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Shownotes
Und: Was ist eigentlich wichtig?
DK151: Pseudowissenschaft, Weltall und Wissenschaftskommunikation
Und: Was ist eigentlich wichtig?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung, jeden zweiten Montag.
In Folge 151 machen wir noch einmal kurz Pause, zu hören gibt es aber trotzdem was. Und zwar eine Folge des Podcasts “Was wichtig ist” in dem Anna Wallner mit Florian über Wissenschaftskommunikation, Klima, Weltall, Geschlechterunterschiede in der Wissenschaft und andere Themen spricht.
Wer den Podcast unterstützen will, kann das gerne tun: steadyhq.com/de/dasklima und paypal.me/florianfreistetter.
Ins Weltall reisen mit Florian Freistetter von „Sternengeschichten“
In der Folge Ins Weltall reisen mit Florian Freistetter von „Sternengeschichten“ (diepresse.com/19998752/ins-weltall-reisen-mit-…) des Podcasts “Was wichtig ist” der Presse hat Anna Wallner mit Florian über alle möglichen Themen gesprochen. Es geht um die Faszination am Weltall und an Wissenschaft allgemein und die Frage, wie man so etwas vermitteln kann. Es geht ums Klima, um Pseudowissenschaft und das Einschlafen mit Podcasts. Es geht um die Frage, warum mehr Männer Podcasts hören als Frauen und noch viel mehr.
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Tickets für die Sternengeschichten Live Tour 2025 von Florian gibt es unter sternengeschichten.live.
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Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: sternengeschichten.podigee.io oder bei Spotify (open.spotify.com/show/0ikLkbZTH9yjuwetyBheXX) - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast (sciencebusterspodcast.podigee.io) und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast (wrint.de/category/wissenschaft) zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt (open.spotify.com/show/0KKB14qE9h2NVWCW8vCt2z)). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum” (dasuniversum.podigee.io).
Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken (th-koeln.de/personen/claudia.frick) und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” (forschungsstrom.tv) ab und an über Wissenschaft.
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Florian Hier ist das Klima, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung jeden zweiten Montag mit mir, Florian Freistädter, und auch mit Claudia Frick. Aber so wie in der letzten Folge ist Claudia Frick diesmal nicht dabei und ich bin auch nur ganz kurz dabei.
Florian Denn in der letzten Folge haben wir ja unser großes Sommerprojekt beendet. Wir haben den zweiten österreichischen Sachstandsbericht zur Klimakrise komplett durchbesprochen, Kapitel für Kapitel. Acht Kapitel waren das und wir haben davor und danach noch eine Spezialfolge gemacht, wo wir mit den Leuten gesprochen haben, die für diesen Bericht verantwortlich waren.
Florian In der letzten Folge habe ich mit Margret Keiler und Daniel Huppmann gesprochen. Zwei der vier Co-Vorsitzenden des Sachstandsberichts und habe ein bisschen über das geredet mit ihnen, was man so tun muss, wenn man einen Bericht erstellt, dieser Art, was die wichtigsten Aussagen sind. Wir haben über ein paar interessante Grafiken gesprochen und so weiter.
Florian Und bevor wir jetzt wieder den normalen Betrieb aufnehmen, müssen wir noch unseren normalen Rhythmus wiederfinden. Das heißt, wir müssen wieder vom wöchentlichen Rhythmus auf den zweiwöchigen Rhythmus wechseln und dafür müssen wir jetzt hier eine Folge dazwischen schieben, damit dann wieder alles funktioniert.
Florian Das heißt, auch diese Folge ist noch eine Art Spezialfolge. Wir werden ab der nächsten Folge dann wieder das machen, was wir immer gemacht haben, nämlich uns interessante Forschung aus dem Bereich der Klimawissenschaft suchen und darüber sprechen. Dann wird auch Claudia wieder mit dabei sein. Und diesmal gibt es einen anderen Podcast, nämlich einen Podcast der österreichischen Zeitung Die Presse.
Florian Die hat in ihrem Nachrichten-Podcast im Sommer immer wieder mal Gäste eingeladen, um über alles Mögliche zu sprechen. Und einer der Gäste war ich. Und in diesem Gespräch mit der Presse haben wir über alle möglichen Sachen gesprochen, aber auch über Dinge, die für diesen Podcast relevant sind. Wir haben über Wissenschaftskommunikation gesprochen.
Florian Wir haben auch ganz ein bisschen über Klima gesprochen. Wir haben darüber gesprochen, warum Frauen weniger Wissenschaftspodcasts hören als Männer und noch ein paar andere Dinge. Diesen Podcast werde ich jetzt hier jetzt gleich hinten dranhängen. Das könnt ihr euch anhören. Es war ein interessantes Gespräch und ich freue mich dann schon, wenn es in der nächsten Folge wieder weitergeht mit Klimawissenschaft und Claudia, mir und wenn ihr auch mit dabei seid, dann freuen wir uns ganz besonders.
Florian Also bis in zwei Wochen, bis zur nächsten Folge von Das Klima und jetzt viel interessantes Vergnügen mit dem Podcast, was wirklich wichtig ist, der Presse mit mir im Gespräch.
Presse Podcast Florian, die Sterne und das All, der Weltraum, was ist das mit dieser Faszination dafür? Ich glaube, der Grund für die Faszination, die das Weltall und alles das im Weltall ausübt, ist gerade die Tatsache, dass es so weit weg von uns ist. Weil das ist etwas, das haben wir im Alltag nicht. Und ab und zu ist es ganz gut, wenn wir uns mit Dingen beschäftigen, die nichts mit unserem Alltag zu tun haben. Okay, das ist eine gute Erklärung.
Presse Podcast Florian Freistetter ist heute bei mir. Hallo, schön, dass du da bist. Hallo. Ich bin Anna Wallner, eine der Hosts von Was Wichtig ist. Und in diesem Sommer laden wir an jedem Freitag andere PodcasterInnen zu uns ein und fragen sie, was ihnen wichtig ist. Und diesmal ist das eben Florian Freistetter, Astronom, Wissenschaftsblogger und Gründer und Host. Das, glaube ich, werden wir gleich analysieren.
Presse Podcast Ältesten und vermutlich ersten Podcasts Österreichs. Und seit 2015 gehört er auch zu den Sciencebusters. Hallo. Hallo. Ja, ist das richtig? Der Älteste? 2012 gestartet. Es ist auf jeden Fall ein alter Podcast. Das kann man sagen. Ob es der Älteste ist, weiß ich nicht. Ich weiß auch gar nicht, ob es da entsprechende Statistiken gibt. Ich glaube, es gab davor irgendwie von Ö3 oder sowas irgendwas.
Presse Podcast Irgendwer hat, glaube ich, sicherlich vorher schon was gemacht. Wird mich erraschen, wenn es der Älteste wäre. Aber er ist auf jeden Fall alt und vermutlich älter als die meisten, die jetzt noch aktiv sind. Ja, das ist aber auch nicht der Einzige. Ich weiß nicht, ob ich richtig gezählt habe, aber du machst derzeit vier Podcasts pro Woche.
