Eltern-Gedöns· Folge 476

Kinder trotz Klimakrise – Liebeserklärung an die Zukunft | Marisa Becker

Dienstag, 5. Mai 2026 · 44 min

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Shownotes

Du explodierst häufig? In "Wut, mach’s gut" lernst du, wie du mit diesen inneren Spannungen umgehen kannst – und wieder in Ruhe & Klarheit kommst. Start mit Orientierungsgespräch (calendly.com/kurse-christopher-end/30min) – Einstieg jederzeit möglich!

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Kann man es wirklich noch verantworten, Kinder in die Welt zu setzen? Marisa Becker sagt: Ja – und das ist sogar eines der mutigsten Dinge, die wir für die Zukunft tun können: Zu den ausführlichen Shownotes dieser Folge mit Marisa (christopher-end.de/kinder-trotz-klimakrise-lie…)

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Komm mit deinem Kind ins Gespräch mit meinem Buch UPS ich bin wütend (christopher-end.de/buch/ups-ich-bin-wuetend-2) – lustig, leicht und alltagsnah.

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Vielleicht kennst du das. Dein Kind war wütend und danach willst du darüber sprechen, aber es blockt ab, wird still oder sagt einfach nichts! Und Du kommst nicht ran? Genau dafür habe ich Ups Ich Bin Wüten geschrieben. Du liest deinem Kind eine Geschichte vor und plötzlich sprecht lieber Mattes Nicht über deinen kind und genau dadurch wird es leichter wenn du merkst dass ihr einen anderen zugang zur wut braucht.

Den Link zum Buch findest du in den Show-Notes. Heute sprechen wir bei etwas, das viele Eltern spüren aber kaum aussprechen – die Angst vor der Zukunft! Was bedeutet es eigentlich heute Kinder zu bekommen? In einer Welt, die sie sichtbar verändert?! Mein Name ist Christopher Endt und ich zeige Eltern wie sie nicht mehr mit der Wut kämpfen, sondern diese Kraft so nutzen dass sie wieder Ruhe und Verbindung spülen.

In der heutigen Folge geht es wie gesagt um die Welt von morgen in der Welt, in der wir leben. Die Frage kann man eigentlich noch guten Gewissenskinder in die Welt setzen angesichts der Klimakrise zum Beispiel? Darüber spreche ich mit Marisa Becker. Marisa ist freie Journalistin, Content-Creatorin und Host des Podcasts fair quatscht!

Sie beschäftigt sich intensiv mit der Klima-Krise und der Frage was sie für unser Leben als Eltern bedeutet. Ihr aktuelles Buch heißt Liebe Wille Helmine, oder Plädoyer fürs Kinderkriegen in der Klimakrise? Hallo Marisa. Herzlich willkommen im Podcast! Schön, dass du da bist. Ich hoffe ich habe den Namen richtig ausgesprochen.

Hallo Christopher ja total vielen. vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich sehr Jaa... Du hast ein Buch geschrieben, dein viertes Buch. Liebe Will Helmini oder Plädoje fürs Kinder Krieg'n in der Kliemarkrise. Was war der Moment wo du gemerkt hast das Thema lässt mich nicht mehr los. Also das erste Mal so richtig mit dem Thema befasst habe ich mich, als ich selber einen Kinderwunsch entwickelt hab vor ja jetzt fast sieben Jahren und dann eben mich selber mit dem thema auseinander gesetzt hat.

Mich gefragt habe so kann ich das? Kann nicht! So will ich das?! Und ich habe mich dann dafür entschieden. Und dann hab ich das natürlich irgendwann veröffentlicht und quasi meiner Community mitgeteilt, so hey! Ich werde Mama. Dann ging die Diskussion richtig los ... Ach! Ja, weil ganz viel gesagt hat, ey!

Wieso hast du dich dafür entschieden? Was waren deine Gedanken? Was hatte ich dazu bewegt? Ich habe Angst davor. Da wurde mir das erste Mal klar, okay, erstens ich bin mit diesen Gedanken nicht alleine. Weil ich zeitweise auch irgendwie dachte Ja, ich bin da auch so ein bisschen hypochonder. Weil ich mich jeden Tag mit der Klimakrise auseinandersetze?

Und dann hab ich aber festgestellt ... Nee, das ist ein Thema, weil es wirklich andere Menschen beschäftigt und hab damals einen Blog-Artikel relativ lang dazu geschrieben. Dann ist das Thema aber hintergrundgerückt. Ich hatte das ausdiskutiert in meiner Communitys, kam immer mal wieder Nachrichten dazu.

Dann ist der Verlag auf mich zugekommen und hat gesagt, hast du Lust einen Brief an die kommende Generation zu schreiben? Das ist eine Reihe vom Kiona-Verlag, wo das Buch erschienen ist. Ich hab gesagt ja ... Und hab dann überlegt was kann man zum Thema Klimanachhaltigkeit machen? Und dann bin ich wieder zu diesem Thema gekommen dafür.

Ach okay! Mir war sehr schnell klar, dass ich an meinen Kind bzw. meine Kinder schreiben will und dachte dann ... Die Frage, die ja eigentlich die brennendste ist, ist die Frage ob man das überhaupt noch machen kann sozusagen in der Klimakrise? Und ich sag eben Ja! Ich bin sogar davon überzeugt, dass es wichtig ist.

Mhm. Ich kann mich erinnern, dass mein Sohn, unser Sohn das von ein paar Jahren erzählt hat, sagte Papa viele von uns wollen überhaupt keine Kinder oder wollen schon, aber die können sich das nicht vorstellen in diese Welt, das zu setzen. Ja, es gibt auch Umfragen dazu, dass bis zu vierzig Prozent quasi in einer repräsentativen Umfrage von jungen Leuten sagen, Klimakrise will ich keine Kinder oder mein Kind erwohnt hat sich abgeschwächt?

Ich würde weniger Kinder jetzt kriegen. also es ist echt ein Thema was heute einfach ein Faktor in der Familienplanung geworden ist. wenn man sich fragt möchte ich Kinder haben dann ist die Klima-Krise für viele Menschen ein Thema, was eben einen Einfluss auf diese Entscheidung hat. Ist das eher die Sorge, was mein Kind an Klimaschäden produziert?

