Die Hamburger Goldkehlchen - Wir haben nie behauptet, dass wir singen können· Folge 26

Folge 26: Chrischi: „Ich war gar nicht eingeladen“

Sonntag, 4. Oktober 2026 · 26 min

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Shownotes

Kann man eigentlich ein echtes Goldkehlchen werden, ohne jemals eine offizielle Einladung zu einem Casting erhalten zu haben? Die klare Antwort lautet: Ja, man kann! Den lebenden Beweis dafür liefert Chrischi, der das Regelbuch des Kult-Chors kurzerhand auf den Kopf gestellt hat.
Statt auf ein offizielles Anschreiben zu warten, ging Chrischi die Sache im echten Kiez-Stil an. Er überzeugte die eingeschworene Truppe nicht durch ein klassisches Vorsingen, sondern vor allem mit seiner herrlich frechen, unerschrockenen Art. In dieser Folge hören wir die geniale Geschichte eines echten Coups und wie Chrischi beweist, dass man auf St. Pauli mit einer großen Portion Mut und Charakter manchmal viel weiter kommt als mit jedem korrekten Bewerbungsformular.

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Hamburger Goldkirchen, der Podcast zum Buch. Mit 25 Männern, die nicht singen können und erzählen, warum sie es trotzdem tun. Hallo, mein Name ist Christian Georgi. Ich bin 40 Jahre alt. Im normalen Leben bin ich Controller und bei den Goldkirchen bin ich seit 2022. Und mein Name ist Lars Haider. Ich bin derjenige, der das Buch über die Goldkirchen geschrieben hat, was es jetzt überall gibt und in dem Krischi, wie er genannt wird, bei den Goldkirchen auch auftaucht.

Und das ist ganz interessant, Krischi, ich war ja so am Recherchieren über alle Leute und hatte dann eigentlich so gedacht, habe ich jetzt eigentlich jeden erwischt? Habe ich jetzt jeden erwischt, der wichtig ist? Und dachte immer, dieser Typ mit dem Vollbart da vorne, gern in der ersten Reihe, bist du Bariton? Ja, genau.

In der ersten Reihe, der ist irgendwie interessant, aber irgendwie fiel der Name nie und dann fiel der plötzlich doch und dann sagte einer, hast du eigentlich diese unglaubliche Geschichte von Krischi? Und da habe ich gedacht, was denn für eine unglaubliche Geschichte von Krischi? Und jetzt bin ich ganz gespannt. Was ist deine unglaubliche Geschichte bei den Goldkirchen?

Also ich würde mal tippen, dass auf das Casting angespielt wird. Ja. Ich habe ja, wie ihr anfangs erzählt, mit 22 bin ich dazugestoßen. Aber das Casting an sich, da war ich gar nicht eingeladen. Also, um vielleicht noch ein bisschen weiter rauszuholen. Unbedingt. Ich wurde von meinem Schwager darauf aufmerksam gemacht, dass es einen Männerchor gibt in Hamburg und er wusste, dass ich immer ganz gerne mal irgendwo bei so einem Männerchor aktiv werden wollte.

Und dann gab es eine Ausschreibung, also dann haben wir, glaube ich, in Facebook oder, ja, Facebook gab es eine Ausschreibung, dass am Tag XY, ist ein Casting und dieses Casting ist da und da. So, das wusste ich. Und dann habe ich mich, glaube ich, eine Woche vorher beworben. Und es stand aber auch drin, dass jeder eine Antwort kriegt.

So, ich habe keine Antwort bekommen. Also dachte ich, ergo, es wäre ein öffentliches Casting. Bin dann hingegangen zu dem bekannten Ort, weil das stand ja drin. Wo war das damals? Das war bei der Messe Hallen. Okay. Genau, und da war ich da und dann habe ich eigentlich gedacht, so da ist jetzt wie bei DSDS, irgendwie 100 Leute stehen davor, waren aber nur 15 Leute.

