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HSV, wir müssen reden – der Fussball-Talk

Poulsen, Capaldo und Co.: So läuft das HSV-Trainingslager

Mittwoch, 16. Juli 2025 · 22 min

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Shownotes

Auf den Spuren der Nationalmannschaft: Seit Montag hat der HSV Quartier bezogen im Trainingslager in Herzogenaurach. Die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin ist für fünf Tage zu Gast bei Adidas im Homeground und genießt dort den gleichen Komfort wie die DFB-Elf bei den letzten beiden Europameisterschaften. Auch die Neuzugänge Yussuf Poulsen und Nicolás Capaldo sind dabei und haben bereits einen guten Eindruck hinterlassen.
Ebenfalls dabei ist Abendblatt-Reporter Stefan Walther, der im Podcast „HSV – wir müssen reden“ mit Henrik Jacobs und Kai Schiller über seine Eindrücke vom HSV und die letzten Transferneuigkeiten spricht. Stefan durfte sich am Dienstag auch im HSV-Quartier umgucken, schaute natürlich beim Training zu und hatte auch schon ein längeres Gespräch mit Trainer Polzin.
Doch ganz so dicht an die Mannschaft wie früher kommt auch Stefan den Spielern in Herzogenaurach nicht. Wie war das eigentlich vor ein paar Jahren, als es noch möglich war, sich mit den Spielern nach dem Abendessen an der Hotelbar zu treffen? Als man als Journalist sogar noch im gleichen Hotel wohnen durfte. Ein kleiner Trainingslagerblick zurück nach vorne.
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Music. HSV wandelt auf den Spuren der Nationalmannschaft. Am Montag ist der Aufsteiger in den Adidas Homeground von Herzogenaurach gezogen. Ein Ort, an dem der Grundstein für die neue Bundesligasaison gelegt werden soll. Und ein Ort, den mein Kollege Nummer 1 noch sehr gut kennt. Und das ist Kai Schiller. Moin Kai. Moin Hendrik.

Wie oft schon da gewesen mit der Nationalmannschaft? Ich nur einmal und ich glaube genauso wie du, oder? Ja, ich war jetzt tatsächlich ein paar Mal schon da durch EM und Nations League. Und ja, gewinne auch gegen meinen Kollegen Nummer zwei, der ist nämlich jetzt zum ersten Mal da und zwar Stefan Walter ist für uns vor Ort in Herzogenaurach im Homeground und gerade direkt beim Training, man hört es schon. Moin Stefan.

Moin Henrik. Ja, ich bin ja direkt am Platz. Man hört wahrscheinlich auch die Geräusche im Hintergrund und den Wind. Lasst euch davon nicht hören. Vom Wind hören wir noch nichts, aber die lautstarken Kommandos, wer auch immer das ist im Hintergrund, die sind schon mal zu hören. Du hast auch heute schon ein paar Eindrücke gesammelt. Warst auch schon am Pool im Mannschaftshotel und hast uns ein Foto geschickt. Warst du auch schon drin?

Ich habe tatsächlich direkt gefragt. Das war meine erste Frage, als wir auf das Gelände raufgelaufen sind, ob ich jetzt mal in den Pool springen kann, um dann auch wirklich den perfekten Blick auf die große Leinwand am Pool genießen zu können. Es ist eigentlich nur gelacht worden auf meine Frage hin, aber richtig eine Antwort habe ich nicht bekommen. Von daher hoffe ich noch, dass ich das nochmal nachholen kann bis Freitag.

Aber Badehose ist eingepackt, bin an der Worten. Badehose habe ich eingepackt. Mein Hotel hat sowieso eine Sauna. Also ein bisschen Arbeit muss ich auch noch zwischendurch. Es gibt ja böse Zungen, die behaupten, Trainingslagerzeit ist Urlaubszeit. So war das auf jeden Fall vor 10, 20 Jahren noch, als Kai regelmäßig im Trainingslager war.

