
CL093 Die galileischen Monde: Vulkane, Eis, Aliens und eine Raumstation auf Kallisto
Donnerstag, 3. September 2026 · 47 min
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Shownotes
Die Episode über unterschätze Monde, neue Ziele für die Raumfahrt und die Suche nach außerirdischem Leben
Cosmic Latte ist zurück aus dem Sommer und macht sich gleich wieder auf eine große Reise. Jana nimmt uns mit zu den galileischen Monden des Jupiters, auf denen man jede Menge erleben kann.
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Sitnikov und Gewinnspielauflösung
Wir freuen uns über Sommergrüße und Urlaubstipps und Eva erklärt, was ein Sitnikov-Planet (de.wikipedia.org/wiki/Sitnikov-Problem) ist und warum man dort eher keinen so guten Urlaub machen kann. Außerdem lösen wir die Fragen aus unserem Jubiläums-Gewinnspiel.
Die galileischen Monde
Jana hat ein Herz für Monde und auch Eva denkt, dass diese Himmelskörper immer ein wenig unterschätzt werden. Und deswegen gibt es heute eine Geschichte, die sich ausschließlich den Monden widmet. Jana erzählt von den galileischen Monde, also den vier großen Monden des Jupiters, die Galileo Galilei 1610 entdeckt hat. Sie waren historisch enorm wichtig, weil sie uns gezeigt haben, dass sich nicht alles um die Erde bewegen muss - und bei der Bestimmung der Lichtgeschwindigkeit durch Ole Rømer im 17. Jahrhundert haben sie auch geholfen.
Mittlerweile wissen wir aber sehr viel besser über die vier Monde Bescheid. Io ist der vulkanisch aktivste Himmelskörper im Sonnensystem. Europa dagegen ein Eismond, mit einem unterirdischen Ozean, der voll mit Mineralien ist und extrem gute Bedingungen für die Entstehung und Existenz von Leben bieten könnte. Ganymed ist der größte Mond des Sonnensystems; größer als der Merkur und Kallisto wäre ein super Ziel für uns Menschen, wenn wir das Jupitersystem genauer erforschen wollen. Die NASA hat dazu sogar die Studie "Revolutionary Concepts for Human Outer Planet Exploration" (pubs.aip.org/aip/acp/article-abstract/654/1/82…) veröffentlicht, die eine Landung dort für das Jahr 2045 in Aussicht stellt - allerdings nur, wenn wir schon vor 20 Jahren mit der Planung begonnen hätten.
Die galileischen Monde bleiben faszinierend und zum Glück sind ein paar Raumsonden dorthin unterwegs. Zum Beispiel JUICE, über die wir in Folge CL011 (cosmiclatte.podigee.io/11-cl011-juice-die-esa-…) ausführlich gesprochen haben.
Das Cosmic-Latte-Buch
Wer im Podcast noch nicht genug von uns bekommen hat, kann zwischen den Folgen in unserem Buch weitere spannende Geschichten über das Weltall, Sterne, Aliens und die Raumfahrt lesen. Unser Buch "Auf einen Kaffee im All" (goldegg-verlag.com/titel/auf-einen-kaffee-im-all) bekommt ihr überall, wo es Bücher gibt.
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Evi Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Cosme Glatte. Wir sind aus der Sommerpause zurück, mehr oder weniger. Und ja, es gibt jetzt eine brandneue Folge mit mir, Eva, und nach dem Sommer hier bei mir, Jana. Hallo, Jana.
Jana Hallo.
Evi Hi. Sommer gut verbracht?
Jana Ja, ganz gut rumgekriegt. Ich habe mich ein bisschen mit der Hitze rumgeschlagen. Ich weiß nicht, wie es bei euch war.
Evi Genau so.
Jana Ja, okay. Das war ein bisschen krass.
Evi Europaweit, ja.
Jana Ja, es war wirklich heftig. Aber ansonsten, nein, alles gut überstanden. Die Sommerlöcher, bin in keins reingefallen. Ich hoffe, bei euch auch.
Evi Ich glaube, Sommerlöcher sind sowieso ein Mythos. Das gibt es eigentlich nicht.
Jana Ich habe das noch nie bewahrheitet.
Evi Ich hätte sowas noch nie erlebt. Wir waren ja jetzt über die Sommermonate auch auf unseren astronomischen Reisen unterwegs. Wir haben ja da unsere Urlaubsdestinationen, im All, unsere Postkarten hier verschickt. Wobei ich glaube, bei deinem Planeten war es ja eher kalt.
Jana Es war eher die Abkühlung. Das wäre die richtige Wahl gewesen für mich zumindest, weil ich eigentlich schon ab 26, 27 Grad, das ist mir eigentlich schon zu heiß. Und jetzt diese 35, 38 Grad, die wir zwischendrin hatten, da wäre ich lieber in den Minusgraden unterwegs gewesen.
Evi Ja, das stimmt. Da kann man sich irgendwie warm anziehen. Aber wenn es heiß ist, was willst du da machen?
Jana Irgendwann ist Schluss.
Evi Ja, ich merke es auch so. Also ab 30 Grad merke ich, da funktioniere ich nicht mehr so wirklich. Wir haben übrigens auch noch einen Urlaubstipp bekommen für eine astronomische Destination. Und zwar hat uns ein Hörer eine Urlaubsempfehlung zukommen lassen vom Urlaubsberater, und zwar war das der Edgar, der uns einen Urlaub empfiehlt auf einem Sitnikov-Planeten.
Evi Kennst du die zufällig, diese Planeten?
Jana Sitnikov-Planeten? Nee, ich glaube, es sagt mir wirklich gar nichts. Das klingt nach irgendeiner Theorie, würde ich jetzt mal so ins Blaue hineinraten, von irgendeinem sowjetischen Physiker.
Evi Ach, jetzt hast du dich aber sehr vom Namen leiten lassen, oder?
Jana Ja, ein bisschen.
Evi Ja, tatsächlich ist es wirklich ein theoretisches Konstrukt eigentlich von einem russischen Mathematiker. Also du bist da schon richtig gelegen. Und ich finde das ganz interessant, weil im Prinzip geht es darum, hier das auszurechnen, wie sich Planeten verhalten bei Doppelsternsystemen. Das heißt, bei diesen Sitnikov-Problemen geht man davon aus, dass du halt zwei Sterne hast, die sich halt natürlich um den gemeinsamen Schwerpunkt bewegen.
Evi Und dann hast du einen Planeten, dessen Masse jetzt vernachlässigbar ist, also im Vergleich eben zu den zwei Sternen. Und der sitzt genau in der Mitte, also von diesem Schwerpunkt. Und das Spannende ist dann nämlich, dass sich dieser Planet auf und ab zwischen den Sternen bewegen würde.
Jana Ah, wollte gerade sagen, weil er würde ja dann wahrscheinlich keine Kreisbahn in irgendeiner Form mehr einnehmen. Das ist ja witzig. Okay, das heißt, du hast dann wie so eine Feder eigentlich, so eine unsichtbare Feder, an der der Planet dranhängt.
Evi Dass er dann so eine Bounce-Bewegung macht. Und hat man also in echt jetzt noch nicht irgendwie gesehen. Also das ist eine theoretische, mathematische Konstruktion, die man aber eben numerisch rechnen und lösen kann. Und finde ich ganz spannend. Vor allem, wenn man halt sowas halt dann in echt sieht, wäre es halt ganz anders, was jetzt irgendwie Jahreszeiten oder einen Kalender betreffen würde.
Evi Also weil sie auch nicht regelmäßig nah und fern bei den Sternen sind, kannst du da halt auch nicht irgendwie so einen Kalender oder so, so wie bei uns eigentlich entwerfen.
