China und wir· Folge 16

Wie wir aus China berichten

Donnerstag, 8. Oktober 2026 · 1 h 13

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Shownotes

Unsere Korrespondenten werden oft gefragt: Wie arbeitet man als Journalist in China? Ist diese Arbeit nicht gefährlich? Und könnt ihr euch überhaupt frei äußern?

In dieser Folge berichten Sie über die spezifische Herausforderungen bei ihrer Arbeit und über Veränderungen für Journalisten in China. Sie sprechen über ihren konkreten Arbeitsalltag und ihr berufliches Selbstverständnis.

In „China und wir“ sprechen die China-Korrespondenten der SZ, Lea Sahay und Gregor Scheu, über alles, was sie in ihrem Leben und bei ihrer Arbeit in China beschäftigt und interessiert.

Jeden Donnerstag erscheint eine neue Folge von „China und wir“. In der SZ-App, auf Youtube, Spotify und überall, wo es Podcasts gibt. Für alle mit SZ-Plus-Abo gibt es auch regelmäßig Bonusfolgen, in denen Lea Sahay und Gregor Scheu die Fragen der Hörerinnen und Hörer beantworten. Schreiben Sie dafür einfach eine E-Mail an podcast@sz.de oder hinterlassen Sie einen Kommentar bei Spotify oder auf Youtube.

Moderation und Redaktion: Lea Sahay und Gregor Scheu

Schnitt, Regie und technische Produktion: David Sahay

Produktion: Carlo Sarsky Lankheit

Produktmanagement: Oliver Neumann

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Wenn wir von unserer Arbeit angesprochen werden, dann kommt immer wieder diese eine Frage. Wie arbeitet man als Journalist in China? Ist das nicht gefährlich und könnt ihr euch überhaupt frei äußern? Darüber wollen wir in unserer vorerst letzten Folge China und wir heute sprechen. Ich bin Krieger Scheu Und ich bin Leer Sehai.

Wir sind die China-Korrespondenten der SZ und leben und arbeiten in Beijing. Leer jetzt bist du wahrscheinlich die dienstälteste Korrespondentin oder zumindest deutsche Korrespondentin hier in China. Vielleicht gibst du uns mal einen kurzen, kurzen Rundown wie du nach China abgekommen bist. Wie hat es dich denn hierher verschlagen?

Ja mein erstes Mal nach China bin ich ja seit Jahrtausend. sieben und acht davon habe ich ja glaube ich in Folgen vorher schon ein bisschen erzählt. Ich bin ja als Gastschülerin gewesen auf eine chinesische Schule gegangen eher so ein bisschen zufällig. Ich wurde irgendwie weit weg und nicht daheim wo die Meisten hingehen im Austauschjahr und dann ist es China geworden.

Und ich wahrscheinlich erzähle meine Eltern eine ganz andere Geschichte, aber ich hab so ein bisschen im Vorfeld der Folge versucht nochmal drüber nachzudenken wann die Idee gekommen ist Journalist zu werden oder vielleicht auch Korrespondent. Ich habe sogar noch alte Tagebücher. Ich wollte auch ein bisschen was daraus vorlesen, aber ich hatte nicht besonders viele schlaue Gedanken auf mich.

Wenn wir voll sind, hat man die selten? Irgendwo wollte ich glaube ich die Welt verändern. Aber ich glaube schon das ist natürlich einen total großen Einfluss darauf hatte diese Zeit dass ich irgendwie journalist geworden bin Weil damals, sieben und acht war natürlich nicht viele Leute in China vorher schon mal.

Es war total viel Aufmerksamkeit durch die olympischen Spiele. Und als ich zurückgekommen bin, bin ich dann so ein bisschen der Erklärer für China geworden. Dann fragen die Leute ja schon irgendwie ... Ist es nicht in China so oder so? Ich war ein totaler Verfechter von. eigentlich ist das alles ganz anders, als ihr gehört habt.

Und unter sich ins Jahrzehnte, dann als Korsponentin erst für die Wirtschaftswoche nach China gegangen bin. Habe ich eigentlich schon häufig darüber nachgedacht und habe gesagt, was habe ich eigentlich für ein Zeug damals erzählt? Weil ich da es realisiert hab wie wenig ich eigentlich von dem wusste über China, dass ich dann plötzlich berichten musste also einerseits Wirtschaft aber natürlich auch die Politik weil ich im Jahrzehn-Achtern zurückgekommen bin ist ja sicher für alle Haustor-Schüler immer schwierig zurückzukommen, sich da wieder einzufinden als es so anders und so.

Aber meine Großerzählung war immer die Politik spielt doch gar keine Rolle in China. Das hat doch gar nichts mit meinem China zu tun. Und das ist natürlich irgendwie sowas was... ich dann nach vielen Jahren Berichterschadung erst richtig realisiert habe, dass man halt ganz viele Realitäten hat. Und ich war damals einfach in der chinesischen Familie und die wachen halt nicht auf irgendwie und denken irgendwie erst an, weiß ich, neun zu neunundachtzig oder irgendwie an politische Unterdrückungen oder ein Sensor und vielleicht auch weil es in ihrem Alltag eigentlich keine Rolle spielt.

also meine Gastschwester, die damals auch sechzehn war nicht das Gefühl gehabt, sie lebt in einem unfreien Land oder im Geschichtsunterricht würde ihr irgendetwas nicht erzählt werden. Man nimmt die Dinge halt wahr, wie man sie irgendwie erlebt und aber das war glaube ich dann doch irgendwie natürlich ... dieses China-Ding war dann so leer für China zuständig und es ist dann irgendwie im Studium natürlich so geblieben und irgendwie war's dann ganz natürlich.

Ich bin direkt nach dem Studium. Ich hab nie länger Praktika in Deutschland gemacht, in Redaktionen. Aber ich bin nie richtig fest angestellt der Transistin in Deutschland gewesen. Was sich auch manchmal kurios irgendwie Nebeneffekte hat. Für mich war es ein total großes Glück, würde ich mal sagen und ich weiß nicht ... Nicht der Dienstjungs, der Kollege.

Aber fast will ich behaupten! Du bist ja so ein ganz fresh of the boat, fast noch kann man sagen? Aber du hast natürlich auch eine total lang Geschichte. also war deine Zeit hier als Schüler dann auch so ähnlich prägend? Ja gut, ich glaube jeder der behauptet... ... im Alter von fünfzehn bis zwanzig war nicht prägend für sein Leben.

Ich glaube, der hat irgendwas verpasst in seinem Leben. Also ich war genau die Jahre hier wahrscheinlich... ...die irgendwie so einen jungen Erwachsenen ausmachen. Ich war ja auf der deutschen Schule also ich hatte irgendwie China aber ich hatte auch Deutschland und ich hatte genau diese doch irgendwie spannende Mischung dass man eine Gedichtanalyse schreibt morgens aber dann am Nachmittag irgendwo seine Nudeln hier im Straßenrestaurant nebenan holt.

Und es war. Also es ist schon genau das, was du beschreibst. Vor allem wenn man dann die Zeit hinter sich hat, wenn man hier fertig ist und das alles aufgesogen hat... ...dann kommt man zurück und man wird wirklich so eine Art wandeln des Testimonials wie ist es denn in China? Ganz häufig würde man darauf angesprochen.

also ich glaube es gibt in meinem Leben seit ich in Deutschland war kein Bewerbungsgespräch wo das nicht Thema Nummer eins war dass ich lange hier gelebt habe Verstehe, wie es wirklich hier ist. Was das heißt? Das wird immer wieder thematisiert und irgendwann rutscht man diese Rolle, die sich China erklärt hat.

Ganz unbewusst und ganz ungewollt weil du merkst, die Leute haben Fragen und man merkt auch irgendwie... Jener ist so komplex, jener ist vielschichtig. Mit einer Erklärung ist es nicht getan von dem Land. Das heißt Leute die irgendwie dann die Chance haben jemand zu haben der vielleicht nochmal einen Aspekt irgendwie reinbringt der vielleicht auch ein bisschen echter ist als jemand der mal vielleicht hier auf Business Reise war oder so sondern wirklich aus dem Alltag berichten kann sind Leute sehr interessiert.

und ja ich bin so im Journalismus wahrscheinlich ein bisschen anders gekommen. Ich habe kein Tagebuch Eintrag wo ich irgendwie vor mich hin resümiere welche Geschichten ich gerne schreiben wollen würde. Es gibt uns Zitat über Journalisten, dass sie sich so ein bisschen in den Beruf reingeschaltet haben.

Und das war bei mir ein bisschen der Fall. Ich habe was ganz anderes gemacht, ich habe vorher Jura studiert und hab dann aber irgendwann gemerkt, dass ich gar kein Jurist werden möchte, aber dass ich einfach irgendwie gern schreibe... ...und für mich war dann das next best thing also, dass die sich dann einfach sagen, okay, dann erzähle ich halt Geschichten und nicht mehr irgendwelche Gutachten.... ...und habe dann aber irgendwann als Journalist so'n bisschen gegen China verweigert weil ich gedacht habe, Ich werde jetzt dieses One Trick Pony werden, was irgendwie sein ganzes Leben lang in dieses China-Ding ausschlachten möchte.

Aber dann habe ich gemerkt... Ich finde das nicht persönlich! Nee, also ich bin ja auch hier. Dass ich das irgendwie nach wie vor geglaubt habe aber ich wollte das dann irgendwie auch ein bisschen hinter mir lassen. Andererseits ist es irgendwie total schade, weil man auch allein die Sprachkenntnisse, wenn man gut Chinesisch spricht und sich hier mitteilen kann.

Wenn man das über Jahre in dieser Schule sehr hart gelernt hat oder viele Schriftzeichen gelernt hat dann ist es auch bescheuert nicht zu nutzen, dass man was mitgegeben hat, wofür andere sehr viel geben würden und sehr viel selber in der Uni lernen müssen, wenn er das früher mit gegeben bekommen hat.

Das war irgendwie ein Drang nach China zu kommen und den Bogen zu schlagen. und andererseits ... habe ich mich hierher super wohlgefühlt, als ich hier war. Also man denkt ja immer das so Leben in China ist immer super anstrengend und es ist immer eine Tortur und man denkt uff... Und das mag für das Arbeiten als journalist glaube ich teilweise sogar stimmen aber in der Zeit, als sich hier war wie gesagt einer deutsche Schule sehr behütet aufgewachsen.

Ich hätte wahrscheinlich ... mit die besten Jahre meines Lebens, die ich hier verbracht habe. Und ich hatte über den Eindruck so... Okay! Man kann daran irgendwie anknüpfen und man kann wieder zurück. Und man kommt vielleicht auch wenn wir nicht hinabbildern hierher,... ...dass es vielleicht nicht ganz so aufgeladen ist wie bei vielen Kollegen, die herkommen,... ...die dann sagen oh Gott ja das wird eine große Herausforderung... ...und dann bin ich hier.

dem Land muss ich ganz, ganz... ...aufpassen, dass ich mich bewege. Also ich hatte nie einen Eindruck von Anfang an, dass sich hier im Alltag irgendwie... mich hier unsicher bewege und es war so eine Art nach Hause kommen, auch wenn das total pathetisch klingt. Aber ich habe mich ja von Anfang an irgendwie wieder wohlgefühlt – auch wenn ich jetzt in Peking bin.

vorher war ich in Shanghai. Und die Städte haben schon einen sehr anderen Vibe. also wenn man Ausländer ist in Shanghai gibt's wirklich oder zu meiner Zeit damals gab's Orte da hat man nicht gemerkt dass man in China ist weil das so international, so internationalisiert war, so westlich. Die Verlegenheit komme ich jetzt in Peking nicht.