Aber immer nur Urlaub auf jeden Fall, aber gar keine Ahnung. Mittlerweile haben sich ja die Zeiten etwas geändert und Kai hat wahrscheinlich nicht ganz so viele Geschichten gemacht wie du, Stefan. Du hast jetzt online quasi schon einige kleine Stückchen uns geliefert. Bist auch jetzt aktuell beim Training. Vielleicht kannst du ja nochmal uns ein kleines Personal-Update geben.

Wie sieht es denn aus zum Beispiel mit Yusuf Paulsen? Der war im ersten Training nur individuell dabei, jetzt im zweiten ist er voll dabei oder noch nicht? Tatsächlich absolviert er auch bei der zweiten Einheit nur ein individuelles Programm mit Reha-Trainer Sebastian Kampel. Das war auch von vornherein so geplant. So ist es uns nach der ersten Einheit gesagt worden.

Paulsen soll heute erstmal ganz langsam reinfinden bei seiner ersten Trainingseinheit dieses Sommers. Er hat ja mit RB Leipzig auch noch nicht trainiert. Und Manny Polzin verfolgt da eben den langfristigen Plan, ihn behubsam aufzubauen, an die Belastung der anderen ranzuführen, die ja schon seit zwei Wochen im Training sind.

Und deswegen ist Pausen heute bei beiden Einheiten nur individuell dabei. Er wird aber im Laufe des Trainingslagers auch mit der Mannschaft trainieren, aber eben nicht das gesamte Pensum absolvieren. So ist der Plan beim HSV. Und wie ist das bei Neuzugang Nummer zwei bei Nikolas Capaldo? Der ist ja voll dabei.

Ja, Capaldo wirkt hier voll mit. also sowohl vormittags als auch jetzt am frühen Abend ist er dabei und ja, Zeigt schon mal sein Können, fügt sich hier ein, gefällt eben auch durch seine Art, dann eben auch immer die Gegenspieler schnell anzulaufen und schnell zu attackieren. Also genau die Spielweise, die sich der HSV vorgenommen hat für die Bundesliga, dem Gegner gar keine Luft zum Atmen zu lassen nach der Ballannahme.

Dieses System passt da ganz gut rein. Ich bin allerdings mal gespannt, inwiefern er auch offensiv zu einer Verstärkung für den HSV werden kann. Es war ja jetzt auch noch nicht so ganz klar, für welche Position der HSV ihn eigentlich eingeplant hat. Also er hat ja in Salzburg auch ein paar Mal Rechtsverteidiger gespielt.

Auch da sucht der HSV ja grundsätzlich noch, auch wenn es jetzt nicht die Priorität Nummer 1 ist aktuell in der Kaderplanung. Aber kann man schon im Training jetzt erkennen, wo der HSV ihn da einplant, wo er eingesetzt wird? Nein, das lässt sich jetzt so noch nicht erkennen, weil hier noch kein Elft gegen Elf zum Beispiel gespielt wurde, sondern bisher gab es nur kleinere Spielformen.

Aber Capaldo ist nach meinem Kenntnisstand ganz klar auf der Acht eingeplant, an der Seite von Nikolai Remberg. Die beiden sollen die neuen Kampfschweine im Mittelfeld werden, nenne ich es mal, also die neuen Dauerläufer, die da eben auch schon ordentlich abräumen, bevor der Gegner Druck auf die eigene Abwehr ausüben kann.

Und dann ist dann jetzt Jonas Meffert auf der Sechs eine Position dahinter und dann braucht man aber natürlich auch noch etwas Kreativität auf dem Sieben-Mittelfeld. Ist die Frage, ob man die dann überhaupt noch einbauen kann, wenn man mit einem Sechser und zwei Achtern spielt, sind ja eigentlich quasi die zentralen Positionen weg. bleibt dann noch Platz für einen Zehner, je nachdem, wie man dann auch spielt.

Dreierkette, Viererkette. Wie waren da so die Beobachtungen in Kopenhagen auch? Ja, der letzte Zusatz war der entscheidende. Also je nachdem, wie man spielt. Was auffällig ist, ist, dass Polzin hier wirklich mehrere Varianten einstudiert. Nicht nur in Herzfunk-Auras, sondern vor allem auch schon in den zwei Trainingswochen zuvor.

