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Die Bayern-Woche. Mit Stefan Kumberger und Madeleine Etti | Der FC-Bayern-Podcast· Folge 201

Kane begeistert alle! Klopp versteht Kompany nicht! Geldregen für Bayern!

Donnerstag, 22. Oktober 2026 · 52 min

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Shownotes

Mit 2:2 trennen sich die Bayern vom FC Arsenal. Ein faires Ergebnis, doch für die Münchner war eigentlich mehr drin. Dabei begeisterte einmal mehr Harry Kane. Doch diesmal waren es weniger seine Tore, sondern vielmehr seine Pässe, die Europa in Verzückung versetzen. Madeleine und Stefan blicken intensiv auf das Spiel, das auch Jürgen Klopp live im Stadion verfolgte.

Bei seinem Auftritt bei DAZN ließ der Bundestrainer durchblicken, dass er nicht ganz verstanden hat, mit welchen taktischen Ideen die Münchner ins Spiel geschickt wurden. Vincent Kompany wollte später darauf nicht reagieren... Ist das wirklich nötig, dass Klopp sich so äußert?

Außerdem geht es in der aktuellen Ausgabe des Podcasts um den neuen Investor der Bayern, der satte 250 Millionen Euro in die Kasse des Rekordmeisters spülen wird. Und wir schauen auf Michael Olise, Aleksandar Pavlovic, Tom Bischof, Alphonso Davies und alle weiteren wichtigen Themen rund um den FCB.

Ihr kennt aus dem SPORT1-Doppelpass alle das "Dopafon"... Wir haben bekanntlich das "Bawofon"! Schickt uns eure Sprachnachrichten mit Fragen, Meinungen, Lob und Kritik per WhatsApp an 0 15 1 - 21 63 72 41 und werdet somit Teil unserer Sendung! Alle Infos dazu hört ihr im Podcast!

Viel Spaß mit der 74. Folge der 5. Staffel des Podcasts „Die Bayern-Woche“ mit Moderatorin Madeleine Etti und SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger.

Die Folge im Überblick:
• Begrüßung
• Die Analyse des Spiels
• Der Spieler des Spiels
• Klopp hinterfragt Kompany
• Klopp über die Doppel Sechs
• Lothar Matthäus zu Olise und Kimmich
• Neues von der Säbener

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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Mit Sicherheit einer der Besten. So betitelt Harry Kane seinen Traumpass zum 1 zu 1 auf Alphonso Davies und das völlig zu Recht. Doch der überragende Assist und ein durchaus guter Auftritt der Münchner reichen am Ende nicht aus. Gegen den FC Asenel müssen sich die Bayern mit einem 2 zu 2 begnügen. Und das alles vor den Augen des Bundestrainers, der in der Halbzeitpause mit brisanten Aussagen zur Bayern-Taktik aufhorchen ließ.

Viel los, viel zu besprechen und damit herzlich willkommen bei einer neuen Folge, die Ballenwoche mit mir, Madeleine, und natürlich auch unserem Sport1-Chefreporter Stefan Kumberger. Hallo, Kumbi. Hallo, Madeleine. Hallo da draußen. Wie immer ist viel los. Ja. Und das kann ich ja verraten, all denen, die jetzt zuhören.

Wir hatten eigentlich einen ganz anderen Podcast geplant, aber das Spiel hat wieder so viel hergegeben, dass wir jetzt nochmal, also wir werden heute drei Stunden sprechen. Ich glaube auch. Also ich habe mir auf jeden Fall mal viel Zeit mitgenommen. Aber das ist ja auch das Schöne, dass wir immer am Tag vorher, das können wir ja auch einmal kurz verraten, wir besprechen uns ja immer schon am Tag vorher, welche Themen könnten wir denn besprechen.

Ja, aber ganz, ganz grob. Aber die sind auch immer nur ganz grob und auf Vorbehalt, weil man weiß ja einfach, heute Morgen sind wieder viele Sachen reingekommen, du hast das Spiel angesprochen, unter anderem auch ein neuer Deal. Da werden wir ganz am Ende auch noch drauf zu sprechen kommen. Geld regen für den FC Bayern. Ja, bevor wir aber loslegen, wollte ich nur mal sagen, dass wir, ich glaube, da spreche ich auch für dich, mitfühlen mit Joshua Kimmich.

Der hat ja einen Trauerfall in der engsten Familie zu beklagen und ich glaube, dass jeder, der das schon mal erlebt hat oder erleben musste, da... Sein Beileid ausdrücken sollte. Und das tun wir hiermit. Also lieber Joshua, nimm dir die Zeit, die du brauchst. Unsere Gedanken sind bei dir. Auf jeden Fall auch von meiner Seite.

Ja, mein Beileid, das ist ein Thema, das möchte keiner erleben. Nichtsdestotrotz müssen wir ein bisschen zur Tagesordnung da leider zurückkommen und das Spiel besprechen. Gestern Abend 2 zu 2 gegen den FC Asetel. Die Analyse des Spiels. Ich finde, man kann dieses Spiel gestern so ein bisschen in drei Phasen aufteilen.

Also so die erste Phase, die gehörte auf jeden Fall dem FC Arsenal, kann man sagen. Also die hatten da schon ein bisschen die Oberhand, haben ja dann auch das 1 zu 0 gemacht. Die zweite Phase geht ein bisschen Ende erster Halbzeit und Anfang zweiter Halbzeit, wo die Bayern dann eben viel mehr ins Spiel gekommen sind. Das 1 zu 1 dann auch gemacht haben durch Alfonso Davies.

Das Umschaltspiel wirklich super funktioniert hat, viel spritziger waren. Und dann leider die dritte Phase, wo sie dann schnell wieder passiv geworden sind und das Spiel dann doch wieder aus der Hand gegeben haben und dann Declan Rice das 2 zu 2 gemacht hat. Dieser eine gewonnene Punkt fühlt sich eher ein bisschen an wie zwei Verlorene, oder?

Genau, das habe ich gestern Manuel Neuer gefragt und der hat gesagt, naja, gegen Arsenal, auch wenn es ein Heimspiel ist, kann man jetzt nicht davon sprechen, dass man zwei Punkte verloren hat. Aber so in der Gesamtsituation mit dem Stavanger-Spiel im Hinterkopf ist es natürlich schon so, dass die Bayern ihren Ansprüchen, was das Punktekonto betrifft, jetzt ein bisschen hinterher hinken.

Das liegt aber vor allem an dem Stavanger-Spiel. Also ich fand jetzt nicht, dass die Bayern gestern schlecht waren. So wie du es gesagt hast. Am Anfang waren sie schlechter als Arsenal und am Ende waren sie schlechter als Arsenal. Aber den Großteil des Spiels, finde ich, haben sie eine gute Leistung gebracht.

Auch taktisch, da werden wir auch nochmal drüber sprechen. Also ich bin jetzt weit davon entfernt, die Bayern für die Leistung gestern übermäßig kritisieren zu wollen, weil die Umstände waren natürlich auch besondere. Die Aufstellung war jetzt keine, die man normalerweise in so einem Spiel erwartet. Mit Alphonso Davies, links vorne, ohne Joshua Kimmich aus bekannten Gründen, ohne Mike Lulisse, der gesperrt ist. Auch immer noch ohne Musiala.

Ohne Musiala, also es war jetzt nicht so, dass. Die Umstände die leichtesten waren für den FC Bayern. Ja, und dafür, muss ich sagen, haben sie sich wirklich wacker geschlagen. Also hätte, glaube ich, keiner am Anfang gedacht, als man dann diese Startelf auch gesehen hat, dann das mit Luis Diaz ja auch kurzfristig dann rauskam, dass er doch eben auch nicht fit genug war, zumindest nicht für die Startelf.

Und da habe ich auch kurz gedacht, oh, das könnte aber auch ganz schön schlecht ausgehen. Und dafür finde ich, haben sie sich echt gut geschlagen, haben wirklich gut gekämpft. Und das, was mir gestern aufgefallen ist, was ich echt gut fand, war, sie haben kollektiv gespielt gestern. Ah, das, was du letztens ja bemängelt hast, dass das kollektiv nicht stimmte.

