Handelsblatt Green & Energy - Der Podcast rund um Nachhaltigkeit, Klima und Energiewende· Folge 183
Förderstopp für Solaranlagen: Was bedeutet das für die Energiewende?
Dienstag, 5. Mai 2026 · 35 min
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Shownotes
Mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes soll ein Jahrzehnte altes Privileg für Hausbesitzer künftig entfallen: die Einspeisevergütung von kleinen Solaranlagen mit bis zu 25 Kilowatt Leistung. Der Gesetzentwurf zur Änderung wird aktuell diskutiert.
Einige Anbieter von PV-Anlagen erwarten, dass ihr Absatz ab dem kommenden Jahr darunter leiden wird. Mario Kohle, Gründer und CEO des Solar-Start-ups Enpal, sagte dem Handelsblatt: „Die Menschen hören einfach nur, dass eine Förderung abgeschafft wird.“ Er prognostiziert deshalb: „Der Markt für kleine Solaranlagen wird insgesamt einbrechen.“
Doch es gibt auch andere Meinungen. Denn die Einspeisevergütung für PV-Anlagen ist schon jetzt nur noch gering und falle laut einigen Branchenmitgliedern bei einer Kaufentscheidung für eine Solaranlage kaum noch ins Gewicht. Im Green & Energy Podcast sagt Martin Endress, Vorstandsmitglied bei Eon Energie Deutschland: „Die Solaranlage ist nach wie vor sehr attraktiv.“ Es gehe Kunden heute mehr darum, den Strom aus der eigenen PV-Anlage selbst zu verbrauchen, als ihn ins Stromnetz einzuspeisen.
Eon Energie Deutschland beobachtete in den vergangenen Wochen ein deutlich gestiegenes Interesse an PV-Anlagen, aber auch an anderen Technologien wie etwa Wärmepumpen. Das Interesse wird vor allem durch den Iran-Krieg getrieben und zeigt den Wunsch vieler Menschen nach eigenständigerer Energieversorgung.
Die Stromexpertin Mira Wenzel von der Denkfabrik Agora Energiewende sagt, aus Klimagesichtspunkten sei es am besten, wenn Haushalte sich zu ihrer Solaranlage auch einen Speicher kauften und ihren Stromverbrauch intelligent steuern ließen. Sie stellt aber auch klar, dass Hausbesitzer in der Realität nicht auf einen Schlag auf eine moderne Stromverbrauchswelt umstellen, sondern Anschaffungen wie Solaranlage, Elektroauto oder Wärmepumpe Schritt für Schritt vornehmen.
Wenzel vermutet deshalb: „Wir werden eine Delle sehen beim Ausbau der kleinen Dachsolaranlagen durch den Förderstopp.“ Mit einer Einspeisevergütung könnten Hausbesitzer ganz anders kalkulieren als ohne.
Wie man als Hausbesitzer am besten beim Thema Solar entscheiden sollte, wie realistisch es ist, den eigenen Solarstrom an der Börse zu verkaufen, und welchen Einfluss der PV-Förderstopp auf die Energiewende haben könnte – darum geht es in der neuen Folge Handelsblatt Green & Energy.
Moderiert von Catiana Krapp
Produziert von Fabian Livrée
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Vor zwanzig Jahren haben wir teilweise Einspeisevergütung von vierzig-fünfzig Cent gehabt. Das war natürlich dann der Haupttreiber für viele in der ersten Phase der Energiewende, um wirklich Solaranlagen aufs Dach zu installieren. Heute sind die Diskussionen andere. Heute geht es deutlich mehr darum den Eigenverbrauch des Solar-, sozusagen den Eigenverbrauchs mit dem produzierten Strom zur Höhen.
Der Fördersturm wird Auswirkungen haben. Wir können jetzt nicht in die Glasbogel schauen und in die Zukunft schauen aber wie erwarten dass wir eine quasi Delle sehen werden beim Ausbau der kleinen Dachsohla durch den Förderstopp. Wenn wir beispielsweise in die Historie gucken, also in die zehn Jahre in Deutschland da hat mir schon mal eine ähnliche Situation.
Da gab es einen Boom mit der dann von einem massiven Einbruch gefolgt ist und Hintergrund war eben auch eine recht kurzfristige Kürzung der Einspeisevergütung seitens der Bundesregierung Und das hat dann zu einem massiven Einbruch geführt, der sich erst nach zehn Jahren wieder erholt hat. Mein Name ist Katjana Krabb.
Ich bin Energiereporterin beim Handelsblatt und damit begrüße ich Sie aus unserem Studio in Düsseldorf! Seit mehreren Jahrzehnten gibt es in Deutschland eine Förderung für Solaranlagen, damit soll ab nächstem Jahr Schluss sein. Anlagen mit einer Leistung von bis zu twenty-fünf Kilowatts sollen keine Einspeisevergütungen mehr bekommen.
Das heißt wer sich ab zwei tausend siebenund zwanzig einen neue PV Anlage aufs Dach baut. der bekommt dann kein Geld mehr vom Start wenn er den Strom ins Stromnetz einspeist. Zumindest steht das in einem Gesetzentwurf, der jetzt gerade politisch diskutiert wird. An der Idee gibt es natürlich Kritik – zum Beispiel hat die Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie Ursula Heinenesser gesagt sie könne vor diesem Förderstopp nur warnen und sei im Interesse des Staates die Investitionen in Aufdachsolaranlagen attraktiv zu halten.
