einfach HERRLICH

23. Warum sollte ausgerechnet das Christentum wahr sein? (Prof. Dr. Manuel Schlögl)

Dienstag, 15. September 2026 · 1 h 34

MP3

Shownotes

Manuel Schlögl ist Priester, Professor für Dogmatik und Ökumenischen Dialog an der KHKT in Köln und Experte für Papst Benedikt XVI.
In dieser Folge sprechen wir über
- warum Achtsamkeit, TikTok-Spiritualität, Meditationsübungen und Esoterik boomen, während wir die Schätze unseres katholischen Glaubens im Westen immer mehr verlieren
- warum so viele Menschen nach Spiritualität suchen, aber mit Gott und Religion nicht mehr viel anfangen können
- warum alle überhaupt noch Christen sein sollen, soll nicht jeder einfach in seiner Religionen glücklich werden?
Und warum reicht es nicht aus, ein guter Mensch zu sein?Einfach herrlich, dass du einschaltest!

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Diese Folge wird unterstützt durch die Joseph Ratzinger Papst Benedikt XVI.-Stiftung.SAVE THE DATE: 100. Geburtstag von Papst Benedikt am 16. April 2027. Nähere Infos auf ratzinger-papst-benedikt-stiftung.de

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TIMESTAMPS
Vorspann
Einfach herrlich, dass Sie da sind, Manuel Schlögl!
Alle suchen Spiritualität - aber wenige nach Gott
Ich hab alles, wofür brauch ich noch Gott?
Wann wird Spiritualität gefährlich?
Je spiritueller, desto orientierungsloser
Wie wird man heute eigentlich glücklich?
Führen alle Religionen wirklich zu Gott?
Ist die Wahrheit heute überhaupt noch zumutbar?
Warum ist ausgerechnet das Christentum wahr?
Was bleibt von Benedikt XVI.?
Manuel Schlögl – einfach herrlich, dass Sie da waren!

Ton: Joachim Zeuner
Schnitt: Theresa Haas ( tess-productions.com )

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Ehrlicherweise, ich hab alles. Warum brauche ich denn noch Gott, irgendwie ist es echt schade, Leute werden immer spiritueller, kommt mir vor, aber immer orientierungsloser. Also hat man sich geeinigt. Eigentlich gibt es gar keine Wahrheit oder gar keine richtige Politik, sondern das muss man immer wieder neu aushandeln. Mir kommt vor, dass man, selbst wenn man Katholik ist und dass man nicht gefeit ist vor diesem Flirt. Mit den unterschiedlichen Spiritualitätsformen und auch den unterschiedlichen Religionen. Man meint ja, man ist der Chef, ne man macht sich diese Geister dienstbar, so wie Goethe, sauber Lehrling und dann plötzlich hört der Besen nicht mehr auf und macht mir mein ganzes Haus kaputt.

Benedikt hat ja mal gesagt, es gibt so viele Wege zu Gott, wie es Menschen gibt, und doch hat er gesagt, Na ja, der Pluralismus oder diese Vielzahl an Religionen, die sind nicht alle gleich. Warum genügt Benedikt es nicht, alle Religionen führen eh irgendwie zu Gott Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von einfach herrlich. Ich bin Sebastian Raber und ich hatte die große Freude, heute mit Professor Doktor Manuel Schlögl zu sprechen. Manuel Schlögl ist Priester, er ist Professor für Dogmatik und ökumenischen Dialog an der KHKT in Köln und er ist Experte für Papst Benedikt, den 16.

In dieser Folge sprechen wir darüber, dass Achtsamkeit, tik tok, Spiritualität, meditationsübungen, Esoterik, diese ganzen Sachen, die boomen, unglaublich, während wir unsere katholischen Schätze im Westen immer mehr verlieren. Warum suchen so viele Menschen nach Spiritualität? Aber können mit Glauben und mit Gott immer weniger anfangen.

Warum sollen überhaupt noch die Leute Christen sein, soll doch jeder in seiner Religion glücklich werden und warum reicht es nicht aus, einfach n guter Mensch zu sein? Richtig gute Antworten finden wir bei einem Mann, der mehr zu sagen hat dazu als viele glauben, Papst Benedikt, der 16. Wenn dir diese Folge gefällt, dann abonniere gerne diesen Kanal, damit noch viel mehr Leute diesen Podcast finden, das ist für dich komplett kostenlos, einfach ein Klick.

Aber mir hilft es immens. Und jetzt viel Spaß mit der neuen Folge von einfach herrlich, Manuel Schlögl. Einfach herrlich, dass sie heute bei mir im Podcast sind. Danke für die Einladung. Großartig, dass sie sich die Zeit genommen haben. Ich habe in letzter Zeit sehr viel über Papst Benedikt nachgedacht und über seine Theologie, ich habe ja Theologie studiert, mich auch sehr viel mit ihm beschäftigt, und ich bin gespannt, mit ihnen auch darüber zu sprechen, Sie haben jetzt ein Buch geschrieben über ihn und.

Vielleicht starte ich gleich mal mit einer fulminanten Frage hinein, und zwar heute. Suchen Leute wirklich irgendwie nach Spiritualität, nach nach dem geistlichen, aber wenige Leute fragen nach unserem christlichen Gott, wieso ist das so? Das ist wirklich eine eine interessante Beobachtung, die ich auch immer wieder mache, auch bei unseren Studenten in Köln oder bei Leuten in der Gemeinde. Dass sie eigentlich eine tiefe Sehnsucht haben nach einem tieferen Leben, auch nach Erfahrungen, die so ihren normalen Alltag überschreiten, auf eine andere Ebene führen, aber unser christliches Verständnis von Spiritualität ist eben nicht nur so, dass ich mir was hole, was ich gerade brauche, sondern Spiritualität

hat eben zu tun mit einer Bereitschaft zur Veränderung, ja unseres Lebens. Josef Ratzinger hat immer gesagt, Glaube beginnt mit einer Bekehrung, mit einer Richtungsänderung. Dass ich versuche, die Welt einmal im Licht des Evangeliums im Licht Gottes zu sehen, lesen und deuten zu lernen. Und das fängt eben irgendwann mal an. Aber es braucht auch einen Lernprozess, und ich glaube, viele Menschen würden gerne das Ergebnis haben, aber sich den Weg sparen, und das ist, glaube ich, heute unsere Aufgabe zu sagen, das Ziel, das ist so lohnenswert, Gott ist so interessant und aufregend, es lohnt sich, den Weg zu gehen und dafür auch manche Lebensgewohnheiten zu hinterfragen und zu verändern.

Also wenn die heutige Welt Spiritualität hört, kommt mir vor. Also die jüngere Generation, dann verbindet sie damit meistens Dinge, die ich hab irgendwie eine Begegnung mit dem Übernatürlichen, mit dem Universum, mit irgendwie was Größerem, wir würden sagen, was transzendenten es ist. Irgendwie sind irgendwie Grenzerfahrungen und gleichzeitig merke ich.

Ist es ganz individuell, also so, wie jemand irgendwie ne Erfahrung macht, so geht er ja verändert es sein Denksystem, vielleicht verändert es seine Weltsicht, verändert es seine Sicht nach dem höchsten, nach Gott, wie auch immer sie die Leute das nennen, sie müssen es nicht unbedingt in einer Religion gleich verorten oder mit einem Moralverständnis irgendwie in Verbindung bringen, sondern mir kommt vor, OK, jemand nimmt bewusstseinserwahntetene Drogen und es hat irgendeine Erfahrung oder jemand.

Sagt Oh, ich möchte mal n bisschen Yoga ausprobieren. Irgendwie sind es nur Übungen irgendwie für meinen Körper, Dehnübungen et cetera und gleichzeitig hat es hat es nicht diese geistliche Komponente, dann gibt es Leute, die Achtsamkeitsübungen, Meditation und so weiter machen, aber die nicht gleich, da dadurch buddhisten werden, also wie kommt es, dass in der heutigen Zeit das Angebot sozusagen an Spiritualität so unglaublich groß ist und jeder schnappt sich ganz individuell Sachen raus. Keiner würde mehr sagen, ich Gehör oder wenige Gehör. Ich gehör jetzt zu dieser Religion und nur noch was die lehrt, ist der Weg.

Genau, ich. Einerseits kann man sagen, es ist auch ein Vorteil, man kann heute sich selber n bisschen auf die Suche machen, es ist nicht einfach ein Weg vorgegeben, man ist katholisch so von Anfang bis Ende, sondern man kann es auch n bisschen hinterfragen und erweitern durch eigene Erfahrungen, aber viele verlieren sich dann eben in diesem Markt der Möglichkeiten und kommen nie wirklich irgendwo an Geld, suchen immer weiter und ich würde sagen im.

Christentum ist es eben so, dass die Erfahrung auch mit einer bestimmten Lehre, mit einem bestimmten Wissen, also Glaube und Vernunft, sagt Josef Ratzinger, gehören einfach zusammen, also wenn ich nur beim Glauben, bei der Erfahrung, beim individuellen Stehen bleibe, dann verschließe ich mich eigentlich etwas Größerem. Glaube ist auch Selbstüberschreitung als auch die Vorstellung, die ich mir von Gott mache, oder die Erfahrung, die ich zunächst suche, auch noch einmal zu überschreiten, in was Neues reinzugehen, mich auch auf einen Weg einzulassen, den andere mir.

Vorgeben oder den die anderen schon gegangen sind. Also der Glaube fängt zwar mit jedem Menschen ja wieder neu an, aber trotzdem haben wir eben schon 2000 Jahre glaubensgeschichte in unserem Rucksack auf diesem Weg mit dabei und es kann manchmal als Last erscheinen und manche sagen, den lass ich jetzt mal stehen, den Rucksack und geh einfach mal mit einem ganz kleinen Gepäck los.

Aber manche entdecken eben auch wieder, dass da was drin ist. Was Sie fasziniert. Die Erfahrungen der Mystiker und so und gerade bei Ratzing hab ich eigentlich einerseits eine große Offenheit gefunden, also hat sich viel mit Mystik beschäftigt, als Professor auch mit den anderen Weltreligionen in dem Hinduismus und so, also war sehr neugierig auch auf andere religiöse Systeme und hat aber gesagt, dadurch hab ich auch noch einmal neu verstanden, wer Christus ist, was Gottes Liebe im Christentum bedeutet, also das andere muss eine nicht unbedingt wegführen, aber wir glauben.

Ich brauchen eben heute wirklich auch eine eine gute Kenntnis unserer eigenen Religion, des Christentums. Dann kann ich auch den Vergleich mit anderen Religionen besser schaffen, ohne darin aufzugehen und vielleicht noch was, ich hab mal mit einem atheistischen Philosophen diskutiert, gibt es Spiritualität ohne Gott, das war für mich auch ne spannende Frage, weil ich sag nö, also für mich eigentlich nicht.

Aber er hat seine Gründe dargelegt und er ihm auch mehr gesagt. Man kann eben, wenn man die Natur erfährt, die Größe des Alls. Ein Sonnenuntergang ist auch spirituelle Erfahrung oder wenn ich Drogen nehme, das hat er wohl als junger Mann auch gemacht, komme ich auch plötzlich in ganz andere Sphären und kann eintauchen und in der Diskussion hab ich dann eigentlich so für mich 2 Kriterien gefunden, wo ich sagen würde, das Macht für mich christliche Spiritualität aus.

Zum einen, dass sie mich eben herausfordert, noch einmal manches neu anzuschauen, dass sie mich nicht mehr selber bestätigt und mich kurzfristig zufrieden lässt. Und da muss ich aber schon wieder die nächste Erfahrung, den nächsten Rausch oder was auch immer suchen, weil die Erfahrung nicht nachhaltig ist. Und das zweite, glaube ich, ganz wichtige, die Erfahrung, die ich da eben mache im religiösen, soll auch für andere Menschen fruchtbar werden, also sie soll mich irgendwie empathischer machen, Liebesfähiger machen heller. Gehöriger machen für ihre Anliegen und das war eigentlich dann ganz interessant in der Diskussion, dass da einige Zuhörer, wo ich nicht weiß, ob die es sich als gläubig oder nichtgläubig bezeichnen.

Dass die gesagt haben, das leuchtet ihnen ein, also die Erfahrung alleine, das ist zwar toll, wenn ich irgendwie so was mach, was mich fasziniert und erhebt, aber es muss irgendwie in meinem Leben dann auch folgen haben. Es muss sich dadurch was klären oder verändern, und dann sind wir bei einer authentischen und einer nachhaltigen spirituellen Erfahrung, würde ich sagen. Ich bin mir nämlich nicht sicher, was die heutige Junge oder jüngere Generation wirklich sucht. Also mir kommt vor, dass die Leute unglaublich viel Input bekommen den ganzen Tag von allen möglichen Ecken und Enden, und die sind teilweise so unterschiedlich, dass man sich nur nicht mehr traut, vielleicht sogar zu sagen, das ist jetzt das, was mich am meisten

anspricht und den Weg gehe ich jetzt. Man kommt schlussendlich gar nicht drum rum, aber zu sagen, OK, es gibt jetzt dieses eine Absolutheitsanspruchsdenksystem, wie zum Beispiel die katholische Kirche sagt, Wir haben die Wahrheit so, das ist irgendwie, kommt mir vor, wird. Zunehmend unattraktiv oder das Misstrauen zu solchen Institutionen wird immer größer, weil man natürlich sagt, Na ja, wer bin ich schon, ich kleiner Suchender, der jetzt vielleicht hier ne schöne Erfahrung gemacht hat da da also möchte ich mich da einer größeren Gemeinschaft anschließen oder bleibe ich lieber gemütlich in meinem Individuum, also bleibe ich da irgendwie stehen und sag OK. Ja, mir gefällt halt einfach

jetzt Meditation und weil dieser eine Influencer auf youtube das Skin mir gezeigt hat und fand, den fand ich irgendwie sympathisch, probier ich das als auch mal aus. Dann finde ich den anderen sympathischen XY, dann probier ich das aus und so bastel ich mir mein Eigen, meine eigene Spiritualität oder meine eigene Religion zusammen.

