Football Finance

EXKLUSIV - Andreas Luthe: „Fortuna Düsseldorf hat nach dem Hinspiel schon in der Kabine gefeiert!“

Montag, 8. September 2025 · 54 min

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Shownotes

EXKLUSIV - Bei mir war der ehemalige Bundesligatorhüter und heutige Vorstandsvorsitzende vom VfL Bochum Andreas Luthe zu Gast. Ich sprach mit ihm über seine neue Rolle als Vorstandsvorsitzender des VfL Bochum, über die großen sportlichen und finanziellen Herausforderungen nach einem Abstieg aus der Bundesliga und darüber, wie und wann er seinen Klub wieder in die Bundesliga führen will. Außerdem ging es um die spezielle Mentalität als Torhüter auf Spitzenniveau, seinen größten sportlichen Rückschlag und er verriet mir, welche Schlüsselmomente das „Wunder von Düsseldorf“ im Rückspiel der Bundesliga-Relegation im Jahr 2024 überhaupt erst möglich machten - viel Spaß beim Hören!

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🎶 „Knockturnal“ - Pufino, Trapbeats
🎶 "ELITE" - Alex Productions - No Copyright Music
📸 Quelle: andreas-luthe.de

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Intro
Erste Transferphase als Vorstandsvorsitzender
Vorstandsvorsitzender ein Jahr nach Karriereende
Wie intensiv ist der Job als Funktionär eines Bundesligaklubs?
Die großen finanziellen und sportlichen Probleme nach einem Abstieg
Wo befindet sich der VfL Bochum aktuell?
Davon hängt das Überleben des VfL Bochum ab
Wie undemokratisch darf man Ideen als Führung durchsetzen?
Welchen Stellenwert hat die Komponente Glück im Fußball?
Mentale Duelle zwischen Torhütern in der Bundesliga
Die größte Niederlage am Höhepunkt der Karriere
Rückkehr nach Bochum
Entstehung des "Wunders von Düsseldorf"
Job als Speaker für Unternehmen und Führungskräfte
Schnellfragerunde

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Dann kriegst du erstmal wieder einen Shitstorm, weil du angeblich ja 3 Minuten hinter Fabrizo Romano bist im. Viertelfinale ausgeschieden gegen Spanien in der Verlängerung. Also ich kann mich erinnern, in der Verlängerung hat Deutschland eigentlich immer gewonnen, aber das war mal. Große Gäste, starke Meinungen, unglaubliche Anekdoten und exklusive Einblicke hinter die Kulissen eines Milliardengeschäfts, das alles nur hier in deinem Podcast für Fußball und Finanzen.

Das ist Football, Finance und jetzt viel Spaß mit dieser Folge. Wir fallen von ungefähr 90000000 Umsatz auf circa 60, vielleicht sogar weniger übertragen auf die Wirtschaft ist das ein Einschnitt, der unglaublich groß ist. Aus meiner Sicht ist das alternativlos, wir brauchen junge Spieler mit Bochumer Prägung auf dem Platz. In Bochum, ich sag, ich bin sogar drastisch das Überleben des VFL Bochum hängt davon ab, ob wir das hinbekommen oder nicht, wir müssen mutiger sein, einige Fortuna Spieler haben ja schon im Ruhrstadion damals, also ich bin runter in die Katakomben, nachdem wir von unseren Fans ausgepfiffen wurde und da hab ich schon, ja, da hab ich schon die malle Hits gehört. Herzlich Willkommen zu Football

Finance. Zusammen mit meinem heutigen Gast, der als Spieler für den VF L Bochum für den FC Augsburg, für Union Berlin und auch den FC Kaiserslautern im Tor stand. Er war Teil des, ich nenne es jetzt mal so, Wunder von des Wunders von Düsseldorf in der Relegation im Sommer 2024 und hat trotz oder gerade weil er eine Profikarriere gemacht hat, einen Master in Wirtschaftspsychologie und Coaching und ist jetzt seit wenigen Wochen der neue Vorstandsvorsitzende vom VF L Bochum herzlich Willkommen Andreas Lute. Freut mich sehr für die Einladung. Danke.

Sehr gerne. Wir mussten die Aufnahme ein bisschen verschieben, weil du bist gerade mitten im Tagesgeschäft. Wir haben heute, den kann man ja so transparent sagen, den 28.8., also 23 Tage vor dem Schließen des Transferfensters ist es gerade so, die letzten Tagen bis jetzt, also du bist erst knapp 2 Monate, glaube ich, im Amt die intensivste Zeit bislang. Ja, absolut.

Dadurch, dass wir in der Satzung beim VFL Bochum ja. Einen gewissen Sicherheitsmechanismus verankert haben also alle Entscheidungen über einen gewissen Betrag. Monetär gerechnet müssen über das Präsidium und über den Aufsichtsrat eben abgenickt werden, sodass wir uns im ständigen Austausch befinden mit der Geschäftsführung.

Was geben wir frei, was geben wir nicht frei? Ich glaube, 250000 sind es. Genau, die grobe darf ich nicht im Detail bestätigen, aber die grobe Richtung stimmt und dementsprechend ist natürlich in der letzten Woche der Transferphase. Man kann sich vorstellen, in der Bundesliga sind viele Geschäfte über dieser magischen Grenze ist einfach viel los und dementsprechend mussten wir unser Gespräch jetzt etwas verschieben.

Kein Problem, Wir kommen gleich noch ein bisschen detaillierter dann auch zu deinem, zu deinem Job und mich würde zum Beginn gleich mal interessieren, weil damals. Hat. Ich habe mir natürlich auch in der Vorbereitung das meine Geschichte Video angeguckt vor 3 Jahren als du mit oder als Ricardo Basile bei dir zu Gast war und es war so Gelabelt meine Geschichte mit so tickt keiner der etwas andere Fußballprofi, weil du eben während deiner Karriere einen Master in Wirtschaftspsychologie und Coaching abgelegt hast, sozial engagiert, Führungsperson gewesen, Leader gewesen, jetzt wieder Leader, diesen Weitblick schon gehabt während der Karriere, über diese Dinge sprechen wir gleich noch. Jetzt bist du in deiner neuen

Rolle als Vorstandsvorsitzender für NVFL Bochum, weil gerade auch diese Attribute, die ich gerade aufgezählt hab und diese Dinge, die du dir angeeignet hast, auch die Denkweise natürlich, dich auch dazu befähigen, dieses Amt jetzt gut auszuführen. Stand es, weil bei dir alles sehr planbar wirkt? Ne alles sehr geplant von Anfang an auch nebenbei noch n Business aufgebaut, stand es so in deinem Masterplan drin, dass es ein Jahr nach Karriereende als ja eine als Head Off von VFL Bochum funktionieren könnte?

In meinem Masterplan stand es aber, die Timeline wäre eine andere gewesen, also nicht ein Jahr nach der nach dem Karriereende, aber in der Rolle, in der ich mich jetzt befinde, habe ich mich irgendwann mal gesehen. Speist sich einfach aus der Liebe zum VF l. Das ist mein Club, da war ich mit 6 Jahren zum ersten Mal im Stadion, habe dann mein halbes Leben verbracht und enden mit dem Wunder von Düsseldorf eben auch einen hervorragenden Abschied genossen. Und dieser Verein steht für mich über allem und ich habe während meiner Karriere schon gesagt, dass mein Ziel eigentlich mal ist, im Aufsichtsrat oder im Präsidium des VF L Bochum zu sitzen.

Ob es wirklich dann oder dass es am Ende dann der Vorstandsvorsitz ist, das ist letztendlich die Kirsche auf der Sahnetorte. Das hat mit den Geschehnissen der letzten Monate zu tun und vor allen Dingen auch mit dem großen Vertrauen der Mitglieder in meine Person. Und ich bin immer ein Freund davon gewesen, sich der Verantwortung zu stellen und habe da große Freude daran, diesen Verein in die Zukunft zu führen, das ist ne absolute Herzensangelegenheit für mich, ihr.

Habt euch ja auch Team Zukunft genannt, bevor wir da drauf gleich eingehen. Ich finde es immer beeindruckend, vielleicht stimmt das auch gar nicht, aber so kommst du rüber oder so auch in der Vorbereitung habe ich dich so wahrgenommen, wann hast du dir wirklich so einen Lebensplan auch neben dem neben der Karriere als Fußballprofi geschrieben, weil du gerade sagst, irgendwann war es mal Ziel Teil des Präsidiums zu sein, ohne jetzt einen genauen Zeitpunkt festzulegen, weil es ja gerade für junge Menschen wie mich von manchen hört man. Geh es einfach mal an und guck, was passiert. Andere sagen, ich will da und da und da sein in dem und dem Alter.