Mensch, das ist ja komisch, dass wir nur so viele Leute sind, naja gut, ist ja dann höhere Chancen, passt ja ganz gut. Ja, da war ich dann da drin und irgendwann hat der Erste dann angefangen. So eine Zeichnung rausgeholt mit einem Flamingo, der irgendwie vor der Elfie steht, habe ich schon gewundert, okay, der Zweite hatte ein ähnliches Bild.

Und dann hat der Dritte irgendwie ein Tablett fertig gemacht mit kleinen Schnäpsen. Da habe ich mal gefragt, Mensch Jungs, was macht ihr denn da eigentlich genau? Ja, es stand doch alles in der Bestätigungse-E-Mail drin. Okay, Bestätigungse-E-Mail. Was heißt, man musste irgendwelche Sachen vorbereiten oder was?

Ja, genau. Da stand drin, man musste quasi ein Bild von einem Flamingo malen, der vor der Elfe steht. Man musste ein Bestechungsgeschenk mitbringen, gerne in flüssiger Form. Und man musste zwei Lieder vorbereiten. Ich hatte weder ein Bild gemalt, ich hatte weder ein Steckungsgeschenk und ein Lied hatte ich jetzt auch nicht so parat.

Ich kannte ein paar, aber dann, ja. Ach ja, und das vierte und sehr entscheidende Punkt war noch ein negativer Corona-Test. Den hatte ich auch nicht, war ja gerade in der Corona-Zeit. Also das war jetzt ganz verrückt. Jedenfalls dachte ich mir jetzt, okay, das wäre dann... Du hast dann die anderen gefragt, was macht ihr hier eigentlich? Und dann sagten die, steht doch an der Bestätigungsmail. Genau.

Hast du dann gesagt, ich habe gar keine gekriegt? Genau, ich habe gar keine gekriegt. Aber dann dachte ich, Mensch, ich bin ja schon mal hier. Ich habe mir morgen quasi eh freigenommen. Mehr eins verlieren kann ich ja nicht. Dann bleibe ich einfach hier. Wir hatten quasi einen separaten Raum für uns.

Und da wurden ein paar Kissen Bier hingestellt. Also war ja auch ein ganz netter Abend, war ja nette Leute da. Und da dachte ich, Mensch, ich bleibe einfach mal bis zum Schluss hier. Und dann gucken wir mal, was passiert. Naja, jedenfalls war es dann so, dass dann wurde nach und nach immer einer rausgezogen.

Und dann hatte ich den... Wahrscheinlich hatte ja irgendeiner, Markus hatte wahrscheinlich eine Liste mit allen Leuten, die da waren. Und auf der Liste standst du gar nicht drauf. Schade ich nicht, genau. Jedenfalls hat dann... Wer war das doch da? Ja, Robin, genau. Der hat immer die Leute rausgeholt.

Und dann habe ich ihm angeschnackt. die Situation erklärt, Da meinte er, okay, gucken wir mal, aber so ein Corona-Test wäre schon nicht verkehrt. Und da habe ich einen Kumpel angerufen, der wohnt relativ nah an den Messehallen. Da habe ich dann den negativen Corona-Test, den Schnelltest geholt und den gemacht.

Und damit war ich quasi dann, war die erste Hürde geschafft. Dann hatte ich natürlich aber keine Geschenke, kein Bild gemalt, aber dachte, gut, was kannst du noch machen? Wir haben ja, wie gesagt, eine Kiste Bier gehabt und dann habe ich alle Kronkorken, die ich in der Zeit getrunken habe, gesammelt und dann quasi als kleines Präsent verschenkt, als ich dann dran war.

Du hast Kronkorken verschenkt? Ja, ja, genau, also die getrunkenen. Ja, aber das war so wie so Geldmünzen, wie so Goldmünzen. Ja, genau, genau, kann man so sagen. Wir haben da ein bisschen was geperlt da in dem kleinen Räumchen. Naja, und dann war es so, da war der Person 15 war dann dran, also waren ja 15 Leute eingeladen und dann hat er gesagt, ja Mensch, irgendwie hier ist noch einer, ja komm, wenn er schon da ist, kann er ran. Und dann.