Ja, also natürlich, klar, trotzdem immer noch Man of the Match, Harry Kane. Er sticht natürlich auch immer in seiner Einzelperformance heraus. Nichtsdestotrotz hat er aber auch im Kollektiv gestern gespielt. Er hat ein bisschen in der Verteidigung da rumgemischt und war dann im Mittelfeld und aber auch vorne immer wieder präsent.

Martin Elfer. Und das fand ich gestern einfach schön zu sehen, wenn es darauf ankommt, dass man nicht mit der Top-Elf auf dem Platz steht, dass nichtsdestotrotz alle füreinander laufen und kämpfen. Ja, wobei man natürlich schon gemerkt hat, es gab so ein paar Sollbruchstellen. Wo man gemerkt hat, okay, also Josef Sanisic hatte seine Probleme, Konrad Leimer hatte seine Probleme.

Ich hatte mich ja eigentlich auf dieses Speed-Duell zwischen Saka und Davis gefreut. Daraus wurde dann das Duell Leimer gegen Ese, der ja dann auch getroffen hat für die Engländer. Ja, also es war mal wieder ein wahnsinnig intensives Spiel mit ganz viel Tempo. Und das ist jetzt eine Plattitüde, aber letzten Endes ist es so, auf dem Niveau entscheiden eben dann die Details. Und ich kann jetzt da keinen, auch beim zweiten Gegentreffer, keinen großen Fehler irgendwie ausmachen.

Tar und Leimer kommen da nicht wirklich in den Zweikampf, wirken da ein bisschen passiv. Aber das ist jetzt nichts, wo man sagt, um Gottes Willen, was ist das jetzt für ein Fehler? Sondern da haben sich zwei Schwergewichte gestern wieder duelliert in der Allianz Arena. Und ein entsprechend gutes Spiel war es.

Wenn wir jetzt mal ein bisschen noch einzelne Spieler rauspicken. Lass uns gerne mal mit Alphonso Davis anfangen, in einer ja wirklich doch offensiveren Rolle. Hat Luis Diaz ersetzt, wie hat er dir gefallen? Ich fand, er hat es richtig gut gemacht. Also ich habe ihm auch die Note 1,5 gegeben, weil diese...

Er ist ja einst mal geholt worden als linksaußen unter Hasan Salihamidzic, als er noch in der zweiten Mannschaft dann teilweise gespielt hat. Da war ja eigentlich der Plan, dass Alphonso Davies der linksaußen sein soll. Dann ist er immer mehr nach hinten gewandert, ist zum Linksverteidiger geworden. Aber dass er die Position nach vorne auch wunderbar ausfüllen kann, hat er bewiesen.

Und mit seiner Schnelligkeit ist er eben rechtzeitig wieder zurück, wenn es hinten brennt. Also der hat mir gestern, und das wissen viele, ich bin ja nicht der ganz, ganz große Fan von Alphonso Davies, aber der hat mir gestern richtig gut gefallen. Und ich führe das jetzt darauf hin zurück, dass er schon gemerkt hat, dass es im Verein Druck gibt, dass da manche Leute kritisch sind, dass Nathaniel Brown als Konkurrent geholt wurde.

Also da ist vieles richtig gelaufen. Also die Bayern haben die richtigen Stellschrauben gedreht und Alphonso Davies hat es kapiert und spielt entsprechend belebter. Ja und hat einfach seine Rolle auch direkt angenommen, aber natürlich ja auch einfach mit seinem Speed ist er ja nicht nur offensiv da wirklich ja Gold wert, sondern er konnte ja auch trotzdem immer wieder schnell mit nach hinten arbeiten und hat ja trotzdem einfach auch diese defensiven Rolle.

Wenn es darauf ankam und Josep Stanisic zum Beispiel eben nicht da war, konnte er ja trotzdem gut aushelfen. Serge Gnabry hat Michael Olyse ersetzt. Ist ein anderes Spiel ohne Michael Olyse. Absolut. Das hat auch gar nicht so viel mit Serge Gnabry zu tun, sondern vor allem mit Michael Olyse. Eben, erstens das und zweitens, also die Fußstapfen sind einfach riesig, das muss man einfach so sagen.

Und Serge Gnabry hat ja kein schlechtes Spiel gemacht für ihn, für seinen Standard. Man merkt einfach, er kommt immer mehr zurück nach seiner Verletzung. Er gewinnt immer mehr Selbstvertrauen. Da war auch wieder viel mehr Speed dahinter und viel mehr Druck und... Und nichtsdestotrotz, ein paar Ballannahmen habe ich mir so gerade auch im Sprung zum Beispiel, wenn er dann Ball angenommen hat.

Ich habe immer einen Michael Olyse gesehen als Vergleich und habe einfach mir gedacht, den nimmt er präziser an und er verwandelt ihn auch präziser oder anders. Und damit will ich aber gar nicht Serge Gnabry schlecht reden, weil er gerade das, wo er eben ist und den Weg, den er gerade hinter sich hat, einfach ja auch einen guten Weg macht und eine gute Entwicklung hinter sich hat.

Nichtsdestotrotz, Michael Olyse ist einfach ein Weltklasse-Spieler. Ja, Serge Gnabry hat es ja am Tag vor dem Spiel schon gesagt, dass er weiterhin diese Minuten braucht. Wollte sich auch nicht festlegen, wo er denn so steht jetzt nach seiner Verletzung. Die Verletzung hat ja auch länger gedauert, als er zunächst dachte.

Ja, also es ist jetzt keine Überraschung zu sagen, Serge Gnabry ist nicht Michael Olyse, das ist halt einfach so, aber im Anbetracht der Tatsache, dass es auch gegen Arsenal ging, glaube ich, war Serge Gnabry die richtige Lösung und nicht eben Lennart Karl, weil ich glaube, die Routine und die Erfahrung, die dann Serge Gnabry mitgebracht hat, die war dann gestern schon der richtige Weg, also auch da kann man Vincent Kompany jetzt nicht irgendwie vorhalten, Er hätte da auf den falschen Ulysse-Ersatz gesetzt.

Und dann müssen wir natürlich oder wollen wir natürlich über Harry Kane sprechen. Ich dachte, du kommst jetzt mit der Doppelsex, mit der Youngster-Doppelsex. Ich erkläre dir gleich, warum noch nicht. Weil damit würden wir schon auf Jürgen Klopp zu sprechen kommen und das wollen wir noch nicht. Ich habe einen Plan. Du gehst in diesen Podcast mit einem Plan. Ja, man glaubt es kaum.

Das unterscheidet uns, ja. Ja, also deswegen vertraue mir, ich führe und, wir lassen uns erstmal über Harry Kane sprechen und ich würde sagen, wir nehmen jetzt mal hier auch eine Rubrik mit rein, die wir so selten benutzen, obwohl sie eigentlich so selten, so oft, so gut passt. Da bin ich jetzt gespannt.

Ja, Harry Kane, Spieler des Spiels, definitiv, was für ein Traumpass und ich würde sagen, wir hören erstmal rein, was er denn selbst zu seiner Performance und diesem Mega-Assist gesagt hat. Sind solche Vorlagen deine neue Spezialität? Ich glaube, das gehört schon seit einiger Zeit zu meinem Spiel dazu.

Hier beim FC Bayern hat man das besonders oft gesehen, vor allem wenn ich jemanden habe, der hinter die Abwehr läuft. Vor dem Spiel habe ich zu Fonsi gesagt, dass ich versuche, ihn zu finden, wenn ich den Ball bekomme. Und ja, der Pass selbst war definitiv einer meiner besten. Bei der Torvorlage für Luis Diaz gegen PSG habe ich das auch schon gesagt.

Dieser hier war sehr ähnlich, nur flach statt in der Luft. Ich wusste, dass Fonsi den Ball mit seiner Geschwindigkeit erreichen würde. Er hat den Pass gestern auf Alphonso Davies ein bisschen verglichen mit dem, den er in Paris im Prinzenparkstadion getätigt hat auf Lucho Diaz. Ja, danke Harry Kane, dass ich Zeitzeuge sein durfte. Also mir ist bei dem Pass, da war Alphonso Davies noch gar nicht richtig am Ball, ist mir ein Bohr entflohen aus meinem Mund im Stadion, weil der Pass war schon extra klasse.

