Hey München· Folge 111

#24 Warum Münchner Brauereien mit Tiefengrundwasser spülen / Gedenken an das OEZ-Attentat

Donnerstag, 16. Juli 2026 · 24 min

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Shownotes

Private Pools dürfen nicht mehr befüllt werden, Autos nicht mehr außerhalb von Waschanlagen gewaschen werden und Gärten darf man nicht mehr zwischen neun und 19 Uhr gießen: Um Wasser zu sparen, hat die Stadt erstmals Verbote eingeführt. (sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-trinkwasser-…) Im Podcast sprechen die beiden Hosts über die Hintergründe. Und es geht um eine SZ-Recherche zum Tiefengrundwasser: Münchner Brauereien verwenden das wertvolle Wasser nicht nur zum Bierbrauen, sondern auch zum Spülen. (sueddeutsche.de/projekte/artikel/muenchen/muen…) Wie die Brauereien das erklären und wie die Politik darauf reagiert, ist im Podcast zu hören.

Zehn Jahre ist es her, dass ein rechtsradikaler Attentäter neun Menschen am OEZ erschoss. An den Tattag erinnern sich viele Münchner noch: Die Lage war anfangs unklar, die Stadt war durch die kursierenden Meldungen über weitere Schüsse an anderen Orten alarmiert. Die Menschen, die bei dem Attentat getötet wurden, waren überwiegend junge Leute. Der Täter erschoss sie aus rassistischen Motiven. Bis man die Tat als rechtsradikalen Anschlag bezeichnete, dauerte es dennoch lange. Im Podcast geht es darum, welche Bedeutung diese Einordnung hat und wie den Opfern dieses Jahr gedacht wird. (sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-oez-attentat…)

Jackys Gastro-Tipp ist diese Woche das Nióu – ein kleines taiwanesisches Bistro in der Kidlerstraße 11. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag jeweils von 11.30 bis 14 Uhr und von 17.30 bis 20 Uhr, Samstag durchgehend von 11.30 bis 20 Uhr. Hauptgerichte wie das Tagesgericht gibt es schon ab um die 13 Euro. Unbedingt probieren solltet ihr das Golden Kimichi (3,60 Euro). Ein weiterer Tipp: der Sai Gon Market – eine Mischung aus asiatischem Supermarkt und Imbiss in der Leonrodstraße 16. Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 10 bis 20 Uhr. Vegetarische Hauptgerichte kriegt ihr teilweise schon für unter 10 Euro.

Die Good News der Woche: Das Dachauer Rote Kreuz hat das 1000. Pflegebett in die Ukraine gebracht. (sueddeutsche.de/muenchen/dachau/ukraine-hilfe-…)

Moderation: Lisa Bögl, Heiner Effern
Redaktion: Jonathan Brandis, Anna-Maria Salmen, Jaqueline Lang, Tim Brack, Linus Freymark.
Produktion: Aylin Sancak
Redaktionsschluss: Dienstag, 4. Juli 2026, um 16 Uhr

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Münchnerinnen und Münchener werden zum ersten Mal verpflichtet, zum Wassersparen. Die Stadt hat jetzt Verbote erlassen wegen des Wassermangels. Und dazu kam diese Woche raus, dass die Münchener Brauereien das wertvolle Tiefengrundwasser verschwenden und zum Spülen benutzen. Vor zehn Jahren erschoss ein rechtsradikaler Attentäter neun Menschen am Olympia Einkaufszentrum.

Wir blicken zurück auf die Tat und erklären euch wie die Stadt der Opfer gedenkt. Das sind unsere zwei Themen diese Woche. Herzlich willkommen zu Hell München, ich bin Lisa! Hallo Ich bin Heiner. Dazu haben wir für euch wie immer einen Gastro-Tipp und damit ihr am Ende der Folge auch gut drauf seid die gute News der Woche.

Ja Lisa es war sehr heiß die vergangenen Woche. zwischendurch hat sich mal wieder geregelt. man gedacht das reicht vielleicht. warum ist denn das Wasser in München jetzt auf einmal so knapp dass es Verbote gibt? Das liegt daran, dass diese kurze Ringzeit nicht ausgereicht hat um das Grundwasser quasi wieder aufzufüllen.