Wie hast du es gemacht? Ja, es ist auf keinen Fall so, dass du dir mit 20 denkst. OK, die nächsten Schritte sind die und die. Und in 20 Jahren bist du dort, sondern das ergibt sich einfach aus den Situationen heraus und beginnend quasi mit meinem ersten Stadionbesuch, mit 6 Jahren, mit meinem Wechsel ins NLZ, mit 13 Jahren, dem Profi werden, dem Kapitän sein, dem. Bundesligaspielen für diesen Club und dann eben zurückkommt und den Klassenerhalt irgendwo mitsichernd in Düsseldorf. Das Ganze hat ja eine Dynamik für diesen Verein, der mir dann Jahr für Jahr eigentlich immer ja weiter verfestigt hat, dass ich irgendwann für diesen Verein auch tätig sein will, dass ich diesen Verein Stück weit auch

was zurückgeben möchte, denn die Menschen beim VFL Bochum haben dafür gesorgt, das Umfeld hat dafür gesorgt, dass aus einem. Eher weniger talentierten Spieler wie mir doch noch echt was geworden ist und ich bin sehr sehr dankbar für meine Karriere, die ich sportlich hatte. Die ist aber sehr sehr kurz, wenn man es jetzt aufs gesamte Leben. Mal rechnen.

Ja, also ich gehe schon davon aus, dass ich 80 plus werde, dementsprechend haben wir ja. Dementsprechend haben wir rund um den VFL Bochum auch noch die Möglichkeit viel zu machen und ich glaube persönlich, dass meine Spielerkarriere nur noch ein ganz kleiner Teil dessen sein wird, was ich so für den VFL Bochum machen kann und leisten kann, sofern das Vertrauen der Mitglieder da ist. Denn ich bin von den Mitgliedern gewählt und. Und werde alles dafür tun, dass die Mitglieder zufrieden sind mit der Arbeit.

Jetzt werden die meisten vermutlich denken, wir sitzen in Bochum, aber es ist nicht so. Wir sitzen in Augsburg, wie groß ist denn der Zeitaufwand für dich jetzt als Vorstandsvorsitzender und wie funktioniert das auch in Remote, wie oft bist du in Bochum, wie oft arbeitest du von hier, wie gesagt, gerade der Call hat von hier funktioniert, wie baust du das auf? Also dieses Amt kann man nicht in Zeiteinheiten abrechnen, weil ich manchmal das Gefühl habe, alles geht über die 24 Stunden hinaus, die man zur Verfügung hat und. Hast du das so erwartet oder hast du es eher unterschätzt? Überschätzt?

Ja, na ich hab es. Ich hab den Aufwand schon hoch erwartet, aber wie gesagt, also ich würd es würd es nicht auf die Zeit runterbrechen wollen weil damit würde man irgendwie den Verein klein machen. Die Zeit die der Verein bedarf die er braucht die er benötigt, die bekommt er von mir und auch meinen Kolleginnen und Kollegen im Präsidium, im Aufsichtsrat, im Vorstand und wir werden alles dafür tun, dass dieser Verein erfolgreich ist und das. Das habe ich im Wahlkampf schon mal gesagt. Unsere Fans sind bereit, ihre Wochenenden zu opfern, zu den Spielen zu fahren, viel monetären Aufwand zu betreiben und aus meiner Sicht kann das ein Präsidium, ein Vorstand, ein Aufsichtsrat dann auch tun, und

dass meine grundsätzliche Haltung Zeit spielt, wenn es um den VFL Bochum geht, keine Rolle, wenngleich ich auch sagen muss, dass das natürlich mit der Familie vereinbart werden muss, auch ich, ich habe 2 kleine Kinder. Die ziemlich regelmäßig wieder aus diesem Fokus heraus. Aber das sind auch wirklich die die einzigen, also meine Frau und meine, die dürfen es. Ja, die dürfen es.

Ich hab mir den Wahlkampf angeschaut, euer Team Team Zukunft gegen Team wir für den VFL, ihr habt euch durchgesetzt, ihr wurdet von den Mitgliedern als Vorstand gewählt du wurdest dann paar Tage später oder war dann klar wahrscheinlich, dass du Vorstandsvorsitzender auch wirst. Jetzt stehst du als Head off ja zusammen.

Vor einem Abstieg, der erst mal passiert ist, das Stelle ich mir sehr turbulent vor, weil man einfach wirtschaftlich ganz anders auch schon frühzeitig planen kann, wenn man irgendwie die Klasse hält. Wie geht man und im Speziellen, wie geht ihr eure Aufgabe nach diesem Abstieg an, was sind jetzt die ersten Ziele, die ersten Probleme, die weggeschafft werden müssen? Grundsätzlich muss man einmal feststellen, wir fallen von ungefähr 90000000 Umsatz auf circa 60, vielleicht sogar weniger.

Übertragen auf die Wirtschaft ist das ein Einschnitt, der unglaublich groß ist und auch eine Feststellung dazu. Wir haben keinen einzigen Mitarbeiter, keine einzige Mitarbeitende freigestellt, sondern wir gehen mit dem gleichen Mitarbeiterstamm in die zweite Liga, so, das leisten wir uns, weil wir glauben, dass wir in der Summe der VF l Bochum alle Mitarbeitenden. Eine gewisse Wertigkeit haben und es gemeinsam schaffen, auch wieder in andere Gefilde sportlich zu kommen. So für uns geht es jetzt in der ersten, in der ersten Stufe darum, den Verein finanziell zu konsolidieren, auf sicheren Füßen zu stehen, damit dieser Abstieg langfristig keine Negativeren folgen hat.

Jetzt als die Zweitligazugehörigkeit, und das ist mit den beiden Geschäftsführern gerade unsere größte Aufgabe. Und daran arbeiten wir täglich. Und das ist übrigens 1 der wichtigsten Themen im Wahlkampf gewesen. Die Transferlösung der Vf L Bochum ist leider sehr, sehr schwach, was die Transferlöse anbetrifft in den letzten Jahren gewesen, obwohl wir, und das muss man auch sagen, ein hervorragendes NRZ haben, also zwischen NRZ. Wie hängt das zusammen?

Ja, also die Arbeit, die im NRZ gemacht wird, ist hervorragend und wir haben Bundesliga gespielt vor. Vorher, also 4 Jahre zuvor, noch zweite Liga. Wir haben es nicht geschafft, die Talente, die wir ohne ohne unbestritten hatten zu übertragen, auf die auf die Lizenzmannschaft und das war im Wahlkampf schon ein Riesenthema, dass wir mehr Durchlässigkeit brauchen, und wir brauchen vor allen Dingen Transfererlöse, denn 1 muss auch gesagt werden.

Wir sind immer noch im EV. Hundertprozentiger Eigentümer der KGA. Wir haben keinen einzigen Anteil an Investoren verkauft, also wie der Verein gehört. Immer noch, oder? Ja, ja, wird auch nicht verändert. Können wir ja noch thematisieren. Also dieser Verein gehört immer noch zu 100% seinen Mitgliedern bedeutet aber auch, dass man die Finanzierung irgendwie anders stemmen muss und wenn man dann gleichbedeutend auch noch bei den Transfererlösen zu den schlechtesten gehört. Dann.

Wird. Es spannend vor allen Dingen kumuliert über Jahre so und vor diesem, vor diesem Problem stehen wir gerade. Aber ich bin so jetzt nach den ersten Wochen und den ganzen Insights der Überzeugung, dass wir es schaffen können, aber es wird viel Arbeit bedürfen und es wird auch sportlich sag ich ne gewisse Übergangszeit brauchen bis wir das bis wir das hinbekommen haben, aber aus meiner Sicht. Ist das alternativlos?

Wir brauchen junge Spieler mit Bochumer Prägung auf dem Platz in Bochum und dementsprechend brauchen wir dann im Nachgang auch die Transferlöse, alles andere ist keine Option. Für die Identität auch sehr wichtig. Jetzt haben wir kurz in die Zukunft geschaut, aber alles, was in der Zukunft passiert, basiert ja so n bisschen auf dem, was in der Vergangenheit vielleicht auch schief gelaufen ist. Wie würdest du denn den Entwicklungsstand vom VFL Bochum gerade beschreiben?

