
HSV, wir müssen reden – der Fussball-Talk
Poulsen-Insider über HSV-Wechsel: „Der Deal wird über die Bühne gehen“
Dienstag, 8. Juli 2025 · 30 min
Kapitelklicken springt direkt hin
Shownotes
Guido Schäfer kennt Leipzigs Stürmer Yussuf Poulsen (31) bereits seit zwölf Jahren. Damals, im Jahr 2013, also weit vor dem Interesse des HSV, habe der Ex-Profi und heutige Journalist zu Leipzigs Ex-Sportdirektor Ralf Rangnick gesagt, dass ebenjener Poulsen doch gar nicht kicken könne. Zwar fiel der Däne bei seiner ersten Trainingseinheit für RB durch seine enorme Physis auf, doch der Ball war gerade bei der Annahme nicht immer sein Freund.
Die Zeiten haben sich geändert. „Er wurde fußballerisch immer besser“, sagt Schäfer heute über Poulsen, den er als „charakterlich einwandfrei“ und als „einen der besten Anläufer der Bundesliga“ beschreibt. Der Stürmer sei zwar „auch heute kein Dribbelkönig, kann die Bälle aber super verarbeiten und ist dazu noch lauf- und extrem kopfballstark“, sagt der Reporter der „Leipziger Volkszeitung“ im Abendblatt-Podcast HSV, wir müssen reden. „Bei gegnerischen Standards köpft Yussuf die Dinger hinten raus. Das Gesamtkunstwerk Yussuf Poulsen ist ein sehr stimmiges.“
Aktuell verhandelt der HSV mit Leipzig und dem Spielerberater über einen Transfer. Alle Seiten sind bereit, Kompromisse einzugehen, um den Wechsel zu ermöglichen. Das momentan aussichtsreichste Modell ist, dass der HSV eine Ablöse von rund zwei Millionen Euro zahlt, die Leipzig in eine Abfindung für Poulsen reinvestiert und zusätzlich noch draufzahlt. Beim HSV könnte Poulsen, der bei RB ein Grundgehalt von sechs Millionen Euro bezieht, knapp unter zwei Millionen Euro pro Jahr verdienen.
„Der HSV ist der erste Verein, mit dem Poulsen seit seinem Wechsel vor zwölf Jahren nach Leipzig spricht“, sagt Schäfer zur Einordnung des bevorstehenden Transfers. „Ich bin mir sehr, sehr sicher, dass der Deal über die Bühne geht. Die finanziellen Dinge werden momentan besprochen, alle sind sehr interessiert an diesem Wechsel. Ich kann dem HSV nur gratulieren, wenn es dazu kommt.“
In Hamburg soll Poulsen Aufstiegsheld Davie Selke ersetzen, der sich momentan auf Vereinssuche befinden. Selke war nicht nur wegen seiner 22 Tore wichtig, gefragt waren vor allem seine Führungsqualitäten abseits des Platzes. Genau dieses Profil brächte auch Poulsen mit. „Yussuf ist eminent wichtig für die Kabine, spricht viele Sprachen und interessiert sich für das Gefüge einer Mannschaft“, schwärmt Schäfer, der Poulsen zum Abschied bereits eine Sache versprochen hat: Eine komplette Seite in der Leipziger Volkszeitung „aus meiner goldenen Feder“.
#HSVPodcast #HSV #YussufPoulsen #Transfergerüchte #Leipzig #RBL #Bundesliga
#2Liga #FußballTransfer #HSVWirMüssenReden #GuidoSchäfer #DavieSelke #Neuzugang
–Weitere Podcast unter: abendblatt.de/podcast
- Wir freuen uns auf Eure Bewertungen und Likes
- Abonniert unseren Podcast, natürlich kostenlos
- Feedback: moinhamburg@abendblatt.abendblatt.de/podcast
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
HSV, wir müssen reden. Der Abendblatt-Podcast rund um den Hamburger Sportverein. Wäre Yusuf Paulsen genau der richtige Stürmer für den HSV? Was kann der 31-Jährige eigentlich noch und wie tickt er und kann sich der HSV denn den überhaupt leisten? Über diese Fragen wollen wir heute im ersten Teil unseres Podcasts HSV Wir Müssten Reden sprechen und im zweiten Teil geht es dann nochmal nach Dänemark, aber auch nach Herzogenaurach, nach Mallorca und sonst wo auf die Welt.
Denn dann geht es ein bisschen um die Pläne in der Vorbereitung. Mein Name ist Kai Schiller und im Studio hier am Großen Burster begrüße ich zum einen meinen Kollegen Stefan Walter. Moin Stefan. Moin Kai, bei mir kommt direkt Urlaubsfeeling hoch bei der Aufzählung der ganzen Orte, zu denen ich jetzt noch reisen werde.
Und dann erinnere ich mich daran, dass ich ja leider beruflich da bin. Ja, der eine nennt es Beruf, der andere nennt es Urlaub. Darüber reden wir aber vor allem im zweiten Teil. Und bevor wir das tun, kommen wir nämlich zum ersten Teil. Und da begrüßen wir bei uns in der Leitung eine echte, ich würde mal sagen, Reporter-Legende.
