Cosmic Latte

CL085 Kosmische Nebel: Die Geburtsstätten und Friedhöfe der Sterne

Donnerstag, 14. Mai 2026 · 32 min

MP3

Shownotes

Die Episode über Sternenkindergarten, Supernovae und Dunkelwolken
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Dieses Mal widmen sich Eva und Elka den spektakulärsten Objekten im Universum und tauchen in die faszinierende Welt der kosmischen Nebel ein: Riesige Wolken aus Gas und Staub, in denen Sterne entstehen und sterben. Sie erklären die unterschiedlichen Arten von Nebeln, sprechen über berühmte Objekte wie den Orionnebel, die Säulen der Schöpfung oder den Katzenaugennebel und zeigen, welche Physik hinter den spektakulären Bildern steckt. Außerdem geht es um Sternenexplosionen, Dunkelwolken und die Frage, warum viele Aufnahmen aus dem All in Wirklichkeit eingefärbte Falschfarbenbilder sind.

Kosmischer Nebel

In dieser Folge von „Cosmic Latte” sprechen Eva und Elka über kosmische Nebel. Das sind gigantische Wolken aus Gas und Staub, in denen Sterne entstehen, sterben und die chemischen Bausteine des Lebens durchs All verteilt werden.

Diese Regionen im interstellaren Raum weisen eine überraschende Vielfalt mit unterschiedlichen Eigenschaften auf. Wir sprechen über Emissionsnebel, Reflexionsnebel, planetarische Nebel, Supernovaüberreste und Dunkelwolken.

Wir erklären, warum manche Nebel selbst leuchten, andere wiederum nur Licht reflektieren oder sogar ganze Sternfelder verdunkeln. Dabei geht es auch um physikalische Prozesse wie Ionisation und Rekombinationsleuchten, die nicht nur in fernen Sternentstehungsregionen, sondern auch bei Sternschnuppen oder in der oberen Erdatmosphäre eine Rolle spielen. Besonders eindrucksvoll sind Emissionsnebel, in denen neue Sterne geboren werden, wie der berühmte Orionnebel oder die ikonischen „Säulen der Schöpfung“.

Von Sternenkindergarten und Sternenfriedhöfen

Nebel markieren jedoch nicht nur den Anfang, sondern auch das Ende des Lebens von Sternen. Planetarische Nebel entstehen, wenn sonnenähnliche Sterne ihre äußeren Hüllen ins All schleudern und dabei Elemente wie Kohlenstoff oder Stickstoff freisetzen. Aus diesen Stoffen können später neue Sterne, Planeten und letztlich auch Leben entstehen. Größere Sterne beenden ihr Leben explosiver, in einer Supernova. Die dabei ausgestossenen Gasmassen bilden "Supernovaüberreste" wie den "Krebsnebel". Die gewaltigen Explosionen, deren Schockwellen das interstellare Medium aufheizen sind noch Jahrtausende später sichtbar.

Und dann gibt es auch noch "Dunkelwolken" wie der Pferdekopfnebel oder Barnard 68, die das Licht dahinterliegender Sterne absorbieren. Wir diskutieren auch die spekulative Idee, ob das Sonnensystem in der Vergangenheit durch besonders dichte interstellare Wolken gezogen sein könnte und welche Auswirkungen das möglicherweise auf das Klima oder Massenaussterben gehabt hätte.

Zum Abschluss gibt es noch ein ganz persönliches und rein subjektives Ranking der spektakulärsten Nebelbilder von Elka: Sie erzählt uns von den „Säulen der Schöpfung“, dem „Auge Gottes“ und natürlich über ihren Favorit: den „Katzenaugennebel“.

Hier findet ihr das Quiz “Guess the Nebula (starwalk.space/de/quiz/guess-the-nebula#0)"

LIVE Buchpräsentation

Buchpräsentation "Auf einen Kaffee im All" im Thalia Mariahilferstr. in Wien am 21.05. um 19 Uhr, der Eintritt kostenlos. Weitere Infos findet ihr hier (goldegg-verlag.com/events/auf-einen-kaffee-im-…)

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Evi Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Cosmic Latte. Mit mir Eva und diesmal dabei Elke. Hi!

Elka Hallo!

Evi Na, wie geht's dir nach unserer anstrengenden Woche? Nein, es war keine anstrengende Woche, es war eine tolle Woche, weil nämlich unser Buch ja herausgekommen ist und erschienen ist.

Elka Ja, super. Ich meine, wir haben zwei Lesungen gehabt in zwei Ländern. Also ich war schon international unterwegs. Also es war echt ein sehr cooles Erlebnis. Und auch die Hörerinnen, Leserinnen in dem Fall zu treffen, das war sehr cool. Hat mir sehr getaugt.

Evi Eigentlich waren es ja jedes Mal Heimspiele, weil wir waren in München, was ja quasi Janas Heimspiel war und jetzt eben in Wien auch noch, was ja quasi unsere Heimspiele sind. Aber ja, es war schon sehr toll, eben auch sehr viele Hörerinnen zu treffen, die uns eben auch angesprochen haben, die zu uns gekommen sind und sich unsere Buchpräsentation angesehen oder angehört haben eigentlich in dem Sinne.

Evi Ja, also ich finde in Wien, es war schon sehr schön, da waren wir ja im Planetarium, da gab es zur Lesung ja auch eine kleine Show jedes Mal, zu jedem Kapitel, das wir ja präsentiert haben. Und ich muss sagen, ich bin schon sehr glücklich auch mit dem Buch. Und es war schon nochmal ein anderes Gefühl, das Buch dann endlich in Händen zu halten, nachdem wir ja so lange daran gearbeitet haben.