Presse Podcast Kann das sein? Es sind drei Podcasts, die erscheinen, die laufend erscheinen. Und bei diversen anderen Podcasts bin ich noch auf die ein oder andere Art mit dabei. Aber die Podcasts, die ich selbst produziere, das sind eben die Sterling-Geschichten seit 2012, dann Das Universum seit 2020 gemeinsam mit meinen Kolleginnen Ruth Krützbauch und Eva Freistetter und dann seit 2021 den Podcast Das Klima gemeinsam mit Claudia Frick und das ist das Thema.
Presse Podcast Die laufen seit den jeweiligen Jahren durch, mal wöchentlich, mal zweiwöchentlich. Und dann bin ich bei diversen anderen Podcasts dabei, beim Science Buster Podcast, bei Frind Wissenschaft von Holger Klein und diversen anderen auch noch. Aber das sind Podcasts, die produziere ich nicht selbst, da bin ich quasi nur ein regelmäßiger Gast.
Presse Podcast Okay, verstehe. Trotzdem muss man sagen, das ist schon sehr Podcast-Nerd-Level, Next Level, so quasi so viele eigene zu machen und auch woanders mitzutun. Und schon erwähnt, am erfolgreichsten sind die Sternengeschichten. Ein bisschen war meine Idee auch für diese Sommerreihe. Wir haben ja jetzt seit einigen Jahren, eineinhalb Jahren ungefähr, auch eine eigene ÖAK-Liste, wo die Zugriffe oder die Downloads der Podcasts abrufbar sind.
Presse Podcast Und da sieht man, die Sternengeschichten sind gleich nach den Geschichten aus der Geschichte. Richard Hemmer war schon zu Gast. Gehören zu einem der erfolgreichsten oder es ist einer der erfolgreichsten Podcasts des Landes. Am 30. November 2012 ist es losgegangen. Seither sind fast 13 Jahre vergangen und eben jede Woche ist eine Folge erschienen.
Presse Podcast Mich interessiert, wie kam das damals überhaupt zustande? Wie ist die Idee zu diesem Podcast entstanden? Die eigentliche Antwort ist, der Podcast ist aus meiner Unfähigkeit entstanden, wenn man so will. Also ich habe mich davor schon immer mit Wissenschaftskommunikation beschäftigt, habe angefangen ganz klassisch und Vorträge gehalten, so an der Universität, wie ich noch an den Unis gearbeitet habe, öffentliche Vorträge und solche Sachen und irgendwann dann auch angefangen, so um 2008 rum, Internet-Blog zu schreiben über Astronomie. Das war damals modern.
Presse Podcast Heute macht man das nicht mehr so. Also es gibt schon noch Blogs, aber heute heißen sie Newsletter und man kriegt sie per E-Mail. Aber im Wesentlichen ist es dasselbe wie damals. Aber damals waren Blogs wirklich enorm populär und ich habe gedacht, dann erzähle ich halt was über Astronomie und schaue, ob es mich interessiert hat. Das hat die Leute sehr interessiert.
Presse Podcast Das ist auch viele Jahre sehr erfolgreich gelaufen und ich habe irgendwann Lust bekommen, auch andere Medien auszuprobieren und habe mir gedacht, Videos, so 2012 rum, das war gerade so der erste Höhepunkt, YouTube und alles, da war das sehr, sehr modern und populär, aber ich dachte, mache ich Videos und habe dann festgestellt, dass ich nicht gut darin bin, Videos zu machen, dass die Technik mich ein bisschen überfordert hat, beziehungsweise, dass ich die Videos nicht so machen konnte, wie ich sie gern gehabt hätte.
Presse Podcast Ich habe dann, glaube ich, drei Stück gemacht und dann habe ich es bleiben lassen und habe gedacht, okay, naja, dann schaue ich mal, wie das mit den Podcasten ist, weil Podcasts habe ich damals auch schon gehört und kannte einige Podcaster. Podcasterinnen und habe gedacht, dann probiere ich das mal, da ist weniger Technik involviert, vielleicht geht das einfacher und dann habe ich halt angefangen und hat sich herausgestellt, es ist auch nicht so einfach, wie man sich es vielleicht vorstellt, aber Es hat funktioniert und seitdem mache ich das. Und habe festgestellt, dass es wirklich ein hervorragendes Medium für die Wissenschaftskommunikation ist.
Presse Podcast Heute sind ja schon über 660 Folgen erschienen. Wie wählst du deine Themen aus? Ich glaube, was man noch dazu sagen muss für alle Menschen, die die Sternengeschichten nicht regelmäßig hören, was vielleicht speziell ist, du erzählst zu einem Thema, sehr angenehm, mit einer angenehmen Stimme. Und es ist aber relativ kompakt. Also es ist zum Beispiel ganz anders als Geschichten aus der Geschichte.
Presse Podcast Ich habe nach ein bisschen versucht, im Überblick, glaube ich, keine Folge länger als 17 Minuten, aber im Schnitt würde ich sagen 10, 11 Minuten. Und wie wählst du deine Themen aus? Ja, also dieses Format, das war auch absichtlich so gedacht. Also ich wollte wirklich so Geschichten erzählen und ich habe sie allein erzählt und erzähle sie immer noch allein.
Presse Podcast Also es ist kein Gesprächspodcast und wenn man alleine ins Mikrofon redet. Dann muss man schon wirklich sehr, sehr, sehr spannende Sachen erzählen, dass einem die Leute wirklich lang genug zuhören. Also es gibt nichts Langweiligeres als einen langen Monolog. Und darum war von Anfang an klar, wenn ich diesen Podcast mache, dann sollte das so 10, maximal 15 Minuten dauern, weil länger kann ich es den Leuten nicht zumuten, sich diesen Monolog anzuhören.
Presse Podcast Und ja, demnach wähle ich auch die Themen aus. Also es müssen Geschichten sein, die erstens in dieser Zeit abgeschlossen werden können. Also es muss wirklich eine Geschichte sein, nicht einfach nur ein Fakt oder Faktoid oder sonst irgendwas. Ich vermeide auch da, wo es geht, so Fortsetzungsgeschichten, dass ich sage, ja und den Rest hören wir uns dann in der nächsten Folge an.
Presse Podcast Also wirklich jede Folge sollte ein Thema haben, das klein genug ist, um in 10 bis 15 Minuten erzählt werden zu können, aber halt gleichzeitig muss es trotzdem in der Zeit auch verständlich genug gemacht werden, weil jede Geschichte ja auch einen Kontext braucht, dass man es verstehen kann. Und insofern mache ich halt keine so großen Themen.
Presse Podcast Also es gibt jetzt keine Folge irgendwie das Sonnensystem oder die Milchstraße. Obwohl es gibt wahrscheinlich sogar eine Folge, die heißt die Milchstraße. Aber ich probiere das wirklich so klein zu halten. Also ich habe zum Beispiel eine Folge über die geologische Geschichte des Mars oder eine Folge über die Monde des Mars.
Presse Podcast Aber eine Folge, die der Mars heißt zum Beispiel, gibt es noch nicht. Und ich probiere auch nicht jetzt rein nur so einen Astronomiegrundkurs da zu machen, weil es sollen ja Geschichten sein. Das heißt, es sind nicht irgendwie so hier Stern 1, Stern 2, Stern 3 und dann mache ich das durch. Sondern es geht auch ganz viel um verwandte Wissenschaften.
