
Das Universum· Folge 148
DU148 - Das dunkle Geheimnis der Neutrinos
Dienstag, 27. Januar 2026 · 1 h 30
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Shownotes
Und: Wer braucht schon Polarlichter?
DU148 - Das dunkle Geheimnis der Neutrinos
Und: Wer braucht schon Polarlichter?
In der neuen Folge geht es um das dunkle Geheimnis der Neutrinos. Vielleicht können uns diese seltsamen Teilchen dabei helfen, nicht nur eine offene Frage der Kosmologie zu lösen, sondern auch endlich definitiv zu klären, ob es dunkle Materie gibt oder nicht. Außerdem reden wir über Polarlichter, das neue Buch von Jasmin Schreiber, einen 40 Jahre alten Film und freuen uns auf unsere nächste Live-Show in Magdeburg am 29. März.
Wenn ihr uns unterstützen wollt, könnt ihr das hier tun: paypal.com/paypalme/PodcastDasUniversum Oder hier: steadyhq.com/de/dasuniversum Oder hier: patreon.com/dasuniversum
Polarlichter
In den letzten Wochen gab es beeindruckende Polarlichter über Mitteleuropa (derstandard.at/story/3000000304856/nordlichter…). Wer sie selbst sehen will, kann diese Vorhersage (spaceweatherlive.com/de/polarlichtaktivitat/po…) nutzen.
Buchempfehlung: “Da, wo ich dich sehen kann”
Das Buch “Da, wo ich dich sehen kann” (shop.autorenwelt.de/products/da-wo-ich-dich-se…) von Jasmin Schreiber ist absolut empfehlenswert, und nicht nur weil es dort auch um Astronomie geht. Hier gibt es ein Interview (ndr.de/kultur/buch/buchdesmonats/ndr-buch-des-…) mit Jasmin dazu.
Astro-Geschichte: Das dunkle Geheimnis der Neutrinos
Wir wissen seit Jahrzehnten, dass der Großteil der Materie im Universum unsichtbar ist. Galaxien rotieren zu schnell, Galaxienhaufen werden stärker zusammengehalten, als es mit sichtbarer Materie erklärbar wäre, und Gravitationslinsen zeigen: Da ist mehr Masse, als wir sehen. Diese „dunkle Materie“ wechselwirkt offenbar fast ausschließlich über Gravitation – vielleicht noch ganz schwach über die schwache Kernkraft. Aber: Wir kennen bis heute kein Teilchen, das diese Eigenschaften zufriedenstellend erfüllt.
Neutrinos wären zwar prinzipiell Kandidaten: Sie sind extrem häufig, elektrisch neutral und wechselwirken nur schwach. Das Problem ist nur: Ihre Masse ist absurd winzig. Selbst wenn man alle Neutrinos im Universum zusammenzählt, reicht ihre Gesamtmasse bei weitem nicht aus, um die dunkle Materie zu erklären. Aber sie könnten eine entscheidende Nebenrolle spielen.
Hier kommt eine kosmologische Spannung ins Spiel, die sogenannte S8-Tension - ähnlich wie die Hubble-Tension, aber anders. S8 ist eine Kenngröße dafür, wie stark die Materie im Universum verklumpt ist – also wie ausgeprägt die Dichteschwankungen auf großen Skalen sind. Ein hoher S8-Wert bedeutet: viel Struktur, viele Klumpen. Ein niedriger S8-Wert bedeutet: gleichmäßigere Verteilung.
Das Problem: Misst man S8 mithilfe von Beobachtungen des heutigen Universums – etwa über Gravitationslinsen und die Verzerrung von Galaxienbildern – erhält man einen niedrigen Wert. Schließt man dagegen vom frühen Universum (etwa aus der kosmischen Hintergrundstrahlung, CMB) auf die heutige Strukturentwicklung, erhält man einen höheren Wert. Das frühe Universum sagt voraus, dass das heutige Universum klumpiger sein müsste, als wir tatsächlich beobachten. Diese Diskrepanz nennt man S8-Tension.
Am 2. Januar 2026 erschien jetzt eine neue wissenschaftliche Arbeit mit dem Titel
„A solution to the S8 tension through neutrino–dark matter interactions“ (nature.com/articles/s41550-025-02733-1). Die zentrale Idee: Vielleicht wechselwirken Neutrinos doch leicht mit dunkler Materie!
Wenn Neutrinos und dunkle Materie leicht miteinander streuen, wird Impuls übertragen. Die dunkle Materie wird dadurch gebremst. Und wenn dunkle Materie langsamer verklumpt, wachsen Strukturen im Universum insgesamt langsamer. Genau das würde den S8-Wert senken – und die Diskrepanz zwischen frühen und späten Messungen verringern.
Dieses Szenario erinnert stark an ein bekanntes Phänomen: die Baryon Acoustic Oscillations (BAO) (sternengeschichten.podigee.io/158-sternengesch…). Im frühen Universum bildeten sich durch das Zusammenspiel von Gravitation und Strahlungsdruck Schallwellen im heißen Plasma. Nach der Rekombination „froren“ diese Dichteschwankungen ein und hinterließen eine bevorzugte Skala in der Galaxienverteilung – ein kosmisches Lineal, das wir heute noch messen können.
Wenn nun aber dunkle Materie und Neutrinos miteinander wechselwirken, entsteht ein analoges Phänomen: Dark Acoustic Oscillations (DAO) – dunkle akustische Oszillationen.
Dunkle Materie zieht sich gravitativ zusammen. Schnelle Neutrinos wirken wie ein Gegendruck und drücken zurück. Es entsteht ein Hin-und-Her, eine Art Schwingung in der Verteilung der dunklen Materie. Das hat Folgen: Kleine Strukturen werden besonders stark unterdrückt. Große Strukturen können sich weiterhin bilden. Insgesamt wächst die kosmische Struktur langsamer und weniger „klumpig“.
Kurz nach dem Urknall gab es unvorstellbar viele Neutrinos in einem sehr kleinen Volumen. Die Wahrscheinlichkeit für Wechselwirkungen war entsprechend hoch – selbst wenn die Kopplung extrem schwach ist. Heute hingegen ist das Universum riesig und die Neutrinos extrem dünn verteilt. Die Wechselwirkung existiert möglicherweise noch – aber sie ist so schwach, dass sie in Labor-Experimenten praktisch nicht nachweisbar ist. Die Studie findet immerhin eine 3σ-Präferenz für eine nichtverschwindende Wechselwirkung. Das ist noch kein endgültiger Beweis, aber stark genug, um die Idee ernsthaft weiterzuverfolgen.
Besonders spannend: Die Forschenden haben simuliert, wie sich diese Theorie in den Daten zukünftiger Himmelsdurchmusterungen zeigen würde. Und die Prognose ist klar:
Missionen wie das Vera Rubin Observatory (LSST) und das chinesische Weltraumteleskop CSST (Xuntian), geplant für den Start 2027 (mit 2-Meter-Spiegel und Wartungsmöglichkeit an der Raumstation), sollten in der Lage sein, diese Effekte eindeutig zu bestätigen – oder zu widerlegen.
Fragen aus der Hörerschaft
Jochen fragt: ”Wie würde der Nachthimmel wohl aussehen, wenn wir dunkle Materie sehen könnten?”
Wolkig, mit ein bisschen Spinnennetz…
Jochen will wissen ”warum klumpt die dunkle Mater nicht selber auch zusammen?”
Weil sie nicht mit sich selbst wechselwirken und kollidieren kann
Niki und Michael wollen wissen wie das mit der Wechselwirkung von Neutrino ist: ”wieso tun sie das nur manchmal?”
Weil sie NUR mit der schwachen Kernkraft wechselwirken können.
Science Frames: Zurück in die Zukunft
Evi hat sich diesmal “Zurück in die Zukunft” (imdb.com/de/title/tt0088763) angesehen und zwar nicht im Fernsehen, sondern im Kino.
Veranstaltungen
Eine LIVE Podcastaufnahme von “Das Universum” wird es am 10.02.2026 im Radiokulturhaus in Wien geben. Tickets gibt es hier (radiokulturhaus.orf.at/artikel/724628/Das-Univ…). Und am 16. Juni machen wir das nochmal.
Außerdem: Am 29. März 2026 in Magdeburg wird die nächste LIVE SHOW von “Das Universum” stattfinden. Hier gibt es Tickets (moritzhof-magdeburg.de/das-universum-wissensch…).
Florian wird weiterhin seine “Sternengeschichten LIVE” Show aufführen. Tickets und weitere Termine gibt es hier (sternengeschichten.live). Die Österreich-Premiere wird am 29. Januar 2026 in Wien stattfinden (Tickets (oeticket.com/event/florian-freistetter-sternen…)).
Ruth wird 2026 zweimal musikalisch unterwegs sein, mit “Space Mission: Ein musikalisches Weltraumabenteuer”. Am 18.2.2026 in St. Pölten Tickets (festspielhaus.at/de/programm/space-mission/48322) und am 24.3.2026 in Wr. Neustadt Tickets (stadttheater-wn.at/de/programm/tonspiele-space…).
Die Science Busters sind auch wieder unterwegs, inklusive Florian. Das …
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Florian Herzlich willkommen bei Das Universum, dem Podcast, in dem Ruth und Florian über Das Universum sprechen, mit Ruth.
Ruth Und mit Florian.
Florian Wir sind angekommen bei Folge 148 und wir haben fast, fast haben wir den Januar hinter uns gebracht.
Ruth Erfolgreich.
Florian Den Montag des Jahres, wie ich letztens jemanden sagen hörte.
Ruth Den Montag des Jahres. Ja, naja, ich weiß nicht, wirklich. Ich finde, im Januar geht es dann eh immer so sachte irgendwie los. Also es ist schon ein bisschen Montagsfeeling, aber es ist nicht so abrupt, oder? Weil alle sind irgendwie müde und alle sind irgendwie verschlafen und alle sind irgendwie so...
Florian Ich habe eh nichts gegen Montage normalerweise. Ich finde die eigentlich gut, weil dann ist der Sonntag vorbei. Also ich bin eh ein Fan des Montags, aber ich bin kein Fan des Januars, überraschenderweise.
Ruth Ich finde Januar, okay. Ich finde Februar bescheuert. Ich finde Februar könnte man sich voll ersparen, weil da ist irgendwie so weder noch, da war der Winter schon, da haben wir das jetzt schon gesehen, das mit dem Schnee und überhaupt und es ist immer noch kalt und es ist aber dann so, so nix. Es ist weder noch irgendwie Frühlingsanfang, noch irgendwie der Winter ist auch so.
Ruth Und dann ist echt so, warum nicht gar nicht März?
Florian Wahrscheinlich habe ich den Februar einfach irgendwie aus Kindheitserinnerungen noch in besserer Erinnerung.
Ruth Fasching.
Florian Fasching, dann meine Mutter hat Geburtstag im Februar und Skifahren ist immer gefahren, Semesterferien gab es immer.
Ruth Ja, stimmt. Ja, aber das mit dem Skifahren ist halt jetzt mittlerweile dahin.
Florian Ja gut, ja, das letzte Mal, wo ich auf Skiern gestanden bin, da warst du eh mit dabei. Das war irgendwann noch 2003 oder 2004 auf der Uni, wie wir da halt immer Skier gefahren sind, seitdem wir ja nicht mehr Ski gefahren.
Ruth Nein, Moment, Moment, Moment. Du bist nie mit Ski gefahren. Du hast dich immer verzogen und hast irgendwelche Bücher gelesen.
Florian Das auch, aber wenn das Wetter schön war. Das lag daran, ich hatte keine Kleidung zum Skifahren damals mehr. Keine vernünftige. Das heißt, ich bin schon mitgefahren.
Ruth Du bist mit einem schwarzen Wollmantel Ski gefahren.
Florian Nein, einen Pulli hatte ich gehabt. Also einen Pulli hatte ich angehabt. Aber ich bin Ski gefahren. Also einmal einen Tag bin ich immer gefahren. Ihr seid ja da immer verrückt rauf und runter gefahren. Das brauche ich ja nicht. Und den Rest der Zeit, ja, habe ich mich irgendwo hingesetzt und was gelesen. Ein Bier getrunken.
Florian Aber egal, es ist über 20 Jahre her, dass wir das gemacht haben. Aber seitdem bin ich noch Ski gefahren und mir fehlt es auch nicht so wirklich.
Ruth Nein, es ist ja auch, ich gehe gerne auf Berge rauf mit Ski, ohne Lift. Das ist aber ein komplett eine andere Geschichte. Da geht es ja eher ums Raufgehen als ums Runterfahren, mir zumindest.
Florian Ich gehe gerne Berge rauf ohne Ski und ohne Lift.
Ruth Mit dem Ski kann man aber weiter gehen. Also vor allem kann man halt im Winter auch gehen, weil man irgendwie zu Fuß nicht weit kommt, weil man im Schnee versinkt. Obwohl mittlerweile auch nicht mehr. Mittlerweile ist es oft leichter zu Fuß als mit den Skien an den Beinen. Aber ja.
Florian Reden wir nicht mehr über Wintersport oder über Montage, sondern über das, weswegen wir hier sind, über das Universum. Und zur Einleitung habe ich gleich zwei Themen. Die Beide mit Astronomie zu tun haben. Das eine ein bisschen mehr, das andere ein bisschen weniger. Beide interessant. Ich weiß nicht, ob man es noch ansprechen muss, aber ich glaube, wir müssen es ansprechen. Es gab Polarlichter.
Ruth Wieso nicht? Bist du Polarlichthasser? Nur weil du in Baden wohnst, wo man nie Polarlichter sieht, was so hell ist?
Florian Ich glaube, die sind überschätzt Polarlichter. Die sind immer ganz langweilig und keiner will sie sehen. Die tun alle nur so.
Ruth Ich war unterwegs in Vorarlberg und ich war gerade in Bregenz, die Dagmar-Treffen, eine gute Freundin, und auf dem Weg zurück im Zug, in der Schnellbahn von Bregenz nach Rangweil, wo mein Hotel war, checke ich ein in die fantastische Universumstelegram-Gruppe und schaue mal so und auf einmal alles voll mit Polarlichtfotos und irgendwie so, was, was, irgendwie aus Bayern und Ding und Oberösterreich und überhaupt und ich so, was, das gibt es doch nicht.
Ruth Und dann bin ich tatsächlich dann raus, also nicht direkt aus dem Zug einfach rausgestiegen, sondern wie ich dann in Rangweil war, raus und auf diesen kleinen Hügel da irgendwie raus und schaue und sehe fucking Polarlichter am Himmel. So ganz schwach, aber deutlich, so ein rötliches Klümpchen und ein bisschen mehr Rot rundherum und Dings.
Ruth Das war schon ziemlich cool und ich hätte das voll verpasst ohne euch, weil das irgendwie war nicht so angekündigt diesmal.
Florian Ja, mir ging es genauso. Ich habe auch die Telegram-Gruppe aufgemacht und war alles voll mit Polarlichtbildern, aber bei mir war es dann erst am Morgen danach, weil ich gehe ja früher schlafen als du. Und man hat es ja auch im Baden gesehen, also da wo ich wohne, gab es jede Menge Fotos von Baden, aber ja, da musst du halt auch im Baden auf einen Hügel gehen, irgendwo aufs Feld rausgehen oder sowas.
Florian Wenn ich jetzt gewusst hätte, die kommen fix und so weiter, dann hätte ich es gemacht, aber ja, an dem Tag habe ich es jetzt nicht gesehen. Und da wo ich noch dazu wohne, also erstens, die erste Schwierigkeit ist generell, Im Süden von Wien, wo Baden liegt, sieht man, wenn man nach Norden schaut, wo die Polarlichter sind, immer Wien. Das heißt, da ist immer nervig hell.
Ruth Und noch dazu das Industriegebiet, das da noch dazwischen ist.