Den wahrscheinlich besten Journalisten-Kicker, den es jemals gegeben hat. Und vor allen Dingen einen richtig guten Josef-Paulsen-Versteher. Moin und herzlich willkommen nach Leipzig an Guido Schäfer von der Leipziger Volkszeitung. Moin. Ja, danke. Moin. Grüße. Schöne Hamburg. Ja, moin Guido. Auch von meiner Seite, was der Hörer nicht weiß.
Du hast mir kurz vor der Aufnahme nochmal ein Foto geschickt von dir und Josef Paulsen. Vielleicht kannst du uns einmal gleich zu Beginn abholen. Wie ist dein Verhältnis zu Yusuf? Wie sehr macht es dir Spaß, ihn auch zu interviewen? Und wie sehr wirst du ihn möglicherweise auch vermissen, wenn sein Weg nach Hamburg führt?
Ja, wir haben ein sehr gutes Verhältnis. Er ist einer der wenigen Spieler, von denen ich noch die Telefonnummer habe und der auch mal ans Telefon geht, der auch eine SMS beantwortet. Das dünnt sich ein bisschen aus wie mein Haupthaar. Also die neuen Stars, da kriegt man keine Nummern mehr, das kennt ihr selbst.
Da muss man dann über die Presseabteilung gehen und so. Also ich kenne Jusuf seit 2013. Ralf Rangnick, der große Boss von RB Leipzig, hat mir damals gesagt, du Guido, heute passiert es. Sag ich, was ist passiert, Ralf? Das war ein Trainingslager in Österreich, damals RB in der dritten Liga. Ja, wir haben jetzt einen ersten Königstransfer verpflichtet und du wirst dich wundern, was für ein toller... Ja, ich habe mich auch gewundert, weil ich habe den Namen Jusuf Paus noch nie gehört.
Und er schlug dann im Training auf, ein toller junger Mann, sehr freundlich, hat super Deutsch schon gesprochen, natürlich auch Englisch. Nach den ersten Trainingseinheiten habe ich zu Ralf Rangli gesagt, das ist ja alles schön und gut. Der springt so hoch wie ein Pferd, der ist auch schnell wie ein Pferd.
Aber der kann ja gar nicht kicken. Sagt er, das lernt er schon noch. Und das hat er getan. Das ist jetzt tatsächlich, ich muss mit dem Rechnen, zwölf Jahre her. Damals war er 19. Und Wahnsinn, also überhaupt ein Spieler, der so lange bei seinem Verein bleibt, das gibt es nicht mehr so häufig. Du hast ihn seit Anfang an begleitet. Ralf Rang hat gesagt, das Fußballspielen, das lernt er noch. Und das hat er gelernt.
Und trotzdem ist es jetzt so, dass ich glaube, alle Parteien ganz gut finden würden, wenn dieser Transfer über die Bühne gehen könnte. Es wäre, wenn man das so neudeutsch nennen darf, ein Win-Win-Win-Transfer. Wie ist denn ein aktueller Stand? Wird der in den nächsten Tagen über die Bühne gehen? Ja, also Yusuf gehört ja zu den fünf, sechs, sieben Spielern, die schon lange bei RB Leipzig sind.
Er ist der Rekordspieler und die auf einer Liste stehen, ja, eine imaginäre Liste, wo Marcel Schäfer und Jurgen Klopp sagen, wir würden es gerne sehen, wenn die sich einen anderen Arbeitsplatz suchen. Und das hat jetzt nichts damit zu tun, dass man nicht eine große Wertschätzung gegenüber Willi Orban und Peter Golasin und vor allem auch gegenüber Josef Pausen hat. Aber man will ja ein bisschen durchlüften.
Man will den Kader jünger gestalten und neue Leute holen. Und man hat das so ein bisschen versäumt. Ich finde das nicht schlecht, wenn du zwei, drei Legenden oder ein, zwei Legenden im Verein hast, wie bei Bayern Manuel Neuer und Thomas Müller. Aber RB Leipzig sind es halt ein bisschen viel. Und die besetzen eben viele Kaderplätze. Und es spricht auch wieder für die Intelligenz von Josef Pausen, auch für seinen Ruf, dass er sich jetzt Gedanken gemacht hat.
Er weiß, Spielzeiten in Leipzig, die werden immer weniger. Und dann kam das Angebot vom Hamburger SV, das ist der erste Verein übrigens, mit dem Josef Paulsen in seinen zwölf Jahren bei RB Leipzig spricht, der nicht RB Leipzig heißt. Also er ist wirklich ein treuer Typ auch. Aber jetzt nimmt das schon Gestalt an und Formen an. Und ich bin mir sehr, sehr sicher, dass das auch über die Bühne geht.
Die finanziellen Dinge, die werden besprochen momentan. Und alle sind sehr interessiert an diesem Wechsel. Und ich kann dem HSV nur gratulieren, wenn sie ihn denn bekommen. Es ist ein charakterlich einwandfreier Typ. Es ist der beste Anläufer. Wird ja heutzutage immer gesagt, wir müssen anlaufen. Habe ich gehasst früher. Aber er macht das wirklich mit unglaublich toller Einstellung.