Presse Podcast Es kommt wirklich auch sehr, sehr viel, um jetzt nochmal auf die Geschichten aus der Geschichte zurückzukommen. Es kommt auch sehr viel aus der Geschichte raus, weil Geschichte ist wichtig, wenn man Dinge vermitteln will. Also ich habe auch immer sehr viel Wissenschaftshistorisches mit dabei. Also es ist so ein bunter Mix.
Presse Podcast Und mir fällt auf, deine Titel auch, die werden immer kreativer. Also eine der letzten Folgen heißt Ravioli im Weltall, der Saturnmondplan. Hat sich das verändert? Also die Art, wie du... Die Geschichten erzählst, das ist jetzt eben 13 Jahre her, wie du sie auswählst und auch wie du sie vorbereitest.
Presse Podcast Oder ist das immer ein Gleiches? Also am Arbeitsablauf hat sich jetzt nicht so viel geändert. Also ich mache das immer noch so, wie ich es bei Folge 1 gemacht habe. Ich suche mir ein Thema aus, dann schreibe ich mir das auf. Wort für Wort oder nach Stichworten? Nein, nein, ich schreibe das schon als Text auf.
Presse Podcast Einerseits, dass ich dann eben auch einen Text habe, den ich zum Podcast dazu veröffentlichen kann, weil das ist ja auch nochmal schön, wenn man den kompletten Podcast transkribiert bekommt und ich das auch für mich als Referenz habe. Also ich schreibe das wirklich komplett auf. Ich lese das dann nicht eins zu eins ab. Ich variiere es ein bisschen, aber ich bleibe schon nah am Text.
Presse Podcast Also das hat sich nicht geändert am Arbeitsablauf. Was sich geändert hat, ist meine Fähigkeit, ins Mikrofon zu sprechen. Also natürlich, wenn man sowas jahrelang macht, dann lernt man auch ein bisschen. Wie man spricht, dass es dann irgendwie auch halbwegs gut klingt für die Leute. Also wenn sich die Leute irgendwie so die ersten 100 Folgen anhören und die letzten 100 Folgen anhören, werden sie vermutlich feststellen, dass sich an der Stimme was geändert hat.
Presse Podcast An der Technik natürlich auch. Also in 13 Jahren ändert sich ganz viel an Technik. Also da ist auch viel passiert. Aber ansonsten, nein, der Arbeitsablauf ist im Wesentlichen gleich geblieben. Du erreichst ungefähr 1 Million bis 1,2 Millionen Downloads pro Monat. Findest du das eigentlich viel oder wenig?
Presse Podcast Ja, es kommt darauf an, wie man es jetzt definiert. Also wenn ich jetzt irgendwelche amerikanischen Top-Podcasts anschaue, dann ist es natürlich wenig. Wenn ich mir anschaue, was so ansonsten Wissenschaftspodcasts für Downloads haben, dann ist es sehr viel, eine Million zu haben. Also ich finde, ich muss mich jetzt da nicht schämen dafür, dass ich mit Geschichten über Astronomie und Geschichten über Wissenschaft regelmäßig eine Million Downloads im Monat zusammenbringe.
Presse Podcast Was Interessantes, du hast deutlich mehr Hörer aus Deutschland. Das ist bei Geschichten aus der Geschichte übrigens auch so, um die noch ein letztes Mal zu erwähnen. Also das heißt, der Anteil an österreichischen HörerInnen liegt ungefähr bei 8 Prozent. Das ist auch übrigens beim Klimapodcast so. Hast du eine Erklärung, woran das liegt? Ja, das braucht man gar nicht großartig erklären.
Presse Podcast Es liegt daran, dass Deutschland ungefähr zehnmal mehr EinwohnerInnen hat als Österreich. und die Themen, die ich mache und bespreche, sei es im Klimapodcast oder bei Das Universum oder in den Sternengeschichten, die haben ja nichts mit Österreich zu tun. Das ist ja nur Zufall, dass ich als Österreicher diese Podcasts mache, aber ansonsten sind die Themen für Leute, die Deutsch verstehen, interessant.
Presse Podcast Und wenn es halt in Deutschland zehnmal mehr Menschen gibt, die Deutsch verstehen als in Österreich, dann ist es nicht verwunderlich, wenn zehnmal mehr Menschen in Deutschland sich den Podcast anhören als in Österreich. Also insofern bin ich recht froh darüber, dass das so ist, weil das heißt, dass ich eben mit meinem Podcast den deutschsprachigen Raum recht gut abdecke und erreiche. Und das freut mich eigentlich.
Presse Podcast Lust auf eine kurze Pause? Wie wäre es denn mit einem kleinen Rätsel? In unserem digitalen Rätselbereich warten täglich vier neue Herausforderungen auf euch. Quadruppel und Wortklapperei für die Sprachspieler, Adukone und Sudoku für die logischen Denker. Probiert es aus in der Presse-App und auf diepresse.com. Und jetzt geht es weiter mit der heutigen Podcast-Folge.
Presse Podcast Ich möchte jetzt mal ganz kurz zu deiner Person kommen. Du bist, wie ich schon gesagt habe, Astronom, Blogger, Autor, du hast auch schon ein Buch geschrieben, Podcaster, hast an der Uni Wien Astronomie studiert. Worum ging es eigentlich in deiner Dissertation? Meine Doktorarbeit habe ich geschrieben über erdnahe Asteroiden und eine neue Methode, wie man deren Dynamik untersuchen kann und deren Kollisionswahrscheinlichkeiten mit den inneren Planeten inklusive der Erde abschätzen kann. Okay.
Presse Podcast Nicht schlecht. Wann ist die erschienen? Oh, die musste 2004, glaube ich, habe ich mit einem Doktor gemacht. Ja, 2004 musste es gewesen sein. Und wann hast du gemerkt, dass du eher in die Wissenschaftsvermittlung neigst, als in der Forschung zu bleiben oder in der Lehre zu bleiben? Ja, das hat sich so schleichend entwickelt. Also ich habe es immer schon interessant gefunden oder schön gefunden, andere Menschen zu erzählen von dem, was ich mache.
Presse Podcast Weil es macht ja keinen Sinn, wenn man irgendwas rausfindet und dann sagt man es niemandem. Also das Wissen zu vermitteln, hat mich immer schon interessiert und ich habe da natürlich eine klassische Wissenschaftlerlaufbahn angestrebt und auch gemacht. Ich habe noch meinem Doktorat zuerst nochmal eine Zeit lang in Wien gearbeitet als Wissenschaftler, dann bin ich nach Deutschland gegangen, an die Uni Jena, habe da noch als Wissenschaftler gearbeitet und dann war ich noch zwei Jahre an der Uni Heidelberg und habe da auch noch gearbeitet und geforscht, aber währenddessen immer mich auch mit Wissenschaftsvermittlung beschäftigt und immer mehr beschäftigt und habe gemerkt, okay, das macht Spaß und das funktioniert.
Presse Podcast Und es ist wichtig und war jetzt aber nicht unbedingt so, dass ich gesagt habe, ich mache das jetzt Vollzeit und lasse die Forschung Forschung sein, sondern das hat sich aus der Realität des Alltags an den Unis ergeben, weil es ist ja nicht so. Dass man da so einfach seine Jobs bekommt an den Unis. Man bekommt fast ausschließlich befristete Verträge.
