Der SPORT1 DOPPELPASS· Folge 246

SPORT1 Doppelpass vom 19.04.2026 mit Markus Krösche & Stefan Effenberg

Sonntag, 19. April 2026 · 1 h 56

MP3

Shownotes

Für alle, die den SPORT1 Doppelpass verpasst haben: Hier gibt es jeden Sonntag die neue Folge des Doppelpass zum Nachhören als Podcast.

In der aktuellen Folge sind die Gäste: Markus Krösche (Sportvorstand Eintracht Frankfurt), Mounir Zitouni (Ex-Profi, Podcaster & Persönlichkeitscoach), Toni Tomic (Kommentator Sky), Christopher Michel (Reporter Absolut Fußball) sowie SPORT1-Experte Stefan Effenberg.

In der neuen Folge des Doppelpass diskutieren sie unter anderem über die Themen:
• Das erste Spiel von Marie-Louise Eta
• Emotionen pur! Das Nordderby
• Markus Krösche und die Lage in Frankfurt
• Die Verletzung von Gnabry und die Aussagen von Uli Hoeneß
• Dortmund, Süle und der VAR

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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Und wir können gleich die Stimme oben lassen. Ich begrüße recht herzlich Ruth Hofmann, die die Frage der Woche hat. Und natürlich zum Thema der Woche Marie-Louise Eter. Grüß dich Ruth, schönen guten Morgen. Schönen guten Morgen, hallo zusammen. Genau, Flo, wir beschäftigen uns in der Frage der Woche mit der ersten Frau als Cheftrainerin in der ersten Bundesliga bei den Männern.

Sie hat natürlich für Aufsehen gesorgt. Klar, sie schreibt Geschichte, sie ist Pionierin, auch wenn ihr das selbst gar nicht so wichtig ist. Aber alle Augen und Kameras waren erst mal auf sie gerichtet. Und demnach unsere Frage der Woche, welche Signalwirkung hat sie damit auf zukünftige Trainerentscheidungen?

Sagen Sie, das wird sich durchsetzen. Wir werden in Zukunft mehr Frauen an der Seitenlinie sehen. Markus Krösche hat ja schon selbst gesagt, er findet das auch gut. Oder glauben Sie eher, das wird ein Einzelfall bleiben und bis zur Normalität ist es noch ein weiter Weg? Das war die erste Spiel von Marie-Louise Eta an.

Leider war es aus Unioner Sicht mit einer Niederlage. Aber es waren durchaus positive Ansätze zu erkennen. Das war eine Niederlage, aber es waren durchaus positive Ansätze zu erkennen. Alle Kameras sind auf sie gerichtet, bei diesem historischen Moment. Marie-Louise Eter, nicht nur die erste Trainerin in der Bundesliga, sondern auch weltweit bei einem Männer-Erstligisten.

Union Berlin hat jetzt nicht nur Fußball-Götter, sondern auch eine... Marie-Louise Eter, Fußball-Götter! Hier geht es grundsätzlich nicht um mich, es geht um Fußball und es geht darum, Bundesligaspiele zu gewinnen. Und das hat man heute den Jungs ja auch in der Art und Weise, wie sie aufgetreten sind, absolut gesehen.

Diese Premiere historisch, aber aus Unioner Sicht leider nicht erfolgreich. Eine 1-2-Niederlage zu Hause gegen den VfL Wolfsburg, trotz vieler Chancen. Auch unter ETA kann Union nicht gewinnen. Ein großer Pluspunkt, ETA kennt die Mannschaft sehr gut und weiß, wo sie ansetzen muss. Nach der Entlassung von Urs Fischer im November 2023 übernahm sie die Mannschaft gemeinsam mit Marco Grote interimsweise und blieb auch unter Fischer-Nachfolger Nenad Pielica im Trainerteam.

Zuletzt coachte sie die Unioner U19. Wir haben uns für die interne Lösung entschieden und dann ist der beste Trainer nach dem ehemaligen Cheftrainer der U19-Trainer, weil der ist der beste Trainer im Nachwuchs und in dem Fall war das aus der Überzeugung heraus. Marie-Louise Eta coacht bei ihrer Bundesliga-Premiere sehr aktiv, muntert ihr Team nach dem Rückstand auf, holt sie Spieler immer wieder zu sich, um ihnen Anweisungen zu geben.

Ich habe mit Louis in der U15-Nationalmannschaft zusammengespielt und da weiß ich als Spielerin auch schon, was sie für eine intelligente Fußballerin auch war und man sieht einfach an ihren Erfolgen auch, dass sie es als Trainerin in dem Fall auch. Und diesen Schritt jetzt in die Männer-Bundesliga, glaube ich, ist ein ganz, ganz wichtiger für die Frauen.

Ein erster Schritt ist gemacht. ETA schon jetzt ein Vorbild für viele junge Frauen und Mädchen, die im Fußball hoch hinaus wollen. Auch bei anderen Vereinen. Ist Marie-Luise ETA eine Ausnahme oder erst der Anfang? Stefan, wie nimmst du das wahr? Ist sie für dich eine Ausnahme? Unter diesem Druck, unter dieser weltweiten Beachtung, jetzt zu coachen, an der Seitenlinie zu stehen und das alles zu verkraften, gar nicht so einfach.

Aber sie stellt sich der Verantwortung. Das spricht ja schon mal auch für Marie-Louise Eter. Ich glaube, sie hat die Fachkompetenz, damit verbunden die Qualität. Sie kennt das Team. Ich wünsche mir, dass das nicht die Ausnahme bleibt. Aber ich glaube, dass wir jetzt in Zukunft nicht sehr viele davon sehen werden in der Fußball-Bundesliga.

Warum glaubst du, dass das nicht passiert? Die Frage hätte ich so nicht beantworten, weil dann kommt ja die Nachfrage. Sie ist ja der Herrenmannschaft sehr eng schon verbunden. Sie war ja schon Assistant Coach und hat ja auch einen ordentlichen Job gemacht. Aber ich glaube nicht, dass sich das in der Bundesliga durchsetzen wird.

Ist das schade, wenn das so wäre, wenn Stefan recht behält? Man muss schauen, ob das so kommt. Ich glaube schon, dass es eine absolute Signalwirkung ist für Deutschland, für den deutschen Fußball tatsächlich. Ich bin auch in dieser Woche von ganz, ganz vielen Menschen, Frauen angesprochen worden, die normalerweise nicht viel mit Fußball zu tun haben.

Und für die ist das wirklich ein Thema. Und ich glaube, dass gesellschaftliche Entwicklungen einhergehen müssen mit Sichtbarkeit. Und wir haben jetzt eine Trainerin im deutschen Fußball, die ist sichtbar. Und genauso wie es irgendwann mal die erste Flugpilotin gab, Ende der 80er, die sichtbar war. Ich glaube, dass das ganz wichtig ist, um den jungen Frauen und Mädchen als Vorbild zu dienen.

Zu zeigen, da kann es hingehen. Genau. Natürlich gibt es in der Männer-Fußballwelt eigene Regeln, Codes und Verhaltenskodex. Aber das verändert sich? Das wird sich verändern. Sie wird sich anders verhalten, anders agieren und das ist auch gut so. Nur wird das System des Fußballs ein Stück weit mit Widerstand reagieren.

Aber sie wird, glaube ich, da schon Akzente setzen, die uns auch gut tun. Das muss man ja auch ganz klar sagen. Also ich persönlich wünsche mir einfach da auch den weiblicheren Blick, auch die andere Art des Umgangs. Und wenn ich das erste Training sehe und die erste Schlagzeile lautet ETA jetzt schon lauter als Baumgart, dann kann das eigentlich nicht sein, dass wir auch zukünftig einen Führungsstil an Lautstärke oder an brachialer Art bemessen, Es gibt einen anderen Führungsstil, der tut uns allen gut.

Insgesamt, wenn wir die Bilder aus Bremen sehen, tun uns auch in den Fanblöcken mehr Frauen gut. Es sind meistens junge Männer, die zu solchen aggressiven Handlungen verleitet werden. Da kommen wir später noch zu. Wenn wir das Medienecho, Toni, ich habe das angesprochen, uns auch die ganze Woche schon, aber auch jetzt nach dem Spiel.

Wir haben jetzt nur europäische Beispiele rausgenommen. Darüber berichtet. Alle haben das Gefühl, da ist endlich was aufgebrochen. Wie nimmst du das wahr? Wie nimmst du auch die Reaktionen, die internationalen Reaktionen auf diese Entscheidung von Horst Held und von Union wahr? Das war natürlich international ein großer Knall letztlich.

Du hast es selbst gesagt, in England wurde groß darüber berichtet, die Gazette dello Sporte in Italien, Spanien, Frankreich, überall. Und es ist gut, dass wir da den ersten Schritt machen. Also ich finde auch gut und mutig von Union Berlin eine von ihnen sozusagen zu bestellen. Klar ist es nur bis zum Saisonende, also keine Dauerlösung, aber der erste Schritt ist schon mal gemacht.

Und ich denke schon auch, dass es eine Signalwirkung auch für ganz Europa sein kann und sein muss auch. Wir hören mal rein, was Horst Held selbst dazu gesagt hat. Wir hatten ihn ja gerade im Beitrag aber nochmal ein bisschen erklärt, auch mit Blick auf die Arbeit, die sie jetzt die Woche geleistet hat und wie sie sich dieser Aufgabe gestellt hat.

Absolut fokussiert, klar, in den Ansprachen, sie lebt und liebt den Fußball sehr gut in der Analyse, wie sie es sagen, erkennt viele Situationen, wenn Fehler auftreten, was man besser machen kann, gibt Hilfe, gibt Unterstützung, aber auch klare Ansagen zur Mannschaft, was gefordert wird, Intensität. Und natürlich hat man als Cheftrainer auch Konflikte in einer Mannschaft.

Es gibt nicht immer nur angenehme Gespräche, auch die führt sie mit einer Souveränität, die wichtig und notwendig sind. So habe ich sie erlebt in der Woche, sehr fokussiert auf das, was sie umsetzen möchte und obwohl wir das Spiel leider Gottes heute, kann man sicherlich auch sagen, unverdient verloren haben.

Konnte man schon eine Menge sehen von dem, was sie grundsätzlich in der Kürze der Zeit verändert haben wollte Vielen Dank. Soweit also Horst Held. Du hast ja vorhin schon ein bisschen was dazu gesagt zum Thema Signalwirkung. Wie würdest du das einschätzen, weil wir das ja auch in dem Beitrag hatten? Ist das ein Signal, dass solche Personalentscheidungen in Zukunft eher möglich sind, dass vielleicht auch international auch mal sowas gedacht wird?

Ich glaube, es ist ja immer irgendwo ein Anfang. Und Union hat jetzt den Anfang gemacht. Und man sieht ja jetzt auch in den letzten Jahren, dass immer mehr Frauen auch in Führungspositionen gekommen sind. Falls auf Managerpositionen oder Geschäftsführerpositionen. Ich glaube, das ist einfach auch der richtige Weg.

Am Ende ist es egal, ob du jetzt Mann oder Frau bist. Wenn du die Qualität hast, dann musst du auch in diese Positionen kommen. Und die Trainerin ist jetzt im Endeffekt der nächste Schritt. Gut, aber die Frauen brauchen auch Leute, die sie supporten, die das auch aktiv sozusagen betreiben. Aber das ist ja schon mittlerweile so.

Ich glaube schon, dass auch gerade viele Frauen ja auch unterstützt werden und wie gesagt dann auch in Führungspositionen kommen. Wir haben auch viele gute Trainerinnen. Wenn ich jetzt an Fritzi Kromp denke, die vorher bei uns war, weil in Bremen das sehr, sehr gut macht. Also wir haben sehr, sehr viele, viele gute Frauen auch im Fußball und letztendlich auch auf der Trainerposition. Das ist eine logische Konsequenz, dass es dann auch mal zu einer Cheftrainer-Position kommt in einem Bundesliga-Club oder vielleicht sogar auch bei anderen Klubs in der Zukunft.

Bei eurer Frauenmannschaft ist das ganze Trainerteam männlich. Es sind in der Frauen-Bundesliga, glaube ich, nur sechs weibliche Cheftrainerinnen momentan. Es war eine Zeit lang, da war gar keine. Ist es auch eine Frage, wie viel, Frauen, junge Frauen machen einen Trainerschein, haben Bock in diesen Beruf reinzugehen?

Oder ist es immer noch so, dass Männer, die die Führungsebene des Vereins oder der Vereine nach wie vor dominieren, eher Männer auswählen als Frauen? Aber das wird sich verändern. Ich meine, letztendlich haben wir auch bei uns in der Führung, als Sigi Dietrich, der für den Frauenfußball bei uns verantwortlich war, haben wir auch Katharina Kiel geholt.

Also im Management des Frauenteams sind zwei Frauen. Also von daher, ich glaube, was das angeht, werden immer mehr Frauen, gerade im Frauenfußball, aber auch letztendlich im Männerfußball mehr Frauen sein. Das Thema der Trainerentwicklung, das ist halt noch ein Thema, wo es, glaube ich, bei den Frauen immer noch ein bisschen hapert, dass da die Trainerausbildung noch nicht so wirklich so ist, wie es bei den Männern ist.

Marie-Louis Etter hat die UEFA Pro-Lizenz, das ist das höchste, was man machen kann. Aber es sind eher noch wenige, die dann dementsprechend das machen. Und da, glaube ich, muss es in Zukunft auch noch mehr Frauen geben, die auch die Pro-Lizenz machen. Ja, trotzdem ist es so, diese Diskussion, die wir jetzt auch hier aktuell führen, die ist total wichtig.

Genau dieses Thema, das ist wichtig, dass wir das hier auch besprechen. Das ist natürlich hier auch so, jetzt reden hier sechs Männer darüber. Ja, aber trotzdem muss man sich ja mal vorstellen, wir sind im Jahr 2026 und wir haben eine Diskussion, können Frauen eine Männermannschaft führen? Das ist absurd. Also die Europäische Kommission wird von der Frau geführt, das Europäische Parlament, Dänemark wird von der Frau regiert.

Und wir im Fußball diskutieren ernsthaft darüber, kann eine Frau eine Gruppe führen oder nicht? Und deswegen, wir laufen der Musik da schon hinterher. Wir haben auch in unserer Frage der Woche ja eher gestellt, gibt das eine Signalwirkung, wird das jetzt Schule machen? Das war unsere Frage. Aber unter der Woche habe ich ganz viele solcher Gespräche geführt. Kann sie das?

Wird sie ernst genommen? Das sind Fragen, die sich der Fan da draußen stellt. Und da haben wir einfach Nachholbedarf. Und deswegen ist es wichtig, dass wir heute hier sitzen und das genau festhalten. Nee, das ist der Weg. Und für Sie selbst, Sie hat sich ja auch geäußert, natürlich war das auch nicht einfach, dass Sie eben auf der einen Seite so als Vorbild, als Galleonsfigur da nach vorne geschoben wird.

Und andererseits muss sie sich um die Mannschaft kümmern. Und es geht eigentlich, wie Sie sagt, dann doch nur um Fußball, auch bei ihr. Ja, grundsätzlich ist die Rolle ja nicht neu für mich, kenne ich. Ich verstehe auch das öffentliche Interesse, dass jetzt natürlich viel geschrieben wurde, viel darüber berichtet wurde.

Aber mir geht es hier darum, einfach sich um Fußball zu kümmern, das Bestmögliche rauszuholen, gemeinsam mit dem Team. Und deswegen spielt alles andere ja eine Nebenrolle. Aber das Wichtige ist hier der Fußball. Und ich finde, auch das hat sie sehr gut gemacht. Ihre ganzen öffentlichen Auftritte fand ich sehr beeindruckend, sehr klar.

Und sehr, sehr professionell. Es ging mir ähnlich. Ich habe mir die Pressekonferenz gestern angeguckt nach dem Speaking in Wolfsburg und fand sie in der Analyse klar. Sie wurde ja wirklich durchlöchert mit Fragen, die gingen irgendwie fast 20 Minuten nach Fragen an Sie. Und man muss ja auch einfach sagen, das war eigentlich ein gutes Spiel von Union Berlin gestern.

Das wird so ein bisschen klar, die Emotionalität der deutschen Fans ist momentan noch mit Wolfsburg, dass ja viele deutsche Fans außerhalb von Wolfsburg sich da vielleicht mal einen Abstieg wünschen. Aber Union hat gestern alles reingeworfen, XG-Werte, Pfostentreffer und das war sportlich auch gut von ihr eingestellt und aufgestellt.

Ja, da können wir ja vielleicht auch dazu noch ein bisschen was liefern. Ruth, du hast dir mal angeguckt, gab es diesen Trainer-Effekt, den man sich ja immer erwünscht, wenn man einen Wechsel vornimmt, bei Union unter Marie-Louise Eter? Ich habe euch mal ein paar Zahlen mitgebracht. Also sie hat ihr erstes Spiel verloren. Das ist aber ihrem Vorgänger Steffen Baumgart auch so ergangen und sogar Urs Fischer.

Also da steht sie nicht alleine da. Aber sie hat tatsächlich die Mannschaft nach vorne gebracht. Wenn wir einmal hier auf den Effekt blicken, Dann sehen wir im Vergleich zum letzten Spiel von Steffen Baumgart gegen Heidenheim die Niederlage, waren es fast viermal mehr Torschüsse, also 27 zu 7, deutlich offensiver aufgestellt und da richtig für Furore gesorgt.