Elka Ja, bei mir hat es ein bisschen länger gedauert, weil es an meine alte Adresse geschickt wurde. Und meine Followerinnen haben mir schon Fotos geschickt. Ah, ich habe das Buch bekommen und ich noch nicht. Aber ja, ich habe es jetzt auch schon und war auch sehr happy drüber.

Evi Das war dann so die Jagd, dass du auch endlich ein Buch mal siehst.

Elka Die du bekommst.

Evi Aber das haben wir auch geschafft. Ganz viele haben jetzt auch schon das Buch, haben uns auch schon geschrieben, dass es ihnen gefallen hat, dass es ihnen gefällt, dass sie ihren Kaffee zu unserem Buch auf einem Kaffee im All jetzt genießen können. Und ja, es freut mich auch sehr. Und ich glaube, es hat dich auch inspiriert ein bisschen zu unserem heutigen Thema, oder?

Elka Genau, also ich war ja lange Zeit im Planetarium, also lange Zeit, immer wieder, nur nebenbei, aber trotzdem habe ich immer wieder Shows moderiert. Jetzt waren wir wieder im Planetarium für unsere Buchpräsentation und da ist man... Wieder eingefallen, eines der schönsten Objekte, die wir so herzeigen oder Bilder, die wir herzeigen, sind nämlich die kosmischen Nebel.

Elka Es gibt ja ganz viele witzige kosmische Nebel und wir Menschen haben ja die Tendenz, dass wir in Formen Gesichter oder andere Objekte reininterpretieren. Und so wie wir das bei Wolken gern machen, gibt es das eben auch bei den kosmischen Nebeln. Da habe ich mir gedacht, vielleicht schauen wir uns ein paar Nebel heute an. Ja, da wollte ich dich nämlich gleich als erstes fragen, hast du vielleicht ein Lieblingsnebel?

Evi Ach, also Nebel sind ja jetzt nicht so ganz oder Wolken sind jetzt nicht ganz so mein Gebiet. Also die Bilder, die man da immer wieder kennt, die sind natürlich schon sehr faszinierend oder sehr schön. Also wenn ich da an die Säulen der Schöpfung erinnere, das ist ja schon sehr, das ist glaube ich so ein typisches Kalenderbild einfach auch.

Evi Was ich aber sehr spannend finde, ich glaube, da kommst du ja dann eh auch noch drauf zu sprechen, sind allerdings Dunkelwolken. Und da gibt es eine, also beinahe 68, ist das so ein ganz bekannter Unter-Anführungszeichen in Nebel. Und der ist jetzt nämlich überhaupt nicht schön oder beeindruckend oder kalenderbildtauglich.

Evi Kein Pin-Up-Nebel in dem Sinne, weil das nämlich, wie der Name schon sagt, Dunkelwolke, der ist eigentlich ein dunkler Pin-Up. Einen Subfleck im All, den wir da nicht sehen, der aber sehr spannend ist, weil er unter Anführungszeichen relativ nah ist, wir den recht gut untersuchen können und der ein früherer Nebel in dem Sinne ist, als dass da bestimmte Sachen noch nicht stattgefunden haben, die aber in Wolken stattfinden. Aber ich glaube, das wirst du uns ja dann erzählen.

Elka Ganz genau. Auch werde ich verlinken in den Shownotes ein Quiz, das ich entdeckt habe beim Lesen und Recherchieren, nämlich Gäste der Nebula. Und ich bin ja voll Pro dieser Gamification, das liebe ich ja sehr, Das ist sehr witzig, wenn man dann eben einen Nebel sieht und dann kann man raten, nach was der benannt wurde.

Elka Da gibt es halt ganz witzige Sachen von Hexenkopf und Hand und Finger. Finger Gottes ist immer so etwas, was recht witzig ist, eben im Planetarium herzuzeigen. Kennst du das vielleicht?

Evi Ja, ja.

Elka Also das schaut aus wie ein Mittelfinger. Also für uns halt zumindest. Ganz witziges Quiz, das kannst du auf jeden Fall dann später machen.

Evi Der Stinkefinger des Alls oder des Universums.

Elka Genau.

Evi Ja, wobei es ist eher so ein, finde ich, so ein Bild-Assoziations-Quiz. Also lernen tut man da eher weniger, sondern es ist eher die faszinierenden Formen, sich anzusehen.

Elka Genau.

Evi Weil nämlich eigentlich ganz coole Sachen stecken da in diesen Wolken.

Elka Aber bevor ich beginne mit dem Thema, vielleicht machen wir eine kurze Werbepause.

Evi Genau, wo jeder mal das Quiz machen kann.

Elka Genau, jetzt habt ihr Zeit.

Evi So, da sind wir wieder. Gut, dann klär uns auf, was hat es mit diesen Nebeln im All auf sich?

Elka Also der Begriff Nebel wurde lange Zeit anders verwendet, als wir es jetzt heute machen würden. Man hat damals einfach alles, was so ein bisschen wie eine Fläche, die leuchtet, ausgesehen hat, also alles, was so ein bisschen nebelig ausgesehen hat, hat man einfach Nebel bezeichnet. Man hat dann noch nicht gewusst, ob das jetzt Sternhaufen oder Andromeda-Galaxie zum Beispiel ist.

Elka Also die hat man auch einfach Andromeda-Nebel genannt. Ich weiß einfach, dass das Teleskop damals so ausgeschaut hat und konnte man noch nicht auseinander dividieren. Heutzutage aber sagt man eben nicht mehr zu anderen Galaxien Nebel, sondern jetzt benutzt man den Begriff kosmischer Nebel eigentlich nur für diese interstellaren Wolken.