Jana Dir fehlen alle Regelmäßigkeiten, klar, weil du das überhaupt von den Planeten selber auch, bis du das verstehst, was da überhaupt passiert, dauert das wahrscheinlich ewig. Und dann, naja, die Sterne sind ja dann auch im Prinzip immer gleich weit weg von dir. Ja, ist schwierig. Das sind diese Sachen. Es gibt ja auch diese Dreikörperprobleme, die eben doch dann analytische Lösungen haben, weil die diese wunderbaren, also wenn die genau auf eine bestimmte Art und Weise gestellt sind, dann machen die diese Muster.
Jana Und ich glaube, von denen hat man leider auch noch keins wirklich in der Realität gefunden, was so schade ist, weil es so schön ist. Und eben auch gerade so eine Lösung mit so einem Planeten, der so auf und ab geht, ist natürlich cool.
Evi Genau, aber es ist eben auch je nach den Anfangsbedingungen, ist es halt dann stabil oder kann eben dann auch chaotisch sein. Und dann, ja, also ganz spannend.
Jana Ja, sehr gut. Ja, vielen Dank für den Tipp. Das ist auf jeden Fall auch ein gutes Ziel. Würde mich auch sehr interessieren.
Evi Gab es allerdings noch keine Rückmeldungen von Urlaubern, berichtet er auch.
Jana Oh nein, wer weiß, was da los ist.
Evi Also auf jeden Fall ein sehr exotisches Urlaubsziel.
Jana Auf jeden Fall.
Evi Sehr guter Tipp. Vielen Dank, Edgar, für den Tipp. Wir haben ja auch noch etwas nach dem Sommer aufzulösen eigentlich.
Jana Oh ja, stimmt.
Evi Hatten wir ja noch, bevor es in den Sommer ging, ja unseren vierten Geburtstag und da gab es ja natürlich auch ein Geburtstagsgewinnspiel. Da hat man ja unser Buch auf einen Kaffee im All gewinnen können. Und ja, wir haben es aber euch natürlich nicht ganz einfach gemacht, sondern es gab natürlich Quizfragen zu beantworten.
Evi Aber ihr habt uns natürlich nicht enttäuscht, die richtigen Lösungen geschickt und ja, wir wollen es aber natürlich kurz auflösen. Ja, also was denn die richtigen Antworten zu unseren Fragen waren.
Jana Stimmt, das muss ja noch, damit alle wissen, ob sie es richtig gemacht haben oder nicht.
Evi Es hat ja jeder von uns eine Frage gestellt. Meine war ja, an welchem Tag Elise Meitner, die Kernspaltung entdeckte oder quasi das Geheimnis eigentlich lüftete oder das Rätsel löste, das ja Otto Hahn und Fritz Strassmann in Berlin ja entdeckt haben bei ihren Experimenten. Und sie hat das ja zusammen mit ihrem Neffen an Weihnachten gelöst.
Evi Das ist ja eine meiner Lieblingsweihnachtsgeschichten, wie sie ja durch den schwedischen Wald spazieren. Das ist der Schnee. Ja, den Brief von Otto Hania zu Gemüte führen und überlegen, was das sein könnte. Und dann, wie es sicher für richtige Physiker gehört, mit Bleistift und Papier das ausgerechnet haben. Und dann entdeckt man, eigentlich kann es nur eine Kernspaltung sein.
Jana Eine Weihnachtsentdeckung. Sehr gut.
Evi Genau, ich mag die Geschichte total.
Jana Sehr schön.
Evi Also Weihnachten ist hier die richtige Antwort gewesen. Die zweite Frage kam von Elke, die wissen wollte, wie Wilhelm Herschel den neu entdeckten Planeten Uranus ursprünglich nennen wollte. Magst du hier die Antwort geben?
Jana Kannst du dich erinnern? Soweit ich weiß, man ist dann sehr froh gewesen, dass man sich doch daran gehalten hat, weiter die römischen Götter nebenzunehmen. Weil Herschel, soweit ich wusste, wollte das eigentlich nach seinem Geldgeber, dem König George, benennen. Oder war das nicht die Sache, dass der Planet eigentlich hätte George heißen sollen? Und wir sind alle sehr froh, dass das nicht so passiert ist.
Evi Allerdings finde ich das wieder so witzig, dass ich mir sicher bin, dass man sich den Namen total gut gemerkt hätte. Also wenn du das in der Schule dann lernen musst, da gibt es halt immer diese Hilfssprüche, damit du alle Planeten dir irgendwie merkst. Und ich glaube, die Kinder wären wahrscheinlich sehr dankbar, wenn sie dann sagen, das stimmt. Ja, und dann kommt George.
Jana Jupiter, Saturn und George, genau. Ja, vor allem hätte das ja auch alle Türen aufgerissen für dann Neptun, dass der irgendwie absurd heißt.
Evi Stimmt auch wieder.
Jana Also den George unter den Planeten. Ich bin schon mit Uranus ganz zufrieden. Ich finde das okay.
Evi Ja, erlaubt uns immer noch das Simpsons-Witz.
Jana Genau.
Evi Okay, aber gehen wir weiter.
Jana Jawohl, wir haben ja noch eine dritte Frage.
Evi Ja, die kam von dir.
Jana Die kam von mir und da hatte ich gefragt, welche Anmerkung bzw. Korrektur Cecilia Payne, die sich mit Sternphysik beschäftigt hat, in ihrer Doktorarbeit machen musste. Was ich weiß, haben die allermeisten von euch da natürlich auch sofort gewusst, um was es ging. Und zwar hat sie auf großes Drängen hin von einem Prüfer ihrer Arbeit, nicht ihrem Doktorvater per se, aber einem wichtigen, einer astronomischen Größe, nämlich dem Henry Norris Russell, hat sie reinschreiben müssen, dass die...
Jana Vorstellung oder die Schlussfolgerung, dass Sterne hauptsächlich aus Wasserstoff bestehen, dass das höchstwahrscheinlich nicht stimmt. Und wie wir alle wissen, hat sich herausgestellt, das stimmt.
Evi Erstaunlich natürlich, würde ich sagen. Das war gegen ihren Willen ja irgendwie auch, aber ja.
Jana Sonst dürfte es sich nicht abgeben. Sonst hätte es sich nicht abgeben dürfen.
Evi Sehr spannend, also sehr interessant auch deine Frage. Und ja, also soweit ich war, haben das alle richtig gehabt.
Jana Sehr gut, wunderbar.
Evi Genau, ja. Und ja, die Gewinner, Gewinnerinnen Die sind dann von uns benachrichtigt worden, natürlich. Also wenn ihr eine Mail von uns in der Inbox habt, dann ist es kein Spam, sondern dann habt ihr ein Buch von uns gewonnen. Also nochmal in den Spam-Ordner vielleicht auch schon, wenn ihr mitgemacht habt.
Evi Und bevor wir nun einsteigen in dein Thema, das du uns heute mitgebracht hast, machen wir noch eine ganz kurze Pause.
Jana So, da sind wir auch schon wieder. Und ich habe mir gedacht, wir steigen jetzt nochmal mit ein bisschen, Ja, fast schon historisch mal ein, nicht die brandaktuellste Forschung, aber etwas, was wir Menschen schon sehr lange beobachten und was... So spannend ist, dass inzwischen gleich zwei eigene Missionen dahin unterwegs sind. Da gab es auch schon mal eine kosmisch glatte Folge.
Jana Jetzt muss ich natürlich verabschieden, um was es geht. Es geht um die vier, galiläischen Monde, also um die vier größten Jupiter-Monde. Und ich bin ja eh ein großer Mond-Fan. Ich finde immer, die Monde des Sonnensystems, die müssen mal richtig auf die Bühne gestellt werden.
Evi Ich finde, die gehören zu den am meisten unterschätzten Objekten, oder? Ganz genau. Aber finde ich toll, dass du dich da jetzt als Mond-Fan-Out hast. Das wusste ich gar nicht. Große Geheimnisse werden gelüftet.
