Cover von Frame the Fame

Kunst

Frame the Fame

von Mathias Roloff und Robert Günther

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  1. Der Garten der Lüste

    Ein paradiesischer Teich mit Einhörnern und Giraffen, ein wimmelnder Reigen nackter Körper zwischen übergroßen Beeren. Und daneben eine Hölle, in der Musikinstrumente zu Foltergeräten werden und ein Menschengesicht als Baum aus dem Boden wä

  2. Pariser Platz II

    Berlin, 1990. Der Staub des Mauerfalls hängt noch in der Luft. Die Euphorie der ersten Nächte nach dem 9. November 89 verebbt langsam. Nichts ist mehr wie zuvor. Eine Stadt im Aufbruch, zwischen Ausnahmezustand und Neuanfang, zwischen wilde

  3. Frau mit blauen Augen

    Eine Frau blickt uns an. Und doch bleibt ihr Blick ungreifbar: Die tiefblauen Augen wirken leer, fast entrückt, das Gesicht langgezogen und maskenhaft. Alles an dieser Figur scheint reduziert, stillgestellt, außerhalb eines konkreten Moment

  4. No. 5 / No. 22

    Es ist nur Farbe. Und genau das ist der Punkt. Wer nah genug herantritt, merkt, dass diese Farbe nicht ruhig ist. Sie arbeitet. Sie pulsiert. Sie trägt Spuren, Schichten und Verletzungen. Dieses Bild erklärt nichts und erzählt keine Geschic

  5. Der Traum (Das Bett)

    Es ist Nacht in Mexiko-Stadt. Ein Himmel voller Vögel, eine Frau liegt schlafend auf ihrem Bett. Darüber schwebt ein Skelett in einem schillernden Pyjama, umhüllt von Kakteen, Blüten und Ranken. Traum und Tod, Leben und Schmerz vereinen sic

  6. Die Dame mit dem Hermelin

    Eine junge Frau, elegant gekleidet und trotzdem alles andere als harmlos. Auf ihrem Arm kein Accessoire, sondern ein Tier mit klarer Botschaft: Nähe, Macht, Besitz. Dieses Bild zeigt nicht nur eine schöne Dame, sondern eine Beziehung, die m

  7. Eismeer

    Weite, Stille und Licht, das langsam über eine Landschaft gleitet, die größer ist als jedes Menschenleben. Dieses Bild erzählt nichts im klassischen Sinn. Es lässt uns vielmehr spüren, wie winzig wir werden, sobald die Welt ihr wahres Gesic

  8. Herbstrhythmus (Nr. 30)

    Ein Geflecht aus Linien, das sich über fünf Meter zieht – als hätte jemand die Bewegung selbst eingefangen. Kein Anfang, kein Ende. Nur Spuren, die sich kreuzen, überlagern und wieder verschwinden. Diesmal schauen wir auf ein Werk, das weni

  9. Grimassierendes Aktselbstbildnis

    Ein nackter Körper. Verdreht, verzerrt, fast wie in einem Krampf gefangen. Und trotzdem schaut dich dieser Mensch frech an! Dieses Bild ist kein herkömmlicher Akt - es ist eine Provokation. Hier geht es um Schmerz, Selbstsuche und den Mut,

  10. Das gelbschwarze Trikot

    Streifenlook, Sonne, See – klingt nach easy Sommerfeeling, oder? Aber damals war es ein kleiner Skandal: Ein Kind als Modell und zu viel nackte Haut – das sorgte 1910 für jede Menge Aufregung. Ein Bild, das aussieht wie ein Ferientag – und

  11. Papst Innozenz X.

    Er trägt Rot, sitzt auf einem goldenen Thron und schaut dich an, als wüsste er längst, was du verbergen willst. Dieses Porträt zeigt keine göttliche Autorität, sondern einen Mann aus Fleisch und Blut: misstrauisch, wachsam, vielleicht sogar

  12. Mädchen mit Hut zwischen Birkenstämmen

    Ein Mädchen mit Hut, versteckt zwischen Birken. Klingt idyllisch, oder? Aber dieses Bild ist alles andere als brav: Skizzenhaft, mutig und so reduziert, dass Natur und Figur fast ineinander übergehen. In dieser Folge sprechen wir über ein

  13. Nachtschwärmer

    Es ist Nacht, alles wirkt ruhig – zu ruhig? Wir blicken auf diese rätselhafte Szene in einem Diner. Vier Menschen. Grelles Licht. Und irgendwas liegt in der Luft... Unzählige Male wurde dieses Bild parodiert – von den Simpsons bis Batman –

  14. Das Gold des Azurs

    Auf der Leinwand tanzt das Licht: Gold, blau, ein paar Striche, ein paar Punkte, wie Ideen kurz vorm Platzen. Der Künstler war über 70, als er das malte, und trotzdem sprüht es wie ein Feuerwerk: Neugierig, verspielt, lebendig. Vielleicht w

  15. Weihnachtsnacht (Der Segen der Ochsen)

    Schnee im Süden, Ochsen, Mondlicht und irgendwo zwischen Himmel und Erde ein stiller Moment voller Andacht. Dieses Bild verbindet zwei Welten, das Christliche und die Ferne, das Vertraute und das Fremde. Alles scheint ruhig, fast heilig. Un