Am Ende sind doch alle orientierungslos, oder? Und wollen doch einfach nur glücklich werden, warum ist es könnte es so attraktiv sein, sich einer Kirche überhaupt anzuschließen? Ich glaube, man muss die Erfahrung mal machen. Also ich könnte jetzt von außen natürlich Argumente sagen, eben wie gesagt, das ist ne lange Geschichte, aus der ich viel lernen kann.

Ich treffe in der Kirche wie in jeder großen Gemeinschaft einfach viele andere Leute, die mich inspirieren, die mich weiterbringen, wenn sie mir Ihre Erfahrungen mitteilen und so. Aber Ratzinger hat mal gesagt, für jemanden, der mit dem Glauben Schwierigkeiten hat, versuche mal so zu leben. Als ob es Gott gäbe. Also geh in Gottesdienst, hör dir die Gebete an, sing mal die Lieder mit, lies mal in der Bibel so als wär das wirklich jetzt vor Gottes für dich gedacht und dann wirst du Erfahrungen machen, dann wird sich irgendwas tun oder klären und dann kommst du vielleicht näher hin, dass du sagst, Gott könnte für mich der Glaube an Gott eine Option sein und ich würd das bisschen auf die Kirche

übertragen, also schau dir einfach mal Kirche an, geh mal in ne Gemeinde oder wechsle auch mal ne Gemeinde, schau mal was da für. Deine Musik ist, was da in der Predigt gesagt wird, wie die Stimmung ist unter den Gläubigen und beschränke dich so eigentlich auf deine Wohnortgemeinde und auf irgendeine Erfahrung, wo du sagst, das war jetzt nicht so das meine, es hat mich nicht so angesprochen, sondern versuch mal ein bisschen so ein Kirchenjahr lang, vielleicht von Weihnachten bis bis Allerheiligen so mal ein bisschen mitzuleben dir das mal anzuschauen, Versuch auch mal ein Gespräch zu führen mit Leuten im Gottesdienst oder mit dem Priester dort oder so, also Versuch mal deinen Erfahrungsschatz zu erweitern

und ich glaube dann könnte. Können schon viele was entdecken. Ich habe in der Seelsorge, wenn ich so taufgespräche Trauergespräche führe, oft mit Menschen zu tun, die eben schon seit Jahren, wenn ich Jahrzehnten eigentlich mit Kirche nicht mehr in Berührung war, ne sehr natürlich dann von ihren Erfahrungen da früher, da war der Pfarrer so und so, oder bei meiner Erstkommunion habe ich das und das erlebt, aber dann haben solche doch oft eher zufälligen Ereignisse, sei es positiv oder negativ, eine starke Wirkung, wenn ich sie nicht mehr neu ins Gespräch bringe, ich entwickle mich ja auch weiter, also.

Könnte sich auch mein Kirchenbild weiterentwickeln und noch mal ne Chance haben. Also so könnte ich vielleicht sagen, gibt der Kirche ne Chance. Vieles ist in den Medien sehr negativ dargestellt oder einseitig zumindest. Ich meine ich kenne auch negative Erfahrungen in der Kirche, aber lass dich nicht davon festlegen, sondern probier das Mal aus, geh mal auf den Weg mit, schau dir das mal aus der Nähe an und dann glaube ich wirst du zumindest ne Idee finden, was Kirche auch für dich sein könnte, nämlich ein Lebensraum, ein Ort.

Hat wo du deinen Glauben noch einmal ganz anders sehen und auch Leben und teilen kannst. Ein Christ ist kein Christ, heißt ein Sprichwort. Ne, auf Dauer hältst du das allein nicht durch, sondern dann schnupperst du ne andere Religion, ne andere Weltanschauung rein, weil unsere Welt uns einfach oft so. Durchspült ja in Bewegung, setzt alles Mögliche strömt auf einen ein und die Kirche ist zumindest für mich auch immer so eine Art Hafen, ne so n ruheort.

Ich weiß, da läuft es gleich ab, da kann ich auch mich als Priester fallen lassen in diese Gebete, in diese Lieder und Rituale, und das ist glaub ich schon was sehr heilsames, aber das entdeck ich nicht, wenn ich mal kurz reinschau, sondern wenn ich mir n bisschen Zeit nehme um um Kirche wirklich zu erleben.

Ich hoff, ich hoff dass also ich find das ne schöne Einladung. Mir kommt vor, dass die Schwelle allerdings relativ hoch ist, weil man, wenn man ja dann zu einem Verein gehört, der sagt, dass alles andere nichts Richtiges sozusagen gleichzeitig kenne. Ich kenne ich n paar und vermute ich auch, dass es da draußen ziemlich viele Leute gibt, jetzt auch in der westlichen Welt, die eigentlich sagen, also ehrlicherweise, ich hab alles, aber warum brauche ich dann noch Gott? Hey, ganz kurz, wenn dir der Podcast gefällt, dann abonnier doch gerne den Kanal.

Lass ein Like da und n Kommentar je mehr du da machst, desto mehr checkt der Algorithmus, dass das wirklich n wertvoller Podcast ist. Und so erreicht er auch viel mehr Leute. Außerdem danke für das ganze positive Feedback bisher, wenn du möchtest, dass ich das noch öfters machen kann und mit noch besserer Qualität.

Dann unterstützt mich gerne über den paypal Link in der Beschreibung. Vielen Dank und jetzt viel Spaß mit der weiteren Folge. Ja, das ist sicher in der westlichen Welt, oder überhaupt, also in sehr wohlhabenden Ländern oder Gesellschaftsschichten, würde ich sagen. Auch in Europa gibt es ja arme Menschen. So ne Sättigung ne also und allerdings im materiellen und da wo ich wohne sehe ich, dass also jeden Tag mehrfach der Lieferdienst kommt, die Leute bestellen sich alles nach Hause zum Essen, sonstige waren, die Papiertonne ist sofort voll und ich bedenk mir immer mein das ist schön und gut, dass sich was leisten können, dass sie was Neues mal haben was Sie sich bestellen, aber es ist doch

immer mehr vom selben, es ist materiell, es ist vergeht, irgendwann gefällt es mir nicht mehr, ich schmeiß raus, kaufe mir was neues also ich glaube diese Sättigung ist auf den materiellen Sektor ist eigentlich sehr hoch bei vielen und die Frage also ist das alles, gibt es was anderes was mich mehr erfüllt, die ist schon immer wieder da, aber ich ich glaube sie wird oft schnell dann wieder verdeckt von einem selber oder auch weil eben einfach der Alltag stressig ist.

Also ich glaube auch Ratzinger sag mal die Schwerhörigkeit Gott gegenüber, also Gott klopft jeden Tag mehrfach bei dir an, aber wir sind halt oft so, haben irgendwie unsere Stecker im Ohr oder sind gerade bissig. Oder gerade auf dem Sprung. Und dann lassen wir ihn warten und so vergeht auch wertvolle Zeit, vielleicht manchmal und und glauben.

Spiritualität heißt ja auch Achtsamkeit, Aufmerksamkeit, ja liebevolle Aufmerksamkeit für das, was jeden Tag geschieht und was mich vielleicht da auch mit Gott in Verbindung bringt, das ist auch ein Training, ne, also dazu würde ich auch einladen, da gibt es ja auch viele Kurse, auch im christlichen Bereich, sagen wie, wie lebe ich eigentlich meinen Alltag, wie strukturiere ich ihn, wie bei ich, so kleine innen.

Rasseln auch ein für Gebet, aber einfach auch für Ruhe, innehalten und hören in mich hinein. Ja, Agostino sagt Ja, Gott ist mir innerlicher als ich mir selbst. Also wenn ich wirklich da so mal zu mir in meiner Tiefe, meiner Seele, meinem Herzen einen Zugang habe, bin ich nicht weit weg von Gott, ne, weil er da eigentlich am Präsentesten ist. Wir sind nur viel im Außen unterwegs, ne, so würde ich sagen, also aber ich denke die Chance ist immer wieder da und es gibt ja auch so Bewegungen auch in Europa. Wo gerade junge Menschen sagen, irgendwie reicht mir das nicht, ich hab das jetzt 2025 Jahre gehabt, ich war eigentlich schon in allen Ländern, ich hab schon alles ausprobiert, so what, was kommt jetzt noch?

Und dann ist der Schritt sagen, es gibt da noch ne andere Dimension hinter dem greifbaren und sichtbaren, das ist dann eigentlich gut möglich, wenn sie jemanden finden, der Ihnen da die Tür so zeigt, so würde ich sagen ne und? Ich glaub, das ist entscheidend. Jemanden finden, der einem die Tür zeigt. Ich meine, wenn wir jetzt hier in den Podcast reden und vielleicht hört ja zufällig jemand mal zu, der sagt, OK, glaub eigentlich nicht so an Gott, aber ja, ich nehm die Einladung an, aber mir kommt vor, dass diese Einladung Ladung von der Kirche nur noch selten ausgesprochen wird. Also selbst wenn jemand von selber auf die Idee kommt, irgendwo ne Bibel findet, anfängt zu lesen und dann in in ne stinknormale Gemeinde geht,

kommt mir vor, gibt es nur noch weniger Leute die. Und diese Einladung dann auch wiederholen würden. Haben Sie da eher Hoffnung aktuell, was die Kirche betrifft, dass sie es schafft wieder so ne Heimat zu sein und diesen dieser sichere Hafen zu sein oder ist es eher gerade ne Theorie was sie sein könnte, aber sie es gerade nicht ist?

Auf dem Feld der Kirche war jetzt vor Kurzem ein Evangelium, am Sonntag steht Unkraut und Weizen nebeneinander, so würde ich sagen. Also ich kenne das selber und hör auch immer wieder davon, natürlich Gemeinden oder auch Priester oder so, also wo wenig Inspiration ausgeht, die. Bisschen in Routine gefangen sind oder mit sich selber beschäftigt sind große strukturelle Veränderungen.

Kirchen werden geschlossen und so weiter also ist auch nachvollziehbar, dass manche so n bisschen kämpfen um ihren Claim und dann nicht so wach und aufmerksam sind für Leute die so mal reinschauen. Umgekehrt kenne ich einige Priester, aber auch sozusagen kirchliche Gruppen, also Alleinvereinigungen, in denen es anders ist, also in denen man bewusst einen Schwerpunkt setzt auf gemeinsames Gebet, auf gemeinsame Bibellektüre, Gebetskreise.

Kreise können einen Mitbruder im Bistum Passa, der eben auch mit ein Paar neu getauften und konvertierten so einen Glaubens und Gebetskreis einmal im Monat macht, weil er gesehen hat, die brauchen eben außerhalb der Pfarrgemeinde, der Gottesdienstgemeinde einen Ort, um sich über den Glauben auszutauschen, und das wächst. Also oft fehlt es n bisschen so am anfangen, dass manche denken, Ach, das bringt nichts und was soll ich denn jetzt noch machen, dazu aber wo, wo man dann mal so einen Raum hat, dann dann glaub ich hat wirklich spirituelle.

Kommt ja vom Geist Gottes, also der wirkt schon, da gibt es auch viele Beispiele, wo wenn einer mal anfängt, wenn er sagt, mich bewegt was, und so sind ja auch viele neue geistliche Bewegungen entstanden. In den letzten Jahrzehnten, dass sich n Paar zusammengetan haben, mal gebetet haben und dann kamen welche dazu, ohne dass sie die aktiv gerufen haben, weil sie der Geist dann hingeführt hat. Also beides und also die Kirche und das Reich Gottes, es war ja immer schon ein Hoffnungsunternehmen, das war noch nie etwas, was immer gut gelaufen ist, sondern was ich eben sempereformanda, sagt er, das Konzid die Kirche muss sich immer.

Verändern sie, muss immer wieder ihre Form verändern und auch neue Formen entwickeln. Und da sind wir jetzt mittendrin. Eigentlich ist es eine sehr spannende Zeit, dass eine bestimmte Gestalt von Kirche zu Ende gegangen ist. Muss man eigentlich ehrlicherweise schon sagen, und auf der anderen Seite neue Gestalten von Kirche, so so wie kleine Pflänzchen so Emporwachsen und und darauf zu schauen, und da gibt es also.

Eigentlich in jeder Gemeinde oder zumindest einem größeren so n Bereich gibt es da Leute die n privaten Gebetskreis haben. Die Wallfahrten gehen, die Miteinander in der Bibel lesen, die vor der Messe nach der Messe nach Rosenkranz beten whatever ja also die bilden sich dann einfach und das hat nicht immer nur mit dem Priester zu tun, der sollte dem zumindest nicht im Wege stehen, würde ich sagen, aber manche fördern das auch aktiv und dann ist irgendwie so n Spirit da, also wo dann auch wirklich neue dazustoßen. Zu können.

Also Ratzinger hat schon 1970 gesagt, die Zukunft der Kirche in Deutschland wird in kleinen geistlichen Gemeinschaften bestehen und, und das Holt uns jetzt ein, also das wir sind natürlich gewohnt, irgendwie so die Institution Kirche als Bollwerk, oder die ist immer erreichbar, ist immer jemand da.

Also das diese Erwartung werden wir vielleicht nicht mehr erfüllen können, aber trotzdem ist Kirche da also und Kirche wächst auch in dieser Form, die noch nicht vielleicht so sichtbar ist. Aber schau mal in deiner Nähe wo Christen zu finden sind, sprich mal wen an wenn du ne Idee hast und dann glaub ich kann einfach wieder was zu wachsen beginnen wir. Haben jetzt vorhin den Markt der unendlichen spirituellen Möglichkeiten und Praktiken und so weiter kurz angesprochen. Wäre es für die katholische Kirche sinnvoll, sich da auch groß aufzustellen?

Sozusagen? Mir kommt irgendwie vor, dass also jetzt vor allem im deutschsprachigen Raum, gibt es katholisch online noch nicht so wahnsinnig viel, und es ist jetzt aber auch ich kenn auch, aber auch jetzt keine einzige Geschichte, wo jemand sagt, also ich hab jetzt irgendwie angefangen zu meditieren und ich hab irgendwie angefangen.