Also in Peking weiß man schon sehr genau, dass man im Peking ist wenn man hier unterwegs ist. aber ich glaube das... Ich bilde mir auch ein, dass sich das dann irgendwo auch meine Arbeit widerspiegelt. Dass man irgendwie auf das Land so ein bisschen anders zugeht und eine andere Zugung hat als vielleicht nicht nur Kollegen aber einfach anderer Menschen die nach China fahren.

Aber es bleibt natürlich alles unglaublich schwierig und vor allem auch unglaublich frustrierend, weil man ja irgendwo trotz der Komplexität mit dem Land mit einem gewissen Wohlwollen hier rangeht. Wenn man auch viele Erfahrungen mit dem land verbindet und bei aller Schwierigkeit die das Land aus deutscher Sicht hat in vielerlei Hinsicht... Man möchte hier niemanden irgendwas Böses so, die hier leben und du willst einfach nur sagen was ist, so journalistisch wie das klingt?

Aber es werden eher schon sehr viele Steinen weggelegt und dann fragt man sich schon häufig so Natürlich kommt dann die Frage, warum mache ich das? Wenn ich nur erzählen will was ist und man lässt mich nicht. Dann gehe ich woanders hin. Das ist ein Reflex der irgendwann kommt. Self-pity walden wir gleich noch mal aus.

Ja, natürlich besprechen! Aber es ist halt ein Reflexte bei dieser Arbeit hier passiert dass man sich denkt... Warum ist das denn jetzt nötig? So, ich will euch ja nichts Böses. Ich will einfach wirklich nur meine Arbeit hier machen und mit dem Match treten und die zu Wort kommen lassen. Und es wird einem gerne sowohl in Deutschland als auch in China von allen durch den Seiten negativ ausgelegt.

Und ich glaube... Jetzt bin ich erst ein Jahr hier. also ich glaube dieser Frust kann schon überhand nehmen aber ich weiß nicht wie du das machst in deiner Arbeit. Also ich glaube man braucht dann dickes Fell in beide Richtungen sowohl Richtung China als richtig in Deutschland. Wahrscheinlich reden wir gleich noch mal so ein bisschen über die Wahrnehmung auch.

Unser Arbeit, ich meine eine Sache, die ich noch sagen wollte, die habe ich jetzt die letzten Wochen drüber nachgedacht, weil es einfach ein paar junge Kollegen gibt, die zum Beispiel auf Instagram und so ganz coole Sachen machen. Ihr habt das Gefühl, es gibt ja so viele... Ich glaube, es gab früher weniger Vielfalt unter Korrespondenten.

wie ist das? in allen Lebensbereichen irgendwie gab. Wer kriegt einen prästisch-strechtigen Posten? Das gilt vielleicht noch mehr für Washington als China, aber immer so ein bisschen der Ort, wo du die Sinologennurz hinsteckst ... Die unbedingt wollten. Genau und die unbedingt wollten, aber auch die einzigen, die konnten sich das zugetraut haben.

Und jetzt... Ich finde es so ein bisschen und das gibt einem ja eigentlich Hoffnung. Es gibt eine Schicht an Korrespondenten, die hier in der Schule waren, weil irgendwie die Eltern da waren oder einen Schülerausdraht gemacht haben ... Geht ja auch noch nicht so lange, hat ungefähr in unserer Generation angefangen.

Jetzt habe ich das Gefühl jetzt gibt es sozusagen nochmal einen Umbruch. Jetzt gibt's Leute die auch einerseits wie wir vielleicht irgendwie aus Reisen oder irgendwie auch studieren natürlich und vielleicht Ausdurch-Jahr aber sozusagen auch vielleicht wo ein Elternteil chinesisch ist oder die vielleicht aus Taiwan kommen oder so.

Also es gibt noch mal eine neue Art von Vielfalt, die es glaube ich in der Form lange halt nicht gegeben hat und wahrscheinlich mein Appell wäre immer mein Gefühl... dass irgendwie alles gut ist. Ich glaube, man muss sich total hüten davor, dass man halt irgendwie sagt ... es kann nur der studierte Synologe irgendwie, sollte nur der, der dreißig Jahre sich in einer Redaktion schon verdient gemacht hat oder jemand, der halt die Sprache spricht.

Das ist ein bisschen ... ich wollte so aufgreifen was du sagst, was du sehr frust. Wir kriegen das auch total für Untervideos, sprechen ja überhaupt chinesisch also auch nicht unbedingt auf der Basis weil sie wissen wie gut unser Chinesisch ist. nie Muttersprachler sein. Schwierig auch tatsächlich, aber kein Mutterfall ist so was.

Und dann denke ich auch immer es gibt Leute die haben unterschiedlich viel Sprachtalent, auch wenn sie sich bemühen und es gibt ja glaube ich viele Arten wie man als Großbundant Mit seiner Sicht, die sich auf China bereichern kann. Manche Leute interessieren sich nicht mehr für Geschichte. Ich finde zum Beispiel die Geschichte total interessant.

Dann gibt es Leute, die mit der Sprachaus kennen und Leute, in Familienmitglied haben, die aus China kommen. Also ich glaube einfach ... Das China-Bild leidet nie daran, dass man aus allen Ecken mehr Perspektiven hat. Was wir auch kriegen über unser Datingfolge war das ganz viel unter diesen Shorts die einen kurzen Ausschnitt zeigen aus unserem langen Gespräch.

aber da stand ja drunter warum erklärten Chineses das jetzt nicht? Fühlt vielleicht so ein bisschen dazu, dass wir mal erklären, was einen Korrespondent macht. Weil die Idee ist ja auf den ersten Moment richtig. Wer versteht sozusagen Dating, da ging es ja explizit drum um Dating. Aber wer sozusagen versteht China besser als die Chinesen?

Also vielleicht kannst du so ein bisschen erklären, was steckt eigentlich in dieser Frage? und genau, was ist eigentlich ein Korrespondent? also zu sagen, warum braucht es dich weiße Nase? das ist der Impräsite vor wo irgendwie um China zu verstehen. Ja ich glaube man muss mich dann wirklich ein bisschen fragen Warum siehst du dann extrem wenig Chinesen, die in Anführungszeichen offen darüber sprechen können was im Land groß ist und wie kommuniziert wird?

Und das ist ja genau der springende Punkt warum es uns braucht und warum's uns gibt. Weil... Die freien Meinungsäußerungen und da gibts bestimmt auch wieder Kommentare die wir im Ent widersprechen würden aber halt in China einfach nicht so möglich ist wie wir das auf Deutschland gewohnt sind dass man sich hier frei mitteilen kann dass man vor allem mit der ausländischen Presse frei reden kann eine Plattform bekommt und die denn auch für sich nutzen kann.

also In unserer täglichen Arbeit ist wahrscheinlich die schwierigste, es nicht unbedingt zu recherchieren und sich hierzu bewegen. Das ist auch schwierig. aber das Schwierigste ist wirklich das Vertrauen der Leute zu gewinnen dass sie mit uns reden weil Leute hier super besorgt sind, dass das in irgendeiner Art von negativen Effekt auf Sie selber, auf Ihren Job, auf ihren Alltag haben kann indem Sie sie nur mit uns gesehen werden, indem Sie sich mit uns abgeben, indem sie irgendwie eine Geschichte von sich erzählen.

Und das merkst du in Shanghai, genauso wie du es im Pichen merkst oder auch irgendwo in China auf dem Land. Weil die Leute einfach mittlerweile denken oh... Das ist ja... Die Personen haben ja erst mal nichts davon! Also sie haben ja wirklich nur neben dir ihre Geschichte erzählen sind sie erstmal nur so eine Art Zielscheibe.

weil natürlich haben wir eine große Plattform vor allem bei einer großen Zeitung. dann Das ist nicht immer so mit Gesicht, aber natürlich kann man in China dann auch viel rückverfolgen. Wenn man überlegt okay da ist der Name das sind die Gegend und so weiter. Das heißt die Leute sind extrem zurückhalten mit dem was sie mitteilen weil den natürlich auch gespiegelt bekommen von der chinesischen Regierung.

ja wir sind ja alles hier quasi nur Spione die ich China kaputt machen wollen und fertig machen wollen Und wir haben nicht das Beste für China im Sinn und Ehe die sich hier in den Nesseln setzen mit uns und nichts davon haben. Also die häufigste Handbewegung, die man nicht bekommt wenn man Leute anredet ist diese hier.

Nee ich will nicht mit euch reden. Gar kein Interesse. also da wird gar nicht drauf eingegangen und nachgedacht ob man vielleicht doch irgendwie das dich gleich ganz spannend finde mal irgendwie zu quatschen so... Und das ist ein bisschen der springende Punkt warum wir uns dann dahin setzen und versuchen das irgendwie zu erklären.

andererseits einerseits weil wir halt eben nicht so richtig den Chinesen jetzt hinsetzen können weil es einfach nicht möglich ist. in dem Fall Es ist auch rechtlich total schwierig weil wir natürlich nicht einfach ... jemand von der Straße wegnehmen können, die hinsetzen können. Wir können ja der Person auch... ... teilweise müssen wir die Person ja vor sich selber schützen.

Also dadurch dass wir auch unter Beobachtung stehen mit der Arbeit, den wir sind,... ... also es ist tatsächlich so das wenn wir Texte hier schreiben, wenn wir hier arbeiten,... ... wir sind uns ja alle sicher, dass diese Texte die setten wir nicht ins Nichts und die werden vergessen sondern die werden natürlich auch... angenommen von der chinesischen Seite, also die werden sich auch gelesen und wahrgenommen von einer chinesen Seite.

Und das müssen wir beim Arbeiten auch immer mitdenken, dass egal was wir hier berichten wie wir berichten, dass wir das nicht anonym machen und es natürlich auch schwierig ist zu quälen irgendwie anonym zu gestalten und gerade wenn wir eine Person jetzt hier hinsetzen würden sagen ja sagt doch mal was hier schlecht läuft im Land erstens würden wir keinen finden und zweitens wenn wir in der Person finden würden müssten wir die person wahrscheinlich vor sich selber schützen darüber so ganz unverblümt zu reden.

Natürlich würde die Person dann nicht nur Kritik äußern. Die würde bestimmt auch sagen, was gut läuft oder was man lernen kann und wie China sich da gut schlägt usw. Aber wir sind ja jetzt auch keine Propaganda-Werbesendung, die irgendwie nur hier in China im besten aller möglichen Lichter präsentieren.

