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Shownotes
Und: Wie bringt man Wissenschaft und Humor zusammen?
DK169 - Darf man Witze machen über die Klimakrise?
Und: Wie bringt man Wissenschaft und Humor zusammen?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht (ipcc.ch) des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 169 wird es lustig. Wird diskutieren, ob man Witze über die Klimakrise machen darf und über ein Projekt aus Großbritannien, bei dem Forschende und Comedians im Sinne der Wissenschaftskommunikation zusammengearbeitet haben.
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Witze machen über die Klimakrise*
Es gibt mittlerweile einige Projekte, bei denen Wissenschaft mit Humor vermittelt wird. Florian zum Beispiel ist Teil der Wissenschaftskabarettgruppe Science Busters (sciencebusters.at). Aber kann man über alles Witze machen? Wie schaut es mit dramatischen und drängenden Problemen wie der Klimakrise aus? Auch damit lässt sich Comedy machen - aber man muss es richtig machen! Wie das geht, haben Forschende aus Großbritannien in ihrer Arbeit “Climate change is (NOT) funny: Insights from a climate change comedy event” (doi.org/10.22323/2.24010801) untersucht. Forschende und Comedians haben gemeinsam ein Comedy-Event auf die Beine gestellt, zu Themen der Klimakrise. Davon haben am Ende nicht durch die Forschenden profitiert, sondern auch die Comedians.
Bücher
Das neue Buch von Florian heißt “Die Farben des Universums” (hanser-literaturverlage.de/buch/florian-freist…).
Das neue Buch der Science Buster heißt "AUS! - Die Wissenschaft vom Ende" (hanser-literaturverlage.de/buch/science-buster…) und erscheint im Hanser Verlag. Tickets und Infos für die Live Show gibt es unter sciencebusters.at (sciencebusters.at/termine)
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Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken (th-koeln.de/personen/claudia.frick) und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” (forschungsstrom.tv) ab und an über Wissenschaft.
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Florian Hier ist das Klima, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. Jeden zweiten Montag mit Claudia Frick.
Claudia Und Florian Freistetter.
Florian Wir sind bei Folge 169 unseres Podcasts angelangt und in Folge 168 habe ich, wenn man so will, schlechte Nachrichten mitgeteilt. Zwei wissenschaftliche Arbeiten habe ich vorgestellt. Eine, die gesagt hat, dass die Erwärmung schneller wird, als wir dachten, dass die globale Erwärmung nicht unbedingt so linear ist, wie wir gedacht haben, dass sie schneller steigt und dass wir auch ein Problem haben mit dem Meeresspiegelanstieg.
Florian Nicht nur das Problem, dass der Meeresspiegel ansteigt, was ein Problem ist, sondern dass wir bis jetzt auch in ziemlich vielen Regionen der Welt falsch eingeschätzt haben, wie hoch der Meeresspiegel eigentlich aktuell ist, was ein Problem ist, wenn wir wissen wollen, wie weit er steigt. Also wir haben besser verstanden, was wir früher schlechter verstanden haben und die Tatsache, dass wir es jetzt besser verstanden haben, gut, aber die Ergebnisse des Besserverstehens sind schlecht.
Florian Das war so kurz das Fazit der letzten Folge.
Claudia Ja, also ich weiß auch nicht, ob wir jemals gute News hier bringen.
Florian Ja, vielleicht in der nächsten Folge. Mal schauen.
Claudia Obwohl, ich habe eigentlich schon ganz gute News mitgebracht.
Florian Dann ist doch gut. Was gibt es denn für gute News?
Claudia Die guten News fangen damit an, dass ich erstmal zwei Fragen für dich habe. So zwei ganz kurze Einstiegsfragen. Also ich weiß, es ist eine total kuriose Frage für dich, aber hast du schon mal Comedy über Wissenschaft gemacht?
Florian Ja, ein oder zweimal habe ich das gemacht.
Claudia Okay, gut. Nächste kuriose Frage. Hast du schon mal Comedy über die Klimakrise gemacht?
Florian Haben wir auch gemacht, aber da muss ich ein bisschen einschränken. Aber ich weiß nicht, was genau du uns erzählen willst, aber ich will nicht sagen, ich habe Comedy oder Comedy ist in Österreich sowieso. Kannst du gleich hier wieder Österreich-Wissen aufschnappen. Comedy ist in Österreich kein so gutes Wort.
Florian Also klar, alle wissen, was gemeint ist, aber das ist wieder so ein typisches österreich-deutsches Wortmissverständnis. Das, was in Deutschland so unter Comedy läuft, das ist in Österreich Kabarett. Und in Deutschland ist Kabarett ja meistens eher so eingeschränkt. Das ist dann eben so, Leute sitzen am Klavier und singen was über die politische Lage oder so. Das stellt man sich so unter Kabarett vor.
Florian In Österreich ist Kabarett das, was in Deutschland als Comedy zählt. Also wenn man sagt in Österreich, ich bin Kabarettist, dann macht man im Wesentlichen das, was in Deutschland heute machen, die Comedians sind. Aber in Österreich würde man sich nicht Comedian nennen. Das tut man eigentlich nicht. Aber jetzt bin ich abgeglitten.
Claudia Nein, das ist super. Das wird eine tolle Folge zur Völkerverständigung zwischen Österreich und Deutschland.
Florian Aber ich habe tatsächlich auch mit den Science Busters, unser Wissenschaftskabaret, wir haben natürlich auch, Klimawandel als Thema gehabt, aber das, was wir da an Spaß gemacht haben auf der Bühne, ist jetzt nicht, dass wir uns über die Klimakrise lustig gemacht haben, sondern dass wir auf, unterhaltsame Weise probiert haben, die Menschen auf, große Problematik der Klimakrise aufmerksam zu machen oder mit unterhaltsamen Humor die Klimakrise zugänglich zu machen oder Bewusstsein zu schaffen.
Florian Es gibt halt Themen, über die kann man sich wunderbar lustig machen. Teilchenphysik kann man so viele Witze machen über Teilchenphysik, das ist hervorragend. Aber Klimakrise, das ist halt, man kann auch viele, man kann über alles Witze machen. Aber Klimakrise ist halt inhärent eigentlich nichts Witziges.
Florian Das ist eigentlich etwas Tragisches so Problematisches. Aber ja, man kann natürlich auch über tragische Sachen Witze machen. Schwarzer Humor ist ja ein eigenes Genre von Humor. Aber wir probieren es halt so indirekt zu machen. Also wir machen Witze, es ist lustig, die Leute lachen, aber während sie lachen, sehen wir noch kurz nochmal, wie schrecklich alles ist, dass sie dann vielleicht beim Lachen nochmal ein bisschen ins Nachdenken kommen.
Florian Also Klimakrisenhumor ist immer ein bisschen kritisch. Wir lagern es dann meistens so aus, dass wir uns dann vielleicht über die PolitikerInnen lustig machen, die nichts tun oder sowas. Da kann man dann natürlich den Humor in eine andere Richtung verschieben. Ich habe mich auf jeden Fall, um deine Frage zu beantworten, ja, auch schon humoristisch mit der Klimakrise beschäftigt.
Claudia Sehr löblich, wenn ich das mal sagen darf. Denn genau darüber wollte ich heute mit dir sprechen, nämlich der Frage, ob Klimawandel und Comedy oder Kabarett zusammenpasst. Oder nicht und wie.
Florian Ich würde sagen, ja und das wie interessiert mich jetzt, was die Wissenschaft zu sagen hat.