Das war auch bei den Testspielen sichtbar. Da kam es auch zu einer Hybridrolle gegen Elstorf und Oldenburg, gespielt von Summa Röhrbruch, Daniel Elstertli, die dann immer wieder gewechselt haben zwischen einem Dreierkettenaufbau oder eben der Position im defensiven Mittelfeld. In Kopenhagen hat der HSV beide Halbzeiten mit einer Dreierkette gespielt.

Und je nachdem, wie sich das dann alles sortiert, kann der HSV durchaus auch mit einem Zehner spielen, selbst wenn Remberg, Krapaldo und Mescad dahinter agieren. Wie ist denn das? Habt ihr die Möglichkeit, nach jedem Training dann auch, weiß ich nicht, mit einem Trainer oder einem Spieler zu sprechen?

Oder habt ihr überhaupt schon mal mit einem von den HSV-Protagonisten ein Gespräch gehabt? Also gestern nach der ersten Einheit haben wir einmal mit Berlin-Polzin gesprochen und er hat ein bisschen erzählt, wie gut sie angekommen sind und was so seine Pläne sind für das Trainingslager. Heute nach der zweiten Einheit werden wir mit Yusuf Paulsen sprechen, ihrem neuen Stürmer, werden ihn auch einmal willkommen heißen hier im HSV-Kosmos.

Jeder, der hier von den Journalisten vor Ort ist, bekommt auch einen Einzeltermin. Ich setze darauf, dass ich meinen Morgen kriegen werde. Von daher hat man hier immer volles Programm und wie Henrik eigentlich schon gesagt hat, ein bisschen mehr zu tun als bei dir, Kai. Was natürlich alle HSV-Fans immer besonders interessiert, glaubst du, dass möglicherweise noch ein Neuzugang im Laufe des Trainingslagers dazukommt?

Oder Stefan Kunz und Klaus Koster sind ja auch vor Ort, wird sich das wahrscheinlich eher schwieriger umsetzen lassen? Ja, da gehe ich tatsächlich nicht von aus. Ich habe die Frage gestern auch gestellt, da war die klare Antwort, dass nicht davon auszugehen ist, dass hier im Trainingslager etwas passiert in Sachen Neuzugängen, da sowohl Stefan Kunz als auch Klaus Koster und der Chef-Scout Sebastian Dirschel hier ungefähr sechs Meter von mir entfernt stehen.

Ist ja auch heute erstmal nichts geplant. Transferzeit ist auch immer Gerüchtezeit. Gibt es irgendwelche neuen Gerüchte, denen du nachgehst und die wir wissen sollten? Ja, das Thema Amel-Bella-Kotcha bleibt natürlich heiß beim HSV, der Innenverteidiger vom FC Southenton, an dem die Hamburger interessiert sind.

Allerdings gibt es da nicht so wahnsinnig viel Bewegung aktuell. Es finden tatsächlich noch keine Ablöseverhandlungen zwischen dem HSV und Southenton statt, was daran liegt, dass der Spieler selbst sich noch nicht entschieden hat, für welchen Klub er denn eigentlich spielen möchte nächste Saison. Klar ist nur, dass er von Southenton weg will.

Er hat aber noch nicht für sich die Entscheidung getroffen, ob es dann der HSV sein soll oder vielleicht auch Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen, denen ein Interesse an ihm nachgesagt wird. Die Bundesliga soll es schon werden, wie zu vernehmen ist. Aber der HSV wartet da auch auf eine klare Zusage des Spielers, bevor man da in konkrete Verhandlungen mit dem abgebenden Verein geht.