Jetzt ist es nicht verwunderlich, dass der Interessenverband der erneuerbaren Energien sich so äußert. Aber was würde der Solarförderstopp wirklich für Hausbesitzer und für die Gesellschaft bedeuten? Wie wichtig ist die Förderung noch damit private Solaranlagen in Deutschland gebaut werden und wie relevant war-und ist die Einspeisergütung eigentlich für die Energiewende?
Darüber spreche ich jetzt mit zwei Gästen! später mit der Stromexpertin Mira Wenzel von der Denkfabrik Agora Energiewende. Zuerst aber mit Martin Entriss, er ist COO also Vorstandsmitglied bei EON Energie Deutschland. Hallo Herr EntrISS! Hallo Frau Krabb. Ja, EON Energy Deutschland hat ja vor kurzem verkündet dass sich die Solaranfragen im Vergleich zum Feuer fast verdoppelt haben.
das hängt sicher zu einem guten Teil auch am Iran Krieg Aber vielleicht spielt da ja auch die geplante Abschaffung der Solarförderungen. betreiben oder wie es das? In dem Gespräch mit unseren Kunden sehen wir schon, dass vor allem der Iran-Krieg natürlich ein Treiber ist. Wir wissen den Kunden geht es beim Kauf des Solaranlagen eigentlich immer um zwei Dinge.
Das eine sind die Kosteneinsparungen und das andere ist dann die höhere Unabhängigkeit. Und da zahlt so ne Krise, wie wir sie jetzt gerade sehen, total drauf ein. Ist denn die Abschaffung der PV Förderung geplantes für ihre Kunden auch ein Thema? Fragen die danach? Also natürlich bewegt es in Summe als Teil der Wirtschaftlichkeitsberechnung.
Aber wir sind ehrlicherweise mit den Kunden schon längst bei einer anderen Diskussion. die Einspeisevergütung, die war früher sehr wichtig. also vor zwanzig dreißig Jahren haben wir teilweise eine Einspeisevergütungen vierzig-fünfzig Cent gehabt. das waren natürlich dann der Haupttreiber für viele in der ersten Phase der Energiewende um wirklich solaranlagen aufs Dach zu installieren.
heute sind die Diskussionen andere. Heute geht es deutlich mehr darum, den Eigenverbrauch mit dem produzierten Strom zu erhöhen. Und auch ein Thema über das wir heute auch gerne noch sprechen können natürlich den Strom auch dann zu vermarkten. Ja da kommen wir auf jeden Fall gleich noch hin vielleicht vorab.
die Frage würden Sie denn sagen Es lohnt sich auch komplett ohne Einspeisevergütung immer noch eine PV Anlage aufs eigene Dach zu bauen? Ja definitiv also Solaranlage heute ist nach wie vor sehr attraktiv. Natürlich, beim Eigenverbrauch kommt immer schnell das Thema Speicher auch dann dazu. Batteriespeicher also früher.
die Solaranlagen haben meistens so eine Autarkie oder Unabhängigkeit von übers gesamte Jahr gerechnet von so dreißig bis vierzig Prozent geführt. wenn wir es heute in Speichere zupacken und das ist übrigens bei achtzig Prozent uns über achtzig prozent unsere Kunden kaufen heute Solaranlage schon mitten im Speichersystem Dann erreichen sie viel viel höhere Autarkieraten.
dann reden wir schnell über sechzig bis achtzig. Hauptsächlich geht es um den Eigenverbrauch Optimierung. Wie verteilt sich das übers Jahr? Also dieser Autarkirate ist ja wahrscheinlich vor allem im Sommer sehr, sehr hoch und im Winter dann sehr niedrig oder? Klar! Das ist die Personalität wobei ich es persönlich auch mal sehr überraschend finde.
wir schauen uns natürlich dann immer direkt an Tag für Tag wann ist die Autarkie schon gegeben? und wir sehen da schon bei sonnigen Tagen, ich meine jetzt im April aber wir hatten auch im Februar schon sonnige Tage. Da werden auch diese Autarkieraten schon erreicht. Ich möchte ein bisschen dagegen argumentieren, dass das jetzt der Solaranlage ein reines Thema für Juni-Juli Augustus ist.
Das unterschätzt man weil die modernen Solarzellen und Module natürlich schon deutlich früher und besser wirken. insofern sehen wir schon hohe Autokiraten auch im Frühjahr oder dann auch im Spätherbst. Wie muss das Profil eines Haushalts aussehen, damit man so hohe Autokiraten erreicht? Wie groß muss die PV-Anlage sein?
Geht es für Menschen mit Wärmepumpe heizen und im Winter sehr viel Strom verbrauchen? Können Sie da ein bisschen mehr Parameter mit rein geben? Ja gerne also. wir haben natürlich Solaranlagen ab zehn Kilowatt Peak, die gehen je nach Dach in höhere Bereiche Und es lohnt sich schon für den normalen Haushalt, der einfach sagt man viertausend fünftausende Kilowattstunden Strom verbraucht im Jahr.
Aber richtig spannend und deshalb würde ich auch erklären ist die Nachfrage nach Solaranlagen ungebrochen. Es wird natürlich noch spannender wenn jetzt Themen wie Wärmepumpe oder Elektrofahrzeug dazu kommen Und wir haben ja jetzt inzwischen über zwei Millionen Elektrofahrzeuge oder Elektroautos auf den Straßen.
