
Freak Show· Staffel 3· Folge 274
FS274 Was hat Apple jemals nicht für uns getan?
Freitag, 2. Februar 2024 · 3 h 57
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Shownotes
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RIP Flattr — RIP Ingenuity — RØDECaster Pro II — 40 Jahre Macintosh — Heimautomatisierung — Podcast-Transkripte — EU-AppStore-Regulierung
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Björn ist wieder zu Gast, der schon letztes Jahr uns über LEDs aufgeklärt hat und wir reden viel über Heimautomatisierung u.a. mit Home Assistent. Ansonsten dreht sich heute ganz viel um Apple, denn wir schauen auf 40 Jahre Macintosh-Geschichte zurück und erinnern uns an die tollsten Macs, die wir mal besessen haben. Dann schauen wir auf kommende Neuerungen auf iOS wie die automatische Transkription von Podcasts und zum Schluß diskutieren wir eher energisch die Sinnhaftigkeit und konkrete Ausgestaltung von Regulierung durch den Digital Markets Act, gegen die sich Apple mit Händen und Füßen wehrt.
Dauer:
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Tim Pritlove
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roddi
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Ralf Stockmann
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Shownotes
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Lexikon des Unwissens: Worauf es bisher keine Antwort gibt : Passig, Kathrin, Scholz, Aleks: Amazon.de: Bücher (amazon.de/Lexikon-Unwissens-Worauf-bisher-Antw…)
— amazon.de
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Das ultimative Rodecaster Pro II Review (sendegate.de/t/das-ultimative-rodecaster-pro-i…)
— Sendegate
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RØDECaster Pro II mit BT-Fernbedienung für Räuspertaste/Kapitelmarke mit dem Mac (sendegate.de/t/rodecaster-pro-ii-mit-bt-fernbe…)
— Sendegate
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Discourse is the place to build civilized communities (discourse.org)
— Discourse - Civilized Discussion
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Cloudron - Complete solution for self-hosting (cloudron.io)
— Cloudron
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4K HDMI Matrix switch 8X8,HDCP HDR RS232/LAN steuern TESmart (tesmart.de/products/tesmart-8-inputs-8-outputs…)
— TESmart.DE
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Aqua (user interface) (en.m.wikipedia.org/wiki/Aqua_(user_interface))
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The full list of all macOS versions until 2023 (setapp.com/how-to/full-list-of-all-macos-versi…)
— Setapp
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Macintosh II (en.m.wikipedia.org/wiki/Macintosh_II)
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Macintosh IIci (en.m.wikipedia.org/wiki/Macintosh_IIci)
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Sound Blaster AWE32 (en.wikipedia.org/wiki/Sound_Blaster_AWE32)
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Sample-based synthesis (en.wikipedia.org/wiki/Sample-based_synthesis)
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E-mu Emulator (en.wikipedia.org/wiki/E-mu_Emulator_III)
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E-mu Proteus (en.wikipedia.org/wiki/E-mu_Proteus)
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en.wikipedia.org/wiki/Reverberation
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Chorus (audio effect) (en.wikipedia.org/wiki/Chorus_effect)
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Room acoustics - Wikipedia (en.wikipedia.org/wiki/Room_acoustics)
— en.wikipedia.org
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Environmental Audio Extensions - Wikipedia (en.wikipedia.org/wiki/Environmental_audio_exte…)
— en.wikipedia.org
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SoundFont - Wikipedia (en.wikipedia.org/wiki/SoundFont)
— en.wikipedia.org
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Mac Specs, Prices, Answers and Comparison: EveryMac.com, Est. 1996 (everymac.com)
— everymac.com
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PowerBook 3400c/200 Specs: EveryMac.com (everymac.com/systems/apple/powerbook/specs/mac…)
— everymac.com
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PowerBook G4 1.0 (Ti) Specs (1 GHz/867 MHz, M8859LL/A, PowerBook3,5, A1025, N/A): EveryMac.com (everymac.com/systems/apple/powerbook_g4/specs/…)
— everymac.com
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iMac G4/800 (Flat Panel) Specs (iMac Flat Panel, M8535LL/A*, PowerMac4,2, M6498, 1873): EveryMac.com (everymac.com/systems/apple/imac/specs/imac_800…)
— everymac.com
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Home Assistant (home-assistant.io)
— home-assistant.io
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Homebridge (homebridge.io)
— homebridge.io
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Shelly Pro 2 (shelly.com/de/products/shop/shelly-pro-2)
— shelly.com
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Shelly Pro 3 (shelly.com/en/products/shop/shelly-pro-3)
— shelly.com
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MINIR4-DOC - SONOFF Official (sonoff.tech/product-document/diy-smart-switche…)
— SONOFF Official - Your Smart Choice
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Tasmota Documentation - Tasmota (tasmota.github.io/docs)
— tasmota.github.io
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Home - SONOFF Official (sonoff.tech)
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ZBMINI-L2 - SONOFF Official (sonoff.tech/product/diy-smart-switches/zbmini-l2)
— SONOFF Official - Your Smart Choice
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GitHub - mrebbert/FerrarisPowerMeter: A sensor for a ferraris energy meter based on an ESP8266 or similar including a HomeAssistant-Integration via MQTT. (github.com/mrebbert/FerrarisPowerMeter)
— GitHub
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Easy Smart Home Automation (shelly.com)
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Shelly 1PM Mini Gen3 - Alle Produkte - Shop - Shelly (shelly.com/de/products/shop/shelly-1-pm-mini-g…)
— shelly.com
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GitHub - mongoose-os-apps/shelly-homekit: Apple HomeKit firmware for Shelly's (github.com/mongoose-os-apps/shelly-homekit)
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ESPHome — ESPHome (esphome.io)
— ESPHome
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Generic X86 64 (blog.alexanderbenisch.de/posts/homeasisstant/g…)
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Proxmox Server Solutions (proxmox.com/de)
— Proxmox
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Philips Hue Wandschalter Modul, Einzelpack, ermöglicht ständige Erreichbarkeit von Hue Lampen, Installation hinter vorhandende Wandschalter, 1-er Pack, Weiß : Amazon.de: Baumarkt (amazon.de/dp/B09C63P5KQ)
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GitHub - Gruppio/Sonoff-Homekit: Make your Sonoff Switch compatible with Apple Homekit! :tada: (github.com/Gruppio/Sonoff-Homekit)
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Wipp-Kontrollschalter (Einsatz), Universal Aus-Wechsel, 10 AX 250 V ~ | 506 KOU (jung-group.com/de-DE/Wipp-Kontrollschalter-Ein…)
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Kopp 689602003 Donau Kontrollschalter (Aus- und Wechsel) beleuchtet, Weiß : Amazon.de: DIY & Tools …
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Tim Pritlove Hallo, herzlich willkommen. Hier ist die Freakshow Nummer 274. Es geht fleißig voran, wobei die wirklich interessanten Zahlen stehen noch weit in der Zukunft. Jetzt können wir darüber diskutieren, was interessante Zahlen sind und ob das Dezimalsystem jetzt eigentlich der entscheidende Faktor ist auf diesem Planeten, ob man das nicht mal als Oktal rechnen soll.
Tim Pritlove Wie auch immer, auf jeden Fall sind wir jetzt on air und haben alle typischen technischen Probleme, die hier kurz vor der Sendung immer wieder auftreten, in den Griff bekommen. Das tollste Setup, was die Freak Show je hatte, würde ich jetzt mal behaupten, weil nämlich der Ralf, der da gerade so schön kichert, den ich jetzt mal begrüße, hallo Ralf.
Ralf Stockmann Einen wunderschönen guten Abend. Du.
Tim Pritlove Hast es geschafft, mir die Gelegenheit zu geben, endlich mal mein Setup hier wirklich to the max auszuprobieren. Das finde ich super. Mit anderen Worten, du bist jetzt gerade der Einzige, der hier nicht an der Tischrunde aktiv rumsitzt, weil du, erzähl es selbst. Ich.
Ralf Stockmann Gamme faul im Bett herum, allerdings mit einem hochgelegten Bein, weil ich zwei Wochen im Krankenhaus war, mit einem doppelten Bruch des Sprunggelenks und OP und all solchen Sachen und bin jetzt also gerade so in der Reha-Phase und da ist jetzt, da sind Tim und ich ja nicht weit auseinander wohnen, ist das trotzdem eine Strecke, die jetzt so nach einer Woche OP noch nicht so richtig angezeigt ist.
Ralf Stockmann Mal gucken, vielleicht zur nächsten Sendung schaffe ich es dann humpelnd irgendwie in die Metaebene wieder.
Tim Pritlove Ja, Beine hoch, aber okay, aber es wird besser sozusagen.
Ralf Stockmann Ja, schmerztechnisch alles wunderbar eingestellt, so vorgestern die Schmerztabletten abgesetzt, das ist immer so ein Punkt, wo man so ein bisschen Respekt vorhat, so mal gucken, was sich dann noch so alles meldet, was vorher noch so in so einem blauen Dunst alles unterdrückt wird, aber, kein Unterschied zu vorher, alles gut gegangen und Riesenfan von Vollnarkose geworden, das war die erste Vollnarkose in meinem Leben eben jetzt für die OP.
Ralf Stockmann Kennt ihr das Buch von Katrin Passig, Lexikon des Unwissens?
Tim Pritlove Nee, aber klickt nach ihr.
Ralf Stockmann Klickt nach ihr. Und generell finde ich ja absolut alles toll, was Katrin Passig schreibt. Großer Fanboy. Und das ist also ein Buch, was sie geschrieben hat, wo quasi Dinge, die eigentlich relativ uns gewöhnlich erscheinen, mal durchdekliniert wird, warum wir über die verdächtig wenig oder teilweise verstörend wenig wissen, warum es eigentlich so ist, wo also einfach die Naturwissenschaften noch nicht weit genug sind.
Ralf Stockmann Und ein Kapitel davon ist eben Anästhesie und Vollnarkose, warum die eigentlich funktioniert. Wir haben sie seit 150 Jahren und keiner weiß so richtig, warum. Und so alle 20 Jahre gibt es einen neuen Forschungstrend, wo man sagt, wir glauben, es sind die Eiweiße. Das ist, glaube ich, immer noch so der Status quo im Moment.
Ralf Stockmann Und sie fängt dieses Kapitel an mit Wer sich demnächst unter das Messer setzt, sollte dieses Kapitel besser nicht lesen. Das hat natürlich nach dem Motto, du beantwortest dein Leben jetzt in Dinge, von denen Naturwissenschaftler noch keine Antwort haben.
Tim Pritlove Du bist ja bewusst, dass Podcasts ja oft in Krankenhäusern gehört werden.
Ralf Stockmann Ja, oh Gott, ja. Sehr, sehr laute, viele Triggerwarnungen.
Tim Pritlove Aber es hat ja funktioniert bei dir.
Ralf Stockmann So.
Tim Pritlove Lass mich erstmal die Runde vorstellen. Roddy ist natürlich auch da, richtig im Fleisch, direkt am Tisch.
roddi Guten Abend.
Tim Pritlove In the flesh.
roddi Ja, richtig im Fleisch klingt es so, wie ich mich fühle. Ein paar wenige Kilo weniger wäre gar nicht so verkehrt.
Tim Pritlove Achso, okay, das wollte ich jetzt gar nicht thematisieren, aber du hast es ja selber aufgebracht. Genau, und dann haben wir noch einen Wiederkehrer bei uns, nämlich den Björn. Hallo. Björn Reimer, wir hatten das Vergnügen vor gar nicht allzu langer Zeit in der tollen Sendung mit dem schönen Titel Mansplaining as a Service.
Tim Pritlove Weißt du doch die Nummer auswendig?
Björn Reimer Nein, weiß ich nicht.
Tim Pritlove Aber ich weiß.
Björn Reimer Wir haben über Alex hier geredet.
Tim Pritlove Wie könnte es auch anders sein? Genau, Mansplaining as a Service ist ein toller Titel, ist allerdings einer der Titel, wo es mir einfach ums Verrecken bisher noch nicht gelungen ist, mit diesen KI-Tools irgendwie ein halbwegs brauchbares Episodenbild hinzubekommen, was nicht völlig outrageous furchtbar ist.
Tim Pritlove Kannst du dir das etwa vorstellen? Also da lasse ich gerne, also falls jemand in der Lage ist, ist so ein 16 zu 9 4K-Auflösungsbild mit dem AI-Tool eurer Wahl, herzustellen, was irgendwie dem Titel Mansplaining as a Service gerecht wird. Ich bin komplett dran verreckt. Manchmal ist es ganz einfach und manchmal ist es einfach eine totale Katastrophe.
Ralf Stockmann Hätte da Ideen im Kopf, vielleicht probiere ich mal was.
Tim Pritlove Ja, probier mal was. Aber inhaltlich war das auf jeden Fall okay und das war im Mai letzten Jahres. Also hat noch nicht mal ein Jahr gedauert. Genau, da bist du wieder. Herzlich willkommen.
Björn Reimer Danke.
Tim Pritlove So, ich mach mal gleich, bevor ich das wieder vergesse, einen kleinen Werbeblock für die Meta-Ebene selbst, denn ich hab mir vorgenommen, mich mal wieder ein bisschen mehr am Reim zu riesen. Dein Nachname bringt mich ganz durcheinander. Es ist einfach ganz viel Reim. Zu reißen und mal wieder ein bisschen mehr in diesen Veranstaltungsmodus zu kommen in diesem Jahr. Nachdem ich...
Tim Pritlove Nachträglich festgestellt habe, dass ich wieder erwarten doch auch irgendwie so ein Corona-Opfer geworden bin in der Hinsicht. Also es hat dann doch mich mehr ausgebremst in allem, als ich dachte und jetzt versuche ich den Motor wieder anzuwerfen. Mit anderen Worten, ihr könnt euch schon mal so latent freuen auf mehr Podcasts on Stage.
Tim Pritlove Und los geht's im Februar, konkret am 21. Februar, 20 Uhr, mache ich eine Raumzeitsendung live on Stage. Also das ist so quasi Podcast auf der Bühne, so wie ich das Gespräch auch sonst führen würde, aber dann eben im Planetarium, im Zeiss Großplanetarium in Berlin.
roddi Das ist ein Mittwoch, ne?
Tim Pritlove Das ist ein Mittwoch, hoffentlich dann auch mit entsprechender visueller Begleitung und mein Gast ist kein geringerer als Ulf Merbold.
Ralf Stockmann Oh.
Tim Pritlove Da habt ihr sicherlich schon mal von gehört.
roddi Der erste bundesdeutsche Astronaut.
Tim Pritlove Genau, der ja eigentlich auch aus dem Osten kommt und nur deshalb in den Westen gegangen ist, weil sie ihn nicht haben Physik studieren lassen. Und von daher kommt eigentlich alles aus der gleichen Gegend. Genau, und er war also dann nicht nur der zweite Deutsche im All sondern es war vor allem derjenige, der am meisten im All war, also der hat es tatsächlich auf drei Missionen gebracht war also sowohl mit dem Space Shuttle, im Space Lab unterwegs, als auch dann nochmal auf der Mia.
roddi Alexander Gerst hat ihn nicht überrundet?
Tim Pritlove Ne, der hat zwei Drei hat es jetzt bisher noch keiner geschafft, Sowas hat man mit den Rekorden. Ist ja auch egal, darum geht es ja gar nicht, sondern es geht einfach darum, mal so quasi auch die europäische Raumfahrt so in ihrer Geburtsstunde in den 70er, 80er Jahren nochmal so ein bisschen in den Fokus zu nehmen.
Tim Pritlove Da hatte ich jetzt einige Sendungen, die das angeschnitten haben. Auch die letzte ging in die Richtung, da ging es um die Ariane. Also wer ohnehin Raumzeit hört, der mag vielleicht kommen und kommt ein bisschen früher, dann trifft man sich da sicherlich vorher noch. Und das war das letzte Mal, als ich das gemacht habe, was jetzt leider auch schon fünf Jahre her ist, war das wirklich sehr angenehm, weil das einfach cool ist da mit den Möglichkeiten.
roddi Sagtest du schon eine Uhrzeit?
Tim Pritlove 20 Uhr geht's los. Und der Link ist in den Show Notes. Und jetzt mache ich den ersten Content-Marker.
roddi Ja, super.
Tim Pritlove Technik.
roddi Die begeistert.
Tim Pritlove Eine neue Fernbedienungstaste. Ein Content-Marker. Eigenhändig in Ultraschall reingehackt. Reif.
Ralf Stockmann Ja, Mensch. Richtig so.
Tim Pritlove Muss ich noch ein Skript für kopieren.
Ralf Stockmann Selbst ist der Lua-Coder.
Tim Pritlove Ja, ja. Was den Usern hier alles so zugemutet wird. Mann, Mann, Mann, Mann, Mann.
Björn Reimer Wir werden schauen, ob wir es heute kaputt bekommen.
Tim Pritlove Alles muss man selber machen. Anyway. Gut, dann haben wir noch ein paar Todesnachrichten zu verkünden. Zwei. Die erste ist, Flatter ist tot. Keiner ist überrascht, ich auch nicht.
roddi Das war aber auch ein qualvoller.
Tim Pritlove Das war wirklich ein qualvolles Ende. Wer keine Ahnung hat, wovon ich rede, Flatter war so der erste Aufschlag für, wir machen mal das mit dem Verteilen von Geld im Netz für Kreative auf Micro-Payment-Basis irgendwie. Genau.
roddi Also nicht Flatter, sondern Flatter.
Tim Pritlove Flatter. Genau. Und mir war das Projekt ja von Anfang an eigentlich recht sympathisch, weil das ja auch von den Leuten gemacht wurde, die so zu diesem Pirate Bay Umfeld da in Schweden dazugehörten, so Hercol Misopi und Sunde und standen so dahinter und das war auch ein interessanter Ansatz und das ist ja gestartet in so einer Zeit, da gab es noch Blogs und Blogartikel und so weiter.
Tim Pritlove Und die Idee war, du baust halt einfach da noch einen Flatter-Button drunter und die Leute klicken da drauf und dann wird dem Artikel quasi dem Menschen, der hinter dieser Kreation steht, wird dann anteilig aus dem, was ich ohnehin monatlich bereit bin abzugeben, einen Anteil gegeben. Das war an sich eine ganz nette Idee, ist dann allerdings in den nächsten Jahren an vielen bösen Realitäten des Internets gescheitert. Erstmal natürlich an dieser ganzen Plattformisierung, YouTube und so weiter.
Tim Pritlove Alle sind auf einmal auf große Webseiten umgezogen und man hatte nicht mehr so richtig unter Kontrolle, wo man so einen Button anzeigen konnte und natürlich wurde dann Flatter überall raus sortiert. Später ist es dann auch Opfer von Adblockern geworden, weil es dann halt wieder, oh ein böses externes Skript, das muss ausgeblendet werden und so weiter, weil Tracking ist möglich.
Tim Pritlove Also die sind einfach total unter die Räder gekommen, aber ich glaube das Hauptproblem war, dass sie einfach zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht bereit waren, ihr Modell anzupassen. Und ich habe das auch von Anfang an eigentlich gewollt, dass man sagt, ja, nehmt mal auch die Leute mit auf eure Seiten, dass die Creators da sind und das wollten sie irgendwie immer nicht machen.
Tim Pritlove Das habe ich nie so richtig verstanden und dann kam, kurze Zeit danach kam irgendwie, Patreon hat genau das gemacht. Naja, der Rest ist Geschichte. Also Patreon und Steady hier in Deutschland, die haben halt diesen Markt dann irgendwie abgeräumt. Und jetzt ist es abgeschaltet worden. Also sie haben dann noch so zwei, dreimal versucht, ihr Konzept zu ändern mit irgendwelchen weirden, sich bei Adblockern irgendwie reinzuklicken und durch Flatter irgendwie was freizukommen.
Tim Pritlove Das war auch alles viel zu verkopft und das war auch alles irgendwie im falschen Bereich unterwegs und das war dann halt auch technologisch genauso unter Feuer. Und es gab dann auch, glaube ich, vor einem Jahr auch nochmal einen neuen Ansatz, den habe ich auch nicht verstanden. Die Webseite hat sich zwei, dreimal geändert und irgendwann ging da gar nichts mehr.
Tim Pritlove Naja, aber es war eine gute Idee an sich und in gewisser Hinsicht hat es ja auch gegriffen, weil wenn man mal jetzt mal schaut, die Welt hat sich schon geändert. Also so Patreon, ich finde das zwar jetzt ein bisschen... Ich finde Patreon eigentlich gar nicht wirklich schlimm. Ich finde, die machen das eigentlich sehr gut. Es ist halt bloß immer so ein bisschen anstrengend mit diesen US-Unternehmen, die keine richtigen Finanzabrechnungen hinkriegen und keine ordentlichen Rechnungen schreiben können und nicht verstehen, wie Europa funktioniert und so weiter.
Tim Pritlove Und dann aber doch auch immer so ein bisschen so Landgrabbing machen und alles muss jetzt bei uns sein und irgendwie, wenn du was machst, dann muss es hier auch nochmal gepostet werden. Es ist halt einfach immer so zusätzliche Arbeit, die man nicht haben will oder ich zumindest nicht haben will. Aber es gibt so viele Leute, die mit Patreon ihre digitale Präsenz im Internet monetarisiert bekommen und dann halt nicht mehr normale Jobs machen müssen.
Tim Pritlove Das finde ich eigentlich großartig.
roddi Ja, ich glaube, das liegt vor allen Dingen auch daran, dass YouTube inzwischen wirklich nur noch Almosen ausschüttet. Homöopathische Almosen und du als YouTuber heutzutage, also wenn du jetzt nicht so im 10-Millionen-Bereich bist, halt einfach einen Patreon brauchst, um irgendwie davon leben zu können, weil YouTube halt wirklich nichts mehr ausschüttet.
roddi Das ist irgendwie und die hingen da zum richtigen Zeitpunkt auch an diesen YouTube Creatern dran und hatten da den Fuß in der Tür es gibt ja noch dieses bei mir Coffee oder wie das Ding heißt, Kofi irgendwie, gibt.
Tim Pritlove Es einiges so.
roddi Von dem ich weiß, aber ansonsten haben die eigentlich keine richtige Konkurrenz also in.
Tim Pritlove Deutschland gibt es halt noch Steady.
roddi Stimmt Steady gibt es auch noch.
Tim Pritlove Die im Prinzip dasselbe Modell machen, aber das mit den Rechnungen gut hinkriegen. Aber, naja, also da kann man jetzt noch viel drüber reden, wollte ich jetzt gerade gar nicht so vertiefen. Nur Flatter mal lebewohl sagen, it was fun while it lasted, das hat mir in den ersten Jahren sehr geholfen. Ich weiß, das war immer so ein bisschen der Running Gag, dass ich irgendwie der Einzige bin, der von Flatter profitiert und allen anderen ist das irgendwie nicht gelungen.
Tim Pritlove Ich weiß aber auch, warum das so war, weil ich halt auch voll drauf gesetzt habe am Anfang. Und der Rest eigentlich immer erstmal mit Skepsis in die Runde gestartet ist und das hat sich nicht gut gemischt in dem Zusammenhang. Aber es war halt auch so orientiert an, wie soll ich sagen, so Native, wie sagt man, Digital Natives?
Tim Pritlove Das ist ja verbrannt der Begriff auch jetzt irgendwie, aber ich fühle mich ja wie einer und dann hatte man so einen gewissen Vorsprung, wenn man sich schon wohl gefühlt hat in all diesen Dingen, die sich dann bei anderen erst in den nächsten Jahren so richtig manifestiert haben. Ja, zweite Todesnachricht wollte ich unbedingt nochmal bringen, weil es einfach eines der geilsten Projekte ist, finde ich, die die Wissenschaft so hervorgebracht hat.
