
Devils & Demons - Der Horrorfilm-Podcast
408 Die Welt von Wicked und Oz feat. Bianca Behrens (Spinatmädchen)
Mittwoch, 24. Dezember 2025 · 4 h 47
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Shownotes
408 Die Welt von Wicked und Oz feat. Bianca Behrens (Spinatmädchen)
Als letzte und längste Episode des Jahres gibt es ein ganz frisches Spezial mit einem Herzensthema von Chris. Gemeinsam mit unserer guten Freundin des Hauses Bianca, auch bekannt als Spinatmädchen, entführt er euch in die großartige Welt von Wicked. Bianca kennt sich nicht nur mit Disney-Themen exzellent aus, nein, sie ist auch große Musical-Expertin. Ihr erfahrt alles über die Historie der Welt und Wesen von Oz, bekommt einen Noob-Guide für Musical-Anfänger und die Besprechung des ersten Teils der Wicked Verfilmung. Lasst euch einfach mal auf das Thema ein und genießt die fast fünfstündige Folge. Und damit wünschen wir euch ein frohes Weihnachtsfest und schöne Feiertage!
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Besetzung: Chris, Bianca
Bildquelle: Universal Pictures
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• Manuel Stelke
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ProduzentInnen dieser Folge:
• Helena Z.
• Adrian Wagner
• Marc Bühler
• Markus T.
• Sven Fellmann
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• Marco Göldenitz
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• Ralf Püschel
• Markus Polster
• Nils Wegner
• Dustin Brunert
• Marc Fröhlich
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• Mike Perez
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Diese Episode wird präsentiert von Deadline, das Filmmagazin. Die Fachzeitschrift für Horror, Thriller und Suspense. Moin moin und herzlich willkommen zum Spezial, würde ich sagen. Es ist 400 Years in the Making, nicht ganz, aber es ist schon anderthalb Jahre in the Making fast. Folge 408, ich bin Chris und bei mir ist die wundervolle liebe Bianca.
Hallo, schön, dass ich hier sein darf. Nach einigen Jahren mal wieder und vor allem, du musst dieses Mal nicht über Horrorfilme mit mir reden. Wir haben ja, glaube ich, über Stippy Hollow und über The Haunting geredet damals. Oh ja. Hat ja schon auch Schnittstellen mit deinen Interessen. Aber heute darfst du wirklich mal als das, was du auch wirklich bist, als Musical-Expertin und Wicked-Expertin, darfst du heute hier groß glänzen.
Schon mal, ich baue keinen Druck auf, weil ich weiß, du bist liefern. Hoffe ich, no pressure. Und das ist auch unser Thema. Und da kommen wir gleich drauf zu sprechen, vielleicht gleich zu Beginn. Wir wissen natürlich, dass Wicked jetzt nichts mit Horror zu tun hat. Ich bin aber der Programmdirektor dieses Podcasts.
Und deswegen darf ich bestimmen, über was geredet wird. Und wenn ich über Wicked reden möchte, dann tue ich das auch. Und rechtfertige es einfach damit, es ist ja ein Hexenfilm. Hexenhorror ist doch eine ganz einfache Sache, würde ich sagen. Klar, finde ich auch. Und es gibt ja auch ein paar düstere Szenen. Bestimmt. Da werden wir bestimmt ein paar finden.
Aber bevor wir das tun, muss ich kurz ein paar Worte an die Leute richten. Wir haben nämlich, ich weiß nicht, ob du es wusstest, wir haben letzte Woche Donnerstag unsere erste richtige, komplett selbst auf die Beine gestellte Live-Show in Köln gespielt und veranstaltet dort. Weihnachten mit Devils and Demons. Und das war ganz wundervoll.
Also die Vorbereitung dafür war ein absoluter Pain in the Ass. Ich sage es mal so, wie es ist. Es hörte auf irgendwann damit, wir haben ja auch ein Filmscreening gemacht und mussten den Film ja vom Verleih bekommen und der musste zu uns geschickt werden in irgendeiner Form und wir haben dann mit dem Verleih abgemacht, ja wann schickt ihr den Film los und der Ansprechpartner meinte, ja morgen würde ich das machen, aber es war schon da plötzlich, der Film aber nicht weder im Kino noch bei uns sondern in der.
Kunsthochschule Köln ist dieser Film einfach gelandet, diese Filmrolle, beziehungsweise ist digital, war eine Festplatte. Und ich sag mal so, es war sehr viel Detektivgespür notwendig, um an diese Festplatte ranzukommen, damit die nicht irgendwo verloren geht, wäre auch irgendwie peinlich gewesen. Aber das war so das kleinste Problem.
Damit hat es schon angefangen und es hat sich dann durchgezogen. Aber es hat sich am Ende tatsächlich gelohnt. Es war ein toller Abend, alle Leute waren begeistert. Ich war von uns begeistert tatsächlich, weil ich meine, klar, wir machen das natürlich im Savoy in, sage ich mal, eingeschränkte Form. Das ist halt eine halbe Stunde.
Hier war es jetzt dreieinhalb Stunden Programm und das hat super funktioniert und ich bin echt stolz auf meine Mitmoderatorinnen, dass das so gut geklappt hat alles und die Leute zufrieden nach Hause gingen. Also vielen Dank an alle Leute, die da waren. Ich glaube, wenn wir jetzt diese Folge, wenn ihr diese Folge hört, könnt ihr das Live-Event auf YouTube komplett in voller Länge euch anschauen.
Also schaut da mal, ich verlinke das dann in den Shownotes. Aber so viel dazu. Und ansonsten geht es mit dem normalen Devil's Demons Programm Mitte Januar weiter. Wir machen endlich mal eine richtige Pause. Normalerweise machen wir ja, wenn wir eine Pause machen. Dann bereiten wir einfach im Vorfeld Folgen vor, die in dieser Zeit ablaufen.
Das heißt, der Stress reduziert sich dadurch nicht. Aber jetzt machen wir einfach mal Urlaub. Drei Wochen oder vier Wochen und das ist auch mal was Schönes. Aber wie geht es dir, Bianca? Wie ist es dir in den letzten vier Jahren ergangen? Oh Gott, ich glaube, das ist zu viel, um das direkt in ein paar Sekunden zu packen.
Viel passiert, viele Ups und Downs. Ich glaube, wie bei uns so ziemlich allen. Gerade auch, wenn man es aufs Weltgeschehen guckt oder so. Ist auch alles irgendwie völlig weird, was da gerade abgeht. Aber vielleicht nur jetzt für den Moment. Ich glaube, das reicht schon. Mir geht es gut. Mir geht es gut. Das ist irgendwie jetzt so eine Vorweihnachtszeit.
Ich habe endlich Urlaub. Man kann jetzt mal so ein bisschen die letzten Monate sacken lassen, die man da so erlebt hat, beruflich, aber auch irgendwie privat und ach, jetzt hat man irgendwie so viele schöne Filme dann auch nachgeholt und jetzt kommt man irgendwie so ein bisschen zur Ruhe, habe ich das Gefühl.
Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber jetzt ist irgendwie so die Zeit, wo ich mir denke, hey, ich habe ein paar To-Dos, wie zum Beispiel diesen tollen Podcast jetzt. Aber ich kann jetzt irgendwie auch mal durchatmen und kann mir Zeit nehmen für die wichtigen Dinge im Leben, so wie zum Beispiel zocken mit meiner PS5 oder Switch 2 oder sowas.
Ich habe mich sehr auf diese Episode heute gefreut, aber gleichzeitig ist es auch tatsächlich die letzte Sache, die noch ansteht im Podcast-Bereich für die nächsten dreieinhalb Wochen. Von daher bin ich auch froh, also im übertragenen Sinne, wenn wir später fertig sind, weil dann die Arbeit fertig ist sozusagen.
Ich glaube, wir werden schon noch ein paar Stündchen hier miteinander verbringen, also so ist es ja nicht. Und wir haben ja auch wirklich, ich glaube, wir wollten es letztes Jahr, Nach Wicked 1, glaube ich, eigentlich machen, haben dann festgestellt, es hat so ein bisschen nicht ganz so einen Zeitplan gepasst und irgendwann haben wir auch festgestellt, es macht ja auch irgendwie keinen Sinn, wenn eh noch Teil 2 kommt und dann haben wir gesagt, dann verschieben wir es einfach um ein Jahr und haben es jetzt noch ein paar Mal hin und her geschoben, weil einfach der Kalender so voll ist und man sich auch letztendlich irgendwie wohlfühlen muss dabei und wir auch einen gewissen Anspruch an uns haben und den Leuten,
die nichts über Wicked wissen wollen, dass wir ihnen trotzdem alles erzählen, was sie nicht wissen wollen. Aber das ist dann ja, das geben wir glaube ich hin, ich würde sagen, wir fangen mal ein bisschen beim Urschleim an wir sind natürlich miteinander befreundet und ich weiß dich auch sehr zu schätzen als Freundin, aber du bist natürlich auch eine Expertin in gewissen, Fachgebieten, das eine kennen die Leute, die uns hören schon du bist eine Disney-Expertin, aber du bist auch begeisterte Musical wie sagt man denn eigentlich? Hörerin? Zuschauerin?
Wie sagt man das? Wie konsumiert man Musical? Zuschauerin. Zuschauerin, genau. Und hast da auch dementsprechend schon einen großen Erfahrungsschatz. Und du hast mir ja auch dabei geholfen. Ich hatte ja meine ersten Musical-Erfahrungen jetzt im Herbst. Und ich habe dich ja monatelang ausgebohrt und gefragt, erzähl mal, was ist einsteigerfreundlich und was funktioniert?
Worauf muss ich mich einstellen? Wie stelle ich mich an? Was muss ich anziehen und so weiter? Da warst du eine sehr große Hilfe. Aber wo kommt das denn eigentlich her? Also deine Begeisterung für das Thema und wie hat sich das entwickelt bei dir? Ich glaube, das ist automatisch oder ich habe schon mitbekommen, das ist nicht ganz automatisch.
Wenn man mit Disney aufwachst, dann kommt man natürlich in Berührung mit den Animationsfilmen, die ja eigentlich auch schon eine Musicalform haben. Und ich habe dann später, also ich bin immer davon ausgegangen, wenn du schon so aufwächst, dann kriegst du automatisch so ein bisschen so ein Faible für die Kunstform Musical.
Ich habe dann später herausgefunden, dass das nicht so ist. Ich wollte sagen, der Gegenbeweis sitzt dir gerade gegenüber. Ich kenne einige, die lieben die Disney-Filme von damals, gerade die Disney-Renaissance, wo wir halt eben damit aufgewachsen sind, sei es jetzt Ariel oder Aladdin oder so. Und ich habe dann später auch vor einigen Jahren Leute kennengelernt, die gesagt haben, ja, ich liebe diese Filme, aber Musical?
Nee, damit kann es nicht jagen. Und ich dachte mir so, okay, wie kann das sein? Fand ich dann auch tatsächlich sehr, sehr spannend. Ich bin immer davon völlig naiv ausgegangen, dass du automatisch dann so ein bisschen prädestiniert dafür bist, das auch zu mögen. Aber bei mir war das durchaus eben so. Und ich weiß gar nicht mehr, wie.
Aber durch, ich glaube, das Fernsehen, bin ich dann auf den Trichter gekommen oder beziehungsweise habe das mitbekommen, dass es das auch in echt gibt. Auf einer Bühne, live. Dass Leute eine Geschichte erzählen durch Gesang, durch Tanz, durch Live-Musik. Und war da eigentlich total fasziniert, weil ich dann gemerkt habe, oh, das ist ein Disney-Film in echt sozusagen. sagen.
Ich konnte es irgendwie gar nicht so richtig greifen und das waren halt gerade die Musicals, die damals in den 90ern in waren, sei es jetzt Starlight Express, Cats, Phantom of the Over, diese ganzen Andrew Lloyd Webber-Geschichten, die heutzutage natürlich schon noch ein bisschen, Anders wirken, weil Musical hat sich natürlich auch weiterentwickelt, aber tatsächlich habe ich da auch mein erstes Musical dann 1997 gesehen, das war Cats in Hamburg.
Und das hat bei mir schon was ausgelöst, weil ich das wirklich ganz, ganz toll fand. Ich finde Live-Theater generell, auch wenn es nicht Musical ist, wirkt einfach nochmal ganz, ganz anders, weil du bist in einem Moment, du erlebst Dinge, wo du weißt, das ist für diesen Moment geschaffen. Und da steckt so viel an Aufwand und Kunst einfach dahinter.
Und das sind nicht nur eben die Darstellenden auf der Bühne, sondern eben auch alles, was Backstage passiert. Und auch das Orchester. Es ist eigentlich ein Gesamtkunstwerk. Und das fand ich damals als Kind schon unglaublich faszinierend. Und damit ging es dann los. Dann habe ich dann ein paar Monate später bei mir in Stuttgart, die Schöne und das Biest, damals noch in der Broadway-Version von Disney gesehen.
Und ja, dann wollte ich halt immer mehr Stücke sehen. Ich habe mich einfach total dafür interessiert und war dann auch in New York, in London mittlerweile sehr häufig, hat sich auch irgendwie so entwickelt, auch meinem besten Kumpel zu danken, weil wir auch immer sagen, hey komm, lass uns treffen, wir sind doch nicht in London, dann machen wir es doch.
Es gibt ja so richtige Musical-Touristen, ich habe da auch ein paar Leute in meiner Timeline, die auch sagen, oh, jetzt geht es wieder nach London und ich frage mich so, oh, was die Person da wohl erlebt und dann siehst du so die nächste Story, ich habe versucht, fünf Musicals in zwei Tagen unterzubringen.
Da siehst du so, wie das so, die fliegen dann nur zwei Tage hin, ziehen sich in die zwei, drei Musicals rein und dann vier, fünf Musicals und fliegen dann wieder nach Hause. Und das ist auch schon sportlich. Ja, also ab und zu mache ich das auch. Die letzten Shows oder die letzten Trips, die ich gemacht habe nach London, habe ich auch immer einige Shows gesehen gehabt.
Also mindestens drei, wenn nicht sogar vier oder fünf waren da schon mal dabei. Weil du hast da einfach so eine große Varianz. Und das ist einfach super faszinierend, was da wirklich auf die Beine gestellt wird. Und du hast auch eine sehr große... Unterschiedlichkeit auch. Also das für jede Zielgruppe was dabei.
Jedes Genre wird abgedeckt irgendwie so gefühlt. Also auch im Schauspielbereich. Also wenn man sich jetzt anguckt, ich habe jetzt auch geguckt, ich bin tatsächlich nächste Woche wieder dort und ich habe bis lang nur eine Show gebucht und da habe ich auch gedacht, okay, guckst du dir vielleicht noch was anderes an?
Und ich habe zum Beispiel auch gesehen, dass da wohl ein ziemlich gutes Stück gut, gutes Stück von Paranormal Activity gerade läuft. Das habe ich auch gesehen. Vielleicht für die Horrorfans. Es gibt ja Evil Dead, das Musical, da habe ich noch nichts zu gesehen, das läuft irgendwo in Deutschland. Ich kriege dafür immer Instagram-Werbung, ich weiß gar nicht, ob das legal und offiziell ist, was da passiert, aber dieses Paranormal Activity-Ding, das habe ich auch auf TikTok gesehen letzte Woche.
Das soll richtig gut sein. Ja, habe ich auch gehört und es ist anscheinend der, Illusionist von den Special Effects, der ebenfalls für Stranger Things First Shadow, für das Schauspielstück von Stranger Things zuständig gewesen ist und das finde ich wirklich unglaublich gut gemacht und dachte ich mir so, vielleicht guckst du dir das an, da gibt es nicht noch ein paar Plätze.
Ja, aber genau das meine ich. Also man findet immer eine Show, die einem gefällt und die einen persönlich irgendwie anspricht. Und ich finde gerade in den letzten Jahren und auch dieses Jahr war unglaublich viel Tolles in London zu sehen. Und was man halt eben auch hat, man hat gerade sehr viele Wechsel.
Also es gibt Shows, die sind nicht mehr darauf unbedingt angelehnt, dass sie 20 Jahre laufen, sondern teilweise nur eine Saison. Und wenn man sich zum Beispiel dieses Jahr The Great Gatsby angeguckt hat. Das war nur ein halbes Jahr zu sehen. Evita mit Rachel Zegler genau das gleiche. Das heißt, man muss dann häufiger hin, weil die Shows wechseln dann eben häufiger und es gibt gerade einfach unglaublich viel, was mich persönlich interessiert und was ich unbedingt ansehen möchte.
Deswegen hat sich das so ein bisschen eingebürgert und ich war auch ganz stolz, dass ich dieses Jahr es endlich auch in Tokio in einem Musical geschafft habe. Das war auch eine. Wirklich krasse Experience. Das war ganz anders. Ich wollte gerade sagen, du warst bestimmt im Totoro-Musical, aber ist ja unlogisch, weil das läuft ja in London. Was hast du dir denn in Tokio angeguckt?
Die Schöne und das Biest tatsächlich, weil ich dachte, ach, Disney-Musical, gerade auch mit der Verständlichkeit oder so, ist es vielleicht ganz gut. Ich habe die Schöne und das Biest auch schon gesehen in der Original-Version und das wollte ich auch einfach nur vergleichen und das war auch eine Version, die gerade aktuell nur dort läuft bis, ich glaube, noch Ende März.
Und das war wirklich kulturmäßig was komplett anderes, aber ich wollte schon seit Jahren machen und ich war sehr, sehr glücklich, dass ich das dann auch jetzt umgesetzt habe. Deswegen, mich interessiert einfach diese Kunstform. Und ich finde, da steckt viel, viel mehr drin, als viele Leute sehen, weil sie, glaube ich, immer noch sehr viele Klischees im Kopf haben und mich das aber komplett anspricht. Ich finde das klasse.
Würdest du sagen, dass die Kunstform Musical in Deutschland eine andere, negativere Akzeptanz hat, als zum Beispiel in den USA oder in Großbritannien zum Beispiel, wo ja schon irgendwie, also ich hab das halt so, wenn du durch London gehst, du bist halt im Western unterwegs und da kannst du das ja gar nicht übersehen.
Also in jedem zweiten Haus ist ja wieder ein Theater, Musical, irgendwelche Bühnenvorstellungen und in Deutschland hast du ja so ein bisschen dieses, ja, da in Hamburg, da drüben, fahr über die Elbe, kannst König der Löwen gucken seit 5 Millionen Jahren. Ab und zu läuft da dann noch, was lief da, Pretty Woman oder Tarzan.
Nee, Tarzan ist ja hier in der Innenstadt. Eiskönigin. Ja, sowas, ne. Und dann bei euch Richtung Stuttgart gibt's auch noch ein paar und in Köln irgendwie kannst du Mona Rouge gucken. Oder Starlight Express wollen wir natürlich nicht unterschlagen. Ja, an der Stelle. Bochum? Ist das in Bochum immer noch? Bochum, genau, immer noch.
Ja, aber das hat so gefühlt, wirkt es teilweise als Außenstehender, der ich ja jetzt noch vor ein paar Monaten war, immer so ein bisschen angestaubt. Das sind genau die Titel irgendwie, die mich so gar nicht interessieren. Jetzt, du weißt, ich mag auch Disney-Filme, aber ich bin jetzt kein... Kein Disney-Konnoisseur, nenne ich es mal so. Also ich habe das auch alles gesehen, mag es auch alles, aber ich muss jetzt nicht König der Löwen als Musik gesehen, weil mich das thematisch einfach nicht mal anspricht.
Ich hätte gerne so die etwas, die Sachen, die, das klingt jetzt auch wieder blöd, aber du kannst es glaube ich einschätzen nicht sagen, die nicht unbedingt auf, ich weiß, sie sind nicht auf Kinder ausgelegt, aber sie fühlen sich so an, als wären sie auf Kinder ausgelegt, sowas wie Tarzan, König der Löwen, diese Disney-Geschichten zum Beispiel.
So, wenn ich so sehe, was ich dann aber in London im Angebot habe und was das so für speziellere Sachen sind, thematisch abwechslungsreichere Sachen sind, da denke ich so, okay, hier könnte selbst ich, also ich habe mich durchs Programm durchgewühlt, du hast mir ja auch die ganzen Apps und so gezeigt und da habe ich so viele Sachen gebookmarked, wo ich dachte, okay, das finde ich zumindest schon mal interessant.
Ja. Und das habe ich hier so gefühlt gar nicht. Und dann habe ich immer das Gefühl, dass das hier so, ja, Musicals in Deutschland, das ist für Frauen zwischen 20 und 40, wir können dann mal zusammen einen schönen Abend verbringen, so, aber das ist ja nichts für kultivierte Leute. So, das ist das so. Und wenn du dann aber siehst, wie es am Broadway ist, im Westend oder sonst wo, da ist das wirklich, da ist es normal, dass Leute einfach sagen, die wie, die.
Jetzt überschlage ich mich schon fast vor Worten. So als ob du ganz normal in ein Konzert gehst, gehst du da halt in ein Musical oder in ein Theater. Und das ist was völlig Normales. Das kann sich auch jeder leisten. Das ist vielleicht auch noch ein Thema, auf das wir später zu sprechen kommen können.
Und da wird das anders angesehen. Ich saß dann da im Publikum und dachte so, okay, ein interessantes Spektrum an Leuten, was hier sitzt. Das ist überhaupt nicht das, was ich erwartet hätte. Und ich glaube, das liegt einfach ein bisschen daran, und da kannst du jetzt gerne was zu sagen, dass die Akzeptanz unterschiedlich ist. Ich glaube, das wird hier als niedere, so würde es klingt, als niedere Kunstform angesehen in Deutschland.