Bei den Wärmepumpen sind, glaube ich bei anderthalb Millionen Anlagen und da wird es für Kunden natürlich total spannend. und viele Kunden fragen sich oh kann ich denn mein Solarstrom auch benutzen um ein Elektroauto zu laden? Oder die Wärmepumpe irgendwie zu nutzen? und dann kommen wir schnell zum Thema Energiemanagement System.
und die kurze Antwort ist Ja das geht! Dann macht man dieses kleine Energiesystem was man dann zu Hause baut noch viel mehr Spaß und hat noch einen viel höheren Mehrwert. Das heißt also auch wenn ich mit Wärmepumpe heize, dann habe ich trotzdem insgesamt eine relativ hohe Autarkiequote mit einer Solaranlage auf dem Dach.
Ja definitiv wie gesagt immer in Verbindung mit dem Speicher und ganz wichtig ist es und ich glaube das ist so die zweite Phase jetzt für energiewährenden Summe aber auch für die Solaranlage dass man eine intelligente Steuerung dazu packt. ja der erste Schritt war solaranlage standalone aus dach Da bekommen wir die Einspeisevergütung, das hat viele Jahre funktioniert und es hat den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland komplett nach vorne getrieben.
Jetzt müssen wir in der zweiten Phase Stärke auf Systemintegration setzen. Dann kommen ja auch dem Pulse her, die Vermarktungen gegen einen Markt zu machen und wir müssen dafür sorgen dass die Energiewende Summe für uns alle bezahlbar bleibt. Und da kommt dann das Thema Netzdienlichkeit, Systemsteuerung.
Was kann denn so eine intelligente Steuerung heute schon alles leisten? In der Theorie muss sie ja einmal dafür sorgen, dass ich am besten meinen Solarstrom dann verbrauche. Wenn ich auch den Strom gerade verbrauchte und den Strom nicht aus dem Netz ziehe wenn er im teuersten ist. aber Sie haben ja auch gerade das Thema Netzdienlichkeit angesprochen.
Das wäre vielleicht noch mal ein anderes Ziel die Stromnetze zu entlasten. was können diese Systeme heute schon? Alles was sie eigentlich mal können sollten Ja sehr gerne. Die meisten Kunden können sich gar nicht vorstellen wie schaut so ein System aus. Deshalb lassen Sie mich kurz erklären, was verstehen wir unter Energiemanagement-Systemen und wie schaut es aus?
Also unsere Lösung die wir haben im Rahmen eher nach dem Komfort ist eigentlich eine kleine Steuerbox. Die so groß wie eine Tafel Schokolade wird der Sport praktisch gut ein bisschen höher. und das ist die Steuerbox, die praktisch alle ihre Energielösungen dann im Haushalt steuert. Die funktioniert automatisiert im Hintergrund.
Die muss nur einmal eingerichtet werden mit den Geräten verbunden werden und dann steuern sie. Und Sie haben genau gerade schon richtig angedeutet, dieses Energiemanagement entscheidet jetzt in Bezug auf Solarstrom. Die ganze Zeit... Was mache ich mit meinem Solarstrom? Nutze ich den für mein Haushalt, nutze ich ihn um meine Wärmenpumpe sozusagen zu betreiben, nutz' ich den um mein Elektroauto zu laden oder ich speichere ihn für einen späteren Zeitpunkt?
Oder letzte Option, kommen wir gleich dazu. Ich vermarkt Ihnen dann direkt in den Markt wenn ich jetzt gerade in dem Moment gute Preise auf dem Großhandelsmarkt bekomme? Genau dieses Thema Direktvermarktung. die Idee des neuen Gesetzentwurf ist ja dass jeder künftig seinen Strom direkt vermarkten soll sowie das große PV Anlagen heute schon tun.
Da gibt es bisher, soweit ich weiß kaum Anbieter die für private Haushalte anbieten den Strom wirklich an die Börse zu verkaufen. und wenn dann ist das so teuer dass sich nicht mehr richtig lohnt. Sehen Sie da am Horizont eine Lösung dieses Problems die das auch wirtschaftlich macht für Privatleute den Strom zu vermarkten?
Ja definitiv! Ich glaube, wir hatten ja zuletzt nur das. sozusagen auch die Zuhörer verstehen über was wir sprechen. Wir hatten zuletzt am letzten Sonntag negative Strompreise. Wenn man da Strom verbraucht hat dann hat man im Endeffekt dafür wurde man dafür bezahlt wie gesagt unter Voraussetzung dass man auf einem dynamischen Tarif ist und es direkt durchgeht.
Da hat man vierzig Cent für die Kilowattstunde im Verbrauch bekommen. also wir haben genau diese immer steigende immer höher werden der Volatilität und die muss durch das System abgefangen werden. Insofern gibt es jetzt dann die zwei Wege, entweder man nimmt einen dynamischen Tarif und dann profitiert man direkt hat aber auch natürlich auch das Risiko dass man auch in Stoßzeiten mehr bezahlen kann.
Das ist die eine Möglichkeit, die zweite Möglichkeit. Die bieten wir bei Ehren unseren Kunden an. Wir haben ne fixe Vergütung. wie übernehmen sozusagen die Vermarktungen gegen den Großhandelsmarkt Und der kunde bekommt ein fixes Bonussystem hat aber nicht die preisrisigen. Weil wir wissen von unseren Kunden, dass die meisten doch schon etwas nervös sind.
Wenn Sie wissen sie hängen jetzt an volatilen Großhandelsmärkten. das kann gut gehen es kann aber auch schlecht gehen. insofern nehmen wir für unsere Kunden im Moment gerade das Risiko heraus. Und gehen Sie denn davon aus, dass die hohe Nachfrage nach Solaranlagen anhält? Auch wenn diese Einspeisevergütung wegfällt.