Ist das n Neustart? Ist es ne Delle, weil ich hab mir mal die letzten 20 Jahre angeguckt, also man kann jetzt nicht jede einzelne Saison bewerten, aber erst war man war man 10 Jahre in der Bundesliga, dann 10 Jahre 4 Jahre zweite Liga, dann wieder 4 Jahre jetzt Bundesliga und jetzt ist man wieder abgestiegen. Ist es auch, wenn man es jetzt wirklich mal konkret benennt, irgendwie der mittelfristige Plan, dann, wenn man diesen Rhythmus beibehalten würde nach 4 Jahren oder vielleicht auch früher wieder ins Oberhaus zurückzukehren. Also es ist mein persönlicher Anspruch, aber ich kann nicht für die anderen sprechen.

Mein persönlicher Anspruch während der ersten Amtszeit in in den nächsten 4 Jahren schon auch wieder in die in die Situation zu geraten, dass man aufsteigt, aber das Thema ist in der Bundesliga nicht planbar, was mich vor allen Dingen interessiert, ist eine längerfristige Planung, wie? Bauen wir diesen Verein strategisch auf?

Wie digitalisieren wir ihn, wie erhöhen wir das Transfervolumen auf Abgabeseite? Ja, und wie lange? Macht man sowas wie wie plant man ein Transfervolumen auf Abgabeseite? Weil das wird ja so ein Seherverein sagen, ja, das machen wir mal ganz sicher. Ja, das machen auch viele. Es sind viele dabei.

Wie funktioniert das? Letztendlich geht es durch die Durchlässigkeit und ich sage, du brauchst an oberster Spitze und dann nehme ich uns im Vorstand jetzt mal besonders in die Pflicht, Menschen, die diesen Weg klar vorgeben, die Vertrauen geben an die Mitarbeitenden, den Geschäftsführern, dass sie diese Entscheidung, die zum Teil kritisch sind, auch machen dürfen. Wir müssen mutiger sein, es darf ein Cheftrainer bei uns und ein Sportvorstand bei uns.

Darf niemals zweifeln, wenn er sagt, OK, gebe ich in einem frisch ausgebildeten Spieler im NRZN Profivertrag. Ich halte ihn für richtig, ich halte ihn für gut, dann darf er niemals zweifeln. Beim VFL Bochum muss die Entscheidung immer pro eines talentierten jungen Spielers fallen, weil am Ende im Endergebnis steht, dass wir Transferlöse brauchen und ich glaube das ist uns in den letzten Jahren etwas verloren gegangen, dieser Mut, diese Überzeugung und das ist für uns im Vorstand jetzt gerade auch die höchste Prämisse, dass wir sagen.

Alle Mitarbeitenden bekommen von uns das absolute Vertrauen, dass sie diese mutigen Entscheidungen mit jungen Menschen zu arbeiten, junge Menschen auch frühzeitig in verantwortungsvolle Positionen zu schieben, dass sie das tun dürfen. Wir werden Ihnen bei allen den Rücken stärken, werden jetzt gegen Schalke 18 oder kaitans glaube ich jetzt 19 Neunzehnjährigen auf der 6 spielen eine wichtige Position, selbst ausgebildet von uns, den hatte vor einem halben Jahr würde ich sagen niemand auf dem Schirm.

Aber nach den ersten Einheiten unter Dieter Hecking hat jeder gesagt, Okay, das ist ein Spieler, wo wir die Fantasie haben, dass der in diesem Jahr noch zu Einsätzen kommt. Am dritten Spieltag steht er in der Startformation, das ist der Weg des VF L Bochum und nichts anderes und ich sage, das muss oder kann nur der Beginn sein, wir brauchen auf allen Positionen, nicht nur im Defensivbereich, sondern auch auf den auf den offensiven Positionen, Spielern, Spieler, die aus dem NRZ rauskommen und die in der Bundesliga spielen, das. Und ich sage, ich bin sogar drastisch das Überleben des VW Bochum hängt davon ab, ob wir das hinbekommen oder nicht, denn die andere Alternative wäre, dass wir Anteile veräußern an Investoren genau, und im Moment

sind wir noch 100% Eigentümer dieses Clubs und das soll soll auch so bleiben, wenn es denn Sinn macht, ja, aber es geht nur, wenn man transferlöse steigert und das haben andere Clubs auch hinbekommen. Jetzt hast du gerade die personelle Struktur angesprochen, die noch gleich geblieben ist. Das will ich gar.

Ich meine es gar nicht so negativ, aber wie undemokratisch darf man denn jetzt auch vorgehen als? Vorstand um wirklich, wie du es oftmals gesagt hast, Steine umzudrehen. Also wie einfach fällt es euch auch wirklich Dinge im Verein um zu um zu. Überhaupt nicht einfach. Es ist es ist, es ist ein Kampf, das muss man wirklich sagen, weil sich Strukturen natürlich auch verfestigt haben über die Jahre, das ist aber, und ich komme aus der Wirtschaftspsychologie, jeder Transformationsprozess, jeder Change Prozess bedeutet auch Widerstand und bedeutet unangenehme Entscheidungen.

Und ich sag einfach nur, dass es unsere Aufgabe ist, die Menschen beim VFL Bochum mitzunehmen auf diesem Transformationsprozess. Ich glaube, die das Überleben des VFL Bochum hängt davon ab, schaffst du es, digitaler zu werden, schneller zu werden, vielleicht auch schlanker zu werden oder schaffst du es eben nicht? Was hat denn die Führung in den letzten Jahren dann vielleicht auch versäumt?

Was ihr jetzt ansprechen wollt du hast einige Punkte schon angenannt, aber was ist vielleicht jetzt vor allem im letzten Jahr konkret falsch gelaufen, weil man hatte ja 3 Spielzeiten hintereinander wirklich so, die immer mehr Warnsignale, zunächst war es 13. Platz 14., dann das Wunder von Düsseldorf, wo man eigentlich mit einem Fuß schon in der zweiten Liga war und dann hat man im letzten Jahr im Vierten ist man ja wirklich, muss man ja offen sagen und sagen, klanglos irgendwo oder es war total, dass der absteigt.

Total also 2 Dinge. Ich glaube, dass wir uns zuallererst viel zu sehr darauf verlassen haben, dass live Spieler unsere Probleme lösen. Ja, also regelmäßig Leihspieler geholt von Borussia Dortmund 2 beispielsweise, die hervorragend ausbilden, sind auch tolle Spieler dabei gewesen, aber über die konntest du selten dann transferlöse steigern.

Ja, du warst dann vielleicht mal an an Weiterverkäufen beteiligt, aber es hält sich alles in Grenzen, das sind nicht die Beträge die du brauchst. Und dann sage ich war von oberster Spitze nicht das Vertrauen da. Wirklich diesen Weg zu gehen, denn es bedeutet schon was. Wenn dir der Vorstandsvorsitzende und alle anderen im Präsidium eindeutig sagen, auf geschäftsführerebene, Hey, du hast das Vertrauen, diese Entscheidung zu treffen, es dürfen 78 Spieler aus dem eigenen NLZ mit Profivertrag im Lizenzspielerkader sein, es dürfen die und wir akzeptieren, auch wenn junge Spieler mal Fehler machen, weil das wird passieren. Wenn du dieses Vertrauen spürst, sage ich, kann man es auch durchziehen.

Aber da müssen alle an einem Strang ziehen und ich glaube, daran hat es gehapert. Ich glaube, dass wir in der Vergangenheit mehrheitlich mal den einfachen weggegangen sind und einfach ist nicht immer nachhaltig, oft ist es vielleicht auch besser, mal steinigen einen steinigen Weg zu gehen und dann nachhaltig ein besseres Ergebnis zu haben, aber in meiner Beobachtung war das in den letzten Jahren einfach nicht der Fall. Was ich bei dir so spannend finde ist eben, dass du zum einen ex Profi bist.

Das ist jetzt nicht das erste Mal, dass man als ehemaliger Profi im Verein dann irgendeine Rolle übernimmt, aber du gleichzeitig eben auch aus der Wirtschaft kommst. Und ich bin auch mit vielen Menschen befreundet, die eben in der Wirtschaft tätig sind, in der Finanzberatung et cetera. Und die stellen sich eben genau diese klaren Ziele, genau diese klaren Pläne auf. Welche Rolle oder bekommst du überhaupt? Platz für dich?

Die Komponente Glück bei der Kalkulation, weil wir wissen beide, ich habe auch lange Fußball gespielt oder war auch in den letzten Jahren nah dran bei den Würzburger Kickers, die es jetzt die letzten Jahre nicht geschafft haben aufzusteigen im Elfmeterschießen gegen Hannover 2, irgendwie in der im Relegationsspiel würden andere sagen ja gut wenn du da das Elfmeterschießen gewinnst. Erzählt sich so ne rückblickende Saison in der Regionalliga ganz anders?