Claudia Ja, mich auch. Also ich habe nicht mitgebracht die genauen Witze. Ich weiß nicht, das wäre so Witze nach Erzählen von anderen. Ich habe aber mitgebracht so ein kleines Projekt, wo sie eben ausprobiert haben, ob Klimawandel und Comedy oder Kabarett zusammen ist.
Florian Oh, soll ich den Klimakrisenwitz erzählen? Mir ist gerade einer eingefallen.
Claudia Oh ja, bitte komm.
Florian Komm, mach. Treffen sich zwei Gletscher, fragt der eine, was hältst du eigentlich von der Klimakrise, sagt Der andere, wir werden es sehen. Oh, der ist gut.
Claudia Der ist gut. Der gefällt mir. Der gefällt mir. Ja, siehst du, guck, es funktioniert. Aber das ist halt ein Witz. Da ist ja Kabarett.
Florian Das ist ja was anderes. Witz ist was anderes. Ein gutes Kabarett hat auch Pointen wie ein Witz. Aber ja, es war jetzt ein Witz und kein Kabarett, ja.
Claudia Das stimmt. Ja, also sowas in der Art, also kann man das machen? Wie geht das zusammen? Und wie kann man halt tatsächlich so Comedy oder Kabarett dazu machen? Und der Hintergrund ist, dass ich mich halt gerne mal, also so wissenschaftlich damit auseinandersetzen wollte, weil wir für unsere Konferenz, die wir ja machen im September, auch so ein KünstlerInnen-Duo engagiert haben, die auch so eine Begleitung machen.
Claudia Wir haben uns auch so ein bisschen gefragt, kann man da auch irgendwie was Humoristisches machen? Und dann dachte ich mir so, geht das? Da bin ich dann eben auf eine Studie gestoßen, die ist im letzten Jahr, Ende letzten Jahres, glaube ich. Und die heißt Climate Change is not funny.
Florian Das Not steht aber in Klammern, sage ich dazu.
Claudia Ja, genau. Das, Genau, aber das Not ist in all caps, also groß geschrieben, aber in Klammern. Und der Untertitel verrät dann, worum es geht. Insights from a Climate Change Comedy Event.
Florian Okay, da bin ich gespannt.
Claudia Es ist jetzt nichts Überraschendes, dass man das mal ausprobiert. Also wir wissen ja schon, reine Fakten und wissenschaftliche Erläuterungen reichen nicht aus, um Menschen zu erreichen. Das haben wir gelernt. Also um nicht jetzt die Frage zu stellen, was machen wir hier eigentlich gerade. Aber genau, das reicht ja nicht so wirklich aus. Und wir wissen ja aber gleichzeitig, dass viele sich mit Klimakrise und dem ganzen Thema und der Bewältigung, der Anpassung überfordert fühlen, verängstigt sind, sich machtlos fühlen.
Claudia Also es hat so eine sehr emotionale Komponente.
Florian Definitiv.
Claudia Genau, deswegen ist die Idee, naja, also Humor ist ja nun mal eine Art, Emotionen zu bewältigen, ob man das nicht gut miteinander kombinieren könnte. Man ja generell bei der Vermittlung viel mehr auf Geschichten oder Storytelling und auf das emotionale Erleben setzt, anstatt auf so trockene Daten und Ergebnisse.
Claudia Oder Vorträge oder sowas. Also sowas, was emotional berührt und eben auch mal was, worüber man lachen kann.
Florian Das war eine meiner ersten Klimakrisennummern im Rahmen der Science Busters, wo ich über den Kohlenstoffzyklus gesprochen habe und dann ein Bild gezeigt habe, so ein klassisches Bild, wie man es kennt vom Kohlenstoffzyklus. Also so eine skizzierte Welt, wo du siehst, irgendwie mit jeder Menge Pfeilen und Zahlen und so viel CO2 geht von da nach da und vom Meer in den Boden und vom Boden in die Luft und von der Luft ins Meer und so weiter.
Florian Also was man also kennt, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt. Und dann habe ich gesagt, der Kohlenstoffzyklus, was ist das? Das ist das Bild. Dann kam das wissenschaftliche Bild, dann hat Martin Puntigam, der professionelle Kabarettist in unserem Resorbel, hat sich dann absichtlich lustig gemacht drüber. dass ich jetzt hier mit so einem Bild ankomme, behauptet der Kohlenstoffzyklus ist eh leicht zu verstehen, obwohl dieses Bild kein Mensch versteht.
Florian Und dann habe ich gesagt, ich habe es jetzt für ihn ein bisschen vereinfachter dargestellt und habe das tatsächlich gemacht. Ich wollte dieses Bild vereinfachen, das ist quasi so Backstage. Ich wollte diesen Kohlenstoffzyklus vereinfachen, habe den nur mal schnell so ein bisschen skizziert, habe halt dann statt diesem komplexen Diagramm, so ein paar Bäume für den Wald und irgendwie im Meer, ein paar Fische reingemalt und dann so Pfeile und habe das unserem VJ, der bei uns für die Grafik und die Technik und alles zuständig ist, gegeben haben, gesagt, hier, nimm das mal und mach da mal ein einfacheres Bild drauf.
Florian Und unsere V-Chays, die sind genauso kompetent, erstens mal in Sachen Bildern und Technik, aber die wissen auch, wie Comedy und Kabarett funktioniert. Und der hat gemerkt, ja, er macht jetzt kein neues Bild. Er hat mein Bild genommen. Eins zu eins eingeblendet. Und dann kommt er halt, wenn ich sage, ich habe es vereinfacht dargestellt, das ist so eine Kinderzeichnung vom Kohlenstoffzyklus, wo dann irgendwo im Meer ein so ein fetter Fisch schwimmt, den ich nur so als Symbol reingemalt habe.
Florian Und ja, dann kann man da schon mal zwei Minuten lang mit zu dieses Bild machen. Und dann hat man schon mal den Respekt ein bisschen vor dem Kohlenstoffzyklus verloren, vorne vor den bösen Diagrammen und so weiter. Und dann kommt man durch. Also das hat sich als eine sehr gute Entscheidung entwiesen.
Claudia Ja, perfekt. Das ist ein richtig gutes Beispiel für genau das, was das quasi das Projekt motiviert hat. Weil man weiß ja schon, so Humor und gemeinsam über was lachen, das schafft ja so ein Gemeinschaftsgefühl. Man bekommt ein positives Zusammengehörigkeitsgefühl, wenn man da sitzt und gemeinsam über sowas lacht.
Claudia Und natürlich weißt du auch, dass man mit, und Kabarett oder Comedy auch ganz andere Leute erreicht.
Florian Definitiv. Das ist ja der Grund, warum wir das gemacht haben, weil du an den Vorurteilen vorbeikommst, der Leute.
Claudia Ja, absolut. Genau, also das war so deren Motivation, weil sie gesagt haben, damit kann man was machen, man kommt an Leute ran, die man sonst nicht erreicht, man schafft ein Gemeinschaftsgefühl, man hat eine emotionale Perspektive auf die Sache und weniger jetzt nur Fakten und hat so eine eher positive Lernerfahrung, so wie du das auch gesagt hast mit dem Kohlenstoffzyklus.
Claudia Gleichzeitig gibt es natürlich immer wieder Bedenken, also jetzt, wenn du jetzt überlegst, wirst du WissenschaftlerInnen, habt ihr ja auch ab und an auf der Bühne.