Und er ist in der Kabine eminent wichtig. Das war bei RB Leipzig in all den Jahren auch so. Der spricht viele Sprachen. Und das ist wirklich jemand, der sich interessiert, wie es läuft in der Mannschaft, wie das Gefühl funktioniert, wer Probleme hat. Also nebenbei ist er natürlich auch noch ein guter Fußballer.
Also kurz zur Einordnung, warum du das Anlaufen immer so gehasst hast. Du hast damals mit Jürgen Klopp zusammengespielt bei Mainz 05. Du hast also auch eine Vergangenheit auf dem Rasen und kannst das dementsprechend alles ein bisschen besser einordnen. Wie fällt denn deine Einordnung über Yusuf Paulsen aus, was über sein Anlaufverhalten hinausgeht?
Also inwiefern kann er denn für den HSV auch von seiner Qualität des Tore schießens einen Mehrwert in der Bundesliga darstellen? Ja, der Yusuf hat natürlich in diesen Jahren dann bei RB Leipzig unglaublich dazugelernt. Er wurde dann ja auch dänischer Nationalspieler. Und das ist ein Paradebeispiel dafür, hat Ralf Rangnick auch mal gesagt, was man mit einer entsprechenden Einstellung, was man da erreichen kann.
Der Yusuf hat genau gewusst, was er für Schwächen hat. Ball-An- und Mitnahme, das war früher eher Ball-An- und Wegnahme. Er hat in jedem Training, nach jedem Training noch gearbeitet, mit den kleinen Dingen, die kurzen Pässe, Ballannahme, Volley spielen, Abschluss und so. Und er wurde immer, immer, immer besser. Er ist jetzt heute immer noch kein Dribbelkönig oder ein absoluter Rastelli.
Aber er kann die Bälle super verarbeiten, er kann sie super weiterleiten. Er ist laufstark, er ist kopfballstark ohne Ende. Und das ist auch für den HSV nicht ganz unwichtig wahrscheinlich, nicht nur im Angriff, sondern auch, der köpft ja auch die Dinger hinten aus, also aus der eigenen Abwehr. Und ich kann nur sagen, das Gesamtkunstwerk Josef Brausen ist ein sehr stimmiges.
Und es kamen ja auch Fragen, auch von euch, ist ja klar, was ist mit seinem Körper? Immer mal wieder verletzt, Zerrungen und so weiter. Ich bin ja jetzt nicht der Chefverkäufer von RB Leipzig, aber ich kann euch versprechen, dass Josef Paulsen beim HSV, wenn er seinen Rhythmus bekommt, wenn er spielt wieder über 90 Minuten, dass er jedes Spiel wieder absolvieren wird. Das war jahrelang so bei RB, der war nie verletzt.
Als er dann nur noch über die Bank kam, war es ein bisschen schwierig, weil das ist halt jemand, der kommt rein und es ist ihm scheißegal, was dann passiert. der rennt sofort los, der grätscht sofort los und dann zuckt es schon mal hinten links. Aber das wird ihm beim HSV nicht mehr passieren. Also die Sorge kann ich euch und vielleicht dem Stefan Kunz und eurem Trainer nehmen.
Und Josef ist ein Athlet vor dem Herrn und er ist ein unfassbarer Profi. Das kommt noch dazu. Vielleicht bevor wir da noch etwas tiefer eintauchen wollen in seiner Verletzungshistorie, würde mich noch einmal interessieren, wie du so generell jetzt ihn als Spieler auch einschätzt, nachdem er ein paar Jahre auf dem Buckel hat.
Du hast jetzt ein paar Qualitäten aufgezählt, die er mitbringt. Er ist ja aber auch nicht mehr der Schnellste. Er war ja auch mal schneller. Hast du das Gefühl, dass er wirklich auch noch was geben kann die nächsten Jahre oder ist er möglicherweise über sein Zenit hinaus? Ich will das gar nicht bewerten, ich will dich das bewerten lassen.
Nee, der ist nicht über seinen Zenit hinaus. Der hängt die Jahre, in denen er jetzt weniger gespielt hat, die hängt da hinten dran. Ich glaube, sein gefühltes Alter und auch das, was die Werte hergeben, ist vielleicht 28, 29. Und der ist nicht langsam. Der ist auch nicht langsamer geworden. Also bei euch im Sturm, da laufen ein paar rum, die sind etwas langsamer als er.
Also daran wird das nicht scheitern. Josef ist ein Athlet vor dem Herrn und ihr werdet viel Freude mit ihm haben. Und wie gesagt, er hat fußballerisch unfassbar viel dazugelernt Und es ist eben ein tatsächlicher Teamplayer. Und wenn ihr den Journalisten auch mal kennenlernt, ein ganz, ganz umgänglicher, toller Mann mit feinen Antennen, mit wunderbaren Umgangsformen, hat er hier in Leipzig auch dann seine zwei Kinder in die Welt gesetzt.
Der wohnt bei mir um die Ecke, haben wir mal gesehen, wenn er spazieren gegangen ist mit seiner kleinen Familie. Also ein ganz erdverbundener Typ, das passt ja dann auch zu dem unglaublich erdverbundenen HSV. Die Ironie ist angekommen, aber ich habe vor allem genau zugehört, als du auch darüber gesprochen hast, nicht nur was auf dem Rasen so mit ihm los ist, sondern in der Kabine und du hast ihn ja so ein bisschen als wichtig für eine Mannschaft, als Führungsspieler dargestellt.
