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Shownotes
Der September war randvoll mit spannenden Entwicklungen in der Verwaltungsdigitalisierung. Deshalb ist diese Folge etwas länger geworden als sonst. Es geht um KI in Parlament und Verwaltung, um digitale Identitäten in Deutschland, Polen und der Mongolei, um digitale Souveränität, Cybersicherheit und smarte Kommunen. Also Kopfhörer auf und los geht’s!
Themen: DCDS * KGSt-Forum * Nachhaltigkeit * Bürgerbeteiligung * Agentic AI Hub * Vergaberecht * d-you Wallet * Barrierefreiheit * Smart City Index * Cyber-Vorfall in Berlin * e-Mongolia * „Deutschland – was geht?“ * Augsburg * Schleswig-Holstein und Linux * Bundestags-KI * mObywatel-Ökosystem
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Monatsrückschau
Jana
DCDS
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Agentic AI Hub: zweite Umsetzungsrunde hat am 7. September begonnen
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• Deutscher Bundestag – Anhörung zum Gesetzesentwurf ‘Digitale Identitätengesetz (DIdG) – bundestag.de/ausschuesse/a23_digitales_staatsm…
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• #dyou (egovernment-podcast.com/tag/dyou) #swiyu (egovernment-podcast.com/tag/swiyu) #eudiw (egovernment-podcast.com/tag/eudiw) – Joerg Lenz (LinkedIn) – lnkd.in/p/gnW4zT34
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Schleswig-Hollstein – Linux-Umstellung abgeschlossen
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SmartCity Index (Bitkom)
Manuel
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• Anhörung zu 60. Sitzung des Ausschusses für Inneres, Sicherheit und Ordnung am 03.11.2025 im Abgeordnetenhaus von Berlin (AG KRITIS) – ag.kritis.info/2025/11/03/anhoerung-zu-60-sitz…
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Malte
Bundestags-KI: Eigener Chatbot soll Schatten-KI im Parlament ablösen
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Case Study – Adapting Poland’s mObywatel ecosystem to the European Digital Identity Wallet
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Julia
Wie digital ist eigentlich die Mongolei?
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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Torsten Frenzel Ja, hallo und herzlich willkommen beim E-Government-Podcast. Heute ist wieder Monatsshow, wie ihr im Intro schon gehört habt. Und ich habe heute wieder die virtuelle Hütte voll. Diesmal wieder zwei wunderbare Damen dabei. Hallo Julia, hallo Jana.
Jana Janze Hallo.
Torsten Frenzel Und den Soon-to-be-fast-frequent-Guest ist Malte.
Malte Schmidt-Tychsen Hallihallo.
Torsten Frenzel Auf Aufholjagd bei Peter.
Malte Schmidt-Tychsen Ja, stimmt. Peter ist heute leider nicht dabei. Aber wir haben dafür Wallet-Themen mitgebracht.
Torsten Frenzel Genau. Und weil Jana sich natürlich ins Pet ganz oben reingeschrieben hat, darf sie auch direkt anfangen.
Jana Janze Natürlich habe ich mich ganz oben reingeschrieben, weil da noch Platz war. Natürlich fange ich super gerne an, weil ich finde nämlich in der Tat, dass im September einfach richtig, richtig viel passiert ist. Und ich würde es in der Tat deswegen auch relativ kurz machen, weil ich ganz viel mitgebracht habe.
Jana Janze Lass uns aber erstmal anfangen, nämlich mit dem Digital Center Deutschlandstack, das DCDS. In der Tat, als ich es zuerst gelesen habe, musste ich an DSDS denken, aber ich hoffe, wir suchen hier nicht den nächsten Superstar, sondern die nächste digitale Verwaltung oder die bessere digitale Verwaltung.
Jana Janze Nee, das DCDS ist im Endeffekt, so wie ich es zumindest sehe, der Umsetzungsarm, der sich mit dem Deutschlandstack beschäftigen soll. Ich habe in der Tat da aber so gut wie gar nichts weiter rausfinden können, außer so ein paar LinkedIn-Pressemeldungen. Also eine richtige Pressemeldung gab es, glaube ich, auch nicht.
Jana Janze Es gab aber auf LinkedIn so ein paar Beiträge dazu. Und zwar wird der Stefan Kroos-Sellbeck die Executive Director Position übernehmen. Aber Thorsten winkt hier schon ganz wild. Du willst bestimmt dazu was sagen, oder?
Torsten Frenzel Nee, wild wink ich nicht. Ich habe irgendwie so Störgefühle bei dem ganzen Thema. Wir haben doch schon einen Umsetzungsarm. Wir haben doch die Fitco. Warum brauchen wir jetzt noch einen Umsetzungsarm? Die Eudewallet kriegt einen Umsetzungsarm. Der Deutschlandstack kriegt einen Umsetzungsarm. Der IT-Planungsrat hat einen Umsetzungsarm. Was machen wir denn noch alles?
Jana Janze Ja, das war auch das. Ich habe auch die Sachen auf LinkedIn gelesen und da stand auch der Arbeitsmuskel, glaube ich. Also all die gleichen Sachen, die wir irgendwie in Richtung Fitco sonst immer sagen. Von daher, ich bin wahnsinnig gespannt drauf. Also ja, es war ja irgendwie alles schon mal angekündigt. Ich weiß aber in der Tat auch nicht mehr dazu, was ich ziemlich schade finde, weil es war jetzt irgendwie, ich glaube Anfang des Monats wurde es angekündigt.
Jana Janze Jetzt ist schon wieder ein bisschen Zeit vergangen und so richtig viel hat man davon noch nicht gehört. Was vielleicht aber auch okay ist, wenn da jetzt gerade noch gearbeitet wird.
Torsten Frenzel Ja, wir werden es weiter beobachten.
Jana Janze Mhm, total. Also nächste Monatsschau. Vielleicht hören wir dann was von Stern.
Torsten Frenzel Da ist die Scone vorbei in der nächsten Monatsschau. Wahrscheinlich haben wir auf der Scone dann schon Druckbetankung dazu bekommen.
Jana Janze Das hoffe ich doch sehr. Genau. Also von daher aber spannende News in der Tat. Dann etwas, was mich zumindest im Monat ziemlich beschäftigt hat, war das KGST Forum. Keiner von euch war da, leider, aber bestimmt ganz viele von den Zuhörerinnen. In der Tat, das KGST-Forum war letzte Woche in Leipzig 5.800 Teilnehmende.
Jana Janze Ich glaube, es waren mal ganz ursprünglich 5.000 angekündigt. Dann hieß es am ersten Tag oder am zweiten Tag vormittags, 5.800 sind da, 530 Kommunen und richtig, richtig viele, für mich zumindest wahnsinnig viele spannende Diskussionen. Was ich daraus mitgebracht habe, waren zwei Preise. Es wurde nämlich der Co-Pionierpreis vergeben.
Jana Janze Der Preis, der sich damit beschäftigt, dass eben bestehende Lösungen in den Markt hineingebracht werden, übernommen werden und vor allen Dingen dann auch angepasst werden. Und da wurden insgesamt neun Verwaltungsleistungen ausgezeichnet. Von Plain, die ja auch schon mal hier im Podcast waren, aber auch in Richtung, Ehrenamtsplattformen zum Beispiel.
Jana Janze Es gab was zum Thema Nachhaltigkeit, ein Dashboard in Aschaffenburg, was ausgezeichnet wurde. Es wurde ein Klimadashboard aus Münster ausgezeichnet. Also richtig viele spannende Lösungen, insgesamt neun Stück. Link kommt natürlich dazu in die Shownotes, von daher könnt ihr nachlesen. Wer alles gewonnen hat, da gibt es ein schönes Foto, wo alle ihren Preis in die Luft halten.
Jana Janze Und parallel dazu gab es noch den Innovation Award, wo 23 Start-up-Lösungen gepitcht haben und dann live mit einer Jury ausgezeichnet wurden. Und wenn man so an Start-ups denkt, dann denkt man irgendwie total schnell an KI wahrscheinlich. Was ich richtig spannend fand, es waren drei Lösungen, die gewonnen haben, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Jana Janze Der erste Preis ging an das NGO-Startup, Live Teach Us, die eine Plattform aufbauen, wo man sich melden kann, wenn man, ausfallende Unterrichtsstunden übernehmen möchte, als Privatperson zum Beispiel oder mal darüber erzählen möchte, wie man einen Podcast macht zum Beispiel.
Torsten Frenzel Davon habe ich schon gehört. Ich glaube, das muss ich mir jetzt dann doch mal anschauen.
Jana Janze Muss ich mir mal anschauen. Also richtig, richtig cool und auch ein richtig cooler Gründer. Der hat das sehr gefeiert, dass er da gewonnen hat. Der zweite Preis ging an ein Smart City Hardware Startup. Die nennen sich Enviotech und entwickeln Sensoren für Straßenlampen. Und zwar so, dass diese Lampen über Radar miteinander in Verbindung sind und dann so nach und nach ganz smooth an- und ausgehen, aber nicht komplett aus, sondern es ist immer so, eine leichte Helligkeit da, aber nie auf 100 Prozent.
Jana Janze Und das spart im Endeffekt einfach wahnsinnig viel Strom. Und das Dritte, was gewonnen hat, war natürlich dann jetzt der KI, ein KI-Chatbot, beziehungsweise ein Voice- und Chatbot von Wind, der, quasi auch einfach einen supercoolen Use Case rund um das Thema Geburten und ja, im Endeffekt dann auch wirklich eine gute Bürgerkommunikation gezeigt hat.
Jana Janze Richtig spannende Lösungen. Ich glaube, wir müssen mehr von Startups hören.
Torsten Frenzel Ja, ich würde so gerne mehr Startups hier. Ich habe schon mehrfach aufgerufen. Je nachdem, wie viele Startups da sind, auf der Scon werde ich wieder mit dem Mikrofon rumgehen und wieder meine Pitch-Sendung machen, wo jeder bis zu fünf Minuten pitchen kann. Also, wenn ihr Startup-Seiten auf der Scon, meldet euch bei mir.
Torsten Frenzel Ich komme mit dem Mikrofon rum.
Jana Janze Definitiv, ja. Es gibt, glaube ich, auch mehr Startups dieses Mal mit dabei.
Torsten Frenzel Genau, die haben wieder eine große Startup-Area.
Jana Janze Ja, also da bin ich gespannt danach auf die Sendung dazu. Es gab in der Tat einen Schwerpunkt zum Thema Nachhaltigkeit, aber das war einer von vielen. Also die KGST, das Forum hatte mehrere Schwerpunkte. Verwaltungsdigitalisierung natürlich, aber eben auch Nachhaltigkeit. NGO-Lösungen waren super stark vertreten, was ich total spannend fand.
Jana Janze Und ansonsten natürlich die Klassiker aus dem kommunalen Umfeld in Richtung Finanzen und Haushaltsplanung, Stellen und so weiter und so fort.
Torsten Frenzel Nachhaltigkeit und Software oder Nachhaltigkeit und Digitalisierung ist echt ein großes Thema. Es gibt tatsächlich den blauen Engel für eine Software. Also da gibt es schon, lass uns mal off-air nochmal reden. Das ist auch ein großes Thema, was mich total interessiert.
Jana Janze Vielleicht ein Thema, was in so eine ähnliche Richtung geht, Wo vielleicht aber auch du, Thorsten, noch ein bisschen mehr dazu erzählen kannst. Ich habe gesehen, OpenDesk öffnet sich für private Partner. Es gibt jetzt scheinbar irgendwie ein Partnerprogramm vom Zendes, wo man im Endeffekt OpenDesk nutzen kann.
Jana Janze Da gibt es irgendwie scheinbar unterschiedliche Partnerkategorien. Zumindest war es das, was ich jetzt so auf dem ersten Blick gesehen habe, was natürlich total spannend ist, wenn wir das ganze Thema noch ein bisschen stärker in den Markt hineinbekommen wollen.
Torsten Frenzel Ja, ich kann leider nicht mehr dazu sagen. Ich weiß es nicht. Aber die Update-Sendung mit dem Zendes steht noch aus. Bisher sind wir irgendwie nicht zusammengekommen.
Jana Janze Ich fand es total spannend, als ich es gelesen habe. Ich glaube, die Meldung war von gestern. Also es ist wirklich super, super frisch. Ich habe da nicht wirklich viel mehr dazu rausfinden können, fand es aber total spannend und dachte mir, ich muss es unbedingt mitbringen. Vielleicht weiß jemand von euch mehr dazu.
Torsten Frenzel Nee, ich habe es heute auch gerade erst gesehen. Es lief auf LinkedIn.
Jana Janze Jo, dann. Ich hatte gesagt, ich habe viele Themen mitgebracht. Das nächste Thema. Deutschland, was geht? Kennt ihr das? Habt ihr es schon mal gehört?
Torsten Frenzel Ich bin, wir beide sind ja dabei.
Jana Janze Wir beide sind dabei, ja. Guck mal in Richtung Julia und Malte.
Torsten Frenzel Für Julia wäre das auch was gewesen. Also gerade diese Session, die wir da gemacht haben, das wäre was wieder gewesen.
Jana Janze Definitiv. Absolut, absolut, ja. Weil es ist wieder ganz neidisch.
