einfach. besser. essen.· Folge 100

Warum Diäten scheitern (oder nicht): Meine wichtigsten Erkenntnisse aus 20 Jahren Faustformel

Sonntag, 4. Oktober 2026 · 44 min

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Shownotes

Thema der Folge:

Heute haben wir gleich doppelt Grund zum Feiern: Das ist die 100. Folge von „einfach. besser. essen.“ - und nun gibt es die Faustformel bereits seit 20 Jahren!
Um das zu feiern, habe ich mir die Frage gestellt: Warum schaffen es manche Menschen, dauerhaft abzunehmen, während andere trotz unzähliger Diäten immer wieder bei ihrem Ausgangsgewicht landen?
Nach 20 Jahren Ernährungsberatung habe ich dazu einige Erkenntnisse gesammelt. Denn die richtige Ernährungsstrategie ist zwar wichtig, aber mindestens genauso entscheidend ist, wie wir über uns selbst und unsere Ernährung denken.
In dieser besonderen Folge sprechen wir deshalb über unser Selbstbild, die richtige Motivation, das berüchtigte Alles-oder-nichts-Denken und darüber, wie gesunde Ernährung wirklich zu unserem neuen Normal wird.
Und weil niemand besser zeigen kann, wie das in der Praxis aussieht, erzählen Simone und Romana von ihren ganz persönlichen Erfahrungen mit der Faustformel.

Inhalte der Folge:

• 100 Folgen Podcast und 20 Jahre Faustformel: Zeit für einen Rückblick

• Zwei Erfolgsgeschichten: Wie Simone und Romana langfristig abgenommen haben

• Warum Abnehmen und das Gewicht langfristig halten zwei unterschiedliche Herausforderungen sind

• Das eigene Selbstbild: Welche Rolle spielt unsere Identität beim Abnehmen?

• Warum die richtige Motivation viel wichtiger sein kann als die Zahl auf der Waage

• Schluss mit dem Alles-oder-nichts-Denken: Warum kleine Schritte nachhaltiger sind

• Emotionales Essen: Warum du konkrete Strategien statt noch mehr Disziplin brauchst

• Essen ohne Hunger: Wie du für typische Alltagssituationen vorsorgen kannst

• Warum gesunde Ernährung einen festen Platz in deinem Alltag braucht

• Das neue Normal: Wie aus einer vorübergehenden Ernährungsumstellung eine dauerhafte Gewohnheit wird

Wichtige Tipps aus der Folge:

• Mach gesunde Ernährung zu deinem neuen Normal. Wenn du deine Ernährung nur so lange umstellst, bis du dein Wunschgewicht erreicht hast, ist die Gefahr groß, danach wieder in alte Muster zurückzufallen. Überlege dir stattdessen, wie du dich langfristig ernähren möchtest. Gesunde Ernährung soll keine vorübergehende Phase sein, sondern ganz selbstverständlich zu deinem Leben gehören.

• Finde deine persönliche Motivation. Warum möchtest du eigentlich abnehmen? Nur für eine bestimmte Zahl auf der Waage oder damit du dich fitter fühlst, mehr Energie hast und endlich wieder Dinge machen kannst, die dir Freude bereiten? Ziele, die dir persönlich wichtig sind und deren Vorteile du im Alltag spürst, können dir dabei helfen, langfristig dranzubleiben.

• Verabschiede dich vom Alles-oder-nichts-Denken. Du hast gestern Pizza gegessen oder ein bisschen zu viel genascht? Na und? Deshalb ist nicht gleich deine gesamte Ernährungsumstellung gescheitert. Ausnahmen gehören dazu – genau dafür gibt es auch die -Regel der Faustformel. Entscheidend ist, dass du danach ganz normal weiter machst, anstatt alles über Bord zu werfen.

• Fang klein an, statt alles auf einmal zu verändern. Du musst nicht von heute auf morgen deine komplette Ernährung umkrempeln. Genau das hat auch Romana bei ihren ersten Versuchen ausgebremst. Erst als sie sich erlaubte, wirklich kleine Schritte zu machen und eine Veränderung nach der anderen umzusetzen, hat es für sie funktioniert. Gib dir also Zeit, neue Gewohnheiten zu entwickeln.

• Entwickle eine Strategie gegen emotionales Essen. Ob Stress, Frust, Traurigkeit oder Langeweile: Manchmal greifen wir zum Essen, obwohl wir eigentlich keinen Hunger haben. Sich dann einfach mehr zusammenzureißen, ist keine besonders hilfreiche Strategie. Überlege dir lieber schon vorher, was du in solchen Situationen stattdessen tun kannst. Wenn du allein nicht weiterkommst, kann dich auch ein ernährungspsychologisches Coaching unterstützen.

• Bereite dich auf deine persönlichen Stolperfallen vor. Du greifst jeden Samstagabend automatisch zu Chips und Schokolade? Oder kannst beim Geburtstagskuchen im Büro nur schwer widerstehen? Überlege dir konkrete Wenn-dann-Strategien, damit du in solchen Momenten nicht jedes Mal aufs Neue entscheiden musst, wie du reagieren möchtest.

• Gib deiner Ernährung einen festen Platz im Alltag. Fürs Fitnessstudio nehmen wir uns ganz selbstverständlich Zeit. Aber Einkaufen, Kochen und Vorbereiten soll irgendwie immer nebenbei passieren. Plane deshalb auch für deine Ernährung bewusst Zeit ein. Das muss nicht kompliziert oder aufwändig sein – vielleicht kochst du am Sonntag etwas vor oder bereitest am Montag gleich eine zweite Portion für Dienstag zu.

Links zur Folge:

• Hier kommst du zu Romanas Geschichte: faustformel.com/blog/romana-endlich-erfolgreic…

• Hier kommst du zu Simones Geschichte: faustformel.com/blog/ich-habe-die-20-kilo-komp…

• Link zum Faustformel-Poster: faustformel.com/faustformelposter

• Hier kommst du zu meinem erfolgreichen Abnehmprogramm Faustformel 3 S ! (faustformel.com/faustformel-3-s)

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Einfach besser essen. Sasha Walleczeck erklärt Ernährung. Dein Wegweiser durchs Ernährungsdickicht. Willkommen bei Einfach besser essen. Das ist heute unsere einhundertste Folge dieses Podcasts. Mein Name ist Sasha Walleczek. Ich bequatsche euch schon seit neunundneunzig Folgen. Das ist jetzt die hundertste.

Ich freue mich riesig über euer Vertrauen, dass ihr so toll dabei seid, dass es so viele Leute sind und gleichzeitig feiern wir auch dieses Jahr zwanzig Jahre Faustformel. Also ich mache so diesen Podcast seit knapp zwei Jahren, aber ich mache diese Arbeit schon seit über zwanzig Jahren und vor eben vor zwanzig Jahren habe ich die Faustformel erfunden, entwickelt, wie auch immer.

Seitdem gibt's das. Und in diesen hundert Folgen, also neunundneunzig Folgen dieses Podcasts, habt ihr das Ganze fünfhunderttausendmal runtergeladen und ihr habt nur auf Spotify einhundertdreißigtausend Stunden zugehört. Wir haben uns das ausgerechnet, das sind fünfzehn Jahre lang habt ihr mir zugehört.

Dazu kommt noch, weil das wird nicht mitgezählt dabei, die Sachen, die auf YouTube passieren und das sind noch mal zweihunderttausend Aufrufe und noch mal achtunddreißigtausend Stunden. Also unglaublich, wie ihr mir zuhört. Ich freue mich sehr. Ein ganz großes Dankeschön dafür. Und weil's die Faustformel seit zwanzig Jahren geht und das ja nicht nur von mir lebt, obwohl ich die Hauptquatscherin bin, sondern von der Community, die da entstanden ist.