Durchaus, wobei man sagen muss, ich meine Leute, die Musicals mögen, die gibt es überall. Die gibt es auch in den USA, die gibt es auch, also es gibt immer Leute, die die Kunstform nicht mögen. Sie ist einfach, glaube ich, auch kulturell, aber in den einzelnen Regionen einfach unterschiedlich angekommen, was auch in der Historie der Kunstform liegt, wie sich eben die Kunstform dort etabliert hat oder so.
Bei uns gab es ja auch einige Brüche, auch einige Probleme. Dann kommt es darauf an, wie hat sich das entwickelt, durch welche Stücke ist das gekommen. Und dann ist sehr, sehr viel, also es ist ein komplexes Thema. Eigentlich könntest du darüber bestimmt locker ein Essay von 40 Seiten schreiben. Und ich glaube, du warst immer noch nicht durch, warum das denn tatsächlich so ist. Und ich glaube, das hat halt einfach unglaublich viele Faktoren.
Sei es jetzt, woher Musical hier in Deutschland kommt. Wir kommen halt eben aus, es war in den 80ern über Theater an der Wien, die Vereinigten Bühnen Wien heute über Hamburg vor allem so als der Hotspot und immer noch Hotspot der Musicals, die aber sehr viel im Mainstream-Bereich einfach arbeiten tatsächlich.
Also wir haben ja noch ein Stadttheater, wo dann eben auch über den Mainstream hinaus viele Stücke gezeigt werden, die zum Beispiel auf Bühnen von früher Stella, jetzt Stage Entertainment und auch Konkurrenz jetzt nicht wirklich zu sehen sein können, weil sie halt einfach dem Musical-Publikum in Deutschland nicht entsprechen.
Und man hat sich das Publikum so ein bisschen, ich muss ganz ehrlich sagen, man hat sich das herangezüchtet. Und das umzuzüchten. So ähnlich wie zum Beispiel, wenn man das in London hat, ist verdammt schwierig. Und dazu gehört das, glaube ich, auch an einiges an Geduld, an Mindset-Änderungen der Leute, die halt eben über all die Jahre hinweg halt eben auch dieses Klischee im Kopf haben.
Ich meine, man muss sich nur angucken, wo man Musical in den vergangenen 20, 30 Jahren promotet hat. Das ist bei Florian Silbereisen, weil da eben die Zielgruppe hockt. Die haben das Geld. Ich habe das erste Mal Musicals gesehen. Wir sind ja ungefähr dieselbe. Altersgruppe. Wetten, das war damals immer das Ding.
Als dann immer quasi diese Segmente, diese sieben bis zehn Minuten Segmente, da gibt es ja lustigerweise auch diesen Ausschnitt, glaube ich, das war eine Woche vor Deutschlandstart von Wicked, glaube ich, oder eine Woche nach. Das war noch sehr, auch eine sehr, ich sag mal, ich will jetzt nicht sagen, dass es eine schwache Performance war, aber sie wirkt ein bisschen rudimentär.
Natürlich auch, weil es natürlich nicht die Stage ist, die sie da tatsächlich dann hatten. Aber man merkt, das Ding ist noch in Übung, drücken wir es mal so aus. Und so war immer, das war immer der Nerv, wir sind ja, wie gesagt, wir reden ja hier ehrlich miteinander, das war für mich immer, Wetten, Das ist immer super, aber der Nerv-Part war für mich, und heute sind sie wieder da, Starlight Express, und das geht jetzt 47 Minuten, zeigen sie euch jetzt ein Best-of daraus, oder hier ist Cats, und so weiter, und ich dachte so, nein, warum haben sie nicht, keine Ahnung, Bryan Adams da, oder irgendwie sowas, warum kommt jetzt Cats, dachte ich.
Und das war so meine ersten, es war tatsächlich immer Wetten, Das, also das wurde immer für Promo genutzt, zumindest in den 90er Jahren, und Anfang, Mitte 2000er. Und ZDF Fernsehgarten nicht zu vergessen. Und das ist halt, guck dir mal das Umfeld an. Was sind da für Künstler eingeladen? Was hast du da für eine Zielgruppe? Was hast du da für ein Publikum?
Das sind dann letztendlich aber auch die Leute, die bereit dafür sind, dieses Geld in ein Musical-Ticket zu investieren. Und da sind wir halt auch beim weiteren Punkt. Musical ist hier schon, es hat schon ein gewisses Gatekeeping, wenn man sich mal anguckt, wie teuer die Musical-Tickets sind. Ich will nicht sagen, dass Musical-Tickets in Deutschland extrem teuer sind.
Schaut man West End, schaut man nach London, wenn ich jetzt für die nächsten Wochen Stranger Things ein Ticket haben möchte, zahle ich für Plätze weiter vorne teilweise 250 Pfund, weil die auch Dynamic Pricing haben. Aber du hast dort immerhin die Möglichkeit, dort auch deutlich günstiger Tickets zu bekommen.
Das ist so ein bisschen diese Herausforderung, du hast da Day Seats, du hast da Rush Tickets, du hast da Lotteries, du hast da regelmäßig über das Jahr verteilt Aktionen, haben wir zwar jetzt zu lange da auch. Aber ich habe das Gefühl, oftmals ist die Preisschwelle für niedrige Tickets dann doch oftmals ein bisschen geringer und ein bisschen niedriger, als es zum Beispiel in Deutschland der Fall ist.
Und dadurch tust du auch sehr viele junge Zielgruppen ein bisschen ausschließen. Ich meine, die Stage probiert es immer wieder mit Angeboten, zum Beispiel den Young Tickets etc. Die promoten sie aber nicht großartig. Die wissen schon auch, warum sie das eben natürlich nicht machen. Ganz klar, sie müssen natürlich auch gewiss gucken, wo eben der Gewinn bleibt.
Aber das ist halt eben diese ganze Krux an der Sache. Sehr viele junge Leute werden eben aus Musical automatisch ausgesperrt, weil sie halt eben nicht dieses Geld haben, sich das anzugucken. Während du im Westend dir durchaus mal für Day Seeds Wicked auch mal 30 Pfund nur zahlst für die erste Reihe. So, das gibt es hier nicht. Die erste Reihe ist hier zum Beispiel bei uns extra teuer. Es ist jetzt noch eine ganz neue Kategorie eingeführt.
Also es ist, ich glaube, ich könnte da über diese Thematik sehr, sehr intensiv noch drüber reden. Und ich glaube, da könnte man eine ganz eigene Podcast-Episode draus machen. Aber ich gebe dir recht, es ist tatsächlich so und es ist aber historisch bedingt und auch so ein bisschen rangezüchtet. Leider.
Es ist, ich kann mich noch daran erinnern, wir haben im Musikunterricht, ich glaube, das war eine sechste Klasse, da haben wir Moonlight heißt das Stück im Original, das berühmte aus Cats. Memory. Ja, wie komme ich so auf Moonlight? Weil sie Moonlight singt. Ja, stimmt. Das ist Teil der Lyrics, also so weit weg warst du gar nicht.
Und das war das erste Musical-Stück, das ich gehört habe, das mir tatsächlich gefallen hat, wo ich dachte so, mein Problem ist ja generell bei solchen Themen, ob jetzt Musical-Filme oder Musicals selbst, wenn Handlung gesungen wird. Das war immer so meine Hürde. Ich dachte so, irgendwie kann sich das in meinem Gehirn nicht miteinander vereinbaren.
Das funktioniert für mich irgendwie nicht. Hat sich jetzt durch meine Erfahrung ein bisschen geändert, aber das war immer so die Hürde, über die ich nicht springen wollte sozusagen und ich weiß gar nicht, jetzt in Deutschland war ich jetzt noch gar nicht im Musical, ich hab auch da immer noch, ich finde ich das so, es ist halt übersetzt, das ist ja schon mal auch nochmal ein Thema, was natürlich vielleicht.
Ich weiß nicht, ob es förderlich oder weniger förderlich ist für die Musical-Akzeptanz in Deutschland, das ist ja so ein bisschen wie wir Kinogänger immer über OV und Synchronfassung diskutieren. Ich habe halt, ich kenne halt die Wicked Songs auch auf Deutsch und textlich, ich weiß, die geben sich alle Mühe dabei, aber irgendwie ist es für mich immer nicht rund.
Es ist immer nicht so, man will es ja dann auch nicht wortwörtlich übersetzen, manchmal sind es aber auch teilweise echt seltsame Wortkonstruktionen, die dabei rauskommen, wo sie sagen, ja es muss irgendwie noch in die Silbe passen, damit man es auch singen kann in diesem Abschnitt und so weiter und so fort und dann kommen da manchmal weirde Texte dabei raus.
Zumindest jetzt mein Novizen-Eindruck. Und es wirkt irgendwie cringy auf Deutsch. Ich weiß es nicht. Also ich denke mir so, ich habe, wie gesagt, ich habe Wicked auf Deutsch mal gehört. Ich habe, ah, was war denn das noch? Ähm. War es nicht sogar die Eiskönigin? Da habe ich, glaube ich, auch mal reingehört.
Und irgendwie ist da bei mir schon wieder eine neue Hürde, die ich nicht weiß, ob ich sie überspringen kann. Da bist du nicht alleine. Also das höre ich sehr, sehr oft. Und ich finde, es kommt immer ganz darauf an, wie die Übersetzung ist. Tatsächlich, ich kenne durchaus einige Musicals, wo ich gerade dachte, das wird ein unmögliches Ding. Und die Übersetzung hat unfassbar gut funktioniert.
Ich weiß, dass es ein paar Leute gibt, die dem nicht zustimmen würden. Aber ich glaube, die eingefleischten Fans würden mir definitiv zustimmen, dass gerade bei einem so krassen Lyric-Musical wie Hamilton, das Unmögliche damals in Deutschland, damals, das klingt so, als ob es vor zehn Jahren war, das war ein paar Jahre her, aber es fühlt sich schon so Ewigkeiten an, da haben sie wirklich das Unmögliche geschafft.
Und ich habe damals auch sogar einem der Übersetzer geschrieben. Ich musste dem einfach schreiben, ich habe gesagt, Leute, ihr habt da echt was geschafft, was ich nicht für möglich gehalten hätte. Und ich finde, es kommt immer ganz darauf an, wie es halt übersetzt wird. Es gibt Stücke, da passt es auch nicht wirklich zusammen. Wicked gab es, ich habe damals im Prozess sogar live mitbekommen auf der Bühne.
Ich war bei der Generaldrobe in Stuttgart dabei, wo sie es erst einmal auf Deutsch gebracht haben. Dann ein paar Previews später, dann noch die Medienpremiere, dann die Deutschlandpremiere. Da hat sich echt einiges an Lyrics und Texten geändert, was ich echt, also da waren in der ursprünglichen Version noch krassere Übersetzungen drin, wo ich mir dachte, Ernsthaft? Ihr wollt wirklich mit dieser Line reingehen in diese Show?
Es klingt aber so, als würden Holländer deutsche Texte schreiben. So klingt es immer. Ist es gar nicht. Und das sind tatsächlich echt auch gute, zum Beispiel einer der Größeren ist Michael Kunze. Michael Kunze ist im Schlagebereich, ich glaube er hat sogar die Texte zu griechischer Wein geschrieben. Also da sind echt richtig gute Leute dabei oder auch zum Beispiel in den Dialogen oftmals eine Ruth Deni, die auch für sehr viele Filme auch schon die Übersetzungen gemacht hat, unter anderem Findet Nemo oder so.
Da sind absolut keine Leute am Werk, die ihr Werk nicht verstehen. Und trotzdem holpert es halt oft genug. Das liegt zum Teil eben an der deutschen Sprache. Manchmal klingt die eben nicht ganz so bedeutungsvoll wie die englische. Allein schon wir sind mehr durch die ganze Popmusik oder so auch an englische Songs mehr gewöhnt als jetzt natürlich an deutsche, finde ich, durchaus.
Also wir mussten natürlich auch ein gewisses Fable, finde ich, für deutsche Texte haben. Ich muss aber sagen, ich bin zum Beispiel überhaupt kein Fan von deutscher Musik. Ich höre privat gar keine deutsche Musik, überhaupt nicht. Das war noch nie meins. Aber lustigerweise klappt es beim Musical immer total gut.
Natürlich gibt es da Momente, wo ich auch denke, ah, da holpots, das kannst du auch nicht so gut singen, weil der Float einfach nicht so gut wie im Original. Es ist manchmal eben so. Aber ich kann mich einfach damit anfreunden. Und ich glaube, es liegt aber auch daran, dass... Die Produktionen fast eins zu eins eben auch so sind, wie du sie sehen könntest in New York oder in London.
Und die Besetzungen sind richtig gut. Ganz oft haben wir wirklich tolle Leute auf der Bühne stehen. Ich bin zum Beispiel super dankbar, dass ich sehr oft schon zum Beispiel Willemann Verkalk gesehen habe als Elphaba, die weltweit als einer der absolut besten Elphabas überhaupt gilt. Und sie halt wirklich in dieser Rolle in Stuttgart mehrfach gesehen zu haben, aber auch in anderen Rollen später, das kann locker mit West End mitkommen.
Ist auch die Eiskönigin, ne? Ganz genau. Und auch unsere ursprüngliche Original-Elphaba sozusagen hier in Deutschland. Aber das war ja sehr oft so, dass Elsa und Elphaba oftmals sich ja, also ich sag immer und ich sag's auch gerne wieder, Frozen is Disney's Wicked. Sie wollten sowas wie Wicked haben und es gibt so massive Parallelen und deswegen ist es natürlich auch nicht verwunderlich, allein schon auch eben von der Stimmlage etc., dass sehr viele Darstellerinnen von Elferbach auch Erza gespielt haben und umgekehrt, ja.
Das war ja so ein Stück weit mein innerer Initiator, als ich einspringen musste. Meine Frau war ja mit einer Freundin verabredet für Disney ein Konzert und die Freundin wurde dann krank. Und ich bin ja ein netter Mensch. Ich bin dann mitgegangen. Wieder will ich, war es jetzt nicht, aber es war jetzt nicht großartig begeistert.
Und da hat sie nämlich, glaube ich, Elsa performt, glaube ich. Und da dachte ich so, ist eigentlich gar nicht so schlecht, dachte ich so. Wenn das so wirklich gute Leute machen, dann könnte mir das vielleicht gefallen. Und was ich da auch erstaunlich fand, das muss man vielleicht auch dazu wissen, das ist wirklich, glaube ich, eine Sache für diejenigen jetzt, die uns zuhören und sich auch, so wie ich vorher, gar nicht damit auskannten.
Wenn wir jetzt zum Beispiel über Besetzungen sprechen von einem Musical und ihr kauft euch ein Ticket dafür, heißt das nicht automatisch, das musste ich auch lernen, dass diese Leute, mit denen groß geworben wird, dass die da auch tatsächlich singen. Weil das ist ja dann so genannt, ich weiß jetzt nicht mehr, wie der Englischbegriff dafür war, Aber es gibt sogenannte Understudies, das ist der richtige Begriff.
Das sind quasi Leute, die ... Es gibt quasi einen Maincast. Es gibt Leute, die die erste Alternativbesetzung sind sozusagen. Und dann gibt es, glaube ich, Leute, korrigier mich gleich sofort, Leute, die theoretisch alle Rollen spielen können. Ich nenne es mal in Anführungszeichen als Drittbesetzung sozusagen.
Die meistens dann Leute sind, die gerade ... Noch in ihrer Ausbildung sind, so ein bisschen, ne? Nee, das nicht ganz tatsächlich. Also das sind... Also genau, es gibt in Deutschland die Erstbesetzung, das ist eigentlich First Cast im englischen Bereich. Dann haben wir die alternierende Besetzung, das ist tatsächlich der Standby, beziehungsweise Alternate, bei uns auch manchmal Walk-In-Cover, je nachdem, was, wie die Produktion das auch so handelt und handhabt.
Und die spielen dann beispielsweise weniger Shows, aber spielen dann zum Beispiel an den Wochenenden. Die wechseln sich dann ab mit der Erstbesetzung. Und dann gibt das sozusagen nochmal die Zweitbesetzung. Das sind oftmals Leute, die auch im Ensemble sind, in normalen Shows. Aber wenn zum Beispiel die Erstbesetzung Urlaub hat, die Zweitbesetzung dann vielleicht auch nicht da ist.
Und man hat ja auch vertraglich festgelegte Anzahl an Shows, die man macht. Zumindest in Deutschland, in London und vor allem auch in New York. Das ist nochmal ein komplett anderes Ding. Aber da hat man halt diese unterschiedlichen Besetzungen, die man dann auch sieht. Und genau das ist es halt. Man muss sich halt informieren.
Oder manchmal kriegt man es auch nicht raus. Man kann nur hoffen, dass dann manchmal die Person spielt, die man dann zum Beispiel auf der Bühne sehen möchte, wie zum Beispiel die Erstbesetzung oder so. Aber es ist einfach nicht garantiert, weil du weißt nicht, hat die Person Urlaub, ist sie vielleicht krank?
Gibt es noch ein anderes Engagement, wofür die andere Person woanders jetzt hin muss und deswegen halt zum Beispiel die alternierende oder die Zweitbesetzung dann eben zu sehen sind. Aber das sind alles Leute, die eine komplette Ausbildung haben, die teilweise auch schon jahrelang dabei sind. Also Zweit beziehungsweise Drittbesetzung haben wir normalerweise eher nicht.
Das ist bei uns immer die Zweitbesetzung, auch wenn es oftmals mehrere davon gibt. Aber das sind nicht unbedingt immer Leute, die dann frisch aus der Ausbildung oder aus dem Studium oder sozusagen raus sind, sondern das können auch Leute sein, die da auch schon 10, 20 Jahre in dem Bereich arbeiten. Wir hatten jetzt bei.
Wir sind ja im Herbst in London gewesen für Wicked, für das Musical, aber dachten, wir nehmen dann noch was mit, da habe ich dich auch nochmal konsultiert und du hast uns nochmal beraten und wir haben uns ja dann für Hadestown entschieden. Und das ist halt super interessant, weil das eine war Mittwoch, glaube ich, unter der Woche abends und Wicked war unter der Woche abends am Donnerstag, einen Tag später.
Und bei Wicked hatten wir, glaube ich, eine Person von einer A-Besetzung, glaube ich, dabei und bei Hades Town war es komplett die A-Besetzung. Da war nicht eine Rolle, die nicht in dem wie hast du es genannt, First... First Cast. Ja, First Cast war. Das war sehr interessant. Also bei Wicked quasi war niemand, ich glaube bei Fierro, bei der Rolle von Fierro war es glaube ich sogar, ich weiß gar nicht, ob der überhaupt hier im Programmheft schon erwähnt wurde, also das war, das war auch der Einzige, der mir nicht gefallen hat, der wirkte ein bisschen, schade, weiß ich nicht, der sah auch aus wie so ein Fuckboy, der hat auch so eine Edgar-Frisur und sowas, also der hat uns gar nicht gefallen hat auch meine Frau gesagt, also das war das war irgendwie nicht so,
da haben wir so gesagt ob sie den jetzt für seine Stimme hier besetzt haben, I doubt it, aber schade, ja, aber, um auf den Punkt zu kommen, trotzdem. Trotzdem hat mich all das, was quasi die Zweitbesetzung von Elferbar und von Glinda dort, was die abgeliefert haben, hat mich trotzdem durch die Bank zu Tränen gerührt.
Und das zeigt ja auch, dass es, klar, wenn man Erwartungen hat, ich will die und die Person sehen, so wie du jetzt zum Beispiel auch, du kennst diese Leute ja auch alle. Für mich sind das alles, ich beschäftige mich jetzt erst mit diesem Thema. Ich habe natürlich ein paar Namen auch schon mal gehört, aber in der Regel kenne ich die Leute nicht, die da auf der Bühne stehen und deswegen hat man dann vielleicht auch nicht so eine Erwartung.
Aber wie gesagt, das ist schon ein wichtiger Punkt, dass man sich da vorher so ein bisschen informiert. Das kann man ja auch online meistens nachlesen, glaube ich. Manchmal aber auch tatsächlich erst am Tag der Aufführung. Das wird dann so angezeigt auf so einem Monitor. Wer ist heute die Besetzung? Genau. In Deutschland hast du noch einen Besetzungszettel, den du mit DIN A4 noch mitnehmen kannst.
In London fotografierst du es einfach ab und merkst, wie du da zum Beispiel gesehen hast. Genau. Ja. Was sind denn deine Lieblingsmusicals? Also wenn du jetzt sagst, jetzt mal ortsunabhängig, sonst geht es glaube ich zu sehr ins Detail, wenn wir jetzt jede Stadt, in der Musicals aufgeführt werden, durchgehen, die wechseln natürlich ihre Städte auch, manche Sachen hast, wie du ja schon gesagt hast, sind Evergreens, die laufen jahrzehntelang geführt, manche auch nur saisonal bedingt.
Vielleicht, wir können es ja auf Deutschland und aufs Ausland so ein bisschen abgrenzen. Wenn du sagst, zwei Musicals, die du in Deutschland auf jeden Fall empfehlen würdest, also die auch deine Lieblinge sind, die müssen nicht einsteigerfreundlich sein, und zwei vielleicht oder zwei, drei aus dem Ausland und kurz warum vielleicht.