Oder ist es die Sorgung, wie mein Kind mit den Folgen der Klimakrise leben muss? Ich würde sagen, dass es beides ist. Also ich glaube Zweiteres wird mein Kind leiden? Wie wird das meinem Kind gehen? Ist die dominierende Frage. aber eine Zeit lang zum Beispiel als ich mich das erste Mal mit diesem Thema eben befasst habe wurde tatsächlich so der erste Faktor wie wirken sich Kinder eigentlich auf die Klimakrise aus?

ziemlich ziemlich stark diskutiert. gab sie auch so Studien dazu? durchaus umstrittnen Ja, voll. Wo dann quasi aufgeführt wurde ... Das sind Maßnahmen zum Klimaschutz. Wir haben hier irgendwie einen Balkendiagramm und dann siehst du so Autoverzicht, verzichter Flüge, verzichte Fleisch. Und dann kommt halt ein Riesenbalken und du guckst da hoch und dann steht er dran auf Kinderverzichten.

Und das soll mehr als fünfzig Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen? Mhm! Das bedeutet, ich könnte fünfzig Jahre lang mit dem Verbrenner rumfahren. Genau. Theoretisch schon, ne? Deswegen finde ich auch wenn man so näher drüber nachdenkt wird diese Zahl total absurd weil ein durchschnittlicher Mensch in Deutschland hat so irgendwas zwischen sieben bis acht Tonnen CO-Zwei verbraucht pro Jahr.

wie soll ich dann pro Jahr zusätzliche fünfzig Tonnen also mehr als fünfzig tonnen einsparen können indem nicht auf einen Kindversicht und das vor allem jedes Jahr wieder. Also das ist jedes Jahr! Ja ja, die jährliche Einsparung sozusagen. Wie soll das gehen? Wenn, dann kann ich nur so viel einsparen wie ein Mensch im Jahr verbraucht.

Weil sonst wäre ich ja schon jedes Jahr noch mal fünfzig Ton mehr, weil ich da kein Kind gekriegt hab. Irgendwie eine komische Rechnung und die Vorschnitts sind tatsächlich darauf gekommen, weil sie die Kinder bis ins Jahr ... also quasi ins Jahr zwei tausend vierhundert mit berücksichtigt haben. Und dann kommt man halt auf so eine ganz, ganz krasse hohe Zahl.

Aber die Studie wurde inzwischen auch sehr oft kritisiert und diese Zahl gilt als nicht haltbar. Ist ja auch absurd wenn wir davon ausgehen dass wir jetzt zum Beispiel auch unser Lebenswandel ändern können und jetzt CO₂ einsparen können das heißt die CO₁-Belastung könnte ja sinken in der Zukunft dann gelt ihr das auch diese Rechnung gar nicht mehr.

also das ist schon von dem Standpunkt aus auch Käse. meine dreivierter Jahre in die Zukunft zu prognostizieren, ist ja völliger Käse. Wir schaffen das ja noch nicht mal ein Jahr. Voll! Und was du eben sagst find ich total wichtig, dass wir auch die Arsch und Weise wie wir leben ändern – und dass eben ja auch nicht jeder Mensch den gleichen CO²-Fußabdruck hat ne?

Also es ist ja auch total lifestyleabhängig am Ende, wie wir sozusagen unser Einfluss auf Klimakrise und auf die Umwelt eben ist. Und aus dem Grund total schwierige Zahl, überhaupt nicht auch berücksichtigt das wir ja gerade zu langsam aber systemisch daran arbeiten sozusagen unsere Emissionen zu senken.

Du schreibst ja so sinngemäß dass wir nicht weniger leben brauchen sondern klimaneutrales Leben. wie stellst du dir diese Zukunft ganz konkret vor? Ich finde, dass es eine sehr wichtige Feststellung ist. Weil's am Ende auch das, was ich eben schon gesagt hab, eine ganz große Frage davon ist wie leben wir?

Und wenn ich jetzt an die Zukunft denke dann denke ich tatsächlich an ein Deutschland, was hoffentlich klimaneutral ist weil er seine Klimaziele einhält. Also ich berichte ja jeden Tag darüber, dass wir gerade auf einem nicht so guten Weg sind und dass wir da definitiv unsere Anstrengungen sowas von verzehnfachen müssen.

damit wird das auch wirklich schaffen Aber grundsätzlich sind wir auf dem Weg in die richtige Richtung. Wir ändern die Art, wie wir leben und ich wünsche mir eben einen Start, indem wir die Energiewende geschafft haben. Indem wir die Verkehrswende geschaffen haben diese Überprivilegerung vom Auto auch irgendwie wieder zurückgeschraubt haben und andere Verkehrsformen, die viel klimafreundlicher uns zulassen Das ist die Autos, die noch umfangt keine Verbrenner sind.

Sondern E-Autos und dass wir es schaffen, uns von diesen fossilen Energieträgern zu lösen. Weil das der allergrößte Punkt ist, diese Abhängigkeit von den fossilen ... weil wir dadurch einfach sehr viel CO₂ imitieren. Und am Ende wünsche ich mir einen Staat, der sozial gerecht ist bzw. liebst natürlich eine ganze Welt.

Realistisch gesehen ist es ja schwierig, von hier aus umzusetzen. Aber wir müssen uns dafür einsetzen, dass in der ganzen Welt am Ende so eine Transformation stattfindet und das wieder alle mitnehmen. Wie säht denn so ein Lebenhaus ganz konkret? Wie müsste ich mir das vorstellen, wenn du das dir so ausmalen könntest wie du wolltest ...

So ne richtige Utopie sozusagen! Richtig deine Utopi, wie sieht die aus? Ich find's total schön, wenn wir ein Nachbarschaftlicher in kleineren Gemeinschaften leben könnten. Dass jeder auch in seinem Dorf die Möglichkeit hat seine Einkäufe zu erledigen, zumindest das Nötigste. Du wirst nicht alles im Dorf reinkriegen so realistisch bin ich.

aber es wär schon cool, wenn man seinen Wocheneinkauf dort kriegen könnte und wenn man tatsächlich auch in der Stadt wo man lebt dann auch die Sachen von den umgebenden Landwirtschaften kriegen würde. Wir haben zum Beispiel eine kleine Stadt in Sachsen, wir haben einen Wochenmarkt. da gibt es nicht ein Stück Grün Obwohl wir von Feldern umgeben sind.