Wir versuchen aus vielen Perspektiven zu reden und man muss sich einfach fragen warum sieht man denn so wenig authentische Gespräche mit Chinesen? Und das ist schon die Antwort, dass da der Knackpunkt liegt. Dass wir nicht einfach Leute hinsetzen können, weil sie nicht wollen oder geht, weil Sie selber schützen möchten... Deswegen sitzen wir hier nicht, weil wir denken, wir wissen es besser als alle.

Wir versuchen uns anzunehren mit unserer Erfahrung und die wir über Jahre angesammelt haben. Wir sind ja auch nicht seit gestern hier, sondern wir wissen ja auch ein bisschen wie der Hase läuft ihr mittlerweile und was man sagen kann oder wozu man Gespräche führen kann und was ihr sollstisch möglich ist.

Und da stoßen wir halt einfach an den Grenzen. Ich würde doch so ein bisschen noch ergänzen wollen dass Ich mein, China ist jetzt keine Ausnahme auch wenn es irgendwie in der Online-Streitkultur manchmal so getan wird. Und es gibt ja überall auf der Welt jeweils Korrespondenten von jeweiligen Ländern die entsendet werden und es gibt natürlich immer die Debatte... Ja, warum machen das örtliche Leute nicht?

Also jetzt zum Beispiel bei der Nepalflut. Da dauert es dann irgendwie zwei, drei Tage und dann geht's natürlich los. was ist das für Paratuting-Journalism? nennt man das ja irgendwie aus dem Flugzeug abgeworfenen Korrespondenten die Sprache natürlich nicht spricht des Land überhaupt nicht kennt und damit in der Kamera steht und im schlimmsten Fall sozusagen den Hilfskräften im Weg aber natürlich auch irgendwie nicht jetzt den lokalen Journalisten die Plattform gibt.

Und das ist, glaube ich eine total berechtigte Kritik. Ich würde sagen hier ist es insofern ein bisschen komplizierter weil einerseits wir können gar keine chinesischen Staatsbürger als Kursmodenten anstellen. Das ist rechtlich nicht möglich. Wir haben ja hier lokale Mitarbeiter und da ist ganz klar dass sie sozusagen wenn ja News Assistant bei uns genannt also Nachrichtenassistenten Und diese Assistentenrolle, die steht dann häufiger in der Kritik.

Aber die Realität ist halt... Wir können sie nicht alleine los schicken! Sie dürfen nicht alleine recherchieren, sie dürfen nicht irgendwie auf Pressekonferenzen allein ohne uns unterwegs sein. Der Name darf auch nicht runterstehen. Wir dürfen auch nicht sagen, wir dürfen jetzt die Person noch nicht mitautun, wo wir das bestimmt gerne machen würden.

Wir haben ganz viele tolle Assistentinnen, die wirklich super Arbeit machen und sich reinhängen und uns Möglichkeiten oder Geschichten ermöglichen, die wir ohne sie nicht machen könnten. Aber größtenteils ist es nicht möglich dass wir dann einfach reinschreiben hat an der Geschichte mitgewirkt weil das einfach nicht erlaubt ist.

Genau sozusagen diese Leute unsichtbar zu machen ist von unserer Seite gewollt sondern das sind die Vorgaben und die größere Idee dahinter ist ja schon... Man kann ja ausländisch aussehenden, auslähnend gelesenen Leuten immer sagen. Die wollen uns nichts Gutes. Sie sind von Amerika bezahlt und so. Das sind irgendwie die da draußen wie hier drin und wir als Volkskörper müssen zusammenstehen.

Und das ist natürlich deutlich schwieriger mit jemandem der chinesisch gelesen ist, ob er jetzt Wurzeln hat oder eben hier vor Ort ist. Also das ist glaube ich eine Motivation. Dann würde ich immer um ein bisschen zu erklären, wie unsere Arbeit eigentlich ist... Wir sind sozusagen eine Art Übersetzer der chinesischen Kultur, der Politik und Wirtschaft für den deutschen Leser.

Also wir schreiben ja sozusagen was ist anders als in Deutschland? Und warum ist das interessant? Warum kann man davon lernen? Warum sollte uns das Sorgen machen? Was sind hier die Entwicklungen? und sozusagen diese Übersetzungsleistung... besetzt ja voraus, dass man beides mehr oder weniger versteht.

Dass es so funktioniert Deutschland und China. Und warum hebe ich das eine oder andere eben hervor? Das ist auch so eine Kritik, die ich mir selbst machen würde. Oder warum es mehr Spaß macht mich mit dir zu unterhalten, weil man nach zehn Jahren manche Sachen für selbstverständlich hält. Manchmal sagst du schlixte Sachen vor, wo ich denke, das war schon immer so oder klar, dass der Chineser das so macht und das ist einfach so ... Auch die Idee, warum Korrespondenten häufiger wechseln.

Weil im Haus immer die Angst ist, wenn man zu lange da ist verliebt man ... Betriebsblindheit. Und auch so ein Blick für das Besondere. Also was ist anders? Das ist glaube ich auch, warum die Vorstellung Chinesen könnten besser China erklären und diesen Teil ausblendet weil es eben die Übersetzungsleistung notwendig ist.

Ich meine, sie sind total bescheuertes Beispiel. Aber die im chinesischen Internet entdecken ja ab und zu mal so Blogger, so deutsches Mettbrötchen... Oder Pfannflaschen oder was? Die deutschen Essen irgendwie rohes Fleisch! Und dann gibt es einen riesen Aufschrei im Internet. Das ist keine Geschichte in Deutschland.

Die Deutschen sind völlig verrückt geworden. Das fällt aber natürlich nur auf wenn du als Chineser auf Deutschland blickst. In Deutschland würde niemand sagen, lass man eine große Geschichte über ein Mettbrettchen machen. Umgekehrt ist es halt eben auch für uns. Und deswegen vielleicht als Überleitung, wie entsteht überhaupt eine Geschichte?

Also sagen wer entscheidet, dass irgendwie das eine Geschichte in der Süddeutschen Zeitung landet. Ich würde immer sagen, das Tolle an der SZ ist, dass man eine total große Autonomie hat... sicher schätzen, korrigiere mich. Aber ich würde sagen, achtzig Prozent oder so der Geschichten mindestens sind Geschichten, die wir vorschlagen.

also wie sagen das halten wir gerade für relevant. Ich weiß nicht. jetzt kommt nächste Woche Trump und Xi dann ist klar okay das wird irgendwie groß. da wird es dann von vor Ort Berichterstattung geben Und dann kann man ein bisschen vorab überlegen Okay aber was welche Entwicklung halten wir grade für relevant?

Die sozusagen im Vorfeld von so einem von so nem Gipfel Wichtig ist oder interessant, oder vielleicht eine andere Erzählung erzählt als gerade der Eindruck in Deutschland ist. Ich habe sehr das Gefühl in letzter Zeit dadurch dass es einfach multiple Krisen gibt also irgendwie Ukraine-Krieg Iran Krieg Die Wahlen die jetzt hier über den Sommer laufen in Deutschland Also China ist sehr weit weg.

gerade und dann ist unsere Aufgabe glaube ich immer wieder zu sagen so Hallo wir sind noch da Und das, was hier passiert ist auch wichtig. Wir halten dies oder jenes für wichtig und deswegen wollen wir da Geschichten drüber schreiben. Die zwanzig Prozent, die dann aus Deutschland kommen sind Sachen, die die Redakteure selbst lesen über die sie sich wundern oder die sie irgendwo gehört haben und die uns anschossen.

Wir haben sozusagen das Privileg zu sagen, dass es quatsch! Das ist keine Geschichte. Was man ab und zu ausüben muss, von uns kommt Vorschläge wo man sagt ich glaube das ist es dann nicht genau. aber also aber sozusagen ich habe häufig das Gefühl so ja vielleicht hab ich da geschlafen oder finde ich bin ich da tatsächlich ein bisschen das habe ich doch schon so häufig gemacht und die Kollegen interessiert irgendwie doch und man macht's noch mal als ist es so ein bisschen hin und her und wir treffen uns ja auch mindestens dann einmal die Woche und und das finde ich auch mit unserer Mitarbeiterin unser lokalen die denn eigentlich online ein bisschen die Nachrichten verfolgt und so sprechen mir auch irgendwie über Geschichten Und das finde ich auch total klasse, weil man schon merkt.

Schon wir drei sozusagen haben total unterschiedliche Sichtweisen auf das was hier passiert und im besten Fall gießen wir es dann irgendwie in eine gemeinsame Stück oder Werk. Ja also ich glaube Es ist so ein bisschen generell journalistisches Arbeiten. Es ist schwierig für Leute nachzuvorziehen, die nicht selber journalistisch arbeiten.

Also es ist nicht so dass wir jetzt aus München eine Lehrlinie vorgegeben bekommen von wegen berichtet mal so und so über China. Das ist unsere Standing in China und so müssen die Geschichten aussehen. sondern das ist wirklich zu, ich würde auch sagen, achtzig, neunzig Prozent, es ist allein, allein wir.

Wir bestimmen auch was wir Geschichten machen, was die Grundaussage ist. Eigentlich auch nicht rein redigiert oder reingeschrieben von irgendwelchen Kollegen, sondern natürlich arbeitet man sprachlich nochmal links und rechts, wenn man so einen Text abgibt. Aber wenn wir jetzt ein Kommentar schreiben und in eine gewisse Richtung dann steht er erst mal.

Da wird da nicht irgendwie noch einmal gesagt ob man... Ob man jetzt hinterloben darf? Ich glaube nicht! Und dann wird der Kommentar nicht einfach so gestrichen oder so, sondern... Natürlich überlegt man schon sehr genau wie man Lob- oder auch Kritik formuliert. aber Das ist schon zum größten Teil. Ich kann nicht für andere Zeitungen sprechen, aber das ist auf jeden Fall bei der SZ so dass wir schon die Expertise, die wir haben geschätzt wird und gesagt haben okay wer sind wir aus München euch in eurer China rein zu reden.

also natürlich ab und zu bekomme ich gerade als Wirtschaftskorrespondent der für Wirtschaftsteam zuständig ist Natürlich die Kollegen, die haben einen Blick auf irgendwelche Meldungen in die Reinkunft. Welche Geschäftszahlen? Auf irgendwelchen Wirtschaftszahlen, die mal eben nach Deutschland gepusht werden bei der DPA und so weiter.

Die habe ich nicht immer im Blick. Und dann werde ich schon mal darauf angesprochen, hey, könntest du nicht was zu den neuen Wirtschaftszahlen, die jetzt quasi eine Woche kommen machen oder so ... Also wir haben da schon so ein Art Auffangnetz, die uns irgendwie ab und zu mal so auf Linie erhalten, was so die großen, also auf Linien halten von wegen, die es uns ein bisschen in Horizont zeigen, was wichtig sein könnte.

Aber noch nie wurde mir ein Kommentar zurechtgezogen von den Chefs, die irgendwie gesagt haben. Oh das ist aber jetzt zu China positiv oder so und ich kann jetzt wirklich nur für die SS sprechen weil ich ähnlich wie du auch selber nicht in Deutschland irgendwo großer Journalist irgendwo anders gearbeitet habe abgesehen von mindestens vierzig Praktika gefühlt.