Weil das ist ja ehrlicherweise genau das, was der HSV jetzt ganz besonders braucht. Nachdem ein anderer Leipziger den HSV nämlich verlassen wird, Davy Selke, der ist hier mit ganz großer Skepsis vor einem Jahr empfangen worden und hat aber alle extrem überzeugt. Und zwar nicht nur wegen seiner vielen, vielen Tore in der zweiten Liga, sondern weil er eben auch sehr, sehr wichtig für diese Mannschaft war.
So wie du es beschreibst, klingt es so, als wenn Jusuf Pausen auf jeden Fall weil diese Lücke an Führungsspielerqualität beim HSV dann direkt schließen könnte? Ja, davon bin ich fest überzeugt, das sind ja auch gute Kumpels, der Davy und der Jussi, die haben das damals toll gemacht zusammen in Leipzig, sind zusammen die erste Liga aufgestiegen.
Der Davy ist dann nach einem Jahr in der ersten Liga zu Hertha BSC gewechselt und hat übrigens, Beim Gastspiel der Hertha in Leipzig zwei Tore gemacht, wenn sie Hertha hier in Leipzig gewonnen hat. Ich finde den Devi auch ein klasse Typ. Der trägt sein Herz auf der Zunge. Vielleicht ist er manchmal ein bisschen zu laut und zu gestenreich unterwegs auf dem Platz.
Aber der hat auch keine Angst, er geht in jeden Zweikampf. Also der tut schon der Mannschaft gut und es ist eklig gegen den zu spielen. Vielleicht hat er sich da ja jetzt ein bisschen verzockt beim HSV. Aber er wird schon einen Verein finden. Und wenn denn das über die Bühne geht mit Yusuf, ist er auf jeden Fall ein adäquater Nachfolger.
Was ja Yusuf in jedem Fall auch ausgezeichnet hat, die letzten Jahre waren ja seine Leader-Qualitäten in der Kabine auch aus der Rolle des Reservisten. Das ist ja eine Rolle, die ihm ja möglicherweise beim HSV auch droht. Also es ist ja nicht sicher, dass er hier der Nummer-Eins-Stimmer wird. Vielleicht wird Paul Zin da auch mal ein bisschen wechseln und einfach auch mal variieren mit Königsdörfer und Glatzl zusammen.
Wie schätzt du ihn ein? Wie sehr kommt er seiner Rolle als Leader, wie sehr wird er dieser Rolle auch noch gerecht, selbst wenn er auf der Bank sitzt? Wie sehr hat er dann immer noch die Akzeptanz bei seinen Mitspielern? Also das war seine große Stärke auch und die Wertschätzung, die dann auch ganz für ihn schon gesprochen hat.
Yusuf hat nie irgendwie Ärger gemacht. Er hat nie im Training schlechte Laune an den Tag gelegt. Der hat ganz oft auch am Seitenrand dann gestanden, neben dem Trainer, und hat versucht zu helfen, also ohne sich da in den Vordergrund zu drängen. Das ist wirklich jemand, der sieht Probleme, der erkennt Probleme und spricht sie dann auch an.
Und er kreist nicht nur, wie so viele Profis, um sich selbst, sondern sieht das große Ganze. Aber natürlich will der auch spielen. Also, der wird doch beim HSV spielen, also muss ich euren Trainer nochmal anrufen. So geht es nicht, da wird dann genug auf der Bank gesessen. Er ist heiß. Ich kann mir das richtig gut vorstellen in eurem geilen Stadion. 60.000 Zuschauer.
Und dann kommt eine schöne Flanke von wem auch immer und der Yusuf steht in der Luft. Der hat hier, wenn er reinkam, immer noch für besondere Momente gesorgt und rammt da so ein Ding rein. Und wenn die Zuschauer auch sehen, wie der sich engagiert, wie der in jedem Zweikampf fliegt, wie der nach hinten arbeitet, das kann richtig gut werden.
Also ich wünsche ihm natürlich, weil ich ihn sehr, sehr, sehr mag und wertschätze, alles Gute. Und der HSV. Er hat sich jetzt lange genug ausgeruht in der zweiten Liga. Er ist jetzt aufgewacht, der große, der schlafende Riese. Der schlafende Riese, der sieben Jahre lang geruht hat. Ja, genau. Der ist jetzt aufgewacht. Mal gucken, wie es in der ersten Liga sein wird.
Du hast eben gesagt, dann werde ich mal den Trainer anrufen. Als du vorhin erzählt hast, das ist einer von den wenigen Spielern, von denen du noch die Handynummer hast, da fühle ich mich auch hier an Hamburg oder an der HSV erinnert. In der Tat ist das so, dass früher war das normal, dass man auch mal mit dem einen oder anderen einen Kaffee getrunken hat und auch mal abends was essen gegangen ist. Das ist halt nicht mehr ganz so normal. so ist nun mal der Job.