Also ich fasse es nochmal zusammen, nenn mir einfach deine Lieblingstie-Musicals. Okay, ja das ist einfacher, das ist einfacher. Und wir sagen dann, wo sie laufen vielleicht. Ich liebe Hamilton, Hamilton läuft aktuell immer noch in London und in New York, leider nicht mehr in Hamburg, auch wenn die Produktion wirklich unglaublich gut gewesen ist.
Die Leute, die es gesehen haben, ich glaube, die wissen, wovon ich rede. Die Leute, die es nicht gesehen haben, es tut mir schrecklich leid, dass ihr das verpasst habt, weil das war wirklich schon ein echt tolles Happening. Das ist für mich einfach eins der, gerade auch, weil es so aktuell und zeitgemäß ist, der besten Stücke, die derzeit laufen, schon seit Jahren.
Und das war so Liebe auf den ersten Ton. Ich fand die Sachen zuvor schon von Lin-Manuel Miranda, also In the Heights, schon großartig, sein Erstlingswerk. Und Hamilton ist aber einfach auch nochmal in puncto Kunst vor Qualität, auch nochmal einen Riesensprung nach oben, obwohl Interheiz schon toll war, aber Hamilton ist einfach so ein absolutes Gesamtkunstwerk, was dir einfach zeigt, du brauchst nicht viel auf der Bühne, sondern einfach nur gute Charaktere, eine gut geschriebene Story, auch wenn das Historie ist, aber es ist ja eben durchaus auch, natürlich gibt es auch ein Buch dafür und das ist glaube ich auch nicht immer zu 100% alles so akkurat, auch wenn es die meiste Zeit eben darüber ist,
aber es ist halt einfach dieser Einsatz auch von modernen Genres wie R'n'B, Hip-Hop, Pop, Da ist so viel dabei und das ist einfach so ein gutes Stück und das könnte ich mir immer und immer wieder ansehen. Also vielleicht irgendwann mal in London, vielleicht nächstes Jahr mal wieder, hätte ich schon Lust.
Ich habe es dieses Jahr noch mal gesehen, es ist jedes Mal wirklich ganz, ganz toll und ja. Wo lief das hier in Hamburg? Im Operettenhaus tatsächlich. Ah, okay. Ja. Ich glaube, man kann für diejenigen, die angefixt sind, ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber es war doch mal auf Netflix, oder? Ja. Auf Disney Plus immer noch oder Disney Plus so. Genau, der, Original, also sozusagen Pro-Shot-Mitschnitt von der originalen Broadway-Cast, also auch mit Lin, Manuel, Miranda als Hamilton und das ist wirklich auch ganz, ganz toll, auch wenn es natürlich nicht logischerweise annähernd ist.
Klar, aber zum Reinschnuppern. Ganz genau. Und es ist ja eher, das wie ich auch feststellen musste, wenn man dann so denkt, ja, ich will mal, ich muss mal irgendwie mir ein paar Inspirationen suchen, ich gucke mal auf YouTube, ob ich was finde, wie das so ist. Es ist halt, Film ist halt verboten. Genau.
Und deswegen gibt es in der Regel, und die Leute halten sich auch dran, was ich schon mal toll finde, um anderen ja auch irgendwie letztendlich, ich weiß gar nicht, du kannst mir gleich sagen, warum das so ist. Also wenn man jetzt romantisch ist, würde man sagen, um anderen den Spaß nicht zu verderben.
Aber ich kann mir vorstellen, es liegt eher daran, dass dann Leute denken würden, wenn ich mir das jetzt hier angucken kann auf YouTube, dann gehe ich nicht ins Musical. Ist das der Hintergrund? Das war, oder das ist zum Teil noch der Hintergrund. Das war aber früher ein sehr verbreiteter Grund, warum man das nicht gemacht hat. Mittlerweile werden sehr viele Mitschnitte auch veröffentlicht.
Man kann zum Beispiel The Waitress, Heathers, genau, Hamilton. Es kommt From Away zum Beispiel, gibt es auf Apple TV+. Da gibt es mittlerweile sehr, sehr viele Mitschnitte, professionell gefilmt, offiziell auch veröffentlicht, die man sich angucken kann. Oftmals ist es aber eigentlich eher, es stört halt einfach unglaublich.
Und ich finde, das Problem hat tatsächlich in den letzten Jahren massiv zugenommen. Ich merke das auch immer mehr in den Shows, in denen ich bin, dass die Leute einfach mittendrin ihr iPhone auspacken und sitzen dann da und filmen das so. Du sitzt eine Reihe weiter hinten, du sitzt den erleuchteten Screen.
Es ist dieselbe Situation wie im Kino auch. Da hast du auch keinen Bock auf die Leute, die dann ständig die Leinwand fotografieren, wo ich mir denke, pack doch einfach mal dein iPhone weg. Für mich als Zuschauer ist das schon echt nervig. Und es gab ein paar Shows dieses Jahr, wo ich wirklich, wirklich...
Also dabei musste ich mich wirklich zurückhalten. Es gab eine Situation, da habe ich durchaus meiner Nebensitzerin mal was gesagt. Und dann habe ich gesagt, du, es wäre geil, wenn du dein Handy wegpackst. Das ist super nervig für mich. Das ist aber auch super nervig. Und dann kommen wir zum nächsten Punkt für die Leute auf der Bühne. Die sehen das, die sehen die Reflexion, die kommen zum Teil raus.
Es bricht so ein bisschen auch die Illusion. Und ganz ehrlich, sei doch im Moment, dafür ist es da. Guck es dir an und es gibt so viele CDs, so viele andere Mitschnitte, dann schau dir das an. Aber genieß doch einfach mal diesen Moment im Theater, wo Leute einfach nur was für dich aufführen und bleib einfach in diesem Moment und versuch nicht dein Umfeld zu stören.
Und gerade auch was Theateretikette angeht, das ist schon echt ein krasses Ding. Also ich habe bei Eiskönigin dieses Jahr zum Beispiel einen Moment gehabt, wo einfach ihre Tupperwarebox dann aufgemacht hat und frische Erdbeeren gegessen hat. Ja, geil, ich mag auch Erdbeeren, aber ich bin dann nicht im Theater und dann Schuhe ausgezogen und immerhin mit den Socken.
Dankeschön. Mit den Socken quasi auf den Sitz. Und das war aber auch die Dame, der ich auch sagen musste, hey, pack mal bitte dein Handy weg. Das war schon schwierig und ich hoffe, dass es nicht noch schlimmer wird, weil das ist schon ein Problem und das sieht man auch auf TikTok tatsächlich, wie viele illegale Aufnahmen und Mitschnitte mittlerweile da und Snippets rumwandern.
Das ist schon nicht mehr feierlich und das stört. Viele Produzenten lassen das aber mittlerweile zu, weil es für die auch gutes Marketing ist. Also ich kann mich erinnern, zum Beispiel, es gibt die Musical-Version von Der Tod steht die gut. In New York soll, wenn man Gerüchten glauben kann, Ende nächsten Jahres 2026 auch nach London kommen.
Und da habe ich gemerkt, dass da die Produzenten, die fand das toll, die fand das gut. Da gingen so viele Clips rum. Die haben das Potenzial halt gesehen und haben gesagt, hey, ja klar, das geht auf TikTok total ab. Da waren bestimmte Szenen, die gingen richtig viral. Und dadurch kannst du halt auch Tickets verkaufen. Und deswegen spielt auch That Becomes Her immer noch am Broadway, weil das über Social Media am Laufen gehalten wird.
Also deswegen, es gibt auch einige Produzenten, die sagen, ja, komm, so what? Ist für uns gute Promo. Zahlt auf Verkäufe ein. Ja, bin ich ehrlich, wenn ich vorher allein, na gut, ich hätte es wahrscheinlich auch vorher sehen können, hätte ich mich ein bisschen mehr bemüht. Aber wäre es mir leicht zugänglich gewesen, zum Beispiel das ...
Fantastische Bühnenbild von Wicked zum Beispiel vorher mal so zu sehen, bewegt und so weiter, dann wäre ich vielleicht früher schon auf die Idee gekommen, dass das was für mich sein könnte, weil das ist das, was mich tatsächlich am meisten überrascht hat, dass es nicht dieses statische Bühnenbild ist, sondern, ich kann jetzt nur für die zwei Musicals sprechen, die ich gesehen habe, aber, dass da immer was in Bewegung ist und bei Wicked ist halt, jeder Song hat ein komplett anderes Bühnenbild und das ist Wahnsinn, also es ist fast episch, wie toll das aussieht und wie professionell.
Man stellt sich dann so vor, ja, das sieht bestimmt aus wie Schultheater, da machen sie so ein paar, aus Krepppapier hängen sie so ein paar Sachen auf. Ne, das ist, das bewegt sich, das ist mechanisch, das sieht toll, das ist einfach fantastisch, wirklich. Bei Hades Town genauso natürlich ein bisschen minimalistischer, weil ja auch das Theater ein anderes ist.
Aber das sind schon Sachen, also das glaube ich schon tatsächlich, dass es, wenn das viral geht, dass da Leute von überzeugt werden könnten, das kann ich mir schon vorstellen. Wie gesagt, so Sachen wie Wicked, die haben das natürlich auch nicht notwendig, das sind, wie du schon sagst, Evergreens, die immer voll sind, gefühlt.
Aber es stimmt schon, der Gedanke ist nicht abwegig. Aber ich fand es generell interessant zu beobachten, weil ich auch nicht wusste, was mich erwartet. Wie verhalten sich die Leute dort? Wie sieht das aus? Und so ein paar Sachen. Ich habe die Augen vergeben, gibt es da Merchandise? Das wusste ich alles nicht.
Und es war schon interessant irgendwie. Es war entspannter, als ich dachte. Ich habe dann schon ein bisschen gedacht, oh, was zieht man da jetzt so an? Straßenklamotten ist ein bisschen dumm, aber wenn man sich so nicht dumm, ein bisschen vielleicht zu wenig, aber wenn man sich so einfach vernünftig anzieht, dann passt das schon. Das war schon mal richtig auf jeden Fall. Das waren wirklich.
Unterschiedlichste Bevölkerungsgruppen da. Gefühlt jede Nationalität, gefühlt jede Altersgruppe. Es waren Leute da, die waren alleine da. Es waren Leute da, die sind in Freundesgruppen da gewesen. Es waren Ehepaare da, Pärchen, whatever. Und die haben sich eigentlich. Benommen, alle, also in meinem Sitzumfeld, in unserem Sitzumfeld, ist mir nichts negativ aufgefallen.
Das fand ich gut, was mich überrascht hat. Und das ist so eine Sache, da muss ich mich selber zügeln, weil ich kannte natürlich, zumindest bei Wicked kannte ich ja die Songs vorher, auch durch den Film. Und wenn da jetzt so ein Song kommt, sowas wie, also dass die Leute denn da alle so bewegungslos sitzen, wenn da so eines der geilsten Musikstücke, die man je gehört hat, so abgefeuert wird, dass sich keiner bewegt.
Und ich die ganze Zeit so Beine gewackelt, so innerlich so ein bisschen so, dass natürlich keiner mitbekommen hat. So auf die Beine geklopft und mit dem Kopf die ganze Zeit immer mitgegangen. Und ich gucke so, hä, wieso bewegt hier niemand seinen Kopf? Das geht doch gar nicht gerade so. Und man will dann auch mitsingen. Ich habe ja zum Glück, weil wir ja wie gesagt, ja immer noch eine FFP2-Maske tragen bei so einer Veranstaltung.
Habe man das nicht gesehen, aber ich habe natürlich mitgesungen unter meiner Maske. Und ich dachte so, okay, die Leute, müssen die sich jetzt auch alle gerade zügeln oder macht man das einfach nicht? Also, dass jetzt keiner laut mitsingt, ist mir schon klar, aber dass die Leute so, Also ich habe die Energie nicht gespürt, die ich eigentlich erwartet hätte.
Ich glaube, die Energie ist einfach eine unterschiedliche, je nach Stück. Also ich merke da schon massive Unterschiede, finde ich. Also es gibt schon Unterschiede, wenn du dir mal, also auch Unterschiede innerhalb der einzelnen Vorstellungen eines Stücks auch. Es kommt immer natürlich darauf an. Du hast ja gesagt, es ist super breit.
Manche Theaterbesucher, also es kommen in Gruppen, da sind welche, die sind 20. Dann sind dann irgendwie ein Seniorenpärchen darin. Also das ist super bunt gemixt in London. Und dann kommt es halt immer auf das Stück an. Das ist ein Hype-Stück, was super gut ankommt. Was sind das für Songs? Sind da richtige Gassenhauer dabei, wo du einfach total abgehen kannst?
Und dann merkst du das auch ein bisschen. Aber ich sage es mal so, die Leute stehen nicht auf und tanzen. Das Beste, was ich jemals gehört habe über Mamma Mia, war, dass ein Kollege von meiner Mutter mal gesagt hat, ja, da müssen wir mal hin, da kann man aufstehen auf die Bühne, kindern und mittanzen und ich guck nur so weiter, was alles so das hat er nicht gesagt, das war niemals möglich.
Egal nicht, also jetzt gibt es halt eine Mamma Mia The Party noch, wo du hier noch Essen bekommst und dann hast du tatsächlich das, wahrscheinlich, weil eben solche Dinge passiert sind, also jetzt nicht auf die Bühne, aber die sind bestimmt aufgestanden und machen halt Party und zum Schluss hast du vielleicht noch Megamix, dann kannst du abgehen und dann bei Medley kannst du noch mitsingen und noch mittanzen einigermaßen.
Aber während der Show sitzt, du hast schon auch diese Etikette, du sitzt da wie im Kino und bist ruhig und klar, bei dem Zwischenapplaus kannst du natürlich abgehen, da kannst du Applaus, da kannst du rumjohlen oder sonst was, aber mitsingen, ich hatte jetzt zum Beispiel bei Evita dieses Jahr auch das Problem.
Man sagt ja immer so, fehlende Etikette, ach die Jugend von heute. Gerade in Evita Da saßen bei mir, ich war zweimal drin, zweimal hinter mir, Amerikaner. Beide Mitte, Mitte, Ende 50. Beide haben die ganze Zeit mitgebrummt. Und ich war echt an manchen Punkten so kurz davor, wo ich mir dachte, ja, ich weiß, dass du damals jung warst, als du Evita wahrscheinlich in New York gesehen hast und das ganz, ganz toll findest bis heute.
Aber bitte sing und brumm doch nicht mit bei allen Songs. Das war unglaublich nervtötend. Ich war echt kurz davor, was zu sagen. Dann ging es aber einigermaßen. dann konnte ich mich zumindest dank der geilen Performance halt auch ein bisschen auf andere Dinge konzentrieren und habe versucht, das auszublenden.
Aber ja, es ist halt einfach Teil der Theateretikette. Aber ich sage es auch, mir fällt das bei manchen Stücken richtig schwer. Also gerade bei Hamilton, wenn du halt wirklich sehr, sehr geile, beatlastige Songs hast und ich komme, also ich mag Hip-Hop auch privat total gerne. Es ist nicht einfach. Ich hätte am liebsten gerade da irgendwie eine Show, wo man einfach sagen kann, das ist einfach mal so eine Art Singalong-Show.
Ja, eine Stehvorstellung einfach, dass die Leute so gut sind. Oh Gott, was würde ich das gerade bei Hamilton feiern, weil das jedes Mal echt ein Kampf und ein Krampf für mich ist, still da zu sitzen. Ich kann aber auch nicht still da sitzen. Also irgendwie mach ich vielleicht mit meiner Hand auf dem Oberschenkel oder nicken. Das beruhigt mich. Mindestens mitnicken ist auf jeden Fall drin.
Und ja, während der Pandemie war es richtig geil, weil wenn du dann die FFP2-Maske aufhattest, konntest du auch ein bisschen lip-synken. Ohne, dass es irgendjemand gestört hat. Das war ein sehr großer Vorteil. Es war, bei Hedestown war es tatsächlich ein bisschen anders, da gab es auch so, das ist ja auch, sag ich mal, ein Musikier, was sich eher ein erwachsenes Publikum richtet, und da gab es auch so, wenn zum Beispiel irgendwie, ja, wie drücke ich es aus, wenn es so, ich nenne es mal sexy Momente, nee, das klingt jetzt falsch für die Leute, die es nicht kennen.
Sexy Momente? Nein! Wenn man einfach so, die haben auch eine gewisse Präsenz, die Darsteller und Darstellerinnen. Und wenn die denn so, zum Beispiel der, der den, ähm, Helfen wir mal ganz kurz. Der den Hades Orpheus Ja. Oder Orpheus. Nee, ich meine aber Hades, glaube ich. Wenn der dann so die Treppe runterkommt, ist so ein großer, kräftiger schwarzer Darsteller gewesen.
Aber der hat so eine sexy Attitude gehabt. Und wenn der so die Treppe runterkommt, und dann hat das Publikum auch so, aber so, dass das gewollt war. Also man hat doch gemerkt, dass teilweise auch die Besetzung das auch immer so ein bisschen gefordert hat von den Leuten, dass wir auch ein bisschen so mitmachen, nicht jetzt exzessiv so, aber dass da auch schon mal ein bisschen was kommentiert werden darf in Anführungszeichen in der Gruppe und so und das fand ich zum Beispiel ganz nice, aber jetzt ist mir doch eingefallen, da saß einer, ein Junge, ich würde sagen, der war so 15, 16 und der wurde auf jeden Fall von seiner Mutter und seiner Schwester damit reinbekommen.
Genommen. Und er wollte nicht. Definitiv nicht. Vielleicht ist da auch jemand krank geworden und die Karte durfte nicht verfallen und er musste mit. Und der war wirklich so überfordert damit, da still sitzen zu müssen, nicht aufs Handy gucken zu dürfen. Er hat die ganze Zeit so mit dem Kopf gekreiselt, so schrieg vor uns.
Dann hat er sich selber ins Gesicht geschlagen, um wach zu bleiben und sowas. Und hat dann die ganze Zeit, hat auch so eine Flasche gehabt und hat dann immer, die war schon leer und hat trotzdem immer getrunken, damit er irgendeine Beschäftigung hat. Also dem haben sie keinen Gefallen getan, ihn damit reinzuschleppen.
Also das war schon ein bisschen lustig, Wahrscheinlich war das so, hat der Junge mal ein bisschen Kultur. Schlepp mal den mal ins Theater. Die Schwester die ganze Zeit am Abweinen dort, weil sie so emotional begeistert war, die Mutter auch. Und er einfach dazwischen so, hat absolut keine Connection gehabt. I don't care.
I don't care, ja, wirklich so. Ja, jedenfalls Publikum, wie gesagt, war ich mixt, weil ich, wie gesagt, wie du schon sagst, man muss dann irgendwie schon so innerlich sich zusammenreißen natürlich. Aber fürs Gesamterlebnis ist es natürlich besser, wenn da jetzt keiner freidreht, das stimmt schon. Ansonsten war das alles gut organisiert. Ich fand aber schon, und das haben wir ja, als ich dich auch gefragt habe, wo sitzt man denn am besten?
Wo guckt man am besten? Das ist schon eine Physik, eine Atommissenschaft dahinter teilweise. Weil du denkst so, ja, okay, das sind ja ganz günstige Plätze. Und es gibt ja dieses Seat View, hieß die Seite, glaube ich. Da kannst du dir dann angucken, wie das so aus POV aussieht. Und dann denkst du so, okay, das ist günstig.
Aber du siehst halt auch einfach gar nichts, außer deinen Balken vor dir oder, du hörst, das sind Hörplätze, würde man in Deutschland sagen. Und dann gibt es natürlich die super teuren Plätze vorne und so weiter und so fort. Aber auch da, weil ja natürlich vieles, bei Wicked war es ein bisschen mehr kinomäßig, das ist so leicht in einem, wie sagt man, in einem, ins Tal ging, nach vorne. Bei Hades Town war das ebenerdig.
Das heißt, wenn jemand vor dir sitzt, der einfach größer ist als du, siehst du nichts. Das ist halt einfach so. Und da muss man halt echt ein bisschen aufpassen und so weiter und so fort. Wir haben dann auch gesagt, wir haben jetzt für Wicked, weil da wollten wir auf Nummer sicher gehen, dass wir wirklich ein tolles Erlebnis haben.
Da saßen wir dann in Reihe 3. Und das war ja dann auch wirklich ein bisschen teurer. Ich glaube, die haben dann 240 Pfund gekostet, zwei Tickets zusammen. Also schon, sag mal, um reinzuschnuppern, dann viel Geld. Drücken wir es mal so aus. Bei Hedestown haben wir dann die App benutzt, die, wie hieß die noch, die du uns empfohlen hast? TodayTix wahrscheinlich.
Genau. Und da gibt es die sogenannten, da kannst du mich auch gleich nochmal korrigieren, die sogenannten Rush-Tickets. Die gibt es morgens um 10 oder um 11, glaube ich. Die werden freigeschaltet für gefühlt 5 Sekunden. Ja. Und du schlägst zu, Warenkorb sofort bezahlen und guckst dann später, was du da gerade gekauft hast, so in der Art.