Tim Pritlove Ist halt Ingenuity ist jetzt auch tot. Habt ihr das überhaupt mitbekommen?
roddi Ja.
Tim Pritlove Greifschüttel mit dem Kopf.
roddi Der ist irgendwie beim Landen hat.
Tim Pritlove Er sich die Nase gestoßen.
Björn Reimer Dann hat er sich den Propeller verkürzt.
roddi Weißt du.
Tim Pritlove Wovon wir reden?
Ralf Stockmann Nee, ich weiß nicht, wovon er redet.
Tim Pritlove Ingenuity ist der kleine Mars-Helikopter, der mit dem letzten Roboter auf dem Mars-Oberfläche gelandet ist und dann tatsächlich geschafft hat, dort nicht nur zu fliegen, sondern mehr als nur so ein Testobjekt zu sein. Und hat im Prinzip diese ganze Ausrichtung von Mars-Exploration nochmal auf ein komplett anderes Level gehoben, weil sie ja sozusagen erstmal gucken, fliegt da überhaupt irgendwas und wir machen mal fünf Flüge und dann war es erfolgreich.
Tim Pritlove Reich und jetzt haben sie irgendwie 76 Flüge oder sowas oder 72 Flüge, waren es glaube ich 76 von 5 geplanten.
roddi Das ist schon eine ganz ordentliche Quote.
Tim Pritlove Das ist definitiv so, haben da auch irgendwie viele Kilometer zurückgelegt, sehr lange Strecken geflogen und vor allem auch den kompletten Modus, wie sie das erforschen, geändert, weil sie halt sozusagen jetzt mit dem Ding vorgeflogen sind, geguckt haben, was ist denn da, ah, guck mal, da sieht es ja interessant aus, auf einmal Hi-Res von oben, ich meine, das ist halt einfach für die Planung, vorher musstest du mit dem Rover da monatelang dich irgendwo hinkriechen, um dann zu sehen, so, oh ja, war doch nicht so gut, müssen wir nochmal zwei Wochen nochmal einen Umweg machen, und das hat natürlich eine Menge geholfen, aber ich fand das halt einfach cool, ähm, Wie dieses Projekt angegangen ist und das ist irgendwie so, das finde ich so
Tim Pritlove ein Symbol für so mit das Beste, was aus dieser Raumzeit, aus dieser Raumfahrt rauskommt. Ich wollte kurz nochmal Raumzeit pluggen, weil ich hatte mich ja, tatsächlich auch über Ingenuity unterhalten in einer Raumzeitsendung vor kurzem und zwar hatte die einen Titel, der mir entfallen ist.
Ralf Stockmann Solange du noch suchst. Rot ist er ja nicht. Also wie ich das gelesen habe, haben die noch Kontakt und der funktioniert noch, er fliegt halt nur nicht mehr. Also die Flügel sind quasi geschlutzt.
roddi Naja gut, aber ein Helikopter, der nicht fliegt. Aber der Vogel ist nicht tot.
Tim Pritlove Ja.
roddi Aber der fliegt nicht mehr.
Ralf Stockmann Der ist noch nicht zu seinen Ahnen abgeblieben.
Tim Pritlove Ne, das stimmt, der ist noch nicht zu seinen Ahnen. Raumzeit 108, Content Marker, Raumzeit 108 über die NASA. Thomas Zurbuchen, der da mal Chef von's Ganze war und der war halt zuständig für die Koordination dieser Mission und hat da auch über Ingenuity geschwärmt. Ja, so viel dazu zu den Sterbefällen.
Tim Pritlove So. Was haben wir noch auf der Liste? Du wolltest doch noch das mit dem Mixer hier irgendwie notieren. Hast du nicht gemacht, ne? Valve.
Ralf Stockmann Was? Wie? Wo?
Tim Pritlove Ich dachte, du wolltest das... Sollte ich nochmal zu dem Rodecaster mich äußern?
Ralf Stockmann So, ja, ich schmeiß die Links in den Chat rein.
Tim Pritlove Ja. Genau. Ich hab ja hier in der letzten Sendung viel über den Mixer, den ich jetzt hier verwende, erzählt, den Rodecaster Pro 2. Und was das für ein tolles Gerät ist, und ist auch immer noch ein total tolles Gerät. Ist nicht ohne seine, Eigenarten, aber im Prinzip ist mein Plan hier komplett aufgegangen, die ganze alte Technik dadurch zu ersetzen. Bin weitergekommen, als ich dachte.
Tim Pritlove Jetzt habe ich sogar Push-to-Talk und so Sachen hier auf einer Fernbedienung.
Björn Reimer Und der überlebt einen Neustart.
Tim Pritlove Ja, genau. Kurz vor der Sendung habe ich es geschafft, ihn aufzuhängen. Das hat aber auch überlebt. Also ein ziemlich robustes Gerät. Auf jeden Fall habe ich ein sehr längliches Review zu dem Teil geschrieben. Das heißt, wer sich nochmal lesend mit dem Rodecaster Pro 2 auseinandersetzen möchte, gibt es einen entsprechenden längeren Artikel im Sendegate.
Tim Pritlove Und nachdem ich den geschrieben hatte und mir dachte, so endlich habe ich das mal raus, weil es war immer schon so, ja, ich müsste das mal aufschreiben und so, habe ich das gemacht und dann war ich irgendwie in so einem Lauf und dann habe ich gleich noch einen zweiten hinterher geworfen und habe auch diese ganze Konfiguration, die ich jetzt hier gemacht habe mit der Fernbedienung dafür, die wir jetzt hier benutzen, habe ich auch dokumentiert.
Tim Pritlove Und die ganzen, ja, wie sagt man dann, die ganzen verschlungenen Pfade, die ich betreten musste, um das zum Laufen zu bekommen, so wie ich mir das gedacht habe. Ja, die sind da auch beschrieben und die Links findet ihr in den Shownotes.
Ralf Stockmann Ja, ich wollte das aus der Perspektive nochmal ein bisschen befeiern, weil das kennt man da draußen, glaube ich. Man hat irgendwie dann doch so ein bisschen ein nischiges Thema und nerdet sich dann da halt irgendwie so Tage und Wochen irgendwie rein und hat es dann für sich irgendwann zusammengebastelt und ist heilfroh, dass es dann irgendwie funktioniert.
Ralf Stockmann Und dann ist wirklich ein ganz entscheidender Schritt, und ich weiß, es tut weh, dokumentiert das irgendwo. Wenn ihr die Technikwelt ein kleines Stückchen besser gemacht habt, in was für eine Richtung auch immer, weil ihr irgendwelche Erkenntnisse gewonnen habt, weil ihr Dinge miteinander kombiniert habt, auf die vorher keiner gekommen ist, sucht euch einen irgendwie stabilen, verlässlichen Ort, jenseits von X und schreibt nochmal eine Doku runter.
Ralf Stockmann Und das ist aber eine doofe Schweinearbeit. Von daher echt danke an Tim und Sendegate ist natürlich genau der richtige Ort dafür, dass das da nochmal reinkommt. Dokumentation, so gut.
Tim Pritlove Möchtest du noch kurz erklären, was das Sendegate ist?
Ralf Stockmann Das Sendegate ist, gerne doch Tim, das Sendegate, ich weiß gar nicht, wie lange lebt das jetzt eigentlich schon? Auch schon zehn Jahre, ne? Haben wir da eigentlich schon irgendwie Geburtstag verpennt oder so, wahrscheinlich auch?
Tim Pritlove Bestimmt.
Ralf Stockmann Das ist raus.
Tim Pritlove Wir hatten das mal nach dieser Republika. Nee.
Ralf Stockmann Nach der Subscribe. Nach der Subscribe war das. Das erinnere ich alles noch relativ genau. Das war bei Wikimedia. So vor zehn, elf Jahren muss es gewesen sein. und da hatten wir halt unsere, zu dem Zeitpunkt eben jährlich, halbjährliche Podcasting-Tagung, die hieß da noch nicht Subscribe, sondern das war glaube ich auch noch ein PPW, also, Podcasting-Workshop und am Abend, so kurz vorm Aufräumen irgendwie, saß so eine etwas kleinere Runde zusammen und dann fing ich wieder an, ich bin ja so ein Forenkind, ey, wir bräuchten eigentlich echt noch mal irgendwie so ein Forum, um sowas hier auch zu verstetigen, so das Ganze, was wir hier so immer auf diesen Events so zusammentragen, das verpufft dann wieder so auf Einzelblocks und wir
Ralf Stockmann müssen das irgendwie mal zusammenbringen und kann ich ein Forum aufsetzen? Das war halt so die Zeit, in der so das, was man unter Forum verstand, immer noch so dieses PHP-Bulleting-Board war und ich habe auch selber mal ein Forum programmiert und das ist alles wirklich keine Freude und alle breten die Augen zum Himmel und vielen in Ohnmacht und bitte, ja, kein Forum, alles nur kein Forum.
Ralf Stockmann Dann Dennis Mohrhardt, Giga-LNX 343, der kam an so, ah, Ah, er hätte da so ein Stück Software irgendwo.
Tim Pritlove 343 war Max, Entschuldigung.
Ralf Stockmann 343 war Max, was für eine? Einfach nur Giga Linux. Giga Linux.
Tim Pritlove Genau.
Ralf Stockmann Er meinte dann so, ah, da sei ihm neulich irgendwo was vom Laster gefallen und er hätte da so eine Foren-Software, die überhaupt nicht nach Forum aussieht. Und dann kam halt mit Discourse um die Ecke. Nicht zu verwechseln mit Discord und auch nicht mit Discuss. Das sind so die drei, die man sehr schnell verwechselt und dann landet man in einer Schublade, wo man wirklich gar nicht rein will.
Ralf Stockmann Und ich hatte wirklich Laptop auf dem Schoß und hab das aufgerufen, dachte sofort so oh mein Gott, das ist ja schön so ungefähr wie OS X Aqua kommen wir hinterher noch zu, und dann halt ich meine dass Dennis wirklich an dem Abend das auch schon aufgesetzt hat die erste Version davon oder einen Tag später haben wir das gemacht und, Claudia und ich haben dann vor allen Dingen relativ viel Zeit da rein investiert, das ein bisschen durchzustrukturieren und diese ganzen Bereiche da rein zu legen und sowas und dann ging das auch relativ relativ schnell irgendwie ans Fliegen.
Ralf Stockmann Und das ist halt einfach mal so das zentrale Austauschforum, aber der guten Art, für alle Podcast-Produzierenden. Das heißt, es ging jetzt nie darum, dort Großhörerinnen, Hörer und Podcastende zu vernetzen, sondern eben Podcastende untereinander zu vernetzen. Und ja, das lebt auch immer noch. Ich bin dann nicht mehr so aktiv, wie ich früher mal war.
Ralf Stockmann Also ich war auch mal wirklich ganz kräge und ganz rührig. Und irgendwann muss man aber halt auch gucken, so okay, wofür hat man im Leben halt noch Zeit und wofür nicht? Und Sendegate ist bei mir so ein bisschen hinten runtergefallen, muss ich gestehen. Aber es ist immer noch mehr als genug.
Tim Pritlove Da ist richtig was los. Also ich habe gerade mal geguckt, dieser Rodecasa-Artikel, der hat jetzt irgendwie schon 1100 Views bekommen. Also man kann jetzt nicht gerade sagen, dass da nichts passiert.
Ralf Stockmann Ja, es ist auch gut Google-indexiert. Das Ganze ist ja public. Ist halt klar mit Anmeldungen zum Schreiben, aber zum Lesen sind die Sachen frei. Ich habe da auch damals meine ganzen Sachen hier mit, wie hieß das Viehchen noch, das Headset, was ich früher immer hatte.
Tim Pritlove HMC. Genau.
Ralf Stockmann HMC 660, genau. Die Sachen hatten auch irgendwie 10.000 Views oder sowas da drin. Also das wurde gut gefunden, auch von Leuten, die sich da jetzt gar nicht irgendwie anmelden mussten, war gut referenziert. Ich glaube, wir haben immer noch 3.500 Leute da drin oder sowas. War glaube ich irgendwie so eine Zahl, die ich neulich mal irgendwo hatte.
Ralf Stockmann Und wenn wir das irgendwie mit den Subscribes auch wieder regelmäßig auf die Kette kriegen, dann wird das in der Gate dann glaube ich auch wieder zu ganz neuer Form laufen. Weil also, dass man so etwas irgendwie braucht, ist für mich immer noch völlig völlig klar, also sich gegenseitig irgendwie Tipps geben können, austauschen, jenseits von diesem, es gibt ja auch so eine, auf Facebook bin ich da in so ein paar Gruppen drin, wo es also eben um diese ganze, Monetarisierung immer von morgens früh bis abends spät gibt und damit du da einen guten Tipp bekommst, musst du aber quasi erst da deinem, Consultant halt erstmal irgendwie Geld drüber werfen und so weiter.
Ralf Stockmann Hat auch alles vielleicht irgendwo seine Bewandtnis und hilft vielleicht einer ganz anderen Klientel von Menschen, möchte ich jetzt auch gar nicht irgendwie groß drüber urteilen, aber ich finde es gut, dass es einen ort gibt der erstmal public by default ist und open source lastig mehr also alle größen open source projekte die wir so haben studio link otto und so weiter die sind halt auch alle alle haben da auch alle ihre homebase ich habe hier.
Tim Pritlove 30 januar an der an dem tag irgendwie 543 eingeloggt die user die aktiv waren und irgendwie noch hat 2750 anonyme user ist schon Musik drin. Also Discourse ist wirklich toll, muss ich sagen. Also ich war ja glaube ich an der bloß keinen Forumfront, aber ganz vorne mit Säbel zwischen den Zähnen, weil ich einfach Webforen furchtbar fand, immer und aus gutem Grund.
Tim Pritlove Ja, aber Discourse ist halt wirklich so, ich weiß nicht, Web 2.0 trifft es irgendwie gar nicht. Also es ist einfach sehr fluide, es ist einfach sehr durchdacht, es ist irgendwie sehr leicht zu maintainen, es ist einfach wichtige Dinge nach vorne zu stellen, es ist leicht Unwichtiges wegzubekommen. Also das ist wirklich gelungen, also falls ihr sowas sucht, ich habe auch immer mal überlegt, ob ich sowas vielleicht für die Meta-Ebene auch nochmal aufsetzen sollte, sozusagen um das so mit Sendungs-Feedback zu verbinden, aber da bin ich bisher noch nicht so richtig.
Tim Pritlove Habe ich mir noch nicht so richtig zu durchringen können, weil das bedeutet ja im Zweifelsfall dann auch mal nochmal nochmal einen Ort, wo du gucken musst und so weiter, also wenn sich das irgendwie schön, verbinden ließe, dann dann vielleicht schon, aber es ist auch natürlich zum Kommentieren und zum Diskutieren ist es halt einfach wirklich gut.
Tim Pritlove Also es ist wirklich ein Diskurs, förderndes Teil.
Björn Reimer Es ist schön für die Langsamkeit der Unterhaltung, nicht Slack oder sowas Schnelles.
Tim Pritlove Genau und auch für so, also ich finde ja den Slack vielleicht irgendwie auch ganz gut, gerade wenn man das so kostenlos benutzt, so dann verschwindet das, weil sie ja Geld von einem freipressen wollen. So, dann denke ich mir so Ja, löscht das mal alles irgendwie. Das ist auch gar nicht so wichtig. Nach einem Monat muss man das auch alles nicht mehr sehen und klar sind da manchmal ganz interessante Ressourcen drin, aber ich finde so Vergänglichkeit hat irgendwie auch was.
Tim Pritlove Aber wenn man halt irgendwas verstetigen möchte und man hat halt kein eigenes Blog, dann ist halt so ein Diskurssystem eigentlich ziemlich cool.
Ralf Stockmann Ich bin ja immer ein Freund von Superlativen, aber bei Discourse kenne ich wirklich kein Halten. Ich kenne, glaube ich, keine andere Websoftware, die mich seit so vielen Jahren täglich so begeistert, dass es so gut durchdacht und so gut abgeschliffen und dann auch noch so schön minimalistisch designt alles.
Ralf Stockmann Ist, ist halt von Jeff Atwood, der halt auch Stack Overflow gemacht hat und das ist quasi jetzt schon eben so sein zweiter großer Wurf von einem Konzept, was einfach funktioniert, was so auf die Art und Weise vorher noch keiner angegangen ist. Also der hatte auch einfach echt mal ein Händchen, was das angeht.
Ralf Stockmann Richtig gut. Was wir jetzt gerade machen, ich glaube, ich habe es irgendwann schon mal angeteasert, das sollte man vielleicht irgendwann nochmal echt in Schwerpunktsendungen nochmal bei uns machen, ist, dass wir an der Stabi und jetzt auch zaghaft an der ZLB anfangen, Discourse wirklich mal so als Intranet, Wissensmanagement, Social Intranet zu interpretieren und damit dann eben Confluence von Atlassian an die Landband zu nageln als Open Source-Lösung.
Ralf Stockmann Und da plane ich in der Tat auch, wenn wir das noch so zwei, drei Umdrehungen runder haben, das nochmal irgendwie zu publizieren, weil das wird dann, glaube ich, nochmal richtig für Hallo sorgen, weil mit Confluence doch auch echt viele Leute mal nicht so richtig glücklich sind Und irgendwie die Hunderttausenden von Euro kann man auch mal woanders rein investieren.
Ralf Stockmann Aber das machen wir da irgendwann mal in einer späteren Sendung.
Björn Reimer Wie verdient eigentlich Discourse das Geld? Wollen die dann irgendwann Geld haben für das, was man macht?
Ralf Stockmann Also die haben eine quasi Enterprise-Version. Die heißt anders, weiß nicht genau, wie die jetzt heißt. Das heißt also, die bieten Hosted erstmal an. Die haben so eine Hosting-Schiene. Und sie haben angelagert eine Entwicklerbude, wo, glaube ich, auch etliche der Leute zweitangestellt sind, wo sie Auftragsentwicklungen machen.
Ralf Stockmann Wo ich auch immer denke, da würde ich eigentlich wirklich gerne mal Geld drüber werfen für so ein paar Sachen, beispielsweise DSGVO-Konformität oder ähnliches. Da ließe sich einiges noch optimieren, so für den deutschsprachigen Behördenbereich einfach. Und warum sollen die da nicht mal ein bisschen Geld auch dafür bekommen, so anstatt, dass man selber wieder anfängt rumzupruckeln?
Ralf Stockmann Also das sind die beiden Schienen, die mir bekannt sind, wie die sich finanzieren.
Björn Reimer Ah, cool. Also selbst hostet ist da nichts drin mit Werbung, Bezahlen oder sowas?
Ralf Stockmann Nee, nee. Das ist also ganz von vorne bis hinten Open Source. Also wenn du es runterlädst, ist es im Wesentlichen Docker-Software. Du musst halt den Docker hochziehen, das Ganze. Du kannst es auseinanderbauen. Wir haben es an der Stabi in der Tat, weil wir es zu dem Zeitpunkt nicht in der Docker-Umgebung vernünftig betreiben konnten, haben wir es einmal auseinandergeschnitten und die Einzelkomponenten alle zusammengefügt. Das ist kein Spaß, das willst du echt nicht machen.
Ralf Stockmann Also Hände weg und wie auch immer man zu Docker steht, wenn du einen Diskurs betreibst, ist das, würde ich sagen, alternativlos. Alles andere bringt da nichts. Aber es gibt etliche sehr gute Poster da draußen, wo du das als eine Klicklösung drin hast. Also ich liebe ja Cloudron beispielsweise, über die müssen wir glaube ich auch irgendwann mal reden, die aus Berlin eine Bude.
Ralf Stockmann Da ist das also auch eben mit zwei Klicks hast du da einen Diskurs aufgesetzt.
Tim Pritlove Alright. Wo wir gerade noch bei Hardware-Feedback hier aus meinen Studio-Sachen sind, also ich bin jetzt hier so ein bisschen auf der Suche nach der ultimativen HDMI-Matrix-Lösung. Ich hatte ja hier das schon mal erzählt, dass ich mir so eine 4x4-Matrix hingelegt hatte und ich glaube mir so mit HDMI-Matrix ist so ein bisschen so ein bisschen wie mit Drogen.
Tim Pritlove Also Drogen kommen ja nur, in zwei Dosierungen, wie man so schön sagt, viel zu viel und nicht genug und ich bin auch so voll in der Nicht-Genug-Phase, weil wenn du erstmal so eine HDMI-Matrix hast, dann willst du immer so, alles muss dann an alles irgendwie angeschlossen werden, ja und dann hier der Bildschirm und dessen Outputs, das will ich da aber noch auf eine Capture-Card drauflegen und ach jetzt brauche ich aber auch noch einen zweiten Anschluss am Rechner und so weiter.
Tim Pritlove Und jetzt komme ich natürlich mit 4x4 auch schon nicht hinterher und habe jetzt so mein Auge auf 8x8 geworfen, was natürlich völlig übertrieben ist, aber I love it. Und das ist auch wirklich ein obskures Segment, weil das natürlich so Primärprodukte sind für so Rackbetreiber mit irgendwie zeig viele.
Tim Pritlove Uniformeterminals an oder du baust dir so eine HDMI Matrix so als Wall dafür sind die Dinger dann halt auch gemacht, dass du irgendwie auch ein Signal auf mehrere Bildschirme verteilen kannst oder so als KVM System so, also in diesem ganzen Bereich auch so für so Zielgruppen, die mal wieder nicht ich sind, und ich habe so ganz andere Bedürfnisse, wie zum Beispiel, dass man halt auch einfach mal an so einer.
Tim Pritlove Matrix einfach mal einen Port auch mal abschalten kann. Also so, dass ich jetzt, weil wenn ich jetzt hier an meinen Rechner, hatte ich ja letztes Mal auch erzählt, so noch mal zwei HDMI-Ports dran mache, wo dann immer diese Matrix lauscht und so, ja, ich könnte dich mit allem verbinden und so weiter, die Welt steht ja offen, so, dann ist der Mac halt die ganze Zeit so auf Hab 8 und so, so, oh, da ist ein Bildschirm, ja, lass mich da irgendwas drauf anzeigen und so und deswegen habe ich ja schon diese Software, mit der ich das ausschalten kann, aber wenn ich jetzt noch mehr Ports habe, wird das halt auch irgendwann total unübersichtlich und so eine HDI-Matrix, wo man dann auch wirklich mal so ein
Tim Pritlove Port mal ausschalten könnte, das wäre eine ganz tolle Sache. Habe ich aber noch nicht gefunden. Das Einzige, was ich gefunden habe, ist so eine super, obskure Bude, die sind aber alle irgendwie super obskur, die ist aber ganz interessant, kostet aber alles viel zu viel Geld. Aber es ist so 8x8 und das kann dann irgendwie eine ganze Menge, gibt es dann sogar noch in so einer 60 Hertz Version, wo dann jeder Port auch noch mit einem analogen Audioausgang ist, das finde ich alles total exciting, aber solange diese anderen Probleme nicht gelöst sind, werde ich mich da sicherlich nicht zu herablassen, das dann auch wirklich zu kaufen.
roddi Hier, operatibel mit Blu-Ray-Playern.