Wir haben da letzte Woche ja ganz ausführlich drüber geredet. aber ich mache noch mal die Kurzfassung seit Januar zwentausendundzwanzig schon gehen die Niederschläge zurück und wir hatten einen historisch trockenes Frühjahr und deswegen sind die Grundwasserstände einfach so niedrig, dass jetzt die paar Ringentage leider nicht aus gereicht haben um es aufzufühlen.

Da spürt man schon den Klimawandel nämlich an. Ja, total. Und deswegen ist es jetzt auch historisch diese Verbote die du gerade angesprochen hast das gab's noch nie. Jetzt gab sie offensichtlich heute eine Anordnung der Stadt Lisa. was steht da genau drin? Was darf man denn? künftig wird man noch duschen dürfen und wie schauts aus mit der Zahnpflege?

das wird wohl noch erlaubt sein oder ja also du darfst dich noch duschend. ich bitte auch darum dass du dich noch durscht. Ich werde es weit hinschauen. Da geht es eher um so Sachen die outdoor sind. Also es geht zum Beispiel darum dass man private Pools und sonstige Baderbecken nicht mehr befüllen darf Und man darf auch von neun bis neunzehn Uhr seinen Garten, Strebergarten und andere Außenanlagen nicht mehr bewässern.

Also auch nicht mehr gießen. Warum ist das eigentlich nur untertags? Ja, es liegt daran dass in der Zeit nicht so effizient ist zu gießen weil es Wasser sehr viel verdunstet und deswegen darf dann ab neunzen Uhr wieder gegossen werden also es allgemein sinnvoll nach neunzin Uhr zu giesen weil das Wasser dann sinnvoll eingesetzt ist und du darf zum Beispiel auch dein Auto nicht mehr außerhalb von Waschanlagen waschen.

Manche werden das schon treffen, man sieht ja oft sehr viel blank pulierte Autos durch München fahren. Aber wir haben noch mal nachgefragt weil ich zum Beispiel habe keinen Garten und die wenigsten in der Stadt wohnen einen Garten. Ob es auch Balkone betrifft? Und Balkonkiesen ist tatsächlich erlaubt!

Also unser Basilikum wird weiterleben zumindest vorerst. Meiner ist zwar schon lang gestorben aber... Und vielleicht auch noch wichtig, das gilt jetzt vorerst erst einmal bis zum ersten August und dann wird erstmal nochmal geschaut hat es was gebracht oder macht man's weiter, hat es vielleicht auch jetzt in der Zeit viel geregnet.

Kommt wahrscheinlich eher auf den Verbrauch an? Oder? Und was wird das liegen? Genau. also da wird dann schon mal geschaut... Hat dieses Verbrauchsenken jetzt etwas gebracht? wie schauts aus mit dem Grundwasserbestand? und vielleicht wie viele hat es auch geregnete? aber das dauert so fünfzig bis achtzig Tage bis Regenwasser zu Grundwasser wird.

Das heißt man denkt sich ja auch hey jetzt hat heute Vormittag doch geregnet aber das bringt halt jetzt leider für die Grundwasser bestande nichts. Susanna hat bei uns auf dem Insta-Account gefragt, was denn eigentlich mit den Firmen und den Unternehmen ist. Ob die auch Wasser sparen müssen? Uns ja auch gefragt – in München natürlich immer ein bisschen gefährlich!

Was sind mit den Brauereien? Die brauchen ja schließlich auch viel Wasser. Genau. Mit den Brauaereien sprich es jetzt eine große Recherche von uns an. Die wollten wir hier als auch nochmal ein bisschen ausführlicher erzählen. Mit dem tiefen Grundwasser. Das ist deswegen wichtig weil das Wasser ist, was die Brauereiens zum Bierbrauen verwenden.

Ein heikles Thema in Münche. Sehr heikliches Thema und es hängt auch dahin gehen mit dem Klimawandel zusammen, dass je niedriger halt die Grundwasserbestände sind, desto weniger siegert auch weiter nach unten in dieses Tiefengrundwasser und deswegen ist das Tiefengrundwasser auch vom Klimawandel auf jeden Fall bedroht.

Aber wofür dürfen denn die Brauereien das eigentlich dann hernehmen? Nur fürs Bier? Eigentlich ist die staatliche Vorgabe, dass dieses tiefen Grundwasser nur dann verwendet werden darf, wenn die außerordentliche Reinheit davon zwingend nötig ist. Münchner Bier? Klassisch! Genau und dafür würde das benutzt.