Wir würden alle sagen alles perfekt gemacht. Jetzt sind die Stimmen dagegen groß, also oftmals wird im Fußball die Geschichte ja von hinten erzählt, ne, weil es sich einfach schöner schöner anhört, also welche Komponente bekommt bei der Planung, weil du aus der Wirtschaft kommst auch die Komponente Glück, weil es eben Fußball ist, ist es kein Unternehmen. Total gebe ich, gebe ich dir recht, solange du es kurzfristig betrachtest.

OK, zeitpräferenz spielt da die größte Rolle, sag ich und dementsprechend ist auch so in der Satzung verankert. Dieser Zeitraum von 4. 4 Jahren für ein Präsidium, für den Aufsichtsrat, für den Vorstand. Genau der richtige Zeitpunkt oder genau die richtige Zeit für die für die Bundesliga, sage ich, weil die Bundesliga denkt, nur in Wochenenden, die denkt nur, was passiert am Samstag, was passiert am nächsten Sonntag, was passiert am Freitagabend, und das ist eine Perspektive, die natürlich für den Geschäftsbetrieb, was ja jeder Bundesligist ist. Ein Desaster ist ja, also wir können nicht nur im heute denken, das ist kein keine, keine Chance, ja, also dementsprechend ist es sinnvoll,

auch über 4 Jahre zu denken und ich kenne beide Welten und ich muss mich jeden Tag zusammenreißen und diese kurzfristige Sicht, die ja viele im Fußball haben, um die beiseite zu schieben, ich bin relativ gut drin, aber ich schaffe es auch nicht immer, wenn wir dann am Wochenende auf Schalke verlieren oder diese diese 41 Auftaktniederlage in Darmstadt, da fällt es. Mir für 5 Minuten schwierig.

Ja, die lange strategische Sicht zu haben, aber ich komme dann relativ schnell wieder auf den Weg zurück. Meine Aufgabe ist unsere Aufgabe, im Vorstand ist es eine langfristige strategische Ausrichtung zu haben und die speist sich wie gesagt aus diesen mangelnden Transfererlösen und aus unserem hervorragenden NLZ, was schon da ist. Und daraus speist sich die ganze Strategie und unsere Sicht ist auf 4 Jahre.

Ich denke sogar in 8 Jahren, weil ich glaube, dass wir das Ganze noch mal weiterführen können. Also ich hab n 4 oder 8 Jahreszeitraum im Kopf für diesen Club und da muss ich ehrlicherweise sagen, auch wenn es weh tut, interessiert mich die Niederlage auf Schalke weniger, auch wenn es wirklich weh tut und ich ins Kissen beißen könnte. Ich denke in 4 oder 8 Jahren und ich denke. Dass es wichtig ist, dass wir das tun, weil es muss Instanzen geben im Club, die diese kurzfristige Sicht nicht haben. Und ich weiß, dass es schwer fällt in der Bundesliga, aber ist unsere Aufgabe und wir tun alles dafür, eben strategisch langfristig zu planen.

Und ich glaube, genau diese Argumentation war für viele Mitglieder auch der Grund, euch dann zu wählen oder eure Idee zu wählen, weil du eben beide Komponenten miteinander. Ich glaube, was am Ende der ich glaube, was am Ende der Faktor war, der für uns gesprochen hat, ist einfach dieser Generationenwechsel. Und die lange strategische Ausrichtung. Also ich glaube, die Mitglieder haben erkannt, dass der Weg, wie er in den letzten Jahren gelaufen ist, nicht fortgeführt werden kann, dass man Steine umdrehen muss, das ist ein Zitat von mir, moderat umdrehen muss und das. Im gesamten Gremium, im Vorstand, im Präsidium, im Aufsichtsrat ein Verjüngungsprozess eingeleitet werden muss, der wieder näher

dran ist am heutigen Fußball. Und ich glaube, dass wir da gerade eine Mischung in den Gremien haben, die hervorragend ist. Ich komme jetzt gerade wieder aus einer Diskussion mit den Gremien, und da sind Menschen drin aus unterschiedlichen Bereichen, die diese Diskussion total wertvoll machen, auch bei schwierigen Situationen, und die vor allen Dingen in der Summe etwas jünger sind als so die typischen Gremien. Aufsichtsräte in der Wirtschaft, Aufsichtsräte im Fußball? Ja, da sind wir deutlich jünger geworden, und ich bin gottfroh, dass wir, dass wir den Weg so eingeschlagen haben, weil ich glaube, das ist im Sinne in den Diskussionen, die du im heutigen modernen Fußball hast, dass es

uns da hilft. Dieser Prozess, auch mental, der dich jetzt auch als Mensch, sage ich mal, dazu befähigt, auch mit knapp 40, oder du sagst das irgendwie. 38. 38 noch OK, Entschuldigung, dann ist noch nicht knapp 40 das ist noch 38 diese Rolle zu übernehmen und dass dir auch das Vertrauen geschenkt wurde, liegt ja die Basis.

Wie gesagt, schon während deiner Karriere interessierst dich auch sehr für Psychologie, deswegen hast du studiert, mentale Prozesse sind natürlich auch als Torhüter. Spielen eine große Rolle spätestens seit dem Duell Jens Lehmann und Olli Kahn haben wir das alle auf großer Bühne auch miterlebt. Du hattest diese Duelle immer wieder, auch während deiner aktiven Karriere, ich möchte so ein bisschen auf deine aktive Karriere jetzt eingehen, egal ob es jetzt bei dann auch Augsburg war oder dann auch beim VF l Bochum, ich sage mal Union, warst du ziemlich gesetzt und auch beim FC K. Was hat dich denn auch mental?

Weil ich weiß, dass du dich auch mit Tools, mit Werkzeugen, mit mentalen Werkzeugen während deiner Karriere beschäftigt hast. Was hat dich denn stark gemacht, die Zeit über? Ja, Kombination aus vielen Dingen. Also ich glaube, ganz grundsätzlich wächst der Mensch nur an seinen Aufgaben und dementsprechend erziehe ich auch meine Kinder by the way.

Ich glaube, dass man Menschen vor Aufgaben stellen muss und man wächst mit diesen Aufgaben, wenn man es dem Menschen zu leicht macht, dann dann funktioniert es meistens nicht und ich bin wirklich froh darüber, dass ich gewisse Hürden, Hürden hatte im Leben. Also ich würde sagen, dass ich nicht wirklich der der talentierteste Profi war oder der talentierteste Fußballspieler im allgemeinen, aber ich habe es irgendwo hinbekommen, über Fleiß und über Konsistenz irgendwie, dass ich, dass ich dran geblieben bin.

Und ich mag halt harte Arbeit. Ich arbeite unglaublich gern und Hürden zu überwinden, das ist für mich eigentlich das Schönste, das sind diese kleinen Erfolge im Leben, die du hast. Du hast, kommst gegen, läufst gegen irgendeine Mauer und findest dann eine Lösung, Lösung, Probleme lösen, Hindernisse überwinden, das ist, glaube ich, eine ganz, ganz große Fähigkeit im Leben, und mir macht es total Freude.

Also ich ziehe da Freude raus aus Probleme lösen und. Und ich glaube, das, das ist eine Erkenntnis auch aus der Karriere. Deshalb ist es mir vielleicht auch leicht gefallen, sagen wir mal, diese diese klassischen Torwartduelle anzugehen, weil du mit jedem neuen Transferfenster, wenn ein neuer Torwart verpflichtet wird, wieder vor einem neuen Problem stehst, ist er besser als du?

Wie entscheidet sich der Trainer, was kannst du ganz persönlich dafür tun, dass die Entscheidung vielleicht auf dich fällt, das sind ja die Themen, und das über fast 20 Jahre zu machen in der Öffentlichkeit das. Das würde ich sagen, macht einen mental stark und im Zuge dessen habe ich mich dann einfach auch theoretisch wissenschaftlich damit auseinandergesetzt. Das hat mich total gepackt und bin froh, dass ich diese Kombination habe, den Sport, die Psychologie, die Wirtschaft, das ist in der Summe etwas, was total viel Freude macht und was mir heute natürlich in meiner Rolle zugute kommt und. Nehmen wir uns mal konkret mit in so ein psychologisches Verhältnis zwischen 2 Torhütern, weil ich stelle mir das vor, auch wenn man sich vielleicht

untereinander versteht, dann hat er immer, der Blick geht immer so ein bisschen nach links und rechts, wie war das deine Karriere über? Es ist wahrscheinlich unterschiedlich mit verschiedenen Menschen, die mit denen du konkurriert hast. Aber wie bist du mit deinen direkten Konkurrenten umgegangen?