Torsten Frenzel Ja, das hätte zeitlich bei dir nicht gepasst, aber eigentlich wärst du genau auch da.
Jana Janze Ja, absolut, ja. Ich erzähle vielleicht mal zwei, drei Sätze.
Torsten Frenzel Genau, jetzt haben wir schon angeteasert.
Jana Janze Ja, ich wollte jetzt alle ganz neidisch sein und Fumo haben. Also Deutschland, was geht, ist ein Vorhaben vom BMDS und von der Sprint rund um das Thema BürgerInnenbeteiligung. Und zwar gab es, und da haben wir in der Tat auch bei der Monatsshow schon mal drüber gesprochen, eine große Kampagne, wo Bürger und BürgerInnen Anliegen rund um die Verwaltung einreichen konnten.
Jana Janze Und ich glaube, die Sprint hat es dann wahrscheinlich übernommen einfach und hat die Auswertung dazu gemacht. Es wurden auf jeden Fall 27.707 Anliegen eingereicht und da war wirklich scheinbar alles komplett mit dabei, von irgendwie digitalen Abläufen, einfachere Anträge, und grundsätzlich war einfach der Wunsch von den Bürgerinnen, dass es einen schnelleren und vielleicht auch freundlicheren Start gibt.
Jana Janze Und die haben da von der Sprint eine Auswertung gemacht, wo diese ganzen Zahlen, diese ganzen Auswertungen quasi einmal zusammengestellt wurden. Das ist ein Deutschlandreport daraus entstanden. Der kommt natürlich als Link auch mit in die Shownotes rein. Und wenn man sich den anschaut, da waren im Endeffekt so 43 Prozent der Lösungsanfragen, die kamen, die in das Thema Verwaltungsdigitalisierung hineingegangen sind.
Jana Janze Und das hat sich auch ziemlich stark gezeigt bei der Veranstaltung, die jetzt in diesem Monat in München stattgefunden hat, wo nämlich nicht nur diese Probleme diskutiert wurden, sondern wo schon, Organisationen, Privatpersonen, Unternehmen, WissenschaftlerInnen und so weiter aufgerufen wurden, Lösungsideen dazu einzureichen.
Jana Janze Und diese ganzen Lösungsideen wurden im Endeffekt angeschaut und von diesen ganz vielen Einreichungen, die da waren, wurden, ich glaube, 20 Teams waren es am Ende oder 22 Teams, ausgewählt, die jetzt in einer ersten Entwicklungsstufe an ihrer Lösung arbeiten können. Das ist eine Förderung, die die ganzen Unternehmen bekommen oder die Organisationen bekommen von 25.000 Euro.
Jana Janze Und für dieses Geld im Endeffekt können die an ihrer Lösung arbeiten. Und die drei Besten dürfen am Ende dann einmal vor. Unserem Digitalminister pitchen und haben dann die Möglichkeit, das ganze Thema auch weiterzuentwickeln. und auch das wird wieder gefördert, dann mit 100.000 Euro. Genau und weswegen Thorsten und ich es kennen, wir wurden in der Tat gefragt, ob wir Mentorinnen für die Lösungen sein wollen und also bei mir war die Entscheidung relativ schnell klar, als die Anfrage kam, so ja unbedingt, egal, ich will wissen, was für Lösungen dabei sind und es waren richtig, richtig viele coole und spannende Gründer und Gründerinnen mit dabei.
Jana Janze Es waren aber auch einfach Privatpersonen, die gesagt haben, ich habe Bock, irgendwas für den Staat zu machen. Und das waren super viele unterschiedliche Lösungen. Wirklich von der Vereinfachung von Antragsverfahren in Richtung proaktiver Staat war einiges mit dabei. Es gab eine Lösung in Richtung Schuldnerberatung, was ich auch total spannend fand, weil es einfach so von meinem normalen Arbeitsalltag irgendwie super weit entfernt ist. Aber auch da, was kann ich dazu mit KI machen?
Jana Janze Also wirklich eine komplette Breite von möglichen Lösungen, natürlich super viel in Richtung KI, war auch mit dabei. Also super spannende Initiative, die jetzt hier von der Sprint vorangetrieben wird. Weiß nicht, Thorsten, hast du eine Lieblingslösung?
Torsten Frenzel Ich habe natürlich drei Mentees, also das sind natürlich meine drei Lieblingslösungen, das ist vollkommen klar. Aber was mir aufgefallen ist, es ist natürlich ganz viel KI dabei, es ist ganz viel dabei zum Thema Once Only, also wir müssen nicht mehr alles nachreichen. Ja, das sind so, und Law as Code ist ein Thema. Es sind auch ein, zwei dabei, wo ich mir denke, na gut, das ist echt die falsche Richtung, die ihr da denkt.
Torsten Frenzel Müsstet vielleicht mal, ja, also das sind Sackgassen. Aber ansonsten sind echt nette Lösungen dabei.
Jana Janze Ich fand, es waren ein, zwei Lösungen, die man super gut kombinieren könnte. Und da bin ich sehr gespannt, ob das passiert. Ob man genau diese unterschiedlichen Lösungen, die irgendwie auch Anknüpfungen miteinander haben, am Ende dann auch zusammenbringt. Aber ich glaube, da können wir euch wahrscheinlich auf dem Laufenden halten, oder?
Torsten Frenzel Das auf jeden Fall. Und im Dezember soll gepitcht werden vom Digitalminister. Und ich hoffe, dass ich irgendwie eine Möglichkeit kriege, da mit Verantwortlichen zu sprechen. Und dann werde ich hier im Podcast mehr erfahren. Und ich hatte heute ein Gespräch mit einem meiner Coaches. Und morgen, interessanterweise, hat mich ein Team angeschrieben, dienstlicherweise, die die Hoffnung haben, dass sie kommunales Know-how über die Beikommunen kriegen.
Torsten Frenzel Und da habe ich morgens das nächste Gespräch. Also das ist, die sind alle jurig und aktiv.
Jana Janze Total, absolut. Also das war auch mein Eindruck. Die waren alle total ja, weiß nicht, total on fire und haben irgendwie Lust, die Dinge auch wirklich voranzutreiben. Das fand ich ziemlich cool.
Torsten Frenzel War auch echt eine nette Veranstaltungen da. Auch natürlich viel Netzwerk, klar.
Jana Janze Viel Netzwerk natürlich. Und ganz ernsthaft, das war mal eine Veranstaltung in München. Wir mussten nicht nach Berlin fahren.
Torsten Frenzel Ja genau, wir hatten ausnahmsweise mal einen Vorteil. Wir mussten nicht, also wir mussten uns nicht lange überlegen, wie lange wir bleiben, sondern wir konnten einfach kommen und gehen und nicht übernachten und ja, super.
Jana Janze Das war schön, ja.
Torsten Frenzel Wir brauchen mehr in München.
Jana Janze Absolut, absolut, ja. So, bei meinem nächsten Thema bleiben wir hier in der Region, gehen gar nicht so weit weg von München, nämlich nach Augsburg. Ich fahre mir in der Tat gerade so ein paar Lösungen an, auch ums Thema OZG und EVA und auch so ein bisschen in Richtung Smart City und auch Digitalisierung insgesamt und bin da über eine Lösung gestolpert von der Stadt Augsburg, was ich total spannend fand.
Jana Janze Vielleicht jetzt für viele, die irgendwie zuhören, gar nicht so wahnsinnig super neu, aber ich fand sie spannend, deswegen habe ich sie mitgebracht. Und zwar hat Augsburg eine Plattform aufgebaut, wo über 600 Online-Dienste zur Verfügung stehen und damit können, zumindest stand das da, über 2100 Verwaltungsleistungen zentral abgerufen werden.
Jana Janze Eine Low-Code-Plattform, die unten drunter liegt und damit, ich meine, jetzt ist erstmal City-Index rausgekommen, da sprechen wir wahrscheinlich später nochmal drüber, aber Augsburg war da ja nicht mit drin, war wahrscheinlich zu klein. Aber ich glaube, da mit dem, was sie da machen, ist wahrscheinlich eine der digitalsten Städte.
Torsten Frenzel Es ist interessant, dass diese Plattform ist eigentlich ein Formularservice, die heißen jetzt Low-Code-Plattform. Man muss sich die Marketingbegriffen anpassen.
Jana Janze Absolut, natürlich, klar. Immer, immer. Gut, meine weitere News von diesem Monat, ich verspreche es, nächstes Mal bringe ich nicht so viel mit.
Torsten Frenzel Wenn es was zu berichten gibt, dann musst du es mitbringen. Also wenn es viel ist, ist viel. Wenn es wenig, ist wenig.
Jana Janze Wenn es viel ist, ist viel, ja. Aber wir sind ja auch so viert hier. Ich beeile mich.
Malte Schmidt-Tychsen Das ist interessant.
Jana Janze Okay, immerhin. Dann komme ich zu dem nächsten Thema, was ich mitgebracht habe. Geht auch wieder in Richtung BMDS und zwar der Adjantic AI Hub. Und auch da wieder meine Frage an euch. Es ist im September jetzt die zweite Runde gestartet vom Adjantic AI Hub. Die zweite Pilotierungsphase, also die erste wurde abgeschlossen.
Jana Janze Gab auch, glaube ich, eine ziemlich große Party. Die ganzen Lösungen laufen zumindest. Da sind die Pilotprojekte gut durchgelaufen und sollen jetzt in den Regelbetrieb gehen. Und jetzt ist die zweite Pilotierungsphase gestartet. 7. September war Stichtag. Bis Ende November sollen die Anwendungsfälle erprobt werden.
Jana Janze Welche Lösungen sind dabei? Wissen wir das?
Torsten Frenzel Ich bin mir nicht ganz sicher. Thorsten Rode hatte mir neulich, als wir den Podcast aufgenommen haben, hinterher noch was erzählt. Ich bin mir aber nicht mehr ganz sicher. Es waren auch ein paar ganz große dabei. Also ein paar große Startups.
Jana Janze Okay, ja spannend. Also von der ersten Runde ist es ja bekannt. Also die stehen ja auch, sind ja offen zugänglich. Da waren ja auch Startups wie Celones dabei zum Beispiel. Aber natürlich auch viele kleine Unternehmen, die einfach gute KI-Lösungen haben. Mich hätte es in der Tat interessiert, wer in die zweite Runde jetzt gekommen ist. Ob es andere Unternehmen sind oder vielleicht sogar nochmal die gleichen mit anderen Lösungen.
Torsten Frenzel Weil du gerade über Unicorns sprichst. Ich glaube, Aleph Alpha ist auch.
Jana Janze Okay, aber schade, dass ihr dazu auch nichts wisst. Mensch, das zweite Thema hier, DCDS und jetzt noch der Gentic AI haben? Naja.
Torsten Frenzel Du bist halt am Puls der Zeit, wir nicht so ganz.
Jana Janze Ach, scheinbar ja auch nicht, wenn ich die Antworten nicht dazu habe. Ja, wer weiß, wer weiß. Ich könnte sie hier in die Monatsshow mit reinbringen. Naja. Und das letzte Thema, versprochen für heute von mir zumindest, die Leute, die mich kennen, wissen, es ist mein Lieblingsthema, Vergabe. Und zwar, es gibt den EU Public Procurement Act, also eine Neuordnung des Vergaberechts.
Jana Janze Ganz wichtig, es ist noch kein neues Gesetz rausgekommen, sondern es sind erstmal Vorschläge, die gemacht wurden in diesem Monat, die beraten werden. Da ist ein Kommissionsvorschlag erarbeitet worden und der geht jetzt quasi in die nächsten Runden. Da waren so ein paar Punkte drin, die ich total spannend fand.
Jana Janze Ich will ja jetzt nicht alles komplette Tutti einmal vortragen. So ein paar Punkte, die ich gut fand, war, dass das Thema Marktkonsolation viel stärker vorangetrieben werden soll. Also wirklich mal in Richtung Markterkundung zu gehen. Ich weiß, da reden wir irgendwie immer wieder drüber und alle sagen, ja, wir müssen Markterkundung machen.
Jana Janze Und am Ende, wenn man irgendwie mit den Menschen in der Vergabe spricht, dann wird es halt super selten gemacht. Und dann wird irgendwie eine große Ausschreibung erstellt und dann fragt man sich, es bewirkt sich gar keiner drauf. Ja, komisch, weil ich vielleicht irgendwie, die eierlegende Wollmichsau fordere, die es am Markt vielleicht noch gar nicht so richtig gibt.
Torsten Frenzel Aber meistens soll sich doch genau der eine bewerben.
Jana Janze Oder genau der eine. Ja, aber brauche ich dann noch eine Vergabe? Ansonsten soll das Thema Innovationsverfahren noch stärker rausgetrieben werden, noch stärker gesetzt werden. Und, Julia, dann komme ich wieder so ein bisschen in deine Richtung. Es sollen nämlich neue Kriterien geben. Soziale, ökologische und resilienzbezogene Kriterien sollen noch viel stärker in die Ausschreibung mit reingebracht werden.
Jana Janze Geht so ein bisschen in Richtung Nachhaltigkeit, was wir vorhin ja auch schon diskutiert haben.