Presse Podcast Irgendwie so eine Professur zu bekommen, das ist quasi fast unmöglich, will ich nicht sagen. Aber es ist nicht einfach. Man muss ständig Projektanträge schreiben. Von den Projektanträgen, was so wenig Fördergelder gibt, werden irgendwie drei Viertel bis 90 Prozent abgelehnt. Das heißt, man muss da irgendwie fünf Anträge schreiben. Dann kriegt man vielleicht einen durch. Dann hat man wieder einen Job für zwei Jahre.
Presse Podcast Und meistens dann vielleicht an einer anderen Uni in einem anderen Land. Und wenn man Glück hat, ist das andere Land auf dem selben Kontinent wie vorher. Also das ist eh alles ganz aufregend und lustig eine Zeit lang. Aber irgendwann ist es nervig und irgendwann habe ich halt dann gemerkt okay, Jetzt ist schon wieder ein Projekt abgelehnt worden, aber meine Blog-Arbeit.
Presse Podcast In dem Fall war das, meine Schreibarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, die funktioniert ganz gut und jetzt schaue ich mal, ich mache jetzt keinen neuen Antrag, sondern ich schaue, wie weit ich komme, wenn ich jetzt quasi mich voll auf das, in dem Fall damals Schreiben über Wissenschaft konzentriere und so hat es angefangen.
Presse Podcast Ja und gerade so Dinge oder Podcasts und Blogs, wie du sie betreibst und auch andere zeigen ja, wie groß die Nachfrage ist danach und dass sie sogar steigt. Also dass Menschen sich offenbar sehr für vermeintlich trockene oder sperrige Themengebiete wie Geschichte, wie Astronomie, wie Klima interessieren.
Presse Podcast Ja, definitiv. Also das habe ich auch nie geglaubt, dass Leute sich nicht dafür interessieren. Auch wenn mir das immer wieder mal gesagt worden ist, ja Wissenschaft, das können wir da nicht bringen, den Artikel können wir da nicht veröffentlichen, die Sendung können wir da nicht machen, weil das interessiert zu weniger, das ist zu kompliziert, habe ich nie geglaubt.
Presse Podcast Also meiner Erfahrung nach ist es so, dass die meisten Menschen halt einfach noch nicht wissen, dass sie sich für Wissenschaft interessieren, weil wenn man sich das in Wahrheit anschaut, ist Wissenschaft das, was unser Leben prägt. Wissenschaft spielt überall eine Rolle. Das wissen wir nicht erst seit der Corona-Pandemie, wie wichtig Wissenschaft ist.
Presse Podcast Und Wissenschaft spielt überall eine Rolle im Alltag und ist wichtig. Und darüber hinaus ist Wissenschaft auch schlicht und einfach interessant. Wissenschaft ist der Weg, wie wir die Welt verstehen. Und jetzt das Wissen über den Urknall, das Wissen über eine Galaxie, über ein schwarzes Loch, mit dem können wir im Alltag vielleicht nichts anfangen.
Presse Podcast Aber wir können im Alltag auch nichts mit der Mona Lisa anfangen oder mit irgendeinem Buch von Goethe. Das erfreut uns einfach und genauso ist die Wissenschaft geeignet zu erfreuen. Und wenn man das auf die richtige Weise vermittelt, dann. Kaum Menschen, die da nicht auf die eine oder andere Art damit anzusprechen sind.
Presse Podcast Und das habe ich in meiner Karriere immer und immer wieder erlebt, egal was ich gemacht habe. Ich schreibe seit fast zehn Jahren eine Kolumne über Mathematik bei Spektrum der Wissenschaften. Das habe ich auch lange probiert, das irgendwo durchzusetzen. Haben alle gesagt, nein, Kolumne über Mathematik geht nicht.
Presse Podcast Und über mathematische Formeln noch dazu. Aber Spektrum hat gesagt, probieren wir es mal und jetzt läuft es ja zehn Jahre sehr erfolgreich. Also wenn man es richtig macht, dann ist Wissenschaft faszinierend faszinierend und dann muss man sich wirklich schon sehr blöd anstellen, dass man kein Publikum findet.
Presse Podcast Weißt du auswendig, welche Folge von Sternengeschichten die absolute Highlight-Folge, also die mit den meisten abrufen war? Auswendig weiß ich es nicht, aber ich gehe davon aus, dass es Folge Nummer 1 ist. Es ist meistens so, dass die Folge 1, die heißt auch, glaube ich, Was ist ein Stern? Also die wird meistens am häufigsten abgerufen. Und dann sind es vermutlich die Folgen, die so klassische Fragen sind.
Presse Podcast Also wie gesagt, Was ist ein Stern? Was Leute bei Google eintippen? Und dann kommt halt der Podcast zum Beispiel raus. Aber ansonsten gibt es, glaube ich, keine dramatischen Ausreißer, wenn dann werden es so klassische Themen, Alien, schwarze Löcher und sowas sein. Also was halt Leute, die... Alien gehen sicher immer gut.
Presse Podcast Was sagst du dazu, dass es immer wieder Menschen gibt, die allerdings auch sagen, dass sie Podcasts wie deinen gern zum Einschlafen hören? Ja, das ist das größte Lob, was man eigentlich bekommen kann. Das erkläre ich auch immer gerne, wenn ich Vorträge über Wissenschaftskommunikation oder Workshops zum Podcasten halte, dass es wirklich kaum ein besseres Lob gibt, wenn Leute das zum Einschlafen hören, weil Podcast ist wirklich ein sehr intimes Medium.
Presse Podcast Man hat die Menschen direkt im Kopf, also man hat die Stimme direkt im Kopf, man hat auch kein Bild dazu, man macht sich das Bild selbst und wie gesagt, man ist direkt bei den Menschen drinnen und... Es gibt vermutlich in den meisten Fällen keinen intimeren Ort im Haus als das Schlafzimmer und das eigene Bett.
Presse Podcast Und wenn man so eine Beziehung zu einem Podcast oder zu den Menschen, die den Podcast machen, aufgebaut hat, dass man diese Menschen virtuell ins eigene Bett mitnimmt und dann noch sie begleiten lässt, den Prozess des Einschlafens, was ja auch was sehr Intimes ist, dann ist das wirklich ein sehr, sehr großes Lob und ein Zeichen dafür, für wie intensiv die Bindung sein kann zwischen dem Medium und dem Publikum, was ja insbesondere für die Wissenschaftskommunikation enorm wichtig ist, weil da muss man ja irgendwie an den Vorurteilen der Menschen vorbei und das kann man halt durch so eine persönliche Bindung wunderbar erreichen.
Presse Podcast Die meisten Menschen, die die Podcast zum Einschlafen hören, das sagen mir die Leute auch, die sagen mir zuerst, sie hören es zum Einschlafen und dann sagen sie mir natürlich, dass sie die Folgen dann am nächsten Tag nochmal ein zweites Mal anhören, weil sie auch wissen wollen, wie es ausgeht. Weißt du mehr darüber, wer deine Hörerinnen und Hörer sind vor allem?
Presse Podcast Ja, das Problem ist, also sicher Statistiken gibt es halt nur sehr bedingt, weil da müsste man wirklich, keine Ahnung, exklusiv bei irgendeinem Anbieter sein, wo man sich anmelden muss mit Geburtsdatum und Geschlecht und so weiter. Solche Anbieter gibt es, aber mein Podcast, den kann man überall hören, den muss man nicht auf irgendwelchen exklusiven Plattformen hören.
