eGovernment Podcast· Folge 274

Monatsscahu 08/26

Samstag, 29. August 2026 · 1 h 29

MP3

Shownotes

Sommerloch? Denkste!

Auch im August gab es genug zu bereden – und genau das tun wir: Wir sitzen wieder zusammen und sortieren die Ereignisse des vergangenen Monats.

Auf dem Tisch liegen die EUDI-Wallet und Gutachten zur digitalen Identität, Bürokratieabbaubürokratie, der Wahlkampf in verschiedenen Bundesländern, ein Bürokratiemelder, ein kurzes Update zur föderalen Modernisierungsagenda, der Agentic AI Hub sowie internationale Cybersicherheitsvorfälle in Verwaltungen.

Außerdem im Gepäck: die Ankündigung der 300. Sendung und gleich mehrere eGovernment-Podcast-Live-Sendungen auf der SCCON 2026.

Und last but not least: Peter ist ab heute offiziell the most frequent guest im eGovernment Podcast.

Kommentare unter: egovernment-podcast.com/egov274-monatsschau-08…

oder beim Amtsfunk amtsfunk.communex.app/group/12116

Monatsrückschau

Malte

• Noots-Folge vom eGovernment-Podcast – egovernment-podcast.com/egov273-noots-update

• Der Webseite des Deutschen Bundestages fehlen plötzlich Archivinhalte. Dahinter stecken Probleme mit dem Urheberrecht. Eine Lösung wird gesucht: heise.de/news/Der-Deutsche-Bundestag-hat-Urheb…

Peter

• WERO und digitaler Euro – zeit.de/wirtschaft/2026-08/wero-european-payme…

• NEGZ-Übersicht – docs.google.com/spreadsheets/d/1bxzcoq9IHePqGs…

• Deutschland was geht? – deutschland-was-geht.org/report sprind.org/deutschland-was-geht-mission einfach-machen.gov.de

• Bürokratiemelder IHK Köln –

ihk.de/koeln/hauptnavigation/wirtschaftsstando…

• Bürgerbefragung öffentlicher Dienst (forsa/Beamtenbund) – dbb.de/artikel/dbb-buergerbefragung-oeffentlic…

• Next: Forderungen zum digitaltauglichen Haushaltsrecht – next-netz.de/wp-content/uploads/2026/07/Forder…

Angelika

• Föderale Modernisierungsagenda – Fortschrittsbericht

• bmds.bund.de/aktuelles/pressemitteilungen/deta…

• bundesregierung.de/resource/blob/992814/244531…

• Akt. Entwicklungen rund um KI: Agentic AI Hub

• bmds.bund.de/themen/kuenstliche-intelligenz/ki…

• Aktuelle Sendung Logbuch Netzpolitik – logbuch-netzpolitik.de/lnp557-vom-unfall-zum-n…

Torsten

• Cyber-Angriffe auf Verwaltungen (Links siehe unten)

• Berliner Senatsverwaltung

• Schweizer Gemeinde Martigny-Combe

• Schweizer Bundesamt für Informatik

• Ungarisches Staatsschatzamt – Agrarförderung

• Lettische Straßenverkehrsbehörde

• Französische Steuerverwaltung

• Norwegische eGov-Dienste

• BBC Podcast “The Lazarus Heist” (2 Staffeln) – bbc.co.uk/programmes/w13xtvg9/episodes/downloads

Hausmeisterthemen

• Im März 2027 Live-Podcast zur 300. Sendung

• Wer eine passende Location hat bitte unter location300@egovernment-podcast.com melden.

• Live Podcasts auf der SCCON 2026

• 13.10.2026 – – Uhr in der Podcastkabine/Podcastarea – Thema noch offen (Call for Participation)

• 15.10.2026 – – Uhr auf der Yellow Stage – Debattenformat (Lisa vs Thorsten – ohne Thorsten)

Links die es nicht in die Sendung geschafft haben aber trotzdem Beachtung verdienen

Cyberangriff auf die Berliner Verwaltung

• Kommunaler Notbetrieb – fortlaufende Zusammenfassung zum Vorfall in der Senatsverwaltung Berlin – kommunaler-notbetrieb.de/2026/08/17/senatsverw…