Ich finde das total absurd, weil ich mir denke ... Ich müsste eigentlich das kaufen können was hier ums Eck ist aber es gibt keinen Hofladen von den Höfen die produzieren und ich find's schade. Weil das ja sinnvoll wäre auch einfach, um Produktionswege zu sparen. Und dass man erst mal wieder in den Gemeinschaften ein bisschen näher zusammenrückt, dass man Sachen miteinander teilt, nicht jeder hat die Bohrmaschine, den Vorschlagkammer oder die Kreise mehr.

Austausch stattfindet, weil man braucht's ja nicht jeden Tag und dann könnte man sich gut reinteilen. Ein bisschen wie mit einer Bibliothek. Dass man auf vielen Ebenen wieder zusammenrückt, Ressourcen teilt. Vielleicht auch wieder fragt, wie viel von allem brauchen wir eigentlich? Dieser Sufizienzgedanke, dass wir eigentlich gerade viel zu viel ... konsumieren und kaufen und dafür die Sachen nicht lange halten und wir wieder konsumierend wiederkaufen, weil das vermeintlich günstig ist.

Aber das ist ja nur wie die Kosten, diese Umweltfolge-Kostenauslagern an der Stelle. Und ich würde mir einfach wünschen, dass wir da wieder ein bisschen langsamer werden und uns wirklich halt auch wieder fragen, was ist denn das richtige Maß? Wie schaffen wir es für alle oder möglichst alle, ein gutes Leben hinzukriegen?

Und ... diese krasse Konsumlast hat einfach wieder reduzieren. Dafür brauchen wir aber als Gesellschaft so einen Bewusstsein dafür. Weil sonst wird's immer wieder Druck geben gerade für Menschen, die wenig Einkommen haben dann trotzdem mitzukonsumieren Weil das halt dann cool ist und gewünscht ist. Und das muss sich irgendwie wieder so ein bisschen umkehren, finde ich.

Dann wär's natürlich schön ... Wenn dieser Fokus von der Straße weggehen würde, wenn nicht an die Verkehrswende denke? Es gibt ja echt viele Möglichkeiten, sich auch ohne eigenes Auto fortzubewegen. Aber gerade im ländlichen Raum, wo ich jetzt zum Beispiel auch lebe, sehr schwierig, weil teilweise kommst du nicht mal ins Nachbardorf!

Und da brauchen wir natürlich andere Strukturen, weil einfach nur das Auto wegzunehmen und zu sagen kommt mal klar. Das funktioniert nicht, ne? Wir brauchen dafür einen strukturellen Wandel. Ich wünsche mir, dass wir vielleicht auch in den Jahr zweitausendfünfzig so weit sind, dass man sich ja auch anders fortbewegen kann, dass es echte Alternativen gibt und die nicht heißen ich muss auf dem Bus warten der vielleicht maximal einmal pro Stunde fährt dann komme ich aber auch nicht in alle Richtungen sondern nur in eine und dann bin ich halt total eingeschränkt fürs Auto sozusagen entscheiden und ich verstehe das.

Ich habe auch ein Auto, weil ohne Ginge ist gar nicht oder zumindest nur sehr kompliziert. aber ich will halt kein Tagesausdruck machen müssen wenn ich nur im Nachbardorf irgendwie jemanden besuchen gehe. Weil ich muss auch arbeiten so ne? Ich hab Kinder die ich irgendwie von A nach B bringen muss. Das klappt so nicht.

Das heißt wir hätten wenn ich das so zusammenfasse was ich höre ... wäre mehr vor Ort möglich, einkaufen. Aber auch Begegnung. Sagst du, die Dinge teilen? Man kann ja Räume teilen. Partyraum im Dorf oder in der Nachbarschaft in der Stadt ging hier auch. Oder kleine Begegnungsräume, wo man sich treffen kann.

Allein die Wohnform... Das ist jetzt schwer umzusetzen, weil das sehr weit weg ist von dem wie Menschen aktuell leben. Aber eigentlich find ich es total schade, dass dann Leute später ... Man baut ein Haus für seine Familie und das hat keine Ahnung vielleicht fünf Zimmer? Und später ist man alleine und diese Zimmer sind leer.

Eigentlich find ich's total cool zu sagen, entweder man baut Modular so, dass man sich wieder verkleinern kann oder man wohnt in anderen Gemeinschaften. zusammen. Wir wohnen zum Beispiel in dem Mehrfamilienhaus und ich genieße das so, dass wir uns dann den Garten teilen, dass die quasi denn die anderen Kinder da sind und unsere Kinder mit denen spielen können.

Die haben dahinten zusammen den Gaten und man nutzt ihn einfach gemeinschaftlich. Das ist ja so schön! Es ist so ein hoher Wert. und was ich aber auch beobachte ist sozusagen gerade jetzt hier in der Siedlung wo ich quasi wohne, die meisten haben halt ein Haus Und jeder hat einen Trampolin im Garten stehen, ne?

Und jedes Kind springt alleine aus seinem Trampolin. Das ist eigentlich so traurig! Dieses Trampoline ist wirklich ... Wir haben uns auch dagegen gewährt, selber einzukaufen, weil's für mich so sinnbild ist von okay jetzt kochen wir alle nur noch unser eigenes Supieren nicht mal mehr. die Kinder kommen und spielen miteinander.

das ist doch irgendwie total traurisch. Ich musste da lachen, weil ich dieses Erlebnis hatte als wir in Siegburg gewohnt hatten und da hatte ich auch noch die Idee, wir haben Haus und so... Da sind wir spazierend gegangen an der Sieg. Dann kamen wir an Neubauten vorbei. Das waren Reihenhäuser und die hatten alle diesen winzigen Garten, also dieses ... heute den Preise einfach so winzige wo wirklich nur das Trambolin reinpasste der Sandkasten unter Grill mehr für wer war kein Platz.

dann war das Ding voll Und da hattest du drei vier von diesen Häusern nebeneinander. Davor war ein altes Haus aus den Sechzigern. das war genauso groß Mehrfamilienhaus, auch nur zwei Stockwerke oder so hoch. Das war eigentlich die gleiche Baufform aber die hatten rundherum den Garten für alle. Es waren einfach so Gemeinschaftsgarten mit einem einfachen Zaun und es war natürlich viel mehr Platz.

Und wie du sagst, die Begegnung stattfindet also ist nicht nur begegnet sondern wir haben dann auch mehr Platz wenn wir Dinge gemeinschaftlich nutzen. das finde ich so... Das war für mich augenöffnend als er vorbei ging. Mit dem Kart mit diesen Trambulinen. Total! Das ist ja auch so schön. Also, ich finde gerade wenn man Kinder hat ist das auch so entlastend.