Weil solche Entscheidungen sind ja nicht nur rein rational sondern oft hören die Menschen politisch gibt es da jetzt irgendwie ein Signal. bei der Elektroorteförderung hat man das auch immer sehr stark gesehen. Wenn die eingeführt oder abgeschafft wurde. könnten sie sich auch vorstellen dass es da erstmal einen Einbruch gibt im nächsten Jahr?
Ich bin ehrlicherweise sehr optimistisch weil ums nochmal in Verhältnis zu setzen Die Einspeisevergütung, die Sie heute bekommen für Teileinspeise liegt nur noch bei acht Cent pro Kilowattstunde. Wenn Sie den Strom vom Netz beziehen sind sie bei dreißig, zweindreißig und vierunddreißig, fünfundreißiger Cent.
Das heißt das ist nochmal der Punkt Eigenverbrauch. Jede Kilowattschunde, die sie selbst verbrauchen und nicht zurück ins Netz speisen, ist erstmal total lohnenswert. Deshalb ist der Case, den wir mit unseren Kunden durchrechnen eigentlich immer bezogen auf den Eigenverbauch noch mal mitspeicher als sozusagen notwendiger Voraussetzung dafür.
Das Thema Vermarktung bietet dann in der Zukunft, heute ohne die Zukunft glaubt eine größerwertende Chance das man dann zusätzlich profitiert. über diese reine Eigenverbrauchautakierechnungen hinaus und da wir wissen eigentlich dass die Volatilität auch in Zukunft zunehmen wird. Wir haben ja noch einige Kohlekraftwerke, die dekommissioniert werden.
Insofern gehen wir davon aus, Volatilität wird auch in Zukunft noch weiter steigen. Sehen wir super Chancen auf für Privatgründen und übrigens – und das finde ich eigentlich persönlich auch schön – wir haben ja viele Geschäftskunden. Das ist genau die gleiche Geschichte im Geschäftskundebereich. also immer wieder sozusagen Eigenverbrauch optimieren und dann Flexibilität Richtung Markt vermarkten Damit all das funktioniert mit der Vermarktung, mit der intelligenten Steuerung braucht man ja einen smarten Meter.
Also einen intelligenten Stromzähler den die meisten Bestandshaushalte heute noch nicht haben. bei neuen PV-Anlagen soll er eigentlich mit eingebaut werden. ist das bei ihnen absoluter Standard? Das Haushaltet, die sich eine PV Anlage zulegen dann auch ein Smartmeter bekommen? Ja, absolut. Das ist eine Grundvoraussetzung dass man dann eben von dieser ganzen Optimierungslogik profitieren kann.
insofern bieten wir unseren Kunden immer an und natürlich auch jeder Kunde interessiert das der SmartMeter dann mitkommt. bei unserer Solar Installation übernehmen wir dann auch das ganze Handling beauftragten usw. Richtung Netzbetreiber. Sagen Sie denn Ihren Kunden, die eine PV-Anlage aufs Dach bauen auch dass sie einen dynamischen Stromtarif dazu buchen sollten der dann von EON kommt damit sie eben diese Vermarktung auch nutzen können?
Ja also wie gesagt wir haben beides im Angebot. Wir bieten dynamische Stromtarife an. Im Moment sehen wir das unsere Kunden aber eher drauf setzen auf weiterhin feste Arbeitspreise Und dafür aber eine Bonuslogik, die wir im Rahmen von unserem Produkt, nennt sich eher HomeComfort. Das ist ein Ad-On Tarif auf den regulären Stromtarif dann anbieten können.
Insofern haben die Kunden bei uns die Wahl gerade beide Richtungen einzuschlagen und beide Möglichkeiten zu nutzen. Die meisten entscheiden sich gerade noch für das Fixe. Bonusmodell, da zahlen wir dann sozusagen anhand der konnektierten Lösung einen fixen Bonus. Damit kann der Kunde sehr gut rechnen hat die Stabilität und trotzdem die Vorteile und wir übernehmen die Flexibilitätsvermarktung.".
Das heißt den Bonus bekomme ich wenn ich zum Beispiel im richtigen Moment Strom verbrauche? Wenn er sehr günstig ist weil gerade sehr viel Solarstrom im Netz ist oder vielleicht auch meine PV Anlage gerade viel Strom produziert?". Ja, genau. Der Bonus ist gestaffelt anhand der Energielösung also nimmt zu wenn sie eine Solaranlage haben oder für eine Wärmepumpe oder dann eben fürs Elektroauto und ich würde es gerne nochmal kurz am Hand von einem Elektroautor verdeutlichen ja warum wir diesen Fall und diese Möglichkeit so superspannend auch finden.
Also heute ist es ja so reguläre Arbeitstags kommen um die Uhr nach Hause fahren mit dem Auto in die Garage stecken dann ihren Stromstecker an, die Wallback-Box und das Auto beginnt sofort zu laden. Das ist aber natürlich nicht optimal weil siebzehn, achtzehn Uhr sind die Strompreise in der Regel relativ hoch, weil da sehr viel Strom verbraucht wird.
alle Haushalte sind wieder heim kochen. Das sei eigentlich der ungünstigste Zeitpunkt jetzt zu ladern. Viel besser wäre es wenn das Auto nachts geladen wird. Vierundzwanzig Ohre Mitternacht ein Uhr morgens. nur Wer hat natürlich Lust, sich dann wegherzustellen und um vierundzwanzig Uhr in die Garage zu gehen und dann den Stecker reinstecken?