Jana Große Geheimnisse werden, kommen wir wieder zum Vorschein. Ja, vor allem die Sache mit den Galiläischen Monden ist vor allem, ich werde nachher noch mal kurz über sie im Einzelnen sprechen, dass die uns so viel beigebracht haben, weil wir kannten ja nur unseren Mond. Und der ist ja, also der ist natürlich interessant, aber der tut ja nicht sonderlich viel.
Jana Der ist eine sehr alte Oberfläche. Und die Galiläischen Monde sind wirklich ganz anders. Und haben auch für mich so ein bisschen die Vorstellung geändert, wo wir denn eigentlich nach Leben suchen sollten. Dass es eben nicht nur die Planeten sind, die wahrscheinlich sind, sondern dass wir vielleicht unser Augenmerk auch ein bisschen auf die kleinen Begleiter setzen wollten.
Evi Da muss ich dir total recht geben. Mir ging es da tatsächlich ähnlich. Also du hast ja schon gesagt, es gab ja schon eine Folge hier bei Cosmoglatt zu den Monden. Und zwar gab es die ja damals zum Start von der ESA-Juice-Mission. Da war ich ja damals dabei, also nicht beim Start direkt. Also ich war schon beim Start, aber in Darmstadt im Control-Zentrum.
Evi Und ja, ich muss ehrlich zugeben, dass jetzt auch während dem Studium so, also Dämonen sind halt schon immer so ein bisschen vernachlässigt worden. Also ja, man weiß, dass es sie gibt und dann rattet man die alle durch und was da so vielleicht Besonderheiten sind. Aber wie ich mich dann halt wirklich da auch jetzt mit dieser Jus-Mission ein bisschen intensiver damit auseinandergesetzt habe und eben auch gerade die Jupitermonde, ein bisschen näher betrachtet haben. Da habe ich mir gedacht, so Wahnsinn. Also eigentlich ist das super spannend.
Evi Und wirklich auch in jeglicher Hinsicht. Und gerade, du hast es auch gesagt, was jetzt eben außerirdisches Leben eventuell betreffen könnte. Dass da halt wirklich, ja, ich glaube, da ganz spannende Sachen auf uns warten, die da entdeckt werden wollen.
Jana Wir werden es nachher gleich sehen. Es gibt einfach so viele Dinge, wo man sagt, da ist die Erde sehr, als Planet einfach, da sind da sehr viele Dinge sehr glücklich zusammengekommen. Und es gibt auch viele Dinge, wo die Erde einfach sehr außergewöhnlich ist als Gesteinsplanet. Und die Monde sind halt von vornherein ein bisschen besser aufgestellt.
Jana Also gerade bei Europa werden wir es gleich sehen, dass man sagt, naja, es ist, also ich würde fast sagen, es ist natürlich schwieriger, gerade nach Exomonden zu suchen, wenn wir die in anderen Planetensystemen finden wollen, weil die so klein sind. Aber es würde mich nicht wundern, wenn Leben normalerweise auf Monden stattfindet, anstatt auf Planeten.
Jana Ich weiß nicht, ob intelligentes Leben auf so einem Eismond gut klarkommt, also Zivilisation. Aber Leben an sich, also, aber wir werden es gleich sehen. Ich fange mal von vorne an. 1610, genau, starten wir mit den galiläischen Monden. Da hat nämlich ihr Namensgeber, Galileo Galilei, die als erstes beschrieben. Der hat sein eigenes Fernrohr gebaut, und hat die vier Pünktchen neben dem Jupiter gespottet.
Evi Das klingt so nach einer Wer-wird-Millionär-Frage, oder? Was sind die galiläischen Monde, die vier größten Jupitermonde?
Jana Genau, genau. Und er hat sie damals noch gar nicht wirklich benannt. Also tatsächlich die Namen, die wir heute kennen, Io, Europa, Ganymed und Callisto, die wurden zwar schon damals vorgeschlagen, aber man hat sie bis ins 20. Jahrhundert hinein einfach Jupiter, Mond 1, 2, 3 und 4 genannt. Und erst dann im Mitte des 20. Jahrhunderts hat man angefangen, diese Namen zu verwenden.
Jana Galileo wird immer als der Entdecker von ihnen ausgeschrieben, was natürlich auch stimmt. Er hat sie beschrieben, er hat sie durch sein Fernrohr beobachtet und er hat damit nachgewiesen, dass es Himmelskörper gibt, die sich nicht um die Erde drehen. Das war ja damals noch geozentrisches Weltbild, ganz groß, und das hat den einen oder anderen stark verärgert. Es gab sogar Professoren in Florenz, die sich dann geweigert haben, durch sein Teleskop zu gucken.
Evi Gerade überlegt, ob ich irgendeinen Soundbutton jetzt einspielen soll. Ja, man weiß halt wirklich, also man muss sich das halt schon ein bisschen in den Kontext der Zeit eben auch vorstellen, wo es halt wirklich darum ging, dass wir halt das Zentrum von allem sind. Und dann hast du mal so, okay, erstens haben wir da jetzt mal die Sonne, die eigentlich da, und wir drehen uns um die Sonne. Und dann soll es dann jetzt auch noch Molek geben, die sich um ganz was anderes drehen. Also es ist ja schon sehr radikal.
Jana Auf jeden Fall. Ja, das war auch einfach, der Kirche hat das überhaupt nicht gefallen. Also das ist wahrscheinlich, die Geschichte ist bekannt. Galileo hat ja dann später auch einige seiner Erkenntnisse zurückziehen müssen. Um dem Scheiterhaufen und dem Kerker zu entgehen, hat Hausarrest bekommen, weil das einfach nicht ins Weltbild gepasst hat.
Jana Und eben ganz groß diese Sache. Man hat also Monde gefunden, die sich um Jupiter drehen. Und das war nicht in den Köpfen der Leute drin. Es muss sich ja alles um die Erde drehen. Und ich finde auch dieses Weigern, ich schaue da nicht hin. Ich schaue nicht durch dein Teleskop. Weil dann sehe ich es nicht und dann ist es vielleicht nicht so.
Evi Genau, dann gibt es es auch nicht.
Jana Dann ist es auch nicht so. Das ist ein kindliches Verhalten. Aber es ist halt klar. Also ich meine, die Kirche hatte da große Macht. Es gibt eine ganz spannende Geschichte, dass es eventuell, war zumindest von einem der galiläischen Monde, Galileo Galilei, nicht der allererste, der ihn gesehen hat zumindest.
Jana Andersens, es gibt Aufzeichnungen von einem chinesischen Astronomen, Gande, aus dem Jahr 365 v. Chr. Der hat einen Begleiter, das Jupiter beschrieben, und eigentlich kann man die ohne Teleskop nicht sehen. Aber Ganymed, das ist der größte, Jupiter-Mond ist überhaupt der größte Mond im Sonnensystem, der ist bei perfekten, perfekten, perfekten Bedingungen vielleicht.
Jana Wenn Jupiter gerade noch unterm Horizont ist und der genau richtig steht, könnte es passieren, dass man tatsächlich Ganymed mit bloßem Auge, der ist dann gerade so noch erkennbar, über dem Horizont aufblitzen sehen kann. Weiß man heute nicht, ob er es wirklich gesehen hat oder sich vertan hat, aber ich finde die Geschichte ganz gut. Vielleicht wurde es schon vorher gesehen.
Evi Lichtverschmutzung war ja damals nicht so das Thema.
Jana Genau, also kann natürlich sein, wenn man einen guten Horizont hat und ein bisschen Glück, dass man gar nicht mitgesehen hat. Wir wissen heute natürlich, Jupiter hat deutlich mehr als nur vier Monde. Wir kennen heute über 90 Jupitermonde, aber man muss sich wirklich die Größenordnungen klar machen. Und keiner der anderen, also ab dem fünften Mond sozusagen, kommt von der Größe und von der Masse auch nur ansatzweise an die vier Großen ran.