Durch euch, durch meine Mitglieder, durch die Teilnehmerinnen bei meinen Kursen, möchte ich auch heute die ein oder andere Teilnehmerin um meine Fäustlinge zu Wort kommen lassen. Und ich habe mir überlegt, okay, hundertste Folge, was machen wir da als, worüber reden wir? Und dann habe ich mir gedacht, ich mache es dann bisschen einen Schritt zurück und ich sage, was habe ich in zwanzig Jahren gelernt, worauf es wirklich ankommt bei gesunder Ernährung.

Und ja, bei gesunder Ernährung geht's bei meiner Arbeit für meine Kundinnen, sind meistens Frauen, eigentlich immer primär ums Abnehmen. Also die kommen wegen dem Abnehmen, aber natürlich setzen wir das in den Kontext einer allgemeinen gesunden Ernährung. Und die Frage ist jetzt einfach, woran scheitern manche?

Warum klappt's bei anderen? Gibt's irgendwas, was ich da gelernt habe, was eben wirklich einen Unterschied macht? Und da hab mir gedacht, das ist einmal was anderes. Darüber würde ich ganz gerne mit euch reden. Also wir werden auch die Simone und die Romana zu Wort kommen lassen in diesem, in dieser Folge.

Und die möchte ich ganz kurz am Anfang gleich vorstellen. Die Simone ist, sind beide seit 2019 bei der Faustformel, das ist Zufall. Und die Simone hat im ersten Jahr, siebzehn Kilo abgenommen und dann hat sie noch, glaube ich, weitere drei Kilo abgenommen, weil das Audio, das ihr jetzt gleich hören werdet, das hat sie mir im letzten Monat geschickt und seitdem sind es, glaube ich, zwanzig Kilo.

Das heißt aber auch, dass sie seit 2019 abgenommen und das Gewicht gehalten hat. Und das ist ja das, worauf's ankommt. Man muss brutal sagen, Abnehmen ist nicht so schwierig. Auch ich weiß, dass sie jetzt sagen, ach, total schwierig. Nein, aber das ist eigentlich der leichtere Teil. Der schwierige Teil ist, das Gewicht dann auch zu halten.

Ja. Und warum nehmen manche wieder zu und andere problemlos nie wieder? Worauf kommt's da an? Was sind da die Geheimnisse dahinter? Und ich habe mich da ein bisschen auf meine Erfahrung verlassen und dann aber auch Studien rausgesucht, die das bestätigen, was ich eh beobachte. Also, die Simone hat insgesamt jetzt zwanzig Kilo abgenommen und das auch gehalten, aber ich möchte sie selber reden lassen, was sie für sich verändert hat.

Als Zweites haben wir dann die Romana. Die Romana ist was ganz Spezielles. Die ist, glaube ich, 2018 oder 2019 hat sie gestartet mit der Faustformel und hat ein paar Fehlstarts hingelegt. Die ganze Geschichte von der Romana könnt ihr ja auf meinem Blog euch anhören. Da habe ich das ganze Video online gestellt.

Da seht ihr die Vorher-Nachher-Bilder auch und das verlinken wir euch alles in den Shownotes. Und ab 2021 hat's dann für sie geklappt. Aber was sie damit erreicht hat, soll sie euch selber sagen. Aus heutiger Sicht kann ich sagen, ich hab mein Gewicht tatsächlich halbiert. Ich hab, das Gef-- oder ein gutes Gefühl in meinem Körper zurückbekommen.

Ich, ich fühle mich wieder wohl in meinem Körper und ich genieße es, dass viele Einschränkungen, die mit Doppelzug Vielgewicht da waren, mittlerweile weggefallen sind, wie Stiegen steigen, auf einen Berg gehen, tanzen, lange marschieren, also wirklich acht, neun Stunden unterwegs zu sein, was früher undenkbar war.

Und das sind beides einfach großartige Beispiele für meine Fäustlinge und ich habe mehrere andere, aber es ist natürlich, man braucht dann schöne Videos und schöne Tonaufnahmen, um die Erfahrungen teilen zu können. Was ich dann immer meiner Erfahrung nach, was ich am meisten gehört habe, was dann passiert ist, wenn man sagt, das ist total super.

Was genau hast du gemacht? Die, die Leute, die das, das auch das gleiche Ergebnis haben wollen, was absolut wünschenswert und total berechtigt ist, sagen dann: „Was genau hast du gemacht?" Also welche Rezepte? Wann hast du gegessen? Wie viel hast du gegessen? Hast du das Frühstück ausgelassen? Was hast du zum Frühstück gegessen?

Und da geht's immer genau um das, das Was und Rezepte. Und die Strategie, und ich will das jetzt nicht kleinreden, weil natürlich ist ein großer Teil meines Berufs, euch die Strategie beizubringen. Aber ihr wisst, im Internet und überhaupt auf der Welt, Tipps, Ernährungstipps und Rezepte gibt es unendlich viele, ja.

Information gibt's mehr, als ihr jemals verarbeiten oder gebrauchen könnt und da muss man auch wieder durchfiltern, was ist die gute, was ist die schlechte Information, was bringt euch was. Und ja, die richtige Strategie, den richtigen Zugang zu haben, ist total wichtig. Aber selbst wenn wir jetzt den gleichen Zugang haben, klappt's bei einigen und bei anderen klappt's nicht.

Die Frage ist: Woran liegt es jetzt wirklich, dass es bei Romana und bei Simone geklappt hat? Lag's daran, dass sie die richtigen Rezepte ausgesucht haben und den richtigen Abstand zwischen den Mahlzeiten gehabt haben? Oder woran liegt's wirklich? Und dazu gibt's ein paar Faktoren, die auch die meisten davon, bis auf den Letzten, sind mit Studien belegt.

Der Letzte ist mein persönlicher Rant, dazu kommen wir noch. Und der Wichtigste ist, und das klingt jetzt ein bissl abstrakt, und das ist die Identität. Und das heißt, wer bist du für dich selber? Ja. Oder anders gedrückt: Was findest du normal? Und normal ist das, was du findest, was man immer machen sollte.

Und es ist sehr viel davon ist natürlich unbewusst, ja. Aber was findest du normal? Ich sage jetzt als Beispiel, dazu werden wir nämlich auch öfter kommen, Hygiene. Wahrscheinlich bist du aufgewachsen in Mitteleuropa, die meisten putzen zweimal am Tag die Zähne. Ja, das findest du normal. Das machst du automatisch, da denkst du nicht groß drüber nach.

Das hat jetzt aber nix mit Gewohnheiten zu tun, sondern das ist etwas, was du automatisch, wo du zu, wo du hin tendierst, ja. Wenn du mal vergessen hast, weil du zu müde warst, die Zähne zu putzen, am nächsten Tag würdest du wahrscheinlich wieder automatisch anfangen, zweimal zu putzen. Ja, das ist etwas, was du, weil wir immer zu, das heißt Regression to the mean, wir tendieren immer dazu, zur Mitte, zum Normalen zurückzukehren.

Also was ist für dich normal? Und das hat ein bissl damit zu tun, wer du für dich selber bist. Und liebe Psychologinnen, die jetzt zuhören, bitte kriegt nicht die Krise, ich tue hier mein Bestes. Und ich verstehe, das ist ein Thema für Psychologinnen und Soziologinnen, aber trotzdem, ich möchte auch als Ernährungsberaterin hier so ein bissl ansprechen, weil es ein ganz, ganz wesentlicher Teil ist, der in den Studien immer wieder gezeigt wird, darum geht's, ja.