Malte Schmidt-Tychsen Was ist mit Souveränitätskriterien?
Jana Janze Souveränitätskriterien, da stand quasi drin, es soll eine mögliche europäische Präferenz in den Ausschreibungen geben.
Malte Schmidt-Tychsen Weil das ist ja eine Forderung von Eurostack, eine, die immer wieder sehr deutlich geäußert wird. Und ja.
Jana Janze Ja.
Malte Schmidt-Tychsen Wir haben ja in Deutschland auch ziemlich starke Veränderungen, jedenfalls im Bund, bei der IT-Beschaffung geplant. Hattest du das auch, weil das ja dein Thema ist? Ja, also es soll nach dem Vorbild von Österreich nicht mehr ein Beschaffungsamt des BMI die IT-Beschaffung machen, sondern es soll so eine private Gesellschaft gegründet werden. So jedenfalls die aktuelle Planung.
Malte Schmidt-Tychsen Das ist mit einigen Herausforderungen verbunden, um es mal vorsichtig zu formulieren. Ziel ist es dann, dass, und ich glaube, das hattest du vorhin so ein bisschen einklingen lassen, was interessant wäre, ist ja, dass praktisch dann an diesen Rahmenverträgen, die ausgeschrieben werden, dass dort auch, andere Ebenen, andere Verwaltungsebenen, also Länder und Kommunen, dann daraus abrufen können.
Torsten Frenzel Da bin ich sehr gespannt auf das Konstrukt.
Jana Janze Da bin ich auch, ja. Also die Einkaufs-GmbH, die gegründet werden soll, ich bin auch extrem gespannt drauf, wie das genau aufgebaut wird. Steht ja, glaube ich, sogar auch im Koalitionsvertrag drin. Oder zumindest in einer der Modernisierungsagenda.
Torsten Frenzel Es gibt ja schon diverse Beschaffungsgenossenschaften und Zusammenschlüsse.
Jana Janze Absolut. Das ist nochmal ein anderes Thema.
Malte Schmidt-Tychsen Ja, aber wo ich dich gerade als Beschaffungsspezialistin da habe.
Jana Janze Ganz wichtig, Beschaffungsspezialistin ohne juristischen Background, ganz wichtig.
Torsten Frenzel Du siehst noch klar und nicht die Gesetzestexte.
Jana Janze Maybe, maybe. Aber vielleicht noch abschließend zu dem Vorschlag aus der EU-Kommission, es sollen Unternehmensnachweise nach Wons-Only-Prinzip vorangetrieben werden. Geht auch so ein bisschen in das, was in Richtung Einkaufs-GmbH geplant ist und was auch der Marktplatz Deutschland viel stärker im Fokus hat.
Jana Janze Also wirklich quasi Unternehmensnachweise nur noch einmal und dann war es das. Und darauf können dann im Endeffekt alle wieder darauf zurückgreifen. Finde ich als Unternehmerin mega.
Torsten Frenzel Ja, dass in der Beschaffung was passieren muss, ist vollkommen klar.
Jana Janze Total.
Torsten Frenzel Ich bin nur interessierter Beobachter.
Jana Janze Ich gucke ein bisschen tiefer rein.
Malte Schmidt-Tychsen Ab und zu beschaffst du auch Dinge.
Torsten Frenzel Thorsten Das stimmt, ich beschaffe auch Dinge Aber ich habe auch Themen mitgebracht, Das ist mein allererstes Thema. Dieser Sound ist mir, ich habe den Artikel gelesen, und da ist mir sofort dieser Sound in den Kopf gekommen. Also so viel zum Thema Werbung. Also Werbung wirkt, wie so schön der Werbespruch für Werbung ist.
Torsten Frenzel Und DEU ist die Eudi Wallet. Die deutsche Eudi Wallet heißt DEU. Ich werde jetzt nicht das ganze Thema Eudi Wallet nochmal auftröseln, weil dazu hatte ich eine hervorragende Sendung. Und die Sendung ist auch wirklich gut angekommen. Die wird auch sehr oft gehört und sogar auf YouTube gehört.
Malte Schmidt-Tychsen Also Deu ist eine Wallet, sagst du. Jetzt löst doch mal bitte deinen Audio-Clip auf. Das hat, glaube ich, auch was Koreanisches, oder?
Torsten Frenzel Deu, das ist genau. Also Deu ist, also dieser Audio-Clip kommt von einer Automobilwerbung. Hat nichts mit der Audio-Wallet zu tun und auch nicht mit unserer Deu-Wallet. Aber bevor hier irgendwelche Missverständnisse aufkommen, das ist nicht der offizielle Werbe-Jingle unserer Wallet. Das ist von einer Automarke.
Jana Janze Noch nicht, noch nicht.
Torsten Frenzel Wisst ihr eigentlich, wofür das D in DU steht?
Jana Janze Deutschland?
Torsten Frenzel Nee, digital.
Jana Janze No.
Torsten Frenzel Also ich habe so ein bisschen... Ja, also ich habe so ein kleines bisschen Störgefühle bei dem Namen. Nicht, weil der Name DU heißt, sondern ich habe den Namen wegen You. Wenn wir uns nach Skandinavien orientieren, wie deren Apps so hießen und IDs so hießen, so Dänemark zum Beispiel, das ist die NEM-ID, Mit-ID, also meine ID.
Torsten Frenzel Und in Deutschland ist es deine ID. Also das ist so ein bisschen der Blick der Verwaltung auf den Bürger ist irgendwie anders als in Skandinavien.
Jana Janze Wer weiß, wessen ID ich dann auf meinem Handy habe?
Torsten Frenzel Ja, deine.
Jana Janze Meine oder?
Torsten Frenzel Ist ja deine ID. Ist ja nicht meine, sondern deine.
Jana Janze Spannend, aber das D steht für digital. Warum machen wir dann den D-Stack, den Deutschland-Stack, die App, die Deutschland-App und die U? Ist das auf einmal digital?
Torsten Frenzel Vielleicht ist es ja auch deine App und nicht die Deutschland. Also egal.
Jana Janze Huhu.
Torsten Frenzel Ja, also auf jeden Fall. Sogar in der Tagesschau wurde die D-U-App vorgestellt. Allerdings haben die den Namen nicht richtig genannt. Also die haben es immer noch Audi Wallet genannt. Das Logo finde ich echt sehr gelungen, also ich finde die Farbgebung und das App-Icon finde ich wirklich gelungen. Ich habe auch jetzt schon die neue Version vom Test-App, die sieht auch wirklich schick aus, also tolle Farben, also wirklich gut gestaltet, gefällt mir wirklich gut.
Torsten Frenzel Und ich warte jetzt auf den 2. Januar, dass es losgehen kann, dass ich da endlich meinen Personalausweis onboarden kann, weil damit geht es nämlich los.
Jana Janze Ich bin wirklich gespannt, wie die Kommunikation dazu erfolgt. Ich habe unter der Woche jetzt ein paar Bekannte getroffen und wir haben uns über Verwaltungsdigitalisierung unterhalten.
Torsten Frenzel Du hast komische Bekannte.
Jana Janze Bitte?
Torsten Frenzel Du hast komische Bekannte, die reden über.
Jana Janze Ja, die nicht im Verwaltungsdigitalisierungsbereich unterwegs waren. Die haben trotzdem dazu Fragen gehabt. Und ich fand es total spannend, weil ich war dann so, ja, und dann ab dem 2.1. Können wir dann unseren Ausweis alle auf dem Handy haben. Und ich war so, hä, aber wir sind doch in Deutschland. Das kann nicht sein.
Jana Janze Doch, bald. Und die waren aber dann, also ich meine, wir haben jetzt September und viele haben gesagt, sie haben davon noch nie gehört.
Torsten Frenzel Total.
Malte Schmidt-Tychsen Ich hatte eine sehr interessante Reaktion. als ich, ich habe das auch, in Vielfalt wahrscheinlich, anscheinend alle das machen, dass wir davon erzählen, von einer Person, die gesagt hat, da kommt wieder was aufs Handy, ich weiß nicht, das sperrt mich ja so ein bisschen aus und der hatte ein Smartphone, war nicht mehr der Jüngste, aber, hatte ich jetzt nicht so erwartet, diese Reaktion, auch unsere Digital-Only-Sache, für die wir eigentlich sind, der war da aber sehr skeptisch.
Malte Schmidt-Tychsen Und er hatte gleich ein Beispiel. Ja, das gibt ja diese Supermarkt-Apps und alle, die da irgendwie damit sich auskennen, die kriegen jetzt irgendwelche Rabatte und wir, die das irgendwie nicht drauf haben, kriegen das nicht. Also der hat sich von sowas eher ausgeschlossen gefühlt.
Torsten Frenzel Ja, also Verbraucherschützer haben sich das natürlich auch schon wieder angeguckt, wegen Datenschutz. Wobei ich, ja egal, also Datenschutz im Verwaltungsumfeld sage ich immer wieder, wenn es irgendwo in der Verordnung oder im Gesetz steht, darf ich die Schulgröße erfassen. Das heißt, Datenschutz, ich weiß nicht, ob man das unbedingt hier anbringen muss. Aber ich hatte neulich auch ein Gespräch mit jemandem von einem Behindertenverband.
Torsten Frenzel Und die sehen die Barrierefreiheit hier extrem eingeschränkt. Also die DU-App ist nicht in dem Maße barrierefrei, wie es benötigt werden würde. Also ich denke, da müsste man noch ein bisschen nacharbeiten.
Malte Schmidt-Tychsen Ja, Thorsten, das ist bei mir immer so ein Wunderpunkt, auch die ganze Diskussion um Digital Only, Digital First. Wir sehen die Herausforderungen, okay, etwas euphemistisch, die Probleme, was Barrierefreiheit, was Leute, die ausgeschlossen werden, angeht. Aber sowas schafft doch auch wahnsinnig Barrierefreiheit für Menschen, die nicht so mobil sind, nicht ins Amt können, aber trotzdem eben fit sind, was Digitales ist.
Malte Schmidt-Tychsen Also wir stoßen für ganz, ganz viele Menschen Türen auf und reißen Barrieren ein mit so einer Geschichte. Und, wenn wir dann wieder langsamer werden, dadurch, dass wir ganz viele Regeln achten müssen, wie du gesagt hast, ich bin sehr für Security by Design, Datenschutz by Design, Barrierefreiheit by Design, aber ich rede inzwischen lieber von Barrierearmut by Design.
Malte Schmidt-Tychsen Wenn wir uns von da zu sehr aufhalten lassen, dann kommen wir nicht schnell genug dahin, das auszurollen und damit Barrieren einzureißen. Das finde ich so wichtig zu betonen.
Torsten Frenzel Denk mal an den blinden Techie. Gibt es genügend. Die sind total glücklich mit den neuen Smartphones, die ihr Leben wahnsinnig erleichtern. Also gerade die können die Kameras nutzen und sich ansagen lassen, was das ist zum Beispiel. Die Smartphones inzwischen sind das richtige Assistenten, gerade für Blinde.
Torsten Frenzel Und die gehen damit tagtäglich immer um und plötzlich kriegen sie eine App da drauf, die sie brauchen, die sie auch haben wollen würden und das geht halt dann nicht. Oder nicht in dem Maße, wie sie es brauchen. Das ist schon ungünstig.
Malte Schmidt-Tychsen Ja, da würde ich natürlich dann Deo sofort, zwar nicht so laut, vielleicht nicht öffentlich, also habt ihr das alle nicht gehört, den Vorwurf machen, ey, hättet ihr doch bitte mal ein bisschen mehr Barrierearmut bei Design einbauen können. Das ist ganz wichtig.
Torsten Frenzel Ich will da jetzt auch nicht tiefer eingehen. Es ist nur, wie gesagt, ich habe mit jemandem von einem Behindertenverband gesprochen und der hat direkt gesagt, alles cool, alles super, können wir alles nicht benutzen. Aber ich komme jetzt mal noch zu etwas Positivem. Bevor wir uns hier bei der Deo-App aufhalten und die gute App schlecht sprechen.
Torsten Frenzel Schleswig-Holstein hat etwas vermeldet. Und zwar haben die die Linux-Umstellung abgeschlossen. Und das ist für mich eigentlich so ein Weckruf. Wieder mal. Ich muss mal wieder mit Schleswig-Holstein sprechen. Ich will wissen, wie sie das konkret gemacht haben. Also so ein kleines bisschen habe ich schon erfahren, was da gelaufen ist und wie sie es gemacht haben. Ich habe auch schon mal Einblick gehabt in so einen Rechner.
Torsten Frenzel Aber jetzt will ich es aber konkret wissen und ich kann euch sagen, ich werde mir die Leute ranholen und wir werden über die Linux-Readiness oder die Linux-Umsetzung in Schleswig-Holstein sprechen. Walter, du müsstest doch eigentlich jetzt strahlen.
Malte Schmidt-Tychsen Ja, nein, es war tatsächlich, es gab heute eine Veranstaltung und zwar zu Schleswig-Holstein von Interoperable Europe. Auf die komme ich noch zurück, aber da konnte ich mich nicht registrieren. Da hat der Dirk Schröter aus dem Schleswig-Holsteinischen Ministerium für Digitalisierung, der hat dort das präsentiert.