Florian Genau. Und dann ist noch dazu direkt so ein bewaldeter Hügel da, wo ich wohne und nach Norden schaue. Das heißt, da verstellt man den Horizont. Und dann habe ich noch einen komischen Nachbar, der sowieso seinen Garten per Flutlicht ausleuchtet, Nacht für Nacht. Das heißt, ich wohne eh in einem maximal schlechten Ort, um astronomische Beobachtungen zu treiben.
Florian Also ich habe es nicht gesehen, die Polarlichter, auch in der zweiten Nacht nicht, wo man ein bisschen was sehen konnte noch. Ich weiß jetzt nicht, wie es jetzt ist. Wir nehmen das drei, vier Tage auf, bevor wir es senden, die Folge, ob man immer noch was sehen kann. Aber wenn ihr auch Polarlichter sehen wollt, es gibt jede Menge Seiten im Internet, wo man sich Vorhersagen machen lassen kann.
Florian SpaceWeatherLive.com zum Beispiel, verlinke ich in den Shownotes. Da seht ihr, wieso die Wahrscheinlichkeiten sind. Aktuell würde ich jetzt gerade drauf schauen.
Ruth Nicht so gut. Aber ganz so easy ist das halt auch nicht mit der Vorhersage. Also man weiß nie, weil das ist halt ein ziemlich komplexer Prozess in Wirklichkeit und das kommt auch darauf an, wie das Magnetfeld der Erde gerade ist und ob da vorher schon was war, ob das schon quasi irgendwie geschwächt ist sozusagen.
Ruth Und das ist so leicht vorherzusehen oder vorherzusagen, was man dann tatsächlich sehen kann, ist das gar nicht. Und darum war es vielleicht auch so überraschend diesmal, dass es so stark war.
Florian Genau. Aber wenn ihr wirklich sicher vorhergesagt werden wollt, dann geht in unsere Telegram-Gruppe, weil wenn irgendwo ein Polarlicht ist, egal wie klein sie ist und wo sie ist, irgendwer fotografiert und postet. Und dann wisst ihr, da sind Polarlichter.
Ruth Genau, darauf ist Verlass.
Florian Genau.
Ruth Sehr schön. Aber für mich war das auch erst das zweite Mal überhaupt, dass ich Polarlichter gesehen habe. Es ist schon was Besonderes.
Florian Ja, ja.
Ruth Also vielleicht, wenn man in Norddeutschland lebt, ist es dann nicht mehr so besonders, weil da war ja jetzt die letzten zwei Jahre einige Male einiges los. Aber es war auch vor allem extrem stark. Es war einer der stärksten Sonnenstürme überhaupt. Ich glaube, da habe ich bei der Geosphere Austria gelesen, dass es überhaupt der stärkste Ausschlag war in den Messungen.
Ruth Seit es die Messungen gibt, Mitte der 90er oder so. Also es war... Schon richtig außergewöhnlich wieder mal.
Florian Ja, die Fotos waren alle sehr beeindruckend. Aber wie gesagt, ich glaube, in Wahrheit ist es urlangweilig.
Ruth Vor allem, was ich gut finde, sind die schlechten Fotos. Also Leute, schickt uns eure schlechten Handyfotos. Genauso, weil auf den schlechten Handyfotos sieht man eher, wie sie wirklich aussehen. Natürlich, wenn man dann eine geile Kamera hat und länger belichtet und überhaupt, dann sieht man halt dann fantastisch phänomenale Farben, die aber so nie mit freiem Auge zu sehen sind.
Ruth Und ich weiß, manche von euch behaupten, ja, aber nein, sie sind nicht so wie auf den Fotos. Und wenn man aber ein schlechtes Handybild hat, dann ist es mehr so, ah ja, so hat es wirklich auch mit freiem Auge ausgesehen.
Florian Was ich gut fand, was einige gemacht haben, auch in unserer Gruppe, sie haben Screenshots von Webcams gepostet. Das fand ich spannend.
Ruth Das war geil.
Florian Von der Zugspitze zum Beispiel, bayerische Zugspitzenbahn, da schaut das schon sehr beeindruckend aus. Und das sind jetzt keine Weißkriege, wie auf gemotzten Kameras, diese Webcams, die da rumstehen, irgendwo in den Bergen. Das heißt, das schaut gut aus auf diesen Bildern.
Ruth Ja, die waren fantastisch. Ich habe auch gleich geschaut, gerade in den Alpen. Alle möglichen Berge haben alle möglichen Kameras. Und oft sind die sogar richtig schlecht, diese Kameras eigentlich. Und es war fantastisch, was da zu sehen war. Also natürlich, je weiter oben, umso besser.
Florian Genau. Dann nutze ich jetzt gleich mal das Auftreten dieser langweiligen Polarlichter, um das zu machen, was ich jetzt gerade noch machen kann, bevor es zu spät ist, nämlich Werbung für mein Buch, bevor es erscheint. Ja, weil die Polarlichter sind bunt und mein neues Buch, das am 17. Februar erscheint, heißt Die Farben des Universums. Da geht es auch ums Bunte und natürlich ist auch ein Kapitel über Polarlichter drinnen, wo ich einerseits natürlich erklärt habe, wie die Polarlichter genau entstehen und mich bemüht habe, das so zu erklären, wie es wirklich ist und nicht die üblichen, teilweise unvollständigen oder sogar fehlerhaften Entstehungstheorien oder Entstehungsgeschichten zu reproduzieren, die man sonst so lesen kann.
Florian Wenn man es so populärwissenschaftlich kurz irgendwo dargestellt kriegt, irgendwie Sonnenwind trifft auf die Erdatmosphäre und die fängt zum Leuchten an, ist im Prinzip nicht falsch, aber auch weit entfernt von richtig. Und das habe ich ein bisschen genauer erklärt und auch die Farben erklärt, warum es unterschiedliche Farben gibt.
Florian Und vor allem, das wissen vielleicht noch nicht alle, dass man Polarlichter auch hören kann.
Ruth Was?
Florian Ja, Polarlichter machen Geräusche. Das ist lange Zeit als Mythos abgetan worden, bis dann ein Haufen Leute aus Finnland, glaube ich, waren es, sich das mal wissenschaftlich angeschaut haben und herausgefunden haben, dass es erstens so ist. Also es gibt Geräusche, die man hören kann, wenn Polarlichter auftreten, so ein Knistern, Knattern, ja sowas in der Art und sie haben auch eine einigermaßen plausible Theorie entwickelt, wie das funktioniert und wer wissen will, wie das funktioniert, kann das in meinem Buch die Farben des Universums nachlesen, das am 17.
Florian Februar erscheinen wird und wenn es ganz viele von euch vorbestellen, dann freut mich das, weil dann Habt ihr ein schönes Buch zu lesen und ich freue mich, dass mein Buch, das ich geschrieben habe, gelesen wird. Und je mehr es vorbestellen, desto größer ist auch die Chance, dass es zu einem Bestseller wird.
Florian Und das würde mich natürlich noch mehr freuen. Also die Farben des Universums, nicht nur Polarlicht, da geht auch um ganz viele andere Dinge im Universum, die Farben haben oder auch keine Farben haben. Also ich habe auch über unbunte Farben gesprochen oder geschrieben oder über Dinge, die keine Farbe haben.
Florian Also alles, was im Universum irgendwie existiert und unbunte. auf die eine oder andere Art bunt oder unbunt ist, wird im Buch seinen Auftritt haben.
Ruth Und das ist auch etwas, womit man sich den langweiligen Februar versüßen kann.
Florian Stimmt.
Ruth Den unnötigen Februar. Dein Buch macht den unnötigen Februar vielleicht ein bisschen weniger unnötig.
Florian Genau. Und es erscheint bis zum 17. Februar, Faschingsdienstag.
Ruth Wirklich?
Florian Ja, das ist am Faschingsdienstag.
Ruth Absicht oder war das Zufall?
Florian Nein, Zufall. Zufall ist auch so ein bunter Tag. Und wenn ihr keinen Bock habt, irgendwo auf einen Faschingsumzug zu gehen oder euch irgendwo bei einer Karnevalsparty zu vergnügen, könnt ihr euch das Buch nehmen und euren eigenen bunten Abend bei euch zu Hause haben.
Ruth Sehr schön. Ich glaube, das mache ich.
Florian Das war Polarlicht und Buchwerbung. Und das zweite Thema, was ich für die Einheitung habe, hat auch mit einem Buch zu tun, weil ich von einem Buch erzählen möchte. Und wenn ich gleich erzähle, was für ein Buch es ist und worum es geht, werden sich einige fragen, ja, aber was hat denn das bitte mit Astronomie zu tun?
Florian Wartet ab, kommt noch, auch wenn es jetzt eigentlich kein astronomisches Thema ist, aber es ist ein wichtiges Thema, ein wichtiges Buch, ein gutes Buch und ich möchte es auf jeden Fall hier bewerben. Ich habe es nicht selbst geschrieben, aber ich möchte, dass möglichst viele Menschen dieses Buch lesen, weil es großartig ist.
Florian Das heißt, ich werde auch noch meine anderen Kanäle benutzen, um dieses großartige Buch entsprechend zu bewerben, weil es gut ist, weil es alle lesen sollen. Und die, die den Podcast schon von Anfang an hören, die kennen auch die Autorin, die es geschrieben hat und die anderen vielleicht auch, weil sie eine bekannte Autorin ist. Aber sie war bei uns im Podcast.
Florian Sie war, glaube ich, in Folge 20. ich erinnere mich gar nicht mehr, aber 25, irgendwo so um den Dreh rum war das mal, als wir gemeinsam eine Folge aufgenommen haben mit den Hosts von Bugtales mit Jasmin und Lorenz, der Biologie-Podcast, wo wir dann über astronomische Tiere gesprochen haben, wenn du dich erinnerst.
Ruth Genau, ja, ja, ich kann mich erinnern. Ja, das war total nett.
Florian Genau, und die beiden sind auch total nett. Und Jasmin, die ist nicht nur Podcasterin und nicht nur Biologin, sie schreibt auch Bücher und ihre Bücher haben mit Wissenschaft zu tun. Also auf jeden Fall mal ihre populärwissenschaftlichen Bücher, die sie über Biologie und über Biodiversität und Ökologie geschrieben hat und die Natur.
Florian Da gibt es jede Menge, sehr vorrangige Bücher. Ich habe sie alle, aber ich weiß sie gerade nicht auswendig. Sie hat ein Buch über Biodiversität geschrieben, das weiß ich. Sie hat das Buch geschrieben Schreibers Naturarium, das auch sehr, sehr schön ist. Und sie hat dann auch noch ein Buch geschrieben Abschied von Hermine, also der Tod am Beispiel des Hamsters Hermine.
Florian Und mit Lorenz Adlung, ihrem Mann gemeinsam, hat sie geschrieben Liebe, Sex und Erblichkeit. Da geht es umsonst. Liebesex und Erblichkeit. Und also alles sehr gute Bücher. Aber dass ihre populärwissenschaftlichen Bücher mit Wissenschaft zu tun haben, ist nicht überraschend. Sie hat auch einen Schwung Romane geschrieben, nämlich eins.
Florian Zwei, drei, vier mittlerweile. Und das sind Romane. Da werden Geschichten erzählt, wie es in Romanen halt so üblich ist. Und die haben auch alle insofern mit Wissenschaft zu tun, als dass die Personen, die in den Romanen die Hauptrollen spielen, Wissenschaftlerinnen und oder Wissenschaftler sind. Und das ist insofern bemerkenswert, als dass es in vielen Romanen nicht der Fall ist.
Florian Da sind die Leute dann irgendwelche, weiß ich nicht, Polizeikommissare oder Modedesignerinnen oder sonst irgendwelche coolen Stereotypenberufe. Und wenn irgendwo mal Wissenschaft auftaucht, na ja, keine Ahnung, dann ist es im Thriller oder im Krimi der Wissenschaftler, wo die Leute dann hingehen, weil sie irgendwas wissen wollen.
Florian Und das ist dann halt so ein Klischee von Wissenschaftler. Der ist Wissenschaftler, Wissenschaftlerinnen dann tauchen meistens eh nicht auf. Also der ist Wissenschaftler und sonst ist halt nichts. Und in dem Fall, in den Büchern von Jasmin, da passieren die Geschichten, die in Romanen halt so passieren und diese Geschichten passieren halt Leute, die sind halt Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler und so ist die Welt halt.
Florian Also in der Welt gibt es Menschen, die sind Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen und darüber hinaus haben sie auch noch ein Leben. Und das ist etwas, was halt...
Ruth Und denen passieren Dinge.
Florian Ja, und das finde ich halt gut, dass erstens mal die Wissenschaft auf die Art auch in einem Roman dargestellt wird. Mir fehlen gerade die Worte, das zu beschreiben, warum ich das so bemerkenswert finde. Wahrscheinlich Und ich weiß halt, ja, so bemerkenswert ist, dass es in so vielen anderen Romanen nicht der Fall ist.
Ruth Ja, eher das Fehlen, woanders ist das bemerkenswerte, dass einfach die ganz normale Lebensrealität der Menschen, die Wissenschaft betreiben, da ist.
Florian Und natürlich hat die Wissenschaft immer auch die eine oder andere Rolle im Buch selbst, also in Mariannengraben, ihrem ersten Buch. Da ist es halt eine Biologin, die da eine Rolle spielt und der Mariannengraben, die tiefste Stelle des Meeres der Erde, die spielt da so eine metaphorische Rolle. ist auch verfilmt worden, das Buch.
Florian Und wie gesagt, die Wissenschaft ist halt einerseits immer Teil der Romane von Jasmin, weil sie der Beruf von vielen Leuten ist, die in dem Roman auftreten. Und dann spielt sie halt oft immer so, ja, eine metaphorische Rolle. Und genau das ist der Fall in ihrem aktuellen Buch, das sie selbst als ihr bisher härtestes Buch bezeichnet hat.
Florian Und nachdem ich es jetzt gelesen habe, kann ich das bestätigen. Das Buch heißt Da, wo ich dich sehen kann. Und es ist ein Buch über Femizide. Und das ist jetzt ein Thema, wo man sagen kann, ja, das ist jetzt nicht unbedingt so ein Buch, das man zum großen Vergnügen liest. Aber, und das ist das Beeindruckende, das Buch von Jasmin, das ist wirklich, wirklich toll.
Florian Gut, es ist wirklich gut. Also ich habe es fast in einem Rutsch durchgelesen. Natürlich ist das Thema hart, weil ein Femizid ist jetzt nichts Lustiges. Ein Femizid ist etwas, was für sehr, sehr viele Menschen in echt auch ein sehr, sehr großes Problem ist und ihr Leben bis zum Ende kaputt macht. Und trotzdem hat sie das auf eine Art beschrieben, dass man es gern liest, ist vielleicht der falsche Ausdruck, aber man liest und man, ich spreche jetzt von mir, man hat das Buch zu Ende gelesen und man ist beeindruckt und man ist bewegt, aber man ist jetzt nicht zwingend so down, dass man jetzt dann nichts mehr auf die Reihe kriegt, sondern es ist eher ein Buch, das einen ein bisschen antreibt und zum Nachdenken bringt und irgendwie
Florian auch zum Handeln bringen will. Man fühlt sich danach aktiv, vielleicht auf eine leicht aggressive Art aktiv, aber es ist ein sehr, sehr gutes Buch. Und ich habe gesagt, das hat jetzt nicht zwingend was mit Astronomie zu tun. In dem Fall Femizid hat überhaupt nichts mit Astronomie zu tun. Das ist das Thema des Buches. Aber, und auch hier hat Jasmin wieder das gemacht, was sie in ihren anderen Büchern gemacht hat, nämlich Wissenschaft halt in Form der Leute reingebracht, die mitspielen.
Florian Also eine der Hauptpersonen in dem Buch ist eine Astronomin und die Astronomie selbst ist auch wieder metaphorisch zum Teil als Handlungselement mit dabei, aber auch real. Also ich habe mich dann auch sehr gefreut, dass zum Beispiel die Thüringer Landessternwarte einen kurzen Auftritt hat. Also eine kurze Szene im Buch spielt an der Thüringer Landessternwarte.