Also wenn du, sagen wir mal, du sagst, ich bin sportlich. Oder wenn du mich fragst, ja, ich bin recht sportlich, dann ist es doch automatisch für dich, wenn du denkst, na ja, wenn die recht sportlich ist, heißt das, die macht auf jeden Fall zwei, drei Mal in der Woche Sport, weil sonst würde sie sich nicht sportlich nennen.

Jemand, der sportlich ist, ja, das ist jemand, der ist, findet es normal, zumindestens zweimal die Woche Sport zu machen, weil weniger als zweimal wäre jetzt nicht besonders sportlich. Und ich bin unsportlich, da gibt es kein normales Level an Sport. Und das ist ganz lustig. Ich kenne Leute, die sagen, ja, ich bin nicht so sportlich und die machen dreimal die Woche Sport.

Aber trotzdem, was ist für jemanden, der so ist, der diese Identität hat, quasi normal? Und du denkst jetzt langsam, was hat das alles mit dem Abnehmen zu tun, gute Frau? Aber es wird, in Studien wird gezeigt, dass Menschen, die erfolgreich abnehmen, die haben eine andere Identität. Das klingt so eher wie Zeugenschutzprogramm, aber, aber damit meine ich, die sehen sich selber anders.

Das heißt, bin ich jemand, dem gesunde Ernährung wichtig ist? Ja, das heißt nicht, wenn ich das bin, heißt das nicht, dass ich immer mich perfekt ernähre. Das heißt nicht, dass ich, gerne koche. Das heißt nur, das ist mir wichtig. Und zu dem ganzen Kochkram werden wir noch kommen. Ich versu-hab noch versucht, irgendein anderes Beispiel zu finden, wie ich euch das erklären kann.

Und das Beste, was mir dabei eingefallen ist, was ihr hoffentlich nachvollziehen könnt, ist Reiten. Also im Sinn von Pferde. Ich bin so ein, war immer so ein Pferdemädchen, ich bin eine Reiterin. Und wenn du jetzt sagst, ich bin eine Reiterin, heißt das, dass du gut reiten kannst? Nicht notwendigerweise.

Das heißt überhaupt nix. Das heißt, das ist ein Teil deiner, deines Lebens, der dir wichtig ist. Ich sehe mich als Reiterin und ich bin seit fünf Jahren auf keinem Pferd gesessen. Ja, ich reite im Moment nicht aktiv, aber trotzdem, ich habe einen Zugang zu Pferden. Das ist etwas, was ich wichtig finde.

Ich habe Freunde, die Pferde haben. Und ich bin immer wieder einen Teil meines Lebens auch viel geritten, aber das ist jemand, der ich bin. Oder ein anderes Beispiel: Wenn du sagst, ich bin tierlieb, ja. Ich bin tierlieb beeinflusst, wie du die Welt siehst, wie du mit ihr umgehst. Ich bin tierlieb, du wirst wahrscheinlich einem Hund, der vorbeigeht, keinen Tritt geben, weil ich bin tierlieb heißt, du gehst auf Tiere ganz anders zu.

Vielleicht heißt für dich, ich bin tierlieb, dass du nicht die Spinne, die in deinem Schlafzimmer ist, erschlägst, sondern dass du sie rausträgst. Deswegen, das ist deine Identität als: Wie bin ich Tieren gegenüber? Und jetzt haben wir diese Sache mit: Wer bist du in Bezug zur Ernährung? Wie siehst du dich?

Und wo-wo wir jetzt kommen werden, ist zum Beispiel auch, ich will ja auch nicht sagen, na ja, wenn ich dann dünn genug bin, dann werde ich auch mehr Sport machen, weil dann bin ich ja, dann werde ich auch sportlich sein. Das Wichtige dabei ist, dass du quasi dieses neue Selbstbild von dir, das brauchst du eigentlich von Anfang an, also daran arbeitest du.

Das heißt, wenn du eine Reiterin werden willst, ja, beim ersten Tag, an dem du in, in den Reitstall gehst, bist du noch keine Reiterin. Sind, sind wir beide gleich. Ja, aber wann darfst du dich Reiterin nennen? Na ja, du bist ein paar Mal gegangen. Du hast es eine Zeit lang gemacht. Du tastest dich heran.

Du sagst: "Nein, das taugt mir. Ich bin eine Reiterin." Das ist etwas, was mich den Rest meines Lebens begleiten wird. Das heißt nicht, dass du ein Pferd hast. Das heißt nicht, dass du gut bist. Das heißt nicht, dass du's irrsinnig oft machst, aber das ist etwas, wie dein Leben sich ausrichtet. Ja, und das finde ich also ganz wichtig, sondern deswegen, natürlich bist du nicht jemand, der die Ernährung perfekt im Griff hat von Anfang an, aber ich bin jemand, dem gesunde Ernährung wichtig ist, verändert, wie du dich siehst und wie du damit umgehst.

Und es ist eben so, dass du nicht deine Ernährung veränderst, damit du endlich dünn genug wirst und dann wieder nicht, sondern wenn das etwas ist, gesunde Ernährung ist für dich wichtig- Ist sie für dich wichtig, ganz unabhängig davon, ob du abnimmst oder nicht. Das ändert daran nichts. Da wird sie immer wichtig für dich sein und du hörst sie nicht auf, weil die Waage das Falsche anzeigt.

Und ich hoffe, dass ich jetzt mit diesem langen Herumgerede langsam mal hinkomme, wo ich sehe, dass wenn jemand ein anderes Normal hat für sich selber, dann heißt es, dass das für immer anders ist. Und das ist dann das Erfolgsversprechende, weil und das werden wir jetzt gleich noch in den Zitaten nämlich auch ganz gut hören von der Simone und von der Romana, wie sich das für sie verändert hat.

Ja. Und jetzt noch einmal zurück zu natürlich Ernährung, für gesunde Ernährung ist für mich extrem wichtig. Ich habe sechs Kochbücher geschrieben. Seit zwei oder drei Jahren mag ich nicht kochen. Zu sagen, „Ich hasse Kochen", ist vielleicht ein sehr starkes emotionales Wort dafür, aber ich bin an der Grenze zu „Ich hasse Kochen."

Ich will nicht kochen. Ich will praktisch nie kochen. Ich will noch weniger Küche aufräumen. Und ich weiß nicht, wie oft ich gefragt wurde früher: „Sascha, kochst du echt jeden Tag?" Und ich so: Ich habe am Anfang gar nicht gewusst, was ich da sagen soll. „Ja, ich esse ja auch jeden Tag. Was soll ich sonst machen?"

Und es ist eben so, das ist für mich, steht für mich gar nicht infrage. Natürlich sorge ich dafür, dass ich jeden Tag eine gesunde Ernährung habe und nicht hundertprozentig und nicht immer und ich bestelle mir auch mal Pizza. Aber grundsätzlich ist das mein Normal, obwohl ich's nicht mag. Ich, also ich liebe, das ist ganz wichtig: Das macht mir Spaß und das Essen schmeckt.

Aber dir muss nicht alles rundherum Spaß machen. Ich mag noch immer nicht kochen. Ich mag noch immer nicht abwaschen. Aber wisst ihr was? Das ist, wer ich bin. Ich koche mir was Frisches. Ich esse was, was mir gut schmeckt und was gesund ist und den anderen Kram nehme ich in Kauf. Das ist genauso, wenn du eine Reiterin bist.

Ich glaube nicht, dass jeder, irgendjemand auf der Welt sich darauf freut, dass er ausmisten darf. Oder dass es diesen blöden Gaul schon wieder vom Lehm befreien muss und den stundenlang putzen muss. Aber das ist, was dazu gehört, wenn du eine Reiterin bist und jemand, der von sich aus sagt, das ist jemand, der ich bin, mein Normal, ist gesunde Ernährung, dann gehören da gewisse Sachen dazu.