Jana Der fünfte Mond des Jupiters, Amatheer, ist auch erst 1892, also deutlich später entdeckt worden. Und gemeinsam ergeben diese vielen anderen Monde nicht einmal ein Tausendstel der Masse des kleinsten galiläischen Monds, also Europa. Das sind wirklich winzige Brocken im Vergleich zu den vier Großen. So und bevor wir jetzt zu den Eisenden Monden kommen, ich muss ja, da muss ich auch ein bisschen an Elka denken, die ja auch immer diese Mythologie so liebt.
Jana Ich finde es ja wirklich hochinteressant, die Jupiter-Monde eben Io, Europa, Ganymed und Callisto. Warum heißen die so? Das sind die vier Geliebten, das Jupiter. Der hatte ja noch deutlich mehr, aber es sind vier seiner Geliebten. Ich finde es immer sehr, sehr witzig, weil seine Frau Hera beziehungsweise Juno ist ja nirgendwo im System zu finden. Aber dann hat man irgendwann zumindest eine Sonde genannt.
Evi Die zum Jupiter geflogen ist. Immerhin.
Jana Das finde ich immerhin. Also das hat ein bisschen gedauert. Aber irgendwann durfte auch seine Frau ins System, aber eben erst mal seine vier Geliebten. Und es sind natürlich wilde Geschichten. Die Einzelheiten, es ist sehr detailreich. Aber ich dachte, ich muss Ihnen mal ganz kurz den Überblick geben.
Jana Also Io, das ist der innerste Jupiter-Mond und Io ist diejenige, die von Zeus in eine Kuh verwandelt worden ist. Weil erst hat er sich in eine Kuh verwandelt, um sie zu verführen.
Evi Okay.
Jana Ja, natürlich. Er verwandelt sich ja immer. Das ist ja sein Standard-Move sozusagen. Das werden wir auch bei den anderen sehen. Dann hat er sie in irgendeiner Form verführt oder wer weiß es. Also das ist auch immer so ein bisschen unklar, ob das wirklich freiwillig dann in den Geschichten zugegangen ist oder nicht. Aber sie hat natürlich den Zorn Heras auf sich gezogen und dann hat er sie in eine Kuh verwandelt, um sie vor Hera zu schützen.
Jana Worauf Hera gesagt hat, sie hätte diese Kuh gerne als Geschenk. Was er ihr nicht abgeschlagen hat. Es ist wirklich wild, griechische Mythologie. Es ist immer wild, right? Und dann wurde also Io, die schöne Kuh, wie man sie auch nennt, von dem hundertäugigen Riesen Argos bewacht, worauf Zeus dann Hermes geschickt hat, der den Argos mit seiner Flöte in den Schlaf geflötet hat und ihm dann den Kopf abgeschlagen hat, worauf Io fliehen konnte.
Jana Irgendwann hat sich Hera dann auch wieder beruhigt und Io durfte zurück in ihre menschliche Gestalt, aber nicht bevor sie ein ganzes Meer durchquert hat, das bekannt heute als ionisches Meer geschickt hat. Das ist also Io. Es geht weiter mit Europa, ganz ähnliche Geschichte. Zeus verwandelt sich wieder in einen Stier, trägt sie fort nach Kreta und er heiratet sie dort tatsächlich auch. Aber nach irgendeiner Zeit, man weiß ja, wie es ja so ist, irgendwann ist man gelangweilt und dann gibt er sie tatsächlich ab an den König von Kreta.
Jana Also das war dann nur eine kurze Affäre. Und an dritter Stelle kommt Ganymed. Das ist der Sohn des Trojanischen Königs, und wird der Schönste aller Sterblichen genannt. Auch hier verwandelt sich Zeus wieder, diesmal in einen, Achtung, Adler. Wir haben die Kühe hinter uns gelassen.
Evi Kein Stier mehr. Aber ich sehe ein gewisses Muster, ja.
Jana Es ist ein gewisses Muster. Zeus verwandelt sich in einen Adler und kidnappt den jungen Ganymed im Prinzip zum Olymp, wo er seinen Mundschenk wird. Und die Beziehung zwischen Zeus und Ganymed ist ganz wichtig, auch in der späteren Interpretation von griechischer Mythologie, weil natürlich einerseits, durchaus eine Legitimierung von homosexuellen Beziehungen gezeigt wurde, aber andererseits schon auch, muss man ganz deutlich sagen, Ganymed wird als sehr, sehr, sehr, sehr jung beschrieben. Ich habe mir dann das mal angeschaut.
Jana Also das nennt man dann Ephebophilie. Das ist eben nicht Pädophilie, sondern das ist die Liebe zu pubertären Jungs, Was aber natürlich auch in eine, schwierige Richtung fällt. Also das sind eben Minderjährige. Aber das ist natürlich gerade altes Griechenland und Rom. Da hat man das alles nicht so eng gesehen.
Jana Da ist Ganymed einfach der Posterboy dafür. Teilweise wird Ganymed auch als Erwachsen beschrieben. Da ist die Geschichte dann ein bisschen besser zu verdauen.
Evi Ah ja.
Jana An der Stelle.
Evi Ich frage mich auch bei ihm, ob das alles freiwillig passiert ist.
Jana Das fragt man sich sowieso. Also diese Liebhaber von Zeus wurden selten gefragt und das merkt man vor allem an der vierten Geschichte, wo es ganz deutlich ist, dass das nicht freiwillig war. Callisto ist eine Nymphe der Artemis. Und Zeus verführt sie, er verwandelt sich wieder und dieses Mal auf ganz perfide Weise, er verwandelt sich nämlich in Artemis und gewinnt so natürlich ihr Vertrauen und er, wird in dem Fall sehr deutlich beschrieben, vergewaltigt Callisto und sie wird schwanger.
Jana Und das ist dann immer das, was man da sieht an diesen Geschichten. Wer ist schuld an so einer Vergewaltigung? Natürlich du, also diejenige, die vergewaltigt wurde, nicht Zeus. Denn als Artemis rausfindet, dass Callisto keine Jungfrau mehr ist, verbannt sie sie und sie muss gehen und muss ihre Seite verlassen.
Jana Hera tritt natürlich wieder auf den Plan, ist furchtbar wütend. Callisto hat inzwischen ihren Sohn geboren, Akas. Und Hera verwandelt Callisto in eine Bärin. Und Akas ist zufälligerweise Jäger und ist dann kurz davor, seine eigene Mutter zu töten. Und dann kommt aber wieder die Astronomie ins Spiel. Zeus aus seiner unendlichen Gnade heraus, weil er ja so ein lieber Typ ist, verwandelt Akas ebenfalls in einen Bären, in einen kleinen Bären und schickt die beiden an den Himmel.
Jana Und daher haben wir also den Großen und den Kleinen Bären am Nachthimmel.
Evi Ob das jetzt so großzügig war, seit einem Gestalt.
Jana Das frage ich mich auch. Also das ist zumindest die Geschichte, der Kurzabriss davon. Ich würde sagen, keine dieser Geschichten zeugt von sonderlicher Feinfühligkeit, das höchstens aller Götter.
Evi Also ich finde das schon echt immer wild, diese Geschichten.
Jana Sehr wild, ja. Und das ist vor allem immer so dieses, ja, aber Zeus, also das ging ja gar nicht anders. Weil der wollte das halt gerne machen und dann hat er sich verwandelt. Es gibt also noch ganz viele andere Geschichten. Zeus verwandelt sich ständig, ich glaube, von Schwänen bis hin zu Ameisen. Alles Mögliche, um dann irgendwie irgendjemanden dazu zu überzeugen, mit ihm mitzugehen.
Jana Aber das sind eben die vier, die hier um Jupiters Bahn kreisen. Io, Europa, Ganymed und Callisto. Wie gesagt, endlich irgendwann, wann war Juno? Das war glaube ich aber auch, war das noch 1900? Nee, das war irgendwann in den 2000ern, oder? Ist Juno zum Jupiter gereist? Ja, ich denke schon. Also das hat gedauert, aber irgendwann ist Juno auch mal ins Jupitersystem gekommen.