Ich würde jetzt vorschlagen, geh doch einfach mal die sechs Meter weiter zur Seite und hol dann Stefan Kunz oder Klaus Koster direkt mit hier rein und frag doch mal, wie es aussieht bei Bella Koczab. Ansonsten könnt ihr ihn auch mal fragen, wie es mit einem neuen Torwart aussieht. Also du hast ja jetzt auch am Dienstag die Geschichte gemacht, wie es jetzt weitergeht mit Daniel Heuer-Fernandes und auch mit einer neuen potenziellen Nummer 1. Wie ist da der Stand der Dinge?

Ja, der HSV sucht tatsächlich keine reine Nummer 2 für das Tor, sondern einen Spieler, der nach Möglichkeit ja im Prinzip so früh wie möglich auch den Status der Nummer 1 ausfüllen kann. Jetzt nicht sofort, aber vielleicht auch schon im Laufe der Saison. Es ist also nicht klar, dass Daniel Heuer-Fernandes alle 34 Spieltage von Beginn an im Tor stehen wird.

Jetzt gibt es so verschiedene Modelle von Kandidaten, mit denen sich der HSV beschäftigt. Da geht es auch zum einen um eine Laie, zum anderen um einen Kauf. Aber das klare Vorhaben ist, sich zu verbessern im Tor. Und zu verbessern heißt natürlich auch, dass der Neue nicht nur die Nummer zwei ist, sondern dass er das Zeug hat, Daniel Heuer-Fernandes im Tor des HSV abzulösen.

Hendrik ist ja ein sehr gewissenhafter Kollege und hat mir hier einen Speckzettel geschrieben, wo ein paar Fragen draufstehen, unter anderem, wie nah kommt ihr an die Mannschaft ran und wenn ich jetzt das im Hintergrund höre und du im Pool quasi schon warst, dann ist die Antwort, ihr seid ziemlich nah an der Mannschaft ran.

Ja, wobei wir extra am Pool und auf der Hotelanlage waren, als die Mannschaft heute Vorhochmutter trainiert hat. Also das war schon der klare Deal, dass wir den Jungs da nicht in die Quere kommen, sondern wir waren da, als die Spieler nicht da waren. Und jetzt beim Training stehe ich hier neben dem Trainingsplatz, beziehungsweise ist hier in der Herzogenauras so ein kleines Podest für Journalisten, aber auch Videoanalysten vom HSV aufgebaut.

Die 6 Meter zu den Verantwortlichen zum Beispiel sind auch eher Luftlinie. Und es ist nicht so, dass ich einfach nur 6 Meter rüberlaufen musste. Ich müsste auch runterspringen. Das würde ich mir selbst jetzt nicht empfehlen. Das würde ich deinen Kreuzbändern auch nicht empfehlen, wenn ich da noch hinzufügen darf.

Genau, die paar Fetzen, die da noch vorhanden sind vom Kreuzband, denen würde ich das auch nicht empfehlen. Also von daher nah an der Mannschaft dran ist relativ. Es ist jetzt nicht so, dass wir hier ständig mit den Jungs in Klausch kommen. Es ist gar nicht so. Aber wir sind nah genug dran, um eben genug Eindrücke zu gewinnen, die wir dann auch an unsere Leser und Hörer natürlich transportieren können.

Dann kommt ihr auf jeden Fall deutlich dichter dran als zuletzt dann bei der Nationalmannschaft. Also das ist ja wirklich so, das kennt Kai auch noch aus seiner Zeit als Reporter. Ja, meistens hat man so 15 Minuten Zeit zu gucken, wie die Mannschaft sich warmläuft und dann noch so ein paar vielleicht Passformen macht.

Aber dann wird man auch geschlossen der Anlage verwiesen. Ja, da kommst du auf jeden Fall jetzt beim HSV noch deutlich dichter dran und du warst ja auch jetzt heute schon bei einer Führung durch den Homeground. Vielleicht kannst du mal sagen, was dir jetzt da so besonders in Erinnerung geblieben ist.

Also faszinierend ist schon, wenn hier im Hintergrund die Spieler jubeln, die gerade eine kleine Fun-Competition gewonnen haben. Faszinierend ist schon, wie wirklich der große Pool direkt im Blick auf die große Leinwand in der Mitte der Anlage gewährleistet. Und Adidas nennt es Marktplatz da im Zentrum des Quartiers.