Dafür dass man dann dieses Münchener Biersiegel hat. Dafür darf man dann das Tiefengrundwasser verwenden. Tiefem Grundwasser klingt so ein bisschen anders wie Grundwasser. ich sehe jetzt das gleiche Wasser, das wir auch sparen müssen oder spreche mir davon ganz andere im Wasser. Ja, das ist anderes Wasser als ein anderer Bestand.

Das ist quasi besonders reines Grundwasser und es liegt daran dass es nochmal deutlich tiefer ist. also das ist so fünfzig bis zweihundertfünfzig Meter unter der Erde und das ist eben noch mal besonders gefiltert und vor allem auch sehr alt. Es weiß auch keiner genau wie groß dieses Vorkommen ist oder wie viel tiefen Grundwasser es gibt Und es sind fast ausschließlich Brauereien, die dieses Tiefengrundwasser fördern.

Also das ist jetzt nicht unser Trinkwasser. Also neunzig Prozent davon wird von dem Brauerei gefördert. Da gibt's extra tiefem Grundwasserbrunnen. Die sind auch sehr teuer und das Tiefengrundwasser ist zum Beispiel auch noch mal deutlich günstiger als das normale Trinkwasser. Also durch den Verzicht auf den Biergarten können wir das normale Wassersparen nicht fördern?

Nein, du darfst meintern, darfst ein Bier trinken! Ja, aber anscheinend werden eben auch nicht unbeträgliche Menge von diesem Wasser jetzt nicht nur als Rohstoff fürs Bier verwendet. Also für dieses Gütesiegel damit man das weiter haben darf sondern auch zum Beispiel für Limonade und eben auch zum Reinigen und Spülen von Flaschen oder auch Anlagen zb.

Das ist aber seltsam. wenn es so wertvoll ist dann kann man doch dort einfach zum spülwasser gebrauchen. Verstehe ich gar nicht, wie kam es denn dazu? Kontrolliert das keine. Ja, das hat uns die Hofbräubrauerei beantwortet. warum ist es schon ein Grund hat, warum sie es zum Spülen verwendet haben? und zwar benutzen Sie's zum Spühlen für Reinigung von Oberflächen, die mit Bier in Berührung kommen also das Bier dass ja diese Reihenheit quasi erfüllen muss Also zB Tanks Rohrleitungen aber halt auch Flaschen.

Und die haben gesagt Es darf nicht in berührung mit normalem Leitungswasser kommen weil man sonst dieses Siegel Münchner Bier riskiert und deswegen verwenden sie es auch zu spülen Die Neubraurein Münchner Kindl zum Beispiel handhabt das aber anders. Die haben sich nämlich z.B. in einen extra Wasserkreislauf eingerichtet für die Reinigung mit Stadtwasser, also mit normalem Trinkwasser.

Das heißt es wäre theoretisch schon möglich, aber es war wahrscheinlich ein bisschen eine Grauzone und deswegen wurde das bisher jetzt so gemacht. Man kann sich schon vorstellen, dass man da vielleicht etwas umstellen muss. künftig der Argumentation, dass das ja nur dann das Prädikat kribbt wenn's auch die Leitungen im richtigen Wasser gespült sind, die sind aber schon ein bissel weit hergeholt.

Klingt jedenfalls so! Ja, so sind jetzt auch die Reaktionen aus der Stadt dazu. Also Bern Kasten hat diese Recherche gemacht – wir haben sie veröffentlicht und die Reakzonen aus den Stadtratsfraktionen sind auch mehrheitlich. Die, die sich dazu geäußert haben am Aller gesagt, nee das muss es eigentlich in Zukunft anders werden.

Warum wollen die Brauereien das eigentlich nicht? Ist das nur das Argument mit dem sauberen Bier oder gibt's da noch andere Gründe? Es gibt noch einen anderen Grund, nämlich ist das Tiefengrundwasser sehr billig. Bis zum Juli wurde dieser Wassersend eingeführt haben sie sogar gar nichts dafür bezahlt für das Wasser und jetzt zahlen Sie ein bisschen was.

aber es ist immer noch deutlich günstiger als normales Leitungswasser. Das Tiefengrundwasser kostet Null Komma Null Ein Cent pro Liter und Normales Leitungsswasser kostete Null Koma Eins Neun Cent. Da wird auf die Praharein dann vielleicht auch einiges zukommen. Ist es denn mit dem anderen Wasser getan oder müssen die dann auch vielleicht etwas umrüsten?