Tim Pritlove Steuern ist halt auch bei den Dingern so ein Teil, also den, den ich jetzt habe, der hat so vorne so eine V24. Da haben wir so, ah, okay, die gute alte V24, weil das haben irgendwie alle diese ganzen HDMI-Matrix-Dinger. Macht ja auch irgendwie Sinn, dann hast du da so dein Terminal dran und dann kannst du da irgendwelche Kommandos eingeben und dann kannst du vielleicht auch ein bisschen automatisieren. Nicht, dass da irgendein Standard geben würde.
Tim Pritlove Und dieses China-Teil, was ich da habe, hat halt auch so ein Ding. Da habe ich ja erstmal nochmal so ein Serial-USB- Serialadapter mir besorgt mit der passenden Polung und hab dann nochmal so geguckt, was der da so erzählt. Ja, der erzählt auch eine ganze Menge, aber da läuft so ein dusseliges Log-File durch aus so einem schlecht programmierten C-Code, der also so vollkommen sich voll labert mit irgendeinem Quatsch, der überhaupt nicht relevant ist und nimmt überhaupt keine Kommandos an.
Tim Pritlove Na super, so viel zur Automatisierbarkeit. Bei den teureren Geräten ist das vermutlich besser und die haben dann auch Auch Ethernet, wahrscheinlich bedeutet das, dass da irgendwelche hässlichen Webseiten auf einen einprasseln und so. Egal, ich muss mir das alles nochmal anschauen. Wenn ihr noch Tipps habt für coole 8x8 Matrix-Switche, die auch Audioausgang haben, bin ich für alles offen.
Tim Pritlove Ich glaube zwar jetzt schon alles gefunden zu haben, was der Markt so hergibt, aber manchmal weiß man nie. Und das Ding, was ich da habe, ist auch so obskur versteckt und schwierig zu finden. Aber falls ihr auch sowas gerade sucht, packe ich das einfach mal in die Shownotes. Gut, dazu muss ich jetzt nicht mehr sehr viel mehr sagen, so und jetzt nachdem wir die ganzen Todesmeldungen schon hatten haben wir auch noch einen Geburtstag zu feiern nämlich 40 Jahre Macintosh Vorstellung, und, Ich war nicht dabei damals, 1984.
Björn Reimer Ich auch nicht.
roddi Als der dabei war, nur so halb. Also ich weiß noch, dass ich damals, wo ich im Internat war, da gab es so einen Laden in der Nähe. Die haben so Apple II verkauft. Und dann hatten sie auch diesen unsäglichen Apple III, den keiner haben wollte. Weil der war irgendwie nicht viel besser als der Apple II, aber hoch inkompatibel.
roddi Weswegen das Ding wohl ein ziemlicher Rohrkrepierer war. Aber da standen die immer rum und wir haben da manchmal irgendwie Flugsimulator gespielt. Also so die Version 1.0 von Microsoft, so auf Bernstein-Monitoren, wo du dann halt so drei Linien oder fünf auf dem Bildschirm hast, die sich so gefühlt mit einem FPS bewegen.
Tim Pritlove Bernstein-Monitor ist auch ein schönes Wort, oder? Er meinte einfach nur Orange in der Bildschirm, aber damals sagte man einfach Bernstein.
roddi Und dann wurde dieser Mac vorgestellt und ich weiß noch, dass die da relativ viel Werbematerial davon da hatten, aber das irgendwie auch nicht haben wollten und dann haben wir da irgendwelche Poster abgezogen und so weiter. Aber so richtig viel mehr davon habe ich eigentlich nicht mitbekommen.
Tim Pritlove Du, Björn?
Björn Reimer Also ich bin glaube ich so ein bisschen the odd one out. Also der hier, der vor mir ist, ist tatsächlich mein allererster Mac.
Tim Pritlove Sind wir nicht dein Ernst?
Björn Reimer Ja. Also das ist ein M1. Ich war vorher sehr, sehr, sehr lange mit Linux unterwegs. Liegt auch daran, dass ich auch sehr viel auf Linux-Servern unterwegs war und auch bin. Aber ja, ich hatte immer mal wieder geliebäugelt, aber es gab ja dann diese lange Durststrecke mit Macs, die nicht so wirklich begeistert haben.
Björn Reimer Aber der hat mich überzeugt und ich muss auch sagen, mittlerweile habe ich ihn wirklich ins Herz geschlossen. Es war so ein bisschen painful, ein paar Sachen drüber zu migrieren.
roddi Krass.
Björn Reimer Aber jetzt, ja, also.
roddi Da war ich drei Prozessor-Architekturen vorher unterwegs. Also.
Tim Pritlove Und wie ging es dir dann? Also ich meine, hast du, dachtest du so, ah, jetzt habe ich jetzt auch ein Mac, alles gut? Oder hast du dann nicht so ein Retro-Fomo auf einmal, was habe ich mein Leben lang getan? mäßig?
Björn Reimer Also ich wusste ja, dass es Macs gibt. Also ich wusste auch, was die können, aber ich hatte an, also ein paar Sachen gingen, also zum Beispiel Audio ging einfach so. Also das ist halt unter Linux schon immer. Das war schön, aber halt zum Software entwickeln, administrieren und so weiter, gab es halt auch Sachen, die ich dann vermisst habe, wo ich auch wusste, wieso ich nicht zu Mac gegangen bin.
Björn Reimer Also es ist einfach so, dass das System genauso aussieht wie das, was man man betreibt und entwickelt, das war schon ein großer Vorteil. Ich war mir der Schmerzen schon größtenteils bewusst. Was ich auch nach wie vor vermisse, also ich hatte sehr, sehr, sehr lange Thinkpads benutzt, die mittlerweile auch so ein bisschen abgenommen haben.
Björn Reimer Dieser robuste Bau des Alms, das hat mir, glaube ich, sehr gepasst, so zu dem ich mit meinem Laptop umgehe. Also der hier hat auch schon so seine Ecken und Kanten. Auf jeden Fall. Ja, also einige Sachen. Also bei dem M1 war glaube ich das Größte. Also dass die Batterien halt so lange halten, so Videokonferenzen ohne Fan-Noise, so solche Sachen auf jeden Fall.
Björn Reimer Ja, also ich habe das lange, das Paketmanagement von Linux vermisst, also ich war sehr viel auf der Bin unterwegs, aber auch anderen, also Abt ist immer noch super, auch wenn es Brew gibt, aber es ist immer noch was anderes. Dass man auch wirklich in jede Ecke des Systems kommt, habe ich für mich auch bei Apple, da gibt es ein paar Dinge, die magisch sind, aber auch auch größtenteils funktionieren.
Björn Reimer Also das ist wirklich, ich habe dann gemerkt, wie bei ein paar Sachen muss man sich einfach keine Gedanken mehr machen und das ist schon schön. Und ja, hat dann auch damit zusammengehangen, dass ich dann auch derzeit mehr Buchhaltung machen musste, wegen X-Sein und so. Und da ist mein Unterlöhnungshalt wirklich verloren.
Björn Reimer Also das waren dann so einige Sachen. Ja, wo es dann schon auch wirklich geholfen hat. Wo ich dann früher immer abgekrebst habe mit irgendwelchen Sachen. Das war dann schon schöner.
Tim Pritlove Dein erster Mac M1, okay, hast es dann auch gleich richtig besorgt bekommen sozusagen. Ja.
Björn Reimer Ich habe auch Überzeugung gebraucht, muss ich sagen. Also das waren immer Dinge, die mich gestört hatten und wie gesagt, das war ja auch so eine lange Durststrecke an den Macs, die da waren. Die waren auch nur intel waren mit vielen dingen die ich gesucht habe auch nicht sehr viel besser, und sie hatten nur usb c also das war auch was mich gestört hat jetzt haben sie immerhin noch hdmi und sd card was ich auch sehr gerne und häufig nutzen internet vermisse ich immer noch das ist ein verlust.
Tim Pritlove Dass ja das ist ja was soll man dazu sagen aber das passt einfach bei apple nicht in den.
Björn Reimer Formfaktor.
Tim Pritlove Mehr rein und das schon sehr lange nicht hat.
Björn Reimer Mir jetzt einfach mit dongle eingedeckt, den jetzt überall eins, wo ich es brauchen könnte. Geht auch. Ja. Aber ich werde auch nicht wieder zurückgehen. Also das also wenn die mit der Hardware jetzt nicht riesengroßen Mist bauen, bin ich glaube ich jetzt erstmal da zu Hause.
Tim Pritlove Konvertiert.
Björn Reimer Ja, also ich bin auch in den Vault Garden, bin ich ein bisschen vorher mit iOS schon eingestiegen. Also ich war schon, ich glaube, ein oder zwei Jahre Der.
roddi Ist aber deutlich mehr Vault.
Björn Reimer Ja, also ich meinte jetzt so das Apple Ökosystem an sich, wo man dann doch sehr dazu hingeleitet wird, sozusagen Dinge zu nutzen, die dann nur mit und auf Apple-Geräten funktionieren.
Tim Pritlove Der Halo-Effekt hat dich gekriegt.
Björn Reimer Ja, so ist es. Also das ist dann, merkt den Sog dann schon. Wie wenn man dann so, ah, wenn ich jetzt mit dem Laptop, werden dann bestimmte Dinge einfach, also dieses Copy-Paste, Continuity und diese ganzen Sachen, das sind dann auch schon Feature, die mich dann auch schon irgendwie gelockt haben.
Tim Pritlove Die ganze Sünkerei, ja, ja. Also.
Björn Reimer Also, die wissen schon, was sie tun. Ja.
Tim Pritlove Okay, und Roddy, was war dein erster Mac?
roddi Mein erster Mac, das steht da glaube ich auch auf der Seite von der Freakshow.
Tim Pritlove Ja, aber da habe ich nicht reingeschaut.
roddi Ein Performa 475 hieß der, glaube ich. Das war so ein, irgendein so ein kleingesägter 6820 oder so.
Tim Pritlove Das war eine ganz schlimme Phase von Apple.
roddi Aber eigentlich, muss ich sagen, war mein erster Mac eher so der Original-Mac. Den hatte nämlich zu Schulzeiten ein Vater von einem Mitschüler. Und wir haben dann die Schulzeitung auf dem Ding gemacht.
Tim Pritlove Echt? Auf dem ersten Macintosh?
roddi Ja, ja. Wir haben reihum mal alle Systeme ausprobiert. Einmal auf dem Amiga, einmal auf dem Atari ST.
Tim Pritlove Wann war das?
roddi Einmal auf dem Mac. Ja, so beginnende zweite Hälfte 80er. Also 86 gewesen sein vielleicht, 87. Irgendwie sowas in der Gegend.
Björn Reimer Da bin ich gerade geboren.
roddi Also und da war schon so die Faszination für den Mac war schon da, dann gab es, also ich bin dann irgendwie zum Amiga abgebogen, weil der auch irgendwie bezahlbar war und vor allen Dingen war er so bunt und hat so viel Musik gemacht und so, das hat mich natürlich damals sehr gelockt. Was ganz geil war, war diese Emulatoren, die es damals noch gab.
roddi Also es gab einen Mac-Emulator für den Amiga. Der war, was ich so geil fand an diesem Emulator, du hast ihn gestartet und dann klang das Diskettenlaufwerk nicht mehr nach Amiga-Diskettenlaufwerk, sondern nach Mac-Diskettenlaufwerk. Weil die Zugriffe auf diese Diskette, dieses Filesystem, ich weiß nicht, was es war, du hast sofort gehört, oh, das ist jetzt ein Mac.
roddi Und der war noch dazu, auch hatte ein bisschen mehr Auflösung als der Original-Mac. War also quasi so ein bisschen Komfort. Aber ja, keine Ahnung.
Tim Pritlove Oh Mann, das kann ich so gut nachvollziehen. Also dieses Festplatten- und Diskettengeräusche. Ich will jetzt nicht sagen, ich vermisse es, aber es war schon...
roddi Es hatte was. Und der Atari ST-Emulator klang auch nach Atari ST. Das war so faszinierend. Ich fand das damals richtig, richtig geil. Mich hat das richtig angemacht.
Tim Pritlove Das Coole an diesen Diskettengeräuschen und Festplattengeräuschen war ja, also es war störend, dass man die hörte und dass die Dinger laut waren in dem Zusammenhang, aber das Geile war, du hattest halt Audio als Diagnosekanal, weil wenn da was schief lief, dann hat sich das halt auch immer in der Bewegung der Köpfe in irgendeiner Form niedergeschlagen.
Tim Pritlove Du merkst es einfach, der macht jetzt nichts, der macht nicht röt, röt, röt, röt, röt, um das Ding durchzukopieren, sondern das sind irgendwie komische Pausen. Da weißt du schon so, ah, okay, da ist der Dreck im Arsch, da lese ich nochmal oder der kommt gar nicht dazu oder da hängt die Software. Also man konnte einfach auch aus diesem Geschnurre von Festplatten, konnte man immer wunderbar herauslesen, wie es dem System gerade geht.
Tim Pritlove Und immer wenn mir irgendein Freund seinen Laptop unter die Nase gehalten hat, so ja, hier ist irgendwie alles braun, was kann ich tun? habe ich erstmal das Ohr auf die Festplatte gelegt, was zwei schöne Effekte hatte. Erstens, man wusste, wie es dem System geht und zweitens, es fanden einen ja alles so mega weird und cool gleichzeitig, als würde man so mit Aliens kommunizieren und so. Das war einfach geil.
roddi Übrigens zum Thema Amiga. Ich hatte schon relativ früh diesen Amiga 1000. Das war der, wo man die Tastatur drunter schieben konnte. Und ich erzähle es immer wieder gerne, der ist jetzt zu bewundern im Computerspielemuseum hier in Berlin. Weil ich den da gestiftet habe, wo ich immer noch finde, das war genau der richtige Move und der wird da glaube ich auch sehr in Ehren gehalten.
roddi Und dann hatte ich noch einen Amiga 3000 hieß der. Der war so meiner Meinung nach auch der beste Amiga, den die je gebaut haben.
Tim Pritlove Aber wir wollen jetzt nicht über Amiga reden.
roddi Ich möchte gerne wissen.
Tim Pritlove Was deine Macs waren und welcher der beste war.
roddi Ich komme auch wieder zurück. Nur kurz nach diesem Amiga 3000 ist dann Amiga irgendwie gestorben. Und für mich gab es dann halt nur die Wahl. Also jetzt gehst du auf den PC. Ich hatte zwischendrin irgendwelche alten PCs von irgendwelchen Leuten und habe da auch immer gelitten. Oder gehst du auf den Mac und dann war irgendwann auch die Entscheidung nicht mehr aufzuschieben, dann auf den Mac zu wechseln, weil auf den PC wollte ich nun wirklich nicht.
Tim Pritlove Und worauf bist du dann gewechselt?
roddi Naja, auf diesen besagten Performer.
Tim Pritlove Achso, damit ging es dann überhaupt nicht los.
roddi Er wird gerne als Pizzaschachtel bezeichnet, aber das ist eher so eine Börek-Schachtel. Also der ist ja nicht mal so groß, da würde in keine Pizza reinpassen. Ja.
Tim Pritlove Also die Performance, also das war eine ganz furchtbare Zeit, weil einfach die Macs dann immer mehr wie normale PCs aussahen.
roddi Ja, vor allen Dingen war der Name halt auch so irreführend, weil Performance hatte das Ding nicht.
Tim Pritlove Definitiv nicht, nein. Oh Mann, okay, aber hast du dann noch, was waren so deine anderen, oder wollen wir erstmal den ersten Mac durchgehen und dann können wir ja vielleicht mal die tollsten Macs oder so reinpassen. Was war denn dein erster?
Ralf Stockmann Ja, der Antwerp ist ein bisschen kompliziert. Ich bin ja eigentlich ein Windows-Kind und zwar auch aus relativer Überzeugung gewesen. Also vom Amiga bin ich auf den PC gewechselt, wegen Wing Commander, wenn ich das richtig erinnere. Sowas hatte einfach irgendwie Mac nie zu bieten. Und es gab dann aber die Zeit, da war ich bei den Medienwissenschaftlern und da kam ein neuer Kollege rein und der hat zwei Sachen aus Braunschweig mitgebracht. Das eine war eine Silicon Graphics.
Ralf Stockmann Die hat mich überhaupt nicht interessiert. Das war zwar so Größenordnung, wie damals Jurassic Park gerendert wurde, aber trotzdem, das war alles total, das war selbst mir dann viel zu nerdig, was das da war. Und das andere war aber, dass er einer der ersten waren, die dann wirklich einen OSX-Rechner hatten mit einer Aqua-Oberfläche.
Ralf Stockmann Und da hab ich dann echt das Licht gesehen, weil vorher haben die Leute immer erzählt, oh, Mac und Usability und so weiter, aber ich fand das alles bis OS9 hoch, fand ich persönlich auch heute noch hässlich wie die Nacht. Ästhetisch hat mich das echt überhaupt nicht abgeholt. Wenn ihr dagegen Windows XP stehen hattest, fand ich einfach mal, das sah irgendwie besser aus.
Ralf Stockmann Und das hat sich so um 180 Grad gedreht, dass ich dachte, so scheiße, das ist eine Betriebsoberfläche, die sieht so richtig, richtig fantastisch aus. Sowas will ich jetzt auch haben. Ich hatte aber zu dem Zeitpunkt wirklich keine Lust, mir ein Mac zu kaufen. Weder das Geld noch irgendwie die Muße, was die ganzen Software, die ich eingesetzt habe. Und dann gab es halt eine Szene.
Ralf Stockmann Die das eh nicht gesehen hat wie ich und die erhebliche Teile ihres Lebens darin investiert haben, Windows XP Rechner so aussehen zu lassen, als hätten sie eine OSX Aqua Oberfläche. Und das war eine Zeit, zu der ging das auch alles noch. Das heißt, du konntest wirklich in die Systemdateien von Windows XP rein und konntest dort die ganzen Grafiken und Bitmaps austauschen.
Ralf Stockmann Und man ist damit verstörend weit gekommen. Ich hatte dann hinterher einen Laptop, das war glaube ich einen Toshiba, wenn mich nicht alles täuscht. Das war auch so im richtigen Silberton. Vorne hatte ich einen weißen Apfel draufgeklebt. Die Leute haben das aufgeklappt und haben wirklich gedacht, sie hätten einen Mac vor sich, wenn sie nicht genau hingeguckt hatten, weil also die ganze Oberfläche auch irgendwie die Dialoge, wenn Dateien kopiert worden sind, ja dann.
Ralf Stockmann Die Fortschrittsbalken und so weiter. Bisschen die kleinsten Details rein. Ich selber war dann spezialisiert auf Phoenix Skinning, also Phoenix, der Vorgänger von Safari, Quatsch Safari, von Firefox, der hieß hat sich zweimal umbenannt und die erste Version hieß Phoenix. Von dem Mozilla-Browser damals abgespalten und den konnte man fantastisch skinnen.
Ralf Stockmann Da konntest du also auch alles an Themes drüber werfen und meine Spezialität war also, den Phoenix so aussehen zu lassen, pixelidentisch, dass du nicht unterscheiden konntest, ist das jetzt ein Safari-Browser oder ist das jetzt halt hier ein Phoenix? Das war so mein Spezialgebiet. Und dann aber irgendwie so nach zwei Jahren hab ich dann die Flügel gestreckt und gesagt, ja gut, scheiße, jetzt muss vielleicht doch mal so das Original her.
Ralf Stockmann Und ich habe versucht, nochmal rauszuvollziehen, wann das eigentlich war. Also in die Skin-Geschichte bin ich so 2003, 2004 eingestiegen. Das war so zur Zeit von Panther und Tiger. Das war dieses Steel-Brushed-Design. Das finde ich immer noch cool. cool. Also das war nicht mehr das richtige Aqua mit den Streifen, sondern das war so diese Brushed-Stil-Sachen.
Ralf Stockmann Und ich glaube, mein erster richtiger Mac, der müsste so 2007 gewesen sein, das war Leopard. Wo so das Brushed dann gerade wieder los geworden sind und ich auch keine Lust hatte, die ganzen Sachen wieder umzuskinnen, um von dem Brushed-Look jetzt wieder auf den Clean-Look rüber zu gehen. Und das war zu dem Zeitpunkt ein MacBook Pro und bei dem bin ich auch seitdem immer geblieben. Ich hatte nie ein Desktop-Mac.
Ralf Stockmann Also ich habe mal ganz gerne an welchem gearbeitet, aber ich hatte nie irgendwie, ein Setup, wo ich was anderes als ein Laptop hätte haben wollen. Eine Zeit lang hatte ich dann noch einen PC-Desktop zum Gamen nebenbei, weil es ging einfach halt nie vernünftig auf dem Mac. Und irgendwann ist das dann aber auf Konsole umgeswitcht.
Ralf Stockmann Aber immer nur MacBooks gehabt, aber da dann relativ konstant. Und mit denen war ich eigentlich auch durch die Bank glücklich. Aber jetzt hier, mein aktuelles ist das M2 Pro. Das ist natürlich huches Gold.
Tim Pritlove Alright. Ja, also mein erster Mac, also ich habe auch mal an so einem Original-Mac mal einen Abend gearbeitet, aber nie wirklich was Produktives damit gemacht und dann, aber auch mal im Copyshop irgendwie benutzt, so mit PageMaker und so weiter. Das war dann aber schon die Zeit, wo der Macintosh 2 draußen war.
Tim Pritlove Das war ja dann so ein bisschen der Game Changer mit Farbbildschirmen und so weiter. Mit dem Mac 2 kamen genau Karten, Nubus-Karten, aber vor allem kam halt Farbe dazu. Übrigens auch so einer der schönsten Stilelemente. Du hast so den alten Macintosh, der war ja alles schwarz-weiß. Und dann kam der Macintosh 2 raus und der hatte einen Farbmonitor.
Tim Pritlove Und damit war dann auch eine Betriebssystem-Version Change, wo dann Farbe unterstützt wurde. Ja.
roddi Und dann aber noch nicht alle Icons farbig waren.
Tim Pritlove Nein, es war alles genauso, nur der Apfel war farbig.
roddi Stimmt.
Tim Pritlove Ja, also das sind so die Details, die ich immer geliebt habe. Nur so links oben, der Apfel, der war dann halt irgendwie farbig und alles andere war erstmal genauso. Es hat sich dann geändert, mit System 7 wurde es ein bisschen bunter und so, dann haben sie halt so langsam auch angefangen, die Farbe mit reinzunehmen.
Tim Pritlove Shadings und so weiter, alles so ein bisschen zu machen, aber naja. Mein erster Macintosh, den ich selber gekauft habe und betrieben habe und der mich eigentlich so voll in das Lager gezogen hat, das war dann der Macintosh 2 CI. Das war für damalige Verhältnisse ein absoluter Bargain, also man hatte schon einen 68.030 Prozessor mit 25 Megahertz, das muss man sich mal vorstellen und gehörte also zu dieser Zweierlinie, die also 68.020 Prozessor, das war dann sozusagen der 32-Bit-Prozessor von Motorola.
Tim Pritlove Roller, das ging dann halt los mit Macintosh 2 und der CI und CX, das waren dann so spätere Modelle und der CI war aber einfach super, weil das war einfach so eine ganz einfache Box, sah total schick aus, ganz klassisches Frog-Design, aber du konntest halt oben einfach so den Deckel hochnehmen und dann hattest du irgendwie die ganze Maschine vor dir, konntest halt die Steckkarten und Ram und so weiter alles.
Tim Pritlove Also es war einfach super, super pflegeleichtes Teil und auch sehr mobil. Mit dem bin ich dann auch viel durch die Gegend gereist mit diesem 12-Zoll-Farbenmonitor dazu. Ich habe da irgendwie, was weiß ich, damals 10.000 Mark dafür bezahlt. Eine horrende Summe. Aber ich bin immer noch sehr glücklich mit dem Kauf gewesen, weil das auf jeden Fall die Investition ist, die sich bei mir am schnellsten amortisiert hat, weil er einfach so praktisch war, zusammen mit einem Laserdrucker.