Malte Schmidt-Tychsen Die haben ja auch, kam auch kürzlich, dass sie in einer Kieler Staatskanzlei, also dass sie jedenfalls in der obersten Regierungslandesbehörde, dass sie dort jetzt auch fast alles ausgetauscht haben. Also dass da jetzt Linux läuft überall.
Torsten Frenzel Genau. Die sind fertig. Und ich gehe jetzt weiter zum nächsten Thema und zwar der Smart City Index 2026 von Bitkom ist raus. Wer die Sendung zur Scone gehört hat, hat hier schon die Ankündigung dazu gehört. Und, Der Index ist rausgekommen und die Artikel, ich habe da so mehrere RSS-Feeds abonniert und die Artikel, die putzelten so rein, wer alles wieder gestiegen ist und irgendwie alle sind im Index gestiegen.
Torsten Frenzel Wenn man sich die Index aber anschaut, sind nicht alle gestiegen. Wahrscheinlich haben die, die nicht gestiegen sind, nichts gepostet. Beziehungsweise ich habe auch welche gesehen, die ein, zwei Positionen abgefallen sind, die dann große Artikel veröffentlicht haben, warum das dem der Fall ist. Ja. Smart City-Index, habt ihr dazu Meinungen?
Jana Janze Herzlichen Glückwunsch an Stuttgart.
Torsten Frenzel Ja, Nürnberg ist alles gut, es sind vier Positionen hoch. Aachen hat mich sehr überrascht, sechs Positionen nach oben. Also gerade so im Westen, Mönchengladbach, hat überhaupt keiner auf dem Schirm. 18 Positionen nach oben, also die haben richtig Gas gegeben. Also da sind schon ein paar dabei, wo man vielleicht jetzt mal ein bisschen näher hinschauen muss. Also das ist, nicht immer die Lauten sind die Besten, sondern die, die machen, sind die Besten.
Torsten Frenzel Ja, also Bonn ist eigentlich auch eine Stadt, die Digitalisierung ganz gut macht. Aber wie gemerkt, hier geht es um Smart City Index. Es hat nicht zwingend was mit Verwaltungsdigitalisierung zu tun. Zählt auch mit Rhein, aber da ist noch mehr.
Jana Janze Und mir ist gerade aufgefallen, ich habe Augsburg vorhin Unrecht getan. Augsburg ist natürlich so groß, dass sie in den Smart City Index hineinkommen und auf Platz 18 sind.
Torsten Frenzel Und die machen ja auch was.
Jana Janze Die machen auch richtig viel. Ja, ja, total.
Torsten Frenzel Ja, also schaut euch den Index an. Man kann auch so ein paar verschiedene Themen auch filtern. Es geht ja auch um Verwaltung. Bei Verwaltung ist übrigens Krefeld an Platz 1. Genau, und Energie und Umwelt, IT und Kommunikation, Mobilität und Gesellschaft und Bildung. Also man kann da verschiedene Filter benutzen und es ist überraschend, wie sich auch das bild der städte da verändert, also wie immer lesenswert sehenswert gut aufbereitet eine große empfehlung was auch eine große empfehlung ist eigentlich nicht ich nicht, werden der letzten monatschauer schon darüber gesprochen dass berlin nen größeren cybervorfall hatte und genau darüber Darüber habe ich mit Manuel Artuk gesprochen.
Torsten Frenzel Und das spiele ich jetzt hier ein. Und ich wünsche euch da viel Spaß, weil das haben wir schon vor aufgezeichnet. Manuel Artuk ist natürlich gerade überall und in allen Medien ein gefragter Mann. Und nebenbei muss er sich auch um genau diese Sachen kümmern, was da passiert ist. Nicht nur in Berlin, aber er spricht halt ganz viel als Teil der Archigritis.
Torsten Frenzel Und sehr empfehlenswert. Hör dich das an und bis gleich. So, ich habe jetzt mal einen Gast hier noch zusätzlich dabei. In der Runde eigentlich nicht unbekannt, aber hallo Manuel, grüß dich. Vielleicht stellst du dich trotzdem mal vor, auch wenn jeder deine Stimme schon, regelmäßig hört zurzeit. Also manchmal würde man sagen, leider muss man die ständig hören, weil immer was passiert, aber erzähl mal.
Manuel Atug Genau, wenn man mich hört, ist es eigentlich schlecht, weil irgendwas passiert ist mit meistkritischen Infrastrukturen. Aber mein Name ist Hase, Honk Hase, um genau zu sein. Manuel Artuk. Ich mache eben schutzkritische Infrastrukturen. Ich habe die AG Kritis 2018 mitgegründet. Ich kümmere mich um Themen wie Hybrid Warfare, digitale Souveränität, Cyberresilienz, digitaler Katastrophenschutz, all diese Baustellen und bin halt als Hongkase im Netz aktiv.
Manuel Atug Ich bin für die European Research Executive Agency unter anderem als Sachverständiger tätig und werde eben auch regelmäßig von der Europäischen Union, der Bundesregierung oder den Bundesländern als Sachverständiger zu Fragen von Katastrophenschutz oder eben Cybersicherheit berufen. Und dann haue ich denen alles um die Ohren, was nicht gut ist.
Torsten Frenzel Dafür lieben dich alle, für dein Abfackeln. Genau. Und nochmal ganz kurz zur Transparenz. Wir nehmen das hier nicht zum gleichen Zeitpunkt auf wie die Monatsschau, sondern wir nehmen das heute. Heute ist der 18. September und wir hoffen, dass bis zur Ausstrahlung der Monatsschau sich nichts Großartiges verändert. Ansonsten gibt es noch ein kurzes Update hinterher.
Torsten Frenzel Aber fangen wir erstmal an. Weil was ist passiert?
Manuel Atug Ja, was ist passiert? Es gab am 17. August eine Pressemitteilung von Berlin und da hat man gesagt, wir haben einen IKT-Vorfall im Landesnetz Berlin und man hat so im Zuge forensischer Untersuchungen dann festgestellt, dass es eine Inkriminierung des Landesnetzes Berlin gab.
Torsten Frenzel Okay, auf Deutsch.
Manuel Atug Das heißt, es ist ein Vorfall gewesen, ein Cyberangriff und man hat das verklausuliert irgendwie versucht zu erklären, und man hat natürlich gleich hinterher geschoben, man hat so erforderliche Maßnahmen zur Sicherung des Landesnetzes veranlasst, umgehend, man hat die Senatsverwaltung für, das war Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen und die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, so rum.
Manuel Atug Die wurden als betroffene Verwaltung unter anderem aus Sicherheitsgründen dann auch vom Landesnetz freitags davor dann isoliert, also abgekoppelt und offline genommen, weil ja die Sicherheit des Landesnetzes oberste Priorität hatte. Ja, und erst mal hat man dann auch gesagt, aus ermittlungstaktischen Gründen könne man nichts Näheres genau sagen zu den Hintergründen, weil man muss da ja noch ermitteln.
Manuel Atug Ein paar Tage später, nämlich am 4.9. hat man dann gesagt, also liebe Leute, das Land Berlin ist auch für eine äußerst schweren Straftat geworden. Und denkt dran, an erster Stelle steht die Sicherheit des Landesnetzes Berlin, der Beschäftigten des Landesnetzes Berlin und der Bürgerinnen und Bürger des Landes Berlin.
Manuel Atug Da habe ich schon so ein paar Fragen, aber naja, das waren erstmal die Aussagen, die man so getroffen hat. Und dann hat man am 5.9. gesagt, also bei dem Hackerangriff handelt es sich um eine äußerst schwere Straftat und einen Angriff auf das Land Berlin und Betroffene, deren Daten veröffentlicht werden, sollten Strafanzeige erstatten.
Manuel Atug Mein erster Effekt war gegen die Stadt oder das Land Berlin oder gegen Unbekannt oder so. Also insofern ist das erstmal so die Kommunikation gewesen und was ist passiert. Es wurde ein Ultimatum gesetzt von einer organisierten kriminellen Gruppe, einer Erpressergruppe, also Ransower-Bande, die veröffentlicht hatte, Liebe Leute, wir haben bei euch irgendwie echt viele Daten rausgezogen und zwar um genau zu sein, behaupten sie irgendwie knapp 6 Terabyte, an Daten und das sind über 1,4, knapp 1,5 Millionen Dateien, und wenn man eben nicht Lösegeld zahlen würde, dann würden diese Daten ins Darknet, also in den anderen Teil des Internet gestellt.
Manuel Atug Da weise ich noch direkt drauf hin. Viele sagen, das ist im Darknet, das ist dann ein anderer Teil des Internets und total schwer. Und da muss man sagen, naja, man nimmt statt dem Browser einen anderen Browser, den man frei verfügbar hat und statt dem Link www.irgendwas.de nimmt man einen anderen Link und dann ist man auch schon da.
Manuel Atug Also so kompliziert war das jetzt nicht, aber das sind die Daten, die veröffentlicht wurden.
Torsten Frenzel Genau, das ist übrigens das Schöne, es wird ja ganz viel kommuniziert über den Hack in Berlin und jeder erklärt jetzt das Darknet, was das ist. Das ist eigentlich das normale Internet nur über einen anderen Browser verfügbar. Ich glaube, das haben alle noch nicht so richtig verstanden.
Manuel Atug Also ich habe bei sehr vielen Anfragen von Journalistinnen mitbekommen, dass das für die Magie ist und komisches anderes Ding und super kompliziert. Und wenn ich dann aufkläre, dann sagen die, ach so, so einfach ist das. Das ist immer noch nicht in allen Ecken angekommen. Leider.
Torsten Frenzel Nachdem ja da quasi Lösegeld erpresst wurde, kennt man ja quasi den Erpresser. Also die Attribuierung, die kennt man. Wer ist es denn? Wer hat es denn mal wieder?
Manuel Atug Also die Gruppe nennt sich unter anderem Residia, die ist seit 2021 unterwegs und hat viele andere Namen auch gehabt. Und das ist eine professionelle Tätergruppe, die auch Ransow as a Service quasi macht, also Dienstleistungen auch. Und die haben ein Jahr vorher, ich glaube im Mai letztes Jahr war es 2025, Hannover erfolgreich kompromittiert und die haben auch viele andere erfolgreich kompromittiert. Also das ist eine Tätergruppe, die schon deutlich aktiver und zielgerichteter ist.
Manuel Atug Und in erster Linie, das war dann auch eben eine BSI-Sicherheitswarnmeldung, sind diese Tätergruppe im Wesentlichen nach Geld aus und dass das jetzt das Land Berlin war, war vermutlich mehr erlöseorientiert und weniger wegen irgendwelchen anderen Interessen. Aber trotzdem sind da ja sehr viele Daten rausgetragen worden und die kann man ja auch anderweitig verkaufen oder veröffentlichen.
Torsten Frenzel Weiß man, was für Daten rausgetragen wurden?
Manuel Atug Ja, kopiert. Die sind ja nicht weg. Das ist schon ein guter Hinweis. Ja, also es sind sehr viele Daten rauskopiert worden, unter anderem eben sehr viele personenbezogene Daten der Mitarbeitenden, beispielsweise auch Schwerbehindertenausweise oder Disziplinarverfahren mit allen Antworten und Kommunikationen, unter anderem sowas wie Ordner, die lauten, DISS-Verfahren, politisch-modisch, motivierte Dienstvergehen, auch ganz spannend.
Manuel Atug Es gab Gefährdungseinschätzungen, Gefahrenanalysen im Bereich Berliner Wasserwerke oder generell die Wasserversorgung. Es gab Gefahrenanalysen dazu. Wir hatten, Dokumente und auch E-Mails im Kontext von Justizvollzugsanstalten, Baupläne und auch Schwachstellen in deren Schließanlagen beispielsweise, die nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen.
Manuel Atug Es wurden Meldungen zu Kernbrennstoffen mit Nukleartransporten unter anderem als Dateien da abgelegt. Die Trinkwassernotversorgung für die zivile Gefahrenabwehr oder auch den Verteidigungsfall Informationen. Also das ist schon ein sehr breites Repositorium an Daten. Auch Verschlusssache nur für den Dienstgebrauch Informationen.
Torsten Frenzel Ich wollte gerade fragen, das sind doch VS-Sachen. Was du gerade aufgezählt hast, sind doch alles VS-Sachen.
Manuel Atug Nicht alles. Also beispielsweise der Ausweis von jemandem oder eben die Disziplinarverfahren sind nicht immer Verschlusssache, aber es sind auch Informationen zum Kanzleramt und dergleichen veröffentlicht worden. Und unter anderem war auch eine Datei dazwischen, die Katalogreferenzszenarien Bund beispielsweise heißt.
Manuel Atug Und da gab es eine IFG-Anfrage zu, das habe ich mir mal konkret angeguckt und dachte, ich recherchiere das mal und habe festgestellt, oh, da hat ja jemand das Bundesinnenministerium angefragt und sagt, hier, gib mir dann diese Referenzszenarien mal zum Katastrophenschutz. Und das BMI hat das abgelehnt, da der Katalogreferenz-Szenarienbund als Verschlusssache VSNFD klassifiziert ist.
Manuel Atug Gut, Berlin hatte das halt in dem Pulk mit drin.