Das möchte niemand machen. Und da hilft genau ein Energiemanagement System das übernimmt es genau dass sozusagen der Ladevorgang erst ausgelöst wird wenn die Strompreise gefallen sind also um Mitternacht ein Uhr morgens zwei Uhr morgens und das Auto dann in den besten Stunden geladen werden. Super spannend.
und unsere Kunden. Für die ist es ein echter Game-Changer, wenn die jetzt einmal erleben ja? Und dann sehen wir auch super mein Auto ist voll geladen aber zu einem extrem niedrigen Preis. das verändert die Perspektive komplett. Und diese Verträge mit Fixpreisen, mit Bundeszahlungen profitieren sie denn auch davon als Unternehmen oder geben Sie diese Bundeszahlung on top um die Leute so ein bisschen auch an dieses neue System zu gewöhnen und das attraktiv für sie zu machen?
Also wir investieren natürlich gerade schon in dem Bereich und optimieren den natürlich auch kontinuierlich weiter. Und entwickeln ihn auch weiter, wir überlegen jetzt gerade auf eine stärkere Cent pro KWH-Steuerung zu gehen damit man dann auch die Volumen gut incentiviert. Insofern ist es grad schon, ich sag mal ne Investitionsphase von uns.
ja unsere Kunden können toll davon profitieren im Moment. Insofern lohnt es sich, aber wir glauben dadurch dass die Volatilität das ganze Energiesystem muss ausbalanciert werden. Da steckt einfach auch ein Wert für uns dann als Konzern mittelfristig und langfristig dahinter wenn wir diese Flexibilitätsplattformen dann zu bauen.
Wir denken da ja groß und skaliert in Plattformen und diese Strommengen dann auch vom Markten. Das heißt aber mittelfristig müssen Sie Ihre Kunden schon möglichst in die dynamischen Stromtaree reinhiefen damit das für sie auch langfristigen Geschäftsmodell ist oder? Noch mal, ich glaube es gibt beide Wege.
Es geht über den dynamischen Tarif. dann hat der Kunde direkt sozusagen die Auswirkung. aber ich möchte schon auch immer noch darauf hinweisen er nimmt dann auch ein Risiko weil der dynamische Tarif funktioniert in beide Richtungen. das heißt wenn der Strom besonders teuer ist bezahlt der kunde auch dafür.
deshalb werden wir so lange wie möglich auch den Kunden immer dieses fixe Bonus Modell auf einem festen Arbeitspreis anbieten und ich glaube dass es für jetzt auch der bessere Schritt für die meisten Kunden. Zum Abschluss noch eine Frage. Wenn ich überlege, mir eine PV-Anlage zu kaufen, sollte ich das noch dieses Jahr machen?
Solange es die Einspeisevergütung noch gibt? oder sollte ich es explizit nächstes Jahr machen weil die Einspreisevergütungen, die wegfällt nicht so viel ausmacht jetzt gerade die Preise aber höher sind weil die Nachfrage so hoch ist. Also nochmal die Gespräche, die wir mit unseren Kunden führen. Da ist die Einspeisebegründung tatsächlich nicht mehr so ein großes Thema.
Ich kann das total nachvollziehen bei Bestandskunden, die vor zehn, zwanzig Jahren aus den Gründen eine Solaranlage gekauft haben. aber heute sind wir in einem anderen Spiel. Heute geht es zum Eigenverbrauchsoptimierung und dann perspektivisch Flexibilitätsvermarktungen. Insofern würde ich sagen wenn der Case in Summe gut ist und die Preise für Solaranlagen die fallen ja eher, sie haben's jetzt nicht erhöht würde ich sagen, so schnell wie möglich ran an die Solaranlage.
Wenn er fallen kann, dann kann ich ja auch bis nächstes Jahr warten oder? Dann kloppe ich mich jetzt nicht mit allen, die gerade eine PV-Anlage aufs Dach montieren wollen. Also ich habe keine Prognose abgegeben dass sie weiter fallen. Ich hab nur gesagt Sie sind recht stabil und insofern jetzt durch die Iran Krise auch nicht teurer geworden.
was wir schon sehen das unsere Kunden natürlich dann eine oder andere Woche länger warten müssen. Das ist tatsächlich dann die Konsequenz weil wir einfach Ja, der erzählt. Achtzig Prozent mehr Abverkäufe jetzt hatten im März. insofern wir sehen eine extrem hohe Nachfrage. dafür haben die Kunden dann aber auch Verständnis und wir kriegen sie natürlich dann auch in einem guten Zeitrahmen aufs Dach.
Alles klar! Vielen Dank für die Einblick und das Gespräch, Herr Endres Herzlichen Dank. Wenn man dem EON Manager Martin Endres zuhört wird er Solarförder stoppt den Ausbau von PV-off Hausdächern also eher nicht bremsen. Trotzdem haben einige Akteure die Befürchtung, dass das neue Gesetz die Energiewende verlangsamen könnte.
Wie berechtigt diese Sorge ist – das diskutiere ich jetzt mit Mira Wenzel. Sie isst Projektleiterin für den Bereich Energiewände im Stromsektor bei Agora Energiewente. Hallo Frau Wenzl! Guten Tag Frau Krabb! Bringt der Förderstoppler jetzt für Solaranlagen geplant, ist die Energievende aus ihrer Sicht in Gefahr?
Nun äh... Ob der Förderstopp die Energiewende in Gefahr bringt, das ist natürlich jetzt eine starke steile These. Was wir sehen ist, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit erst mal zu einem Einbruch führen wird. Der Förderstock wird Auswirkungen haben. Wir können nicht in die Glasgugel schauen und in die Zukunft schauen aber wir erwarten, dass wir quasi eine Delle sehen werden beim Ausbau der kleinen Dachsohla durch den Förderstopp.