Tim Pritlove Und ich rede jetzt von einer Zeit, wann habe ich den gekauft? 91 oder so. 90, 91 muss das gewesen sein. Damit warst du einfach der Welt so weit voraus. Also so ein Laserdrucker, der auf den Tisch passte, PostScript sprach und wo das mit dem Drucken funktioniert hat. Also du hast ja gesagt, druck mal und es kamen nicht lachende Männchen raus und 50 leere Seiten, wo ein Zeichen bedruckt ist, so wie das in der PC-Welt ja noch jahrelang weiterhin war.
Tim Pritlove Ihr grinst, ihr wisst, wovon ich rede, so war es. So und auf Macintosh konntest du halt im Prinzip Dinge machen. Du konntest ja sogar in PostScript programmieren. Da bin ich ja total steil drauf gegangen, dass man einfach, PostScript ist ja eine richtige Programmiersprache, so eine Stack-orientierte Programmiersprache.
Tim Pritlove Und ich hab mir das halt irgendwie angeschaut und hab dann einfach angefangen, ja, so meine Liebesbriefe in PostScript zu schreiben. Und mit dem entsprechenden Output, so mit rotierenden Fonts, die dann irgendwie in der Rotation mit skalieren, mit irgendwie rausgeschnittenen Background-Patterns und so weiter.
Tim Pritlove Und wenn du dann sowas mal als Liebesbrief präsentierst, dann spielst du schon in einer ganz anderen Liga. Das muss man mal dazu sagen. Und das ging alles mit meinem Macintosh. Und es war so toll. Dieses Gerät war so großartig. Und ich hab's so geliebt. Und das war auch so der Moment, wo ich aufgehört habe, andere Computer überhaupt noch ernst zu nehmen.
Tim Pritlove Also ich dachte mir so, wovon redet ihr eigentlich? Dieses Windows, das war so lächerlich dagegen. Also es war ja nicht ein bisschen schlechter oder so. Es war einfach, es war einfach, ich saß da, ich war Bundesliga. und der Rest war so. Straßenkick. So hat sich das irgendwie angefühlt. Das hatte noch nicht mal das Wort Liga verdient.
Tim Pritlove Mit dem Sound, ich meine, wie lange hat das gedauert, bis man mal auf so einem PC zuverlässig Ton ausgeben konnte?
roddi Soundblaster.
Tim Pritlove Soundblasterkarte, wo man dann irgendwie mit einem Jumper irgendwie auf der Karte noch den richtigen Interrupt aussuchen musste, nur um so einen scheiß Ton auszugeben. Und wenn du das dann mal wirklich hinbekommen hast, ja, mit deiner geilen super extra HDXL-Superkarte, wo du dann nochmal irgendwie unheimlich viel Geld reinsteckst, nur um Ton auszugeben, ja, mit diesen wackeligen kleinen Klinkensteckern, die noch irgendwie rumbrumpten, dann, wenn alles lief, dann hattest du das System so weit, dass ein Programm Sound ausgeben konnte, aber auch nur ein Programm und nicht mehrere Programme können gleichzeitig Sachen ausgeben und es mischt sich automatisch oder so ein Quatsch.
Tim Pritlove Was beim Macintosh halt einfach schon immer so war.
Ralf Stockmann Es gab dann aber eben auch die Zeit, wo die Lage dann ziemlich andersrum war, wo die ganzen Spezialkarten aus dem Windows-Bereich dann die Macs ganz schön alt aussehen ließen. Also im Soundbereich war ich da halt auch relativ früh unterwegs und ich habe meinen allerersten Job überhaupt im Computerladen bekommen, weil ich so eine exzentrische Soundkarte hatte.
Ralf Stockmann Das war nämlich eine Soundblaster AWE32. Die hatte die Eigenart, dass du dort Samples reinladen konntest und dann aus der Soundkarte heraus quasi eben über MIDI quasi eben einen Synthesizer drin hattest, der völlig entkoppelt war vom Rest des Betriebssystems an der Stelle. Und damit konntest du richtig ernsthaft, ich weiß nicht, wie viele Spuren das damals waren, 16 Spuren, 32, wahrscheinlich 32, Hence the Name oder 16 in Stereo.
Ralf Stockmann Das war schon echt richtig futuristisch, was du da für relativ schmales Geld dann auch auf dem PC anstellen konntest. Also ich glaube, da muss man noch mal genauer hingucken, wann in welcher Zeit die Innovation in welchem Bereich...
Tim Pritlove Ich rede von Basisfunktionalität. Ich meine, es hat einfach lange gedauert, bis der PC in der Lage war, zuverlässig, mit der Betonung auf zuverlässig, mehr als ein Beeper anzusprechen. Das hat zehn Jahre gedauert und dann war es nochmal fünf Jahre lang schwierig und dann war es irgendwann mal so weit.
Tim Pritlove Und dann vergingen nochmal fünf Jahre bis zehn Jahre, bis du im PC-Bereich zuverlässig sagen konntest, wenn ich jetzt auf Print drücke, dann kommt das, was ich auf dem Bildschirm sehe, auch auf dem Drucker raus. Ganz ehrlich, das hat ewig gedauert. Und ich saß in meiner Macintosh-Höhle und dachte immer nur so, ich nehme euch einfach alle überhaupt nicht mehr ernst.
Tim Pritlove Ihr wollt mir irgendwas von Computern erzählen? Ihr habt einfach keine Ahnung und ihr habt das Licht nicht gesehen. Und das ist der Grund, warum man so ein die-hard-Macintosh-Fan wird. Also diese 90er-Jahre waren da einfach genau der Motor und der Macintosh 2Ci war für mich halt einfach, das war einfach, es gab gar keine Diskussion für mich.
Tim Pritlove Ich war überhaupt nicht bereit, diese Diskussion überhaupt nur anzunehmen. Ihr wart einfach alle blöd und ich wusste es besser und ich hatte Spaß.
roddi Also ich habe in den, das war Ende der 80er, Anfang der 90er, weiß nicht mehr so genau, habe ich mal einen Ferienjob gemacht bei irgendeinem Architekturbüro, wo es darum ging Pläne einzugeben. Und dann war das irgendein AutoCAD 1 oder AutoCAD 2 oder so, also ganz fiese Software, wo du einen 19 Zoll Display, einen 19 Zoll Monitor hattest.
roddi Das war ja damals, war das ja ultimativ massiv. Der hat aber nur halt den Plan angezeigt und dann hattest du noch einen zweiten Monitor, der war nur Text und dann hast du angefangen irgendwie auf der Tastatur Befehle einzugeben, um dann, wenn du den Befehl gestartet hast auf diesem komischen Zeichenbrett, Dann konntest du irgendwie so Koordinaten anklicken und dann hat er da die Linien irgendwie dann auch auf dem Bildschirm gezeichnet.
roddi Das war ein ganz gruseliges User Interface. Das war so. Übrigens zum Thema Mac nochmal, der Mac Tracker App auf dem Mac umsonst, Mac Tracker steht alle Systeme drin, alle Hardware, die man, auch nur gehabt haben könnte, ist in dieser Liste von dem Mac Tracker drin empfehle ich immer wieder gerne und.
roddi Noch zum Thema Mac OS X das war ja auch so ein geiles Ding, als das aufkam. Ich hatte das irgendwie, die hatten das ja kurz vor Silvester, hatten sie ja gekauft. Ich hatte es bei irgendeiner Silvesterparty dann erfahren, Apple hat jetzt Next gekauft und dann bin ich erstmal los, weil Next, Next, Next, da gab es doch mal was.
roddi Was sind denn das für Leute? Ich habe mich dann irgendeiner komischen Berliner Next-Fangruppe angeschlossen und bin dann irgendwie über die und die Uni und weiß ich nicht mehr genau wie zu so einer Veranstaltung gekommen, wo jemand von Next an der TU Berlin einen Vortrag gehalten hat und gezeigt hat, was Next alles so tolles ist und wie man da programmieren kann und so weiter.
roddi Und dann konnte man seine Adresse dahinter lassen und dann haben sie einem tatsächlich die Developer Preview geschickt. Und dann hatte ich also zu Hause irgendwann drei, vier Wochen später einen großen Umschlag mit CDs drin, wo die Developer Preview von dem Rhapsody, hieß das damals noch, drin war. Und zwar einmal für Power-PC und einmal für Intel.
roddi Und dann habe ich das Ding tatsächlich auch auf einem PC mal installiert. Also das war schon geil. Das sah alles so ein bisschen nach Classic-MacOS aus, aber war halt eigentlich ein Next-System. Das war schon sehr weird.
Tim Pritlove Neben dem Mac-Tracker als App gibt es vor allem die großartige Webseite, ich habe die, glaube ich, irgendwann auch schon mal empfohlen, aber können wir in dem Zusammenhang auch mal fallen lassen, everymac.com. Das ist auch so ein Projekt, was schon, steht da sogar, 96 gestartet wurde. Läuft immer noch. Da sind alle Macs drin.
Tim Pritlove Auch alle iPhones, also alle nennenswerten Geräte, die Apple jemals produziert hat, alle Specs und da kann man auch super vergleichen und da sieht man auch immer, wenn du ein Modell anklickst, steht da immer sehr genau, was es gegenüber der Vorgängerversion verbessert hat und so. Das ist von daher invaluable. valuable.
Tim Pritlove Davon abgesehen, ich habe ja noch mehr Macs gehabt. Ich will jetzt nicht alle Macintoshes, die es jemals gab, weil das sind zu viele, mal durchklicken, aber vielleicht können wir ja noch mal so zwei, drei Geräte nennen, die so weitere Game Changer waren. Also du, Ralf, bist ja jetzt sozusagen nur bei Laptops geblieben, da dürft es jetzt nicht so viel gegeben haben, würde ich mal meinen, bis jetzt zur M1 wahrscheinlich.
Tim Pritlove Und vielleicht Retina-Display würde ich mal tippen, könnte nochmal so ein Sprung gewesen sein, wo man sagt, das war's.
Ralf Stockmann Retina war super. Das waren so die beiden Kipppunkte. Also Retina-Display, da war ich ja Jahrzehnte vor dir am Start und hab immer gesagt, meine Güte, diese Pixel-Tipp, das geht doch nicht. Ja.
Tim Pritlove Aber die Tastatur und so, also keine Escape-Taste, nee.
Ralf Stockmann Ja, also bei Laptops Retina Sprung 1 und dann die M-Chip-Reihe Sprung 2. So wäre da in der Tat auch meine Wahrnehmung. Alles andere war sehr behaglicher Fortschritt.
roddi Ich hatte ein MacBook, das hatte schon Retina, aber noch Ports und noch eine Tastatur. Also es gab ja dieses Tal der Tränen, wo da nur diese USB-C-Ports dran waren und keine wirklich ernstzunehmende Tastatur. Die habe ich ja ausgesessen. Ich auch. Ja ansonsten, ich könnte noch einen Power Macintosh 7200 ins Rennen werfen.
roddi Das war auch so eine Performer-mäßige Kiste.
Tim Pritlove Vor.
roddi Allen Dingen war dieses, also das Gehäuse, das war ganz eindeutig ein AT-Gehäuse aus der PC-Welt damals, wo ein paar Designer das ein bisschen Mac-like aussehen ließen. Aber im Großen und Ganzen hast du einfach nach vorne die Hülle abgemacht und dann konntest du das Slots reinstecken und dann kannst du das Ding wieder draufschieben, wie bei jedem normalen PC.
roddi Das war schon, naja, nur so mittelgeil. Aber der war halt auch relativ günstig, den konnte ich mir damals noch leisten als Student.
Tim Pritlove Aber da war halt so am Computer an sich war jetzt nichts neu. Der war halt schneller, höher, weiter.
roddi Naja, das war der erste Power-PC.
Tim Pritlove Genau, 7100 war glaube ich der erste.
roddi Ja, aber der 7200 war eine relativ günstige Variante, um in diese Welt einzusteigen. Ja.
Tim Pritlove Also ich hatte, ich würde mal sagen, es gab mal so drei, vier Macs, die jetzt irgendwie bei mir noch eine Rolle gespielt haben. Das erste war, Powerbook 3400C, ein Farbbildschirm Laptop, ein unglaublich fettes Teil, schwer, groß, aber für damalige Verhältnisse mit so einem PowerPC 603 ein geiles Ding irgendwie, also hatte definitiv war es, war ein, unglaublicher Brummer, musste man also wirklich immer in so einer fetten Tasche durch die Gegend tragen.
Tim Pritlove Weil das war dann so ein bisschen so diese Ära Computer im Laptop-Format schnell genug, um wirklich auch Dinge tun zu können. Also das war so, hat jetzt noch nicht die Desktops abgelöst, aber es war diese ganze Powerbook dreistellig Nummer davor, das war alles so, ja, die konnte man rumtragen und das war an sich schon mal jetzt das Ding, aber mehr als Texte schreiben war damit halt irgendwie nicht machbar.
Tim Pritlove Aber so auf dem 3400er konnte man irgendwie schon so Design drauf machen, das hat irgendwie alles funktioniert. Dann kam bei mir das Titanium G4 Laptop als nächstes, das war so 2001 muss das gewesen sein. Das war halt vom Design her mal der absolute Brüller. Super flach, da hat man jetzt schon mal gesehen, wo sie hinwollten.
Tim Pritlove Am Ende haben sie halt viele Fehler gemacht, haben das Ding irgendwie lackiert. Der Lack ging immer ab.
roddi Titan ist auch nicht wirklich ein geiles Material.
Tim Pritlove An sich schon, aber so wie sie es da rausgebracht haben. Ja.
roddi Aber du kannst...
Ralf Stockmann Das habe ich jetzt in meinem Bein drin.
roddi Du kannst Titan ohne, also du kannst es nicht richtig Oberflächen veredeln. Bitte.
Tim Pritlove Guck dir mal meine Uhr an.
roddi Naja, inzwischen haben sie es hingekriegt.
Tim Pritlove Naja, das meine ich ja. Du musst es halt so mit Anodisierungsprozessen und so weiter.
roddi Damit geht es.
Tim Pritlove Aber einfach Lack drauf war halt eine ganz schlechte Idee.
roddi Ja, war schnell der Lack ab.
Tim Pritlove Genau, aber der Laptop war einfach ein geiles Statement, weißt du? Einfach so ein flaches Ding, irgendwie weg von diesem Kurvendesign, weg auch von dem Schwarz, weg von dem alten Beige sowieso. Das haben sie ja mit dem Schwarz schon so halbwegs hinbekommen bei den Powerbooks und das war dann halt nochmal, das war im Prinzip ja so der Vorläufer dieser Metall- Optik.
Tim Pritlove Das war eigentlich so das erste Mal, dass so ein Computer irgendwie wir machen jetzt mal Metal. Die Wahl war dann schwierig, aber sie haben es probiert. Mit Aluminium konnten sie es halt noch nicht so machen oder sind noch nicht so auf dem Weg gewesen dahin. Das kam dann halt später, aber Aber das G4-Powerbook, das war definitiv so der Vorbote.
roddi Das war auch das Letzte, wo das Display so eine Art Deckel war, wo das Scharnier oben drauf war und nicht wie bei heutigen Geräten so unten drin. Das war schon weird. Und ich glaube, es war auch das letzte Gerät, wo man hinten was anschließen konnte.
Tim Pritlove Ja.
roddi Bei heutigen Geräten ist es ja so, die klappen ja so auf, dass dann hinten der Deckel ist. Der klappt ja so nach hinten, der Deckel. Deswegen kannst du nur an der Seite was anschließen. Aber bei dem war das so, dass der Deckel so obendrauf saß, dass du hinten noch eine Leiste hattest, wo man Dinge anschließen konnte.
Björn Reimer Das war noch lange bei den Thinkpads so, dass du hinten Sachen angepasst hast.
roddi Ja gut, die Thinkpads waren ja auch immer relativ fett. Also das kommt drauf an. Ich hatte das letzte Gerät vor dem G4, Titanium.
Tim Pritlove Der.
roddi War eigentlich auch ganz geil, weil du da, also man hätte theoretisch zwei Batterien reinschieben können, weil man konnte ja die Batterie...
Tim Pritlove War das der mit der bronzenden Tastatur?
roddi Nee, noch einer danach, der hatte auch so eine Art Bronzene.
Tim Pritlove Ja.
roddi Genau der. Wo man die, so vorne so zwei Slots hatte, wo man wahlweise eine Batterie, also auf der linken Seite nur eine Batterie und auf der rechten Seite konnte man Batterie oder das optische Laufwerk reintun. Aber das konnte man halt auch alles weglassen, wenn es leichter werden sollte. Also das fand ich damals schon ganz cool.
roddi Hab das aber nie wirklich so benutzt.
Tim Pritlove So und dann noch zwei Geräte muss ich noch erwähnen, dann können wir das auch gerne abschließen. Dann hatte ich mir ein iMac G4 gekauft und das Ding fand ich fantastico. Der erste Mac mit einem LCD-Panel, Desktop-Computer, weißt du, dieser Lampshade-iMac, der sozusagen so ein rundes Gehäuse hatte.
roddi Der halbe Fußball mit dem Arm obendrauf.
Tim Pritlove Genau, wo sie dann schon diese Mount-Technik hat.
roddi Der Mount war großartig.
Tim Pritlove Und du hattest halt auf einmal ein frei bewegliches LCD in ordentlicher Farbqualität, was du in jede Richtung drehen konntest, wo du so eben mal über den Tisch rüber in die andere Richtung, hier guck mal und so. Also das war finde ich vom Design Move her auch ganz grandios und wieder so ein Beispiel, sodass Apple immer wieder diese Power hatte, neue Technologie auszurollen auf eine Art und Weise, mit so einem Wow-Effekt.
Tim Pritlove Nicht nur, ja, jetzt ist es LCD. Nein, wir hauen das, weil es jetzt geht, hauen wir das noch auf so einen mobilen Arm drauf und dann ist es so richtig awesome. Ja, und dann einfach mein All-Time-Favorite- Computer ist natürlich das Wedge-Shaped-MacBook R. Also als das rauskam, ein Ein Computer ohne Lüfter und irgendwie einfach fantastisch.
Tim Pritlove Einfach, oder der hatte doch keinen Lüfter, ne? Das R hatte Ich glaube das allererste R könnte noch eins geben.
Ralf Stockmann Kein R hatte jemals einen Lüfter. Da bin ich mir ziemlich sicher.
roddi Das waren aber noch Intel-Rs. Also die könnten durchaus warm geworden sein. Ordentlich.
Tim Pritlove Ne, die M1 kam dann ohne Lüfter und das war so der Punkt.
roddi Die Interests hatten alle glaube ich irgendwie Lüfter. Die waren zwar leise und liefen nicht so viel, aber sie hatten welche.
Tim Pritlove Ja genau, also die hatten alle einen Lüfter, aber das Ding war einfach flach, diese Keilform war einfach super und dann habe ich halt speziell dieses 11 Zoll geliebt, also weil der einfach so super mega portable war. Das hat dann ein paar Generationen gedauert, bis das dann mit der Performance auch an so einem Punkt war, wo man sagen konnte, so und dann SSD konnte man sich leisten und so und irgendwann gab es dann halt so ein Modell, ich weiß nicht mehr ganz genau, welche Generation das war.
Tim Pritlove Aber das ist wirklich so das Ding und mit diesem 11 Zoll R bin ich ja so lange glücklich geworden und ansonsten habe ich halt Desktops gehabt, ich habe mir irgendwie iMacs hier hingestellt und jetzt habe ich halt diesen, dann hatte ich den Mac Pro ganz lange und jetzt diesen Mac Studio, die mich jetzt nicht so heiß machen vom Design her.
Tim Pritlove Der Mac Pro war natürlich eine kolossale Maschine, was man da alles reinstecken konnte. Muss man ja heute nicht mehr. Aber was ich an Desktop-Computern immer so mochte, ist halt einfach große Bildschirme. Da kann man sich wirklich drin verlieben. Und vor allem diese kompromisslose Performance, dass da einfach alles rauskam, was die Computer halt so können.
Tim Pritlove Und das mochte ich schon immer. Naja.
roddi Der Mac Mini, den würde ich vielleicht noch erwähnen. Das war immer so ein Computer, den man halt auf ein Problem werfen konnte. Wenn man so ein vereinzeltes Problem hatte, wo nur ein Mac einem weitergeholfen hat, dann hat man einen Mac Mini drauf geworfen.
Tim Pritlove Aber auch da ist der M1 Mac Mini eigentlich der erste, wo man sagen kann, da muss man keine Kompromisse mehr haben.
roddi Ja, es kommt darauf an, was das Problem ist, was du hast. Also ich meine, als iOS-Entwickler, wenn du da Continuous Integration bauen willst, sprich du willst einen Server haben, der dir deine Software immer wieder baut, wenn irgendjemand irgendwie neue Software eincheckt, dann kommst du um Mac-Hardware nicht drum rum und dann kommst du eigentlich auch um Mac-Mini nicht drum rum.
roddi Deswegen ist es also an der Stelle, das war immer so der... Der Server des kleinen Mannes war so dieser Mac Mini, das ist so, obwohl die irgendwann halt auch nicht mehr wirklich bezahlbar wurden. Ich meine, wenn du jetzt ein Mac Mini anguckst, was der kostet, dann halbwegs brauchbar ausgebaut, der Mac Mini bist du auch schon bei anderthalb K.
Tim Pritlove Das stimmt, das ist neuer.
roddi Also das ist natürlich unklar.
Ralf Stockmann Also erstmal ein Nachtrag, ihr habt natürlich völlig recht, also der erste ohne Lüfter kam sich raus, das erste eher davor hatten sie alle Lüfter, mehr Kulpa. Die Minis, wo ich finde, wo die gut funktioniert haben, war als Oma- und Opa-Computer oder je nach Alter Eltern-Computer.
roddi Das außerdem.
Ralf Stockmann Wenn man die irgendwann mal überzeugt hat, so das mit diesem PC, da ist doch alles kein Sinn drin und jedes Weihnachten ist schrecklich, weil man wieder sonst was wieder konfigurieren und updaten ich muss, ihr kennt das alles.
roddi Großes Lob an meine Mutter, die kam von alleine an und wollte jetzt ein Mac irgendwann haben, weil sie keinen Bock mehr auf diese PCs hatte.
Ralf Stockmann Aber es war halt ein Monitor schon da, es war eine Tastatur da und eine Maus da und dann hast du halt nur einen Mac Mini irgendwie in kleiner Konfiguration, der hat für die Sachen, die dann so Eltern tun, TM, ja völlig ausgereicht. Also das hat bei mir so in zwei, drei Kontexten gut funktioniert. Und da kommt es dann eben auch nicht auf das letzte Quäntchen Performance an, so, und das war ein bezahlbarer Einstieg einfach.
roddi Ja, das stimmt.
Tim Pritlove Am Ende gibt es für die meisten Macs halt irgendeinen Use Case. Ich wollte mich jetzt einfach nur mal auf so Geräte konzentrieren, die eben wirklich so den nächsten Schritt im Personal Computing gemacht haben, in dem Bereich. Gibt sicherlich noch ein paar, die man erwähnen konnte, aber es ist ja auch jetzt eine sehr persönliche Sicht der Dinge.
Tim Pritlove Ja, gut. Mehr muss man da glaube ich nicht zu sagen, oder?
roddi Nee, eigentlich nicht.