Das könnte man noch nehmen, Eisbäder zu nehmen, weil da merke ich, hab ich irgendwie auch ne Grenzerfahrung und ich hab jetzt auch noch zusätzlich kürzlich angefangen den Rosenkranz zu beten und ich hab noch zusätzlich angefangen XY also wie als wäre eine katholische Praktik wie zum Beispiel der Rosenkranz. So losgelöst von der Kirche als eine Praktik, die sich irgendwie in der Gesellschaft etabliert hat, weil sie einfach gut tut. So sowas ist irgendwie kenne ich nicht, also vielleicht gibt es noch sowas wie Achtsamkeitsübungen, die wir natürlich irgendwie im im Kontemplativen haben, aber würden sie sagen, manche katholische Gebetspraktiken könnten sich dafür eignen, massentauglich zu werden, ohne dass man Teil der katholischen

Kirche ist? Also was mir spontan einfällt, sind eigentlich schon Wallfahrten. Das scheint schon etwas zu sein, wo Leute, die entweder also so mit einer normalen Glaubenspraxis nichts zu tun haben und vielleicht auch welche, die jetzt gar nicht aktiv zur Kirche gehören, mitgehen, weil sie ein bestimmtes Ziel haben, weil sie eine gewisse Dankbarkeit haben, weil sie eingeladen worden sind dort.

Zum Beispiel Jakobsweg oder so. Genau richtig. Ja ja, also das, das wäre ein Beispiel mit Gebetspraktiken, das ist natürlich so eine Sache in Rosenkranz zu. Beten, ohne es in Beziehung zu Maria oder zu Jesus zu haben, ist ein bisschen kurios. Allerdings würd ich sagen, ich hab jetzt mal ne Biografie über enomia Lasal gelesen, Jesuit, der viel in Japan war und eben versucht hat die dortige Meditationspraxis auch für das Christen und fruchtbar zu machen, da gibt es ne ganze Reihe solcher Leute im 20.

Jahrhundert, also dass man diese Übung der Stille. Gell, die Kontemplation eben, wie ich vorher gesagt hab. Gott ist der Innerlicher als du selbst. Also das ist glaub ich schon so ne Erfahrung, sozusagen über Religionsgrenzen hinaus und und also wenn man so wenn man und es gibt es ja auch schon verschiedene Exerzitienhäuser wo auch, so sag ich jetzt mal etwas freiere.

Gebetsformen miteinander geteilt werden, wo manche wirklich so auch ne Durchbruchserfahrung machen. Ne alte Lehrerin fällt mir ein, die gesagt hat, sie hat eben immer im Fernen Osten gesucht und hat dann dadurch, dass sie kontemplationskurse besucht hat, ist sie eigentlich katholisch erst geworden? Ja ja, also die hatte so n eher negatives düsteres Kirchenbild in 1500 60er Jahren vermittelt bekommen, hier in der Oberpfalz und hat sich davon distanziert, aber nicht von Gott und hat dann eben einen langen Weg so.

Kreise durch ne andere Religion auch gebraucht um dann zu sagen, jetzt weiß ich eigentlich wer Christus ist. Ne, dass man da in dieser Stille in der Tiefe, also das wäre jetzt etwas, wo ich auch Beispiele nennen kann, wo wo sagen wir mal das Christentum auch profitiert von so einer allgemeineren spirituellen Praxis oder Bewegung, Wallfahrt und Kontemplation, und dann gibt es natürlich andere Formen, auch die Eucharistische Anbetung bei Nightfever und so, das ist ja auch eine interessante Sache, die dann plötzlich gewachsen ist, auch im. Angeblich säkularen Deutschland seit 20 Jahren also unheimlich viele Gemeinden, Gemeinschaften pflegen das, und da kommen ja auch selbst mit der Eucharistie

Ungläubige in Berührung und und also sind begeistert, beeindruckt und so. Also insofern würde ich sagen, wir denken oft sehr von uns Menschen aus, ne, was was kommt gut an, was hat Erfolg, was sieht cool aus und so, das ist schon wichtig, also es ist so als als Einstieg, dass man die Leute auch irgendwie überrascht. Ich bin katholisch, du noch nicht oder so ne, also dass man sie n bisschen vor ihren Vorurteilen weglockt, das ist sicher so wichtig, aber zugleich ist es natürlich auch unersetzbar, dass sich der Einzelne dann auch auf so N-Weg macht und sich einladen lässt, gell? Und ich sag ja danke für die Einladung, ich komm dann später mal.

Also es braucht ja Gott spricht zur Freiheit des Menschen ja erzwing keinen, aber wir sollten Diener dieser Freiheit sein, ja, und den Menschen diese Tür offenhalten, und zwar nicht nur jetzt durch Programme, sondern einfach auch. Auch durch unsere unser Christsein. Das sollte irgendwie zeigen, wem wir glauben, wem wir nachfolgen.

Das ist eigentlich immer noch so die beste Missionsbotschaft, wenn Leute sagen, irgendwie sind die gut drauf da und und da gehen wir mal hin, also so, das ist schon glaube ich, so ein Bewusstseinswandel, dass Christsein Katholischsein kein Selbstläufer ist. So und dass es auch verschiedene Gesichter hat und haben darf, und da ist auch heute viel möglich. Die katholische Kirche hat ja einige oder viele Spiritualitätspraktiken auch, wie soll man sagen, auf die rote Liste gesetzt, so also bestimmte Dinge, die einfach einem eigentlich nicht so gut tun wie Esoterik, Sachen, Kartenlegen et cetera.

Und gleichzeitig hab ich jetzt schon ganz oft gehört, während ich in meinen verschiedenen Orten, wo ich in der für Diözesen gearbeitet hab, rumgekommen bin, dass beispielsweise das Allgäu. In der Nähe bin ich aufgewachsen, das ist fast selbstverständlich, dass die Katholiken oder viele Leute, die noch sonntags in die Kirche gehen, dafür berühmt sind, esoterische Praktiken irgendwie zu zusätzlich zu leben oder so, dass das im Allgäu ganz normal ist, sondern in den Bergen vielleicht bisschen Schamanismus und so noch, und dass die da ganz offen sind.

So wie, als hätten die das nicht gehört oder noch nie gehört, dass das eigentlich nicht zusammen geht. Und mir kommt vor, dass es auch wieder n Zeichen dafür ist, dass man, selbst wenn man Katholik ist oder ich sag, ich sag jetzt einfach mal, wenn man getauft, katholisch getauft ist, dass man nicht gefeit ist vor diesem, ja, wie soll man sagen, Flirt?

Mit den unterschiedlichen Spitalitätsformen und auch den unterschiedlichen Religionen. Also wenn ich mir jetzt, wenn ich mir, wenn es mir jetzt gerade schlecht ging, gingen gehen würde und ich würde irgendwie auf youtube mal suchen nach einer Lösung jetzt für meinen, dass es mir schlecht geht und da kommt jetzt jemand, der mir wirklich überzeugend verkaufen möchte, dass ich jetzt ab sofort Buddhist werden sollte, weil dann finde ich mehr in meine innere Ruhe und so weiter na dann würde ich das wahrscheinlich schon ausprobieren. Also ich jetzt nicht mehr, weil mittlerweile bin ich eigentlich auch ganz ruhig und zufrieden mit meinem katholischen Glauben. Aber gab es in in ihrem Leben mal ne Zeit wo sie mit solchen Sachen geflirtet haben, wo sie

gesagt haben, ah das könnte man schon mal ausprobieren oder? Ah das wär schon mal interessant, oder? Ah da ist ja eine Praktik in einer anderen Religion, die ich schon spannend finde und ausprobieren möchte. Also aus eigener Erfahrung kann ich da wenig beitragen. Mich haben zwar übersinnliche Phänomene, so würde ich sagen, schon interessiert, aber nicht so, dass ich dann irgendwelche Geister hätte beschwören wollen oder sowas, da war ich immer zu ängstlich für solche Dinge, vielleicht auch für andere, das so selber auszuprobieren und umgekehrt hab ich, ich hab das schon auch als als Theologiestudent, als junger Priester hab ich gespürt, so n gewisses Erfahrungsdefizit ja im Studium, auch in der Ausbildung, im Priesterseminar, das waren

doch. Eben bestimmte Gebetsformen, die ich eh schon kannte, die da gepflegt wurden. Und deswegen hab ich zum einen ne Vorbildung gemacht in geistlicher Begleitung bei einer charismatischen Gemeinschaft. Also da hab ich zungenrede geisterfahrung tauferneuerung auch Absage an das böse und so weiter erlebt.

So und das das hat mich eigentlich überzeugt, dass eigentlich in unserem Christentum, man muss nur die Paulusbriefe lesen, also da geht schon die Post ab, ne, also die lebendige Geisterfahrung, die auch die Geister scheidet. Aber die mich auch selber, also zu neuen Formen auch des inneren Lebens, auch des Gemeinschaftslebens führt, da muss ich gar nicht woanders rum schnuppern.

Ne, also das war mal das eine, dass ich relativ früh mich da drum gekümmert habe, weil ich tiefer reingehen wollte und dann zum anderen hab ich auch meine Doktorarbeit über christliche Mystik geschrieben, spanische Mystik, dunkle Nacht. Und diesen kontemplativen Weg der Reinigung, der Erleuchtung und der Einigung mit Gott mal so exemplarisch mir angeschaut und also davon zehre ich ne und da würde ich sagen, da ist das Christentum wirklich für mich immer noch faszinierend, dem eifere ich nach. Ich mein, ich hab vielleicht ne Handvoll echte Gotteserfahrungen gemacht in meinem bisherigen Leben, das reicht aber auch ne, die Musiker haben auch nie Erfahrungen gesucht, sondern wollten einfach Gott zur

Verfügung stehen und dann haben sie deswegen hin und wieder so als kleines Zuckerl sozusagen. Sozusagen ne Erfahrung geschenkt bekommen aus seiner Gnade und nicht weil sie so toll und heilig und mutig oder so waren. Also das war ihnen immer klar, das hab ich bei denen gelernt, ne worauf es letztlich ankommt.

Und, und es ist auch diese Mystik des Alltags eigentlich was Schönes, das so, wenn ich mein Leben bewusst lebe, wenn ich auch in meinem Leib bewusst zu Hause bin, wenn ich Begegnungen mit Menschen bewusst auch annehme, da tut sich was, also da brauch ich jetzt keine riesen esoterischen Sachen oder so, umgekehrt will ich ein bisschen warnen, also ich hab es wie gesagt selber nicht in eigener Haut erlebt, aber so in Gemeinden wurde mir auch manchmal gesagt, die Leute selber sind da oft bisschen scheu.

Dass es nicht ohne ist. Ich kenn das auch vom Land in Niederbayern, das nicht nur im Allgäu, sondern auch woanders, dass Leute so n bisschen auf heilende Steine, bestimmte magische Rituale, Astrologie, mein Horoskop. Wahrsagerei, Handlesen, irgendwo kommt man dann hin. Früher gab es mal Tische, Rücken hat mir jetzt wieder ne alte Bekannte im Rottal erzählt, gab es mal so ne Phase?

Darf ich kurz fragen? Was hab ich noch nie gehört? Na ja, dass man also also versucht, mit dem Jenseits Kontakt aufzunehmen und dann, je nachdem wie das gemacht wird, ist verschiedene Methoden so n Alphabet und dann rückt also entweder ein Glas oder der Tisch rückt und sagt Ja oder Nein oder sowas und da öffne ich natürlich unter Umständen schon ein bisschen das Tor zu einer Geisterwelt, die.

Es ja gibt auch nach Paulus. Also es ist ja keine Erfindung, die Kirche ist da eher zurückhaltend, wie um das genau zu beschreiben, aber also das ist auf jeden Fall n holzweg ne also und man man fühlt sich da als Mensch vielleicht gerade heute, weil man sehr selbstbestimmt ist, oder vielleicht weil man wenig Ahnung hat von diesen ganzen Dingen, begibt man sich schnell aufs Glatt, also der in Gefahr ne, dass dann irgendeine Unruhe entsteht, was Negatives plötzlich dann da ist, und das will man ja nicht, man meint ja, man ist der Chef, ne man macht sich diese Geister dienstperson.

So wie Goethe sauberlehrling und dann plötzlich hört der Besen nicht mehr auf und macht mir mein ganzes Haus kaputt, ne, also insofern, das hab ich jetzt mal kürzlich wieder gelesen, dieses Gedicht, das ist wirklich toll, hab es in der Predigt zitiert, gell, weil ich mir dachte, das muss man mal so sagen, also die Geister die ich rief werd ich nicht mehr los also das ist das eine und dann auch damit zusammenhängen weiß ich ein paar Beispiele, dass Leute, die eben dann so mehr auf so Naturheilkräfte und so weiter vertraut haben, einfach auch nicht mehr in Gottesdienst gingen.

Also es war wirklich dann eine Art Konversion. Wechsel von der Religion und das jetzt bewusst das gemacht hätten. Aber dann haben Sie sich doch mehr verlassen mehr ihr Vertrauen, ihren Glauben gesetzt auf so weltliche Dinge. Die es natürlich gibt. Wir wissen Hildegard von Bingen und bei anderen Mystikern ist das auch so, die haben natürlich eine tiefe Schöpfungsspiritualität gehabt und auch gewusst um die Heilkräfte von verschiedenen Dingen, aber als Geschenk Gottes, sie haben das nie getrennt von Gott und sind natürlich weiter zu den Sakramenten gegangen und da glaub ich, sind wir heute, weil wir weniger wissen, weil wir weniger tief verwurzelt sind, auch im Glauben, leichte Beute

sowohl für Scharlatane, die einem irgendwas einreden und ganz schön abkassieren, als auch tatsächlich, dass wir uns bisschen in Gefahr begeben, irgendwelche geistigen. Kräfte zu rufen und meinen, wir verfügen über sie und in Wirklichkeit haben dann die irgendwann mal das sagen. Also insofern würde ich da warnen davor und zugleich ein Plädoyer ablegen, wir haben ganz viel Erfahrung in unserer eigenen Glaubenstradition, also da die heiligen Biografien, also da, die sind ja voll davon, von solchen Phänomenen.

Und und die, die Geschehen, auch heute. Also das ist nichts, was im Mittelalter ist, sondern der Geist Gottes, der kann wahnsinnig viele Menschen bewirken, seine Gaben reich entfalten, wenn wir uns ihm wirklich öffnen und das Ganze in einer ganz normalen kirchlichen Weise auch leben, gell, und dann sind wir wirklich da, unheimlich reich beschenkt. Ich hab kürzlich jemanden kennengelernt, der also schlussendlich ein Leiden hat, nämlich die Person möchte gerne schwanger werden.

