
#270 Eine Nacht im magischen Spielzimmer - Einschlafen mit Nale
Mittwoch, 10. Juni 2026 · 29 min
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Shownotes
Es ist ein unruhiger Abend. Die Beine zappeln, die Gedanken springen hin und her, und an Schlaf ist einfach nicht zu denken. Was soll man auch machen, wenn der Geist und der Körper noch wach sind und ein kleines Abenteuer brauchen? Ich kenne da einen Ort, der so magisch, bunt und wunderbar ist, dass selbst der längste Tag dort langsam zur Ruhe kommt. Eine Welt voller weicher Kissenberge, langer Rutschen und bunter Bauklötze, die erst noch einmal richtig lebendig werden, bevor sie sich zufrieden, in die Nacht kuscheln. Vielleicht müssen wir den Tag einfach noch zu Ende spielen. Was meinst du? Kommst du uns?
Wir, das sind Nale und Balto, möchten dich auf eine Reise schicken, damit du so die Sorgen des Tages hinter dir lassen kannst. Unsere Geschichten sollen dir dabei helfen, zur Ruhe zu kommen und langsam in einen verdienten und erholsamen Schlaf zu gleiten.
Wir wünschen dir eine gute Nacht, schlaf schön!
Konnten wir dir beim Einschlafen helfen? Hast du eine Idee, wo die nächste Reise hingehen soll? Dann schreib uns gerne an geschichtenzumeinschlafen@julep.de. Wir freuen uns sehr, von dir zu hören!
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Host: Nale und Balto
Text: Madeleine Walther
Musik: Milan Lukas Fey
Produktion & Schnitt: Martin Petermann
Eine Produktion der Julep Studios
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Geschichten zum Einschlafen Eine Produktion der Julep Studios, Psst. Hey, du schläfst ja noch gar nicht, oder? Das ist nicht schlimm. Ich bin Nale und ich freue mich sehr, dass du wieder dabei bist. Was soll man auch machen, wenn der Geist und der Körper noch wach sind und ein. Kleines Abenteuer brauchen?
Ich kenne da einen Ort, der so magisch, bunt und wunderbar ist, dass selbst der längste Tag dort langsam zur Ruhe kommt. Eine Welt voller weicher Kissenberge, langer Rutschen und bunter Bauklötze, die erst noch einmal richtig lebendig werden, bevor sie sich zufrieden in die Nacht kuscheln. Vielleicht müssen wir den Tag einfach noch zu Ende spielen.
Was meinst du? Kommst du mit? Die Inspiration für die heutige Folge kam übrigens vom kleinen Karl-Johann. Vielen Dank für die liebe Nachricht. Wenn Du auch mitbestimmen möchtest, wohin wir uns als nächstes aufmachen und dafür sorgen willst, dass wir noch viele weitere Abenteuer unternehmen können, dann schau gerne mal auf www.steadyhq.com.gze vorbei.
Dort kannst du unsere Reisen ganz ohne Werbung genießen. Wir freuen uns sehr über deine Unterstützung. Apropos, bevor es jetzt gleich endlich losgeht, müssten wir noch einmal Werbung spielen. Unsere Autorinnen und wir stecken viel Liebe und Zeit in eure Geschichten zum Einschlafen. Und das kostet natürlich auch Geld.
Und um diesen Podcast weiterführen zu können, brauchen wir diesen Werbeslot, um einige der Kosten wieder einzuspielen. Wir hoffen, ihr habt dafür Verständnis. Aber danach geht es ohne Werbung in einem durch bis zum Ende. Atme einmal tief durch, und schon kann es losgehen. Viel Spaß und angenehme Träume.
Ratlosigkeit liegt in der Luft. Der Kopf hat noch keine Lust zu ruhen und so hüpfen die Gedanken wild umher. Genau wie die zappelnden Füße, die noch ein kleines Abenteuer erleben wollen. Nur die Augen sind müde und versuchen, den Rest zu überreden, nun endlich einzuschlafen. Keine Sorge, ich sage niemandem etwas.