Die müssen total umrüstern, also da geht's auch um so was wie die ganzen Leitungen, die die da verlegt haben. Was ich gerade gesagt habe mit dieser anderen Brauerei hat dann komplett einen zweiten Leitungskreislauf quasi eingebaut. Das müsste bei den anderen sechs großen Brauereien alles nachgerüstet werden.

Also da könnte schon einiges auf die zukommen und deswegen wollten sie eben nicht so gerne dass das öffentlich wird. Man sieht das Thema Wasser, dass ein heikles Thema auch ein schwieriges Thema auf einmal auch ein sehr politisches Thema. Wir werden da weiter dranbleiben und euch berichten wie geht es mit dem Grundwasser weiter?

Das wir hier im Verbrauch haben was passiert bei dem Trinkwasser und was müssen wir eventuell tun, damit wir in Zukunft bei heißen Sommern gerüstet sind und genügend Wasser haben. Am Zweiundzwanzigsten Juli ist es genau zehn Jahre her, dass bei einem rassistischen Anschlag neuen Menschen getötet wurden.

Heiner du warst ja damals schon in der München Redaktion. kannst Du mir mal erzählen Wie hast Du denn den Abend erlebt? Ich glaube, wir gingen es wie ganz vielen Mönchnerinnen und Münchenen. Ich weiß noch genau was da passiert ist. Das war ein so einschneidendes Erlebnis! Ich war zu Hause, ich hatte Freie am Abend mit der Familie.

als die ersten Nachrichten kamen, war sofort klar alle müssen zuhause bleiben keiner geht mehr raus. Ich blieb dann zu hause, hab's von da verfolgt. aber wir hatten natürlich einen Kollegen und ich habe er jetzt gerade mit einer gesprochen die damals raus mussten, die damals schauen mussten was passiert?

Und die dann auch berichtet haben Entwickelt? Also du hast gerade gesagt, es kam diese Nachricht. Dann war direkt dicht! Ich habe mit Susi Wimmer gesprochen unserer Polizeireporterin die damals im Einsatz war. Die hat mir ein bisschen geschildert wie sie den Abend erlebt hat auch draußen direkt am Geschehen.

Sie waren mit der S-Bahn statt auswärts unterwegs Hat die Nachricht bekommen ist sofort ausgestiegen umgekehrt S-bahn statt Einwärz wieder in die Stadt. Sie sind Zentrum gefahren aber als ich zurückgefahren ist ist am Stachus die S-Panche gar nicht gehalten Ist bis zum Marienplatz durchgefahren. dann stieg sie da aus ging herauf und dann kam mir auf einmal ein Mann mit kurzen Hose entgegen, mit Waffe in der Hand.

Sie hat meint vom Aussehen hier vielleicht sogar Maschinenpistole und erst auf dem zweiten Blick hat sie erkannt das war ein Polizist ins Zivil. Hat aber da schon ordentlich Schreck gekriegt ist dann rauf gegangen zu unserem Büro und dann hat die Schließkarte nicht funktioniert. Dann ist sie rüber gelaufen zur Presse stelle Polizei in Ettsstraße über die Fußgängerzone.

Es war gespenstisch. ich war auch schon komplett geräumt, da war alles leer. Sie hatten da geklopft um die Leute und die haben es dann reingelassen. Da war sich schon mal sehr froh und konnte dort dann auch arbeiten und berichten. Die haben jetzt nicht direkt die Nachrichten gesteckt, aber sie hat ja eigene Quellen gehabt, eigene Recherchen betrieben und saß dann dort den ganzen Abend über und hat für die SC von dem Abend berichtet.

Und das war wie Sie sagt schon sehr belastend. Genau, ich habe ja schon gesagt es waren rassistischer Anschlag. Kannst du nochmal erzählen was ist da überhaupt noch mal genau passiert? Ja ihr ging es wie allen anderen. Sie wusste erst einmal ganz wenig Es war ganz unklar was es passiert. Es gab Meldungen von Schüssen.

Die Polizei hat auf Twitter immer wieder informiert, das war im Olympiereinkaufszentrum bei einem McDonald's. Dann wurde später klar – das waren so kurz vor sechs die ersten Schüsse – dann gab es Meldung auch im Olympie-Einkaufszentrum und hätte es Schüssem gegeben. Da war die Stadt schon alarmiert, die Polizei hat immer so ein bisschen informiert.