• Cyberattacke auf Berliner Verwaltung: Ermittlungen laufen – heise online

heise.de/news/Cyberattacke-auf-Berliner-Verwal…

• Cyber-Angriff trifft zwei Berliner Senatsverwaltungen – Behörden Spiegel

behoerden-spiegel.de/2026/08/18/cyber-angriff-…

• „Wir sind praktisch arbeitsunfähig“: Hackerangriff auf Berliner Senatsverwaltungen – Tagesspiegel

tagesspiegel.de/berlin/wir-sind-praktisch-arbe…

• Berliner Verwaltungen nach Cyberangriff weiter vom Netz getrennt – heise online

heise.de/news/Berliner-Verwaltungen-nach-Cyber…

• Verwaltung offline: Nach Hackerangriff Verwaltungen weiter vom Netz getrennt – stern

stern.de/gesellschaft/regional/berlin-brandenb…

• Hackerangriff in Berlin: Problemlösung kann noch Tage dauern – ZEIT ONLINE

zeit.de/news/2026-08/19/wegner-probleme-nach-h…

• Berliner Verwaltung nach Hackerangriff offline: IT-Sicherheit im Fokus – Süddeutsche Zeitung

sueddeutsche.de/politik/hackerangriff-berlin-v…

• Hackerangriff in Berlin legt Behörden lahm – Briefwahl und Wohngeld betroffen – Berliner Morgenpost

morgenpost.de/berlin/article412896044/hackeran…

• Sicherheitslücken sind seit Jahren bekannt: Berlins Verwaltung ist eine Spielwiese für Hacker – Tagesspiegel

tagesspiegel.de/berlin/sicherheitslucken-sind-…

• Angriff auf Berliner Landesnetz – Kritik an Cybersicherheit – Mitteldeutsche Zeitung

mz.de/panorama/angriff-auf-berliner-landesnetz…

• Angriff auf Berliner Landesnetz – Kritik an Cybersicherheit – stern (inhaltsgleiche Agenturmeldung)

stern.de/gesellschaft/regional/berlin-brandenb…

• Hacker legen Berlins Verwaltung lahm: CDU-Mann Evers fordert IT-Notbremse – Berliner Morgenpost

morgenpost.de/berlin/article412906061/hacker-l…

• Cyberattacke auf Berlins Verwaltung: „Arbeiten wie in der Steinzeit“ – rbb Inforadio (Podcast „Spreepolitik“)

inforadio.de/rubriken/spreepolitik/2026/08/ber…

• Mehr Daten abgeflossen als bisher bekannt – und offenbar auch personenbezogene – Tagesspiegel

tagesspiegel.de/berlin/hackerangriff-auf-berli… (tagesspiegel.de/berlin/hackerangriff-auf-berli…)

• Nach Cyberangriff: Senatsverwaltungen wieder am Netz – heise online

heise.de/news/Nach-Cyberangriff-Senatsverwaltu…

• Senatsverwaltungen wieder am Netz, Maßnahmen angekündigt – eGovernment

egovernment.de/senatsverwaltungen-wieder-am-ne…

• Berlin: Cyberangriff auf Verwaltung begann lange vor der Entdeckung

heise.de/news/Berlin-Cyberangriff-auf-Verwaltu…

• Berlin gehackt und ahnungslos: Angreifer tagelang unbemerkt im System

morgenpost.de/berlin/article412984921/berlin-g…

• Wende nach Cyberangriff: Berliner Verwaltung befürchtet Abfluss sensibler Daten

it-daily.net/shortnews/cyberangriff-berliner-v…

• Land Berlin wird nach Hackerangriff erpresst – …

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Malte Schmidt-Tychsen Hallihallo. Genau, nämlich weil du nicht so viele Themen hast, wegen Sommerloch, wie der Peter das gesagt hat. Und so geht es eigentlich so ein bisschen bei mir los. Ja, ist vielleicht gar kein Sommerloch. Also bei mir war das Thema des Monats beziehungsweise der letzten Woche die Notfolge vom E-Government-Podcast.