Florian Ja, ich bin auch Wissenschaftler, also so ist auch nicht.
Claudia Die aktiv in der Forschung sind, die dann, also quasi die wirklich da so mittendrin stecken, im Wissenschaftsbetrieb, die vielleicht Sorge haben um ihre, weiß ich nicht, Reputation, wenn sie Witze über die Klimakrise machen oder so. Also es hat so ein paar Vor- und Nachteile und die haben halt gedacht, weißt du was, wir machen das jetzt.
Claudia Und die haben in 2022, da merkt man schon wieder den Zeitversatz zwischen Projekt und Publikation, haben sie in 2022 ein professionelles Stand-up-Comedian-Programm auf die Beine stellen wollen und haben das auch gemacht. Und das Besondere daran ist, dass sie WissenschaftlerInnen gemeinsam mit KabarettistInnen oder Comedians auf die Bühne gebracht haben. etwas kommt dir, klingt da bekannt, oder?
Florian Ja, aber nur, dass ich das verstehe, du redest jetzt vermutlich vom englischsprachigen Raum, weil ich glaube, im deutschsprachigen Raum hätte ich was mitbekommen, wenn sowas wäre, weil so groß ist die Wissenschaftskomedy-Szene hier nicht.
Claudia Ja, das ist nicht in Deutschland passiert oder ist recht nicht in Österreich. Und genau, die haben eben genau das gemacht, was ihr quasi ja auch tut. Also professionelle Kabarettistin und Wissenschaftlerinnen zusammen auf die Bühne gebracht und dann eben für so ein ein Live-Event vorbereitet und dann das durchführen.
Claudia Es ging jetzt nicht darum, die Fakten witzig, sich darüber lustig zu machen, genauso wie du auch gesagt hast, sondern darum, Menschen die Möglichkeit zu geben, gemeinsam über eine vielleicht nicht so schöne Sache trotzdem auch mal zu lachen, sich eine gute Gruppenerfahrung zu generieren, so ein bisschen andere Leute zu erreichen.
Claudia Und deren Ziel war so eine Art Proof of Concept. Also sie versuchen das mal aus und gucken, was passiert. Und die hatten so zwei Ziele mit diesem Event. Das erste war, sie wollten die Kommunikation zwischen WissenschaftlerInnen und KabarettistInnen fördern. Also sie wollten, dass die mal in einen gemeinsamen Austausch kommen und voneinander lernen.
Claudia Zum einen, es gibt KabarettistInnen, die dann tatsächlich wissenschaftlich fundierte Witze machen können. Und andersrum gibt es dann WissenschaftlerInnen, die Witze machen können. Okay. Was sollte beides sein? KabarettistInnen kriegen Fakten und WissenschaftlerInnen lernen, wie man eben tatsächlich so ein kabarettistisches Programm entwickelt.
Claudia Also das war das erste Ziel, diese Zwei-Wege-Kommunikation. Und das zweite war tatsächlich, zu schauen, wie jetzt Comedy oder Kabarett funktioniert eben als Mittel zur Öffentlichkeitsarbeit und zur aktiven Einbindung der Leute. Also es sollten auch so interaktive Elemente dabei sein und ob da tatsächlich durch gemeinsames Lachen was passiert.
Claudia Genau, dann haben sie sich das so ausgedacht und das muss man dann ein bisschen, naja, wie sage ich jetzt? Bisschen kreativ gestalten, weil es hat stattgefunden natürlich 2022. Was war da so gerade noch?
Florian Ja, Corona, Covid. Aber da konnte, zumindest ich weiß nicht, wie es in Großbritannien war, aber ich weiß, wir hatten da zu der Zeit schon wieder Auftritte. Das ging unter bestimmten Umständen und Auflagen und Voraussetzungen. Konnte man natürlich auch wieder auf ein größeren Publikum auftreten.
Claudia Genau, das hat auch funktioniert. Natürlich brauche ich immer ein bisschen mehr Abstandsregelungen und so ähnliches. Also das ging auch gut. Aber wie lange bereitet ihr so ein Programm vor?
Florian Das kommt immer darauf an. Ich weiß nicht, wie lange dieses Programm gedauert hat, aber wenn wir jetzt eine komplette Show machen, die halt dann zweimal 60 Minuten dauert mit Experimenten und allem drum und dran. Wir sind da schon gemeinsam mindestens ein paar Tage beschäftigt, um das zu konzipieren und dann individuell, je nachdem, was wir zu tun haben, Experimente testen, nochmal ein paar Tage.
Florian Dann müssen wir das alles abgleichen mit dem Mati Puntigam, unsere Dialoge entwickeln, mit den VJs müssen wir sprechen, Bilder machen und so weiter. Also das dauert schon ein paar Wochen mindestens jetzt zusammengenommen und dann ist es ja auch nie fertig. Also wenn du das aufgeschrieben hast, musst du es ja dann mal spielen, weil nicht alles, was gut und lustig klingt, wenn du das ausdenkst.
Claudia Ist tatsächlich gut und lustig.
Florian Wenn du es vor Realpublikum machst. Der beste Witz kann aus welchen Gründen auch immer nicht funktionieren, wenn du auf der Bühne stehst. Der ist super, wenn du dir am Tisch deinen Kollegen erzählst, wenn du die Show konzipierst, aber dann stehst du auf der Bühne und erzählst ihn und er funktioniert einfach nicht, dann muss er raus.
Florian Und genauso fällt dir oft währenddessen, du was machst, ein, oh, da müsste man nicht noch was machen und da fehlt noch ein Bild, um das zu machen. Also unsere Shows sind nie abgeschlossen und da unsere Shows ja auch mit Wissenschaft zu tun haben und Wissenschaft ja auch ab und zu mal neue Sachen rausfindet, wird es ja auch dadurch immer erweitert.
Florian Also normalerweise, wenn du dir eine Show bei der Premiere anschaust und dann bei der Derniere, also bei der letzten Aufführung, was meistens so ein, zwei Jahre später ist, hast du da vielleicht, sagen wir mal, 30% Überlappung, der Rest ist anders.
Claudia Das finde ich super. Ja, aber ihr habt schon wirklich so ein paar Monate Vorlauf.
Florian Ja, ja, mindestens.
Claudia Und ihr seid ein eingespieltes Team. Das waren die jetzt absolut nicht. Das heißt, der Einstieg und der Start dieser Planung war nicht 2022, sondern so in the middle of the lockdown. Okay. Ja, so genau mittendrin, was natürlich auch einen Vorteil hatte, weil sie haben gesagt, also die Rekrutierung oder das Anwerben von KabarettistInnen war erstaunlich einfach.
Claudia Wahrscheinlich, weil die eben wenig Aufträge bekommen haben zu der Zeit.
Florian Ja klar, war ein bisschen eine ruhige Zeit.
Claudia Ja, exakt. Das war für sie jetzt von Vorteil natürlich für die Kabarettistin eher nicht so schön, aber sie haben dann trotzdem halt so über diese Managementagenturen und so haben sie Personen gefunden und haben dann auch so festgestellt, es macht schon Sinn, also gerade diese Managementagenturen mit einzubeziehen.
Claudia Damit kennst du dich ja als Wissenschaftler nicht aus, Managementagenturen für Kabarettistinnen.
Florian Nee, ich kenne mich gut aus damit, ja. Also ich kenne mich sehr gut aus mit dem Ganzen, aber ja, als Wissenschaftler hast du eigentlich selten Management.