Torsten Frenzel So kann man auch Open Data herstellen.
Manuel Atug Ja, nur das sind halt eine Form von Open Data, die natürlich irgendwie durchaus staatlich hoheitlich gesichert eben nicht öffentlich werden soll und gute Gründe hat. Und die ganzen personenbezogenen Daten oder die Details, die da abgeflossen sind, die haben nichts im Internet zu suchen, die haben auch nichts bei anderen zu suchen.
Manuel Atug Der Staat und die Verwaltung müssen ja schon in der Lage sein, diese Dinge vertraulich zu halten und auch diesem vertraulichen Anspruch Maßstab zu tragen. Und kleiner Slapstick am Rande, auch meine Daten wurden geleakt, denn ich hatte beispielsweise eine IFG-Anfrage gestellt zu Notwasserversorgung, und man hat eine unterstrichgeschwärzt.pdf-Variante davon auch geleakt, allerdings hatte man nur die Mitarbeitenden der Behörde und ihre Unterschrift geschwärzt, meine Adressdaten und Kontaktdaten nicht.
Manuel Atug Ja, das verstehen die in geschwärzt.
Torsten Frenzel Die wichtigsten Daten waren ja geschwärzt. Ja, geht so.
Manuel Atug Aber genau.
Torsten Frenzel Aber das sind ja echt der Hammer, was da an Daten drin ist. Ist die Bevölkerung und beziehungsweise sind die Betroffenen informiert worden? Weil irgendwie, wenn ich das richtig verstanden habe, weiß man inzwischen wenigstens, welche Dateien rausgetragen oder kopiert worden sind.
Manuel Atug Also man hat Kontaktstellen geschaffen, wo sich Betroffene hinwenden können. Das hat eine ganze Weile gedauert. Es sind immer noch nicht alle Betroffenen informiert, denn man hat immer noch keinen Überblick vollständig. Man hat in diesen Ausschusssitzungen oder so Aussagen getroffen wie, naja, wir werden über eine Million Angriffe pro Monat ab und einer ist jetzt durchgekommen oder so Aussagen wie, ein Prozent der Daten sind abgegriffen worden.
Manuel Atug Man versucht das also zu relativieren und schönzureden. Und bei den VSNFD-Sachen sagt man, naja, das ist nicht jetzt so richtig Geheimschutz und staatlich-reitlich. Das waren jetzt nicht so Daten, die die Gefährdung wirklich so richtig krass hochziehen. Geheimschutz hat ja auch vier Schutzlevel und das sehr niedrigste.
Manuel Atug Und das war alles nicht so schlimm. Also man versucht da sehr viel zu relativieren. Und das finde ich wirklich sehr gefährlich. Und insofern, ob da diese betroffenen Informationen kommen und ob diese Hilfestellungen auch wirklich helfen, das wird die Zeit zeigen.
Torsten Frenzel Weiß man schon, wie die reingekommen sind?
Manuel Atug Naja, also da wären wir bei, was war denn vor diesem Geschehnis und vielleicht, um das Geschehnis nochmal abzurunden, wir haben ja unseren Tennisstar, der bei physischen Angriffen lieber Tennis spielen geht, statt vor Ort zu sein und Haltung zu zeigen. Kai Wegner als Regierender Oberbürgermeister und zum Zeitpunkt, wo die Daten geleakt wurden, die haben ja gesagt, Ultimatum ist übrigens an diesem Freitag um 15.39 Uhr oder so, da war er dann auf einem Basketballspiel, weil das war dann wichtig, dass der Oberbürgermeister da ist und die Innensenatorin Iris Spranger war übrigens auch da.
Manuel Atug Also so viel noch mal zum Maßstab, wie man zeigt, dass man das ernst nimmt. Aber ja, wie sind die Täter reingekommen? Es gab mal eine Anhörung am 11.12.2023 im Abgeordnetenhaus Berlin, Ausschuss Inneres, wo man mich unter anderem als Sachverständig mit eingeladen hat und ich habe mir zur Vorbereitung dieser Anhörung so von außen angeguckt, wie Berlin eigentlich aufgestellt ist, was, der Rechnungshof sagt, was in Protokollen steht, wie deren Leitlinie im Internet so dokumentiert ist und so.
Manuel Atug Und ich zitiere mal auf die Frage, wie steht es um die gesamte Sicherheit oder, die Sicht der Sicherheit in Berlin? Da habe ich gesagt, kurz und knapp, gruselig und desolat, wie in allen Bundesländern und auch auf der Bundesebene, weil alle von Befugnissen, Tätern oder Palantir und KI und Quellen-TKÜ reden, statt von Resilienz und Basissicherheitsmaßnahmen.
Manuel Atug Ich komme immer wieder auf diese zwei Punkte, weil das die wirkliche Abwehr von Angriffen ist und dann verpuffen die wirkungslos. Das habe ich damals zu Protokoll gegeben, weil wir da sehr lange diskutiert haben und ja, das Wortprotokoll können wir gerne noch verlinken, aber das war so der Zustand, den ich da ermittelt habe.
Manuel Atug In 2024 gab es dann Diskussionen über den Berliner Haushalt 2025 und man hat gesagt, ach so, ja, das ITDZ Berlin, das Dienstleistungszentrum, da hat man dann gesagt, statt 32 Millionen gibt der Senat nur noch 18 Millionen für den IT-Betrieb bereit und streicht die Mittel um knapp 50 Prozent. Und für den Betrieb des Berliner Landesnetzes, wo ja die besondere Sicherheit hervorgehoben wurde, hatte man 12 Millionen weniger vorgesehen.
Manuel Atug Und für die IT-Sicherheit ganz konkret bei der Eindringungserkennung, also Täter zu erkennen, wenn sie eindringen, hat man auch nochmal 2 Millionen gespart. Das war der Maßstab, den man dann 24 für 25 angesetzt hat. Und Ende 25 am 3.11. Gab es dann nochmal eine Anhörung, wo man mich als Sachverständiger nochmal eingeladen hat und gesagt hat, okay, jetzt sind ja ein paar Jahre vergangen, sie waren ja mal da und haben das Bild aufgezeigt.
Manuel Atug Wie ist denn jetzt der Stand? Und da habe ich gesagt, naja, also da war die Original-Aussage, wie steht es um die gesamte Sicherheit oder die Sicht, der Sicherheit in Berlin und ich habe gesagt, naja, kurz und knapp, weiterhin gruselig und desolat und habe einfach denselben Satz nochmal vorgelesen und gesagt, weil alle Bundesländer und die Bundesebene und ihr auch lieber von Befugnis und Palladier und KI redet.
Manuel Atug Gesichtserkennung im Quellen-TKÜ statt Resilienz und Basismaßnahmen umzusetzen und diese zwei Punkte werden immer noch erheblich. Das heißt, auch da habe ich gesagt, naja, das ist nichts geworden. Und wenn man sich anguckt, wohin die Millionen geflossen sind in all den Jahren, dann sieht man eben Faltenscanner in Berlin.
Manuel Atug Man hat diese Gesundheitsdatenbankpläne da aktiviert. Man hat Polizeigesetz neu geschaffen mit noch mehr umfassenden Möglichkeiten. Verbraucherschutzgesetz wurde relativiert und Spionen im Einkaufszentrum sozusagen geschaffen. Man hat mehr Überwachung ins Berliner Verfassungsschutzgesetz integriert, weniger Kontrolle und erschwerte Auskünfte.
Manuel Atug Und die Datenschutzbehörde hat dann auch nochmal gesagt, übrigens diese Berliner Staatsanwaltschaft und die ganze Gesichtserkennung, alles schwierig. Also für diese Massenüberwachung hat Berlin anscheinend immer Geld, aber die Sicherheit hat stark gelitten. Und das ist eben der Grund, warum man. Archäologisch wertvolle Systeme im Internet betreibt und auch Systeme oder Fachverfahren auch betreibt, wo sogar in der Anhörung zu Protokoll gegeben wurde.
Manuel Atug Übrigens die ganzen Passwörter und Passwortlisten, die da mit abgegriffen wurden, wo so Passwörter wie Sunshine13 drin standen, um Vollzugriff aufs Fachverfahren oder den Server zu kriegen, Da haben die gesagt, naja, also man kann diese Passwörter nicht alle entforcen technisch, dass sie geändert werden.
Manuel Atug Manche Systeme geben das nicht her und sie wissen ja, wir haben ein Dutzend und mehr Fachverfahren, die so alt sind, dass wir das technisch nicht ändern können. Die Passwörter sind halt fest verratet da drin. Das ist der Zustand, den man in Berlin hat, alte Systeme und der Rechnungshof hatte auch gesagt, dass man abgelaufene Betriebssysteme oder abgelaufene Software zuhauf betreibt und insofern wird das das Problem gewesen sein.
Manuel Atug Denn Besidia greift normalerweise an, und das wird dann in Berlin auch gewesen sein, das bestätigt aber Berlin nicht explizit, dass man über so einen Recapture reingekommen ist. Also man kriegt einen Phishing-Link, klickt drauf, dann sagt das Ding, hier musst du nicht alle Fahrräder oder alle Autos erkennen, sondern du sollst etwas kopieren, dann so eine Datei öffnen und das dann einfügen.
Manuel Atug Und die Datei, die vermeintlich geöffnet wird, ist eigentlich deine Shell. Du führst einen Programmcode aus, der dann heimlich eine Datei im Hintergrund runterlädt, öffnet und da drin ist die Schadsoftware und damit haben die Zugriff gekriegt.
Torsten Frenzel Eigentlich ein cooler Angriffsvektor, also so mal jetzt als...
Manuel Atug Insgesamt schon, aber eigentlich auch einer, der sehr einfach verhindert werden kann und mit banalen Mitteln auch unterbunden wird und beispielsweise auch die Seite, von der das runtergeladen wurde, als Indicator of Compromise ja auch bekannt ist. Und man hätte das in Sperrlisten packen können, vielleicht nicht archäologisch wertvolle Betriebssysteme betreiben und so ein paar andere Funktionen, dass eben die Tätergruppierung nicht einfach das runterladen lässt und ausführen lässt und dann von da aus sich im Netz bewegen kann und, Domain-Admin im Active Directory werden kann und dann Zugriff auf alles inklusive teilweise LKA und Staatsanwaltschaft oder sonstigem haben kann oder könnte und dann diese Daten abzieht.
Torsten Frenzel Ich habe so ein bisschen Angst, dass Berlin da bloß die Spitze des Eisberges war. Ich kann mir vorstellen, dass nicht nur Berlin so ausschaut, sondern auch andere Verwaltungen. Weil letztendlich arbeiten alle mit der gleichen Software. Tja, ich gebe dir das schriftlich.
Manuel Atug Weil egal in welchen Bundesländern man wo tiefer reinguckt, es gibt immer irgendwo gravierende Diskrepanzen bei der Cybersicherheit und bei der Absicherung und dem Ernsthaftigkeitsmodus, bei den Verantwortlichen in der Spitze. IT-Sicherheit oder Cybersicherheit ist halt nicht ein Thema der IT-Abteilung, sondern der Behördenleitung.
Manuel Atug Und die Behördenleitungen haben... Andere Sorgen, andere Probleme und mit Prävention ist nicht sexy und so. Und die gehen das an vielen Stellen nicht an. Was ich aber auch durch Berlin gelernt habe, ist, ich hatte ja immer noch den Funken Hoffnung, dass es im Geheimschutz deutlich besser aussieht. Aber im Geheimschutz war Berlin auch sehr fatal und desolat.
Manuel Atug Und das hat mich wirklich aus den Socken gehauen. Und ja, inzwischen weiß ich, dass das durchaus ein übliches Gebaren in vielen Kommunen und Landkreisen ist.
Torsten Frenzel Ich kann mich dunkel erinnern, wir beide hatten vor längerer Zeit jetzt, das ist schon eine Weile her, einen Podcast, wo wir diskutiert haben, ob die Verwaltung kritis ist. Ich glaube, die Antwort ist noch deutlicher als damals, oder?
Manuel Atug Also rein formal in Deutschland ist ja Staat und Verwaltung als kritisch Sektor definiert, aber, es ist nicht Teil des BSI-Gesetzes und auch explizit nicht Teil des Kritis-Dach-Gesetzes, was ja zusätzlich zur Cybersicherheit die physische Sicherheit bringt, gegen Naturereignisse, gegen Unfälle und gegen Vorsatzhandlungen.
Manuel Atug Und auch da kommt man wieder zum Schluss, sie sind sowas von kritis, nicht nur, weil es eine kritische Dienstleistung ist, die man sogar in Deutschland so definiert hat und damit, diese Gesetze und die Rechtsdurchsetzung bräuchte, sondern wenn Berlin beispielsweise nicht funktioniert und auch viele Daten von anderen Bundesländern und vertrauliche Daten und sogar geheimschutzrelevante Daten veröffentlicht hat, Und dann verliert man auch ein bisschen das Vertrauen in den Staat und in die Verwaltung.
Manuel Atug Und wenn das wegmarodiert und das passiert mit jedem Einzelnen dieser Angriffe und Jens Lange hat ja auf kommunalernotbetrieb.de über 250 Fälle dokumentiert. Da sieht man ja, dass es ein Grundsatzproblem ist und eben alle dieses Elend so haben und es ist noch viel schlimmer, weil wenn dieses Vertrauen wegmarodiert, dann haben wir keinen demokratischen Rechtsstaat mehr.