Und davor waren wir auf der Pressetribüne schon entzückt von seinem Abstoß, den er da getätigt hat. Und mit der Szene würde ich gerne erstmal anfangen. Ich glaube 21. Minute war das, wo dann auch Serge Gnabry in letzter Konsequenz die Riesenchance hatte zum 1-0 und die aber nicht genutzt hat. Da sieht man halt dann bei der Ecke, Harry Kane, also welcher Stürmer auf dieser Welt, wenn er in der Defensive ist und eine eigene Ecke verteidigt, denkt denn schon so weit, jetzt führe ich gleich den Abstoß aus.

Jeder andere Stürmer würde doch dann, okay, jetzt haben wir abgewehrt, dann trotte ich mal nach vorne und warte, bis der Ball zu mir kommt, dann mache ich ihn rein. Nein, Harry Kane hat offenbar schon gleich geschaut, wo ist der Ball. Okay, lege ich hin, kümmere ich mich drum, schlage ich den weiten Ball.

Das war extra klasse. Und der Pass dann eben auf Alphonso Davis. Ich habe der Redaktion geschrieben, ich möchte diesen Pass heiraten. Die Kolleginnen und Kollegen haben dann gleich einen Social Post ausgemacht. Aber na klar, meinen Pass kann man nicht heiraten. Außerdem bin ich schon verheiratet. Aber damit möchte ich nur sagen, wie begeistert ich von diesem Zuspiel war.

Und der Satz noch, es ist ja jetzt kein Ausrutscher. Es ist ja jetzt nicht so, dass man sagt, hoppla, wie hat er denn das hingekriegt? Sondern man sagt, hoppla, wie hat er denn das schon wieder hingekriegt? Ja, eben. Genau das wollte ich sagen. Es ist ja eigentlich nichts Neues, dass er in der Defensive präsent ist, im Mittelfeld präsent ist, auf jeden Position irgendwie auch seinen Anteil hat.

Aber das gegen Arsenal zu schaffen, gegen eine so gute Mannschaft, das ist natürlich schon auch was Neues oder Neueres, würde ich sagen. Und wie ich vorhin schon gesagt habe, dass er weiß, dass. In der Defensive, dass man da gerade gebraucht wird, dass da vielleicht gerade auch Not am Mann ist, dass er das so schnell auch antizipiert im Spiel.

Und nicht nur ihm, dass vorher gesagt wird, hey, gegen den FC Arsenal, da müssen wir auch in der Defensive eben auch alle zusammenarbeiten, sondern er das im Spiel auch immer wieder merkt, wo er gerade gebraucht wird und genau da einfach aushilft. Man merkt ihm einfach an, dass es keine lästige Pflicht ist, für ihn zu verteidigen. Die Bayern haben einen Stoßstürmer geholt und Vincent Kompany hat einen Strategen draus gemacht.

Also Harry Kane spielt ja nicht das Klassische, für das er eigentlich einst mal gekauft wurde. Das haben wir jetzt schon oftmals besprochen, aber mittlerweile merkt man eben auch, das ist der Weg, den Harry Kane für sich jetzt gewählt hat, um auch vielleicht längere Zeit auf dem Niveau spielen zu können.

Dass er eben nicht mehr jeden Sprint nach vorne wählt, sondern dass er sich zurückfallen lässt. Auf der anderen Seite ist er ja dann in den wichtigen Situationen dann wieder da. Ich habe es gerade mit dem Kollegen Moser besprochen. Wenn du im Spiel, im Stadion sitzt, dann schaust du ja vor allem auf den Ball und du siehst, dass er verteidigt und 30 Sekunden später ist er dann aber wieder vorne und wenn du dir dann aber in der Analyse die Szene anschaust, wie er den Weg gewählt hat, wie er da hinkommt, mit welchen Kniffen, mit welchen Bewegungen, er ist jetzt auch keiner, der wie ein Zug einfach nach vorne läuft wie Haaland, sondern das fängt alles immer so an wie so ein kleiner Waldspaziergang und plötzlich

ist er da, wo er hingehört und macht den Ball rein. Beziehungsweise er spielt solche Pässe wie der auf Davis. Ja, und es sieht bei ihm alles so leicht aus irgendwie. Und ich habe heute Morgen auch einen Ausschnitt gesehen von Thierry Henry bei der BBC. Da hat er eben vor Jahren mal den Austausch gesucht mit Harry Kane, als er noch bei den Spurs gespielt hat und gesagt hat, hey, du bist schon ein super Neuner, aber weißt du, was einen richtig guten ausmacht, wenn du auch deine Teamplayer in Szene setzt?

Und dann hat er gesagt, ja, hast du recht und hat das eben so ein bisschen erzählt und Henri hat dann eben auch gesagt, weißt du, was ich liebe, wenn Menschen nicht nur was sagen, sondern das auch wirklich in die Tat umsetzen und das hat er gesagt. Harry Kane hat damals eben schon gesagt, ja, stimmt, das ist etwas, wo ich noch besser werden kann, das möchte ich auch, ich arbeite daran und das hat er die letzten Jahre auch wirklich getan und ich finde, es gibt keinen besseren und keinen kompletteren Stürmer als Harry Kane gerade.

Da gebe ich dir recht. Da kann ich jetzt nicht widersprechen. Also wie gesagt, dieser Rollenwandel, den er durchgemacht hat, als er nach München kam, war er ja der neue Lewandowski, da war er ja als Vollstrecker eingekauft, aber er ist so viel mehr als nur ein Vollstrecker und das sieht man in solchen Spielen eben wie gestern.

Und er macht dadurch viele kleine Schwächen, macht er halt dann Wett, also aufs Gesamtkonstrukt gesehen, dass die Bayern manchmal Probleme haben, weil ein Stanisic vielleicht nicht die absolute Top-Top-Top-Qualität hat oder dass ein Leimer da Probleme hat mit Ese. Sowas macht dann Harry Kane durch seine genialen Momente dann einfach wieder Wett. Ja, und er vernachlässigt aber nicht das auch, wofür er ja eigentlich auch steht und zwar Tore machen. Richtig. Das macht er ja on top auch noch.

Also wir gründen jetzt den Harry Kane-Fanclub, falls es ihn noch nicht gibt. Wir waren mal im Lennart-Kahl-Fanclub. Was ist aus dem eigentlich geworden? Nein, ich bin auch im Konrad-Leimer-Fanclub. Ich bin ja Tom-Bischoff-Fanclub. Man kann ja in mehreren Vereinen Mitglied sein. Während wir aber hier von Harry Kane schwärmen, hinterlässt.

Der Stürmer beim Bundestrainer eher ein paar Fragezeichen, kann man sagen. Also zumindest hat er das gestern eben auch bei unseren Kollegen in der Halbzeitpause bei der Zone auch so kundgetan. Ich würde sagen, wir gehen jetzt erstmal in den Ausschnitt rein von der Pressekonferenz nach dem Spiel. Denn da hat unser Kollege Heiko Niederrade die Thematik schon ganz gut erklärt, bevor ich jetzt nochmal vorlese, was Jürgen Klopp gesagt hat.

Heiko Niederrade hat es schon ganz gut erklärt. Hallo Herr Kompany, können Sie uns ein bisschen den Plan von Bayern gegen den Ball erklären? Der Hintergrund der Frage ist die, dass der deutsche Bundestrainer Jürgen Klopp, in der Halbzeit bei DAZN im Fernsehen war und er hat gesagt, er versteht nicht ganz Bayerns Plan gegen den Ball und hat unter anderem angemerkt, dass er sich wundert, warum Harry Kane, gegen den Ball und im Pressing so weit hinten ist.