Claudia Ja, du hast selten bis nie Management und du hast halt auch keine Erfahrung damit, wie läuft das jetzt in der Kabarettistin?
Florian Oh Gott, ja, da müsstest du mich jetzt bremsen, aber da kann ich dir so viel erzählen, was Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler glauben, was auf Bühnen passiert oder wie man sich vorbereiten sollte, wenn man mal auf einer Bühne steht und was man wirklich tun muss, wenn es gut werden soll. Also jeder Gap, den wir in diesem Podcast besprochen haben, ist gering gegenüber diesem Gap, den die Wissenschaft gegenüber professioneller Bühnenarbeit hat.
Claudia Ja, und genau das hier abzubauen, also war quasi Phase 1. Also Phase 1 war ja erstmal die Leute zusammenzubringen, also die KabarettistInnen und die WissenschaftlerInnen und diese Lücke zu schließen. Also dass sie sich erstmal zusammensetzen und das hinkriegen. Die zweite Phase ist dann das Event, dass wir wirklich auf die Bühne gehen gemeinsam und das durchführen.
Claudia Also alle gehen da zusammen hin. Und danach, also die Phase 3 des Projekts feiern, eben zu gucken, wie hat das Publikum reagiert oder was haben auch die WissenschaftlerInnen und die KörperitistInnen mitgenommen oder was haben das Publikum auch Monate später vielleicht noch mitgenommen. Also das war in dieser Phase und in dieser ersten Phase war genau das, was du gerade beschrieben hast.
Claudia Diese Schlücke, die war zu schließen und die hat halt natürlich auch Zeit gebraucht. Aber sie haben halt geschrieben, okay, erstmal brauchst du mir diese Comedians, das ging relativ gut. Wir mussten aber feststellen, aha, ja okay, in der Welt des Kabarett funktioniert vieles anders. Wir müssen bei Managementagenturen gehen, E-Mails benutzen, die sowieso eigentlich nicht, haben sie festgestellt, jedenfalls dort nicht.
Claudia Man muss ja irgendwie so andere Kommunikationswege nutzen und dann auch andere, die haben es sehr schön geschrieben, Norms of Communication with and beyond the academy differ. Und irgendwie so, wow. Im Gegensatz dazu war es mit der Rekrutierung von den Wissenschaftlern natürlich ein bisschen schwieriger, kannst du dir vorstellen?
Florian Ja, klar.
Claudia Die haben mehrere Probleme gehabt. Also zum einen haben sie als allererstes mal gedacht, so naja, also die bekommen jetzt eigentlich kein Geld dafür, dass sie das machen.
Florian Gut, aber das sind Wissenschaftler in der Gewohnung, dass sie kein Geld für irgendwas bekommen.
Claudia Das ist korrekt, aber dann haben sie, das war nämlich auch ihre erste Herangehensweise, dann haben sie gesagt, na ist irgendwie schon ein bisschen unfair. Also es ist halt dann auch so ein Ungleichgewicht und gleichzeitig natürlich ist das eine zusätzliche Arbeit, die man sich macht. Und die kommt zu dem normalen Workload hinzu und eigentlich will man auch in der Wissenschaft keine freie, also keine, wie nennt man das, Free Labor machen.
Florian Das sollte man sowieso nicht machen. Ich bin ein großer Fan davon, dass Arbeit entsprechend bezahlt wird, egal welche Arbeit in welchem Kontext es ist. Aber in der Wissenschaft kommt halt das klassische Problem dazu, dass halt alles, was nicht Forschung ist, immer schwierig ist. Also geht ja auch jetzt nicht unbedingt für Kabere oder Humor, sondern ganz klassische Wissenschaftskommunikation.
Florian Ist ja auch für viele schwierig, auch wenn sie es gerne machen wollen.
Claudia Zeit, Ressourcen, genau. Aber ich fand das halt ganz gut, weil sie selber gemerkt haben, vielleicht sollten wir es so nicht machen. Irgendwo stand doch der schöne Satz, public engagement should not run on free academic labor.
Florian Definitiv nicht, da ich wieder angefangen habe, probiere das durchzusetzen. Wissenschaftskommunikation ist Arbeit und man muss das können, so wie alles andere muss man was lernen. Und wenn man was macht, dann sollte es entsprechend belohnt oder bezahlt oder zumindest gewertschätzt werden. Und das ist halt in der Wissenschaftskommunikation eher selten so.
Claudia Ja, leider. Allein schon wegen diesen Sachen hatten sie schon Schwierigkeiten, Leute zu finden. Und dann haben sie natürlich auch gesagt, sie wollen nicht nur auf die Naturwissenschaften. Wir wissen ja, da sind ja ganz viele andere Disziplinen in der Klimakrise mit eingebunden. Das heißt, sie haben auch Psychologie, Recht, Soziologie, also sind deutlich weitergegangen.
Claudia Haben eben weitergesucht und sie haben aber schon gemerkt, naja, so einfach ist es halt nicht. Sie haben einzelne E-Mails an Personen verschickt, weil man weiß ja vielleicht doch, wer aus der eigenen... Uni möglicherweise Lust hätte, haben aber auch irgendwie so großere Forschungsgruppen, Chefs quasi angeschrieben, Chefin und haben das da versucht.
Claudia Und dann haben sie schon festgestellt, naja, es ist nicht ganz einfach und wenn sich Leute melden, dann die aus den früheren Karrierestufen.
Florian Interessant. Also ich kenne es auch oft, dass dann die, die quasi nichts mehr machen müssen für ihre Karriere, die halt schon eine fixe Stelle haben, dass die dann gern dabei sind bei sowas. Das ist jetzt vielleicht ein bisschen ein Vorteil, dass die Leute, die davon überzeugt sind, dass sie sich auf eine Bühne stellen sollten und Dinge erzählen, das sind dann teilweise auch die, die dann auf der Karriereleiter weiter oben stehen.
Florian Zu Recht oder zu Unrecht, kann man jetzt diskutieren, aber ich habe das auch schon erlebt. Und ich sage es dazu, das sind da meistens nicht die, die wirklich gut sind auf einer Bühne, sondern die glauben, sie sind gut auf einer Bühne, aber sind es dann nicht wirklich. Die habe ich auch erlebt, aber klar, ja, junge Leute, vielleicht kommt das dann irgendwie auch aus dieser ganzen Science-Slam-Szene raus, Weil das ist ja, das war auf jeden Fall vor Corona sehr populär, ist immer noch populär und das ist ja für junge Leute, wo du auf Binnen stehst und wenn du da schon ein bisschen Erfahrung hast drin, dann klar, dann sehe ich sofort, dass die Leute sagen, ja klar, mache ich da jetzt auch mit, weil ich habe das schon gemacht und das ist cool.
Claudia Ja, okay. Also sie hatten tatsächlich eher den Eindruck, weil sie, also sie hatten wohl Leute, die am Anfang Interesse geäußert haben, aber es ist natürlich ein gewisser Zeitaufwand, so ein Programm zu entwickeln. Und die Leute sind busy, very busy. Dann gehen solche Sachen eher unter, weil sie natürlich Prioritäten setzen müssen in ihrer begrenzten Zeit auf Forschung.
Claudia Also sie haben tatsächlich gesagt, sie haben 100 Prozent der Personen im Senior Level Bereich verloren. War niemand mehr übrig beim Event. Und es gibt natürlich auch keine Anreizsysteme oder Wertschätzung dafür. Aber gleichzeitig muss ich ja sagen, ich will das auch eigentlich gar nicht super gerne. Ich habe keine Lust auf Kabarett or Perish.