Florian Da habe ich zwar nicht gearbeitet, ich habe an der Uni-Sternwarte Jena gearbeitet, aber natürlich habe ich die Leute aus Tautenburg von der Landessternwarte gekannt, war auch selbst ab und zu mal da. Aber also die Szene, die an der Landessternwarte spielte, die hätte auch woanders spielen können. Aber sie hat halt an der Sternwarte gespielt, weil die Person, die die Hauptrolle spielt oder eine der Hauptrollen spielt, halt zufällig Astronomin ist.
Florian Und dann ist man halt ab und zu an Sternwarten. Also das habe ich gemeint, was ich an den Büchern von der Jasmin so mag, dass. Lebensrealität von Leuten, die in der Wissenschaft arbeiten, zu sehen ist. Und das ist halt sonst selten der Fall. Und abgesehen davon ist es halt wirklich ein sehr, sehr beeindruckendes Buch, was dieses sehr, sehr harte Thema Femizid angeht.
Florian Also ich kann es allen nur empfehlen, das zu lesen. Es ist kein Buch, vor dem man Angst haben muss. Es ist kein Buch, durch das man sich durcharbeiten muss. Man wird es anfangen zu lesen und dann wird man es zu Ende lesen wollen, weil es wirklich so gut geschrieben ist. Und man wird sich währenddessen Gedanken Und man wird danach einen anderen Blick auf das Thema haben und einen besseren Blick auf das Thema haben.
Florian Selbst man glaubt, man hat das eh schon durchschaut und alles, aber durch das Buch wird man noch ein bisschen mehr dazu kommen. Und wie gesagt, es geht auch um Astronomie, aber das ist jetzt nicht das, worum es eigentlich geht bei dem Buch.
Ruth Und weißt du, warum sie sich dieses Thema ausgesucht hat? Einfach, weil es halt ein wichtiges Thema ist?
Florian Nein, ich habe es von ihr persönlich nicht besprochen, aber es gibt entsprechende Interviews, die ich euch auch verlinken kann. Und soweit ich das mitbekommen habe, die Grundszene, also der Femizid selbst, ist einer Nachbarin von ihr passiert.
Ruth Wirklich?
Florian Und das wollte sie halt in dem Buch entsprechend darstellen und verarbeiten.
Ruth Und das heißt nochmal, wo ich dich sehen kann, da wo?
Florian Da, wo ich dich sehen kann, ist Ende letzten Jahres erschienen. Und wie gesagt, absolut, absolut lesenswertes Buch.
Ruth Auch eigentlich ein astronomischer Satz, könnte man sagen, oder?
Florian Ja, dieser Satz bezieht sich auch auf etwas Astronomisches in diesem Buch.
Ruth Ah, okay. Spannend.
Florian Es ist ein wirklich, wirklich gutes Buch. Irgendwann muss ich mal einen Kurs machen, ein Buch rezensieren für Dubbis, weil ich kann immer nur sagen, es ist ein wirklich, wirklich gutes Buch.
Ruth Es ist ein wirklich, wirklich gutes Buch.
Florian Ja, ist es auch.
Ruth Kauf das, es ist einfach gut. Sehr gut. Ich habe jetzt eh schon lang kein Buch mehr gelesen.
Florian Na, lies das. Es ist wirklich gut.
Ruth Mach ich. Ja, danke für die Empfehlung. Du hast auch immer gute Buchempfehlungen, muss man schon sagen. Also obwohl du es nicht formulieren kannst. Hast du einen guten Geschmack, was Bücher angeht.
Florian Besorgt euch das Buch und lest das Buch. Und wie gesagt, ja, gibt es, bevor ihr fragt, überall da, wo es Bücher gibt, gibt es auch als Hörbuch, wahrscheinlich auch als E-Book. Und wenn ihr euch keine Bücher kaufen könnt, dann wird es auch in Büchereien geben. Davon gehe ich aus. Also wenn ihr das Buch lesen wollt, was ihr solltet, dann werdet ihr einen Weg finden, das auch zu tun. Dann schafft ihr das.
Florian So, und nachdem wir das jetzt gesprochen haben zur Einleitung, kommt jetzt ein völlig anderes Thema in unsere Hauptgeschichte. Da geht es um ein dunkles Geheimnis, wie eine entsprechende Zeitung in der Schlagzeile getitelt hat.
Ruth Ich wollte gerade sagen, da geht es doch immer.
Florian Oder?
Ruth Es ist immer ein dunkles Geheimnis, wenn es um den Weltraum geht.
Florian Nicht nur ein dunkles Geheimnis, es ist auch eine mögliche Sensation in derselben Schlagzeile.
Ruth Geht es um Avi Löb?
Florian Nein, nein, gar nicht. Es geht diesmal um seriöse, echte Wissenschaften.
Ruth Ich glaube, heute erst wieder was von ihm gelesen, was natürlich, wie kann es sonst sein, unseren interstellaren Gast 3i Atlas betrifft, dass er anscheinend drei Jets in genau 120 Grad Winkel, Abstand voneinander hat und dass man sich nicht erklären kann, wie diese Jets genau in diesem Abstand, in diesem Winkel zustande kommen und dass das natürlich ein Antrieb sein muss.
Florian Ja, aber was ist das für ein Antrieb, der in alle Richtungen gleichzeitig feuert? Da kommt ja nirgendwo hin, der Antrieb.
Ruth Ja, und vor allem aus welchem Winkel betrachtet und von wo betrachtet. Und dann schaut man sich das Bild an und es ist natürlich nicht genau im 120-Grad-Winkel, sondern schon so ungefähr. Aber ja, das ist zum Thema selektive Wahrnehmung. Aber gut, darum geht es nicht.
Florian Kannst du da nichts drüber reden, wenn du wieder dran bist? Wir reden heute über ein dunkles Geheimnis. Eine Sensation und das, was in der Schlagzeile das dunkle Geheimnis mit der möglichen Sensation verbindet, sind Neutrinos.
Ruth Ah, das dunkle Geheimnis.
Florian Genau. Es ist eine wirklich interessante Geschichte. Es geht um dunkle Materie. Dunkle Materie und dunkle Materie, wir wissen nicht, was das ist.
Ruth Aber wir wissen auch, dass es nicht Neutrinos sind.
Florian Ja, da kommen wir noch dazu. Also ganz kurz, dunkle Materie, das ist etwas, wir haben es eh schon oft genug erklärt, aber falls jemand zum ersten Mal in unseren Podcast reinhört, herzlich willkommen übrigens, schön, dass ihr da seid. Dunkle Materie, das ist eine Form von Materie, von der wir uns fast...
Florian die sicherheitssicher sind, dass sie existiert, sofern man sich in der Wissenschaft über was sicher sein kann. Wir wissen, dass diese Materie existiert, weil wir sehen, wie die Gravitationskraft dieser Materie die Dinge beeinflusst, die Bewegung von Galaxien, die Bewegung von Sterne. Wir wissen, da ist Gravitationskraft, aber wir sehen nicht, wo die Gravitationskraft herkommt, weil diese Art der Materie eben nur Gravitationskraft ausübt und spürt, aber keine elektromagnetische Kraft ausübt und spürt.
Florian Und das ist das, was wir bräuchten, um was zu sehen. Aber aus vielen, vielen anderen Beobachtungsdaten wissen wir, es muss im Universum diese dunkle Materie geben und zwar sehr, sehr viel davon, viel, viel mehr als von der normalen Materie. Aber wir wissen nicht, aus was die dunkle Materie konkret besteht.
Florian Wir können ja nicht sagen, das ist diese Art von Teilchen oder sowas. Haben wir noch nicht entdeckt. Und Spoiler, wenn ich die Geschichte zu Ende erzählt habe, dann werden wir es immer noch nicht wissen.
Ruth Das dunkle Geheimnis bleibt ein dunkles Geheimnis.
Florian Aber wir werden es vielleicht ein bisschen besser verstehen. Dunkle Materie, wie gesagt, die wirkt nur gravitativ oder vielleicht auch ein bisschen mit der schwachen Kernkraft. Also das ist eine von den vier Grundkräften. Gravitation, Elektromagnetismus und dann gibt es noch zwei Kräfte, die nur innerhalb der Atomkerne eine Rolle spielen.
Florian Die starke und die schwache Kernkraft ist jetzt nicht wichtig, was das genau ist. Ist eine Kraft, die dafür sorgt, dass die Atome so funktionieren, wie sie funktionieren. Und vielleicht wechselwirkt die dunkle Materie auch mit dieser schwachen Kernkraft. Jetzt brauchen wir Teilchen, die so funktionieren.
Florian Aber wir kennen kein Teilchen, das so funktioniert, beziehungsweise schon. Wir kennen ein Teilchen, nämlich das Neutrino. Das Neutrino ist genau so ein Teilchen. Das Wechsel wirkt gravitativ, nicht elektromagnetisch und ein bisschen über die schwache Kernkraft. Also Neutrino verhält sich so, wie es dunkle Materie tun sollte, aber Neutrinos haben halt eine absurd winzige Masse und es gibt sehr, sehr viele Neutrinos im ganzen Universum, aber auch all die zusammen reichen nicht aus, um die dunkle Materie in ihrem gesamten Ausmaß zu erklären und dann sind die Neutrinos auch noch viel zu schnell.
Florian Die Teilchen der dunklen Materie sollten nicht so schnell rumflitzen, wie sie Neutrinos tun. Also wir wissen, Neutrinos sind es nicht.
Ruth Muss man schon sagen, es ist natürlich ein gutes Zeichen quasi für die Existenz der dunklen Materie oder eines Teilchens, dass es Teilchen gibt, die mehr oder weniger sich so verhalten, wie wir es von der dunklen Materie erwarten würden. Also dass es nicht was komplett, komplett Verrücktes out of this world ist, was wir so noch nie gesehen haben, dass wir da verlangen, sondern es ist einfach nur eine Art von Teilchen, die halt dann so ähnlich sich auf diese Art und Weise verhält, aber dann doch ein bisschen anders.
Florian Ganz genau.
Ruth Noch anders genug, dass wir Neutrinos als die Quelle da irgendwie ausschließen können. Genau.
Florian Also Neutrinos sind so wie dunkle Materie, aber wir wissen, Neutrinos sind nicht die dunkle Materie. Aber, und das ist das Thema der neuen Arbeit, die vor kurzem erschienen ist, am 2. Januar 2026, aber die Neutrinos können uns helfen, die dunkle Materie besser zu verstehen. Und wenn wir wissen wollen, wie das geht, müssen wir uns mit etwas beschäftigen, was einen sehr schönen, aber sehr kryptischen Namen hat, nämlich der S8-Tension.
Florian Ich bin mir nicht sicher, ob wir die im Podcast schon mal hatten, ich glaube nicht, vielleicht hast du kurz mal erwähnt, die S8-Tension, das ist so etwas Ähnliches wie die Hubble-Tension. Die haben wir schon oft gehabt. Bei der Hubble-Tension, der Hubble-Spannung, geht es darum, dass wir die Expansion und vor allem die Expansionsgeschwindigkeit, die Expansionsrate des Universums beobachten.
Florian Und das können wir auf zwei Arten tun. Wir können einmal direkt Daten aus dem frühen Universum nehmen, beobachten und daraus die Geschwindigkeit der Expansion bestimmen Und dann können wir Daten aus dem späten Universum, also quasi von jetzt nehmen und mit unseren kosmologischen Modellen zurückrechnen oder andersrum vom Urknall nach vorn rechnen, wie auch immer.
Florian Egal wie wir es machen, wir kommen drauf, das passt nicht zusammen. Also die Daten aus dem frühen Universum sagen uns was anderes als die Daten aus dem späten Universum. Und das ist eine Spannung zwischen den Daten, weil wenn wir das richtig verstehen, müssen wir mit beiden Methoden auf das Silberergebnis kommen.
Ruth Um nochmal den Choralm-Tunnel zu erwähnen. Wenn man einen Tunnel gräbt, bohrt, dann fängt man ja auch meistens da irgendwie von zwei Seiten an. Und idealerweise kommen die einfach da zusammen oder genau genug zusammen, dass man sie miteinander verbinden kann. Und in dem Fall ist es, wenn man von früh anfängt, vom frühen Universum, aus der Vergangenheit quasi und aus der Jetzt-Zeit, da es sich zueinander bohrt, kommt man da anscheinend einfach nicht so genug so zusammen, damit es sich durch Messungenauigkeiten da irgendwie erklären kann, sondern es ist irgendwie ein Unterschied.
Ruth Ein kleiner Unterschied, aber doch ein schon signifikanter Unterschied mittlerweile.
Florian Genau, das ist die Hubble-Tension und da hast du in vergangenen Folgen schon öfter drüber gesprochen. Jetzt geht es aber nicht um die Hubble-Tension, es geht um die S8-Tension.
Ruth Nur kurze Anmerkung, ich glaube es ist Sigma-8, also es ist ein griechisches S.
Florian Okay, das kann auch sein.
Ruth Der Parameter heißt Sigma-8.
Florian Das kann natürlich sein, aber in der Überschrift des Papers habe ich es als S gelesen.
Ruth Weil sie zu faul waren, griechische, nein, es ist ein kleines Sigma.
Florian Okay, okay, okay. Ich wollte gerade sagen, ich spare mir die mathematische Herleitung und alles von dem ganzen Ding. Aber, Jetzt habe ich doch nochmal auf die Formel geschaut und die Formel lautet S8 ist gleich Sigma 8 mal Wurzel Omega M durch 0,3. Also S8 ist ein Parameter, der sich aus dem Sigma 8, das du meinst, ableitet.
Ruth Der normiert auf einen Materiegehalt von 0,3.
Florian Aber wie gesagt, ich wollte es eigentlich gar nicht so kompliziert machen, sondern nur sagen, dass es bei dieser S8-Tension um Fluktuationen in der Dichte der Materie geht. Also ist die Materie im Universum eher gleichmäßig verteilt oder ist sie eher klumpig verteilt? Das ist was, was man mit diesem S8-Parameter beschreiben kann.
Florian S8 ist eine Zahl und die sagt uns, ob die Materie verklumpt ist und das bezieht sich jetzt auf späte Universum, also quasi auf jetzt. Also nicht auf früher, kurz nach dem Urknall, sondern auf jetzt. Und wenn diese S8-Zahl niedrig ist, dann ist die Materie gleichmäßig verteilt. Wenn S8 groß ist, dann gibt es viele Klumpen. Und wir können das auf zwei Arten messen, nämlich einerseits über Gravitationslinsen.
Florian Also wir können uns Galaxien anschauen überall im Universum und je nachdem, wie diese Galaxien Bilder dann verzerrt sind, wissen wir, dass das Licht der Galaxien auf dem Weg zu uns durch andere Materie abgelenkt worden ist. Gravitationslinse, weil Materie krümmt den Raum, Licht folgt der Raumkrümmung.
Florian Das heißt, Materie kann wie eine Linse wirken und aus diesen Mit Gravitationslinsen können wir ableiten, wie die Materie im Universum verteilt ist. Und das ist ein Weg, diese S8-Zahl zu bestimmen und herauszufinden, ob die Verteilung der Galaxien, Galaxienhaufen eher gleichmäßig oder eher klumpig ist.
Florian Und dann können wir auch Daten aus dem frühen Universum nehmen, über die kosmische Hintergrundstrahlung. Weil die kosmische Hintergrundstrahlung, das erkläre ich jetzt nicht im Detail, sagt uns auch etwas darüber, wie die Materie damals, so 300.000 Jahre nach dem Urknall, verteilt war. Und da war noch nichts mit Galaxien und so weiter, sondern das war wirklich nur Materie, also Atome.
Florian Und die waren halt auch nicht exakt gleichmäßig verteilt. Und wie klumpig sie verteilt waren, können wir eben über die kosmische Hintergrundstrahlung messen und dann mit unseren diversen kosmologischen Modellen in die Zukunft rechnen. Weil die dichte Fluktuationen von damals sind die großen Galaxienklumpen von heute.
