- #88 +1Musik
- #88beste Platzierung
- wöchentlichErscheinungsrhythmus
- 40 mintypische Länge
- 31. Jan. 2022letzte Folge
Der Klavierpodcast mit Igor Levit und seinem Freund Anselm Cybinski geht weiter! Nach dem großen Erfolg von "32 x Beethoven" dreht sich die neue Staffel um Igors Lieblingsform: Die Variation. Bachs Goldberg-Variationen sind der Ausgangspunkt, Beethovens Diabelli-Variationen das Herzstück. Variationen sind bunt. Und sie sind vielfältig: Alles wird anders in dieser musikalischen Verwandlungskunst. Igor Levit erlebt Variationen wie Reiseliteratur: "Es sind Berichte von Wegen, die von A nach B führen. Aber auch von Menschen, die als Person X aufbrechen und als Person Y ankommen." Über Mozart, Mendelssohn, Liszt, Schumann, Brahms und Reger geht die Reise bis zu Frederic Rzewskis "The poeple united". Wie ist die Musik gemacht? Was tun die Hände? Was hat das Leben der Komponisten damit zu tun? Was ist Igors persönliche Geschichte mit den Stücken? Und was gibt uns die Musik für unser Leben? Immer spontan, mit Spaß und mit Plan machen sich Igor und Anselm auf den Weg. Ein wilder Ritt durch musikalische Themen, Einflüsse und Epochen: Musik-Wissen als Hörgenuss, vermittelt von einem Künstler, der nicht nur redet, sondern auch spielt. Und das gern gleichzeitig.
Folgen
#18 Das Ende ist ein Anfang: Bachs Goldbergvariationen (18/18)
Mit der "Aria" hat alles begonnen - und nach 30 Veränderungen, nach zahllosen Bildern und Geschichten, kehrt die magische Melodie zurück. Aber wer eine Reise gemacht hat, kommt als ein anderer heim - und kennt erst jetzt den Ausgangspunkt:
#17 Nostalgie und Heimweh: Rachmaninows Corelli-Variationen (17/18)
Im Exil fern der russischen Heimat schrieb Rachmaninow seine sogenannten Corelli-Variationen op. 42. Tatsächlich stammt das Thema aber gar nicht von Arcangelo Corelli. Unter dem Namen "La Folia" war es im Barock ein weit verbreiteter, popul
#16 Gib mir mehr, gib mir alles: Max Regers Bach-Variationen (16/18)
Mit 14 hörte sich Igor Levit durch sämtliche Klavierwerke von Max Reger. Ziemlich nerdy. Und er beschloss, typisch Igor: Den dicksten Brocken will ich spielen. Die Bach-Variationen op. 81 sind Regers wichtigstes Klavierwerk. Vollgriffig und
#15 Bunt: Die Händel-Variationen von Johannes Brahms (15/18)
So viele Charaktere: In den Händel-Variationen op. 24 holt Brahms aus einem barocken Thema romantische Klangfülle und große Freude. Es sind Vollblutvariationen, sagt Igor Levit, ein buntes Werk, das ihm sehr nah ist - obwohl er mit 14 fast
#14 Enge Kreise, tief drinnen: Schumanns "Geistervariationen" (14/18)
Kurz bevor er sich selbst in eine Heilanstalt einlieferte, begann Schumann sein letztes Werk: die "Geistervariationen". Das Thema, behauptete er, habe ihm der tote Schubert im Traum eingegeben. Dann wieder erzählte er seiner Frau von Geiste
#13 Ein einziger Seufzer: Franz Liszts Variationen über "Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen" (13/18)
Nicht alle Variationen sind "Weltumrundungen": Franz Liszts Variationen über "Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen" sind sehr persönliche Ausdrucksmusik. Musik der Trauer: Zwei junge Menschen, die er liebte, waren verstorben. Schon der zugrundelie
#12 Avantgarde, die ins Ohr geht und mitten ins Herz: Frederic Rzewskis "The People United" (12/18)
Er war ein enger, wichtiger und schwieriger Freund. Und er war ein großer Komponist: Frederic Rzewski. Sein Tod im Juni 2021 war ein schwerer Verlust für Igor Levit. Der US-Amerikaner war Virtuose und Linker, Träumer und Macher, radikaler E