Elka Die aus Staub und Gas bestehen. Und du hast auch schon eine wichtige Unterscheidung gesagt, nämlich es gibt diese Dunkelnebel, die das Licht absorbieren, also die nicht leuchten, sondern eher das Licht wegnehmen von ihrem Hintergrund. Und dann gibt es die Gasnebel, die das Licht emittieren oder reflektieren, also selber leuchten oder Licht von anderen, also von Sternen, reflektieren und ausgeben.

Elka Das ist mal so grundsätzlich. Entweder sie leuchten oder sie sind dunkel oder sie sind hell, kann man sagen. Aber da gibt es jetzt auch verschiedene Arten, die ich euch vorstellen möchte. Also ich habe mir da fünf Arten von Nebel rausgesucht, werde dann auch immer ein paar Beispiele dazu sagen. Wir werden auch versuchen, da für Instagram schöne Bilder rauszusuchen, dass ihr dann nebenbei durchschauen könnt, wenn ich dann über diese Nebel rede.

Elka Und am Ende zeige ich euch noch meine drei Favorites. Eins davon hast du eh schon genannt.

Evi Spoiler. Oh, okay.

Elka Aber das letzte ist, ein bisschen wie Clickbait, das letzte ist besonders lustig.

Evi Bleiben Sie dran.

Elka Genau, als erstes beginnen wir mal, glaube ich, mit einem fast bekanntesten oder wichtigsten Nebel oder ich finde es halt einfach den beeindruckendsten Nebel, nämlich die Emissionsnebel. Wir haben dazu im Planetarium mal gesagt, das ist so die Wiege der Sterne, der Kindergarten der Sterne. Dieser Emissionsnebel sagt der Name schon, dass da Licht emittiert wird, ausgesendet wird.

Elka Wobei man da sagen muss, Licht wird nicht selber von dem Nebel ausgesendet, sondern sie werden durch das Licht von heißen Sternen angeregt. geregt. Und dann passiert ein Effekt, der recht spannend ist, nämlich das Rekombinationsleuchten. Und wir haben ja sehr viel über Ionisation geredet, als ich zum Beispiel über den Strahlenschutz erzählt habe.

Elka Also Ionisierung, ionisierende Strahlung, wie es korrekt heißt, was wir so kennen, Röntgenstrahlung und so weiter, ist ja der Prozess, wo Materie ionisiert wird, das heißt ein Elektron rausgeschlagen wird und das kriegt eine Ladung. Und bei dem Rekombinationsleuchten ist sozusagen jetzt. Umkehrprozess von der Ionisation. Das heißt, es wird ionisiert, dann wird diese zusätzliche Energie, die dadurch gewonnen wird, in Form von Photonen abgegeben. Wie passiert das? Wieso passiert das?

Elka Positive und negative Ladungsträger, die vereinen sich zu neutralen Teilchen. Also von neutral zu positiv-negativ ist es jetzt umgekehrt. Es wird von positiv und negativ zu neutralen Teilchen. Und da gibt es auch sehr nahbare Beispiele dafür, die wir auch kennen aus unserem Alltag. Es ist zum Beispiel so, dass wir in der Erdatmosphäre sehen, wie am Tag das UV-Licht die Moleküle dort ionisiert.

Elka Also UV-Licht ist ja ein sehr powerful source of light, deshalb müssen wir uns ja auch schützen davor. Und das UV-Licht der Sonne ionisiert eben die Teilchen in der Erdatmosphäre, vor allem Sauerstoff, Stickstoff. Und nach dem Sonnenuntergang ist es so, dass eben dieser Umkehrprozess passiert und diese ionisierten Teilchen sich wieder miteinander verbinden.

Elka Und dann entsteht eben dieses schwache Leuchten, was wir vom Nachthimmel kennen. Also da leuchtet der Himmel ja nochmals ein bisschen auf und das ist eben auch dieses Rekombinationsleuchten. Oder auch ein sehr bekanntes Phänomen ist, wenn wir Sternschnuppen sehen. Da ist es auch so, dass diese in der Hochatmosphäre, wenn die Sternschnuppe da durchdüst, verdampft er natürlich durch die Reibung an den Luftmolekülen dieser Körper.

Elka Aber das ist jetzt nicht das Leuchten, was wir sehen, das ist nicht dieses Brennen oder so, sondern es werden eben wieder Teilchen in Luftmoleküle ionisiert. Und dann passiert eben kurz danach wieder der gegenteilige Prozess, dass es zur Rekombination kommt und durchdäuft. Dann diese Leuchtspuren entstehen. Das fand ich ja recht spannend, weil das hat wieder so ein bisschen was mit meinem Teil der Physik zu tun.

Elka Konnte ich da wieder relaten.

Evi Wobei, wenn wir da jetzt eben auch von Nebeln und Wolken sprechen, dass das jetzt nicht ganz das ist, was wir eben hier auf der Erde kennen, sondern wir sind da halt im interstellaren Raum. Ja, das ist nicht ganz leer. Gerade bei diesen Nebeln, das sind dann eben schon Ansammlungen von Staub und Gasen.

Evi Und diese Gase können dann auch in verschiedener Art und Weise reagieren, ebenso wie du es jetzt auch gesagt hast, oder eben auch die Moleküle, die sich dort befinden.

Elka Genau, genau. Wir haben es ja nicht den Äther, wie wir es früher gedacht haben, überall im Universum, aber es ist Gas und Staub, die jetzt Teil von diesen Wolken sind. Und wieso sagt man jetzt eben der Kindergarten zu diesem Emissionsnebel, Kindergarten der Sterne? Weil das eben das Gebiet der Sternentstehung ist.