Malte Schmidt-Tychsen Und zwar, also alle, die sich mit E-Government oder mit Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland beschäftigen, für die ist das wirklich eine richtig aufregende Folge, fand ich jedenfalls. Also aus meiner Sicht ist, ich blicke da vielleicht auch eher so aus IT-Architektursicht drauf, ist das Notes oder die Registerbonatisierung, wie soll ich sagen, so ein bisschen eine Verwaltungsdigitalisierung im Kleinen, oder auch ein ganz großer Teil von der Verwaltungsdigitalisierung.

Malte Schmidt-Tychsen Weil es ist so ein Kern, es ist dieser Datenaustausch. Also wenn ich Verwaltung digitalisieren möchte, dann muss ich ja irgendwo Daten hin und her schubsen. Und genau das soll ja das Notes machen. Und damit das überhaupt funktioniert, also damit so ein, Notes, ist das National One's Only Technical System, also in dem Podcast, ich darf ja spoilern, Torsten, hast du gesagt, wenn die Folge schon draußen ist.

Malte Schmidt-Tychsen Ja, das will ich gemeint haben. Also ich war völlig, also wie gesagt, ich war super geflasht von der Folge und ich war super geflasht von der Folge, Was da so erzählt wurde, denn des Nots wird dann im Kern ein großer, dicker Server in der Mitte sein, so ein Knoten oder heutzutage halt so ein Cloud-System, wahrscheinlich dann eine Menge Microservices.

Malte Schmidt-Tychsen Auf jeden Fall ein dicker, fetter Knoten, über den das ausgetauscht wird, so das ist das Technische. Aber was steht dahinter? Nämlich, dass die Register aktuell, die ja mal bei den Ländern, mal beim Bund, mal bei den Kommunen sind, manchmal auch, wie hieß es, gemischt, es gibt Register, die sind in einigen Bundesländern bei den Kommunen, in anderen Bundesländern beim Land, auch nett, typisch Deutschland, Föderalismus, die müssen ja miteinander irgendwie dann standardisiert sein.

Malte Schmidt-Tychsen Weil wenn das eine Register ein bisschen anders ist als das andere, dann funktioniert das nicht. Also die haben da gesagt, in dem Podcast, die müssen syntaktisch, semantisch und technisch zusammengeführt werden. Also für mich... Klingt das nach Abreißen-Neubau bei so einigen von diesen Registern? Wahrscheinlich nicht bei wenigen.

Malte Schmidt-Tychsen Du, Thorsten, hattest da manchmal so das Hundesteuerbeispiel. Wenn ich das, möchtest du? Ja, das ist das eine. Das ist die technische Seite ganz grob. Aber wenn jetzt die eine Kommune sagt, sie besteuert Hunde nach Rasse, die andere besteuert Hunde nach Gewicht und die dritte besteuert Hunde nach Anzahl, und die vierte sagt, ist mir alles egal, wenn ihr Haustiere habt, müsst ihr eine Steuer zahlen, dann haben die wahrscheinlich auch völlig andere Daten in ihren Registern.

Malte Schmidt-Tychsen Und wenn dann jemand umzieht, wie wir manchmal ja tun, und dann solche Daten, Registermonisierung, möglichst irgendwo gezogen werden soll, dann will ja die eine Kommune völlig andere Informationen, als die andere Kommune liefern kann, weil die andere Dinge tun, nämlich andere Dinge besteuern. Und hatte ich das halbwegs richtig verstanden? Vielleicht habe ich auch ein bisschen übertrieben, Thorsten?

Malte Schmidt-Tychsen Ja, nur was ich damit sagen wollte, ist, wenn ich so eine Register anfasse und merke, okay, die machen das da völlig anders als die andere Kommune, als das andere Bundesland, dann muss ich eben ganz tief eingreifen in Regelungen. Genau, das haben Sie auch Peter. Du kommst ja gleich mit dem Hammer. Entschuldigung.

Malte Schmidt-Tychsen Du hast vollkommen recht. Nur der Thorsten hat es eingangs schon gesagt, dass, wir erst mal probieren, viele große Register oder die ganz wichtigen großen Register anzuschließen, nämlich die Bundesregister, dass wir überhaupt mal ans Laufen kommen. Das war auch ein Podcast-Thema. Also nicht jetzt anfangen mit der Hundesteuer.