Vielleicht kannst du es trotzdem ein bisschen bei Paulsen beschreiben. Genau so ein Verhältnis habt ihr gehabt über die Jahre? Also konntest du den mal auf einen Kaffee nachmittags treffen? Habt ihr ein bisschen über den Tellerrand hinaus dann geplaudert? Wie ist dein Verhältnis zu so einem Spieler, der so lange da gewesen ist?
Ja, wir hatten ja natürlich im Laufe der Jahre auch diverse Interviews. Das war immer kein Problem, wenn ich eine SMS geschickt habe. Josef, wie sieht es aus? Können wir mal reden und so? Es gab ja verschiedene Anlässe, Vertragsverlängerung oder Erfolg mit der Nationalmannschaft. Und es war immer sehr, sehr angenehm. Der ruht wirklich in sich.
Und das ist ein glücklicher Mensch, das merkt man auch, der seine Familie liebt, der auch Leipzig lieben gelernt hat und der natürlich über den Tellerrand hinausguckt. Der hat zwei Cafés in Kopenhagen sich da schon hingestellt und er ist wirklich tiefenentspannt. Das einzige Problem, was er bei RB Leipzig manchmal hat, ich glaube, der ist in diesen zwölf Jahren ist er zweimal zu spät zum Training gekommen.
Das geht eigentlich, zwölf Jahre. Das ist bei mir bei Meister 5 einmal in der Woche passiert. Weil er ein Langschläfer ist. Der schläft. Der schläft unheimlich gern. Schlafen ist gesund, ne? Der so gut regenerieren kann. Da haben die seine Mitspieler gesagt, nach dem Spiel, wir sind heimgeflogen, der hat sich hingesetzt und hat gepennt.
Wie gesagt, der macht sich nicht Gedanken um Dinge, die nicht wichtig sind, sondern nur um die ganz wichtigen. Ansonsten pennt er gerne. Wobei das wurde dann, als die kleinen Kinder kamen, auch ein bisschen weniger. Aber wie gesagt, charakterlich 1A, Mir fällt überhaupt nichts ein, was ich Böses über ihn sagen kann.
Ich habe ihm geschrieben, wenn du denn zu meiner ASV gehst, Josef, kriegst du eine wunderschöne Abschiedsseite aus meiner güldenen Feder. Allein das natürlich ist nochmal die extra Motivation für den Wechsel nach Hamburg. Vielleicht, wenn wir jetzt so langsam Richtung Ende kommen, kannst du nochmal eine Prognose abgeben.
In Leipzig stehen jetzt ja auch die Leistungstests an, vor dem Start in die Vorbereitung. Kannst du uns einmal gerne mitnehmen, an welchem Tag genau. und ist es bisher geplant, dass Yusuf Pausen daran teilnimmt? Naja, du, mit dem Termin habe ich nicht so ich glaube, 14, was haben wir heute? Heute ist der 8. oder der 9. Genau, heute haben wir den Dienstag.
Ich meine, Donnerstag gelesen zu haben beim Start der Leistungstests. Kommt das hin oder kommt das nicht hin? Ich weiß nur, dass morgen Ole Werner vorgestellt wird in Leipzig und ich denke ja von Tag zu Tag oder von Spiel zu Spiel, wie die Profis immer sagen. Ich weiß es gar nicht, Leistungstest. Ich glaube, dass das relativ zeitnah mit Josef über die Bühne gehen wird und wenn er dann hier nochmal irgendwie aufschlagen wird, wird er herzlich willkommen.
Das gilt nicht für alle Spieler, also beispielsweise Timo Werner. Da schlagen alle hier die Hände beim Kopf zusammen, wenn sie daran denken, dass der vielleicht beim Training wieder dabei sein wird. Also Josef hat vieles richtig gemacht. Das sieht man auch am Umgang auf den Reaktionen der Fans. Wenn er denn den Verein verlässt nach so vielen Jahren, ist er immer wieder herzlich willkommen, wenn er dann mit dem HSV mal nach Leipzig kommt und dort 3-4-0 verliert und dann wird es auf Pause und trotzdem 4-1 verlieren, ne? Ein Tor von Pausen.
Ich freue mich übrigens sehr, dass endlich, dass der geile HSV wieder in der 1. Liga ist. Ich glaube, da freuen sich sehr viele mit. Das ist schon toll und ich habe da ein paar Spiele erleben dürfen, damals noch zu 1. Liga-Zeiten, da war glaube ich René Abländer, euer Torwart. Das wissen ja alle, dass der HSV hier hergehört und ich hoffe, dass sie jetzt auch lange Jahre drinbleiben in der 1. Liga.
Also Guido, ich nehme aus unserem Gespräch mit, dass der Schläfer Paulsen kommt, um den schlafenden Riesen HSV zu wecken. Also mal gucken, ob es in den nächsten Tagen über die Bühne geht. Noch darf er doch ein, zweimal ausschlafen und dann schauen wir mal. Also auf jeden Fall ganz, ganz lieben Dank nach Leipzig und sieh zu, dass du nicht die Termine verpasst am Donnerstag oder wann auch immer es losgeht.