Elka Also das sind ganz junge Sterne und die strahlen sehr stark im UV-Licht, also im UV-Bereich ist das Licht. Und da kommt es eben dann vor allem zur Rekombination von Wasserstoff und Helium, von ionisierten Wasserstoff und Helium. Und ein sehr berühmtes Beispiel, was sicher jeder schon mal gesehen hat, ist der Orionnebel.

Elka Und da entstehen eben Babysterne. Ja, das ist halt ganz junge Sterne noch, weil jung und alt ist immer so im Ding von Universum sehr relative Begriffe. Aber das ist eben noch so die Sternentstehung. Jetzt ein bisschen zum Gegensatz vom Emissionsnebel, wo wir jetzt gesagt haben, da wird Licht ausgesendet durch dieses Rekombinationsleuchten.

Elka Gibt es jetzt, das ist die zweite Kategorie, die ich vorstellen möchte, die Reflexionsnebel. Sagt der Name schon, es wird nicht selber emittiert, sondern es wird das Licht reflektiert von nahen Sternen. Wo können wir das sehen? Zum Beispiel bei den Pleiaden sehen wir solche Nebel. Diese Nebel sind selber nicht heiß genug. Also diese Sterne in diesem Nebel sind nicht heiß genug, um selber zu ionisieren.

Elka Deswegen kann der Nebel eben nicht von selber leuchten. Aber diese Partikel, die wir da haben, die du eh schon gesagt hast, das sind auch viele Kohlenstoffverbindungen zum Beispiel, die können das Sternenlicht, das dort eben ankommt, streuen. Und das ist auch wieder ein Alltagsphänomen, Was ich da wieder spannend finde, wenn man das so mit seinem Alltag verbindet, nämlich diese Reflexionsnebel, die erscheinen sehr oft bläulich und das deswegen, weil das blaue Licht stärker gestreut wird.

Elka Und das mit dem Blau und Stärke gestreut, kennen wir ja auch, warum der Himmel blau ist. Ich habe auch zu meinem Freund gesagt, was ist, wenn ein Kind sich fragen würde, wieso ist der Himmel blau? Weil ich finde, da kann man eigentlich eine gar nicht so komplizierte Erklärung sagen, oder? Also das ist ja gar nicht so unerklärbar. Das ist ja diese typische Kinderfrage.

Elka Warum ist der Himmel blau? Jetzt wisst ihr, warum.

Evi Genau, deswegen ist ja dann auch der Sonnenuntergang rot.

Elka Deswegen, so ein paar Basic Physikkenntnisse ist nicht so schlecht, wenn man Kindern die Welt erklärt, finde ich. Also überhaupt, Physik ist einfach, ich erkläre dir die Welt, das ist einfach faszinierend.

Evi Finde ich. Ja, das stimmt, ja.

Elka Ja, jetzt wisst ihr, warum der Himmel blau ist. Und diese Reflexionsnebel, da kennen wir so etwa 500 Stück davon. Und diese Unterscheidung von Emissionsnebel zu Reflexionsnebel kommt übrigens von Edwin Hubble. Der hat das in den 20er Jahren veröffentlicht. Also ja, gar nicht so lang. Gut, 100 Jahre ist schon wieder her, aber auch nicht so ewig lang.

Elka Ich habe eh schon gesagt, bei den Pleiaden gibt es auch einen sehr schönen oder schönen, aber gruseligen Reflexionsnebel. Banatmeropänebel. IC349 kann man auch sagen.

Evi Ist einfacher.

Elka Ist einfacher, kennt sich ja nicht schon. Dann, jetzt ist es auch noch ein bisschen ein Gegensatz zu der Kategorie 1, wo wir gehabt haben, den Kindergarten der Sterne, haben wir jetzt das andere Ende vom Leben der Sterne. Wir haben jetzt nämlich den Friedhof der Sterne, wie ich es genannt habe, nämlich die Planetarnebel.

Elka Also Emissionsnebel, Planetarnebel sind eigentlich so die zwei, wo man sehr oft einfach davon hört. Das eine ist ja der Anfang des Lebens, das ist eher das Ende. Aber gleich Disclaimer, Planetarnebel, das ist ganz blöd. blöder Name. Also das ist so irreführend, das sagen wir auch immer in Plastizierung dazu, hat gar nichts mit Planeten zu tun.

Elka Ja, also man hat halt damals gedacht, ja, die schauen irgendwie so aus wie Planeten, weil sie so rund sind oft, wobei auch nicht immer, aber manchmal sind sie so eher rund.

Evi Weil du ja auch gesagt hast vorhin, dass Hubble unterscheiden hat können zwischen Emissionsnebel und Reflexionsnebel. Das sind halt so Sachen, wie hat man alles immer erst herausfinden müssen. Und gerade so bei diesen Sternentstehungsregionen ist es auch so, dass man da halt erstmal herausfinden muss, wo und wie, welcher Mechanismus vor allem dahinter steht, dass das überhaupt passieren kann.

Evi Weil bei diesen Nebeln, auch wenn da jetzt ein bisschen kompakter ist, sind sie ja trotzdem sehr lose oder sind jetzt nicht so dicht im Vergleich. Das heißt, du brauchst auch eine bestimmte kritische Massetemperatur, dass dann die Gravitation wirken kann, dass es zu diesem Kollaps überhaupt kommt.