Florian Und auch da können wir, wie gesagt, eben aus zwei Arten messen. Einmal mit Daten von heute, einmal mit Daten von früher. Und auch da sollten wir am Ende auf selbe kommen, tun wir aber nicht.
Ruth Und das kann man nochmal betonen, dass das eben nicht das ist, wie das Universum damals war und wie das Universum heute war, sondern es ist aus dem, was wir sehen, wie das Universum damals war, bis nach heute quasi vorausberechnet mit unserem kosmologischen Modell. Und das ist dann, was wir vergleichen.
Ruth Also wir vergleichen heute über das, was wir sehen in der Verteilung der Galaxien oder auch der Gravitationslinsen, die man deshalb nimmt, weil sie halt die ganze Masse da repräsentieren, also auch die dunkle Materie und nicht nur die sichtbare. Und dann eben auch verglichen mit dem, was wir vom frühen Universum sehen bis nach heute quasi voraus berechnet, da durch unser kosmologisches Modell zu erwarten haben. Das sind die zwei Dinge, die man da vergleicht.
Florian Ganz genau. Und die Daten, die wir eben aus dem frühen Universum haben und dann nach heute rechnen, die sagen uns, dass das Universum klumpiger sein sollte, als wir es mit den heutigen Beobachtungen tatsächlich sehen. Und das ist das Problem der S8-Tension. Und das haben die probiert, in dieser neuen Arbeit zu lösen.
Florian Und zwar haben die gedacht, okay, was wäre denn, wenn Neutrinos und dunkle Materie wechselwirken könnten?
Ruth Nein, die Schweine.
Florian Ja, also die haben halt einfach angenommen, es gibt eine Wechselwirkung zwischen Neutrinos und dunkler Materie. Und sie haben jetzt nicht genau gesagt, wie das im Detail aussehen soll. Das braucht man jetzt auch nicht im Detail wissen, wenn man das in entsprechenden mathematischen Gleichungen formulieren will.
Florian Da muss man halt nur einen Term einbauen, der deshalb modelliert, dass da eine Wechselwirkung ist, also eine Reibung quasi. Und die haben gesagt, diese Wechselwirkung kann über die schwache Kernkraft laufen, weil Natrinos spüren die schwache Kernkraft ein bisschen, Nuklematäre könnte die schwache Kernkraft ein bisschen spüren. Das heißt, Darüber könnten die irgendwie wechselwirken oder kann auch eine ganz neue Kraft sein, die wir halt noch nicht kennen. Das haben sie Dark Sector Physics genannt.
Florian Irgendeine neue Physik, die mit dunkler Materie zu tun hat, die wir halt noch nicht kennen. Auf jeden Fall, egal wie das jetzt im Detail abläuft, wird zwischen dunkler Materie und Neutrinos ein Impuls übertragen und dieser Impuls bremst die dunkle Materie ab. Und das bedeutet, dass die Fluktuationen in der Dichte langsamer wachsen, als man bisher gedacht hat.
Florian Und wenn wir jetzt bei Dichtefluktuationen sind, was fällt dir da sofort ein, Ruth? Ein Thema, das wir schon oft besprochen haben hier.
Ruth Echt? Keine Ahnung.
Florian Baryonisch-akustische Oszillationen.
Ruth Ach, die anderen Schweine.
Florian Ja, also auch das haben wir in vergangenen Folgen schon besprochen. Ganz kurz nochmal gesagt, baryonisch-akustische Oszillationen, das sind regelmäßige Dichteschwankungen in der Materieverteilung des Universums. Also im Wesentlichen funktioniert es so, im frühen Universum, kurz nach dem Urknall, war halt da die Materie in Form von so einem heißen Plasma, also nur Atome und sowas.
Florian Und die Gravitationskraft, die wollte, dass die Materie sich zusammenzieht, aber weil es halt auch heiß war und ganz viele Photonen rumgeflogen sind, hat der Strahlungsdruck der Photonen die wieder auseinander gedrückt. Das heißt, es gab so ein Hin und Her-Druckwellen und diese Druckwellen haben sich ausgebreitet durchs Universum, bis irgendwann dann halt die Atomkerne und die Elektronen sich verbunden haben, weil es kühl genug geworden ist im Universum.
Florian Das war das Zeitalter der Rekombination, 300.000 Jahre nach dem Urknall und dann war die Wechselwirkung zwischen Photonen und Materie kleiner, weil halt jetzt mehr Platz war und das Licht hat nicht mehr drücken können gegen die Materie und diese Dichteverteilung, diese Wellen sind dann vereinfacht gesagt stehen geblieben, eingefroren und haben so eine charakteristische Skala auf der Verteilung der Galaxien hinterlassen.
Ruth Also ich habe mich mit denen noch nie anfreunden können mit diesen bescheuerten baryonischen akustischen Oszillationen. Man kann die glaube ich nur durch so viel Analogie und Vereinfachung erklären, dass es irgendwie absurd wirkt, oder? Dass es einfach dann, man sich denkt, was, wie eingefroren, warum überhaupt?
Ruth Warum haben die aufgehört, sich auszubreiten? Oder haben sie ja nicht ganz, aber warum ist da diese charakteristische Skala entstanden? Also wundert euch nicht, wenn es irgendwie komisch vorkommt. Geht mir genauso. Aber so ist das entscheidend damals gewesen mit dieser Interaktion zwischen Licht und Materie in einem extrem heißen, extrem dichten Universum, die wir halt einfach so schwer nachvollziehen können irgendwie. Genau.
Florian Wer es ganz genau wissen will, ich verlinke eine Folge Sternengeschichten. Da habe ich eine Folge nur über diese Dinger gemacht. Da könnt ihr euch das in zehn Minuten einmal so erklären lassen, dass man vielleicht ein Gefühl dafür kriegt, was es ist, weil mehr kann man eh nicht kriegen dafür, was es ist.
Florian Jede Menge Materie, heiße Materie und die Gravitation hat in die eine Richtung gezogen, die Strahlung hatte die andere wieder dagegen gedrückt und dann hat es so vor sich hin und her gewabert, dieses Plasma und das Gewaber hat sich ausgebreitet, bis das Plasma irgendwann kühl genug war, dass sich das Gewaber nicht mehr ausbreiten konnte und dann gab es halt Bereiche im frühen Universum, wo halt dann gerade mehr Materie war, weil das Gewaber da stehen geblieben ist und Bereiche, wo weniger war, weil das Nicht-Gewaber da gerade stehen geblieben ist.
Florian Und diese Unterschiede in der Verteilung der Materie haben sich dann im Laufe der Jahrmilliarden umgesetzt in mehr oder weniger Galaxien, die da entstanden sind, ganz, ganz, ganz vereinfacht gesagt. Das sind die baryonisch-akustischen Oszillationen. Wenn du die so super findest, Ruth, dann wird dich freuen, was jetzt kommt.
Florian Denn jetzt kommen nicht die BAOs, die baryonisch-akustischen Oszillationen.
Ruth Jetzt kommen die Dark Matter Acoustic Oscillations oder was?
Florian Es kommen DAOs, Dark Acoustic Oscillations. Dunkle akustische Oszillationen kommen jetzt.
Ruth Alter, aber Moment, aber okay. Aber die Art und Weise, wie das Licht da mit dem heißen Gas im frühen Universum wechselwirkt, ist ja elektromagnetisch, oder? Also wie soll das für die dunkle Materie gehen?
Florian Ja, weil es dunkle Ossessionen sind. Ich erkläre es dir gleich. Also die dunkle Materie spürt ja Gravitation und übt Gravitation aus. Das heißt, die dunkle Materie, die im frühen Universum da war, die ist unter ihrer Gravitationskraft, wollte sich so ein bisschen zusammenziehen. Und jetzt gibt es aber die Neutrinos, die auch da waren im frühen Universum.
Florian Und die sind sehr schnell, die bewegen sich sehr schnell, fast so schnell wie die Lichtteilchen, weil sie eben nur eine winzige Masse haben. Oder wenn man sie masselos behandelt, was man in vielen Theorien tut, dann sind die so schnell wie das Licht. Aber auf jeden Fall sind sie sehr, sehr schnell und die spielen quasi die Rolle der Photonen.
Florian Und das funktioniert in dem Fall deswegen, weil wir jetzt angenommen haben, dass dunkle Materie und Neutrinos wechselwirken können. Das heißt, die dunkle Materie zieht sich zusammen unter ihrer Gravitation und die Neutrinos, die drücken zurück, weil die sich halt so schnell durch die Gegend bewegen. Die spielen die Rolle des Strahlungsdruckes und drücken zurück.
Florian Das heißt, wir kriegen Wellen in der Verteilung der dunklen Materie. Es gibt eine Schwingung in diesem dunklen Materien-Neutrinosystem, der schwingt genauso hin und her, wie die Materie durch die baryonisch-akustischen Oszillationen geschwungen hat, nur dass es jetzt eben dunkle Oszillationen sind, weil das nichts mehr mit Licht zu tun hat, sondern eben mit der Wechselwirkung zwischen dunkler Materie und Neutrinos.
Ruth Aber keine Anhaltspunkte dafür, warum da eine Wechselwirkung sein sollte, sondern das einfach nur mal, nehmen wir mal an, da ist eine Wechselwirkung und schauen wir, was passiert.
Florian Ganz genau, das war der Ausgangspunkt. Wir nehmen an, Neutrinos und dunkle Materie wechselwirken und dann schauen wir, was passiert. Und wenn man schaut, was passiert, kommt man drauf, ja, wenn die wechselwirken im frühen Universum, dann muss es diese dunklen akustischen Oszillationen geben, dieses Hin- und Hergeschwinge.
Florian Und das, dieses Hin- und Hergeschwinge, das dämpft kleine Strukturen, weil die Wechselwirkung mit den Neutrinos, die verhindert, dass kleine Klumpen der dunklen Materie, und ich weiß, dunkle Materie klumpt nicht, da werden wir später noch drüber reden. Aber mit klein meine ich jetzt auch nichts, sowas wie einen Stein, sondern wir reden schon über größere kleine Strukturen.
Florian Aber kleinere Ansammlungen dunkler Materie, kleine Verdichtungen, sagen wir es so, kleine Verdichtungen dunkler Materie, die können nicht stabil bleiben, weil die Neutrinos andauernd dagegen drücken. Die großen Strukturen, die größeren Skalen, die können mit ihrer Gravitationskraft besser gegen diesen Neutrino-Druck wirken und weiter wachsen.
Florian Das heißt, große Strukturen werden von diesen Neutrino-dunkler-Materie-Schwingungen weniger stark beeinflusst, die können wachsen. Kleinere Strukturen, die haben es schwieriger. Und dieses ganze Hin und Her durch die Schwingungen, das verstärkt das alles noch, weil die Dichte halt nicht einfach konstant weiter wachsen kann.
Florian Das kleine Zeug wird immer wieder kaputt gemacht und die großen Strukturen, die können weiter wachsen. Wenn wir wieder eine unzureichende Analogie bemühen wollen, kann man sich vorstellen wie so ein Staub, der durch die Luft fliegt. Wenn es windstill ist, dann können sich so kleine Staubteilchen absetzen, können miteinander klumpen.
Florian Wenn es sehr, sehr windig ist, wenn die Strömung in der Luft turbulent ist. Dann werden die kleinen Dingses wieder auseinandergeweht, nur die großen fetten Strukturen durchschrauben. Großen fetten Staubbrocken, die bleiben zusammen.
Ruth Also wenn ihr im Wohnzimmer unter der Couch wieder mal den Lurch habt, dann macht einfach das Fenster auf und lasst den Wind herein.
Florian Aber der wird, wie gesagt, die großen Brocken trotzdem nicht wegkriegen. Das Fazit auf jeden Fall nach all dem ist, dass eben diese dunklen akustischen Oszillationen und die Wechselwirkung zwischen dunkler Materie und Neutrinos die Strukturbildung im frühen Universum bremsen können, weil eben die kleinen Strukturen zerstört werden und nur die großen übrig bleiben.
Florian Das heißt, das, was vorher zu hoch war, weil die Daten aus dem frühen Universum gesagt haben, es müsste alles klumpiger sein, als es ist, das passt jetzt. Wenn man diese Wechselwirkung annimmt, dann sagen wir auch die Daten aus dem frühen Universum, dass die Klumpigkeit im späten Universum niedriger sein sollte.
Florian Und dieser Wert, der da rauskommt, passt zu dem, was wir über die Gravitationslinsen kriegen.
Ruth Okay, aber eben, angenommen, es gibt eine Art von Interaktion, von der wir auch nicht wissen, wie stark sie ist, oder? Weil wir ja nicht wissen, wie sie funktioniert. Da kann ich mir dann leicht annehmen, dass diese Interaktion genauso stark ist, wie ich es brauche, um eine Diskrepanz zu lösen.
Florian Ja, nein, Sie haben schon eine Stärke angenommen.
Ruth Im Vorhinein, ja, ja, Geschichtel, Geschichtel.
Florian Also Sie haben eine Stärke angenommen, 10 hoch minus 4, da bin ich wissenschaftlich und mathematisch überfragt, aber es gibt eine Wechselwirkungsstärke, die da in den ganzen Gleichungen eine Rolle spielt und die ist nicht komplett aus der Luft gegriffen. Wissenschaftliche Arbeit ist frei verfügbar. Ich verlinke es in den Shownotes, wenn ihr euch da besser auskennt als ich bei der Modellierung von dunkler Materie, Neutrinointeraktion und kosmologischen Modellen.
Florian Dann schaut da gerne rein, vielleicht seid ihr dann schlauer. Aber auf jeden Fall hat man eine gewisse Stärke angenommen und die ist extrem schwach natürlich. Also diese Wechselwirkung ist extrem schwach. Ungefähr so schwach, wie die schwache Wechselwirkung schwach ist. Also die schwache Kernkraft. Und das ist was, wo wir jetzt quasi im Labor heute nichts davon messen könnten, selbst wenn die da ist.
Florian Wir haben auch keine dunkle Materie, die wir irgendwo zum Experiment verwenden könnten, aber ist nicht gut messbar. Aber im frühen Universum gab es halt sehr, sehr, sehr viele Neutrinos. Und das Universum selbst war noch sehr klein und sehr dicht. Und da hat auch diese schwache Wechselwirkung gereicht, um eben diesen Effekt auszulösen.
Florian Später im großen Universum, da waren die Neutrinos viel zu weit verteilt, Und da gibt es jetzt fast keine Kopplung mehr zwischen Neutrinos und Duklamaterien. Bevor du dich wieder beschwerst, wir kommen am Ende noch zu Beobachtungen und Überprüfungen.
Ruth Ich wollte nur sagen, dass das ja auch dann gar nicht so unplausibel ist, weil zum Beispiel ja auch das ist, was Supernova-Explosionen vorantreibt. Diese Interaktion der Neutrinos, aber halt mit der Materie. Dass so viele, unpackbar, unfassbar viele Neutrinos bei einer Supernova, bei einer Sternexplosion da erzeugt werden, dass die eigentlich das sind, was da diese Kraft nach außen, diese Explosionskraft da irgendwie übertragen und vorantreiben, obwohl sie so gut wie gar nicht mit der Materie interagieren.
Ruth Das ist schon auch irgendwie ein krasser Gedanke.
Florian Brauchst halt nur genug davon. Und sie haben dann auch diverse Statistik gemacht, die jetzt auch nicht genau erklärt, weil sie nicht verstanden haben, aber so die üblichen statistischen Abschätzungen mit allen anderen Daten, die du so hast. Und sie kommen darauf, dass du eine Drei-Sigma-Präferenz hast dafür, dass, Daten tatsächlich eine nicht verschwindende Wechselwirkung zwischen dunkler Bakterien und Netrinos haben.