Malte Schmidt-Tychsen Und dann kam das im Podcast auch, hatte das einer von den beiden Gästen gesagt, dass wir auch erstmal ein Datenangebot haben. So ein Not ist eben eine Plattform. Das ist immer so ein Netzwerkeffekt. Das ist ja so ein bisschen mein Thema. Jetzt habe ich es einmal gesagt. Ja, der Wert einer Plattform, da hat man einen zweiseitigen Markt.

Malte Schmidt-Tychsen Das heißt, was du möchtest, ist, dass ich die Plattform schon nutze. Wenn die jetzt anfangen, auf der einen Seite von der Plattform Daten aufzubauen und sie haben jetzt noch nicht auf der anderen Seite sofort Nutzer davon, dann machen sie trotzdem jedenfalls für die andere Seite das erste Mal attraktiver.

Malte Schmidt-Tychsen Ja, also das ist schon so ein, es kann auch einen Wert haben, jetzt nicht sofort einen Nutzen aus größeren Daten zu ziehen, sondern auch, du hast es ja dann zurückgenommen ein bisschen, du hast gesagt, strategisch, muss man auf jeden Fall auch darauf achten, jetzt nicht sinnlos irgendwelche Register anzuschließen, aber dieser, ich finde das schon, ich glaube, die hatten auch den Sportplattformen im Mund genommen, deine Gäste, Thorsten, glaube ich, oder?

Malte Schmidt-Tychsen Dass sie das als Plattform betrachten und eben auch diesen Wert der Plattform steigern wollen, ja. Ja, und damit ist es auch, und das wollte ich auf jeden Fall betonen, deswegen ist die Folge so interessant, deswegen ist die Registermodernisierung interessant, deswegen ist Not so interessant. Es ist auch so eine Art Verwaltungsdigitalisierung im Kleinen oder vielleicht auch im ganz Großen, wenn man jetzt, je nachdem, wie man das sieht.

Malte Schmidt-Tychsen Also das, was man irgendwo sieht immer an Verwaltungsdigitalisierung und welche Probleme man hat durch Föderalismus, durch kommunale Selbstverwaltung. Das sieht man eben ganz, ganz deutlich bei dieser Registerbundinisierung, bei diesen Not und bei diesem, ich fand es auch schön, er hatte ein neues Wort gelernt, weil Client-basiertes Fachverfahren, das ist das Fachverfahren auf dem PC von dem Sachbearbeiter, welches dann montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr verfügbar ist als Register.

Malte Schmidt-Tychsen Und die Anforderung ist ja, dass das ständig verfügbar ist. Der Wechsel von, dass ich es auf dem PC habe und irgendwie abrufen kann, wenn der an ist, hin zu, dass es irgendwo als Service verfügbar ist. Und da hatten sie auch diese Geschichte mit dem, dass sie Register as a Service und vielleicht eine große Plattform, wo dann Mandanten drin sind als Kommunen, die dann die gleiche Anwendung nutzen.

Malte Schmidt-Tychsen Diese Fachverfahrenshersteller, die zum Teil, Register ist vielleicht auch gleich Fachverfahren und dass zum Teil ja die Daten bereits, bei den Fachverfahrensherstellern liegen, also das Register-as-a-Service, dass sie nicht nur das Fachverfahren als Software auf dem PC anbieten, sondern im Grunde jetzt schon das Fachverfahren auf ihrer eigenen Plattform als Cloud-Dienst, anbieten. Und.

Malte Schmidt-Tychsen Also, ja, das ist schwer vorstellbar, wenn man als ITler da rangeht. Das ist so ein bisschen auch, vielleicht auch eine Denkweise. Du hattest dann noch das mit den Fachverwarnungsherstellern, mit den Geschäftsmodellen. Ich würde da wesentlich radikaler rangehen. Und wir wollen nicht den Markt totmachen.

Malte Schmidt-Tychsen Ich würde das gerne hier nochmal sagen. Entschuldigung. Ich stelle mir einen Markt für Software, für die öffentliche Verwaltung schon ein bisschen anders vor. Ich stelle mir das schon so vor, dass wir auf OpenCode ein Projekt haben, wo es eine Software gibt, also eine Implementierung. Warum nicht? Und dass diese Implementierung je nach Auftrag von unterschiedlichen kommunalen Fördereienauftraggebern weiterentwickelt wird von Herstellern und dann muss sie aber auch nicht zentral laufen.