Wir machen schon oder wir vermitteln schon das, was wir hier wirklich glauben zu sehen und glauben mitzubekommen. Und da spiegelt sich hoffentlich in den Texten wieder und auch in unserer Arbeitsweise so wie wir die Texte rangehen, wie wir uns für Themen entscheiden wenn wir losfahren. vielleicht kannst du mal wenn wir gerade schon erklären wie Texte standekommen?

Vielleicht kannst Du auch kurz eine Idee hast. Wie machst Du das denn? doch nicht einfach sagen, ich spreche mit den Leuten. Sondern es ist schon ein längerer Prozess oder auch etwas komplexer als man denkt. Also erst mal so sagen wir hier das Riechverstand, aber was du sagen willst ... Wenn du Quatsch schreibst, hat das nicht die CAA für dich vorfasst?

Ja, das ist die Windessenz. Auch wenn mir das euch vorgeworfen wird! Das ist rein gringrisch. Auf meinem Miss gewachsen und weder auf dem WND noch auf der CAA noch auf Der Essent, sondern das ist dann rein auf meinem Miss gewesen. Ähm ja genau... Ich meine, du hast es sogar ein bisschen vorweggenommen.

Vorhin, dass die Bedingungen an sich sehr viel schlechter geworden sind. aber wenn wir eine Geschichte machen dann ist es an sich nicht anders als in Deutschland wäre bloß das es hier deutlich schwieriger ist. also wenn man irgendwie überlegt ich möchte ein Thema machen dann würde man ja auch wie man es in Deutschland als Journalisten macht.

was sind's für Experten? gibt es irgendwie interessante Studien? gibt es einen Fallbeispiel? gibt es ein Ort wo ich hinfahren kann um es irgendwie plastisch zu machen. Die große Herausforderung in China ist leider, also ich bin da seit zehn Jahren hier, aus dem Jahr zero und sechzehn habe ich angefangen dass allein in diesem kurzen oder vergleichsweise kurzen Zeitraum von zehn Jahren wirklich die Bedingungen sich massiv, massiv verschlechtert haben.

Das berichten auch die Clubs der ausländischen Journalisten hier an Möglichkeiten und Zugängen. Leute, die nicht mehr bereit sind mit uns zu sprechen Und das ist ja durch die Bank weg eigentlich alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens also angefangen von Unis Genehmigung braucht mit uns zu sprechen über Unternehmen, die es eigentlich faktisch immer ablehnen.

Weil sie wissen Sie können nur verlieren und nicht gewinnen. Dann Protagonisten, die auch wissen wenn sie ihr Namen hergeben. also auch Klarnamen zur Verwendung ist total selten geworden. oder Fotos. Fotos genau das macht natürlich total schwer. ich weiß nicht. als Beispiel mal ich habe letztes Jahr mal ein Buch zwei geschrieben über die Lage der Frauen fragt man an hunderte Leute anders.

Es ist wirklich teilweise so, also erstens passiert es, dass wir Geschichten oder Ideen haben die gar nicht funktionieren, also die wir für wichtig halten und die gar nie funktionieren weil wenn man mit gar niemandem sprechen kann und gar keine Zahlen hat dann kann man das lassen. genau bringe die Geschichte irgendwie auch nichts.

Oder dass wir lange, viele Wochen dauert es mittlerweile bei Geschichten. Wenn ich das Beispiel erzählen darf ... Wir wollten eine Geschichte über Sojaboden machen und dann gibt's Forschungszentren im Vorfeld. haben wir es uns schon gedacht, dass das nicht klappt. Dann fragt man an und dann reagieren sie jetzt gar nicht oder lehnen direkt ab.

Und ich hab manchmal so ein bisschen das Gefühl die größte Gefahr für mich ist, also gar nicht mehr zu versuchen weil ich schon im Vorfeld denke geklappt bin, genau ringt eh nichts, klappt eh nicht. Manchmal klappt natürlich trotzdem was, wie alles ist sozusagen nicht absolut. Es ist nicht, dass gar nichts mehr geht.

aber ich finde, das ist eine meiner wirklich kernten Kritikpunkte irgendwie in der Debatte um China. unser Verständnis von China finde ich in Deutschland ganz wenig realisieren, wie wenige Zugänge es noch gibt. Nicht nur für Johnlisten sondern auch für andere aktuelle Wissenschaftler usw., unabhängig Informationen zu sammeln und dass das eigentlich eine Riesen-Erausforderung ist, dass du irgendwie einerseits halt alles im Internet mittlerweile siehst.

Ganz Staatssender YouTube Videos usw. Also ganz viele Informationen aber eigenständig Sachen zu recherchieren. Ungewöhnlich, also für die Zuhörer, die vielleicht nicht so wissen wie es in Deutschland ist. Du kannst ja ganz viele Rechte als Journalist auch. Also du kannst Ministerien ganz selbstverständlich natürlich Pressanfragen schicken und so weiter.

aber du kannst auf Zugang klagen, du kannst Dokumente herausfordern. Es gibt auch in Deutschland Unternehmen, die nicht wollen. Die sagen wir geben keine Interviews. das ist natürlich immer das Recht. Aber es hat hier schon wirklich ein ganz schwieriges Ausmaß erreicht. Behörden irgendwie zu kontaktieren, funktioniert einfach gar nicht.

Also was es hier gibt so am Alltag vielleicht mal ein bisschen zu erklären? Es gibt hier das chinesische Außenministerium. Das ist ein bisschen das Atmenzeug, wie wir arbeiten. Also als Journalist bekommt man eine Pressekarte. Das ist unsere Arbeitsgenehmigung und ich habe sogar meine dabei. Eine kleine blaue Karte mit den Angaben und dem Foto muss man immer bei sich tragen.

Und wenn man auf Termin ist dann ... dann fragt die Polizei auch mal danach und will sie sehen, die wird immer abfotografiert. Dann beginnt die Kommunikation im Hintergrund ... Ich weiß, was passiert im Hintergrund? Die wird abfautografiert und bleibt einfach im Fotoalbum des Polizisten und wird nie weitergereicht.

Genau. Das Außenministerium wird auch manchmal kontaktiert. Die wissen nachher wo man war. Aber dieses Außen-Ministerium ist in Prinzip auch die einzige Stelle, wo wir Informationen bekommen. Und zwar gibt es jeden Tag im Außenministerium, im Blauen Saal oder so genannten ... eine Pressekonferenz. Und das ist auch die einzige Möglichkeit, um halt so... alles zu fragen, was man zu fragen will.

Normalerweise ist es ja in Deutschland irgendwie, wenn du Fragen an das Wirtschaftsministerium hast oder das Bildungsministerium oder eine lokale Behörde. Wenn du eine Frage in China hast musst du am Nachmittag zur Pressekonferenz gehen und da gibt's dann... Es gibt immer so gescriptete Fragen vor allem von den Staatsmedien.

die beginnt die Presse Konferenz beginnt heute mit sagen sie mal wie toll ist China in dem oder diesen Bereich? Wie schön sind eigentlich die Züge hier? selber eine Sache vor, also sie versuchen so ein bisschen. Man kann da auch nur sitzen und sich sozusagen fragen welche Themen wollen Sie heute setzen?

Also was halten Sie eigentlich für wichtig, was heute passiert ist? Aber man kann dann eben auch ne Frage selbst stellen. Da bin ich ja schon gefragt worden. Es ist ja klar, es ist ja eine Beziehung die wichtig ist für den Journalisten, für das Medium und für das Außenministerium und jeglicher Kontakt findet natürlich irgendwie auf einer Ebene statt, dass man zukünftig noch weiter arbeiten kann.

Also es wäre wahrscheinlich möglich da irgendwas zu fragen aber es ist natürlich klar das man dann durchaus sich überlegt wie formuliere ich die Frage? erstens um auch eine Antwort zu bekommen und zweitens natürlich auch im Nachgang wieder eingeladen oder auch Kollegen keine Probleme zu machen. Und das Außenministerium führt mit einem regelmäßig Gespräch, also wenn man die Pressekarte verlängert wird ein Gespräch geführt.

es kann aber auch sein dass man eine Geschichte veröffentlicht, dass das Außenministerium damit unzufrieden ist und einen einlädt um mit einem ein Gesprich zu führen. Das gute alte Tee trinken? Wenn wir uns einen Tee-Tricken eingeladet haben. gefragt. Das klingt so ein bisschen, ich finde immer ein bisschen abenteuerlicher als es ist.

Normalerweise ist ja so dass man eine Geschichte schreibt und die auch überprüft hat und sich Gedanken gemacht hat und das ist normalerweise wenn ich solche... Ich hatte jetzt schon einige dieser Gespräche, dass ich gut verteidigen kann sozusagen was ich gemacht habe. von chinesischer Seite geht es häufig sind häufig so sensible Themen für die man eingeladen wird.

Tieren an, Mentei waren die drei T's. Aber auch andere Geschichten und ich hab immer den Eindruck es wird dann ... Das sind dann häufig Sachen wo sie politische Signale senden wollen. das wollen Sie nicht mehr akzeptieren das wollen sie nicht dass in der Öffentlichkeit steht. Ich bin dann mehr von so Gesprächen wurden dann Vorwürfe formuliert ihr Und das ist ja noch häufig ihr Deutschen.

also jetzt nicht ihr süddeutsche Zeitung oder du als Korrespondenz sondern Ihr unterstützt ja zum Beispiel die Unabhängigkeit. irgendwie Kannst du dann einsetzen, Tibet? Taiwan und so weiter. Und da kann man einfach sagen ich bin hier kein Aktivist. Ich vertrete auch nicht die Bundesregierung. in so Gesprächen geht das auch manchmal durcheinander.

Manchmal gibt es Botschaften mit Du kannst ja mal da in Berlin Bescheid sagen ist eigentlich so und so. Ich hab da keinen Draht, das ist auch nicht mein Job. Ich berichte und also es geht manchmal diesen Gesprächen ein bisschen durcheinander. aber diese Gespräche werden natürlich immer in dem Ausgleich zwischen erklären was meine Arbeit ist und aber auch sozusagen zu wissen dass es eine wichtige Beziehung für das Medium ist und dass man zukünftig miteinander arbeiten kann.

Ein bisschen habe ich meiner Einschätzung jetzt immer die machen auch nur ihren Job. Manchmal habe ich das Gefühl, da wird sozusagen so ein Skript abgearbeitet und ich nicht unbedingt weiß ob die Person, die das gerade vorträgt. Ob ihr es wirklich fühlt? Mit vollem Herzen dahinter steht oder ob das irgendwie erst ein Theater ist was jetzt hier aufgeführt wird und alle haben da ihre Rollen drin.

aber und das glaube ich sozusagen vielleicht irgendwie einen Schritt noch zurück. wir schreiben, wir recherchieren unsere Texte von Schreiben, unsere Textes und zeigen sie selbstverständlich nicht vorab irgendwo. Also es gibt sozusagen keine Zinsur im eigentlichen Sinne. Das ist ja eigentlich, wenn man das abgibt und dann erst wird es genehmigt.