Claudia Comedy or Perish, das möchte ich jetzt auch nicht.
Florian Nee, das ist auch bescheuert. Das gilt für die ganze Wissenschaftskommunikation. Die, die es können, sollen die Möglichkeit haben, es zu machen. Aber man soll im Himmelswillen nicht Leute zwingen, das zu machen, weil das führt zu überhaupt nichts Guten. Nur zu schlechter Wissenschaftskommunikation oder schlechter Comedy.
Claudia Ja, beides zusammen. Das wollte ich nur gesagt haben zu den Forschenden, weil tatsächlich auch da Bedenken geäußert wurden, so zum Thema, schadet das jetzt der Reputation ja oder nein? Und dann steht es in so einem wunderschönen Satz in dem Paper. Es of time of publication, no careers have ended due to the participation in the project.
Claudia Okay, das ist doch schon mal positiv, würde ich sagen. Genau, und jetzt wollte ich mal ganz kurz so durchgehen durch diese drei Phasen, um mal ganz kurz zu sagen, was jetzt so rausgekommen ist. Also die erste war ja diese Workshops, die haben halt wirklich so, es war natürlich digital zu der Zeit, so mehrere kleine Workshops gemacht, die sie so ein bisschen strukturiert und geordnet haben, wo die gegenseitig, also die ForscherInnen und die ChirotistInnen ihre Erfahrungen und ihre Expertise teilen konnten und sich miteinander ausgetauscht haben, sich kennenlernen konnten.
Claudia Die Karotistinnen konnten mal erklären, wie man jetzt eine komplexe Information in eine schöne Geschichte packt. Die WissenschaftlerInnen konnten die komplexen Informationen mal erläutern. Also haben quasi Zugang zu Inhalten bekommen, die sie sonst jetzt vielleicht nicht hätten oder Verständnis für Klimathemen, das sie sonst nicht haben.
Claudia Ein ganz großer Teil war wohl, dass man Forschenden erstmal vermitteln musste, also gewisse Hände. Dass sie sich wohlfühlten damit, lustig zu sein.
Florian Ja, das ist etwas, was ganz, ganz wichtig ist. Das merkt man halt oft auf Bühnen oder bei wissenschaftlichen Konferenzen. Man merkt es oft. Leute, die halten einen Vortrag, einen wissenschaftlichen Fachvortrag. Und irgendjemand hat ihnen offensichtlich mal den Rat gegeben, fangt einen Vortrag mit einem Witz an.
Florian Das lockert die Stimmung und dann kommt da ein Witz. Und das ist ein schlechter Witz, schlecht vorgetragen und dann noch erklärt und angekündigt. Also es kommt jetzt ein Witz und dann kommt der Witz und dann wird er erklärt. Und dann wird Bescheid gegeben, dass der Witz jetzt zu Ende ist, weil die Person hat sich so unwohl fühlt, einen Witz zu erzählen.
Florian Das ist halt für alle Beteiligten besser gewesen, wenn sie den Witz nicht erzählt. Aber ja, ich kann das voll verstehen, dass Menschen Hemmungen haben, Witze zu erzählen, öffentlich oder lustig zu erzählen oder was auch immer öffentlich zu machen. Und die sollte man nicht zwingen dazu. Also das bringt gar nichts.
Claudia Und man muss ja auch erst mal gucken, sind die Leute, die da sind, fühlen die sich dann damit auch wohl? Man muss sich wohlfühlen, ja. Genau, also das war so ein großer Teil auf der einen Seite von den Wissenschaftlern, dass sie da anfangen, sich damit wohlzufühlen und zu merken, geht das, passt das zu mir oder nicht.
Claudia Und auf der anderen Seite, dass Comedians sich auch wohl damit gefühlt haben, über eben Klimafakten oder über Klimaaspekte Witze zu entwickeln oder ein Programm zu entwickeln und einen Humor aufzubauen. Da ist natürlich auch die Frage, warum soll ich jetzt Comedy übers Klima machen? Also das waren jetzt keine WissenschaftskabarettistInnen, sondern KabarettistInnen.
Claudia Und die müssten ja dann quasi auch erst mal reinkommen. Also das fand ich irgendwie schon spannend, dass sie gesagt haben, das war einfach der größte Teil. Also erst mal beide Seiten müssen sich wohlfühlen mit der Idee, mit den Kompetenzen der anderen. Und das war halt schon sehr, sehr hilfreich. Also da war tatsächlich sehr, sehr viel, was rausgekommen ist.
Claudia Die haben wirklich so eine kleine Community gebildet. Die haben alle sehr gut davon profitiert und auch sehr viel mitgenommen und haben es auch sehr, sehr positiv bewertet. Und dann kam Phase 2, das Comedy-Event, wie du schon gesagt hast, so 62 Personen im Publikum, wie gesagt, immer noch 2022, Auflagen und ähnliches. Aber die sind dann...
Claudia Im Publikum gewesen und dann sind WissenschaftlerInnen und KabarettistInnen auf die Bühne gegangen und haben in einem Raum, der möglichst nah an klassischen Comedy-Abenden lag.
Florian Ich wollte es gerade sagen, ich habe das Bild nochmal angeschaut, Sie schreiben da auch, sehe ich gerade über das Bild, Sie wollten arrange it to feel as much like a comedy gig as possible. Das heißt, es war jetzt keine, offensichtlich behaupte ich jetzt mal, keine Veranstaltung so wie da, wo ich bin, wo du die Eintrittskarten kaufst und so dahin gehst, sondern es war schon ein wissenschaftliches Setup, das aber so nah wie möglich an die klassische Comedy-Performance, getrimmt war.
Claudia Genau, alles, was vor Ort war, war komplett, also es war auch nicht in der Hochschule oder so, sondern es war außerhalb, also es sollte genau so, es war natürlich schwierig zu der Zeit damals, aber sie haben alles so hergerichtet, also Licht, Bühnenaufbau, Sitze, dass es sich möglichst so anfühlt, wie ein klassischer Komödie-Arbeit.
Florian Oh Gott, Entschuldigung, ich lache gerade. Direkt unter dem Bild in der Arbeit, die ist übrigens zwar verfügbar, könnt ihr alle anklicken, direkt unter dem Bild passiert genau das, was ich vorhin gerade gesagt habe, verschiedene Satz. Das Event ist quasi eingeladen worden von dem Most High Profile Comedian, who began, ich zitiere, who began by getting the crowd warmed up, in Klammern, pun intended.
Florian Also da hat man eigentlich einen schlechten Witz gemacht und nochmal darauf hingewiesen, dass man ihn gemacht hat in dieser Arbeit.
Claudia Hey, aber ich finde, pun intended ist schon okay. Das ist ein wissenschaftliches Paper, es war nicht ein Kabarett auf. Der Ort sollte sich gut anfühlen, der Ort, wo es überhaupt war, wenn man hinkommt, genau. Also das sollte sich alles wirklich so anfühlen und da haben sie sich auch komplett auf die Kramatistinnen verlassen.
Claudia Also die sollten die Ästhetik herstellen. Inhaltlich gab es übrigens auch so Improvisationssegmente, also wo Comedians irgendwie aufgegriffen haben, was jetzt aus dem Publikum reingerufen wurde. Also versucht haben, die Person eben auch einzubinden, ein bisschen interaktiv. Das war so das Event. Und dann haben sie natürlich versucht, rauszufinden, wie lief es denn jetzt so? Welche Effekte gab es denn so langfristig hinten raus?