Evi Gestartet ist sie 2011, dürfte jetzt auch schon seit 2016 wohl in einer Umlaufbahn um den Jupiter sein.
Jana Ja genau, also was Modernes auf jeden Fall. Aber so, das ist also die Geschichte dahinter und eine kleine Anekdote wollte ich noch erzählen, bevor wir zu den einzelnen galiläischen Monden kommen. Kennst du die Geschichte von Ole Römer und den Jupiter-Monden?
Evi Ich meine, Ole Römer kenne ich jetzt schon, aber ich weiß jetzt nicht, ob ich seine Geschichte kenne.
Jana Seine Geschichte kennen. Das ist nämlich wirklich sehr, sehr spannend. Ole Römer ist ein dänischer Astronom im 17. bzw. 18. Jahrhundert, hat da um die Jahrhundertwende gelebt. Und der hat sehr genaue Messungen und Beobachtungen gemacht. Und man brauchte damals, um gerade den Längengrad auf See zu bestimmen, sehr genaue Uhren.
Jana Das ist ja ein Riesenthema gewesen. Breitengrad kannst du ja bestimmen durch einen Polarstern, wie viel Grad der über dem Horizont steht. Weißt du sehr schnell, wo du bist. Aber der Längengrad ist viel schwieriger. Und um den genau zu bestimmen, musst du sehr genau wissen, wie viel Zeit vergangen ist, beziehungsweise was die genaue Uhrzeit ist.
Jana Und solch genauen Uhren gab es damals nicht. Aber man hat sich überlegt, naja, wenn es da diese sich immer wieder wiederholenden Vorkommnisse am Himmel gibt, könnte man das ja nehmen. Und die Jupitermonde haben sich da eben ganz toll angeboten, weil man gesehen hat, ah ja, okay, die haben Umlaufzeiten von nur ein paar Tagen, kommen also immer wieder und je nachdem, wo die stehen, kann ich dann also feststellen, was die Uhrzeit ist.
Jana Und Ole Römer hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit dem Astronomen Giovanni Cassini, den man ja auch gut kennt, der eine Saturn-Sonde nach sich benannt bekommen hat. Die beiden haben Zeittafeln erstellt von den Jupitermonden, um die Verfinsterung genau zu bestimmen und eben diese Zeitangaben für die Seeleute zu geben.
Jana Ole Römer hat diese Zeittafeln verbessert und die Jupitermonde beobachtet und hat festgestellt, es gibt komische Abweichungen von den ersten Zahlen von Cassini. Also die, vor allem Io, hat sich sukzessive verspätet. Die ist immer später als erwartet aus dem Jupiterschatten rausgetreten. Und im Herbst 76, steht in meinen Notizen 1976, das ist glaube ich ein Fehler.
Jana 1676 muss das glaube ich sein, hat Römer eine Verspätung von 10 Minuten festgestellt, was ja wirklich ordentlich ist. Also das ist jetzt keine kleine, vertut man sich nicht so. Und er hat dann messerscharf geschlossen, dass es daher kommen muss, dass als Cassini die Messungen gemacht hat, die Erde sozusagen näher auf ihrer Bahn am Jupiter war.
Jana Und als er die Messungen gemacht hat, war die Erde auf ihrer Bahn weiter weg vom Jupiter. Und bis dahin wusste man noch nicht, dass Licht eine endliche Ausbreitungsgeschwindigkeit hat. Und er war dann derjenige, der das vorgeschlagen hat und gesagt hat, wenn Licht mit einer endlichen Geschwindigkeit unterwegs ist, dann erreicht mich diese Verdunkelung, oder der Austritt aus der Verdunkelung, wenn ich weiter weg bin auf der Erde vom Jupiter als zu einer anderen Zeit, erreicht mich dementsprechend später.
Jana Und er hat dann Berechnungen angestellt und hat eine Lichtgeschwindigkeit von 214.000 Kilometer pro Sekunde berechnet. Das ist gar nicht so weit weg vom echten Wert von 300.000 Kilometern pro Sekunde. Also es war wirklich gut berechnet, gut geschlossen aus dem, was er da beobachtet hat. Und ich finde das so spannend, weil das sehr, sehr früh ist und aus so einer simplen Messaufgabe entstanden ist. Dass er festgestellt hat, ah, okay, da ist irgendwas, stimmt da nicht.
Jana Und dann drauf gekommen ist, das finde ich eben dieser erste Sprung immer auch von zum Beispiel Newton mit der Gravitation, dass man heute sagt, naja, das ist ja klar, dass die Dinge runterfallen aufgrund von Gravitation, aber du musst dich ja erst mal fragen, Warum fällt eigentlich alles nach unten? Also diese Frage wirkt ja erstmal absurd.
Jana Und ich finde es da auch, also überhaupt den Gedanken zu fassen, vielleicht hat Licht eine ähnliche Ausbreitungsgeschwindigkeit.
Evi Ja, überhaupt der Gedanke, dass Licht eine Geschwindigkeit hat, eine Geschwindigkeit, die du messen kannst. Also dass das eben so eigentlich eine physikalische Einheit auch ist. Ich glaube, den Gedanken musst du auch einmal haben. Ja, also ich kenne Ole Römer im Zuge von dem, dass er halt die Lichtgeschwindigkeit gemessen hat.
Evi Er hat ja quasi die astronomische Methode angewendet. Und es gibt ja dann eben auch die, quasi die Labormethode, dass du es ja so errechnest. Ich kann mich erinnern, das haben wir an der Uni auch mal gemacht im ersten Semester, zweites Semester bei diesem physikalischen Praktikum. Ich fand das total spannend.
Evi Mir hat das extrem gut gefallen. Also wirklich dann, also diesen Drehspiegel haben wir das gemacht. Und dann halt wirklich die Lichtgeschwindigkeit auszurechnen. Das fand ich echt spannend.
Jana Weil du es so schön selbst erfahren kannst.
Evi Ja, richtig.
Jana Diese Fundamentalität von gewissen Dingen. Ja, total. Also das ist eben auch dank der Jupiter-Monde und dass man die so gut beobachten kann, eben mit Galileus Fernrohren. Das werdet ihr auch wissen, also du hast ja bestimmt auch schon mal Jupiter durch ein Teleskop beobachtet. Die galiläischen Monde sind auffällig. Also die sind einfach, wenn die nicht gerade hinter ihm oder vor ihm stehen, sieht man die richtig gut. Immer die vier kleinen Pünktchen neben dem Jupiter.
Jana Das ist eben ein schöner Nebeneffekt, der dabei rausgekommen ist. Es hat aber natürlich einige Zeit gedauert von der Entdeckung, bis wir wirklich wussten, was das für Monde sind. Und jetzt kommen wir zu dem, was ich vorher gesagt habe, dass die Jupitermonde, unser ganzes Verständnis von Monden auf den Kopf gestellt haben.
Jana Also wirklich das erste Mal nah dran vorbei ist Voyager 1 damals gekommen bei ihrem Weg aus dem Sonnensystem raus. Die ist damals bei zum Beispiel Io vorbeigeflogen, also dem innersten Jupitermond. Und das war eine riesen Sensation, als da die Fotos zurückkamen. Weil Io, muss man wirklich sagen, schaut überhaupt nicht so aus wie der Erdmond.
Jana Und vor allem hat man mit diesen Voyager-Aufnahmen und dann später auch Forschungen, Beobachtungen, die man angestellt hat, rausgefunden. Und das war wirklich damals, glaube ich, das hatte niemand so richtig auf dem Schirm gehabt. Io ist extrem vulkanisch, also richtig Aktivität auf diesem Mond. Sie wird auch der Pizzamond bezeichnet. Ich finde, das ist eine sehr schimmelige Pizza, aber gut.