Weil Ole Kahn hat sie wahrscheinlich aufgefressen. Kann ich nicht. Ich war nicht dabei, ich auch nicht. Ich könnte es mir vorstellen. Ja genau, also ich, ich würde. Den Fokus mal von mir weg richten und die Rolle des Torwarttrainers in den Fokus rücken, weil diese Position wenig beachtet ist, aber einen unglaublichen Einfluss hat. Der Torwarttrainer kann mit seiner ganzen Art und Weise, wie er ein Torwart Team führt wie er kommuniziert, welchen Anspruch er hat an Kommunikation, an Teamgeist auch innerhalb des Torwart Teams sagen wir mal den Rahmen setzen in dem man sich bewegt und wenn der gut gesetzt ist, glaube ich auch, dass die. Größten Konkurrenten innerhalb dieses Rahmens gewisse Werte vertreten und sich einfach auf

den Platz konkurrieren, ohne sich ins Gesicht zu hauen. Und ich habe zum Glück glücklicherweise hervorragende Torwarttrainer gehabt, die die dieses Klima geschaffen haben, wo Leistung auf top Niveau eben möglich ist, wo beide eine Position haben wollen oder zum zum Teil 33 Torhüter eine Position haben wollen und der Torwarttrainer es aber geschafft hat ein Klima zu setzen was diese Leistung am Limit dann auch möglich macht. Gemacht, dass es am Ende häufig nur einen Gewinner gibt, das ist auch klar.

Aber der Weg dorthin, der war dann angenehm, und der war von von Kameradschaft geprägt und da klar ist man selber auch irgendwo für verantwortlich, hat auch was mit der eigenen Persönlichkeit zu tun, mit der eigenen Haltung, vor allen Dingen aber ist der Rahmen zu setzen durch die Führungskraft, und das ist ja jetzt übertragen auf das große Ganze oder meine Rolle, auch du kannst als Führungskraft, sage ich, in den Rahmen setzen. Ein Klima setzen, in dem sich andere Menschen entwickeln können, auch unter großem Druck.

So, und deswegen ist für mich die Rolle des Torwarttrainers in Bezug auf deine Frage halt total wichtig, werden wenig beachtet, sind aber total wichtig für das Klima innerhalb eines Vereins und deines Teams. Deine sportlich erfolgreichste Phase hattest du bei Union. Beschreibst du selbst auch zusammenhängt damit, dass du die Nummer 1 warst und ihr habt Conference League gespielt. Das Spiel gegen Rotterdam, ich muss es noch mal ansprechen, sagst du selbst an deinem Karrierehöhepunkt. Irgendwie sportlich der größte Tiefpunkt, gleichzeitig weggerutscht, 21 bekommen, ausgeschieden. Wie bist du danach damit umgegangen, hast du mentale Werkzeuge genutzt, wie bist du da wieder rausgekommen, weil das interessiert mich immer, wie du

dann inhaltlich gearbeitet. Hast ja total super, super Beispiel. Wirklich am absoluten Karrierehöhepunkt. Der beste Vertrag meines Lebens, sportlich die erfolgreichste Phase. Und dann muss man das Bild ja größer zeichnen. Dann zeigt dir die Realität die Welt, dass du gerade auch am Höhepunkt angekommen bist. Und was ist am Höhepunkt?

Darüber hinaus geht nichts mehr genau, bist du an der Spitze des Mount Everest angekommen, kommt danach keine neue Spitze, das war die Spitze so, und das war die Erkenntnis danach, dass ich für mich eigentlich abgeschlossen hatte mit dem ständigen so. Suchen nach mehr, also Konfuenz League habe ich gespielt und ich wusste, dass ich nicht mehr, wahrscheinlich nicht mehr in der Lage sein werde, noch mal höher zu spielen und da ehrlich zu sich selber zu sein.

Ich war über 30, habe dann noch mal europäisch gespielt, war die Nummer 1 in der Bundesliga, die Erkenntnis zu haben und ehrlich zu sich selbst zu sein und zu sagen okay, was mache ich danach setze ich mich hin und überlege mit meiner Familie, wie geht es weiter, das ist ich bin ein sehr sachlicher Mensch und das hilft aus meiner Sicht, sich sachlich einmal vorzunehmen.

OK, wie sind die Parameter gerade, was ist passiert und wie kann es weitergehen und für mich war die Conclusio dann. Sport wirklich so pragmatisch? Dran. Ich bin sehr sachlich geprägt, das ist natürlich durch. Mein Elternhaus würde ich sagen, OK, bin ich, aber total dankbar für weil im Geschäft der Bundesliga, wo alles nur Bauchgefühl und Herz und Leidenschaft.

Braucht es manchmal sachlich Argumente? Das ist halt zum Teil auch auch wichtig, dass man, dass man das hat, manchmal bin ich zu kühl, zu sachlich, aber anderes Thema für mich stand dann fest okay sportlich geht es nicht mehr weiter ja, also ich muss irgendwie jetzt den Abschied einleiten und dann habe ich quasi am Höhepunkt meiner Karriere begonnen, gedanklich den Abschied einzuleiten, dieser Zwischenschritt FC Kaiserslautern war für mich dann auch total. Sinnvoll, auch wenn es die Republik vielleicht nicht ganz verstanden hat.

Wieso wechselt jetzt jemand aus der Konferenz League in die zweite Liga und der FCK ist damals erst aufgestiegen aus der Dritten Liga, für mich aber total sinnvoll und sinnhaft, wenn du es auf die Sachlichkeit beziehst, weil für mich war dann OK der Punkt höher als die Konferenz League schaffe ich nicht mehr aus meiner, aus meiner körperlichen Konstitution heraus nicht. Was also kann der nächste Schritt sein, um peu a peu dem Ende näher zu kommen?

Weil für mich alleine. Also ich muss sagen, mir war mir, war der Abschied aus dem Profifußball, aus dieser, aus dieser Zeit Profifußball, er nur ganz kleiner kleiner Zeitraum ist. Innerhalb des Lebens war mir wichtig, wie das endet. Also ich wollte immer selbstbestimmt und positiv enden in dieser Phase, dementsprechend war der FCK der geeignete Zwischenschritt, unfassbarer Club mit unfassbaren Fans, dieses Stadion ist der absolute Hammer. Und da noch mal spielen zu können als Nummer 1 in der zweiten Liga und sagen wir mal diesen schlafenden Riesen noch mal ein bisschen zu wecken, das war was vom Tag 1 war ich da total überzeugt von und ich blicke jetzt noch unglaublich gerne auf die Zeit zurück, habe

unfassbar gerne in der Pfalz gewohnt, habe immer noch viele Freunde dort, war also für mich sachlich betrachtet der richtige Schritt aus der Konferenz heraus und dann diesen kleinen Schritt zurück und dann fehlte letztendlich ja nur noch der Baustein, der letzte Baustein. Auch rein sachlich. Und dann, als der VF l, als es noch mal Thema wurde, zurück zum VF L zu gehen, wurde aus der Sachlichkeit dann etwas mehr Emotion. Aber an sich hat es einfach Sinn gemacht und der Plan war ja, dass ich dort nicht ein Spiel mache. Also letztendlich habe ich mich bei der Vertragsunterschrift auch committed nicht einmal im Kader zu sein wäre auch für mich völlig in Ordnung gewesen, ich war noch mal Spieler des Vf l Bochum wäre völlig in Ordnung

für mich gewesen. 2 talentierte Torhüter Manurima war da, Niklas Tiede war da, und das wäre, das wäre absolut okay gewesen. Ich hätte dieses halbe Jahr auslaufen lassen und dann wäre rein sachlich ein positiver Haken an meine Karriere gewesen. Ist dann anders gekommen, aber das war mal sagen wir mal hoch emotionale Phasen, auf die Sachlichkeit runterzubrechen, das war ja ursprünglich mal deine Frage, wie geht man damit um, wenn man. Den Faustschlag ins Gesicht bekommt ja Mike Tyson. Hat ja mal gesagt, jeder hat einen Plan, bis er das erste Mal ins Gesicht bekommt, ne da hat keiner mehr einen Plan Themen grundsätzlich wenn es emotional ist auf die Sachlichkeit runterzubringen ist auch in der

Psychologie durchaus ein Werkzeug und ich lieb es halt, weil ich ein sachlicher Typ bin. Dementsprechend war das meine meine Art, der der Umgehensweise damit. Wir kehren gleich nach Düsseldorf noch mal kurz zurück, weil muss man kurz drüber sprechen, ganz, aber witzig damals bei Ricardo Basili ich hab es mir eben angeguckt und da hast du dann hat Ricardo basili dir dieselbe Frage gestellt und hat gesagt, könntest du dir vorstellen, noch mal nach Bochum zu gehen, dann hast du wie gesagt nach oben geguckt, hast gesagt, ja, ist natürlich unwahrscheinlich, aber vielleicht ergibt sich die Möglichkeit und dann ist es dann hat es irgendwie so soll es sein anscheinend.