Also ein Punkt wäre in jedem Fall verdient gewesen, Passquote besser mit 78 Prozent, gewonnene Zweikämpfe auch mehr. Also an diesen Zahlen sieht man, da hat sich schon was getan und das wurde schon auch im Netz so anerkannt. Die unsachlichen Kommentare haben wir jetzt hier nicht mit aufgenommen. Die gibt es natürlich immer bei so einer Personalentscheidung.

Gerade wenn es da um eine Frau geht auf der Position. Aber hier sieht man zum Beispiel, was ETA in einer Woche offensiv erreicht hat. Wow, man stelle sich vor, man gibt dir eine ganze Vorbereitung für eine Saison. Das wäre der Hammer. Klar, es gibt auch Leute, die sagen, man hätte auch Baumgart behalten können jetzt nach der Niederlage.

Aber insgesamt findet man das schon mutig. Und einen guten Fußball, den sie da spielen lässt, Kompliment. Dass man diese Personalwahl so getroffen hat. Und jetzt hören wir noch rein, was der Kapitän Christopher Trimmel zu sagen hat zur neuen Trainerin. Ja, man bekommt es natürlich mit, aber in erster Linie musste sie damit klarkommen.

Ich glaube, auf sie ist sehr viel eingeprasselt. Die meisten Spieler kennen sie schon aus der Tätigkeit als Co-Trainerin. Sie ist inhaltlich, menschlich top. Deswegen wussten wir natürlich schon, dass was auf uns zukommt, wird sehr, sehr gut gemacht. Die Woche ist sehr, sehr positiv. Auch jetzt nach dem Spiel sehr positive Worte in uns gerichtet.

Ich glaube, das ist für sie auch nicht einfach, in einer Woche jetzt so viele neue Sachen reinzubringen. Wir waren sehr klar, wir haben es einfach gehalten. Trotzdem hatten wir einen guten Matchplan und ich finde, den haben wir auch gut umgesetzt bis auf die Gegentreffer. Aber wie gesagt, das ist Fußball.

Also auch sehr, sehr lobende und positive Worte von Christopher Strindl über seine Cheftrainerin. Schauen wir mal rein, Stefan, ins Spiel. Die Wolfsburger machen zwei Tore, einmal früh in der ersten Hälfte, dann einmal ganz früh in der zweiten, jeweils mit Fernschüssen. Gib uns doch deine Beobachtung mal mit. Ja, das ist natürlich ein perfektes Tor.

Wichtig war hier, dass er stabil bleibt in den Zweikampf. Viele gehen runter, ziehen den Freistoß. Das macht er nicht. Er will unbedingt diesen Abschluss, das sieht man gleich, wirklich der Wille auch da durchzuziehen und dann mit dem Außenriss da oben rein. Machen nicht viele, sieht man auch selten in der Bundesliga.

Das ist technisch wirklich herausragend gewesen. Wolfsburg macht mit fünf Schüssen zwei Tore und ich glaube Union hatte 26 und macht einen. Aber hier wichtig gewesen, dass er eben nicht diesen Freischuss haben will, sondern wirklich oben bleibt und den Abschluss aussucht. Und dann gucken wir gleich aufs Zweite. Das war wirklich, glaube ich, 30, 40 Sekunden nach wieder am Pfiff.

Auch ein Schuss aus der Entfernung. Könnte man hier, glaube ich, von Unioner Seite auch anders klären vorher? Kann man anders klären? Du kannst fast jede Situation anders klären. Aber hier ist herauszunehmen, dass Wolfsburg eben in der Vorwärtsbewegung wirklich verteidigt, was sie in dieser Saison gar nicht gemacht haben.

Sie sind jetzt mutiger, wollen genau diesen Ball gewinnen. Und dann einen Schuss, wo ich sage, den kannst du so nicht halten. Das ist ein sehr guter Spiel. Das war natürlich zum perfekten Zeitpunkt, kurz nach der Halbzeit. Ich muss auch dazusagen, Union hat die erste Halbzeit nicht gut gespielt. In der zweiten Halbzeit wurden sie das Risiko erhöht, immer stärker.

Aber es hat nicht gereicht. Für Wolfsburg wichtig, weil sie jetzt nochmal dran schnuppern. Ja, absolut. Über Wolfsburg und über die veränderte Voraussetzung durch diesen Dreier sprechen wir gleich nochmal. Wir gucken aber vielleicht noch auf das Tor von Union. Marie-Louise Eter hat ja auch ein bisschen verändert, hat vier Positionen verändert.

Auch insgesamt ein bisschen offensiver spielen lassen, auch mit drei Stürmern. Das ist natürlich ein super Konter, wo Börg seine absolute Geschwindigkeit ausspielen kann, Toni. Er war ja in dieser Saison nicht unbedingt Leistungsträger oder gesetzt im Spiel. Sie hat sich sicherlich etwas überlegt, wenn sie über die Flügel kommen möchte, dass sie da einfach Geschwindigkeit braucht.

Ich würde ganz gerne auf das erste Gegentor von Stefan zurückkommen, was er analysiert hat. Da sind die zwei Sechser natürlich schon sehr weit vorne. Das heißt, es geht durch die Mitte durch. Ich glaube, das ist auch der Ansatz gewesen von hier, dann auch ein bisschen höher zu attackieren. Es ist natürlich immer dann die Gefahr, wenn du dann die Kette nicht schließt, hinten mit der Viererkette, dann nah bis an den Sechsern, dass dann halt einer durchbrechen kann. Aber das ist natürlich optimal.

Du hast einen Mittelstürmer, der den Ball festmachen kann, ganz wichtig. Und dann halt die Geschwindigkeit der beiden Außen mitnehmen kann, war super schnell umgesetzt. Also glaube ich, in acht bis zehn Sekunden von Coast to Coast, wie man sagt, und dann getroffen, also top. Er ist ja vor ein paar Wochen als zweitschnellster Spieler aller Zeiten in der Bundesliga gemessen worden mit 37 kmh.

Er ist ja natürlich herausragend. Wo er Ansatz am eigenen Strafraum ansetzt und dann zieht er den Weg. Da sieht man auch, dass da einfach die Mechanismen geklappt haben in dieser Situation. Union hätte sich sicherlich den Punkt noch verdienen können. Dann hatten Stefan in der Nachspielzeit 90. Plus 3 noch mal eine große Chance.

Hatten sie. Elkrabacher war sehr, sehr gut. Endlich mal auch so eine Szene für den Torwart, wo er vielleicht das Spiel auch mit auf seine Seite zieht, sodass sie die drei Punkte behalten oder mit nach Hause nehmen. Sie standen natürlich unter Druck, aber das ist ja normal. Du kriegst das 2-1, Union erhöht das Risiko. Und dann gilt es, das eben wegzuverteidigen.

Was sie hier dann wirklich gut machen, schwer zu halten. Und Arnold klärt einfach mal den Ball auf die Tribüne gedroschen. So musst du das dann auch machen, wenn du wirklich tief unten drin stehst. Da geht das nicht mehr darum, irgendwelche Ansätze, sondern wirklich dann so einen Vorsprung auch über die Zeit zu bringen.

Wir können noch kurz hören, was Marie-Louise Eter nach dem Spiel zur Leistung ihrer Mannschaft. Ja, ich versuche, meine Mannschaft bestmöglich zu unterstützen von außen. Natürlich geht es auch immer wieder darum zu gucken, welchen inhaltlichen Plan haben wir der Mannschaft mitgegeben, passt es zueinander, dann eben auch mit dem Trainerteam Möglichkeiten zu überlegen, wie können wir vielleicht nochmal was anpassen.

Aber grundsätzlich hat man ja einfach gesehen, dass die Jungs leben, dass sie gut drin sind, dass viele Sachen, die wir uns vorgenommen haben, gut funktioniert haben heute. Und deswegen bin ich damit sehr einverstanden. Soweit also die Cheftrainerin von Union Berlin. Ich bin sehr gespannt, wie das weitergeht.

Siehst du eine Gefahr, dass Union noch mal richtig, richtig, richtig unten reinrutscht? Sie haben 32 Punkte. Das ist so eine gefährliche, fast trügerische Situation, in der sie sich befinden. Also einen Dreier sollten sie auf jeden Fall noch mal ziehen in den letzten vier Spielen. Da sind einige noch drin.

Also ich würde jetzt nicht zu Hause sitzen und sagen, wir haben mit dem Abstiegs nichts zu tun. Wir sehen ja die Tabelle. Das ist wirklich trügerisch. Sie treffen auch noch gegen Mannschaften, die unangenehm zu spielen sind. Ist weiterhin offen. Wer hätte vor ein, zwei Wochen gedacht, dass Wolfsburg vielleicht noch eine Chance hat.

Das macht die Bundesliga denn spannend. Oben weniger, aber unten ist wirklich richtig Theater. Über Wolfsburg sprechen wir gleich und wir sprechen über Uli Hoeneß, der mal wieder in einem Podcast von Ministerpräsident Söder ein paar steile Chasen losgelassen hat. unter anderem die. Wenn das nicht gut gespielt wurde, hat er sich nie selbst hinterfragt, sondern da war immer die Mannschaft schuld.

Also der rechte Verteidiger, mit dem geht das nicht. Kimmich ist auch nicht so ein guter Spieler und mit Grafenberg, der jetzt in Liverpool spielt, den kann ich überhaupt nicht gebrauchen. Der dort sehr gut spielt, muss man sagen. Den Steinen-Sitz hat er mal gefragt, ob er Deutsch kann, dabei ist er hier geboren.

Da redet er über Ex-Trainer Thomas Tuchel unter anderem. Also, über Uli Hoeneß und den Spieltag, die restlichen Geschehnisse des 30. Sprechen wir gleich hier im Doppelfass. Also bleiben Sie bitte dran, wir sind gleich zurück in München. Wir sind wieder zurück in München, im Airport Hilton, am Flughafen beim Doppelfass mit Hago von Hadeln und Ben.

In unserer Runde heute mit Markus Frösche unter anderem. Und wir haben gerade schon ein bisschen über das Spiel von Union gegen Wolfsburg gesprochen. Das war ein sehr wichtiger Dreier. Für Wolfsburg war das ein extrem wichtiger Dreier. Der VfL kann ein bisschen durchpusten. Nicht viel, aber zumindest haben sie nach dieser ewig langen Sieglusserie zwölf Sieglusspiele wieder gewonnen.

Das ist der erste Dreier in der Rückrunde. Das war schon immens wichtig. Wenn wir jetzt aufs Restprogramm schauen, dann sehen wir folgende Teams. Gladbach, Freiburg, Bayern, St. Pauli. Da gab es in der Hinrunde 6 Punkte. Also wenn Sie jetzt nochmal sechs Punkte holen würden, würde Ihnen das enorm helfen.

Und dieses letzte Spiel gegen den FC St. Pauli, das ist natürlich dann ein Showdown. Sie sind jetzt zwei Punkte auf die Mannschaft herangerückt und das könnte ja dann so ein Endspiel werden. Also Dieter Hecking ist in jedem Fall wahnsinnig erleichtert, denn er hat ja seit Wochen auch immer irgendwie so das Gleiche seiner Mannschaft erzählen müssen. Und jetzt war es mal erfolgreich.

Ich bin wie so eine Schallplatte mit Riss. Man kann sie immer wieder auflegen, man sagt das Gleiche und irgendwann muss man auch mal was sagen können, wo man außer der Reihe ist. Heute haben wir es Gott sei Dank über die Zeit gebracht. Es war hinten raus nochmal ein richtiger Abwehrkampf, den wir machen mussten.

Aber insgesamt habe ich ja gesagt, wir waren dran. Das hat man in der Woche auch im Training gemerkt. Die Mannschaft war sehr konzentriert. Was nicht selbstverständlich ist in der Situation, weil man schon merkt, dass natürlich der Druck wahnsinnig zunimmt, auch auf die Spieler zunimmt. Er hat seit Monaten nicht gewonnen.

Man steht auf dem vorletzten Tabellenplatz, weiß, so ein Spiel bei Union Berlin kann nochmal die Wende bringen. Und wir haben es heute Gott sei Dank über die Ziellinie gebracht. Stefan, sagt dir deine Erfahrung, dass das den Glauben der Spieler auch an die mögliche Rettung wieder deutlich nach vorne bringen könnte?

100 Prozent, weil die anderen ja auch nicht wegziehen. Pauli ist auch so in so einer Situation drin, wo sie auch die drei Punkte eben nicht ziehen können, schon seit Wochen oder HSV auch noch. Das gibt dir auf jeden Fall die Hoffnung. Du hast jetzt das Heimspiel, da wird nochmal alles mobilisiert, was man kann gegen Gladbach.

Und dann vielleicht das ganz große Finale gegen St. Pauli am letzten Spieltag. Ich glaube, die Hoffnung lebt wieder. Und das war, glaube ich, wichtig fürs Team, aber auch für Dieter Hecking. Weil irgendwann wirst du die Mannschaft nicht mehr erreichen mit deinen Worten. So ein Sieg. Da bekommen die Worte dann einen anderen Wert. Und ich glaube, dass sie da sehr wohl dran glauben. Plötzlich eine Riesenglaubwürdigkeit wieder da, Christopher.

Man hat schon letzte Woche auch gegen die Eintracht gesehen. Ich meine, da muss ich nur an die Anfangsphase erinnern. Da rutscht halt der Wimmer aus. Diesmal schießt er den per Außenriss in den Winkel. Und schon da hast du aber in der zweiten Halbzeit gesehen bei Wolfsburg. Es waren immer die Kleinigkeiten, die denen so ein bisschen gefehlt haben.

Und die haben ja jedes ihrer Heimspiele immer nur mit einem Tor Unterschied verloren. Also die waren ja immer knapp dran. Und das kann natürlich, die haben auch Qualität einfach in der Mannschaft, wenn man das immer noch sieht. Ich glaube, die sind vom Marktwert her bestimmt in den Top 8 angesiedelt.

Und die können auch, wer weiß, wie die Bayern am 33. Spieltag vielleicht da ankommen, zwischen den Champions-League-Spielen und allen. Da kann noch was gehen für den VfL. Auf jeden Fall. Aber wenn wir das nochmal, wir hatten ja gerade das Restprogramm von Wolfsburg. wenn wir die beiden mal gegenüberstellen.

Weil irgendwie das Gefühl ist zumindest bei mir so, das geht jetzt um den Relegationsplatz zwischen St. Pauli und Wolfsburg. Wer hat es denn da leichter? Was würdest du sagen? Ja, schwer zu sagen. Also ich glaube, also Gladbach nehme ich jetzt noch nicht ganz raus. Es kommt darauf an, wie sie heute gegen Mainz spielen.

Dann sind sie immer noch in Schlagdistanz. Ich glaube, und ich will jetzt nichts da reingeben. Doch, bitte. Qualität setzt sich durch, oder was sagst du? Nein, aber die letzten Spiele in der Liga, ich meine, was soll ich euch da erzählen? Das wisst ihr am allerbesten. Da passiert alles, da kann alles passieren.

Und jetzt zu sagen, wie die Spiele ausgehen, das zu prognostizieren, das kannst du am Ende einer Saison nicht. Weil da passieren immer, immer überraschende Dinge. Und deswegen kann ich nur festhalten, dass aktuell Wolfsburg sich viel stabiler zeigt, als es der Tabellenplatz hergibt und deswegen glaube ich, dass bei Wolfsburg so der Weg eher nach oben geht und bei Pauli so, habe ich das Gefühl, eher zäh und kämpfend.

Zahlst du jetzt freiwillig oder muss ich dich zwingen? Na gut, komm. Markus, dein Eindruck, es gab ja kürzlich das Duell mit deinem Eindruck zum VfL? Ja, du merkst natürlich, dass es eine sehr schwierige Saison für sie ist und natürlich auch eine sehr große Verunsicherung. Wir haben das natürlich bei uns auch in dem Spiel erlebt.

Es macht natürlich was mit der Mannschaft. Wenn du als Mannschaft eher den Anspruch hast, um internationale Plätze zu spielen, dann kommst du in so einen Abstiegsstrudel. Dann fängt natürlich auch der Kopf an und das merkst natürlich dann bei jedem Einzelnen, merkst du auch als Mannschaft. Und wenn du dann Rückschläge hast, dann wird es natürlich dann schwer.

Da muss man sagen, da hatten wir dann jetzt in der letzten Woche das Glück, dass wir in der ersten Halbzeit dann sofort das Tor dann auch gemacht haben und dann Zweites nachgelegt haben und dann war es für uns natürlich dann auch ein Stück weit einfacher. Aber wie gesagt, das ist für so eine Mannschaft, die eigentlich andere Ziele hat in einer Saison, wenn du dann in so einen Abstiegskampf kommst, gerade im Vergleich zu den anderen Mannschaften, die ja nicht gewohnt sind, dort unten im Abstiegskampf zu sein, ist das nicht ganz einfach.

Man hat aber den Eindruck, dass sie es jetzt verinnerlicht haben, dass der Abstiegskampf bei der Mannschaft angekommen ist. Jetzt gucken wir noch mal ein bisschen auf St. Pauli. Sie haben Freitag gespielt, haben sechs Spiele jetzt nicht mehr gewonnen in der Bundesliga, gehen in Führung in der 69. Minute.