Elka Genau, das kommt jetzt eh das Nächste dazu. Was passiert da? Also was ist dieser planetare Nebel? Prinzipiell bestehen sie eben aus einer Hülle aus Gas und Plasma. Und das ist eben von einem alten Stern, einem Stern. Sterbenden Stern abgestoßen worden. Es ist so, dass so ein durchschnittlicher Stern, so ein typischer, zum Beispiel kann man es vorstellen, so die doppelte Sonnenmasse, irgendwann, macht ja Kernfusion, aber irgendwann sind die Wasserstoff Vorräte dann aus, die gehen zur Neige, werden immer weniger und eben dann dieses Kollabieren, was du auch irgendwie gesagt hast, passiert dann auch durch die Gravitationskräfte, durch die eigenen Gravitationskräfte in diesem Stern und er heizt sich extrem auf.

Elka Also er kann dann zum Beispiel von 15 auf 100 Millionen Kelvin aufgeheizt werden. Und es kommt dann dazu, dass auch Helium fusioniert zu Kohlenstoff und Sauerstoff im Kern und in der Schale auch Wasserstoff zu Helium fusioniert. Und die Hülle dehnt sich sehr stark aus. Und dann wäre eben das nächste Stadium des roten Riesen.

Elka Dann könnte man eben diesen planetaren Nebel sehen. Wir kennen aber gar nicht so viele. Also wir Wir kennen in unserer Milchstraße so 1500 Exemplare. Klingt eigentlich viel, aber wenn man überlegt, es gibt Milliarden, also wir haben Milliarden Sterne schon in der Milchstraße gefunden, gibt es eigentlich gar nicht so viele planetare Nebel. Aber warum ist das so?

Elka Es ist so, weil ein Stern kann ja sehr, sehr, sehr, sehr alt werden. Und so ein planetarer Nebel besteht aber nur einige Zehntausend Jahre. Da sind wir jetzt nicht von Millionen Jahren, Milliarden Jahren, sondern... Wirklich nur eine, fürs Universum gesagt, eine sehr kurze Zeit, nur ein kurzer Augenblick.

Elka Das heißt, die Zeit, dass wir das erwischen, ist sehr kurz oder es gibt einfach nicht so viele in diesem Stadium dann. Und wieso ist das auch so wichtig? Diana schreibt ja auch gerne in unsere Bücher rein, wir sind alle aus Sternenstaub. Und das ist auch, der planetare Nebel hat da so was dazu beigetragen.

Elka Es ist nämlich so, dass in diesem abgestoßenen Material auch diese schweren Elemente wie Kohlenstoff, Stickstoff etc. Drinnen sind, die wir ja fürs Leben brauchen und woraus wir ja bestehen. Also da können entweder eine Supernova eben entstehen oder eben auch in diesem planetaren Nebel können wir diese schweren Elemente finden.

Elka Davor hat es das eben nicht gegeben. Und das ist eben ganz wichtig so für die chemische Evolution von unserer Galaxie gewesen. Die planetaren Nebel sind aber eher schwachleuchtend und mit freiem Auge kann man die eben nicht wirklich beobachten. Und ich habe wie vorhin gesagt, die meisten, also viele sind rund, aber eben nicht alle. Also die, die man halt gesehen hat, die so rund waren, wo man dachte, das könnte ein Planet sein.

Elka Aber es gibt auch sehr, sehr komplexe Formen, sehr weirde Formen. Und das Interessante ist, dass man da noch immer nicht wirklich weiß, wie das entstehen kann, dass das so komische Formen hat und warum das so unterschiedliche Formen sein können. Was man aber schon so klassischerweise sieht, ist, dass sie oft symmetrisch sind.

Elka Da gibt es zum Beispiel ein nettes Bild, den Ameisennebel, der so wie so zwei Kugel rechts, links, in der Mitte ein Verbindungspunkt, also symmetrisch nach rechts und links. Dann die vierte Kategorie, die ich vorstellen möchte, ich habe es eh schon erwähnt, die schweren Elemente können eben diesen planetaren Nebel sein, aber können auch in einer Supernova entstehen.

Elka Und auch Reste von Supernovae können so nebelartig ausschauen, also kann man es als kosmischen Nebel bezeichnen. Da finde ich auch sehr beeindruckend die Tatsache, dass die frei werdende Energie in einer Supernova zu 99% als Neutrinostrahlung abgegeben wird. Also das sind so Teilchen, die sehr, sehr geringe Masse haben und eigentlich nur ein Prozent dann überbleibt.

Elka Aber dieses eine Prozent wird so stark beschleunigt und das dehnt sich so schnell aus wie so eine Schockwelle und heizt eben das interstellare Medium extrem schnell auf, dass man eben diesen Nebel sehen kann. Diese Nebel können sehr groß werden. Ja, Supernova kann man sich vorstellen, das ist halt ein gewaltiges Phänomen.

Elka Die können schon bis zu zehn Lichtjahren irgendwie sein.

Evi Es sind ja dann eben große Sterne, die da ja explodieren und da wird ja eine enorme Energie frei. Dann die Schockwelle, die sich eben auch ausbreitet, die dann eben natürlich auch die Elemente ins All bringt. Also das, was wir sehen, dieser Überrest, das ist ja der Nebel.

Elka Ein Überrest, den wir sehen, eher der bekannteste Überrest, ist der Krebsnebel. Das ist nämlich ein Überrest von der Supernova von 1054. So viele Supernovas haben wir ja noch nicht gesehen, so als Menschheit. Die wurde von chinesischen Astronomen dokumentiert und man sagt, dass die sogar tagsüber sichtbar sind. Das muss sicher sein.

Elka Ein cooles Erlebnis sein.