Jana Also sehr, sehr gelb. Man sieht, sie ist eigentlich sehr glatt. Die Krater, die man sieht, sind eben eigentlich vulkanische Krater, keine Einschlagskrater, was bedeutet, dass sie ihre Oberfläche also viel verändert. Es gibt Lavaströme, die über den Mond ziehen. Der Ursprung dieser Aktivität, der kommt daher, dass die vier Jupitermonde sich gegenseitig auf ihrer Bahn auch beeinflussen, weil die in diesen Resonanzen sind.
Jana Also für jede vier Umläufe, die Io macht, macht Galimet 1 und Europa 2. Und dementsprechend wird Io, also gerade Io als innerster Mond, immer wieder auch von den äußeren Monden angezogen, worauf ihre Bahn sich so ein bisschen verschiebt. Und dann sie also von Jupiter mehr oder wenig stark angezogen wird, während sie um ihn kreist, was zu diesen Gezeitenkräften führt.
Jana Also der Jupiter knetet das Innere von Io so richtig durch. Das bleibt einfach wirklich heiß. Dadurch kommt der Vulkanismus zustande und sie ist tatsächlich, und das finde ich wirklich, das macht mich auch immer ganz baff, Io ist der vulkanischste Körper im ganzen Sonnensystem. Also da muss die Erde gar nicht anfangen mit irgendein paar Vulkanchen.
Evi Ja, aber das ist eben wegen diesen Gezeitenkräften, Weil der da eben immer so durchgeknettet wird.
Jana Also da ist natürlich ordentlich was los. Auf Ios Oberfläche gibt es Seen aus geschmolzenem Schwefel. Die Vulkankrater überall. Es sind ziemlich hohe Temperaturen. Deswegen haben wir im Gegensatz zu den anderen galileischen Monden auf Io kein Wasser. Es gibt eine Atmosphäre, die besteht hauptsächlich aus Schwefeldioxid.
Jana Was ich total spannend finde, während Io ungefähr zwei Stunden im Schatten von Jupiter ist, also wenn sie hinter Jupiter sozusagen verschwindet und die Sonne nicht mehr auf sie scheint, gefriert diese Atmosphäre komplett und wird zu einer etwa ein Millimeter dicken Schicht aus gefrorenem Schwefeldioxid.
Evi Spannend, okay.
Jana Und wenn Io wieder rauskommt, verdampft das alles wieder und wird zur Atmosphäre.
Evi Okay, cool.
Jana Also muss man auch sagen, es ist nicht viel. Es ist jetzt keine Atmosphäre wie auf der Erde oder so. Aber ich finde das spannend, dass die gesamte Atmosphäre sozusagen einfriert, dann runterschneit und dann erst wieder verdampft, wenn sie wieder Richtung Sonne kommt. Ja, also Io ist auf jeden Fall ein sehr, ich finde sie ist einfach allein schon von ihrem Bild her total spannend, weil sie eben so wirklich knallgelb mit so ein bisschen rot ist und man sieht richtig, okay, da ist wirklich was los.
Jana Aber leider, finde ich ganz traurig, im Gegensatz zu allen anderen drei Monden ist sie für Juice kein Ziel. Da war ich ganz entsetzt, als ich das rausgefunden hatte. Es wird keinen Io-Vorbeiflug geben.
Evi Ja, aber genau aus den Gründen, die du gerade aufgezählt hast. Also was ich mich erinnere, ist es eben genau deswegen, dass es einfach da zu gefährlich wäre. Es ist, glaube ich, auch die Strahlung zu groß.
Jana Ja, sie ist ja nach Jupiter.
Evi Ja, eben. Also ich glaube, das wäre zu gefährlich.
Jana Ja, und sie ist auch aufgrund des fehlenden Wassers eben nicht ganz so interessant für die Forschung, die man machen möchte, nehme ich an. Nämlich wenn man zum zweiten Mond geht, also der nach Io sozusagen steht, das ist Europa. Und Europa ist ja sowieso, habe ich immer das Gefühl, der Superstar der galiläischen Monde.
Jana Denn wir haben hier natürlich einen Eismond, auch sehr glatte Oberfläche, diese starken Furchen da drauf, aber eben keine großen, vielen Einschlagskrater. Auch Europas Oberfläche verändert sich wohl andauernd. Es gibt diese ganz abgefahrene roten Bereiche auf Europa, die, wie man heute feststellen konnte, durch Mineralablagerungen zustande kommen.
Jana Und was macht Europa natürlich zum Superstar? Dass wir heute stark davon ausgehen, dass sie einen dicken Eispanzer hat und darunter einen 100 Kilometer tiefen flüssigen Wasserozean. Man sieht auf Europa durch diese Furchen, also man nimmt an, dass sich der Wasserozean tatsächlich bewegt und dass da auch wirklich warmes Wasser von unten kommt.
Jana Und auch Europa ist diesen Gezeitenkräften ausgesetzt, hat wahrscheinlich sowas wie die Black Smoker oder diese hydrothermalen Quellen, die wir auch von der Erde kennen, wo dieses heiße Wasser rauskommt. Und so bleibt der Ozean eben unten drunter flüssig. Teilweise gibt es dann auch Geysire und so.
Evi Und wir kennen das ja bei uns auf der Erde, dass eben gerade bei diesen, du hast es gerade gesagt, diese hydrothemalen, diese Quellen, die ja da eigentlich ja extreme Lebensbedingungen sind, die wir ja hier auf der Erde eben auch haben, die ja da eben bei diesen Volkans, und dass wir da ja auch Mikroorganismen haben.
Jana Genau.
Evi Also dass ihr hier auf der Erde eben auch diese, wie heißen diese Extremophilen?
Jana Extremophilen, genau. Mir fällt gerade der Name nicht ein.
Evi Ja, genau, die halt unter diesen extremen Bedingungen leben können. Und das ist ein bisschen das Vorbild. Und deswegen hat man da jetzt, ich sage es vielleicht mal, die Hoffnung.
Jana Ist man so ein bisschen excited.
Evi Ja, genau, dass es da eben in diesen, weil das eben auch so viel, so gigantisch ist, dass sich da halt in diesen Ozeanen vielleicht eben auch etwas entwickelt hat.
Jana Auf jeden Fall. Und ich finde es total spannend. Also erstens mal, wenn Europa so aufgebaut ist, wie wir annehmen, hat sie tatsächlich mehr flüssiges Wasser als die irdischen Ozeane. Man darf immer nicht vergessen, die irdischen Ozeane, das ist zwar viel von der Oberfläche von der Erde bedeckt, aber die sind nicht so tief.
Jana Wenn du einen mondweiten, 100 Kilometer tiefen Ozean hast, dann ist das sehr viel Wasser. Und eigentlich, wenn man sich es genau überlegt, hast du auf Europa in diesem Ozean richtig gute Lebensbedingungen. Erstens mal, offenbar gibt es Mineralien. Also das sind schon mal Zutaten für Leben. Wir haben flüssiges Wasser, auch sehr wichtig für Leben.
Jana Und man hat eigentlich einen perfekten Schutz vor Strahlung. Da gibt es ja diesen Eispanzer außenrum. Das heißt, man muss sich überhaupt keine Gedanken machen über Jupiters Strahlung, über kosmische Strahlung. Man braucht auch kein superstarkes Magnetfeld. Europa sitzt natürlich aber auch noch innerhalb des Magnetfelds des Jupiter.
Jana Also eigentlich beste Bedingungen. Ich versuche da immer nicht zu viel Hoffnung reinzustecken, weil wer weiß. Aber Juice und Europa Clipper von der NASA, die sind ja auch schon unterwegs. Und es geht eigentlich, soweit ich es verstanden habe, wirklich darum, vor allem bei Europa Clipper rauszufinden, wo könnte man auf Europa landen.
Jana Es gibt ja ganz tolle Ideen, dass man dann so ein Länder hat, der dann sehr heiß wird und sich durch die Eisfläche durchschmilzt, um dann eben in diesem Ozean zu tauchen. Das wäre es natürlich.