Ja, durfte ich dann da nochmal singen und hat freudigerweise geklappt. Aber dann muss ich nochmal, haben sie dich nicht erstmal komplett, veräppelt, sagen wir es mal vornehmen, so nach dem Motto Lunge, du kommst hier einfach hin, weil das ist das, was mir Flemming und Marx erzählten, ist ja eigentlich ziemlich dreist, da kommt einer, der hat keine Bestätigungsmeldung und dann wartet der da, schenkt so ein paar Kronkorken weiter, und was haben die denn erstmal dann gesagt?

Nee, die waren natürlich erst mal leicht verwirrt, also warum ich denn überhaupt da sei. Und da habe ich mir eine Situation erklärt, dass ich gar keine Bestiebungs mehr bekommen habe. Allerdings dachte ich, dass es ein freies Casting war. Und ja, dann hatte ich auch nur die Chance, ein Lied zu singen und keine zwei Lieder, was mir natürlich auch noch mal zugute kam, weil ich gar nichts vorbereitet hatte.

Weil du glaubst, du bist zu einem Casting gegangen und hast gar nichts vorbereitet. Ja, ich dachte, es war ja auch so, dass wir ja, quasi war ja auch das Motto, keiner kann singen und ich dachte, wir sollen vielleicht, wir singen alle mal zusammen ein Lied, ich wusste ja gar nicht, worum es geht. Ich hatte ja auch, wie gesagt, keine Mail bekommen und hatte den nächsten Tag frei und dachte, Mensch, ja, wird schon passen. Und einfach mal probiert und, Ja, es hat funktioniert, freudigerweise. Was hast du gesungen?

Ich habe von Billy Joel Pianoman gesungen. Okay. Ein Lied und dann irgendwie, und dann wie war das dann? Ich hatte auch nur quasi zwei Minuten Zeit, dieses Lied einmal kurz anzusingen, weil danach war auch noch quasi ganz normal die Probe. Und wir waren ja eh schon klassisch überzogen. Und dann kommt noch Person 16 drin, die gar nicht angemeldet war.

Aber ja, dementsprechend hatte ich kurz Zeit und hat freudigerweise doch geklappt. Und ja, es kamen viele Zufälle auf einmal. Also ich hatte nichts vorbereitet, hatte nichts da, aber dennoch hat sich dann das Sitzfleisch und der Mut gelohnt. Haben Sie dann hinterher mal gesagt, warum Sie, ich kann die natürlich auch nochmal fragen, warum Sie dich dann genommen haben?

Weil es ja eigentlich schon, als du denkst, eigentlich sind die ja relativ streng. Also ich erinnere das bei Crossy, erinnere ich das, der hatte eine Zusage gekriegt, war beim Urlaub und haben gesagt, tut mir leid, wenn du im Urlaub bist, es muss schon da sein. Der ist dann hinterher noch zu einer Probe gekommen.

Was hat denn den Ausschlag bei dir, also was hast du gemacht, als jemand, der nicht eingeladen war, dann noch genommen zu werden? Das ist eine gute Frage. Ich habe das eigentlich nie hinterfragt. Ich würde mal einfach sagen, die haben ja jetzt nie den perfekten Sänger gesucht, nie den Perfect Match, sondern einfach so, was ist einfach, wer einfach irgendwen, der quasi reinpasst.

Es ist ja auch nicht so, dass wenn 16 oder 15 Leute eingeladen werden, dass sie sagen, vorher, wir nehmen die besten 8, sondern wenn jetzt irgendwie 10 dabei sind, die in das Profil passen, werden 10 genommen. Wenn nur 2 dabei sind, werden auch nur 2 genommen. So war ja immer so die Philosophie und wahrscheinlich habe ich einfach ins Profil gepasst und dann haben wir auch zwei Minuten gereicht.

Offensichtlich. Du hast gesagt, du wolltest immer in einen Männerchor. Warum wolltest du in einen Männerchor und warum hast du dir denn, das war auch Zufall, wenn der Schwager nicht gesagt hätte, hättest du dich da nicht beworben. Ja, genau. Und warum wolltest du, weil du gerne singst oder was hast du gesucht in diesem Männerchor?