Wenn wir beispielsweise in die Historie gucken, also in die zehner Jahre in Deutschland da hatten wir schon mal eine ähnliche Situation. Da gab es einen Boom mit der dann von einem massiven Einbruch gefolgt ist und Hintergrund war eben auch eine recht kurzfristige Kürzung der Einspeisevergütung seitens der Bundesregierung Und das hat dann zu einem massiven Einbruch geführt, der sich erst nach zehn Jahren wieder erholt hat.
Auch wenn wir beispielsweise in andere Länder gucken, Spanien und Italien hatten auch in den Zehnerjahren ähnliche Erfahrungen. Das heißt es ist kein rein deutsches Phänomen sondern wir sehen dann dass das mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Delle kommen wird. Jetzt sagen Unternehmen die Solaranlagen verkaufen und auch EON sagt zum Beispiel, dass aktuell die Einspeisevergütung ja eh nicht mehr so hoch ist und wenn sie wegfällt, dass das eigentlich gar nicht so viel ändert weil sich die Solaranlage auch dadurch rechnet, dass man ja den Strom, den man alternativ aus dem Netz ziehen würde, nicht bezahlen muss.
Ist das nicht auch ein Argument, was man in Betracht ziehen müsste? Genau. Also es lohnt sich vor allem gerade eine Solaranlage aufs Dach zu bauen, auch wegen dem sogenannten Eigenverbrauchsprivileg. Das heißt wenn ich den Strom nutze, den ich selbst erzeuge dann ist der sehr viel günstiger als der Strom den ich aus dem Netz beziehe.
Nichtsdestotrotz muss ich natürlich aber erstmal in eine hohe Anfangsinvestition gehen um die Solaranlager auch zu finanzieren. Und da ist es für mich, als quasi Installateur von einer Solardachanlage kann ich natürlich ganz anders mit kalkulieren wenn ich weiß dass auch meine Reststrommengen vergütet werden.
Also also der Strom den nicht selbst Verbrauche, wenn ich den dann ins Netz einspeise und dafür eine Vergütung bekomme. Dann ist das für mich eine Kalkulationsgrundlage meiner Wirtschaftlichkeitsberechnungen und es ist auch ein nicht so unterschätzender psychologischer Effekt dass sich einfach weiß Ich habe hier die Vergütungen sicher für den Zeitraum.
Darauf kann ich meine Kalkulationen aufbauen. Und was man auch nicht übersehen darf dass wir ja gerade in einer Reihe von sehr, sehr vielen Änderungen sind. Also es passiert ja unglaublich viel! Es gibt ganz viele gesetzliche Änderung und auch bei der Bundesnetzagentur gibt es einen großen Prozess die sogenannte Netz-Endgeldsystematik zu reformieren.
Da kommen wir gleich noch drauf, vielleicht einmal noch die Frage ob die Einsparzevergütung wenn sie jetzt wegfällt denn die Dimensionierung der PV Anlage auf dem eigenen Dach beeinflusst? Es gibt ja Stimmen, die sagen... Der Anreiz ist dann groß die PV Anlagen etwas kleiner zu gestalten weil sich das schneller rechnet war es aber nicht unbedingt im Sinne der Energiewende wäre.
was sagen Sie dazu Genau, also das ist eine These oder eine Einrichtung könnte eben sein dass man dann sagt ich gucke mir mein Budget an und ich dimensioniere die Anlage kleiner. Wir sehen allerdings auch Gerade in dem kleinen Haushaltssegment ist gar nicht so einen großen Unterschied macht, ob ich da jetzt ein, zwei Kilowattpik mehr oder weniger drauf packe.
Also die Kosten habe ich ja quasi. Ich muss das Gerüst aufstellen und der Installateur muss kommen. Die eigentlichen Modulkosten fallen dann nicht mehr so ins Gewicht. Das heißt, da setze ich einmal ein Fragezeichen dran, ob sich das dann trotzdem noch lohnt? bekomme ich meinen Eigenverbrauch hochgesetzt, damit es sich für mich quasi lohnt.
Und das ist natürlich dann auch wieder ein gewisses Segment des Inhalts, dass dann gleich noch das Geld zur Verfügung habe um eben auch in die Sektorenkoppelung zu gehen also um ja noch vielleicht einen E-Auto zu kaufen eine Wärmepumpe und mein Eigenverbauch zu maximieren. Und da sehen wir aber, dass es ja oft auch auf der Zeit leistet und nicht alles auf einmal kommt.
Also man muss sich erst mal quasi in der Regel baut man sich die PIVA-Anlage mit dem Speicher ein und dann braucht das ein bisschen bis dann die nachfolgenden Investitionen kommen. Es gibt jetzt wenige, die sagen sie können jetzt alles auf Einmal quasi finanzieren und das hat natürlich dann auch Auswirkungen in den Bereichen, in denen wir elektrifizieren wollen.
also Wir wollen ja mehr im Verkehrsbereich im Gebäudebereich, da wollen wir ja auch mehr Elektrizierung sehen. Und da ist natürlich dann die PV-Anlage ein bisschen wie so einen Einstiegsinvestment für danach folgende Investitionen, die dann folgen können.". Sie haben jetzt gerade schon angesprochen politisch passiert gerade sehr viel in diesem Bereich einmal über Gesetzentwürfe aus dem Wirtschaftsministerium aber auch über Prozesse von der Bundesnetzagentur, die als Behörde dafür zuständig.