Claudia Und haben entsprechend, wie haben sie es genannt hier, Post-Event-Impacts. Also nicht nur den unmittelbaren Effekt der Fragen, sondern auch langfristiges anzuschauen, haben aber beides erhoben. Also sie haben tatsächlich... Direkt nach dem Auftritt das Publikum befragt, aber sie wollten nicht, wie man das bei Wissenschaftler macht, hier ist eine Umfrage, scannen Sie doch bitte diesen QR-Code und dann hauen Sie mal rein und füllen Sie mal aus.
Claudia Sondern die haben so, wir nennen es immer A-Top-Interviews. Also du stellst den Leuten einfach zwei Fragen und notierst das einfach schnell auf dem Handy mit. Also das soll sich nicht so anfühlen wie so eine Befragung, sondern beim Rausgehen haben sie einfach so ein, zwei Fragen gestellt und haben es dokumentiert.
Claudia Und dann waren irgendwie so, ich glaube ein Viertel, genau, ein Viertel haben ihr Feedback gegeben und fanden es tatsächlich einen sehr, sehr schönen Abend, einen humorvollen Abend. Die fanden es witzig und was natürlich dann zeigt, okay, gut, es kann also funktionieren. Also die fanden es nicht merkwürdig, dass man Witz über die Klimakrise macht.
Claudia Und die Leute fühlten sich tatsächlich befreiter und waren sehr froh darüber, auch mal lachen zu können.
Florian Kann ich mir vorstellen, ja.
Claudia Ja, genau. Und dann haben sie jetzt aber auch natürlich die Comedians und die Akademikerinnen nochmal befragt, direkt danach. Und ich dachte, warte mal, wie viele Monate? Acht Monate später. Und da haben sie zum Beispiel auch gefragt, sagt mal, ihr KabarettistInnen, habt ihr denn irgendwas verändert so bei euch?
Claudia Und tatsächlich kam dann auch zurück, dass tatsächlich die KabarettistInnen sich jetzt anders verhalten, weil sie eben viel gelernt haben über das Klima. Also obwohl das jetzt gar nicht eigentlich die primäre Absicht war, hat sich tatsächlich umweltfreundlicheres Verhalten gezeigt bei den Kabarettistinnen durch die Teilnahme. Und das fand ich irgendwie cool.
Claudia Ich dachte so, okay, da habe ich jetzt gar nicht mit gerechnet. Und die Wissenschaftlerinnen haben natürlich auch was mitgenommen. Also die haben auch mitgenommen, aha, ich darf auch mal witzig sein und tatsächlich haben die nochmal solche Auftritte gemacht einige. Also die Wissenschaftlerinnen waren dann so mitgenommen, dass sie doch mal so gesagt haben, ach weißt du was, ich mach das nochmal.
Florian Ja, wenn man das mal gemacht hat und wenn man es auch kann und wenn man weiß, wie es geht und was man achten muss, dann macht das groß und groß und groß Spaß.
Claudia Das stimmt. Was halt tatsächlich eben auch der Fall ist, das muss natürlich vorher diskutiert werden. Also sie haben ja die Witze und das Programm und der Humor und all das war ja gemeinsam erschaffen. Das war ja niemand einzeln. Und sie haben sich auch darauf geeinigt, dass alle alles davon nachnutzen können.
Florian Ja, das ist in der Comedy genauso wie überall andern. Man nimmt keine Witze von anderen Leuten, ohne sie zu fragen, normalerweise.
Claudia Exakt. Und darauf haben sie sich geeinigt und tatsächlich haben eben auch, also es ist natürlich auch das Ziel, dass die Comedians das weiterverwenden und auch quasi in einem anderen Kabarettprogramm das einbinden. Und das ist auch passiert. Also das ist so ein Impact oder so eine Outreach, den man normalerweise nicht so beachtet.
Claudia Dass sich die wissenschaftlichen Inhalte jetzt über den Humor in Comedy-Programme woanders rein mogeln. Also das breitet sich dann quasi aus. Und gleichzeitig die WissenschaftlerInnen, die eben auch öfter über ihre Wissenschaft sprechen. Und ich fand das mega gut, also wenn man dann so gesehen hat, okay, das passiert tatsächlich.
Claudia Und irgendwie einer hat, ich glaube, in irgendeinem Festival in Wales dann nochmal sein Programm vorgespielt. Ich finde es schön. Ja, also insgesamt, um das mal nochmal zusammenzufressen, war das ein positives Event. Die hatten von dem Publikum positive Rückmeldungen. Sie fanden es sehr unterhaltsam, sie fanden es innovativ und sie fanden es, glaube ich, auch sehr gut, dringend notwendig.
Claudia Das heißt, vielleicht ein Appell an die Kabarettistinnen da draußen. Klimakrisenhumor ist offensichtlich notwendig und ich fände es tatsächlich auch nicht schlecht, mal sowas zu besuchen.
Florian Es ist tatsächlich ja das, was wir schon immer gesagt haben. Die Klimakrise ist ein Thema, das betrifft alles und alle und man muss in allen Kontexten darüber reden. Und warum soll gerade Kabaretttheater und Comedy ausgespart sein von dem Thema? Ich meine, da findet das genauso statt. Ich meine, Kabarett beschäftigt sich ja unter anderem auch mit, Da spielt die Klimakrise auch eine Rolle. Also das ist ein Thema, das kann man definitiv unterbringen.
Claudia Ja, und es hat auch eben einen weitreichenderen Effekt, als einfach nur die Information weiterzugeben. Also weil man kann sich ja auch vorstellen, wenn so ein Clip von irgendwelchen Comedy- oder Kabarettprogrammen auf Social Media geteilt werden kann. Das kennt ihr ja auch. Da reicht das viel weiter, als wenn jemand so einen wissenschaftlichen Faktor vortritt.
Florian Definitiv, definitiv.
Claudia Es hat ein Potenzial für Viralität.
Florian Auf jeden Fall.
Claudia Oh, und weißt du, was sie auch noch hatten als Ergebnis? Das fällt mir gerade ein. Das, was du vorhin gesagt hast mit der Abbildung. Die haben tatsächlich ursprünglich gesagt, dass die eher keine visuellen Hilfsmittel benutzen sollen.
Florian Stand-up-Comedy, das ist ja im britischen Raum sehr, sehr weit verbreitete Stand-up-Comedy. Das machst du halt, darum heißt das, denn du stehst da mit dem Mikrofon und mehr ist es nicht. In Österreich wird sehr viel mit Requisiten und bei uns Science Pass ist ja extrem viel mit Bildern gearbeitet. Also das Visuelle ist bei uns ja mindestens gleichberechtigt zu allen anderen Sinnen, die man da irgendwie ansprechen kann.
Claudia Ich glaube auch, dass das so ein Kulturaspekt ist. Also vor allem auch, dass die von dem Forschungsprojekt das ja vorgeschlagen haben. Am Anfang wollten sehr viele von den WissenschaftlerInnen wohl visuelle Hilfsmittel irgendwie benutzen, aber es fühlt sich halt relativ schnell an wie eine Vorlesung.
Florian Ja, muss man richtig machen.
Claudia Und dann war es aber sehr witzig, weil ich festgestellt habe, von den Wissenschaftlern wollte das am Ende gar niemand mehr so wirklich. Aber die Comedians wollten dann Bilder einsetzen.