Genau, ich will zumindest kurz über dieses Relegationsrückspiel sprechen. Ja, was zum einen Karriereende für dich bedeutet hat und auch Karriere Highlight, du hast ja dann im Interview glaube ich habe es sogar live gesehen, dann dein Karriereende auch live verkündet, ganz ehrlich wäre der VF l Bochum da abgestiegen, hättest du dieselbe Entscheidung getroffen. Ja, ich hatte es für mich schon schon beschlossen. Eigentlich ja schon mit dem Wechsel also. Als ich diesen Wechsel vollzogen habe, wusste ich, dass ich nach dieser Vertragslaufzeit, die ja nur 6 Monate ging, dass ich eigentlich Schluss machen möchte, weil ich ehrlich von mir auch sagen musste, dass ich vielleicht das ein oder andere Jahr zu viel gespielt habe.

So rein körperlich. Also ich war nicht mehr auf dem Level, was dann auch ein Zweitligist oder ein Bundesligist von mir erwarten durfte, sag ich, da war ich, da war ich relativ klar und dementsprechend hatte ich das vorher für mich entschieden. Jetzt muss man aber sagen nach dem Hinspiel, du verlierst zu Hause 3 zu 0, wirst von Teilen der Fans ausgepfiffen. Dein Verein steht vor dem Abgrund, was das für mich als langjähriges Vereinsmitglied bedeutet, kann man sich vorstellen, also diese Nacht nach dem Hinspiel, die war alles andere als lustig muss ich sagen, weil du in dem Moment ja schon ehrlicherweise deine gesamte Karriere so ein bisschen an dir vorbeiziehen siehst.

Was? Und dann auch am Ende scheitern siehst, weil das, was am Anfang passiert bleibt in den Köpfen und das, was am Ende passiert, das was dazwischen ist. Es spielt bei Menschen weniger die Rolle, also das letzte Ereignis hat halt eine hohe Präsenz, und das wusste ich. Am Ende werde ich der Torhüter gewesen sein, der mit mit der mit dem Club absteigt, so, und das war.

Hart zu verpacken und auch da habe ich wieder die Technik angewandt, auf die Sachlichkeit runterzubringen. Aber es war wirklich schwierig, weil insgesamt war meine Karriere ja toll, ich bin da total dankbar, ich habe vielleicht sogar mehr draus gemacht, als ich das hätte sein dürfen, schon mal gesagt, genau, rein rein, sportlich, rein vom Talent habe ich vielleicht mehr draus gemacht, dementsprechend war ich total total dankbar, aber in dem Moment, wenn du wirklich einen auf die Nase bekommst, fällt es dir schwer so und. Es ist aber erst dann vorbei, wenn es vorbei ist. Und glücklicherweise habe ich innerhalb des Teams auch innerhalb des Trainerteams.

Heiko Butcher war ja der Interviewstrainer. Damals habe ich Menschen um mich herum gehabt, die mir nach dieser Nacht, also ich bin dann morgens zum Training gekommen und du kannst dir die Stimmung vorstellen, die dann nach so einem Spiel in der Kabine herrscht, die auf einmal wieder Hoffnung aufgezeigt haben, die gesagt haben, ja, es ist noch nicht vorbei. Das.

Da will ich nämlich jetzt so kommen. Gar nicht so sehr ins Training. Ich weiß nicht, ob du noch was dazu sagen wolltest. Aber nehmen wir uns mal in den Prozess vor diesem Rückspiel, weil auch hier sind wir wieder beim Thema Geschichten, erzählen sich am besten von hinten, gerade im Fußball gab es wirklich die Woche über auf der Hinfahrt, in der Halbzeit, in diesem Spiel, bei diesem Spiel in Düsseldorf schlüsselmomente, wo du sagst, ohne die wäre das nicht passiert, weil ich vergleiche es ganz gerne einmal mit der WM 2014 von Deutschland. In Deutschland gegen Algerien im Achtelfinale ausscheidet, jetzt im Nachhinein alle das Campo Bahia, das war genau der richtige Schritt, da war das

Mannschaftsgefühl super, ich hätte gar nicht darüber gesprochen, wenn wir im Achtelfinale ausgeschieden wären, auf der anderen Seite gibt es dieses 4 zu 4 Schalke gegen Dortmund Tedesco und da beschreibt Leon Goretzka noch bis heute, dass er sagt, so eine Traineransprache hatte ich noch nie, da hat sich in der Halbzeit hingekniet vor alle Menschen oder vor alle Spieler, hat denen im ganz ruhigen Ton gesagt, dass wir das noch schaffen können als Gemeinschaft, als Mannschaft, nimm uns da mal bitte mit. Letztendlich bin ich in die Kabine gekommen und es gab 23 Spieler gar nicht so viele.

Also wenn du n Kader von 25 nimmst sag ich haben 21 bereits aufgegeben und dann waren n paar Spieler dabei die n positives Bild gezeichnet haben die gesagt haben es ist hier noch nicht vorbei und. Das was sind diese Spieler genau, die gesagt haben, es ist noch nicht vorbei, nicht die negativen. Will ich jetzt nicht einsam, weil ich damit auch die anderen Diskreditiere?

Genau das mach ich nicht. Aber es gab diese Spieler, die auf einmal in einer völlig ausweglosen Situation aufgestanden sind und allein durch ihre Art gezeigt haben. Es ist noch nicht vorbei. Hast du zu den Spielern gehört? Ich würde sagen, ich habe nach einer gewissen Zeit des Schüttelns auch dazu gehört, weil ich natürlich auch ein Interesse hatte, dass man sich da vernünftig verabschiedet.

Ich wusste ja schon, dass das mein letztes Spiel wird, dementsprechend hatte ich schon ein Interesse daran, dass wir das Ganze vernünftig gestalten und was mir wirklich dann. Geholfen hat gemeinsam mit dem Trainerteam ist sich, sagen wir mal aus der Vergangenheit so Szenarien zu überlegen. OK, in welchen Fällen hat denn dieses Unmögliche möglich machen funktioniert und da gibt es auch in der Historie der Bundesliga oder allgemein des Fuß des Weltfußballs unglaublich gute Beispiele. Und wenn du dir das noch mal sachlich vor Augen hältst, was ist dort passiert, wie konnte das sein? Dann siehst du also, unwahrscheinlich ist es gar nicht.

Ja, es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist. Da gab es dann keine Ahnung, Liverpool, Manchester United spiele aufgeholt, unglaubliche Comebacks und dann hatten wir zum Glück n Trainer mit Heiko, der das ganze Mal visualisiert hat. Wir hatten das also in der Kabine hängen tatsächlich diese Beispiele aus der Fußballhistorie, in welchen Fällen hat das funktioniert?

Sondern hast du ja 4 Tage Zeit zwischen Hinspiel und Rückspiel und läufst 4 Tage an diesen blöden Beispielen vorbei und aus meiner Wahrnehmung heraus jetzt so rückblickend glaube ich, hat es geholfen, Tag für Tag mehr, die schon aufgegeben hatten, auf die Seite der Positiven zu ziehen. Weil du immer du bist fast vor diese blöde Tafel gelaufen.

Die stand mitten im in der Kabine, also konntest nicht dran vorbei, musstest immer wieder anhalten und draufschauen und hast dann gesehen, ja, die haben 40 zurückgelegen, haben es noch geschafft, wir haben nur 30 zurückgelegen. Ja, also das hat dieses Visualisieren, hat total geholfen und die Zeit, die Gespräche, die wir untereinander geführt haben, und dann sage ich auch, hattest du gewisse Charaktere. Und es waren zum zum Teil auch auch Spieler, die, sagen wir mal, zu dem Zeitpunkt auch schon wussten, dass sie im neuen Jahr nicht mehr für den VFL Bochum spielen, die Schlüsselposition eingenommen haben, Schlüsselrollen eingenommen haben, insbesondere dann nach Anpfiff. Auf dem Platz.

Und wir sprechen ja auch in der Wirtschaft, weil ich ja in der Beratung unterwegs bin von inhaltlicher Kündigung, was ja gesellschaftlich oder rein wirtschaftlich auch ein Thema ist. Ja, viele Menschen haben einfach innerlich gekündigt, sind körperlich noch da, geistig aber nicht mehr. Das heißt, du hast nicht mehr 100% Leistungsfähigkeit, und wir hatten dort 23 Spieler, die wussten, dass sie im neuen Jahr nicht mehr für den VF L Bochum spielen, wo man hätte ausgehen können von einer innerlichen Kündigung, aber genau diese Spieler sind.