Aber ich mache das nicht, um zu. Das ist der Unterschied zwischen „Ich mache das jetzt, um das Ziel zu erreichen", oder „Das ist, wer ich bin. Das ist mein Normal." Und übrigens, das mit dem Normal, das kommt auch in Studien vor, aber das ist auch der Grund, warum der dritte Schritt in Faustformel drei S, drei S steht für drei Schritte zum Wohlfühlgewicht, heißt das neue Normal.

Und das hat einen ganz bestimmten Anlass, und zwar, das ist ein paar Jahre her, also bevor ich Formel, Faustformel drei S entwickelt habe, und da war irgendjemand ein Mitglied in der Facebook-Gruppe und die sagt: „Boah, ja, jetzt bin ich schon so lange dabei, aber jetzt bin ich wieder zurückgekippt in die normale Ernährung." Und mich hat's ehrlich fast vom Stuhl gehauen und ich so: „Du bist seit mindestens drei Jahren dabei.

Was, was bitte ist für dich normale Ernährung?" „Na ja, so wie vorher halt." Ich so: „Ja, aber dann hast du..." Also und das ist genau, darum es geht. Das ist nie, war nie für sie normal. Es war nie das, wer sie ist. Es war nie das, was einfach zum Alltag gehört. Und es ist einfach so, dass der Mensch versucht, wieder zu dem zurückzukehren, was deine Werte sind, was deine Identität ist, was dein Normal ist.

Und wenn sich das nicht ändert, wird sich die Ernährung langfristig leider nicht ändern. Also ganz schön sagt das auch die Simone. Das ist für sie normal. Aber noch deutlicher sagt sie Romana. Es kommen aber trotzdem manchmal Aussagen wie: „Na, wann isst du endlich wieder mal normal?" Das hat mich früher verletzt.

Heute geht's, heute kann ich lächeln und mir denken, ich esse eigentlich normal. Ich habe mein Leben lang abnormal gegessen. Heute esse ich normal. Und das ist eben der große Unterschied. Heute ist das, was sie isst, für die Romana normal. Und wenn euch die Vorher-Nachher-Bilder anschaut, das ist wirklich dramatisch, was damals in einem Jahr passiert ist, aber seitdem ist das so.

Das hat sich nicht mehr geändert, weil das ist jetzt für sie normal. Und das zeigen eben auch Studien, dass die Menschen, die das fürs nor, das normale Essen sehen, die bleiben dabei. Und mit diesem Normal ändert sich alles rundum. Wenn du sagst: „Ja, na, Ernährung ist mir eh wichtig, aber mir schmeckt das halt nicht." Dazu hat die Romana auch was zu sagen.

Und heute genieße ich Lebensmittel, die ich mir vorher nie vorstellen hab können. Mir hat Fenchel nie geschmeckt. Heute liebe ich ihn. Stangensellerie war unmöglich. Heute liebe ich ihn. Habe ich mir nicht vorstellen können. Also es hat sich sehr, sehr viel getan. Also das war der große, sehr, finde ich, sehr schwierig zu verstehende vielleicht, Teil der: Was ist für dich normal?

Und das zweite ist: Warum tust du das eigentlich? Und da gibt's spannende Studien, da hat man Leute genommen, die mindestens zehn Prozent ihres Körpergewichts verloren haben vor einem Jahr. Und dann hat man genommen, die Leute, die das mindestens ein Jahr gehalten haben oder die, die alles wieder zugenommen haben.

Und die hat man befragt. Und da gibt's mehrere solche Studien und wir können euch die eine oder andere ganz gerne verlinken, wenn ihr wollt. Und die wurden auch gefragt, warum sie abnehmen. Und ich habe auch die Agnes erraten lassen. Da gibt's eine Gruppe, hat gesagt, viel öfter gesagt: „Das mache ich für meine Gesundheit."

So, jetzt lasse ich euch raten. Waren das die Leute, die das Gewicht gehalten haben? Oder waren das die Leute, die alles wieder zugenommen haben? Und die Agnes hat nämlich auch falsch getippt. Es waren die Leute, die alles wieder zugenommen haben. Und es klingt ein bisschen so eigentlich unlogisch. Denke gesagt, für die Gesundheit, das ist so ein langfristiges Ziel.

Und sage ich: „Ja genau, das ist das langfristige Ziel." Und ich behaupte mal hier sehr, sehr salopp, kein Mensch ändert seine Ernährung, damit er in dreißig Jahren vielleicht nicht Krebs kriegt. Sonst gäb's keine Raucher auf der Welt. Ja, oder? Das ist einfach ein zu schwabbeliges, zu schwammiges, zu weit wegiges Ziel für Menschen, wie sie leben.

Wir haben die Klimakatastrophe. Das wissen wir seit dreißig Jahren. Und was tun wir? Sehr wenig. Weil Menschen so langfristig, das dafür sein Leben zu ändern, das ist sehr weit weg. Es ist übrigens alle der Meinung, auch die, die alles wieder zugenommen haben, dass die langfristige Umstellung das Wichtigste wäre.

Sie schaffen's nur leider nicht. Eine andere große Sache, es geht natürlich beim Abnehmen sehr vor, wir wollen abnehmen, damit wir anders aussehen, ist es meistens. Ja. Und das ist jetzt, das ist ein total berechtigtes Ziel. Ja, absolut. Aber es ist ein bisschen ein Unterschied trotzdem, warum. Also, ich will dünner werden, damit mich andere Leute attraktiver finden, damit ich einem Standard entspreche, den ich für mich festgelegt habe, wie Menschen auszusehen haben.

Ja. Das ist ein externes Ziel und dazu kommen wir noch, aber das funktioniert nicht. Ich möchte abnehmen und anders aussehen, damit ich mich wohler fühle, aber nicht wohler fühle, weil mich dann die anderen Leute attraktiver finden, sondern wohler fühle, weil ich ein anderes Körpergefühl habe, ja, weil ich merke, wie fit ich bin.

Ich bin stolz drauf, wie ich aussehe, aber ich gefalle mir. Ich fühle mich. Nicht andere finden mich dann. Ja, und da gibt's mit der Ozempic-Diskussion, da gibt's einen englischen, Talkshow-Host, der heißt Graham Norton, falls ihr den kennst. Und da gibt's irgendwie, ich habe nur so ein Zitat von ihm gelesen, das heißt: „Okay, mit dem ganzen Ozempic, and now you are thinner.

But so what?" Und ich fand den Sa-- den Satz, ich weiß gar nicht, wie er ihn gemeint hat, in Wahrheit, aber es ist eben so: Wenn du abnehmen willst, weil du fühlst dich nicht wohl in deinem Körper, du bist unsicher, du glaubst, dass dich dann die anderen Leute lieber mögen, du mehr Kontakt hast, du sozial anders sein wirst, damit du endlich, brutal ausgedrückt, gut genug wirst für die anderen, weil du das für dich in deinem Selbstwertgefühl leider so siehst, kann ich dir jetzt schon sagen, da wird sich nichts ändern.

Ja. Und wenn du jetzt sagst, und da kenne ich ganz viele Frauen, die zu mir gesagt haben, ich sage: „Was ist an deinem Körper schön?" Bekomme ich leider sehr oft die Antwort: „An meinem Körper ist überhaupt nichts schön." Ich zitiere, Achtung, eine Kundin: „An meinem Körper ist alles hassenswert." Und ich kann euch garantieren, wenn die ihr Wunschgewicht erreicht, falls sie es erreicht, steht sie vor ihrem Spiegel und findet neue Dinge, die an ihrem Körper hassenswert sind.