Weil wir sind dann quasi drei bis sechs Elternteile je nachdem wie viele Erwachsenen da sind. ja alle Kinder spielen im Garten und du kannst einfach zugucken und du weißt einfach es hat immer jemand eine Auge auf die Kinder ja? Wir schließen vornes Tor ab und dann können sie auch nicht raus sozusagen auf die Straße Und du kannst die halt einfach mal machen lassen Und braucht doch nur eine Aufsicht, nicht sechs.

Genau! Da braucht man halt nicht zu mindestens dritt sitzen bei jeder einen Kind beobachtet, sondern da kann man sich das reinteilen. Das ist eigentlich so cool und ich finde es voll schade, dass heute so wenig einfach passiert. Zumindest hier bei uns, wo dann ein Familienhaus neben dem Nächsten steht ... einfach nur so jeder Seins macht schon fast.

Ja. Das würde ich mir viel mehr wünschen, dass man da einfach mehr teilt. Wie dann dieses Gemeinschaftliche reinkommt statt eben diese eigenen Süppchen zu kochen, sag' ich mal? Das Absurde ist ja ... Dass das genau das ist was uns die Menschheitsgeschichte über Jahrmillionen oder auch die letzten Jahrhunderte bis zum Zweiten Weltkrieg geprägt hat, dieses gemeinschaftliche Zusammensein im Dorf war die Allmende grün, dass man gemeinschaftlich genutzt hat.

Und das ist ja so wie wir die meiste Zeit im Menschheitsgeschichte gelebt haben, dass wir Dinge zusammen gemacht haben. und das Spannende ist es ... Wir sind jetzt ein ganz anderes Thema gekommen aber... Das gibt einfach Glück! Das entlastet total. was ich bei Eltern immer höre ist dieses Ich kann es allein nicht mehr, ich kann nicht mehr und dieses Gemeinschaftliche nimmt der A-Aufgaben ab, so ganz konkrete wie.

ich muss jetzt nicht da im Garten sitzen und zugucken, manche haben da auch keinen Bock zu im Sandkasten zuzugucken. Manchmal muss man auch vielleicht einfach andere Sachen machen, weil die eine oder andere als Elternteile vielfältig sind und da musst du was vorbereiten oder das andere Kind bei den Hausaufgaben betreuen?

Oder mal nix tun? Ja, vielleicht auch mal das... Oder wir Partner was machen? Es gibt mir ganz viele Sachen! Da ist es total entlastend wenn man sich das teigelt So, ne? Auch zum Beispiel im Gemeindschaftsgarten. Wie schön ist das bitte, wenn einfach mehr Personen als nur man selbst guckt, ob da irgendwelche Schnecken sind und die dann mal runterfischst, damit man halt am Ende den Salat ernten kann oder nicht weggegessen wird?

Stimmt, man könnte... Ich habe immer gemerkt ich komme nicht hinterher alleine. Also ich bin ja auch unter der Woche mit den Kindern alleine, weil mein Mann in einem anderen Bundesland arbeitet. Oh wow! Wir haben echt probiert hier mit Gärtner, aber total schwierig. Für dieses Jahr haben wir uns vorgenommen einfach das als Gemeinschaftsgarten anzulegen so dass alle mitmachen können weil es schwierig ist.

also ich schaffe das alleine nicht und ich merke einfach so es gibt Kapazitätsgrenzen und warum nicht teilen? Dann gucken da halt mehr Leute nach. man teilt dann natürlich auch die Ernte aber warum nicht? Ja wegen ihr kam ja gerade beim Schrebergarten. Da gibt's auch manche Leute die dann damit sowas... Das is aber Arbeit!

Und wieso sich das nicht teilen? Voll. Und das ist eigentlich, wie ich mir wirklich vorstelle, wie wir dann vielleicht zusammenleben einfach wieder so ein bisschen mehr zusammen, bisschen mehr fokussiert auf das Wesentliche nicht so dieses ... in Konsum sich selber irgendwie ertränken sondern vielleicht mehr Fokus auf das Zwischenmenschliche weil das eigentlich das ist sozusagen was hier so'n Menschenleben auch ausmacht.

Am Ende gucke ich nicht auf die schönen Dinge, die ich besitze, sondern auf die Beziehungen, die gepflegt habe, auf die Leute, die für mich da waren, wenn ich was auf dem Herzen hatte und nicht auf ... keine Ahnung, die achtzigtausendste Vase oder die Jacke oder so was, die sich da irgendwie toll fand?

Ja ähm... Die Uhr! Ja voll- oder die Uhr ja. Ich erleb das bei so vielen Eltern. Sie nehmen sich morgens vor, ruhig zu bleiben und ein paar Stunden oder ein paar Minuten später stehen sie wieder da und sind laut geworden. Ungeduldig! Oder komplett raus? Und danach kommt dieses Gefühl, dieses nagende Gefühl so wollte ich das eigentlich nicht... ...und genau an der Stelle setzt gut macht es gut an.

Wir schauen uns nicht nur an was du tun kannst sondern warum es in diesen Momenten kippt, in dir kippte. wir verändern genau dass Also nicht theoretisch, sondern mitten in deinem Alltag. In einer kleinen Gruppe von Eltern die genau das kennen weil das ergibt dann diese Erfahrung... Diese Erkenntnis. hey ich bin da ja nicht allein mit dieser Wut!

Allein das ist immer wieder so berührend und ich finde unbezahlbar. Du kannst jederzeit einsteigen aber die eigentliche Frage ist wie oft willst du diese Momente noch erleben? Wenn du merkst dass sich wirklich etwas verändern soll. Ich glaube, das ist etwas, was fehlt auch in dieser wir klimafreundlicher Leben.

Was das bedeutet an Lebensgewinn? Also an Qualitätsgewinn. Gerade diese Zeit wie du sagst meine Eltern sind über achtzig mein Vater ist hoch dement Und da ist mit den Uhren, der hat ganz viele Uhren. Da hätten wir alle gerne auf eine oder andere Uhr verzichtet wenn er dafür mehr dagewesen wäre weil das kannst du nicht zurückholen.

Voll und wir diskutieren dass immer dieses vielleicht auch einfach ein bisschen weniger haben so als Verlust also als würde uns die Klimakrise. Natürlich nimmt die Klimakrise uns was weg, aber es würde uns ein klimafreundliches Leben etwas wegnemen. Aber vielleicht gibt's auch ganz viel, weil wir nicht mehr so viel konsumieren und dafür keine Zeit verschwenden müssen.