Und da war eine große Befreiung zu spüren irgendwie auf St. Pauli. Aber am Ende kriegen sie es nicht über die Zeit. Was glaubst du, was das mit der Mannschaft macht? Ich glaube, der Vorteil von St. Pauli ist einfach, dass sie in die Saison gegangen sind und sie wussten, sie werden bis zum Ende logischerweise dabei bleiben.

Es geht einfach letztlich nur um den Klassenerhalt. Es ist halt gegenüber den Wolfsburgern, die komplett anders in die Saison reingegangen sind, also was die Ziele auch angeht, was Markus gesagt hat, einfach der Vorteil, sie wissen, dass sie zu Hause alles raushauen können und auch machen. Das Problem ist bei St.

Pauli halt momentan, sie landen keinen Dreier, der sie dann so richtig absetzt nach unten. Aber das ist eine Mannschaft, die ihre Punkte holt. Also am Ende ist es dann vielleicht jetzt nur einer, auch ein bisschen unglücklich, weil ich glaube, diese Elfmetersituation war für mich jetzt keine klassische Elfmetersituation.

Wir gucken mal drauf, man ist sich bei St. Pauli eigentlich sehr sicher, dass der erste Kontakt oder das erste Foulspiel von Kaminski, dem Kölner Spieler ist. Stefan, wie beurteilst du diese Szene in der 85., 86. Minute? Ja, ich sehe das auch so. Hier sehen wir den Zweikampf. Und hier kommt der Kontakt eigentlich von Kaminski an den Pauli-Spieler.

Und von daher hätte es hier in meinen Augen nicht den Elfmeter geben dürfen. Ist natürlich in so einer Situation, in so einer Phase extrem bitter für St. Pauli. Ich glaube, jetzt sieht man das nochmal ganz genau, was ich meine. Manchmal sind ja Worte schwer zu verstehen, aber ich glaube, die Szene zeigt das.

Diesen ersten Kontakt eigentlich von Kaminski hinten in den Fuß. Ich will nicht sagen, mit der Sohle schon gar nicht absichtlich, um Gottes Willen. Aber dadurch kommt er zum Fall und dann zieht er sein Bein hinterher. Ich verstehe die Erklärung der Pauli-Verantwortlichen total. Und ich hätte hier, wie gesagt, keine FHR. Aber Sie haben ja mit VHR und Anschauen und so weiter entschieden. Wie würdest du die Szene beurteilen?

Bin ich per Stefan, muss ich ehrlicherweise sagen. Ich habe es befürchtet. Aber du hast den Kopf geschüttelt. Ja, aber das ist ja das Schöne. Also, mein FHR, was soll ich sagen? Ich möchte ungern FHR widersprechen. Du musst es ja erklären. Fang mal an. Lass es nochmal laufen. Warst du ein bisschen einschüchternder Arzt? Nein, der muss es ja erklären.

Der kann ja nicht sagen, ich bin ein anderer Mann. Die dominante Art vom Effe macht mir ein bisschen Angst, aber ich versuche es mal. Nein, also ich sehe das Fußball-like, das Verhalten vorher von Kaminski und sehe dann quasi diese Grätsche, die dann am Ende natürlich elfmetervütig ist und halte diesen ersten Kontakt, der vielleicht da ist, nicht für so relevant, dass man da hätte auf Freistoß entscheiden müssen.

Wir fangen mal damit an. Ich sehe hier keine Grätsche, sondern doch den Kontakt des Kölner Spielers Kaminski in den Fuß oder auf die Sohle von dem Pauli-Spieler. Und dadurch kommt er in diese Situation, dass er hinten nachziehen, nachziehen muss in der Bewegung. Aber ich finde gut, dass du eine andere Meinung hast, die aber nicht passt.

Die Schiedsrichter reden ja immer vom Trefferbild. Und ich finde, dass Metz diesen Schritt macht, also der geht nicht zum Gegner, sondern er macht den Schritt und sein Standbein ist auf dem Boden. Und dann kommt Kaminski und trifft ihn hinten jetzt an der Achillesszene. Also es ist für mich kein Tackling gegen den Gegner, sondern er versucht zu blocken mit dem Bein und dann wird er getroffen.

Aber er verhält sich jetzt immerhin ein bisschen unglücklich, weil gefährlich wäre das Ganze sowieso nicht mehr geworden wahrscheinlich da, oder? Mit Kaminski. Er macht aber vieles richtig. Er geht gar nicht in den Zweikampf rein in diese Situation. Kaminski geht ins, sag ich jetzt mal, nirgendwo zur Torauslinie mehr oder weniger.

Also besteht eigentlich gar keine Gefahr, wenn du es blockst. Aber das tut er. Aber durch diesen Kontakt kommt er halt in diese Situation. Waldschmidt macht dann den Elfer rein und das auf sehr souveräne Art und Weise. El Mala und er haben sich dann auch so ein bisschen drüber abstimmen müssen, wer das Ganze schießen darf. Es war dann Waldschmidt, den schauen wir uns auch nochmal an, weil es einfach ein schöner, sicherer Elfer war.

Und letztlich sind es dann eben zwei Punkte, die St. Pauli weniger auf dem Konto hat mit so einer strittigen Entscheidung. Aber kann man jetzt nichts mehr machen sozusagen. Sieht schlecht aus für St. Pauli und es bahnt sich so ein Abstiegsdrama an, wie man es war, 99 hatte, wo man das Gefühl hat, jede Woche kann sich das ändern.

Vielleicht ist der ein oder andere, der schon im Kopf für die neue Saison geplant hat. Jetzt musst du doch noch gucken, wie du gesagt hast, Union Berlin, trügerisch. Vielleicht landet auch auf einmal Pauli in einen Endspurt, den jetzt doch gar keiner auf der Kette hat. Wirklich ist es, ja. Das ist schon ein Punkt, dass die von Beginn an wussten, der 16. Platz ist ja für die ein Erfolg.

Und den werden die jetzt wahrscheinlich schon an den Mitteln bekämpfen. Wir sprechen gleich über ein Spiel, wo auch zwei Mannschaften eben in der Abstiegszone sich nach wie vor befinden und mit einer unterschiedlichen Tendenz so ein bisschen, nämlich das große Nordderby. Da war alles drin, was man sich wünscht und manches, was man sich nicht wünscht.

Es ist auf jeden Fall lohnenswert, dran zu bleiben. Jetzt gibt es kurz Hinweise von unserem Sportwettpartner und dann das Nordderby. Bis gleich. Willkommen zurück beim Doppelpass. Schön, dass Sie weiter dabei sind und wir schauen uns ein hoch emotionales Spiel an. Das Nordderby, wenn der HSV gegen Werder Bremen spielt oder in dem Fall Werder Bremen gegen den HSV, dann ist das natürlich immer sozusagen vorprogrammiert, dass viel passiert.

Aber in dem Spiel war mehr drin, als man erwartet. Philipp Reichelt. Dieses Nordderby hatte alles, was ein Derby braucht. Traumtore auf beiden Seiten. Emotionen, Videobeweise, Rudelbildungen, Platzverweise. 3 zu 1 für den HSV nach roten Karten. Nach Toren 3 zu 1 für Bremen. Wir haben heute das Derby gewonnen, was brutal wichtig war für die Psyche. Es war brutal wichtig für unsere Reputation, aber es war noch viel wichtiger für den Klassenhalt und für die Tabelle.

Bremen zieht seinen Erzrivalen wieder richtig rein in den Abstiegskampf. Ein Problem, das der HSV einfach nicht in den Griff bekommt, die Platzverweise. Auch wenn einer im Nordderby nach VAR-Einsatz zurückgenommen wurde. Der Platzverweis von Philipp Otelle vorher war für die Hamburger schon der Achte in dieser Saison.

Der HSV hat mehr Platzverweise als Siegel. Wenn du als Aufsteiger in der Liga bestehen willst, dann hilft es mehr, wenn du im Elf gegen Elf antrittst oder vielleicht auch einer mehr bist, als wenn du einer weniger bist. Jede Sperre schmerzt. Und dieser Kader kommt schon aufgrund von Verletzungen an seine Grenzen, wenn wichtige Leistungsträger wie Luka Buscovic zum Zuschauen gezwungen sind.

Der HSV und Werder jetzt punktgleich. Hamburg nur noch drei Tore vor dem Nordrival. Und das Restprogramm der Hamburger hat es mit Hoffenheim, Frankfurt, Freiburg und Leverkusen in sich. Merlin Polzin muss sich Sorgen machen. Wir wollen am 34. Spieltag um 17.2025 unser Ziel erreicht haben, den HSV in der 1. Liga zu etablieren.

Das Problem? Der HSV befindet sich in einer Abwärtsspirale. Nach dem wichtigen Sieg in Wolfsburg Anfang März holte man in den folgenden 5 Spielen nur noch 2 Punkte und rutschte Stück für Stück wieder in den Keller. Fühlte sich der HSV schon so sicher? Wir wollen uns mal alles aufdröseln. Ist das möglich, dass der HSV sich schon zu safe fühlte?

Tust du nicht. Tust du nicht als Aufsteiger. Tust du nicht, wenn du genau weißt, vom ersten Spieltag bis zum letzten geht das nur gegen den Abstieg. Sie haben sich nicht zu sicher gefühlt. Es ist gerade eine schwierige Phase, würde ich sagen. Aber auch der HSV und alle Verantwortlichen wussten, bis zum letzten Spieltag geht das nur darum. um 16.

Oder 15. zu werden. Wir gucken mal in dieses Spiel rein, schauen uns die einzelnen Szenen an. Da gibt es eine ganze Menge, die man auch durchaus kontrovers diskutieren kann. Das 1 zu 0 für Werder, 37. Minute, Stay. Jens Day, Stefan, ein für Werder extrem wichtiger Spieler. Warum? Er ist Führungsspieler, ist Kapitän der Mannschaft. Genau das, was die Bremen-Fans ja auch schon vor Wochen gefordert haben, zu den Spielern gesagt, jetzt müssen die Führungsspieler sich zeigen.

Und er ist einer davon, spielt eine ganz zentrale Rolle, nicht nur aufgrund seiner Physis, sondern auch aufgrund seiner Tore, die er macht. Er hat 25 Pflichtspiele und 9 Tore gemacht. Das ist eine enorm gute Quote. Aber dafür steht er eigentlich nicht, die Tore zu erzielen, sondern den ganzen Laden zusammenzuhalten, eben in dieser zentralen Rolle, die er spielt.

Die ganze Woche kam trainiert, also war nicht sicher, dass er spielen kann. Er hat drei Spiele nicht gespielt und hat jetzt in dem Spiel wieder nachgewiesen, wie wichtig er ist. Er hat gar nicht trainiert. Ja, genau, gar nicht. Er hat nur das Abschlusstraining gemacht und das ist halt genau die Sorte Spiele, die du halt auch noch brauchst.

Der sagt, einmal Training, ich spiele und netzt dann zweimal. Ja, total. Aber wir schauen uns zunächst, weil wir in der Chronologie bleiben, dieses 1 zu 1 von Glatzl an. Das war natürlich auch kein schlechtes Tor, Markus. Hat er gut getroffen, das Ding, auf jeden Fall. Ja. Und der Bremer Abwehrspieler, Stefan, stellt ihn eigentlich nur, verhält sich völlig richtig, weil keiner eigentlich glaubt, dass du ein Tor erzielen kannst, oder? Nein, dass du aus diesem Winkel eben auch genau da oben reintriffst, sondern er stellt ihn nur.

Der Bremer weiß, wir sind eigentlich in Überzahl, keiner läuft mit. Er hat ja gar keine andere Möglichkeit, was gehabt. Es sei denn, er hält den Ball und wartet auf Spieler, die nachrücken. Aber er nimmt dieses Risiko, trifft den voll und satt. Wunderschönes Tor. Absolutes Traumtor. Das ist ein Tor, das wir jetzt gleich sehen werden. Der zweite Treffer von Stey ist auch ein absolutes Kunststück.

Weil er den so halb aus dem Stand genau dahin will. Genau aus dem Stand. Es ist wie ein Freistoß, der angetippt wird. Du machst einen kurzen Weg und ziehst ihn dahin. Die Hamburger haben hier einen Freistoß gefordert. Das ist die erste Sahne, also kannst du besser nicht schießen. Absolutes Traumtor. Du darfst, Stefan, für erste Sahne zum ersten Mal in der heutigen Sendung 3 Euro ins Schweizer Werft.

Aber wieso für erste Sahne 3 Euro? Aber immer sind die anderen schuld. Genau, ja. Die Schlagzeilen werden in Hamburg gemacht, haben früher die Kollegen von der Bild-Zeitung immer gesagt. Das ist ohne Regie da hinten. Ja, so ist das. So, jetzt bin ich echt gespannt, weil wir auf die rote Karte gegen Otele schauen, 79. Minute.

Ich nehme jetzt mal nicht dich als erstes dran. Markus, ist das für dich eine rote Karte? Ich finde, am Ende ist es natürlich so, er kommt natürlich und geht natürlich vorne mit dem Fuß drauf. Das ist natürlich dann die Situation, wo es am Ende genau das, wo es dann auch rote Karten gibt, wenn du natürlich voll drauf gehst.

Klar versucht er, den Ball zu spielen in dem Moment, aber er geht halt voll auf den Fuß oder aufs Schienbein. Und in dem Falle, muss man sagen, ist das dann schon eine rote Karte. Eine richtige Entscheidung. Gibt es da andere Meinungen in der Runde? Also der Schiedsrichter hat entschieden, erst einmal. Hat gar nichts gemacht, hat da noch nicht mal Foul gegeben. Das war seine Wahrnehmung.

Und natürlich die Bilder, Slow-Mo, das sieht schon sehr gefährlich aus. Aber war es jetzt eine krasse Fehlentscheidung? Ich glaube nicht. Es gab andere Fouls auch in dieser Spielzeit, die ähnlich gelagert waren, die mit Gelb noch davon gekommen sind. Also ja, man kann da auf jeden Fall Rot geben. Aber wenn er jetzt gelb gegeben hätte, hätten wir darüber gesprochen, hätten vielleicht auch festgestellt, ja, ist vertretbar.

Wobei das natürlich, und das hast du, Stefan, vorhin auch nochmal gesagt, da ist eine echte Verletzungsgefahr. Insofern bist du der Meinung, gut, dass man dann dafür auch rot gibt. Zumal der Bremer ja zuerst den Ball spielt und wenn du dann in die Aktion kommst und du siehst, ich komme ja gar nicht mehr hin, was machst du?

In der Regel springst du hoch oder weg oder ziehst komplett zurück, aber gehst nicht drauf. Und von daher, so wie du gesagt hast, richtige Entscheidung. Er interpretiert deinen Widerspruch einfach mal um. Ja, gefällt mir. Dr. Florian Exner, der das Spiel gepfiffen hat, hat dann einmal aus seiner eigenen Wahrnehmung direkt rot gegeben gegen Bakari Yatta und das dann wieder zurücknehmen müssen nach VAR-Intervention.

Auch da, Stefan, interessiert mich deine Einschätzung. In der Szene muss ich sagen, für den Schiedsrichter unfassbar schwer, direkt zu erkennen. Er zieht direkt rot, weil der Bremer Spieler hier auch so fällt, dass du denkst, dass es da einen harten Kontakt gab. Hier muss man aber sagen, dass auch der Bremer eher auf den Hamburger drauf geht und dadurch diese Wegrutschaktion hat.

Er nimmt die Karte zurück, die rote, gibt nur gelb. Hier in dem Fall auch eine richtige Entscheidung vom Schiedsrichter in meinen Augen. Ich finde es toll, wie Stefan seziert, wie er das auch beschreiben kann. Also wirklich Respekt, er nimmt es auseinander. Ich muss ihn jetzt einschleimen. Nein, nein, finde ich gut.

Aber ihr habt bestimmt auch noch drei, vier Szenen von Stefan aus seiner aktiven Zeit, oder? Nein, also Schwarz-Weiß-Bilder zeigen wir nicht hier. Also das sind drei Euro. Aber an dich, ne? Das ist ja so eine Phrase. Schwarz-Weiß. Wir schauen auf das dritte Tor der Bremer Puertas in der Nachspielzeit, 90. plus eins.

Und danach... Ich sag nichts mehr. Danach hat es sich dann nochmal richtig entzündet. Denn der Jubel der Bremer hat die HSV-Bank dann zumindest sehr stark gereizt. Sondern es kam dann zu einer Rudelbildung und zu weiteren roten Karten. Drei insgesamt für Betreuer, Co-Trainer, Physiotherapeuten. Aber zunächst schauen wir auf dieses Tor.

Kann er halten, Stefan, oder nicht? Es ist ja doppelt schlecht vom Ferro. Also Herr Fernandes, erst mal dieser Schlag nach vorne, den er nicht sauber trifft. Dadurch kommt er in diese Situation und natürlich muss er den halten, das weiß er auch. Und das war dann der Sieg für Werder Bremen. Da scheint...