Weil nicht sich nicht wohlfühlen ist eine Sache. Da hat die Romana ein schönes Beispiel und sagt: „Es sind andere Dinge möglich, weil ich einfach nicht so viel Gewicht herumschleppe." Das ist was völlig anderes. Aber zu sagen, ich fühle mich, also ich bin so unsicher und ich werde quasi für andere a-angepasster, angemessen.

Das, das ist jetzt das, wo die Psychologinnen hier Zug werden. Das wird nicht funktionieren. Das ist, dann bist du dünner, but so what? Dein Leben hat sich nicht geändert. Aber es für dich zu machen, weil du dich wirklich anders fühlst, weil es dir ein anderes Gefühl gibt, weil du in andere Kleider passt, aber eben für dich und nicht für andere.

Und es ist sehr, sehr schwierig zu beschreiben. Das ist wichtig und wie gesagt, ich habe's jetzt noch mal betont, da bin ich keine Expertin, aber dafür gibt's Profis, die euch helfen können. Und das ist, wenn's daran scheitert oder du merkst, du bist in dieser Spirale, weil wir kommen noch gleich dazu, was das alles auch noch auslöst, dann holt euch bitte Hilfe, weil wenn ihr da nicht rauskommt alleine, ist es wirklich sinnvoll, sich Hilfe zu holen, damit das endlich klappt.

Ja. Zum Beispiel, das, die Romana sagt es auch, wir werden's auch später noch mal vorspielen, ist, sie kann jetzt lang wandern gehen. Und ich hatte mal einen Kunden und der hat gesagt, alle seine Freunde haben angefangen zu wandern an einem Sommer, aber er konnte nicht mit, weil er hatte, glaube ich, hundertachtzig Kilo.

Und für ihn war das Ziel, wandern gehen zu können mit den Freunden. Das finde ich eine großartige Motivation. Da geht's überhaupt nicht darum, wie er aussieht. Und hat er, ist er quasi akzeptabel für irgendjemanden, für irgendwelche Beauty-Standards, die sich irgendjemand, Looks merkt, sehen und diesen ganzen Schwachsinn, den wir heutzutage haben, sondern da geht's darum, dass er sich, dass er Aktivität mitmachen kann.

Da geht's zwar, damit er mit seinen Freunden mitmachen kann, aber nicht, wie die ihn finden, sondern dass er dabei sein kann, dass er mehr Energie hat, dass er sich in seinem Körper wohlfühlt. Großartig. Ja, oder ich habe welche, die sagen: „Ich möchte mit meinen Kindern spielen oder mit meinen Enkeln spielen können und alle Aktivitäten machen können dafür." Auch großartig.

Das machst du schon auch für andere, aber nicht, weil sie eine Meinung zu dir haben. Und dazu kommen wir zu den, Studien. Da gibt's eben die Maintainers, wie die dort heißen, also die, die das Gewicht halten, und die Regainers, die alles wieder zugenommen haben. Und die, die alles wieder zunehmen, haben die Tendenz, ihren Selbstwert am Gewicht und ihrer Körper, an ihrer Figur, festzumachen.

Und das ist eben das, worum's geht, warum es so wichtig ist, warum du das machst. Weil wenn's nur darum geht, dass du endlich dünn genug bist, ein gewisses Gewichtsziel erreichst, weil dann ist dein Leben, dann fühlst du dich wohl, dann wirst du glücklich sein, dann wirst du dich besser fühlen. Und ich sage nicht, dass man sich nicht wohler fühlt im Körper, aber das hängt nicht an einer gewissen Zahl.

Ja, ob du die letzten fünf Kilo abgenommen hast, ist dann völlig egal, schwör ich dir. Ja, aber wenn du eben, das sind die Leute, die sagen: „Ja, aber erst unter sechzig bin ich oder unter siebzig", oder was immer deine Zahl ist. Erst da zählt's. Und das sind die Leute, die alles wieder zunehmen. Wir haben noch ein paar andere Sachen.

Jetzt kommen wir nämlich eh in das und das ist dieses Schwarz-Weiß-Denken. Die Regainers, die Leute, die alles wieder zunehmen, die tendieren dazu, alles ist ein Alles-oder-Nichts-Denken. Ich nenne es auch manchmal Katastrophisieren. Das ist also das, alles ist eine Katastrophe, ja. „Ich habe gestern eine Pizza und eine ganze Packung Keks gegessen.

Es ist alles umsonst. Ich habe alles zerstört. Ich bin eine Versagerin." Es ist immer dieses alles oder nichts. „Ich muss die sechzig Kilo erreicht haben, weil wenn ich nur dreiundsechzig Kilo erreicht habe- War's nix wert. Und da ist es ganz Spannendes, weil eben die Romana, die hat es auch erzählt, dass sie am Anfang gescheitert ist, weil sie alles umreißen wollte, weil sie sofort alles machen wollte.

Und dann war ihr Trick, ihr Hack, dass sie sich endlich erlaubt hat, kleine Schritte zu machen. Und es ist ja nicht so, als würde ich das nicht in jedem Kurs am Anfang runterbeten und auf euch einreden wie auf eine kranke Kuh, dass ihr kleine Schritte macht, aber ich weiß es, ihr macht sie leider nicht, weil es halt so schwierig ist.

Und ich versteh's, ihr wollt natürlich so schnell wie möglich viel erreichen. Und ein Anfangserfolg gibt Motivation. Aber ist auch schwer durchzuhalten, wenn ihr das ganze Leben auf einmal umreißt. Aber hören wir uns an, was die Romana zu sagen hat. Ich bin vor fünf Jahren dazugekommen, hab ein paar Fehlstarts hingelegt.

Es war für mich anfangs wirklich schwierig, mich auf das Neue einzulassen und das durchzuhalten. Warum? Weil ich mich selbst überfordert hab. In meinem Denken war noch immer drin, von heute auf morgen alles zu ändern, damit ich möglichst schnell möglichst viel Gewicht verliere und mich möglichst schnell wieder wohlfühle.

Und bei den ersten Versuchen hab ich tatsächlich alle Mahlzeiten geändert und bin gefühlt nur mehr in der Küche gestanden und das hat mich so gestresst, dass ich es nicht ausgehalten hab und wieder aufgehört hab. Dazwischen dann wieder andere Sachen probiert hab, die aber nichts gebracht haben. Und ich bin immer wieder zur Faustformel zurückgekommen, dass das eigentlich der einzige Weg für mich ist, den ich mir vorstellen kann, auf Dauer durchzuhalten.

Ich hab dann meine Strategie geändert und hab gesagt: "Okay, ich fang noch mal ganz von vorne an mit Minischritten", und hab für mich so zum Ziel gesetzt, einen Monat lang nur Faustformel-Frühstücke zu essen und Ernährungs, ein Ernährungsprotokoll zu schreiben. Nach diesem Monat hab ich mich dann hingesetzt und das ganze Revue passieren lassen und hab festgestellt, nur durch die Veränderung des Frühstücks hab ich plötzlich alle Mahlzeiten verändert und verbessert gehabt, ohne dass mir das bewusst gewesen ist.

Und in diesem einen Monat hatte ich keine einzige Heißhungerattacke, die ich vorher täglich, wenn nicht mehrmals täglich gehabt hab. Und es haben auch die Studien gezeigt, dass die Menschen, die sagen, "Ja, manchmal hau ich daneben und manchmal esse ich das Falsche, aber das bedeutet nicht, ich habe versagt, jetzt nutzt es nix mehr, ich brauch gar nicht anfangen.