Weil wir gemeinschaftlich mehr Dinge tun, weil sie uns lokal wieder Initiativen schaffen, Lebensmittelkooperativen ... Dadurch eben uns die Zeit sparen, wo wir sonst zu einem Supermarktzentrum fahren müssten. Gibt ja viele Mittel- und Wege, wie man das schaffen kann. wieder zu regionalisieren, ohne jetzt die Globalisierung per se verteufeln zu wollen.

Es ist auch schön, dass wir Handelsbeziehungen woanders sehen haben. Das will ich gar nicht sagen aber ich glaube das insgesamt so ein bisschen mehr regionale Strukturen und Gemeinschaft und dass man seine Nachbarn kennt einfach gut tun würde und eben auch dann klimafreundlich erst wenn man sich halt weh gespart Dinge teilt und insgesamt halt weniger Konsum hat.

Aber eigentlich finde ich es so schade, wir sollten gar nicht so viel über die individuelle Ebene sprechen. Sondern auch über das Systemische. Weil das ja ein riesen Hebel ist. Ich find's aber grade cool, über diese Benefits mal zu reden. Also was ... weil mir kam grad noch was. Es war vorher nämlich gesagt, dass Menschen, die nicht soviel haben gezwungen sind quasi zu konsumieren.

Was ja ein Paradox-Sohn eigentlich ist. Wieso sind die gezwunken? Und ich hab so was rausgehört wie, es hat doch etwas mit Selbstwert zu tun. Total also... Ich hatte das mal mit einer Freundin, die auch ... Also ich bin selber in einem Plattenbau groß geworden. Und meine Freundin von mir auch und wir haben das unabhängig voneinander festgestellt.

ist es dir umso erpichter als Jugendliche sozusagen darauf waren ganz viel Markenkleidung zu konsumieren. Dann auf Biegen und Brechen irgendwie an diese Louis Vuitton ranzukommen, um dazuzugehören weil das ein Statussymbol war und du das unbedingt wolltest. Ich hab weiß noch was für Kämpfe ich mit meiner Mutter geführt habe.

Weil ich unbedingt in das Outlet wollte Manche Sachen einfach gar nicht hätten leisten können, wenn ich nicht ins Outlet hätte fahren dürfen. Um sie mir dort zu kaufen und damit dann da so eine hässliche Schweibe oder sowas drauf ist. ja am Ende. also jetzt blicke ich darauf. Was du dich da interessierst?

So absurd einfach und diese Ausbeutung und keine Ahnung. aber mit dreizehn habe ich das sehr anders gesehen. Da war überhaupt kein Bewusstsein bei mir dafür. da muss sich ganz ehrlich sagen Ich wollte einfach dazugehören. Unsere Geschuhe ist wichtig, dass du Markenkleidung hast und ich wollte das auch haben.".

Bei meiner Freundin war es genauso. Die hat gesagt, wir wohnen hier im Plattenbaum, mein Vater holte sich ein Auto damit er nach außen hinfahren kann. Der wird dann verzichtet an sozusagen ... Einigen Stellen nimmt man eben nach außendranken und uns geht's gut. Und wenn da halt ständig neue Trends kommen Sie ständig neue Trends kaufen, dann kriegst du die für drei Euro bei Temu.

Ja klar willst du mitmachen! Also ich glaub das ist ein ganz normaler menschlicher Impuls, dass du sagst, ich möchte nicht abgehängt sein. Deswegen heißt ja oft so es ist auch ein Privileg sich dafür zu entscheiden, secondhand zu kaufen. Auch wenn man's nicht müsste sozusagen ne? Weil man halt sagt ... Ich steh da drüber und kann mich diesem Trenddruck irgendwie entziehen.

Und andere sagen... Ich möchte aber nicht, dass man mir ansieht. Dass ich arm bin oder so, ne? Weil secondhand dann oft einen muffigen Ruf hat oder so. Also wenn wir unsere Vision ein bisschen spinnen, wäre das auch eine Welt in der die Menschen einfach dazugehören? Voll, in der sowas keine Rolle spielt und einfach selbst spüren.

Ja, so eine Zugehörigkeit und wo man auch ... wo auch sowas wie Second Hand und Kreislaufwirtschaft völlig normal ist. Das ist halt nicht so, dass der erste Gang ist. Ich geh in ein Geschäft und kaufe dort etwas neu, sondern ich geh in einen Geschäft und kaufe dort was gebraucht. Weil vieles ja einfach schon da ist.

Und so viele Kleidungsstücke auf diesen Second Hand-Plattformen sind ... das kann man sich gar nicht vorstellen. Diese Masse an Kleidung, die bei Leuten zu Hause liegt und nicht getragen wird und darauf wartet, adoptiert zu werden irgendwie? und einfach nochmal ein neues Zuhause zu finden. Ich hab jetzt die Entscheidung getroffen, ich kaufe jetzt nichts mehr ... was ich nicht wirklich brauche als wenn ich sie wirklich irgendwie... Was kaputt ist aber?

Ich habe eigentlich alles! Und ich hab wirklich auch wirklich nicht viel. Ich habe mir jetzt noch mal zwei neue Hoodies gekauft Anfang des Jahres weil die anderen wirklich zerschlissen waren. Also wir waren Löcher drin und dann kann ich die auch nicht mehr tragen. Also bei der Gartenarbeit schon Aber diese Entscheidung einfach zu treffen, ich kaufe jetzt nix mehr.

Ein Jahr lang hat auch echt ein bisschen Panik erstmal ausgelöst, was wenn das ganz schön ist? Ja voll! Man hat ja auch... Ich meine Konsum ist halt auch so kultiviert. Wir kaufen Souvenirs und wir kaufen Geschenke, selbst wenn uns nichts einfällt. Was wir der Person eigentlich schenken könnten? Dann kauft man halt so Anstandsgeschenke irgendwie ... Also was ist das für ein Wort?

Ein Anstandsgeschenk also. Aber man geht los und dann gibt man irgendwie sein Geld aus für Sachen, wo man gar nicht weiß ob sie dem anderen gefallen. Ich mach das nicht mehr wirklich. ich sehe es nicht einig. Da frage ich, ob die Person einen Wunsch hat. oder ich schenke Geld und sag leg dir das Geld zusammen und erfüll dir dafür einen großen Wunsche aber ich kaufe nichts mehr, was jemand nicht haben möchte.