Tim Pritlove Ich würde jetzt eigentlich ganz gerne mal ein bisschen weg nochmal vom Apple-Thema wir haben noch ganz viel Apple-Thema um mal hier Björn noch mal ein bisschen, ins Spiel zu bringen weil, letztes Mal haben wir uns ja hier ganz viel über LEDs unterhalten das ist ja so eine deiner, Leidenschaften kann man sagen aber du hast ja noch mehr Leidenschaften und Und unter anderem haben wir diese Woche mal einen kleinen Raspberry Pi aufgesetzt, den habe ich ja auch noch tatsächlich am Laufen.
Björn Reimer Home Assistant.
Tim Pritlove Home Assistant, genau. Und da steckt natürlich diese ganze Thematik mit Heimautomatisierung. Wir hatten ja auch mal eine ganz legendäre Freakshow mit Clemens. Mann, wenn ich jetzt mal wüsste, welche Ausgabe das war. Aber wir haben uns irgendwann mal über, seine Heimautomatisierung mit, ich glaube mit Homematik hat er das gemacht, unterhalten. Das war wirklich grandios.
Tim Pritlove Epische Sendung. Falls ihr irgendwie gerade wisst, welche das war, ich weiß es gerade auswendig gar nicht mehr, aber es ist schon ewig her. Und genau, aber was ist ein Home Assistant eigentlich genau?
Björn Reimer Also Home Assistant ist so ein bisschen die Lösung, um eine Brücke zu schlagen, um zwischen diesen ganzen proprietären Walt Garns darüber geredet haben, was so Heimautomatisierung oder auch größere Automatisierung angeht. Die wollen ja alle immer, dass man in der Plattform, Playautomatik ist so ein Beispiel, gibt es auch sehr, sehr viele andere, also kommt alle zu mir auf die Plattform, redet am liebsten in meiner Cloud und macht dann dort die Dinge.
Björn Reimer Oft sind das Dinge, die dann alle nicht wirklich nutzbar sind, auch unflexibel sind, oft auf bestimmte Use Cases zugeschnitten und dort gibt es halt ein Ökosystem von verschiedenen Plattformen und ich würde sagen Home Assistant ist mittlerweile die, die so, ich sag mal. Für den Heimgebrauch am populärsten geworden ist, was man vor allen Dingen auch merkt an der Größe der Community, die drumherum entstanden ist.
Björn Reimer Also das ist wirklich mittlerweile beeindruckend. Es gibt dafür Hinz und Kunst, eine Integration, die ja auch in allermeisten Fällen auch mehr oder weniger out of the box funktioniert. Ja, technisch im Kern ist Home Assistant, also wenn man es ganz runter bricht, ein riesengroßer Event-Bus. Also wo halt Events drüber laufen, die aus ewig vielen unterschiedlichen Integrationen kommen.
Björn Reimer Dann gibt es natürlich die Fähigkeit, den States von allen möglichen Devices, Sensoren oder sonst was wie zu halten. Dann gibt es einen UI, also da kann man einigermaßen brauchbar entweder über einen Interface oder über Config-Dateien sich Dashboards zusammenzubauen mit Schaltern und sonst irgendwas. war es.
Björn Reimer Ja, man kann natürlich selber skripten, auf verschiedenen Ebenen, wie Automationen erstellen und so weiter. Aber ich glaube, das machen auch andere, aber ich glaube, im Kern ist es wirklich hier die Größe, die auch diesen Zoo zumindest größtenteils schafft, an IoT-Devices einen Zaum zu halten. Das geht halt von den Standarddingen, Lichtschaltern, Lichtern, aber auch, ja, Man kann eine Fritzbox integrieren, das gibt es auch als Integration.
Björn Reimer Aber auch alle anderen Systeme, mit denen man sich so denken kann. Und ja, mittlerweile, also das hat sich auch sehr weit entwickelt. Also meine Anfänge waren auch woanders. Also ich habe schon lange immer probiert, irgendwas in meiner Wohnung und auch jetzt im X-Sign zu automatisieren. Das ist immer alles mehr oder weniger schmerzvoll gewesen.
Björn Reimer Open Hub war so ein Anfang, da muss man aber schon quasi fast Java-Entwickler sein, um da wirklich weiterzukommen. Zumindest war das damals so. und Home Assistant ist über die Jahre jetzt wirklich auch, hat es geschafft zu einer einigermaßen funktionierenden Out-of-the-Box-Experience zu kommen also eine Empfehlung ist dass auf einen Raspberry Pi oder einen anderen Rechner den man zu Hause rumfliegen hat, zu installieren wir haben da mittlerweile ein eigenes OS, also wo dann das Betriebssystem was auf Raspberry Pi direkt läuft zusammen mit dem, Home Assistant obendrauf zusammen alles läuft und es läuft auch stabil.
Björn Reimer Also früher war es komplexer, da musste man sich selber zusammenbasteln, da gab es auch das ein oder andere Upgrade, was mal was kaputt gemacht hat, aber bei mir und auch was ich so höre, läuft es jetzt eigentlich schon länger stabil, auch über Upgrades hinweg. Man muss halt aufpassen, also es gibt die Integrations und Add-ons, die sozusagen mitgeliefert werden und dann gibt es ein zunehmend, instabiler werdenden Zoo an Community-Add-ons, Leute, die auf irgendwelchen Gitter-Prepos irgendwas machen und desto mehr man davon einbildet, desto leichter geht es auch kaputt. Besonders, wenn man dann upgradet.
Tim Pritlove In was ist denn das geschrieben?
Björn Reimer Das ist geschrieben in Python. Also das ist sozusagen die Sprache, in der das alles entwickelt wird. Und das ist auch die, wenn du wirklich jetzt, ich sag mal, dich unter die Motorhaube legen willst und da selber was zuhacken willst. Man muss aber auch sagen, man kann, Also Home Assistant selber, so ein bisschen wie das System aufgebaut wird, merkt man auch, dass das alles organisch gewachsen ist.
Björn Reimer Weil under the hood ist das alles eine Sammlung verschiedener Docker-Container, die sie eben in diesem Home Assistant OS zusammenfassen. Also ja genau, es ist alles ein bisschen mehr, als es eigentlich sein muss. Aber durch diese Docker-Container schaffen sie es halt wirklich Add-ons, die eigentlich aus anderen Communities oder Projekten kommen, relativ leicht einzubinden.
Björn Reimer Also wenn du dir jetzt einen MQTT-Server, also einen Message-Broker integrieren willst, das ist halt quasi ein Docker-Container, der mit so ein bisschen Glue außenrum halt einfach integriert werden kann und so halt mit vielen, vielen anderen Add-ons, die man sich einfach reinholen kann. Das ist am Endeffekt stellt sich auch noch einer der Stärken von Home Assistant, halt diese Flexibilität.
Björn Reimer Andere Sachen, die irgendwo existieren, halt auch mit reinzunehmen.
Tim Pritlove Ich denke, das ist gerade für so eine Heimautomatisierung total wichtig. Also ich habe mir das mal aufgesetzt hier, muss man mal sagen, ich war dann relativ schnell überrannt von wo es sich irgendwie breit macht, also man fügt halt, also man installiert das ja erstmal, das geht ja relativ easy. Also man kann ja jetzt, wenn man Raspberry Pi hat, dann nennt man es dieses Imaging, Tool, cool, steckt einfach eine SD-Karte vom Raspberry in den Rechner rein, sagst du, hier mach mal ein System drauf und dann kann man ja direkt ein Home Assistant fertig, komplett System so als Image direkt runterladen, auf die SD-Karte draufballern und dann steckst du das in den Raspberry Pi, bootest das Teil, sagt er, hallo, guten Tag, ich bin's, hier ist dein Home Assistant,
Tim Pritlove und dann kannst du halt sofort, nach einem Netzwerkscan, auswählen aus, ja, hier diese Geräte sehe ich jetzt hier, willst du das irgendwie mal installieren? Und dann sagt man ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja und dann ist irgendwie das Dashboard auch schon voll mit irgendeinem Kram. Aber es tendiert irgendwie dazu, dann auch sofort mir Sachen anzuzeigen, die mich gar nicht interessieren und ich habe gar keine Möglichkeit, die auszublenden. Also das ist schon mal...
Tim Pritlove Ich weiß nicht, ob ich da irgendwas übersehen habe, aber ich kriege das irgendwie alles nicht mehr weg, weil mich interessiert jetzt bei so einem Fritz Stromschalter, interessiert mich zwar die Energie, die da gerade rüber geht, aber ich muss mir jetzt nicht die ganze Zeit angucken, dass das Ding 230 Volt Spannung hat. Ich.
Björn Reimer Glaube, du redest von dem Default Auto-Generated Dashboard. Also das ist sozusagen das Dashboard, was alles, was er so sieht, erstmal rendert. Und das ist sozusagen Auto-Generate von allem, was ist. Aber du hast die Möglichkeit, diese Dashboards beliebig zu customisen. Also dass du dann Dashboards baust aus bestimmten Dingen, die du willst und so weiter. Also das kann man halt alles machen.
Björn Reimer Und das ist halt sozusagen das Fallback. Da siehst du halt alle Entities, so nennt das Home Assistant. Also alles, was es sozusagen kennt. Und das wird sehr schnell sehr voll. Ja.
Tim Pritlove Das wird sehr schnell sehr voll. Man kann sich da ein eigenes Dashboard bauen. Aha, aber wie?
Björn Reimer Na, da gibt es Dashboards.
Tim Pritlove Was? Achso.
Ralf Stockmann Ein Hörer, das rote, der Spuck.
Tim Pritlove Ja, wir sind jetzt hier.
Ralf Stockmann Die Präsenz.
Tim Pritlove Geheimes Podcastrezept. Die Tatsache, dass wir einen Beamer haben, darf nie gesagt werden. Es darf nie das Gefühl aufkommen, weil das ist dann so ein FOMO-Moment für alle Hörer. Und Hörerinnen.
Björn Reimer Ich weiß nicht, von welchem Beamer du redest.
Tim Pritlove Sehr gut. Ich darf es wiederkommen. Okay. Also man kann hier selber sich Dashboards bauen und dann sozusagen anlegen, was man haben will. Ja okay, das ist doch schon mal ein Ansatz. Aber was gibt es denn so für schicke Integrationen, die dir über den Weg gelaufen sind, wo du sagen würdest, das lohnt sich jetzt da mal Home Assistant zu machen?
Björn Reimer Ja, also angefangen habe ich mit relativ einfachem Integrieren von, ja, ich wollte halt in meiner Wohnung nicht einfach nur Licht an, aus, sondern irgendwie verschiedene Sachen, was Beleuchtung angeht, halt irgendwie ein bisschen schicker machen. Und da die erste Integration war halt, oder die wichtigste ist halt ZigBee, oder die ich benutzt habe, also ich habe auch Z-Wave und andere auch benutzt, aber ZigBee als einen Funkstandard, der...
Björn Reimer In erster Linie die mittlerweile die Stärke hat, dass es halt unendlich viele Geräte auch zu relativ günstigen Preisen mittlerweile gibt. Leider auch der Nachteil, dass es auch viel gibt, was Murks ist. Aber ja, man kann sich da relativ schnell Dinge zusammenbauen und es gibt halt auch in Home Assistant mittlerweile integriert SIGPI-Unterstützung, das heißt Home Assistant selber kann, wenn man denen so eine USB-Antenne dran steckt, direkt als ZigBee-Controller agieren.
Björn Reimer Das heißt, dann braucht man nicht mehr irgendwas dazwischen machen. Und ja, da kann man sich von jetzt Ikea, Birnen und alles, was es so gibt, schaltern. Alles da integrieren und steuern. Also ich habe halt solche Sachen bei mir, dass wenn man aufsteht, dass halt dann langsam das Licht angeht. Also das ist auch zum Beispiel sehr gut, um die Kinder aus dem Bett zu bekommen.
Björn Reimer Also, dass es dann leichtes Licht angeht und dann immer heller wird und solche Sachen. Oder auch einfach verschiedene, anstatt zu dimmen, dass man halt einfach bestimmte Lichtsituationen hat und die auf die Schalter legt und solche Sachen. Also das ist sozusagen, ja, da sind eigentlich quasi die Möglichkeiten endlos.
Björn Reimer Dann, um jetzt so ein bisschen...
Tim Pritlove Was meinst du mit auf die Schalter legen? Also auf physische Schalter legen?
Björn Reimer Also, klar, man hat dann halt hinter den Schaltern, es gibt verschiedene Möglichkeiten. Man kann entweder hinter die Schalter so kleine ZigBee-Sensoren hängen, also die gibt es auch verschiedene. Und Sonoff sind welche, die passen sozusagen meistens in die Dosen dahinter und dann kannst du sozusagen die Signale von dem Schalter, den man eh schon hat, abfangen.
Björn Reimer Oder aber, was ich auch gemacht habe, es gibt dann einfach quasi ZigBee-Schalter, mit denen du die ersetzt. Es gibt da welche, die mit Piezos den Strom direkt erzeugen, das heißt man hat auch gar keine Batterie drin. drin. Das heißt, du drückst drauf, das schickt direkt das Signal rein und ist auch das Schöne an Zigbee, dass es ein Mesh erzeugt. Das heißt, man braucht irgendwo in der Wohnung eine Antenne und dann wird das Signal über die anderen Geräte, die man hat, weitergeleitet.
Björn Reimer Und dann kann man so ja quasi bestehende Schalter und so weiter nach und nach ausrüsten. Also ich habe das auch nicht von Null eingemacht, sondern nach und nach immer erweitert.
Tim Pritlove Es gibt Schalter, also es Es gibt Dinge, die man in einen normalen Stromschalter reinklemmt, also ans Kabel ranklemmt?
Björn Reimer Man schaltet die dazwischen. Also man nimmt sozusagen das Kabel, also eine der Kabel, die reingeht, geht dann in den SIGWI-Schalter rein und auf der anderen Seite ist er sozusagen dazwischen. Und nimmt auf der einen Seite das Signal von dem Schalter und auf der anderen Seite kann es halt das Licht selber schalten über den SIGWI-Controller, der in der Mitte ist.
Ralf Stockmann So, wenn da Platz genug in der Dose ist. Ich habe ein bisschen das Problem, ich habe ja so einen runtergerockten Altbau, wo irgendwie die Kernsanierungen nur so semi-profimäßig gemacht worden sind. Und es ist elend, wie eng das hinter den Schaltern ist. Da kriegst du praktisch gar nichts hinter gebaut.
Björn Reimer Ich habe ein ähnliches Problem. Bei mir ist es so 50-50, muss ich sagen. Also bei mir passt es rein ein paar nicht. Und da, wo es halt nicht passt, habe ich halt diese Piezo-Schalter genommen. Also die du diesen dann quasi komplett flach ich habe auch einen quasi eine stelle an die wand geklebt wo entscheidet sinnvoll wäre aber keiner war und dann kann ich auch gleich mal oder nachher noch mal einen link hier könnt ihr schalter.
Tim Pritlove Sein also der dann auch als schalter fungiert sie müssen aufkleben oder.
Björn Reimer Genau das schalter zum aufkleben ja es sind.
roddi Dann mehr taste aber.
Björn Reimer Ja genau das sind dann genau taste also ich habe dann als doppelschalter so vier, Knöpfe sozusagen und kannst da halt an, aus verschiedene Szenen oder auch heller, dunkler.
Tim Pritlove Aber das mit Schalter, also das wusste ich gar nicht, dass es das gibt, aber das ist mal so was von sinnvoll, einfach das, was man sowieso schon an Schaltern da hat, einfach mit zu digitalisieren. Und weil die funktionieren ja eh und vor allem die funktionieren ja auch, wenn dieser ganze Digitalquatsch nicht funktioniert.
Tim Pritlove Also so alles auf so Home-Automatisierung Schalter umzuschalten, das ist keine gute Idee.
roddi Ich habe einen EVE Home-Schalter, der ist aber mit 100 Euro schon ganz schön teuer. Deswegen habe ich nur einen mal gekauft, um mal auszuprobieren, ob der wirklich gut ist. Aber der ist für den Preis eigentlich zu teuer. Aber was ganz geiles sind diese Eve Home Rollladenschalter. Und zwar, weil die sehr intelligent sind.
roddi Du kannst also mit der Eve App kannst du messen, in welche Richtung das Fenster zeigt. Und dann kannst du dem Rollladenschalter sagen, mach mal Verschattung. Und wenn dann die Sonne rumkommt, macht er den Rollladen runter. Oder du kannst ihm halt sagen, mach zu, wenn Sonnenuntergang und mach auf, wenn Sonnenaufgang und solche Sachen.
roddi Und das kriegt dir der Schalter dann auch hin, ohne dass er wirklich eine Verbindung zum Smart Home hat.
Björn Reimer Ja, Reif, noch eine andere Lösung für dein Problem, dass es eigentlich auch ganz gut ist, man kann auch solche Schalter in den Sicherungskasten einbauen, da direkt auf die Hutschiene, dann hast du das gleiche Prinzip, du hast, also wird auch sozusagen zwischengeschaltet, aber dann halt am Ende des Kabels im Sicherungskasten und dort hast du dann, Mehr Platz.
roddi Unter der, Annahme, dass der einzelne Stromkreis ankommt im Sicherungskasten. Du hast ja gern mal, also auch so in Altbauten oder so, hast du halt eine Sicherung für alles Licht in der Wohnung.
Ralf Stockmann Nee, das nicht, aber für die ganze, für das ganze Zimmer halt. Das heißt also, ich habe konkret das Problem, ich habe so ziemlich sämtliche meiner Lampen hier eben auf Philips Huey umgestellt, um die die alle schön irgendwie dimmen und steuern zu können. Vor allen Dingen, das sind, glaube ich, knapp 30 mittlerweile, so mit so kleinen LED-Spots und sowas auch noch.
Ralf Stockmann Das Einzige, was fehlt, ist aber eigentlich das Wichtigste. Das ist nämlich meine große Wohnzimmerlampe. Das ist eine LED. Ja, die hängt halt so sehr kunstvoll verschlungen unter der Decke an einer ganz normalen Stromkabel, wo eine Lampe halt so früher auch mal dran hing. Und genau da ist eben hinterm Schalter echt nichts, wo ich noch was hinterbauen kann.
Ralf Stockmann Das heißt, ich bräuchte jetzt irgendeine Konstruktion, die super klein ist und wo einfach nur auf der linken Seite ein Kabel reingeht, auf der rechten Seite ein Kabel reingeht, denn in der Mitte ist halt irgendwie dann die WLAN-Technik und das Ganze hängt dann einfach direkt neben der Lampe oben an der Decke.
Ralf Stockmann Sowas würde ich suchen. Habe ich aber bisher nichts gefunden. Wenn da jemand was hat, gerne mal her damit. Je kleiner und primitiver, desto besser.
Björn Reimer Also die neuen Sonoff-Zwischenschalter sind auch nochmal eine Ecke kleiner geworden. Ich suche da auch gerade mal den Link raus. Was es auch gibt, Also wenn man als Alternative zu Zigbee und diesen Zwischenschaltern ist halt, dann über WLAN oder halt auch LAN, also Netzwerk zu gehen. Da gibt es, also schon länger ist sozusagen die Produkte von Sonoff mit Tasmota zu bespielen.
Björn Reimer Also Tasmota ist eine offene Firmware, die man auf diese Devices draufspielen kann, die dann auch über MQTT mit Home Assistant oder sonst was reden können, wie man will. Und die sind auch klein. Da ist der einzige Nachteil, dass man das erste Flaschen dieser Firmware, da muss man schon das Gehäuse aufmachen und an die richtigen Stellen ran. Das ist so ein bisschen der Nachteil.
Björn Reimer Wobei es da auch mittlerweile Geräte geben soll, wo das auch über das Web-UI geht. Das kann ich aber nicht von persönlich sagen.
Tim Pritlove Kannst du nochmal diese Produktnamen oder Firmen nennen? Sonnoff? Wie schreibt sich das?
Björn Reimer Sonnoff, also S-On On, Off, Sonoff.
Tim Pritlove S-On-Off mit Doppel-F.
Björn Reimer Ja.
Tim Pritlove Sonoff.
Björn Reimer Genau, da gibt es die. Ich bin gerade dabei, Links rauszusuchen.
Tim Pritlove Son of a Home Automation.
roddi Ja, Son of a Home Automation.
Tim Pritlove Es wird schwierig mit den ganzen Firmen und Produktnamen. Wenn du heute noch was finden willst, was noch nicht belegt ist, das ist echt schwierig. Und ich glaube, die sind aus Chinesen auf Amazon.
roddi Du musst dir so ein China-Amazon-Skript besorgen.
Tim Pritlove Ja, das ist dann auch irgendwann durch.
Björn Reimer Also irgendwann.
Tim Pritlove Ich glaube, so in 20 Jahren brauchen wir so achtstellige Buchstabenkombinationen.
Björn Reimer Das ist halt auch das Ding mit diesem ganzen viel kommt da halt aus China und das per Default redet das erst mal mit zu Hause deswegen gerade diese Sonnaufsachen mit der Original-Firmware reden halt mit irgendeiner chinesischen Cloud, Ich hab jetzt mal zwei von diesen Zwischensteckern, gepastet.
Tim Pritlove In die Show Notes gepackt sozusagen Sehr schön.
Björn Reimer In der Chat.
Tim Pritlove Also kann man alles machen. Ich hab dich irgendwie unterbrochen, glaube ich. Ich weiß aber nicht mehr genau wo.
Björn Reimer Ja, genau also wie gesagt das ist auch immer, ein Anspruch von mir halt zu gucken Dinge, die halt nicht erstmal mit irgendwelchen Clouds reden, aus zweierlei Gründen, also A, dass es auch irgendwie immer funktioniert und nicht wenn irgendwie, ja gerade mal die Cloud funktioniert, dass es auch nicht abhängig ist vom Internet und sonst welchen Sachen, Und außerdem hat man damit einfach nochmal mehr Kontrolle und das ist halt auch wieder cool, dass es so eine Community gibt, die halt für ausgewählte Geräte halt diese Firmwares schreiben.
Björn Reimer Und diese Zwischenschalter von Sonoff, die funktionieren halt auch, selbst wenn ein Home Assistant down ist oder sonst irgendwas, die schalten halt trotzdem, wenn der Schalter an und aus geht. Man kann aber zusätzliches halt kontrollieren.
roddi Die müsste man aber doch eigentlich theoretisch auch weiter Richtung Lampe anbringen können. Also oben an der Decke irgendwie unter dem komischen Trichter, den man sowieso immer mit dazu kriegt. Das ist dann egal.
Björn Reimer Dieser Plastiktrichter.
Tim Pritlove Gibt es das auch für Dimmer?
Björn Reimer Ja Achso, Dimmer Das kann.
roddi Ich mir nicht vorstellen.
Björn Reimer Also Dimmer hinter dem Ding gibt es nicht Es gibt auch Dimmer, die sozusagen sich einbinden lassen Aber das ist dann ein eigener Dimmer der funktioniert, also eine Doppelfunktion als Dimmer zum dazwischen schalten stelle ich mir schwer vor, Es gibt Unterputzvarianten mit so LED Dimmern Aber das ist dann nicht mit Aufnahme von einem anderen Dümmer-Singer all.
Björn Reimer Wer weiß. Ja, also wie gesagt, Sonoff und auch Shelly sind so die, also wo ich jetzt, also ich habe einiges probiert mit die besten Erfahrungen gemacht habe. Also Shelly hat auch eine große Bandbreite, die kommen irgendwo aus Osteuropa. Die machen auch gute Sachen.