  16. Ophelia

    Stell dir eine Frau vor, die reglos auf einem Fluss treibt. Um sie herum Blumen, so schön arrangiert, dass man fast vergisst, dass sie gerade ertrinkt. Kein Schrei, kein Aufprall. Nur dieses unheimliche Schweigen zwischen Leben und Tod. Ein

  17. Studie nach Velasquez` Papst Innozenz X

    Ein Papst, der nicht segnet, sondern schreit. Gefangen in grellen Linien, als säße er in einem Käfig. Dieses Bild wirft die Macht vom Thron und zeigt statt Würde nur Angst, Schmerz und Ohnmacht. In dieser Folge sprechen wir über eine radika

  18. Die brennende Giraffe

    Da steht sie einfach: Eine Giraffe. Völlig ruhig, obwohl sie in Flammen steht. Davor eine Figur mit Schubladen im Körper, gestützt von merkwürdigen Krücken. Nichts daran ergibt auf den ersten Blick Sinn und trotzdem hat man das Gefühl, dass

  19. Abend über Potsdam

    Fünf Menschen sitzen nach dem Essen zusammen, aber irgendwie wirkt alles merkwürdig still: Kein Blickkontakt, keine Gespräche, nur Schweigen und diese seltsame Spannung in der Luft. Warum dieses Werk so viel über seine Zeit verrät - und vie

  20. Die Zehn Größten, Nr. 7 – Erwachsenenalter

    Ein bunter Traum aus Kreisen, Spiralen und geheimnisvollen Zeichen auf einer über drei Meter hohen Leinwand. Und das ist nur der Anfang: Das Werk, das wir heute anschauen, entstand nicht im Auftrag eines Sammlers, sondern - so die Künstleri

  21. Spaziergänger (Der Überfall)

    Ein sonniger Tag, ein Mann mit Melone und plötzlich kippt die Stimmung. In dieser Folge geht es um ein Bild, das auf den ersten Blick fast harmlos wirkt, aber beim zweiten Hinschauen ein echtes Unbehagen auslöst. Warum hier Spaziergang und

  22. Junge Dame mit Perlenhalsband

    Eine Frau, ein Spiegel, eine Kette, ein stilles Zimmer - pure Magie und das Licht so perfekt inszeniert, dass man fast flüstern möchte, um die Stimmung nicht zu stören. Warum dieses Bild leiser ist, als der Barock erlaubt, wie man mit extre

  23. Ansprache Friedrich des Großen vor der Schlacht bei Leuthen 1757

    Es ist kalt, der Boden matschig und irgendwo im Dunst stehen ein paar Männer, die gerade Geschichte schreiben sollen. In dieser Folge geht es um ein Bild, das keine Helden zeigt, sondern Zweifel, Müdigkeit und das Warten auf den Sturm. Waru

  24. Der Sohn des Menschen

    Stell dir vor: Ein Mann im Anzug, Melone auf dem Kopf – alles bürgerlich korrekt. Doch: Zack! Ein grüner Apfel schwebt vor seinem Gesicht. Lustig, klar – aber eben mehr als nur ein Gag. Dieses Kunstwerk ist ein Denkspiel über Wahrheit, Täus

  25. Drei Musikanten

    Drei schräge Typen, knallbunte Kostüme und trotzdem fühlt sich das Ganze mehr nach Abschied als nach Party an. In dieser Folge schauen wir auf ein Bild, das wie Karneval aussieht, aber eher wie ein stummes Bühnenstück funktioniert. Warum hi

  26. Die Bekehrung der Magdalena

    Ein Spiegel, ein goldgelber Stoff, eine entblößte Schulter. Und plötzlich geht's nicht mehr nur um Buße, sondern um Emanzipation, Trauma und stille Rebellion. Diese Maria-Magdalena tritt nicht als reuige Sünderin auf, sondern als starke sel

  27. Der Schrei

    Ein weltberühmtes Bild, eine maskenhafte Figur – und ein spektakulärer Kunstdiebstahl mitten am helllichten Tag. In dieser Folge geht es um ein Werk, das mehr ist als bloß Farbe auf Pappe: ein stummer Schrei, ein innerer Ausnahmezustand, ei

  28. Die Sternennacht

    Heute schauen wir gemeinsam in den Nachthimmel – aber nicht in irgendeinen. Es ist ein Himmel voller Wirbel über einem Dorf im Schlaf und davor eine züngelnde Zypresse. Ein Bild wie ein Traum. Oder vielleicht ein Albtraum? Hinter diesem wel

  29. Mann mit Goldhelm

    Ein goldener Helm, dramatisches Licht und ein Name, der plötzlich nicht mehr zählt. Dieses Bild war mal ein Superstar der Kunstwelt, bis herauskam: war gar nicht vom Meister selbst. In dieser Folge geht es um Glanz, Schatten und die Frage,

  30. Der Früchtekorb

    Heute haben wir dir einen kleinen Korb mit Früchten mitgebracht. Klingt harmlos? Von wegen! Auf den ersten Blick wirkt er vielleicht unscheinbar, aber dieses Stillleben hat die Kunstwelt auf den Kopf gestellt. Der Früchtekorb ist fast unver

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