Und dann ist das ja völlig außer Kontrolle geraten. Man hat überhaupt nicht gewusst was los ist, auch die Polizei nicht! Tatsächlich von drei Tätern zwischendurch gesprochen, weil Zeugen ausgesagt haben sie hätten Menschen mit Waffen gesehen. Vielleicht waren es auch Polizisten im Einsatz von Weisen nicht so genau.

Dadurch war der Eindruck in der ganze Stadt sind möglicherweise Attentäter unterwegs. Es war dann so dass tatsächlich Leute von Schüssen in der Innenstadt berichtet haben das gar nicht gab sogenannte Phantom Tatorte. Da brach Panik aus, dann war irrsinnig viel Polizei unterwegs. Es waren allen nicht klar was los ist.

die Leute haben sie teilweise in Geschäfte geflüchtet sind am Boden in Geschärften gelegen und haben sich immer rausgetraut. die Polizei hat aufgefordert nicht auf öffentliche Plätze zu gehen immer mehr und immermehr gewarnt zuerst nur im Olympia-Zentrum dann in der ganzen Stadt. Dann wurden der ganze Nahverkehr lahmgelegt U-Bahn, S-Bahntram Busse Habbahnhof evakuiert.

keiner kann mehr raus und rein in der Stadt. Und dann war immer mehr klar im Olympiereinkaufszentrum das Tote und die Zahl der Toten ist mal mehr gestiegen. Und im Rest der Stadt war auch viel Panik, viel Unruhe. Es gab da Menschen, die haben andere Menschen zu sich reingelassen weil sie nicht mehr wissen wohin.

Die konnten nicht mehr raus aus der Stadt. Die haben Übernachtungsangebote gemacht. es gab eine gewisse Solidarität aber es waren Stimmungen in der Stadt die niemand vergessen werden an diesem Tag in dieser Stadt war also ein ganz dramatisch drastisches Ereignis. Wir waren diese neuen Menschen die da gestorben sind?

Ja das waren hauptsächlich junge Menschen Jugendliche der Täter nach dem Zufallsprinzip ausgewählt hat. Er hat ihm nicht vorgenommen, ihn irgendwie konkret zu töten sondern er hat das nach seinem rassistischen Motiven so ausgesucht dass es Mensch waren die nach Migrationshintergrund ein bisschen aussahen wo man vielleicht vermutet sie kam ursprünglich mal die Familien vielleicht aus anderen Ländern und auf diese hatte dann wahllos geschossen.

Warum hattest du trotzdem so lange gedauert wie du gerade gesagt hast bis man da von einem rassisten Anschlag gesprochen hat? Ja, der ist ein achtzehn Jahre alt junger Mann. Da wurde ich sofort geschaut was hat ihn bewegt? und da gab es auch Hinweise dass er gemobbt wurde Und dann ist die Polizei erst mal davon ausgegangen dass das vielleicht ein Racheakt war für Mobbing-Erfahrungen.

Es gab aber anfangs schon auch oder von Anfang an schon auch Hinweisen auf rassistische Motive Dass sie sich als Arya gefühlt hat, dass sich als überlegende Rasse gefühlte ausmerzen wollte, also klassisches rechtsradikales rechtsextremes Gedankengut. Allerdings haben die Ermittlungsbehörden fast drei Jahre gebraucht bis sie eingeräumt haben das es tatsächlich ein rechtsradikaler rechtsexterivistischer Anschlag war.

Für die Familien der Opferwahl ist eine Tortur. Die haben von Anfang an schon die Ahnung und gewusst dass wohl das das Motiv war auf das es ankam dieser Rassismus. Das war für die wirklich eine Quellerei muss man sagen. Aber die Familien Wir haben darunter zusätzlich gelitten. Man muss sich vorstellen, was das für ein Leid in den Familien ausgelöst hat.

Man blickt ja oft zu sehr auf die Täter. Also diese Familien, was sie durchmachen mussten ist ja unvorstellbar und da hat man denen zusätzlich noch etwas aufgebürdet. Da kann man schon sagen, da haben die Behörden einfach viel zu lange gezögert und fährt zögert um sich da einfach mal zu bekennen. Ja Das war ein rassistischer Anschlag.