#11 Den Globus umrunden: Beethovens "Diabelli-Variationen", Teil 2 (11/18)
In Beethovens "Diabelli-Variationen" wird das Thema nicht nur verwandelt, sondern buchstäblich geschreddert. Mit bizarrem Humor baut Beethoven aus diesem Material eine Welt der überraschenden Ideen. Igor und Anselm begleiten den harmlosen D
#10 Unendlich viele Bilder prasseln auf dich ein: Beethovens "Diabelli-Variationen", Teil 1 (10/18)
Als Igor Levit 15 war, sagte sein damaliger Lehrer Karlheinz Kämmerling: "Ich glaube, das wird Ihr Stück." Er hat recht behalten. Kaum ein anderes Werk hat Igor häufiger gespielt, und kein anderes weckt konstant so viel Neugier und Entdecke
#09 Die Welt ist nicht genug: Ronald Stevensons "Passacaglia on DSCH" (9/17)
Kommt Ihr mit? Ronald Stevenson (1928 - 2015) war ein schottischer Komponist und Pianist. Seine "Passacaglia on DSCH" au dem Jahr 1962 ist eine 80-minütige Weltreise, eine pianistische Totalverausgabung und ein hypnotischer Trip: Ununterbro
#08 Das kann nur Mendelssohn: Die "Variations sérieuses" op. 54 sind sein bestes Stück für Klavier solo (8/17)
Und das finden nicht nur Igor und Anselm: 11 Minuten maximal verdichtete Musik, die unwiderstehliche Sogwirkung hat. Musik, die im Flug vorbeirauscht und eigentlich zu kurz ist: Viele Variationen würde man am liebsten gleich nochmal hören.
#07 Die Verhältnisse zum Tanzen bringen: Beethovens "Eroica-Variationen" (7/18)
Ein ziemlich harmloser Tanz aus seinem Ballett "Die Geschöpfe des Prometheus" wird für Beethoven zum kreativen Spielfeld. Kein Stein bleibt auf dem anderen, Beethoven probt die revolutionäre Umgestaltung: Auch scheinbar festgefügte Struktur
#06 Was ist schon normal: In den Variationen op. 34 dreht Beethoven am Tonarten-Rad (6/18)
Selbst in den wilden Diabelli-Variationen bleibt Beethoven fast immer in der Grundtonart. Daran kann man ermessen, wie buchstäblich ver-rückt sein op. 34 ist: "Sechs Variationen über ein eigenes Thema". Jede Variation rutscht in eine himmel
#05 Teamwork: In "Hexaméron" wetteifern Liszt, Chopin, Czerny und Kollegen um die aufregendste Variation (5/18)
Es war ein Benefizprojekt: Die sechs angesagtesten Starpianisten in Paris sollten je eine Variation über eine patriotische Opernmelodie von Vincenzo Bellini schreiben. Franz Liszt war Ideengeber und Redakteur. Viel irre schwieriges Virtuose
#04 Ein emotionaler Ausbruch: Haydns f-Moll-Variationen (4/18)
Er gilt als ausgeglichenes und heiteres Gemüt. Doch in seinen f-Moll-Variationen sprengt Haydn alle Konventionen seiner Zeit. Ein Stück, das von Einsamkeit und Trauer erzählt - aber auch mit scharfen Kontrasten arbeitet. Variiert werden näm
#03 Freiheit auf engstem Raum: Mozarts "Duport-Variationen" (3/18)
Scheinbar ungetrübt ist die Freude am Spielen, alles ist hell - bis plötzlich, in der einzigen Moll-Variation, heftiger Schmerz spürbar wird. Mozarts "Duport-Variationen" wirken nur auf den ersten Blick harmlos. Igor und Anselm zeigen Euch,
#02 Unterm Brennglas: Bachs Goldbergvariationen
Sie sind Kult, Gipfel der Kunst und Teil der Popkultur: Bachs Goldbergvariationen sollten die Schlaflosigkeit eines Grafen kurieren. Sie sind hypnotisch, meditativ, verspielt und sehr, sehr durchdacht. Wie der Bass alles strukturiert, wie t
#01 Ein Problem umkreisen: Variationen sind Musik der unbegrenzten Möglichkeiten (1/18)
Variationen sind Igors Levits Lieblingsform. In Variationen wird ständig alles anders. Und doch dreht sich‘s immer nur um das eine: das Thema. Egal, ob es im Bass liegt (wie beispielsweise bei Johann Sebastian Bachs "Goldbergvariationen" od