Ich finde das so sinnlos wirklich. Ja, es gibt Sachen die sich verbrauchen wie zwischendurch Blumen. Was zu essen würde ich auch noch verschenken? ja irgendwie keine Ahnung wenn ich eine Marmelade gekocht habe oder manchmal sieht man ja auch irgendwie mal was Leckeres oder so. aber Ich kauf keinem in Einrichtungsgegenstand wenn nicht weiß dass das sein Geschmack entspricht.

weil was hab ich denn von der Wase die nur im Schrank steht oder am Ende irgendwie zum nächsten Polterabend mitgenommen wird Nichts, ne? Und die beschenkte Person auch nicht. Eigentlich geht's ja darum beim Schenken aus so ein Mehrwert zu schaffen und wenn das garantiert ist, würde ich dann jetzt immer eher darauf sagen, ob ich Frage konkret oder schenke halt Geld und sage, es ist unromantisch.

aber ganz ehrlich bevor ich dir was schenkt, was dir nicht gefällt, take this. Ich glaub, es geht eigentlich nur um die Geste, hab man nicht gedacht. Ja! Und ich sag mal, meine persönliche These zum Schenkten Das sind wir vor Jahrtausenden, einfach ... oder mal vor Zehntausendern Jahren. Einfach das mitgebracht haben, was wir irgendwo gefunden haben.

Schöne Stein und schöne Blume. So wie dass die Kinder heute machen? Genau! Muschel oder was selbst gemachtes. Was selbst geflochtenes aus Gräsern oder was gemaltes, geritztes, geschnitztes. Und das Gute ist ja da... Du kannst das angucken. dann legst du es hin auf den Waldboden und es verschmilzt einfach wieder einmal das Eis.

Voll! Im Gegensatz zu heute ist es irgendwas aus, also wie so ein Smartphone aus Kunststoff, Metall und allen möglichen anderen Dingen. Das kriegst du gar nicht mehr auseinander. Voll das alles aus der Natur ist halt hundertprozent kreislaufwirtschaft. Okay. Also es gibt ganz viele tolle Sachen die wir eigentlich machen könnten und worauf wir uns freuen könnten wie sie das Leben ändern könnten.

Du hast aber gesagt systemisch vielleicht welche politischen Veränderungen bräuchte es denn damit Eltern schafft und Klimaschutz zusammen? Naja, also wir müssen es irgendwie hinkriegen dass dieses land wirklich klimaneutral wird und eben vor allen Dingen im bereich der energiefersorgung auf die erneuerbaren zurückgreift komplett.

Und dadurch natürlich dann auch sozusagen den verkehrssektor mit grünem strom versorgen kann das wir es hinkregen Verbrenner langfristig von der Straße zu verbannen und Platz zu machen für elektrische Alternativen. Und vor allen Dingen aber auch im Sinne der Verkehrswende, nicht nur der Antriebswende andere Mobilitätsformen auch so ein bisschen zu pushen.

also es gibt ja viele Möglichkeiten wie das aussehen kann indem man zum Beispiel so flexible Ruftaxis die auch auf dem Land funktionieren sozusagen installiert womit dann Leute wirklich auch zuverlässig von A nach B kommen Fahrradmobilität stärken, mehr Radwege gibt's bei uns auch nicht. Da musst du dann über die Landstraße fahren und da ganz ehrlich habe ich mal mit meinem Baby im Anhänger gemacht.

Also ... Die sind so nah an mir vorbeigefahren, die Leute! Ich hab wirklich jeden Moment gedacht jetzt war es das mit uns, vor allem der Kleinen ja? danach nie wieder. Ich fahre nicht mehr über eine Landstraße mit den Kindern hinten im Barken, das ist mir einfach zu uns safe. und jetzt gerade wenn die jetzt Fahrradfahren lernen ... ich fahr nicht mit einem Kind vor, also es geht nicht, viel zu viel Schiss, dass da irgendwie was passiert und dafür muss es halt sichere Radwege geben oder dass man auch einfach die ganzen Bahnhöfe, die jetzt grad nicht mehr angefahren werden, wieder anfährt und diese Schienen aktiviert und so.

Also wir müssen ganz viel in alternative Verkehrssysteme. investieren und eben nicht nur bei den Straßenverkehr fördern. Ja, vor allem das ist alles andere als inklusiv also schließt ja alle Menschen aus die sich in Autos nicht leisten können und das sind halt eine trotz steigender Autozahlen in Deutschland.

Die steigen. seit Jahrzehnten gibt es ganz viele Menschen die keine Auto haben. Und die werden in dieser ganzen Autozentrierten, ich habe auch ein Auto, autocentrierten Gesellschaft einfach ausgeschlossen permanent Total und wir investieren da super viel rein. Und gleichzeitig die ganzen Kosten, die der Allgemeinheit durch sozusagen die Förderung des Autoverkehrs entstehen also stehen ja kein Verhältnis zu dem was wir irgendwie für Radverkehr ausgeben.

Ich weiß nicht mehr ganz genau wie das verhältnis ist aber ich habe mir das von einem halben Jahr oder so mal angeguckt wo es darum ging wieviel wir quasi in Straßen investieren und wie wenig wir über die kfz steuer davon eigentlich wieder zurückkriegen. Und wenn wir dann noch so was wie Feinstaubbelastungen, alle ökologischen Folgekosten, die da auch entstehen und ausgeglichen werden müssen durch die Allgemeinheit hinzuziehen.

Kommst du auf den Verhältnis? Wenn man sagt, das ist total krass einfach! Was die All Gemeinheit sozusagen bezahlt um dem Autofahrenden das Leben leichter zu machen und günstiger. Gleichzeitig werden halt andere Mobilitätsformen permanent irgendwie ... So hinten runter fallen gelassen, weil sie halt nicht so wichtig angesehen werden.

Das ist systemisch? Dann Thema Gebäude. Also ich meine gerade eine hochaktuelle Diskussion über dieses neue Gebäudemodernisierungsgesetz, welches ja das Gebäudenergie-Gesetz bekannt als der Heizhammer des Heizungsgesetzes. ersetzen soll. Und wo jetzt halt diese verbindliche sixty-fünf Prozentregel fehlt, stattdessen soll eine Grüngasquote kommen die soll aber auch nicht im Gesetz stehen.

das heißt man schafft es jetzt quasi erst mal ersatzlos mehr oder weniger ab und die Grüngaskquote kommt dann irgendwann später im Verlaufe des Jahres in Herbst irgendwie wenn das dann alles so durchgeht umkommt Was ja auch total schwierig ist und gerade sehr kontrovers diskutiert wird. Da haben sich die Umweltverbände gemeldet, weil reicht wahrscheinlich nicht aus um die Emissionen zu sinken.