Manuel Atug Also nichts weniger diskutieren wir da. Also es muss dringend Staat und Verwaltung als kritisch deklariert werden, in beiden Gesetzen Bestandteil werden. Da muss eine Rechtsdurchsetzung hin und es muss auch Konsequenzen haben. Und ich meine jetzt gar nicht diejenigen finden, die in Berlin Mist gebaut haben, sondern es muss Konsequenzen haben, wenn man diese Sicherheit, die dann so gesetzlich gefordert werden, nicht umgesetzt wird.
Manuel Atug Und dann haben wir auch wieder einen funktionalen Rechtsstaat mit der Sicherheit, dass unsere Daten und die vertraulichen Daten des Staates auch angemessen gekümmert werden.
Torsten Frenzel Ganz zum Schluss jetzt noch eine Frage, was kann jede einzelne Kommune tun, damit genau das nicht passiert? Denkt dran, wir haben Kommunen, die haben 2000 Einwohner, wir haben aber auch eine Kommune, die haben 3 Millionen Einwohner.
Manuel Atug Also die Behördenleitung muss sich gewahr sein und bewusst sein, dass Cybersicherheit und Geheimschutz ernst zu nehmen ist und eben nicht irgendwas Digitales oder irgendein, da fallen ein paar Einsen um und werden Nullen, sondern dass es relevant für einen demokratischen Rechtsstaat ist und auch für das Vertrauen der Bürger.
Manuel Atug Und mit diesem Schritt würden wir schon sehr, sehr viel erreichen, wenn die Verantwortlichen, die Behördenleitungen wirklich sagen, okay, wir packen das auf diese Ebene und nehmen das ernst. Und es ist nicht ein, hier ist ein Informationssicherheitsbeauftragter, der soll mal irgendwie im IT-Keller diese IT machen und dann ist gut, kriegt aber auch zu wenig Ressourcen.
Manuel Atug Also es hilft, wenn sie diesen Erkenntnisgewinn haben und sagen, wir packen das auf die Agenda der Prioritäten.
Torsten Frenzel Ja, Manuel, vielen Dank für die Einblicke. Vielen Dank nochmal für diese warnenden Worte und mahnenden Worte. Und euch, liebe Behörden, nehmt das euch zu Herzen.
Manuel Atug Genau.
Torsten Frenzel Malte! Was sagst du?
Malte Schmidt-Tychsen Ja, ich glaube, er hat es sogar zweimal gesagt. Ich zitiere es hier nur. Aus Gründen kommentiere ich das nicht. Also er hat da so eine Sicht auf die Sicherheit in Bundesländern und auf Bundesebene, zum Zustand derselbigen. Und da sieht es gruselig und desolat aus. Das waren die Worte, die er gewählt hat.
Torsten Frenzel Die hat er gewählt und die sind sogar nicht nur hier on tape, sondern die sind auch im Abgeordnetenhaus on tape. Das habe ich auch verlinkt.
Malte Schmidt-Tychsen Er hat sich ja selber zitiert, dass er da sogar zweimal war als Sachverständiger, und es gab auch so einiges an Zustimmung von so einigen Seiten. Zu dieser Einschätzung. Ja, so, wie soll ich das sagen? Das ist, das lasse ich mal einfach so stehen, genau. Und was ich auch ganz wichtig fand, der hat, falls jemand noch mehr nachlesen will, der Jens Lange vom Kommunalen Notbetrieb, der hat das auch schön aufbereitet.
Malte Schmidt-Tychsen Da kann man auch noch mal nachlesen. Ja, allerdings würde ich gerne zur Einschätzung was sagen, denn, wie war das? Es ist zwar schlimm gewesen, aber, ich würde trotzdem sagen, so katastrophal war es doch nicht. Also es könnte noch wesentlich schlimmer sein.
Torsten Frenzel Naja, 6 Terabyte geschützte Daten, wo VS-Sachen dabei sind, sind jetzt woanders. Ich weiß nicht, ob das so nicht schlimm ist.
Malte Schmidt-Tychsen Ja, zu den Daten komme ich gleich noch. Aber um kurz zu begründen, warum ich der, sehr... Der sehr dramatischen Stimmungslage und diesen plakativen Medienberichten und Überschriften nicht ganz folgen möchte, es gab auch schon mal wesentlich schlimmere Vorfälle. Und zwar würde ich zum Beispiel da NotPetya erwähnen wollen.
Malte Schmidt-Tychsen Und das war ein Angriff 2017, auf die Ukraine im Zuge des Krieges gegen die Ukraine durch Russland. Und so eine Supply Chain Attacke, die nicht nur dort Schaden verursachte in der Ukraine, sondern weltweit 10 Milliarden Euro an Schaden verursacht hat, geschätzt. Und zwar haben die die Unternehmen platt gemacht, also die haben alles gelöscht, also jetzt stellt euch mal vor in so einer großen Behörde würden alle Daten alle Backups, alle Rechner gelöscht werden, das hätte ja und wir haben das auch schon mal gehabt in Deutschland und zwar in Arnold Bitterfeld vor ein paar Jahren also der Jens Lange.
Torsten Frenzel Aber Arnold Bitterfeld ist nichts gelöscht worden sondern die haben das dann selber gelöscht, weil die Daten weg waren und verschlüsselt waren und die wollten auch kein Lösegeld zahlen und wenn du Lösegeld zahlst, kriegst du die Daten auch nicht wieder und deswegen haben die alles neu aufgesetzt. Also das war nicht einfach so gelöscht.
Torsten Frenzel Aber lass uns mal nicht über frühere Vorfälle sprechen, weil dann können wir glaube ich eine ganze Sendung machen, zu oder zwei Sendungen machen. Das ist auch schon in verschiedensten anderen Podcasts aufbereitet worden und auch im Radio.
Malte Schmidt-Tychsen Ja. Trotzdem zur Einordnung. Also das hat ja, diese kriminellen Organisationen, die diese Angriffe machen, das hat ja eine Entwicklung durchgemacht und früher war eben das in Anführungsstrichen nur löschen und verschlüsseln und dann erpressen ein Geschäftsmodell. Das heißt, die haben gesagt, passt auf, wir haben eure Daten verschlüsselt und wenn ihr zahlt, dann kriegt ihr eure Daten wieder.
Malte Schmidt-Tychsen Und weil dann irgendwann nicht mehr so häufig gezahlt wurde und weil es sich einfach lohnt, haben sie angefangen, Daten wegzukopieren auf ihrer eigenen Server und haben gesagt, pass auf, wir haben sie nicht nur verschlüsselt, sondern wir haben sie auch noch zu uns kopiert und wenn ihr nicht zahlt, dann veröffentlichen wir sie im Internet.
Malte Schmidt-Tychsen Das ist also eine Evolution dieses Erpressens und auch dieser großen Organisation, die durch die vielen Gelder, die sie erpresst haben, auch gewachsen sind. Es ist ein ganzes Ökosystem entstanden.
Torsten Frenzel Ja, es ist nicht nur das, da sind auch staatliche Akteure mit dahinter. Es sind ja nicht nur wirtschaftliche Interessen. Was ich so schlimm finde an der ganzen Geschichte ist nicht, dass es passiert, sondern dass es der deutschen Verwaltung passiert. Dass die deutsche Verwaltung an vielen Stellen so schlecht aufgestellt ist, dass genau sowas passieren kann. Und das ist das Erschreckende.
Malte Schmidt-Tychsen In Dänemark gab es vorletztes Jahr einen Angriff auf einen Dienstleister für, die dortigen medizinischen Einrichtungen und es wurden jede Menge Krankenakten gestohlen. Wenn wir mit digitalen Daten umgehen, dann kann es zu solchen Fällen kommen. Es ist natürlich so, und jetzt ruder ich wieder ein bisschen zurück mit der Einordnung, dass wir natürlich wesentlich besser werden müssen.
Malte Schmidt-Tychsen Nur bei diesem Angriff kam es ja dazu, dass sie einen Innentäter gefunden haben. In dem Fall einen Unfreiwilligen, der hat für sie... Also es wurde ein bisschen Social Engineering hat, war da. Also die haben jemanden dazu verleitet, so einige Aktionen auf dem Rechner auszuführen, so zwei, drei Klicks unter dem Vorwand, dass das ein Capture wäre.
Malte Schmidt-Tychsen Aber es gibt eben auch schon dokumentierte Fälle, wo Innentäter sich haben bestechen lassen. Ja, und dann gibt es ja auch diese Wegwerfagenten.
Torsten Frenzel Ja, aber das sind alles Angriffsvektoren, auf die kannst du nicht wirklich vorbereitet sein.
Malte Schmidt-Tychsen Genau, aber was...
Torsten Frenzel Julia wollte auch noch was sagen.
Malte Schmidt-Tychsen Genau. Damit ich arbeiten kann, brauche ich Zugriff auf Daten. Und wenn ich dann diese Daten gewollt oder ungewollt entwende und veröffentliche, dann ist der Schaden da. Das heißt, es wird immer in einem kleinen Umfang dieses Risiko geben. Da müssen wir uns in einer digitalisierten Welt darauf einstellen.
Malte Schmidt-Tychsen Aber dieses Risiko können wir natürlich minimieren, ganz erheblich, wenn wir, innerhalb von Organisationen diesen Zugang einschränken, was ich übrigens gar nicht, also aus einer anderen Sicht gar nicht so schick finde. Ich bin ja selber, ich arbeite selber an einer Organisation, einer Regierungsorganisation und dort mag ich es, dass ich auf viele Dinge Zugriff habe und die lesen kann, um Vorgänge mitzuverfolgen.
Malte Schmidt-Tychsen Nach der Logik sollte dieser Zugang erheblich eingeschränkt und die besser geschützt werden.
Torsten Frenzel Ja, Zero Trust ist ein großes Thema, das müssen wir endlich mal in die Verwaltungen bringen. Und ich muss eins sagen, auch wenn es jetzt vielleicht schrecklich klingt, ich wünsche mir, dass es nur noch Innentäter gibt, weil gegen Innentäter kann ich organisatorisch was machen. Und wenn ich nur noch Innentäter habe, dann ist der Zugriff von außen so schwer, dass die gezielt Innentäter brauchen.
Malte Schmidt-Tychsen Und jetzt nochmal zu dem spezifischen Angriff von den Daten. Also was ist da geschehen? Es wurden dann Zugriffe, es erfolgten Zugriffe über eben Konten oder Rechte von Mitarbeitenden, die nach und nach erbeutet wurden. Da hat sich jemand durchs Windows-Netzwerk so ein bisschen bewegt und hat dann auf Daten von diesen Netzlaufwerken zugegriffen.
Malte Schmidt-Tychsen Und das ist ja immer noch eine in allen Organisationen sehr verbreitete Methode zum Arbeiten, dass ich irgendwelche Arbeitsergebnisse, meistens Word-Dokumente oder Office-Dokumente produziere und die auf Netzlaufwerken ablege und die dann weiter bearbeitet werden von anderen. Wenn wir uns zum Beispiel in ein E-Aktensystem oder vielleicht sogar weitergehend davon in Systeme bewegen, wo wir strukturierte Daten bearbeiten, da kann ich dann auch viel besser Zugriffe einschränken und würde einen Abfluss von größeren Datenbeständen auch viel besser erkennen können.
Malte Schmidt-Tychsen Das heißt also, hier würde uns eine echte Digitalisierung auch aus Sicherheitsaspekten sehr weiterhelfen.
Torsten Frenzel Genau, das hatte ja Manuel auch schon ziemlich breit ausgebreitet. Aber Malte, du hattest ja auch noch ein paar Themen mitgebracht, weil ich ziehe dich jetzt mal vor, weil Julia hat mal ein internationales Thema mitgebracht, da freue ich mich schon total drauf. Du hast auch noch zwei Themen, Malte.
Malte Schmidt-Tychsen Genau. Also mein eines Thema, auch wieder ein KI-Thema, davon haben wir ja so wenige, und zwar hat die Andrea Lindholz, das ist im Bundestag eine Vizepräsidentin, Bundestagsvizepräsidentin, aber gleichzeitig auch die in der Kommission des Ältestenrates für Informationstechnologie und Digitalisierung.
Malte Schmidt-Tychsen Und sie hat der Rheinischen Post ein Interview gegeben und hat darin vom KI-Chatbot erzählt, der für den Bundestag eingeführt wird. Und zwar wurde ein Berliner Startup ausgewählt und das soll diesen Chatbot bauen. Da werden hintendran verschiedene Sprachmodelle angeschlossen. Der Chatbot hat so schicke Funktionen, dass er zum Beispiel auch Sachen anonymisieren kann.
Malte Schmidt-Tychsen Und das soll jetzt zwölf Monate lang mit Testusern getestet werden und dann wird das evaluiert und auf seine Praxistauglichkeit getestet und dann soll damit ein. Datenschutzkonformes Werkzeug zur Verfügung stehen für die Mitarbeitenden und die Abgeordneten. Denn momentan wird natürlich ganz viel KI schon genutzt, also Schatten-KI, und das ist nicht immer so konform.