Ralf Stockmann Sonoff Mini sieht in der Tat so aus, als könnte der noch so gerade eben passen.
Björn Reimer Die sind eine Ecke kleiner geworden und die gibt es auch noch nicht so lange.
Ralf Stockmann Das ist schon ganz schön, kleiner als eine Checkkarte hier. Die sind allerdings jetzt nicht HomeKit tauglich. Ich weiß, das ist jetzt gar nicht das Thema.
Björn Reimer Also ich sollte sofort wechseln.
Ralf Stockmann Aber im Moment bin ich halt noch komplett auf HomeKit unterwegs.
Björn Reimer Ja genau, also, HomeKit, nee, also die, wie gesagt, per Default reden, die haben halt, Sonoff hat so eine eigene Cloud-Lösung und das ist das, was die eigentlich wollen. Aber das ist das Schöne, die bauen halt alles auf ESP32 und den älteren ESP86 Punkt Punkt auf. Und da gibt es halt Homebrew-Firmware, die eigentlich das macht, was man will.
Björn Reimer Ich meine, Home Assistant hat auch eine Bridge zu HomeKit. Also du kannst sozusagen alle Geräte, die du mit Home Assistant anbindest, über diese Bridge auch in HomeKit steuern. Also das ist auch wieder eine der Integrationen, über die wir vorhin geredet haben. Das habe ich auch, also ich habe mir da einzelne Lichterszenen und sonst irgendwas halt auf mein iPhone über HomeKit und dann kann ich das da daraus direkt steuern.
Björn Reimer Das ist halt auch ganz cool, wenn man dann von seiner Uhr alles steuern kann.
Ralf Stockmann Also es rauschen jetzt hier diverse Angebote gerade rein. Also eins ist ja gerade mal ein bisschen größer als ein Euro. Also okay, die Miniaturisierung, die habe ich echt nicht gefunden. Danke schon mal dafür. Die Sendung hat sich schon gelohnt.
Björn Reimer Genau, also da muss man immer schauen, da muss bei den, da gibt es relativ viele Unterschiede in den Details, also was die genau können, die unterschiedlichen Boxen, da gibt es eine größere Auswahl, da muss man immer gucken, was die mit verschiedenen Schaltsegnen machen, Taster, Schalter und so weiter das nur als Hinweis, gucken, was man braucht, da kann ich aber auch gerne nochmal Hilfe und Hinweise geben für das, was du haben willst.
Ralf Stockmann Nächster Anschluss Frage. Also ihr habt es jetzt auf einem Pi installiert. Auf einer Synology geht es auch, aber das ist dann glaube ich irgendwie mit, einer virtuellen Maschine drin irgendwie hochgezogen. Ich habe gerade mal ganz schnell ein bisschen rumgeklickt. Es scheint mir wieder alles eher ein bisschen abseits des Vanilla Away zu sein.
Björn Reimer Also ich habe bei mir zu Hause, ich habe es auch nicht mehr auf dem Pi. Ich habe bei mir so eine Maschine, wo ich einen Proxmox laufen habe. Das ist so ein Server, mit dem man relativ leicht auch für den Heimgebrauch auch so VMs machen kann. Und da lasse ich das in der VM laufen und das geht auch ohne Probleme.
Björn Reimer Da kann man dieses Home Assistant OS einfach in so eine VM laden und gut ist und dann wird es glücklich. Ja, also Proxmox auch nochmal eine Empfehlung für alle, die zu Hause einen Server haben, wo sie Sachen drauf laufen lassen wollen. Das ist eine sehr gute, auch relativ leicht zu erschließende Software für Virtual Machines und andere Sachen.
Tim Pritlove Also mir geht da jetzt auch gerade so ein Licht auf. Also diese Shelly und Sonoff-Dinger, das ist im Prinzip so Heimautomatisierung auf der Basis der Integration in existierende Standard-Hardware, die im Wesentlichen einfach nur den State abbildet und aber auch ändern kann. Ja, genau.
Björn Reimer Also das Erste ist, du schaltest und dann geht es aus. Du kannst es aber auch über Home Automation ausmachen. Sozusagen.
Tim Pritlove Aber wie kann denn das Teil meinen Schalter bedienen?
Björn Reimer Ja, das ist genau dann, deswegen passen Schalter auch nicht so gut zur Home Automation, deswegen will man eher Taster haben, weil Schalter sozusagen nicht den State immer darstellen können. Also wenn man sich gewohnt hat, beim Schalter ist die eine Stellung immer aus, die andere immer an, das funktioniert dann nicht mehr zusammen mit allem, was automatisiert, weil du dir dann von verschiedenen Quellen den State setzt. setzt.
Björn Reimer Es gibt solche Schalter, wo da noch so LEDs, Taster, wo da noch LEDs drauf sind, um dann da den State anzuschalten, aber das finde ich nicht schön, wenn da blau, rot oder sonst was LEDs da rumläuft. Gibt's auch in anderen Farben, aber das ist mir, nee, also das ist dann halt, man sieht ja, was der State ist am Licht. Nee.
Tim Pritlove Nicht immer, weil ich hab nämlich genau das Problem, ich wollte das nämlich lösen hier, ich hab ja hier das Bad, so und, Ich weiß nicht, ob das Licht im Bad an ist oder nicht, aber wenn ich hier rausgehe, möchte ich gerne, dass das Licht aus ist.
Björn Reimer Dafür habe ich den Alles-Ausschalter.
Tim Pritlove Ich wollte ja nur einen Schalter haben, der einfach mit einer Lampe anzeigt, ob der gerade geschaltet ist oder nicht. Also genau das, was du gerade meinst, was so sinnlos ist, ist exakt genau das, was ich hier bräuchte. Ich möchte gerne einfach einen Indikator haben. Und dann habe ich mir online so einen Schalter angeguckt und dann so, ja Schalter mit Statuslampe.
Tim Pritlove So ja super, alles klar, ist genau das, was ich habe. Ich baue das ein und es funktioniert genau andersrum. Die leuchten, wenn sie aus sind, aber viel zu schwach, weil das eigentlich nur, das ist gar keine Statuslampe. Also der Status ist nur, mich gibt es und ich bin angeschlossen und man könnte mich jetzt drücken und ich leuchte ein ganz bisschen, wenn es total dunkel ist bei dir, damit du weißt, wo der Schalter ist.
Tim Pritlove Wieso nennt man sowas Statuslampe? Vollkommener Unsinn. Das ist sozusagen eine Schalterfindungsleuchte für Dunkelsituationen. Aber es ist ja, das Licht ist ja dahinter sozusagen und insofern so ein ganz normaler Schalter, der einfach mit einer LED deutlich anzeigt, in welchem Zustand er gerade ist. Das ist genau das, was ich suche, aber offensichtlich gibt es so ein Produkt nicht.
Björn Reimer Also wie gesagt, in dem Home Automation Zeug gibt es diese Schalter, die du dann… Klar.
Tim Pritlove Bevor ich jetzt mit Home Automatisierung anfange.
roddi Der E-Flight-Switch kann das, aber wie gesagt, 100 Euro für einen Switch finde ich schon relativ teuer. Aber es ist ein normaler, also quasi normaler Lichtschalter, der halt HomeKit kann und Thread und Matter.
Tim Pritlove Ach und der hat eine Lampe?
roddi Der hat eine Status-LED drin, die du dann entsprechend auch programmieren kannst, ob sie an ist, wenn das Licht an ist oder aus, wenn das Licht an ist.
Tim Pritlove Aha. Also 100 Euro ist wirklich ein bisschen zu fett.
roddi Aber die EVE Home Sachen sind schon halt auch echt Qualität, also das muss man mal sagen, das Zeug, das ist schon sehr robust.
Tim Pritlove Ja, trotzdem sind halt 100 Euro für eine LED, da ist keine LED drauf.
roddi Ne, die ist da drin, die scheidet dann durch die Kappe durch.
Björn Reimer Gibt es den auch als Doppelschalter?
Tim Pritlove Durch die Kappe durch, ah.
roddi Nee, als Doppelschalter gibt es ihn nicht. Allerdings denke ich, dass die dir irgendwann kommen wird, weil die Schalteinheit sieht so aus, als könnte sie mehr als nur einen Schalter. Also zumindest der Rollladenswitch ist ein Doppelswitch, den man im Prinzip müsste mit leichter Hardwareänderung auch als doppelter Lichtschalter funktionieren.
roddi Aber ja.
Tim Pritlove Wieso zeigen sie denn dieses Feature auf ihrer Webseite nicht, wenn es das gibt? Ich sehe da nichts von, von diesem Licht.
roddi Warte mal, ich mache mal.
Tim Pritlove Bist du sicher? LED-Status einstellen.
roddi Räume.
Tim Pritlove Ich bin mir sicher, ich zahle 100 Euro und dann macht es wieder irgendwas ganz anderes, als ich dachte, was es macht. Ich kann nicht 100 Euro zahlen für einen Lichtschalter.
roddi Deswegen habe ich auch nur einen davon.
Tim Pritlove Aber immerhin könnte sich das Licht selber ausmachen.
roddi Hier, guck. Status-LED. Wenn ein, wenn aus. Immer aus.
Tim Pritlove Okay.
roddi Also, da ich die Status-LED nicht benutze, kann ich dir nicht sagen, wie hell sie ist.
Tim Pritlove Wenn dich das näher interessiert, Das ist das andere Ding.
roddi Wenn dich das näher interessiert, kann ich es mal ausprobieren.
Tim Pritlove Aber da kommen wir auf einen anderen Punkt, der immer sehr schwierig ist. Also dieses Anpassen von Automatisierung. Ich komme mit diesen allermeisten Automatisierungen irgendwie nicht klar. Immer wenn ich versuche irgendwas zu automatisieren, gucke ich so, wie geht denn das? Und dann ist es immer, it's not what I want.
Tim Pritlove So eine Sachen wie, wenn du 15 Minuten an bist, schalte dich aus. Das findest du einfach nicht in diesen Dingern. Das gibt es einfach nicht. Aber das wäre jetzt mal genau das, was ich bräuchte. Schalte dich einfach nach 15 Minuten. Ja.
Björn Reimer Aber das ist sozusagen, also da Home Assistant auf diesen ganzen Events basiert, könntest du halt dann einfach nach einem On-Event, kannst du halt einen Delay triggern, der das dann wieder ausschaltet. Also du hast halt sozusagen die Tools dazu, das alles zu bauen. Das ist, denke ich, eine der Stärken, auch wenn die Art und Weise, wie man das schreibt, da gibt es verschiedene Wege, muss man sich auch ein bisschen reinarbeiten, aber da kann man quasi alles bauen.
Björn Reimer Also das ist Tool & Complete, wenn man so will. Die haben jetzt sogar das ist auch jetzt gar nicht so alt, sozusagen UI basierte Art und Weise diese Automations zu erstellen also wo sie, wo man eigene auf eigene Trigger bestimmte Dinge tun kann, und Trigger kann halt ein State Change sein oder irgendwas, was irgendeine Integration auswirft ähm.
Tim Pritlove Okay.
Björn Reimer Also ein anderes Gebiet, wo ich das sehr mache außer Licht ist, ich habe so Sensoren bei mir, also jetzt Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO2 und so weiter bei mir in der Wohnung. Die lese ich halt alle aus und ich habe halt bei mir so ein E-Ink-Display neben die Tür gehängt, wo halt das alles angezeigt wird, wo man dann halt sehen kann, muss man lüften und so weiter. Weiter das Wetter ist auch ganz gut für die Kinder.
Björn Reimer Da kann man beim Rausgehen immer sagen, wie gerade das Wetter ist wegen Anziehen und so weiter. Da gibt es halt auch bergeweise Sensoren, die man von verschiedensten Herstellern, die gerade das machen und gut machen, was man messen will, aber die eigene Plattform halt behämmert ist. Die kann man halt alle dann gemeinsam integrieren und die Daten zusammen abgreifen.
Björn Reimer Ähm, Und ein anderer Punkt ist auch alles, was rund um Audio-Steuerung in der Wohnung geht. Also ich habe so verschiedene Smart-Speaker von Bluesound und auch anderen, die kann man auch beliebig kombinieren und Spotify, da kann man halt dann auch beliebig steuern, was man damit machen will. Das ist ein Beispiel von den endlos vielen Integrationen, die es dafür gibt.
Björn Reimer Und das ist halt auch wieder der Vorteil der großen Community, die es halt gibt, dass das alles möglich ist.
Tim Pritlove Ja, okay Also ich meine, das ist natürlich, immer der Vor- und der Nachteil von diesen Open-Source-Lösungen Du kriegst halt irgendwie alles, zumindest so die ersten 80% musst halt unter Umständen am Ende nochmal alles selber zusammennähen So, da muss man natürlich dann auch Bereitschaft für haben. Home-Automatisierung ist halt auch so ein Punkt, wo einfach, da kann man glaube ich auch wirklich so viel Lebenszeit drin versenken, wo man sich am Ende dann fragen muss, war es die Zeit, also hat mir das dann, sorgt das dann dafür, dass ich danach bessere Lebenszeit habe oder verbrate ich eigentlich nur Lebenszeit damit?
Tim Pritlove Also kann ich nicht vielleicht das Licht im Bad selber ausmachen? Ist es so schlimm, wenn es Licht anbleibt? Das sind natürlich so die Fragen, die man sich dann erstmal beantworten muss und meistens Leute, die antwortet so, ja, Ciao. Nicht so schlimm. Das Licht im Bad bleibt dann und dann zahlt es halt nochmal einen Cent dafür, dass es die Nacht heißt brennen lassen, die kleine glimmende LED und dann war es das halt auch irgendwie.
Björn Reimer Also es ist eine Mischung aus mehreren Sachen. Also klar, so ein bisschen der Weg ist das Ziel auch. Ich meine, ich habe ja gerade erzählt, ich habe sehr, sehr, sehr lange Linux benutzt. Das heißt, also ich bin das gewohnt sozusagen. Du kennst das gar nicht anders. Aber auf der anderen Seite gibt es auch schon einige Sachen, die, wo man dann auch merkt, wie cool das ist.
Björn Reimer Also wenn du halt relativ schnell so auf Knopfdruck bestimmte Stimmungen im Raum erstellen kannst, also du hast dann sozusagen, irgendwie das, es ist Helllicht, aber dann ein Knopfdruck und dann ist es halt so abends Abhänglicht und es ist ein Knopfdruck und das macht einen riesigen Unterschied, weil dann plötzlich ist es irgendwie plötzlich gemütlich zum Hinsetzen und das ist etwas, was man, wenn man dann zuerst hinter das Sofa klettern muss und den Einschalter anmachen und dann das und dann das, dann macht man das halt nicht Und das ist schon ein großer Unterschied und auch wirklich, was für mich merkliche Änderungen auch morgens zum Beispiel in der Stimmung gebracht hat, ist, ich habe halt bei uns die Küche so eingestellt,
Björn Reimer dass sie morgens so richtig helles Tageslicht macht. Also ich habe jetzt keine Tageslichtlampe, aber ich habe einfach mal geguckt, was so die Farbtemperaturen sind und alles, was man braucht. Und das heißt, dann morgens in der Küche ist das schon fast wie so eine halbe Tasse Kaffee, wenn du halt in so einen hellen Raum kommst und dann da drin bist.
Björn Reimer Ist und auch wenn es dann draußen jetzt gerade jetzt, wenn Kinder gehen früh morgens zur Schule, da ist halt stockdunkel draußen. Da will man eigentlich gar nichts machen und das hilft halt enorm. Und dann halt das anzupassen, wie es halt gerade brauchst, das hat einen Riesenunterschied gemacht.
roddi Ich habe eine Automation, die, wenn ich den Wecker ausmache.
Björn Reimer Geht das Blutlicht an.
roddi Dann geht der, geht der Rollladen hoch und zwei Lampen gehen an.
Ralf Stockmann Also.
roddi Das mit dem Rollladen hoch im Sommer reicht es, aber jetzt im Winter mache ich noch zusätzlich Lampen an.
Ralf Stockmann Also wo ich alles an Automation und Fernsteuerung geliebt habe, ist mit kleinen Kindern, weil du hast ständig zu wenig Arme. Weil du halt irgendwo was hängen hast, was hin muss, was auch immer. Und dann gerade in Verbindung mit der Apple Watch funktioniert das einfach. Also über die Uhr irgendwie an den Taster kommst du noch so gerade eben irgendwie ran, wenn du ein Kind auf dem Arm hast und dann sagen so Wohnzimmer aus oder Wohnzimmer auf 20 Prozent alleine den Luxus, dass du jetzt die komplette Wohnung an jeder Stelle dimmen kannst.
Ralf Stockmann Ohne irgendwie einen großen Drehregler erst wieder irgendwo aufzustehen und so. Also den ganzen Komfort möchte ich echt nicht mehr missen. So mit Automatisierung mache ich auch relativ wenig, ein bisschen auf den Rollos, aber nicht so elaboriert wie mit wo kommt die Sonne her und sowas, sondern da haben wir eine relativ harte preußische Taktung, wenn hier Aufstehzeit ist.
roddi Naja, der Schalter bietet das halt an, dass er irgendwie, wenn die Sonne untergegangen ist, dann geht der Rollladen halt runter, dann brauchst du irgendwie auch.
Tim Pritlove Also das ist tatsächlich die einzige wirkliche Automatisierung, die ich ja im Studio habe, befindet sich tatsächlich in der Steuerung meines Rollladens, ohne dass es mit irgendwas vernetzt ist, es ist einfach nur ein Setting in diesem motorgetriebenen Teil, wo ich einfach nur Uhrzeit einstellen kann, wann das Ding runter geht.
roddi Ja, das ist halt bei diesen E-Shutter-Switches so, dass die tatsächlich ja wissen, welcher Tag ist und sie wissen, wann die Sonne untergeht und dann kannst du halt sagen, zum Sonnenuntergang machst das Ding jetzt runter oder eine halbe Stunde später.
Tim Pritlove Das geht mit dem Teil übrigens auch. Da kann man nämlich einen Sensor ans Fenster rankleben. Womit er dann sieht, dass das Licht weg ist und dann macht er irgendwie zu.
roddi Es gibt noch eine Automation, die ich habe und zwar späten Nachmittags macht er die Kaffeemaschine aus. Also ich habe die Kaffeemaschine an so einem intelligenten Zwischenstecker, der ein- und ausschaltet. Und da ich ab einer bestimmten Uhrzeit keinen Kaffee mehr trinke, weil ich sonst durchmache, weiß ich, ab dann und dann brauche ich die Kaffeemaschine nicht mehr.
roddi Und dann geht die von alleine aus und dann muss ich nicht dran denken, die Kaffeemaschine auszumachen. Weil das halt irgendwie... Das spart dann Strom. 1000 Watt Kaffeemaschine, das ist schon...
Björn Reimer Apropos Strom sparen, also diese ganzen ZigBee-Zwischenschalter, also die man sich für die Steckdose kaufen kann, die messen mittlerweile halt auch alles den Strom, den man verbraucht. Und das ist auch echt gut zu wissen, also wie viel bestimmte Teile an Strom brauchen, so über den Tag. Und das ist halt auch ein schönes Home Assistant.
Björn Reimer Also das hat halt hinter dem Ganzen halt auch, lockt es die ganzen Daten mit. Also von Haus aus ist es nicht so lange, ein paar Wochen, wo man wirklich alles nachvollziehen kann. Aber man kann sich natürlich, jetzt sind wir wieder bei den ganzen Add-ons, relativ leicht einen Grafana mit einem Influx oder sonst was dahin hängen, wo dann die Daten wirklich ordentlich der Timeseries-Datenbanken mit richtig guten Graphen drüber angucken kannst.
Björn Reimer Und da kann man halt auch echt coole Entwicklungen über die Zeit sehen und sowas. Also das ist auch echt cool. Also wenn du halt einfach wissen willst, was braucht wie viel Strom oder was sind so verschiedene Rhythmen, ist das gut. Muss man halt nicht benutzen, aber wie das halt so ist, Ralf, das weißt du ja am besten. Man weiß, wenn man speichert, vorher nicht, was man am Ende brauchen wird.
Ralf Stockmann So ist es.
Tim Pritlove Also für mich ist das Stromverbrauch-Thema eigentlich auch so das Interessanteste. Es müsste doch eigentlich auch eine entsprechende Integration oder entsprechende Geräte geben für diese Standardsicherungskästen, Steckleisten, Dinger. Wie heißt denn das?
roddi Hutschiene.
Tim Pritlove Hutschiene.
Björn Reimer Ja, das meinte ich ja, habe ich vorhin schon gepostet. Also du kannst halt diese Schalter statt unter Putz halt auch auf die Hutschiene stecken. Und dann machst du das Ganze, was ich erzählt habe, halt dann direkt an der Hutschiene. Was.
Tim Pritlove Diese Sonoff-Dinger oder was?
Björn Reimer Also ich würde dann die von Shelly nehmen. Die gehen über, die haben sogar teilweise einen LAN-Stecker, also da kannst du direkt LAN anschließen oder halt über WLAN.
Tim Pritlove Da
Björn Reimer Gibt es auch eine ganze Bandbreite an Produkten. Ich habe weiter oben im Chat was gepostet.
Tim Pritlove Ja, was?
Björn Reimer Hast du da gepostet?
Tim Pritlove Ja.
Björn Reimer So ein Shelly für die Hutschiene.
Tim Pritlove Achso.
Björn Reimer Noch ein zweiter hoch. Okay, ich habe auf jeden Fall das hier noch offen.
Tim Pritlove Hast du nicht gepostet?
Björn Reimer Hier nochmal.
Tim Pritlove Was nicht im Chat ist, kommt nicht in die Show Notes.
Björn Reimer Jetzt ist es da.
Tim Pritlove Laufen. Ah ja, okay. Wie heißt das Teil? Das heißt Shelly Pro.
Björn Reimer Das ist auch Pro mit dem Pro-Preis. Pro 2. Das hat es schon für 2. Das ist schon die dickere Variante, aber das kann man halt je nachdem.
Tim Pritlove Also hier sind knapp 80 Euro angegeben mit Mehrwertsteuer. Okay. Da kriegst du ja schon fast einen Schalter von E-Fuhr. Professioneller 2-Kanal-DIN-Schienen- Relais-Schalter mit WLAN, LAN und Bluetooth-Verbindung. Übertreiben die es nicht ein bisschen? Okay. Aber da kann man Ethernet reinstecken, das ist gar nicht so doof.
Björn Reimer Ich habe mir gedacht, dass ihr das gefällt.
Tim Pritlove Okay, aber was genau? Achso, das ist aber nur ein Schalter. Achso, ja, ein Relais. Achso, okay, das ersetzt dann das normale Relais, was ich da drin habe oder wie? Den Schutzschalter oder was?
Björn Reimer Nee, das ersetzt es nicht, das kommt daneben.
Tim Pritlove Daneben? Achso, das heißt, dann muss man dann doppelt reinbauen, dann braucht man doppelt so viel Platz sozusagen, wenn man für jeden einzelnen Ausgang mitmessen möchte, was da rausgeht, weil das war jetzt sozusagen mein Gedanke.
Björn Reimer Wenn du nur messen willst, willst du wahrscheinlich was anderes nehmen. Also es gibt ja auch die, also ich meine. Na.
Tim Pritlove Schalten will ich das nicht. Da soll der Strom einfach herkommen. Also ich will halt einfach den Strom, der jetzt hier in die Räume geht und der da auf dieser Hutschiene verteilt wird, den würde ich halt gerne digital erfassen, damit ich nicht an jede Steckdose irgendein Teil dranstecken muss.