Genau, weil ich quasi A, ein geselliger Typ bin, B, gerne singe. Dass die Goldkirchen so groß sind, wusste ich vorher auch nicht. Ich wusste, dass sie Konzerte machen, aber jetzt nicht in diesem Ausmaß. Natürlich, das hat sie ja auch mit Barclays und so erst entwickelt. Vorher waren wir in Anführungsstrichen nur im Stadtpark, aber das ist ja schon absurd gewesen.

Ja, nee, ich hatte einfach generell Lust zu singen, generell Lust auf, eine Truppe, die gleiche Interessen hat, was Singen betrifft und einfach Geselligkeit und ja, einfach so die Mischung. Und jetzt dadurch, also durch diese unglaublichen Zufälle, jemand, der sich nicht vorbereitet, rutschst du jetzt in eine Phase, das können wir jetzt mal besprechen, weil wir schon ziemlich fortgeschritten sind.

Also wir nehmen diesen Podcast im Mai auf. Also die Podcasts ziehen sich ja, ich glaube, angefangen habe ich mit dem ersten im September. Jetzt weiß man schon mehr, jetzt weiß man schon mehr, was da auf euch zukommt. Erzähl mal, wie wird das sein im Volksparkstadion? Was erwartet euch da eigentlich? Ihr wisst schon ein bisschen mehr.

Ihr werdet zum Beispiel gemeinsam übernachten in einem gar nicht so, schlechten Hotel in Hamburg. Erzähl mal, was hast du all diesem Mut, dass du da einfach hingegangen bist, was hast du dem zu verdanken? Was kommt da jetzt auf dich zu in Richtung Volksparkstadion? Also erst mal ganz viel Gänsehaut und Respekt vor der Aufgabe, weil es ist ja so...

Wenn man ganz ehrlich ist, ist es ja den ganz großen Künstlern vorbehalten, in so einer Location singen zu dürfen. Und im Grunde ist es ja auch schon ein bisschen grotesk, dass wir, die ja eigentlich gar nicht singen können, die Möglichkeit haben, da zu singen. Also da sind ja eigentlich, wenn man mal überlegt.

Leute viel qualifizierter, die es auch viel mehr verdient hätten, da zu singen. Deswegen hat man da wirklich auch großen Respekt, dass man überhaupt so eine Halle füllen kann, oder so ein Stadion. Und was uns sonst erwartet, ist ja, Riesige Vorfreude natürlich. Wir proben weiterhin jeden Montag, haben neue Songs, die wir da präsentieren wollen, wollen die alten nochmal verbessern.

Da wird ganz viel Feinschliff betrieben. Im Vorfeld, wir werden ja auch die Woche davor, habe ich schon komplett freigenommen von der Arbeit. Das wollte ich dir jetzt fragen. Das heißt, hast du Urlaub genommen? Ja, klar. Muss ich. Wir haben ja... Montag, Dienstag, also am Samstag ist die Probe, also die Woche davor ist am Samstag eine Probe, dann ist am Montag, Dienstag und Mittwoch eine Probe, am Freitag ist eine Probe im Volksparkstadion.

Da wird ja auch unheimlich viel für uns gemacht und die Leute zahlen da viel Geld für, die wollen das natürlich auch mal sehen. Und auch wenn das natürlich von uns alles unentgeltlich ist. Sind wir trotzdem verpflichtet, da die bestmögliche Show, würde ich es mal nennen, zu bieten. Und das hat man ja auch nur einmal im Leben. Deshalb, glaube ich, werden sich viele, wenn es geht, eine Woche freinehmen.

Du musst nochmal sagen, also ich habe jetzt gehört, ihr werdet am Freitag, habt ihr eine Generalprobe im leeren Volksparkstag. Also letztendlich trittet ihr zweimal im Volksparkstag. So gesehen, ja, genau. Unser Soundcheck ist quasi am Freitag. Sonst hatten wir bei unseren bisherigen Konzerten der Soundcheck quasi immer unmittelbar vor dem Konzert.