Presse Podcast Also insofern habe ich nur sehr sporadische Daten. Ich sehe es ein bisschen aus den Zuschriften, die ich bekomme. Ich sehe es ein bisschen von den Leuten, die im Publikum sind, wenn ich Live-Shows zu den Podcasts mache. Also da ist es tendenziell quer durch. Also da sitzen Leute drin, die sind in Pension. Da sitzen Leute drin, die sind in der Volksschule.
Presse Podcast Und dazwischen halt so die klassischen jungen Erwachsenen und ältere Erwachsene tendenziell mit einem Pension. Überhang in Richtung männlich wahrscheinlich, was bei den Themen bei Wissenschaft und Podcasts aus verschiedensten Gründen immer noch so ist. Aber im Großen und Ganzen sind es eigentlich alle Menschen, die den Podcast hören können.
Presse Podcast Und ich habe auch schon, wie gesagt, von 6- bis 90-Jährigen alles gehabt an Hörerschaft in dem Publikum. Du sagst es jetzt so schnell, hast es jetzt so ein bisschen weggeredet, was mit dem männlichen Überhang aus verschiedenen Gründen ist. Welche Gründe sind, ich meine, viele sind naheliegend, aber welche Gründe sind das deiner Meinung nach?
Presse Podcast Naja, da müsste man jetzt wirklich einen ganz anderen Podcast machen über den Zustand der Welt und die Entwicklung der Welt der letzten Jahrhunderte. Also wir wissen, dass die Welt immer noch durch patriarchisch geprägt ist, dass es Frauen immer noch schwer gemacht wird, sich mit Naturwissenschaft zu beschäftigen.
Presse Podcast Das habe ich auch immer wieder mal Folgen in meinen ständigen Geschichten, wo ich genau über Frauen erzähle, die halt in der Wissenschaft was zusammengebracht haben. trotz der ganzen Widerstände. Und ja, es ist heute rein formal leichter, dass Frauen naturwissenschaftliche Themen machen. Aber in der Praxis ist es immer noch schwieriger. Ich kann vielleicht ein Beispiel aus meinem eigenen Leben machen.
Presse Podcast Meine Frau, die hat nach der Schule ganz klassisch Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft studiert, hat sich aber immer davor auch schon für Mathematik und Astronomie interessiert, aber sich das nicht getraut, weil sie auch niemanden gehabt hat, der gesagt hat, ja, Mann, wenn ich es interessiert, mach es doch.
Presse Podcast Du bist jetzt nicht so schlecht in Mathe und Physik, mach es doch. Aber die Welt war halt eine, wo niemand da war, der ihr gesagt hätte, ja, du kannst das auch machen. Es gab keine großen Vorbilder. Wenn man Wissenschaftler in den Medien sieht, sind es eben Wissenschaftler. Also die weiblichen Vorbilder fehlen auch. Und dann kommt man halt gar nicht auf die Idee, dass man sowas könnte.
Presse Podcast Bei mir war es, ich habe mich interessiert, dass ich mache das fertig und habe es gemacht. Obwohl ich schlecht war in Mathematik in der Schule. Bei mir hat es halt keiner ausgeredet und meiner Frau hat es keiner eingeredet. Und erst später, so mit Ende 30, hat sie dann gemeint, sie macht es jetzt doch und festgestellt, sie kann das tatsächlich sehr gut und sie ist jetzt fast fertig mit dem Studium.
Presse Podcast Und das läuft wirklich wunderbar. Sie hat auch ihren eigenen Podcast über Astronomie mittlerweile gestartet. Auch ein, muss ich empfehlen, sonst kriege ich Schimpfe zu Hause, Kosmik Latte heißt der Podcast. Wie nochmal, so richtig, Kosmik Latte. Kosmik Latte, ja. Aber das ist tatsächlich einer der Gründe, glaube ich, dass auch trotz der vielen Dinge, die erreicht worden sind, Es immer noch so ein bisschen an gesamtgesellschaftlicher Unterstützung fehlt, dass Frauen im gleichen Maße sich mit Wissenschaft beschäftigen können und wollen und die Möglichkeit haben, wie es für Männer ja immer schon komplett normal war.
Presse Podcast Und wenn man sich nicht damit beschäftigt und nie auf die Idee kommt, mit dem könnte ich mich beschäftigen, weil einem die Gesellschaft halt ständig sagt, ja das ist nichts für dich, dann tut man es auch nicht. Wobei das ja schon interessant ist, muss ich kurz unterbrechen, beim Podcast ist es ja eben...
Presse Podcast Absolut freiwillig. Kein Mensch zwingt dich dazu, Podcasts zu hören, außer vielleicht die Geschichtelehrerin oder Physiklehrer, der sagt, hört sich das mal an, weil das sicher heutzutage auch in der Lehre ja wahrscheinlich immer wieder auch als Tipp gegeben wird. Aber das heißt, wir schauen ja da schon auf einen Fall, wo sich offenbar immer noch mehr Männer dazu entscheiden, solche Podcasts anzuklicken, statt anderen als Frauen.
Presse Podcast Ja, weil wahrscheinlich die Welt müsste jetzt, da bin ich jetzt Astronom, vielleicht finde ich der falsche Ansprechpartner, aber wenn man von klein auf gesagt bekommt, hier spielen mit der Puppe jetzt mal ganz plakativ gesagt und spielen nicht mit dem Chemiebaukasten und in der Schule gesagt bekommt, ja, hier mach das nicht, Mathematik, das ist eher was für, das ist nichts für dich als Mädchen, studier was Gescheites, mach irgendwie hier Theaterwissenschaften oder irgendwas Soziales, also sowas wird ja wirklich gesagt, auch heute noch, dann verbringt man ein Leben damit und kommt gar nicht auf die Idee, dass man sich als Frau auch für Wissenschaft interessieren könnte.
Presse Podcast Und wenn man dann halt seine Podcast-App hat, dann sucht man halt nicht hervorragend nach Podcasts über Wissenschaft, sondern schaut sie das an oder hört sie das an, wo man denkt, das ist das für mich. Daweil ist gerade das All, finde ich, und die Sterne sind schon etwas, wofür sich oft Frauen noch sehr interessieren.
Presse Podcast Also ich kenne auch viele, die das Thema total lieben. Nein, nein, selbstverständlich. Mehr als vielleicht Mathematik. Das würde ich auch nicht so sagen. Ich kenne sehr, sehr viele Mathematikerinnen. Ich kenne sehr, sehr viele Astronominnen. Also das ist nicht so, dass das die Menschen nicht interessiert.
Presse Podcast Wie gesagt, die Dinge ändern sich ja auch. Die Welt wird ja besser. Es sind jetzt, glaube ich, so gerade, was die StudienanfängerInnen angeht, fast 50-50. Aber wenn wir irgendwann kommen, wenn man es dann weiter oben geht, in Richtung Professoren, Stellen und so weiter, da dünnt es sich dann wieder aus den bekannten Gründen aus.
Presse Podcast Selbst bei den Science-Busters ist es so, dass man sagen muss, es sind zwar Frauen dabei oder schon seit längerem, Aber es ist trotzdem ein starker männlicher Überhang. Das stimmt auch natürlich. Und das ist auch was, wo wir uns immer wieder überlegen, wie man was ändern kann. Da ist es halt ein bisschen kompliziert, weil die Science Busters ja kein Schauspielprojekt sind, sondern wir sind alles Menschen, die sich kennen müssen und auch vorher kennen müssen, damit wir das machen können.