Das gibt es nicht, sondern wir schicken unsere Texte ganz normaler oder schreiben sie direkt ins System der süddeutschen Zeitung. Sie werden gedruckt und der Ärger kriegt man dann in den Regeln. Den Kauf? Oder eben auch nicht? Ja vielleicht müssen wir da nochmal ganz kurz präzisieren so was die Arbeit mit... Gesprächspartnern angeht.

Es ist nicht so, dass das Außenministerium oder Peking da sitzt und diesen Menschen, die mit uns reden wollen, das irgendwie aktiv verbietet. Manchmal geht man auf das Außenministerium zu in diesen Gesprächen und sagt ja es wird gelaufen. ich würde mich gerne mit jemandem unterhalten. Warum geht das denn nicht?

Die sind dann selber irritiert. Das ist ja nicht verboten, warum redet der Autohersteller jetzt nicht mit dir oder so? Und das Problem mittlerweile ist dass diese Gesprächspartner eine unglaubliche Verunsicherung spüren, mit dem was okay ist und was nicht okay ist. also man bekommt doch einiges mit, dass dann irgendwie der Pressesprecher aus einem befreundeten Unternehmen hat dann einfach Probleme bekommen bei einem ganz unverfänglichen Thema und man fängt an zu sagen, die Rosalie ist unsichtbar.

Ehe ich jetzt Gefahle auch für die zu überschreiten oder irgendwas zu machen, dann lieber gar nicht drüber reden. Das kann auch im Lokalen passieren dass du dann irgendwie die Provinz hast und du möchtest nicht das dann irgendwie der Provinzt Bürgermeister oder der Gouverneur dann irgendwie dir aufs Dach steigt weil du irgendetwas gesagt hast irgendwelche Arbeitsbedingungen usw., das kann ganz große Kreise ziehen, dass du diese Verunsicherung dann eben spürst.

und was es halt für ein Problem verursacht ist, sobald wir dich mit Leuten reden können können wir auch nicht wirklich genau sagen, was los ist. Und dann müssen wir natürlich sagen, okay, wir wissen es einfach nicht! Aber warum will keiner mit uns reden? Und dann muss man halt darüber reden, warum keiner mit us reden möchte.

Unwahrscheinlich ist ja eher so wenn du eine Erfolgsgeschichte hast, dann willst du dir erzählen und wenn du darüber nicht reden möchtest, da liegt mal die Beweislers eher bei dir zu sagen okay es läuft aber einiges nicht richtig. und das ist immer auch warum so viel kritisches in Anführungszeichen über China berichtet wird weil's so unglaublich wenig Transparenz gibt.

und wenn Du darüber nicht reden kannst, dann musst du dich halt fragen warum kannst du nicht darüber reden? und natürlich neigt man eher über irgendwas kritisch zu berichten wenn einem was voranthalten wird der Chineberichterstattung unglaublich schadet. Und was total schade ist, weil es werden so viele fantastische spannende tolle Geschichten zu erzählen an die wir halt nicht rankommen und das nicht weiß verboten ist, sondern weil sich die Leute anfangen selber zu zensieren.

Dadurch können wir nicht richtig arbeiten, das China-Bit leidet darunter und vor allem die Leute bekommen den Eindruck dass wir irgendwie China irgendwas Böses wollen indem wir dann sagen ja wer weiß was da so passiert? Und so weiter. Also natürlich sind wir dann irgendwann angehalten zu sagen, ja da will man nicht mit uns reden und es gibt einen Grund warum er nicht mit us reden möchte.

Ja ich merke das auch. Ich glaube jetzt habe ich alle mehr oder weniger angefangen Geschichten nochmal auf LinkedIn zum Beispiel zu posten und da kriegt mein Herr immer so irgendwie... Zwölf Berater, die seit zwanzig Jahren leben und die erklären immer, eigentlich ist es ja sozusagen wenn ich Gespräche hier führe.

Und ich weiß von meinen zwanzigen Firmen besuchen das so-und-so ist. Manchmal denke ich, dass ist natürlich ein Teil der Wahrheit. Denn wenn man als Journalist her auftritt dann gibt es ganz viele informelle Gesprächs. Es gibt noch sicher mehr Austausch, es gibt sicher einen Unis. Zirkel, woüber bestimmte Themen gesprochen wird.

Ja wir neigen glaube ich in unseren Berichterstattungen häufig zu sagen das gibt es nicht mehr, dass ist irgendwie tot und durch die politische Entwicklung hier irgendwie zerstört worden usw., also ein bisschen den absoluten Terms weil's in unserer Wahrnehmung natürlich auch so isst, weil wir diese Zugänge alle nicht mehr haben.

Und da vieles dann eben doch vielleicht im Untergrund, im privaten, in anderen Foren und so passiert. Trotzdem ärgert mich dann mal schon so'n bisschen die LinkedIn-Berichterstatung oder die Kritik von denen... auch sehr klar erst mal in Ihrer Sicht ist. Und weil vieles von dem, was Sie dann vielleicht mutig schreiben, Sie auch nicht öffentlich sagen wollen und die Kontakte haben, sich in irgendeiner Form äußern wollen – und es natürlich zu einem gewissen Maß zumindest tun, weil für sie ihre berufliche Zukunft auf dem Spiel steht.

Das ist ein bisschen der ganz großen Dilemma in China, dass wer in China lebt und arbeitet wird halt... durch die kommunische Partei hier entschieden. Also man hat ja immer, so wie wir sozusagen die Pressekarte brauchen, die einem am Jahr verlängert wird. kann man nicht als junger Journalist ja einfach hin und sich mal ausprobieren, was schreiben.

Sondern man braucht irgendwie immer ein Medium das auch von chinesischer Seite zugelassen wird. zum Beispiel online Medien bekommen keine Akkreditierung also man kann einfach als Online-Medium nicht aus China berichten. es gibt hier Kollegen die dann nicht mehr hier bleiben dürfen. also sozusagen der Gatekeeper ist immer Die Regierung hier, und das gilt natürlich nicht nur für Medien sondern auch für Wissenschaftler, für Unternehmer usw.

Also immer wenn man mit Leuten spricht gerade auch mit Ausländern muss man sich ein bisschen fragen was sagen sie sozusagen nicht? Und sagen Sie vielleicht manche Dinge auch nicht weil sie so sagen um die Gefahr wissen dass sie möglicherweise dann hier nicht mehr leben und arbeiten können? wir haben ja auch über die YouTuber und so gesprochen.

Das ist einfach immer der Kontext in dem her alles passiert. Und mich ärgert trotzdem manchmal ein bisschen, dass man in diesen Debatten das dann nicht so transparent gemacht wird weil es natürlich von außen eben doch so wirkt als würde man irgendwie gezielt irgendwas nicht erzählen wollen. eine Sache über die ich jetzt im Vorfeld auch nachgedacht habe und die mich persönlich eigentlich sehr bewegt Es gibt ja immer diese Ja es wird so negativ warum müssen Journalisten denn also sagen ist Allgemein gibt's einfach eine schwere Vertrauenskrise im Journalismus.

Ich glaub, wir versuchen das immer auf China runterzubrechen. Das geht aber vielen Kollegen in Deutschland und anderen Ländern auch so. Dass irgendwie natürlich auch in unseren Social-Media-Feets der Influencer neben dem Journalisten steht. Und es ist glaube ich viele Spannungen und ne Krise wie der Journalismus darauf antworten soll.

Aber eine Sache die ich hier ... Als Beispiel versucht zu erzählen. Ich weiß nicht, ob du dich daran erinnerst im März... ich glaube, in den Jahr-Zweiundzwanzig ist ja hier ein Flugzeug abgestürzt. Das war, glaub' ich eine China Easter-Maschine mit hundertdreißig Leuten ungefähr an Bord und diese Maschine gibt es auch so Videoaufnahmen wirklich aus dem Nichts senkrecht, im Prinzip verunglückt und alle Leute sind am Bord gestorben.

Und das gab dann Erst kurz Berichterstattung, dann gar nichts mehr. Und es gab dann zwischenzeitlich in den USA eben ein Bericht der schon davon ausgeht mit hoher Wahrscheinlichkeit von den Messdaten die man eben hat das ist möglicherweise ein Suizid eines der Piloten gewesen ist und in China wird einfach nicht überberichtet.

bis heute stehen die Angehörigen der Menschen unter Beobachtungen Das heißt man kann nicht mit ihnen sprechen. Es gab nie eine offizielle Erklärung dazu. eine der schwersten Katastrophen natürlich hier in der Luftfahrtgeschichte in China. Und so ein bisschen als Vergleich, deswegen erzähle ich es gibt ja in Deutschland den German Wings-Maschine.

Das war im Jahr zwanzig, fünfundzwanzig waren zehn Jahre. Jahrestag und da gab es auf allen Sendern ja im Prinzip irgendwie Dokumentationen. Es gab irgendwie eine ARD einen Podcast die Familien über zehn Jahre begleitet haben. Die gibt immer noch Familien... Angehörige, die klagen. Die versuchen zu aufzuklären wie das möglich war wer versagt hat und so weiter.

Und ich erzähle es sozusagen nur um ein bisschen zu erklären aus meiner Sicht was Journalismus leisten kann und warum er auch so wichtig ist wenn man jetzt diesen diesen gerade diesen Podcast den habe ich irgendwie in sechs Folgen oder so sehr lange gehört. ja und da geht's immer wieder um die Trauer der Eltern.

Die Journalisten versuchen ganz ernst zu erzählen, wie entwickeln sich deren Leben und wir gehen sie mit sehr Trauer um. Und am Ende dieses Podcasts mache ich die Eltern kommen niemals darüber hinweg. Das ist ja auch klar, die haben mal ihre Kinder verloren und sie gehen ganz unterschiedlich mit diesem fürchterlichen Vorfall um.

Es ist im Kontrast. dagegen hast du halt in China, weil es politisch nicht genehm ist... weil die Partei das nicht diskutiert haben will, weil sie es offensichtlich als irgendwie versagen. Also ja, sie will nicht dass die chinesische Luftfahrt darunter leidet. Sie will nicht, dass irgendwie bekannt wird, dass so was möglich ist.

In Deutschland wird geklagt seit zehn Jahren, weil das auch wichtig ist. Weil die Angehörigen dadurch handlungsfähig bleiben und verhindern wollen, dass es jemals wieder passiert. Du gibst in diesem Podcast den Familienangehörigen Raum zu Trauer. Das gehört ja zum Respekt der Menschen, die dort gestorben sind dazu, dass man darauf Zeit und Energie verwendet und einen Forum schafft um darüber zu sprechen Und das finde ich so ein bisschen, was mich an dieser ganzen Kritik irgendwie ... Es wird eine negative Geschichte in China.

Nein! Also aus meiner Sicht ist es die Aufgabe von Journalisten Menschen auch Raum zu geben um Dinge zu verändern, um wahrgenommen zu werden und ihre Geschichte zu erzählen. Das fehlt halt unheimlich in China. gerade wenn's so Unfälle gibt, wenn's große Katastrophen gibt dann Dann geht es häufig sofort darum, was bedeutet das politisch?

