
Geschichte 10 Minuten· Staffel 1· Folge 57
10.000 Schritte: Ein Marketing-Gag aus Japan (#57)
Montag, 30. Dezember 2024 · 6 min
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Shownotes
Die berühmte Zahl auf deiner Smartwatch stammt nicht aus einem Labor, sondern aus einer Werbekampagne. Als Japan sich für die Olympischen Spiele 1964 in Tokio begeisterte, brachte die Firma Yamasa einen Schrittzähler namens Manpo-kei auf den Markt, wörtlich „10.000-Schritte-Zähler". Die runde Zahl klang gut und ließ sich leicht merken, ein wissenschaftliches Fundament hatte sie nicht. Über Fitbit und später das Smartphone wurde daraus ein globaler Standard. Studien zeigen inzwischen, dass viele positive Effekte schon deutlich früher einsetzen, bei älteren Menschen etwa ab rund 4.400 Schritten, und dass regelmäßiges Gehen sogar Depressionen vorbeugen kann. Mehr Bewegung bleibt gesund, die magische 10.000 ist es nicht.
Links zur Episode:
Eine Studie, die zeigt, dass bereits 4.400 Schritte pro Tag bei älteren Menschen gesundheitliche Vorteile bringen können: pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31141585
Informationen der University of Massachusetts Amherst zu einer Studie, die für Menschen unter 60 Jahren eine Schrittanzahl von 7.000 pro Tag als gesundheitsfördernd einstuft: umass.edu/news/article/steps-day-matter-middle…
Eine Meta-Studie aus dem Jahr 2024 mit dem Titel „Daily Step Count and Depression in Adults – A Systematic Review and Meta-Analysis (jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fulla…)“ - ein ergänzender Artikel des ORF Science zur Meta-Studie: science.orf.at/stories/3228087
Das japanische Schriftzeichen für 10.000: 万