Variationen: Alles wird anders (2. Staffel)
Nach dem Erfolg von "32 x Beethoven" startet BR-KLASSIK eine neue Staffel des Klavierpodcasts mit dem Pianisten Igor Levit und Anselm Cybinski. Unter dem Titel "Alles wird anders" geht es nun um die Lieblingsform von Igor Levit: die Variati
#32 Kein Abschied, sondern Aufbruch: Die letzte Sonate op. 111 (32/32)
Der Schlusstein in der Trilogie der drei letzten Sonaten beginnt dramatisch. Und endet magisch: Das "Arietta"-Thema verwandelt sich stetig, beschleunigt sich, bekommt Swing, macht zwischendurch Station beim Boogie-Woogie, bevor es sich - sc
#31 Der Weg zurück ins Leben: Op. 110 (31/32)
Choral (erster Satz) und Gassenhauer (zweiter Satz), Rezitativ (Einleitung zum Finale), "klagender Gesang" und Chorfuge (Finale): Es geht um Gesanglichkeit in der vorletzten Sonate op. 110. Aber "gesungen" wird hier auf die denkbar untersch
#30 Improvisation und Variation: Op. 109 (30/32)
Der mittlere Beethoven schert sich nicht um Konventionen, sondern setzt seine eigenen Regeln. Der späte Beethoven geht einen Schritt weiter: Auch die eigenen, selbst gesetzten Regeln stehen jederzeit zur Disposition. Alles ist möglich. Die
#29 Hammerklaviersonate: Der komponierte Superlativ (29/32)
Ein Gebirge, eine Strapaze, ein komponierter Superlativ - und mehr, als ein Mensch in einem Menschenleben begreifen kann. Die Hammerklaviersonate op. 106, sagt Igor Levit, ist voller hysterischer Freude (1. Satz), übergeschnappt (2. Satz),
#28 Vom Suchen und Finden: Der Auftakt zum Spätwerk (28/32)
Zwei Sätze suchen, stellen alles in Frage - das Finale findet eine Antwort. Der erste Satz scheint zu schweben - alles fühlt sich an wie im Traum. Der zweite: ein vertrackter Marsch, zu dem kein Mensch marschieren kann und jede Kompanie ins
#27 Die Intime: Zwei Sätze (27/32)
Mal wahnsinnig karg, dann, nur drei Takte später, emotional ausufernd: Der erste Satz von op. 90 ist ein rätselhaftes Stück. Ein Wechselbad der Gefühle, mal stolz und extrovertiert, mal ganz nach innen gekehrt. Aber immer passioniert, sagt
#26 Das Lebewohl: Les Adieux (26/32)
Beethoven erzählt eine Geschichte: Der Abschied (erster Satz) eines geliebten Menschen ist schmerzhaft, die Postkutsche verschwindet mit Hörnersignalen und Pferdegetrappel am Horizont. Die Abwesenheit (zweiter Satz) ist eine Zeit der Trauer
#25 Deutsch, aber witzig (25/32)
"Presto alle tedesca" - eine Presto auf deutsche Art: In seiner G-Dur-Sonate op. 79 ließ sich Beethoven von einem Jugendwerk inspirieren, der Musik zu einem Ritterballett für ein höfisches Fest in Bonn, bei dem man in "altdeutscher Tracht"
#24 Brüchige Idylle und Etüde auf Speed (24/32)
Ein Kleinformat, aber extrem gehaltvoll: Die Fis-Dur-Sonate op. 78 hat nur zwei Sätze. Und die haben es in sich. Im ersten darf sich das Klavier aussingen: Beethoven, der Melodiker. Auch wenn immer wieder kleine Temperamentsausbrüche die Id
#23 Apokalyptisch: Die Appassionata (23/32)
Der erste Satz ist existenziell, mit unerbittlich festgehaltener Spannung vom ersten bis zum letzten Takt. Der zweite Satz täuscht einen Scheinfrieden vor, bevor er in die fatalistische Dunkelheit des Finales mündet. Beethovens Sonate f-Mol
#22 Die Skurrile: Inspirierend unnormal (22/32)
Ein charmantes Menuett wird von wütenden Triolen zerfetzt: Im ersten Satz von op. 54 lässt Beethoven zwei maximal kontrastierende Abschnitte aufeinanderprallen. Nichts, aber auch gar nichts haben sie miteinander zu tun. Zuerst. Doch die Beg