Björn Reimer Okay, also da muss man auch mal bei Shelly gucken. Da gibt es bestimmt auch welche mit Strommessung. Da habe ich jetzt selber nicht so nachgeguckt. Also das ist halt wirklich eins, weil man das schalten will, dann kann man so eins nehmen. Okay.
Tim Pritlove Aber was sprechen die denn dann?
Björn Reimer Also das ist jetzt eins, wo du zum Beispiel auch, also Shelly selber hat auch eine Firmware, aber da kann man halt auch dieses Tasmota drauf spielen. Also das ist sozusagen.
Tim Pritlove Ja was heißt das? Also mit wem reden die?
Björn Reimer Wir reden dann MQTT mit etwas, mit zum Beispiel Home Assistant. Also es gibt dann, für Tasmota ist eine große, hat eine gute, sehr gute Integration mit Home Assistant. Also das heißt, Tasmota ist so eine, hat nicht direkt mit Home Assistant zu tun, aber ist eine eigene Community, die sich halt drumherum gebildet hat, um diese ganzen Schalter und Smart Home Devices spezifisch auf ESP-Basis, die da eine eigene Firmware für geschrieben hat, die mittlerweile oder schon eine Weile sehr, sehr gut ist.
Tim Pritlove Also Tasmota ist eine alternative Firmware für diese Geräte von Shelly?
Björn Reimer Für Shelly und Sonoff und ein paar andere. Bei Sonoff muss man das selber drauf flashen, das ist komplex. Bei Shelly geht es einfach über das Web-UI, das drauf flashen. Das ist ziemlich einfach.
Tim Pritlove Ah, alles klar, verstehe. Jetzt folge ich dem ganz gerade so ein bisschen.
Björn Reimer Das Original von Shelly ist aber nicht so schlimm wie das von Sonoff. Okay.
Tim Pritlove Und mit dieser Tasmota spricht das Ding dann erstmal nativ MQTT-Protokoll, oder was?
Björn Reimer Genau, über MQTT sprechen die halt dann mit Home Assistant oder was auch immer. Es gibt auch ein Tasmota-eigenes Ding.
Tim Pritlove Ja, aber wäre es nicht sinnvoller, jetzt Meta zu sprechen oder sowas?
Björn Reimer Also diese Dinger speziell von Shelly machen halt LAN.
Tim Pritlove Es gibt LAN heißt ja erstmal nicht, was sie reden, sondern womit sie sich anschließen.
Björn Reimer Also du redest jetzt darüber, über LAN Meta zu sprechen, das ist etwas, was das ist, wir können ja mal ein bisschen über die Zukunft sprechen, dass Meta ist auf jeden Fall die Zukunft Oder wir reden hier.
Tim Pritlove Nur über die Zukunft.
Björn Reimer Hast du es nicht mitbekommen? Wobei man muss sagen, also ich würde mich sehr freuen, wenn es die Zukunft wäre, weil es verspricht sehr vieles leichter zu machen, In der Realität ist es noch sehr weit davon entfernt, weil halt einfach, wie man sich vorstellen kann, diese ganzen Geräte, die ganze Integration halt noch weit, weit, weit hinterher hängen.
Björn Reimer Und das, was man heutzutage hat, mit dem alles ist integriert und funktioniert, das basiert halt auf anderen Sachen. Aber klar, man könnte, und das wäre bestimmt auch Tasmota einer der Ersten, die das dann halt auch machen würden als Firmware, dann über das LAN und das WLAN halt dann Meta zu sprechen.
Björn Reimer Weil Meta ist ja erstmal agnostisch über das Medium, über das es geht. Und das würde dann sich anbieten, aber es gibt vereinzelt Meta- und Thread-Sachen, aber das ist noch aus meiner Sicht zu früh, um da so voll inzugehen. Naja.
roddi Also meine Home-Dinger können fast alle Thread und einige davon auch Meta, also insofern weiß ich nicht. Ja.
Tim Pritlove Also um es mal klar zu machen, das checkt wahrscheinlich auch nicht jeder. Thread ist ein neuer Funkstandard, was im Prinzip so in der Lage ist, diese ganze Kommunikation, die derzeit entweder über Bluetooth oder über WLAN läuft oder eben ZigBee durch etwas Neues zu ersetzen, mesht auch und so weiter.
Tim Pritlove Also man steckt zwei Geräte ran und die können dann automatisch miteinander reden. Und Meta ist im Prinzip die Weiterentwicklung von HomeKit, kann man sagen, oder?
Björn Reimer Also vielleicht lohnt sich das da mal ein bisschen weiter auszudröseln.
Tim Pritlove Aber falsch war das jetzt nicht.
Björn Reimer Was du gesagt hast.
roddi Oder so? Ganz richtig war es auch.
Björn Reimer Naja, gut. Also um mal bei Thread anzufangen, also das basiert sozusagen, das On-The-Wire oder besser, der Funkstandard ist das gleiche wie Zigbee. Das ist so eine Art.
roddi Nachfolger von Zigbee.
Björn Reimer Ein Netz auf und das Interessante ist, es ist ein Mesh, wie du schon sehr richtig gesagt hast und sie bauen auf diesem Mesh im Prinzip erstmal nur auf IPv6 basiert halt adressbare Geräte auf. Das ist alles, was im großen ganzen Thread macht. Das baut quasi die Basis auf und klingt dabei sehr vielversprechend, wenn es wirklich so läuft, dass dann noch alle von diesen unterschiedlichen Herstellern, wie es halt verspricht, auch miteinander funktionieren, so wie wir es von Ethernet und sonst was kennen.
roddi Also bei mir funktioniert Thread noch am ehesten. Das ist eigentlich ohne Probleme. Es ist insofern bei einem größeren Haus auch ganz schön, weil wenn du dann wirklich mashst und normalerweise ist es so, sämtliche Geräte, die an 230 Volt hängen, also diese schaltbaren Zwischenstecker oder die Schalter oder weiß ich nicht was, die sind auch dauerhafte Router.
roddi Also alles, was eine Batterie ist, ist mehr Endpunkt und alles, was immer Strom hat, ist ein Router und routet im Mesh-Netzwerk weiter. Und ich habe zum Beispiel einen von diesen Steckern im Keller, das ist überhaupt gar kein Problem. Ja.
Björn Reimer Und jetzt bei Zigbee und allem anderen hat man dann immer noch einen relativ schwergewichtigen Hub oder irgendetwas, was den Controller darstellt, also der Master, der alles regelt und das ist ein relativ komplexes Gerät, was man dazwischen hängen muss. Und bei Thread ist es so, die nennen das dann ein Gateway-Router, also irgendetwas, was das Protokoll spricht und dann quasi die Schnittstelle zu dem ist, was dann da Kommandos rein oder raus schickt. Also das ist etwas viel leichter und wichtigeres.
Björn Reimer Und diese Antennen, da sind jetzt schon im neuesten iPhone drin, die sind in, ich glaube sogar in HomePod und ein paar anderen Apple-Geräten. Die Krawallkugel.
Tim Pritlove Ich glaube nur in dem Pro. Ich glaube nur im iPhone 15 Pro.
Björn Reimer Also, die sind auf jeden Fall, diese Antennen, das war auch Teil des Standards und Teil der Idee, die sind halt leichtgewichtig und diese Komponenten lassen sich gut einfach mit reinschmeißen. So wie heute überall Bluetooth mit drin ist, obwohl es eigentlich gar nicht braucht, ist es trotzdem mit drin, weil es einfach quasi off the shelf kommt einfach rein, muss nicht komplex sein.
Björn Reimer Und das so ähnlich ist zumindest das Versprechen mit diesen Thread-Antennen, dass man dann halt irgendwann in der rosigen Zukunft dann quasi einfach sich überall mit verbinden kann. Und auch die IPv6-Vergabe ist halt sehr auf dem ähnlichen Prinzip wie diese Link-Local-Adressen, also dass die das halt nicht Link-Local, aber, das, was man heutzutage nicht mehr macht, man macht, über die Privacy-Extension macht man es jetzt, aber früher, dass du halt aus deiner MAC-Adresse, aus deiner Device-Kennung halt die IP oder den letzten Teil der IPv6-Adresse errechnest und du dadurch halt einen relativ schlanken Weg hast, für diese ganzen Geräte, Adressen zu haben, sie wiederzufinden.
Tim Pritlove DHCP ohne DHCP.
Björn Reimer Genau. Und, genau, und Meta ist halt dann on top der Layer, der dann für die, das eigentliche Steuern und so weiter sorgt.
Tim Pritlove Der Geräte kennt, der Typen unterscheidet, all diese ganzen Sachen.
Björn Reimer Genau und da ist jetzt auch wieder eine neue Version rausgekommen, die nochmal einen ganzen Zorn weiteren Geräten, also Gerätentypen hinzugefügt hat und das ist dann sozusagen alles in Matter und ja, wie gesagt, das ist so ein bisschen, da muss die Realität noch aufholen, aber also zum Beispiel auch viele der Hersteller von Zigbee Sachen versprechen jetzt, dass dass sie irgendwann Firmware-Updates rausbringen, zum Beispiel Ikea, wo dann auch Thread und Meta mit unterstützt wird.
Björn Reimer Ich glaube es ehrlich gesagt erst, wenn ich sehe, aber zumindest das Versprechen ist da.
roddi Ja, beziehungsweise sie versprechen, dass sie metafähige Router dann rausbringen, wo dann sämtliche ihre Geräte hängen dann an diesem einen Router dran und sind über Meta benutzbar, aber sie hängen nicht im Thread-Netz drin.
Björn Reimer Ja, da gab es jetzt schon so ein paar Artikel davon, dass es sozusagen diese Allianz in der Praxis es dann doch ein bisschen brüchig zu sein, Scheid, weil die Hersteller dann doch, der Versuch ist so groß, die Nutzer bei sich auf der Plattform zu halten und dass diese komplette Interoperalität, ja, langsam vorwärtskommt. Ja.
Tim Pritlove Alle müssen ihre eigene Cloud aufmachen und das ist ja eigentlich irgendwie auch alles sinnlos, weil immer tritt man sich nur Ärger mit ein.
Björn Reimer Es ist ein Kern von Meta, dass es ohne Cloud funktioniert, also das steht in der Speck drin und ja. Aber es bleibt spannend. Aber man kann halt jetzt schon mit dem Zeug sehr viel machen. Und gerade deswegen mag ich auch die Geräte, die halt offen sind, weil die Hardware das alles hergibt, diese neuen Standards zu unterstützen und da mitzugehen.
Björn Reimer Und gerade bei diesem IoT-Zeugs hast du halt das Problem, du kaufst es und dann bleibt es auf dem Stand sitzen. Der Hersteller macht da nie wieder was mit. Und das machen halt die Open-Source-Leute anders. Wo wir gerade dabei sind, will ich auch eine Sache nicht unerwähnt lassen. Es ist ein bisschen mehr noch in die man-will-wirklich-was-selber-machen-Ecke und das ist ESP Home.
Björn Reimer Das ist ein Framework, Toolkit, etc., um aus ESPs relativ schnell und leicht beliebige Geräte, Sensoren oder sonst was zu bauen. Schalter, unter LED-Ansteuerung, was man so will. Dann, da gibt es eine zentrale Komponente, die dann sozusagen diese Flotte an ESPs, wenn man sie dann irgendwann mal hat, alle gemeinschaftlich updaten kann.
Björn Reimer Man kann dann da neue Features hinzufügen. Und das basiert am Ende alles auf so YAML-Config-Dateien, wo du dann halt eben sagst, so dieser ESP kann jetzt diese Sensoren, hat das und das, hat diesen Drehregler und sonst irgendwas. Und das ist halt für so zum Selbermachen. Also hier links sieht man so einige Beispiele, also Air Quality ist so ein Beispiel, Sensoren kann man sich selber bauen.
Tim Pritlove The Beamer is a lie.
Björn Reimer Was ist gekucht? Ich habe ja nicht über den Beamer geredet, was heißt das? Ich habe hier den Link angeguckt.
Tim Pritlove Auf der Webseite.
Björn Reimer Ja, genau. Da gibt es eine Übersicht.
Tim Pritlove Esphome.io.
roddi Klicken Sie sich jetzt rein.
Björn Reimer Genau, im Chat, genau. Und das ist dann halt so dieser, wenn man selber gerne mit Elektronik und sonst was selber Dinge baut, ist das eine sehr gute Einstiegshürde und vor allen Dingen halt auch langfristig das Zeug zu maintainen. Und damit kann man sich zum Beispiel was Luftqualität angeht und andere Sachen halt tatsächlich bessere Sachen bauen als es auf dem Markt gibt, weil die CO2 Sensoren da gibt es wirklich unterschiedliche Klassen und wenn man da gute kaufen will kann man für einigermaßen bezahlbaren Preis auf AliExpress sich die guten Sensoren kaufen, die an so einen SP stecken und dann hat man was, und ja Das.
Tim Pritlove Ist ein richtiges Problem, so CO2 Sensoren in digital, hab ich irgendwie auch mal mal gesucht, gibt es irgendwie nichts Bezahlbares.
Björn Reimer Nee, es gibt so ein paar Anstelle, die das machen, wird dann sehr schnell sehr teuer, aber es gibt halt für, ich glaube, 15 Euro den guten, also es gibt ja drei verschiedene Klassener CO2-Sensoren, ich hatte es vor einem Jahr mal so recherchiert, alles, und die richtig gut, die wirklich auch funktionieren, die auch einigermaßen, langlebig sozusagen stabil kalibriert bleiben.
Björn Reimer Kann ich mal später den Link nochmal raussuchen.
Tim Pritlove Ja, also um es vielleicht mal so ein bisschen zusammen zu fegen, um mal so eine Art Überblick hier reinzukriegen. Es gibt zahlreiche Hersteller, unter anderem diese Sonoff, Shelly, vielleicht gibt es noch ein paar andere, die vor allem so Komponenten machen, die man in irgendeiner Form in bestehende Infrastruktur so reingeklippt bekommt. kommt.
Tim Pritlove Sprechen meistens ZigBee, können aber auch Bluetooth, können aber auch LAN, Ethernet direkt sprechen und wenn man mit der Firmware nicht glücklich ist, dann kann man nicht selten die dann austauschen. Besonders leicht bei Shelly mit diesem Tasmotogramm, dann hat man sozusagen den Nerd-Appeal in dem Gerät und dann tut es wahrscheinlich so die Dinge, die Nerds wollen.
Tim Pritlove Und Und ESB Home, wenn ich es jetzt richtig verstehe, ist mehr so ein ich baue mir jetzt auch noch so die Sensoren, die ich brauche, die es noch nicht zu kaufen gibt. Und kann damit dann sozusagen das aber auch managen, dass die irgendwie Software-Updates kriegen, ohne da jetzt gleich in so ein Dauergefummel reinzukommen.
Tim Pritlove Und mit Home Assistant kann man all diesen ganzen Unsinn, den diese Teile ausspeien, kann man dann irgendwie einsammeln. Und wenn man das dann doch auf seinem iPhone-Dashboard zum Antippen haben will, dann macht man da noch eine HomeKit-Bridge mit rein und exportiert sozusagen selektierte Sensoren und dann hat man das auch in User-Friendly.
Tim Pritlove Habe ich das so richtig zusammengefasst und Thread ist sozusagen eigentlich eine ganz tolle Idee, aber es wird noch eine Weile dauern, bis man auch alles irgendwie mit Thread bekommt, aber das macht dann einfach die ganze Vernetzung einfacher und Meta ist dann sozusagen der Traum, dass all diese Geräte sich quasi wie HomeKit-Devices verhalten und ordentliches Protokoll sprechen und es wird wahrscheinlich noch ewig dauern.
roddi Ja, da ist relativ viel HomeKit mit drin, weil Apple gesagt hat, hier, Macht mal.
Tim Pritlove Aber du merkst halt zum Beispiel auch... Meta verhält sich zu HomeKit so wie MPEG-4 zu QuickTime.
roddi So ein bisschen. Aber du merkst halt auch, das haben Amis gemacht. Du hast zum Beispiel bei Fenstersensoren hast du nur einen Zustand. Auf oder zu. Es gibt keine gekippten Fenster in Amiland.
Tim Pritlove Das ist echt ein Problem. ... Tja, die müssen alle mal eine Reise nach Europa geschenkt bekommen. Oder läuft dann nix.
roddi Ja, man weiß auch nicht irgendwie.
Tim Pritlove Tja, Ralf, was machst du jetzt als nächstes? Was wird automatisiert?
Ralf Stockmann Ja, im Hintergrundkanal wurde schon gewerkelt und ich kriege eine Shelly 1 zugeschickt zum, Firmware überschreiben und mal ausprobieren. Und werde dann berichten.
Tim Pritlove Und was willst du denn damit machen?
Ralf Stockmann Naja, hier meinen einen Problemschalter lösen.
Tim Pritlove Dein Problemschalter? Was war jetzt der Problemschalter?
Ralf Stockmann Diese LED-Lampe unter der Decke, wo einfach wirklich wenig Platz ist hinter dem Schalter in der Dose drin. Verstehe. Aber ich hab mir das jetzt echt noch ein paar Mal angeguckt. Die sind ja wirklich richtig absurd klein geworden. Alles, was ich heute irgendwie auf Amazon gefunden hatte, das passt so gerade eben in diesen runden Tubus halt rein.
Ralf Stockmann Und das ist völlig aussichtslos bei mir. ja, aber hier ist eine Shelly 1, das wird passen, da bin ich zuversichtlich. Die ganze Halterung ist leider scheiße, das heißt, da war auch schon mal ein Maurer dran und hat da schon mal irgendwie die Fassung drumrum nochmal irgendwie neu gebaut. Das kennt ihr vielleicht auch, wenn man da zufähre auf und zu macht.
Ralf Stockmann Geht das ganze Gemäuer drumrum auch irgendwann, je nachdem, was das da so für Gips oder was auch immer ist. Also tricky wird's noch ein bisschen, aber ich bin nicht so vorsichtig. Ich roll da irgendwie mit meinem Stuhl hin und das Bein hoch und dann ist an der Elektrik geschraubt. Mal gucken.
Tim Pritlove Ja, mal gucken. Ich werde auch mal schauen, ob ich hier irgendwas automatisiert bekomme. Ich habe auch manchmal das Gefühl, bei Home Assistant, da wird dann aber auch integriert um des Integrierens Willens. Also da werden so Sachen abgefragt und irgendwie ins Netz abgebildet, wo man sich auch fragt, wozu das jetzt eigentlich gut ist.
Björn Reimer Also es ist halt sozusagen die Let's take it all Variante. Also bei der Integration holen halt so viel wie geht. Man weiß ja nicht, wofür man es braucht. Ja, auch. Also das ist auf jeden Fall, also wenn man halt auch zum Beispiel diese HomeKit Bridge anmacht, dann will man auf jeden Fall einen Filter haben, weil sonst hat man HomeKit voll mit 150 Devices, wo 130 von sinnlos sind. Ja ne.
Tim Pritlove Aber es kann auch nützlich sein. Ich sehe das schon so. Also zum Beispiel habe ich jetzt hier so eine Fritzbox 6890 LTE und ich habe das hier einfach mal in Home Assistant jetzt eingeschaltet und dann übermittelt der mir halt so Sachen. Ich dachte mir halt so, ja, was willst du jetzt schalten? Internet an oder aus oder was? Und bin so in dieser Schaltlogik hängen geblieben.
Tim Pritlove Aber eigentlich ist es ja vor allem so ein Datenlieferant, kann man sagen. Das heißt, ich bekomme hier übermittelt den Download-Durchsatz, ich kriege meine externe IP als Datum, auch IPv6, ich kriege Statistiken über empfangene gesendete Daten in Gigabyte, ich kriege Link-Download-Durchsatz, Leistungsdämpfung, Upload-Durchsatz, Leistungsdämpfung, was habe ich gesagt? Leistungsdämpfung? Leistungsdämpfung?
Björn Reimer Da kannst du gucken, wie gut dein DSL-Anschluss gerade so ist, ob es gerade irgendwo an den Leitungen...
Tim Pritlove Okay, aber das ist ja immer so, okay, 6 dB. Das war die Veränderung, das Wichtige. Okay, ja genau. Rauschabstand und so. Also halt super technische Sachen, wo ich jetzt sagen würde, okay gut, ja externe IP hat mich vor kurzem noch installiert, aber ich habe ja Frick Show gehört und jetzt habe ich Tailscale.
Björn Reimer Tailscale gibt es übrigens auch als Add-on. Da installierst du dir Tailscale und dann kannst du halt von überall direkt auf deinen Homocysten zugreifen.
Tim Pritlove Achso, ja klar. Verstehe. Dann die Synology hat sich hier auch eingeklinkt, aber die sagt mir auch nur, wie viel Platz da belegt ist und wie voll die Platte ist. Okay, könnte ja auch noch ganz praktisch sein. Ja, und dann halt vor allem Strom. Aber ich habe ja im Wesentlichen nur so Stromsensoren. Why not?
roddi Ich bin mal gespannt. Also es gibt für meinen Solarwechselrichter gibt es tatsächlich ein Modul.
Björn Reimer Sehr gut.
roddi Aber, dass das alles Python ist, das macht mir schon Angst.
Björn Reimer Wenn du wüsstest, was alles in Python geschrieben ist.
Tim Pritlove Es gibt schlimmere Dinge als Python, die über die Welt kommen können. Ja.
roddi Wenn ich nicht selber schon mal Python geschrieben hätte, dann würde ich dir recht geben, aber so habe ich da halt ein bisschen Angst.
Tim Pritlove Du hast gesagt, es gibt schlimmere Dinge. Ja.
roddi Nee, klar. mehr dazu stimmt. Ja, solange PHP existiert.
Tim Pritlove Und C.
roddi C?
Tim Pritlove Lass uns nicht das Fass aufmachen. So, ja, haben wir denn noch was zu dem Thema? Haben eigentlich so alles ein bisschen abgeklappert. Noch Fragen, Ralf? Anmerkungen?
roddi Also ich meine, ich könnte noch sagen, ich bin ja wirklich so ein Eve-Opfer und ich habe mir jetzt so eine Eve-Camera gekauft.
Björn Reimer Also Eve ist übrigens das rechts unten von dem Ganzen, was ich eben gesagt habe.
roddi Ja, ja, das ist, die hat jetzt aber glaube ich mit Meta und mit Sonstigem nicht so viel zu tun, aber es ist halt so eine Kamera, die irgendwie mit dem iCloud HomeKit, du kannst deine Videos verschlüsselt bei Apple haben, Ding kompatibel ist, und bis jetzt funktioniert es ganz gut. Hat sogar die Nachbarskatze als Tier erkannt.
Tim Pritlove Wow. Hattest du Zweifel?
roddi Nein, ich dachte nur irgendwann so, Push Notification, Tier erkannt. Ich so, hä, was denn für ein Tier? Ach ja, die Nachbarskatze. Was ganz gut ist, Ich habe außen noch so Lampen gehabt, die ich nie benutzt habe, weil da gab es irgendwie mal so ein Funkding, um die anderen auszuschalten. Und das war alles rottig.
roddi Dann habe ich irgendwann das alles umgebaut und habe da jetzt halt so einen normalen Thread-Matter-fähigen Zwischenstecker drin. Und jetzt habe ich da halt auch eine Automation. Also wenn die Kamera eine Bewegung erkennt, macht sie das Licht an. besonders, also im Dunkeln macht sie das Licht an.
Tim Pritlove Auch wenn es eine Katze ist?
roddi Das kann ich jetzt nicht mit Sicherheit sagen.