Und in so einer Leidensituation versucht man natürlich irgendwann alles und mir kommt vor, dass die Leute vor allem in solchen Leidensituationen, in in Momenten von Orientierungslosigkeit, also nicht nur irgendwie Neugierde. Schauen wir mal, ob die Steine funktionieren, sondern vielleicht eher Ängste oder Schmerz, dass irgendwas nicht vorangeht, vielleicht sogar der Wunsch, irgendwie noch was tun zu können, um an der Situation was zu ändern, und dann?

Zu Praktiken gehen ja jetzt, jetzt lass ich mir mal von der Kartenlegerin sagen, wann ich vielleicht hoffentlich schwanger werden kann oder ich lass mir sagen von einem Geist, einem Medium, einem, was auch immer meinem beschützenden Heilstein, den ich um meinen Hals trage und so weiter, so dass ich noch irgendwie selber was in der Hand hab und selber was machen kann und vielleicht noch nicht mal abhängig bin, dann dadurch von irgendwelchen großen Institutionen wie jetzt der Kirche zum Beispiel, und gleichzeitig ist es aber so schade. Weil die Leute gar nicht mehr auf die Idee kommen, die Kirche zu fragen oder gar nicht mehr auf die Idee kommen, zu beichten zu gehen oder gar nicht mehr auf

die Idee kommen, zu beten. Und das ist irgendwie, irgendwie ist es echt schade, Leute werden irgendwie immer spiritueller, kommt mir vor, aber immer orientierungsloser. Ja, also das ich kann das auch gut nachvollziehen, dass Menschen in so Notsituationen gerade Krankheit auch. Gell oder so was nach jedem Strohhalm greifen und was sie eben sonst vielleicht nicht täten und eben vielleicht wenig Zugang haben. Jetzt keine geistliche Begleitung haben oder keinen Priester, dem sie vertrauen oder sonst jemand, der da so ein bisschen erfahren ist.

Da sind sie auch allein gelassen und dann sozusagen das nächstbeste, werden sie sich dann suchen. Umso wichtiger ist es, dass wir da gut mit den Menschen in Verbindung stehen. Ich hab auch da schon alle möglichen Formen von Segnungen und so weiter gemacht. Auch vor der Geburt und gerade weil sie gesagt haben, Gebet auch, dass dieser Gebetschatz der Kirche, also dass man Nuvenen betet für ein bestimmtes Anliegen, eine Messe feiern lässt, für bestimmte Anliegen, also sich mit der Kirche verbindet, auch ja, oder in einer generalbeichte mal so reinen Tisch man so, ich möchte das von meiner Seite.

Nichts entgegensteht in meiner Partnerschaft oder sowas, je nachdem um was es geht. Das ist glaube ich schon etwas was, was wir heute wieder den Leuten sagen nahebringen sollen, dass es da viele Hilfen auch gibt, ja, also die, die jetzt nicht nur gut tun, weil ich das eben mache, also dann komme ich auch ne gewisse Aktivität und bin ich völlig passiv dem ausgeliefert, aber zugleich, ich mache es nicht alleine, gell oder vertraue nicht irgendeinem Medium oder einem Wahrsager, sondern ich geb mich in die Hand Gottes.

Mit meinem Leben, gell und und Gott ist mir in jeder Situation nahe, gerade auch im Leiden. Und aber das kann ich nur erfahren, wenn wenn ich mich auch ihm anvertraue, ist eine Beziehung, die da besteht, die braucht beide Seiten, gell, Gott ist nicht so, dass ich schnippe und sag, jetzt hätte ich mal gern was, also ist ja kein Automat, sondern er ist genauso frei wie wir Menschen frei sind und drum auch da.

Eigentlich würde ich mir oft wünschen, zum Beispiel beim Schriftenstand in den Kirchen, wo ich da so Rumkomme, gucke ich immer, was auslegt, manche sind gut. Manche haben auch zu diesen Dingen, also so Novenen oder für bestimmte Anliegen Gebete, auch Herz jesulitaneien solche Dinge. Es war früher ja in der normalen Bevölkerung verbreitet, ne, die hatten ja Gebetsbuch ihren Schott dabei, haben es auch hergenommen, benutzt und und haben dann einfach sich in dieses Gebet auch fallen lassen können in allen Lagen früher war das Leben ja auch nicht leichter als heute ne und haben da ihren Halt gefund, der heute vielen fehlt und der heute dann auch viele bisschen versuchbar macht nach allem möglichen zu greifen,

aber umgekehrt. Da wieder drauf hinzuweisen auf eine jetzt nicht aufdringliche Art, aber vielleicht mal darüber zu predigen, eben was auszulegen, dass Leute, die zufällig in die Kirche kommen, eine Kerze anzünden in einem Anliegen, das machen eigentlich immer noch viele, viele, dass sie sagen, ah, da liegt ja irgendwas, da könnte ich ein Gebet mitnehmen, oder also, da sind wir manchmal ein bisschen zu wenig erfinderisch oder denken, ja, wir wollen jetzt da keinem irgendwie zu nahe treten oder so, aber die können ja eh das liegen lassen, wenn sie es nicht wollen, aber da solche solche Orte, wo. Menschen heute noch in der Kirche sind. Also es gibt wirklich so eine Kerzenspiritualität zu sagen, da biete ich denen doch gleich mal

was an, um dann noch ein bisschen weiter zu kommen, also wenn wir das noch ein bisschen mehr nutzen, dann tun wir einfach den Menschen auch einen Gefallen, glaube ich. Also dieser Punkt, den Sie jetzt gerade gesagt haben, wir wollen den Leuten nicht zu nahe treten, wir wollen Ihnen irgendwas anbieten, wir. Das ist schon mal richtig gut.

Ratzinger hat gesprochen von der Diktatur des Relativismus, also sozusagen nur ganz vorsichtig den Leuten was anbieten, weil ansonsten wird man vielleicht als intolerant abgestempelt, weil wer bin schon ich oder wer ist schon die Kirche, die jetzt den Leuten sagen kann, diese Praktiken sind gut, und diese Praktiken sind ehrlicherweise nicht gut für dich, ich konfrontier dich jetzt mit unserem Wahrheitsverständnis.

Was hat was hat Ratzinger damit gemeint? Ja, mit dem Relativismus und mit der Diktatur des Relativismus und was sind da auch, also was ist das große Problem dahinter? Dieses Wort von der Diktatur des Relativismus hat er in seiner Predigt vor der Papstwahl, aus der er dann als Papst Benedikt hervorgegangen ist, geprägt. Er hat aber schon auch in den Jahren vor das immer mal wieder in den Mund genommen, seit den 90er Jahren, eigentlich hat er das so wahrgenommen, es war ja vorher der Kommunismus und. Die westliche Demokratie, sagen die 2 großen Lager Ost und West. Und nach dem Fall des Kommunismus, sagt er, war dann plötzlich ein geistiges Vakuum da, ne politisch, aber auch geistig.

Also, woran soll man sich orientieren, diese großen Ideale, die damit verbunden waren, eine klassenlose Gesellschaft so, die sind offenbar nicht gekommen. Der Liberalismus allein ist auch nicht, also hat man sich geeinigt. Eigentlich gibt es gar keine Wahrheit oder gar keine richtige Politik, sondern das muss man immer wieder neu aushandeln, und das hat sich dann eben verbunden auch mit einer starken wirtschaftlichen Orientierung.

N starkes Fortschrittsdenken und das sind also mehrere Linien, die da so zusammenkommen, dass dieser Relativismus, der schon immer so ne Spielart war, eigentlich seit der frühen Neuzeit, dass man also nicht mehr den Absolutheitsanspruch des Christentums unterstützen wollte, sondern sagt, es gibt.

Gibt ja auch andere Religionen, andere Völker hat man ja dann auch durch die Entdeckung Amerikas und so weiter gesehen. Also das Weltbild hat sich verändert und dann war das scheinbar nicht mehr so leicht zu sagen, es ist nur ein Erlöser, Jesus Christus außerhalb der Kirche gibt es kein Heil, alle müssen getauft werden, sonst landen sie in der Hölle und so also die, das steht ja im Hintergrund so diese Neuzeit Geschichte, aber Ratzinger kritisiert nicht, dass man sagt, OK, mein Standpunkt als Mensch ist immer relativ und bedingt. Ich verlass mich drauf, dass der Glaube der Kirche eben einen überzeitlichen Standpunkt garantiert. Und deswegen kann ich mich dem anschließen. Aber das ist dann nicht mein

Glaube, sondern der Glaube der Kirche, den ich da annehme, aber er hat eben von der Diktatur gesprochen und gesagt, der Relativismus möchte eigentlich jetzt so eine Art neue Religion werden, die eben andere Wahrheitsansprüche nicht toleriert und eigentlich aber damit selber sagt, mein Anspruch nämlich, dass alles relativ ist, ist natürlich schon der Richtige, also insofern ist der Relativismus schnell zu.

Entlarven, weil er in einem Selbstwiderspruch ist. Der müsste dann alle anderen Weltanschauungen ja auch tolerieren, wenn alles relativ ist und könnte sich nicht absolut setzen. Aber Ratzinger hat eben, wie sie gesagt haben, vor allem das mit der Wahrheitsfrage verbunden. Also wenn wir Menschen nicht mehr sicher sein können, nicht mehr die Gewissheit haben können, dass es Wahrheit gibt und dass wir diese Wahrheit erkennen können.

Dann ist eigentlich alles erlaubt. Ne. Ohne Gott ist alles erlaubt aus Dostojewski. Also das sehen wir auch heute, die Debatten über Abtreibung, Leihmutterschaft, Euthanasie, also diese ethischen Fragen, die sich dann ergeben, die kommen einfach zu keiner Lösung, wenn ich diese Grundfrage nach der Wahrheit des Menschseins, ne, dass der Mensch Gottes Ebenbild ist und dass er Jesus Christus, dem neuen Menschen, den Erlöser hat, der ihm endgültiges Heil schenken will und schenken kann, also wenn wir uns davon abkoppeln, sagen, Na Jesus.

Ist es bald einer, der Gott bezeugt hat oder so was? Das wäre zu wenig. Ratzinger sagt nur, Gott genügt dem Menschen, nur Gott beantwortet letztlich die Frage, die der Mensch in seinem Wesen trägt, und drum ist es eine sehr grundsätzliche Frage, nicht nur ne philosophische Frage, ist es Relativismus oder so was, sondern es ist wirklich die Frage nach Leben und Tod, könnte ich sagen, also können wir Menschen wirklich darauf bauen, dass dass unser Leben einen Sinn hat, dass unser Leben eine Berufung Berufung hat?

Oder ist es einfach nur ein Konstrukt? Sind wir dann denkende Tiere oder so was? Ja, also dann bleiben wir nur auf diese Welt, auf dieses Leben konzentriert und alles übernatürliche, Göttliche wird dann ausgeklammert und drum hat er eben bewusst, man hat ihn das oft kritisiert, Diktatur gesagt, ist ja doch ein sehr hartes Wort, oder ein Vorwurf, aber er wollte eben das Bloßlegen zu sagen, ihr, ihr verengt das, ihr lasst nichts anderes mehr zu und und das wird. Menschen nicht gerecht also es ist eigentlich eine Aussage als Anwalt des Menschen, seiner Freiheit, seiner Berufung, dass wir dieses Tor eben nicht schließen dürfen, weil dann wird die Welt irgendwann unerträglich, ich. Würd gern noch n bisschen bei

dem Thema Relativismus bleiben, weil man könnte ja, obwohl wir schon relativ viel gesagt haben, so n bisschen darüber stolpern und sagen, na ja, das ist wieder irgendwie so n theologisches Wort, oder das ist die die Akademiker, die sollen mal da irgendwie n bisschen drüber reden. Aber es ist so alltäglich. Also wir sind ja schon so durchzogen oder so geprägt von von dem Relativismus ist gleich, alle Dinge sind gleich gut, oder das ist ja Relativismus, alle Dinge sind gleich gut oder gleich wahr oder wie auch immer.

N klassisches Volksding ist. Jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden, so deine Wahrheit ist, muss nicht unbedingt meine Wahrheit sein, du hast deine Wahrheit. Also das ist ja eigentlich total verbreitet und nicht nur total verbreitet, sondern total akzeptiert. Also man wird ja ja heutzutage als intolerant abgestempelt, wenn man eine eigene Meinung vertritt und vielleicht sogar sagt, ja, das ist aber die richtige Meinung und also das ist ja der klassische gesellschaftliche Diskurs, wie als wäre die heutige Toleranz die eigentliche Intoleranz also oder andersrum, also. Wie kam das, dass das sich so in die Gesellschaft reingefunden hat?

Also das hat glaub ich eben auch seine Wurzel. Also so beschreibt es auch Ratzingen der Einführung in das Christentum, so wie sich die Neuzeit entwickelt hat, dass da verschiedene geistige Strömungen zusammenfließen, sicher Aufklärung. Also die eigene Unmündigkeit abwerfen, sich selbst bestimmen, die eigene Freiheit, die eigene Autonomie entdecken. Immanuel Kant und seine Schüler dann kommt eben Karl Marx dazu, der das Ganze also gesellschaftlich durchdenkt und sagt, frei kann es eigentlich nur in einer Klassenlosen freien Gesellschaft geben, also Kant ist ja mehr beim Einzelnen und Marx dann bei der Gesellschaft.

Und zugleich können wir aber das selber herbeiführen. Ja, mit politischen Mitteln diese freie Gesellschaft im 20. Jahrhundert gab es zwar dann 2 Stopps durch die 2 Weltkriege, da hat sich das ganze bisschen durchmischt, aber wir leben doch jetzt seit dem Zweiten Weltkrieg in Europa in einer langen Zeit des Friedens, des Wohlstands, des Fortschritts, und das möcht ich fast sagen, tut uns nicht gut, sondern das führt eben dazu, dass eben heute eine fast. Nicht zu hinterfragen, nämlich zur Durchbrechende Überzeugung. So verbreitet ist eben, dass wir das selber regeln können und dass auch jeder sozusagen den anderen akzeptiert, so wie er ist, und man solchen Konflikten möglichst aus dem Weg geht, und das sind auch wir als Christ

natürlich zunächst mal Teil dieser Gesellschaft, und ich will vielleicht noch dazu sagen. Wir haben natürlich auch in der Kirche durch verschiedene Entwicklungen, Missbrauchsskandal und so weiter noch einmal gesehen. Auch unsere Ideale sind Missbrauchbar, gell, können verzerrt werden, können falsch gedeutet werden, Machtmissbrauch, geistlicher Missbrauch, solche Dinge werden ja gerade zurecht auch diskutiert.

