bei 148.000. Und letzte Frage, könnte ich auch mit einem eigenen Fahrzeug zu euch kommen und den ausbauen lassen oder besorgt ihr die Fahrzeuge? Also eigentlich, wir sind Aufbauhersteller für Mercedes-Benz und für Volkswagen, haben entsprechende Verträge.
Es ist aber trotzdem möglich, auch ein eigenes Fahrzeug, was unseren Anforderungen entspricht, auch ausbauen zu lassen. Also wir würden jetzt nicht auf den Frontantrieb gehen, weil da ein unterschiedlicher Bodenaufbau speziell beim Crafter ist. Es ist auch immer ein bisschen problematisch, wenn das Fahrzeug vorher eine Trennwand hatte, weil dann sind bestimmte Öffnungen in der Karosserie oder in der Verkleidung quasi, die müssen halt geschlossen werden.
Das kann man alles irgendwie lösen, das muss man halt besprechen. Oft ist es aber so, wenn das Fahrzeug ein gewisses Alter hat und noch eine gewisse Kilometerlaufleistung, muss man sich halt fragen, lohnt es sich so viel Aufwand in ein älteres Fahrzeug zu stecken. Ja, sehr spannend Jürgen. Vielen lieben Dank für deine Zeit.
Sag doch unseren Hörerinnen und Hörern nochmal abschließend, wo man euch findet. Also auf der Messe seid ihr in Halle 15, Stand A 50. Und ansonsten, wo kann man irgendwie auch... Fahrzeuge bei euch besichtigen, wo kann man sich beraten lassen? Genau, in Mengerskirchen sitzen wir mitten im Ort. Mengerskirchen ist eine kleine Gemeinde im Westerwald, liegt in der Nähe von Limburg an der Lahn, also von der A3, einfach zu erreichen.
Wir sitzen da mittendrin in der ehemaligen Möbelfabrik auf knapp 5500 Quadratmeter Büronutzfläche und haben dort quasi ein kleines Paradies geschaffen. Das heißt, es gibt verschiedene Startups, es gibt dort Unternehmen, die zusammenarbeiten Und wir haben das initiiert in diesem, es gibt ein Gründerzentrum, es gibt, ein Kids College, wo Kinder quasi mit Lego Robotics arbeiten und wir planen gerade ein Makerspace.
Und haben da auch eine Förderung schon für beantragt. Also dieser ganze Bereich ist ehrenamtlich und es gibt halt viele Firmen, die da zusammenarbeiten. Ich hatte es ja eingangs schon erzählt, dass wir halt mit einem Start-up gemeinsam, Tonstudios auch bauen, europaweit und auch in anderen Bereichen aktiv sind.
Also es ist eine schöne Community und wir mögen es, wenn wir besucht werden. Wir zeigen auch gerne, was wir bauen. Wir haben immer zwei, drei Fahrzeuge im Ausbau in verschiedenen Stufen, dass man sehen kann, oh, da sind die Fenster reingeschnitten, der ist schon gedämmt und wo ist die Möbelproduktion, wie läuft das mit der CNC, viele mögen das und wollen da mal schauen.
Und was wir nicht wollen ist, dass jemand sein Fahrzeug abholt und dann zu uns sagt, ach, das wird alles hier gemacht. Wir haben gedacht, das lasst ihr irgendwo produzieren. Also das kann man sich anschauen und auch anfühlen. Das ist ja cool. Also ich weiß, dass meinem Mann, der den Podcast schneidet, jetzt auch die Ohren klingeln werden beim Stichwort Makerspace.
Vielleicht kommen wir euch auch mal besuchen. Ja, gerne. Dann noch viel Erfolg weiterhin auf den letzten Metern der Messe. Und ja, schaut euch das Fahrzeug auf jeden Fall mal an, ihr Lieben, da draußen. Auch ein sehr, sehr schöner, sehr interessanter Ausbau. Und zieht euch Socken ohne Löcher an. Da es ein Kundenfahrzeug ist, muss man sich nämlich die Schuhe ausziehen.
Und dann wollte er ja nicht hier, dass der große Onkel rausguckt. Bis dann. Tschüss, macht's gut. Tschüss.