Die Sozialverbände sind gemeldete. Weil wird wahrscheinlich sehr teuer und die Mieterinnen und Mieters sind dann irgendwie diesen ganzen Preiswürfer ausgesetzt. Jetzt hat sich sogar noch die Wirtschaft gemeldeten, die sagt ... Wir müssen jetzt langsam die Emissionen runterkriegen. Wir brauchen Planungssicherheit und ... Und günstigen Strom brauchen wir, ne?

Ja! Gas ist halt nicht günstig. Gas sind die teuersten Kraftwerke, die wir haben. Das ist absurd. im Vergleich dazu könnten erneuerbare Energien sehr günstigt sein aber der Preis wird ja danach gebildet was das teuerste Kraftwerk am Markt ist und das ist halt das Gaskraftwerk. Okay also das Systemisch gibt es einiges zu tun.

Total Was können wir denn, wenn Eltern sagen ich möchte aber nachhaltiger leben oder was sind denn da die drei Hebel, die wirklich etwas verändern? Weil das ist ja auch so schwierig. Es gibt so viel. wo fange ich dann wirklich an, wenn ich auch ein bisschen was tun möchte in meinem eigenen Blase. Wobei wichtig ist man aus meiner Sicht es muss das Systemischer sein, weil ich kann meinen CO² Fußabdruck soweit runter prügeln wie ich will, wenn mein Nachbar dreimal im Jahr fliegt und Und noch drei Verbrenner kauft, die immer mehr verbraucht.

Bringt das ja unter dem Strich nächstes. Also ich glaube, das Wichtigste ist es, dass wir uns bewusst sind, dass alle Druck aufs System ausüben können, indem wir zum Beispiel wählen gehen und uns für eine Partei entscheiden, die unserer Meinung nach eine ökologische... Verbindlichkeiten sozusagen einfordert.

Wir können demonstrieren gehen, wir können uns lokalpolitisch engagieren und für Projekte stark machen die eine Veränderung sind. also ich finde gerade dieser politische Hebel ist super wichtig und grade wenn man als Eltern überein Netz sozusagen verfügt, dass es möglich macht sich auch politisch zu engagieren.

Es ist so wichtig und so toll wie Leute ihre Stimme nutzen weil Eltern ja auch in der politischen Debatte vor allem insbesondere Mütter schon unterrepräsentiert sind Und ist total wichtig ist aber diese Perspektive auch gibt auch an einer Einladung sozusagen, an alle die irgendwie Eltern kennen. Und in der Lage sind diese zu entlasten.

Tut es nicht? Tut es! Gebt ihnen den Raum damit sie sich einbringen können ihre Perspektiven einbringen kann weil das super super wichtig ist und natürlich auch die Einladungen. wenn man quasi selber keine Kinder hat aber mit Kindern Kontakt steht so ... supportet die Leute und versucht wenn ihr euch einbringt auch Eltern und Kinder mitzudenken.

denn Eltern sind Eltern von minderjährigen Kindern sind eine krasse Minderheit, auch in der wählenden Bevölkerung. Im Vergleich zu leuchten über fünfzig Rentnerinnen ist das einfach eine Minderheid und die repräsentiert dann sozusagen noch kleinere Minderheiten. also es ist ein schwieriges Feld einfach um da als Elternteil durchzukommen.

kompliziert, weil wir quasi in der Unterzahl sind. Und deswegen super wichtig sich einzubringen und auch für alle Menschen ohne Kinder den Raum zu geben oder eben selber diese Perspektiven aktiv mit einzubringen versuchen? Dann was man tun kann ist natürlich so einen kleinen Rahmen wirksam sein also wenn man denkt die Kinder gehen in Kita und Schule.

ja man kann da auch dort Dinge mitgestalten und dafür sorgen dass sich etwas verändert. bei uns in der Kita der Förderverein. inzwischen haben wir Pfandbecher Ja, damit wir keine Einwegbecher mehr haben. Wir haben die dann irgendwann besorgt. Eine Zeit lang haben alle ihre eigene Tasse ihren eigenen Becher mitgebracht.

Jetzt haben wir eigene Pfandbecher besorgt, weil wir gesagt haben, kommt es am einfachsten? Da müssen wir auch keine Pappbecher als Ersatz vorhalten bei Festen. Dann natürlich so was wie ... Was wird denn beim Kita-Fest serviert? Gibt's nur Fleischgerichte? oder kann man da vielleicht drauf einwirken, dass irgendwas anderes gefunden wird?

Muss ja kein Wurstersatz sein aber Mais kolben! Vielleicht ein Grillkäse, wenn man's noch nicht ganz so weit hinkriegt. Dass man versucht auch Alternativen und Bewusstsein zu schaffen. Aktionstage zusammen Müllsammel gehen. Auch bei seinen Kindern das Bewusstsein zu schärfen. Und das wär mein dritter Punkt ... Erziehen alle junge Menschen und bringen die quasi ins Leben.

Und das ist ein riesiger Hebel, ne? Wir formen quasi das Werteverständnis von einer ganzen Generation, die gerade im Heran wachsen ist. Das ist eine riesige Aufgabe, eine riesigere Verantwortung. Und dass auch einen riesigen Hebel den wir nutzen können, dem unseren Kindern von Anfang an beibringen. Warum ist es denn schützenswert?

Was gibt's denn ... Ich weiß gar nicht mehr. Es war bei einem Interview im Wildpark, der hat einer zu mir gesagt, man kann nur da schützen was man kennt und seinen Kindern einfach die Natur näherzubringen, denen zu zeigen, was gibt es denn für Vögel? Was gibt es dann für Käfer oder Wildbienenarten? Sonst wird den niemals auffallen, dass etwas fehlt.

Du kannst nichts vermissen, was du nie gesehen hast, wo du gar nicht weißt, dass es da war und da ein gutes Bewusstsein zu schaffen, das ist schon eine riesige Aufgabe und wichtiger Hebel, den wir als Eltern haben.". Danke dir noch mal für die Tipps. mehr davon gibt's natürlich in deinem Buch. Anregungen und Tipps gibt's ganz viele auch bei dir auf deinem Instagram-Kanal.