Ich freue mich ja immer, wenn wir Zeit finden, zusammen einen Ausflug zu machen. Also los, ich weiß ganz genau, was dir jetzt helfen wird. Doch wie schleichen wir uns jetzt heimlich davon? Keiner soll uns sehen oder gar folgen. Hast du vielleicht eine Idee? Sieh nur dort in der Ecke. Hat da jemand etwa eine Höhle aus Decken gebaut?
Ein dunkler Eingang öffnet sich vor uns. Wie ein Portal in eine geheimnisvolle Welt lädt es uns auf eine spannende Expedition ein. Bist du mutig genug und traust dich hineinzukrabbeln? Das habe ich mir gedacht. Dann komm, lass uns auf Entdeckungstour gehen und sehen, welche Geheimnisse die Höhle in ihrem Inneren versteckt hält.
Im schummrigen Licht der Nacht gewährt uns der Eingang keinen Blick in sein Inneres. Wie eine schwarze Wand, ein geheimnisvoller Tunnel ins Unbekannte, wirkt das improvisierte Häuschen mitten in deinem Zimmer. Lass uns aufbrechen. Hausschuhe aus, kurz durchatmen und hinein ins Geschehen. Geh nur voran, ich bin dicht hinter dir.
Nach den ersten Metern merken wir schnell, dass der dunkle Gang länger ist, als wir gedacht haben. Immer weiter robben wir durch die Dunkelheit nach vorn, ohne zu wissen, wo Anfang und Ende. Erst sind es wenige. Doch bald haben sich die funkelnden Sterne über uns ausgebreitet, und leuchten uns von jeder Seite entgegen.
Die flauschige Decke hebt sich mit jeder Bewegung weiter in die Höhe und irgendwann können wir in dem schillernden Raum problemlos stehen. Schöner als jeder Nachthimmel hüllt uns dieser Glanz ein und schenkt uns ein mollig-warmes Gefühl. Unter unseren Füßen hat sich der weicheste und flauschigste Teppich ausgebreitet und lässt jeden unserer Schritte in ein weiches Meer aus Federn gleiten.
Und da? Aus dem Raum der Sterne tun sich verschiedene Wege auf. Jeder Gang führt in eine andere Richtung. Wohin fragst du dich? Wer weiß. Gehen wir geradeaus, nach links oder rechts. Du musst dich entscheiden. Gute Wahl. Weiter geht unsere Tour durch die außergewöhnlichste Deckenbude der Welt. Wie eine Schlange windet sich unser Pfad unbändig hin und, Aus den strahlenden Punkten werden Linien und Kreise.
Erst schwarz-weiß, dann kunterbunt. Farben über Farben kommen hinzu und füllen jede erdenkliche Form. Fast hypnotisiert wissen wir kaum noch, wo oben und unten ist. Da taucht plötzlich das Ende des vibrierenden Tunnels auf und es führt direkt in eine Röhrenrutsche. Ihre pulsierenden Lichter und leuchtenden Farben ziehen uns regelrecht hinein.
Widerstehen? Unmöglich. Die Rutschpartie kann beginnen. Wild und schnell geht die Fahrt nach unten. Enge Kurven, blinkende Lichter und steile Abhänge lassen uns schneller und schneller werden. Juhu, rufen wir und hoffen, dass die Fahrt nie zu Ende geht. Doch sieh nur, da vor uns. Die Röhre ist auf einmal zu Ende und mündet im freien Fall.
Drei, zwei, eins und wir fliegen. Es fühlt sich wie eine Ewigkeit an, in der wir wie Vögel durch die Lüfte schnellen. Frei, ungebunden und glücklich. Puff! Und so fix ist der Flug auch schon zu Ende. Wir landen auf einem riesigen Berg aus unzähligen weißen Kissen. Die Federn fliegen durch unseren Aufprall wie verrückt umher und lassen es für einen Augenblick wie im Winter schneien.
Nach einigen Sekunden werden die weichen Flocken weniger und unser Blick klarer. Wir beide sitzen mitten auf dem Gipfel einer Kissenlandschaft. Wie ein großes Gebirge breitet sich die Landschaft bis in die Ferne aus. Ein dunkler Pfad schlängelt sich zwischen den hellen Felsen und Bergspitzen hindurch.