Florian Also mit einer artistischen Signifikanz von 3 Sigma ist diese Wechselwirkung eine vernünftige Erklärung. Und ja, müssen wir jetzt nicht erklären, 3 Sigma ist ein Maß, mit dem man vereinfacht gesagt beschreibt, wie wahrscheinlich es ist, dass etwas Zufall ist und 3 Sigma ist etwas, also in der Teilchenphysik würde das niemanden vom Hocker reißen, wenn du sagst, ich habe das mit 3 Sigma nachgewiesen, dann.
Florian Würde ich sagen, ja, dann geh wieder zurück und mach es gescheiter, weil mit 3 Sigma fangen wir nichts an. In der Kosmologie, weiß ich nicht, wie da so die Regeln sind, da ist 3 Sigma vielleicht ein bisschen, nimmt man 3 Sigma ein bisschen ernster, aber es ist denen auch klar und steht auch im Artikel drinnen, dass das jetzt kein Beleg ist, dass das so ist.
Florian Aber, das haben sie auch noch gemacht in ihrer Arbeit, sie haben Mock-Data erzeugt, also nicht gefakte Daten, halt einfach so künstliche Datensätze, was theoretisch Teleskope beobachten könnten. Ja, aber Gravitationslinsen und das ganze andere Kram, hier Strukturen in der kosmischen Hintergrundstrahlung, das kann man ja alles beobachten.
Florian Da haben wir unsere Daten her. Und die haben jetzt mal Datensätze erzeugt, die zukünftige Durchmusterungen mit Teleskopen bringen könnten, die wir jetzt noch nicht haben oder die noch nicht so einsatzbereit sind, wie sie sollten. und haben geschaut, okay, wir gehen mal davon aus, die Teleskope funktionieren so, wie wir denken, dass sie dann später funktionieren werden.
Florian Was können die für Daten liefern? Dann haben sie halt diese künstlichen Datensätze erzeugt und geschaut, können wir mit diesen künstlichen Datensätzen herausfinden, das wirklich so ist oder nicht. Und sie haben das mit verschiedenen Teleskopen ausprobiert. Einmal mit dem Vera Rubin Teleskop, das ja schon existiert und auch schon arbeitet, glaube ich.
Florian Also das läuft schon, aber noch nicht lange. Da müssen wir warten, bis das was macht. Und dann noch zwei weitere Teleskope. Das eine ist das LSST. Das LSST ist doch das Vera Rubin.
Ruth Ist doch das Vera Rubin, umbenannt.
Florian Habe ich es einfach doppelt aufgeschrieben. Dann haben sie zwei Teleskope gehabt. Also das Large Synoptic Survey Telescope, das jetzt mittlerweile Vera Rubin Observatory heißt und ein Teleskop, von dem ich noch nie was gehört habe, das CSST. Sagt dir das was?
Ruth Nein.
Florian Heißt auch, falsch ausgesprochen selbstverständlich, Sun Tian ist ein chinesisches Teleskop, das tatsächlich, wenn es so ist, 227 starten wird. Und CSST steht für Chinese Space Station Telescope und das ist ein cooles Konzept. Das ist ein Teleskop, also ein Weltraumteleskop, ganz normales Weltraumteleskop, aber eines, das so gebaut ist, dass es an die chinesische Raumstation andocken kann.
Florian Das heißt, es ist so gebaut, es kann andocken, dann kannst du es warten, rumschrauben, austauschen und dann fliegt es wieder weg dahin, wo es beobachten kann. Und wenn wieder was ist, fliegt es wieder zurück.
Ruth Geil, oh Matt.
Florian Ja.
Ruth Urcool. Und das ist aber trotzdem in einer niedrigen Erdumlaufbahn, aber halt ein bisschen höher als die Raumstation. Und dann, wenn man es warten muss, dann holt man es rein mit einem Lasso.
Florian So ungefähr, ich glaube, es wird schon fliegen.
Ruth Habe ich auch noch nie was davon gehört.
Florian Ja, also es soll auf demselben Orbit wie die Raumstation fliegen, aber um 120 Grad versetzt. Aha, 120 Grad, wenn das ab und zu hoch wird.
Ruth Ah, ist das schon wieder.
Florian 120 Grad versetzt halt, also quasi vorderhinter.
Ruth Was ist in dem anderen Punkt? Die dritten 120 Grad.
Florian Keine Ahnung, da ist wahrscheinlich der Tankstellen-Shop oder sowas. Ich weiß es nicht.
Ruth CSST heißt das?
Florian Das ist, glaube ich, der englische Name. In China sagt man... Gesundjahn, wie man es halt auch korrekt ausspricht, weiß ich nicht.
Ruth Cool. Ist schon der zweite Hit, wenn man googelt. Der erste Hit ist Corrugated Stainless Steel Tubing.
Florian Vielleicht ist das daraus gemacht.
Ruth Cool. Gesundjahn.
Florian Aber wie gesagt, die Raumstation gibt es ja, die fliegt ja schon länger darum, die chinesische Raumstation.
Ruth Aber warum gerade das Teleskop? Das ist ja zwei Meter durch, das ist gar nicht so groß. Also da gibt es ja bessere.
Florian Ja, wäre Hypothesen, warum dieses Teleskop in der Arbeit vorkommt. Einmal, weil es auch ein Survey-Teleskop ist und unter anderem sowas machen muss. Und andere Hypothese, ich habe jetzt die Arbeit nicht offen und kann die Affilations anschauen, aber ich weiß noch, dass zwei Forscherinnen und Forscher mit chinesisch klingenden Namen mit dabei waren.
Ruth Das ist so ein bisschen wie das Nancy Grace Roman Teleskop. So ein bisschen, dass er jetzt im Laufe des Jahres höchstwahrscheinlich, hoffentlich in den Weltraum geschossen wird. Aber es ist auch so ein Survey-Teleskop, weil das Nancy Grace Roman hat auch ungefähr eine ähnliche Größe und halt ein ziemlich großes Bildfeld.
Ruth Das heißt, man kann da halt ziemlich gut, ziemlich viel Universum auf einmal beobachten und das braucht man ja für so einen Survey der Large-Scale-Structure wahrscheinlich deshalb.
Florian Also ich habe gerade den ersten Autor mit chinesischem Namen nachgeschaut. Der arbeitet am National Center for Nuclear Research in Polen.
Ruth Wieder ganz woanders.
Florian Aber es gibt doch noch einen oder eine, das chinesische Name bin ich nicht so gut, Yulin Smingzai, der arbeitet im Key Laboratory of Dark Matter and Space Astronomy am Purple Mountain Observatory der Chinese Academy of Sciences.
Ruth Das sind immer so verheißungsvolle Namen.
Florian Institut für dunkle Materie und Weltraumastronomie. Na ja, klar, dann werden die das Weltraumpedaskop, das sie bauen, für dunkle Materie untersuchen.
Ruth Das ist sehr interessant, ja.
Florian Das ist anscheinend wirklich eine polnisch-chinesische Sache. Da ist noch einer aus Polen mit dabei. Und hier Sheffield ist auch einer mit dabei. William Jaré. Vielleicht kennst du den?
Ruth Nein, ich kenne nicht alle Leute aus England. Nicht?
Florian Nein, sowas enttäuschend.
Ruth Gibt es ein paar Millionen. Und vor allem sehr viele Astronomen und Astronominnen auch.
Florian Ja, es ist echt eine komische Szenenlose Frage. Claudia, mit der ich den anderen Podcasts das Klima mache, habe ich letztens gefragt, hier da, da ist ja die eine Österreicherin, die irgendwas macht, kennst du die? Ich habe gesagt, nee, wir sind zwar nur an 9 Millionen, aber ich kenne trotzdem nicht alle.
Florian Polen, UK und China hat diese Studie offensichtlich gemacht. Aber auf jeden Fall, abgesehen davon, dass das Teleskop ein ganz cooles Konzept hat und wir werden dann wahrscheinlich sicherlich noch drüber reden, wenn das konkreter wird, haben die gesagt, mit ihren Mock-Service sind sie zu dem Ergebnis gekommen, wenn diese Teleskope, also Vera Rubin und CSST, Wenn die dann diese entsprechenden Beobachtungen anstellen, können sie, und ich zitiere jetzt aus der Arbeit, eindeutig bestätigen oder ausschließen, ob es diese Wechselwirkung zwischen Duklamaterie und Neutrinos gibt.
Ruth Tatsächlich? Aha, ja cool. Ja, aber das ist ja mal eine Ansage, dass wir es tatsächlich dann ausschließen können, dass das geht. Was ich mir auch gedacht habe, das Signal dieser baryonischen akustischen Oszillationen ist ja extrem schwach. Das ist ja nicht jetzt so die Hauptstrukturbildung im Universum, diese Filamente und so.
Ruth Das ist quasi noch ein schwaches Signal, das da zusätzlich noch drüber ist. über den hauptgroßräumigen Strukturen des Universums sieht man dann auf einer bestimmten Skala da noch zusätzliche Verdichtungen irgendwie. Und genauso ist das ja mit diesen Dark Oscillations dann wahrscheinlich auch. Und die Wechselwirkung zwischen Licht und Materie ist aber wesentlich stärkerer als die zwischen Neutrinos und dunkler Materie.
Ruth Also ist es ein schwächeres Signal, das schon ein schwer zu beobachtendes Signal, das eigentlich sehr deutlich ist im Vergleich. Also, dass man da irgendwie sagen kann, dass sie das dann ausschließen können.
Florian Vielleicht haben sie es auch geirrt, aber sie schreiben in der Arbeit, ich dire jetzt wirklich im Original, will be either robustly confirmed or excluded.
Ruth Ja, cool. Naja, eher, aber wenn man dann halt genug Beobachtungen hat, dann kann man das ja auch mit einer gewissen statistischen Signifikanz, auch wenn es ein schwaches Signal ist, dann halt trotzdem irgendwie hoffentlich mehr als drei Sigma da ausschließen oder bestätigen. Aber das macht irgendwie schon Sinn. Also ich muss ja nochmal sagen, ich war natürlich meistens immer ein bisschen skeptisch, wenn man was irgendwie hört zum ersten Mal, aber eigentlich ist das jetzt gar nicht so eine blöde Idee.
Ruth Das kommt mir schon sehr plausibel vor eigentlich.
Florian Wenn du gesagt hast, dunkle Materie, Neutrino ist ein Teilchen wie dunkle Materie und Neutrinos können schwach wechselwirken, dann kann man sagen, okay, dann kann das dunkle Materie vielleicht auch und dann können wir uns miteinander wechselwirken und dann schon mal was passiert.
Ruth Ja, es ist nur so, dass natürlich die Größenordnung dieser Wechselwirkung ja dann halt einfach doch irgendwie sein könnte. Also es ist schon, das sind noch ziemlich viele, ziemlich große Ifs da davor, oder?
Florian Ja, auf jeden Fall.
Ruth Aber vom Prinzip her, die Idee ist nicht so deppert.
Florian Genau, und wie gesagt, sie haben auch schon Hinweise gegeben, wie man das klären kann.
Ruth Und wie lange wird das dauern? Naja. Weil es ist auch 2026 startet das chinesische Teleskop.
Florian 2027, da Daten sammeln und alles. Also ich würde mal 2030 in den Kalender schreiben und schauen, was Widerstand der Dinge ist.
Ruth Da sind wir dann bei Folge wie viel? 250?
Florian Naja, 2030 ist in vier Jahren. In vier Jahren schaffen wir 200 Folgen. Also sind wir dann bei Folge 300 irgendwas rum.
Ruth Ja, stay tuned.
Florian Genau. Ja, das war meine Geschichte über die dunkle Sensation. Nein, was?
Ruth Das dunkle Geheimnis.
Florian Das dunkle Geheimnis und die mögliche Sensation. Also, dunkle Geheimnis ist okay. Sensation, weiß ich noch nicht, ob das eine Sensation wäre, dass wir die S8-Tension gelöst haben. Also, wenn wir sie gelöst haben, wenn wir sie auf diese Art gelöst haben, dann wissen wir mehr als vorher über die dunkle Materie. Dann haben wir eine konkrete Eigenschaft der dunklen Materie.
Ruth Ja, das wäre schon eine Sensation, weil das bedeutet, dass die dunkle Materie dann auch definitiv, wenn das wirklich so ist, dass es dann definitiv ein Teilchen ist, und zwar eine Art von Teilchen, die diese Wechselwirkung hat, das ist schon eine ziemliche Einschränkung. Und dann möchte ich aber Mond sehen, wie das dann diese quasi alternative Erklärung, für dunkle Materie, dass es gar kein Teilchen ist, sondern eine Eigenschaft der Gravitation selber.
Ruth Also ich glaube, das wäre schon ein ziemlich starkes Stück, diese Entdeckung.
Florian Müssen wir abwarten, was passiert.
Ruth Es ist immer das Gleiche, oder? Kann man nicht einmal einfach was Ordentliches, Großes entdecken und sagen, ja, so ist es, fertig? Naja. Das Universum lässt sich nicht so leicht entschlüsseln.
Florian Während wir warten, was entdeckt wird, beantworten wir Fragen. Und zwar Fragen, die zum Thema passen, habe ich rausgesucht. Eine von Jochen, die ist noch recht frisch, vom November 2025, der hat uns gefragt, wie würde der Himmel aussehen, wenn wir dunkle Materie sehen könnten? Also nicht jetzt zur Farbe, kann man nicht viel sagen, aber wie wäre die Verteilung der dunklen Materie?
Florian Wäre das kleine Wölkchen oder würden wir einen Halo sehen, ähnlich wie die Milchstraße? Oder ist die Dichte so gering, dass es uns gar nicht auffallen würde? Habe ich gedacht, die passt die Frage, weil wir haben ja gerade über die Verteilung der dunklen Materie gesprochen.
Ruth Naja, wenn man sagen würde, dass man die dunkle Materie sehen kann, dann wäre ja, obwohl die Dichte der dunklen Materie eigentlich sehr gering ist, wenn man sie sehen könnte, dann könnte man sie sehen, auch wenn die Dichte gering wäre, oder? Das ist mal die Annahme.
Florian Ja, genau.
Ruth Dass sie dann doch irgendwie so hell leuchtet, wie auch immer. Also zum Beispiel um die Andromeda-Galaxie wird man dann so ein schönes Rundherum-Halo-Ding sehen. Und wir wissen natürlich alle, dass die Farbe der dunklen Materie purple, also rosa, violett ist. Das ist natürlich klar. Ihr könnt euch auch gerne diese Simulationen anschauen.
Ruth Simulationen von der großräumigen Struktur des Universums, die sind dann auch immer so in rosa-violett eingefärbt. Und da sieht man das eh auch schon ganz gut. Wir glauben, dass es runde Strukturen sind, die aber dann auf noch größeren Skalen, dann eben so wie die Filamente, so langgezogen in ihrer Verteilung sind.
Ruth Das, was näher an uns dran ist, also die Andromeda-Galaxie zum Beispiel, könnte man sicher einen ziemlich großen, runden Blob rundherum sehen können und dann wahrscheinlich den Virgo-Galaxienhaufen auch und so würde man dann immer ein dünner werdendes Netzwerk eigentlich sehen können, das sich da über den Himmel sieht.
Florian Genau, also vorausgesetzt, unsere Augen könnten das sehen und unsere Augen wären so gut wie Teleskope und so weiter, dann wäre das alles so. Oder es stellt sich raus, wenn wir eine Maschine erfinden, mit der wir dunkle Materie sehen können, so eine dunkle Materie-Sonderbrille, und dann stellen wir fest, sie ist in Wahrheit schwarz, dann sehen wir gar nichts. Oh, langweilig.
Florian So, jetzt eine zweite Frage zur dunklen Materie von Jochen, aber ein anderer Jochen. Ein anderer Jochen hat uns 2023 eine Frage gestellt und zwar folgende. Wenn die offenbar einzig erkennbare Eigenschaft der dunklen Materie die ist, gravitativ wechselnd zu wirken, warum klumpt sie dann nicht auch selbst zusammen?