Ich hab, es, ach, klappt schon wieder nicht." Und das hör ich schon sehr oft bei meinen Kundinnen, die dann sagen, "Ja, wenn ich einmal daneben gekaut hab, jetzt ist es eh schon egal." Und dann kippen die so in dieses Frustessen hinein und kommen aus diesem Strudel nicht mehr raus, weil es gibt nur alles oder nichts.

Es gibt kein dazwischen. Was uns zum nächsten Punkt bringt und das ist emotionales Essen. Emotionales Essen ist ein Riesenthema, ist in Wahrheit nicht das Thema einer Ernährungsberaterin, weil hier kommt's jetzt echt auf die Psychologie an. Und das ist, wir essen aus Frust, wir essen aus Traurigkeit, wir essen aus Einsamkeit, wir essen, um Stress abzubauen.

Aber wir haben quasi als Kind nicht gelernt, unsere Emotionen anders zu regulieren. Aber wir haben gelernt, dass wenn wir was essen, das verändert unsere Gehirnchemie und damit verändert's unsere Gefühle. Und das heißt, wir regulieren unsere Emotionen, indem wir was essen. Und jetzt ist es so, diese Studien haben gezeigt, die haben wieder die Maintainers, die Gewichthalter und die Gewichtzunehmer, ja, die Wiederzunehmer.

Und die Gewichthalter haben genauso emotionales Essen als Problem gehabt, weil es ist einfach ein riesiges Problem für ganz, ganz viele Menschen. Aber die haben sich alle irgendeine Strategie ausgedacht, wie sie damit umgehen. Und die Strategien waren da halt recht lustig. Das waren aber unterschiedliche, sich ablenken, ausm Haus gehen, verschiedenste Methoden, aber die hatten irgendwas, sie gesagt haben, "Ja, das ma, das löse ich so." Und die Wiederzunehmer hatten keine Strategie dafür.

Das ist der einzige Unterschied. Da gibt's nicht die ultimative Strategie, was tue ich, sondern diese Frage ist, hast du irgendwas, dass du das überhaupt wahrnimmst, dass es jetzt passiert? Und dann überlegst du dir, wie du das eingreifen kannst. Sondern wie gesagt, empfehle ich sehr, da gibt's ernährungspsychologische Coachings, die können euch dabei helfen, wenn ihr damit umgehen wollt.

Aber es ist auch oft so, dass körperliche Auslöser das Emotionale verstärken. Und deswegen ist der erste Schritt im Faustformel-3S-Programm Heißhunger abstellen. Weil in ganz vielen Fällen, wenn du die emotional, die körperlichen Auslöser, eben dass der Blutzucker absackt und der Stress redu, zu hoch wird und solche Sachen, wenn man die wegnimmt, dann reicht es oft, dass das, was emotional übrig bleibt, dass ihr das quasi von alleine in Griff kriegt.

Und manchmal nicht. Und das ist, das ist einfach so. Dann gibt's da 'nen anderen Aspekt, den man sich anschauen muss. Dafür kann man sich Hilfe holen, aber allein, dass man darüber mal nachdenkt und dem gewahr wird und sagt, "Ich brauch dafür eine Strategie, das wird sich von alleine nicht lösen", das ist auch kein Disziplinproblem.

Ist ganz wichtig. Das ist nicht etwas, was man mit Willenskraft schafft. Auch die, die Gewichthalter haben's nicht mit Willenskraft geschafft. Die haben sich irgendwas ausgedacht, was sie dann machen, wie sie das lösen, dieses Problem, ja. Und das bringt uns noch zum letzten Punkt und das ist die, ein, wir brauchen irgendeine Lösung für Essen ohne Hunger.

Auch da wieder hatten die Gewichthalter, hatten irgendwelche Lösungen, die teilweise sehr lustig waren, und die anderen hatten halt keine Strategie. Vor allem, und das ist das, ich muss jetzt schauen, ob ich das Zitat noch mal finde. Genau, die Wie-- ich muss jetzt spontan übersetzen, ich hab's hier auf Englisch stehen.

Die Wiederzunehmer haben das Verhalten, das ihnen, also die Strategie, die sie zum Gewicht, zum Abnehmen gebracht hat, haben die als anders als ihren normalen Lebensstil betrachtet und sind wieder ins Normale zurückgefallen nach Ende der Abnehmphase. Identität normal. Das eben das, wenn du glaubst, dass es was anderes ist, ja, dann fällst du wieder zurück.

Und es hat eben nichts mit Willenskraft zu tun, sondern diese Menschen sagen, das ist jetzt anders und ich gehe damit anders um. Und ich kann nicht einfach aus Langeweile essen oder weil Samstagabend ist, wir essen vor dem Fernseher, das ist so. Ja. Und die haben sehr unterschiedliche Lösungen gehabt.

Ich muss deswegen lachen, weil ich trau's mich fast gar nicht sagen. Der eine hatte als Lösung, dass er geraucht hat, statt zu essen. Würde ich jetzt persönlich vielleicht so nicht empfehlen, aber das war die Strategie von diesem einen Herren. Manche hatten, sie sagen, sie hatten eben diese berühmte Süßigkeitenlade oder das Kastl, wie man's oft zu Hause hat bei uns.

Das hatten die nicht. Also die haben einfach, die nennen es gefährliche Lebensmittel, also, die eine hohe Versuchung haben, die hatten sie nicht zu Hause. Oder manche hatten 'ne Strategie, dass sie sagen, ich verbiete mir nichts, aber ich ess halt eine kleine Portion davon. Und das konnten die. Das kann nicht jeder.

Das verstehe ich total. Manche eben kippen dann rein, dass wenn sie ein bissl gegessen haben, dass sie geglaubt haben, sind versagt, dann essen sie immer mehr. Aber manche sagen: „Nein, das gönne ich mir, aber ich hör dann auf." Oder manche haben gesagt, nachdem sie wissen, dass die Süßig-Süßigkeiten zu Hause sind, war die Strategie, dass sie weniger zu Hause waren.

Finde ich auch sehr lustig. Es ist egal. Es ist eigentlich ziemlich egal, bin ich ganz überzeugt davon, welche Strategie du hast. Du brauchst nur eine. Du brauchst nur etwas, wo du sagst, das ist eine meiner Problemzonen. Das ist etwas, wo ich in die Falle tappen könnte. Wie werde ich in der Zukunft damit umgehen?

Also ist das, wenn euch erinnert, wir haben oft auch bei diesen Strategien für „Wie kann ich weniger Süßes essen?", immer diese Wenn-dann-Szenarien. Okay, also wenn es Samstag ist, wo ich normalerweise immer Chips und Schokolade vor dem Fernseher esse, dann mache ich in Zukunft was. Ja, oder wenn im Büro ein Geburtstagsfeier ist mit Kuchen, esse ich ein kleines Stück mit und genieße es, gehe ich spazieren und sage heute nicht, was wird dann passieren.

Und da gibt's kein Richtig oder Falsch. Es geht darum, sich dessen gewahr zu werden und sich zu überlegen, wie du damit in Zukunft umgehen wirst, weil dein neues Normal jetzt ein anderes ist. Das waren jetzt die von der Studien abgedeckten Erkenntnisse, die ich total unterschreiben kann und es war wirklich lustig, weil ich hab's davor so aufgeschrieben und dann bin ich die Studie noch mal durchgegangen da war das echt zack, zack, zack, kam das alles daher.