Malte Schmidt-Tychsen Also auch das jetzt der Deutschlandstack unbedingt auf der DVC laufen muss. Warum soll es kein Deutschlandstack, warum soll es kein zentral entwickeltes, auf OpenCode liegendes Fachverfahren geben, was je nachdem, wer welches Feature möchte, von anderen Herstellern weiterentwickelt wird und dann praktisch irgendwo lokal läuft, auch wieder von Dienstleistern.

Malte Schmidt-Tychsen Das sind doch auch Geschäftsmodelle. Noch nicht ganz. Und zwar habe ich den Bundestag als Thema und das Recht am Bild, nämlich die Bildrechte. Und zwar ist es so, dass auf der Webseite des Deutschen Bundestages sind die, im Webarchiv die Jahre 2005 bis 2016 weg. Und zwar schon seit April 2026. Ja. Da sind wir auch wieder ein bisschen spät. Wir hatten ja gesprochen vom Sommerloch.

Malte Schmidt-Tychsen Und das ist wohl deswegen passiert, weil auf den ganzen PDFs, die da zur Verfügung stehen, also diesen ganzen Dokumenten, befinden sich Bilder, wo ihnen nicht ganz klar ist, ob sie daran die Rechte haben. Und das sind viele Millionen Dokumente, die durchsucht werden müsste. Das hört sich sehr umfangreich an.

Malte Schmidt-Tychsen Und was ich daran schön finde, ist, dass der Bundestag, der ja unsere Gesetze macht zum Urheberrecht, jetzt auch mal selber darunter leiden muss? Lieber Thorsten, besser hätte man es nicht sagen können. Volle Zustimmung. Ja, beziehungsweise der Peter und ich hatten ja ein gemeinsames Thema, denn gestern war Symposium, und zwar Zahlungsverkehrssymposium 2026, Innovation im Zahlungsverkehr wegen eine vernetzte Zukunft, das hat die Bundesbank gemacht und dazu hat der Peter jetzt was mitgebracht.

Malte Schmidt-Tychsen Genau, das ist nämlich schon wieder mein Lieblingsthema. Payment ist eine Plattform, da herrschen Netzwerkeffekte. Das heißt, ich habe da auf der einen Seite Leute Kunden, die möchten zahlen, auf der anderen Seite habe ich Annahmestellen. Und. Die Kundenseite profitiert davon, wenn es viele Annahmestellen gibt, also wenn ich, und das steht ja im Gesetz, die alle dazu verpflichte, dass sie in diesem Fall digitalen Euro nehmen und dann ist es für die attraktiver, diesen zu nutzen, weil es ganz viele Annahmestellen gibt.

Malte Schmidt-Tychsen Auf der anderen Seite, als Annahmestelle ist natürlich eine Plattform interessant, mit der viele Kunden kommen und damit zahlen wollen. Und deswegen diesen Satz von dem Herrn Lienenkämper, der Bundesbankvorstand, der hat nämlich gesagt, man könnte ja den digitalen Euro in die Vero-Wallet integrieren. Warum hat er das gesagt?

Malte Schmidt-Tychsen Weil die Vero Wallet jetzt ja schon auf, was hast du gesagt, 57 Millionen, Angelika? Also die ist jetzt in 57 Millionen Handys, also in 57 Millionen Brieftaschen. Und das sind eine Menge Leute, die dann als Kunde mit diesem digitalen Euro zahlen könnten, wenn der da integriert ist. Ich habe mich nämlich unglaublich geärgert, als sie diese Corona-Warn-App abgeschaltet haben.

Malte Schmidt-Tychsen Da hatten sie eine App, die war auf fast allen Handys aller Deutschen. Und statt dass sie das nehmen, ja doch, Peter, Peter schüttet ein bisschen im Kopf. Das war jedenfalls eine unheimlich hohe Verbreitung. Statt dass sie das nehmen und sagen, hey, wir haben ja eigentlich mit unserem System andere wichtige Apps, wie zum Beispiel das E-Rezept oder die Patientenakte.