Sind ab dem Anpfiff vorweg gegangen und man kann sich, man kann sich vorstellen, wer das war, ist ja ist ja allgemein bekannt wer wer da Leistung gebracht hat in dem Rückspiel, wer der die Schlüsselspieler waren und das ist aus meiner Sicht der Faktor der am Ende dafür gesorgt hat, dass wir es noch drehen konnten, denn ab dem Anpfiff war aus diesem ganzen theoretischen ja könnte man es schaffen, ein Boah wir sind gut im Spiel und das ist der Unterschied ja aus diesem.

Aus diesem theoretischen Konstrukt, es geht ein, Boah, wir sind mittendrin und wir, wir machen es auch zu machen, und das ist ja auch in der Wirtschaft etwas, wie schafft man es aus der Theorie dann auch Praxis zu machen und diese Spieler haben es geschafft, ich glaube, ab der ersten Minute in Düsseldorf war klar, da spielt dann VF L Bochum, der ist nicht mehr der aus dem Rückspiel und wir haben da Schlüsselspieler, die unglaublich gut drauf sind und viele Aktionen haben und positiv sind und da muss ich ehrlich sagen, wenn ich so zurückblicke und und mich an die Gesichter der Düsseldorf Spieler erinnere, da war viel Leere zu sehen nach den ersten guten Aktionen ich. Finde es hochspannend die

Situation, weil das ist ja genau das eine ihr mit dem Rücken zur Wand. Man muss ganz klar sagen, Ihr hattet eigentlich nichts mehr zu verlieren, ich weiß nicht, ich hab, ich hab das Rückspiel, ich hab beim Elfmeterschießen jetzt eingeschalten, weil ich auch als Fan hab gedacht, ja ja Düsseldorf gewinnt halt 30 und dann ja sind sie halt abgestiegen. Und auf der anderen Seite hattest du aber Düsseldorf. Die hatten auf einmal unfassbar viel zu verlieren und die Situation hast du ja ganz oft im Fußball allein, wie du es gerade sagst.

Es gab schon viele Turnarounds, auch bei dem 20 in dem Moment, wo du das Gefühl hast, was zu verlieren. Ist es psychologisch brutal schwer und das das finde ich ja immer so bewundernswert, am FC Bayern oder ähnlichen, dass sie das so über ne lange Zeit halten können, also psychologisch einfach hochinteressant dieses Spiel, ne.

Total total. Also man muss auch ehrlicherweise sagen, einige Fortuna Spiele haben ja schon im Ruhrstadion damals, also ich bin runter in die Katakomben, nachdem wir von unseren Fans ausgepfiffen wurde und da hab ich schon eher, da hab ich schon die malle Hits gehört. Und das war ja schon der Moment, wo du sagst, OK, es ist noch nicht vorbei. Fiel mir damals schwer, aber ich weiß es noch ganz genau und in dem Moment, wo es angepfiffen war, da hast du gemerkt, OK ist n anderer VFL Bochum, dann kommen die ersten guten Aktionen, die die bislang noch nicht so überzeugt Waren, ziehen sich an denen hoch, die schon überzeugt sind und dann nimmt das so ne.

Dynamik an und ich glaube, das hat man auch im Stadion gespürt, dass da eine positive Dynamik beim VFL war und eine Negative bei Fortuna. Und das schaukelt sich hoch. Und dann am Ende bin ich komplett bei dir, brauchst du das nötige Glück, wir machen es 10 damit war ja der Rahmen erstmal gesetzt. OK, hier geht noch was mit dem 20 spätestens. Und dann musst du ja ehrlicherweise auch sagen, hast du einfach auch Glück, dass du kein Gegentor bekommst, denn das war ja meine Rolle.

Für mich war klar, bekomme ich in Düsseldorf ein Gegentor, ist vorbei, mehr oder weniger so, und das ist zum Glück nicht passiert und von daher haben wir es dann noch in die in die Relegation oder in die Verlängerung ziehen können und das, was dann am Ende im Elfmeterschießen passiert, das ist ja mehr oder weniger dann eh nur noch.

Aber du kannst Wahrscheinlichkeiten erhöhen. Du kannst Wahrscheinlichkeiten erhöhen, genau und es ist, man darf es nicht unterschätzen, mit welcher. Mit welcher kurzfristigen Historie du in so eine Drucksituation gehst? Drucksituation, Elfmeterschießen gehst du als der Tagessieger 3 zu 0 Rückstand aufgeholt in so eine Drucksituation oder gehst du als der Tagesverlierer rein und der Tagesverlierer war Fortuna Düsseldorf und hat dementsprechend dann auch das Elfmeterschießen verloren?

Genau diese mentalen Prozesse, die du durchlebt hast, als Spieler deine jetzige Führungsposition befähigen dich auch dazu. Als Speaker tätig zu sein, nebenbei noch bist Sparringspartner, beschreibst du selbst selbst auf deiner Webseite für Change Prozesse, Teamentwicklung und die Begleitung von Führungskräften.

Welche Inhalte ohne jetzt zu sehr auf den Vortrag einzugehen, das sollen die Leute sich dann persönlich anhören? Vermittelst du denn aus deiner aktiven Zeit und alles was du so gelernt hast? Ja, letztlich ging es ja darum, sagen wir mal, die Kombination aus der Sportkarriere mit meiner Passion für die Wirtschaftspsychologie so ein bisschen zu verbinden. Und mich treibt einfach die Frage an, was macht gute Teams aus?

Also die meisten Menschen heute im Berufsleben arbeiten auf irgendeine Art und Weise mit in Teams zusammen und dann stellt sich ja die Frage, was macht gute Teams aus, wie bekommt man weniger gute Teams zu guten Teams und welche Rolle spielt das Individuum dabei, denn am Ende muss man ja sagen, klar, du kannst das Team als Ganzes Betrachten, aber am Ende ist es immer ein einzelner Mensch, der sich in diesem Raum, in diesem Team bewegt und. Und das habe ich über eine Kooperation mit der mit einer Wirtschaftsberatung seit 2020 schon aufgebaut. Mehr oder weniger vorbereitend widersachliche Ebene für für mein Karriereende vorbereitet.

Mache also mit der Kontaktwerkstatt verschiedene Projekte für ganz, ganz große Unternehmen in Gesamtdeutschland entwickelnder Führungskräfte entwickeln Teams. Zukünftige Führungskräfte also so Next Level Leadership Programm beispielsweise auch, und das ist etwas, das treibt mich halt an. Also die Frage, wie entwickelt man gute Teams, zukünftige Führungskräfte und am Ende landet man aus meiner Sicht immer wieder mal beim Fokus, also beim mentalen Fokus. Wir tun uns in unserer Gesellschaft schwer. Auf individuelle, aufs individuelle Level zu gehen, weil wir immer sagen, OK, wenn wir nur die einzelnen Personen und die einzelnen Bedürfnisse betrachten, dann ist das irgendwie selfisch oder so.

Aber ich sag alles und jeder Veränderungsprozess fängt bei einem selber an, so, und ich glaube fest daran, dass jeder den Veränderungsprozess auch in sich selber so n bisschen anschieben kann, denn Porsche Consulting hat, das hat das Mal rausgefunden, 80% aller Veränderungsprozesse in Unternehmen scheitern, so n bisschen am subtilen.

Widerstand der Mitarbeitenden da kann man den Mitarbeitenden aber gar keinen großen Vorwurf machen, weil es in unserer Natur liegt, dass Veränderung immer wehtut, ist immer unangenehm so, und wir versuchen in den Vorträgen, aber auch in unseren Trainings so ein bisschen den Fokus auf auf die Person selber, das Individuum zu richten und diesen Individuen dabei zu helfen, die innere Haltung dazu zu finden zu der Veränderung, weil eine Veränderung im Team, im Unternehmen, in der gesamten Wirtschaft hat. Hat immer auch Effekte auf die Person selber, aufs Umfeld und so weiter so und wir beginnen quasi nicht bei der großen Lösung, sondern wir beginnen beim Menschen selber, weil für den da kommt die Veränderung an

und da muss die Veränderung auch losgehen. So, und das sind unsere Themen grundsätzlich, ich liebe es, von Menschen zu sprechen, habe ich immer schon geliebt, ich glaube auch, dass man. Das ungewöhnlich auf den Fußballer. Ja, das ist einfach. Das treibt mich an. Ich habe es immer geliebt. Und dementsprechend hat man das wahrscheinlich auch in meiner Rede am 14.6. Gehört.