Und bei Hedestown war es so, dass wir tatsächlich für 30 Pfund 100 Pfund Tickets bekommen haben. Also es war... Im ersten Drittel des Theaters auf jeden Fall. Die Plätze waren auch bombenmäßig, man hat es super gesehen und so weiter. Und das sind, glaube ich, gerade zum Reinschnuppern oder wenn man viel sehen will in wenig Zeit, kann man sich natürlich jetzt auch nicht irgendwie fünfmal erste Reihe geführt leisten vielleicht oder nicht jeder, ist diese App tatsächlich mit diesen Möglichkeiten, dort vergünstigte Tickets zu bekommen, manchmal ja auch ohne Zeitdruck, manchmal sind ja auch so irgendwelche Angebote drin, die man irgendwie nutzen kann.
Auf jeden Fall empfehlenswert, muss ich sagen. Also das ist auf jeden Fall, sollte man das nutzen. Gerade zum Reinschnuppern, würde ich sagen, so wie bei uns, wenn man nicht weiß, was einen erwartet und auch nicht weiß, ob mir das überhaupt gefällt, was ich mir da gleich angucke, weil es geht ja auch, jetzt muss ich gerade selber überlegen, die ganze Experience mit Pause, schon drei Stunden so, zweieinhalb, drei Stunden, genau, so die Faustregel bei fast allen Musicals.
Also das ist schon etwas wie der Junge, wenn du so nach zehn Minuten feststellst, ja, das ist vielleicht gar nichts für mich. Ja. Aber das ist auf jeden Fall ein exzellenter Tipp von dir gewesen. Und ansonsten ist das doch schon eigentlich alles sehr normal. Normaler als ich dachte tatsächlich. Da gibt es auch dein Merchandise, kann man sich Programmheft holen.
Man kann da ganz normal Getränke mit reinnehmen. Leute gehen auch mit leider mit Nachos oder Popcorn rein. Aber würde ich den jetzt nicht verbieten, nur weil ich es nicht so mag. Aber die gesamte Experience, muss ich sagen, hat mir erstaunlich gut gefallen. Sowohl das, was da auf der Bühne passiert, aber auch, wie das Publikum sich verhalten hat. Also das war...
Hat mir gefallen, wirklich. Zumal auch die Theater in London wirklich wunderschön sind. Ja, ja. Also die werden ja auch gut instand gehalten und haben da so wirklich was Erhabenes, was man jetzt hier in Deutschland eigentlich bei den Musicalhäusern gar nicht hat oder weniger hat. Ich habe zwar auch Lieblingstheater hier, die mir echt gut gefallen, aber die einfach ganz, ganz anders sind in puncto. Die sind viel neuer, die sind viel moderner tatsächlich.
Und da ist noch so was Altehrwürdiges einfach drin, wie zum Beispiel aber auch in den Theatern, zum Beispiel in Wien, die einfach so viel Atmosphäre haben. Und das finde ich in London ganz, ganz toll, ehrlich gesagt. Und ich habe jetzt auch schon gemerkt, ich habe jetzt echt auch, glaube ich, 16, 17 verschiedene Theater in London gesehen.
Hätte ich nicht gedacht. Ich dachte irgendwie, weißt du, du hast manchmal so einen Geistesblitz und denkst dir nur so, hey, wie viele Theater in London hast du jetzt eigentlich mittlerweile gesehen? Und dann habe ich tatsächlich letztens mal durchgerechnet und mir mal angeguckt, welche ich alles gemacht habe. dachte ich mir, boah, das sind schon einige.
Und ich muss sagen, von denen haben mir wirklich fast alle echt wirklich gut gefallen, weil da einfach so viel Atmosphäre einfach rüberkommt, wenn man da auch Teil davon ist. Und ich finde, das leitet auch schon so ein Musical-Besuch und so ein Theaterbesuch gerade in London richtig gut ein. Du sitzt da und du weißt, du sitzt jetzt in London. Am Westend.
Hast Bombenplätze und jetzt gleich siehst du schon die Bühne, hast da auch schon vielleicht manchmal eine kleine Pre-Show oder so. Und dann geht's los und bist mitten im Geschehen. Und ich finde, das ist schon irgendwas, was ganz Besonderes auch von der Atmosphäre her und deswegen ich mag das in London, gerade auch wegen den Theatern immer unglaublich gerne.
Bevor wir gleich auf Musicalfilme zu sprechen kommen und auch nochmal explizit nochmal auf Wicked eingehen, auch aufs Musical, habe ich dich vor ungefähr 30 Minuten unterbrochen, als du deine Lieblingsmusicals aufzählen wolltest und direkt nach Hamilton ich dich schon abgewürgt habe, also fahr da gerne nochmal kurz vor.
Ja, genau, also Hamilton ganz, ganz groß bei mir. Ich glaube, ich aktue immer noch meine Nummer eins. Natürlich Wicked. Wicked war vor Hamilton meine große Nummer eins. Ich verbinde mit Wicked unglaublich viel. Ich habe das damals kennengelernt, das werde ich nie vergessen. Es gab oder gibt noch, weiß ich gar nicht mehr, eine Fachzeitschrift für Musicals, die hieß Musicals, super kreativ, aber das war wirklich schon wie so eine Opernfachzeitschrift, so dass du ein Musicalbinder dazu, die war total unaufgeregt, die war extrem nüchtern gemacht, sowohl im Design als auch im Layout, als auch in den einzelnen Kritiken und da gab es dann durchaus auch Kritiken hier und da mal aus New York und aus London.
Und da war dann auf dem Cover, das werde ich nicht vergessen, das Bild von Indina Mansal als Erfoba drauf. Die dachte mir, oh. Das ist cool. Sie sieht cool aus. Das Kostüm ist cool. Was ist das für ein Musical? Und da waren dann ein paar Bilder drin, zwei Stück. Das waren noch so Internet-Anfangszeiten, wo man echt noch nicht viel über sowas ausfinden konnte.
Und dann war ich damals in Essen übers Wochenende. Und die hatten damals einen Musical-Store, einen Musical-Shop, wo du Partituren kaufen konntest, Bücher, aber auch vor allem CDs und DVDs und vor allem ganz viele CDs. Und die hatten ein wirklich riesiges Sortiment an deutschen Aufnahmen, an offiziellen Aufnahmen aus London, also alles mögliche.
Und da war ich da und da lief, weil es ganz neu rausgekommen ist, Wicked, die Original Broadway Cast Aufnahme. Und ich habe das Cover gesehen. Das ist auch immer noch diese Version, die auf Spotify heutzutage ist, oder wurde die mal geupdatet. Es gibt keine aus London, es gibt auch keine neuere, es gab aus unterschiedlichen Ländern wie zum Beispiel eben Niederlande oder auch eben Deutschland Aufnahmen, aber tatsächlich ist das immer noch so die OG-Aufnahme, die es halt einfach gibt und wo auch jeder irgendwie drauf referiert.
Und ich fand auch dieses Logo so genial, also da, wo Elphaba mit diesem leichten Grinsen, mit diesem Smirk da quasi drauf zu sehen ist, Glinda Da flüstert ihr quasi zu und das war auch noch so ein bisschen die Vor-London-Version. London hat man das so ein bisschen plastischer, ein bisschen echter gestaltet.
Vorher war es noch die Illustration und das sah so cool aus. Da dachte ich mir, okay, die Musik klingt klasse, das sieht klasse aus, das interessiert mich, kommt sofort mit. Habe ich dann damals, Achtung, in meinem CD-Player während der ICE-Fahrt nach Stuttgart mir angehört und ich war sofort sold. Und das war musikalisch für mich wirklich so, was ist das?
Und ich wusste gar nicht, was in diesen Szenen teilweise passiert. Also heutzutage kannst du dann halt auf YouTube gehen, du siehst die Trailer, die teilweise super groß inszeniert ist. Aber in Deutschland, das war, wann war das? 2003, 2004? Wie kommst du da überhaupt an zehn Bilder ran? Im Booklet waren neben den Texten noch ein paar Bilder drin.
Das heißt, ich konnte mir so ein bisschen vorstellen, welche Richtung das geht. Es sah wundervoll aus, weißt du, da hast du dann Christine Chenoweth als Glinda gesehen mit ihrem wunderschönen Kostüm, wo ich auch schon gesagt habe, wow, wie aufwendig sieht denn das aus? Und das war wirklich... Ich war sofort verliebt in dieses Stück. Und ich habe dann seit diesem Tag wirklich für mehrere Monate von nichts anderem mehr gesprochen.
Und ich habe gesagt, ich muss dieses Stück sehen. Ich muss da hin. Und ich habe es tatsächlich dann geschafft. Extra dafür nach New York zu fliegen. Ich habe es eisern zusammengespart. Ich war damals noch Schülerin. Ich hatte noch keinen festen Job. Ich habe meine Mom die ganze Zeit auf den Füßen gestanden und gesagt, wir müssen das irgendwie hinkriegen, ich will da hin.
Und dann sind wir tatsächlich nach New York geflogen. Ich habe mir dort noch ein paar andere Kultstücke angeguckt. Rant zum Beispiel bin ich sehr, sehr stolz bis heute, weil es ein absolutes Kultstück ist, dass ich es in New York gesehen habe. bei Avenue Q, geiles Puppen-Musical, was damals Wicked bei den Tony Awards leider ganz schön abgezockt hat.
Auch ein tolles Stück, aber halt noch mal was anderes. Und dann habe ich Wicked dort gesehen. Und das war für mich eine absolute Offenbarung. Am New Yorker Broadway das erste Mal zu sein. Ich glaube, ich war 17 oder 18. Und dann Wicked zum ersten Mal live zu sehen. Ich habe so oft geweint. Ich habe Dinge gefühlt, gerade auch nach Define Gravity.
Sorry, diese Szene habe ich tatsächlich auch schon mal in einem anderen Podcast erzählt, aber ich muss es einfach nochmal erzählen, weil es einfach so hängen geblieben ist. Wenn man Define Gravity live sieht und vor allem damals, das war 2005. Das war schon auch State of the Art in puncto Bühnentechnik.
Es ist immer noch sehr, sehr gut. Also klar, Effekte haben sich weiterentwickelt oder so. Aber das war auch damals schon absolut mindblowing, was da gebracht worden ist auf der Bühne. Und ich hatte eine unglaublich gute Elfe bei, die heute immer noch am Broadway arbeitet, Shoshana Bean, grandiose Frau, die Töne trifft.
Ich glaube, das schafft noch nicht mal Mariah Carey, es ist irre und ich war... Ich konnte nicht mehr. Irdefying Gravity hat mich völlig zerstört. Ich saß da, Tränen überströmt. Und ich wusste nicht mehr, wohin mit mir. Und ich war glückselig. Ich war fertig über emotionales Wrack. Und bin dann aufgestanden.
Und mir kam dann ein ganz großer schwarzer Amerikaner mir gegenüber. Der grinste mich an, weil er mich verheult gesehen hat. Und ich gucke ihn an. Und er so, why are you crying? So auf die Art, warum weinst du denn? Das ist doch so toll. because it's so good, habe ich nur gesagt und das wusste ich noch und da habe ich erstmal wirklich die gesamte Pause gebraucht, um erstmal runterzukommen von diesem Moment die brauchen wir noch echt danach, also absolut und ich fand es auch faszinierend, weil ich habe diesen Effekt tatsächlich selbst in Stuttgart noch gesehen und das, ich habe dann Mädels gesehen, Anfang 20 die saßen halt nach Wille, mein Verkehre freien Schwere los da, die haben nur geweint, die wussten nicht die hat vor sich hingeblickt und die
sah aus, als ob sie ihr komplettes Leben überdenkt gerade in diesem Moment. Ich dachte mir so, ich weiß, wie sie sich fühlt. Ich saß da auch schon mal in New York und hatte genau dieselbe Situation. Und das ist diese Power, die Wicked einfach hat und weswegen ich auch sagen muss, das ist auch eines meiner Lieblingsstücke. Ich bin sehr dankbar, ich war früher auch Teil von.
WickedDustMusical.de, war da auch Admin vom ersten deutschen Wicked Forum Jahre hinweg. Ich war diejenige, die herausgefunden hat, dass Wicked nach Stuttgart kommt und nicht nach Hamburg. Das erzähle ich auch immer gerne. Das ist auch eine sehr lustige Anekdote tatsächlich aus meinem Leben. Weil ich als jemand, der aus Stuttgart kommt, es nicht auf mir sitzen lassen wollte, dass alles nach Hamburg kommt.
Nein, ich muss doch irgendwas finden im Internet. Das ist etwas, das habe ich noch nicht so oft erzählt. Ich finde, du solltest die Geschichte anders erzählen. Du hast dafür gesorgt, dass es nach Stuttgart kam. Eigenhändig. Okay, wenn du das sagst. Nee, aber das war echt krass. Ich dachte mir nur so, da muss es doch irgendeinen Anhaltspunkt im Internet geben.
Das Internet ist groß. Wir sind doch alle global vernetzt. Ich saß wirklich an einem Nachmittag dran und habe 63 Suchergebnisseiten auf Google. Link für Link durchgearbeitet mit bestimmten Keywords, Wicked Stuttgart und so, bis ich was gefunden habe. Und ich habe was gefunden. Und das war tatsächlich ein amerikanisches Käseblatt von irgendeiner kleineren Stadt, keine Kleinstadt, aber es war jetzt auch keine Großstadt, die über Wicked berichtet hat in der nächstgrößeren Stadt, weil die ja eben auch in USA US National Tours haben.
Also die haben dort Wicked auf Tour und die sind dann immer für ein paar Wochen in verschiedenen Städten in den USA mit passendem Theater und da gab es wohl einen Bericht, eben weil Wicked dort in die Stadt gekommen ist zur Produktion und da wurde auch einer interviewt, der wohl Teil des Produktionsteams ist und der dann halt einfach mal in dem Interview, in einem Nebensatz gedroppt hat, ja kommende Produktionen wie zum Beispiel in Australien oder auch in Stuttgart.
Du kannst dir nicht vorstellen, wie ich da saß, als ich diesen Artikel entdeckt habe. Ich, da ging einiges bei mir ab. Und grüße übrigens an der Stelle auch an die Stuttgarter Nachrichten, die bei uns im Forum mitgelesen haben und die ohne Quellenangabe, nämlich meine gesamte Recherchearbeit eins zu eins übernommen haben.
Ich weiß ganz genau, wer das war und ich kenne diesen Namen auch bis heute noch. Sowas bleibt hängen, aber ich saß da Stunden dran und das war für mich ein Gefühl wie Weihnachten, Geburtstag und alles zusammen. Und das war ein riesengroßer Scoop, den wir damals hatten und dann war es eigentlich so gut wie klar.
Wicked kommt nach Stuttgart und wir haben es damals begleitet. Bei der Generalprobe dabei. Wir haben mehrere Previews gesehen. Wir durften auch bei der Deutschland-Premiere dabei sein. Das war unglaublich, das vor der Haustür gehabt zu haben. In der Originalversion, wie man sie auch in London sehen kann.
Mit einer wirklich tollen Besetzung. Und deswegen allein schon diese Erlebnisse, die ich da mit Wicked hatte in dieser Zeit. Das war Wahnsinn. Ach so, Moment, Moment. Kurz zurückgespult. Es war die UV-Version quasi. Es ist die UV-Version, aber halt auf Deutsch. Es ist aber optisch, Kostüme, Story. Es ist halt einfach übersetzt, aber es ist genau das gleiche.
Du hast genau dieselbe Defying-Gravity-Szene. Du hast genau dasselbe Lichtdesign, was brutal ist übrigens auf der Bühne. Wahnsinn. Lichtdesign bei Wicked, wirklich eins mit Sternchen. Und es ist wirklich genau dieselbe Show halt eben auf Deutsch. Und das wirklich vor der Haustür zu haben. Und ich war da auch ein paar Mal dann drin mit Young Tickets.
Das war noch richtig toll. Weil da war ich auch noch jung genug, um mich dafür zu qualifizieren. Für 40 Euro oder so, da saß ich dann irgendwie am Rand Reihe 1. Und ich habe es einfach genossen. Und deswegen, diese Zeit hat sich bei mir ganz schön eingebrannt. Und die will ich auch nicht missen. Und deswegen verbinde ich mit Wicked bis heute einfach tolle Momente.
Und einfach auch ein ganz, ganz tolles Stück, was ich einfach nicht missen möchte. Deswegen definitiv eines meiner Lieblingsstücke. Und damit ich noch schneller noch fertig bin, ich fand auch Book of Mormon ganz, ganz toll. Das Musical von Trey Parker und Matt Stone von den South Park Machern zum Thema Mammontum, was einfach großartig ist.
Ich glaube, ich habe selten in den Musicals so viel gelacht wie in dieser Show, die ist auch wirklich gut, auch musikalisch macht die sehr, sehr viel Spaß und Great Gatsby, was ich dieses Jahr in London auch mehrfach gesehen habe, was wirklich gut war. Ich glaube, das sind gerade so meine Favoriten. Ja, top vier. Perfekt. Ja.
Ich habe auch schon wieder innerlich gerade Gänsehaut bekommen, also auch äußerlich, als du darüber, erst mal natürlich, so wie du es eben gerade formuliert hast, also bist du einfach auch die perfekte Podcast-Partnerin hier für dieses Thema einfach. Man merkt es ja auch, wenn du schwärmst darüber und wie du redest, aber auch wie viel Ahnung du einfach von dem Thema hast.
Aber wie du eben nochmal über dein erstes Mal Defying Gravity gesprochen hast und auch wenn du siehst, wie andere Leute das zum ersten Mal sehen, ich muss auch sagen, das hat mich auch absolut fertig gemacht. Beide Male sogar tatsächlich. Ich kannte es ja gar nicht. Also ich habe, wie gesagt, den Film zuerst gesehen letztes Jahr.
Und als da Defying Gravity kam, ich wusste, dass alle Leute schon über... Also man bekommt es ja mit, das ist so das Main Piece des Musicals, des Films dann und so weiter und so fort. und das hat mich schon umgehauen, aber live auf der Bühne wirklich, also. Ich habe wirklich die komplette Intermission gebraucht, um mich da halbwegs wieder in die Gänge zu kriegen.
Ich habe nur geweint und ich habe da auch wieder nach links und rechts geguckt. Warum weint denn jetzt hier? Ach doch, da sind andere Leute, die sich auch gerade die Augen auswischen. Es ist ein so, wir kommen natürlich nachher nochmal auf das Stück zu sprechen, aber das schon mal vorweg. Es ist so ein fantastisches Musikstück, das so emotional, so dynamisch, so Kraft, mit Power hast du vorhin gesagt, glaube ich.
So powerful ist, mit so einer Botschaft auch noch, die du auch spürst, in jeder einzelnen gesungene Note dort, das ist pure Gänsau, das ist wirklich, ohne Scheiß, da kann man Musikgeschmack haben, wie man will, aber auch die unterschiedlichsten Genre hören, die man will, aber dieses Stück, das hat mich so geflasht, das ist für mich wirklich eines der besten Musikstücke, die ich bis heute in meinem Leben gehört habe, das ist unfassbar, wirklich.
Und wenn du da noch eine gute Erfebar hast, die einfach da wirklich, und es gibt unglaublich viele tolle Erfebar da draußen, die einfach genau diese Message des Stücks dann nochmal wirklich transportieren und rüberbringen und du einfach nur da sitzt und geplättet bist und sagst, hey, ihr seid doch alle viel zu cool für mich.
Und du hast ja auch diesen, das ist ja egal, ob jetzt im Musical, wenn dann die Unterbrechung kommt oder im Film, wo der Film der erste dann einfach zu Ende ist, es ist auch so ein unfassbarer Mic Drop. Es ist wirklich so, wir lassen euch jetzt mit dem Ding nach Hause gehen oder in die Toilettenpause gehen. So, du denkst so, what?
Und bei einem Richtig mit dem Bam und sofort, weißt du, du wirst in die Pause gelassen mit einem Schlag ins Gesicht, mit einem positiven Schlag ins Gesicht, so dass es dir danach richtig gut geht, aber das war trotzdem too much. Das ist schon echt krass, ja. Aber dazu kommen wir später nochmal. Ich merke schon, wir sind hier super im Zeitplan. Perfekt.
Kommen wir zu Stichpunkt zwei. Musical-Filme, weil wir reden natürlich heute vor allem, auch wenn man es noch nicht gemerkt hat, aber vor allem über die Wicked-Filme. Und es ist natürlich jetzt nicht das erste Musical, das adaptiert wird für die Leinwand. Das gibt es ja schon seit jeher. Ich weiß tatsächlich bei manchen Musical-Filmen gar nicht mehr, ob es dazu überhaupt eine Bühnenversion gab.
Zum Beispiel, wie gesagt, du weißt, ich bin absoluter Novizu und das darf ich hier auch sein. Das werden die meisten der Zuhörenden auch sein. Ich weiß gar nicht, West Side Story, der Film, basiert der auf einem Stage-Stück oder ist der Film quasi das OG für West Side Story? Ich weiß das gerade gar nicht.
Boah, jetzt muss ich aber auch kurz überlegen. Ich glaube, das Bühnenstück gab es davor. Aber lass mich nicht lügen. Lass mich nicht lügen. Ja. Ich glaube, das Stück gab es. Ich bin mir aber echt nicht sicher. Ich weiß es nicht. Das ist tatsächlich sowas, wo ich sehr glücklich war über die Steven Spielberg-Verfilmung.
West Side Story, die alte Verfilmung, hat für mich immer Schulunterricht-Vibes. Deswegen ist es auch ein Film, den ich bis heute nicht wirklich gerne gucke, weil der Musikunterricht mich damals echt ein bisschen versaut hat. Ich mag den Film tatsächlich echt sehr sehr ungern, unter anderem halt eben auch aufgrund Schule Lehrer, nie so dolle solche Dinge deswegen wüsste ich es jetzt spontan nicht ich bin nur happy, dass Steven Spielberg die ganze.