Florian Ist sie gegen ihre eigene Gravitation immun? Und das habe ich vorhin schon angekündigt. Wir werden noch mal kurz über das dunkle Materie-Klumpen reden. Wir haben die Frage, glaube ich, schon ein paar Mal beantwortet, aber ich dachte, wir sagen es hier noch mal. Jochen, die dunkle Materie klumpt schon. Die klumpt schon, aber auf sehr großem Maßstab.
Florian Oder wenn man es so sagen will, die dunkle Materie klumpt, aber sie verdichtet sich nicht.
Ruth Nein, ich würde es genau andersrum sagen. Sie verdichtet sich, aber sie klumpt nicht.
Florian Okay.
Ruth Weil Klump ist noch dichter als Verdichtung, oder? Ein Klumpen ist ein festes, dichtes Ding, oder? Jetzt von meinem Verständnis des Wortes.
Florian Ja, ich habe ein anderes Bild gehabt. Ich habe mir so eine Wolke vorgestellt. Die dunkle Materie bildet Wolken. Oder diese Halos, die da gerade erklärt sind. Das sind große Wolken, aber nichts Dichtes so wie einen Stern, einen Planet, einen Stein. Das kann sie nicht, weil sie kollisionsfrei ist. Die dunkle Materie kann keine Energie loswerden durch Zusammenstöße oder sowas.
Florian Da kann sie keine Energie abgeben, weil sie eben nicht elektromagnetisch wechselwirkt. Sie kann keine Energie abstrahlen, so wie es die normale Materie tut. Das heißt, die saust immer hin und her und kann halt nur so große Wolken bilden, so wie ein Vogelschwarm. Solange die Vögel rumfliegen, können es halt einfach nur ein großer Schwarm bleiben.
Florian Und erst, gut, das Bild mit den Kollisionen und dem Verklumpen.
Ruth Wie ein Vogelschwarm. Batsch, batsch, batsch.
Florian Es hat schon angefangen, das Bild. Aber ja, also dunkle Materie, wie gesagt, sie spürt schon ihre eigene Gravitation. Aber das reicht eben noch nicht, um wirklich sowas Festes zu bilden, weil dafür müsste sie dauerhaft zusammenhängen, dafür müsste sie Energie verlieren und das kann sie nicht.
Ruth Man kann sich so vorstellen, dass diese elektromagnetische Wechselwirkung dazu führt, dass Dinge füreinander größer sind. Also die schauen quasi größer aus und man stoßt da viel leichter miteinander zusammen, wenn man elektromagnetisch ist. Dann wird man größer zusammenstoßbarer. Und die dunkle Materie ist zwar schwer, aber sie hat nicht so einen großen Kollisionsdurchmesser.
Florian Querschnitt.
Ruth Querschnitt, genau, so heißt das, danke. Und darum ist das Zusammenstoßen halt sehr viel schwerer und wir wissen eben noch nicht, und das genau war das Thema der Geschichte, aber wir wissen noch nicht, ob sie überhaupt eine Art Querschnitt gibt. indem sie mit anderen Teilchen zusammenstoßen kann in dem Sinn.
Ruth Wenn das so ist, wie bei den Neutrinos, dann hätte sie einen ganz, ganz kleinen Querschnitt, dass es einfach sehr, sehr unwahrscheinlich ist, dass sie zusammenstoßen kann. Aber trotzdem, es kann, wie die Neutrinos es ja auch können mit normaler Materie, aber halt nur so super, super, super unwahrscheinlich.
Florian Genau. Und dann habe ich gedacht, wenn wir jetzt schon zwei Fragen von Jochen beantwortet haben, dann schaue ich einfach mal, was wäre noch so.
Ruth Haben wir noch einen dritten Jochen?
Florian Wir haben ganz, ganz viele Jochen. Ich habe noch irgendwie drei, vier weitere unterschiedliche Jochens gefunden in unserem Fragenordner. Aber ja, die haben leider nicht zum Thema gepasst, die Fragen. Also Entschuldigung, Jochens hat leider nicht gepasst, aber wir werden die mit einem anderen machen. Ich habe dafür eine andere schöne Frage gefunden, die durchaus schon alt ist.
Florian Aus dem Jahr 2021 stammt sie von Niki. Und Niki fragt oder sagt, ihr habt ja öfter schon mal über Neutrinos geredet. Ihr habt gesagt, im Prinzip entsprechen Neutrinos der Definition von dunkler Materie, nur dass sie halt doch manchmal mit normaler Materie wechselwirken. Und jetzt kommt die Frage, wieso tun sie das nur manchmal?
Florian Wie kann ich mir das vorstellen? Und Michael, auch im Jahr 2021, vermutlich haben wir eine Neutrino-Folge gemacht, ich weiß es gar nicht, hat auch gefragt, auch hier Neutrino tun nicht wechselwirken, sehr selten. Und er sagt, es ist schwer vorstellbar für ihn, dass etwas mit so hoher Geschwindigkeit durch die Erde fliegen kann, ohne irgendwo anzuecken. Er stellt sich da immer einen Wald mit lauter Bäumen vor, durch die man einen Pfeil schießen möchte.
Florian Und wenn der Wald halt einfach nur groß genug ist, dann bleibt der Pfeil irgendwo stecken. Und Michael hat uns auch noch einen Buchhinweis für ein Kinderbuch gegeben. Vielen Dank. Aber in dem Fall haben sowohl Niki als auch Michael gefragt, wie geht das mit der Wechselwirkung von den Neutrinos? Und wieso machen die das nur manchmal? Und wieso fliegen die überall durch?
Ruth Naja, es ist eh das Pfeil und Wald ist kein schlechter Vergleich. Nur ist halt der Pfeil so dünn, dass aus der Sicht des Pfeils einfach durch quasi die Atome des Blöds, das am Baum hängt, einfach durchfliegen kann. Der Pfeil kann die Materie selbst einfach so durchdringen, weil wenn man sich die Materie extrem rangezoomt anschaut, besteht die ja auch hauptsächlich aus leerem Raum.
Florian Und dann kommt noch das dazu, was du vorhin gerade gesagt hast. Neutrinos wechselwirken nur mit der schwachen Kernkraft, nicht elektromagnetisch. Und die schwache Kernkraft ist, wie gesagt, schwach in dem Sinne, dass sie keine große Reichweite hat. Die Reichweite des Elektromagnetismus ist prinzipiell unendlich groß.
Florian Das heißt, ein Neutrino muss einem anderen Teilchen extrem nahe kommen, damit die einander überhaupt spüren. Wenn das nicht extrem nahe dran ist an dem Elektron oder was auch immer, wo es da wechselwirkt, dann spürt das Neutrino überhaupt nichts davon. Das Elektron spürt nichts vom Neutrino, weil die Kraft, mit der sie wechselwirken können, halt so schwach ist und nur so wenig weit reicht.
Florian Das heißt, nicht nur ist so wahnsinnig viel Platz, wo das Neutrino durchfliegen kann, es muss auch absurd nah an ein anderes Teilchen drankommen. Und das passiert halt nur sehr, sehr selten. Und darum wechselwirken die so selten.
Ruth Das ist alles eine Frage der Wahrscheinlichkeit.
Florian Ganz genau. Und um wieder zurück zur Geschichte zu kommen. Am Anfang des Universums, kurz nach dem Urknall, war das Universum halt sehr viel kleiner. Alles war sehr viel dichter. Es gab sehr viel mehr Neutrinos. Und darum haben die Haltern, zumindest in der Annahme der Forschungsarbeit, ausreichend stark mit der dunklen Materie wechselwirken können, dass sich was getan hat. Wenn es so war.
Ruth Wenn es so war. Disclaimer. Wenn es anders war, dann war alles sowieso anders.
Florian Genau, es ist wie es ist. Wer wäre es anders, wäre es anders.
Ruth Genau, guter Schlusssatz.
Florian Wenn ihr auch Fragen habt, schreibt sie uns an Fragen etwas Universum. Egal, ob ihr Jochen heißt oder nicht. Wir nehmen auch Fragen von Menschen entgegen, die nicht Jochen heißen. Schickt uns eure Fragen und wenn sie zum Thema passen und wir die Antwort darauf wissen, dann beantworten wir sie in unserer Folge.
Florian Und jetzt geht es, In die Welt der Science-Fiction, obwohl das eh schon sehr, sehr Science-Fiction war, was wir bis jetzt besprochen haben, Evi erzählt uns, naja, ich verrate noch nicht, worum es geht, weil das erzählt sich gleich selber, aber auch in diesem Film, den Evi heute mit mir bespricht in dem Fall, wir spielen es wieder ein, weil Evi gerade auf der Uni ist, werden wir das ja aufnehmen, aber in dem, was Evi mit mir bespricht, auch da geht es, wenn man so will, um Unstimmigkeiten zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Wirst du raten, was es sein könnte?
Florian Ein Film, wo es um Unstimmigkeiten zwischen Gegenwart und Vergangenheit geht.
Ruth Jurassic Park.
Florian Der Film ist mindestens so berühmt wie Jurassic Park.
Ruth Okay. Ist es ein astronomischer Film?
Florian Nein. Nein, da müsste man sich schon sehr anstrengen, um das als astronomischen Film zu bezeichnen.
Ruth Vergangenheit und Gegenwart.
Florian Aber du kennst den Film.
Ruth Star Wars. Star Wars.
Florian Nein, du kennst den Film hundertprozentig. Alle, die hier zuhören, kennen diesen Film. Er hat erst vor kurzem ein Jubiläum gehabt, was ein Grund dafür ist, weswegen Evie darüber erzählt.
Ruth Ich komme nicht drauf.
Florian Dann musst du dir jetzt anhören.
Ruth Was... Space Odyssey.
Florian Nein, auch nicht. Alles gute Filme, aber...
Ruth Das ist doch ein Jubiläum.
Florian Ja, so.
Ruth Wie auch immer.
Florian Dann hör dir einfach an, was Evi und ich bereden und danach wirst du dir denken, meine Güte.
Ruth Meine Güte.
Florian Warum bin ich nicht drauf gekommen? Wir sind bei Science Frames mit Evi. Hallo Evi.
Evi Hallo.
Florian Du warst im Kino diesmal und zwar ohne mich.
Evi Ja, aber da konnte ich nichts dafür, dass du nicht mitgekommen bist. Also du hättest schon mitkommen dürfen, aber du musstest ja arbeiten.
Florian Ja, leider.
Evi Und ich kann dir gleich sagen, du hast ziemlich was verpasst.
Florian Ja, das habe ich mir gedacht, weil ich weiß ja, was du dir angeschaut hast.
Evi Also den Film, wenn es dann halt einmal im Kino spielt, dann muss man sich den anschauen.
Florian Genau, was hast du dir angeschaut?
Evi Ich habe zurück in die Zukunft angesehen.
Florian Den ersten Teil.
Evi Ja, genau, den ersten Teil, weil der hat ja jetzt Jubiläum, 40 Jahre. Eigentlich, glaube ich, eh schon letztes Jahr im Oktober oder so.
Florian Genau.
Evi Und bei uns einmal im Monat kann sich das Publikum einen Film wünschen. Und da dürften bei uns im Kino die Wünsche, die entsprechend eingegangen sind. Und jetzt haben sie es gestern noch einmal gespielt. Originalversion Back to the Future von 1985. Und ich muss sagen, es war einfach toll. Du hast wirklich was verpasst.
Florian Ja, ich kenne den Film ja eh, aber ist er im Kino anders als im Fernsehen?
Evi Ja, also ich hätte mir das auch nicht gedacht. Also da merkt man ja wieder mal, was Kino einfach kann. Also ich glaube, Back to the Future muss ich jetzt nicht groß vorstellen, worum es in dem Film geht. Ich gehe davon aus, dass die meisten ihn gesehen haben oder wenn nicht zumindest davon gehört haben. Mit Doc Brown und die Zeitmaschine, den DeLorean.
Evi Der Kinosaal war voll, bis fast auf dem letzten Platz gefüllt, obwohl das Wetter gestern sehr schlecht war. Ich habe noch nie so viele rote Daunenwesten gesehen. Und es war die Stimmung im Saal auch wirklich toll. Also die Leute sind auch voll mitgegangen. Ja, war einfach toll. Ich habe den jetzt wirklich schon sehr oft gesehen. Und wenn du ihn aber auf der großen Leinwand nochmal siehst, ist es trotzdem spannend.
Evi Der Film zieht dich noch immer rein. Und du entdeckst dann aber natürlich auch ganz viele so kleine Details, oft Sachen, die im Hintergrund passieren, die dir jetzt, wenn du es halt daheim am Fernseher ansiehst, gar nicht so auffallen. Also allein das Product Placement, wie viele Marken da überall herumliegen, allein Burger King, Müll ist beachtlich. Wobei das ganze Product Placement, das macht den Film natürlich auch etwas aus.
Evi Aber ich habe zum Beispiel gestern das erste Mal wirklich realisiert. Dass zum Beispiel Doc Brown den Polizisten schmiert, als ihn fragt, ob er eine Genehmigung für sein Wetterexperiment hat. Das ist mir noch nie zuvor aufgefallen. Was mich wirklich auch überrascht hat, ist, wie spannend man den Film wieder neu erlebt, wenn du ihn halt wirklich im Kino siehst.
Evi Und ich habe mir dann auch gedacht, das muss wirklich toll gewesen sein, den damals ganz neu im Kino zu sehen. Der Film hat jetzt 40 Jahre Jubiläum gefeiert. Ich meine, der ist ja schon längst in der Popkultur angekommen. Es gibt ja ganz viele Filme, Serien, die ja immer wieder auch sich auf Zurück in die Zukunft beziehen, in irgendeiner Art und Weise da referenzieren und den Film zitieren.
Evi Jüngst bei Stranger Things ist es mir auch aufgefallen, da sagen sie ja dann auch irgendwie so, der Fluxkompensator ist kaputt, um die Mutter vom Wild, glaube ich, loszuwerden, die das nicht kennt, weil damals der Film ja neu war in der Serie. Also das sind so Sachen, wo du dir halt auch denkst, jeder weiß, was ein Fluxkompensator ist, dass das das Ding ist.
Florian Da muss ich mich aber beschweren, weil der Fluxkompensator ist gar kein Kompensator. Das ist nämlich im Original der Fluxcapacitor und ein Capacitor ist ein Kondensator. Also es gibt kein elektrisches Bauteil, das Kompensator heißt, sondern es gibt nur Kondensatoren. Also ich weiß nicht, was der Doc Brown da gebaut hat, aber wenn er das gebaut hat, dann muss er da Kondensatoren eingebaut haben und keine Kompensatoren.
Florian Da haben sie das falsch übersetzt.
Evi Auf jeden Fall wissen wir alle, dass das das Ding ist, dass ihr Zeitreisen überhaupt erst möglich macht. Es gibt übrigens die Theorie, die da so ein bisschen im Internet herumkursiert ist, weil ja Doc Brown hatte ja die Idee zu diesem Fluxkompensator, weil er ja da irgendwie eine Uhr aufhängen wollte und dann ist er ausgerutscht und hat sich ja den Kopf gestoßen und als er zu sich kam, hat er die Vision vom Fluxkompensator.
Evi Und da gibt es jetzt so diese wilde Theorie ein bisschen im Internet, dass Doc Brown deswegen ausgerutscht ist, weil er vielleicht das Telefon geläutet hat am Nachmittag und dass das nämlich der Mati war schon, der versucht hat, ihn ja am Nachmittag aus dem Café anzurufen und ihn ja nicht erreicht hat.
Evi Also bis heute gibt es immer wieder auch neue Theorien und alle möglichen Sachen. Finde ich ganz spannend, dass sich das einfach so lange gehalten hat. 88 Meilen pro Stunde, die das Auto erreichen muss, wo man sich einen Zeitsprung machen kann. und wir wissen alle, 1,21 Gigawatt, das ist, was einen Blitz erzeugt.
Florian Ja, ich glaube, das stimmt aber nicht.
Evi Ja.
Florian Kommt mir wenig vor für den Blitz.