Bin ich mir aber sicher, dass du noch rechtzeitig auch aufwachen wirst. Herzlichen Dank, Guido Schäfer nach Leipzig. Grüße nach Hamburg. Viel Spaß noch mit der Sendung. Tschüss. Das war Guido Schäfer aus Leipzig und Stefan, du hast es schon gesagt, bald steht bei dir schon wieder Urlaub an und zwar am Wochenende geht es schön nach Dänemark, dann geht es ins Frankenland, dann geht es nach Mallorca.
Also hast du schon Sonnencreme eingepackt und eine Badehose? Also bei mir zu Hause wird das Thema ein bisschen anders bewertet. Meine Freundin bzw. Meine Frau nimmt erstmals an einem Triathlon teil. Und wer kann sie nicht anfeuern an der Strecke? Ich, weil ich in Kopenhagen beim HSV bin. Aber ja, es gab schon mal schlechtere Dienstreisen. Am Sonnabend geht es los.
Genau, also viele Menschen, glaube ich, werden auf jeden Fall eifersüchtig auf dich sein, weil es gibt schlimmere Dienstreisen als nach Kopenhagen. Du wirst am Sonnabend beim Spiel des HSV gegen den FC Kopenhagen dabei sein. Und weil es sich von der Dienstreise direkt so anbietet, fliegst du direkt weiter zum Vorbereitungstrainingslager nach Herzogenau. Korrekt?
Genau, das ist korrekt. Also ich fliege erstmal nach München, falls meine Schwester diesen Podcast hört, die in München wohnt. Nicht, dass sie jetzt denkt, ich komme sie da besuchen. Ich habe tatsächlich keine Zeit auf dem Hinweg, aber auf dem Rückweg komme ich vorbei, Julio versprochen. Und ich werde dann Sonntagabend in München landen.
Ich bin also den ganzen Sonntag noch in Kopenhagen und übernachte dann am Airport Hotel, schnappe mir einen Mietwagen am Montagmorgen und bin dann noch idealerweise vor dem HSV im Camp in Herzogenaurach, das du ganz gut kennst, Kai, durch die Nationalmannschaft. Ja, genau. Also ich war 2021 bei dieser Corona-Europameisterschaft.
Die in ganz Europa passend stattgefunden hat, war ich auch dort und habe mir das mal angeguckt, schon bevor die Nationalmannschaft erstmals dort aufgeschlagen ist und da hat der HSV wirklich aller, aller, allerbeste Bedingungen. Ist jetzt nicht das Campo Barriere von 2014, aber ist auf jeden Fall wirklich ein richtig, richtig gutes.
Quartier, wo man auch keine Langeweile bekommen braucht, weil da gibt es eigentlich alles, was das Fußballerherz und Sportlerherz begehrt und, Auch ein bisschen weiter, da kann man sich schon ganz gut die wenige Freizeit, die man als Fußballprofi hat, vertreiben und idealerweise wird das Wetter dann auch einigermaßen okay sein, sodass ich mir um den HSV keine Gedanken machen muss und mache.
Aber ich fand es ganz lustig, als wir, ich habe gestern beim Mittagessen mal über deine ganzen Reisepläne gefachsimpelt haben, hast du auch erzählt, das ging mir auch immer so, dass dann Freunde fragen oder auch Leser fragen manchmal, Fans, ob du eigentlich das alles vom Abendland bezahlt bekommst. Und ja, vielleicht kannst du mal ein bisschen berichten, wie da so die Gespräche sind. Ja, immer wieder eine lustige Frage, die mir wirklich viele Freunde stellen.
Und ich bin jedes Mal verblüfft, wie man darauf kommen kann, mich das zu fragen. Also ich habe jetzt den Reiseantrag gestellt. Da kommt schon am Ende dieser ganzen Tour und über Mallorca sprechen wir auch noch. Reden wir schon über eine mittlere, einstellige Tausender-Summe. Und wenn ich das alles privat zahlen müsste, das ginge gar nicht mit dem, was mir das liebe Abendblatt zahlt.
Von daher glücklicherweise übernimmt das logischerweise auch die Firma, weil es am Ende ja eine Dienstreise ist. Also keiner muss sich Sorgen machen, ich kann weiterhin einmal am Tag warm essen und kann die Kosten glücklicherweise einreichen, aber natürlich achtet man trotzdem darauf, dass sich das Gesamtbudget in Grenzen hält. Ein, zwei Jahre bin ich ja dann doch leider älter als du.
Ich kann mich erinnern, natürlich waren die Zeiten früher andere, aber es war schon so, dass wir noch in meinen Anfangszeiten als HSV Reporter, da durften wir auch immer bei der Mannschaft im Mannschaftshotel übernachten, durften auch häufig mit der Mannschaft zusammen hin und zurück fliegen. Das ist komplett anders geworden, oder?
Ja, es gibt Ausnahmefälle, dass der HSV fliegt ja mittlerweile auch mit normalen Linienflügen. Früher haben sie ja häufiger einen Charterflieger auch sich geschnappt. Inzwischen fliegen sie Linie. Und natürlich ist es dann für uns nicht verboten, dort genauso ein Flugticket zu buchen. Meistens gibt es aber kaum noch welche.