Grundsätzlich, wie würden Sie diese Vorstöße bewerten? Aus Sicht der Energiewende ist das denn eigentlich eine richtige Entwicklung, dass man sagt. Wie es jetzt immer öfter gesagt wird erneuerbare Energien sind erwachsen geworden die müssen auf eigenen Beinen stehen also müssen nicht mehr so viel staatliche Förderung bekommen.
Genau erst mal muss ich sagen es liegt sehr viel auf dem Tisch da passiert gerade unglaublich viel und da wird es wichtig sein, dass auch die Prozesse gut miteinander verzahnt werden und abgestimmt werden. dass die erneuerbaren quasi auch so ein bisschen erwachsen werden, das ist völlig klar. Also wir sehen auch... Wir sehen, dass die Kosten runtergehen.
Wir sehen auch, dass es immer mehr Richtung Marktintegration geht. Aber das braucht natürlich alles Zeit! Wenn wir jetzt nochmal auf die kleine Dach-PV gucken, ist ja jetzt quasi vorgesehen, dass sie sich eigentlich komplett alleine tragen muss. Und die Reststrommengen, also der Strom, den ich dann ins öffentliche Netz einspeise.
Dass er dann ja quasi über eine Direktvermarktung, also einen professionellen Dienstleist an der Stromwörse verkauft wird. Da sehen wir aber momentan noch überhaupt nicht die Prozesse vorhanden. Das ist jetzt auch gesetzlich vorgesehen dass da quasi die Prozessmaßengeschäfts tauglich aufgesetzt werden.
das ist auch sehr gut, dass die ProZeste da jetzt kommen sollen Aber wir sehen eben nicht, dass wir da schon sind. Und wichtig wäre da jetzt ein Parallelprozess also quasi einen sanfter Übergang um die auch die Dach Solaranlagen mehr perspektivisch in den Markt zu integrieren. und da sind auch schon einige Ansätze ja durchaus umgesetzt worden.
aber so eine abrupte Kürzung. Sehen wir nicht, dass das sehr hilfreich ist für diesen sanften Übergang? Jetzt gibt es ja auch viel Kritik. Dass Solarenergie in Deutschland sowieso die Netze belastet und einigen Tagen soviel PV-Strom da ist wie zum Beispiel jetzt vor kurzem am Wochenende, dass man eigentlich Solarstromüberschüsse hat.
Ist es da gerechtfertigt zu sagen Wir dämmen den ganzen Solarausbau ein Stück weit ein? Genau, also das ist ja eine Problematik die auch schon zum Teil versucht wurde anzugehen. Beispielsweise indem jetzt umgesetzt wurde gesetzlich dass die Einspeisung bei negativen Preisen nicht mehr vergütet wird. Das heißt da gibt es schon einen gewissen Anreiz und auch das neue Anlagen kleinere Anlagen eben steuerbar sein müssen.
Das heisst der Netzbetreiber hat dann die Möglichkeit auch einzugreifen. Nichtsdestotrotz ist es natürlich so, dass wir dahin kommen müssen. Dass wir den Strom dann nutzen wenn er gebraucht wird und da sehen wir aber schon das die Dach-Solaranlage einen guten Beitrag leisten kann durch die richtigen Anreize.
in der Regel wird jetzt immer auch bei den Neuanlagen mit Speicher gebaut. Das heißt Da gibt es dann die Möglichkeit auch dann entsprechend eben die Einspeise um zu verschieben Zu den Zeitpunkten wo's dann auch irgendwie notwendig ist für das Netz. Und oft, und da haben wir eben auch noch ein großes Potenzial ist ja die hohe Last.
Also die hohen Stromnachfrage in städtischen oder vorstädtischem Gebieten. Das heißt dann macht es durchaus Sinn auf die Solaranlagen dorthin zu bauen wo auch die Nachfrage ist also wo viel Strom verbraucht wird. Nichtsdestotrotz muss natürlich eine kluge Steuerung über das Netz erfolgen. Wir sehen aber nicht dass jetzt Dach-PV, der eigentliche Treiber für mehr Netzausbau ist.
Das ist in der Regel eher die Last, die dann damit hergeht? Im Gesetzesentwurf für das Neuerbare Energiengesetz auch festgehalten, dass die Ausbauziele für erneuerbare Energien, für PV und Wind gar nicht verändert werden sollen. Obwohl man ja jetzt zum Beispiel die Förderung streichen will und die Bedingungen verändern will ist das aus ihrer Sicht realistisch?
Dass man die Ausbauziele weiterhin erreicht? Genau also erstmal ist es sehr positiv, dass diese Ausbauziele weiterhin fest gehalten sind. wir sehen eben quasi eine Verschiebung erfolgen soll. Also bisher war es ja gesetzlich festgelegt, mindestens die Hälfte des Solarausbaus soll auf den Dächern erfolgt.
Jetzt sehen wir das ist eine Verschiwung geben soll in die Freifläche. da wurden auch die Ausbauziele die Ausschreibungsmenge hochgesetzt für die Freifechn-Solaranlagen. Das heißt erst mal ist das Interesse schon dar dass das da auch ausgebaut wird und eben mehr in die freiflächer. jetzt ist es allerdings so Das ist auch quasi aus ökonomischer Sicht, es ist auch sinnvoll dass wir ein bisschen mehr in die Freifläche machen.
Aber wir brauchen weiterhin beides um die Ausbauziele zu erreichen und die Frage wird sein ob wir jetzt so schnell auch die hohen Ausbauziele in der Freifläche erreichen können. das ist jetzt quasi sehr ambitioniert von... Wir waren jetzt immer bei neun Komma Neuen Gigawatt und das jetzt hochzusetzen auf vierzehn gigawatt.