Und weißt du, wie es den Hinterbliebenen heute geht? Es ist eine Mischung als Trauer die nicht endet. Eltern haben erst im vergangenen Jahr als wir bericht haben gesagt sie haben auch die Familien mitgetötet. also dieser Schmerz ist da und diese Trauer kam immer auch die Wut unter Ärger dass das rechtsextremistische Motiv so lange ausgeblendet wurde und das glaube ich bis heute so.

man sieht es auch. es gibt also nicht nur das offizielle Gedenken an dem Tag, als es vor zehn Jahren geschehen ist. Sondern es wird auch eine Demonstration geben, wo einfach darauf nochmal hingewiesen wird, dass da vielleicht noch Fragen offen sind. Und warum ist das denn so wichtig wie die Behörden labeln?

Also warum ist es so wichtig, dass es wirklich als rassistischer Anschlag offiziell gilt? Also zuerst einmal ist es für die Familien wichtig. Man will natürlich wissen, warum ist mein Kind, meine Familie getötet worden. Da ist ja nicht schon ein Unterschied ob irgendeiner einen AMO-Klauf macht, weil er gemobbt wurde oder weil es ein klar rassistischer Motiv gab.

Also das ist für die Familien schon mal sehr wichtig aber natürlich auch für die Gesellschaft. Das haben die Eltern immer betont. sie kämpfen diesen Kampf auch für diese Gesellschaft. denn wenn es ein rechtsextremer Anschlag war wie es ist da muss man sich damit umgehen und schauen dass so was nicht bevor kommt dann muss ich es gesellschaftlich aufarbeiten dann muss ja schauen dass sowas nie mehr wieder passiert hat das ganze schon einmal eine andere Dimension und deshalb ist es auch so wichtig.

zur Verteiligung unserer Demokratie ist es wichtig, sich das bewusst zu machen. Und dafür kämpfen die Eltern immer noch nicht alle aber die meisten. und deshalb ist es auch so wichtig dass man das einfach öffentlich sagt und sich auch dazu bekennt. Hat man da aus den Fehlern gelernt. also wie sieht denn das Gedenken jetzt in diesem Jahr aus?

Ich denke schon die Stadt München von Anfang an sehr stark auf diese Für dürfte sich der Familien eingegangen ist, auch früh anerkannt hat das war ein Anschlag auf unsere demokratische offene Stadt. Die Ermittlungsbehörden haben da länger gebraucht. jetzt zum zehnjährigen Gedenken kommt auch Bundespräsident Frank Walter Steinmeier.

Das ist schon mal ein Zeichen dass man die Dimension richtig Einschätzt und auch würdig, es wird Landtagspräsidentin ESA eigener sprechen. Natürlich auch der Münchner Oberbürgermeister Dominic Krause und natürlich auch Vertreter dahinterbliebenen. Beginnen wird diese ganze Veranstaltung mit eine Schweigeminute zu dem Zeitpunkt als die Tat begann, die letzten drei Minuten in der Kranzliedergelegung.

Statt finden wir das Ganze an dem Denkmal für euch! Das an die Opfer erinnert direkt vor dem Olympia Einkaufszentrum Und das gerade schon diese Demo angesprochen, die da gemacht wird. für die offenen Fragen. Wie geht es denn da weiter? Also gibt's da Aussichten dass diese offenen fragen auch noch beantwortet werden?

Ja, die offenden Fragen, das geht in die Richtung. gab es ein rechtsradikales Netzwerk hätte man viel früher ermitteln müssen ob es Hintermänner gab gibt es eine recht extremistische Szene. Der war ganz viel auch in so Spielforen unterwegs, im Netz unterwegs der Täter. da gab es auch Hinweise auf andere rechtsradikale Verbindungen.

also ist das hinreichend aufgeklärt. Das sind diese offenen Fragen die die Angehörigen nach wie vor sehen, die den natürlich anfangs nicht so konsequent hinterhergegangen wurde weil man die Tat nicht so eingeordnet hat. Da hat man gar nicht danach gesucht. Diese offenen Frage sehen die An gehörigen Nach wie vor und sie werden treffen am Gärtnerplatz auch zum Landtag ziehen und dort symbolisch diese offenen Fragen übergeben, auch mit der Forderung das Ganze in einem Untersuchungsausschuss nochmal aufzuarbeiten.

Warum denn die Ermittlungsbehörden so lange gebraucht haben um in diese Ermittlungsspur zu kommen? Ja dann bleibt nur zu hoffen dass jetzt zehn Jahre nach der Tat wirklich eine lange Zeit ist dem auch nachgegangen wird. Aber was halt wichtig ist und was wir auch als Stadtgesellschaft nicht vergessen dürfen natürlich des Leid der Opfer Aber auch das Bewusstsein zu haben, so was darf nicht mehr passieren.