Dieser Trainerwechsel jetzt langsam doch irgendwie zu funktionieren und Dinge zum Besseren zu bewegen. Aber ich finde nicht erst seit dem Spiel. Also dieses Spiel war natürlich aufgrund der Geschichte auch, Nordderby und so weiter, enorm wichtig für Werder Bremen. Aber ich finde, dass Daniel Thun insgesamt einen guten Job macht bei Werder Bremen, hat die richtige Ansprache, erreicht die Spieler, weil sonst spielst du so ein Spiel auch nicht, wie sie es gestern gespielt haben.

Es gab, ich habe es ja gerade gesagt, wir haben das hier bei uns in unserer Liste Massenrot genannt. Dr. Florian Exter, die die Karte gar nicht mehr eingesteckt hat, der hat die einfach in der Hand gehalten und dann dem gezeigt und da nochmal gezeigt und so weiter. Aber um da jetzt noch ein bisschen Sachlichkeit reinzubringen, Markus, dieses Jubeln vor der Bank des Gegners, vor dem Gästeblock, all solche Dinge, Sind das Provokationen, bewusste Provokationen?

Oder wie siehst du das? Ist das aus der Emotion? Muss man da vielleicht auch mal ein Auge zudrücken? Was ist da deine Haltung? Es ist halt nicht glücklich, muss man ehrlicherweise sagen. Klar, jetzt ist das Dorffeld genau auf der Seite, wo dann auch die HSV-Fans stehen. Dann läuft er da raus. Aber ich finde, solche Sachen, da müssen die Jungs auch ein gewisses Gefühl, auch ein Gespür dafür haben. Das macht man einfach nicht.

Gerade wenn es jetzt generell beim Derby sowieso nicht. Aber ich finde, man muss immer so ein bisschen gucken, dass man da auch als Spieler dann schon schaut, dass man das halt nicht macht. Also ich finde, das muss leider widersprechen. Ich finde, wir haben gerade da wirklich so ein Thema so, wie sehr darf man jubeln, ein Spieler, der bei dem Verein gespielt hat, darf nicht jubeln.

Ich glaube, wenn wir ein Spiel verlieren als Mannschaft. Du gehst nach Hause und bist still und akzeptierst die Niederlage. Ich glaube einfach, dass wir da viel zu sehr hineininterpretieren, wann darf ein Spieler jubeln, ist das jetzt provokativ oder nicht. Ich glaube, das gehört doch einfach dazu. Man muss ja sagen, du hast ja auch professionell Fußball gespielt.

Tunesische Nationalmannschaft sogar. Ja, und das gehört einfach dazu. Also es ist jetzt nicht so wie ich, wo Stefan immer sagt, ich bin der Blinde, der von der Farbe spricht, weil ich nie hochgekickt habe. Du kannst das sozusagen auch noch ein bisschen beurteilen. Ja, und wenn dann Spieler jubeln vor der Bank und das dann als Provokation zu sehen, also ich finde, wo ist da die Grenze?

Also ich glaube, die Emotion, der Jubel, die gehören dazu. Und es ist eher der gefragt, der auf diese vermeintlichen Provokationen dann so reagiert. Das vielleicht mal in Frage zu stellen, nämlich ja, das gehört dazu. Und ich muss dann auch die Niederlage akzeptieren, auch wenn der gegnerische Spieler da vor mir steht und jubelt.

Ja, das gehört dazu, das zu akzeptieren. Also provokativ finde ich den Jubel, den der Straßburger Spieler nach dem Mainz-Spiel jetzt beim Conference League-Spiel gemacht hat. Der dann direkt vor die Mainzer Kurve rennt und dann diese Fahne hebt. Aber das ist für mich Derby-Folklore, ehrlich gesagt. Da kochen die Emotionen hoch. Das ist 90. Minute.

Ich weiß gar nicht, war es nach Abpfiff oder war es noch? Das war dann nach Abpfiff, ja. Das war nach Abpfiff. Die Bänke sind nah beieinander. Da geht jeder aus dem Sattel. Aber es war natürlich schon in einem Kontext, schon im Vorfeld des Spiels, Es sind Leuchtraketen geflogen, das war aufgeheizt, das war ein Hochsicherheitsspiel.

Also da gibt es schon auch, glaube ich, zu Recht den Anspruch, dass man da auch als Spieler und als Verantwortlicher irgendwie eine gewisse Vorbildrolle vielleicht... Finde ich aber wirklich schwierig, weil ich einfach glaube, diese Emotionalität, die in diesem Spiel gesteckt hat, auch aufgrund der Tabellensituation.

Ganz Deutschland das erste Nordderby in Bremen seit acht Jahren. Aber guck mal, hinterher die Bremer Spieler jubeln, dann fliegen da die Leuchtraketen und zum Glück ist niemand getroffen worden. Ja, natürlich, das sind die Bilder, die wir Hände sollen, nichts verlassen und alles. Aber dieses Derby hat natürlich ganz Deutschland irgendwie elektrisiert.

Das war gestern um 15.30 Uhr auch das Topspiel der Konferenz und wie gesagt, für beide Überlebenskampf pur. Bremen hat jetzt einen wirklich großen Sieg gelandet, Hamburg steckt jetzt wieder mittendrin und das dann beim Jubeln, was eskaliert. Ich glaube, das hat man schon woanders auch gesehen. Aber wir müssen uns halt mit diesen Fans auseinandersetzen und nicht den Schritt vorher, wie haben die gejubelt, durften die so jubeln?

Nein, wir müssen uns mit diesem Phänomen beschäftigen. Das ist kein Einzelfall. Wir hatten Undaf, Adeyemi, wir hatten verschiedene Dinge. Wir hatten in Dresden in der 2. Liga Übergriffe, Fans teilweise, die kurz davor sind, aufs Feld zu gehen. Es ist jetzt nicht so, dass man sagt, das war jetzt einfach nur.

Folklore genannt, klar, aber ganz unproblematisch finde ich es auch nicht, ehrlicherweise. Es ist auf jeden Fall ein großes Problem im deutschen Fußball und es darf auch nicht verharmlost werden. Und deswegen müssen wir schon schauen, wen wir da in die Verantwortung nehmen. Und das können nicht die Spieler sein, die jubeln und dann vielleicht bei so einem Derby auch mal ein bisschen Auslastung jubeln, sondern wir müssen uns damit beschäftigen, dass wir sowas in Zukunft verhindern können und da drastischere Strafen aussprechen.

Das ist ein Thema, was uns verfolgen wird. Auf jeden Fall war es und über weite Strecken ein packendes Nordderby und beide Mannschaften müssen noch ordentlich punkten, damit sie nicht noch unten reinrutschen. Das wird sicherlich echt spannend die nächsten Wochen. Gleich sprechen wir über die Eintracht mit Markus Krösche und fragen uns, war Riera, Albert Riera, dieser extrovertierte, extravagante Trainer, die richtige Wahl?

Was ist der Weg, den die Eintracht einschlagen wird? Nicht nur zur Eiken liegt, sondern zum Finale nach Zürich, dann können sie mit BWIN eine Reise gewinnen. Und wie das geht, zeigen wir Ihnen jetzt und sind gleich zurück im Doppelpass. Willkommen zurück an diesem Sonntag hier in München beim Doppelfass.

30. Spieltag. Die Bundesliga-Saison geht in die ganz, ganz heiße Phase. Und wir beschäftigen uns mit Eintracht Frankfurt. Natürlich, weil Markus Kosche heute unser Gast ist, aber auch, weil die Erwartung in der Fußballöffentlichkeit, glaube ich, war, dass die Eintracht noch eine bessere Saison spielen kann, als sie das in dieser Saison bisher gezeigt hat.

Man hat den Trainer gewechselt mit Albert Riera, einen sehr, sehr interessanten Mann geholt, der sicher seine Qualitäten hat, aber der kommunikativ ganz viel Vorlagen für uns geliefert hat. Norman Soleder hat sich das alles angeschaut und zeigt uns die Situation bei Eintracht Frankfurt. So richtig geradlinig verläuft die Formkurve der Eintracht nicht.

Ein Niederlage gegen Leipzig. Der einzige Fortschritt, diesmal nur 1 zu 3, nicht 0 zu 6 wie in der Vorrunde. Doch Leipzig war das klar bessere Team. Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir sie nicht hätten schlagen können. Wenn wir beim Abschluss effektiver gewesen wären, hätten wir gewinnen können. Die Eintracht gewinnt diese Saison nie gegen echte Spitzenteams.

Das konnte auch Albert Riera nicht ändern. Mit der Verpflichtung des Spaniers wollte Markus Grösche neuen Schwung nach Frankfurt holen. Bei Riera schwankt man zwischen Bewunderung und Verwunderung. Vorgänger Dino Topmüller galt als zu leise und zu brav. Riera sollte hier für eine echte Typveränderung sorgen.

Alles wird anders. Ihr werdet ein komplett anderes Team sehen. Sogar bei jedem Einwurf wird es anders sein. Bei jedem simplen Einwurf. Ganz anders. Vieles ist aber auch gleich geblieben. Frankfurt ist immer noch siebter, genau wie unter Topmüller. Riera hat auch exakt den gleichen Punkteschnitt wie sein Vorgänger.

Der Abstand zu Platz 6 ist allerdings größer geworden. Dafür bekommt die Eintracht und Riera viel weniger Gegentore. Offensiv und spielerisch sind die Hessen aber deutlich unattraktiver. Sehr zum Ärger ihrer Fans. Da fragen wir, haben Sie sich die Typveränderung so vorgestellt, Herr Krösche? Also unzweifelhaft ist ja noch nicht alles aufgegangen, was ihr euch versprochen habt, gemeinsam mit Albert Rehrer, oder?

Grundsätzlich kamen wir aus einer Phase, wo wir extrem viele Gegentore bekommen haben, wo wir nicht stabil waren, gerade in der Defensive. Natürlich haben wir viele Tore geschossen, aber auch sehr, sehr viele Tore bekommen. Das war jetzt erstmal der erste Step, den auch Albert angehen sollte, den wir auch angehen wollten, dass wir erstmal eine gewisse Stabilität haben.

Dass das natürlich immer auch so ein bisschen auf Kosten der Offensive passiert, ist auch ein Stück weit normal. Wart ihr die schlechteste Mannschaft Europas, wie Albert Riera das gesagt hat? Er hat das ja auf die Gegentore bezogen in dem Falle, dass wir natürlich dazu den schlechtesten Mannschaften in Europa gehört haben.

Wir waren ja phasenweise auch in der Bundesliga, glaube ich, zusammen mit Heidenheim die schlechteste Defensive. Er hat das nicht auf die Mannschaft und auf die Qualität der Mannschaft bezogen, sondern letztendlich ist das ein bisschen aus dem Kontext gerissen worden. Aber er meinte das natürlich auf diese Gegentor-Thematik.

Das haben wir jetzt ein bisschen verbessert, aus der Ausnahme gestern. Aber trotzdem sind wir nicht zufrieden mit der Art und Weise, wie wir offensiv momentan spielen. Dass wir nicht so viele Möglichkeiten rausspielen. Aber das ist letztendlich der Prozess, den wir jetzt gehen müssen. Christoph, Markus Koscher hat in einem Interview bei der FAZ gesagt, Albert wird nicht daran gemessen, ob wir am Ende der Saison die internationalen Plätze erreichen.

Wir bewerten, wie wir Fußball spielen, wie sich die Mannschaft weiterentwickelt. Du beobachtest die Eintracht. Siehst du eine Weiterentwicklung, außer, sagen wir mal, dass ich weniger Gegentore kriege? Gut, das mit den Gegentoren ist jetzt auch wieder ein Zwei-Gegentor-Schnitt in den letzten vier Spielen, wenn man das zusammenrechnet.

Also diese defensive Stabilität bröckelt auch wieder ein bisschen hin. Dafür wurde es offensiv, fand ich gegen Köln oder Wolfsburg einen Tick besser. Gestern war es wieder offensiv zu wenig. Und mir fehlt einfach bei der Bewertung von seinem Spiel bislang so ein roter Faden. Also ich kann aktuell, wenn mich einer fragt, nenne jetzt mal drei Punkte, wofür steht momentan der Eintracht Fußball unter Riera, kann ich die wenig benennen.

Also klar, die defensive Stabilität, dass er viel auf Mann gegen Mann Verteidigung setzt, ist sicherlich neu und dass er vielleicht noch stärker auf Positionierungen achtet. Aber an und für sich fehlt dem Eintracht-Fußball momentan so eine Identität. Und wie die Fans, das wurde ja hier auch angesprochen, so eine Wucht, dass man das Gefühl hat, die reißen gerade irgendwie mit, die nehmen das Publikum mit.

Und ich glaube, man ist so ein bisschen gefangen irgendwo. Also ist es eine Ballbesitz-Fußballmannschaft, ist es eine Transition, also eine Umschalt-Fußballmannschaft? Also ich habe das Gefühl, die Eintracht befindet sich momentan sportlich auf einer Identitätssuche und Riera hat die richtige Antwort noch nicht gefunden.

Was soll die Identität denn sein oder werden? Grundsätzlich geht es ja so ein bisschen, dass du versuchst, eine gewisse Kontrolle zu haben. Das heißt, weniger Umschaltmomente zulassen, das war ja das, was uns gerade auch in der Hinrunde und dann auch in den ersten Wochen der Rückrunde begleitet hat, dass wir extrem viele Umschaltmomente zugelassen haben.

Auch in der Champions League haben wir sehr viele Umschalt gegen Tore bekommen, dass wir da natürlich nicht mehr so viele Umschaltmomente zulassen. Gleichzeitig geht es natürlich trotzdem dann auch darum, offensiv dann auch mehr Aktionen zu haben. Das schaffen wir momentan nicht, das muss man ehrlicherweise sagen, Weil wir in gewissen Bereichen, wir sind zu statisch dann auch.

Also wir sind manchmal, wir spielen zu langsam dann im Spielaufbau, wir spielen von Position zu Position, wir überspielen keine Position. So kriegst du natürlich dann auch den Gegner nicht in Bewegung und dann sind wir natürlich in der Offensive momentan einfach auch zu statisch. Wir haben da keine dynamischen Positionswechsel, um dann den Gegner auch in Schwierigkeiten zu bringen.

Und das ist so ein bisschen die Balance, die uns einfach momentan fehlt, dass wir, ja klar, wir lassen weniger Umschaltmomente zu, Aber trotzdem müssen wir natürlich deutlich zielstrebiger und deutlich klarer auch noch in der Form spielen. Wenn Markus das so beschreibt, Stefan, ist das dann ein Thema, was du der Mannschaft anlassest oder was du auch beim Trainer vor Ort hast, wenn diese Dinge nicht funktionieren und nicht umgesetzt werden, so wie man sich das... Ich bin mir ziemlich sicher, dass das beides zusammengehört.

Auf der einen Seite der Trainer, der dementsprechend die Mannschaft auch aufstellt und einstellt. Wenn Markus sagt, zu statisch, Dann stellt sich auch die Frage, ich habe Spieler von der Offensive her mit Mario Götze, mit Uso Ndoan, mit Uso Ndoan, die schon das spielen können. Die sitzen aber nur auf der Bank.

Da frage ich mich dann, wenn ich das draußen lasse, ja, dann wird das wahrscheinlich statisch. Dieser Zusammenhang fehlt mir, das zu verstehen. Das ist aber die Entscheidung des Trainers. Aber grundsätzlich kannst du jetzt nicht mit dem Finger auf den Trainer zeigen oder nur mit dem Finger auf die Mannschaft. Das ist schon ein Zusammenspiel und das sehe ich, seit er da ist, eben noch nicht Bayern-Trad Frankfurt.

Ich sehe zwei Ebenen letztlich. Man muss ja auch mal sehen, dass es eine sehr, sehr junge Mannschaft ist. Die zwei Sechser sind 21 Jahre. Das ist, glaube ich, vom Schnitt her die zweitjüngste Mannschaft der Bundesliga. Es ist ein unruhiges Jahr. Der Trainer ist seit zweieinhalb Monaten da. Also der braucht auch ein bisschen Zeit.

Das ist eine Mannschaft, die er vorgefunden hat. Das sind nicht seine Spieler letztlich. Und er versucht da das Beste draus zu machen. Drei Euro. Ja, gerne. Aber ein Satz sage ich noch. Jeder braucht Zeit. Ja. Komm, die Marsch, bitte. Da wünsche ich mir einfach ein bisschen mehr Gelassenheit und das ist in Frankfurt halt schwierig, weil Frankfurt im Umfeld, die Anhängerschaft immer sehr, sehr viel erwartet und da stelle ich dann mal die Frage, wie oft hat es Eintracht Frankfurt in den letzten 30 Jahren in die Top 5 geschafft?

In den letzten 30 Jahren zweimal. 2021 und 2025. Das heißt, dieser Anspruch, der rund um diesen Verein da ist, der kann gar nicht so hoch sein, wie er aktuell auch dargestellt wird. Das heißt, dieser Verein hat seit vier, fünf Jahren Unglaubliches geleistet mit Europa-League-Sieg und Champions-League-Teilnahme.

Ich wette, dass Markus Krösche nicht happy ist, jetzt in der Saison auf dem Tabellenplatz zu stehen, sondern auch selbst und nicht nur das Umfeld und nicht nur die Fans mehr erwartet. Ich will nur noch sagen, dass so ein siebter Platz völlig okay ist, wenn der für einen internationalen Wettbewerb langt.