Ein schöner Kontrast zu der bunten Rutschpartie, die uns gerade noch alle Sinne verwirbelt hat. Komm, wir wollen runterklettern und unsere Expedition fortsetzen. Kissen für Kissen kraxeln wir nach unten. Manchmal rutschen wir ein Stückchen ab und fallen auf den nächsten weichen Felsvorsprung, der uns ganz sanft abfedert.
Ganz schön anstrengend, nicht wahr? Puh, da kommt man richtig ins Schwitzen. Ein letzter Sprung und wir sind unten angekommen. Doch was ist das? Unser Untergrund bewegt sich rhythmisch unter unserem Gewicht. Es ist ein Trampolinboden, der uns gleich nach oben katapultiert. Wie kleine Flummis springen wir durch den Raum. Hier, da und überall. Juppi!
Wer springt von uns beiden wohl am höchsten? Versuch nur höher zu kommen als ich, wenn du dich traust. Immer wieder landen wir in den sanften Armen der Kissen, müssen uns wieder aufrappeln und weiter geht es. Was für ein riesiger Spaß! Doch auch das längste Gebirge kommt an sein Ende. Die schwarz-weiße Welt findet ihre Grenze an einem bunten Bällebad.
Große und kleine Plüschkrokodile schwimmen durch das bunte Meer und rufen uns ein freundliches Hallo zu. Sie bieten an, uns hinüber zu tragen. Trau dich nur, gefährlich sind sie nicht. Schnell wie der Wind setzen wir auf die andere Seite über. Allerhand flauschiges Meeresgetier begegnet uns auf unserer Reise über das ungewöhnliche Gewässer und blickt uns neugierig hinterher.
Da drüben habe ich Nemo gesehen. Du auch? Wie gut die Pause durfte. Gleich sind wir am anderen Ufer angekommen. An einem hölzernen Steg werden wir abgesetzt. Gleich dahinter türmt sich ein Portal mit grünen Säulen und rotem Dach in die Höhe. Es ist der Eingang in die Bauklotzstadt, die uns problemlos eintreten lässt.
Farbenfrohe Gebäude reichen weit in den Himmel. Und Straßen, Giebel und Fassaden lassen den Ort freundlich wirken. Alles scheint aus Holz gebaut zu sein. Die Bäume und Sträucher, die Autos und lustigen Personen. Sogar die kleinen Katzen, die anschmiegsam durch die Gegend laufen, sind komplett aus Holz gemacht.
Und sieh nur da vorn. Dort wird kräftig gebaut. Es sind die Bauklötze selbst, die sich im Takt zusammensetzen und neu anordnen. Auf der einen Seite entsteht ein Wolkenkratzer, auf der anderen wird ein Einfamilienhaus in einem Augenblick zu einem Flughafen umgebaut. Die Flugzeuge sind natürlich auch aus Holz. Richtig.
Und schau nur nach oben. Eine riesige Holzbahn umschließt die ganze Stadt. Wozu die wohl gut ist? Oh, dort. Jetzt weiß ich. Eine große Glasmurmel beginnt ihren Weg von ganz oben nach unten. Über den Dächern der Stadt nimmt sie Fahrt auf. Da, im Herzen des kleinen Dorfes, schafft sie sogar den Looping. Toll, oder?
Hast du schon einmal eine so lange Murmelbahn gesehen? Ja, ich auch nicht. Doch lass uns unseren weg fortsetzen, ich sehe schon langsam tun die füße weh und die beine machen schlapp, keine sorge ich habe einen besonderen zug für uns bestellt, Dort kommt er auch schon. Kannst du ihn sehen? Genauso farbenreich wie die Klötze ist auch die Lego-Eisenbahn.
Qualmend und laut fährt die Lok vor uns ein und lässt uns einsteigen. Der kleine Schaffner zeigt uns unseren Platz und pustet dann zur Abfahrt kräftig in seine Pfeife. Schon kann die ungewöhnliche Fahrt beginnen. Vorbei an dem Regal der unendlich vielen Spiele kommen wir an einem kleinen Fußballfeld vorbei, auf dem Puppen gegeneinander spielen.