Malte Schmidt-Tychsen Und damit das eben auch alles regelhonkonform geschieht, sollen die, müssen Menschen, die dieses System nutzen wollen, im Bundestag auch Schulungen machen. Das steht ja auch in der EU-Verordnung dazu, dass man in einer Organisation eine KI einführt, dass zu KI eben auch eine Schulung gemacht werden muss, um so Grundlagen zu klären mit Bias und solchen Sachen.
Jana Janze Aber weißt du, ob da eine neue Lösung entwickelt wird, so hat sich das gerade angehört, oder wird auch auf was aufgesetzt? Man gibt ja beliebig viele Lösungen, die sich mit Chatbots und KI beschäftigen. Ich glaube, da kann man mal auf den Markie gucken. Da kannst du irgendwie ganz viele Start-up-Lösungen anschauen.
Jana Janze Da gibt es schon Tausende. Also vielleicht Tausende nicht, aber Hunderte.
Torsten Frenzel Da gibt es bestimmt Tausende.
Malte Schmidt-Tychsen So wie ich Frau Lindholz verstanden habe, ein Berliner Start-up kann ja sein, dass die eine bestehende Lösung umlabeln oder schon eine entwickelt haben. Und hintendran werden dann Sprachmodelle genutzt. Ich nehme auch an, Cloud-Sprachmodelle. So habe ich den Chatbot verstanden. Und ja, die Abgeordneten selbst sind natürlich selbst verantwortlich, die haben ja ihr Mandat, also die dürfen natürlich nutzen, was sie wollen, aber damit steht ihnen was zur Verfügung.
Malte Schmidt-Tychsen Und dann habe ich noch was mitgebracht, was allerdings auch so ein bisschen aus dem Ausland ist, und zwar eine Fallstudie von Interoperable Europe. Die haben sich mit einem für mich super spannenden Thema beschäftigt. Und zwar, was passiert, wenn ich eine bestehende, App oder ein bestehendes Ökosystem sogar in diesem Fall habe, ein funktionierendes Ökosystem, was ungefähr dem entspricht, was die Audi Wallet zukünftig leisten soll.
Malte Schmidt-Tychsen Und wie komme ich darüber und was ergeben sich aus dem European Interoperable, Framework für Folgen und wie kann ich möglicherweise da auch Dinge nachnutzen. Auch damit beschäftigt sich Interoperable Europe und die haben dazu eine Fallstudie gemacht. Es geht in dem Fall um M. Obi-Watel. Das ist die polnische Regierungsstaats-App.
Malte Schmidt-Tychsen Da sind ganz, ganz viele coole Sachen schon drin. Die haben da richtig Gas gegeben und haben zum Beispiel den Ausweis sowieso schon. Aber auch so alle möglichen anderen Ausweise, Nachweise, Führerschein, Fahrzeugschein, Studentenausweis, Schülerausweis, Seniorenausweis, Rentenausweis. Aber auch denn so Dienstleistungen wie Anträge auf Zuschüsse, elektronische Zahlungen.
Malte Schmidt-Tychsen Man kann Geldstrafen bezahlen, man kann Umweltverstöße melden. Also das ist schon so eine multifunktionale App, also ein richtig gut funktionierendes Ökosystem, wo ganz viele Dienste angeboten werden und es auch schon 10 Millionen Downloads gibt. Und pro Monat eine Million aktive User. Das ist bei einer Bevölkerung von 36 Millionen in Polen schon ein richtig großer Erfolg.
Malte Schmidt-Tychsen Die stehen da richtig unter Dampf. Und ein Ökosystem funktioniert natürlich dann besonders gut, wenn es da so Effekte gibt. Thorsten, was waren das nochmal für Effekte?
Torsten Frenzel Das kostet 5 Euro, wenn du das jetzt sagst.
Malte Schmidt-Tychsen Naja. Wer hilft mir? Das waren doch die...
Torsten Frenzel Wir sehen uns auf der Skonder, kannst du mir ein Bier ausgeben, wenn du es jetzt sagst.
Malte Schmidt-Tychsen Also das waren ja die Netzwerkeffekte und, die sind dann so schön wirksam, wenn es eben auf so einer Plattform, also einem mehrseitigen Markt, auf den Seiten ganz, ganz viele Angebote gibt. In dem Fall eben die genannten Nachweise und Dienstleistungen, also schön großes Ökosystem und auf der anderen Seite schön viele Installationen.
Malte Schmidt-Tychsen Die eine Million aktiven User pro Monat, die zehn Millionen Installationen. Ja, und jetzt haben sie ein super erfolgreiches Produkt, eine super erfolgreiche Dienstleistung und jetzt kommt die EU und sagt, also ich habe hier die EIDAS-Verordnung, und das müsst ihr einführen und da müsst ihr alles anders machen.
Malte Schmidt-Tychsen Was müssen die alles anders machen? Naja, technisch gibt es da schon erhebliche Unterschiede, denn die MU-WiWattel und die dahinterstehenden Gesetze und Regelungen, die Polen gemacht hat, die haben klar bestimmt, dass das eine inländische Geschichte ist. Also, das hat auch eine kleine transnationale Sache, also es hat nochmal einen riesen Schub bekommen 2022 mit dem Krieg gegen die Ukraine.
Malte Schmidt-Tychsen Da haben die dann die ukrainische Aufenthaltsbescheinigung und da so eine ID mit reingenommen und das hat das auch nochmal so erfolgreich gemacht. Aber abgesehen von solchen Ausnahmen ist das nicht auf europäische Nutzung ausgelegt. Und es gibt ja ganz viele Schnittstellen, die bedient werden müssen.
Malte Schmidt-Tychsen Und außerdem steht in der EIDAS-Verordnung auch verschiedene kryptologische Standards drin. Und das ist nach anderen Standards gebaut. Das heißt also, in der Fallstudie haben sie festgestellt, da gibt es erhebliche Probleme, da gibt es wenig Kompatibilität. Das Vorgehen, was Sie jetzt gewählt haben, ist, dass Sie tatsächlich erstmal eine zweite App machen, weil Sie ja natürlich der EIDAS-Verordnung gehorchen müssen.
Malte Schmidt-Tychsen Das heißt, es wird eine Art Test-App geben, eine Wallet vom Staat neben der M.O.B. Vattel-App, die weiterläuft. Und Sie haben vor, bis 2028 die M.O.B. Vattel nach und nach kompatibel zu den technischen Standards zu machen. Beispiel wäre hier das Nachweisen. Das hattest du auch, Thorsten, mal erwähnt. Was mache ich, wenn ich irgendwo beim Türsteher stehe und mein Alter nachweisen muss?
Malte Schmidt-Tychsen Dann muss es da ja irgendwie eine Möglichkeit geben. Und dafür gibt es eben in der EIDAS-Verordnung dann einen Standard und den erfüllt M. Obivate natürlich nicht bis jetzt. Aber das müssen die nach und nach nachrüsten. Und ich wünsche ihnen da ganz viel Glück, Denn das ist ja schon ein Riesenwert. Und das Schöne ist, dass...
Malte Schmidt-Tychsen Die schon so einen kleinen Mehrwert erkannt haben, den wir davon hätten?
Torsten Frenzel Wenn wir nur in Deutschland nicht auch schon mal so eine App gehabt hätten, die auf fast jedem Smartphone gewesen wäre. Ich erinnere mich so 2020. Da hatten wir auch zweistellige Millionenverbreitungen. Die hätte man wunderschön umbauen können.
Malte Schmidt-Tychsen Thorsten, das tut wirklich weh, wenn du sowas sagst. Ich habe es nicht glauben wollen, als sie das Ding abgeschaltet haben, weil ich dachte, hey, sie ist schon da. Wir haben von unserem Ökosystem die eine Hälfte erfüllt. Wir haben Millionen von Installationen. Liefert doch einfach coole Funktionen nach.
Malte Schmidt-Tychsen Pumpt da nach und nach Funktionen rein. Denn in der M.O.B. Vattel übrigens ist das E-Rezept mit drin. Da haben sie auch diese Verbindung zum Gesundheitsamt. Was wir auch in Deutschland irgendwie noch gar nicht erkannt haben. Ich meine, wer redet dann schon von Gesundheitsausweisen oder sowas in der Eudi-Wallet.
Torsten Frenzel Ja, doch, wird schon drüber gesprochen. Also Gesundheitsausweise und auch die Krankenkassen, die kommen schon auch mit rein. Okay, bist du mit Polen fertig?
Malte Schmidt-Tychsen Genau. Wir schauen staunt auf Polen und winken schön und fliegen jetzt aber ganz viel weiter.
Torsten Frenzel Wir fliegen weiter und die Julia, ich bin echt gespannt, was sie mir jetzt erzählt. Ja, Anmerkung. Ich habe tatsächlich eine Frage. Also die Mongolei stelle ich mir vor, du hast es ja vorhin auch gesagt, große Weiten, Steppe und alle 100 Kilometer mal eine Jurte oder einen Jurtenhaufen. Und wie kann ich denn da digitale Dienste unterwegs nutzen? Wie ist denn da die Internetabdeckung?
Torsten Frenzel Also ich muss ja da irgendwie mobil dann auch ins Internet kommen, weil Kabel werden da keine liegen. Ich habe gleich mal noch was dazwischen, bevor du mit Zahlen kommst. Ich habe gerade mal schnell die Mongolei bei Wikipedia nachgeschlagen, was die für eine Bevölkerungsdichte haben. Und die haben eine Bevölkerungsdichte von 2,3 Einwohner pro Quadratkilometer.
Torsten Frenzel Und wir in Deutschland, die eine wesentlich höhere Einwohnerdichte haben, bei uns gibt es weiße Flecken, wo du kein Internet hast. Das ist doch beschämend.
Malte Schmidt-Tychsen Die Mongolei ist das am dünnsten besiedelte Land der Erde.
Torsten Frenzel Ja, und auch da lohnt es sich, Masten zu setzen. Und in Deutschland lohnt es sich nicht, einen Mast an die Autobahn zu stellen, weil da wohnen zu wenige Leute.
Malte Schmidt-Tychsen Ja, Leute, also das ist ja so, dass die inzwischen, glaube ich, sogar die Mehrheit der Menschen an einem Ort wohnt, in der Mongolei, nämlich in Ulaanbaatar. Ja, und das heißt also, du kriegst schon die Hälfte erstmal in der Hauptstadt mit der Abdeckung. Aber beim Rest wird es tatsächlich schwierig.
Torsten Frenzel In Deutschland haben wir übrigens 233 Einwohner pro Quadratkilometer. Ich komme immer noch nicht drüber weg, dass man in der Wüste Gobi einen Personalausweis beantragen kann und in manchen Teilen von Brandenburg und Sachsen-Anhalt noch nicht mal Handy empfangen hat.
Malte Schmidt-Tychsen Hey, wohnen in Brandenburg.
Torsten Frenzel Ja, du wohnst vielleicht an der Stelle, wo es Internet gibt.
Malte Schmidt-Tychsen Ich fühle mich persönlich angegriffen.
Torsten Frenzel Das hat mit dir nichts zu tun. Das ist einfach die Telekom.
Malte Schmidt-Tychsen Oder Vodafone.
Jana Janze Oder Vodafone oder O2 oder was auch immer.
Torsten Frenzel Ja, genau.
Malte Schmidt-Tychsen Danke, Julia.
Torsten Frenzel Das ist cool. Ich komme da nicht drüber weg. In Brandenburg kannst du einfach verschwinden, in der Wüste Gobi nicht. Das klingt richtig gut.
Malte Schmidt-Tychsen Das ist ein zusätzliches Argument. Ich bin aber nach wie vor so fasziniert von der Funktionsvielfalt und der Einfachheit. Also das ist für mich ein bisschen schwerer als die Einsparungen, aber natürlich die Einsparungen sind auch faszinierend. Und ich meine, das ist ja, das kumuliert sich ja, das ist ja jedes Jahr.
Malte Schmidt-Tychsen Gab es für die App denn eine Übersetzung? War das auch in Englisch?
Torsten Frenzel Ja, wenn das eine App ist, nur für Einwohner, dann braucht es auch nicht auf Englisch übersetzt werden. Lesen könnte ich es noch, aber verstehen nicht. Buchstaben kann ich erkennen. Ja, aber das nützt ja nichts. Ich kann dir sagen, was das für Buchstaben sind, aber ich kann dir nicht sagen, was das Wort bedeutet.
Malte Schmidt-Tychsen Das kenne ich aus Mexiko City. Da haben die das schon vor Dekaden, weil die ähnlich große Umweltprobleme hatten. Wobei der Umweltverschmutzung in der Alberta, dass die Landflucht davon begleitet ist, dass die ihre Joten mitnehmen. Und dann gibt es so große Jotenviertel, wo dann dauerhaft Jote an Jote steht.
Malte Schmidt-Tychsen Und die haben alle so kleine Kanonenöfen mit so einem Zwei-Meter-Schornstein, der so aus den Joten rausragt. Und dann, wenn es dann kalt ist, dann verbrennen die eben in diesen Öfen, was sie gerade zur Hand haben, was brennbar ist. Also auch den Hausmüll. Und wenn das dann Tausende, Zehntausende, Hunderttausende von diesen Kanonenöfen, die zwei Meter Schornstein haben, ihren Hausmüll verbrennen im Winter, dann führt das zu sehr viel Smog.