Ist das okay, Sitterplatz? Ich glaube, wir müssen das immer so ein bisschen alles in den Gesamtkontext setzen. Natürlich, wenn ihr mich jetzt fragt, bist du zufrieden mit der Saison, sage ich nein. Natürlich nicht. Weil ich glaube, dass wir natürlich auch andere Erwartungen hatten vor der Saison. Also wenn wir uns jetzt mal die Saison oder beziehungsweise den Start der Saison anschauen.

Wir haben mit Hugo Ekitike und mit Tuta zwei Spieler verloren, haben Johnny Burkhardt und Liz Dohan geholt. Ansonsten haben wir eigentlich den Kader so zusammengehalten, hatten wie im Vergleich zu den letzten Jahren zuvor nicht so wirklich den Umbruch. Auch da muss man sagen, die Entwicklung einzelner Spieler haben wir uns natürlich auch anders erhofft. Natürlich haben wir eine junge Mannschaft, das gehört auch mal ein bisschen mit dazu.

Wir haben gleichzeitig aber auch eine ganz andere Stabilität im letzten Jahr gehabt, gerade was die erfahrenen Spieler angeht. Da ist es eher nicht so stabil weitergegangen, wie wir uns das erhofft haben. Das heißt, so ein bisschen Entwicklung der jungen Spieler, auch ein Stück weit der Verlust der Stabilität der erfahrenen Spieler hat so ein bisschen dazu geführt.

Dann kommt natürlich auch ein bisschen mit dazu und das ist dann so ein bisschen der Fluch der guten Tat. In den letzten Jahren hat dann immer wieder ein Spieler zum Top-Club gewechselt. Natürlich jeder junge Spieler denkt natürlich dann auch, ich bin jetzt der Nächste, der diesen Schritt geht. Dann hast du bei uns natürlich auch das WM-Jahr, wo viele, gerade auch die erfahrenen Spieler, natürlich dann zur WM fahren, wo natürlich auch ein Stück weit Druck entsteht.

Und plus die Erwartungshaltung natürlich, die wir kreiert haben über die letzten Jahre. Und natürlich auch dann die Champions League, die für uns einfach, das muss man auch sagen, einfach mal eine Nummer zu groß war. Mit der Auslosung, wir waren einfach noch nicht so weit, um die Champions League da wirklich wettbewerbsfähig zu sein und dann mit der Auslosung sowieso nicht.

Und das führt natürlich dann so ein bisschen dazu, dass eine gewisse Negativität in dieser Saison schon vor Beginn an reingetragen wurde von außen, aber auch von innen. Und der andere Fakt ist einfach, dass wir mit der Art und Weise, wie wir Fußballspielen, nicht zufrieden sind. Das muss man ehrlicherweise sagen. Wir haben jetzt den Trainer gewechselt und trotzdem werden gewisse Dinge dann auf dem Platz, setzen wir nicht um.

Wir haben keine Stabilität in individueller Leistung, wir haben keine Stabilität als Mannschaft generell. Und das ist am Ende, da gehört dann viele Dinge mit dazu, aber natürlich dann auch die Spieler. Du hast den Trainerwechsel ja jetzt gerade auch angesprochen. Wir haben es ja selber schon gesagt, wir nehmen ihn alle irgendwie natürlich wahr, nur von außen in Anführungszeichen.

Keiner von uns hier ist dabei, wie er mit der Mannschaft arbeitet, wie er seine Trainingswoche gestaltet. Trotzdem hat er natürlich am Anfang schon relativ deutlich Nägel reingehauen. Wie hast du das empfunden? Dir hat das gefallen oder fandst du es drüber? Ich glaube, für unsere Wahrnehmung ist es sicherlich ein bisschen drüber.

Ich mag generell aber solche Typen. Das ist auch ein heißblütiger Vulkan. Das ist ein Spanier, der ist ein bisschen loco. Der war ja auch in seiner Spielerzeit. Loco heißt verrückt. Genau. Er war in seiner Spielerzeit auch einer, der durchaus auch mal angeeckt ist, auch bei den Trainern. Der hatte halt gewisse Trainer, wie zum Beispiel Valverde oder Benitez, so mit dem defensiven Ansatz.

War Spieler unter Fatih Terim, war Co-Trainer unter Fatih Terim. Der hieß ja nicht umsonst Imperator. Der hat natürlich auch eine ganz andere Ansprache. Und das, glaube ich, prägt einen dann auch für die Trainerlaufbahn. Ich finde allerdings auch ein Aspekt, den sollte man nicht vergessen, ist, dass Kevin Trapp weggegangen ist.

Das war jemand, der einfach über Jahre hinweg eine Identifikationsfigur in Frankfurt war, dessen Wort gewichtig war, der so ein bisschen aus dieser Achse dann auch rausgebrochen ist, gemeinsam mit Eki Tike. Mamouche habt ihr ja im Winter verloren. Da ist natürlich auch enorm viel Offensivqualität verloren gegangen.

Und dann gab es ja dieses Torwartproblem in der laufenden Saison mit Kaua Santos und mit Cetera, wer spielt, wer spielt nicht. Prinzipiell, um auf die Frage zurückzukehren, also ich finde den als Typ gut. Aber hast du mit ihm mal ein bisschen gesprochen nach seinen ersten Auftritten? Also wir erinnern uns ja alle, also jeder Einwurf wird anders, haben wir gehört.

Die Spieler springen für mich, für den Balkon, was weiß ich. Also hast du ihm da so ein bisschen gesagt, dass es in Deutschland vielleicht anders läuft? Ich glaube, dass die Aussagen schon prägnant waren. Wir sprechen regelmäßig. Am Ende ist es sicherlich so, dass seine Aussagen schon prägnant waren.

Zu prägnant vielleicht? Ja, aber trotzdem ein paar Sachen anders interpretiert worden sind. Deutschland hat ein anderes Umfeld. Ist das mal ein Typ und es ist mal eine Persönlichkeit, der auch mal polarisiert. Und du hast ihn ja jahrelang schon beobachtet und gewartet im Kontakt. Das kannst du natürlich gut finden, das kannst du schlecht finden, aber er ist halt authentisch, er ist so wie er ist.

Und am Ende ist das für mich immer das Wichtigste bei einer Person und gerade bei einem Trainer, dass du eine Persönlichkeit bist, dass du überzeugt bist von dem, was du tust und dass du auch eine klare Meinung und auch eine klare Kante hast. Und natürlich ist es dann bei der einen oder anderen Aussage dann vielleicht nicht unbedingt glücklich gewesen, oder auch mal falsch interpretiert worden.

Aber ich finde, das kann man ihm jetzt nicht vorwerfen, weil am Ende ist es jetzt seine erste Trainerstation auch in der Bundesliga. Und dann gehört das auch mal dazu, dass man auch mal eine Lernphase hat. Trotzdem, Christopher, ihr als Frankfurter Journalisten, die ihn regelmäßiger erlebt, wie ist da das Verhältnis?

Gibt es da schon Nähe, gibt es da schon Bindung? Nein, also das muss man sagen, das ist die Pressekonferenz. Er kommt rein. Hält sie die Viertelstunde, geht, er sagt, jetzt hat er mal Gute gesagt und mal zum Abschied, auch mal Tschüss. Aber im Großen und Ganzen, es ist jetzt keine Kommunikation zwischen Trainer und Journalistenkreis.

Verlange ich auch nicht von dem Trainer, aber ich glaube, so etwas würde ihm helfen, vielleicht auch mal Verständnis noch ein bisschen aufzubauen. Man kennt das ja, wenn mal die Lichter aus sind, vielleicht noch mal ein, zwei Ideen zu erklären. Aber ich würde auch... Ich meine, im Großen und Ganzen ist er jetzt der dritte Trainer in dieser Saison, der probiert, die Probleme zu lösen.

Und es ist einfach nicht gelungen, weder Dino Topmöller noch dem Co-Trainer, den Interimstrainer Schmid und Meier, noch ihm. Und da muss man die Mannschaft nochmal ganz klar in den Fokus rücken, weil gerade die Achsenspieler, die Eintracht hat keine richtige Achse in dieser Saison gebildet. Zu viele Spieler hatten mit ihren eigenen Problemen, Problemchen zu kämpfen.

Verletzungspech kam hinzu. Du hast bis heute eigentlich keine typische Startelf. Letztes Jahr konntest du die ohne Probleme, die 11, 12, 13 nennen und jetzt hast du das Problem irgendwie, 30. Spieltag ist es immer noch ein Verschiebebahnhof und deshalb ist es, wie Stefan Eimberg auch richtig, wie Stefan richtig sagt, diese Mischung aus ein bisschen Trainer, aber ich würde auch sagen, viel Mannschaft.

Lass uns reinschauen ins Spiel, Stefan. War aus deiner Sicht diese Beurteilung, die Albert Riera abgegeben hat, werden wir es auch gewinnen können richtig oder war Leipzig die bessere Mannschaft und der Sieg verdient? Ja, ich finde schon, dass der Sieg verdient war. Wenn wir jetzt dieses Tor alleine anschauen. Also die Omane D.

Kommt von rechts auf den Flügel, geht eigentlich am 16. Mehr oder weniger mit dem Ball spazieren, bricht ab, geht zurück und schießt das Tor. Das ist natürlich nur ein Begleiten. Also da stehen die Spieler schon selber auch in der Verantwortung, auch Eigenverantwortung, da mal etwas zu verändern. Das tun sie nicht aufgrund der sportlichen Situation, in der sie stecken.

Aber du weißt, da kommt ein Top-Team, Leipzig, hat einen Lauf, die letzten Spiele, alle gewonnen, haben sich jetzt mehr und mehr für die Champions League qualifiziert. Und dass das nicht einfach zu spielen ist gegen Leipzig, ist ja auch klar. Es war für mich in meinen Augen ein verdienter Sieg von der W.

Und du hast gerade gesagt, die Spieler müssen dann auch Eigenverantwortung übernehmen. Und Johnny Burkhardt hat sich nach dem Spiel auch geäußert in eine ähnliche Richtung. Und das können wir uns jetzt gemeinsam mal anhören. Ja, was heißt Totalausfall? Wir haben genau gesagt bekommen, was wir da machen müssen und haben es nicht hinbekommen.

Keiner hat sich dann am Ende zuständig gefühlt wie Diamandé, der seinen Mann ausgespielt hatte. Und da braucht es dann eine Eigenständigkeit auch in der Situation, reagieren zu können und sich dann von seinem Gegenspieler zu lösen, um den Abschluss schwerer zu machen. Das war heute nicht vorhanden und da fehlt mir ein bisschen die Verantwortung, das dann zu übernehmen, um das zu verteidigen am Ende.

Also eigene Entscheidungen zu treffen im Spiel? Ja, genau. Dann zu reagieren auf Situationen, die sich im Spiel ergeben. Wenn mal einer ausgespielt ist, wie reagiere ich dann? Das haben wir heute nicht so gut hinbekommen, wie wir es uns erhofft haben. Woran liegt es, dass da die Eigenverantwortung der Spieler offensichtlich nicht so funktioniert, wie sich das auch Johnny Burkhardt vorstellt?

Ich glaube, es hat natürlich auch ein Stück weit was mit Automatismen zu tun, auch ein Stück weit mit Selbstverständnis. Und natürlich, wenn du eine erfolgreiche Phase hast, dann entwickelt sich natürlich auch ein gewisser Selbstverständnis. Und das haben wir momentan einfach auch nicht. Aber grundsätzlich fehlt mir einfach so ein bisschen diese Saison. Und das Tor ist jetzt ein bisschen bezeichnend.

Gerade so diese Aggressivität im Verteidigen, diese Gier, den wirklichen Zweikampf gewinnen zu wollen und so, das fehlt uns einfach. Das ist das, was uns letztes Jahr ausgezeichnet ist, das ist das, was uns letztes Jahr auch auf Platz drei gebracht hat. Wenn ich mir das letzte Spiel gegen Freiburg ansehe, wie wir da dann auch verteidigt haben und auch individuell verteidigt haben, auch als Mannschaft verteidigt haben.

Und da fehlt mir dieses Jahr, und das muss man sagen, da geht es ja nicht um 50 Prozent, sondern da geht es um diese 10, 15 Prozent. Aber die fehlen uns einfach diese Saison so in der Aggressivität, in der Intensität, in der Gier. Und das haben wir bisher. Und das ist ja auch der Grund, warum wir es nicht schaffen, diese Saison wirklich mal über 90 Minuten lang mal konstant unsere Leistung zu bringen.

Individuell, aber auch als Mannschaft. Da muss ich aber jetzt einmal nachfragen, was ist es dann in deinen Augen? Ist es das Qualitätsproblem oder ist es das Kopfmentalitätsproblem, dass die Mannschaft nicht dahin kommt? Ich habe das ja gesagt, es ist eine Kombination aus vielen Dingen diese Saison. Ich glaube, dass viele Sachen dazukommen, die natürlich auch Einfluss haben auf den Spieler an sich, auf einzelne Spieler, aber auch als Gruppe.

Und das führt dann halt zu Fehlverhalten. Und da entsteht auch keine Sicherheit und auch keine Überzeugung. Ich meine, wenn man überlegt, wir führen 2-0 gegen Köln und das 70 Minuten eigentlich alles unter Kontrolle. Und auf einmal kriegst du das 2-1 und fängst wieder an zu wackeln. Das hat natürlich etwas mit Selbstvertrauen zu tun, mit auch einem Selbstverständnis.

Und das konnten wir dieses Jahr nicht so wirklich entwickeln, aufgrund von unterschiedlichsten Themen. Natürlich auch Verletzungspech. Eigentlich auch gestern war es ja auch so wir können das euer Tor ja mal anschauen auch dieses, dass du dann wieder auf Unentschieden stellst Mitte oder sagen wir mal kurz vor Ende erste Hälfte, 34.

Minute war es genau auch das gibt der Mannschaft dann nicht so eine Sicherheit dass du sagst, okay jetzt drehen wir in der Phase hatten wir danach, hatten wir schon die Sicherheit muss man sagen, wenn wir letztendlich. War es ja so wenn du in der zweiten Halbzeit, wo du jetzt Oskar Heul die Chance hast, dass das 2-1 macht dann kriegst du natürlich vielleicht nochmal einen Schub dann geht das Spiel vielleicht in die andere Richtung.

Aber das ist natürlich in der Bundesliga-Nummer immer so. Aber wir haben grundsätzlich dieses Jahr nicht diese Stabilität als jeder Einzelne und auch als Einheit. Das muss man ehrlicherweise sagen. Und das ist natürlich das, was uns schon extrem nervt. Und das ist eben auch in der Torhüterposition so, dass 2-1 von Leipzig, auch darüber können wir sprechen.

Nusa, ja, guter Schuss, aber ist ein Fehler. Aber wenn Markus auch sagt, eine Stabilität bekommst du immer, wenn du eine gute, erfahrene und funktionierende Achse hast. Aber das fängt hinten an. Das fängt natürlich im Tor an. Ich weiß nicht, wie oft ihr gewechselt habt. Also von Santos auf Zetterer wieder zurück und dann wieder zurück.

Das kann ja nicht sein. Der strahlt ja auch auf die Mannschaft aus, das ist ja klar. Dann hast du eine Innenverteidigung. Wenn das im Spiel nach vorne nicht läuft, musst du aber hinten kompakt schlagen. Und bei Koch ist ja auch letztes Jahr wirklich überragend gespielt. Dieses Jahr auch am Wackeln als Führungsspieler, als Kapitän.

Dann hast du auf der Doppel-Sechs eben die jungen Spieler, die dir ja dann die Sicherheit auch nicht geben können. Und wenn du das mal dann zusammennimmst, dann hast du auch noch Spieler, die zum Teil auf Position spielen. Dann sage ich jetzt mal Dohan ins Mittelfeld gezogen. Dohan, das weiß jeder, ist seine Position, ist auf der rechten Außenbahn.

Das ist ein Spieler, der hat noch in Freiburg gespielt, habe ich gesagt, den würde ich sofort nehmen. Und der würde bei mir auch immer spielen. Wo sitzt der jetzt auf der Bank? Also es gibt ja Gründe dafür anscheinend, aber das sind so Dinge, die ich als Außenstehender, ich bin nicht da und ich im täglichen Training, die kann ich eben nicht nachvollziehen.

Ich will da mal kurz drauf eingehen. Ja, bitte, bitte. Stefan hat ja recht, am Ende ist es so, wir haben diese Stabilität von Anfang an nicht gefunden. Das muss man einfach sagen, wir hatten zu Beginn der Saison und wir haben diese Stabilität nicht bekommen können. Auf der einen Seite, weil wir immer wieder auch Verletzungen hatten und dann muss man auch sagen, haben wir auch Entscheidungen getroffen gemeinsam, die halt nicht zur Stabilität beigetragen haben. Was meinst du genau?

Ja, auch die Torwart-Thematik, muss man auch ehrlicherweise sagen, hat natürlich nicht zur Stabilität beigetragen, dass natürlich dann wir jetzt zweimal dann... Hast du mal die Freigabe von Kevin Trapp verflucht im Nachhinein? Nein, weil am Ende, Kevin war für uns immer ein wichtiger Spieler und auch noch im letzten Jahr, gerade in der Endphase, hat er einen großen Anteil daran gehabt, dass wir in die Champions League eingezogen sind.