Evi Aber ich glaube, das ist fast noch Science Fiction.
Jana Das ist noch ein bisschen Science Fiction, aber man wird schon mal ein bisschen gucken zumindestens. Also jetzt mit diesen beiden Missionen.
Evi Bis 2030, 31, bis jemand Juice ankommt, Klipper auch, also dann machen die dann mal ihre, also Juice mal die Rundflüge und ich glaube, das dauert alles noch ein bisschen.
Jana So ist es, aber es ist auf jeden Fall total spannend, also dieser Ozean und das ist das, was ich meine. Leben vielleicht, gerade dieses primitive Leben, ich meine, auf der Erde kam es auch aus dem Wasser raus und wenn du diese Monde hast, die ja überall im Universum um ihre Gasriesen rumtreiben müssen, wo man ja ähnliche Zeitenkräfte auch erwarten darf, dann finde ich die Idee zu sagen, vielleicht entsteht das meiste primitive Leben zumindest auf Monden, why not?
Jana Also ist auf jeden Fall ein ganz, ganz spannendes Forschungsgebiet und ich hoffe, dass zumindest jetzt die beiden Missionen, Juice und Clipper, da mehr rausfinden können.
Evi Ja, total.
Jana Ja, dann kommen wir in die äußeren Jupitermonde. Da geht es zum Ganymed. Ganymed ist, ja, also man sieht, der hat ältere Regionen, die viele Krater aufweisen. Der ist eben nicht ganz so aktiv wie EU oder Europa. Er hat tatsächlich, was ich total spannend finde, er hat eine alte Region mit vielen Kratern, eine junge Region, wo weniger Krater sind.
Jana Und man geht davon aus, dass es da tatsächlich Plattentektonik gibt. Was, soweit ich weiß, auf allen anderen Planeten auch nicht der Fall ist. Also Venus und Mars haben keine, Merkur sowieso nicht. Und das heißt, neben der Erde ist das einer der wenigen Fälle, wo wir hier eine Plattentektonik beobachten können.
Jana Das Interessante an Ganymed ist wahrscheinlich, oder das Interessanteste an diesem Mond, dass der ein eigenes Magnetfeld hat. Das heißt, sein Kern ist wahrscheinlich noch nicht erkaltet. Wir haben einen flüssigen metallischen Kern, der sich noch bewegt, ähnlich wie auf der Erde durch diesen Dynamo-Effekt dann eben ein Dipol-Magnetfeld auslöst.
Jana Damit ist neben der Erde und Merkur, der das tatsächlich auch macht, sehr viel schwächer, aber Ganymed der einzige feste Körper im Sonnensystem. Der ein eigenes Magnetfeld hat. Er ist vor allem der einzige Mond, der ein eigenes Magnetfeld hat. Das ist zumindest mal was Besonderes.
Evi Also das ist halt schon immer im Gespräch von einem Mond. Und dann redest du eben von Plattendektonik und der Atmosphäre, Magnetfeld. Also schon erstaunlich. Auf jeden Fall. Wie gesagt, so mancher Planet das nicht einmal vorzuweisen hat.
Jana Ganz genau. Also der Mars kratzt da total ab. Muss man auch dazu sagen, Garnimit ist größer als Merkur. Also es ist der größte Mond im Sonnensystem. Unser Mond ist auf Platz 5. Das heißt, der Erdmond ist eigentlich ziemlich riesig.
Evi Vor allem im Verhältnis zur Erde.
Jana Vor allem im Verhältnis zur Erde, genau. Aber Ganymed ist wirklich ein richtiger Brocken. Der hätte auch ein eigener Planet sein können, wenn er nicht in der Jupiter-Bahn gelandet wäre. Und ja, dann kommen wir zum letzten Jupitermond, Callisto. Die wird manchmal so ein bisschen außen vor gelassen.
Evi Ach, warum denn das? Dann mache ich dir mal einen Vorschlag. Ja, dann bevor wir zu Kalisto kommen, machen wir noch eine ganz kurze Pause, damit Kalisto dann noch auf die Bühne geholt.
Jana So, also Kalisto. Darum ging es.
Evi Wie heißt das? Last but not least.
Jana Last but not least, genau. Kalisto ist ein bisschen außen vor, weil sie noch weniger als Ganymed aktiv ist. Also sie hat eine wirklich alte Oberfläche, sehr, sehr kraterreiche Oberfläche, und ist tatsächlich nach dem Saturnmond Phöbel der kraterreichste Körper im Sonnensystem. Kalisto ist ziemlich weit vom Jupiter entfernt für so einen großen Mond, fünfmal weiter als die Erde von unserem Mond.
Jana Und sie braucht eben fast 17 Tage für einen Umlauf um Jupiter. Und dadurch, dass sie eben so weit draußen sind, wirken diese Gezeitenkräfte nicht ganz so krass. Aber was das Spannende an Callisto ist, und das hat mich wirklich, da bin ich in ein kleines Rabbit Hole gefallen, es gibt Pläne von der NASA, schon aus den 80ern, 70ern, dass man auf Callisto eine bemannte Mission landen lassen könnte.
Jana Denn sie liegt außerhalb des Strahlungsgürtels vom Jupiter. Und die super Idee war, wenn du Leute auf Callisto hast, kannst du von Callisto die Roboter auf Europa fernsteuern.
Evi Ja, Moment mal, aber wie kommt denn die bemannte Mission da dorthin? Da kommen wir ja gerade nicht damit. Da kommen wir mit Aachenkrach zum Mond.
Jana Also das ist natürlich schwierig. Man sagt, man müsste natürlich die ganze Gegend da sehr gut auskundschaften. Die Pläne der NASA sagen, also ab 2045 wäre so eine Mission theoretisch denkbar. Du musst dich natürlich immer noch schützen vor Strahlung und so weiter. Es wäre wahrscheinlich irgendwie im Untergrund müsste man wohnen, weil es kein eigenes Magnetfeld gibt.
Jana Man ist aber eben außerhalb des Strahlungsgürtels vom Jupiter, was gut ist und nicht ganz so sehr beballert wird von der tödlichen Strahlung. Also ich finde es eine schöne Idee, dass man sagt, naja, wenn ich auf Europa irgendwie so ein U-Boot dann habe, was da unterwegs ist, dann muss ich das mit so einem Delay von einer Stunde operieren, weil der Jupiter so weit weg ist, dann mache ich das lieber gleich von Callisto.
Jana Also so kleine Fernsteuerbase auf Callisto, ich finde das gut.
Evi Ja, macht ja grundsätzlich Sinn, ja. Ich finde es jetzt auch, der Kuh klingt ja wieder mal, also ich habe fast schon wieder einen Science-Fiction-Film da in meinem Kopfkino laufen. Weißt du, da hat das irgendwie einen Namen oder sowas? Also kann man da irgendwie mehrere Infos googeln?
Jana Ich glaube, wenn du suchst, einfach die bemannte Callisto-Mission. Also das ist so ein Papier, da gibt es viele von der NASA, diese Machbarkeitsstudien. Und da steht natürlich drinnen, dass es erfordert, dass man im Prinzip ab jetzt alles da dran setzt, damit man dann 2045 dahin könnte. Aber es ist ein eigenes Paper, die dann glaube ich auch mit, also wie könnte man theoretisch Habitate dort bauen und wie lang.
Jana Also die gehen von einer Missionsdauer von zwei bis fünf Jahren aus mit 32 beziehungsweise, bis 123 Tagen auf Kalisto selbst. Weil es ja immer darauf ankommt, wie die Planeten zueinander stehen und wie man dann am besten reisen kann. Also das ist schon durchdacht und ich mag solche wilden Ideen ganz gerne.
Evi Ich auch. Ja, ja, also ich verstehe dich da gerade total, dass du dann dieses Rabbit Hole dann gefallen bist. Wäre mir genauso gegangen. Ich bin auch total, also du hast mich auch jetzt, also you have my attention.