Ja, da sage ich nichts dazu. Nächste Frage. Also, dass der Bayern-Trainer so kurz angebunden ist und nichts sagen möchte, ist auch eher ungewohnt. Ich kann schon sagen, man hat so ein bisschen auch so was Schnippisches rausgehört. Wie deutest du seine Aussage oder eigentlich ja fast nicht Aussage? Ja, also Vincent Kompany hat es ganz ungern, wenn er auf Aussagen von TV-Experten angesprochen wird oder von anderen Trainern oder so.

Da hält er sich lieber zurück, weil ich glaube, er weiß auch, dass das ein Punkt war, an dem seine Vorgänger Thomas Tuchel und Julian Nagelsmann immer so ein bisschen gescheitert sind. Gerade Thomas Tuchel hat sich ja immer daran gerieben, was Lothar Matthäus sagt, oder was Didi Hamann gesagt hat und so weiter.

Die Geschichte kennen wir. Deswegen ist die Reaktion von Vincent Kompany auf der Pressekonferenz auf Jürgen Klopp gestern schon irgendwie typisch. Aber er kam mir schon sehr wortkarg vor für seine Verhältnisse und dann auch zu sagen, nächste Frage und dieses Schmunzeln, also das hat mir schon, vielleicht lag es auch an der Geisterstunde, es war Mitternacht.

Aber ich glaube, Vincent Kompany hatte da keine Lust mehr auf der Pressekonferenz, jetzt da irgendwie Nachhilfestunden für den Bundestrainer zu geben. Denn grundsätzlich muss man sich eben schon die Frage stellen, muss es denn sein, dass Jürgen Klopp sich da ins Live-Fernsehen stellt und taktische Ideen eines Kollegen, eines wichtigen Kollegen, er braucht ja Vincent Kompany für seine Arbeit, da so zu hinterfragen, natürlich mit einem Augenzwinkern, natürlich charmant.

Er sagt selber, ich bin nicht der Papst des Fußballs. Aber das hat es früher ehrlicherweise nicht gegeben, dass ein Bundestrainer in der Halbzeitpause taktische Ideen eines Bayern-Trainers so hinterfragt. Ja, und er wurde ja auch gar nicht explizit danach gefragt. Also der Kollege von The Zone, Daniel Herzog, hat ja eben gesagt, wie sieht man denn als Bundestrainer so ein Spiel?

Kann man das überhaupt genießen? Guckt man genau auf die Nationalspieler? Und dann hat er gesagt, ja, also im Allgemeinen interessiert mich ja so ein Spiel immer. Und dann hat er nochmal nachgelegt. Aber ich will ja auch noch was dazu lernen, weil ich verstehe nicht ganz, was die Bayern da gegen den Ball und Taktik und, Verteidigen etc., das wir jetzt ja gerade eben auch alles schon gehört haben.

Es ist ja nicht das erste Mal, dass Jürgen Klopp von selbst Themen aufmacht. Das hatten wir auch schon beim Thema Kimmich. Das hat er gestern übrigens wieder aufgemacht. Genau, richtig. Also er wird nach Florian Wirtz zum Beispiel gefragt oder gestern wird er nach Tom Bischof und Alex Pavlovich gefragt und er fängt dann selber von Kimmich an.

Er wird danach gefragt, wie sieht er so ein Spiel und fängt dann an, die Taktik von Kompany so ein bisschen in Zweifel zu ziehen. Keine Ahnung, wie man das deuten soll, aber er äußert sich zur taktischen Idee eines Trainerkollegen. Julian Nagelsmann, Hansi Flick, Jogi Löw, die haben auch solche Interviews gegeben, aber die haben sich halt dann so ein bisschen im Allgemeinen befunden, sind dann nicht allzu konkret gewesen. Da kann man natürlich sagen, alles belanglos.

Aber irgendwie, Es passt nicht in die Rolle des Bundestrainers, dass er da so halb den TV-Experten spielt. Und man darf nicht vergessen, Jürgen Klopp hat ja eine Vorgeschichte. Also er hat ja mit dem Wörtchen noch auch schon mal für Aufregung gesorgt. Und er müsste doch eigentlich wissen, wenn der Bundestrainer Dinge sagt oder wenn er Dinge sagt, dass die auf der Goldwaage landen. Und ich finde, es stand ihm da nicht gut zu Gesicht, so...

Ja, die ganze Sache von Vincent Kompany, das zu hinterfragen. Genau, er hat ihn ja ein bisschen auch so hingestellt, wie als würde Vincent Kompany nicht wissen, was für ein Fußball er spielen möchte. Und als würde er nicht wissen, was er taktisch, vor allem in der Defensive, erreichen möchte. Also das ist ja schon nicht nur zu sagen, ich würde gerne noch ein bisschen mehr rausfinden, was die Defensive angeht.

Nein, das war ja wirklich, ich verstehe noch nicht ganz, was sie damit erreichen wollen. Und er selber stellt sich ja so hin, als würde er es wirklich nicht verstehen, als wäre er zu dumm womöglich, was er natürlich keinesfalls ist. Also da ein Fragezeichen hinter die Taktik der Bayern zu stellen in der Halbzeitpause.

War ein kleiner Schritt zu weit. Ja, und ich hatte auch das Gefühl, dass Vincent Kompany über diese Thematik schon Bescheid wusste, weil als er darauf angesprochen wurde, sofort zu sagen, nächste Frage, sondern gar nicht irgendwie, weil sonst sagt er ja oft, oh, habe ich gar nicht mitbekommen oder ich kann mir ja nicht, das hat er beim letzten Mal ja gesagt, ich kann mir ja nicht jede Talkshow anschauen, und da hattest du das Gefühl, der weiß ganz genau, um was es geht und nicht.

Wird definitiv nicht drauf eingehen. Ich glaube nicht, dass es Vincent Komponente ziemlich lustig fand. Es ist auch nicht lustig. Es ist auch nicht lustig. Auf der anderen Seite, Jürgen Klopp ist halt Jürgen Klopp. Das ist halt sein Plauderton, sein Augenzwinkern, sein Lustiges. Das ist ja alles schön und gut. Aber ich glaube, er begibt sich da manchmal echt in Gefahr. Unwissentlich.

Ich glaube, er glaubt dann, lustig zu sein oder unterhaltend zu sein, was er ja ist. Aber wenn er auf den falschen Trainer trifft, also Thomas Tuchel hätte sich das tausendmal nicht bieten lassen. Auch ein Julian Nagelsmann hätte es nicht lustig gefunden. Und ich glaube, ein Vincent Kompany findet es auch nicht lustig, aber der wischt das halt weg.

Ja, und also wie du schon sagst, er weiß doch eigentlich, eigentlich ist er immer so bedacht, was er da sagt und wie er Sachen sagt. Und im gleichen Nebensatz auch zu betonen, ja, aber nicht, dass jetzt die Geschichte rausgekommen, Und die Geschichte, da wurde nichts betont, sondern da wurde irgendwie nur rausgepickt, was an der Taktik des FC Bayern alles komisch ist.

Ja, nachträglich heißt es dann immer, die Medien hätten ein Thema aufgemacht, aber niemand hat Jürgen Klopp dazu gezwungen, sich zur Taktik der Bayern so halbkritisch zu äußern. Und genau deswegen wollte ich eben auch die Mittelfeldthematik jetzt erst ansprechen. Wir können gleich sportlich drüber sprechen, aber jetzt sind wir schon bei Jürgen Klopp.

Genau das Thema mit Joshua Kimmich hat er gestern selber auch aufgemacht. Also er wurde von Michael Ballack nur gefragt, wie er die Doppel-Sechs findet. Sie spielen nicht oft miteinander, ja. Das könnte aber die Zukunft beim FC Bayern sein. Das könnte ja vielleicht auch die Zukunft beim DFB sein. Aber das war überhaupt gar nicht die Frage, sondern einfach nur, wie findet er diese zwei Jungs beim FC Bayern?

Und auf einmal holt er so aus, du hast es schon angesprochen, nimmt Joshua Kimmich eben wieder mit rein. Nein, das soll jetzt keine Kimmich-Thematik werden, soll es auch nicht. Du sollst über die zwei Jungs sprechen, die da gerade gespielt haben, eine Halbzeit. Und dann holt da Felix Metscher auch wieder mit rein, wo ich mir denke, hä, das ist hier gar kein DFB-Thema, das ist ein FC Bayern-Thema.