Alle legen sich richtig ins Zeug, während die Actionfiguren Gymnastik machen. Einige Dinos sind noch unterwegs und tauschen die neuesten Neuigkeiten aus. Die Gleise aus bunten Bausteinen biegen sich nach unten und wie in einer Achterbahn wird die Fahrt auf einmal ungeheuer rasant. Wir rauschen durch die Gegend, Farben und Formen verschwimmen zu einem großen Ganzen und für einen Moment scheint die Zeit stillzustehen.
All die überschüssige Energie lachen und jubeln wir heraus, bis wir nicht mehr können. Was für ein Spaß und was für ein Erlebnis. Doch dann, ganz langsam, kommen wir wieder zum Stehen. Mitten in einem gemütlichen Kinderzimmer endet unsere Fahrt. Hier bitte aussteigen, steht auf einem Verkehrsschild in großen Buchstaben.
Komm schon, lass uns den neuen Raum näher betrachten. Es ist ganz schön viel los hier. Eine Modellrennbahn richtet gerade ein spannendes Rennen aus und führt das rote und blaue Auto durch jede Ecke und Winkel des Zimmers. Viele Zuschauende haben sich zusammengefunden, um die Fahrerinnen und Fahrer anzufeuern.
Im riesigen Puppenhaus wird gerade sauber gemacht. Die vielen Buntstifte malen Türen an die Wand, durch die immer wieder der ein oder andere Teddybär hineinkommt oder das Zimmer wieder verlässt. In der kleinen Küche nebenan kochen die einen ihr Gemüse aus bunter Knete und ein Magier lässt Dinge verschwinden, um sie gleich wieder auftauchen zu lassen.
Jeder ist in Bewegung. Überall tut sich was. So wild, so laut, so wunderbar. Doch horch nur! Eine leise Melodie ertönt aus der hinteren Ecke. Auf einmal wird es ganz ruhig. Alle Augen sind auf das wunderschöne Lied der zauberhaften Spieluhr gerichtet, und bestaunen die zarte Ballerina, die sich elegant zum Takt der Musik bewegt.
Langsam, ganz langsam zieht Ruhe ein. Die beiden Rennautos fahren ihre letzte Ehrenrunde und verabschieden sich von ihrem Publikum. Die Instrumente verstummen und ziehen sich in ihre Taschen zurück. Die bunten Bauklötze ordnen sich brav in ihre Kiste ein. Und auch der Zug verweilt nun im Bahnhof. Auch im Puppenhaus wird das Licht gedimmt und alle bereiten sich auf die Nacht vor.
Autoteppiche werden eingerollt, der Herd der Kinderküche ausgeschaltet, Puppen und Plüschtiere werfen sich in ihre schönsten Schlafanzüge und ziehen sich zurück. Auch Du darfst Dich jetzt lang machen und in unendliche Kissen und Decken einmummeln. Sie sind so herrlich weich und warm, dass es wohl keinen schöneren Ort für die Nacht geben könnte.
Es wird leise um uns herum. Die letzten Murmeln rollen noch in ihrer Schale. Und die Buntstifte liegen brav in der Packung. Nur die Spieluhr erfüllt noch immer den Raum mit ihren wunderschönen Klängen. Um uns herum leuchten die Sterne und schenken uns Ruhe und Geborgenheit. War das nicht eine schöne Art, den Tag zu beenden?
Du musstest noch zu Ende spielen, um richtig müde zu werden, oder? Aber jetzt steht der Traumwelt nichts mehr im Weg. Vielleicht träumst du von jener Welt hinter den Türen, die die Buntstifte an die Wand gemalt haben. Wer weiß, vielleicht besuchen wir das nächste Mal eine davon. Vielleicht eine Pirateninsel, vielleicht den Dschungel.
Wir werden es zusammen erkunden. Ich freue mich schon darauf. Bis dahin wünsche ich dir eine wundervolle.