Malte Schmidt-Tychsen Also liefern wir Features nach in diese App. Fall die ja schon überall. Dann kann der Arzt fragen und haben sie denn die App? Ja klar, weil ganz viele Leute die haben. Und schwupps habe ich einen riesen Effekt. Also die Ärzte können plötzlich damit rechnen, dass die Patienten, die durch die Tür kommen, diese App auf dem Handy haben.

Malte Schmidt-Tychsen Und deswegen, also ich war verdattert, ich war verärgert. Ich habe, wie gesagt, also, dass sie die Corona-Warn-App, dass sie diesen Riesenwert, den sie ja auch mit viel Geld erkauft haben, also sie haben ja unheimlich viel Geld in diese Corona-Warn-App gesteckt, und dann haben die alle Leute auf dem Handy gehabt und dann war Corona vorbei und dann hatten sie so viel Geld investiert und statt dass sie auf diesen Wert setzen, haben das Ding dann abgeschaltet.

Malte Schmidt-Tychsen Da sagt der Lutz Lienenkämper, der Bundesbankvorstand, meiner Meinung nach völlig zu Recht, wir investieren jetzt in diese Vero-Wallet. Warum nehmen wir diesen Effekt nicht mit? Warum nutzen wir die Netzwerkeffekte nicht, um damit auch den digitalen Euro zu stützen? Und der Thorsten ist anderer Meinung.

Malte Schmidt-Tychsen GEO, Generative Engine Optimization, statt SEO. Ich fand, dass du deine Antennen so aufgestellt hast, was die vielen FAQs angeht, super interessant, denn mir sind FAQs auch aufgefallen in Bereichen, internen Bereichen, wo gar keine KI-Crawler vorbeikommen können. Da passen wir uns vielleicht schon in unserem Verhalten als Menschen insgesamt an.

Malte Schmidt-Tychsen Also die KI verändert unser Verhalten in Bereichen, in denen man das gar nicht für möglich gehalten hätte. Das finde ich sehr spannend. Und wir müssen jetzt ein Meldeportal machen, wo man Bürokratiemeldeportale melden kann. Die Eudi-Wallet ist auch so ein bisschen, ich sage mal, vielleicht mein Peter-Lieblingsthema.

Malte Schmidt-Tychsen Also ich höre von Peter immer sehr gerne Neues zur Eudi-Wallet, vor allen Dingen, weil sie halt so wichtig ist, wobei ich das selber nicht so stark verfolge, das Thema. Ja, ich blätter auch gerade im Bericht und da ist ja eine sehr, sehr breite Spanne von Dingen umgesetzt. War ja nur eine Gesetzesänderung in einem Bundesland.

Malte Schmidt-Tychsen Da steht dann abgeschlossen und dann der ist Kürze von dem Bundesland dabei, SL für Saarland. Und andere Dinge, die ähnlich, nein nicht ganz, aber fast umfassend klingt wie so ein Nots, was dann ein bisschen weiter ist. Aber du hattest gesagt, Angelika, dass es ja so wichtig ist, das zusammenzuführen und darauf zu schauen, dass wir das einheitlich machen.

Malte Schmidt-Tychsen Das ist ja unser zentrales Anliegen eigentlich schon seit fast zehn Jahren oder was, dass wir da trotz Föderalismus in der Umsetzung mehr Einheitlichkeit erreichen, damit alles andere auch funktioniert. Da haben wir auch vorhin beim Notz drüber gesprochen. Wir können Daten austauschen, wenn wir einen einheitlichen Datenaustauschstandard haben.

Malte Schmidt-Tychsen Also genau, und wenn wir dann nicht zentrale Governments haben, nicht zentrale IT-Projekte, dass da jemand draufschaut und das merkt, oh, das ist nicht zentral, vielleicht sollten wir da mal einen Blick drauf werfen. Ich weiß nicht, wie das bei euch ist. Ich habe mal so einen Kurs oder Workshop mal mitgemacht und ich weiß nicht, also da ging es darum, dass auch wieder, es wurden Anträge bearbeitet.

Malte Schmidt-Tychsen Das heißt also, man hat eine Eingabe gemacht oder es kam eine Eingabe von außen und die wurde dann von dem LLM interpretiert und dann hat es dieses Modell agentisch beeinflusst. Also kriegt er dann so einen Agenten-Prompt und dann kommt die Eingabe von außen dazu. Und dann hat das da irgendwas gemacht. Und ich habe nur, weil ich...