Du machst gerade was Großes wieder daraus. Ja, also ich glaube, er versucht natürlich dann immer so ein bisschen die Öffentlichkeit zu impfen. Also alle Fans da draußen schon vorzubereiten, Vorsicht, Vorsicht. Hier planen Michael Ballack und alle anderen Verschwörer die nächste Kimmich-Geschichte. Aber ich glaube, da hat Jürgen Klopp in Michael Ballack zu Unrecht einen Heckenschützen gesehen.

Sondern Michael Ballack wollte wahrscheinlich wirklich nur wissen, wie siehst du die Doppelsex? Weil die Frage stellte sich natürlich, weil diese Doppelsex, die wir gestern bei den Bayern erlebt haben, haben wir auch in der Allianz Arena gegen Serbien erlebt und wird wohl die Doppelsex der Zukunft sein.

Die Frage stellt sich ganz neutral, ohne jetzt da wieder irgendwie Joshua Kimmich ein Bein stellen zu wollen. Also ich glaube, Jürgen Klopp muss sich noch dessen bewusst werden, dass er Bundestrainer ist und dass er wahrscheinlich, jetzt Vorsicht, Ironie und Übertreibung, er ist wahrscheinlich der wichtigste Entscheidungsträger Deutschlands nach dem Bundeskanzler und dementsprechend muss er sich natürlich dann auch etwas vorsichtiger äußern.

Auch, dass er gesagt hat, er weiß nicht, was Harry Kane da gemacht hat und so weiter... Für mich ging es in der Pressing-Situation, wenn Harry Kane so defensiv war, ich glaube, es ging gar nicht darum, wie die Bayern den Ball gewinnen, sondern was machen sie, wenn sie den Ball dann gewonnen haben. Und da hat Harry Kane eben den wichtigen Punkt gehabt, er sollte sofort anspielbar sein, um dann eben den weiten Ball zu spielen, um den nächsten Angriff zu initiieren.

Ich glaube, das war die Idee von Vincent Kompany. Da wäre es schön gewesen, wenn es Vincent Kompany erklärt hätte. Vielleicht macht er es am Samstag bei der Pressekonferenz. Gestern hatte er nach Mitternacht zumindest keine Lust mehr drauf. Ja, ich glaube, das Thema wird uns noch ein paar Tage auf jeden Fall begleiten.

Und das Dank des Bundestrainer. Ja, also ich sage jetzt mal, er hat es nicht böse gemeint. Nein, aber es ist einfach unglücklich gewesen. Ja, natürlich. Obwohl er ja, und das ist ja das, was eben so ein bisschen komisch ist. Er versucht immer so bedacht, seine Worte zu wählen. Und hat es dann sowohl bei Joshua Kimmich als auch bei der Taktik vom FC Bayern irgendwie beide Male nicht so wirklich geschafft.

Und ich schätze ihn wirklich schon als so clever ein, dass er nicht aus Versehen jetzt einfach mal ihm da was rausgerutscht ist, sondern erst beim ersten gar nicht die Frage überhaupt wirklich beantworten, sondern direkt wieder zur anderen Thematik rüber switchen und bei dem anderen ungefragt, so ein Thema aufmachen ist ja klar.

Das ist für uns gefunden. Anfang der Saison hat ja Jürgen Klopp gesagt mit Augenzwinkern, Ja, jetzt haben wir schon mal einen Linksverteidiger mit Nene Brown und die Bayern lassen den auf der Zehn spielen. Hö, hö, hö. Da hätte man auch sagen können, ui, Kritik an einer Company. Hat man aber nicht gesagt, weil es war eindeutig als Scherz, eindeutig als Witz gekennzeichnet.

Aber das gestern war anders. Und da verstehe ich ihn ehrlicherweise nicht. Also mal schauen, wie, also es ist ja auch so, dass die Situation in diesem Pressekonferenzraum war ja auch so ein bisschen unangenehm. Wenn dann der Trainer darauf angesprochen wird, was ein anderer großer, großer Trainer mit vielen Erfolgen, über den aktuellen Trainer und dessen Idee gesagt hat, da hast du schon gespürt, okay, jetzt das Lächeln, das fiel Winzer und Kompany ein bisschen schwerer.

Ja, aber völlig zu Recht. Der Bundestrainer will die Frage nicht beantworten, deswegen stelle ich sie dir. Wie fandest du denn die Doppelsex? So willst du doch jetzt nur ein Kimmich-Thema draus machen. Ich fand, dass Alex Pavlovich bei diesen beiden Youngstern der Chef war. Das hat man gemerkt, dass der einfach ein paar Kilometer mehr auf dem Tacho hat. Dass der schon mehr Erfahrung hat.

Gut so, dass er diese Rolle angenommen hat. Ich fand Tom Bischoff... Blass in vielen Situationen und über weite Strecken des Spiels. Der hatte aber Mitte der zweiten Halbzeit einen extrem guten Lauf, viele Zweikämpfe gewonnen, nacheinander. Hat sich da immer mehr reingebissen und man darf nicht vergessen, ist es Arsenal. Und sie waren zum ersten Mal jetzt quasi auf sich allein gestellt, ohne Herbergsvater Kimmich.

Es war schon bemerkenswert. Also ich bin weit davon entfernt, die beiden irgendwie zu kritisieren. Also Alex Palovic sowieso nicht, der hat richtig gut gespielt. Und Tom Bischof hat sich auch auf das Niveau rangekämpft, das man beim FC Bayern erwarten muss. Also das muss man dann auch erstmal gegen einen Declan Rice schaffen.

Auf jeden Fall. Also von daher finde ich auch, kann man eher sagen, gut gemacht, gut gekämpft. Also du merkst ja auch, es gab ein paar Szenen, deswegen habe ich vorher von Hochgeschwindigkeitsfußball gesprochen. Das war nach einem Eckball von Arsenal in der, zweiten Halbzeit. Wie schnell es da ging, wie die Bayern den Konter initiiert haben und wie Arsenal das Gegenpressing forciert hat und dann kurzzeitig den Ball wieder gewonnen hatte und so weiter.

Da ging es so schnell und da merkst du halt einfach, dass sich die Spieler, so wie Tom Bischof, erst darauf einstellen müssen, aber das hat er hingekriegt. Ja, und wie du schon gesagt hast, Pavlovich, ganz am Anfang gab es auch eine Szene, wo er dann da alle auch angepeitscht hat und jetzt nach vorne.

Und cool zu sehen, dass er da direkt die Rolle so angenommen hat und versucht auch gut möglich auszuführen. Ja, klar. Also es ist, die sechste Position ist der Maschinenraum. Da geht es zur Sache, da muss man den Überblick haben und den hat Alex Pavlovich gehabt und hat diese... Die Chefrolle, wenn man davon sprechen kann, angenommen. Er war jetzt nicht der große Stratege, muss er auch gar nicht sein, sondern das waren andere, zum Beispiel Harry Kane.

Aber er hat die Rolle, die ihm zugedacht war, richtig gut ausgeführt. Also es ist jetzt nicht so, dass wir um den FC Bayern Angst haben müssen, wenn Joshua Kimmich häufiger fehlen sollte. Apropos Joshua Kimmich, lass uns gerne auch noch ein bisschen über ihn sprechen. Du hast ja mit Lothar Matthäus diese Woche am Montag ein Termin.

Es gab einen Medientermin quasi. Da war Joshua Kimmich eben auch Thema. Das war alles vor dem Trauerfall. Müssen wir auch noch mal kurz einordnen. Lass uns gerne mal reinhören, was Lothar Matthäus denn gesagt hat. Und dann diskutieren wir jetzt mal. Diskussionen Rechtsverteidiger oder Sechser, die gibt es ja schon seit der Europameisterschaft 2021.