Thematik nochmal neu verfilmt hat, weil ich finde seine Verfilmung richtig richtig gut, aber ja du hast recht, ich weiß es gar nicht, ich weiß es nicht da muss ich echt passen Mona Rouge wirkt ja wie so ein Musical schon im Film. Film zuerst. Das ist absurd, weil es wie eine Adaption wirkt eigentlich schon.
Bess Lohmann hat da richtig mal sein Musical-Gen ausgelebt, jetzt nach Strictly, Ballroom, was er da nicht alles auch gemacht hat. Hat da auch nochmal alles reingelegt. Aber nein, es kam auch sehr spät, fand ich, die Adaption. Ich hab mich gewundert, dass das nicht schon früher gekommen ist. Aber es gab bestimmt schon Pläne, aber es hat wahrscheinlich nicht funktioniert oder so.
Das ist meine Vermutung. Ich mag tatsächlich, also ich habe mit Musical-Filmen deutlich mehr Erfahrung als mit Musicals. Da sind wir, glaube ich, auf einer Wellenlänge tatsächlich viele der klassischen Sachen. Ich mag tatsächlich, also als ich West Side Story zum ersten Mal gesehen habe, die erste Verfilmung, die fand ich eigentlich ganz gut. Ich merke mittlerweile auch, dass die nicht mehr so rund ist, wie sie vielleicht früher mal war.
Aber so Sachen, und ich glaube, da gibt es gar keine große Diskussion, sowas wie Singing in the Rain ist fünf Sterne plus, Sound of Music, My Fair Lady, so diese Sachen. Die haben was Klassisches, die haben aber auch tolle Songs. Auch dieses Ausstattungskino ist da so drin. Und die Geschichte drumherum funktioniert auch in all diesen Filmen.
Da bin ich großer Fan von. Ich mag Musicals, die Musik als Thema haben. Also das sind ja sehr oft jetzt in den letzten Jahren Biopics gewesen, lustigerweise. Better Man habe ich jetzt noch nicht gesehen, aber Rocket Man zum Beispiel. Und Elvis fand ich auch tatsächlich, ich weiß, den mögen so viele Leute nicht, ist ja auch Bess Lerman, aber den fand ich auch ziemlich gelungen.
Und La La Land natürlich vor allem, der ja einer meiner Lieblingsfilme ist. Obwohl da muss man schon sagen, da kann man auch differenzieren, also die führen sich schon sehr unterschiedlich an, die Filme auch, die ich jetzt genannt habe, ob Songs zum Beispiel dort eher wie Songs behandelt werden, im Stück oder ob sie auch wieder diese Handlung vorantreiben wie lange gehen die Songs und so weiter La La Land ist da glaube ich schon sehr speziell, finde ich in dem Bereich, weil es ja auch gar nicht so viele Stücke da gibt eigentlich, die sind ja Motive die sich sehr oft wiederholen auch, ich glaube es sind ja eigentlich nur 6-7 Songs, glaube ich, wenn überhaupt.
Und da ziehen ja auch schon die Stücke bei, die da quasi auf der Bühne von John Legend zum Beispiel performt werden oder so. Das sind ja keine Musical-Nomei in dem Sinne. Aber das so, würdest du sagen... Dass es unterschiedlich funktioniert, Musiker, Film und eine Stage-Performance. Und wenn ja, wie? Das ist jetzt eher wieder so eine Markus-Lanz-Frage.
Ich weiß, dass du das unterschiedlich siehst. Oh mein Gott, ich bin bei Markus-Lanz gelandet. Ich weiß nicht, ob ich das so cool finde. Nee, das finde ich auch nicht cool. Ich würde sagen, same, same, but different. Also du kannst, glaube ich, sehr viel, was du auf der Bühne machen kannst, auch in den Film adaptieren.
Aber du musst es natürlich anders angehen, logischerweise. Und du hast natürlich auch andere Möglichkeiten, allein schon auch in der Inszenierung. Du bist im Theater begrenzt auf diese Bühne. Natürlich kannst du mit Kreativität, Effekten etc. Ganz, ganz viel rausholen. Aber ich glaube, du hast einfach ganz andere Möglichkeiten, wenn du das tatsächlich mit verschiedenen Sets, verschiedenen Lokalitäten umsetzen kannst. Du hast auch Kamerafahrten.
Du kannst viel mehr bestimmen, habe ich das Gefühl, was du dem Zuschauer genau zeigen möchtest. Sei es jetzt irgendwelche Close-Ups von Charakteren, Sei es jetzt irgendwie bestimmte Perspektiven oder so. Du hast einfach, ich denke mal, aus kreativen Aspekten ganz andere Möglichkeiten, als du es jetzt irgendwie auf der Bühne hättest, hätte ich jetzt gesagt. Ja.
Aber trotzdem kannst du, glaube ich, sehr viel und das sieht man ja auch an gelungenen Musical-Verfilmungen von Bühnenmusicals im Filmbereich natürlich auch ganz andere Dinge machen. Und das Spannende ist ja, jetzt ist es auch, geht ja auch in die andere Richtung. Also auch Greatest Showman zum Beispiel wird jetzt auch 2026 von Disney ein Bühnenmusical, was jetzt in Bristol aufgeführt wird als sozusagen Pre-Out-of-Town-Tryout.
Was läuft denn gerade in London? Ist das ein Rip-Off? Irgendwas läuft da doch auch was da an. Nein, das ist so eine Art Show-Musical. Ich nenne sich das nicht sogar Come Alive. Wo man durchaus auch Akrobatik und so noch dazwischen drin hat. Soll wohl ganz nett sein, aber es ist halt nicht die offizielle Adaption des Films.
Und die kommt aber nächstes Jahr mit, glaube ich, auch einem ziemlich guten Cast nach Bristol. Und bestimmt dann auch, wenn das durchgelaufen ist, mit Änderungen dann auch in London. und da bin ich sehr, sehr gespannt. Deswegen, es gehen ja beide Richtungen mittlerweile und deswegen finde ich das so spannend.
Film zu Bühne, Bühne zu Film. Aber du hast halt unterschiedliche Möglichkeiten und beides funktioniert schon auch ein bisschen anders, auch wenn du natürlich auch vieles, glaube ich, gut inszenieren kannst. Je nach Thema. Also Hamilton kann ich mir zum Beispiel auch super gut vorstellen. Und wir haben schon drüber geredet, ich fresse einen Besen, wenn sie Hadestown nicht in den nächsten zehn Jahren verfilmen können. Ja, als ich das gesehen habe, dachte ich auch so, Mich wundert es, dass es noch gar nicht in Ankündigung ist oder so, aber das ist auf jeden Fall.
Absolut und das läuft schon so lange jetzt auch am Broadway mittlerweile sehr erfolgreich. Es läuft in London echt schon seit ein paar Jahren. Ich finde, es ist prädestiniert auch mit dem Soundtrack, wenn du dir das mal überlegst, mit den ganzen Songs. Die Story passt so unglaublich gut, dieses leicht dystopische mit der Diktatur von Hades, Hades und so.
Das kann es so gut umsetzen. Ich hatte richtig Bilder schon in meinem Kopf, als ich die Show gesehen habe. Dann war Pause, gerade mit den ganzen Epics, die dann Orpheus singt. Das wird verfilmt. Ich bin gespannt, mit welchem Regisseur oder Regisseurin. Da bin ich sehr, sehr gespannt. Ja, aber da war ich mir auch sofort sicher, dass das auf jeden Fall noch kommen wird.
Ich kann mir ... Ob es sich Hugh Jackman nehmen lässt, da zumindest ab ein oder zweimal da dann aufzutreten in dem Stage-Musical? Kommt wahrscheinlich ein bisschen drauf an, vielleicht wenn dann als Gag-Cameo oder so. Ich meine, er macht ja auch Musicals, hat er ja auch gemacht mit dem Music Man und sowas, aber es kommt ja immer drauf an, wie sein Drehplan, was hat er gerade für Verpflichtungen oder sowas.
Ich würde mal sagen, sag niemals nie. Wir sehen ja auch, dass ein Tom Felton jetzt bei Harry Potter am Broadway zum Beispiel nochmal Draco spielt. Wir hatten jetzt von Jamie Campbell-Bauer in Stranger Things, First Shadow eine Cameo zum Schluss. One Night Only sozusagen am Broadway. Ja, ich gesehen gestern.
Deswegen, anything can happen, würde ich sagen, heutzutage. Aber ich denke mal fest, für ein paar Monate wird wahrscheinlich ein bisschen schwieriger und wahrscheinlich auch teurer, denke ich mal. Ja, das glaube ich auch. Wahrscheinlich hätten sie es dann, hätte er dann auch als Bedingung gesagt, na Bristol, mach mal vielleicht doch London oder sowas. Ja, mindestens.
Gibt es... Eine Filmadaption von Musicals, bei denen du sagen würdest, dass die ebenbürtig oder vielleicht sogar besser sind? Oder gibt es das nicht? Gibt es die? Jetzt musste ich echt ein bisschen in mich gehen, weil, ja, Hairspray finde ich großartig. Hairspray gab es ja zuerst, ist ja eigentlich ein Film, der dann Jahre später als Musical an den Broadway gekommen ist.
Und danach wurde diese Show verfilmt. Es gibt zwei Hairspray-Filme, oder? Einen Original Hairspray-Film, der kein Musical ist, dann gibt es die Musical-Verfilmung und dann gibt es eine Art TV-Musical-Aufführung, wo zum Beispiel Ariana Grande mitspielt. Das gibt es dann auch noch. Also eigentlich gibt es drei verschiedene Sachen.
Ich habe nämlich den, also du meinst jetzt den mit Zac Efron, ne? Ja, genau, richtig. Okay, den habe ich auf meine Nicht-so-gut-Liste gepackt. Och, dich total gerne, ich finde die Songs total geil und ich finde, da hat mir der Film teilweise auch besser gefallen als das Musical selber, obwohl das Musical cool war. Das muss ich schon sagen. Das hat mir auch gut gefallen.
Sehr viel Spaß gemacht, aber die Verfilmung fand ich, glaube ich, besser. Ansonsten kenne ich meistens immer Verfilmungen, die entweder also gleich sogar einen Ticken schlechter sind. Mamma Mia zum Beispiel, bin ich ganz ehrlich. Ich weiß, da würden mich, glaube ich, viele Leute da draußen den Kopf kürzer machen, weil sehr viele Mamma Mia die Filme lieben.
Ich finde, die Bühnenversion ist da deutlich gelungener als jetzt der Film. Das hat mir deutlich besser gefallen. Also da ist bei mir nicht so viel rübergekommen. Das fand ich ein bisschen schade. Aber sonst, ja, wenn man so drüber nachdenkt, ich glaube, es gibt eher tendenziell mehr, dass es nicht ganz dem entspricht, wie man es zum Beispiel live kennt, als andersherum tatsächlich. Und wenn wir...
Adoption ausklammern, also das gesamte Paket an Musicalfilmen nehmen, gibt es da was, wo du sagst, das ist misslungen. Also bei Cats brauchen wir, also ist natürlich da eine Adoption, da brauchen wir glaube ich nicht drüber diskutieren. Aber wir haben zum Beispiel, ich bin zum Beispiel, ich weiß, es ist so einfach darüber zu haten, aber ich hasse wirklich Highschool Musical, wirklich.
Und das liegt nicht an den Songs, das ist das Lustige daran, das geht auch bei Greatest Showman so. Ich finde die Songs, Auch bei Greatest Showman super, aber den Film drumherum finde ich richtig schwach. Ich bleibe heute mal sachlich schwach und auch nicht gut geschrieben und irgendwie langweilig. Bei High School Music ist es genauso.
Bei High School Music finde ich auch die Songs jetzt nicht so gut, aber gerade bei Greatest Showman finde ich die Diskrepanz bei mir so extrem, weil die Songs, also die Soundtrack-Version sozusagen kann ich mir den ganzen Tag anhören, aber den Film dazu gucken habe ich nur einmal und nie wieder gemacht.
Weil es einfach so cheesy wahrscheinlich war, oder? Ja, und weil halt auch, wenn man, ich mag es halt nicht, wenn man halt wirklich nur einen Google-Einsatz braucht, um herauszufinden, dass das alles Humbug ist, was da erzählt wurde. Aber based on a true story, aber falsch erzählt sozusagen. Dann bin ich schon raus so ein bisschen. Also ich fand das alles ein bisschen zu verschönt, zu cringig, zu...
Wir brauchen jetzt ja der Wicked-Podcast, wir brauchen jetzt ja nicht so weit auf die Story eingehen, aber ich fand, das, was da im Musical an Geschichte daraus gemacht wurde, aus der wahren Geschichte, ist schon sehr an den Haaren herbeigezogen. Ich glaube, man muss sich halt immer vor Augen halten, das Ding ist halt ein Disney-Channel-Original-Movie. So, da fängt es schon mal an.
Es gibt nicht viele Disney-Channel-Original-Movies, die wirklich gut sind. Die sind alle sehr seicht, die haben alle meistens ein ziemlich mäßig bis ultraschlechtes Drehbuch. Die haben ganz, ganz viel Overacting drin. Es gibt nicht viele, die da wirklich gut sind. Und ich glaube, das ist halt auch für eine bestimmte Zielgruppe gemacht.
Also gerade die zwölfjährigen Mädels, die halt wirklich auf sowas stehen. Hauptzielgruppe eher, glaube ich, muss ich sagen. Achso, du bist jetzt bei High School Musical, ne? Ja, genau, richtig. Achso, ich dachte gerade, okay, jetzt gibt es noch eine Underground-Version von Greatest Showman. Nein, sorry.
Nein, ich war so im Kopf mit High School Musical tatsächlich. Nee, das ist halt diese Cheesiness, das so ein bisschen rüberkommt. Weil das Ding halt, Disney Channel Original Movies haben auch nicht viel Budget, das sieht man den Filmen auch meistens an. Ich glaube Descendants und so, die haben ein bisschen mehr gekriegt und auch jetzt die letzten Highschool Musical Filme, gerade der dritte, der hat ja auch einen Kinorelease bekommen, der hat dann auch ein bisschen was anderes bekommen, aber es ist halt, ja, was war es seichtest für die Zielgruppe, die ich auch schon damals nicht wirklich war, da war ich ein paar Jährchen zu alt, auch wenn ich die Filme gesehen habe, aber das ist halt.
Merkt man, das ist nicht für mich gemacht, das ist nicht für dich gemacht, sondern für zwölfjährige Mädels, die zu Disney Channel gucken und dann voll drin sind und die Darsteller geil finden und vor allem halt eben die Songs. Und das ist so das typische Rezept, was man bei sehr vielen Musical-Verfilmungen oder Filmen im Bereich der Disney Channel-Movies einfach sieht.
Deswegen, ich sehe darüber hinweg, weil das Ding wollte, Kenny Ortega macht Regie. Das ist ein Musikvideo-Regisseur, wenn man so will. Michael Jackson früher, ne? Genau. Wenn ich so choreograf, nee. Richtig. Der macht jetzt auch irgendwie, ich glaube, seine eigene Phantom der Oper Version, was ich auch ein bisschen gut finde.
Let's see. Aber das ist halt schon, das Konzept dahinter ist halt genau diese Cheesiness, was es letztendlich auch ist. Und ich merke halt, ich habe damals schon gemerkt, ich bin einfach nicht die Zielgruppe. Wer weiß, wie ich das gefeiert hätte, wenn ich damals vielleicht zehn gewesen wäre oder elf.
Ich glaube, mich hätte das nochmal auf eine andere Art und Weise gepackt. Und dann wäre mir das auch alles egal gewesen. Mir als zehnjähriges Mädchen ist mir scheißegal, ob das jetzt irgendwie Sinn macht oder eine nette Story hat, die Songs sind cool, die Darsteller, kann ich mich mit denen einigermaßen identifizieren, check, passt gut.
Und dann höre ich das in meinem Kinderzimmer die ganze Zeit und tanze dazu. Das ist das Konzept dahinter. Deswegen, fair enough, wenn Highschool Musical einfach auch ein kleiner Moks ist, aber es ist halt Guilty Pleasure, glaube ich, auch für viele. Hast du Sing Street gesehen? Ja, den habe ich gesehen, schon eine ganze Weile her.
Fand ich ganz gut. Ich habe gedacht, der gefällt mir noch ein bisschen besser, weil ich schon davor ein bisschen gehypt wurde von manchen. Aber ich fand den tatsächlich sehr, sehr gut. Ich mochte auch den Styles. Das ist auch ein bisschen dieses britische Flair und so. Ich mochte dich. Ja, auf jeden Fall. War sehr, sehr cool.
Aber du hattest ja auch gefragt, von wegen, dass es Verfilmungen gab oder so, die nicht so gut gelungen sind. Jetzt habe ich tatsächlich nebenher ganz, ganz feinen Letterboxd als Gedankenstütz mal aufgemacht und da sind echt einiges dabei. Was ich furchtbar fand, war Mean Girls. Das war eine ganz schlimme Verfilmung. Es gibt ja Mean Girls, den Film mit Lindsay Lohan.
Davon gab es ein oder gibt es noch ein Musical, das gibt jetzt kommt jetzt auch in die UK wieder auf Tour ich habe es damals in London gesehen, damals war dieses Jahr noch, mein Gott. Dieses Musical wurde wiederum verfilmt. Ich habe mich so aufgeregt. Es hat keinen Spaß gemacht, diesen Film zu sehen. Es war einfach so viel anders.
Es hat nicht gezündet. Es plätschert es so dahin. Es war furchtbar. Und dann haben wir da noch Cats, was ja auch ein riesengroßes Desaster ist. Es gibt einige Musical-Verfilmungen, wo ich echt sage, nee, lass mal. Und wenn das jemand sieht und sagt, ich hasse Musicals, ich sag's mal so, ich kann's nachvollziehen.
Ich kann's verstehen, wenn jemand diese Filme guckt und sagt, Musicals sind der letzte Mist, weil wenn man sich Cats anguckt, dann kann ich dem nur beipflichten. Dann ist es der größte Mist. Ach so. Moment. Damit ich hinterher komme. Ach so. Oh, den fand ich ja ganz gut, muss ich gestehen. Ich war gerade so überrascht, du gesagt hast, ja, und Inga, das gibt es ja auch als Musical, ach so, das war das, was ich jetzt herkömmlich als Remake bezeichnen würde, das ist das, was du als Adaption von Musical meintest.
Ganz genau. Und den fand ich eigentlich ganz nett, muss ich gestehen. Das hat mich echt ausgedacht. Also ich glaube, ich saß selten so frustriert. Letztes Jahr war das, ich habe den Film gesehen und ich war echt mehrfach einfach kurz davor abzubrechen und das passiert mir echt selten, aber es war einfach in der Inszenierung nicht dolle und das ist schockierend, weil auch Tina Fey involviert war und Tina Fey hat auch das Musical mitgemacht, war fester Teil des Produktionsteams und das ist, es hat für mich einfach nicht funktioniert und ich sag noch nicht mal wegen den Darstellern, ich finde zum Beispiel Rene Rap ist eine super Besetzung, sie hat dann damals am Broadway auch schon Georgina, äh Georgina, sag ich, Regina George gespielt,
und ich, es war auch mal eine potenzielle Glinda, ne, für die Filmadaption. Kann ich mir gar nicht vorstellen, sie ist irgendwie voll der andere Typ, aber oder war sie eine Elferbar, warte mal, jetzt muss ich ganz selber überlegen. Wenn, dann erfahrbar, glaube ich. Wobei ... Ja, aber das ist irgendwie, es hat für mich nicht funktioniert.
Es ist echt schade, also gerade auch die ganzen Regina-Szenen und ich liebe den Originalfilm mit Lansi Noron. Ich schaue den regelmäßig mindestens einmal im Jahr. Das ist sozusagen mein non-seasonal Kevin-Allein-Zuhaus. Das gucke ich mindestens einmal im Jahr. Und dafür hat es für mich einfach nicht funktioniert. Ich war dann in London dieses Jahr und habe es dann live gesehen, im CFOI, und ich dachte mir nur so, okay, ich dachte, es gefällt mir besser, es war ganz gut, aber es war jetzt auch nicht die Riesenoffenbarung, aber im Vergleich zum Film deutlich stärker.
Und das war so, naja, schade, so ist es halt. Von den klassischen Musicalfilmen fand ich Grease, als ich den noch mal gerewatcht habe vor ein paar Jahren. Echt mau? Ja, der ist nicht dolle. Der hat auch so ein ganz furchtbares Gesellschaftsbild, was der so abbildet. Das ist wirklich grässlich. Und von den aktuelleren fand ich Wonga tatsächlich eine ziemliche Enttäuschung.
Ja, danke schön, dass du es sagst. Ich fand auch, der Hype war sehr, sehr groß. Und ich habe den damals nicht im Kino gesehen, sondern auf Blu-ray. Und es war wirklich so ein Vorweihnachtsabend. Und ich dachte, ich mache es mir gemütlich. Ich hatte mir den gehold beim Bömmüller. Der war irgendwie auch ein bisschen reduziert.
Das ist ja geil, jetzt holst du mal einen Wonga nach. Und ich mag eigentlich zum Beispiel den Burton Charlie und die Schokoladenfabrik. Ich fand den aus den 70ern mit Gene Wilde, war das? Wer war das? Ja. War tatsächlich auch, fand ich auch ganz gut. Deswegen, ich mag das Thema eigentlich total gerne.