Presse Podcast Also wir können da nicht einfach irgendwen zu uns auf die Bühne stellen, weil... Da fehlt die entsprechende Dynamik und auch da ist es wieder ein bisschen so strukturell bedingt, weil es gibt natürlich sehr, sehr viele Wissenschaftlerinnen, zu denen wir auch schon Kontakt hatten, die erstens wahnsinnig viel zu erzählen hätten, was auf der Science-Buster-Bühne funktionieren würde.
Presse Podcast Die auch das sehr, sehr gut könnten, das tun, aber die halt sagen, nein, das möchte ich immer nicht antun, ich möchte nicht so in der Öffentlichkeit stehen, weil als Frau in der Öffentlichkeit hat man es immer noch deutlich schwerer als als Mann in der Öffentlichkeit. Wenn ich mich als Frau in die Öffentlichkeit stelle und irgendwas sage jetzt über Homöopathie schimpf oder über Astrologie schimpf oder über Impfgegner schimpf, was wir alles tun bei den Science Busters zum Beispiel, dann kriegt man natürlich auch als Mann entsprechende Kommentare ab, aber als Frau eben noch viel mehr.
Presse Podcast Und viele sagen, das tue ich mir nicht an. Ich habe es schon schwer genug in meinem Job als Wissenschaftlerin, da stelle ich mich nicht auch noch auf die Bühne und hole mir extra Ärger ab. Also das kommt auch noch dazu und darum ist es gar nicht so einfach. Hier mehr Frauen zu uns zu bringen. Wie hat sich denn dein Leben verändert, seit du bei den Science Busters bist, bezüglich all der Dinge, die du machst?
Presse Podcast Oder auch sonst? Wirst du erkannt auf der Straße? Ja, selten. Es ist jetzt nicht so, dass ich bei großartigen Sonnenbrillen rumlaufen müsste. Nein, also ab und zu kennen mich Leute, aber der Ruhm hält sich in Grenzen. Aber es hat sich insofern verändert, dass ich sehr viel mehr gelernt habe, wie man Dinge vermitteln kann, weil als Wissenschaftler habe ich das halt nicht gelernt. Als Wissenschaftler habe ich gelernt, wie man wissenschaftliche Vorträge hält von anderen Leuten, die nichts anderes getan haben, als wissenschaftliche Vorträge zu lernen.
Presse Podcast Darum hat sich in der Wissenschaft bis heute eine sehr, sehr erstaunliche Subkultur der schlechten Vorträge gehalten. Also alle, die selbst sowas machen, werden das kennen. Aber ich habe dann erst durch Martin Puntigam, der sich ja sehr gut mit Dramaturgie, mit Theater und sowas auskennt, gelernt, wie man das eigentlich wirklich macht.
Presse Podcast Also was wirklich wichtig ist, wenn man Dinge vermitteln will und dass Leute das auch wirklich dann auch entsprechend wahrnehmen und Wert schöpfen können. Und das habe ich gelernt und das hat mir auch bei allen anderen Dingen sehr gut weitergeholfen. Und ansonsten, ja, habe ich bei den Sciencebusters gelernt, auch mich auf Theaterbühnen zu bewegen, diese ganze Subkultur des Theaters ein bisschen besser kennenzulernen, was mir dann geholfen hat, wie ich dann für meine Podcasts selbst Live-Bühnenshows konzipiert habe.
Presse Podcast Und ansonsten, ja, ich habe wahnsinnig viele tolle, interessante Menschen kennengelernt und von den Menschen wahnsinnig tolle, spannende Sachen erfahren. Und das ist immer noch so. Also nicht nur die Kolleginnen und Kollegen von den Science-Busters, sondern auch durch die Kontakte mit den Science-Busters, die wir zu anderen Unis und Forschungseinrichtungen haben, Leute kennengelernt, die ich sonst nicht kennengelernt hätte.
Presse Podcast Also ja, das hat alles sehr viel Einfluss auf alle meine anderen Projekte gehabt. Jetzt hast du vorher gerade gesagt, das ist auch ein Weg gewesen, um zu lernen, was wichtig ist bei der Vermittlung von Wissen. Jetzt heißt unser Podcast, was wichtig ist. Bringt mich zur Frage, die wir immer stellen, auch in jeder Folge.
Presse Podcast Was ist denn dir derzeit in diesem Sommer 2025 wichtig? Hui, was ist mir wichtig? Das kann man jetzt auf viele Arten beantworten, was mir privat wichtig ist, was mir in meiner wissenschaftlichen Arbeit wichtig ist. Privat ist es mir wichtig, dass ich schaue, dass irgendwo noch ein bisschen Zeit übrig bleibt, weil als Selbstständiger, der ich bin, habe ich immer so ein bisschen das Problem, dass man hunderttausend Sachen machen könnte.
Presse Podcast Ich könnte noch drei Podcasts starten und ich könnte noch ein neues Buch schreiben, obwohl ich eh gerade wieder ein neues Buch schreibe. Aber es gibt immer wieder Möglichkeiten und Dinge, die man tun kann und das sind alles coole Dinge. Und da ist es mir wichtig oder ich würde gerne, dass es mir wichtig ist, dass ich es schaffe, das umzusetzen, dass ich eben nicht alles mache, was gemacht werden kann, damit genug Zeit ist, den Sommer zu genießen.
Presse Podcast Da habe ich eine Empfehlung für dich. Wir haben gestern am 14. August eine Folge gemacht zum Thema Das Nichtstun. Vielleicht magst du dir die noch anhören. Sehr gut, ja, werde ich mir auf jeden Fall anhören, das klingt sehr hilfreich. Also das wäre mir privat wichtig und was mir so beruflich wichtig ist, naja, dass die Arbeit, die ich und alle anderen, die Wissenschaftskommunikation machen, dass die nicht umsonst ist, also sie ist eh nicht umsonst, weil wir haben ja sehr viel Publikum, ich und die anderen, die sowas machen auch.
Presse Podcast Aber das Problem ist, gerade wenn ich jetzt mal von der Astronomie weggehe und die alltagsnäheren Wissenschaften hernehme, die Klimawissenschaften, ich mache auch einen Podcast, der das Klima heißt und sich mit dem Klima beschäftigt Und im Sommer haben wir da ausführlich den zweiten österreichischen Sachstandsbericht zur Klimakrise durchbesprochen, wo halt drin steht, wie der Stand der Dinge in Sachen Klima und Österreich ist und der ist nicht gut und der wird nicht besser.
Presse Podcast Aber da steht auch drin, was man tun könnte. Das Problem ist, die Leute, die es tun müssten, tun nichts davon. Das heißt, ich würde mir halt dann wünschen, jetzt auch für diesen Sommer, weil der Sommer ist die Zeit, wo man auch als Normalsterblicher die Klimakrise ganz besonders stark bemerkt, dass, naja.