Und das ist übrigens auch bei Ratzinger gibt es jetzt einige Vorträge, wo er ziemlich hart mit der Kirche ins Gericht geht, mit bestimmten Tendenzen, so entweder nur mit sich selber zu tun haben zu wollen oder eben andere abzuwerten, statt zu sagen, auch in ihnen ist Gott gegenwärtig, auch ihnen soll die Botschaft der Liebe Gottes ja zugute kommen, also das hat er immer n bisschen hinterfragt, dass wir auch als Kirche sozusagen im Dienst der Wahrheit stehen und nicht die Wahrheit selbst haben, ja, sondern ihr dienen sie verkünden.

Finden aber sie eben auch leben sollen. Ja, also so würde ich sagen, ist es jetzt nichts, gibt dieser Wahrheitsanspruch etwas, was wir als Kirche der Gesellschaft einfach so aufpfropfen oder so vorsetzen, sondern wir versuchen, uns selber daran zu orientieren und dadurch die Menschen sozusagen zu einem tieferen Nachdenken zu führen, weil wo ich halt immer auf die Wahrheitsfrage Gestoße, sind ja auch junge Leute, die nach Partnerschaft, Beziehung, liebe, ehe suchen, also wie kann ich mich auf einen anderen verlassen, gibt, gibt es ein gemeinsames Projekt oder kann das nur? So für n bestimmten Abschnitt gelten und wenn der andere dann sagt, nee, ich möchte jetzt irgendwie mich noch mal selber finden, dann ist es wieder

vorbei. Also diese Verunsicherung, die schwingt glaub ich da auch schon mit. Wenn es keine Verlässlichkeit mehr gibt, und wir müssen uns glaub ich schon auch wieder selber einen Weg zu dieser Wahrheit bahnen. In Ratzing hat das immer über Beziehung, eigentlich sozusagen, also Beziehungen unter Menschen, die Tragen eigentlich Wahrheit in sich, ja, dass ich den anderen wirklich erkenne, wenn ich ihn liebe und ihm auch sozusagen etwas gutes Wünsche. Die Wahrheit ist ja auch mit dem mit dem guten und dem Schönen verwandt in in unserem Denken, also dass es den Menschen groß macht, die Wahrheit und eben.

Bin nicht, wie man heute oft denkt, dass wir dann irgendwie so eingesperrt sind in ein System und da müssen wir alles glauben und alles machen und alle Vorschriften, sondern es geht darum, dass ich selber noch mal mein Leben in seiner Größe, auch in seiner Verantwortung sehe und dass ich eben dieses Projekt zusammen mit Gott angehe.

Ja, das ist also dieser, dieses völlig auf mich bezogene Durchbreche und einen neuen Weg anfange, also Wahrheit auch wieder als einen Weg, gell Jesus sagt, Ich bin. Ich bin die Wahrheit, aber ich bin auch der Weg und das Leben, das gehört. Diese 3 gehören zusammen bei ihm und auch bei uns und drum bedeutet es auch, dass ich Wahrheit immer, also immer mehr hineinwachse, aber sie nie eben ganz erfassen kann, ja, weil sie einfach viel größer ist als ich und wir würden uns um diese Entdeckungsreise bringen, wenn wir sagen, Wahrheit ist was für andere oder war früher und heute ist alles relativ, also das wäre eine starke Verkürzung, und eigentlich macht es den Menschen nicht froh, ja, das sieht man,

glaube ich. Ich heute auch. Wir haben ja heute so viele Möglichkeiten, Freiheiten, also ich sehe viele Leute mit sehr ernstem Gesicht oder viele erschöpfte Leute auch, wo ich mir denke, wenn du einfach so dich mal hinsetzt und mal versuchst, so mit Gott in Kontakt zu treten, dann hättest du wieder so n bisschen deine Mitte gefunden und könntest du auch dein Leben insgesamt vielleicht besser bewältigen, gell, zumindest ist es eine Einladung an uns. Das mit der Lebensbewältigung ist wirklich entscheidend. Also ich, ich stell mir vor, ich mein es, mir geht es ja persönlich selber schon so, obwohl ich jetzt Teil der Kirche bin.

Mir mir kommt vor die mir unglaublich viel Orientierung und nen Rahmen in den Lebensrahmen bietet, der den von dem ich völlig überzeugt bin, also wo ich auch glücklich bin der der mich auch immer wieder anfragen darf, aber jemand der das nicht hat also ich bin jetzt schon so lange raus, dass ich mich mir das gar nicht vorstellen kann mehr wie das sich anfühlen muss, aber jemand der diesen Rahmen nicht hat.

Und der sich die Frage stellt, Na ja, wie werde ich eigentlich glücklich? Jetzt wiederhole ich mich vielleicht, dass er die Frage kam n bisschen am Anfang schon, aber aber der ist ja, also wie soll der denn entscheiden, was ihn jetzt glücklich macht, er musste ja das alles ausprobieren, aber er kann es ja nicht zu bis zum Ende ausprobieren, weil da würde er nicht fertig im Leben, das heißt er muss irgendwie seine Karte, seine Karten auf eine Sache setzen. Und da mal durchgehen, aber gleichzeitig mit mir Komfort gibt es gar keine Kriterien mehr, anhand man entscheiden könnte.

Ah, ich werde jetzt lieber Buddhist, weil das führt mich wirklich dahin, oder ich, ich werde lieber christwalter und ich werde lieber Moslem oder was auch immer ich werden könnte, immer mit der Sehnsucht nach Orientierung im Leben, nach Glück, nach Frieden, innerem Frieden. Aber der Markt der Welt ist so riesig und es gibt kaum noch Kriterien zu unterscheiden, was das jetzt denn das eigentliche ist. Was würden Sie sagen, sind so Kriterien, wo man ein Mensch sagen könnte, anhand von dem kann ich erkennen, dass da mehr Wahrheit drin stecken muss als bei etwas anderem. Also ich würde auch sagen, das ist nicht nur eine theoretische, sondern eine praktische Frage.

So wie ich auch vorher schon Ratzinger zitiert habe. Probier mal aus, ob es Gott gibt, mach mal mit, so würde ich auch sagen, da geht es jetzt auch für mich noch mehr um ein Lebenskonzept. Also dass ich mal ausprobiere, wie man als Christ lebt. Natürlich muss ich da mir auch ne Gemeinde oder Leute suchen, die so wirklich auf dem christlichen Weg unterwegs sind und also die Nächstenliebe praktisch werden lassen, denn ich glaube, das ist die diese Erfahrung, sich zu verschenken und in diesem verschenken sich selber eigentlich noch einmal neu zu erfahren und auch auch Glück zu finden, das ist auch so die urerfahrung Jesus lebt für andere ne, es ist der, der ganz für andere da war, das ist

eigentlich der christliche Weg, ja. Und viele suchen eben Glück für sich selber. Zunächst mal vielleicht noch für Partner, Partnerin zusammen, aber dass ich eigentlich immer mit jedem Menschen so n so N-Weg gehen kann und durch kleine Geste im Alltag oder in meiner Nachbarschaft oder wo auch immer mal anfangen kann, ihnen als Christ zu begegnen und dann ändert sich auch in meinem Leben was, dann verändern sich auch für mich noch mal die Kriterien, an denen ich Glück Messe, denn das würde ich sagen, ist heute sehr individuell, also was man eigentlich unter Glück versteht, Jesus sagt. Sagt der Johannes Evangelium, meinen Frieden gebe ich euch nicht, wie die Welt ihn gibt, gebe ich in euch, und das war für mich auch so ein aha

erlebnismal also er sagt zwar Friede, aber es fühlt sich wahrscheinlich anders an, als was ich zunächst mal unter Frieden, also heißt, lasst mich in Ruhe, ich chill mal oder was ja, also genau das ist ja nicht gemeint, es ist was aktives, weil die Liebe was aktives ist, also die Liebe, das ist auch bei Ratzinger seine erste Enzykliker, die aus Caritas ist.

Gott ist die Liebe, das ist sozusagen eine Überzeugung, die er schon ganz lange in sich trug. Also kein Zufall, dass er das so zum ersten Schlüsselwort seines Pontifikats gemacht hat, weil eben die Liebe, die uns Gott in Jesus Christus geschenkt hat, wirklich der Schlüssel ist zu einem anderen, neuen Menschsein, das uns wirklich erfüllt, das uns wirklich glücklich macht, und zwar langfristig und dauerhaft, so aus der Tiefe heraus erfüllt.

Während eben das Glück heute oft so im im Äußeren gesucht wird und deswegen sehr kurz ist, auch sehr flüchtig ist und dann wieder was Neues irgendwie nachgeschoben werden muss. Also ich würd da auch da einladen, mach dich mal n bisschen auf dem Weg, jetzt gar nicht eben theoretisch, sondern leb mal womit ich mein es gerade Klöster sind in unserer Zeit auch wieder so anlaufspunkte, weil halt da wirklich geistliche Menschen im Gebet zu finden sind, dann kann ich mal.

Was macht ihr denn für andere, für Obdachlose, für Alleinerziehende, für ausländische Mitbürger? Da gibt es ja ganz viele Sachen, wo ich sag, da, ich möchte es mal erleben, also weil wie gehen Christen mit ihnen um, was ist ihr ideal von Menschsein und also mir geht es immer wieder so, zum Beispiel, wenn ich krankenbesuche mache oder alte oder sterbende Besuche, also da bin ich der Beschenkte, nicht die, weil ich mich da ne Stunde hinsetz, sondern solche existenziellen Situationen zu teilen, wirft noch mal einen ganz anderen Blick auf das eigene Leben und macht mir auch.

Den Geschenkcharakter meines Lebens immer wieder neu bewusst. Es ist vergänglich, es ist endlich, und gerade deswegen ist es sehr kostbar, gell? Also, so würde ich sagen, Glück als etwas, was in der Begegnung mit anderen eigentlich wächst und sich ereignet, das ist so der christliche Gedanke, und das ist, glaube ich, schon das was. Viele Menschen letztlich suchen aber sie sie. Sie sehen so nicht eben die Tür, um da reinzugehen und sagen ja, die Christen haben irgendwie komische Vorstellungen, aber man muss es mal ausprobieren und dann glaube ich, hat man plötzlich n anderen Blick drauf jetzt. Haben Sie.

Jetzt haben Sie super Werbung gemacht für den Weg, den man in ins Christentum reingehen könnte. Aber das, was sie jetzt gerade gemacht haben, macht er versucht ja jede Religion. Es ist glaub ich jetzt hab ich mal gehört, keine Religion so missionarisch wie wir im Sinne eines Hey, ich möchte dich von meiner Sache überzeugen, aber doch an doch versuchen irgendwie alle Religionen einfach attraktiv zu sein, weil sie überzeugt davon sind, dass das was sie haben die Wahrheit ist. Oder das, was Sie haben.

Der Weg zum Glück ist oder zum Frieden oder was auch immer. Und jetzt, wenn ein junger, eine junge Person, die vielleicht überhaupt nicht mehr sozialisiert wurde, weder christlich noch anders, religiös oder spirituell vor dem Markt der Möglichkeiten steht, dann wirkt es wie gleichwertige Angebote, weil die Person keine Möglichkeit hat, irgendwie zu unterscheiden, warum sollte ich mich jetzt gerade dafür entscheiden und nicht dafür dafür und nicht dafür.

Und das ist ja quasi dieses ja, alle Religionen sagen so, hey, wir sind der Weg zu Gott, Benedikt hat ja mal gesagt, es gibt so viele Wege zu Gott, wie es Menschen gibt, und doch hat er gesagt, Na ja, der Pluralismus oder diese Vielzahl an Religionen, die sind nicht alle gleich, was aber eine, also ne riesige Aussage ist eigentlich eine.

Fast fast, man könnte fast sagen intolerante Aussage. Ja das das das ich bin überzeugt, so dass unser Ding halt das Richtige ist. Warum genügt Benedikt es nicht das zu sagen? Alle Religionen führen eh irgendwie zu Gott. Also er hat sich ja eben schon als Theologe mit den verschiedenen Weltreligionen, besonders Hinduismus und Buddhismus beschäftigt, weil das musste ja die Studenten unterrichten in Freising und in Bonn. War natürlich noch vor dem Konzil, aber er hat natürlich später auch diese Länder bereist. Das Kardinal also schon auch Erfahrung mit diesen Religionen gesammelt und er sagt eben allein aus religionswissenschaftlicher Sicht, also wenn ich Religionen beschreibe, muss man

unterscheiden zwischen den 3 monotheistischen Religionen Christentum, Judentum und Islam und eben den anderen, vor allem asiatischen Religionen. Es gibt auch noch Naturreligionen und so. Also weil es das Gottes und Menschenbild ist da ein anderes, ne. Also wenn sich Gott geoffenbart hat, wenn Gott auch seinen Willen mitgeteilt hat, dann ist es noch mal ne andere Herausforderung mit dieser Religion zu leben, als wenn eben eben Hinduismus, Buddhismus, shintoismus, also es gibt da unterschiedliche Arten, natürlich auch das würde jetzt zu weit führen, da die missionieren ja eigentlich nicht, die sagen auch nicht unbedingt, wir sind ne Religion, sondern das ist ne Weltanschauung, ne Religionsphilosophie. Eben.

Und das Ziel ist ja dann, im Nirvana aufzugehen, also diesen Kreislauf zu verlassen, der Wiedergeburten und einfach zu verlöschen. Also, und das ist ja auch bisschen das komische, Es hat Ratzinger eben gesagt, dass die Westen westlichen Leute gerne so ne eigene Melange machen zwischen so einer buddhistischen Toleranz und auch so friedlich mit allen Lebewesen zusammen sein.