Tatsächlich ganz interessant, weil dieser Marktplatz beziehungsweise der Pool umgeben ist, sowohl vom Essensraum als auch den Behandlungsräumen und dem sogenannten Arbeitsbereich. Also dort, wo dann auch Videositzungen stattfinden oder generelle Teamsitzungen, wo auch das Trainerbüro zu finden ist. Und dadurch sind die Wege extrem kurz. Dadurch, dass ausschließlich die Mannschaft beziehungsweise die Staff-Mitglieder hier untergebracht sind.

Kann man da auch mal die Gardine öffnen zum Physiobereich, um dann eben auch mit seinen Mitspielern interagieren zu können. Das sind schon Voraussetzungen, die es jetzt vielleicht woanders in anderen Quartieren nicht gibt, weil dann auch die Fans mit untergebracht sind und man dann eben doch auch mal versucht, einen geschützten Bereich herzustellen.

Das braucht man hier nicht, weil wirklich ausschließlich der HSV auf der Anlage rumturnt und deswegen ist es für die Mannschaft natürlich sind es optimale Bedingungen, um sich hier auf die Bundesliga fortzubereiten. Stichwort Adidas, der Ausrüster vom HSV Also habe ich heute Morgen gelesen, dass der CEO, also Björn Gulden, auch beim Training zugeguckt hat.

Hat er denn im HSV-Trikot zugeguckt? Also möglicherweise hat er unter seiner Adidas-Jacke ein HSV-Trikot drunter gehabt. Es gibt auf jeden Fall Fotos, die das zeigen bei einer späteren Veranstaltung. Also wenn er sich dafür nicht extra nochmal umgezogen hat, dann hat er erst heute Morgen auch schon drunter.

Zu sehen war es aber nicht, weil er, wie gesagt, eine Jacke drüber hatte. Aber er ist, ja, zumindest machte es den Anschein gegen seinen Willen, in den Spielerkreis dazugerufen worden, mit Applaus empfangen worden, hat dann ein, zwei Sätze zur Mannschaft gerichtet und dann wieder das Wort an Melanie Polzin übergeben.

Also Björn Gulden ist hier auch mittendrin, statt nur dabei im Phoenix-Lager. Ich glaube, das war dieser klassische Fan-Talk oder Fan-Treff, den es ja eigentlich in jedem Trainingslager gibt. Dürftet ihr Journalisten auch dabei sein? Er findet tatsächlich erst am Mittwochabend statt. Von daher war es eine andere Veranstaltung vor den Mitarbeitern von Adidas und den Staffelgliedern von HSV.

Aber mit Applaus wollen wir dich jetzt auch mal zurück zur Arbeit verabschieden, weil das ist ja kein Urlaub, wie du das Thema betont hast. Und deswegen gucken wir jetzt mal genau hin, was Kollege Paulsen und Co. Da im Training machen. Und dann darfst du uns sehr gerne in den nächsten Tagen ein bisschen genauer noch Bericht erstatten. Auf jeden Fall vielen Dank, dass du dir ein bisschen Zeit genommen hast für uns.

Und dann würden wir dich in den wohlverdienten Feierabend, den du ja eigentlich den ganzen Tag schon hast, zu abschieden. Sehr gut, dann lege ich mich jetzt wieder am Pool und nehme heute Abend nochmal ein kleines Rad in der Sauna. Badehose nicht vergessen. Schönen Feierabend auch nach Hamburg. Badehose habe ich sowieso immer an. Was soll ich hier sonst anziehen?

Alles in Lohr bei mir. Ja, vielen Dank, Stefan. Kai, vielleicht können wir noch ein bisschen weitermachen. Gerade Bier und Gulden, da fällt mir gerade ein. Ich bin da noch über eine alte Geschichte gestolpert, dass der auch mal zum HSV kommen sollte. Wie war das damals? Kannst du dich noch erinnern an die Geschichte?