Malte Schmidt-Tychsen Gucken wollte, wie, also ich hatte gar nichts Böses im Sinn und ich habe dann, ein, zwei Codewörter mit dazugefügt und dann hat das andere Dinge gemacht, als wir es erwartet haben. Und kam gleich irgendwie der Punkt, ja, das ist ja prompt Injection. Und dabei war das gar nicht so gemeint. Also der Sicherheitsaspekt hat da jetzt nicht so eine große Rolle gespielt.

Malte Schmidt-Tychsen Und ich finde es schön, wenn da jetzt Geschwindigkeit reinkommt. Ich hoffe nur sehr, dass das auch mit beachtet wird. Also jedes Mal, wenn ich Input irgendwie von außen bekomme, zum Beispiel wenn da ein Formular irgendwo liegt, wo man ein Freitextfeld hat und eine KI darf das verarbeiten, dann sind das Daten von außen.

Malte Schmidt-Tychsen Und dann muss man genau schauen, auf was für Daten die KI noch zugreifen kann, weil das ist bereits ein Einfallstor für eine mögliche Beeinflussung. Und wenn diese KI dann auf Internetdaten zugreifen darf, dann oder Dinge tun darf, also die müsste man dann eigentlich ansehen als von außen gesteuert. Also es gibt so ein paar Dinge, die da sehr wichtig sind.

Malte Schmidt-Tychsen Naja, du hast mir widersprochen, weil das ja alles erfahrene Firmen sind. Open AI würde ich jetzt auch nicht unbedingt in den Bereich von Stümpern in die Ecke stellen. Ja, ich wollte es nur noch mal gesagt haben. Also man betrachtet der Open Air als totale Profis und was machen sie? Vielleicht liege ich hier vollkommen falsch. Und mir leid, Thorsten, vielleicht drehe ich auch ein viel zu großes Rad.

Malte Schmidt-Tychsen Ich möchte nochmal betonen, dass ich KI unheimlich spannend finde und agentische KI selbst auch nutze und toll finde für eine Menge Sachen, aber für andere eben nicht. Und wenn ich hier zum Beispiel raufgucke, um das mal, plastisch zu machen, was ich damit meine. Hier nutzen die bei einem Beispiel KI, um selbst Dinge zu tun, zu bauen. Agentische KI.

Malte Schmidt-Tychsen Ich formuliere das gerne so ein bisschen als was wir früher als Low-Code, No-Code gesehen haben. Nochmal verbessert, dass Menschen in der Verwaltung in der Lage sind, viel schneller, viel besser Dinge zu bauen. Sich dann auch viel schneller, viel besser anzubinden an Schnittstellen, weil sie eben die IT-Systeme über einen anderen Weg bedienen können.

Malte Schmidt-Tychsen Das halte ich für unglaublich spannend. Aber dass KI unstrukturierte Eingaben verarbeitet, also Dinge liest und dann Dinge tut, die von draußen kommen und sortiert, da, weiß ich nicht, ob das so, also damit kommen wir, glaube ich, zusammen, Angelika. Erfolgreich sind wir, glaube ich, immer noch, wenn wir strukturierte Daten machen.

Malte Schmidt-Tychsen Und unstrukturierte Daten, diese Hoffnung, die KI könnte irgendwie unstrukturierte Daten nutzen und das sinnvoll, irgendwas draus machen, da bin ich immer noch skeptisch. Thorsten? Hattest du da nicht früher dieses Cyber, Cyber, Cyber? Ja, das ist tatsächlich, da hat sich ja die BSC-Präsidentin auch jetzt in letzter Zeit ein paar Mal zu geäußert, dass eben die Gefahrenlage durch die KIs nochmal gestiegen ist, weil die Anzahl der Zero Days steigt.

Malte Schmidt-Tychsen Also die Anzahl der Lücken, für die es noch gar keinen Patch gibt, Thorsten. Du erwähnst jetzt die andere Seite der Medaille, die Lücken, die schon seit 2017 bekannt sind. Für die es seit 2017 schon einen Patch gibt und wo sich trotzdem niemand drum kümmert. Natürlich, da müssen wir ganz, ganz viel besser werden.