Hätte Joshua Kimmich damals egoistischer sein müssen, dass er gesagt hätte, ich bin auf der Sechs zu Hause, lass mich mit der Rechtsverteidiger- Position in Ruhe? Da sieht man ja, dass er ein Teamplayer ist, dass er nicht an sich denkt, sondern an die Mannschaft. Aber natürlich wäre es besser gewesen, wenn er von Anfang an gesagt hätte, hör zu, ich spiele hier Weltklasse, ich bin hier wichtig für die Mannschaft, ich fühle mich auch wohler hier und das wird er nicht sagen, aber man weiß es aus eigener Erfahrung.

Lothar Matthäus hat sich ja nicht nur bei dem Termin, sondern schon am Samstagabend als großer Verfechter und Verteidiger von Joshua Kimmich hervorgetan. Das hat er auch in verschiedenen Varianten, in verschiedenen Interviews auch wieder wiederholt. Mir ging es dann am Montag nur darum, um diese Frage, Rechtsverteidiger, sechster Position, diese ewige Diskussion, die ja Lothar auch dafür verantwortlich gemacht hat, dass, Joshua Kimmich nicht die Führungsrolle einnehmen konnte bei der Weltmeisterschaft, wie er es hätte tun sollen.

Und deswegen habe ich eben diese Frage gestellt, hat Joshua Kimmich vielleicht diesen Punkt verpasst, dass er mal auf den Tisch gehauen hätte und sagen hätte sollen, Leute, ich bin ein Sechser. Lothar sieht es so. Finde ich ganz interessant, weil wir verlangen ja eigentlich von Spielern immer, dass sie das tun, was der Trainer sagt.

Aber vielleicht hat Joshua Kimmich da einen kleinen Fehler gemacht, dass er vor fünf Jahren oder vor noch mehr Jahren nicht insistiert hat und gesagt hat, Freunde, ich bin ein Sechser, da bin ich Weltklasse. Jein, ich weiß nicht, ob es was gebracht hätte, weil man geht ja eigentlich davon aus, ein Joachim Löw, Hansi Flick, Nagelsmann…, Die wissen schon, wo sie ihre Männer am besten einsetzen und wo die ihren besten Platz haben.

Natürlich bringt das sicherlich was, wenn du als Spieler selbst für dich einstehst, um Gottes Willen. Bei Nagelsmann war es ja auch immer wieder so ein Hin und Her. Julia Nagelsmann hatte ja in der Hinsicht Sechser- oder Rechtsverteidigerposition keinen Plan. Ich habe zumindest keinen erkannt. Thomas Tuchel hat bei den Bayern ja mal zugegeben, dass er diese Freiheit, Joshua Kimmich auf rechts spielen zu lassen, erst hatte, als es die Klarheit gibt, dass er als Trainer den Verein verlassen wird.

Er hat ihn wohl doch eher als Rechtsverteidiger gesehen. Das, glaube ich, aber kam eher dadurch, weil er ja eigentlich einen Declan Rice wollte und weil er ja eigentlich eine Holding Six wollte. Also Didi Hamann macht es sich da ein bisschen zu leicht. Über den haben wir ja gesprochen, weil der am Sonntag gesagt hat, wenn ein Flick, ein Nagelsmann und ein Tuchel den Kimmich auf rechts spielen haben lassen, dann hat das ja seine Gründe.

Da macht es sich die Hamann, glaube ich, ein bisschen leicht, weil, das hatte jeweils völlig unterschiedliche Gründe und war nicht immer darin begründet, dass die alle den Joshua Kimmich für den Rechtsverteidiger halten, sondern die Umstände waren immer entsprechend. Und jetzt haben wir viel über ihn gesprochen.

Jürgen Klopp, Welttrainer, sieht ihn im Mittelfeld, ein Vincent Kompany, der geradezu einem Welttrainer werden könnte, sieht ihn auch im Mittelfeld. Also das hat ja auch schon was zu bedeuten. Wir sehen ihn im Mittelfeld. Also dann ja wohl erst recht. Ja und Jürgen Klopp hat ja auch gesagt, er hat sich mit vielen Leuten unterhalten und da war keiner dabei, der gesagt hat, Joshua Kimmich wäre ein Rechtsbeteidiger.

Tja, wäre interessant gewesen. Wie das gelaufen wäre, wenn Jürgen Klopp und Julia Nagelsmann, die ja gestern beide auf den Business Seats saßen in der Arena, wenn die aufeinander getroffen wären. Da gibt es leider keine Bilder davon, ob die sich getroffen haben und unterhalten haben. Da wäre ich gern Mäuschen gewesen, ob die sich über Joshua Kimmich unterhalten haben, über die Rechtsverteidiger-Position. Das stimmt.

Bei Lothar Matthäus bei euch im Interview war ja nicht nur Joshua Kimmich Thema, sondern auch Michael Ulyse. Lothar hat den Rechenschieber rausgeholt. Ja, also der hatte die Spendierhosen an, gefühlt. Das möchte er gerne anhaben. Also fand ich schon wirklich interessant. Lass uns gerne mal reinhören.

Es geht um Michael Olyse, es geht um sein Gehalt. Wie wollen, wie können die Bayern ihn in Zukunft halten? Was sollte der Franzose denn in Zukunft bei den Bayern verdienen? Die Leistung sieht ja jetzt seit einem Jahr einen Abruf, die auch auf seinen Marktwert ja auch einen Einfluss gehabt hat. Der Marktwert ist ja gestiegen, sein Gehalt ist nicht gestiegen.

Wenn man das Gehalt jetzt dem Marktwert anpassen würde, dann müsste er ja fast das Vierfache verdienen, weil der Marktwert, habe ich jetzt irgendwie gelesen, liegt bei 180 Millionen, 50 hat er gekostet, also 3,5 mal viel, 3,5 mal 14 Millionen Marktwert gestiegen, dann müsste er jetzt 45 oder 47 oder 48 Millionen verdienen. Richtig.

Ja, Lothar holt den Rechenschieber raus und begibt sich auf gefährliches Terrain, weil immer wenn er über Zahlen spricht beim FC Bayern, da spitzt ein Mann am Tegernsee die Ohren und schimpft möglicherweise los. Das haben wir ja erlebt bei der Ablöse, bei der kolportierten Ablöse, die Lothar Matthäus für Nick Woltemade bezahlt hätte. Da war Uli Hoeneß gar nicht begeistert.

Und jetzt, die Zahlen sind natürlich utopisch und so viel wird Michael Olyse beim FC Bayern nicht verdienen. 48 Millionen, da macht sich Slothar wiederum ein bisschen leicht, war natürlich auch mit dem Augenzwinkern. Aber klar, wir müssen uns mit dem Thema beschäftigen, ob Mike Lulisse nicht einfach unterbezahlt ist. Ist er, oder?

Ja, wenn wir von diesen 12, 13, 14 Millionen ausgehen, von denen da die Rede ist, dann ist Mike Lulisse natürlich unterbezahlt. Jetzt stellt sich ja nicht nur die Frage, ob Sie bei dem Gehalt ein bisschen was machen wollen, sondern auch bei dem dann neuen anstehenden Vertrag, ob man dann da sich vielleicht auf eine Ausstiegsklausel einigen müsste.

Also als Maiklo Liese würde ich in die Verhandlungen reingehen und natürlich sagen, ich möchte eine Ausstiegsklausel. Und spätestens seit dem Fall Jamal Musiala ist es ja so, dass das Thema der FC Bayern vergibt keine Ausstiegsklauseln. Das ist durch. Das ist durch, das hat sich erledigt. In der Hinsicht ist der FC Bayern ein normaler Verein. Das ist auch nicht ehrrührig.

Das ist nun mal so und ich glaube, diesen Top-Kalibern wie Jamal Musiala, wie Mike Lulisse, denen kannst du das schon zugestehen, dass sie eine Ausstiegsklausel bekommen werden. Der Europa-Mekano war ja auch so ein Thema, Thema Ausstiegsklausel. Jetzt geht es natürlich nur darum, wie gestaltest du so eine Ausstiegsklausel, aus. Du kannst natürlich schon sagen, Michael, du kriegst eine Ausstiegsklausel, aber es ist eine Milliarde Euro.