Evi Ich habe mir das dann auch ein bisschen angeschaut. Ich habe mir auch angeschaut, was ein Gigawatt ist. Das fragt den ja dann auch der Mati. Also, was ist ein Gigawatt? Das ist eine Milliarde Watt, also 10 hoch 9 Watt. Und jetzt habe ich mir auch so gedacht, okay, gut, ist das jetzt viel? Ist das wenig?
Evi Was ist das so? Ich weiß nicht, ob das viele einordnen können, was das von der Größenordnung ist. Die Kapazität von so großen Kraftwerken, die im Jahrhundert, Gigawatt-Bereich sind. Also mit einem Gigawatt kann man ungefähr so 700.000 Haushalte mit Strom versorgen.
Florian Okay, dann reicht es vielleicht doch für einen Blitz.
Evi Ich habe mir dann auch angeschaut, wie viel Leistung jetzt auch tatsächlich ein Blitz hat. Und tatsächlich ist es so, dass Sie innerhalb von einer ganz kurzen Zeit, also wirklich von Millisekunden, mehr Gigawatt erzeugen können. Es geht aber dann total viel schnell verloren. Also bis er dann den Boden erreicht, hat er dann halt schon sehr viel weniger.
Evi Das entspricht ungefähr so 280 Kilowattstunden. Aber bei der Entstehung, da haben sie, ich glaube, bis zu 100 Gigawatt oder sowas. Also das ist schon eine enorme Energie, die sie da plötzlich haben können.
Florian Wissenschaft oder harte Wissenschaft braucht man in dem Film, glaube ich, eh nicht suchen. So viel ist da nicht drinnen, weil da geht es ja eigentlich eher um das ganze andere. Aber das fand ich immer ein sehr, sehr seltsames Konzept, dass man das durch einen Prozess, antreibt, diese Zeitmaschine, weil ich glaube, es funktioniert auch rein elektrisch nicht, dass man da einfach einen Blitz einschlagen lässt und dann kommt da Strom raus und der geht dann durch den Verteilerstecker da durch.
Florian Also ich glaube, so einfach kriegt man den Strom nicht in die Leitung.
Evi Also wenn er das wirklich geschafft hat, Doc Brown, vor allem alleine und innerhalb von einer Woche, die er ja der Zeit hat, um den DeLorean ja umzubauen in den 50ern, dann wäre ihm schon ziemlich was gelungen. Ich habe nämlich auch danach nachgesehen, was die Nutzung von Blitzenergie betrifft, ob es da wirklich irgendwie Versuche gibt Und gibt es tatsächlich, also es hat das eine Firma gegeben, also es hat den Ende der 1980er versucht, wie man das halt nutzen kann, die Energie.
Evi Also im Sommer 2007 hat eine Firma für erneuerbare Energien versucht. Die haben da irgendwie so ein Mini-Experiment gemacht mit einem kleinen künstlichen Blitz, haben sie eine 60-Watt-Külbirne, so 20 Minuten zum Leuchten gebracht. Und offensichtlich gibt es einen Turm, der die Energie einfängt mit einem sehr großen Kondensator, um sie dann zu speichern.
Evi Aber der Geschäftsführer von dieser Firma hat auch gesagt, man könnte es wahrscheinlich schon, wenn man genug Zeit und Geld hat, dass man das Modell vergrößert. Aber so ein Typ von einem Forschungslabor für Blitze an der Universität of Florida hat dann eben auch gemeint, dass es halt eben schwierig ist.
Evi Du müsstest da extrem viele von diesen Blitztürmen da irgendwie aufbauen, damit du dann immer so eine 100-Watt-Klübbirne zum Leuchten bringst. Und das Problem ist eben auch, und das sagt ja auch Doc Brown im Film, dass er ja nie weiß, wo ein Blitz genau einschlägt.
Florian Genau, und das fand ich auch immer ein bisschen dubios in diesem Film, dass sie ja sagen, ja, aber sie wissen ja, wo ein Blitz einschlägt, wegen dieser komischen Rathausuhr da. Dann hat er doch so einen komischen Accountant, dass er exakt losfährt, wenn die Blitzenergie das Auto trifft und alles. Aber da ist ja kein Sekundenzeiger drauf. Also wollen wir das auf die Sekunde genau wissen?
Evi Das habe ich mich immer schon gefragt, weil er dann auch weiß, wie schnell er beschleunigen muss, damit er halt dann auf dieser Strecke dann genau da dann ist, wenn dann der Blitz einschlägt und dann der Haken da ja genau da auf dieses Kabel trifft. Aber ich glaube, das hat der Spannung nichts genommen von dem Film.
Florian Eh nicht, aber wie gesagt, man fragt sich halt dann doch ab und zu. Genauso die 88 Meilen. Wenn es ein deutscher Film gewesen wäre, hätte man das nicht so machen können. Erstens mal, weil es Meilen sind und dann, weil 88 eine Zahl ist, die man in Deutschland eher nicht so prominent darstellen würde. Wie gesagt, die Wissenschaft ist nicht das, was den Film ausmacht, sondern die anderen Sachen.
Florian Gibt es Pläne, dass da auch die zweite und dritte Teil irgendwie ist und mal so ein ganzes Special alle drei hintereinander?
Evi Ja, das wäre toll. Also es ist jetzt nicht, also es war jetzt dort im Kino auch nur eben der erste Teil. Aber ich habe mir auch gedacht, also gestern, es wäre nett, so eine Back to the Future Film night zu machen und da wirklich alle drei Teile zu zeigen. Und ich glaube, die Leute würden auch kommen.
Evi Also es war gestern wirklich eine tolle Stimmung, viel los und man merkt es einfach, dass der Film nach wie vor sehr viel Publikum noch anzieht. Und es war auch so nett, weil neben mir im Kino sah sein Vater mit seinen Teenager-Kindern und er eben auch so mit Back to the Future T-Shirt und so. Und ich weiß jetzt nicht, ob die das das erste Mal gesehen haben, wahrscheinlich nicht, also ich glaube, Nicht, dass wirklich viele den Film das erste Mal gestern gesehen haben.
Evi Aber es war noch so lustig, weil dann im Abspann natürlich sind wir sitzen geblieben und die Teenager-Kids dann schon, können wir jetzt bitte aufstehen, können wir gehen? Und die sind aber in der Mitte von der Reihe gesessen, also die konnten irgendwie nicht raus. Und die Erwachsenen sind aber alle noch da gesessen, ganz gefesselt und haben den Abspann genossen.
Florian Naja, aber es sollten doch die jungen Leute alle gewohnt sein, Abspann anzuschauen, weil die jungen Leute schauen doch, zumindest sage ich als alter Mann, Die jungen Leute schauen doch alle nur noch diese ganzen komischen, depperten Superheldenfilme und da ist doch immer nach dem Abspann noch ein halber Film hintendran.
Evi Genau, ja. Sollten sie es eigentlich gewohnt sein. Nein, die waren schon ein bisschen ungeduldig.
Florian Also Zurück in die Zukunft 2 ist 1989 erschienen. Da müssen wir noch ein paar Jahre warten aufs nächste Jubiläum.
Evi Wirklich? Da war so viel zwischen dem ersten und dem zweiten?
Florian Steht in der Wikipedia, ich habe geschaut, ist erschienen 1989. In Österreich kam er am 15. Dezember 1989 ins Kino. Der dritte kam 1990.
Evi Ah ja, den hätte ich jetzt auf 91 geschätzt. Auf jeden Fall war es ein sehr tolles Kinoerlebnis und diesen Spirit des Kinos hat man da wirklich auch noch einmal mitnehmen können. Auch wenn viele immer gesagt haben, mit den ganzen Streaming-Netzwerken, dass das Kino tot ist, das Kino vom Sterben ist, finde ich, hat man gestern wieder genau gesehen, nein, ist es nicht genau für solche Momente.
Florian Aber für die alten Leute, weil die Jungen waren ungeduldig, hast du dir gesagt. Die wollten schon wieder raus.
Evi Obwohl bei den ganzen Filmen jetzt eh so lange dauern, Stichwort Avatar, dann braucht man eh Sitzfleisch.
Florian Ja gut, Avatar, den habe ich ja schon gesagt, schaue ich mir sicher nicht an dem Kino. Den darfst du du anschauen, darfst wieder alleine ins Kino gehen, wenn du den sehen willst. Hast du noch einen weiteren Kinobesuch geplant für die nächsten Folgen oder gibt es dann jetzt wieder Fernsehen?
Evi Also jetzt gibt es wahrscheinlich wieder Fernsehen, mal schauen. Ich weiß jetzt gar nicht, was demnächst ins Kino kommt.
Florian Warum weißt du das nicht? Das ist doch dein Job.
Evi Naja, weil ich gerade noch mit anderen Dingen beschäftigt bin.
Florian Ja, dann hoffen wir, dass die anderen Dinge, mit denen du beschäftigt bist, bald vorbei sind, damit du dich dann wieder ganz aufs Kino konzentrieren kannst.
Evi Ja, das hoffe ich auch.
Florian Dann wünschen wir, dass das so ist und verabschieden uns bis zur nächsten Folge mit Filmen aus dem Kino oder nicht. Je nachdem. Bis zum nächsten Mal. Tschüss.
Ruth Ach Gott, nein, ich Idiot. Aber da hast du es mir jetzt auch extra leicht gemacht eigentlich. Die Skrepanzen zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Florian Ja, das ist die Handlung von Zurück in die Zukunft. Ich finde es halt schön, dass im Baden in dem Kino, da haben wir auch unsere Asteroid-Day-Live-Fahrt gemacht, im Kino in Baden gibt es immer wieder so Klassiker. Also ich habe da schon Der Weiße Hai zum Beispiel live gesehen oder Fight Club habe ich gesehen.
Florian Die haben immer so einmal im Monat, glaube ich, sucht sich der Andi, also der Kinochef, irgendeinen coolen Film raus von früher, vielleicht der gerade ein Jubiläum hat oder sonst was. Und dann kannst du den halt nochmal im Kino anschauen, was halt cool ist.
Ruth Das ist total cool.
Florian Im Kino ist es immer anders.
Ruth Und die haben auch einen guten Geschmack, was Filme angeht. Das muss man ihnen schon lassen.
Florian Das ist halt schon was anderes. Natürlich habe ich Der Weiße Hai gesehen, aber halt nie im Kino. Bin ich zu jung dafür. Und es ist schon cool, wenn du dann im Kino sitzt und dir Der Weiße Hai anschaust. und jetzt eben zurück in die Zukunft. Finde ich eine coole Sache.
Ruth Zurück in die Zukunft kann ich mir gut vorstellen, weil der geht immer, oder? Ich meine, der weiße Hai, weiß ich nicht, ist der gut gealtert?
Florian Ja, ja, ja, hervorragend ist der gealtert.
Ruth Schon? Echt?
Florian Super, super. Ja, also wenn du die Gelegenheit hast im Kino, schau dir an.
Ruth Okay.
Florian Weißt du übrigens, wann der Film in die deutschen Kinos kam? Von Österreich steht hier gerade nichts.
Ruth Welcher? Nicht der weiße Hai, sondern...
Florian An deinem siebten Geburtstag. Hättest du den siebten Geburtstag im Kino feiern können. 3. Oktober 1985.
Ruth Schön. Und das war jetzt auch das Jubiläum, das du besprochen hast.
Florian Ich gehe davon aus, dass das der Grund war, warum sie den Film jetzt gezeigt haben, weil er vor fast 40 Jahren im Kino war.
Ruth Gut, da haben sie auch den 3. Oktober als besonderen Tag für Deutschland in der Zukunft dann schon vorweggenommen.
Florian Oder? Ja, wahrscheinlich, ja.
Ruth War sehr schön.
Florian Den Film kennen wirklich alle und der hat auch wirklich viel beeinflusst, was später kam, so popkulturell und alles andere.
Ruth Ja, und es ist ein super Film. Also der ist halt einfach auch wirklich gut gemacht und kann mir gut vorstellen, dass der, ich meine, ich habe ihn jetzt auch schon wahrscheinlich ein paar Jahrzehnte nicht mehr gesehen, aber das kann mir gut vorstellen, dass der immer noch gut ist.
Florian Ja, ich bin jetzt auch nicht so der Filmfreak gewesen und ich habe mir Filme bis auf wenige Ausnahmen auch nicht öfter angeschaut. Aber seit ich mit einer Cineastin verheiratet bin, passiert das oft. Zurück in die Zukunft läuft bei uns so zwei, dreimal im Jahr ungefähr.
Ruth Okay, ja, schön.
Florian Mal schauen, was dann in der nächsten Folge zu hören sein wird. Ob es dann wieder ein Klassiker wird oder was ganz Neues. Auch da, wenn ihr Hinweise habt für Filme, die Evi sich anschauen soll, an hello at das Universum schicken, bitte. Und jetzt, wenn wir schon mit den Hinweisen anfangen, machen wir mit den Hinweisen weiter, damit es keine Unstimmigkeiten zwischen, in dem Fall Gegenwart und Zukunft gibt, geben wir unsere Auftritte kund, wo man uns sehen kann, damit ihr nicht nachher sagen müsst, warum hat mir das keiner gesagt? Ja, jetzt sagen wir es euch.
Ruth Kommt auf jeden Fall, ich weiß nicht, ob es schon ausverkauft ist, am 10. Februar ins Radio Café, weil dann nehmen wir live einen Podcast auf.
Florian Ganz genau, das wird keine Podcast Show werden, aber wir nehmen live den Podcast auf, wird so eine Stunde dauern.
Ruth Wir machen zur Abwechslung mal das, was andere Leute machen, die Podcast Shows machen, nämlich einfach nur sitzen und reden.
Florian Genau, und vielleicht gibt es Bilder zu sehen, muss ich noch klären, ob das geht oder ob wir es machen. Aber auf jeden Fall werden wir Fragen beantworten aus dem Publikum. Das machen wir da auch live quasi. Das heißt, da habt ihr die Chance, eure Fragen zu stellen, ohne dass ihr vielleicht fünf Jahre warten müsst, bis ich sie aus dem Fragenordner raushol.
Florian Ihr könnt Fragen stellen, auch wenn ihr nicht Jochen heißt. Da könnt ihr einfach eure Frage stellen. Und wir müssen dann damit leben, dass ihr uns das gefragt habt und schauen, wie wir damit klarkommen.
Ruth Ja, das wird spannend. Da könnt ihr testen, ob wir die Fragen wirklich immer so gut live beantworten können, wie wir hier behaupten.
Florian Ja, macht das. Wie gesagt, ist ein kleiner Veranstaltungsort. Das heißt, wenn ihr kommen wollt, schaut lieber früher als später nach Karten, weil sonst ist es vielleicht ausverkauft. Und falls es dann tatsächlich ausverkauft sein sollte, gibt es im Juni, glaube ich, nochmal die Chance, das zu machen.
Ruth Ich glaube, der 16.
Florian Juni machen wir das Ganze nochmal. Und wenn wir gerade bei Das Universum-Veranstaltungen sind, wir können zumindest mal ein Save the Date bekannt geben für den 29. März, oder?
Ruth Mhm, ich glaube schon.
Florian Ja, dann machen wir das doch.
Ruth Wir kommen nach Magdeburg in den Moritzhof.
Florian Ja.
Ruth In den fantastischen, großartigen Moritzhof, den ich noch nicht kenne, aber nur von Bildern. Und das schaut sehr gemütlich aus. Ja. Also Magdeburger und Umgebungslehrer. Werdet ihr wahrscheinlich jetzt gerade denken, ah cool, der Moritzhof. Ja, genau. Und da machen wir nicht nur eine Universums-Show am 29.
Ruth am Abend, sondern ich nehme auch das Planetarium mit. Das heißt, es wird am 28. und am 29. die Chance geben, mich und meinen Sternenzelt auch live zu erleben. Und es ist noch nicht ganz klar, wie viele Vorstellungen es geben wird, aber es wird ein paar geben. Und überschüttet den Moritzhof doch gleich mit Anfragen.