Wo kann man sich noch mit dir vernetzen? Wie kann man zusammenarbeiten? Genau, mein wichtigster Kanal ist eigentlich mit Instagram-Kanal. Da findet man mich als MySustainableMe zusammengeschrieben und ich hab auch einen Podcast. Falls ihr auf einer Podcastplattform das hört und mal rüber hüpfen wollt schaut man nach Verquatscht, fair wie Fairtrade sozusagen.

Und ja, das sind so meine wichtigsten Kanäle eigentlich. Ansonsten schreibe ich für unterschiedliche Medien. Alle links packen wir wie immer in die Shownotes. Danke dir auch dafür und danke dir für deine Arbeit generell, dass du einfach viel dafür tust, Bewusstsein scharfst und Möglichkeiten aufzeigst, wie wir diese Zukunft mitgestalten können, in der unsere Kinder ja dann leben müssen dürfen können.

Ja! Danke dir dafür. Jetzt zur letzten Frage dich allen meinen Gästen stelle wenn du an deiner eigene Kindheit denkst was hat vielleicht gefehlt? Was du dir später selbst beibringen konntest. Was gefehlt hat? Oh, das ist gut eine gute Frage. ich glaube ich habe sehr wenig so praktische Skills erlernt also irgendwie sowas wie Schnitzen oder Häkeln und Filzen und keine Ahnung.

so was haben wir irgendwie wenig gemacht muss ich ehrlich sagen weil meine Eltern da jetzt auch keiner ausgeprägt Affinität zu haben. Ich weiß, mein Papa so was kann oder konnte. Aber das haben wir irgendwie nie gelernt und bin grad dabei mir ein bisschen selber anzueignen. Obwohl meine Mutter Handarbeit macht, die kann noch nähen und alles ... Das macht sie auch für ihre Enkel, aber die hat nie für uns gedäht!

Deswegen wusste ich gar nicht, dass sie das überhaupt kann. Und da hätte ich tatsächlich gerne die eine oder andere Unterweisung bekommen wie man ne Nähmaschine benutzt. Weil es ist jetzt all Sachen, die muss ich mir selbst beibringen. Wofür bist du deinen Eltern dankbar? für alles. Ich hab ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern und ich finde, die haben uns richtig toll groß geliebt.

Und das war das Schönste was sie machen konnten. Sie haben uns in jeder Situation so genommen wie wir sind und uns eigentlich immer gezeigt, wir lieben euch... Also ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl meine Eltern mögen mich nicht oder finden mich doof oder wollen einem mir rumdoktoren um sich verändern.

Das ist eigentlich das größte Geschenk, was sie mir gemacht haben dass sie uns mich und mein Bruder immer so genommen haben wie wir. Wenn du werden in Eltern drei Tipps mit auf den Weg geben könntest. Vielleicht auch mit Blick auf die Klimakrise, welche wären das? Also ein praktischer Tipp wäre besorgt erst mal nicht so viel es wird richtiger.

Paint ist alles wieder los zu werden. also Ich dachte, ich nehme immer alles mit. Das war die Hölle, das dann am Ende wieder loszuwerden und dachte so ... Oh ja! Ich hab so viel Zeug. Ich hatte, glaub ich, vierzig Hosen in Größe, zweiundsechzig, achtundsechszig. Weil ich halt so dachte, Kistenweise zeugbekommen, das behältst du erst mal nicht?

Nachhinein ist so dumm. Also, ich ärgere mich selber über mich, dass ich das alles ... Hatte aber echt eine riesige Arbeit, das alles wegzukriegen. Und super nervig einfach. Aber im Bezug auf die Klimakrise ... Ich glaube es ist ... sehr gut, Verantwortung zu übernehmen und jedes Kind als Liebeserklärung an die Zukunft zu verstehen.

Und in dem Zusammenhang eben zu sagen ... Das ist auch ein Versprechen, dass ich alles dafür tun werde, dass es eine Zukunft gibt und diese Zukunft gut ist. Wenn das alle Eltern machen würden, dann wären wir schon riesigen Schritt weiter. Also weil ... Wir sind zwar nicht in der Überzahl, aber wir sind schon auch eine relevante Menge.

Ich glaube diese Power dürfen wir auch nicht unterschätzen. und wenn wir alle regelmäßig auf die Straße gehen würden zusammen aller Eltern, wow was wären das für Bilder? Und ich glaube sich das immer wieder so veraugen zu führen wie machen das für unsere Kinder? und dann vielleicht auch den inneren Schweinehund mal zu überwinden.

Oder dass wir Demos gestalten, dass sie für Kinder geil sind. Man sagt, es gibt eine Mitte, so ein Safe Space wo die Kinder sich auffangen können der von mir aus eingezäunt ist. ja wo man dann sagt ihr könnt hier spielen, es gib tolle Sachen drumherum dürfen die Eltern demonstrieren. Sowas finde ich super cool von der Idee her und würde mir einfach wünschen das man da wirklich sieht.

man kann sich einbringen als Elternteil Und ähm ... Der dritte Tipp liebt eure Kinder groß denn dann wären Sie resilient. Das ist das Wichtigste, was wir Ihnen mitgeben können in Bezug auf die Klimakrise. Um später Krisenmeistern zu können. Weil auch schwierige Situationen auf sie zukommen werden. Ob die durch die Klima-Krise investiert sind oder nicht?

Kann man nicht sagen, wer das dann trifft und erlebt, wer eine Überschwemmung mitmacht oder ein extremer Tereignis. Aber Resilienz ist immer gut! Und das geben wir Ihnen mitten, indem wir Sie so nehmen wie Sie sind und Sie groß lieben. Danke, Reisa. Sehr gerne für die Einladung. Diese Fragen nach der Zukunft, Verantwortung und ja Angst hören ja nicht im Kopf auf.

Sie zeigen sich am Alltag in deiner Anspannung, in deine Ungeduld, in Deiner Wut! In Wut. machst gut, arbeiten wir genau damit. Du kannst jetzt einsteigen. Alles weitere erfährst du im kostenlosen Orientierungsgespräch. das sind forty-fünf Minuten für dich. Den Link findest du in den Show Notes oder auf christophaminusn.de.

Und wenn es dir heute noch keiner gesagt hat Danke für dein Dasein in deiner Familie. Alles Liebe dir, bis bald!

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