Das geht in die richtige Richtung. Allerdings brauchen wir eben beides. Wir müssen auch weiterhin noch den Dachausbau quasi beibehalten. und ist es denn, Sie sagen jetzt ist eine gute Nachricht dass das weiter verfolgt wird? Das Ziel was bisher festgelegt war an Ausbau aber ist es dann überhaupt sinnvoll mit der gleichen geplanten Geschwindigkeit die Erneuerbaren auszubauen wenn die Stromnetze ja offensichtlich nicht so schnell ausgebaut werden können?
Also das ist ein Punkt der auch für die Dachsohleranlagen spricht, weil es ist gut dass wir ja auch mehr in die Freifläche gehen wollen. Aber die Frage ist ja können wir in dieser kurzen Zeit dann auch diese vierzehn Gigawatt einspeisen? Weil wir sehen jetzt auch durch die Pakete die auf dem Tisch liegen, das Netzpaket beispielsweise mit dem Redis Patch Vorbehalt.
Das müssten Sie einmal gleich erklären, den Redis-Patch-Vorbehalt für unsere Hörer? Ja, denen erkläre ich gleich noch kurz, dass es dann schwierig werden könnte auch den Strom wirklich zu nutzen. Genau im Netzpaket ist jetzt mit dem sogenannten Redis Patch Vorbealt ein Instrument vorgesehen das in bestimmten Gebieten Engpassgebiete ausweist und in diesen Engpass-Gebieten wird dann für den Zeitraum von zehn Jahren Die Vergütung ausgesetzt, wenn die Netze überlastet sind.
Wenn kein Strom eingespeist werden kann und das birgt natürlich jetzt für die Kalkulation der Projektiere einfach Unsicherheiten. Das heißt da ist auch ein bisschen die Frage Wir sind auf einem guten Weg aber kommen da jetzt nicht verschiedene Steine die durch durch verschiedene Gesetzesinitiven in den Weg gelegt werden?
Und dann muss man einfach sehr gut aufpassen dass abgestimmte Prozesse sind. Aber was heißt das genau? Abgestimmten Prozessen ist ja so ein bisschen schwammig, haben sie da eine konkrete Vorstellung auf was abgestimmt sein muss? Das Eine ist dass wir zum Beispiel jetzt sagen sollten der Dach PV Ausbau läuft gut und den sollten wir jetzt auch laufen lassen und die Prozesses eben für die Marktintegration vorantreiben sodass wir dann perspektivisch dieses Segment in den Markt überführen sollten.
Das heißt, dass man eben direkt die Aufdachpv-Anlagen in Stromvermarkten kann oder? Genau und das wir aber da jetzt einfach nicht ein Segment was sehr gut läuft jetzt einfach quasi eine große Delle riskieren. Das andere ist, dass wir dann auch im Netzbereich gucken müssen, dass gucken, welche Möglichkeiten es noch zu heben gibt.
Auch gerade im Verteilennetz ist noch ganz die Potenzialrichtung Transparenz-Digitalisierung dass wir da eher schauen, welche möglichkeiten es noch gibt anstatt sozusagen bremsen jetzt den erneuerbaren Ausbau und die Netze gehen nicht voran. Zum Abschluss würde ich einmal noch gerne zum Verbraucher zurückkehren, wenn ich als Verbraucherin jetzt durch eine PV-Anlage auf meinem Dach nicht nur so zu sagen mir selbst was Gutes tun will sondern auch die Energiewende voranbringen will.
Wie sollte ich da vorgehen? Also es ist besser eben wir sprachen vor uns schon darüber eine maximale große PV Anlage aufs Dach zu tun. oder ist das eigentlich so wichtig? soll dich ein Speicher dazu kaufen? was wäre aus sozusagen Klimagesichtspunkten der beste Ansatz? Aus Klimagesichtbungen ist der beste Ansatz, natürlich das gesamte Paket zu machen.
Dazu gehört auf jeden Fall auch ein Speicher damit ich eben auch meinen Stromverbrauch und mein Strombezug verschieben kann und dazu gehört aber natürlich auch die Investition in weitere Technologien Und das ist eben auch so ein bisschen der Vorteil der EEG-Vergütung. Damit nutze ich natürlich die Dachfläche aus, weil ich dann nicht nur auf meinen Eigenverbrauch maximiere sondern eben sage ich nutze die gesamte Fläche und ich speise auch Strom ein.
Da wird es darum gehen dass es Anreize gibt den Strom dann einzuspeichen wenn es dem System und der Allgemeinheit nützt. Vielen Dank für diese Einblicke! Danke Frau Wenzel Sehr gerne! Das war Handelsblatt Greenwood Energy für diese Woche. Wenn Sie Fragen, Themen oder Anregungen für uns haben schreiben sie uns einfach eine Mail an greenathandlesblatt.com.
Übrigens wer gerne mal das Handels Blatt kennenlernen möchte hat jetzt eine günstige Gelegenheit. Rund um den Tag der Pressefreiheit bieten wir einen zwölf Monate Zugang mit fünfzig Prozent Rabatt an. Alle Infos finden Sie unter handelsblad.com slash pressefreiheit und in den Show notes. Ich bedanke mich für die Produktion bei Fabian Defree und wenn Ihnen unsere Sendung gefällt, dann freuen wir uns natürlich über eine gute Bewertung in Ihrer Podcast-App.
Bis zum nächsten Mal!