Dann ist die Ausstiegsklausel natürlich dann ist die Ausstiegsklausel für den Spieler natürlich nichts wert, sondern es muss schon hoch genug sein dass die Bayern zufrieden damit wären mit dem Preis und gleichzeitig muss es aber in einem realistischen Rahmen sein, dass Michael Ulyse wirklich etwas von so einer Ausstiegsklausel.

Hätte, wenn er sie denn ziehen wollen würde. Ja, also ich glaube schon, dass die Bayern da in den sauren Apfel beißen müssen, dass sie sich darauf einigen müssen und da, sage ich jetzt mal, nachgeben müssen, dass sie da eine Ausstiegsklausel zulassen müssen. Jetzt war das sehr viel müssen. Aber sie wollen ja einfach auch mit Blick auf Michael Olyse und was die Zukunft angeht, dass dieser Mann ja vielleicht auch mal das Gesicht der Zukunft wird, neben einem Jamal Musiala zum Beispiel.

Und deswegen glaube ich schon, dass da Michael Olyse ein bisschen am längeren Hebel sitzt. Ja klar, also er verrät ja nicht, ob es ihn wegzieht, wohin es ihn zieht. Stand jetzt hat er ja einen Vertrag beim FC Bayern, aber wir wissen es ja von Jan-Christian Driesen aus dem Doppelpass, der ja gesagt hat, wir müssen im Sommer 2027 mal schauen, ob wir ihn halten können.

Das heißt, die Bayern wissen, dass da... Gefahr in Verzug ist, dass da eventuell Alarm herrschen könnte. Aber letzten Endes kann man Luther Matthäus da nicht widersprechen. Also beim Gehalt müssen die Bayern sich auf alle Fälle strecken. Das ist natürlich dann marktgerecht. Also ich glaube, er kommt jetzt auch über die Runden, soweit ich das mitbekomme, Mike Lulisse.

Müssen wir uns keine Sorgen machen, dass der nicht weiterhin Urlaub machen kann auf den Turks- und Caicos-Inseln oder wie sie auch heißen mögen. Aber klar. Mich hat es eh total gewundert, als dieses Thema aufkam, dass er ja eigentlich noch zu den Geringverdienern gehört, dafür, was er eigentlich sportlich für den FC Bayern leistet.

Ja, das ist schon Wahnsinn. Aber klar, wenn du zu den besten Spielern gehörst, wie auch an Harry Kane und der wird gut bezahlt, an Jamal Musiala wird gut bezahlt, willst du natürlich als Michael Ulyse dementsprechend auch entlohnt werden. Vor allem mit Blick auf den sportlichen Erfolg. Geld ist bei Mike Lulise nicht der einzige Hebel.

Es wird nicht reichen, Mike Lulise einfach nur mit Geld zu überschütten. Nee, das ist auf gar keinen Fall. Sondern da gehört auf alle Fälle die sportliche Perspektive dazu. Und ich glaube, dass es, also wenn Harry Kane den Ballon d'Or gewinnen sollte, glaube ich, wäre das auch ein gutes Zeichen Richtung Mike Lulise.

Dann würde nämlich der FC Bayern beweisen, dass man beim FC Bayern auch... Einzeltitel holen kann, dass die Strahlkraft ausreicht, dass das Prestige groß genug ist, um auch einen Ballon d'Or-Träger in den eigenen Reihen zu haben. Weil da gab es so ein bisschen so ein Geraune, die Bayern hatten ja schon dann keinen Ballon d'Or-Gewinner mehr. Ich glaube, Karl-Heinz Rummenigge war der Letzte, alles lange her.

Aber wenn Harry Kane den Ballon d'Or holt, dann wird Michael Olyse auch merken, okay, ich bin hier nicht bei einem kleinen Verein, Nein, sondern ich bin hier an einer Wirkungsstätte, wo man auch Einzeltitel gewinnen kann. Und sein Vertrag geht noch bis 2029. Er hat natürlich auch keinen zeitlichen Druck. Er kann sich eigentlich auch die jetzt ja wichtige anstehende Saison mit Blick auf die Champions League in Ruhe angucken.

Was kann ich hier holen? Wie weit geht es in der Champions League? Und vielleicht ist es am Ende dann doch Real Madrid, wo ich einfach sportlich mich ein bisschen weiterentwickeln kann und dann wirklich auch diesen Henkelpott holen. Die Frage ist, ob Real Madrid jetzt wirklich so eine sportliche Weiterentwicklung, aktuell ist. Ja, aktuell? Jein.

Ja, eben. Und ich glaube, Real hat 4-1 gewonnen gegen Leipzig, Bayern 6-1. Ja, wahrscheinlich. Also wenn wir über die beste Mannschaft der Welt gerade sprechen, dann ist es schon eher Paris Saint-Germain. Richtig. Und nicht Real Madrid. Und Real Madrid bezahlt natürlich seine Leute auch viel mit Mythos.

Also die Leute kriegen viel Geld, aber du bist halt dann bei den Königlichen. Und du bist beim wahrscheinlich größten und Prestige alles. Jeder, der mal im Bernabeu war, weiß, das ist halt einfach nochmal, die haben nicht umsonst eine Krone oben auf dem Logo. Wenn wir jetzt schon über das Geld gesprochen haben, wollen wir auch nochmal das letzte Thema hier besprechen. Das Festgeldkonto könnte in Zukunft auf jeden Fall so voll wie nie sein.

Ja, ich glaube die VR-Bank Rosenheim, wo die Bayern ja ihr Festgeldkonto haben. Die haben jetzt viel zu tun. Die haben ja die Bank gewechselt. Die werden jetzt an der Säbener Straße anrufen und sagen, tut uns leid, Konto voll, bitte ein zweites eröffnen oder irgendwie sowas. Deswegen gehen wir jetzt rein in unsere letzte Rubrik.

Neues von der Säbener. Ja, also die Bayern haben heute Morgen, Donnerstagmorgen, den Einstieg eines neuen Investors bestätigt. Und zwar die Fiesmann Generations Group wird Gesellschafter der FC Bayern München AG. Kumbi, nimm uns doch gerne mal mit, was bedeutet dieser Deal, wie ist er zustande gekommen und was bedeutet das für die Bayern finanziell gesehen?

Ja, wir sahen das Ganze ja schon am Horizont aufziehen, dieses Thema. Die Bayern haben ja, diese Fußball-AG muss ja zu 70 Prozent dem eingetragenen Verein gehören. Das heißt, bei Bayern herrscht eine verschärfte Regelung statt 50 plus 1 quasi 70 plus 1. Und das hieß, dass die Bayern, die haben ja Allianz, Audi und Adidas als Investoren, 5 Prozent waren also noch offen, die man veräußern könnte. Da haben die Bayern vor Jahren gesagt, das machen wir, wenn schlechte Zeiten kommen.

Wir halten das jetzt erstmal zurück. Jetzt ist es soweit, dass Sie einen Investor gefunden haben. Nicht, weil es schlechte Zeiten sind. Das wäre jetzt meine Frage gewesen. Sondern, wie man aus dem Verein hört und auch aus dem Fisman-Kosmos hört. Es ist jetzt der richtige Partner zum richtigen Zeitpunkt.

Also die Fissmann Generations Group darf man nicht verwechseln mit der Heiztechnikfirma. Die Zeiten sind vorbei, also die kümmern sich um mehrere Geschäftsfelder. Und Max Fissmann, der jetzt dann auch wechseln wird in den Aufsichtsrat als zehntes Mitglied, ist ein großer Bayern-Fan. Und das ist jetzt nicht irgendwie eine Heuschrecke, nicht irgendwie ein ausländischer Investor, sondern ein deutsches Unternehmen, das sich da mit dem großen FC Bayern, mit dem größten und wichtigsten Verein Deutschlands zusammentut.

Und letzten Endes heißt es für die Bayern Geld. Geldregen. Also wir reden da von einer Viertelmilliarde, 250 Millionen Euro. Das ist offiziell nicht bestätigt, aber so ist es. Bedeutet, dass die Bayern eben was im Säckel haben, um strategisch zu wirtschaften. Also das Geld wird jetzt nicht in das Gehalt von Michael Olyse wandern.