Evi Deswegen warten Jana und ich ja auf Bitterkreuze.

Elka Genau, ja.

Evi Aber ob sich das ausgeht, naja.

Elka Ja, schwierig, schwierig.

Evi Müssen wir abwarten.

Elka Jan, in diesem Krebsnebel, da haben wir im Zentrum ein Pulsar, also einen schnell rotierenden Neutronenstern. Und die fünfte Art oder Kategorie, das haben wir eh schon gesagt, oder hast du angesprochen, sind die Dunkelwolken. Ja, die leuchten natürlich nicht selber, sondern sie verdecken einfach das Licht von den dahinterliegenden Objekten.

Elka Da ist ein sehr bekannter Dunkelnebel in unserer Milchstraße, wenn wir raufschauen zum Kreuz des Südens, der Kohlensack-Dunkelnebel. Ja, die Namen sind immer sehr witzig. Ja, Kohlensack-Dunkelnebel. Aber ich finde ja, am süßesten ist der Pferdekopfnebel. Also da ist ein Emissionsnebel dahinter, der halt selber Licht emittiert.

Elka Und der Pferdekopfnebel verdeckt diesen Emissionsnebel und schaut halt aus wie ein Pferdekopf. Es schaut echt so aus. Ich finde das interessant, weil wenn man so die Sternbilder anschaut, finde ich, haben die ja gar nichts zu tun mit ihren Bezeichnungen. Das ist völlige Fantasie. Aber die Nebel, die schauen wirklich so aus. Es schaut einfach wie ein Pferdekopf aus.

Evi Du meinst, da haben sie ihre Fantasie freien Lauf gelassen.

Elka Genau. Das Interessante ist natürlich, dass man natürlich auch ein bisschen eine Perspektivensache, wo man drauf schaut. Und sie verändern sich ja auch die ganze Zeit. Aber jetzt gerade schauen sie halt für uns, die ganze Zeit natürlich für unsere Lebenszeit ist die Veränderung sehr, sehr minimal, aber die verändern sich. Und jetzt gerade schauen sie halt für uns so aus.

Elka Und bei der dunklen Wolke, die können sehr, sehr riesig sein. Also die können auch deutlich größer als unser Sonnensystem natürlich sein. Ich habe mal gelesen, so eine Theorie, wenn jetzt unser Sonnensystem durch so eine Wolke driften würde, dass der Staub auch das Licht von Sternen ja auch verdunkeln könnte.

Elka Und anscheinend vermuten einige Leute, dass diese Nebelwinter, dass jetzt die die Sonne verdunkelt wird, hinter einigen Eiszeiten oder Massensterben stehen. Und mich hat natürlich mit dem Sonneverdunkeln natürlich an meinen neuen Lieblingsfilm oder aktuellen Lieblingsfilm Project Hail Mary erinnert. Ich habe jetzt übrigens das Hörbuch begonnen.

Evi Sehr gut, sehr empfehlen.

Elka Ich habe es jetzt nur in dem Film gesehen. Aber da geht es ja auch darum, dass die Sonne immer dunkler wird und was das für schlimme Auswirkungen auf die Erde hat und Ernte und so weiter. Es könnte eben auch sein, wenn wir durch so eine Dunkelwolke düsen würden.

Evi Ja, wobei da muss ich ja schon sagen, dass das sehr spekulativ ist. Also natürlich gibt es so diese Gedanken also jetzt als Beispiel, ich habe vorhin beinahe 68 genannt, das ist ja eben eine riesige, wirklich eine. Dunkelwolke, die halt auch wirklich so dicht ist oder dick ist, dass da natürlich das Licht so stark auch abgeschwächt wird.

Evi Also wir sehen ja jetzt, wenn wir im normalen Licht auf diese Region schauen, ist dahinter sehen wir halt nichts, was wirklich schwarz ist. Und wenn man halt zum Beispiel mit einem Infrarot-Teleskop Ob man dorthin sieht, dann wird es quasi durchsichtig, dann kann man durchschauen. Und es ist tatsächlich so, dass da wirklich sehr viel Licht geschluckt wird.

Evi Also es sind 35 Größenklassen jetzt bei dieser Dunkelwolke. Das heißt, da ist es dann, also würde man jetzt wirklich das Licht der Sonne so stark abschwächen, wie das jetzt diese Dunkelwolke macht, dann wäre es auf der Erde wirklich stockfinster. Aber ob da jetzt so eine Wolke bei uns da ist, die sind ja wirklich überall draußen in der Milchstraße.

Evi Wenn wir uns da jetzt auch da durchbewegen und so, kann es jetzt eben sein, Nein, dass wir halt jetzt im Sonnensystem wirklich mal durch so eine Wolke, das wird mit der kollidieren. Ich glaube, wir sind sogar aktuell irgendwie in einer Wolke drinnen. Also es ist jetzt nicht ganz unmöglich, wobei wir haben ja schon noch auch diese schützende Heliosphäre der Sonne.

Evi Das heißt, wir haben da schon noch den Sonnenwind, der ja vergleichsweise stark ist, der da jetzt natürlich diese Teilchen ja ständig auch aus dem Altern hinausblasen würde und die Teilchen von der Wolke abhalten würde, davon jetzt zu tief ins Sonnensystem einzudringen. Also das kennen wir ja zum Teil auch durch die kosmische Strahlung.

Evi Das heißt, es kann natürlich schon jetzt ein Teil davon dann zu uns gelangen, dass es jetzt aber so dunkel werden würde, dass es stockfinster ist, glaube ich, jetzt eher weniger und dann mit Auswirkungen auf Temperatur und Photosynthese. Und ja, es gibt diese Hypothesen, dass das vielleicht im Zusammenhang steht mit Massenschirm- und Eiszeiten, aber es gibt keine wirklichen Belege oder gute Belege dafür, dass das wirklich so war.