Jana Sehr gut, sehr gut.
Evi Hast meine Aufmerksamkeit. Ja, also vielleicht, falls du noch irgendwie einen Link oder sowas hast, dann würde ich das noch in die Show-Notes dann packen.
Jana Den packen wir da gerne rein, genau, auf jeden Fall.
Evi Ja, ja, super spannendes Thema. Ja, bin schon voll der Fan davon.
Jana Callisto-Base, wir sind dabei, 2045. Es wird losgehen. Nein, also das wage ich zu bezweifeln, aber es ist ein interessantes Thema, weil eben... Callisto auch aufgrund ihrer sehr weit draußen liegenden Positionen sich da ein bisschen anbietet. Sie ist sehr, sehr dunkel auch. Sie ist, wenn man durchs Teleskop schaut, Callisto fehlt einem meistens, weil sie wirklich weit weg ist vom Jupiter und weil sie im Vergleich zu den anderen viel, viel dunkler ist, also viel weniger strahlt. Man kann sie sehen, aber schwierig.
Evi Taschenlampe mitnehmen.
Jana Taschenlampe mitnehmen, genau. Ja, das waren sie dann schon, die vier Galiläischen Monde. Ich bin so gespannt auf Juice. Ich kann es kaum noch abwarten, dass die da endlich ankommen. Und was da alles gefunden wird, wird bestimmt cool.
Evi Ich bin ja natürlich auch voll der Fan von Juice. Man kann übrigens, es gibt einen Link, kann ich auch in die Show Notes packen, wo man sich ansehen kann, wo Juice gerade ist, weil die macht ja total viele Fly-By-Manöver. Kommt übrigens, ich glaube jetzt Ende September noch einmal ziemlich nah an der Erde vorbei und am Mond.
Jana Um sich da Energie zu holen.
Evi Genau, macht er noch einmal so Fly-Bys und dann, glaube ich, geht es jetzt dann wirklich mal raus. Sie ist ja zuerst reingeflogen ins Sonnensystem, also hat er sogar so einen Venus-Fly-By gemacht und kam er dann nochmal auch bei der Erde vorbei. Jetzt kommt sie nochmal vorbei und dann geht es jetzt aber wirklich raus.
Jana Endlich Richtung Jupiter. Und hoffentlich gibt es den Podcast in den 2030ern noch. Und dann berichten wir darüber, was Ju so sieht.
Evi Ja, das machen wir. Also vielen Dank für das spannende Thema. Ja, gerne. Wenn ihr euch auch bei uns bedanken wollt und vielleicht, wie soll ich denn das jetzt, charmant formulieren, damit wir dann von der Ankunft von Jus bei Jupiter, beziehungsweise bei den Monden berichten können, damit wir das machen können.
Jana Damit wir dann von Callisto, damit wir dann mitreisen können.
Evi Genau, also damit Jana und ich bei dieser Mission mitmachen können und dann von Callisto berichten können. Ja, freuen wir uns natürlich sehr über eure Spenden, wenn ihr uns hier unterstützen wollt, beziehungsweise auch einfach nur Danke sagen mit einem kleinen Beitrag. Wie ihr wisst, könnt ihr das ja machen über PayPal. Da könnt ihr uns sehr gerne eine einmalige Spende zukommen lassen, wie zum Beispiel Sandra, die ja auch dazugehört.
Evi Schrieben hat, sie studiert selber und hat sich so ein bisschen entschuldigt, dass es nur ein kleiner Beitrag ist, mit dem sie uns unterstützt, aber sie möchte ihren Dank zeigen. Vielen lieben Dank, Sandra. Danke auch an Roman, Lauritz, Viktor, Christian und Hans-Michel und natürlich auch an Wolfram, der nämlich PayPal nicht nur für eine einmalige.
Evi Unterstützung nützt, sondern sich eigentlich monatlich bei uns mit einem kleinen Beitrag, der taucht immer wieder auf. Ja, weil er sich monatlich eben bei uns für das kosmische Vergnügen, wie er es nennt, bedankt. Also wir bedanken uns auch ganz herzlich bei dir, Wolfram, dass du uns hier so treu unterstützt. Und ja, eine andere Möglichkeit ist natürlich auch ein Abo abzuschließen bei Steady oder Patreon.
Evi Hier habt ihr dann auch eine werbefreie Version des Podcasts. Das hat Clemens gemacht. Er hat sich für ein, also es gibt ja verschiedene Pakete. Man ist ja da schon ab drei, vier Euro dabei. Clemens hat das gemacht. Vielen lieben Dank. Und ja, Susanne hat ein Upgrade gemacht und ist von nun an mit einem Cosmic Melange dabei. Vielen Dank auch, Susanne. Danke dir.
Evi Kurzer Hinweis noch bezüglich auch der werbefreien Version. Wir haben zwar hier jetzt im regulären Podcast Werbung laufen, wobei es jetzt keine großen Werbedeals gibt. Wir haben auch keinen Einfluss darauf, auf die einzelnen Unternehmen, die hier schalten, weil wir hier an einem größeren Server angeschlossen sind.
Evi Also wir machen da jetzt auch nicht die Deals, wir kriegen da auch nur ganz wenig eigentlich und füllt die Kaffeekasse gut. Wir können hier lediglich, also die Frage kam von einem Hörer nämlich auch, wir können nur Branchen ausschließen. Also wir können sagen, dass ja kein Glücksspiel oder Alkoholwerbung ist.
Evi Hier geschalten wird. Das können wir machen, aber ich kann jetzt kein einzelnes Unternehmen ausschließen.
Jana Ich kann jetzt nicht sagen, die nicht.
Evi Genau, da haben wir eben wenig Einfluss darauf und weil wir wenig Einfluss haben, kriegen wir auch dementsprechend wenig. Also deswegen freuen wir uns auch immer sehr über eure Spenden. Die helfen uns natürlich, diesen Podcast auch am Laufen zu lassen. Wir haben natürlich auch Kosten, die damit verbunden sind, damit wir diesen Podcast auch für euch machen können. Aber wir machen das sehr gerne. Es macht uns Spaß.
Evi Sonst wären wir ja nicht schon bei Folge 93, was ich hier wirklich voll finde.
Jana Wow, wir gehen auf die 100 zu.
Evi Ja, erreichen wir noch in diesem Jahr, kurz vor Weihnachten. Wir müssen uns noch etwas ausdenken lassen.
Jana Oh ja, Folge 100.
Evi Genau. Oder falls ihr Ideen habt, was wollt ihr in Folge 100 hören, dann könnt ihr uns natürlich auch gerne schreiben. Gerne eine E-Mail an kontakt.kosmiklatte.at. Ihr könnt natürlich auch Kommentare hinterlassen auf kosmiklatte.at, uns auf Instagram kontaktieren oder auf Spotify. Da kann man ja auch Kommentare hinterlassen.
Evi Und ja, ganz wichtig natürlich, wenn euch der Podcast gefällt, hinterlasst fünf Sterne, empfiehlt uns Freunden und Familien und Bekannten, damit die uns auch hören, damit wir schön weiter wachsen können und dass der Podcast noch ganz lange erhalten bleibt.
Jana Und damit die Kalisto-Mission mehr Aufmerksamkeit bekommt und alle da hin wollen.
Evi Ja, ja.
Jana Das ist das Wichtigste.
Evi Also vielen lieben Dank und ja, dann bis zum nächsten Mal.
Jana Bis zum nächsten Mal. Bis dann. Ciao, ciao.
Evi Tschüss.
Jana Okay, ja, das war jetzt noch halbwegs in der Zeit, glaube ich.
Evi Also ja.
Jana Ja, 45 Minuten. Es ist wirklich so wild, man muss sich echt immer daran erinnern, dass man es immer noch einmal kürzer machen muss, als man denkt.