Ja, ehrlicherweise dunkel. Also ich meine, das müsste so 2011, glaube ich, gewesen sein. 2011, 12 vielleicht. Da war als Nachfolger von Bernd Hoffmann vorgesehen. Ich weiß noch, dass es damals war ja Deichmann CEO. Und es gab auf jeden Fall Gespräche mit ihm. Warum die nicht zum Ziel geführt sind, weiß ich gar nicht mehr so ganz genau.

Ich glaube, es war sogar so, dass er ursprünglich als Ergänzung in den Vorstand vorgesehen war. Dann als Nachfolger und am Ende des Tages haben sich die Gespräche aber zerschlagen, wie damals beim Ausgerät ja das eine oder andere Gespräch erinnere. Ich erinnere mich da auch noch an Matthias Sammer und Co.

Am Ende des Tages ist er dann nicht zum HSV gekommen, hat Karriere bei Adidas gemacht, vielleicht ganz gut für ihn. Der Sammer mit dem Hammer oder der Hammer mit dem Sammer, wie er es damals hieß. Da könnte man tatsächlich mal einen eigenen Podcast noch draus machen, wer eigentlich alles so beim HSV mal Manager werden sollte.

Ich glaube, da kommen noch viele Namen zusammen, aber ja, Björn Gulden war auch damals dabei und jetzt führt er die Geschäfte von Adidas sehr erfolgreich, auch wenn er dann ja bald nicht mehr bei der Nationalmannschaft mit Adidas dabei sein wird, aber beim HSV läuft die Partnerschaft noch weiter. Ja, Stichwort Trainingslager, Kai, du bist jetzt auch schon einige Jahre hier dabei beim Abendblatt, noch deutlich länger als ich.

Weißt du noch, wann dein erstes Trainingslager eigentlich war mit dem HSV? Oh, mein erstes Trainingsleiter, ich glaube, das müsste 2009 gewesen sein. Bin mir aber nicht so ganz sicher, es war auf jeden Fall in Österreich. Müsste da Bruno Labbadia gewesen sein? War es Bruno Labbadia? Thomas Dohl hast du, glaube ich, nicht mehr miterlebt und dann Martin Johl. Martin Johl war mein erster HSV-Trainer.

Okay, dann müsste Martin Johl gewesen sein. Ja, kann sein, genau. Ja, so war es. Wo war das und was ist dir noch in Erinnerung? Es war, ich meine, im Stanglwirt, nee, nicht Stanglwirt, es war auf jeden Fall in Österreich. Wie hieß denn das noch? Ah, ich habe es vergessen. Die hatten einen Exklusivvertrag drei Jahre lang, das weiß ich noch, mit irgendeiner Österreich-Gegend. Aber welche das war, weiß ich leider nicht.

Ich glaube, in Österreich war der HSV jetzt aber auch schon überall. Ja, aber da waren sie drei Jahre in Folge. Ich weiß nicht noch, da war so ein Term, der wirklich sehr luxuriös war. Lengenfeld wahrscheinlich. Ja, genau, Lengenfeld war es, richtig. Und das Schöne war, die Journalisten durften damals noch, davon kann Stefan und davon können wir heute träumen, Wir durften noch im Mannschaftshotel übernachten.

Und tatsächlich, ich kann mich auch noch erinnern, wir hatten eine Badehose eingepackt und konnten dann abends nach Feierabend diese Thermen genießen und benutzen. Und ja, das war ziemlich luxuriös und hat sehr, sehr viel Spaß gemacht. Und auch die Bedingungen als Journalist waren überragend. Erstens Trainingsplatz genau neben dem Hotel.

Dann konnte man immer wunderbar auf dem Rückweg und Hinweg zum Training mit den Spielern sprechen, sich eingreifen und ein bisschen fachsimpeln und sich dann auch immer noch, auch das ist heute undenkbar. Verabreden für nach Mittagessen, nach dem Abendessen, nochmal an der Hotelbahn Gespräch und ehrlicherweise, da hat man meistens am meisten erfahren und das waren leider ganz andere Zeiten, aber die haben auf jeden Fall extrem viel Spaß gemacht.