Wenn der HSV Tross erst einmal zugeschlagen hat, dann ist es jetzt nicht mehr so, dass der halbe Flieger dann noch leer ist. Von daher ist man manchmal dazu gezwungen, einfach einen komplett anderen Reiseplan zu haben als der Club. Im Teamhotel tatsächlich ist es uns, ja, verboten wäre jetzt übertrieben, aber es ist schon nicht erwünscht, dass wir dort übernachten.
Das wird uns auch jedes Mal so nochmal zur Sicherheit mitgeteilt. Am Ende des Tages hat natürlich das Hotel Haus recht, aber es lohnt sich ja überhaupt gar nicht, da diesen Kampf zu führen und sich dann da einzuquartieren und am Ende nur grimmige Gesichter zu empfangen. Von daher übernachten wir immer in unmittelbarer Nähe, wenn es mal einen Termin gibt oder wir uns mit einem Gesprächspartner verabreden, dass man dann eben kurze Wege hat, aber am Ende die Mannschaft dann auch von Journalisten frei ist.
Also auch ohne gemeinsame Tischtennisrunde, ich erinnere mich da an Jaroslav Drobny und Gojko Kacar, die da extrem gut in der Platte unterwegs waren, aber auch ohne solche sehr nahe Nähe vermute ich mal, dass es immer noch so ist, dass in Trainingslagern und in der Vorbereitung man einen anderen Draht zu den Spielern hat, man ein bisschen mehr Zeit hat, um mit dem einen oder anderen ins Gespräch zu bekommen und längere Gespräche zu führen.
Vielleicht beschreibt es mal so ein bisschen, wie der Umgang mit den Spielern oder dem Trainer oder dem Stuff beim HSV so für euch momentan ist. Also der Umgang ist auf jeden Fall mal sehr entspannt, wenn man auf Reisen ist, ist schon mein Eindruck. Man kommt auch mehr zu Gesprächen, als das vielleicht hier im Alltag der Fall ist.
Der HSV ermöglicht da auch immer sehr viel, muss man auch sagen. Es gibt eigentlich fast jeden Tag mal mindestens eine Spielergesprächsrunde, an der alle Journalisten teilnehmen oder eine Trainergesprächsrunde. Aber wenn man dann eben auch vor Ort Einzelterminanfragen hat, dann werden die auch immer umgesetzt.
Also meistens sind es, wenn sie eine Woche weg sind, sogar zwei Einzeltermine, die man bekommt und die man auch erstmal frei wählen kann und dann eben guckt, inwiefern das umsetzbar ist. Und natürlich kann man sich auch immer mal auf einen Kaffee verabreden mit dem einen oder anderen. Alles immer in Absprache mit der Medienabteilung. Die wissen schon immer ganz genau, mit wem wir da sprechen. Das ist auch in Ordnung.
Aber insgesamt ist alles viel entspannter und losgelöster, würde ich sagen, als in Hamburg. Es ist auch vor der Saison, man hat noch kein Spiel verloren, man ist gerade aufgestiegen. Die Euphorie ist da, die ist zu spüren. Nicht nur bei den Fans, sondern auch im Verein. Und das sind eigentlich gute Voraussetzungen für mich, auch Gespräche zu führen.
Früher und immer wenn ich das Wort früher sage, klingt so wie von Opa erzählt vom Krieg, aber ich sag mal damals, um ein anderes Wort zu benutzen, war es so, dass dann schon das Medieninteresse extrem groß war. Also so ein normales Trainingslager im Sommer, da waren meistens so sechs bis sieben Kollegen, die da vor Ort waren, natürlich die üblich Verdächtigen.
Also Bild, Mopo, Abendblatt, NDR, Sky, Kicker und nochmal hier und da irgendjemand. Wie ist das jetzt? Also seid ihr ähnlich viele Journalisten vor Ort, vielleicht ein oder andere weniger? Ja, also der Kicker wird da sein. Der NDR auch. Der NDR ist eigentlich immer da, allerdings nie von Anfang bis zum Ende, sondern meistens nur so zwei, drei Tage.
Die Mopo, Bild und Abendblatt sind sowieso bei jeder Reise, bei jedem Termin dabei. Und dann bin ich mal sehr gespannt, wer da unten im Süden sich vielleicht noch anschließt. Es kann durchaus sein, dass die FAZ vielleicht auch mal für einen Tag einen Kollegen runterschickt, soweit ist es ja nicht von Frankfurt und möglicherweise auch die Süddeutsche.
Dadurch, dass der HSV jetzt in der Bundesliga spielt, sind dann auch mal Zeit und Spiegel interessiert. Also natürlich ist das Interesse größer geworden. Die Presseabteilung hat ein bisschen mehr zu tun als in der zweiten Liga und auch ich werde dann wahrscheinlich auch mal neue Gesichter unter den Journalisten kennenlernen.
Ist ja auch nett und du hast schon gesagt, Abendblatt, Bild und Mopo sind bei jeder Reise dabei und tatsächlich gibt es ja viele Reisen, wenn man als HSV-Reporter unterwegs ist. Das haben wir schon gesagt, du bist jetzt erst in Kopenhagen, dann im Trainingslager und dann geht es auch nach Mallorca. Inwiefern macht aus deiner Sicht dieses, ich würde es mal fast zweite Trainingslager nennen, Sinn für die HSV-Profis?
