Halbwertszeit – die hohen Kosten eines unscheinbaren Produkts· Staffel 1· Folge 2

Die Heimarbeiterin

Freitag, 28. November 2025 · 22 min

MP3

Shownotes

Die Frauen, die wegen ihrer Arbeit krank wurden.
Während ihrer Recherche findet Livia Grossenbacher heraus, dass sie mit einer Radiumsetzerin verwandt ist: Ida, ihre Urgrosstante, bemalte zuhause Uhren mit Leuchtfarbe.

Wer war Ida? Wusste sie oder andere Heimarbeiterinnen über die Gefahr in ihren Wohnzimmern? In der zweiten Folge von «Halbwertszeit» suchen Livia Grossenbacher und Corinne Geering nach Spuren der Radiumsetzerinnen, erzählen Idas Geschichte und zeigen auf, wie die Schweizer Uhrenindustrie von schlecht verdienenden Heimarbeiterinnen profitierte.

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Wir suchen nach Radiumsetzerinnen und ihren Angehörigen!
Kennen Sie eine ehemalige Heimarbeiterin, die Uhren bemalt hat? Oder gibt es eine Radiumsetzerin in Ihrer Familie? Dann melden Sie sich bei uns unter audio@republik.ch und erzählen Sie uns Ihre Geschichte!

Credits:
Corinne Geering (Recherche, Skript & Wissenschaftliche Begleitung), Livia Grossenbacher (Recherche, Skript, Schnitt & Sounddesign), Vivienne Kuster (Regie & Executive Producer), Fatima Dunn (Musik), Cécile Klotzbach (Factchecking), Philipp Teichert (Mastering)

Es ist ein Podcast der Republik, wobei die Arbeit der beiden Autorinnen zusätzlich gefördert wurde durch den Leibniz-Forschungsverbund «Wert der Vergangenheit» und die Stiftung für Erforschung der Frauenarbeit.

Wir danken dem Gosteli-Archiv, dem Schweizerischen Bundesarchiv, dem Schweizerischen Sozialarchiv, dem Historicshen Archiv der Suva, Julian Stangl, Rudolf Geipel, Eric Kaufmann, Wally Friedl, Kerstin Kraus, Timm Schönfelder und Benjamin Eugster.
Weiterführende Lektüre zu den Themen der Folge 2:

• Beitrag „Heimarbeit – Ausbeutung am Stubentisch oder Arbeitsform mit Zukunft?“ CH-Magazin, 23. Dezember 1980, SRF Archiv. (srf.ch/play/tv/ch-magazin/video/heimarbeit-aus…)

• Maria Rentetzi. Seduced by Radium: How Industry Transformed Science in the American Marketplace, Pittsburgh: University of Pittsburgh Press, 2022.

Quellen dieser Folge

• Bieler-Heimarbeit. „Bericht über das vierte Geschäftsjahr [1937]“. 1. Februar 1938. Gosteli-Stiftung, Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung, AGoF 710: Archiv Familie Lanz, Biel.

• Frau S., Heimarbeiterin: Eine von Vielen“. In: Emanzipation. Zeitung der Progressiven Frauen Schweiz (PFS) 2.10 (1976): S. 1.

• Heimarbeiterin – unbekannte Kollegin“. In: Emanzipation. Zeitung der Progressiven Frauen Schweiz (PFS) 2.10 (1976): S. 3.

• Leuchtfarben und ein geheimnisvolles Kasperlispiel“. Pestalozzi Schatzkästlein. Pestalozzikalender II. Teil (1954): S. 111–112.

• Pessl, Helene. „Strahlenkosmetik“. Die schöne Frau 7.8 (1932): S. 376–377.

• „Radiumvergiftungen in Fabriken“. Illustrierte Technik für Jedermann 36 (1926): S. 439.

• „Über uns. Geschichte“. Gosteli-Archiv, n.d. (gosteli-archiv.ch/de/ueber-uns/geschichte)

• „Unsern Lesern“. Frauenfreude – Mädchenglück 48.308 (1931): S. 14.

• “Untersuchungen beim Setzen von Leuchtfarben am 23. März 1959 in Biel, zusammen mit Herrn Dr. Baechthold vom Fabrikinspektorat des I. Kreises und Herrn Berthoud, Gewerbepolizei Biel”. Schweizerisches Bundesarchiv (BAR), E7184A#2000/394#196*, Az. 004.961, Dokumentation A-Z. Heimarbeit-Leuchtfarben, 1959–1967.

• „Vereinsstatuten der BIELER HEIMARBEIT“. 29. März 1940. Gosteli-Stiftung, Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung, AGoF 710: Archiv Familie Lanz, Biel.

• Weiss, Paul. Die Heimarbeit in der schweizerischen Uhrenindustrie. Biel: CHS. & W. Gassman, 1946. S. 25–26.

• Werbung von Merz & Benteli AG, Bern Bümpliz. Pestalozzi-Schatzkästlein. Pestalozzikalender II. Teil (1954): S. 132.

• Werbung für Schröder-Schenke, Berlin. Die schöne Frau 4.6 (1929): S. 39.
„Echte Schönheit!“ Frauen-Fleiß. Vobachs Zeitschrift für Handarbeiten 11 (1926): S. IV.

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