Ich glaube, die ganz guten alten Zeiten hast du aber auch nicht mehr miterlebt. Die erzählt uns dann unser Kollege und Ressortleiter Alexander Lauchs dann gerne, wie er, glaube ich, mit den Kollegen, mit Thomas Doll zusammen im Trainingslager dann ein Trinken war. Und ich glaube, auf der Rückfahrt saß dann der Trainer im Coverraum, so ungefähr wird die Geschichte gerne mal erzählt.

Ja, nicht nur ein Trinken, glaube ich, von den meisten. Es waren eher zwei oder drei. Aber genau, das sind dann die ganz alten Geschichten. Aber ja, die habe ich dann auch nicht mehr so ganz miterlebt. Mein erstes Trainingslager, das weiß ich noch, 2015. Das war dann nach der Relegation mit Bruno Labbadia und auch da war relativ viel los noch in der Schweiz in Graubünden.

Da hatten wir das Glück noch, wir konnten auf der gleichen Hotelanlage sein wie der HSV, obwohl das auch damals schon eigentlich nicht mehr erwünscht war. Aber ich glaube, da gab es auch einfach keine anderen Hotels in der Nähe und dadurch, dass das so ein bisschen geteilt war, durften wir dann zumindest im gleichen Komplex wohnen und haben dann die Spieler mal in der Lobby getroffen.

Und da gab es dann aber auch so Momente, wo dann Valon Berami, der kam etwas zu spät mit seinem Ferrari in die innere Garage rein und aber auch relativ schnell wieder raus, weil er, glaube ich, auch nicht mehr beim HSV geblieben ist und nur noch mal kurz Tschüss gesagt hat. Und ich weiß auch noch, das könnte aber ein Jahr später gewesen sein, Luis Holtby, die waren auf einer Fahrradtour und wir saßen im Prinzip nur draußen vor dem Hotel und wollten ein paar Fotos machen von den Spielern, wie sie dann wieder zurückkamen.

Und Luis Holtby fehlte. Und wir wussten natürlich erst nicht, warum, aber es sickerte dann so langsam durch. Der eine oder andere hat das dann mitbekommen, dass er während der Tour irgendwo vom Fahrrad gefallen ist und dann gar nicht zurück zum Hotel kam, sondern direkt ins Krankenhaus musste, sich das Schlüsselbein gebrochen hat.

Und wir hatten dann direkt die ganzen Infos und ich glaube, darum geht es natürlich, dass der SV schon versucht, das irgendwie zu vermeiden, dass die Journalisten dann natürlich auch alle irgendwie rumhängen und versuchen, alles zu beobachten und natürlich dann auch hier und da mal ein Foto machen. Kannst du dich noch erinnern, wann das überhaupt so anfing, dass dann die Journalisten nicht mehr mit in den Hotels dabei sein durften?

Nee, kann ich nicht, aber ich bin gerade total verwirrt, muss ich gestehen, weil Luis Holpi, das ist fast ein Déjà-vu, weil ich habe gerade die gleiche Geschichte mit ihm erlebt und ich meine, dass es in Abu Dhabi war oder in Dubai, ich glaube Abu Dhabi ebenfalls, ich meine Schlüsselbein. War tatsächlich ja auch Schlüsselbein, aber da ist er nicht vom Fahrrad gefallen. Nee, genau.

Aber was ich noch genau weiß, ist, dass er, das war, also seine Freundin ist sogar damals Freundin, jetzt Frau, wurde noch eingeflogen und ich weiß noch genau, dass diese Szene, da ist die Fahrstuhltür aufgegangen und ich meine, dass er da mit von Peter Knebel gefahren worden ist im Rollstuhl und dann hat der ein oder andere Journalist, nicht das Armblatt, ein Foto, ein Handyfoto von ihm gemacht und das fand er gar nicht witzig und das fand auch Peter Knebel gar nicht witzig.