Das Geld wird jetzt nicht dazu führen, dass man einen zweiten Harry Kane holt, sondern bei solchen Investoren-Deals geht es immer darum, die Basis zu stärken. Als die Allianz damals eingestiegen ist, hat man das zur Schuldentilgung für das Stadion benutzt und so wird es auch jetzt sein. Also die Bayern gehen jetzt nicht auf große Einkaufstour, sondern da geht es um strategische Entscheidungen.

Für die Bayern heißt es erstmal jetzt jede Menge Geld. Was heißt das denn für den neuen Gesellschafter? Mehr Mitspracherecht aufgrund dessen, dass er jetzt im Aufsichtsrat ist. Aber was bedeutet das noch? Was springt denn noch für ihn raus? Also klar, als Investor hast du natürlich Einfluss. Du sitzt im Aufsichtsrat, du bist dann auch im Präsidialausschuss.

Das hatten wir ja als Thema rund um die Vertragsverlängerung von Max Eberl. Das sind also Punkte, die nicht so ohne sind. Ich habe mir aber sagen lassen, das ist kein reines Fan-Investment. Also Fissmann will jetzt da nicht einfach nur happy, happy, wir sind mit dem FC Bayern per Du und ganz eng und sind da Investoren, sondern da geht es natürlich auch um Interessen, dass man eben einen Imagegewinn davon trägt.

Und es gibt ja auch sowas wie Dividenden, die man daraus ziehen kann, wenn man Aktionär ist an der Fußball AG. Also da gibt es für beide Seiten Vorteile. Ganz interessant ist ja, wie sich der Wert des FC Bayern offenkundig entwickelt hat. Also die anderen drei Investoren haben zusammen 277 Millionen investiert, zusammengezählt und jetzt kommt eben Fisman und legt 250 Millionen hin.

Das zeigt, dass der FC Bayern deutlich einen Wert hat, den er früher nicht hatte. Umgerechnet, das ist eben auch wichtig, jetzt wird es ein bisschen komplizierter, es ist ja nicht so, dass nur 5% verkauft werden, sondern das Ganze geht einher mit einer Kapitalerhöhung, mit der Folge, dass Fisman 6,7% der FC Bayern AG jetzt hat.

Und wenn man das dann umrechnet, darf man davon ausgehen, diese 250 Millionen, für 6,7% bedeutet, dass der FC Bayern in den Augen aller Beteiligten 3,75 Milliarden Euro wert ist. Das ist ein bisschen unter dem, was Jan-Christian Dresen vor einem halben Jahr mal so in den Raum geworfen hat, aber 250 Millionen sind auch für einen FC Bayern viel Geld.

Auf jeden Fall. Jetzt hast du ja gesagt, es geht ihm finanziell nicht schlecht, das ist nicht der Grund des Deals. Kannst du trotzdem verstehen, dass man von außen aber etwas skeptisch auf diesen Deal blickt, dass er vielleicht doch den FC Bayern in ein etwas schlechteres Licht rücken lässt, dass man sich finanziell da vielleicht doch abhängig macht?

Also die Bayern haben jetzt nicht aktiv nach einem Investor gesucht, aber sie haben sich immer wieder diese Option offen gehalten und haben gesagt, wenn es irgendwann mal passt, wenn wir den richtigen Partner zum richtigen Zeitpunkt finden, dann sind wir bereit, das zu tun. Und jetzt ist es offenkundig zu weit, aber es stimmt schon, es gab ja, als das erste Mal so aufgeploppt ist, dass es diesen Deal geben könnte, gab es ja auch schon kritische Stimmen.

Aus gewissen Fanrichtungen und das glaube ich wird schon spannend dann im November bei der Jahreshauptversammlung, da werden sicherlich Wortmeldungen kommen von kritischen Fans, die sagen, wieso habt ihr jetzt da nochmal Anteile verkauft, ihr habt uns doch 2021, 2022 gesagt, das kommt nur in Frage. In schweren Zeiten. Auf der anderen Seite ist der e.V.

Und damit die Fans des FC Bayern ja auf der sicheren Seite. Also wir reden ja davon, dass 70 Prozent immer noch dem eingetragenen Verein gehören und, die Investoren, die da bei Bayern investiert haben, das sind jetzt vier große deutsche Player und nicht irgendwelche Wettanbieter aus Thailand oder Getränkehersteller aus Litauen, sondern, da geht es eben um ...

Um eine Zusammenarbeit über Generationen hinweg. Ja, und muss man ja auch sagen, ein sehr familiäres Unternehmen, das eben innovativ arbeitet, ja auch auf Nachhaltigkeit achtet. Das sind ja all die Sachen, wo der FC Bayern ja vielleicht auch sich in Zukunft ein bisschen mehr drauf konzentrieren möchte. Zumindest hat das eben Herbert Heiner ja auch nochmal betont. Für dich also der richtige Investor, der letzte ja jetzt?

Ja, Stand jetzt sieht es aus, als wäre das der richtige Investor. Aber ich finde, das ist auch ein gutes Zeichen. Wir haben ja jetzt alle Angst, dass Deutschland vor die Hunde geht, wenn man so die Zeitung aufschlägt und wir alle irgendwie ärmer werden. Aber wenn ein deutsches Unternehmen den Willen zeigt, beim FC Bayern zu investieren und so viel Geld zu investieren, dann kann es diesem Land und diesem Fußballland doch nicht so schlecht gehen.

Aber es wird spannend, was die Bayern jetzt mit dem Geld machen. Es gibt ja den Umbau an der Säbener Straße. Es gibt den Sportpark in Unterhaching, es gibt den Campus, die Arena ist 20 Jahre alt und so weiter. Also es gibt ja genügend Punkte, wo man investieren kann und dann noch besser zu werden und noch wertvoller zu werden.

Also sicherlich nicht schlecht, viel Geld auf seinem Festgeldkonto zu haben. Ja, viel Geld ist immer besser als wenig. Auf jeden Fall. So, ich würde sagen, das war auf jeden Fall das Wort zu unserer Sendung, zu unserer Aufnahme. Vielen Dank dir, Kumbi. Ja, ich danke dir, dass ich wieder hier eingeladen wurde von dir. Gerne.

Irgendwie wöchentlich kriegst du eine Einladung von mir. Ja. Darf ich am Donnerstag wiederkommen? Du darfst auf jeden Fall nächsten Donnerstag wiederkommen. Gut, dass du es ansprichst. Wir nehmen nächsten Donnerstag wieder auf. Und da freue ich mich schon sehr drauf. Ich bin gespannt, was sich bis dahin wieder getan hat. Welche Themen dann doch unerwartet wieder aufploppen.

Ja, so unerwartet ist es diesmal gar nicht. Ich würde sagen, wir sprechen dann über das Spiel der Bayern in Freiburg. Das findet ja am Sonntag statt. Absolutes Topspiel. Und was uns wahrscheinlich am Donnerstag noch beschäftigen wird, ist die Tatsache, dass am Montag ja die Ballon-Dor-Verleihung ist.

Ganz genau. Und am Mittwoch geht es ja gegen Magdeburg im Pokal. Ja. Also, ich vermute, rund um den Ballon d'Or und im Pokalspiel gegen Magdeburg wird so viel passieren, dass wir über das Freiburg-Spiel schon gar nicht mehr sprechen können. Ja, wahrscheinlich. Ja, die Bundesliga-Spiele, die fallen dann irgendwie oft einfach hinten.

Oder wir müssen noch häufiger Podcasts aufnehmen. Wir können auch gerne. Also, sagt ihr doch mal, nein, um Gottes willen. Einmal die Woche, glaube ich, das kriegen wir hier von links und rechts vielleicht noch Ärger. Ja, nein, aber wenn mal irgendwas Brisantes aufkommen sollte, könnte man ja sicherlich eine Spezialfolge machen. Wir sind flexibel genug.

Aber jetzt hören und sehen wir uns erstmal nächste Woche. Da freue ich mich drauf. Bis dann. Ciao, ciao da draußen. Ciao.

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