Was will die Partei nicht. Was lässt sie zu? und der... Das einzelne Schicksal auch irgendwie die Macht dem Donaldisten ja Menschen dadurch geben können dass sie auf Missstände hinweisen Die fehlt halt total. Und das finde ich eigentlich was was was häufig irgendwie vergessen wird weil man's vielleicht auch bei uns nicht so wahrnimmt Weil wir halt auch sehr daran gewöhnt sind.

Ja das ist bei uns eben anders stattfindet und Ich finde einfach aus Respekt den Menschen hier gegenüber, dass man weiterhin versuchen soll. Wenn solche Unglücke passiert halt solche Geschichten zu erzählen weil es den Leuten auch gut tut. also ich finde wenn ich irgendwo bin ja das ist ja nicht so dass die Chinesen nicht gerne irgendwie erzählen und sich auch mal aufregen oder auch mal schimpfen und auch selbst das Gefühl haben dass sie das Journalismus diese Aufgabe hat.

das gab er hier sogar das internet Anfingen, diese Bürgerjournalisten auf Wehrbohr, die dann gesagt haben in der Presse wird Eno gelogen. Es passiert einen Unfall ich verselbe hin. Ich brieche selbst was. Ich will das selbst also sagen. zu glauben dass es hier diesen Impuls nicht gäbe oder da weniger Recht oder Raum zusteht.

Da wäre ich mich total gegen. Das ist überall in jedem Land der Welt gleich. Das muss Journalismus leisten und es ist wichtig, dass Journalismus das leistet. Ja, ich glaube man muss dann einfach erklären dass der Journalismus in China aus Sicht Chinas die Regierung einen ganz anderen Zweck verfolgt. Du bist nicht dazu da!

In Deutschland hast du ja diese Idee das der vierten Gewalt eine Kontrollinstanz die drüber berichtet und sagt was ist und mischt ihn da aufklärt. und in China ist der Journalismus eigentlich ein erweiteter Marketingarm wenn man so möchte. also das geht sowohl in der in der Unternehmensberichterstattung.

Also tatsächlich erreichen mich häufig Anfragen von chinesischen Firmen die fragen Was wird den Artikel denn bei euch kosten? Was aus Deutschland? komplett verrückt ist, dass jemand den Artikel bei uns kaufen kann. Aber in China ist das gar nicht so ungewöhnlich, dass man sagt okay ihr kommt da zu uns wir geben euch die Talking Points, die wir gerne hätten und ihr schreibt die Geschichte gerne so wie wir sie gerne hätten.

Und das erweitert sich eben auch auf die Chinesische Staat. Dass man sagt Okay wenn ein Journalist irgendein Artikel schreibt dann hat der die Agenda zu haben den Staat zu stützen und die Linie die die chinesische Regierung hier fährt In der Art und Weise darzustellen wie sie selber gerne darstellen möchte.

Und das ist nicht die Aufgabe, jemandem Raum zu geben. Sondern es ist Aufgabe zu bestärken was hier ohnehin geplant ist und dadurch kollidiert immer auch so die Auffassung vieler Chinesen. Deswegen gibt's in China auch keine sehr hohe Meinung von der Presse. also auch allein dagegen kämpfen wir ja auch an dass Chinesien ja allgemein schon nicht soviel von der presse halten weil wie du schon sagst als diese bürgerjournalisten diesen nette sinster losgelegt haben das war ja so eine hat sich ja sehr viel aufgestaut über Jahre hinweg.

da war das zum ersten mal da. es waren forum Wir können es zum ersten Mal ein bisschen austauschen. Das war auch eine Zeit, als der Chinesische Staat noch gar nicht wusste wie im Internet so richtig umgehen soll und da noch sehr viel Freiheit noch einmal da waren. Und dann haben die auch gesagt, wir werden ja wirklich eigentlich ... Haben wir nie die Chance uns mal frei zu verständigen oder mal zu informieren oder sagen was ist?

Die Chance wollen wir nutzen! Und dieses Misstrauen gegenüber allein schon der chinesischen Presse ist natürlich gegen uns. dann nochmal das Thema höher. Wir sind ja nicht mal nur der chinessische Marketing-Armen, sondern wir sind eigentlich der Marketingarm des bösen Westens oder man so möchte und daher kommt eben auch viel von diesen Misstrauern mit denen red ich schon mal gleich gar nicht.

Also gerade diese Bürgeraktivisten oder Journalisten war ein wichtiger Wendepunkt in der Geschichte des Chinesischen Internets. Da gab es seit Jahrzehntausend elf So ein Zugunglück in der Nähe von Wenzhou, glaube ich. Das ist dann ein Schnellzug. Schnellzüge sind ja Spinner in China eine Erzählung der Modernisierung und eine große Rolle.

Die Erzug ist verunglückt und Vagons sind von den Schienen entgleist. Und da sind viele Leute ums Leben gekommen. Und eben weil der Zug so eine wichtige Erzählungen oder eine wichtige Rolle in dieser Erzählungsmodernisierung spielt, sollte natürlich nicht Vertrauen verloren gehen, dass das irgendwie noch mal passieren kann.

Er wurde da sofort sensiert. Und da sind damals Leute hingefahren und haben da angefangen zu berichten, was wirklich passiert mit auch ganz gruseligen Details. Wenn ich mich richtig erinnere, hingen dann so einen Waggon von der Brücke runter... Da lebte noch ein Kind drin und die wollten das dann schnell... Ich glaube irgendwie von der brücke runter also los!

Eisen sozusagen, dieser Wagon der noch so in der Luft hingen. Da haben sie angefangen die Waggons zu verbuddeln damit da irgendwie keine Augenzeugen mehr geben kann. und so also ganz wirklich füchterlich konnte man sofort sehen ja wie die Partei mitunter auch eben bei solchen Unfällen die Lokale Regierung vielleicht auch reagiert und keine Spuren zu hinterlassen.

Und das war aber wirklich ... hat so ein Aufschrei geführt, hat der Regierung aber eben auch gezeigt sozusagen dass es eine Entwicklung, das sieht man ja häufig hier in China ist eine Entwicklung die müssen wir jetzt stoppen. also wenn wir jetzt nicht stoppen dann steht wieder das ganz große infrage nämlich irgendwie unsere Macht und das ist einen Grund auch warum sie halt dann relativ schnell in allen Bereichen der digitalen Welt hier eben auch diese Entwicklung ein Riegel vorgeschoben haben.

Wir müssen verhindern, dass die Leute sozusagen eigenständig hier anfangen von der Wahrheit zu berichten, weil sie darf nur bei uns liegen. Im Jahr ist ja dann Xi Jinping in den Thylenstaatsmehren gegangen und hat sich eingesetzt gesagt, John Listen müssen sich die Partei zum Nachnamen machen. Das war so der große Wendepunkt auch in der menialen Rolle, weil es in China ja tolle John Listen immer gab häufig und natürlich auch irgendwie zum Gestalt immer noch gibt.

Immer wieder gibt es ja auch Geschichte, innovative Geschichten über Panschereien in Firmen, Betrugsfälle, Verunreinigungen, Impfstoff z.B., und so weiter Berichten die aber dann häufig auch wissen. das kann eigentlich für sie sehr ernste Konsequenzen haben. von all diesen Dingen sind wir ja als außenische Journalisten ein bisschen ausgenommen weil sozusagen dass das Risiko des Man als Ausländer hat das natürlich nichts zu vergleichen mit dem, was jemand der hier lebt.

Der seine Familie hat. Der ja beruflich als journalistätig ist. Da sind die Druckpunkte viel größer als bei uns. aber auch hier gibt es sozusagen mutigen Journalismus und die Erzählung. Es gibt nur positiven Journalismus. Und eigentlich ist das alles ganz anders zu verstehen dass es kommt wirklich von der Regierung.

Die große Erzählung kulturell sei das hier anders. Das ist wirklich Unsinn und hat es auch immer anders gegeben, es gab sogar mutige Zeitungen die immer schon so ein bisschen rebellischer berichtet haben, die aber auch allesamt jetzt irgendwie zurückgedrängt wurden oder ganz massiv zurückgedreht worden und diese Art von Berichterstattung eben nicht mehr möglich ist.

Ja, das ist auch ein großer Unterschied zwischen der Arbeit der chinesischen Kollegen und bei uns. Also das Schlimmste was uns in Anführungszeichen drohen kann wird das Aller schlimmste dass wir halt ausgewiesen werden, ne? Dass dann unsere Arbeit jetzt zu Ende ist und wie gesagt Deutschland gehen müssen aber Wir müssen eigentlich mit unserer Arbeit keine Gefängnisstrafe oder zumindest keine keine wirklich extremen Repressionen fürchten.

also Wie gesagt, das Schlimmste, was passiert ist, dass unser Visa aufgehoben wird und wir gehen müssen. Aber als Chineses hat es ein ganz anderer Hausnummer, wenn du irgendwas Großes aufdeckst, was natürlich nicht dem Narrativ der Partei entspricht, da kann es sein, dass du verschwindest oder was auch immer.

Da gibt es Geschichten von verschiedenen Kollegen... Hier. Reporter ohne Grenzen füllen auch Statistiken darüber, über weltweit wie Journalisten verschwinden und China ist damit führen dass Journalisten einfach dann mundtot gemacht werden oder einfach nicht mehr aufwendbar sind. Das heißt die werden unter Hausarrest gestellt sie können da nicht mehr in die Öffentlichkeit treten.

Wir merken es im kleinsten gemeinsamen Nenner, so auch unter den Kollegen. bei uns sind das halt nicht unbedingt wir die dann mit Druck gesetzt werden sondern ist in häufig auch unsere Assistenten. Das sind ja dann wie gesagt die Chinesen, die uns hier unterstützen tatkräftig und einen ganz ganz tollen Job machen.

aber es kommt sich hin und wieder mal vor dass dann die Eltern der Assistentin angerufen werden und die dann sagen Weißt du eigentlich was deine Tochter und dein Sohn hier für ein Mist macht? Und die arbeitet mit den Ausländern zusammen usw. Es gibt natürlich auch da die Druckpunkte, die gesucht werden.

Also es sind nicht immer nur unsere Gesprächspartner, sondern wirklich auch unsere Mitarbeiter oder Kollegen in Anführungszeichen, die dann da drückgesetzt werden... gibt einem einen anderen Eindruck vom Arbeiten, dass man immer wieder dann doch sehr nah dran sein kann auch wenn man selber nicht betroffen ist.

Gibt eine ganz komische Perspektive auf die Sache weil man ja in so einer doch halbwegs geschützten Bubble vor allem als deutscher Journalist also ich glaube es gibt bestimmte Länder die weniger eng mit China zusammenarbeiten wirtschaftlich und dadurch eine größere Zielscheibe haben. wir als deutsche Journalisten weil eben Deutschland und China so immer noch sehr stark wirtschaftliche verflochten sind haben wir ein gewisses Polster, wo wir uns einiges erlauben können und wie gesagt wenn es ganz hart kommt dann müssen wir das Land verlassen.