Presse Podcast Wie Sie sehen, ein topischer Wunsch, dass da mehr, mehr Vernunft in die Politik einkehrt, weil... Und lang geht es nicht mehr so weiter, dass wir das so vor uns her schieben können. Irgendwann stoßen wir an. Ist nicht sogar die Frage, ob der Sommer 2025 gerade schlecht ist für die Diskussion über die Klimakrise, weil er im Beginn, zumindest im Juli, so gefühlt kühl war im Vergleich zu vergangenen Sommern?
Presse Podcast Naja, das ist ein generelles Problem, was Klima angeht, dass Klima halt immer statistisch ist und über lange Zeiträume hinweg wirkt und das Wetter ist halt von Tag zu Tag anders. Und dann ist es halt einmal kalt und regnerisch und dann kann man sich schon sagen, ja, wo ist die Klimakrise jetzt? Aber wenn jetzt, ich bin hier ins Studio gekommen am Vormittag und es hat schon knappe 30 Grad.
Presse Podcast Und auch der Sommer 2025 wird einer der heißesten Sommer gewesen sein, die wir bis jetzt gehabt haben. Auch der verregnete Juli war deutlich über dem Durchschnitt, den wir haben hätten sollen. Also selbst solche Hitzewellen, die wir jetzt schon zum zweiten oder dritten Mal haben in Österreich, weiß ich gerade gar nicht, wo wir eine Woche oder länger Temperaturen über 30 und bis 35, 36 Grad haben, sowas wird in 10, 20 Jahren als kühler Sommer durchgehen.
Presse Podcast Das habe ich auch schon oft gelesen und gehört. Ganz eine andere Frage, du beschäftigst dich auch mit Pseudowissenschaft viel. Wie ist das gekommen? Das ist einerseits so ein wissenschaftskommunikatorisches Grundkonzept, wenn man so will, wenn man Wissenschaft vermitteln möchte, dann darf man sich halt nicht nur mit dem beschäftigen, was Wissenschaft ist, sondern muss sich auch mit dem beschäftigen, was so tut, als wäre es Wissenschaft, aber keine Wissenschaft ist oder halt der Wissenschaft aktiv feindlich gegenübersteht.
Presse Podcast Also es war mir von Anfang an immer wichtig, auch mich mit den Themen zu beschäftigen, gerade als Astronom, weil ganz viele Menschen verwechseln immer noch gerne Astronomie und Astrologie und das eine ist halt Quatsch und das andere ist eine Wissenschaft. Also das ist immer schon wichtig gewesen und darum habe ich das auch immer in meinen diversesten Projekten mit drin gehabt. Und ja, sagen wir mal, akut geworden ist es damals zu der Zeit, wo mein Podcast Sternengeschichten das erste Mal erschienen ist, 2012 rum.
Presse Podcast Ich weiß nicht, ob sich da noch jemand erinnert, aber 2012, da gab es ganz, ganz viel Weltuntergangspanik. Da hat es geheißen, 2012, am 21.12. 2012 geht die Welt unter, haben die Maya vorhergesagt und von alles, von Sonnensturm und Einschlagen der Planeten und die Erde bricht auseinander und die Erde kippt um.
Presse Podcast Also alles mögliche, die Aliens kommen und versklaven uns, ein Strahl aus dem Zentrum der Milchschlöße trifft uns. Also alles, das war so die Mutter aller Verschwörungstheorien, dieses 2012-Ding hat alles in sich aufgesaugt, was es gab. Alle Esoteriker, Pseudowissenschaftler haben sich da draufgeschmissen. Lange vor Pandemie.
Presse Podcast Ja, genau. Es gab Kinofilme, die das angeheizt haben. Das ist dann wirklich so weit gewesen, dass an dem besagten Tag des nicht stattgefundenen Weltuntergangs, glaube ich, im deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen, es irgendwie eine stundenlange Sondersendung gab mit Diskussionen und allem drum. Also das hat sehr, sehr viel Aufsehen erregt damals.
Presse Podcast Der Großteil dieser Verschwörungstheorien zu diesem Weltuntergang waren auf die eine oder andere Art astronomische Natur. Und ich habe festgestellt, dass sich da kaum jemand aus der Astronomie mit beschäftigt hat. Und habe halt damals in meinem Blog ein, zwei Artikel drüber geschrieben und gemerkt, wow, das interessiert wirklich wahnsinnig.
Presse Podcast Weil es gab kaum Leute aus der Wissenschaft, die sich da seriös damit beschäftigt haben. Der Rest hat es einfach ignoriert. Und dann habe ich halt immer mehr und immer mehr und immer mehr geschrieben. Und habe dann gesehen, dass es da wirklich ein großes Bedürfnis an Information und ein großes Potenzial für die Aufklärung gibt.
Presse Podcast Und ja, da ist es dann nochmal auf ein neues Level gehoben worden. Mittlerweile zum Glück gibt es die astronomischen Verschwörungstheorien, sind wieder auf ein normales Level zurückgesunken. Ja, dafür müssen sie jetzt die Virologie und die Biologie rumschlagen. Was ist denn dein liebstes Sommergeräusch? Mein liebstes Sommergeräusch, das ist fast ein bisschen langweilig, aber mein liebstes Sommergeräusch ist tatsächlich das, was man so an einem wirklich heißen Sommertag, heißen Sommernachmittag hört.
Presse Podcast Ich fahre gerne mit dem Fahrrad, wenn ich so durch die Wiesen, durch die Felder so fahre, wo keine Straßen, Straßen sollten schon da sein, sonst tue ich immer schwer, wenn wir fahren, aber keine Autos sind oder vielleicht auch wenig Häuser sind, wo es wirklich ruhig ist, nur Gegend und Felder und Wiesen.
Presse Podcast Und dann hat man im Sommer halt immer diese schönen Grillen, die zirpen. sind es Grillen, irgendwelche Heuschrecken, ich bin da jetzt biologisch nicht so bewandert, aber Zikaden, das, was man halt hört, das kennen alle. Und wenn ich dann so friedlich vor mich hinradle und dann so in der Nachmittagssonne diese Tiere vor sich hin zirpen höre, dann ist es Sommer.
Presse Podcast Das ist das eine Sommergeräusch, das andere Sommergeräusch wäre der Kommentar zur Tour de France. Wir willkommen all of you, this is the Tour de France. Merci de nous accueillir, Florence. Die schaue ich auch mit großer Begeisterung. Und wenn Tour de France läuft die drei Wochen, weiß ich auch, jetzt ist Sommer. Sehr gut.
Presse Podcast Zum Schluss würde ich noch ganz gerne wissen, bei all den Themen, die wir gerade besprochen haben und all den Dingen, die du tust, Live-Shows wurden schon erwähnt, Science, Busters, Blogs, Podcasts und so, kann man von dieser Wissenschaftsvermittlung leben? Und könnte man, wovon ich ausgehe, weil das ist dein Beruf, aber könntest du nur von dem Podcast leben? Ich könnte, aber ich glaube, Kann es nicht. Also ich könnte, wenn in meinem Podcast überall Werbung laufen würde, aber ich habe in meinem Podcast keine Werbung drinnen.
Presse Podcast Also in den Sternengeschichten aus Formatgründen nicht. Also natürlich mit einer Million Downloads hätte man natürlich ein ausreichend großes Potenzial, um wahrscheinlich hauptberuflich von dem leben zu können, was Werbung angeht. Das Problem ist halt, wenn das so ein Podcast ist, der zehn Minuten dauert und wo jetzt nicht so wie in einem klassischen Gesprächspodcast so locker vor sich hingeplaudert wird, sondern nur ich rede und ich rede auch wirklich in dem Podcast ausschließlich über das Thema.