Florian Ja, das ist doch gut. Aber das ist auch was. Ich meine, das kann ich jetzt vielleicht zum Abschluss, oder falls du schon am Ende angelangt bist, dann sage ich das zum Ende. Also das ist was, da muss ich ein bisschen sagen, die Arbeit, wann hast du gesagt, 2022 war die. Da sind wir in Österreich zumindest ein bisschen weiter oder anders weiter.
Florian Aber was die gemacht haben, das machen wir zumindest als Science-Baster schon länger, also schon seit ungefähr 2015 machen wir zum Beispiel an der Uni Graz regelmäßig Lehrveranstaltungen, wo wir als Sciencebusters den Studierenden dort was über Wissenschaftskommunikation beibringen. Jetzt nicht mit dem expliziten Ziel, wir machen gemeinsam eine Comedy-Show, sowas gab es auch schon mal, aber wo wir Wir probieren das, was man eben von der Bühne lernt über Kommunikation und auch über Humor in der Kommunikation lernt, dass man das eben ein bisschen an die Wissenschaft weitergibt und sagt, wenn ihr was erzählen wollt, wenn ihr einen Vortrag halten wollt, auch einen Fachvortrag, was auch immer.
Florian Dann könntest du es eh so machen, wie es immer macht, so wie alle anderen es in der Wissenschaft machen, dann ist es halt so, wie es alle machen. Aber man kann sich auch an den Leuten orientieren, die halt wirklich hauptberuflich auf Binnen stehen und deren dramaturgisches Wissen mit einbeziehen. Weil dann lernt man zum Beispiel Sachen wie, im Kabarett macht man keine Vorstellung, macht keine Show ohne Vorpremieren gemacht zu haben.
Florian Das geht nicht, weil man eben wissen muss, was in echt passiert, wenn ich in echt Leuten das erzähle. Einen wissenschaftlichen Fachvortrag, so wie die Praxis ist. Den hast du eine halbe Stunde vor dem Vortrag nochmal schnell hingeklöppelt und dann hältst du ihn halt einfach. Ist eh okay, aber wenn man den mal beobachtet, vorher fertig hat und probt und testet und vor Publikum testet, dann ist schon sehr viel gewonnen.
Florian Und das ist nur das simpelste dramaturgische Element, was man verwenden kann. Und da gibt es so viel, was ich auch alles erst lernen musste. Ich habe den ganzen Blödsinn selbst gemacht, bevor ich gelernt habe, mühsam und hart gelernt habe, was man wirklich auf einer Bühne alles machen kann und was einem das alles hilft für die Kommunikation.
Florian Also wir machen da diese Lehrveranstaltungen und die Leute sind ja auch alle durchaus begeistert. Das hat auch schon zu vielen Kooperationen geführt, dass wir sowas ähnliches machen wie in dieser Vorlesung, dass Martin Puntigam als Kabarettist wissenschaftliche öffentliche Veranstaltungen moderiert, leitet, gemeinsam mit den Leuten vorbereitet, dass die halt dann selbst auch mit uns ein bisschen so Wissenschaftliches machen.
Florian Also wir haben das jetzt nicht so wissenschaftlich begleitet. Also wir haben das quasi nicht aus Forschungszwecken gemacht. Insofern ist es hervorragend, dass die das gemacht haben, weil dann weiß man es halt mal wirklich wissenschaftlich seriös, was da rauskommt. Aber ich kann das alles nachvollziehen und auch all das, was du jetzt gerade so beschrieben hast, über die Arbeit, die Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit zwischen Comedy und Wissenschaft.
Florian Weil wir das hier schon seit zehn Jahren ungefähr mit diversen Unis in Österreich gemeinsam probieren und machen. Und all die Schwierigkeiten und all die Vorteile am Ende, die du jetzt erwähnt hast, die habe ich auch alle bei dieser Arbeit erlebt.
Claudia Ich sehe gerade, vielleicht müssen wir mal gemeinsam ein Forschungsprojekt beantragen, der weitreichende langfristige Effekt der Science Busters.
Florian Ja, gerne. Oder es muss ja die Science Passes an sich sein, kann ja auch die Wissenschaftskomedy allgemein sein.
Claudia Genau, in Österreich.
Florian Genau.
Claudia Da hat man nicht Comedy, sondern Kabarett.
Florian Genau, ja. Zuerst, dann müsst ihr noch ein paar SprachwissenschaftlerInnen engagieren, die uns das mal ordentlich auftröseln, bevor wir da anfangen mit der Forschungsarbeit. Kabarett und Comedy.
Claudia Das wäre super. Und ich finde es auch immer schön, dieses gemeinsame Voreinanderlernen, das war ja auch wirklich bei denen der Kern. Das gehört einfach dazu. Sie haben auch so ein paar Sachen natürlich gesagt, wo es Herausforderungen gab oder was halt nicht so einfach war. Zum Beispiel, wie du auch schon gesagt hast, du willst ja jetzt keinen Humor machen, der irgendwie auf, also vieles baut ja auf über nach oben oder auf unten treten.
Florian Unten treten ist immer das Schlechteste, was man machen kann. Es ist mittlerweile überraschend populär geworden. Ich sehe das oft im Fernsehen, überall diese Art von Humor. Aber es ist eigentlich nicht das, erstens, wofür Kabarett und Humor eigentlich da ist. Es ist jetzt nicht dafür da, die unter einem zu verarschen, sondern mit denen gemeinsam, die über einem stehen, irgendwie lächerlich zu machen.
Florian Wenn man es politisch machen will und wenn man was vermitteln will, dann bringt es gar nichts, nach unten zu treten, weil dann kommt man höchstens unsympathisch rüber, aber wenn man eine Botschaft hat, kann man die definitiv nicht sinnvoll vermitteln.
Claudia Bei der Klimakrise natürlich ist das viel schichtiger und schwieriger. Also zum Beispiel ist Witze über KlimawandelleugnerInnen machen nach unten treten oder nicht. Und da kann man schon debattieren. Und da haben sie auch gesagt, da sollte man halt doch schon aufpassen. Machen wir das, da machen wir es nicht.
Florian Ich komme davon, wie du jetzt KlimawandelleugnerInnen definierst. Aber aktuell die Leute, die das leugnen oder verzögern, das sind ja die oben. Das sind ja die Top-PolitikerInnen der Welt, die wir haben, die das machen. Da kann man natürlich hintreten, jetzt im Comedy-Sinn. Aber was tatsächlich passiert, wenn du dir so die populärsten, im deutschsprachigen Raum populärsten Comedians anschaust, die machen keine Witze über das.
Florian Die machen Witze über die letzte Generation und über Greta Thunberg und so weiter.
Claudia Das ist nach unten treten.
Florian Und damit kann man natürlich auch sehr viele Menschen erreichen. Aber man kann jetzt zumindest, man kann definitiv nichts erreichen in Sachen Klimaschutz. Da bestätigt man die anderen Menschen, die das alles blöd finden. Also das ist jetzt so der relevantere Unterschied, glaube ich, bei nach unten treten.
Claudia Das wollen die auch nicht erreichen, fürchtig. Das fand ich halt noch ganz interessant, dass sie halt Dass du gesagt hast, das ist natürlich in dem Kontext auch nochmal schwieriger, weil es nicht so einfach ist zu identifizieren, wer steht jetzt eigentlich wo. Aber klar, ich denke auch PolitikerInnen sind immer nach oben.