Aber wahrscheinlich wird keiner bei uns in den Knast gesteckt oder Hinsicht. aber das können wir halt auch für Assistenten- oder Gesprächspartnern nicht immer garantieren. Also ich habe noch so ein bisschen auf meiner To Do Liste bevor werke über die schönen Seiten ist. Ich berechne euch nur ein bisschen weil ich erinnere mich dass natürlich mehrfach irgendwie nach Chinesisch zum Beispiel gefragt wurde Assistentin auch, wir haben gerade eine AssistentIn erwähnt.

Wenn wir so zu Interviews gehen das wollte ich noch ein bisschen erzählen wie man das dann macht. Eine Sache die ich total wahrnehme ist natürlich subjektiv. Es hat sich ja das politische Umfeld hier sehr geändert. Und diese Erzählung einerseits der große Aufstieg, wir sind jetzt wieder wer und gleichzeitig sozusagen die Bedrohung durch die USA, die wollen uns klein halten natürlich auch das völlig iratsche Verhalten der USA.

Zweifel Zone, die auch diesen Eindruck verstärken. Bei bestem will ich auch wirklich mitmitteilen. hab ich irgendwie das Gefühl wirklich, dass so die Wahrnehmung wir hier drin und die da draußen ... Und auch da draußen irgendwie in Europa. Es gibt ja unheimlich viel. so, wenn du das chinesische Internet aufmachst, ja, in Europa alle von Flüchtlingen überlaufen.

Und es geht nicht mehr sicher. China ist das einzige sichere Land. Überall ist Chaos und Krisen. Nur wir werden beschützt vom chinesischen Staat. Also dieses Wir-Hit-Rin, die da draussen, finde ich hat ... massiv zugenommen. Also ich habe China wirklich als viel offeneres Land irgendwie kennengelernt, weil die Chinesen aus meiner Sicht eigentlich das sind der total neugierige Leute.

also nicht dass es jetzt nicht Vorteile gibt oder so. aber eigentlich wenn man irgendwie sagt ich komme aus Deutschland los also erstens fragen mal sofort kommt dann her und so. Wenn du an was erzählst haben sie immer ganz viele Fragen. Man reagiert nicht ablehnt, finde ich. Ja schon sehr interessiert aber man ist ja vorgeprägt was dann so etwas angeht weil man dann über Deutschen redet.

Genau genau also sagen das war ein bisschen beschreiben. ich habe das Gefühl dass es hat total man fühlt sich viel mehr auf so einer belagerten Burg und weil es auch in allen Lebensbereichen finde ich so transportiert wird. und das finde ich hat sich in unserer Arbeit insofern verändert dass obwohl ausreichend gut chinesische Spreche für die Interviews.

Die Rolle der Assistenten total zugenommen hat, also es ist gar nicht mehr möglich dass ich jemandem anrufe weil man sozusagen oder welches Gefühl habe man häufig dann dieses Bindeglied braucht und in Gesprächen man das auch irgendwie hört, dass der Gesprächspartner den häufig sagt zu unserer Assistentin du kannst ja der außer andern Mal vielleicht erklären wie wir das hier in China machen sprachlich immer sofort gesagt wird, wir und sie.

Sie da draußen und sie manchmal in den Interviews sogar sagt ... Also es ist eigentlich so und so, aber das musst du ja nicht sagen. Was auch total kurios ist, weil es für mich... Sie stellt häufig dann die Fragen, aber ich krieg's da nicht übersetzt. Ich kann ja sozusagen einfach zuhören, ich brauch keine Übersetzung.

Und trotzdem findet der Gesprächspartner sozusagen hat dann das Gefühl, es gibt einen geheimen Bund zwischen der Assistentin und ihnen und man kann nur manche Informationen weitergeben. Und ich war jetzt gerade gestern, das ist eine tolle Geschichte. Danke für's Reisen. Und da hatte ich den Taxifahrer bequatscht und er hat dann mit mir sozusagen die Titur gemacht.

Und der hat dann aber so angefangen, also wirklich ein ganz normales Taxverletten immer angefangen mit dem Gesprächspartnern so ... Also ich weiß es nicht ob du dir das sozusagen sagen willst, aber er ist sofort in diese Funktion übergegangen. Und dann waren wir sogar in einer Ausstellung und dann hat er gesagt, kann sie denn Fotos machen?

Mit Außenländern dürfen ja nicht alles in China fotografieren! Er hatte dann sofort diesen Funktionsaufgabe auch übernommen damit keine Ich nösch ein Geheimnis, dass sie geliegt werden in irgendeiner Form. Und genau das ist eine sozusagen die Arbeit. und aber ja diese Funktion ich finde es hat zugenommen und das finde ich so kurios weil China ist so international Ja Es ist ne Weltmacht es will diesen Anspruch haben und gleichzeitig finde ich es ist halt abgeschottet in einem Ausmaß wie man sich gar nicht in Deutschland vorstellen kann.

und ich erlebe das auch bei meinen Kids Obwohl die fließend Chines sprechen und dann auch immer gefragt werden, du gehst auf den chinesischen Kindergarten oder bist hier geboren. Sind sie trotzdem irgendwie die von draußen? Und mein Sohn ist selbst vier, der sagt das jetzt auch. Wir waren dann letztens ... Wir sind häufig in so einem Tierpark, wo alle von uns die ganze Zeit Fotos machen.

Selbst im Chinas Hauptstadt sind wir irgendwie die Hauptattraktionen im Zoo. Dann wird die ganzezeit Fotos gemacht und gesagt, eure Haut ist ja weiß oder eure Augen sind blau und die Kinder sind so hübsch und so. Es ist ein totales Kuriosum! Das finde ich schon ... Das ist total schwierig vorzustellen.

Es ist natürlich klar, die Leute, die da hinzu sind, stammen vielleicht nicht aus dem Zentrum der Stadt und sind vielleicht auch angereist und haben dann vielleicht wirklich noch in den Ausländern gesehen. aber es ist so ein krasser Widerspruch zwischen irgendwie der internationalen Weltmacht und wir sind überall.

Ja, das Fremde ist so unheimlich fremd hier. Also meine Kids sagen häufig ... Sie können es gar nicht verstehen, weil für die ist ja sozusagen hier die Heimat und sie sprechen die Sprache und sie werden aber als Fremdlinge wahrgenommen. Und wenn ich das noch sage ... Das geht wirklich von den kleinsten Kids los.

Die Eltern sagen ganz häufig guck mal deinen Ausländer! Es wird von den Eltern dann direkt weitergegeben. Das ist eine Ausnahme. Und vor allem du kannst auch offensiv drüber sprechen, man könnte ja auch sagen ... Mach immer noch nicht, dass es ihm unangenehm ist oder so. Nein, das wird dann so ganz offensif, sozusagen, wenn darüber gesprochen.

Da wird dann auch mal der Sohn und die Tochter, die gerade Englisch lernen, einfach die Amtregel da vorne geschickt und redet mit ihm aus. Sprich mal, sprich mal! Du kannst doch Englische Spricher mit dir. Also ich glaube wahrscheinlich, bis sich da was ändert, Wahrscheinlich noch ein bisschen länger dauern.

In China ging es so unglaublich rasant, diese Entwicklung dieser Generierung von Wohlstand und auch von Bildung in den letzten dreißigvierzig Jahren. Ich glaube, dass das einfach bleibt viel vor allem weil China auch ganz lange nur sich selbst hatte über viele wahrscheinlich sogar Jahrhunderte. ehrlich gesagt gerade wenn man auch bedenkt wie groß China ist und wie viel Unterschiede es gibt zwischen Stadt und Land.

also man will irgendwie dann mit der Person dann so mit dem auseinander in Kontakt treten oder irgendwie reden Aber man nimmt die Person auch nicht so richtig vervoll. Sie lernen es gerade auch, was chinesisch angeht, also ich spreche ein beides gutes chinesisches aber wie du schon sagst das wird dann häufig auch übereingesprochen.

Auch unter Chinesen. dann auf einmal ist auch mal gar nicht chinesische könnte, sondern gar nicht da wäre wo man denkt, wieso redet man jetzt über mich? Ich steh doch hier und sage ja sag ihm mal von wegen redet er mit mir! Aber es gibt dann auch diese Aversionen, teilweise mit uns direkt in Kontakt zu treten.

Weil man nicht genau weiß so kann ich mich jetzt normal mit ihm verständigen oder nicht hat doch ein bisschen was mit Stolz und Gesichtswahrung und sowas im Chinesischen zu tun. also da kommen ganz viele Komponenten dazu und ich glaube eher sich das Jahr für Jahr abträgt. wahrscheinlich muss China dafür nochmal fünfzig Jahre Weltmacht gewesen sein dass man das abbauen kann aber vielleicht mal kurz den Bogen zu schlagen.

Jetzt haben wir viel über ganz viele Herausforderungen gesprochen und was uns den Alltag erschwert. Und was wir uns vielleicht wünschen, was vielleicht anders wäre. Vielleicht reden wir mal über die Dinge. warum wird es eigentlich trotzdem machen? Warum bist du trotzdem hier wenn das doch irgendwie alles gar nicht so einfach ist wie man sich das vorstellt?

Ja ich habe noch ganz viele Pulsialbum-Fragen hier aufgeschrieben! Das ist jetzt erübergang. Naja, ich hoffe es ist in den anderen Folgen auch ausgekommen. Das sind die totalen Faszinationen für das Land haben und total Freude! Ich habe eigentlich jedes Mal, ich meine schon alleine gestern als ich unterwegs war... Wir haben jetzt eine Geschichte über Soja gemacht und da hatte ich die Idee dass man ... in eine Provinz fährt, wo früher Sojabohnen ganz wichtig waren.

Und auch unter anderem einen Grund, warum dann später die Japaner Teile von Nordhina besetzt haben und da eben das Reichtum durch die SojABohnen dort erlebt haben. Ich bin dann irgendwie hingefahren, habe am Straßenrand einen Taxifahrer angequatscht... Ich weiß nicht, wie es in Deutschland wäre. Aber es gibt in China immer sofort so eine Bereitschaft, großen Schabern mitzumachen.

Ich glaub, wir mussten anderthalb Stunden fahren und dann meinte ich, ja, ich will da mal hin! Und ich will wieder ein bisschen was machen. Ich bin Dronesist. Ich wollte mir einen alten Bahnhof speziell angucken. Dann wirft er alle seine Pläne des Tages über den Pferd. Er hat dann irgendwie noch kurz bei ... Er macht dann so, er steigt mal ein.

Dann rief er noch quer über die Kreuzung. Tagsüber zu. Kann ich einfach eigentlich mit der Uhr hier bis an die Stadtgrenze fahren? Ach ja, kann nicht super! Dann hat er getankt und dann war er voll voll dabei. Du hast ein gemeinsames Abenteuer von da erlebt. Genau, dann hat er sofort irgendwie sein Handy auch rausgeholt und hat sich selbst fotografiert in diesem Bahnhof.

Erst kam man da nicht hin, da war es total zugewuchert. aber dann hatte er auch so den Ehrgeiz irgendwie mit mir durch diese Gebüsche zu schlagen und noch einen geheimen Weg zu finden und so... Er war dann voll mit dabei Und so was passiert eigentlich total häufig, dass man halt irgendwie ... Ja es ist ja total schwierig.