Das ist aber im Volkspark nicht möglich, weil ich glaube, da sind noch irgendwelche anderen Arbeiten. Jedenfalls ist es nicht möglich. Und, genau, stimmt, ich glaube, durch die Verkehrssituation müssen die Leute auch schon relativ zeitig hin. 16 Uhr habe ich im Kopf. Und dann wäre auch quasi kein, da können wir ja nicht den Soundcheck machen, wenn die Leute schon da sind.

Und vorher geht irgendwie auch nicht. Keine Ahnung. Und ich habe gehört, ihr macht das so ein bisschen wie so eine Fußballmannschaft. Ihr fahrt gemeinsam in einem Bus dahin, von dem ich jetzt dachte, weil viele HSV-Fans sind, der Goldkirchen. Da fände ich natürlich ganz gut. Mieten sich ein HSV-Bus, aber ich habe jetzt gehört, wisst ihr das schon, dass es einen Goldkirchen gebrandeten Bus geben wird? Ja, wisst ihr schon. Oder verrate ich dir jetzt ein Geheimnis?

Ich freue mich gerade ein bisschen. Nee, muss ich noch nicht. Okay, aber bitte sag es nicht weiter. Aber dass ihr im Fontenay übernachtet, das weißt du schon. Das wissen wir, ja, genau. Also das muss man nochmal erklären. Erzählst du, ihr habt das halbe Fontenay gemietet, mehr oder weniger. So eine Art, ja.

Und wir übernachten mit der ganzen Truppe, wie du schon gesagt hast, wie eine Fußballmannschaft vor einem wichtigen Champions-Spiel, wie der große FC Bayern jetzt hier gegen Paris. Wobei, das muss man sagen, der große FC Bayern, der schafft es nicht ins Fontenay, der schafft es ins Steigenberger gerade. Also da seid ihr schon mal eine Nummer größt.

Und übernachtet dann da und fahrt dann am Samstag dann... Geschlossen alle hin, genau. Geschlossen alle hin. Ja, genau. Alle zusammen nochmal konzentriert rein und dann geht es rund. Du hast dir anscheinend gar nicht groß Gedanken gemacht, was wird das eigentlich, wenn ich da jetzt Mitglied werde. Was ist das jetzt für dich?

Das sind ja so vier Jahre, wo ja noch mal viel mehr passiert ist, als wenn du jetzt zehn Jahre dabei gewesen wärst. Wenn du jetzt auf diese vier Jahre guckst, was sind die Goldkirchen für dich? Die Goldkirchen sind für mich wie eine kleine Familie. Es sind viele neue Freunde kennengenähert. Es ist einfach eine richtig coole Truppe.

Alle ziehen am gleichen Strang. Wir haben alle das gleiche gemeinsame große Interesse des Singens, auf der Bühne zu stehen, Leute zu begeistern. Viel Schnittmenge einfach und das ist einfach von meiner Seite auch ganz große Dankbarkeit, da mitmachen zu dürfen. Was du auch schon sagtest, diese Once in a Lifetime Erlebnisse, Elfie, Volkswarkstadion, Barclays, das sind ja wirklich, das ist ja so die Big Three von Hamburg, sag ich mal, die wir da spielen dürfen.

Also das ist ja wirklich ganz verrückt und auch als ich dann 2020 angefangen habe, war das ja wirklich noch ganz weit entfernt. Das war mal irgendwann, sie haben ja 2016 gegründet, war das ja das. Ziel, einmal in der Elfie zu singen. Das war aber so weit weg, dass es schon Spinnerei fast war. Wohlwollend.

Und trotzdem hat es geklappt. So, dann muss man dann einfach hartnäckig dranbleiben, immer wieder, sich präsentieren und das war super. Also, dass das selber so groß wird, habe ich ja auch nicht gedacht. Also, für mich war das höchste der Gefühle, dass wir einfach im Stadtpark singen durften. Also, das war für mich schon Endstation eigentlich, weil das war ja schon so absurd, dass wir überhaupt singen durften und die Tickets da teilweise in einer Stunde weg waren alle, da so ein riesen Andrang war, das war verrückt.