Presse Podcast Da gibt es auch kein irgendwie, ja und dann nächste Woche habe ich hier eine Show, kommt auch da hin und wenn ihr was wissen wollt, schreibt da hin. Sehr puristisch. Es ist einfach nur, es ist genau das Thema und sonst nichts, weil wirklich ich allen Fokus nur auf das Thema haben will. Und wenn ich da Werbung reinschmeiße, dann würden wahrscheinlich die Downloadzahlen dramatisch sinken, weil die Leute dann nicht das haben, was sie von dem Podcast erwarten.
Presse Podcast Also insofern habe ich da keine Werbung drin. Ich habe auch in meinen anderen Podcasts aus diversen anderen Gründen keine Werbung drin. Da bin ich immer noch so ein bisschen im Zwiespalt. Bei den anderen Podcasts wird es vom Format her vielleicht reinpassen. Aber es sind doch bis jetzt kaum Angebote da, weil die Leute sich denken, Wissenschaft interessiert ja keinen. Da müssen wir auch keine Werbung schalten.
Presse Podcast Also da bin ich noch ein bisschen im Zwiespalt. Aber theoretisch, ja klar, mit den Downloads, die meine Podcasts haben, könnte ich davon leben, wenn ich nur das machen würde. Ich mache halt so eine Umweg-Rentabilität, wenn man so will. Also es gibt Live-Shows zum Podcast. Ich habe ein Hörbuch zum Podcast. Ich schreibe sowieso auch in allen möglichen anderen Büchern.
Presse Podcast Und da kann ich halt dann das Publikum der Podcasts auch ein bisschen animieren darüber irgendwie zu kommen und dann kommt da halt Geld rein und die Leute tatsächlich spenden oder spenden, das ist das falsche Wort, unterstützen freiwillig den Podcast. Also man kann bei all meinen Podcasts halt so über diverseste Wege mir Geld zukommen lassen, also offizielle Wege, falls das Finanzamt zuhört, das ist kein Schwarzgeld, das mir zugesteckt wird, sondern offizielle Wege und das tun die Leute auch. Also das sind jetzt Summen, die.
Presse Podcast Ich habe jetzt meine Buchhaltung nicht mitgebracht, aber es ist jetzt nicht, vermutlich, wenn man ein bisschen genügsam ist, könnte man wahrscheinlich, es wäre knapp, aber es ist auf jeden Fall keine nichtige Menge, die da freiwillig von der Hörerschaft kommt. Und was ist die lukrativste Einnahmequelle in deinem Potpourri und deinem Bauchladen?
Presse Podcast Das lukrativste sind vermutlich die Auftritte mit den Science Busters, weil das findet wirklich häufig statt und da haben wir schon über fast 15 oder mehr als 15 Jahre hinweg ein Publikum aufgebaut, das gerne kommt und da spielen wir selten irgendwie vor leeren Häusern. Das heißt, da kommt eigentlich viel Geld rein und ich glaube, das lukrativste an sich gibt es nicht.
Presse Podcast Also das ist alles, meine Bücher verkaufen sich auch ganz gut, wenn ich Vorträge oder Workshops halte, das funktioniert auch ganz gut. Also Auftragspodcasts mache ich auch, das funktioniert auch gut. Also alles ist so, vermutlich alles eher in der gleichen Größenordnung, was eh ganz gut ist, weil wenn dann ein Ding wegfällt, dann gibt es kein Ding, das dann wegfallen kann, wo ich dann quasi komplett pleite bin, sondern es ist immer nur ein Teil, der wegfällt.
Presse Podcast Gibt es irgendetwas, was sich an deinem Beruf oder an diesem gewählten Leben dieser Wissenschaftsvermittlung in den verschiedenen Spielarten nervt? Ui, naja, natürlich nervt es Arbeit und Arbeit nervt immer irgendwie ein bisschen. Den Eindruck hat man nicht bei dir, dass sich das wirklich nervt. Ja, aber gut, bei der Arbeit ist immer auch Routine-Kram dabei, der nervig sein kann.
Presse Podcast Aber was mich jetzt persönlich zum Beispiel an der Arbeit nervt, sind die sozialen Medien und die Tatsache, dass man sich damit beschäftigen muss, wobei ich mir nicht hundertprozentig sicher bin, ob ich es wirklich muss. Aber wenn ich jetzt zum Beispiel hier ankündigen will, hier ist eine neue Folge, höre euch die an.
Presse Podcast Oder hier, ich habe einen neuen Live-Auftritt mit der Podcast-Show, da gibt es Karten und so weiter. Dann nutzt mir das nichts. Früher hat man halt Plakate aufgehängt oder sowas oder in der Zeitung das gedruckt. Aber heutzutage muss man das alles anscheinend bei sozialen Medien machen. Und das nervt mich wirklich, weil ich tatsächlich ja nicht umsonst mein Hauptschaffen, wenn man so will, über Podcasts und über Text in Büchern und in Zeitschriften mache. Weil ich bin ein Textmensch.
Presse Podcast Ich bin kein Bildmensch und diese ganze soziale Medienwelt ist so enorm bilddominiert, dass ich damit nicht klarkomme. Das stresst mich und vor allem stresst es mich, das klingt jetzt wie ein uralter Mann, ich bin auch ein alter Mann, aber es stresst mich, dass ich zum Beispiel solche sozialen Mediensachen sehr oft am Handy machen muss.
Presse Podcast Ich mag nicht an meinem Handy rumtippen, ich möchte an einem Computer sitzen mit der großen Tastatur und möchte da meine Sachen machen. Ich möchte da mal diesen blöden Handy rumfummeln, um da jetzt irgendwelche Inhalte zu erstellen. Allein wenn ich jetzt Sachen, so wie auf Instagram, wenn ich da jetzt irgendwie eine Story oder eine Rede oder was auch immer Quatsch erstellen will, dann muss ich das am Handy machen.
Presse Podcast Das nervt mich. Da muss ich mich wirklich dazu zwingen, dass ich mich jetzt da hinsetze, weil da habe ich keine Arbeitsroutinen. Ich setze mir meinen Schreibtisch und mache mein Zeug, aber ich will das mit dem Handy rausnehmen. Das nervt mich, das nervt mich. Und was ist der schönste Teil an deiner Arbeit? Der schönste Teil ist immer dann, wenn man dann auch wirklich mit den Menschen selbst zu tun hat.
Presse Podcast Also Podcasten ist natürlich sehr, sehr schön, aber man sieht die Menschen ja nicht, die sich das anhören und die sehen mich nicht. Aber wenn man dann halt, das heißt bei den Podcasts, Live-Shows, bei den Sciencebusters, bei Vorträgen, was auch immer, wirklich direkt vorm Publikum ist, das ist schön, weil dann sehe ich die Menschen direkt, die das hören, was ich sage und ich kann nachher mit denen reden und die können mit mir reden und das ist dann wirklich das, wo es am schönsten ist.
Presse Podcast Das ist ein schöner Schluss, finde ich. Danke, dass du da warst und weiterhin viel Erfolg mit all deinen Projekten und Podcasts und Blogs. Dankeschön.