Aber am Ende war es der Wunsch von Kevin. Ja, er wollte nach Paris, ja klar. Verständlich. Sollen wir jetzt einem 35-Jährigen, der die Möglichkeit hat, in seiner Wahlheimat dann auch mal einen Drei-Jahres-Vertrag zu unterschreiben, dann das verbauen kannst du dann in dem auch nicht. Trotzdem kann man ja sportlich dann das Gefühl haben, mit sich Kaua Santos verletzt, der anderen auch mal wackelt.

Wäre schön, wenn wir noch so eine Bank hätten, so einen Kevin Trapp. Das meine ich. Aber das ist ja immer im Fußball immer so. Es wird immer Spieler geben, die gehen und dann wird jemand anders dann da sein. Aber wie macht ihr dann jetzt weiter auf der Torhüterposition? Steht ihr zu dieser Entscheidung, Kauer Santos wird unsere Nummer 1 sein?

Gut, das wird man dann sehen. Das ist ja schon dann noch Konkurrenzkampf. Jetzt ist Kauer verletzt. Zetti ist momentan jetzt im Tor. Und klar, sah er gestern nicht so gut aus, aber hat auch viele gute Spiele schon auch diese Saison gemacht. Deswegen, finde ich, muss man das auch immer in den Kontext einordnen.

Aber sicherlich haben wir natürlich über die Wechsel dann im Tor auch nicht wirklich zur Stabilität beigetragen. Gucken wir schnell noch auf das dritte Tor der Leipziger. Stefan, auch das geht relativ leicht für Leipzig. Also in meinem Gefühl zumindest mit diesem einen Steckpass gleich. Ja, also hier kommt natürlich erstmal die Qualität von Nusser zum Tragen, der eben immer dieses 1-1 sucht, da kurz vorbeizieht und den Ball dann tief spielt.

Also das Verteidigen oder können auch nicht alle verteidigen. Das ist natürlich glücklich durch die Hosenträger, 3 Euro. Nein, Stefan, du doch nicht. Aber insgesamt finde ich, dass für die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt, Markus und alle, die da in der Verantwortung stehen, diese Saison extrem wichtig ist zu erkennen, in einer schwierigen Phase, mit wem wollen wir denn überhaupt nächstes Jahr weitermachen?

Wie stellen wir uns auf und welche Veränderungen müssen wir vornehmen? Das verschwimmt oft, wenn du Dritter bist und alles ist super und wir liegen uns in den Armen und wir sind erfolgreich gewesen, dann vergisst du eigentlich oder siehst die Dinge nicht, die nicht gut laufen. Ich glaube, das wird euch nach vorne bringen, diese Saison, die ihr besprochen habt. Da sprechen wir gleich drüber, nachdem du jetzt schon sehr ehrliche Worte, wie ich finde, gefunden hast.

Sprechen wir gleich auch über die finanzielle Situation, die ja durchaus auch immer mal wieder Herausforderungen mit sich bringt. Ihr habt tolle Transfers gemacht, tolle Verkäufe, wahnsinnig viel Geld erlöst. Aber es gibt sicherlich auch noch ein paar Themen, die wir gleich besprechen werden. Aber zunächst gebe ich rüber zur Ruth.

Sauber analysiert. Der Leistungscheck wird Ihnen präsentiert von NEDA. Berufskleidung im Rundum-Service. Ja, RB Leipzig ist voll auf Kurs. Das freut natürlich auch Jürgen Klopp, der im Stadion war und bislang sicher keinen Namen als großen Glücksbringer gemacht hat. Denn da waren einige Niederlagen dabei, als er im Stadion war.

Aber jetzt hat er diesen ersten Auswärtssieg im elften Pflichtspiel bei der Eintracht live miterlebt. Und insgesamt läuft es eben wahnsinnig gut für RB. Vierter Sieg in Folge, sechs aus sieben Spielen oder sechs der letzten sieben gewonnen. Und das sieht eben dann wirklich aus nach dem internationalen Geschäft.

Das haben sie schon mal sicher. Das freut dann natürlich auch den Trainer Ole Werner, der auch stolz darauf ist, dass sein Team diese Personalprobleme, die sie im Moment ja auch verletzungsbedingt haben, sehr gut ausgleichen kann. Man redet als Trainer mal ein ganzes Jahr davon, dass du jeden brauchen wirst.

Dass so ein Spiel wie heute zeigt es. Und wenn man dann sieht, wie dann zum Beispiel ein Lukas Klostermann reinkommt, ohne großen Rhythmus so ein Spiel macht, dann kann ich da nur den Hut vorziehen. Also europäisches Geschäft habe ich angesprochen. Kurs Champions League darf es dann schon sein. Im Moment sind es, wenn wir mal kurz auf die Tabelle blicken, nämlich der Abstand auf Eintracht Frankfurt mit 17 Punkten.

Das ist also schon mal klar, dass Sie da im europäischen Geschäft dabei sind. Jetzt müssen sie sich nur noch über die Champions-League-Linie retten. Aber auch das sieht ja sehr, sehr positiv aus. Also unser Leistungscheck heute. Ja, wenn wir darüber ein bisschen sprechen. Ich meine, Leipzig wirklich mit einem tollen Lauf.

Man hat natürlich auch andere Möglichkeiten. Du warst ja selbst in Leipzig. Ein Klub mit mehreren Klubs drunter. Gerade so Spieler wie Diamandé, das sind ja eigentlich auch Spieler für die Eintracht. So jemanden jung zu holen, den dann teuer zu verkaufen. Das ist ja in der Vergangenheit häufiger gelungen. Bei anderen Beispielen muss ich nicht alle aufzählen.

Wir haben vorhin schon ein paar teure Transfers, die ihr auf der Verkaufsseite gemacht habt, erwähnt. Habt ihr da zunehmend ein schwereres Geschäft gegen diese Konglomerate, diese Clubs, die drunter noch eine andere Struktur haben als die Eintracht? Definitiv. Also man muss ja sagen, wir haben eine Nische entdeckt gehabt in den letzten Jahren, die wir jetzt nicht alleine besetzt haben, aber nicht mit so viel Wettbewerber.

Da sind natürlich dann, das ist ja auch so ein bisschen so, natürlich bist du ja dann schon Gläsern, die anderen Clubs gucken sich das natürlich an. Und schauen, okay, dann schauen wir da auch mal da rein. Mittlerweile hast du natürlich diese MCO-Strukturen, die natürlich dann auch gerade in diesen Märkten, MCO-Multi-Club-Unterships, die mehrere Clubs, Eigentümer, die mehrere Clubs besitzen, haben natürlich dann auch nochmal andere finanzielle Möglichkeiten und gehen dann genau in diesen Markt.

Die genau gehen in diese 18-, 19-Jährigen. Ich meine, wenn man das vergleicht. Vor zwei, drei Jahren haben wir Spieler geholt mit 18 für 9 Millionen Euro. Heute kosten die dann 20, 22 Millionen und gehen dann zu... Was ist eure Antwort? Ihr müsst noch jünger gehen, oder was? Am Ende müssen wir noch schneller sein, schneller und effizienter sein in unserem Scouting-Prozess.

Wir müssen noch früher, also wir müssen mehr Risiko gehen. Also wir müssen dann noch früher dann auch an den Spieler transferieren, auch mit dem Risiko, dass es halt nicht funktioniert. Und wir müssen andere Märkte uns natürlich dann erschließen und schauen, dass wir dort dann an einem Markt agieren, wo wir dann die Ablösesumme auch noch zahlen können.

Kommt das Geschäftsmodell der Eintrachter an seine Grenzen? Ich finde, die jetzige Saison zeigt eher, dass das Geschäftsmodell eigentlich funktioniert. Weil ich finde, das Problem dieses Jahr sind ja nicht die Spieler, die dieses Geschäftsmodell getragen haben, sondern das Problem sind eher die erfahrenen Leute.

Also sozusagen die, die man fernab des Geschäftsmodells geholt hat. Wenn man gestern auch gesehen hat, Torschütze Valason, einer der typische, die die Vorlage kam von Amemuni Echkojab. Der beste Mann, der eintrat, war gestern in Höhlund. Die kamen zu dritt für zusammen, sage ich jetzt mal, 10 Millionen und werden zu dritt vielleicht mal irgendwann den Verein verlassen für zusammen. 60, 70, 80 Millionen.

Also das heißt einfach, ich finde dieses Geschäftsmodell, komplett können wir es erst am 1.9. Bewerten, weil wir dann sehen, wie viel Geld könnt ihr wirklich erlösen für alle Spieler, die ihr vielleicht im Sommer verkaufen müsst. Und dann wird man sehen, wie viele marktwertsteigernd verkauft werden konnten, obwohl die Saison sportlich nicht ganz so rund lief.

Aber ich finde, es ist zu früh, dieses Geschäftsmodell jetzt schon so zu verdammen und zu sagen, dass es völlig schiefgegangen ist. Ich finde, man sieht schon, die jungen Spieler, die haben dieses Jahr Fortschritte wieder gemacht. Und ich würde die Kritik eher auf die erfahrene Achse richten und weniger auf die jungen Spieler. Und deshalb sagen, das Geschäftsmodell lebt weiter.

Und das ist in meinen Augen, das zeigen auch alle Dokumentationen, alternativlos. Weil an diesem Geschäftsmodell werden die Vereine aus einer Verkäuferliga einfach nicht vorbeikommen. Weil wenn die Engländer anklopfen, dann wirst du verkaufen müssen. Wir werden das gleich mit ein paar Zahlen unterfüttern. und darüber reden, wie das weitergehen kann, wer Spieler sind, die Werte generieren können in der Zukunft für die Eintracht, Transfererlöse zu erzielen.

Also das gleich nach einer kurzen Pause. Und für Sie, meine Damen und Herren, gibt es jetzt die Chance, nochmal was zu gewinnen. Mit dem Hinweis verbunden heute, 18 Uhr, Icon League, die Highlights. Und wenn Sie selber hinwollen zum Finale nach Zürich, dann haben wir da eine Gelegenheit mit B-Win. Also, bis gleich.

Wir sprechen gleich weiter hier im Doppelfass über die Eintracht aus Frankfurt. Bleiben Sie dran. Über die Eintragung sprechen wir jetzt vielleicht auch über das Geld. Also ich bin ja als Angestellter bei Sport1 sowieso nur am Rande, habe ich was mit Geld zu tun, also mit kleinen Beträgen nur. Aber. Stimmt, du warst das ehrenamtlich. Ja, fast, ja. Bei euch ist es ja schon so, ihr habt wahnsinnige Transferüberschüsse erzielt.

Trotzdem, wir haben mal geguckt, der Schuldenstand steigt. Kannst du das erklären? Ich meine, du bist für den Sport zuständig, nicht für die Finanzen. Wir haben die Zahlen hier der letzten drei Saisons von 48,6 auf 71,8. Woran liegt das? Gut, es liegt natürlich ein Stück weit auch, dass wir natürlich investiert haben und auch investieren müssen.

Grundsätzlich haben wir natürlich auch das, was wir letztendlich eingenommen haben, ist ja auch nicht immer dann roto bei uns aufs Konto gelandet. Das muss man ja auch immer sagen. Und es geht auch teilweise in Raten? Ja, genau. Am Ende ist es natürlich so, dass heute die Summen, die wir natürlich dann erzielt haben, auch nicht immer in einer Summe gezahlt werden, sondern letztendlich über Raten gezahlt werden. Gleichzeitig hast du natürlich dann auch Investitionen, die du in den Kader tätigst, die du natürlich auch zu finanzieren hast.

Du hast natürlich grundsätzlich auch als Unternehmung, als Club natürlich auch Dinge, die du dann auch an Kosten hast. Also zum Beispiel die Personalkosten, die haben wir auch mal aufgeführt, auch die sind ordentlich gestiegen. Natürlich vor allem 2024, 2025. Sind da schon dann Bonuszahlungen fürs Erreichen Champions League und solche Dinge eben mit drin? Sind die da Treiber gewesen?

Genau, wir haben am Ende, es ist natürlich so bei uns, die Vertragsstrukturen sind grundsätzlich so, dass wir also eine gewisse, so eine Art Salary Cap haben, wo wir sagen, wir zahlen halt nicht mehr Grundgehalt als ein Betrag X. Das ist bei uns geklustert, es gibt unterschiedliche Cluster von Jungspielern, also ein Herausforderer, dann ein Stammspieler, ein Leistungsträger und ein Topspieler, das sind natürlich unterschiedliche Gehaltsklassen und bei uns ist es natürlich sehr bonusabhängig.

Das heißt also, dass wenn wir gewisse Wettbewerbe spielen, die Spieler dann auch Steigerungsmöglichkeiten haben für das Jahr, also für das Jahr, in dem wir in einem Wettbewerb spielen, wo sie natürlich dann auf der einen Seite Boni haben oder gleichzeitig dann auch ihr Grundgehalt für dieses Jahr, wo wir in einem Wettbewerb spielen, aber auch steigern.

Deswegen kommen dann natürlich in einem Champions League Jahr natürlich andere Gehaltsstrukturen zustande als in einem... Das heißt, es wird jetzt günstiger sozusagen in der Zukunft. Also aller Voraussicht nach. Hängt dann vom Herrn Wettbewerb ab. Ja, genau. Aber ist denn dieses, also ich habe immer wieder gelesen, die Eintracht muss einen Transferüberschuss erzielen von roundabout 35 Millionen.

Ist das deiner Information nach ungefähr so die Größenordnung? Man hört sogar noch ein bisschen mehr. Also das ist schon immer wieder eine neue Herausforderung für die Eintracht, die sich da jedes Jahr neu erfinden muss. Man hat so das Gefühl, da mal 100 Millionen, da mal 100 Millionen, die man einnimmt.

Aber was jetzt auch ein UEFA-Report offenbar aufgezeigt hat, dass sehr viel in Verwaltungskosten und sonstige Kosten bei der Eintracht fließen wahrscheinlich auch noch in den Campus und alles Mögliche. Da fließt viel Geld rein. Nicht nur in die Beine, auch in die Steine. Aber das heißt, bist du eigentlich die ersten Leute. Okay.

Auch wenn sie es rein. Ja, aber da kommt natürlich... Bevor Markus Grösche die erste Million investieren kann, wenn du dann 40 für 50 Millionen erstmal einnehmen musst. Das ist eine riesen Herausforderung, jedes Jahr wieder das aufs Neue zu stimmen. Aber wie soll das funktionieren dann jetzt? Gut, es wird wieder über Verkäufe gehen. Wir haben die Assets schon ein bisschen genannt.

Nach unseren Informationen ist so ein bisschen Hugo Larsson, wo man merkt, da könnte sich ein Markt in Spanien eröffnen. Was man jetzt hört, Aurel Amendar, der ein paar gute Spiele gemacht hat. Da kommen jetzt auch schon die ersten Anfragen. Ich weiß jetzt nicht, wie viele da konkret bei euch schon auf dem Tisch liegen, aber es wird dann wieder über die Verkäufe der, ja, gerade dieser jungen, hungrigen Spieler wohl gehen.

Man muss ja sagen, das ist ja nicht nur unser Modell. Nein, na klar. Also in ganz Europa, wir haben 90 Prozent der Klubs müssen Spieler verkaufen, werden Spieler verkaufen. Die Anzahl der Käuferklubs, die ist ja schon sehr gering. Und von daher ist es einfach ein Modell, was jeder Klub oder 90 Prozent der Klubs in Europa einfach machen müssen, um Wettbewerbsfähigkeit zu schaffen, um auch, ich sage jetzt mal, wachsen zu können.

Von daher ist das, glaube ich, jetzt nichts Außergewöhnliches. Ist es dann für jemanden wie dich eigentlich. Reizvoll auch mal zu einem Käuferclub zu gehen? Also sozusagen diesen Bereich zu verlassen, wo du jedes Jahr irgendwie zaubern musst, dass du irgendwie viel Geld einnimmst und trotzdem nicht Qualität verlierst im Kader. Das ist ja die Kunst.

Oder sogar den Kader noch verbessert, obwohl du was generierst. Am Ende ist es ja so, es geht ja immer um die Aufgabe und mir macht die Aufgabe ja Spaß. Es ist ja so, dass es natürlich auch zu sehen ist, wenn junge Spieler sich entwickeln, wenn sie die nächsten Schritte gehen. Und natürlich ist es herausfordernd, gerade weil die Marktsituation sich natürlich jetzt in den letzten zwei, drei Jahren extrem verändert hat, gerade für uns als Eintracht Frankfurt.

Aber das macht den Reiz auch manchmal aus. Aber diese ganze Diskussion zeigt ja, wie schwierig dann auch die sportliche Situation auch ist. Also du musst jedes Jahr neu dafür sorgen, dass die Mannschaft mit einem Spieler oder zwei Spielern so garniert ist, dass die quasi den Unterschied machen. Also letztes Jahr Mamouche im Winter abgegeben, dann im Sommer Ekitiki und jetzt schon wieder darüber nachzudenken, wen können wir abgeben.

Also das ist ja extrem schwierig für die sportliche Leitung und deswegen, ja, gibt es immer mal wieder auch unrunde Jahre, weil du kannst nicht in jeder Saison sofort wieder den neuen Mammusch da haben, das geht doch gar nicht. Und die Fans wünschen sich natürlich, dass ein Nathaniel Brown oder das ein Can Uso, das sind Spieler, für die sie ins Stadion gehen, dass die bleiben, aber möglicherweise musst du irgendwann mal auch solche Qualität verkaufen, weil du eben Geld generieren möchtest.