Jetzt kommt etwas, was so mein persönlicher Rant der Woche ist und das ist etwas fangen wir mal, also ich nenn das Ernährung Zeit geben. Und damit meine ich nicht, es dauert lang oder so, sondern ich meine in unserem Alltag. Wenn ich dich frage, wie viel Sport du machst, dann sagen die Leute: „Ja, ich mache dreimal in der Woche fünfundvierzig Minuten das und davon ist zweimal Krafttraining und einmal gehe ich laufen." „Und, und wie lange dauert das?" „Na, das mache ich nach meiner Arbeit, da brauche eine halbe Stunde hin, dann mache ich, brauche ich mit dem Umziehen brauche ungefähr eine Stunde, dann bin ich eine halbe Stunde später zu Hause." Die können dir exakt sagen, wie lang ihr Sport pro Woche dauert, den sie jetzt

vermehrt machen, weil das haben sie sich vorgenommen. Okay. Dann in eurer Ernährung, wie viel kochst denn du pro Woche? Wie viel Zeit verbringst du in der Küche? Spontan. Und die Wahrheit ist, ich habe-- ich kann's euch auch nicht sagen. Ich hab keine Ahnung. Ja, wir haben jetzt auch nicht, wir haben, wir haben uns auch schon gesagt, wir wüssten's nicht.

Okay, es läuft für uns automatisch und nebenbei, aber mir geht's ein bissl um was anderes, ja. Wir als Gesellschaft haben das, was Ernährung braucht an Vorbereitung, Zubereitung, Aufräumen, aus unserem Gedächtnis gestrichen. Früher, vor fünfzig, vor hundert Jahren, gab's in jedem Haushalt jemand, der war mehr oder weniger hauptberuflich dafür zuständig, das Essen für alle zu bereiten.

Ja, die hauptberufliche Hausfrau, die gibt es kaum mehr. Wir haben alle doppelt Dreifachbelastungen. Aber wir haben Waschmaschinen, wir haben Putzfrauen, wir haben Geschirrspülmaschinen, wir haben einen Staubsauger, wir haben Dinge, die uns im Haushalt helfen, aber die Koch- und Einkaufsmaschine haben wir noch nicht.

Und was wir dann anfangen, ist natürlich, dass wir das auch versuchen auszulagern und sagen: „Ja, aber kann ich halt im Supermarkt was kaufen und so." Und da, und da beginnen wir eben dann, in das Problem reinzulaufen. Aber das Problem ist für mich ein bissl ein anderes, dass wir sagen, da ist kein fixer Platz für meine Ernährung.

Und ich weiß, das klingt jetzt so komisch, aber wenn ihr sagt, „Ja, nein, ich komme heim und dann muss ich noch kochen und dann habe ich Freizeit." Aber nicht, dass ich komme acht Uhr abends heim, dann ist meine Kochzeit bis zwanzig Uhr. Oder nein, ich gehe nach dem Büro noch trainieren, dann bin ich so um halb sieben daheim, dann muss ich noch kochen.

Aber ihr wisst genau, wie lange das dauert, ins Fitnesscenter zu gehen, das Training zu machen und heimzufahren. Das wisst ihr ganz genau. Und ja, ich weiß es. Ihr sagt: „Na, ich weiß eh ungefähr, das dauert so halbe Stunde, vierzig Minuten zu kochen", aber ich meine ein bissl was anderes. Ich, ich weiß nicht, ob ich das gut genug erkläre.

Ich meine nicht, dass ihr nicht wisst, wie lange das dauern wird. Das weiß ich auch, wenn ich ein Rezept anschaue. Sondern dass wir so eine Zeit dafür freimachen in unserem Kopf, die quasi dafür gewidmet ist, wo nicht nebenbei noch was anderes ist, wo wir sagen, wir müssen so schnell wie möglich hinter uns bringen, weil dann beginnt die Freizeit.

Und wie gesagt, ich hab's schon betont, ich bin total dafür, dass Essen schnell geht, ja, und unkompliziert ist. Weil wie gesagt, ich hasse Kochen im Moment. Also bin sehr nah dran an hassen. Ich bin, ich mag's sehr, sehr, sehr nicht und das wird sich vielleicht auch nicht bald ändern. Ist egal, ich koche trotzdem jeden Tag.

Um noch mal darauf zurückzukommen, nicht alles, was wir regelmäßig tun, ist lustig oder muss lustig sein. Und dann sagt ihr: „Ja, das ist immer, gesunde Ernährung ist halt nicht lustig." Nein, gesunde Ernährung schmeckt total gut. Es geht nicht darum, dass das Essen kein Vergnügen ist. Das soll und bleibt ein Vergnügen und wird immer ein Vergnügen sein.

Das Rundherum muss nicht unbedingt lustig sein. Ich sag so wie Zähneputzen. Wer steht in der Früh aus dem Auf und sagt: „Juhu, endlich darf ich heute mir wieder zweimal die Zähne putzen." So ein Glück aber auch, ja. Das ist, nein, aber ihr macht es, weil das ist, gehört dazu. Dann fühlt ihr euch nämlich wohler, wenn ihr die Zähne geputzt habt, ja.

Warum ich darauf so herumreite, ist, weil ich oft höre, sagt: „Na ja, ich koche halt nicht gern und ich bin halt nicht so die Kocherin und das ist mir halt nicht so wichtig." Und dann sage ich: „Na ja, aber das ist so ähnlich." Und jetzt kommt ein bissl hartes Beispiel vielleicht, wo ich sage, na ja, die Leute sagen, ich, Sascha, ich verstehe das überhaupt nicht.

Die Leute sagen immer, ich stink. Die wollen nicht mit mir zusammen sein, aber ich dusche mich eh einmal im Monat. Ich bin halt nicht so die Duscherin, weißt? Und dann einmal im Jahr, weil ich-- das ist regelmäßige, das ist nicht so meins. Und dann einmal im Jahr mache ich eine zweiwöchige Duschkur, ja.

Da mache ich echt, da dusche ich viermal am Tag, zwei Wochen lang. Aber das muss doch für den Rest des Jahres reichen. Aber die Leute sagen, ich stink. Versteh's überhaupt nicht. Und ich weiß, ihr denkt euch jetzt, jetzt spinnt sie endgültig, aber setzt da mal Essen ein, ja, oder Kochen. Na ich bin halt nicht, das mit der gesunder Ernährung ist, ich hab einfach zu wenig Zeit.

Es ist mir zu stressig. Ich mein, hin und wieder mach ich's eh. Aber weißt du, dann im Frühjahr mach ich immer eine zwei, dreiwöchige Fasten-Detox-Schrägstrich-was-immer-Kur und ich find, das muss dann auch wieder reichen für ein Jahr. Weil das alles andere, ich hab zu wenig Zeit, es ist mir einfach zu stressig.

Ja, das ist also wirklich so, du bist nicht so die Zähneputzerin, du bist nicht so die Duscherin. Ja, aber du hast so die Wahl zwischen du bist jemand, der hygienisch ist und sich duscht oder nicht. Und das Haare waschen und duschen, jede Frau kann dir sagen, wie lange das dauert, sich die Haare zu waschen und was immer dann noch dazugehört.

Und das plant ihr, das macht ihr. Ihr wisst genau, ach, heute muss ich früher schlafen gehen. Also früher Fernsehen aufhören, weil ich muss mir noch die Haare waschen. Oder ich muss morgen in der Früh früher aufstehen, weil ich muss mir noch die Haare waschen. Und das dauert mit Föhnen Hausnummer vierzig Minuten.

Ja, also deswegen, das haben wir, aber das andere ist eben, dass es jetzt mit gesund und anders vielleicht anders sein könnte und dass es ein bisschen geistig mehr Raum braucht. Und wie gesagt, es geht mir nicht darum, dass es mühselig ist und viel Zeit braucht. Es geht darum, dieses Geistige. Ich hoff, ich red hier nicht im Kreis und ihr denkt euch, hör endlich auf, red von was anderem.