Ich bin in diesem Land noch nie verloren gegangen. Es gibt immer jemanden der dann jemanden kennt und er nimmt einen irgendwo mit hin. Dann wollen sie halt häufig die Geschichte erzählen, die man da recherchiert. Die Leute sind ja total ... Sie sind total resilient in der größten Krise, in den größten Herausforderungen.

Es geht irgendwie in China immer weiter. Und das finde ich total faszinierend. Und weil es natürlich auch ... Wir sind ja zwar Korrespondent für ein ganzes Land, aber in der Realität sind wir irgendwie Korrespondentin für den ganzen Kontinent und es gibt eigentlich keine Provinz, in die man nicht fährt und denkt, krass, das habe ich noch nie gesehen!

Das hab' ich nicht gewusst... Es ist glaube ich auch was wenn ich sagen würde, was ich jetzt so gelernt hab über die zehn Jahre Wahrscheinlich sagen für die ersten Geschichten, die ich früher geschrieben habe, war ich sicher häufig ein bisschen zu absolut. Also ich erinnere mich an der ersten Geschichte und hab sie gar nicht nachgelesen ob es jetzt so schlecht war aber als ich bei der SET angefangen habe, habe ich irgendwann mal geschrien.

Die Geschichte geschrieben hat sich jeder Kursmann schon mal geschrieben, Weihnachten ist abgesagt. Einmal im Jahr ist ja Weihnachten und einmal im Jahr sagen so drei Provinz-Hainos irgendwo jetzt muss der Weihnachtsschmuck abgenommen werden oder darf dies nicht stattfinden. aber die Überschrift... In China ist Weihnachten verboten.

Ist einfach Unsinn so absolut, ne? So funktioniert China auch gar nicht. Es ist so dass dann absolut irgendwie das Christentum hier zurückgedrängt wird... ...dass ab und zu sich dann lokal Kader Spuren verdienen will.. ..und sagt so ich werde es an meinen Chef mal weitergeben. Ich habe das jetzt ja alles unterbunden.

Dann gibt's aber genauso viele Morts die sagen es geht wirtschaftlich hier so schlecht. Wir müssen noch mehr Weihnachten machen. Da gibts irgendwie internationale Schulen die das vielleicht zeigen wollen. Und dann gibt es aber auch sicher wieder bei Halloween hat man's gesehen und bei Weihnachten, dass dann halt irgendwie die lokale Pultzeit doch irgendwo steht.

Und auf einmal durchgreift und sagt irgendwie Halloween alle müssen sich jetzt ausziehen und von ihre Kostüme nicht anhaben oder das. also es gibt sozusagen immer viele Wahrheiten gleichzeitig und ich hoffe so sagen dass in den Geschichten ein bisschen mehr Freiraum sozusagen steht mittlerweile zu sagen vieles ist gleichzeitig wahr.

Aber sozusagen Ich werde dann trotzdem mal vor sich zu sagen, der Trend stimmt deswegen nicht. Weil viele Dinge stehen dann eben doch für eine politischen Willen oder für eine Politische Stoßrichtung die ja passiert aber das ist immer so ein bisschen. also würde ich sagen was ich am am ehesten hier wahrscheinlich mitgenommen habe.

ich weiß nicht was du sagen würdest? Also ich glaube ich mache den Job auch einfach. Ich bin einfach auch gerne in China. Also ich lebe gerne hier, ich finde viele Leute die jetzt zu Besuch kommen sind erst mal erschüttert wie schnell das ja alles geht und wie hektisch das hier alles ist. Ich habe mich jetzt über viele viele Jahre daran einfach gewöhnt und ich weiß es ja zu schätzen dass hier alle sehr schnell funktioniert wenn du hier irgendwas brauchst Sei es ein Handwerker oder sei es irgendein Werkzeug, eine Bestellung essen.

Oder was doch immer ist alles sehr schnelllebig im Hand. Immer Zugriff auf alles und so. Und ich weiß das gerade in vielleicht Deutschland. Natürlich kann man dem Sonntag in Deutschland noch einiges abgewinnen. Dass in Deutschland dann auch alle zuhörten Leute zur Ruhe kommen ... aber es ist halt auch unglaublich praktisch, dass du hier immer... ... eigentlich das umsetzen kannst was du machen möchtest im Alltag.

Weil halt immer alle auf Axel sind, da ist immer etwas los,... ... alle stehen so ein bisschen unter Strom und gerade jetzt in jungen Jahren,... ... wo ich ja ohne Familie bin weiß ich das total zu schätzen. Und ich bin einfach, natürlich ist sich jetzt für mich einen Blick vor allem aus... ... chinesischen Großstädten.

ne? Ich kann jetzt nicht unbedingt sagen wie's ist auf chinesischem Land zu leben,... ...aber ich muss für mich sagen ich lebe trotzdem gerne hier! Und ja, das mit der Arbeit ist natürlich schwierig und anstrengend. Und gerade vor allem wenn ich mit Freunden unterwegs bin die auch aus Deutschland oder auch deutsche Freunde hier habe... ...und die sagen wir mal einen normalen Job haben, bin ich fast schon immer neidisch dass es wie einfach so deren Alltag hier funktioniert, also auch der Berufsalltag.

Dass sie jetzt einfach ins Büro fahren ihren Job machen keine Steine wegbegelegt bekommen und dann wieder Feierabend machen. Andererseits finde ich das auch irgendwie irgendwie spannend, dass man sich hier so ein bisschen ja durchschlagen muss ich zurechtfinden muss und ein bisschen gucken muss wie man es macht.

Also natürlich will ich aus dieser Zensur jetzt keine Tugend machen oder aus dieser schwierigen Arbeitsbedingungen. aber es hat auch irgendwas anspornen das man sagt okay da ist auch sonst irgendeine Geschichte. Ich versuche, jetzt irgendwie ranzukommen. Ich überlege mir irgendwas spannend und einen Kniff, dass man mit dem Taxifahrerland quatscht und sagt ich zeig den Schleichweg.

Ich hatte genau die gleiche Erfahrung bei der Geschichte als hier in einer Vorwerkstrecke explodiert ist. Dann hat auch der Fahrer gesagt kann ich mitkommen? Ich finde es total spannend! Und dann sind wir irgendwie mit dem zu Fuß auch über Schleichwege haben uns so durchzuschleichen und haben irgendwie rankommen.

und das mag ja ein Teil naiv von mir sein auch weil ich natürlich wenn nicht erwischt werde oder irgendetwas Mir blüht ja nicht viel außer, dass sie mich nach Hause schicken entweder nach Deutschland oder halt nach Peking zurück. Aber ich finde gerade diese Arbeitsklima als Herausforderung... Ich glaube vielleicht brauche ich das auch ein bisschen weil sonst verbittert man wenn man sagt es ist alles so furchtbar und ich kann die ehrlich berichten.

Vielleicht muss man das irgendwie als Challenge sehen aber ich gehe da eigentlich ganz gerne drin auf in diesem Umfeld gerade. Natürlich kann das dann auch schnell zu viel werden, aber wenn man das so betrachtet macht die Arbeit auch total viel Spaß. einfach auch weil die Chinesen einen Ungarn, wenn man mit ihnen quatscht und mit ihnen redet, die sind unglaublich interessiert, unglaublich freundlich!

Die freuen sich total dass man ihre Sprache spricht, dass man sich die Mühe macht irgendwie ihre Kultur zu verstehen und vor allem wenn sie auch mitbekommen dass man wirklich einiges verstanden hat und auch ein bisschen darüber hinaus geht über dieses Ja, Chinesen sind viele und haben schwarze Haare.

Wenn man merkt, okay, man hat wirklich Jahre in diese Kultur investiert... ...und die Chinesenden merken, dann geben sie auch ganz viel zurück von dem. Und ich glaube dieser Tickchen-Deaktion sei es im Privaten oder in der Arbeit, das ist halt der Grund warum ich doch super gerne hier bin.. ..und auch noch länger hier bleiben möchte.

Ich finde wenn ich noch so ein bisschen attigänzen darf was, wenn man den Kontrast zu Deutschland... Essen an den Chinesen mag und ich finde, wo man wirklich die Deutsch noch was von lernen können ist. Die Chinesien sind ja so total entspannt im Miteinander, ne? Die sind ja total so...dieses Leben und Leben lassen haben wir ja schon häufiger beschrieben, also man kann hier rumlaufen wie man möchte, deswegen im Schlafanzug rumschlafen.

das ist dann ganz normal aber auch so im Alltag wenn mein Zug unterwegs ist. Ich erlebe das gerade mit Kindern. Es gibt nur positives Feedback, total viel Offenheit. Es gibt aber nie so Policing die Deutschen, die sich gegenseitig maßregeln und es ist eine totale Grundanspannung miteinander im öffentlichen Raum auch gerade gibt.

Das erlebe ich in China gar nicht und die Leute stehen ja auch total unter Druck. Gerade irgendwie jeder Lieferfahrer und so... Aber es gibt nicht einen Gegeneinander. Man würde ja glauben, die Chinesen werden immer nur überwacht und es gibt so viele Regeln. Aber gerade im Umgang mit Regeln und so... Hätte man eine sehr eigene Art und Weise gefolgt damit umzugehen?

Mit dieser Vierzahl an Regeln! Ein sportliches Interesse daran alles zu unterwandern und zu umgehen was von oben kommt. Ich hoffe, dass ich mehr. Es ist auch wahrscheinlich ein bisschen überspannter Deutscher. Aber ich habe das Gefühl, es wäre das Beste, wenn's auf mich abgefärbt hat und dann so ein bisschen gelassener im Umgang miteinander ist.

Und ja, ich finde schon, das ist glaube ich immer, weil man ins Ausland fährt. dadurch als man hier sieht die Schwierigkeiten in der Gesellschaft sind... angefangen im Gesundheitssystem, aber immer wenn das Leben aus den Fugen gerät gibt es hier natürlich in viel weniger sozialer Absicherung. in Deutschland wenig Sichtbarkeit und auch wenig Dankbarkeit dafür gibt, wie gut es uns irgendwie geht.

Und das finde ich so eines der Sanktdachen die mich hier am stärksten bereichert haben eigentlich. Dass man sieht trotz der großen Herausforderungen, wie die Leute damit umgehen. Das finde ich eins der größten Geschenke und irgendwas was man dann im besten Fall vielleicht wieder mit zurücknimmt. Ja, es ist ja auch ein ganz gutes Schlusswort.

Dass man irgendwie gerade noch merkt dass wir noch drei Stunden weiter reden könnten über alles was uns hier betrifft, was uns ihr zustößt wie wir arbeiten und mit wem wir sprechen Und wie du schon sagst China ist total widersprüchlich. Es gelten immer zwanzig Dinge zugleich je nachdem in wem man spricht und wann man spricht Und vielleicht sprechen wir über all die anderen Dingen über die wir jetzt noch nicht sprechen konnten mal In der nächsten Staffel.

Falls ihr aber noch irgendwelche Sachen habt, die euch noch unklar sind. Falls ihr Fragen habt oder Kommentare zur Staffel oder zur Folge, schreibt die uns super gerne in die Kommentare oder an podcastatstz.de. Wir sagen jetzt vorerst Zeitchen und vielen Dank!

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