Aber auf der anderen Seite. Aber ich bin dann natürlich schon der Star in dem ganzen Setting, gell? Also ich bleib dann natürlich irgendwie dann erhalten oder so, also viele gehen, sagen Ihren machen sich da so ne eigene Religion aus dem ganzen und nehmen es nicht den Buddhismus einfach über, das hatten wir vorher auch schon, dass heute viele so n bisschen synkretistisch aus verschiedenen Religionen sich was mischen, was auch nicht viel bringt, ne weil dann öffne ich mich nicht wirklich der Religion selbst.

Also diese Unterscheidung glaube ich ist schon wichtig, dass ne und beim Christentum Ratzinger sagt eben, während ja, der Islam ist ja eine nachbiblische Religion, die ja das Alte Testament auch n bisschen christliche Ideen aufgreift, da kommt ja Jesus und Maria kommen ja im Koran auch vor, ne, sozusagen kann man ja sehen, dass die davor waren und eben sehr auf so einer bestimmten Offenbarung des Willens Gottes beruhen. Ist das Judentum uns noch etwas näher, weil es ne Geschichte ist?

Ne über ne lange Zeit verschiedene Erfahrungen mit Gott und seinem Willen gemacht hat und eben das Christentum, in dem es eben dieser Gott, der mit Israel mitgegangen ist, als Mensch erschienen und hat eben da noch mal sozusagen diese diese Spitze gesetzt, die es in anderen Religionen so nicht gibt, dass ein Gott wirklich. Als Mensch lebt und auch als Mensch stirbt also auch, dass der Tod ein Moment am ewigen Leben Gottes ist. Um es theologisch zu sagen, das ist für mich schon faszinierend also und so, insofern geb ich Ratzinger da natürlich recht, dass das Christentum einen besonderen Anspruch erhebt, den es aber auch begründen kann und eben auch in der Kirchengeschichte in Gestalt der

Heiligen, der verschiedenen Ordensgründe und so weiter auch authentisch gelebt hat, also nicht nur ne Idee, sondern auch Realität beanspruchen kann als ein Modell. Beim Islam Judenhum ist es wieder anders und wie gesagt, die anderen Religionen missionieren eigentlich nicht, weil es gibt auch keine Bekehrung zum Buddhismus.

Ich persönlich kann mich dem anschließen, aber ich werd da nicht irgendwie getauft oder muss was unterschreiben oder so. Also das ist glaub ich auch ne sehr europäische Sicht auf Religion, dass ich da irgendwie kirchenmitglied bin oder halt nicht mehr bin, sondern dass Religion, da können wir vielleicht auch davon ein bisschen lernen, auch einfach ne ne Lebenseinstellung ist. Ja also nicht irgendwie so n Buch das ich da vorzeigen kann, sondern.

Eigentlich schon. Was ist was so alle Bereiche meines Lebens betrifft, nicht nur am Sonntag Vormittag, sondern auch wirklich mein Leben umfassend prägen kann und so. Also insofern hat Ratzinger die diese Alleinstellung oder besondere Stellen des Christentums im Konzert der Weltreligionen betont, aber durchaus immer wieder auch Gemeinsamkeiten mit anderen Religionen, wie er auch Vorgesagt habe, also was, was mir auch andere Religionen noch einmal wie einen Spiegel vorhalten, wie schaut denn das bei euch eigentlich, aussagen wir mal mit der Toleranz.

Als mit der Liebe. So also das ist glaub ich schon etwas, was uns auch inspirieren kann. Wir leben ja in einer Welt, also multireligiösen Welt und Gesellschaft, also wir können uns ja gar nicht nur abgrenzen und sagen, wir haben jetzt nur noch mit Christen Kontakt machen. So ne eigene Insel. Genau, und das wäre ja gar nicht das Ziel.

Also das glaub ich ist schon etwas. Dass dass Ratzinger da auch immer Begegnungen mit anderen Religionsführern und so sehr geschätzt hat und und also das die Unterschiede und das gemeinsame schließen sich nicht aus, so würde ich sagen, zu diesem Thema und wer was man natürlich selber dann wählt, wofür man sich entscheidet, ich mein, Wir sind natürlich, auch wenn jetzt einer mit Religion nicht. Konfrontiert wurde.

Wir leben ja trotzdem, wenn ich jetzt mal von Europa ausgehe oder so. Man ist ja doch in einem bestimmten religiösen Szenario, also bei uns stehen mehr Kirchen, in anderen Ländern, mehr Tempeln oder Moscheen, also ich werd mich glaub ich schon mehr mit dem zunächst mal auseinandersetzen, was ich davor finde.

Und eben Erfahrungen sammeln und dann sehen, ob ich den Weg weiter gehe oder nicht und vielleicht noch ein letztes zum Thema. Auch Islam. Papst Benedikt hatte diese Rede in Regensburg 2006 gehalten, für die er kritisiert wurde, weil er da den Islam, allerdings also mit einem Zitat kritisiert hat und wegen dieser Gewaltbereitschaft aber er das hinterher auch noch mal erklärt und begründet, was er sagen wollte, dass eben jede Religion, natürlich auch das Christentum. Sozusagen sich daran messen lassen muss. Also trägt es zum Frieden bei, trägt es zur Achtung der Menschenwürde bei oder ruft es direkt oder indirekt zur Gewalt auf.

Und deswegen ist für den Glaube und Vernunft eben, also es muss auch vernünftige Kriterien geben, dass eine Religion auch beanspruchen kann, ein guter Weg für Menschen zu sein, und da sind auch die Religionen sozusagen wieder gleich, was sich jede diesem Anspruch stellen muss, das hat uns auch noch mal in Erinnerung gerufen, also von dieser Gleichmacherei, relativismus und. So soll doch jeder sich suchen, was für ihn gut ist. Wir müssen das suchen, was für uns als Gesellschaft gut ist. Ja, was uns, was auch die Schwachen und die Armen besonders schützt.

Ja, das ist, glaube ich, schon ein universales Kriterium, das wir anlegen müssen, und darüber kann man eben auch gut ins Gespräch kommen, das. Finde ich interessant, weil diese universalen Kriterien. Wie zum Beispiel universale Moralvorstellungen solltest nicht töten. So, das findet man ja nicht nur im Christentum, sondern das findet man eigentlich an vielen Orten.

Oder wenn ich jetzt sage, ein Mann vergewaltigt ein Kind, dann würden würde wahrscheinlich fast die ganze Welt, fast jeder Mensch würde intuitiv sagen, das ist, das ist was schlechtes und gleichzeitig. Ich glaub das ist bei Thomas von einer Queen, der sagt also die Menge, also nur weil eine größere Gruppe an Leuten davon ausgeht, dass das die Wahrheit ist, heißt es nun eigentlich, dass es tatsächlich die Wahrheit ist. Das bedeutet, wenn sie jetzt sagen, an der Vernunft muss sich die Religion messen.

Heißt es, dass die Vernunft über der Religion steht? Nein, also es ist eine Gesprächspartnerin, aber ich sag mal, es gibt eine natürliche Vernunft und eine natürliche Gotteserkenntnis, an die dann wiederum der Glaube anknüpft. Umgekehrt führt auch der Glaube dazu, sagt Ratzinger, dass die Vernunft Rechenschaft über sich selbst ablehnt, ablegen muss, denn die Vernunft kann natürlich auch für alles Mögliche eingesetzt werden. Ich kann vernünftig ein Verbrechen planen, ja, so, das ist auch logisch irgendwo, aber es ist eben. Verstößt gegen Gesetze.

Ja, und und. Insofern ist es so ein Wechselspiel, so was. Zuerst war der Glaube oder die Vernunft fast wie n bisschen Huhn und ei, also sie gehören einfach zusammen, und im Christentum ist eigentlich die Vernunft eben in einer besonderen Weise aufgenommen, hat Ratzinger auch aufgrund seiner Kenntnis der Antike gesagt, also die ersten christlichen Jahrhunderte haben die Christen ja die christlichen Theologen sehr viel mit den antiken Philosophen diskutiert. Und so hat sich eigentlich erst das, was wir heute Theologie nennen, entwickelt.

Das gab es ja zunächst mal nicht, und drum hat das Christum sozusagen immer diesen Wahrheitsanspruch. Und Wahrheit heißt ja, es ist universal gültig nicht. Es gibt eben, wenn es Wahrheit ist, im Wortnah gilt es grundsätzlich für alle und für alle Zeiten, sonst darf ich es nicht Wahrheit nennen, oder ich definier den Begriff anders, ja, und deswegen ist auch mit diesem Wahrheitsanspruch sozusagen die Vernünftigkeit verbunden. Aber der Glaube hat eben aufgrund seiner Gotteserfahrung noch einmal eine eigene Erkenntnis, die mit der Vernunft nicht im Widerspruch stehen kann, aber die manchmal auch die Vernunft herausfordert.

Also das kann man bei den Gottes beweisen oder so sehen, wenn Anselm von Canterbury sagt, Gott ist das, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann, ist eigentlich ein Grenzbegriff, den kann man nicht mehr denken, und Anselm macht es ja im Rahmen eines Gebetes, also insofern ist für ihn klar, es gibt diesen Gott, ich kann mich im Denken mit der Vernunft ihm annähern.

Kann aber deswegen ist er trotzdem unverfügbar. Und ja und ich muss mich im Glauben sozusagen ihm einfach anvertrauen. Ja, und insofern ist es manchmal auch eine eine Spannung zwischen Glaube und Vernunft, das, glaube ich, kennt man heute eben auch, wenn wir sagen, wir sind modern, aufgeklärt, naturwissenschaftliches Weltbild, da scheint der Glaube zunächst mal so ein bisschen was Altmodisches zu sein, aber in Wirklichkeit ist auch die Vernunft natürlich begrenzt, ja, und drum gehört eben für uns im Christentum beides zusammen. Und beides braucht auch einander, damit es eben die verschiedenen Grenzen und Probleme, die es auch manchmal gibt, überwinden kann.

Ich kann mir vorstellen, dass jetzt ne kritische Anfrage kommt von irgendwem, der sagt WOW, also wenn das der Wahrheitsbegriff ist in Klammern, der für mich Sinn macht, aber wenn das diese, wenn das der Wahrheitsbegriff ist das etwas gültig ist für alle Zeiten und für jede Person und jetzt die Kirche. Mit einem Wahrheitsanspruch oder mit ihrem entsprechenden Wahrheitsanspruch auftritt, dann könnte man ja sagen, ist die Wahrheit heute überhaupt noch zumutbar, also in einer Welt, in der der Relativismus schon so viel Land gewonnen hat? Ja, und jetzt kommt da die Kirche mit dem Wahrheitsanspruch.

Ist es da, ist es überhaupt zumutbar? Ja, es steckt ein bisschen darin, wie wir unsere Gegenwart sehen. Da hat auch Ratzinger manchmal ein bisschen Einspruch erhoben, also ist das so ein einliniger Fortschritt, also sind wir heute intelligenter, aufgeklärter als frühere Zeit. Natürlich haben wir mehr Zugang zum Wissen, Internet und so weiter, das haben frühere Generationen, nicht nur was davon nehmen wir wirklich auf und was machen wir dann auch mit diesen Wissensmöglichkeiten ja, also insofern würde ich schon sagen, dass wir uns mit dem, was in der Lehre der Kirche als Wahrheit.

Wahrheit als gültige Lehre gespeichert ist, was wir nachlesen können, worüber wir diskutieren können, dass das sozusagen ein ein bleibender Bezugspunkt auch für heute ist, wo wir auch heute was lernen können. Ja, und der Relativismus ist zwar sehr verbreitet, zumindest in der westlichen Kultur, aber wir leben manchmal so n bisschen in so einem Gefühl des Wehrsets, oder wir haben jetzt irgendwie den ultimativen Höhepunkt unserer Zivilisation erreicht, das wird es dann noch transhumanistisch oder was auch immer. Aber das ist ja nicht gesagt und wir sehen ja Ratzinger da oft gesagt, wir halten oft in unserem moralischen Fortschritt nicht mit dem technischen Fortschrittschritt ja, also wie wir in unseren Partnerschaften

miteinander umgehen, wie wir für die Armen weltweit Sorgen oder eben nicht sorgen die Kriege, die zur Zeit an allen Ecken der Enden ausbrechen und natürlich, wie wir mit auch der Natur und in Ressourcen umgehen, kann man jetzt nicht unbedingt ein besonders Ruhmesblatt abschneiden und sagen, also wir sind ja heute über jeden Zweifel erhaben, und heute ist also der höchste Stand. Und ich würde sagen, jede Zeit lebt davon. Auch, dass es paar Leute gibt, die sie hinterfragen, die sie produktiv unterbrechen.

Und da sind eben auch Leute aus dem Glauben, so wie Ratzinger manchmal etwas unbequem, weil sie Fragen stellen, die der andere nicht stellen oder weil sie n bisschen tiefer und kritischer schauen, als es andere tun. Aber gerade die bringen uns dann weiter, ja, und so würde ich auch sagen, also dass der Relativismus sicher nicht das letzte Wort hat und haben muss. Sondern ich würd vielleicht auch gar nicht mit Wahrheitsanspruch, das ja mir ne philosophische anschauen, sondern wirklich wie wir vorgesagt haben.

Was macht mich glücklich, was ist eigentlich der Sinn meines Lebens und wie versteh ich mich auch selber, was möchte ich auch erreichen für die Gesellschaft, für die Menschheit, also nicht nur für mich. Sondern auch, was möchte ich weiter treiben. Also das setzt ja eigentlich schon voraus, dass es irgendwas gültiges gibt, dass es was was gibt, was besser ist als was anderes, ne, also wir leben glaube ich schon oft so mit mit unausgesprochenen Normen oder Vorstellungen und dann sind wir, wenn wir mal das auf den Tisch legen und nebeneinander schauen, was dann der Glaube dazu sagt, gar nicht so weit weg. Ratzinger sagt auch mal, wir setzen doch in unserem Alltag glauben, dass Dinge funktionieren, dass Dinge. Dinge gelten, die

Verkehrsregeln, die Technik und so weiter es funktioniert manchmal nicht, aber wir setzen es voraus. Wir wenden es einfach an, wir können gar nicht alles überprüfen, ob es wirklich so ist, wie es uns gesagt hat oder im Beipackzettel steht oder so. Und und drum ist eigentlich der Glaube im Christentum etwas, was jetzt nicht so unwahrscheinlich oder unmodern ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

Kratzing hat 1 der also wahrscheinlich 1 seiner berühmtesten Bücher war die Einführung ins Christentum. Unglaublich viele Auflagen, glaube ich. Wie viele wissen Sie das? Ich weiß nur, dass es in 25 Sprachen übersetzt ist. OK, ja und Auflagen im Deutschen hatte sicher auch 20 oder so was. Das gab in anderen Ländern ähnlich viele.