Torsten Frenzel Das ist ziemlich cool.
Jana Janze Ja, ich hatte in der Tat letztens eine spannende Diskussion, weil in Dubai ähnliche Dinge gemacht werden. Also auch, da bekommst du auch deine Knöllchen direkt per App zugeschickt. Da ist ein sehr, sehr, sehr hohes Spam-Verhalten aufgetreten. Also man bekommt super viel Spam und auf einmal dann natürlich auch einfach irgendwelche Nachrichten mit Überweis mal Geld, weil du bist zu schnell gefahren. Haha.
Jana Janze Genau, richtig, ja. Aber total spannend. Neues Geschäftsmodell.
Torsten Frenzel Das ist lustig. Also ich stelle mir sowas vor, wenn wir das in Deutschland machen würden. Also das hatten wir ja schon mal, als wir diese ganzen Smog-Geschichten waren. Und wir lösen sowas unpragmatisch. Wir müssen dann irgendwelche Bapper an die Scheibe kleben. Also nur wenn du eine 5 hast, darfst du fahren.
Torsten Frenzel Wenn du nur eine 3 hast, dann musst du dein Auto sowieso in der Garage lassen.
Malte Schmidt-Tychsen Das eine Auto, das wäre ja auch wieder so eine Art Konjunkturprogramm für unsere Schwäche in der Autoindustrie.
Torsten Frenzel Für welche Industrie nochmal?
Malte Schmidt-Tychsen Naja, das hatte ja Julia gesagt, der Fahrer hatte das kreativ gelöst, der hatte eben zwei Autos. Eins mit geraden und eins mit ungrasen Endziffer. Und so würden das wahrscheinlich auch viele Menschen in Deutschland lösen und viele Autos kaufen.
Torsten Frenzel Wir haben in Deutschland das berühmte Wechselkennzeichen, da kannst du ja austauschen. Und da kannst du dir überlegen, heute gerade und morgen ungerade. Da interessiert mich aber tatsächlich, wie erfahren das denn die Bürger? Das ist eine sehr gute Frage. Du willst morgens zur Arbeit fahren und sagst, ha ha, heute nur wieder drei.
Torsten Frenzel Und so, Mist, ich hab die vier.
Jana Janze Homeoffice.
Torsten Frenzel Ja, wenn die so integriert sind, dann geht das wahrscheinlich über die App. Also wird da bestimmt dann auch einen Rückkanal geben.
Malte Schmidt-Tychsen Deine digitalen Notizen rascheln so, wenn du...
Torsten Frenzel Wir sind ja hier auch nicht in der Wüste. Und sind das richtige digitale Dokumente oder ist das auch nur digitales Papier wie bei uns als PDF? Übrigens, das wird in der DEU-Wallet auch? Digitale Nachweise für deinen Abschluss? Ja, dann wird es in Deutschland auch nicht mehr lang dauern, weil das wäre dann wahrscheinlich so ein europäischer, oder? Nee, ist nicht.
Torsten Frenzel Dann lass uns nicht weiter mutmaßen. Also auf jeden Fall super, super spannend, was da in der Mongolei abgeht. Und ich glaube, ich eigne mir den neuen Spruch an, wir sind ja nicht in der Wüste, Gobi. Und verweise immer auf deinen Beitrag hier in der Monatschau. Okay, also deine nächsten Teilnahmen hier in der Monatsshow sind gesichert mit internationalem Content.
Torsten Frenzel Und ich erst. Ich freue mich darauf.
Malte Schmidt-Tychsen Super spannend.
Torsten Frenzel Ja, super. Vielen, vielen Dank. Entschuldigung, habe ich dich jetzt abgewirkt? Sehr gut. Also das ist wirklich, wirklich großartig und ja, also Ja, hätte ich nicht gedacht, dass die Mongolei so digital ist. Gut, dann sind wir alle mit unseren Themen durch und jetzt geht es zu den Hausmeisterthemen. Und bei den Hausmeisterthemen geht es direkt erstmal los mit einer Einspielung eines Hörers.
Torsten Frenzel Der hat nämlich einen Fehler in unserer letzten Monatsschau entdeckt. Den letzten Satz musste ich natürlich drin lassen. Das habe ich von der KI einsprechen lassen und Thomas hat mir das genehmigt, dass ich das quasi seine E-Mail vertone. Und wir sind hier tatsächlich einem Irrtum aufgelegen in der letzten Monatschau.
Torsten Frenzel Ich bin tatsächlich davon ausgegangen, dass wir eine zentrale Steuerverwaltung haben, aber haben wir offensichtlich nicht. Und ich bin ziemlich begeistert von dieser KI-Stimme, weil die hat einen schwäbischen Einschlag.
Jana Janze Total. Ich war gerade auch spannend.
Torsten Frenzel Also Thomas, vielen, vielen Dank für die Korrektur und ja, wenn ihr da draußen Korrekturen bei uns habt, sagt Bescheid. Ich verdrohne euch auch so schön, auch gern mit Schwäbisch oder Sächsisch einschlägt, wie ihr das wollt. Oder ihr sprecht einfach auf die Mailbox.
Malte Schmidt-Tychsen Genau, oder sprecht, oder schickt einen MP3.
Jana Janze Oder kommt ihr den nächsten Monatsshow vorbei.
Torsten Frenzel Oder so. Beschwert euch persönlich. Also Thomas, vielen Dank. Und ich habe jetzt auch noch ein nächstes Thema, was mir sehr, sehr am Herzen liegt. Und vielleicht kennt ihr sogar alle JugendHakt. JugendHakt ist eine hervorragende Organisation, die hier junge Leute und Schülerinnen und Schüler ganz speziell an das Gerät ranbringen und den Schülerinnen und Schülern beibringen, wie man, wie sage ich immer so schön, Geräte atypisch verwendet.
Torsten Frenzel Also das ist ja die Definition eines Hackers. Aber die machen das sehr, sehr gut, auch mit, wie bringen den Schülerinnen und Schülern bei, Respekt vorm Gerät, Respekt vor den Daten anderer. Also das sind so sehr, sehr stark auch an der Hackerethik ausgerichtet. Und diese Organisation, das sind auch die kleinen Alpakas, die haben das Alpaka als Logo, habt ihr bestimmt schon mal gesehen, so ein kleines blaues, die brauchen Spenden.
Torsten Frenzel Und zwar brauchen die deswegen Spenden, weil eine Förderung weggefallen ist, eine Zentrale. Und die haben sie über Jahre bekommen, über viele, viele Jahre bekommen. Und jetzt plötzlich kriegen sie sie nicht mehr durch die Neuordnung der Förderrichtlinien und Förderprojekte. Und deswegen kriegen sie sie nicht mehr. Und hier kann ich nur aufrufen, spendet.
Torsten Frenzel Spende an Jugend hackt, weil hier wird die Jugend ausgebildet zu. Menschen, die sich mit Technologie auskennen, die Spaß an Geräten und Spaß an Technologie haben und solche Leute brauchen wir auch in Zukunft und in Zukunft noch viel, viel mehr als bisher. Das war es mit den Hausmeister-Themen und jetzt kommen wir zu einer der beliebtesten Themen, beziehungsweise meinem Lieblingsthema, wo ich so viel reden muss, weil im Oktober gibt es irre viele Veranstaltungen.
Torsten Frenzel Und ich gehe mal davon aus, dass ich euch alle irgendwo da treffen werde, zumindest bei der einen oder anderen Veranstaltung. Wir fangen an. Am 1. Oktober ist der CDO-Talk von der NEGZ. Und am 4. Oktober, denkt dran, Digital Independence Day, auch der ist wieder jeden ersten Sonntag im Monat. Am 7. Oktober haben wir GovTalk 2026, da wird der Government Monitor vorgestellt von der D21.
Torsten Frenzel Am 7. Oktober gibt es das 10. Forum Sovereign IT. Am 8. und 9. Oktober ist die 5. Fachtagung Digitale Verwaltung. Am 12. Oktober Start in die Zukunft live, auch eine Veranstaltung vom NEGZ.
Jana Janze Und am 12. Oktober ist abends noch Public Sector and Friends Treffen, auch in Berlin. Das heißt, wenn ihr bei Start in die Zukunft wart, könnt ihr direkt mit den Leuten mitgehen und noch ein bisschen Afterwork hin.
Torsten Frenzel Das ist ein hervorragender Einwurf. Und wir haben sogar am 12. Oktober, das ist ja quasi der Abend vor der Smart Country Convention, die nicht am 13. bis 15. Oktober ist. Am 13. Oktober ist auch die Talent Pro, das ist eigentlich eine Online-Konferenz. Und am 13. Oktober. Um 11 Uhr gibt es e-Government Podcast live auf der SCON.
Torsten Frenzel Und das wird richtig spannend, weil da sitze ich mit ein paar VerwaltungsmitarbeiterInnen zusammen und die erzählen mal, was wirklich los ist in der Verwaltung. Welche Probleme da sind bei der Digitalisierung. Also ich freue mich total drauf. Am 14. Oktober, ja.
Jana Janze Man kann wieder zuhören, oder?
Torsten Frenzel Man kann wieder zuhören.
Jana Janze Das heißt, wir müssen uns alle vor der Podcastkabine treffen und dir zuhören. Euch zuhören natürlich.
Torsten Frenzel Genau. Das ist auch in der Podcastkabine. Ich komme nachher noch zu was anderem. Auch am 14. Oktober ist digitale Souveränität, Freiheit durch Wahlfreiheit, staatliche Handlungsfähigkeit und individuelle Selbstbestimmung in der Welt digitaler Abhängigkeiten. Das ist in der Bayerischen Landesvertretung in Berlin.
Torsten Frenzel Und am 15. Oktober bin ich nochmal in der Kabine. Podcast live, da gibt es eine Veranstaltung zum Urban Stack. Da könnt ihr auch wieder live zuhören. Und was richtig, richtig cool ist, ist am 15. Oktober, auch auf der SCON, da bringe ich das Debattenformat auf die Bühne. Und zwar auf der Yellow Stage, um 10 Uhr bis 11 Uhr, direkt morgens nach dem Frühstück, wird hier heiß debattiert. Es sind leider nicht Thorsten und Lisa dabei, sondern es sind andere Debatanten.
Torsten Frenzel Das werde ich alles noch bekannt geben, was auch die Streitfrage ist, über die gesprochen wird. Also hier wird echt diskutiert, weil sich eine Seite auf Pro und eine Seite auf Contra vorbereitet. Und gleich wieder hier vorweg, das muss nicht deren persönliche Meinung sein, sondern hier geht es richtig darum, um zu debattieren und auch mal eine Kontroverse auf die Bühne zu bringen.
Torsten Frenzel Wir machen weiter. 22. Oktober, Open Code Connect im Oktober. Da geht es darum, Digitalisierung von Raumbuchung und vielem mehr. Natürlich ist das alles wieder Open Source. Und am 27. bis 29. Oktober ist wieder die ITSA, auch eine IT-Sicherheitsmesse. Am 28. und 29. Oktober gibt es ein ganz, ganz neues Format, eine neue Veranstaltung.
Torsten Frenzel Und zwar ist die Public IT. Das ist die CT-Konferenz für den öffentlichen Sektor. Die ist in Hannover im HCC. Am 29. Oktober ist das siebte Kommunalforum der AKDB. Und auch am 29. Oktober ist Nutzerkreis zu FitConnect 3.0. Und jetzt bin ich außer Atem und bin durch mit dem Veranstaltungskanal, weil der ist voll und ich bin mir ziemlich sicher, Da kommt noch die eine oder andere Veranstaltung mit dazu.
Torsten Frenzel Und jetzt möchte ich kurz vor Schluss auf jeden Fall noch danken meinen Unterstützerinnen und Unterstützern, die mich hier finanziell unterstützen, um den e-Government-Podcast am Laufen zu halten und die laufenden Kosten zu decken. Und zwar ist es Claudia, Florian, Michael, Nils, Kalli, Heinz, Jonas, Don und Thomas. Vielen, vielen Dank für eure finanzielle Unterstützung.
Torsten Frenzel Und damit sind wir durch für heute. Julia, Jana, Malte, danke, dass ihr dabei wart. Danke, dass ihr so interessante Themen mitgebracht habt. Danke, dass die Sendung so lang geworden ist. Also das wird wahrscheinlich heute, in zwei Teilen angehört werden.
Malte Schmidt-Tychsen Mongolei verdient einen eigenen Teil. Das war super interessant. Das hätte eine eigene Folge werden können, oder?
Torsten Frenzel Das stimmt, das stimmt. Ja, ich freue mich drauf. Ich freue mich auf das Buch und ich freue mich drauf, vielleicht reden wir auch nochmal über Digitalisierung in anderen Ländern. Also, vielen Dank euch, dass ihr wieder dabei wart und vielen Dank, liebe Hörerinnen, liebe Hörer, fürs Zuhören und bis zur Scone oder zum nächsten Mal. Bis dann.
Malte Schmidt-Tychsen Bis dahin.
Jana Janze Bis bald.