Florian Es ist immer schwierig, Witze zu machen der Form, wenn man sagt, ihr seid blöd, was auch immer da jetzt geht. Also man kann jetzt natürlich, wenn man es konkret macht und bei Leuten, die ausreichend hochstehen, wenn man will. Ich kann jetzt wunderbar Witze über Markus Söder machen, der irgendwas mit einem Quatsch erzählt über Würstchenbraten und sonst irgendwie was.
Florian Da kann ich wunderbare Witze machen, weil der hat ausreichend hohe Fallhöhe. Aber wenn ich jetzt einfach so allgemein sage, alle, die an Astrologie glauben, sind Vollidioten. Das war jetzt kein wirklich subtiler Witz, aber wenn ich das ein bisschen humorisch ausschmücke, kann ich da bei einer gewissen Zielgruppe durchaus erfolgreichen Comedy-Abend draus machen, allein aus der Tatsache, dass ich erzähle, wie blöd die alle sind.
Florian Aber außerhalb dieser eng begrenzten Zielgruppe funktioniert das überhaupt nicht. Weil dann bin ich einfach der Typ, der erzählt, wie blöd alle sind. Und da bin ich extrem unsympathisch und bin ich auch, wenn ich das ernst meine. Und das funktioniert nicht. Ich kann an der Astrologie erzählen, was absurd an der Astrologie ist und darüber Witze machen.
Florian Aber wenn ich den Leuten erzähle, ihr seid alle blöd, die an den Quatsch glaubt, dann erreiche ich nichts. Also da muss man immer schauen, was genau das Subjekt des Witzes ist.
Claudia Ja, also wer das Subjekt ist, wer das Publikum ist, aber ich finde grundsätzlich so Witze eigentlich egal, vor welchem Publikum schwierig. Aber natürlich hast du vielleicht in dem Fall auch Leute im Publikum sitzen, die an bestimmte Sachen skeptisch sind, jetzt aber nicht komplett im Klimaleugnern-Lager unterwegs sind, sondern vielleicht auch bestimmte Bedenken haben, da wäre das ja eher Kontraprodukt.
Florian Genau.
Claudia Deswegen ist da schon irgendwie sinnvoll, darauf zu achten, dass man nicht mit dem Kabarett, das man einführt zu dem wissenschaftlichen Thema, Aus Versehen, auch wenn man es nicht beabsichtigt, kontraproduktive Witze macht oder Humor da reinbringt, der eben Leute eher wegstößt, anstatt sie mit zum Mitlachen einzuladen.
Florian Genau.
Claudia Und das war ja das Ziel, und das haben sie auch erreicht, dass das gemeinsame Lachen, gemeinsam darüber Emotionen austauschen, so ein Gemeinschaftsgefühl unter den Personen vor Ort stiftet, aber auch unter den Forschenden und unter den KabarettistInnen diese Gemeinschaft entsteht. Und das hat sehr gut funktioniert und ich finde das ein sehr, sehr schönes Beispiel für mal so ein Projekt und eine wissenschaftliche Begleitung, die nicht darauf basiert, mir irgendwelche Statistiken und Zahlen und Kreuzkorrelationen aufzuzählen, sondern so qualitativ zu gucken.
Claudia Ach, da wurde der Witz weitergetragen dahin. Ah, hier kamen positive Effekte bei den KabarettistInnen raus. Ach, hier hat sich ein Wissenschaftler eingetraut, was zu machen. Das ist viel, also mehr so eine qualitative Blickwinkel als jetzt so, weiß ich nicht. Mit Zifferfolgen. Ja, ja. Aber ich finde, das ist halt, das ist doch das, was wirklich interessant ist, zu sehen, wohin ist denn das alles geflossen, was wir machen?
Claudia Was ist denn aus den Leuten geworden, die in euren Lehrveranstaltungen waren? Haben die das irgendwie benutzt und wo? oh, na das ist doch der Effekt, den wir wollen. Das lässt sich schwer in Zahlen fassen. Und das finde ich irgendwie schön.
Florian Ja, man kann auch Dinge herausfinden, die richtig sind, ohne sie in Zahlen zu fassen.
Claudia Ja, also das war mein heutiges Thema. Ich habe mir schon gedacht, dass du da viel zu beitragen kannst. Das hat mich sehr gefreut. Was machen wir denn nächstes Mal?
Florian Ja, nächstes Mal gibt es Klimakeile.
Claudia Aber meinst du Keile im Sinne von Schläge?
Florian Ich berate doch nicht. Es gibt Klimakeile, so heißt das Thema. Es ist ein Fachbegriff. Wir hauen uns nicht, das nicht. Sondern es wird tendenziell sogar positiv. Wir beschäftigen uns mit Lösungen. Aber wie so oft gibt es auch Kritik. Aber Klimakeile, fand ich ein cooles Wort. Darum habe ich dieses Thema genommen.
Florian Und was es genau sind, diese Klimakeile, das werdet ihr in der nächsten Folge erfahren. Ich kann jetzt schon sagen, es gibt 36. 36 Klimakeile.
Claudia Es gibt 36? Ich werde so drüber nachdenken, was das jetzt bedeutet.
Florian Ja, und ihr könnt auch nachdenken. Und wenn ihr beim Nachdenken entweder über die Klimakeile oder über die Comedy, wenn ihr Gedanken habt, die ihr uns mitteilen wollt, dann teilt ihn uns mit unter podcast.at.klima.fm. Schickt uns gerne eure Klimawitze, wenn ihr gute habt. Nur gute Witze, bitte. Also keine schlechten Witze. Schlechte Witze gibt es genug. Nicht die KI-Fragen.
Florian Die KI kann keine guten Witze machen. Die sind immer alle schlecht. Aber wenn ihr was Lustiges wisst über die Klimakrise oder selbst vielleicht auf die eine oder andere Art involviert seid in Kommunikationsformen, die mit Comedy zu tun haben, dann schreibt uns das. Interessiert uns unter podcast.at.klima.fm.
Florian Dasklima.fm ist unsere Homepage. Da gibt es die Shownotes, die Links zu den Papers und alle anderen weiterführenden Informationen. Ihr könnt den Podcast abonnieren, bewerten und so weiter anderen von dem Podcast erzählen. Und wenn ihr wissen wollt, wer die Klimakeile bekommt, dann hört uns in zwei Wochen wieder zu, wenn wir in Folge 170 genau darüber sprechen werden.
Florian Bis dahin verabschieden wir uns und sagen Tschüss. So, ich habe jetzt außerdem gerade noch das eine Bild rausgesucht, was ich jetzt wollte ich mir schon schicken, damit du das auch nochmal siehst. So, hier kommt jetzt zuerst das eine Bild, das Originalbild. Originalbild solltest du schon haben.
Claudia Noch nicht. Ah, jetzt.
Florian Und jetzt kommt das Bild, das ich nur als Vorlage für eine Skizze gemacht habe und das dann so zwei Jahre lang, Abend für Abend bei jeder Show, dann tatsächlich gezeigt wurde, groß auf der Leinwand. Und das schaut so aus.
Claudia Okay, aha, du hast schon Talent. Das geht, das geht. Also das geht schon. Aber das hast du doch auf so einem Flipchart-Papier gemalt.
Florian Nee, das ist einfach ein altes Druckerpapier.
Claudia Stimmt, guck mal, man sieht sogar noch, auf der anderen Seite war was draufgedruckt.
Florian Möglich, ja, genau. Das war schon ein Ausdruck von den Texten oder sowas.
Claudia Ja, wie cool. Ja, sehr schön. Ich nehme das als Beispiel für gute Wissenschaftskommunikation. Ist okay, klar.