Also unglaublich bekanntes Buch, fast schon n Klassiker, könnte man sagen, in welcher Zeit und in welche Zeit hinein schreibt er dieses Buch? Das Buch ist 1968 erstmals erschienen, er ist aber 1967 als Vorlesung gehalten worden. Also insofern ist es noch noch vor der 8. Und 60er Zeit und den Studenten und ruhen und so weiter geschrieben. Sie kündigen sich vielleicht in manchem an, wenn man aus heutiger Sicht dem genau nachgeht, aber es ist ein Buch, das damals ein bisschen auch der Zeit voraus war, sicher und auch bisschen so den Stand der Diskussionen in den 60er Jahren nach dem Konzil widerspiegelt.

Es ist deswegen auch sehr lebendig geschrieben, weil es eben aus einer Vorlesung hervorgegangen ist. Er hat also dieses Manuskript nicht sehr stark überarbeitet. Es ist wirklich ein Dialog mit jungen Leuten, die davor ihm saßen im Hörsaal. Auch die Beispiele, die er bringt, viele aus der Dichtung, aus der Philosophie, also man sieht auch, dass der wirklich einen weiten Horizont hat und jetzt nicht nur ne sture, trockene Schuldogmatik betrieben hat, sondern wirklich lebensdeutung ne so, also manche haben auch gesagt, wie die Kirchenväter so ne gute Pädagogik kerngedanken. Kranken werden immer wiederholt variiert also das Buch ist wirklich ganz interessant, auch aufgebaut und letztlich, das muss man ja auch sagen, es heißt

einführen, das Christentum, aber er versucht jetzt nicht, irgendwie so philosophisch heranzugehen, sondern das apostolische Glaubensbekenntnis, was wir jeden Sonntag sprechen, in der Kirche, normalerweise versucht er auszulegen auf unsere Zeit hin, also er sagt auch, Moment mal, der Glaube hat seine Identität. In dieser apostolischen Tradition, die Jünger, die Jesus erlebt haben, haben das dann aufgeschrieben, weitergegeben und so.

Also es hat diese Geschichte, aber zugleich müssen wir es heute in unsere Zeit übersetzen. Es ist auch ein Buch, das oft Vergleiche aus den Naturwissenschaften heranzieht. Ist mir aufgefallen, also versucht wirklich sozusagen die Zeit mit rein zu nehmen und vor allem der erste Teil ist irgendwo auch heute wieder glaub ich sehr interessant, da wendet er sich vor allem auch an nicht glaubende und auch an zweifelnde Menschen. Der ist einfach überschrieben mit. Ich glaube also, es geht da um den Glaubensakt wie wie was ist glaube, wie kann ich mich für den Glauben entscheiden und den beschreibt er wirklich sehr einfühlsam mit einem Großen. Krisenbewusstsein ihm ist klar, ist nicht so leicht mir heute zu glauben, die Welt ist im

Umbruch, in der Veränderung und und dadurch verändert sich auch der Zugang des Menschen zu Gott, zur Kirche und das ganze Buch ist mir auch aufgefallen, behandelt eigentlich das Christentum auch ein bisschen konfessionsübergreifend, also die katholische Kirche kommt vor, aber es ist nur ein relativ kleines Kapitel, also er war wirklich danach bestrebt zu sagen, es lohnt sich, Christ zu sein, an Christus zu glauben.

Ja, heute oft sagen, die Freundschaft mit Jesus, dieses Persönliche, angesprochen sein, das ist genau die Botschaft der Einführung, das Christentum vor fast 60 Jahren. Ich hab das Buch zum allerersten. Mal in der Hand gehabt. Ich glaube vor 6 Jahren oder vor 7. Es war Ostern oder es war kurz vor Ostern. Ich glaube, es war Karfreitag und das ist vielleicht n bisschen persönliche Geschichte von mir, dass ich mich sehr, sehr viel beschäftigt hab an, also immer um Ostern herum. Mit der Frage, warum Jesus überhaupt sterben musste oder warum, also warum für meine Sünden und diese ganzen Dinge. Also mir ist es einfach nicht eingängig gewesen, ich hab da innerlich solche Aversionen, Blockaden, kämpfe dagegen gehabt, das irgendwie verstehen

zu können, also ich wollte es unbedingt verstehen, auch wenn man es nur begrenzt verstehen kann, aber ich wollte es unbedingt verstehen und ich hab mich so schwer getan, weil alle anderen Leute. Um mich herum so ausgesehen haben, als würden sie sehr andächtig jetzt irgendwie dieses Tridom da mitfeiern. Und ich weiß noch genau, dass ich total verzweifelt damals im Home in Salzburg, dort irgendwie in den Bücherschrank geguckt hab und gesehen hab.

Einführung in das Christentum und ich hab mir gedacht, also ehrlicherweise, man hört in der Kirche nur noch seltenes Evangelium, und zwar auch auf einfache, in einfachen Worten oder so. Und auch die Frage, warum jetzt Jesus am Kreuze sterben musste, wird eigentlich nicht mehr thematisiert. So richtig also ich hab das noch in keiner einzigen Predigt gehört, aber ich hab das raus rausgezogen und hab dann irgendwo aufgeschlagen und hab tatsächlich die Stelle gefunden wo er drüber spricht und wo er den Punkt macht, dass Jesus voller Freude und freiwillig das gemacht hat um uns zu zu retten. Und das hatte ich wahrscheinlich schon mal irgendwann vorher gehört.

Aber ich hatte es in dem Moment gelesen und ich war plötzlich so erleichtert, weil ich wieso ein wie, als hätte ein Puzzleteil gefehlt und deswegen war ich so fasziniert von dem Buch und hab es dann natürlich weiter gelesen und bin auch Ratzinger bis heute extrem dankbar für diesen kleinen Moment, quasi weil er da ein Buch schreibt als. Katholischer Theologe als dann Papst auch irgendwann, wo ich sagen muss, OK, der hat mir wirklich weitergeholfen, ja, und jetzt keine Ahnung, wenn ich jetzt in Theologie schaue, dann denk ich mir, OK, das ist alles, ja ja halt hohe Akademik akademik, aber was hat das mit dem echten Leben zu tun, das fand ich echt sehr sehr stark, echt n tolles Buch und n bisschen meine Frage jetzt, Sie

hatten es schon angedeutet. Warum das Christentum? Was macht das Christentum so attraktiv? Wir haben jetzt vorhin gesprochen über da, man kann es ja mal ausprobieren und so, aber warum war Ratzinger so fasziniert vom Christentum und warum war er so überzeugt von diesem Thema? OK, es geht um viel mehr als einfach nur ne kirchenmitgliedschaft, es geht um ne Beziehung mit Jesus, genau er sagt schon, als als junger Theologe. In Freising die Wahrheit ist Person. Und wenn man jemanden näher kennenlernen will, dann ist es, weil man ihn liebt, weil er für einen wichtig ist. Also diese persönliche Beziehung zu Christus hat er irgendwie schon immer in sich getragen und er macht sie in der Einführung das Christentum zum Schlüssel,

also Jesus Christus als Person, als Sohn Gottes und als Erlöser der Menschen steht im Mittelpunkt und damit eben auch der Gedanke der Liebe. Weil das sozusagen das das Motiv ist. Warum ist er Mensch geworden? Warum hat er unser Leben geteilt, warum ist er am Kreuz gestorben? Es hat keinen anderen Grund, als dass er uns so seine Liebe gezeigt hat, ja, und natürlich auch in unter den Bedingungen der Sünde, um uns von unserer Lieblosigkeit zu befreien, ne, also da wird dann das Kreuz irgendwie noch mal als auch als Zeichen seiner Nähe zu uns Menschen, als Überwindung der Sünde, ja als Sieg der Liebe lesbar, also nicht, dass man es nur auf die Sünde, auf den Tod reduziert, sondern es eben auch. Als einen Moment in diesem

Triton pascali, diesem österlichen Weg geschehen, auch lesen lernt, und er hat einfach eine Sprache dafür gefunden, die auch heute noch anspricht, die das erklärt auf auf eine sehr tiefsinnige, spirituelle Art und Weise, und das ist, glaub ich schon sein seine große Stärke. Das haben auch seine Schüler immer wieder gesagt in den Vorlesungen.

Also man hat oft den Stift weggelegt und ihm zugehört, weil er selber ergriffen war von dem was er sagte. Ne, also es ist sicher seine, er hat über seine persönliche Christusbeziehung Peter Seewald hat ihn ja da manchmal gefragt in den Interviews nur sehr wenig gesagt, er war sehr diskret und zurückhaltend und wollte da nicht irgendwie groß es auf den Markt tragen, aber man merkt es eben in seinen Texten, gell die haben so ne bestimmte Färbung, eine bestimmte Schwingung.

Die er von anderen Theologen unterscheidet, die vielleicht genauso schlau waren wie er, aber der diese persönliche Ergriffenheit nicht so ins Wort gebracht haben wie er. Und das ist eben seine Botschaft geblieben, auch bis in sein Pontifikat hinein zu sagen, wenn wir von Jesus Christus sprechen und nicht als erstes von der Kirche den Sakrament und so, das ergibt sich dann daraus ne, wenn wir mit Jesus leben, wenn wir uns von ihm führen und begleiten lassen, wenn wir durch das Wort Gottes in der Bibel, durch unser Gebet.

Durch die Sakramente mit ihm in Berührung bleiben, dann dann dann werden wir mit den anderen Dingen in unserem Leben ganz anders zurecht kommen als als wenn wir uns so auf irgendwelche sekundären Dinge im Glauben stützen. Ja, also dieses Christus sozusagen die Quelle auch ne so der der Brunnen, aus dem der Glaube schöpft, und das hat er in der Einführung und auch in anderen Dingen, bis hin natürlich zu den Jesusbüchern, die als Papst dann geschrieben hat. Uns immer wieder in Erinnerung gerufen, nur Jesus ist eigentlich die Erfüllung des Menschen, aller Menschen, wie wir glauben.

Aber selbst die, die vielleicht noch auf dem Weg sind, können sich an ihm orientieren und ich mein das Wissen aus der Geschichte, dass selbst ein Mahatma Gandhi oder so, der nicht zum Christum konvertiert ist, gesagt hat, Jesus ist mein großes Vorbild und aus der Bergpredigt oder so, das ist eigentlich mein meine Lebensmessage ja, also das ist erstaunlich, dass auch viele Leute oder auch solche Nizien oder so, also Leute, die dann Kommunismus kamen.

Ihn irgendwann entdeckt haben der Jesus, der, der ist wirklich für für mich als Mensch wichtig, gell, das steht noch sozusagen vor der Glaubensentscheidung, dass Jesus ne Ausstrahlung hat, die einfach gigantisch ist. Und da ist eben Papst Benedikt, einer, der aus dem Inneren der Kirche und des Glaubens eben sagt, wir reden oft über alle möglichen Strukturdebatten und Ämterreformen oder so, wenn Christus der Schlüssel ist, fangen wir mit ihm an, dann klären sich die anderen Dinge noch mal auf andere Weise. Die meisten Leute, die diesen Podcast anhören. Sind wahrscheinlich schon gläubig, schon bekehrt, schon entschieden, sag ich jetzt einfach mal. Aber kennen vielleicht einige Leute die so? Ja, ich geh hin und wieder mal

in die Kirche, vielleicht tu ich mich irgendwo engagieren, aber ne richtige Beziehung mit Jesus, damit kann ich nichts anfangen. Also ich denk jetzt auch an Leute, bekannte Leute, also bekannte die in der Kirche arbeiten. Und die sagen, es ist unglaublich schwer, die Bekehrung oder beziehungsweise diese Beziehung mit Jesus Leuten verfügbar zu machen, die damit noch gar nichts anfangen können.

Also wie als wär das ein Unfall, es ist ja tatsächlich ein unverfügbares Geschenk der Gnade, dass Jesus einem so persönlich begegnet. Was würden Sie sagen, woran woran liegt, liegt es, dass wenn man so in die breite Kirchenlandschaft schaut, jetzt ehrlicherweise, man kann ja nicht in die Herzen reinschauen, aber.

Aber so wie es irgendwie wirkt oder die Sprachfähigkeit auch darüber von Leuten wie sie darüber sprechen, über ihren Glauben oder eben nicht, woran glauben sie, liegt das, dass, dass man vielleicht sakramentalisiert ist? Man hat alle Sakramente empfangen, aber nicht evangelisiert, also man hat nicht diese Beziehung zu Jesus.

Das hat natürlich bei manchen mit dieser Sozialisation. Zu tun eher bei älteren Leuten, würde ich sagen, denen eben Glaubenswissen beigebracht wurde, Glaubenspraxis beigebracht wurde. Aber diese Frage der Beziehung nach Jesus haben sie sich eben. 5060 Jahre lang nicht gestellt und wurde ihnen auch in ihrem Umfeld nicht gestellt.

Auch in keiner Predigt oder so. Und dann ist das natürlich etwas ganz neues und was sie vielleicht auch ein bisschen provoziert zu sagen, habe ich jetzt irgendwie die ganze Zeit was falsches gemacht und dann bin ich kein guter Christ, kein guter Katholik, wie sich es andere vorstellen, also bei manchen so ein bisschen mit dem Stolz zu tun und auch einfach mit der eigenen Prägung, dass wir Menschen, je älter wir werden, nicht mehr uns so gern umstellen, das ist mal ein Grund, das andere. Ist also es geht mir auch selber so, Jesus Christus bleibt halt immer ne ziemlich große Herausforderung für einen, gell und auch als Priester, erst recht wenn es heißt, wenn viel anvertraut ist, von dem wird

viel zurückgefordert werden, gell so? Also man muss sich schon auch immer wieder bewusst machen, dass man hinter dem eigenen Ideal weit zurückbleibt, wenn man auf Jesus schaut, das tun wir auch nicht so gerne. Und eben auch seine Botschaft der unbedingten Liebe, des Einsatzes für die Schwachen und Armen.