Aber irgendwie plätschert das so dahin. Die Songs sind nicht wirklich eingängig. Man kann sich an die nicht wirklich erinnern. Dann weiß ich nicht, ob... Timothée Chalamet, wirklich eine gute Besetzung für Wonka. Ich finde, er hat es ganz süß gemacht, aber danke, dass du das sagst, weil ich habe das Gefühl, alle lieben Wonka und ich bin so ein bisschen dieser kleine Grinch, der damit nicht viel anfangen kann. Ich fand, der wirkte so ein bisschen lustlos auf mich, der Film irgendwie.
Ja, ne? Uninspiriert. Ja, genau. Einfach so generic, basic. Voll, total generisch. Also da hätte man mehr draus machen können, finde ich auch, war ich enttäuscht. Auf meiner Watchliste hast du ja vorhin schon angesprochen, auch vom Regisseur, über den wir nachher noch sprechen werden. Oh, ja. Andy Heitz auf jeden Fall.
Liegt schon ewig im Regal, genauso wie Chicago. Liegt auch schon ewig im Regal. Der soll ja auch sehr gut sein. Ja, und auch ein Beispiel, wo ich sage, da ist der Film deutlich besser als die Bühnenversion. Ah, okay. Ja, gefällt mir besser. Dann Spielbergs West Side Story, habe ich immer noch nicht geguckt.
Ein toller Film. Und du hast von Rand, hast du vorhin schon erwähnt, glaube ich. Oh, ja. Und die Verfilmung würde ich gerne mal gucken, aber die ist aktuell super schwierig zu bekommen, also die ist ultra teuer, weil sie halt nur noch, also out of print so, streamt auch glaube ich nirgendswo, aber den will ich auf jeden Fall auch mal sehen, der wird mich glaube ich auch, Ich glaube, der könnte mir gefallen. Der ist gut.
Nur ein bisschen zu aufgeblasen. Das ist ein bisschen schade, weil dieser leicht authentische Charme, weißt du, so wie du es bei Hadestown hast. Du merkst, das ist auch ein bisschen rougher an manchen Stellen. Es ist echt. Und gerade diese Echtheit habe ich so ein bisschen in der Verfilmung vermisst, weil die Verfilmung sehr hochglanz ist.
Und eigentlich ist Rent deutlich rauer und echter. Und das fand ich ein bisschen schade. Ich glaube, Chris Columbus hat sogar Regie geführt. Nicht wirklich, glaube ich, der beste Regisseur. Ich meine, dass es Regie gemacht hat, aber die Regie hätte besser sein können, sagen wir es mal so. Ja. Kommen wir zur Welt von Oz, zum Zauberer von Oz und von Wicked und vielleicht, um da in den Gewissen vielleicht eine Chronologie reinzubringen, was da geschah, was da überhaupt.
Historisch passierte, was da schon an Adaptionen auf Bühnen oder auf Leinwänden produziert wurde. Mir war das nicht so bewusst, bevor ich jetzt noch mal so ein bisschen in die Tiefe gegangen bin, in der Vorbereitung, dass es da schon so viel gab. Mir war klar, Zauberer von Oz. Ich wusste, es gibt diese weirde, dieses African-American Retelling dort.
Aber da wusste ich nicht, dass es auch Musical-Versionen dazu gab. Ich kannte nur den Film, den habe ich mal irgendwann vor Ewigkeiten gesehen mit Diana Ross und Michael Jackson. Irgendwann in der Kindheit habe ich den mal gesehen. Und ich wusste halt, dass es Wicked als Musical gibt. Ähm, hab mich nicht weiter damit beschäftigt, natürlich jetzt im Laufe des letzten Jahres, in dem ich riesiger Wicked-Fan geworden bin, hab ich mich ausführlich damit beschäftigt, weiß jetzt auch, da gibt's ein Buch zu und so weiter und so fort.
Lass uns das gerne nochmal zusammen aufbröseln, jetzt, äh, ohne... Wie sagt man, ohne Garantie auf Vollständigkeit, weil wir jetzt glaube ich auch nicht alles, also ich glaube jetzt nicht, dass du das Original-Musical von 1902 vom Wözer von Oz gesehen hast. Zumindest siehst du nicht so aus, als hättest du es gesehen.
Danke, das nehme ich mal als Kompliment. Nee, tatsächlich nicht, aber ich bin eingestiegen mit Oz. Ich weiß noch gar nicht, wie ich das erst mal mit welchem Oz-Medium oder mit welchem Film oder welcher Serie ich in Verbindung gekommen bin. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich als Kind sehr früh den Originalfilm mit Judy Garland gesehen habe.
Es gab damals eine Zeichentrickserie zu Oz tatsächlich, die im Kinderprogramm lief. Die habe ich tatsächlich gesehen gehabt. Und natürlich Return to Us von Disney, die Verfilmung, die so unglaublich creepy ist. Du sagst natürlich. Also das war für mich das größte Schockerlebnis in der Vorbereitung. Ja, das ist krass. Als du meintest, da gibt es noch was Weirdes.
Und dann habe ich so, ich habe ihn jetzt nicht geguckt, aber ich habe nachgelesen und es klang schon, also da kommen wir gleich nochmal drauf zu sprechen, kannst du gleich nochmal erzählen, das klang schon sehr wild. Aber hast du mal das Buch von L. Frank Baum gelesen zum Wizard of Oz? Übrigens L. Frank Baum. L. F. B.
Elphaba. Just saying. Ja. Auch wieder ein kleines cooles Easter Egg und diese Connection zu Wicket und dem Originalautor. Nee, tatsächlich nicht, obwohl ich damals in meiner Jugend unglaublich viel und gerne gelesen habe. Aber Zauberer von Oz ist mir da noch nie irgendwie großartig in die Hände gefallen.
Ich glaube, es war auch nicht so einfach, den teilweise zu kriegen in Deutschland. Ich glaube, in Ostdeutschland war es deutlich einfacher. Da war Zabra von Ostern eine größere Institution als in Westdeutschland, auch durch die Übersetzungen und so. Aber nein, habe ich leider nie gelesen. Auch wenn es so viele Bücher gibt. Darauf gab es dann wohl zügig ein Musical 1902 von Fred R. Hamlin.
Ich glaube, das können wir jetzt auch auslassen. Aber das wusste ich tatsächlich nicht. Ich dachte tatsächlich, die erste Adoption überhaupt von der Buchvorlage wäre der Film gewesen von Victor Fleming. Aber es gab auch dieses Musical. Ich bin da auch nicht noch mal in die Tiefe gegangen. Habe mich jetzt nicht dazu gelesen, wie authentisch oder wie original oder werksgetreu das Ganze war. Ich weiß nicht, ob du dazu mal was gehört oder gesehen hast. Ich vermute nicht.
Ich kenne nur diese ganzen verrückten Storys rund um die Filmproduktion damals mit Judy Garland, was ja echt krass ist. Also ihr da draußen, wenn ihr mal die Möglichkeit habt, einen netten Nachmittag mit ein bisschen Filmhistorie zu verbringen. Ich kann euch empfehlen, da gibt es wirklich ganz tolle Reportagen und Dokus auf YouTube, wo ihr diesen ganzen Entstehungs-Behind-the-Scenes-Prozess von Wizard of Oz mit Judy Garland habt.
Und euch wird die Kinnlade runterfallen, was da alles passiert ist. Das ist aus heutiger Zeit absolut fahrlässig, unvorstellbar, schockierend über eine Judy Garland, die permanent auf Pillen gesetzt wird, damit sie es durchhält, die Arbeitstage, bis hin zu Verletzungen, die teilweise das ganze Leben lang halten.
Also gerade auch der Tin Man, da war doch auch das Problem, glaube ich, mit diesem Silberprint, der wohl anscheinend auch gesundheitsschädigend war. Gab es nicht auch irgendwas noch? War da nicht nur irgendwas mit Asbest oder sowas? Ja, ja, ja, genau, richtig. Da haben sie doch auch irgendwie was fallen lassen. Schnee oder so?
Ja, genau. Asche oder Schnee war irgendwie Asbest. Ganz genau. Und das war auch komplett krebserregend. Also es ist Wahnsinn. Aber es gab wohl angeblich, das wird immer wieder betont, aber bei keinem Darsteller oder keiner Darstellerin gab es dann irgendwelche Langzeitfolgen dadurch. Das wird immer wieder betont. Also alles gut in Hollywood.
Natürlich. Aber nehmt euch mal die Zeit, wenn ihr mal das habt, große Empfehlung. Es ist wirklich schockierend, aber auch gleichzeitig interessant zugleich, wie dieser Produktionsprozess war. Und ich bin mir ziemlich sicher, ja, Wizard of Oz war damals aufwendig, aber ich bin mir sicher, dass es genügend andere Filmproduktionen damals gab, bei denen genau diese Problematik auch stattgefunden hat. Also ich glaube, Wizard of Oz war kein Einzelfall.
Es wird nur so hervorgehoben, weil Wizard of Oz damals einfach so ein großes, so ein Package einfach war, was sehr viel Beeinfluss hat, bis heute noch ein absoluter Klassiker ist. Deswegen hebt man das so hervor und weiß darüber auch viel. Aber ich glaube, ich möchte nicht wissen, zum Beispiel bei anderen Sets, was da alles passiert ist in der Zeit damals.
Ich kann auch nur empfehlen, ich habe hier den Wicked For Good, den essentiellen Fanguide, 100%, inoffiziell, da steht das auch alles nochmal drin der ist aktuell noch im Kiosk mit Auslandspresse auch verfügbar, ist ein super schlechtes Heft, aber es ist alles nochmal ganz gut zusammengefasst da drum.
Lass mich raten, 15, 16 Euro oder so, ne? Die ganze Tonne Ja, das reicht nicht. Der berühmte Importaufschlag, der kommt da nochmal besonders das seilt sich obendrauf. Und vor allem, das ist so ein Heft, das kennst du vielleicht, ähm, Das gibt es bestimmt im Disney-Bereich auch, wenn das so inoffizielle Sachen sind, wo dann auch die Bilder in so einer ganz verpixelten Auflösung drin sind, die Fotos, die sie drin benutzen.
Und hier sind so, ich glaube ich, so Fan-Fotos aus dem Musical drin, die so aus dem Publikum gemacht wurden. In ganz schlechter Auflösung und sowas. Und ich will auch gar nicht wissen, es ist auch ein Interview mit Ariana Grande drin. Ich möchte mal gerne wissen, wo sie das rauskopiert haben oder selbst sich ausgedacht haben.
Weil ich glaube kaum, dass sie dem inoffiziellen Wicked-Magazin ein Interview geben. Ich glaube es auch nicht. bestimmt ausgedacht. Hört man ja immer wieder, ne? Aber hab ich als Quelle jetzt für diesen Podcast benutzt. Also get over it. Aber muss ja davor aussehen, wir sind uns einig, ist ein Meisterwerk, ne?
Großartig. Wenn man sich überlegt, wie alt dieser Film ist und für die damalige Zeit, was die da alles gemacht haben, haben jetzt mal die ganzen schlimmen Sachen beiseite geschoben. Jetzt waren wir wirklich total blind und einfach nur Tunnelblick auf die Produktion an sich, aber das ist schon wirklich wundervoll.
Allein schon auch eben diese Kombination aus Schwarz-Weiß, dann wird es eben Technicolor, dann hast du einfach auch eine komplett andere sozusagen Film- Movie-Size dann an der Stelle, hast dann Widescreen, hast diese ganzen krassen Sets, wunderschöne Songs tatsächlich, gut gemacht, tolle Schauspieler.
Also man weiß, warum dieser Film so ein Klassiker ist bis heute und das nicht nur wegen der Story, sondern einfach, weil der Film auch sehr, sehr gut gemacht, trotz der Probleme. Und man sieht da ja auch, zumindest die visuelle Herkunft von Wicked natürlich auch, dass sie da natürlich versucht haben, diesen, ich nenne es mal, Technicolor-Traum zu reproduzieren, so ein bisschen.
Und auch da die gebauten Kulissen natürlich, so war das ja natürlich auch irgendwie gefühlt notwendig, dass man das bei Wicked auch macht, weil, Wir kommen gleich darauf, um einen anderen Film zu sprechen, der das nicht geschafft hat. Und ja, wie du schon sagst, die Songs sind toll. Es ist ein Film, der funktioniert für jung und alt, ist immer noch vollkommen zeitgemäß und hat eigentlich nichts an Magie verloren, obwohl der Film jetzt über 80 Jahre alt ist. 85, glaube ich, jetzt schon fast.
Und es ist ein Meisterwerk für die Ewigkeit, glaube ich. Total. Wer den noch nicht gesehen hat, das auf jeden Fall wirklich mal nachholen, unabhängig von Wicked. Dann gab es 1974 das eben schon erwähnte afroamerikanische Musical Wizard of Oz, auf dem dann basierend The Wiz als Film gedreht wurde, 1978.
Dieses Riesending, glaube ich, super teuer für die damalige Zeit, war ein riesiger Flop. Michael Jackson, Diana Ross, da waren noch, glaube ich, zwei, drei bekannte Leute mit bei. Und das ging ganz schön in die Hose. Den habe ich, wie gesagt, als Kind mal gesehen, hab keine Erinnerung mehr dran, hast du den irgendwann...
In neuere Zeit noch mal gesehen? Ich seh ihn auf meinem Pile of Shame Blu-ray-Stapel tatsächlich. Ja, ich hab den Film damals auch als Kind gesehen. Wahrscheinlich war ich da so acht oder zehn, weil er mal nachmittags im Fernsehen lief, das weiß ich noch. Ich glaub, ein, zwei Mal hab ich den gesehen gehabt.
War recht unterhaltsam, war aber nicht ganz so mein Ding, hab ich gemerkt. Und ich habe, weil ich den so lange nicht mehr gesehen habe, mir jetzt beim letzten London-Trip auf Blu-ray noch mal geholt, weil ich den auffrischen wollte. Und ja, vielleicht werde ich das nach dieser Podcast-Folge machen, aber ich habe ihn echt sehr, sehr dunkel nur in Erinnerung.
Ich weiß nur, dass ich ihn so ganz gut fand, aber das war für mich, glaube ich, jetzt nichts, was jetzt bei mir größer, glaube ich, hängen geblieben ist. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass das vielleicht auch ein potenzieller Kandidat für ein Remake wäre. Also ich finde, das könnte, ich finde jetzt ist so langsam die Zeit reif, das mal ein bisschen refreshed nochmal zu verfilmen mit anderen aktuellen Leuten tatsächlich auch nochmal so ein bisschen dieses Konzept nochmal zu duplizieren in die heutige Zeit, das zu übertragen.
Da könntest du zum Beispiel schon irgendwie nochmal eine SZA oder so dazu nehmen. Ich glaube, da gibt es so viele coole R'n'B-Sängerinnen, die Diana Rosses Erbe, glaube ich, richtig gut antreten könnten. Generell einfach auch. Nimmst du The Weeknd als Scarecrow oder irgendwie sowas. Keine Ahnung. Da hast du so viele Möglichkeiten heutzutage, wenn du da das irgendwie cool machst mit dem coolen Regisseur.
Das kann ich mir eigentlich ganz gut vorstellen. Das ist crazy, dass Richard Pryor hat den Wizard gespielt in dem Film. Völlig verdrängt. Und gedreht von Sidney Lumet. Also der Mann hinter die zwölf Gesporenen. Crazy, oder? Und Doc D. Afternoon Serpik und sowas. Krass. Verrückt. Ja, dann 1985 gab es diesen ominösen Film, von dem du mir erzählt hast, Return to Oz, der, also, korrigiere mich, ich habe gelesen, dass Dorothy wieder zurück nach Kansas kommt, Dorothy hier gespielt von Farusa Bark, die man vielleicht aus dem Hexenclub kennt, später dann, hier war sie natürlich noch ein Kind, und sie kommt in ein Sanatorium, wird dort Elektroschock therapiert und wacht dann wieder in Oz auf, wo alles runtergekommen in Ruin ist und alle Einwohner zu Steinwohnen sind.
Wurden. Ja. Korrekt? Korrekt. Korrekt. Und du denkst dir, hey, vor allem Return to Us. Und dann siehst du dieses Cover oder das Filmposter und zumindest die Cover aktuell. Da siehst du halt die coolen, süßen Sidekicks und ein kleines Mädchen a la Dorothy und denkst dann so, hey, cool, die Fortsetzung schaue ich mir doch an.
Und dann hat das plötzlich komplett andere Vibes und dann ist das plötzlich total traumatisierend. Ich glaube, für sehr, sehr viele Millennials in meinem Alter Oder ich glaube, viele haben den Film tatsächlich in der Kindheit schon gesehen. Und das sind halt echt Szenen dabei. Das ist schon schwierig, glaube ich, als Kind manche zu verarbeiten.
Wie zum Beispiel auch die Oberhexe, die dann verschiedene Köpfe einfach hat und sich dann den Kopf, den sie gerade braucht, rausholt und sich dann eben auf ihren Torso schraubt. Ja, es war halt eine wilde Zeit damals. Wenn ich allein schon an Hexen, Hexen und so denke, da hat man sich halt schon gedacht, hey, wir trauen den Kindern schon ein bisschen was Traumatischeres zu.
Die Scarecrow, das sieht crazy aus. Das sieht echt aus wie ein Horrorfilm. Hat schon ein paar Vibes. Also es ist schon nicht ganz ohne. Es ist echt kein Kinderfilm. Wirklich. Es ist kein Kinderfilm. Nee. Kann man den aktuell irgendwo gucken? Disney Plus tatsächlich. Ich habe ihn auf Disney Plus geguckt vor ich glaube zwei, drei Jahren oder sowas.
Habe ich den mal wieder aufgefrischt und das war so, okay, er ist genauso weird, wie ich ihn noch in Erinnerung hatte. Aber da wird nicht gesungen, ne? Nee, mh, mh. Den würde ich mir auf jeden Fall mal über die Feiertage angucken. So, kommen wir dann zu dem, was wegweisend war für... Die Wicked-Filme, über die wir heute sprechen, nämlich die Bücher von Gregory Maguire.
Vielleicht, falls du dazu kurz was erzählen magst, was du da an Hintergrundwissen hast und eigene Leserfahrungen, falls es die gibt. Ich gestehe, ich habe das Buch nie zu Ende gelesen. Ich habe es damals mir gekauft in New York, dort Barnes & Nobles Buchkette, damals noch relativ groß, mittlerweile so ein bisschen am Strauchen gewesen.
Und ich habe angefangen und ich glaube, ich habe das erste Drittel bis zur Hälfte oder so gelesen und das Problem ist, ich hatte dann, glaube ich, irgendwelche anderen Interessen, irgendwas Spannenderes gab es dann gerade. Ich glaube, mich hat stellenweise auch ein bisschen der Schreibstil geplagt, wenn ich ehrlich bin und dementsprechend habe ich es leider auf Englisch damals nicht beendet.
Habe ich mir aber allein schon durch die Wicked-Verfilmung gedacht, sollte ich mal tun, weil allein schon auch das Buch ziemlich anders ist als das Musical, es ist deutlich erwachsener, also Gregory Maguire hat hier kein Buch geschrieben für Kinder oder Familien, sondern das ist wirklich eigentlich ziemlich erwachsener Stoff und es gibt auch einige, Unterschiede zum Musical, zum Beispiel andere Charaktere, die im Musical nicht vorkommen, dann Nessa Rose sitzt nicht im Rollstuhl, sondern sie hat keine Arme, dann Und sterben einige Charaktere, ich möchte jetzt nichts sagen, ich möchte nichts spoilern für die Leute, die es noch lesen möchten, die aber dann im Musical zum Beispiel leben.
Dann gibt es auch Spicy-Szenen zwischen Elphaba und Biro. Ja, sag ja, Sexy Time. Ja, Sexy Time, die dann im Musical natürlich deutlich abgeschwächt wurden und, und, und. Also es ist schon eine andere Experience. Wobei ich da zusagen muss, bevor wir es vergessen später, ich war tatsächlich überrascht, gerade auch im Vergleich jetzt dann zu Wicked For Good, wie...
Also dafür, dass da relativ viele Kinder im Musical saßen, fand ich es doch relativ offenherzig. Also natürlich siehst du nichts und sowas, aber du weißt halt, dass da gerade eine Sexszene passiert. Was ja im Film quasi, also da weiß man es auch, wenn man es weiß, weil halt Fierro halt eine nackte Brust hat danach und damit aufwacht sozusagen.
Aber im Musical legen sie sich schon auf der Bühne ja auch. Also es wird schon explizit, ist ein falsches Wort, weil es das ja überhaupt nicht ist. Aber du weißt auf jeden Fall, da findet gerade was statt, was du im Film, was im Film quasi komplett nicht gezeigt wird. Also vielleicht habe ich auch eine sexy Version von Wicked gesehen.
Ich glaube, ich wollte gerade fragen. Die Wicked Witches auf, weiß ich nicht. Was hattest du für eine Besetzung und was haben die gemacht, was nicht im Buch oder in der Regie drin steht? Ach, deswegen war das auch in so einem Keller. Nee, aber da legen die sich doch so aufeinander, da sind doch die Schatten zu sehen, die sich aufeinander legen im Musical. Nee, nicht wirklich.