Gut, du stehst da schon parat und leider mit einer nicht so schönen Nachricht für den FC Bayern und für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft, es geht um die schwere Verletzung von Serge Gnabry. Das ist so und deshalb möchte ich es verpacken und erst mal was Positives vermelden für alle Darts-Fans. Sie wissen ja, Sport1 ist ein Darts-Sender.

Können Sie gleich in wenigen Minuten im Livestream schon mal einschalten bei den European Darts Grand Prix 2026. Sehen Sie bei uns live und dann ab 14 Uhr im TV. Nämlich mit Nico Springer. Der hat ja den Titelverteidiger Gary Anderson rausgekegelt. Heute ist auch noch Martin Schindler dabei, zwei Deutsche. Also ein toller Dartstag auf Sport 1.

Für Serge Gnabry schlechte Nachrichten. Jetzt die Überleitung zu ihm. Der FC Bayern hat gestern vermeldet, dass er länger ausfällt. Denn er hat sich einen Abriss der Adduktoren am rechten Oberschenkel zugezogen. So die medizinische Untersuchung. Das heißt jetzt also, was für ihn? Saisonendspurt verpasst er beim FC Bayern, aber was ist mit der Weltmeisterschaft?

Man munkelt schon, es würde nicht reichen, aber noch ist da die offizielle Aussage eben noch nicht raus. Man hat gestern schon von Lothar Matthäus live im TV an ihn gewandt, da gute Wünsche gehört. Er sagt da, wir drücken dir alle die Daumen eher vorne weg, weil er sagt, du hast es dir verdient mit der Leistung und du bist eben ein Mehrwert für die deutsche Nationalmannschaft.

Aber das ist natürlich für Serge Gnabry jetzt in einer Phase, wo er eigentlich sehr gut drauf war, wo er sich wirklich wieder nach vorne gespielt hat und eben auch ein fester Stabilisator bei den Bayern und auch in der Nationalmannschaft ist. Eine Horror-Diagnose. Was sagt ihr dazu? Es sind noch 56 Tage bis zum ersten WM-Spiel Deutschland gegen Curaçao.

Aber zunächst mal, Stefan, Abriss, rechte Adduktoren. Das heißt, die Sehnenstruktur, die den Muskeln mit dem Knochen verbindet, ist zumindest stark in Mitleidenschaft getan. Was glaubst du, die Bayern haben ja nur gesagt, wird für längere Zeit fehlen. Was glaubst du, wie lang kann sich das ziehen? Du hörst dich an wie ein Doktor.

Ja, ja, ich habe nie eingelesen. Also wenn du hörst, als Sportler oder als Spieler Abriss, ist es nie gut. Das ist ein langer Prozess. Ist natürlich, und die Ruth hat es ja völlig richtig gesagt, extrem bitter für den FC Bayern in dieser Crunch-Time jetzt. Für ihn persönlich natürlich. Für die Nationalmannschaft. Er ist zurückgekommen, hat sich den neuen Vertrag verdient, hat er nochmal unterschrieben.

Zum Saisonende, wo es wirklich so an die Töpfe geht, ist das immer bitter für einen Spieler. Das Problem ist ja nicht 56 Tage, sondern die Nominierung ist ja am 12. oder am 13. Mai. Vorläufiger Kader wird am 12. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Julian Nagelsmann sagt, okay, ich warte auf ihn, je nachdem, ob er es tatsächlich dann schaffen sollte bis 1. 5. oder 4.

Juni. Aber für mich ist Deadline der 12. Mai. Und er ist natürlich für den FC Bayern auch in dieser Saison immer mehr wieder zum Schlüsselspieler geworden. Und jetzt kommen die wichtigen Wochen, DFB-Pokal, Halbfinale, die Champions League geht weiter mit dem Halbfinale, die Bundesliga. Okay, glaube ich, werden sie wahrscheinlich, wir werden gleich zeigen, wie der BVB noch Deutscher Meister werden kann, aber werden sie wahrscheinlich schaffen. Aber es ist trotzdem.

Ja, da lachen sogar die Dortmunder dahinten. Also ist schon ein herber Verlust auch für die Qualität des FC Bayern. Ja klar, weil Serge Gnabry hat ja jetzt in dieser Saison die Position von Thomas Müller gespielt auf der 10 und hat sie wirklich sehr, sehr gut gespielt. Wenn ich mich an das Spiel gegen Atalanta Bergamo erinnere, wo er wirklich aus der Tiefe des Raumes dann dieses Tor macht, den ganzen Weg nach vorne macht.

Und Hiobsbotschaft natürlich auch, dass Lennart Kahl dann auch sich verletzt hat. Also jetzt keine besonders gute Woche für die Bayern. Auf der anderen Seite öffnet die Tür auch für Jamal Musiala, der ja jetzt wieder fit zu sein scheint und dann auch immer mehr Spielminuten bekommt. Wie sehr tut dir das leid für Serge persönlich? Extrem.

Ich meine, letztendlich der Weltmeisterschaft zu spielen, ist natürlich schon ein Highlight in einer Karriere. Und ich meine, er war jetzt gerade richtig gut drauf und ist natürlich auch für ihn extrem bitter. aber auch, wenn es so sein sollte, auch für die deutsche Nationalmannschaft. Es ist natürlich jetzt zum Ende der Saison viele Spiele, die Verletzungen häufen sich.

Und ja, auch in anderen Nationen, Ekitike, der sich jetzt auch schwer verletzt hat, das ist natürlich in einem WM ja kurz vor dem Sommer extrem bitter dann für diese Spieler. Und Serge Gnabry hat sich so gefreut auf diese WM, glaube ich, auch in dieser Form. Und es kann nur jedem Fußballfan einfach leidtun, dass so ein junger Spieler oder ein Spieler einfach dann einfach zuschauen muss aus Verletzungsgründen.

Wir schauen, und ich habe es ja gerade schon angedroht, mal drauf, wie kann der BVB diese Saison noch Deutscher Meister werden. Es wird ja immer wieder gesagt, solange es rechnerisch noch möglich ist. Wir haben mal gerechnet. So könnte es funktionieren. Also, der VfB gewinnt heute 1 zu 0 bei den Bayern.

Und dann muss eigentlich nur der BVB jedes Spiel 6 zu 0 gewinnen. Und der FC Bayern jedes Spiel 0 zu 6 verlieren. Dann sind die beiden punktgleich und dann ein Tor besser wäre dann der BVB. Da der Kollege im Textmarker gelb kann den Daumen hoch machen. Ist das ein Weg? Ja, okay. Also wenigstens einer glaubt unserem Lötzinn.

Stefan, die machen das heute schon klar? Der FC Bayern? Und zwar wie? Ja, unentschieden. Knackiges 0 zu 0. Das ist eine große Herausforderung. Das ist eine große Herausforderung. Das ist eine große Herausforderung. Die Saison-Kompanie wird rotieren. Die haben am Mittwoch das Pokal-Halbfinale in Leverkusen.

Stuttgart ist frech genug. Selbstbewusst 1-1. Der Trainer sagt natürlich, wie das so seine Art ist. Wir beschäftigen uns noch nicht mit Feiern und Ähnlichem. So hat das in der Spieltagspressekonferenz Pressekonferenz gestern ausgedreht. Ich glaube, wir sind jetzt in einer Phase von dieser Saison, wo wir alle damit leben können, dass wir noch ein bisschen warten, bis wir feiern.

Also hoffentlich am Ende wird gefeiert. Aber wie oft und wie groß diese Feier ist, das wird jetzt alles entschieden. Und deswegen ist es für uns jetzt kein Problem, um dieses bisschen Geduld zu haben. Wir sind noch kein Meister, wir müssen noch gewinnen gegen Stuttgart, es muss noch was passieren. Also es ist auch keine große Priorität jetzt. in die, also viel besprechen wir das auch nicht.

Aber es ist normal, dass jetzt die Frage kommt und das ist auch eine gute Sache für uns. Wie immer super sympathisch, Jean-Claude Pompadie. Er denkt also nicht ans Feiern, hat uns aber auf Social Media Bilder erreicht, nach dem Spiel gegen Real. Der Vater von Luis Diaz in Barranquilla, Kolumbien. Das ist der Mann da an der Wand.

Der freut sich nach dem Tor seines Sohnes. Guck mal hier. Ja, das sind mal Emotionen. Möglicherweise heute wieder. Es sind auf jeden Fall ein paar Bayern-Trikots in Barranquilla verkauft worden. Genau, genau. Also das funktioniert offensichtlich mit dem Merch auch in Südamerika. Wir machen noch ganz kurz Hinweise von unserem Sportwettpartner und dann kommen wir zu einem Blog, Best of Uli Hoeneß aus einem Podcast mit Markus Söder.

Sehr, sehr interessant. Wir sind gleich zurück beim Doppelpass. Wir sind zurück im Doppelpass. Schön, dass Sie weiter dabei sind, meine Damen und Herren. Ich habe es gerade vor der Pause gesagt. Uli Hoeneß war im Podcast von Markus Söder. Wer hat eigentlich heute keinen Podcast? Du hast einen, wir noch nicht. Stefan, wir hatten mal einen überlegt, ne?

Ja. Der hieß Keine Ahnung, oder was? Hatten wir uns überlegt als Titel? Stimmt, weil du Demokratie bist. Genau, also der Name wäre da Programm, aber noch ist es nicht so weit. Aber es gibt den Podcast von Markus Söder, der heißt Auf eine weiß-blaue Tasse. Tasse Kaffee, Tasse Tee, was auch immer. Auf jeden Fall hat der Uli Hoeneß eingeladen.

Und wie immer, wenn Uli Hoeneß irgendwo zu Gast ist, kommt was bei raus. Norman Soledad. Uli Hoeneß erklärt Markus Söder die heile Fußballwelt des FC Bayern. Das Märchen begann mit der ziemlich teuren Verpflichtung von Harry Kane. Da muss man natürlich schon sagen, der hat etwas über 100 Millionen gekostet.

Und das war für uns Neuland. Und es war ein irres Risiko, das muss man natürlich sagen. Und heute muss man sagen, jeder Euro oder fast. Das war ein Pfund. Jedes Pfund, das wir da ausgegeben haben, das hat sich rendiert. Andererseits, betont Uli Hoeneß, hatte FC Bayern keinen Geldscheißer. Und deshalb forderten er und Rummenigge auch Zurückhaltung bei den Transfers.

Schauen Sie mal, wir haben ja wirklich im Sommer eine richtige Streitkultur bei uns gehabt. Das war also wirklich sehr große Auseinandersetzung, weil der eine oder andere bei uns wollte richtig noch Geld einkaufen. Für 100, 150 Mio. Und der eine oder andere bei uns, die Alten vor allen Dingen, haben sich da durchgesetzt, weil wir gesagt haben, wenn man den Jungen mal eine Chance geben will, dann muss man Platz schaffen.

Und deshalb wurde selbst Vincent Kompanies Wunschtransfer Xavi-Simmons nicht verpflichtet. Uli, wir brauchen den Xavi, wir brauchen den Xavi, wir brauchen den Xavi. Und dann, ich hatte einen Apfelkuchen bestellt, beziehungsweise auf dem Tisch stehen und haben gesagt, du kannst jetzt noch ein Stück Apfelkuchen essen, aber du kriegst kein Xavi.

Und wir wollen, dass du die jungen Spieler einsetzt. Und ich glaube, danach haben wir Apfelkuchen gegessen und es war alles gut. Alles gut wird es vermutlich auch beim Fall Neuer. Er soll noch ein Jahr bleiben und intensiv Jonas Urbig betreuen. Und deswegen wird es sehr wichtig sein, dass Manuel bereit ist, hier so wirklich eine Patenschaft für den zu übernehmen und zu sagen, die verstehen sich übrigens sehr, sehr gut.

Mit Nübel war das ein bisschen was anderes. Und deswegen hoffen wir, dass er noch ein Jahr bleibt und die Zukunft auch in dieser Position vorbereitet. Die Gegenwart ist ziemlich rosig. Bayern wird heute wohl zum 35. Mal Meister. Und warum? Weil der Bayern-Kader laut Uli Hoeneß allen Unkenrufern zum Trotz super war.

Lothar Matthäus hat 100.000 Mal gesagt, mit dieser Transferpolitik kann der FC Bayern nie erfolgreich sein. Der Kater ist viel zu klein. Und genau weil er so klein ist, sind wir so gut. Dann wollen wir jetzt eigentlich nur noch Folgendes wissen. Hat Uli wirklich recht oder legt sich Uli alles schön zurecht?

Ja, da war doch eine ganze Menge drin, wie immer. Einige Spitzen meines Erachtens auch versteckt. Arbeiten wir mal auf. Also wenn er zum Beispiel sagt, einige wollten im Sommer mehr Geld ausgeben, wen meint er denn mit einige? Und Max? Ja, klar. Er ist ja zuständig dafür. Also Max und Christoph wahrscheinlich.

Ich glaube schon auch, dass das Ziel war, den Kader größer aufzustellen, weil du halt einfach diese Belastung hast. Man darf ja nicht vergessen, der World Cup war ja noch im Juni. Da war die Regenerationszeit auch sehr, sehr kurz bis Anfang der Bundesliga. Sie haben, glaube ich, drei Wochen vorher angefangen zu trainieren.

Ich glaube schon, dass das Ziel war, einfach breit sich aufzustellen. Aber ich finde gut, dass sich Uli Hoeneß durchgesetzt hat, weil sein Ziel war ja immer auch, den Campus zu stärken oder die Jugend zu stärken. Und es hat sich letztendlich auch in diesem Jahr oder in der Saison letztlich ausgezahlt.

Ja, ich glaube, acht Teenager, also acht junge Spieler, die in dieser Saison zum Einsatz gekommen sind, das ist für Bayern herausragend. Also auch im Liga weit ist es wirklich beachtlich. Und dann auf so einem Niveau dann die Leute auch reinzuwerfen wie ein Karl. Also die brauchen halt auch die Zeit. Und dass sich jetzt die Alten durchgesetzt haben, wie er sagt, Und das sagt er natürlich dann auch nicht ohne Grund in so einem schönen Podcast vom bayerischen Ministerpräsidenten an der Stelle.

Der hat auch Zeit. Das finde ich schön, dass wir dann auch sowas hören können. Absolut. Aber dieser Konflikt, den er da beschreibt, hat er gesagt, wir haben eine richtige Streitkultur gehabt. Das ist ja schon Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge. Ich sage mal auf der anderen Seite Max Eberl, letztlich dann auch Kompanie, der sogar an den Tegernsee kommt und sagt, da gibt es guten Apfelkuchen, aber ich will mal versuchen, ob ich vielleicht den Xavi doch noch durchtricken kann.

Stefan, das ist ein Konflikt, der völlig okay ist oder der noch eskalieren kann? Am Montag hat der Kicker eine Geschichte gemacht, wo es drin stand, Max Eberl ist nicht so safe wie zum Beispiel Christoph Freund. Was sind so deine Infos aus dem Innenleben des FC Bayern? Ich meine, so kennen wir den FC Bayern.

Das war ja schon vor 10 oder 20 Jahren auch so. Hinter verschlossenen Türen wird Tacheles geredet. Und das ist auch gut so. Man muss nur, wenn die Tür wieder aufgeht, zusammen mit einer Linie rauskommen. Schaffen Sie das gerade? Das haben Sie ja geschafft. Auf die Punkte, die Uli Hoeneß angesprochen hat.

Auch mehr ein bisschen auf den Nachwuchs oder jüngere Spieler zu setzen. Was hatten wir hier für Diskussionen? Wann war das? Juni, Juli, glaube ich. wollte Made und Wirz. Hätte sich ein Karl denn so entwickelt? Hätte sich ein Bischof so entwickelt, wären sie im Kader? Stanisic, glaube ich, im Juli oder August, keiner hätte gedacht, dass er so eine herausragende, nur du musst ihnen dieses Vertrauen geben.

Nur dieses Vertrauen können sie ja nicht bekommen, wenn du das zubaust. Also mit teuren Spieler oder mehr Spielern. Ich glaube, dass diese Angehensweise sehr, sehr richtig war und wichtig für die Entwicklung eben, die ich genannt habe. Und von daher, grundsätzlich hat Uli ja immer recht, also. Ich glaube schon, dass die Punkte, die er angesprochen hat, völlig richtig sind.

Bayern München ist kein Verkaufsverein. Uli Hoeneß hat mal vor 20 oder 25 Jahren gesagt, wir sind doch kein Verein, wo wir Spieler entwickeln wollen. Das geht ja gar nicht, weil wir so viel Druck haben, Titel zu erreichen. Aber jetzt diese Saison zeigt, dass es geht. Genau, und ich habe ja die Spieler gerade genannt. Mittlerweile funktioniert das auch.

Pavlovich, der zentral eine extrem wichtige Rolle spielt, das sind alles so Bausteine, die nicht zusammengekommen wären, hätten sie nicht im Sommer dieses Gespräch. Markus, nimmst du da eine Veränderung beim FC Bayern wahr? Also was die Ausrichtung angeht? Ja, definitiv. Aber ich glaube, das ist auch alternativlos.