Ja, und dann wurde es dann größer gesponnen. Irgendwann wurde der Stadtpark zu klein und Wir sind quasi rausgeflogen, wortwörtlich, im positiven Sinne, und haben uns dann quasi ein anderes Fest gesucht. Als Goldkirchen rausgeflogen. Wie findest du denn dann, dass ja zumindest es angekündigt wurde, dass das Volksparkstadion das letzte Konzert sein wird?

Ja, das ist. Schwer zu verkraften, auf jeden Fall. Ich glaube auch gar nicht dran, dass es das letzte sein wird. Es ist natürlich immer ein Riesenaufwand für die Leute, die das alles planen müssen. Das ist ja gerade Markus, Flame und Max. Das ist ja wirklich eine Mammutaufgabe, was die immer auf sich nehmen, unentgeltlich.

Das ist auch ganz große Dankbarkeit, dass wir davon einfach, ein großer Teil sein dürfen. Ich kann es auch komplett verstehen, das ist ja auch immer ein riesengroßes finanzielles Risiko, was man da angeht. Es ist ja nicht wie im Stadtpark, da weiß man, okay, die 5000 kriegen wir immer voll, aber wenn man sich dann neue Gefilde wagt und einfach mal dieses Volksparkstadion voll machen möchte, wo ja auch viele Auflagen sind, wo neuer Rasen besorgt werden muss, das sind ja extrem hohe Kosten, da müssen ja erstmal die Leute kommen.

Aber auf deine Frage zurückzukommen, also ich glaube, es geht, wir machen einfach ein Jahr Pause und wir werden ja auch weiterhin weiter proben und wenn dann es bei einem der Verantwortlichen doch noch in den Fingern so doll juckt, gibt es vielleicht in meiner Hoffnung rein eine große Comeback-Tour 28 und dann schauen wir mal.

Hast du denn, als du hast gesagt, du bist Controller, hast du nicht zwischendurch mal gesagt, Leute, Volksparksteuer, dann lass uns da, das ist Vorsicht. Ehrlich gesagt war ich in der Planung nie so involviert, aber ich habe da vollstes Vertrauen in den führenden Personen, dass sie das auch hinkriegen.

Das ist interessant, dass ja so viele, viele sagen, dass es auch so schön ist, dass man ein Teil des Ganzen ist und sich da voll reinschmeißt, dass man aber tatsächlich gar nicht so viel damit zu tun hat. Also man muss sich mal was freinnehmen, man muss regelmäßig, das habe ich auch gesehen, du bist einer, der regelmäßig, also sehr, sehr häufig bei den Proben ist.

Ja, ich probiere es immer einzulichen. Das ist natürlich mit den Kindern ein bisschen schwierig, aber klar, ich probiere es immer dazu ein, sehr viel Spaß. Es ist immer ein schöner Ausgleich von dem sonstigen Alltag, sag ich mal. Kommt man mal frei. Freien Kopf. Auch egal, wie schlecht gelaunt man hinkommt, man geht auf jeden Fall besser gelaunt wieder raus. Das ist immer der Fall.

Von daher ist es auch ein bisschen therapiebeisam für die Seele. Und ja, ich hoffe, es geht weiter. Wir werden ja auch wie gesagt weiterhin proben. Und man probt ja meistens immer für irgendwas. Von daher Ja, wir können mir sehr gut vorstellen, dass das, noch mal irgendwie weitergeht. Sei es erst mal Gastauftritte irgendwo, wo nichts geplant werden muss, wo einfach dazugeholt wird. Zum Beispiel sowas wie ein Hafengeburtstag, das ja auch super ist.