Das ist gut, nein, eigentlich sind die schon die ganze Zeit so, dass sie sich gegenüber sind. Beide sind in der, ja, sitzen auf den Beinen, auf beiden Beiden. Gibt natürlich in puncto Körpersprache natürlich einige Andeutungen, dass es natürlich Intimität geht, zum Beispiel Fieros Blick wandert über ihren Hals, über ihren Arm, beide berühren sich an den Wangen, da gibt es natürlich bestimmte Berührungen, beide sind ja natürlich komplett angezogen und beide halten sich dann eben auch und dann gibt es zum Schluss den Kuss sozusagen und dann fadet so ein bisschen dieses Licht aus, dieses for the first time I feel wicked und dann küssen sie sich und dann gibt es diesen Applaus und dann gibt es tatsächlich dieses dunkle und dann kommt
auch schon dieser Ruf, dieses. Wo sie weiß, oh Gott, irgendwas ist mit Nessa Rose tatsächlich, aber das war's und deswegen frage ich mich gerade was hat deine Besetzung auf der Bühne gemacht, eigentlich ist das, dann war das die extra spicy Version die man vielleicht sonst nicht sieht. Vielleicht, weiß ich nicht.
Sehr spannend auf jeden Fall. Wir machen jetzt mal eine kurze Toilettenpause und ich gehe das mal ganz kurz bei meiner Frau verifizieren, ob ich das geträumt habe oder auf was sie da in Erinnerung hat. Weil ich bin mir sicher, mir ist im Film sofort aufgefallen, okay, das ist jetzt eine Luschi-Version von dem, was ich da...
Okay, dann ist es sehr krass, weil im Film tatsächlich ist es noch mal deutlich heißer als auf der Bühne. Auf der Bühne ist es ein bisschen sexy, aber nicht, dass da irgendwie das ist eher so ein bisschen rumgemache das war's, Ich prüfe das mal kurz. Ja, ich habe die Pause genutzt und es scheint so, ich habe zwei Theorien.
Entweder habe ich mir das einfach nur ausgemalt, dass es dort zu. Das geht jetzt so, als ob die dann Geschlechtsverkehr auf der Musical-Bühne machen, so schlimm ist es jetzt nicht, aber ich war mir sicher, dass es dort eine Szene gibt, in der Elfie und Fierro in der Vertikalen liegen und dann wird es dunkel.
Und dann ist der nächste Tag so eine Art. Aber das scheint nicht so gewesen zu sein. Aber wir haben jetzt eben kurz vor Ende der Pause festgestellt, dass es vielleicht Hades Town gewesen sein könnte, der etwas mehr angedeutet wird als in Wicked. Trotzdem wundere ich mich, warum meine Enttäuschung, also Enttäuschung dann so groß war beim Film, dass das da...
Da küssen die sich ja auch. Aber ich dachte, das wäre mehr Musical gewesen. Und da wachen die ja auch zusammen nebeneinander auf und du siehst auch die Situation, das ist so der klassische Morgen danach und Nacht danach. Je nachdem, wie man es nimmt. Aber halt mit so einem richtigen Hardcut. Also Kuss und zack, wir wachen auf morgens. Genau.
Gute Möglichkeit, das Musical nochmal zu gucken beim nächsten London-Besuch, auf jeden Fall. Dann bin ich gespannt, was du das sagst. auch wirklich von der Besetzung ab, wie weit die da gehen, das weiß ich nicht. Natürlich kommt es auch auf die Chemie der Darsteller an. Vielleicht sagt es auch an diesem Fierro, der da war, dieser Fuckboy.
Vielleicht gehört der da gar nicht zu, zum Cast eigentlich. Im Nachgang musst du mir zeigen, was du da für einen Fierro hattest. Das Begriff Fuckboy finde ich schon echt schwierig. Der ist hier auf einem Bild hier sogar. Ich bin der Meinung, er ist hier in dem, wie nennt ihr Musical-Fans das? Achso, Souvenirprogramm steht hier drauf.
Ist der auf einem Bild drin, aber er ist auf jeden Fall bei der. Wo war denn das? Ebenso stand doch hier die dritte Besetzung. Hinten sind dann, genau, hinten sind dann die Bilder von den jeweiligen. Also wir hatten als Kinder war die Lydia Gerrard da, die fand ich richtig gut. Großartig, die war großartig. Ach, Stand-by war das Wort, was ich vorhin gesucht habe. Genau, Stand-by.
Ja, dann, genau, der eigentliche, Carl Mann ist der eigentliche Fierro. Genau, den hatte ich, ja. Und bei uns war, hier, der ist sogar ganz unten, Jacob Young heißt der, guck mal. Jacob Young. Okay. Und der hat auch so, den haben sie, glaube ich, nur aufgrund seines Hinterns besetzt. Gesanglich war das echt, tut mir leid, Jacob, war das echt so das Schwächste vom ganzen Cast.
Ich habe das Gefühl gehabt, den haben sie nur für seinen herausstehenden Hintern besetzt. Ich weiß es nicht. Der besonders gut in der Hose aussah. Typgerecht auf jeden Fall gecastet. Das muss man denen dann lassen. Oh ja. Ist Fierro nicht auch ein bisschen ein Fuckboy? Also wenn man ihn am Anfang trifft, ist er schon. Ich hab, also, das Problem ist, glaube ich, wirklich, wen du da siehst.
Ich sehe jetzt, für mich ist tatsächlich Jonathan Bailey ist das schon, optisch ist er mein Fierro. Und auch so von der Art, wie Jonathan Bailey halt ist, das macht die Figur von Fierro gleich nochmal sympathischer irgendwie. Und dann, wenn du dann so jemanden siehst, der dann doch eher so diesem typischen.
Prinzen entspricht, so wie Fierro am Anfang ja auch vorgestellt wird im Film, aber es ist er ja so in dem Sinne gar nicht, dann weiß ich nicht. Also nee, das hat mir irgendwie nicht gepasst. Der andere, dieser Carl Mann, der da die Hauptbesetzung ist, der sah mir auch irgendwie sympathischer aus. Der hat auch wirklich einen sehr, sehr guten Job als Fierro gemacht.
Ich hab's ja letztes Jahr, sag mal, es ist dieses Jahr gewesen, dieses Jahr, hab's ja auch nochmal gesehen gehabt mit der Besetzung, mit der aktuellen London-Besetzung und ich war auch völlig, völlig blown away. Das ist richtig, richtig gute Leute, die du gerade dort auf der Bühne hast. Und ich fand Carl Mann sehr, sehr gut besetzt als Fierro. Der hat auch wirklich Tiefe reingebracht.
Und das ist tatsächlich für Leute, die jetzt Wicked als Film kennen, aber nicht zum Beispiel die Bühnenversion. Ich sag's mal so, es gibt sehr viele Fierros da draußen, die auch weiterhin im zweiten Akt sehr oberflächlich bleiben und nicht die Rolle ausnutzen, die zwar jetzt auch nicht, ich sag's mal so, Also, Fierro ist jetzt nicht so die krass tiefgründige Rolle, die du spielen könntest.
Aber ich finde, Carl Mann hat alles rausgeholt, was du da aus dieser Rolle rausholen kannst. Und du kannst da auch tatsächlich was rausholen, wenn du dir die Figur gut anguckst. Das machen aber leider einige Fierro-Darsteller nicht. Und spielen halt wirklich dieses self-absorbed Rich Prince. Rich Prince.
Rich Prince. Und Spunsch. Dieser Rich Prince, dieses Image, das ist, viele schaffen nicht diesen Turnaround im zweiten Akt, den glaubwürdig darzustellen, was sehr schade ist, aber ich fand, Carl Mann hat das unglaublich gut gemacht und ich finde Jonathan Bailey kriegt das auch sehr, sehr gut hin, tatsächlich.
Karl Mann ist noch ein bisschen ernster als jetzt Jonathan Bailey, finde ich. Jonathan Bailey ist irgendwie selbst im zweiten Akt der total Strahlemann. Er ist einfach so ein grundsympathischer Mensch mit so Teddybäraugen, weißt du? Ja, ja, ja. Das ist auch die Optik. Man erliegt ihm schnell, muss man schon sagen.
Ja, das muss man schon sagen. Zurück nochmal zu Gregory Maguire. Der hat ja mehrere Wicked-Bücher geschrieben, die er zu dieser Wicked-Years-Reihe sozusagen zusammengestellt hat. Eines davon ist Wicked. Das ist ja direkt eins davon. Und was hat er sich jetzt, Bianca, dabei gedacht? Und was ist dann quasi sozusagen von der Einordnung her Wicked im Verhältnis zum Zauberer von Oz?
Was können sich die Leute, die das gar nicht kennen, jetzt darunter vorstellen? Weil ich weiß, ich saß in der Pressevorführung vom zweiten Film und da wurde ich auch nochmal von einem netten Kollegen gefragt, ob das Ganze, was ist das denn jetzt? Ist es eine Fanfiction oder was ist das eigentlich? Und es ist gar nicht so einfach zu erklären. Aber wenn man es einmal weiß, dann ist es eigentlich eine super smarte Prämisse. Aber erzähl mal, was ist das eigentlich?
Gregory Maguire hat ja Wicked Mitte der 90er geschrieben. Und das ist nicht sein erstes Buch und das ist jetzt nicht ein Autor, der bekannt ist dafür, Fanfiction vorher im Internet oder irgendwo anders veröffentlicht zu haben. Geschweige denn, dass es da noch kein zugängliches Internet und so gab. Aber ja, es geht ja schon in so eine leichte Richtung, aber sein Ding war auch in anderen Romanen zuvor bekannte Storys, gerade aus dem Bereich Märchen, wie zum Beispiel Schniewittchen, Aschenputtel, Zauberer von Oz, sich die ranzunehmen und Oz, einer sehr erwachsenen Perspektive eine Alternative zu bieten, im Sinne von, hey, wie könnte denn diese Story aussehen aus dem Blickwinkel der Stiefschwester, jetzt bei Cinderella?
Ja. Oder, also wirklich, man nimmt so fast wie so ein kleines Multiversum, weißt du, so alternative Realitäten an. Und lässt eine Geschichte aus einer ganz anderen Perspektive erzählen. Da gibt es zum Beispiel Mirror Mirror, das hat er mit Schneewittchen gemacht. Jetzt Confessions of an Ugly Stepsister, das ist rund um Aschenputtel gewesen.
Und dann hat er eben auch die Story zu Wicked gemacht, was eigentlich genau dasselbe Prinzip war. Das ist so sein Konzept tatsächlich, das er da damals gemacht hat, bekannte Storys, Märchen zu nehmen, die Charaktere sich anzuschauen und dazu eine sehr erwachsene Story aus einer anderen Perspektive nochmal zu erzählen mit neuen Charakteren, mit anderen Blickwinkeln und anderen Storylines.
Es ist sozusagen eine Art Add-on, aber irgendwie in so einer Art, vielleicht auch Paralleluniversum, wenn man es dann so will. Eins zu eins ist es jetzt nicht unbedingt, auch wenn man im Musical extrem viele Anschlusspunkte natürlich zu Zauberer von Osser hat. Deswegen ist es irgendwie so ein bisschen Prequels, teilweise läuft es ja auch zeitlich gesehen parallel.
Aber bestimmte Dinge muss man schon sagen, wäre dann vielleicht auch schon so eine Art Parallelwelt schon davon. Also ja, das ist einfach nochmal eine Story aus einem anderen Blickwinkel erzählt mit Erwachsenen-Elementen. Das ist so sein Ding. Es ist halt eine super interessante Prämisse, weil man sagt ja auch nicht umsonst, gerade da geht es glaube ich...
Bei diesem Satz, Zitat, eher um Krieg, aber die Geschichte wird von Siegern geschrieben. Und das ist halt so die andere Seite der Medaille sozusagen. Weil wenn man sich dann fragt, gerade jetzt in Bezug auf Wicked, ist denn das, was uns hier erzählt wurde im Film, im OG-Buch, ist es denn überhaupt die Wahrheit?
Oder ist es nur das, was uns quasi von den Leuten, die am Ende, wie auch immer, gewonnen haben, oder jetzt mal Wicked-übergreifend, ob das denn überhaupt stimmt. Und so, das ist halt einfach ein simpler, aber effektiver Kniff, der so viel Potenzial bietet einfach. Und gerade, du hast ja vorhin schon gesagt, dass hier diese Buchvorlage ungemein düster ist.
Das ist fast schon eher das, also wenn man es originalgetreu umgesetzt hätte und nicht so wie es jetzt quasi in der, sag ich mal, Blockbuster-Version, wie es Wicked getan hat, die Verfilmung, das ist das, was vielleicht am ehesten einem Horror-Element gleichen würde wahrscheinlich. Wenn ich es so richtig gelesen habe, so von den düsteren Themen, von der Dunkelheit und so weiter. Und auch so von der ...
Wie sagt man von der, Kärfik ist jetzt das falsche Wort, aber ich meine, es ist einfach ein bisschen expliziter ist, ne? Ja, ganz genau. In die grieche Hinsicht, ja. Und das sind auch Bücher für Erwachsene. Also Wicked ist kein Buch für Kinder, für Jugendliche oder so, sondern das Zielpublikum von Gregory Maguire war schon immer das Erwachsene-Publikum.
Und deswegen ist es klar, wenn man da so ein Konzept hat wie Wicked, dass man das da so ein bisschen, ich sag's jetzt mal, abschwächt an vielen Stellen. Weil man versucht natürlich, wenn man so ein Konzept hat oder eben so eine Produktion, das so vielen Leuten so zugänglich wie möglich zu machen. So ein bisschen dieses, ich will nicht sagen, Disney-Konzept war ganz Disney.
Es ist nicht zu 100 Prozent Family-Friendly, aber es geht schon in so eine Richtung. Und deswegen merkt man schon, dass sie da auch versucht haben, bestimmte Themen, aber auch Bilder natürlich dann dementsprechend auch runterzuschrauben, um eben ein breiteres Zielgruppenpublikum damit eben auch anzusprechen.
Ja, und ich finde auch, dass es nicht so verzahmt ist, wie es hätte sein können sogar, weil dafür sind die politischen Elemente einfach im Film noch extrem vorhanden, im Musical auch. Und das hatte mich schon überrascht, wie sehr das da noch passiert. Adoptiert wurde, muss man ja auch nicht unbedingt mit rechnen. Das stimmt.
Also für ein Mainstream-Musical, was Wicked ist, ist es überraschend tiefgründig. Und das ist so ein bisschen auch das, warum ich Wicked so liebe. Es ist nicht ein. Megatolles visuelles Feuerwerk, was es denn auch ist, sondern wenn du möchtest, kannst du auch tiefer einsteigen. Und dann kannst du dir das mal angucken mit den ganzen Szenen rund um Dr.
Dillement und den Wizard und du hast da einfach eine unglaubliche Tiefe vor dir, was du so in einem Art Mainstream-Musical nicht so oft hast. Wenn du tiefgründiges Musical hast, dann hast du dir eigentlich immer sowas wie Illini Miserable angeschaut oder Miss Saigon. Da wusstest du mal gleich, hier geht es um Geschichte, französische Revolution, die damit verbundenen Themen und Problematiken. Ein Lehrauftrag.
Halber Lehrauftrag, ja, aber das ist bei Wicked echt sehr, sehr dezent und unglaublich clever in die Geschichte verwoben. Und das mag ich und das finde ich auch toll, dass sie das im Film ebenfalls zeigen und sogar noch stellenweise ausgebaut haben hier und das finde ich sehr, sehr gut. Also wirst du das Buch irgendwann noch mal zu Ende lesen? I hope so. Ich hoffe es, ja.
2003 gab es dann die Bühnenadaption, das Musical von Wicked. Bis heute, wenn ich richtig informiert bin, das zweiterfolgreichste oder die zweiterfolgreichste Musicalproduktion der Welt nach dem König der Löwen. Die Musik komponiert von, weil das darf man nicht vergessen, die Musik hat ja per se erstmal nichts mit Gregory Maguire zu tun, da muss natürlich, das war Stephen Schwartz, der das komponiert hat und Winnie Holzman hat das, quasi das Drehbuch dafür geschrieben?
Oder die? Genau, das Buch zum Musical sozusagen, also auf das Drehbuch für die Bühne sozusagen, deswegen Drehbuch ist gar nicht so schlecht und sie hat aber auch das Drehbuch für die Filme geschrieben. Das finde ich sehr, sehr gut, dass sie vom Musical genauso auch an den Filmen im Buch beteiligt war.
Wie erwähnt, es ist von der Tonalität her ein bisschen leichter, etwas weniger politisch als die Vorlage, aber immer noch von, das hat Baguio zumindest, in meinem inoffiziellen Guide gesagt, ich weiß nicht, ob das Zitat dann echt ist, aber er hat gesagt, dass Winnie Hoffman und Stephen Swartz die Essenz seines Buches verstanden haben auf jeden Fall und er das Musical selbst über 60 Mal gesehen hat. Glaube ich sofort.
Das ist tatsächlich auch nicht unbekannt, dass Gregory Maguire auch eng mit dem Produktionsteam zusammengearbeitet hat, war da nicht außen vor, man hat ihn nicht übergangen oder wie es halt zum Beispiel bei manchen Star Wars Filmen und zum Beispiel George Lucas war, dass man ihn dann komplett irgendwie beiseite gelassen hat.
Im Gegenteil, er war sehr, sehr tief involviert von Anfang an in der Produktion und er hat tatsächlich auch sehr positiv bis heute über die Show gesprochen, was ja auch für das Stück und auch die Entstehung rund um das Stück spricht, weil das hätte ja auch ganz anders laufen können. Also wir sehen das ja auch in Filmproduktionen immer wieder, dass Autoren ein Buch schreiben und dann das Buch teilweise verfremdet wird, sodass der Autor dann selber sagt, hey, ich stehe eigentlich gar nicht mehr dahinter, ich sage nur Michael Ende und so mit unendliche Geschichte, bestes Beispiel, aber das ist zum Glück hier nicht der Fall und das finde ich halt auch, das spricht auch sehr für die Produktion, wenn man da so eng dann auch mit dem
Hauptautor zusammenarbeitet. Genau, das wurde uraufgeführt im Gershwin Theater am Broadway in NYC. Du hattest gesagt 2005, hattest du es dann gesehen? Genau, ich hatte es knapp eineinhalb, ein Dreivierteljahre nach Premiere gesehen. Und das war auch noch in dem Gershwin Theater? Das ist immer noch bis heute im Gershwin Theater. Ah ja, okay. Ja, ganz genau. Hat nicht umgezogen, ist immer noch dort zu sehen.
Und ich habe es ja eben schon erwähnt, es war super erfolgreich. War es auch instant, es war direkt ein absoluter Kassenschlager sozusagen, aber wie das so oft ist bei Blockbustern in Anführungszeichen, unterscheiden sich da manchmal die Einspielergebnisse von den Kritiken. Ist das auch auf Wicked so getroffen? Ja, durchaus, durchaus.
Also Wicked's Fluch war zu Beginn der Fluch der mäßigen bis schlechten Kritiken. Damals war das auch nochmal ein anderes Klima an Broadway. Du hattest wenige Medien, die eine gewisse hoheit hatten über reviews und das war noch zu ersten frischen zarten internet zeiten wo man jetzt noch nicht irgendwie keine ahnung auf instagram gegangen ist und lässt sich von irgendeinem content creator beeinflussen der völlig schwärmt von dem stück und denkst dir ja stimmt gucke ich mir mal an das gab es damals nicht der haupteinfluss war eben durch mundpropaganda, Also Freunde, mit denen du gesprochen hast, die zum Beispiel drin waren und natürlich eben die Kritiken in den Zeitungen und Magazinen.
Und eine der Hauptmagazine ist bis heute die New York Times, die aber auch dafür berühmt berüchtigt ist, dass sie nicht die besten Kritiken raushaut. Und dass da, das sind glaube ich nur gar nicht so viele Autoren oder Journalisten dafür zuständig, die diese Musicalkritiken für den Broadway auch schreiben.
Und die sind berühmt-berüchtigt schon immer dafür gewesen, dass sie sehr viele Stücke zerreißen und trotzdem orientieren sich die Leute an genau diesen Kritiken. Das ist wicked ereilt. Ich weiß nicht mehr, wer das genau war, aber der Schreiberling von der New York Times fand es völlig aufgeblasen, total drüber, hat die Story zerpflückt, hat die Show zerpflückt.
Sehr viele, die dieser Kritik auch in puncto Meinung mitgegangen sind, haben gesagt, das Ding wird nicht, keine ein, zwei Jahre durchhalten. Ja. Ja, guck's dir an, es läuft immer noch im selben Theater, es läuft in London immer noch ungebrochen seit 2006, weil die Leute reingegangen sind, eben Prämisse, Wizard of Us, riesengroßes Ding in den USA, allein schon, popkulturell und kulturell unglaublich tief ja dort verankert und das hat sich sofort rumgesprochen, wie begeistert die Leute da rausgekommen sind und das ist genau das, was du gesagt hast, es gibt ja so oft und du siehst gerade bei so Seiten wie Rotten Tomatoes, da siehst du den Kritiker-Score und dann siehst du halt diesen Popcorn-Publikum-Score
und da sind dann echt große Diskrepanzen drin und so war es tatsächlich auch bei Wicked damals als Musical, als es aufgeführt worden ist. Der Siegeszug war ja nicht aufzuhalten. Es ist ja dann weltweit sozusagen ein Phänomen geworden. Sei es in Asien, in Europa, London, in Deutschland. Wir haben von dem Stuttgart geredet, aber zuletzt war es aber in Hamburg, oder?