Florian Bitte. Genau, ja. Also ich weiß noch nicht, ob es schon einen Link für Tickets gibt oder nicht. Sollt ihr noch auftauchen, tue ich in die Shownotes. Ansonsten sichert euch den Tag, wenn ihr da hinkommen wollt. Früher oder später wird es dann den Ticket-Link geben oder geht einfach beim Moritzhof vorbei.
Florian Ich weiß nicht, ich war zwar schon in Magdeburg, aber noch nicht am Moritzhof. Geht halt vorbei und sagt, hier, ich will eine Karte.
Ruth Genau, 29. März. 29. März, ein Sonntag.
Florian Genau. Unsere Sachsen-Anhalt-Premiere ist das dann, glaube ich, oder?
Ruth Yay! Ja, ich freue mich schon sehr. Es wird sicher super. Kommt vorbei.
Florian Ja, mach das. Dann gibt es natürlich noch die diversen anderen Termine, die ihr euch anschauen könnt. Man kann nicht nur das Universum live sehen, sondern auch Sterne-Geschichten live. Die Premiere, die Österreich-Premiere am 29. Januar, also übermorgen, in Wien ist schon komplett ausverkauft. Aber weil es komplett ausverkauft war, gibt es einen Nachholtermin, also einen zweiten Termin in Wien und zwar am 3.
Florian Juni. Am 3. Juni könnt ihr auch nochmal Sterne-Geschichten live in Wien sehen. Das heißt, wenn ihr schon enttäuscht wart, dass ihr das nicht sehen könnt, habt ihr jetzt nochmal die Möglichkeit, euch Karten zu sichern für den 3. Juni in der Kulisse in Wien.
Ruth Das ist super, das ist vor dem Feiertag, das ist vor einem dieser Donnerstags-Christi-irgendwas-Karten. Habe ich jetzt nicht geschaut. Nein, nicht Himmelfahrt, sondern der andere. Fronleichner.
Florian Fronleichner, ja, stimmt. Es ist der Tag vor Fronleichner. Die Show ist doch gut geplant. Habe ich zwar nicht selbst gemacht, aber irgendwer hat es gut geplant.
Ruth Irgendjemand hat sich da was gedacht.
Florian Genau. Ja, und dann gibt es die Show in Salzburg am 30. Januar. Da habe ich geschaut. Ich glaube, es gibt noch fünf oder sechs Karten aktuell. Vielleicht sind die auch schon weg. Da gab es noch eine Reihe, haben sie sogar noch aufgemacht. Also da kann man sich noch ein paar Karten kaufen. Am 20. Februar habe ich Tirol-Premiere und auch der einzige Tirol-Auftritt vorerst für Sterling-Geschichten live in Wörgl.
Florian Das heißt, wenn ihr in Tirol sitzt und euch das ansehen wollt, dann springt in den nächsten Zug und fahrt nach Wörgl oder nicht, falls ihr in Wörgl schon wohnt. Da braucht ihr natürlich nicht mit dem Zug hinfahren. 20. Februar Wörgl, da weiß ich nicht, wie der Kartenstand ist, aber ich sage mal, es gibt fast keine Karten mehr. Kauft euch welche, sicher ist sicher.
Florian Silbiges gilt für Oberwaltersdorf in Niederösterreich am 26. Februar, ein Stück südlich von Wien. Die berühmte Bettfedernfabrik. Bescheuert zum Polarlichtbeobachten, aber ein guter Ort, um sich Sternengeschichten live anzuschauen. Und habe ich auch erst vor kurzem gelernt, in Oberwaltersdorf in der Bettfedernfabrik gibt es auch Essen dazu.
Florian Da gibt es davor irgendwie ein Buffet. Das ist da anscheinend üblich, dass es zuerst Buffet gibt. Oh, praktisch? Ja, du zahlst Einritt. Also dafür ist der Einritt ein bisschen teurer, glaube ich.
Ruth Okay.
Florian Jetzt hast du Eintritt und dann gibt es zuerst Essen und dann gibt es mich.
Ruth Und nicht nur fürs Essen kommen, ja?
Florian Mir ist das wurscht, wenn der Eintritt zahlt. Wir können ja nachher machen, was ihr wollt. Nein, könnt schon da bleiben. Ja, Oberwaltersdorf und dann am 28. Februar in Linz. Da war auch schon ausverkauft. Jetzt haben sie noch zwei Reihen.
Ruth Oberösterreich-Premiere, oder? Du machst nur Premieren diesmal.
Florian Genau, ja. Da war auch schon ausverkauft. Jetzt haben sie aber noch zwei Reihen dazu aufgemacht. Das heißt, da gibt es auch nochmal irgendwie so 10 oder 20 frische Karten, die ihr noch besorgen könnt, wenn ihr dahin wollt. Und dann ist in Österreich vorerst Pause und ich bin erst im November in Baden mit Sternengeschichten live.
Ruth Heimspiel.
Florian Genau. Und dann gibt es natürlich noch Science Buster Shows, wo ihr mich mit Martin Moder und Martin Puntigam sehen könnt. Am 21. und 22. Februar in Wien. Am 27. Februar sind wir in Berndorf, auch in Niederösterreich. Und dann endlich wieder mal in Deutschland. Science Busters mit unserem neuen Programm Weltuntergang für Fortgeschrittene. In Berlin am 23.
Florian März. In Dresden am 26. März. In Leipzig am 27. März. Und in Erfurt am 28. März.
Ruth Aber nicht, dass du dann für die Universumshow schon urmüde bist, wenn du da ganz am Ende von so vielen doofen Science-Buster-Sachen bist.
Florian Nein, sind nicht doof, aber ich halte dich aus. Sonst machen wir einfach du die erste Hälfte und dann mache ich noch ein Dickerchen und dann mache ich die zweite Hälfte von unserer Show. Ich gehe da mal in den Sternenzell schlafen.
Ruth Okay, nein, nein, sicher nicht.
Florian Also auch nach Erfurt am 29.3. in Magdeburg im Moritzhof wird es eine hervorragende, das Universumshow geben. Falls wir Ostdeutschland-Groupies haben, ihr könnt uns gerne nachfahren. So einmal Dresden, Leipzig, Erfurt und dann Magdeburg.
Ruth Ja, Weltturnier quasi.
Florian Genau. Sehr schön. Ja, das war mal alles bis Februar, März. Natürlich gibt es noch mehr. Schaut auf die diversen Seiten, sternengeschichten.live oder die Shownotes bei Das Universum oder halt auf die ScienceBuster Seite.
Ruth Einen Termin habe ich noch für MusikliebhaberInnen, Orchestermusik, eigentlich mit Kinderfokus. aber ich glaube, es ist nicht ganz so streng. Also entweder schnappt eure Kinder, nehmt sie da als Ausrede, dass ihr zu dem Konzert kommen müsst. Das Tonkünstlerorchester macht ein Space-Konzert, das heißt Space Mission, ist eigentlich ein Kinderkonzert, aber die Musik ist trotzdem gut und Bilder wird es auch schöne zu sehen geben und ich darf ein bisschen moderieren zwischendrin, zwischen der Musik, während die Bilder zu sehen sind.
Ruth Am 18. Februar ist das im Festspielhaus in St. Pölten und dann nochmal im März und zwar am 24. März im Stadttheater Wiener Neustadt.
Florian Sehr gut, ja, habe ich in den Shownotes schon vermerkt und auf dasuniversum.at könnt ihr euch das entsprechend anschauen. Da gibt es alle Informationen zu allen Terminen, die wir gerade erwähnt haben, gesammelt.
Ruth Sehr gut. Sind wir durch, oder? Ja, bis auf das, was uns immer am Ende, das Allerwichtigste eigentlich, uns bei euch zu bedanken für eure edlen Spenden. Ihr wisst ja, wir bekommen kein Geld von niemandem, nicht von Spotify oder sonst irgendeiner Plattform und das wollen wir auch gar nicht. Behaltet euch eure Kohle.
Ruth Wir wollen nur Geld von euch. Das bekommen wir auch immer wieder, ganz regelmäßig. Bevor wir jetzt noch zu den Online-Spenden kommen, möchte ich noch erwähnen, dass wir auch noch einen Geldkoffer bekommen haben. Schon wieder persönlich überreicht. Einen Geldkoffer.
Florian Das ist ein Fall an dich, weil ich weiß nichts davon.
Ruth Nein, ich habe es dir noch nicht gesagt. Von der Häkel Michi, die ich jetzt gerade erst in Wien kurz getroffen habe. Hallo Michi. Und sie hat uns einen Geldkoffer überreicht, der wunderschön gestaltet ist. Ich werde ihr vielleicht noch ein paar Fotos schicken. und er ist nicht nur wunderschön gestaltet, er hat im Inneren auch Mäuse.
Florian Ja, wahrscheinlich schneit die KI das automatisch raus, weil mittlerweile haben die ganzen Verbesserungsprogramme so viele Algorithmen drin, dass alles, auch die Sektkorken sind übrigens rausgeflogen bei der Silvesterfolge.
Ruth Boah, hey, aber diese scheiß KI, das kann sie doch nicht machen. Können wir nicht in der Silvesterfolge unsere Korkenknaller rausschneiden?
Florian Das ist eigentlich schon praktisch, dass das macht, weil dann sind so Störgeräusche, wenn die Nachbarn irgendwie hier bohren oder sowas, das geht automatisch schon alles raus. Und ja, dafür hast du halt ein bisschen Schwund. Mal schauen. Entweder ihr habt jetzt Mäuse gehört oder ihr habt es nicht gehört.
Ruth Und was noch drin war in dem Geldkoffer sind Socken. Klingt jetzt nicht so aufregend, aber es sind fantastische Socken. Ich habe Hen-Astronaut-Socken bekommen mit Hühnern in Raketen und Eiern mit Ringen drumherum und Kometen als Eiern und Sternen und so. Geile Socken. Die werde ich dann im Planetarium, wenn ich am Land bin, werde ich die anziehen. Da, wo die Hühner sind.
Ruth Und du hast Socken bekommen, die du noch nicht gesehen hast. Du hast Socken bekommen, Draftbier-Socken.
Florian Ah, okay. Das klingt interessant.
Ruth Die bringe ich dir dann, vielleicht bringe ich sie dir, ha, bei den Sterne-Geschichten.
Florian Ja, stimmt.
Ruth Übermorgen.
Florian Genau, ja.
Ruth Bring ich sie dir mit. Dann kriegst du deine Socken. Und vielleicht kannst du auch eine Maus haben.
Florian Mal schauen.
Ruth Okay, also, danke Michi. Und dann danken wir natürlich euch noch, euch, die ihr uns immer wieder online spenden, zukommen lasst, über PayPal geht das oder über Steady und Patreon, wo man so ein Spenden-Abo abschließen kann, was natürlich auch sehr hilft, weil wir da dann eine gewisse Planungssicherheit finanziell auch haben.
Ruth Also ganz herzlichen Dank dafür an euch, an Uwe. Ulrich, David, danke Axel, danke Ludger, Marvin, Marvin, danke Marvin, der sagt, an Weihnachten spenden kann jeder. Und er spendet uns 42 plus Pi Euro.
Florian Cool.
Ruth Vielen Dank. Schöne Zahl. Und danke an Sonja. Um Himmels Willen, Sonja. Was ist denn das für eine Menge an Mäusen, die du uns dazukommen hast lassen? Ich glaube, du wurdest schon persönlich kontaktiert, Sonja. Hast du ihr schon ein E-Mail geschrieben, oder?
Florian Ich überlege gerade.
Ruth Ich glaube schon. Wie auch immer, wenn nicht, dann wirst du kontaktiert worden sein, ob du vielleicht nicht irgendwie noch ein Buch oder sonst irgendwas von uns haben möchtest, Sonja. Sag Bescheid. Danke Nikolaus, danke Norbert und danke Peter. Und auf Steady sind diesmal dazu gekommen Katharina, Karl, Christina und Doris. Ganz herzlichen Dank.
Florian Vielen, vielen Dank an alle, die uns unterstützen. Das ist wichtig und das hilft uns. Wenn ihr uns unterstützt habt, freuen wir uns. Wir freuen uns aber auch, wenn ihr uns Nachrichten schickt. Das könnt ihr gerne tun unter hello at das Universum.at. Wie gesagt, wir schauen uns alles an. Wir lesen das immer. Wir haben nicht immer Zeit, auf alles zu antworten.
Florian Aber ich habe gedacht, ich schaue nochmal kurz durch. Es hat uns nämlich Viktor nach der letzten Folge einen Erfahrungsbericht zum Atomkeller in Heigerloch geschickt, über den wir gesprochen haben. Und er hat gemeint, ja, erstens mal gibt es da eine seiner Lieblingsbiere, das Heigerlocher Urstoff. Okay, die Brauerei ist pleite. Also okay, gut, das war scheinbar falsch.
Ruth Wahrscheinlich wollen die Leute den Haigerlocher Urstoff nicht so gern nah an sich dran haben.
Florian Jedenfalls hat er gesagt, es ist empfehlenswert für Leute, die da gerade so in der Nähe sind oder vorbeifahren, extra aus Österreich anreisen würde er nicht, dafür hat er gesagt. Ja, aber danke für den Hinweis, Victor. Und danke übrigens auch, dass du unsere Bücher vorbestellt hast. Er hat auch geschrieben, er hat Bücher vorbestellt.
Florian Bücher, Jörg, das wirst du vielleicht gesehen haben oder nicht, Ruth. Jörg hat nämlich einen Meteoriten in deinem Buch gefunden.
Ruth Ja, ich habe extrem gelacht über dieses E-Mail. Fantastisch. Ich habe keine Ahnung, was es wirklich ist.
Florian Ja, Produktionsfehler wahrscheinlich. Daniel, Daniel hat es auch geschrieben. Daniel kann uns vermutlich oder mir gleich noch eine Mail schreiben, weil Daniel hat meine Aussprache des Chinesischen kritisiert und ich habe halt wieder Chinesisch gesprochen. Du kinesisch kannst. Ich kann es halt nicht, aber irgendwas muss ich auch sagen, wenn ich den Namen auf kinesisch sagen will. Oder ich sage immer dazu, dass es nicht richtig ausgesprochen ist.
Florian Also Daniel, sei mal nicht böse, wenn ich es schon wieder falsch ausgesprochen habe. Wir haben auch Atombomben-Film-Tipps von Christian bekommen. Christina hat uns geschrieben, die haben wir in Graz getroffen.
Ruth Ja, mit Christina habe ich gesprochen und ich habe mich leider nicht mehr an sie von 2024 erinnern können. Schande auf mein Haupt, aber danke für die Nachricht, Christina. Ich glaube, nächstes Jahr werde ich mich daran erinnern können, dass du wieder da warst.
Florian Genau. Also wir freuen uns immer über eure Nachrichten. OP Alien aus Düsseldorf hat uns den ersten Teil eines Science-Fiction-Dingses, wie er schreibt, geschickt. Wir lesen eure Nachrichten. Wir können nicht immer darauf antworten. Das schaffen wir sporadisch. Also ich schaue immer wieder mal drauf, dass ich antworte. Aber es sind viele Nachrichten, die wir bekommen und wir freuen uns darüber, dass es viele sind.
Florian Aber weil es viele sind, ist halt auch das Abarbeiten oft schwer. Also nicht böse sein, wenn ihr nicht oder nicht sofort eine Antwort bekommt. Aber wir freuen uns. Also schreibt uns gerne, bewertet den Podcast gerne da, wo man Podcasts bewerten kann. Unterstützt den Podcast und am allerwichtigsten, hört euch den Podcast an.
Florian Und die nächste Möglichkeit dazu habt ihr in zwei Wochen, wenn die nächste Folge des Podcasts erscheinen wird. Und bis es soweit ist.
Ruth Verabschieden wir uns. Macht es gut, bis dahin. Schöne Zeit im sinnlosen Februar.
Florian Genau. Tschüss.
Ruth Ciao.