Ich habe einfach große Freude daran, Menschen Inhalte zu vermitteln, sie mitzunehmen, emotional, aber auch sachlich, und bin froh, dass ich das irgendwo zum Geschäftsmodell machen konnte nach meiner Karriere. Die Inhalte sind ja sind ja total variabel, also gibt total schöne Sachen, die man aus der Wirtschaft in Kombination mit meinen Erfahrungen aus dem Sport und in der Psychologie.

Da verbinden kann, wo man Perspektiven aufmachen kann. Wir befinden uns ja auch gesamtwirtschaftlich in einer schwierigen Phase und da hilft es einfach und das ist das Feedback, was ich immer wieder bekomme. Bei meinen Vorträgen hilft es einfach Perspektiven aufzumachen aus einem Bereich, den sie nicht kennen, also nicht nur wirtschaftlich betrachtet, sondern in meinem Fall eben auch sportlich betrachtet und psychologisch betrachtet, und die Kombination, die Macht unglaublich viel Freude und.

Wenngleich ich sagen muss, mein Amt bei VFL Bochum lenkt jetzt etwas von meinen anderen Tätigkeiten ab. Aber das war mir bewusst und das gehe ich auch gerne ein, weil es letztendlich weniger n Job ist für mich, sondern es ist irgendwie ne ne Berufung so ich mach es einfach gern. So, und ich bin glücklicherweise in der Lage, mir das auch zu erlauben. Ich mach das, was mir Spaß macht. Der VFL Bochum macht mir Spaß, liegt mir am Herzen, Vortragstätigkeiten und Teams entwickeln liegt mir am Herzen und macht mir Spaß und von daher kann ich glaub ich sagen, dass ich echt.

In beiden Fällen ganz gute Entscheidungen getroffen. Hab so was was meine was meine Tätigkeiten betrifft, meine Frau sagt sagt immer so spaßig Augen auf bei Partner und Berufswahl ich glaub ich hab in beiden Fällen die richtigen Entscheidungen getroffen ja schon mal von daher und von daher bin ich einfach einfach sehr zufrieden wenngleich ich sagen muss, dass es halt unheimlich viel ist.

Aber noch mal, ich liebe es hart zu arbeiten, ich liebe es viel zu machen und das treibt mich jeden Tag an. Du erinnerst mich von deiner Denkweise und wie du auch Probleme ansprichst. Unglaublich stark an einen Gast, der auch schon hier saß. Jetzt darf ich, lass ich dich kurz raten, wer könnte das sein? Ich hab keine Ahnung.

Europameister von 1996. Olli Bierhoff. Nein, Köln Mittelfeld. Sein Mittelfeld kann ich dir nicht sagen. Matthias Hammer finde ich zumindest. Also weil wir haben mit ihm hier auch viel über gesellschaftliche Prozesse, Leadership gesprochen und. Das schätze ich sehr. Steine umdrehen ist ein schöner Vergleich, glaube ich auch und Steine umdrehen, klar, die Wahrheit ansprechen ist ja auch sein Job beim BVB, was mich zum Ende noch interessieren würde, bevor wir noch zur Schnellfragerunde kommen, weil also habe ich unglaublich viele Parallelen jetzt entdeckt.

Er hat uns damals seinen perfekten Leader definiert, wer ist das für dich? Der perfekte Leader also ich glaube, den wird es nicht geben. Weil ein Leader immer situationsabhängig leitet. Was hat er für Grundelemente, was bringt er mit? Also Grundelemente sind ja klar, dieser wissenschaftlich glaube ich belegt was es was es bedarf, also Kommunikationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen, eine gewisse Selbstreflexion, Skills, die du rein fachlich brauchst.

Das alles ist völlig klar. Aber ich sage die reine Kombination, was es in welcher Situation braucht, um da auch Adaptiv zu sein, zu wissen, wann brauche ich mehr Skills, wann brauche ich mehr Kommunikation, Empathie, Selbstreflexion in gewissen Phasen, das macht den Leader aus, da adaptiv zu sein in Situationen, weil eine Führungskraft führt immer in der Situation und nicht, das ist meine Kombination, die stülpe ich jetzt auf alles drauf, egal was passiert, sondern und so ist es ja bei uns auch, wir machen die Tür auf und das.

Dann hast du irgendeine Situation und du musst adaptiv drauf drauf reagieren. Okay welchen Andreas Lude braucht es heute, welchen Matthias sag mal, braucht es heute und wenn du gut dran bist, da sagen wir mal schnell zu reagieren, muss es heute eher empathisch sein, muss ich mich hinterfragen. Selbstreflexion muss ich kommunikativ irgendwie mehr mehr da sein als gestern noch, das ist die perfekte Führungskraft die das die das kann und ich.

Ich habe sie ehrlicherweise noch nie gesehen. Ich bin sie selber auch nicht, aber tue alles dafür jeden Tag, dass ich besser werde dabei, und das ist sicherlich auch eine gewisse Lebenserfahrung vonnöten, dass du situativ das beste selbst von dir bist und auf dem Weg, glaube ich, befinden wir uns alle. Matthias Sammer befindet sich auf diesem Weg, ich befinde mich auf diesem Weg und jeder andere in der Bundesliga oder in der Wirtschaft, aber.

Aber es treibt mich an, da besser zu werden. Also ich habe großes Vorbild, für mich ist mein Vater, der aus sehr, sehr wenig, sehr, sehr viel gemacht hat, ganz, ganz klein gestartet, mit 15 Ausbildungen begonnen, rein handwerklich und irgendwann auch im Management tätig gewesen, das ist für mich ein Vorbild, wie man aus wenig viel machen kann und aus wenig viel machen, das ist die Story des VW Bochum und deswegen fühle ich mich total zu Hause, da wo ich bin.

Also viel schöner kann man die Folge inhaltlich gar nicht, kann man die Folge inhaltlich gar nicht schließen. Vielen, vielen dank Andreas an der Zeit schon mal für deine Zeit und ich habe es gerade kurz angeteasert, es gibt noch 6 kleine Fragen mit der du wo du mit der ersten Intuition drauf antworten darfst. Bei der Ersten muss ich ein bisschen ausholen, du hast ich habe bei Transfermarkt geguckt in deiner Karriere 9 Elfmeter gehalten, das kommt ungefähr hin. Wenn du dir einen Spieler, also einen Angreifer oder wer auch immer das ist, aussuchen müsstest, der einen Elfmeter schießt, von welchem dein Leben abhängt, weil das ist eine Frage.

Gary Neville stellt die immer bei bei Gesprächen den Profis aus der Premier League, wen würdest du schießen lassen, wenn dein Leben davon abhängt? Also er muss treffen, dann musst du leben. Robert Lewandowski. Habe ich mir gedacht, hat auch glaube ich 2 Stück gegen dich gemacht. Muss ich leider zugeben.

Welchen Torhüter würdest du dagegen stellen, wenn es andersrum wäre? Peter Cech. Peter Cech okay deine Top 3 stadionerlebnisse die top 3 Stadien, wo du als Spieler auf dem Platz ständest. Ruhrstadion Betzenberg, also Fritz Walter Stadion, Signal Iduna Park. Sehr schön, dass du das noch nennst, weil ich bin Borusse, von daher, damit habe ich jetzt noch gerecht. Mein herzliches Beileid, Dein bestes Investment. Also kann auch privat alles Mögliche sein, um meinen einen Rat noch reinzukriegen.

Meine Fähigkeiten. Deine Fähigkeiten ok, dein bester Mitspieler und Gegenspieler. Mein bester Mitspieler Max Kruse, mein bester Gegenspieler Thiago. Thiago, dein Karrieretipp dieser eine für junge Menschen. Sich persönlich immer weiterentwickeln zu wollen, den Hunger haben, persönlich besser zu werden in allen Bereichen. Die.

Diesen Tabellenplatz, letzte Frage, belegt der VFL Bochum in diesem Jahr. Wir können dann abgleichen in einem Jahr, ob es passiert ist. Also spontan würde ich sagen, wir werden Vierter und es ist ganz, ganz bitter, weil du okay Vierter wirst. Das ist ne Ansage. Aber schwer zu sagen. Also ich glaub, dass am Ende wirklich mehrere Mannschaften zu denen gehören, die da aufsteigen können, aber ich seh uns per se. Jetzt nicht als festen Aufstiegskandidaten. Aber oben mit dabei.

Ich seh uns oben mit dabei, ja. Vielen, vielen dank, Andreas, einmal mehr auch euch. Vielen Dank fürs Zuhören fürs Zuschauen, hat großen Spaß gemacht, freu mich auf nächste Woche bis dahin gute Woche und Tschüss Ciao.

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