Evi Also das ist eine Hypothese.

Elka Das ist eine von vielen Hypothesen, die jetzt nicht nachgewiesen sind. Hoffentlich sind wir sicher. Hoffentlich passiert sowas nicht die nächste Zeit. Genau, das waren schon die fünf Arten der unterschiedlichen Nebel. Ich würde dann nur als nächstes noch meine Favorites euch sagen.

Evi Deine Top 3?

Elka Ja, weiß nicht. Ich habe mir einfach drei rausgepickt, die ich cool finde. Aber vorher noch eine kleine Werbepause.

Evi So, dann verrate uns deine Top 3.

Elka Also, Top 1 ohne Hierarchisierung.

Evi Ich wollte gerade sagen, ist das jetzt dein Ranking oder ist das Platz 3 oder Platz 1?

Elka Nein, es ist mehr so chronologisch. Das Erste ist das, was du schon genannt hast, die Säulen der Schöpfung. Die Säulen der Schöpfung, die sind so eine Art Sternenfabrik. Das heißt, sie gehören zu unserer Kategorie 1, Emissionsnebel. Wo die Sterne entstehen. Die Säulen der Schöpfung, die sind eine Struktur, eigentlich eine Teilstruktur im Adlernebel und die schauen aus wie so riesige Türme, die ins All ragen.

Elka Und dort haben wir ganz intensive Strahlung, weil wir dort junge und massereiche Sterne haben. Die strahlen natürlich sehr arg und pusten sozusagen das Material irgendwie weg durch ihre Strahlung und lassen nur mehr so dichte Bereiche stehen. Und an diesen Spitzen... Dieser Säulen hat man so Punkte, wo man vermutet, so ganz dichte Knoten, wo man vermutet, dass dort eben neue Sterne entstehen.

Elka Gleichzeitig ist es so, es entstehen neue Sterne, aber eben durch diese UV-Strahlung, durch diese Sternwinde werden die Säulen auch immer mehr abgetragen. Deswegen habe ich vorher gemeint, dass die sich auch verändern. Also es schaut für uns jetzt gerade so aus wie diese Säulen, aber die verändern sich immer mehr.

Elka Es ist kein stabiles Gebilde natürlich, weil es ist ja nur Gas und Staub. Und wahrscheinlich in einigen hunderttausend Jahren werden diese Säulen der Schöpfung sogar verschwunden sein ganz. Also es schaut sehr cool aus. Ich bin ja sehr atheistisch, aber es sind jetzt beide Sachen, die ich mir jetzt rausgesucht habe, haben was mit Gott zu tun.

Elka Aber das wurde halt oft so benannt, weil das ist halt sehr philosophisch. Und natürlich sucht man irgendwie nach dem Sinn im Weltall. Das kann ich schon verstehen. Und das waren eben die Säulen der Schöpfung. Und Nummer zwei heißt Auge Gottes. Das ist jetzt das andere Ende vom Leben. Also ein planetarer Nebel.

Elka Wir kennen das auch unter Helixnebel, also das ist auch eines der bekannteren Bilder. Das ist so circa 600 Lichtjahre von uns entfernt und ist deswegen spannend, weil es uns unsere Zukunft ein bisschen zeigt. Also wie die Sonne enden könnte. Im Zentrum von diesem Helixnebel haben wir einen weißen Zwerg, der zwar schwach leuchtet, aber recht intensive UV-Strahlung hat, die das Gas eben dann rundherum zum Leuchten bringt.

Elka Und ich habe da ein Bild rausgesucht, das ich euch posten werde, das recht cool ausschaut, weil es eine Infrarotaufnahme ist. Du hast eh schon gesagt, man kann da ja mit unterschiedlichen Wellenlängen beobachten und wenn man so eine Infrarotaufnahme macht… tut man das ja meist dann auch ein bisschen einfärben. Und deswegen auch der Disclaimer von all den hübschen Fotos, also all den hübschen Bildern und den schönen Farben.

Elka Das ist natürlich eine Falschfarbenaufnahme. Das heißt, man hat das irgendwie eingefärbt, um die unterschiedlichen Bereiche irgendwie zu markieren. Aber die haben natürlich nicht diese alle so bunte, tolle, coole Farben. Aber für uns schaut es halt super aus.

Evi Ja, für die Wissenschaft ist das natürlich wichtig. Also oft sind ja dann eben diese Falschfarben auch übereinander gestellt, dass es dann halt noch bunter wird. Das sieht dann in echt natürlich nicht so aus. Und es ist aber ganz wichtig, dass wir uns diese Sachen oder diese Objekte in unterschiedlichen Wellenbereichen auch ansehen, weil dadurch werden bestimmte Aspekte sichtbarer oder eben nicht mehr sichtbar.

Evi Und gerade bei den Sternentstehungsregionen ist es halt dann eben so, wenn du in einen bestimmten Wellenbereich schaust, dann siehst du genau diese, Sternbabys oder Babysterne, weil die halt dann genau in dem Wellenbereich stark leuchten. Also es kommt auch immer darauf an, was du untersuchen möchtest, wenn du da halt diese Infrarotaufnahme hast.

Evi Das heißt, das siehst du dann ins Herz rein des Nebels und siehst, was da dann drinnen ist im Zentrum. Also es kommt auch immer darauf an, was du untersuchst. Dann kannst du dir diverseste Sachen ableiten, auch welche Elemente vorhanden sind. Das kannst du natürlich auch sehen, dass dann halt Kalzium und andere Elemente dort vorhanden sind.