Genau, zuerst war es in Stuttgart. Dann ist die Produktion umgezogen nach Oberhausen für ein paar Jahre. Und dann war die Show für viele, viele Jahre nicht in Deutschland zu sehen. Und dann wurde Wicked in Hamburg aufgeführt, aber nicht in der Original-Broadway-Produktion, wie man sie auch in London sehen kann oder auch in Stuttgart zu sehen war, sondern in einer sogenannten, Achtung, Non-Replica-Version.
Non-Replica bedeutet, man hat sich das Stück mit den Songs und allem drum und dran mit einem gewissen Konzept geholt und sozusagen eingekauft, aber man hat die Freiheit, daraus was Neues zu machen. Das heißt, du kannst den Choreograf dafür engagieren. Es machen super viele Produktionen übrigens in Dänemark und in Norwegen, auch in Osteuropa sind sehr viele dafür bekannt, dass sie sehr viele Non-Replica-Versionen machen. Brasilien auch.
Wicked ist dort auch in einer sehr, sehr krassen Non-Replica-Version mit vielen Effekten und so zu sehen. Und die Produktion oder genau, die Produktionsfirma kann dann wirklich aus dem Lizenzmaterial was Neues machen. Das heißt, Kostüme, das heißt ... Neue Choreos. Ich habe eine Non-Replica-Version in London gesehen.
Nein. Nein, die Non-Non ist schon immer... Achso. Das war es Non-Replica. Könnte sein. Ja, aber die in Hamburg war dann tatsächlich zum Schluss jetzt eine Non-Replica. Ich kenne einige, die mochten die Show. Ich hätte die Chance gehabt, sie zu sehen. Ich war zu dem Zeitpunkt aber tatsächlich als riesengroßer Fan der Originalproduktion.
Ich bin ganz ehrlich, nicht offen genug dafür. Ich hatte eine Möglichkeit. Da wollte aber eine Freundin lieber in der König der Löwen gehen. Und jetzt bereust du es ein bisschen. Bisschen bereue ich es schon, weil tatsächlich mir auch die Martini-Show auch da nicht so gut gefallen hatte. In London hat es mir gut gefallen, in Hamburg nicht so. Und deswegen finde ich ein bisschen traurig, dass ich nicht die Chance genutzt habe.
Aber ich habe schon gemerkt, ich habe mich auch schon ein bisschen verweigert. Ich bin normalerweise echt ein offener Mensch, aber Wicked ist da doch so ein Thema, wo ich sage, die Originalproduktion ist so perfekt. Es wird jetzt wahrscheinlich nicht so, es wird jetzt keine Temo-Version sein des Musicals. Ich gehe mal davon aus, es wird schon was Seriöses, Vernünftiges sein.
Das wusste ich aber gar nicht, das ist interessant. Glaubst du denn, dass in naher Zukunft oder überhaupt, vielleicht auch in entfernten Zukunft, nochmal die Chance besteht, dass das Musical nach Deutschland nochmal zurückkehrt? Egal wohin? Definitiv. Weißt du was? Nein. Ich weiß nichts. Ich habe immer mal wieder was gehört, dass es durchaus mal zur Debatte stand.
Ich könnte es mir aber gut vorstellen aufgrund des Erfolgs des Films. Weil ich glaube, der Film hat auch sehr viel für das Stück einfach noch getan. In puncto Bekanntheit, in puncto Beliebtheit natürlich auch. Auch wenn natürlich die Theater-Kids da draußen Wicked natürlich schon im Schlaf können und auch lieben.
Ich denke, sehr viele können lieben Wicked tatsächlich da draußen. Aber das ist halt noch nicht so ganz in den Mainstream gekommen. Deswegen hat, finde ich, John M. Chu und die ganze Verfilmung dann einen sehr großen Beitrag geleistet. Weil ich könnte mir echt gut vorstellen, dass es, wenn es wieder zurückkommt, dass es auch vielleicht deutlich erfolgreicher wird, weil die Leute einfach dann Wicked schon eher kennen durch die Filme.
Ach ja, das war ja der mit Ariana Grande. Oh, das gucken wir uns doch an. Das war doch ein schöner Film. Also genau so, das ist die Gedankenkette, die bei sowas natürlich ausgelöst wird. Und deswegen finde ich das schon realistisch, wenn Wicked in den nächsten Jahren mal wieder in den deutschsprachigen Raum als feste Großproduktion auch kommt.
Es ist jetzt zum Beispiel in Österreich zu sehen gewesen, glaube ich, aber auch in der Non-Replica in Baden bei Wien konnte man das sehen. Aber ich könnte mir vorstellen, dass es tatsächlich wieder in der Großproduktion zurückkommt. Ob es jetzt die Produktion ist aus London, I don't know. Ich würde es mir wünschen, ich mag die unglaublich gerne, aber das weiß man natürlich nicht. Aber ich denke schon, irgendwann mal kommt Wicked zurück.
Also dafür würde ich auch mit der Deutschen Bahn ein paar Stunden fahren. Das wäre es mir dann schon wert. Auch wenn es dann auf Deutsch ist, aber ich glaube dafür, ich fühle mich bereit. Aber dann allerdings nur bei Wicked erstmal, bei was anderem wahrscheinlich eher nicht auf Deutsch. Aber ja, spannend. Ja, also ich muss wirklich sagen, ich war...
Das hatte ich ja vorhin schon angedeutet oder auch schon mehr als angedeutet. Wirklich extrem begeistert von der Stage-Performance da. Das Bühnenbild ist wirklich sagenhaft. Also da ist so viel in Bewegung, da tut sich so viel. Es ist auch so extrem lebhaft. Du kannst überall hingucken, überall passiert irgendwo was. Gerade wenn viele Leute auf der Bühne sind.
Das ist schon richtig cool gemacht, muss ich sagen. Das hätte ich nicht gedacht, dass das so... Also in meiner Vorstellung war das deutlich altbackener. Da siehst du dann am Rand irgendwelche Leute, die so an so Drehdingen ziehen und dann geht so ein Vorhang auf. Das ist aber alles so vollautomatisch.
Gut, ab und zu siehst du oben mal so ein paar Leute, die da am Licht und so umherspielen. Aber das ist sagenhaft, das ist riesengroß. Diese Bühne ist ja auch so wahnsinnig groß und hat so viele Ebenen nach hinten wie zur Seite. Und ich muss wirklich sagen, also auch die Kostüme sagenhaft. Da gibt es so viel zu gucken. Und wie gesagt, wenn da schon die Zweit- oder Drittbesetzungen, die ich ja nur gesehen habe, da schon so gut sind, würde ich es gerne mal in der ...
Ich habe jetzt das weggelesen. Ich glaube, wie hießen die nochmal? Sissi? Sissi Strelin und Emma Kingston sind aktuell die Erstbesetzungen, ja. Das würde ich dann auch gerne nochmal sehen, wenn die beiden das, also... Ich hatte Emma tatsächlich. Emma war großartig, weil sie vom Style her sehr wie die Ur-Alphabas, das in 2000 dann war.
Und für mich sind das so, also da gab es so wirklich OG-Alphabas, die für mich heute bis heute das Nonplusultra in der Darstellung von diesem Charakter sind. Und deswegen muss ich schon sagen, Emma hat wirklich da was abgerissen, das war ganz, ganz, ganz toll, aber ich hatte ja auch Lydia übrigens, als Glinda, du hattest sie auch und ich muss sagen, Weltklasse, ich habe sehr viele Glindas in meinem Leben schon gesehen und gehört und sie ist definitiv Top 5 mindestens also was sie da gemacht hat, das ist genau das, wie Glinda sein muss das war exzellent durch und durch, unfassbar man hat da nichts vermisst und man deswegen ist das auch wieder so ein Beweis, weil viele Leute immer denken, ich habe nicht die Erstbesetzung,
jetzt wird das qualitativ schlechter. Und das ist echt oft überhaupt nicht der Fall. Im Gegenteil, manchmal hatte ich sogar natürlich dann auch persönliche Präferenz, wie jemand den Charakter anlegt, aber. Ich persönlich mochte zum Beispiel in manchen Produktionen auch die alternierende Besetzung manchmal mehr als zum Beispiel die Erstbesetzung.
Es macht ja auch so Spaß, unterschiedliche Leute auch auf der Bühne zu haben, weil dadurch hast du auch eine ganz andere Show zum Teil. Weil die Interpretation der Charaktere dann auch ein bisschen anders ist. Dann wird anders gesungen, dann wird anders gespielt. Dann ist natürlich alles in dem Moment.
Dann spielt die Person vielleicht am Donnerstag auch noch mal anders als am Freitag. Das ist das Tolle am Live-Theater. Und deswegen gucke ich auch so gerne unterschiedliche Besetzungen, weil es einfach so unterschiedliche Ansätze gibt, die das Stück halt einfach so erfrischend machen und man immer wieder was Neues entdeckt.
Das ist ja auch das, was dann den Unterschied wieder zum Film macht. Der Film ist halt, wenn du ihn jetzt guckst, immer gleich. Ja. Und... Die Bühnen-Performance ist halt jeden Abend anders. Sei es durch die Konstellation oder sei es dadurch, dass einfach mal ein Ton anders gesungen wird. Vielleicht mit ein bisschen mehr, vielleicht auch mal ein bisschen weniger Energie, whatever.
Und das macht es halt so individuell, dass halt gefühlt du immer ein einmaliges, individuelles Erlebnis bekommst. Und ich glaube, das ist schon dann auch so mit der größte Unterschied dann einfach auch zum Film. Das ist dann schon irgendwie was Besonderes. Was mir noch aufgefallen ist, ich habe so ein bisschen den Leuten auch gefolgt, die da mitgespielt haben in den beiden Musicals auf Instagram und so.
Die Leute sind relativ nahbar, habe ich das Gefühl. Die freuen sich auch, wenn du irgendwie da mal kommentierst und sagst, oh, das hast du toll gespielt und wow und so oder mal in Nachricht schüttet. Die antworten auch alle. Ich habe das Gefühl, so eine Nähe zum Musical-Publikum ist da sehr groß, dass die einfach sehr nahbar sind, die Darstellenden.
Ja, durchaus. Kann aber Fluch und Segen zugleich sein, vor allem hin halt für den Cast. Und ich glaube, sehr viele Leute wissen halt einfach auch, dass sie sehr nahbar sind und erreichbarer als, glaube ich, manche andere Stars da draußen, die man vielleicht nicht so schnell mal treffen könnte. Und deswegen gab's da auch jetzt mal, um auch so ein bisschen den leicht negativen Aspekt vielleicht auch aus der Tatsache zu ziehen, auch immer mal wieder Probleme an den Stage-Doors oder so, wo du dann halt auch mal hingehen kannst.
Ja, das ist der Nachzunehmen. Es gibt einen Ausgang aus dem Gebäude. Ganz genau. Und das ist halt auch ein bisschen die Herausforderung an dem, dass halt viele Leute halt genau das wissen, dass die Leute nahbarer sind und erreichbarer, was das halt auch so schwierig macht. Aber ja, auf jeden Fall. Also ich glaube, die Leute freuen sich total, wenn man denen einfach mal kurz schreibt, hey, du hast einfach heute Abend mega abgerissen. Ja. Vielen Dank.
Und ich denke, das ist auch etwas, was man auf jeden Fall sicherlich auch gerne macht. Also ich persönlich mache das auch sehr, sehr gerne, wenn mir wirklich was gut gefallen hat und bedanke mich dann auch für die Show, weil ich finde, das Feedback sollte auf jeden Fall dann auch ankommen und dann irgendwie nicht nur durch Klatschen drin sein, sondern einfach halt sagen, du hast, Du bist echt klasse, mach weiter. Gerade bei den Leuten, die jetzt eben nicht das Top-Belling sozusagen sind, sondern die eben noch, ja, das habe ich auf jeden Fall festgestellt.
Ja, bevor wir zu dem Hauptthema heute kommen, habe ich mir noch einen Film angesehen, den ich völlig vergessen hatte und dann dachte, okay, das muss ich mir jetzt nochmal antun, jetzt wo ich so ein Fan bin. Ich ahne. Und hab ihn mir dann auf Rebuy bestellt. Oz, the Great and Powerful von Sam Raimi. Wo wir wieder ein bisschen Horrorkontext hier reinkriegen.
Mit James Franco, Michelle Williams, Rachel Weisz, Zach Braff, Mila Kunis in den Rollen. Ein Prequel zum OG Wizard of Oz. War tatsächlich auch ein großer Hit. Hat 500 Millionen Dollar knapp eingespielt. Bei mir war es kein großer Hit. Ich fand den Film furchtbar. Also wirklich absolut furchtbar. Also allein, wer auf die Idee kommt, dass James Franco hier eine sympathische, empathische Figur spielt, der ich zweieinhalb Stunden lang folgen will und mit der ich mitfiebern will. Ja, nee, sorry.
Also James Franco ist sowieso keiner meiner Lieblingsschauspieler, aber wenn man so die ganzen Storys um ihn herum kennt, Ich sag mal so, andererseits ist er natürlich wieder der perfekte Wizard. Ja. Aber nicht eine Hauptrolle für so einen Film einfach. Und alles daran, für mich wirkte das Ganze wie ein Showcase für 3D und CGI.
Ja, oh ja. Gerade das 3D ist halt sehr omnipräsent dort und wie gesagt, es ist ja komplett fast nichts handgemacht in dem Film und das ist so hässlich vom Compositing teilweise. Also für die Disney ist die Abstimmung quasi, wenn du mehrere Bildebenen ineinander gefügt hast, also dass die Leute zum Beispiel vom Greenscreen gedreht werden und wie sich das dann in CGI Hintergründe einfügt, sieht grauenhaft aus in dem Film und es ist das Coloring, einfach alles daran ist so hässlich, ich finde den Film wie ein Albtraum, also es ist wirklich es ist und inhaltlich ja, hat sicherlich glaube ich so ein paar nette Ideen glaube ich auch wieder so ein paar alternierende Sachen im Vergleich zum, zum Wizard of Oz und auch dann jetzt natürlich retrospektiv zu Wicked wiederum,
wenn man das alles als eine Welt betrachtet, aber das war schon echt Müll, muss ich ganz ehrlich sagen, also da bin ich auch so hart, also das war. Ich ahnte schon, das kann man ja auch nachschauen, die Bewertungen sind ja nicht gut von dem Film, aber dass es so schlecht ist, hätte ich echt nicht gedacht.
Ja, vor allem, du hast eigentlich eine relativ gute Besetzung und auch gute Leute, ich sag nur Rachel Weisz, ich freu mich immer, wenn ich sie auf der Leinwand sehe, seid die Mumie, ich liebe sie, das ist, die sind nicht nur so unglaublich hübsch, sondern ich finde, die spielt einfach auch großartig und du hast eigentlich da schon...
Viel Potenzial, was man sehr, sehr schnell verschenkt. Und wo man merkt, dass es sicherlich nicht etwas war, wo Raimi viel Mitspracherecht hatte, das merkt man. Bestimmte Stilessigen, die man eigentlich von ihm kennt, lässt er da komplett außer Acht. Und das ist super weird, weil er hat bestimmte Dinge, die wiederholt er und wiederholt er. Wirklich gefühlt seit Evil Dad, sei es jetzt irgendwelche Kameraeinstellungen oder sonst was.
Und das ist einer der Filme, wo man nicht das Gefühl hat, dass es wirklich von ihm kommt, wenn ich ehrlich bin. Und natürlich gibt es bestimmte Dinge, die man natürlich auch da, hier und da entdeckt von ihm. Aber ich habe schon das Gefühl, dass es eher so ein Ding ist, wo auch auf jeden Fall die Produzenten sehr, sehr viel mit Spracherecht hatten.
Und das kam auch noch zu dem Zeitpunkt, wo Wicked auch seit ein paar Jahren sehr etabliert war und sich etabliert hat sozusagen. Wo ich auch das Gefühl hatte, oh, irgendwie will Disney da wieder in dem Bereich mitmischen. Weil wenn man sich mal auch anguckt, wie zum Beispiel Mila Kunis auch als böse Hexe des Westens auch dargestellt wird, das ist schon so ein kleiner Alphabar-Abklatsch tatsächlich.
Auf jeden Fall, also ein kleiner ist gut. Das merkt man, also sowohl visuell in puncto Costuming als auch irgendwie im Charakter, dass man da auch versucht hat, so Glinda so ein bisschen special darzustellen hier mit Michelle Williams. Das merkt man schon. Aber dass das halt wirklich so krass in die Hose gegangen ist, ich glaube, das hätte keiner erwartet.
Ich muss gestehen, ich habe ihn damals im Kino gesehen, deswegen auch mit dem 3D komplett, kann ich komplett bestätigen und unterschreiben. So viele Szenen sind einfach nur auf Effekthascherei im Bereich 3D ausgelegt, das merkt man. Das war aber sowieso mal damals eine Zeit, wo du ganz viele Filme im Kino gesehen hast und einfach gemerkt hast, okay, die Szene macht absolut keinen Sinn, aber das 3D sieht gut aus und genau deswegen haben sie es reingepackt.
Und genau das merkt man halt sehr, sehr, sehr, sehr krass bei dem Ostfilm jetzt von Disney. Ich fand in dem Kino tatsächlich beim ersten Watch gar nicht so mies. Es wurde dann mieser, als ich es dann zu Hause am Fernseher geguckt habe, die nächsten Rewatches. Also ich glaube, ich habe den Film bestimmt drei, vier Mal gesehen und es wurde von Mal zu Mal deutlich schlechter. Und dann merkst du halt wirklich auch diese Defizite, wenn du mal dieses 3D weg irgendwie hast.
Dann merkst du auch die Problematik, dann merkst du auch die Problematik von der Besetzung von hier, dem Wizard. Hallo, Namen, heute Namen. Hilf mir. Hilf mir. Hilf mir. Also, wir sind jetzt bei James Franco. Danke, danke, genau. Ich hatte die ganze Zeit seinen Bruder hier mit, das war nicht Dave, James Franco, genau.
Finde ich auch unglaublich schwierig. Auf der einen Seite passt es, wie du schon gesagt hast, die Rolle ist auch ganz schön arschig bei Disney angelegt. Da könntest du ihm wirklich eine richtig, richtig reinhauen an vielen Stellen und denkst dir nur so, was gucke ich da gerade? Ist das Rage-Bade? Ist der komplette Film einfach nur darauf ausgelegt?
Ich weiß es nicht. Aber ja, es ist einfach für mich der misslungene Versuch von Disney, etwas vom Kuchen von Wicked abzuhaben im Filmbereich. Ist es eigentlich, um auf die Rechte und Lizenzen mal ganz kurz zu sprechen zu kommen, ist es eigentlich Public Domain? Weil jetzt, wenn ich mal kurz zusammenrechne, das ist jetzt ein Disney-Film, über den wir gesprochen haben. So Wicked ist Universal.
Der Original-Zauberer von Oz ist MGM und aber Warner, genau. Ich weiß gar nicht. Ich meine, gut, die basieren natürlich jetzt auf, wie gesagt, Wicked basiert ja auf Wicked. Das ist ja erstmal unabhängig von Oz. Da muss ja, glaube ich, keine Lizenz eingeholt werden, weil da ja das nicht... Nee, das würde ich gerade selber überlegen. Ja.
Ich weiß, dass die rechte Situation sehr, sehr vertrackt ist und dass tatsächlich diese drei genannten Filmstudios allesamt, dass sich als der rechte Inhaber quasi beziehungsweise der Nutzer von den Ausrechten sozusagen sieht. Das hat Disney immer wieder versucht, das hat Warner versucht und manchmal sind die Grenzen ganz schön fließend und jeder hat das irgendwie über die Jahre hinweg halt auch genutzt.
Wenn man es aber genau nimmt, muss ich ganz ehrlich sagen es ist super logisch, dass natürlich MGM Warner da hier das ist der Originalfilm das ist tatsächlich auch die Basis für vieles da draußen einfach gewesen und deswegen ist es für mich quasi das Original an der Stelle im Filmbereich, weil es davor auch nichts anderes gab und weil es tatsächlich auch der Referenzpunkt ist mit der Story rund um Dorothy.
Der Film mit Jenny Garland ist für mich einfach der OG-Film sozusagen, auf dem alles basiert und der letztendlich auch die Hauptgeschichte und auch eben damals das Musical komplett verfilmt hat. Alles andere danach waren eher so Ausprägungen mit ähnlichen Charakteren oder man nimmt die Charaktere, macht es komplett Neues draus und versucht sich da so ein bisschen rechtlich durchzuschlängeln.
Deswegen hat man zum Beispiel auch in Disneyland Paris bei einer Bootsfahrt, nenne ich es jetzt mal, im Fantasyland. Da fährt man durch verschiedene Szenerien aus Märchen, hauptsächlich Disney. Aber auch da ist unter anderem der Zauberer von Oz bis vor Kurzem gewesen. Wir haben mittlerweile die Szenen geändert.
Aber über Jahre hinweg war da nämlich auch Oz. Und ich glaube, so viele Besucher sind an diesem kleinen Smaragd-Schloss vorbeigefahren und haben sich gedacht ... Disney? Das ist doch nicht Disney, oder ist das Disney? Das hat, glaube ich, für sehr viel Stirnrunzeln gesorgt, weil halt jetzt Disney nicht wirklich damit assoziiert wird mit der Zauber von Oz.