Das kostet einen einfach schon auch Überwindung, und wir leben doch alle Recht bürgerlich und in unserer Zufriedenheit, wo wir uns auch sicher fühlen. Und, und da ist also Jesus, der, der eben ohne festes Obdach Herumgezogen ist, der auch gesagt hat, nehmt am besten gar nichts mit auf eure Reise, schaut mal, wer euch aufnimmt und wer nicht, geht einfach weiter, ne, also diese diese Freiheit zu haben, das ist schon auch ein ein Lernprozess, ein Langer-Weg, und da hab ich auch das Gefühl, dass ich da manche Liebe, also wenn ich sich an meine Berufsgruppe denke, der Priester so n bisschen auf ne gewisse Rolle zurückziehen, die auch gesellschaftlich in unseren Breiten noch so anerkannt. Land ist gell?

Da gibt es auch unterschiedliche Priestertypen der eine ist mehr Psychologen, die anderen mehr Künstler, die anderen mehr die Bauherren und so weiter und mich dann über das definiere gern, wenn wenn ich versuche, immer wieder zu fragen, was bin ich Jesus eigentlich in deinen Augen, was, was möchtest du jetzt von mir, also und das muss man natürlich üben, aber dafür ist eigentlich das Geistliche leben, das Gebet ja auch da, dass ich nirgendwie Form rezitiere, sondern mich wirklich dieses du und du. Das hat auch Ratzinger immer wieder, also so Mantra. Artig.

Mir ist auch so aufgefallen, weil er eben natürlich auch weiß von sich wie von anderen, dass es nicht selbstverständlich ist, dass man immer wieder sich da so vor Jesus einfach hinsetzt und mal sich anschauen lässt. Hat er das immer wieder auch in Vorträgen so gegen Ende einfließen lassen? Es kommt letztlich darauf an, was Jesus von uns hält und denkt, es kommt auf ihn an, dass wir ihm nachfolgen, dass wir bei ihm bleiben, nicht weglaufen, weil uns was Angst macht oder irritiert bleiben, ist auch so etwas, was er immer wieder betont hat, weil wir uns eben dann auch schnell von irgendwas ablenken lassen oder sagen, ich hatte mal so eine Idee, ein Ideal. Aber dann bin ich enttäuscht worden oder so, und dann sucht. Such ich mir was anderes was

einfacher ist oder so, aber dass wir wieder schauen, Moment, wofür hat eigentlich Jesus gelebt, was hat er alles auf sich genommen? Es könnte doch auch dann für uns ein Weg sein, der uns Kraft gibt, ja und? Also, so würde ich sagen, ist das etwas. Hat verschiedene Gründe. Man muss natürlich immer vor der eigenen Tür als erstes kehren, wenn man Christ ist.

Aber es ist eben auch ne ne Geschichte, die ja nicht zu Ende ist ne, sondern ich kann morgen noch mal intensiver einsteigen, mit Jesus zu leben, mir ein Wort von ihm aus der Bibel holt und sagen, das möchte ich jetzt einfach die Woche leben, also man braucht Paar so Übungen glaube ich auch, damit es nicht so allgemein bleibt. Ja Jesus ist für mich wichtig, sondern wie setze ich es konkret um?

In meinem Arbeitsalltag mit meinen Freunden, wenn ich mich treffe, so bete ich vorher, nachher nehme ich das, was mich am Tag erwartet, morgens ins Gebet rein und so, also das einfach versuchen, immer mehr von meinem Leben, von meinem Alltag, von Jesus her zu sehen und auch bestimmen zu lassen, ja, und dann, dann ist das eine spannende Reise und dann, dann werde ich manches anders gewichten und beurteilen, als man das so tut. Josef Ratzinger beziehungsweise Papst Benedikt ist jetzt schon seit.

Ein paar Jahren gestorben, aber er hat mir Komfort so unfassbar viel geschrieben und so viel Meinungen oder Anfragen an so viele Dinge gehabt von all, also von dem ganzen Blumenstrauß sag ich jetzt einfach mal der, den er produziert hat, auch an Schriften und so weiter was würden Sie sagen? Vor allem auch in der heutigen, also in jetzt in diesen paar Jahren an Weltveränderung. Was wäre seine, was ist eine bleibende Botschaft für die Menschheit und für die Kirche?

Den Menschen versteht nur, wer. Mit Gott lebt so n bisschen hat es von Romanogini übernommen. Also die großen Fragen, die sich uns stellen jetzt mit dem Transhumanismus KI, aber auch natürlich Frieden weltweit, Teilhabe aller an den Gütern der Erde und so weiter wir können dann natürlich politisch, gesellschaftlich darüber diskutieren, und das werden wir auch tun, aber wenn wir die endgültige Zielrichtung aus dem Auge verlieren, dass wir eben nur Gast erden sind, dass unser Leben auch sozusagen mit einem bestimmten Verantwortung versehen ist, der, mit der wir auch mal vor Gott stehen, und dass auch Gott sozusagen der ist, der uns dieses Leben hier überhaupt ermöglicht und geschenkt hat, dann werden wir

immer so im im Vorletzten stehen bleiben. Also Gott ist die Zukunft, das hat er ja zum Thema seines Papstbesuchs gemacht. Und das war jetzt nicht nur ne Floskel, sondern also bei bei Gott liegt die Zukunft in Jesus Christus kennen wir eigentlich schon diese Zukunft des Menschen und der Menschheit, dass ein Mensch, der im Ganzen der Liebe Gottes bestimmt ist, ist der, der wirklich Erlösung, Frieden.

Und Heil schenken kann, dass uns das eigentlich wieder neu inspirieren sollte. Und es gibt von Ratzinger ein paar prophetische Texte, eben wie die Kirche der Zukunft aussehen wird, aber auch eben der Glaube der Zukunft, dass das ein Reiner, ein demütiger Glaube sein wird, der aber deswegen die Kraft hat, die Welt zu verändern, also auch das ist eigentlich was, was nur logisch ist, wenn man auf das Leben Jesu schaut, er, der als Kind geboren wurde, als Mensch lebte, als Mensch starb, also, der nicht König war, der nicht Herrscher und. War, war doch der entscheidende Mensch, der die Welt erlösen konnte, ne.

Und so ist auch bei uns diese kleinen Anfänge, die sind oft das Entscheidende, wenn wir sie wirklich mit Gott wagen und so würde ich sagen, ist Ratzinger schon auch ein kritischer, zeitkritischer Mensch gewesen, aber kein pessimistischer, das hat man ihn manchmal unterstellt, eben aufgrund seiner Kritik am Relativismus und so, er hat nicht alles negativ gesehen, aber er hat das, was negativ ist, zur Sprache gebracht als solches und nicht drum rum geredet.

Er hat sich ja nicht als Politiker verstanden, sondern eben als Mann der Kirche, als Mann Christi, und hat auch mal ein interessantes Interview über die christliche Prophetie gegeben. Also er war überzeugt, wenn man im Glauben lebt, dann kann ich schon so n bisschen sehen, in welche Richtung Gott die Welt führen will und dass wir auch das eben der Welt nicht nicht schuldig bleiben, ne, dass wir sagen, wir, wir reden jetzt so wie alle anderen, weil wir wollen ja auch jetzt ja irgendwie auffallen oder so, oder uns politisch korrekt verhalten, das kann nicht unser letzter Grund sein, sondern das. Eine Sprache finden, eine Sprache der Liebe, natürlich der Überzeugung, aber zugleich, dass

wir eben auch bereit sind, das, was negativ ist, auch zu benennen und vor gewissen Entwicklungen zu warnen. Und da gibt es ja derzeit manches, also ich würde jetzt gar nicht so bestimmte Inhalte nur von Ratzinger übernehmen, sondern seine Haltung unserer Zeit gegenüber, gell mit einer großen Liebe, Freundlichkeit und Güte einerseits, weil eben die Welt gerettet ist, der sagt, das müssen wir nicht mehr machen, Gott sei Dank. Die ist schon in Gottes Händen und zugleich eben auch das, das zu warnen und darauf hinzuweisen, wo die Welt sich ungut entwickelt, wo eben der Mensch letztlich auf der Strecke bleibt.

Haben Sie Ratzinger mal persönlich getroffen? Ja. Einige Male also einmal tatsächlich. War noch Kardinal, da waren wir mit dem Priesterseminar in Rom. Der Glaubenskongregation, haben Messe mit ihm gefeiert im Camposanto, das war also, da hab ich jetzt nicht zu tiefer begegnet, ich war ja dann im neuen schülerkreis Papst Benedikt seit 2009, da hab ich ihn in dieser Gruppe getroffen, auch die Messe mit ihm gefeiert und die Predigten gehört, das war auch sehr eindrucksvoll, wie er da wirklich aus dem geschöpft und gelebt hat, also man hat das einfach gemerkt, dass das sein sein Lebenselixier ist, dass er da nicht im Auftritt oder sowas hat, sondern er ist absolut authentisch und absolut auf Christus bezogen.

Und dann habe ich ihn insgesamt 7 mal besucht, als er emeritierter Papst bei Monastero, das hat sie zum Teil mit Büchern zu tun, die ich geschrieben habe, und zum Teil hat er mich so eingeladen und das ich habe natürlich auch gemerkt, von Jahr zu Jahr, dass er älter wird, aber es waren immer sehr schöne Begegnungen, auch sehr einfach, ich war natürlich immer aufgeregt und so weiter mein Gott, und so, wie wird das, es war ganz einfach. Einfach mit ihm ins Gespräch zu kommen und ich hab ihn eben auch so als einen alten Menschen erlebt, der auf sein Leben zurückschaut, der eben manche Dinge auch mit Sorge sieht in der Kirche wie in der Welt, also der jetzt nicht irgendwie abgeschottet war, irgendwie nur

seine Bücher gelesen hat, sondern der wirklich im Gespräch war, bis zuletzt mit den Fragen und Sorgen unserer Zeit und der trotzdem einen großen Frieden ausgestrahlt war. Also ich glaube, er war wirklich mit sich im Reinen. Und hat sich auch immer interessiert, wie mein Weg weiter geht, dann in meine Habilitation und meine Berufung nach Köln und so. Das hat er alles noch miterlebt und das hab ich ihm dann geschrieben, er hat mir geantwortet und so, also da war er doch und er es gibt einen letzten, einen ganz späten Brief wo er schreibt, mein Freund Manuel Schlögl, das hat mich sehr berührt, weil so hätte ich mich natürlich nie bezeichnet, aber es er war auch fähig dazu ne er weiß nicht n alter Mann der da nur mit seinen

Gleichgesinnten gelebt hat, er war auch fähig junge Leute und da bin ich nur einer von vielen die ihm da begegnen durften in den letzten Jahren wirklich auch so durch sein Beispiel, durch seinen Rat, durch sein Interesse, wirklich zu helfen und Mut zu geben. Und drum ist es für mich sein Gesamtkunstwerk. Also ich lese auch gerne seine Bücher, ich habe sehr viele von seinen Freunden und Kollegen besucht und interviewt, aber er bleibt mir auch so als Person eine Message, ne der ich folge, wo ich manchmal denke, was hätte jetzt er dazu gesagt, manchmal fällt mir auch was ein, was er dazu gesagt hat, also so ein so ein Ratgeber.

Wer mit mir so unterwegs ist, bleibt er auch. Und das ist halt das besondere, ne, also im Vergleich zu anderen Theologen, mit denen ich mich befasse, dass das schon so ne längere persönliche Verbindung auch war und ich auch sagen kann, eben der Mensch und das was er geschrieben und gesagt hat, das stimmt wirklich überein, großartig seit gestern.

Ist das Buch Ihr neues Buch rausgekommen? Und zwar heißt das. Das theologische Profil Josef Ratzingers, wo es unter anderem über die Punkte ging, geht, die wir heute besprochen haben. Was hat sie dazu veranlasst, dieses Buch zu schreiben? Ich hatte schon länger vor, mal so. Meine Sicht auch auf ein paar Themen, die Ratzinger beschäftigt haben, niederzulegen. Jetzt kommt ja dann der 100.

Geburtstag, dachte ich, das ist eigentlich ne schöne Gelegenheit, noch mal so n bisschen auch für mich Bilanz zu ziehen, ich hab viel Neues entdeckt, ich habe das Buch im Untertitel genannt, sein denken in den Kontroversen der Zeit, also ich hab versucht auch wie er von anderen wahrgenommen wird und was er eben auch kritisch zu manchen Dingen gesagt hat, so n bisschen in die Diskussion zu bringen, dass er eben auch nicht nur jemand ist, der in in früheren Zeiten gewirkt hat, sondern auch versucht, was er heute eben zu wichtigen Themen wie die Liturgie oder die Bibel sagen würde.

Auch zur Einführung des Christentums, zu den Weltreligionen, also insgesamt 12 Kapitel. Es ist nicht zu dick, das Buch also eigentlich gut lesbar, man findet so einen kleinen Einblick und Querschnitt auch in Ratzingers denken, und ich möchte damit auch bisschen anregen, ihn wieder ins Gespräch zu bringen und ihn als einen Menschen des Glaubens auch lesen zu lernen, der uns für heute viele wichtige Antworten geben kann.

Großartig also dieses Buch gibt es jetzt ab sofort überall. Online, offline wahrscheinlich ist bei Herder rausgekommen oder genau, also das kann man sicherlich bei Herder und bei allen Bücher online Plattformen kaufen, vielleicht wird es dann Spiegel Bestseller, Wenn mal schauen, man muss nicht gleich zu hoch greifen, aber wenn es. Gelesen wird.

Und wenn es die Leute auch ein bisschen weiter bringt, dann bin ich zufrieden. Wunderbar, vielen Dank. Für ihre Zeit. Vielen Dank für alles, all dieses Wissen, was Sie auch angesammelt haben. Also man merkt, dass sie nicht nur ihn so viel gelesen haben wie über ihn, sondern auch ganz viel irgendwie offensichtlich mit ihm Zeit verbracht haben. Das ist echt sehr schön und mir bleibt am Ende nur zu sagen Manuel Schlögl, einfach herrlich, dass sie heute bei mir im Podcast waren, auch für mich war es herrlich, vielen Dank.

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