Jede Einzelne muss sich dafür einsetzen dass unsere offene freie Gesellschaft so bleibt wie sie ist. Das ist eine Rungen schafft für uns und die muss man verteidigen. Und da ist es ein ganz starkes Signal und ein starkes Beispiel, dass die Gesellschaft so etwas nicht vergisst und auch für die Zukunft die Lehren daraus zieht.

Jetzt kommen wir noch einmal zu einem leichteren Thema, das ein bisschen anschließt an unser ärztes Thema nämlich an das Bier. Allerdings geht es nicht darum, wie es gebraut wird. Sondern wie und wo es getrunken wird. Lisa, du kannst uns mehr dazu erzählen? Genau! Wir haben ja schon öfter über das Bierverkaufsverbot im Univiertel geredet und da haben wir jetzt ein kleines Update dabei Auch ein heißes Thema.

Da sind viele beim Feiern und haben mir auch viel Spaß aber es ist nicht ganz stressfrei. Genau, es gibt diesen Streit zwischen Kioskbesitzern und den Anwohnern das eben da sehr laut ist. Dass es auch sehr viel Müll gibt der darum geliegt und deswegen sind die Anwohner sehr erzönt und die Kiosktbetreiber wollen natürlich einfach ihre Kioske halt weiter betreiben.

Die leben davon nehmen wir an dass sie auch spät nur verkaufen können? wurde abgewartet, ob es vielleicht so eine Einigung gibt. Und jetzt ist es aber so dass drei der Kürskis schon freiwillig ihren Verkauf von Alkohol nach Mitternacht eingestellt haben immerhin schon mal. Es war ja dieses Bierverkaufsverbot ab zwanzundzig Uhr Stand im Raum.

Sie sind jetzt freiwillige ab Mitternachts schon einmal gemacht. Es gab wohl auch laut KVR weniger Verstöße zum Beispiel beim Verkaufen hartem Alkohl und das begrüßen die auch. also das sehen sie auch. Aber der Lärmpegel nach zwanzunzig Uhr ist wohl immer noch sehr hoch und deswegen bittet auch Oberbürgermeister Dominik Krause nochmal auf ausdrücklich die Feierenden darum, dass man irgendwie auf die Anwohnenden halt Rücksicht nimmt.

Dass man vielleicht ein bisschen weniger rumschreit und bisschen weniger Müll liegen lässt. Mehr miteinander als nur Party. Vielleicht das man auch immer an der anderen denkt, auch wenn es Spaß macht gerade. Genau! Und nächste Woche also am XXI. Juli gibt's eine wichtige Verhandlung. da wird nämlich über die Klage der Kioskbetreiber zum letzten Jahr verhandelt und das würde man jetzt noch ein bisschen abwarten bis man eine finale Entscheidung trifft.

Nächste Woche wirds da ernst und es kommt einen Urteil... Unsere Gastroreporterin Jackie, die ihr vom Gastro-Tipp kennt wird vor Ort sein im Gericht und gibt uns dann ein Update aus dem Gericht. Da reden wir nächste Woche drüber! Und wo wir gerade schon bei Jackie sind? Sind wir jetzt auch schon beim Gastro Tipp?

Es ist ja zwei Tipps dabei. Einmal ein taiwanesisches Bistro und einmal eine Mischung – finde ich richtig cool! Eine Mischungen aus asiatischem Supermarkt. Herr München, eine Freundin hat mir kürzlich das NIO empfohlen. Das kleine thaiwanesische Bistro in der Kiedlerstraße im Sendling sollte dir unbedingt mal auschecken!

Es gibt täglich wechselnde Tagesgerichte – in Ollongtige kochte Eier, geräucherten Tofu, taiwanesisches Rindagulasch oder – und das habe ich probiert – thaiwanesische Baus mit Pultrind. Ein Hauptgericht kriegt ihr für so um die dreizehn Euro. Vorspeisen gehen ab drei Euro sechzig los. Probieren solltet ihr hier übrigens unbedingt das Haus gemachte Golden Kimchi, dass viel süßer und milder im Geschmack ist als die koreanische Variante.

Die steht aber natürlich auch auf der Karte! Und weil ich die Asiatische Küche so liebe, noch ein zweiter Tipp für alle, die nahe dem Rotkreuzplatz wohnen. Der Saigon-Market in der Leonrotstraße eine Mischung aus asiatischem Supermarkt und Imbiss. Hier kriegt ihr zum Beispiel leckeres Partei schon ab neun Euro fünfzig.