Malte Schmidt-Tychsen Aber es gibt eben auch die Lücken, die noch gar nicht fixbar sind, die noch gar nicht bekannt sind und die vielleicht schon genutzt werden. Also wir müssen uns auch daran gewöhnen, auch in der Verwaltungsdigitalisierung und damit planen, dass wir angreifbar sind und dass sich daran auch nichts ändern wird.

Malte Schmidt-Tychsen Also es sind immer Backups vonnöten und wir müssen immer auch damit rechnen, dass irgendwo Daten abgegriffen werden. Das heißt also auch diese ganzen Konzepte Zero Trust und vielleicht auch Verschlüsselung von Daten in eigenen Systemen vorab schon, damit, falls sie irgendwo abgegriffen werden, dann doch verschlüsselt sind.

Malte Schmidt-Tychsen Also, dass man auch intern noch weitere Mauern hochzieht, noch weitere Schutzmaßnahmen ergreift, das sollte man heutzutage auf jeden Fall mit bedenken. Also, Security by Design ist absolute Pflicht schon von der ersten Kurzzeile, vom ersten Plan her. Darf ich auf einen englischen Podcast an dieser Stelle verweisen?

Malte Schmidt-Tychsen Also es gibt von der BBC einen wirklich sehr empfehlenswerten... Der mit unheimlich hohem Aufwand meiner Meinung nach produziert wurde, hört sich einfach toll an. Wir haben auch einen tollen Soundtrack dazu gemacht. Und er nennt sich The Ladros Heist. Und Ladros bezieht sich auch direkt auf eine Gruppe.

Malte Schmidt-Tychsen Und zwar bezeichnet man damit die staatliche, oder, es wird vermutet, oder es gibt sehr viele Beweise dafür, dass es eine staatliche Hacker-Truppe gibt, eine nordkoreanische staatliche Hacker-Truppe, die damit beschäftigt ist, Devisen sich zu hacken. Also das ist auch so eine jetzt nicht mehr ganz so junge Entwicklung bei der Cybersicherheit, dass praktisch diese staatlichen Gruppen, die als sehr gefährlich eingestuft werden von einigen Ländern, in diesem Fall Nordkorea, selber cyberkriminell, also hinter Geld her sind oder eben mit Cyberkriminellen. und in den Gruppen kooperieren.

Malte Schmidt-Tychsen Und diese Lazarus-Lazarus-Gruppe aus Nordkorea, die hat es geschafft, den Zentralbank-Computer von Bangladesch zu hacken. Und das war unser Lazarus-Heist. Und sind da tatsächlich an einen Milliardenbetrag rangekommen. Am Ende haben sie davon nicht alles abziehen können, sondern nur relativ wenig. Aber der Podcast beschreibt diesen.

Malte Schmidt-Tychsen Und der ist wahnsinnig spannend erzählt. Herzlichen Glückwunsch. Wow. Mitte März ist auch der Fachkongress vom IT-Planungsrat. Das ist ja auch immer so ein fester Termin. Ja, aber vielleicht, wenn jemand zuhört aus dem Hessischen Ministerium für Digitalisierung und Innovation oder vom IT-Planungsrat, vom Fachkongress-Team.

Malte Schmidt-Tychsen Vielleicht kann man das doch irgendwie kombinieren. Fände ich jedenfalls ziemlich cool. Genau. Und da hatte ich ja auch eine mitgebracht, weil der Peter, von dem ich immer so gerne die Eudi-Wollet-Themen höre, da wollte ich gleich einen reinspringen, weil das ist nämlich eine Eudi-Wollet-Veranstaltung.

Malte Schmidt-Tychsen D64, die veranstalten eine Podiumsdiskussion am 9. September abends, 19 bis 21 Uhr. Da sitzen auf dem Podium die Marielle Fiddendorf aus der Verbraucherzentrale, dann der Michael Kubach und der Christian Stuffrein und die Moderation macht Yannick Müller von D64 und das ist bei Wikimedia Tempelufer Ufer 9. September.

Malte Schmidt-Tychsen Da kann man auch Veranstaltungen melden. Super interessant, was ihr so zu erzählen hattet. Danke. Tschüss.

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