Da dürfen wir auch schon zweimal singen. Das könnte ich mir ja sehr gut vorstellen. Das Blöde ist natürlich wirklich, dass sozusagen also, dass irgendwie viel mehr eigentlich gar nicht geht. Ich habe das schon ein paar Mal erzählt. Das ist das Blöde. Also man hätte und das sagen andere irgendwie Molli, der sagt zum Beispiel, ich hätte das gar nicht gebraucht.

Mir hat das gereicht, immer Stadtpark. Wie ist es, weil man hat ja sozusagen durch dieses Volksparkstadion setzt man sich unter Druck zu sagen, okay, mehr geht nicht und da muss man sich halt neu erfinden. Hättest du aus deiner Sicht überhaupt gebraucht, das Volksparkstadion? Also, es ist ja wie gesagt so ein One-to-the-Lifetime-Erlebnis und ich finde es mega cool, dass wir das machen.

Hätte aber auch, also ich quasi ist ja immer schwierig, was du sagst, dass sich wieder down zu graden. Für mich wäre aber ein Stadtpark kein Downgrade wieder. Also ich finde, dass dieses familiäre, in Anführungsfamilie, 5000 Leute nur. Finde ich genauso gut wie im Volkspark. Aber es ist natürlich, ich kann es natürlich komplett verstehen für die Leute, die länger da sind und dann zum siebten Mal im Stadtpark waren, dass dann auch der Anspruch da ist oder der Wille da ist, sich nochmal zu vergrößern, was Neues mal zu machen. Wir hatten natürlich auch immer so ein bisschen die Probleme, dass das Sound im Stadtpark immer leider nicht ganz so optimal war. Sprich, die letzte Reihe hat immer eher schlechter was gehört.

Das ist jetzt natürlich alles ein bisschen professioneller aufgezogen worden. Dadurch ist natürlich das Konzert-Erlebnis für den Einzelnen natürlich auch viel toller. Und also, ich finde es super, dass wir diese genannten Big Three bespielen dürfen. Habe aber auch gar kein Problem damit, wenn wir danach Back to the Roots spielen.

Wieder in den Stadtpark gehen. Also, wäre super. Weil das ist natürlich auch eine Frage des Preises immer, für die Kumpel, Familie. Wie viel kommt von dir mit? Weißt du das schon? Wie viele Leute werden wir so da mit? Also, wir haben ja immer generell, haben wir zehn Tickets, die wir vergünstigt kaufen können.

Die sind dann auch gute Plätze, Sitzplätze und dann kommen die Kumpel. Es sind schon mal 1100 Plätze weg übrigens, das muss man auch mal sagen, wenn jeder zehn. Das ist auf jeden Fall, das ist halt so. Ja, genau. Das kommt natürlich bei einer großen Gruppe. Und das ist natürlich, wenn man dann irgendwie im Stadtpark ist, ist natürlich schnell voll.

Wie viel nimmst du mit? Weil ich weiß, dass zum Beispiel Stocki ja, glaube ich, also von Stocki waren, glaube ich, in der Marketsarena 50 Leute. Nimmst du nur die 10 mit oder darüber hinaus? Nee, nee, nee. Es kommen so ungefähr 30 Leute. Okay, krass. Familie und Freunde. Das ist auf jeden Fall auch für mich eine ganz große Ehre, dass die da alle dabei sein wollen.

Und dann aber ist es, das ist immer wichtig, das habe ich noch gar nicht gefragt. Das heißt, ihr kriegt die Karten aber auch nicht umsonst. Wir müssen die ganz normal kaufen. Wir haben halt diese 10 Tickets, die wir für günstigt bekommen. Das sind auch gute Sitzplatz-Tickets, die sind quasi dann so für die Familie, für die ältere Generation vorbehalten.

Und die Kumpels sind dann eher vorne drin im Stehplatzbereich. Gut, aber die zahlen dann auch selber. Lädst du die alle ein? Dadurch, dass ich ja 40 geworden bin und meine ganzen Kumpels auch alle 40 werden, hatte ich das zum Anlass genommen. die quasi dann zum 40. Das ist deine Geburtstagsfeier sozusagen.