Weil wir alle, glaube ich, wenn man jetzt in Deutschland, wenn man jetzt mal den deutschen Fußball an sich mal nimmt, müssen wir schon sehen, dass wir unsere Mittel, die wir haben, konzentrieren. Das heißt, ich glaube, dass wir nicht mehr in der Lage sind, große Kader zu haben, zu finanzieren, um dann, ich sage jetzt mal, in der Breite eine hohe Qualität zu haben.

Sondern wir müssen am Ende sehen, dass wir in Deutschland das Geld konzentrieren konzentrieren auf 15, 16, 17 Spieler und dann wieder dem Nachwuchs mehr Möglichkeiten geben. Und man muss sagen, die Bayern machen das dieses Jahr überragend. Und das ist auch der richtige Weg, dass man dann in 14, 15, 16 Topspieler investiert und dann dem Nachwuchs die Möglichkeit gibt. Was grinst du die ganze Zeit so?

Ich überlege, er wollte ja Folloran Wirts holen. Da hätte er natürlich 125 ausgeben müssen. Und ich glaube schon, dass der Wunsch sehr, sehr groß war, einen Deutschen ein herausragendes Talent an den FC Bayern zu binden. Und von der Idee muss er sich dann verabschieden. Ich glaube auch, dass du natürlich ganz wichtig, auch was Stefan gesagt hat, aber was wichtig ist natürlich, dass du auch einen Trainer hast, der das auch moderieren kann, der die Spieler auch einbaut, der in einer wunderbaren Art und Weise mit den Alten wie mit den Jungen umgehen kann und es zeigt wieder.

Der Trainer beim FC Bayern jemand sein muss, wie Hitzfeld, wie Heinckes, aber auch wie ein Flick, die quasi so eine Moderatorenrolle auch einnehmen können. In der sehr empathischen Art, aber auch in der sehr klaren Art. Und das, finde ich, macht Kompanie wirklich herausragend. Wir in diesem Kessel des FC Bayern.

Mit dem ist man beim FC Bayern und auch Uli Hoeneß persönlich natürlich super, super zufrieden. Der Vorgänger Thomas Tuchel kommt nicht immer so gut weg, auch in diesem Podcast. Ein Beispiel. Zwei Dinge sind wichtig. Dieser Trainer macht jeden Spieler besser. Ich habe noch nie eine Pressekonferenzleitung gesehen oder hören, dass er gesagt hat, ich brauche einen linken Verteidiger, brauche einen rechten Verteidiger, wie das unter Duchel der Fall war.

Wenn das nicht gut gespielt wurde, hat er sich nie selbst hinterfragt. Da war immer die Mannschaft schuld. Also der rechte Verteidiger, mit dem geht das nicht. Kimmich ist auch nicht so ein guter Spieler. Und mit Grafenberg, der jetzt in Liverpool spielt, den kann ich überhaupt nicht gebrauchen. Und der dort sehr gut spielt, muss man sagen. Den Steinen-Sitzsch hat er mal gefragt, ob er Deutsch kann. Dabei ist er hier geboren.

Also das sind alles so Dinge, die nicht gehen. Patsch, patsch nochmal, ne? Gibt es da keinen Zweifel? Bei Bayern München ist das so enorm wichtig als Trainer, eben diese Kommunikation nach außen, auch in den Pressekonferenzen, vor dem Spiel, nach dem Spiel. Bleib bei deiner Mannschaft, bleib bei den Dingen, Ich habe die Situation, die du reden musst.

Und schweif nicht ab über Dinge. Und rede auch deine Spieler nicht schlecht. Wie kann ich über Kimmich das reden oder Stanisic oder Grafenberg? Wenn ich die bei mir im Kader habe, ist das ein Unding. Auch da hat er recht. Und da macht es Vincent Kompany einfach herausragend. Wir haben gerade über Serge Gnabry und seine Verletzungen gesprochen.

Es gab gestern noch eine Szene, Süle hat sich da verletzt am Knie. Noch habe ich zumindest keine klare Diagnose. Es gab dann Handelfmeter über den BVB und die Situation von Niklas Süle. Sprechen wir nach einer kurzen Pause hier im Doppelpass. Also dranbleiben. Rund beim Doppelfass am heutigen Sonntag, 30. Spieltag. Schön, dass Sie weiter dabei sind.

Prächtige Stimmung hier bei uns in Dortmund. Liebe Ruth, wahrscheinlich nicht so sehr. Zum einen wegen des Ergebnisses, aber auch wegen der Verletzung von Süle. Hast du irgendwelche Neuigkeiten schon? Nichts Neues. Wir warten auf die Untersuchungsergebnisse. Aber das ist natürlich bitter für ihn. Nicht nur eben die Niederlage, sondern dass Niklas Süle nach diesem langersehten Startelf-Comeback so einen bitteren Nachmittag erlebt.

Es war ja so, dass er hier auch noch im Ausrutschen den Handelfmeter verursacht, sich bei der Szene verletzt. Und zwar schwerer. Er war dann eben, so hieß es, mit Bandage am Knie in der Kabine, hat Lars Ricken vermelden lassen. Und jetzt ist die große Frage, war das seine letzte Aktion im BVB-Dress? Denn sein Vertrag läuft ja aus im Sommer, wird nicht verlängert.

Und diese Verletzung sieht so aus, als würde er jetzt wieder länger ausfallen. Natürlich dann Ergebnisse der Untersuchung auf sport1.de. Aber von euch schon mal die Einschätzung, was das für ihn jetzt bedeuten könnte. Stefan, erstmal hoffen wir natürlich, dass es nicht so schlimm ist, wie es jetzt im ersten Moment aussah und auch nach den Äußerungen, die Ruth ja zitiert hat von Lars Ricken, sich anhörte.

Trotzdem, du gehst in die letzten paar Wochen deiner Vertragslaufzeit so eine Verletzung. Wie ist das denn dann eigentlich? Also wir haben ja schon erlebt, dass Vereine sagen, okay, dann verlängern wir nochmal mit Emre Can zum Beispiel, hat man das gemacht, andere Vereine auch. Wie siehst du die Situation davon, Niklas?

Würde ich mich sehr drüber freuen bei Süle, bezogen auf den BVB. Der Vertrag läuft aus. Wenn das so eine schwere Verletzung sein sollte, würde ich mich wirklich sehr freuen, wenn der Verein kommt und sagt, wir geben dir noch ein Jahr Vertrag, um wieder heranzukommen. Das würde ich mir wünschen. So hat der FC Bayern das oft gemacht, wenn Spieler sich bei Bayern schwer verletzt haben.

Sie sind hingegangen, haben den Vertrag nochmal verlängert, obwohl sie es nicht mussten. Aber hier würde ich mich freuen, wenn das passieren würde. Das wäre die Verletzung sehr extrem. Das war für ihn persönlich tragisch, was die Verletzung angeht. Aber dann sehr unglücklich, weil es einen Handelfmeter gab.

Auch da interessiert mich eure Sicht. Wie siehst du das, Markus? Er rutscht aus, fällt und dann geht die Hand ein bisschen hoch. Ist das ein Elfer oder nicht? Wie siehst du das? Also für mich ist es kein Handspiel. Und ich meine, letztendlich, der Schiedsrichter, glaube ich, hat es im ersten Moment ja auch so bewertet, dass es kein Handspiel ist.

Ich finde grundsätzlich, und dann wurde es natürlich dann korrigiert, ich finde grundsätzlich, der Eingriff von VAR haben wir sowieso ein generelles Thema. Ich finde, wir müssen grundsätzlich dahin kommen, diese Eingriffsschwelle des VARs nach oben zu schieben. Und nach meiner Meinung nach gibt es für mich auch nur noch Abseits ja, nein, Tor ja, nein, Aus ja, nein. und dann vielleicht noch ist es ein Foul im Strafstotto außerhalb.

Und solche Entscheidungen wie diese Entscheidungen müssen dann von dem Schiedsrichter getroffen werden. Nikos Povac hat gestern in der Pressekonferenz hinterher gesagt, zu meiner Zeit, als er gespielt hat, hätte es gefühlt weniger Handelfmeter gegeben als heute. Wir haben mal nachgeschaut. In der Tat, damals so meistens acht pro Saison.

In den letzten Jahren immer über 20 Handelfmeter. In dieser Saison sind es schon 25. Ist das eine Entwicklung, die wir durch den VRR haben oder durch die Handspielregelung? Ganz klar, die Handspielregel, die ist ja komplett verschärft worden. Es wurde ja sukzessive auch verschärft. Erst war es dann irgendwie absichtlich, dann war es Vergrößerung der Körperfläche, dann geht der Arm nach oben.

Ich finde aber bezeichnend in der Szene ist, wenn man auf Kameret schaut, der reklamiert gar nichts. Der steht ja direkt vor ihm, sucht den Abschluss und reklamiert gar nicht. Allein schon seine Reaktion sagt, dass es nicht unbedingt dieses klassische Handspiel ist. Aber ich kann natürlich vollkommen nachvollziehen, die Regelhüter sagen, hoppla.

Die müssen das umsetzen, was als Regel eben geschrieben steht. Wir haben ja den zweiten, Entschuldigung, den können wir auch noch zeigen, die dann letztlich dazu führt, dass Hoffenheim das Spiel gewinnt, der BVB verliert. Ja, sorry. Nur zu dieser Formulierung, die Regeln sagen, bei einem Sturz und du spielst Hand, darfst du gar nicht, es ist nicht elfmeterlütig, nur es sei denn, der Arm geht nach senkrecht oder zur Seite. Ich frage mich, wie kannst du so eine Regel formulieren?

Bei einem Sturz muss ja der Arm irgendwo in der Luft sein. Das geht ja gar nicht anders. Deswegen gehört es dringend zu reformieren, diese Regel. Ist das ein Elfer für dich? Für mich persönlich nicht, aber Toni hat ja was gesagt. Es steht halt so geschrieben. Viele gehen ja dann auf die Schiedsrichter drauf oder auf den Video-Assistent.

Ich glaube, die, die irgendwo sitzen, keine Ahnung, wo die sitzen, und sich neue Regeln einfallen lassen und die runterschreiben und bitte genau so eins zu eins auch auf dem Platz umsetzen, das ist ja das, was mich auch wirklich ankotzt. Nicht die Schiedsrichter, weil die halten sich nur dran. Weil wenn sie es nicht machen, was passiert, die Kritik werden am nächsten Spieltag oder übernächsten nicht aufgestellt und so weiter.

Also, ja, leider ist die Entwicklung so, wie sie ist. Aber für mich ist das das Thema des VHR. Weil am Ende, auch im Westen war es ja wieder so, der Schiedsrichter hat das ja so wahrgenommen, wie er es wahrgenommen hat. Er hätte es weiterlaufen lassen. Und das Problem, deswegen sage ich ja nochmal, wir müssen diese Eingriffsschwelle des VHRs erhöhen. Wir müssen das auf diese paar Entscheidungen, die faktischen Dinge, belassen.

Und das ist eine Schiedsrichterentscheidung, die sieht er in dem Spiel so. Wenn er dann nachher auf Hand entscheidet, dann ist das so. Aber man muss den Schiedsrichtern wieder mehr die Macht über das Spiel geben und den VAR nur auf die faktischen Entscheidungen belassen. Ich folge dir da, finde ich. Aber meine Hoffnung, dass das so kommt, dass man das so weit zurückdreht, ist ehrlicherweise null.

Das ist das Problem, was die Leute haben mit der Akzeptanz des VRRs. Weil du da immer einen Spielraum nimmst. Da gibt es keine Stringenz. Deswegen sage ich, auf die faktischen Dinge konzentrieren. Die Eingriffsschwelle nach oben. Das ist eine Entscheidung, die trifft der Schiedsrichter. Wer das sieht und es als Hand bewertet, bewertet es als Hand.

Wer das nicht sieht oder nicht als Hand bewertet, dann lasst es so. Weil du kriegst zu dem Schiedsrichter auch wieder mehr in die Frage. Wir können jetzt schüttelang. Champions League unter der Woche oder die Bayern gegen Arsenal war das letzte Saison oder Untertuchel war das, glaube ich, wo der Torwart den Ball spielt und der Spieler nimmt den Ball in die Hand. Das gab es jetzt wieder.

Das gab es jetzt wieder, sage ich, Atletico gegen Barcelona. Dann heißt es irgendwie wegen so einem kindlichen Fehler gebe ich keinen Elfmeter. Und auch das Abwehrverhalten der Spieler endet sich ja nicht. Hör mal, Freunde, jetzt ist die Sendung fast zu Ende. Jetzt kommt ihr richtig in Wandel. Aber diese Abwehrspieler, die sich die Hände abklemmen, um dann im Strafraum anzugreifen, das ist ja ein Unding geworden. Das hat es früher natürlich nicht gegeben.

Also wir könnten da noch stundenlang drüber reden. Er merkt es emotionalisiert auch. Ich verstehe auch deinen Impuls total. Wie gesagt, ich glaube, das wird schwer, das zurückzudrehen. Wahrscheinlich werden wir damit leben müssen, dass wir diese Diskussion immer wieder führen. Wir wollen natürlich auch gleich noch wissen, du bist ja dauernd irgendwie in irgendwelchen Gerüchten, Markus Kröschel, wenn irgendwo ein Sportvorstand oder Sportdirektor gesucht wird, wird dein Name genannt. Dabei hast du Vertrag bis 28.

Ich weiß, dass du nicht wahnsinnig viel dazu sagen können wirst, aber ich werde dich gleich dazu fragen. Nach 15 Sekunden sind wir schon wieder hier und sind weiter dann beim Doppelpass. Kurzer Exklusivspot. Das ist eine große Herausforderung. Wir sind schon wieder zurück. Ruth hat schnell Platz genommen.

15 Sekunden hatte ich Zeit. Ich habe eine Menge mitgebracht. Thomas Müller hat schon wieder getroffen. Das ist ein 4. Treffer per Kopf gegen Kansas City. Das ist eine große Herausforderung. Das ist eine große Herausforderung. Der Doper geht auf Tour. Falls er bei Ihnen in der Nähe Station macht, gerne einfach mal dabei sein.

Tickets sichern, das macht sehr viel Spaß. Und jetzt brauche ich ein bisschen Zeit. Du hast gesagt, wir haben Zeitdruck. Aber ich habe viele Spenden heute dabei. Und die möchte ich jetzt gerne vortragen. Stefan und Renate aus Bad Neustadt, der Stadt mit Herz. Firma Exkern aus Münster, SV Mauritz, die Freunde vom Landgasthof und Metzgerei Schwarz aus Uffhausen.

Um Gottes Willen. Die sind anwesend. Ittes Gummi und Dichtungstechnik aus Emden. Martina und Enna aus Ilo. Samantha aus München. Muckelbande aus Mansfeld. Da drüben. Marek und Danuta aus Immendingen. Jens, Peter und Kevin vom Bayern-Fanclub Eisertal aus Siegen. Von Familie Haug aus Bertin. Alles Gute zum 50. Hochzeitstag.

Ulrike und Rüdiger aus Emstetten, TSV Reitwangen, Basar, Baumann, Steffen und Jochen, Fanclub Essen Uhaft. Pascal, 30. Geburtstag, alles Gute. SV Spexert für den Tanz in den Mai. Dann haben wir die Dateakademie aus Braunschweig. Das ist die Frage vom Hammer FC. Ruth und Matthias. Dritte Mannschaft vom SV Arnsberg.

Dann hat die Lara-Sophie Schneider gespendet. Thomas Klink. Und Reini und Franz. Vielen Dank. Da kam ganz schön was zusammen heute. Großartig. Das sind die Frage der Woche schnell aufgelöst. 30% glauben, das wird eine Signalwirkung haben. Marie-Louise Eta, dass dann wirklich auch mehr Frauen an der Seitenlinie coachen werden bei den Männern. 70% glauben, das ist ein Einzelfall.

Die Berufung von Marie-Luise Eter bei Union Berlin ist von den Verantwortlichen sicherlich aus dem Motiv heraus Kompetenz und Akzeptanz beschlossen worden. Und ich gehe davon aus, dass das kein Einzelfall für die Zukunft sein muss, aber auch keine Signalwirkung. Es muss ja keine Quoten geben. So sehr man dieser Trainerin nur das Beste wünschen kann, inklusive natürlich sportlichem Erfolg, So sicher bin ich mir, dass sie dort oben in der 1.

Liga genauso die Ausnahme bleiben wird, wie Piana Steinhaus als Schiedsrichterin war. Ich finde das total in Ordnung von Union Berlin. Und jemand, der so wie Marie-Louise Eter auftritt, von ihrem ganzen Wesen, der wird auch von der Mannschaft akzeptiert, garantiert. Am Ende entscheidet nicht die Symbolik, sondern die sportliche Leistung.

Erst wenn sich Erfolg und Vielfalt verbinden, wird aus einem Einzelfall ein echter Trend. Sehr gute. Ich finde, Schlussbemerkung beim Gopafoort. Markus, wie ist es, diese dauernden Diskussionen über dich, über die Begehrlichkeiten, die es um deine Persönlichkeit. Das Duell in der Allianz Arena gleich stattfindet. Glaubt ihr an die Stuttgart-Fans?

Glaubt ihr, der VfB vertagt die Meisterentscheidung? Nur mal so ein bisschen hören lassen. Und jetzt die Bayern-Fans?

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