Ja, also das ist eben dieses, wer bist du? Mir ist gesunde Ernährung wichtig. Ich esse gern, ich esse gerne gut. Ich mag nicht kochen, ich mag nicht aufräumen, ich koche jeden Tag. Also zusammengefasst nach zwanzig Jahren, worauf kommt's bei Ernährung wirklich an? Und das ist lustig, weil ich natürlich eine Strategie vermittle in meinen Kursen, wo ich euch erkläre, wann ihr esst, was ihr esst, wie oft ihr esst.

Und das ist der Teil, der total wichtig ist, ja, damit ihr einen Zugang habt, der euch auch unterstützt, der euch das gibt, dass der Körper irgendwie die Signale in Ordnung bringt, wovon wir immer reden. Aber ob das funktionieren wird oder nicht, hängt davon ab, was euer Zugang ist. Ob ihr sagt, das gehe ich jetzt an, ich werde jetzt nach und nach zu jemandem, der so lebt.

Oder ist es jemand, sagt, na ja, wie lang muss ich denn das machen, bis ich wieder normal essen kann? Und das ist der Riesenunterschied zwischen klappt oder klappt nicht. Also die erste frechtige Frage ist, was wird dein neues Normales sein? Lässt du dich drauf ein, dass sich dein Geschmack verändert, dass sich dein Leben verändert, dass du eben jetzt wer anderer bist?

Ja. Der zweite Punkt ist, warum machst du das? Ja. Machst du das, um anders auszusehen, damit dich andere besser, attraktiver, sexier finden? Oder machst du's für dich, weil du dich wohler fühlst, weil du dich dann anders ausdrücken kannst? Und das hat die Romana sehr schön zusammengefasst. Aus heutiger Sicht kann ich sagen, ich hab mein Gewicht tatsächlich halbiert.

Ich hab, das Gef, oder ein gutes Gefühl in meinem Körper zurückbekommen. Ich, ich fühl mich wieder wohl in meinem Körper und ich genieße es, dass viele Einschränkungen, die mit doppelt so viel Gewicht da waren, mittlerweile weggefallen sind, wie Stiegen steigen, auf einen Berg gehen, tanzen, lange marschieren, also wirklich acht, neun Stunden unterwegs zu sein, was früher undenkbar war.

Das Nächste ist kein Schwarz-Weiß-Denken, kein Alles oder Nichts. Und das würde für mich auch heißen, was wir schon vorher gehört haben, wie der Romana, traut euch kleine Schritte nach und nach zu machen. Ihr werdet das jetzt für den Rest eures Lebens machen. Ja, deswegen lasst euch vielleicht Zeit, euch da anzutasten, da reinzuspüren, was für euch funktioniert, was für euch leicht fällt, was ihr umsetzen könnt.

Weil es ist jetzt für immer, das ist dein neues Normal. Aber auch kein Schwarz-Weiß-Denken. Fehler gehören dazu. Dafür haben wir die achtzig-zwanzig-Regel und das ist etwas, was einfach immer dir erlaubt, auch Ausnahmen zu machen. Und das ist nicht außerhalb des Programms, sondern es gehört dazu. Das sagt die Simone auch sehr schön.

Okay, nächster Punkt: Emotionales Essen, aber auch Essen ohne Hunger, aus Langeweile, aus, wie auch immer, Frust ist ja emotionales Essen. Die brauchen eine Strategie. Die Strategie heißt nicht, ich reiß mich zusammen. Ich schaff das. Das ist keine Strategie. Das ist Wunschdenken. Ja, es wäre kein emotionales Essen, wenn man's mit Disziplin in den Griff kriegen würde.

Ihr braucht etwas, dass ihr es erkennt, dass es passiert und dann müsst ihr irgendwie damit umgehen und wenn ihr's alleine nicht schafft, mein heißer Tipp: Holt euch Hilfe. Und dann eben auch, und das Letzte war, das ist mein Rant mit diesem erlaubt euch, ich weiß nicht, zu denken, sagt, okay, wo hat das Platz?

Wo mach ich, tu ich am Sonntagnachmittag was vorkochen? Wann hab ich Zeit? Wie viel Zeit geb ich denn? Am Dienstagabend hab ich keine Zeit. Okay, dann koche ich am Montag oder am Sonntag mehr, das essen wir dann am Dienstag die Reste. Da hab ich eher Zeit, da hab ich eher Lust, da hab ich keine Energie.

Versucht mal reinzuspüren, wo das für euch liegt. Und natürlich, wie gesagt, wir haben, wir haben fast tausend Rezepte in der Foodplan-App. Es gibt Sachen, die dauern nicht lang, aber sie dauern trotzdem. Die zwanzig Minuten muss man trotzdem investieren und man muss vielleicht anders einkaufen, man muss den Einkauf anders planen und sich dem Platz zu geben im Leben ist ein ganz wichtiger Schritt, find ich.

Weil wie gesagt, wer nicht duscht nach dreißig Tagen, stinkt er. Gut, aber wie geht's das jetzt wirklich der Reihe nach an? Wenn du's wissen willst, wie man diese Kocherei und diese Schritte angeht, die Faustformel drei S hab ich schon erwähnt. Drei S steht für drei Schritte. Schritt eins ist Heißhunger abstellen.

Da stellen wir mal die ganzen körperlichen Ursachen, warum du unkontrolliert zu Essen greifst, ab. Für die allermeisten Menschen ist damit der Heißhunger überhaupt im Griff. Manchmal bleibt ein bisschen was Emotionales übrig. Da haben wir dann Empfehlungen und da haben wir auch ein Webinar aufgenommen von der Julia Dittmann, die euch das ein bisschen näher erklärt.

Der zweite Teil ist Sättigung normalisieren, die Signale im Körper zu spüren, wann ihr satt seid, dann aufzuhören zu essen, diese Sachen. Und das Ganze dauert, geht relativ schnell. Den Heißhunger haben wir meistens in der ersten Woche, die Sättigung zwei, drei Wochen für die meisten Leute, bis sie das auch wieder spüren.

Und dann Schritt drei, das neue Normal. Da geht's darum, sich in diesen neuen Alltag reinzuspüren und zu sagen, wie passt das in mein Leben? Was ist der Teil, den ich locker annehmen kann? Was, wie taste ich mich da heran? Und ist auch der Grund, warum wir euch vier Monate Zugang zu dem Kurs geben, weil die ersten Sachen, die Info hab ich euch gleich gegeben, ja.

Aber das in sein Leben einzubauen, das zum Normal werden zu lassen, das dauert ein bissl. Und deswegen, da haben wir auch vier Monate Zugang dazu. Aber wie gesagt, den Link tun wir euch in die Show Notes. Ich hab lang drüber nachgedacht, wie ich jetzt das, jetzt hab ich euch beschimpft, dass ihr öfters duschen sollt und mehr Zeit braucht für die Ernährung.

Und ich hoff auch, dass was Nützliches dabei war, wie ihr vielleicht ein bisschen anders über das Abnehmprogramm oder gesunde Ernährung nachdenkt. Und hab mir gedacht, aber wie beende ich jetzt die großartige einhundertste Folge dieses Podcasts, der mir sehr viel Spaß macht und ich hoffe euch auch. Und es kann keiner schöner sagen als die Romana.

Und ich möchte nicht mehr ohne die Faustformel sein und ich möchte auch nicht mehr ohne die ganzen Leute sein, obwohl ich sie nicht persönlich kenne. Aber ich bin froh und dankbar, dass es so viele sind. Und ich würd mich freuen, wenn wir dich begrüßen können bei uns. Alles Liebe.

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