Ich erinnere mich an die Geschichte, ja. Aber deswegen war ich jetzt ganz verwirrt, weil dann hat er zusammenhauen, oder wie das? Innerhalb kurzer Zeit, ja. Okay, ja, okay, so kletz ich das dann auf, aber man merkt, wir sind schon ein bisschen älter und auch vergesslich, ja. Nee, wann es aufgehört hat, dass man als Journalist im Trainingsleger dabei sein durfte, weiß ich nicht ganz genau.

Ich vermute mal so ungefähr, hast du ja gesagt, 2015 durfte man noch und ich meine, dass es schnell danach leider vorbei war, was wirklich sehr schade war, weil das tatsächlich die besten Gespräche waren und auch nicht nur die besten Gespräche, man hat irgendwie ein Draht aufgebaut zu den Spielern und ich kann mich noch sehr gut erinnern, da habe ich auch glaube ich letzte Woche erzählt, wie wir früher, es gab in irgendeinem Trainingslager, ich meine in Belek war es eine Tischtennisplatte, im Keller da hat man sich dann mit den Spielern abends getroffen und hat Runde gespielt und Drobny sehr sehr stark, Katscha sehr sehr stark, Töhrer hat da auch immer gut mitgespielt.

Glück an Töhrer stark. Ja, genau. Ich habe das vergessen. All das kann man sich kaum noch vorstellen. Das klingt jetzt so wie ein bisschen Opa erzählt vom Krieg, aber hat auf jeden Fall großen Spaß gemacht. Und trotzdem ist es so, dass man im Trainingslager natürlich schon noch ein bisschen mehr mitkriegt als jetzt im normalen Trainingsalltag.

Auch wenn wir als Schnellsten immer noch das Glück haben, beim HSV auch eigentlich jedes Training beobachten zu dürfen. Da ist Merlin Pozzin ja deutlich offener als vielleicht noch frühere HSV-Trainer, wo das dann doch schwieriger war, wo da Banden hochgezogen wurden. Aber trotzdem so hier und da mal ein kleiner Smalltalk mit einem Spieler nach dem Training oder der Trainer ist dann auch direkt greifbar.

Und insgesamt sind natürlich auch alle noch besser drauf, gerade jetzt in der Sommervorbereitung, wo es gerade erst losgeht, alle irgendwie aus dem Urlaub kommen und noch motiviert sind. Macht das auf jeden Fall immer Spaß, aber klar, Urlaub, naja, gut, das war zu deiner Zeit dann so. Das war zu meiner Zeit dann so, haha.

Aber tatsächlich, was man vielleicht mal den Hörern auch mal sagen muss, weil das bestimmt die wenigsten wissen. Wir sind ja als Journalisten beim HSV auch relativ verwöhnt. Also wir kommen tatsächlich immer noch deutlich näher ran, als es bei vielen anderen Bundesliga-Clubs mittlerweile üblich ist. Und da muss man nicht nur zu den Bayern oder nach Dortmund und zu den absoluten Spitzenklubs gucken, wo tatsächlich so gut wie gar kein Training mehr öffentlich ist.

Man könnte da tatsächlich sogar in der eigenen Stadt da mal gucken. Also am HSV sind ja wirklich alle Trainingseinheiten offen und das ist nicht nur als Journalist, sondern natürlich auch als Fan ganz toll, dass man da hinkommen kann, oft viel sehen kann, eigentlich immer sich ein Autogramm holen kann und das ist in der Bundesliga heutzutage gar nicht mehr so üblich.

Ja, auf jeden Fall ein paar Einblicke aus dem aktuellen Trainingslager und aus früheren Trainingslagern und Stefan ist weiterhin noch für uns vor Ort bis Freitag, dann geht es ja weiter nach Graz, da bin ich dann und berichte am Wochenende vom nächsten Testspiel und genau, dann werden wir uns in der kommenden Woche wieder melden hier an Ort und Stelle und genau, schaltet gerne wieder ein.

In Hamburg sagt man Tschüss, bei uns heißt das, auf Wiederhören. Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie in unserer Abendblatt-Podcast-App und auch. Music.

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