Die Rahmen am Nachpartisch sah aber auch ganz gut aus. Ich würde deshalb sagen hinder und gönn euch! Jetzt haben wir nochmal über Gastotipps und Party gesprochen Aber da wollen wir nochmal zum Schluss mit einer guten Nachricht auch einer ernsten guten Nachricht anschließen. Es gibt ein kleines Jubiläum bei der Hilfe für die Ukraine!

Das Dacharote Kreuz, die schon lange Hilfsgüter in die Ukraine bringen, haben jetzt das tausendste Pflegebett in die Ukraine gebracht. Die machen das schon seit nineteeninundneunzig. Damals gab es ja noch gar keinen Krieg. Da waren es dann eher Hilfsküter wegen Hunger-, Winter- oder anderen Krisen und jetzt seit über vier Jahren herrscht dort Krieg – das hat natürlich die Lage nochmal deutlich verschärft!

Es haben sich auch schon viele andere rote Kreutzverbände zurückgezogen, aber das Dachauer Rote Kreuz macht immer noch weiter. Sie haben mittlerweile rund zwei tausend zweiter Tonnen in die Ukraine schon gebracht. also das ist dann so was wie Verbandszeug oder irgendwelche chirurgischen Instrumente und jetzt eben das Tausendste Pflegebett.

Ich finde das mega interessant. Wir haben dazu einen ganz ausführlichen Text, den würden wir mal in den Schaunots verlinken wo die auch erzählen also die vom Dachhauer Rotenkreuz erzählen was sie da wirklich alles vor Ort erlebt haben. man sieht viele Bilder. wie sieht's davor dort aus? Wie sieht es auch davor aus bevor diese Betten zum Beispiel da waren?

und wie viel ist wirklich konkret auch verbessert? In diesem Text steht zb ein Spendenlink wo man auch spenden kann. Ein wichtiges Projekt. und man sieht hier darf man nicht vergessen der Krieg. Es dauert mittlerweile vier Jahre, es wird schon ein bisschen leider Alltag. Da ist es gut dass einfach Menschen gibt die genau hinschauen, die helfen und die auch dann die Nöte in der Ukraine sehen und den Menschen dort noch weiter unterstützen.".

Ich wollte jetzt zum Ende der Folge noch einen Shout-Out machen. Ja aber hau raus! Jetzt hau aus! Ich habe keiner nicht darauf vorbereitet... Jetzt bin ich aber gespannt! Es gibt eine Person wir wissen nichts über diese Personen, die auf Spotify fast jede Folge kommentiert oder der keine Ahnung heißt schreibt Schreibt?

Okay, das ist aber kein Journalist. Warum mutig dann oder...? Nee, weißt du, dieses bei WhatsApp wenn jemand einem schreibt gerade... Das Symbol wird eingeblendet. Ich weiß, was es steht da so. Und sind Sie wenigstens angenehm für uns die Kommentare? Oder sind sie eher kritisch? Immer sehr inhaltlich zum Thema Konstruktivdiskussionen.

Also ich finde die Kommentare mega cool! Wir antworten eigentlich hoffentlich auch immer Und ich wollte einfach mal ein Schautort machen an schreibpunktepunkt. Ich hoffe, du hörst es und ich lese immer dann den Kommentaren und antworte dir. Danke, gerne eine Aufforderung an unsere anderen Hörer! Schreibt uns wenn ihr Ideen habt, wenn ihr Kritik habt, was besser machen sollen oder wenn ihr andere Ideen haben, kurz an uns schreiben.

wir beantworten alles was sie uns schickt. Ja das war's jetzt schon mit dieser Folge. danke fürs Zuhören. Danke für die Überraschung am Schluss. Das war ja eine schöne eigentlich. Wenn Leute mehr kommentieren kann ich jede Woche hier denen überraschen bringen. Ansonsten könnt ihr uns ja alle mal auf Apple Podcast, Spotify oder wo auch immer ihr sonsthin München hört folgen.

Wenn ihr die Glocke aktiviert, kriegt ihr eine Benachrichtigung wenn ne neue Folge da ist. Danke fürs Zuhören und bis nächste Woche! Redaktionsschluss für die Folge ist Dienstag, Juli, um Uhr.

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