Elka Ja, voll. Und wenn man das dann übereinander legt, dann sieht man halt ein viel komplexeres Bild und ein viel genaueres Bild von den unterschiedlichen Bereichen. Das ist schon sinnvoll und eben für die Öffentlichkeit schaut es einfach. Sehr beeindruckend aus. Und zum Abschluss noch, natürlich das Beste, nämlich Katzenaugennebel.

Evi Also doch ein Ranking, das Beste zum Schluss.

Elka Ja, ein bisschen schon. Das Letzte war natürlich das Beste zum Schluss. Natürlich, eigentlich muss das mit Katzen sein, was cool ist. Das ist im Sternbild Drache. Das ist ein planetarischer Nebel. Das heißt auch so wie der Helixnebel, eher so ein sterbender Stern. Und Der ist einer der komplexesten Nebel im Sinne von dem Aufbau, von der Form auch. Die ist ganz ungewöhnlich.

Elka Da haben wir auch sehr viele schöne Bilder durch das Hubble-Weltraumteleskop natürlich bekommen. Finde ich sehr spannend, weil ich ja jetzt oft das Herschel-Kapitel lese, wenn wir Lesungen machen. Der planetarische Nebel wurde von Wilhelm Herschel, also von ihrem Bruder, entdeckt. Und war außerdem auch der erste Nebel, dessen Spektrum man untersucht hat.

Elka Finde ich ja recht cool. Und außerdem hat er was mit Katzen zu tun. Bitte.

Evi Gut, also eindeutig Platz 1 für den Katzenaugennebel. Alles andere hätte mich jetzt auch gewundert.

Elka Genau.

Evi Ich habe nur darauf gewartet. Vielen Dank, dass du uns da in die Welt eingeführt hast. Wir hatten tatsächlich das Thema noch gar nicht. Ich habe mich gerade überlegt.

Elka Ich habe mich gewundert, ja.

Evi Ja, wir haben auch generell so Sternentstehungs, auch Regionen, Sternentstehung selbst, haben wir, glaube ich, noch recht wenig gemacht. Vielleicht mache ich das das nächste Mal. Da hat man jetzt fast Lust gemacht darauf, dass man sich natürlich diese Regionen anschaut, die sehr interessant sind, wo sehr spannende physikalische Mechanismen auch ablaufen, die zum Teil im Detail auch noch nicht ganz verstanden sind.

Evi Ja, also vielleicht sehen wir uns das nächste Mal an. Danke auf jeden Fall.

Elka Sehr gern.

Evi Und wenn ihr euch bei uns bedanken wollt, dann könnt ihr das natürlich gerne tun. Wie ihr wisst, sind wir auf Stadio oder Patreon auch vertreten. Das heißt, da könnt ihr ein Abo abschließen und uns regelmäßig unterstützen. Ihr habt dort auch die Gelegenheit, eine werbefreie Version zu hören. Ihr könnt uns aber natürlich gerne auch eine kleine Spende über unser PayPal-Konto zukommen lassen.

Evi Das hat Göran gemacht dieses Mal. Vielen lieben Dank. Er hat uns übrigens auch eine Mail geschrieben, dass er das Buch auch schon bekommen hat und freut sich total und ist ganz begeistert. Das freut uns natürlich auch, dass wir dann auch immer gleich ganz begeistert. Ja, also wir können uns natürlich eben so wie Göran auch eine E-Mail schreiben und zwar an contactedkosmeklatte.at oder ihr hinterlasst einen Kommentar auf unserer Seite kosmeklatte.at.

Evi Wir sind auch über Instagram erreichbar. Ja, auf Spotify genau kann man auch kommentieren. Und ja, generell ganz, ganz wichtig, empfehlt uns euren Freunden und eurer Familie, Ihr hinterlasst fünf Sterne, damit wir diese seltsamen Algorithmen, die da ja vorherrschen auf den diversesten Plattformen, dass wir die überlisten oder keine Ahnung, dass wir da ganz vielen vorgeschlagen werden, damit der Podcast weiter wachsen kann und wir weiterhin natürlich auch für euch da sein können.

Elka Und wenn ihr uns live sehen wollt, zumindest mich und die Eva, könnt ihr am 21. Mai noch zu unserer Lesung im Thalia auf der Marihilfestraße in Wien kommen. Da werden wir ab 19 Uhr sein. Der Einzige ist kostenlos. Wir werden ein bisschen was lesen und danach noch signieren.

Evi Diesmal ohne Planetariums-Show, aber dafür ist der Eintritt kostenlos.

Elka Genau, ist kostenlos. Ganz einfach vorbeikommen, spontan. Wird sicher cool.

Evi Ja, ich freue mich auf jeden Fall. Macht ganz viel Spaß. Es macht eben auch viel Spaß, einfach auch mal Hörerinnen persönlich zu treffen.

Elka Ja, und ich glaube, es ist ein bisschen ein kleinerer Rahmen, weil im Planetarium waren wir ja über 100 Leute. Das war jetzt natürlich sehr cool, aber natürlich hatten wir nicht wirklich Zeit, mit Leuten länger zu reden.

Evi Ja, das stimmt.

Elka Das ist auch nett, dass wir dann in kleineren Rahmen sind.

Evi Also kommt vorbei, am 21. Mai, Thalia, Marilva-Straße in Wien. Wir freuen uns auf euch. Ja, und ansonsten hören wir uns in zwei Wochen wieder. Bis dann, tschüss.

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