Tim Pritlove Also das könntest du theoretisch dann unterscheiden?
roddi Ich glaube nicht, dass die Automation das unterscheiden kann, sondern die Automation macht tatsächlich nur das Licht an, wenn da Bewegung ist. Ausreichend Bewegung.
Tim Pritlove Mit Python wäre das nicht passiert.
roddi Mit Python wäre das nicht passiert. Genau und da der, angemachte Licht von der Kamera, aber eben auch ein Device ist. In HomeKit kann ich halt sagen, wenn er das Licht anmacht, dann soll er das andere mit anmachen und wenn er das wieder ausmacht, soll er das andere mit ausmachen. Das funktioniert ganz gut.
Tim Pritlove Die Katze kriegt kein Licht. Wäre doch ganz geil eigentlich.
roddi Naja, also ich nenne die Katze ja.
Tim Pritlove Kannst du auch deine Ratten damit erkennen?
roddi Ich glaube nicht. Für die Ratten brauche ich nochmal einen eigenen. Also ich hatte schon an die eine Rattenfalle hatte ich schon so einen Fenstersensor rangebaut, dass ich weiß, wenn die Rattenfalle zugeschnappt ist, dass ich dann eine Push-Notification bekomme. Die wichtigen Dinge im Leben. Die wichtigen Dinge im Leben.
Tim Pritlove Rat-Notification.
roddi Aber ich bin gerade so.
Tim Pritlove Du könntest auch versuchen, dir eine Rattenfalle mit Home-Automatisierung zu machen. Wenn Videokamera-Ratte erkennt, dann großes Paket Ziegelsteine vom Dach schieben oder so.
roddi Ja, das könnte ich natürlich tun.
Tim Pritlove So eine Guillotine oder so. Das wird dann bestimmt tricky beim Ausprobieren, ob es funktioniert. Kannst du da mal kurz durchgehen?
roddi Nee, also ich habe gerade Rattenfang-Pause. Ich werde da wahrscheinlich in ein bis zwei Monaten werde ich wahrscheinlich, geht die Jagdsaison wieder los.
Tim Pritlove Ab nächstem Jahr alles mit AI. Also Ratten muss man einfach mit AI fangen.
roddi AI und dann Selbstschuss oder was?
Tim Pritlove Ja, AI AI killed the Rattenfänger.
roddi Genau, die Kamera erkennt die Ratte, die Drohne fliegt los.
Tim Pritlove Und dann mit der Drohne automatisiert die Ratte verfolgen. Wow. Das könnte nochmal ganz lustig werden. Ja, cool. Ich muss auch mehr mein Leben automatisieren. Mit der Buchhaltung habe ich es ganz gut hinbekommen. Mal schauen, ob ich das mit dem Licht hier auch noch hinbekomme. Da muss man erst mal sich einen Plan machen.
Tim Pritlove Gut. Dann lass uns doch nochmal auf nochmal so ein paar Apple-Themen zurückkommen. IOS 17.4 ist Ante Portas und das wissen wir, weil Apple nicht nur eine Beta-Version davon veröffentlicht hat, sondern in diesem Betriebssystem-Update, was vermutlich am 7. März erscheinen wird.
roddi Ich hatte irgendwo Mitte Februar gelesen, aber Vielleicht.
Tim Pritlove Auch schon früher.
roddi Vielleicht kann man Mitte, nee, ich glaube Mitte Februar.
Tim Pritlove Spätestens.
roddi Kann man anfangen, die eigenen App-Stores und so weiter. Irgendwie sowas schrieben sie.
Tim Pritlove Genau, also am 7. März tritt diese neue EU-Regelung. Ich wollte gerade sagen, ab wann gilt das Gesetz.
Björn Reimer Genau.
Tim Pritlove Da kommen wir gleich drauf, aber vorher wollte ich noch auf ein anderes Feature eingehen, weil mich das mehr betrifft erstmal. Und zwar kann die Apple Podcasts App jetzt, also jetzt in der aktuellen Beta-Version kann man das schon ausprobieren, kann sie Transkripte in Podcasts anzeigen? Das finde ich aus verschiedenen Gründen eine total tolle Sache und mich überrascht das auch nicht so richtig, dass Apple glaube ich die Ersten sind, die das überhaupt machen oder gibt es irgendeinen, es gibt glaube ich bis heute keinen Podcast-Client, der auch nur auf die Idee gekommen ist, das mal mit einzuführen.
Tim Pritlove Was natürlich daran liegen könnte, dass noch nicht so viele Transkripte existieren, weil ja nicht alle so blöd sind wie ich und das irgendwie für jeden Podcast einfach mal mitmachen und im Feed announcen.
roddi Don't doubt the Germans. Genau.
Tim Pritlove Don't Doubt Your Sermons, Meta-Ebene ist vorbereitet, nur der Clou ist, Apple macht es halt so, also bei Default machen sie es einfach so, sie laden den Podcast selber runter, lassen da eine Transkription drüber laufen, quasi kostenlos, also jede Podcast-Episode, die in einem Apple-Podcast-Client ausgeliefert wird, wird serverseitig dann mindestens einmal durchgenudelt.
Ralf Stockmann Die haben wahrscheinlich da was eigenes hinterliegen. Da weiß man nicht, womit die das machen. Die werden da jetzt keine Whisper-Farm hochgezogen haben.
roddi Irgend so ein Siri.
Tim Pritlove Irgend so ein Siri-Kram. Ja, ja, also Whisper, denke ich mal, ist es nicht, weil ich verwende ja Whisper und die Ergebnisse sind anders. Ja.
Ralf Stockmann In welche Richtung anders etablieren Sie?
Tim Pritlove Ich habe das jetzt nicht wirklich umfangreich verglichen, aber ich wollte halt wissen, ob sie denn jetzt eigentlich die Transkripte, die ich bereits bereitgestellt habe und verlinkt habe, anzeige oder ob es die nicht sind. Und ich habe dann nach wenigen Zeilen schnell festgestellt, dass bestimmte Worte da nicht drin enthalten sind.
Tim Pritlove Mehr Zeit habe ich da jetzt nicht drauf verschwendet. Also ich habe da jetzt keinerlei Qualitätsüberprüfung gemacht oder so. Es macht da aber schon so den Eindruck, dass das schon okay key ist. Ein Transkript wird sowieso, ein automatisches Transkript wird sowieso nicht perfekt sein können, aus tausend Gründen, aber es geht ja mehr darum, so in etwa dem Gesprächsverlauf folgen zu können, wenn man mitliest, beziehungsweise was zu finden, wenn man nach bestimmten Wörtern sucht.
Tim Pritlove So, das ist glaube ich so der wesentliche Benefit und deswegen wollte ich ja auch immer Transkripte in der Mieterebene haben und der Webplayer zeigt die ja auch schon seit Jahren an. Ich weiß gar nicht, seit wann mache ich das jetzt? Seit zwei Jahren oder seit zwei oder drei Jahren. Beim Forschergeist mache ich es schon sehr lange. Da habe ich, glaube ich, jetzt schon seit acht Jahren irgendwie Transkripte drin, weil bei dem Projekt halt der Aufwand bezahlt wurde tatsächlich für eine manuelle Transkription. Das.
Tim Pritlove Weiß ich nicht, ob das jetzt sozusagen noch eine große Zukunft hat. Das ist aber für mich immer noch ein schöner Vergleich gewesen, weil diese manuellen Transkripte, die waren halt korrekt. Also da stimmte das Wort auch, wenn es falsch gesagt wurde und da wurde dann auch ein Satz so ergänzt, dass er so geschrieben steht, wie er gemeint war, wie man ihn hätte eigentlich sprechen wollen, auch wenn man sich verplappert hat und so weiter.
Tim Pritlove Und alle Begriffe stimmen genau und so weiter. Also das ist sozusagen das perfekte Transkript. Ich glaube, Forschergeist ist so im Bereich Transkripte sozusagen der vollständigste Podcast.
Ralf Stockmann Wenn wir mal wirklich Zeit hätten, wäre ein interessanter Use Case. Ich habe das ja mal für eine Tagung mal so eine kleine Toolchain gebastelt mit Whisper als erstes und dann ChatGPT4 dahinter gehängt mit verschiedenen Textglättungs- quasi prompt, die also mal mehr oder weniger stark quasi darauf insistiert haben, so ersetzt erstmal nur offensichtlich irgendwie falsch erkannte Wörter, das war so Level 1 und Level 2, dann bauen mal so die gröbsten grammatischen Fehler raus, die sich irgendwo wiederfinden, bis hin zu guck mal, dass du einen flüssigen Text hast, auch der sinngemäß 100% wiedergibt, aber du kannst auch durchaus ein bisschen umbauen dabei.
Ralf Stockmann Wie sich sowas schlagen würde wiederum genau zu deinen händischen Transkriptionen, das finde ich hochspannend. Und dann publizieren wir das mal wieder, aber braucht ein bisschen Zeit sowas.
Tim Pritlove Ja, aber das Material ist auf jeden Fall da, denn meine Transkripte, also sowohl die automatisch erzeugten als auch die manuellen, sind halt als WebVTT-Dateien. Das ist dieses leicht vom W3C überarbeitete SRT-Untertitelformat, so aus den Wers-Movies-Szenen sozusagen. Kein besonders glorioses Format, aber das ist halt jetzt so der Standard-TM.
Tim Pritlove Und tatsächlich akzeptiert Apple laut offizieller Dokumentation auch solche Transkripte und zu meiner größten Überraschung, sie unterstützen tatsächlich diesen Podcasting 2.0 Standard, den diese Vögel um Adam Curry entworfen haben. haben. Ich bin so ein bisschen skeptisch, was diesen Standard betrifft, weil das halt auch mit so, so aus einer libertären Ecke kommt mit und jetzt müssen wir da noch Bitcoin einbauen und so weiter, deswegen halte ich mich so ein bisschen fern von dem Kulturraum an der Stelle, aber sie haben schon ein paar ganz relevante Elemente da reingebaut.
Tim Pritlove Das war ja auch so ein offener Designprozess, da hat auch Podlove ein bisschen dann teilgenommen. Ich weiß aber gar nicht mehr, wer das mit den Transkripten eingebracht hat, ob das von uns kam oder nicht. Auf jeden Fall gibt es ein Podcast-Doppelpunkt-Transcription-Element, was man im RSS-Feed unterbringen kann und dann kann man auch noch den Dateityp angeben.
Tim Pritlove In dem Fall halt dieses WebVTT und natürlich eine URL. Und das heißt, man verlinkt einfach die VTT-Datei. Und jetzt ist es so, Apple ignoriert dir erstmal. Es sei denn, du gehst in die Podcast-Settings. Es gibt so für alle im Apple Podcast nicht Store, sondern im Podcast Verzeichnis, im Podcast Directory, alle dort geführten Podcasts, wenn man die sozusagen geclaimed hat und sagt, das sind meine, dann kann man dafür Settings setzen.
Tim Pritlove Das muss man normalerweise eigentlich. Nie, weil er sich sowieso das meiste aus dem Feed holt. Nur in dem Fall ist es so, dass es jetzt so ein Transcription-Setting gibt und man kann das halt umschalten von dem Default und der Default ist, Apple macht die Transkripte selber fertig, zu nimm die von mir bereitgestellten Transkripte und wenn es die nicht gibt, dann machst du es selber. war.
Tim Pritlove Und natürlich habe ich alle meine Podcasts auf ich stelle dir das bereit umgeklickt und das passende Element ist auch schon seit Jahr und Tag im Feed. Wie gesagt, bin im Prinzip seit zwei Jahren oder seit drei Jahren bin ich quasi ready to run. Nur habe ich es bisher jetzt noch nicht gesehen, dass die Podcast App, auf dem iPad, auf dem ich das ausprobiert habe, da habe ich diese Developer Beta installiert, dass die auch wirklich diese von aus meinem Prozess gefallenen Transkripte anzeigt.
Tim Pritlove Warum ich das wollen würde, ist vor allem auch deshalb, weil ich ja Multitrack-Transkripte habe. Das heißt, ich habe ja auch die Sprecherunterscheidung und die ist natürlich in den normalen Transkripten so nicht drin. Da wird halt einfach nur der Text, so wie er erzählt wird, hintereinander ausgegeben.
Tim Pritlove Und ich möchte natürlich gerne Sprecherunterscheidungen haben. Und ich, da Sprecherunterscheidungen eigentlich im Standard, in diesem Podcasting-Standard drinsteht, dass das sozusagen da drin sein kann und man es dann eben auch berücksichtigen sollte und in den Transkripten auch die richtigen Namen drinstehen bei mir, müsste also der Apple-Client alles haben, um das so zu machen.
Tim Pritlove Aber ob sie das dann auch so machen werden, weiß ich nicht. Und ich weiß auch noch nicht, warum sie es jetzt noch nicht anzeigen. Ob das Feature nicht drin ist oder ob es noch irgendeinen Bug gibt oder sonst irgendwas.
roddi Naja, solange es eine Beta ist, kann man da glaube ich noch drüber hinwegsehen.
Tim Pritlove Ja klar, aber es ist ja jetzt auch nur noch ein paar Wochen und ich frage mich natürlich, ob ich irgendwas anders machen muss. Wir haben halt irgendwie das dreimal drin mit verschiedenen Dateitypen, weil nicht so ganz klar, was sich so durchsetzt. Vielleicht muss man die anderen mal rausnehmen, weil er sich da dran vertut oder so.
Tim Pritlove Da werde ich mal ein bisschen rumexperimentieren. Aber es wird auf jeden Fall interessant sein und dann geht so eine alte Weissagung in Erfüllung. Ich weiß nicht, das hatten wir glaube ich auch schon vor ewigen Zeiten mal auf den Subscribes oder so diskutiert, wie denn das so ist mit Transkripten und so und was das ja für ein Riesenaufwand ist und uns war ja eigentlich immer klar, der Tag wird kommen, wo es Technologie gibt, die das kann so und der Tag, der ist halt jetzt letztes Jahr, vorletztes Jahr ist er halt gekommen, als im Whisperer verfügbar war.
Tim Pritlove Der Tag ist durch und jetzt fangen halt auch, also ich meine Google macht das sicherlich auch heute schon mit Audiosachen, dass sie das durchtranskribieren einfach so und jetzt halt konkret Apple macht es in den Podcasts, was natürlich super ist, weil das jetzt ein super Ansporn ist für alle anderen Podcast Client Developer.
Tim Pritlove Developer, so ja, ich meine dich, Marco Ahmend und Castro, soll ja jetzt auch wieder auferstehen und Pocket Cars, die können das auch alle mal einbauen.
roddi Castro ist verkauft worden, ja.
Tim Pritlove Genau und jetzt.
roddi Und die neue Bude hat großes, nicht großes versprochen, eher kleines, aber es klingt gut.
Tim Pritlove Sie haben versprochen, dass sie es überhaupt mal wieder an den Start kriegen und mal antworten.
roddi Ja und vor allen Dingen, dass sie es auch als Independent leidenschaftlich weitermachen wollen und das jetzt nicht ein Cashgrab wird.
Tim Pritlove Ja, ich hoffe, dass es stimmt. Das ist ein super Podcast-Client, aber schauen wir mal, was dabei rauskommt. Also the age of transcription has begun und ich hoffe, dass das so weitergeht, weil das macht natürlich die Accessibility größer und es macht auch die Recherche größer. Und wenn du da mit deinen Chat-GPT-Sachen und Transkripten am Forschen bist, dann guck doch gleich mal, dass du irgendwie meine Methode findest, wie meine ganzen Transkripte, also ich würde ja gerne mal die ganzen Meta-Ebene-Transkripte in so einem eigenen GPT zusammenfassen, dass man sozusagen auf der Webseite konkret in dem kompletten Meta-Ebene-Kontext suchen kann mit, mit in welcher Freakshow hat Clemens über Heimautomatisierung gesprochen und
Tim Pritlove was waren so die wesentlichen Talking Points? Das ist einfach Gold wert und die Technik ist da. Jetzt muss man es nur noch mal richtig zusammengemischt bekommen. Aber da weiß ich gerade selber noch nicht so richtig den besten Ansatz, um so ein Website-spezifisches oder so projektspezifisches Mini-AI-Faster aufzumachen.
Ralf Stockmann Ja, man müsste sich da mal wirklich intensiver noch jetzt mit dem allerletzten Stand der Open-Source-LDLMs mal beschäftigen, also die man wirklich irgendwie mit einigermaßen vertretbarem Aufwand selber dann noch eben auftrainieren kann, beziehungsweise sagen kann, so, hier hast du jetzt einfach nochmal einen Korpus, zusätzlich zu deinem ganz normalen Trainingsmaterial, das ist alles so, wie es ist.
Ralf Stockmann Und hier hast du jetzt noch diese 100.000 Seiten dazu. So viele sind es dann nicht, aber hinreichend viel. Und jetzt kommt man mit deiner normalen Intelligenz Intelligenz und gib mir mal Antworten jetzt nur zu diesem Zusatzkorb, was so technisch ist, das sagst du genau richtig, alles schon da, ja, es funktioniert.
Ralf Stockmann Man muss nur mal gucken, in welcher Qualitätsstufe das halt mit den Open-Source-Varianten schon geht. Die werden halt auch sehr schnell viel besser. Ich bin also zuversichtlich, dass das in spätestens zwei, drei Jahren auch echt gelöst ist. Im Volltext, das war und ist einfach schon immer für alles gut gewesen.
Ralf Stockmann Also genau wie bei Büchern. Meine Domäne ist schön, wenn die romantisch nach Papier riechen und irgendwie schön im Schrank stehen. Aber wenn ich sie komplett durchsuchen kann, ist einfach mal sehr viel besser. Und dass wir jetzt mit Podcasts auch da sind, kann ich echt nur sagen, endlich. Wir haben es immer gesagt. Genau.
Tim Pritlove Endlich. Gut, dann schauen wir mal, was das noch mit sich bringt. Und jetzt stehen wir ja vor so einer Zeitenwende. Naja, nicht wirklich, glaube ich, aber man muss auf jeden Fall mal drüber sprechen. Ich habe das auch schon mal angefangen, versucht zusammenzufassen, was da jetzt eigentlich auf uns zurollt im letzten Logbuch Netzpolitik.
Tim Pritlove Du hast es gehört, Roddy, und du meinst, ich hätte alles falsch verstanden? Nee.
roddi Nee, nee. Es war eine Kleinigkeit war da drin, wo du sagtest, oder war es Linus, der gesagt hat, das betrifft nur EU-Firmen. Also vielleicht ein Schritt zurück, was ist passiert? Apple beugt sich also dem harten Schwert der EU, so ein bisschen zumindest, und lässt also für App-Entwickler, die in Europa Apps verkaufen, es ist nicht europäische App-Entwickler, sondern App-Entwickler, die in Europa Apps verkaufen oder anbieten, für die gibt es neue Regelungen.
roddi Und da gibt es jetzt zwei Dinge diese neuen Regelungen sind Opt-in also jeder Entwickler kann sagen, nö die alten Regelungen waren super, ich zahle gerne 30%, von dem was Apple da an Geld einnimmt, Oder aber sie können sagen, okay, ich wechsle auf das neue App, das neue EU-Modell und da gibt es jetzt im Prinzip zwei verschiedene Kostenstrukturen.
Tim Pritlove Bevor wir das im Detail aufmachen, wollen wir vielleicht nochmal kurz klar machen, also das Ganze ist ausgelöst durch diesen Digital Market Act.
roddi Kurz DMA.
Tim Pritlove Der halt versucht Plattformen zu regulieren. Und das Ziel ist, zumindest das erklärte Ziel ist, mehr Wettbewerb und mehr Innovation und so, wie das immer so schön heißt im Polit-Sprech. Und die Methode, die sie sich halt ausgedacht haben ist, Apple macht viel Geld mit dem App-Store, dann müssen jetzt andere auch App-Store machen können. Richtig.
roddi Richtig. Also Apple muss jetzt Third-Party-App-Stores zulassen, was sie dann auch tun werden.
Tim Pritlove Und zwar nur auf dem iPhone wohlgemerkt.
roddi Nur auf dem iPhone? Ja, für alle Apps, die auf dem iPhone laufen. Also Apps, die auf iPhone und iPad laufen, gilt das. Für Apps, die nur auf dem iPad laufen, gilt das nicht. Ich nehme mal an, für Apps, die nur auf der Vision laufen, gilt das auch nicht. Sondern es gilt tatsächlich nur für Apps, die auf dem iPhone laufen.
roddi Aber wenn die halt Universal sind, dann sind sie mit dabei.
Tim Pritlove Naja.
roddi So, die freieste Variante, ein Third-Party-Marketplace, da gibt es nur diese Core-Tech-Fee, wie sie es so schön nennen, sprich 50 Cent pro Installation, pro jährlicher Installation.
Björn Reimer Also eine gewisse Menge an Nutzer.
roddi Bei allem über eine Million Installationen. Und zwar gilt Installation allerdings auch per User und nicht per Gerät. Also wenn du fünf Geräte hast und es auf allen installierst, ist es trotzdem nur eine Installation und nicht fünf. So, wie sind die neuen Regelungen für die EU im App Store? Beim Kauf einer App 10%, wenn Apple das Payment Processing übernimmt, nochmal dazu 3%, sind also dann 13%.
roddi Bei einem Inner Purchase sind es 17% plus Payment Processing 3% sind 20%. Jetzt kannst du aber sagen, ich möchte das Payment Processing selber machen, trotzdem im App Store anbieten. Dann zahlst du halt beim Kauf 10% und beim Inner Purchase 17%. Und dann gibt es natürlich noch die Möglichkeit, du nimmst nur Third Party, dann musst du halt das bezahlen, was dein Third Party App Store an Kosten haben will.
roddi Alles, was nicht traditionell ist, hat aber diese Core-Tech-Fee über eine Million Installationen. Und ich habe das alles mal in einer großen Tabelle zum Gucken aufgelistet und im Großen und Ganzen gilt, wenn du viele Installationen hast, aber nicht allzu viel Geld damit machst, sprich Free-to-Play auf gut Deutsch, Lohnt sich das neue Modell nicht, weil dich die Cortech viel auffrisst?
Björn Reimer Komisch, dass damit das meiste Geld gemacht wird.
roddi Also das ist so die ganz kurze Zusammenfassung. Wenn du jetzt, also unter der Annahme zum Beispiel, dass nur ein gewisser Prozentsatz der User einer App auch einen Inner-Purchase macht. Ich habe hier zum Beispiel mal 3% angenommen. 12 Euro in der Purchase ist halt 1 Euro pro Monat. Da siehst du dann hier in der Übersicht, sobald du über eine Million Einheiten bist, kommst du sehr schnell hin in den roten Bereich, wo du mehr an Apple bezahlst, als du bekommst.
roddi Also das ist dann, dann hast du hier hinten, wo sind wir, bei einer Million hast du im traditionellen Store immerhin noch eine Viertelmillion, die du bekommst bei einer Million Einheiten. Ich habe für Third-Party so Zahlen angesetzt wie der Third-Party-Marketplace nimmt 5%. Plus 1,5% Payment Processing Fee.
roddi Das ist zum Beispiel für PayPal, wäre das nicht realistisch, weil PayPal glaube ich schon 2,5% sind.
Tim Pritlove Ich glaube das ist auch für die anderen auch alles nicht realistisch.
roddi Egal, wie realistisch das jetzt ist, ich habe jetzt mal niedrige Werte angesetzt, trotzdem kommst du halt dann da drauf, dass du tatsächlich beim Third-Party-Store, wenn du, wie gesagt, bei einer Million Einheiten, drei Prozent der User machen die zwölf Euro in a purchase, bist du halt bei einer Drittelmillion statt einer Viertelmillion.