Ganz grob gesagt, mein Geschenk, man muss ja eh immer, also zum 40. Schenkt man eh was Größeres und dann dachte ich, Mensch, dann schlagen wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, dann brauchen sie sich keine Sorgen machen, dass die Ticketspreise dass das ja immer höher steigt. Dann kriegen sie die von mir und dann habe ich gleich mein Geschenk fertig und alles gut.

Und dann werden sie auch Happy Birthday singen. Vielleicht ärgern die anderen, zwei Fragen noch, ärgern die anderen Goldkirchen dich manchmal noch und sagen, Junge, was machst du hier eigentlich? Nee, nee, das war das noch nicht immer. Nein, nein, nein, das war immer, überhaupt nicht. Das war immer, wurde dann so hingenommen und dann war gut.

Aber immerhin, das musst du ja noch sagen, in der Geschichte der Goldkirchen, bist du der Einzige, der ist eigentlich ohne Bestätigung, ohne Ticket. Und da muss man sagen, ja, ich will sagen, Frechheit. Es war ja in dem Fall gar keine Frechheit. Du hast es ja gar nicht anders gekostet. Hätte ich eine Absage bekommen?

Bist du hingegangen? Natürlich nicht. Aber es stand ja irgendwie auch drin bei diesem Facebook-Post, jeder kriegt eine Antwort. Und habe keine Antwort gekriegt, weil ich wahrscheinlich so spät erst mal ein Video hingeschickt habe, dass das gar nicht mehr gesichtet wurde. Ah, du hast aber ein Video hingeschickt. Ja, ich habe mich, glaube ich, eine Woche vorher beworben und ich hatte die Hand vielleicht einfach zwei Wochen vorher einen Sendeschluss. Das wusste ich natürlich nicht.

Und einfach hingefahren, hat gepasst und gut war. Also es war eine glückliche Fügung. Sehr schön. Eine lustige, kleine Geschichte. Wunderbar. Letzte Frage. Ich weiß gar nicht, ob du das beeinflussen kannst, aber wenn du dir wünschen könntest, mit wem du, ihr werdet ja Doppelzimmer kriegen im Fontaineil, mit wem du in ein Zimmer gehst, in der Nacht davor.

Wer wäre das denn? Gibt es da einen, der sagt, das wäre schön, das würde ich, weil das ist ja schon eine besondere Nacht. Ja, auf jeden Fall. Na klar, na klar. Ich glaube, aber ich würde, wenn ich es mir aussuchen dürfte, wahrscheinlich mit Filzki am liebsten in den Zimmer gehen. Mit dem habe ich zu dem angefangen.

Wir haben quasi eine gemeinsame Geschichte. Haben uns auch immer super verstanden. Ein Freund des Bieres. Ich glaube, das würde am besten passen. Wobei man muss sagen, das stelle ich mir auch noch interessant vor. Also ihr wollt ja, es gibt noch ein großes Dinner am Abend vorher, aber sich da irgendwie einen rein zu...

Das geht ja nicht. Das ist ja Früh ins Samstag. Genau, das ist für Samstagabend geplant. Und ihr werdet ja auch alle nach dieser Woche, ich weiß nicht, wie das in der Woche, ich weiß noch, dass das nach der Woche Vorbereitung auf die Barclays war, nach so einer Woche Proben ist man ganz schön platt, ne?

Man muss auch wirklich auch, also wir proben ja eigentlich immer auf Anschlag. Genau. Und wenn man das dann, wenn man dann Samstag, Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag Probe hat und von Samstag dann 100% performen soll, muss man auf jeden Fall auch gucken, dass man da, es ist ja wirklich auch, stimmenschonend irgendwie arbeitet, dass man irgendwie so ein bisschen.

Damit am Samstag noch was übrig ist. Wir haben ja, da muss ja das große Finale, dann müssen wir ran. Bei der Geburtstag. Krissi, wundervoll. Wie sagt man Krissi mit I-E? Nee, ohne I. Sorry, ohne I. Ja, genau. Vielen Dank. Vielen lieben Dank an dir.

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