Das würde ich etwas differenzieren. Dass es grundsätzlich ein zweites Trainingslager gibt, halte ich für sehr sinnvoll, weil ja jetzt schon klar ist, dass der Kader noch gar nicht vollständig zusammen ist, wenn es nach Herzogenaurach geht. Ich würde sogar fast sagen, dass wir eine ganz andere Mannschaft auf Mallorca sehen werden, knapp einen Monat später im Prinzip, als es aktuell der Fall ist.
Und deswegen hat es natürlich total Sinn, da nochmal als Gruppe wegzureisen, nochmal einen ganz anderen Teamgeist zu schaffen, wirklich sich nochmal einzuschwören, bevor es dann zwei Wochen später losgeht mit dem Auftaktspiel bei Borussia Mönchengladbach. Und das halte ich grundsätzlich für eine sinnvolle Maßnahme.
Ich weiß auch, dass Bolzin natürlich ein großer Trainingslager-Fan ist. Das hat alleine die Reise nach Mallorca jetzt im März mitten in der Rückrunde gezeigt. Da warst du auch dabei, ne? Da war ich auch dabei, genau. Die war ja schon vor langer Hand geplant. Die war vor Weihnachten im Prinzip, gab es da schon den Wunsch vom Trainerteam und den Stefan Kunz dann auch wirklich auch positiv gestimmt war und der dann auch umgesetzt wurde.
Von daher finde ich das alles sinnvoll, dass es jetzt nach Mallorca Anfang und Mitte August zur heißesten Zeit des Jahres geht. Weiß ich jetzt nicht, ob es da nicht doch einen besseren Ort gegeben hätte. Ich vermute mal, dass man sich da sehr an dem starken Testspiel gegen der RCD Mallorca orientiert hat. Da gab es eben die Möglichkeit, dann am 9.
August gegen die Spanier ein Testspiel zu bestreiten. Nach Kopenhagen und Graz natürlich und Lyon kommt ja auch noch zum Volksparkfestival. Also das sind natürlich dann auch sehr namhafte, prominente und hochwertige Gegner. Muss man deswegen sein ganzes Trainingslager ausrichten? Der HSV die Frage offenbar mit Ja beantwortet.
Ich drücke mal allen, vor allem den Spielern die Daumen, dass wir da nicht die 40 Grad reißen. Ansonsten kann das natürlich schnell dahin gehen, dass man gar nicht so sehr von der Intensität und der Belastung das Programm abspulen kann, was man sich vornimmt. Ich glaube, Österreich und Schweiz oder Bayern wären möglicherweise auch ein guter Ort gewesen für ein zweites Trainingslager.
Wobei auch da kann es im Sommer sehr, sehr warm werden. Werden wir schauen. Du hast es eben schon erwähnt, Graz ist nämlich auch noch dann in der Mitte dieser ganzen Reiseaktivitäten. Dort bist ausnahmsweise mal nicht du am Start. Da ist Hendrik, der möchte auch mal was erleben und darf dann nach Graz fliegen.
Oder wie ist da die Reiseplanung? Ja, auch das ist etwas merkwürdig in der Gesamtplanung. Graz ist knapp fünf Stunden mit dem Auto, wenn man keinen Verkehr hat, entfernt von Herzogenaurach. Normalerweise würde man sich ja einen Testspielgegner in Trainingslagernähe suchen. Das kennst du auch aus all deinen Jahren als Reporter, das ist in dem Fall nicht so.
Und deswegen haben Henrik und ich gesagt, das hat eigentlich aus unserer Reporter-Sicht gar keinen Sinn, dass wir Trainingslager und Testspiel in Graz miteinander verknüpfen, weil er von Hamburg aus mit dem Flieger viel schneller in Graz ist als ich von Herzogenaurach, das irgendwie schaffen könnte. Und deswegen geht es für mich am Freitag zurück, also am Freitag, den 18.
Juli. Dann werde ich auch ein freies Wochenende haben und dann muss Hendrik auch mal wieder ran. Freies Wochenende wurde dir auch noch gewährt, für Herr Dustin abgesegnet. Hendrik hat das einfach mal beschlossen und ohne meinen Chef Kai Schiller einfach so den Haken hintergesetzt. Reden wir nochmal drüber.
Letzter Punkt, du hast es schon eben angesprochen. Lyon, da muss man mal nicht hinreisen, weil die reisen netterweise zu uns nach Hamburg. Das wird das Erfolgsparkfest, das offizielle Saisoneröffnung, würde ich mal sagen. Fand ich ganz interessant. Die sind ja nun gerade mehr oder weniger pleite gegangen, beziehungsweise mussten zwangsabsteigen, was aber noch nicht so ganz bestätigt ist.
Also es könnte da noch ein Hintertürchen geben. Ich glaube, 200 Millionen sollten sie noch mal kurz einsammeln und dann könnte es da noch eine Möglichkeit geben. Lyon, großer Gegner vom Namen her, aber mit genauso großen Problemen. Trotzdem kann man sich darauf freuen. und was erwartest du kurz vorm Bundesliga-Start?
Wie voll wird das Volksparkstadion werden? Boah, schwierig. Ich glaube schon, dass es voll wird, weil man spürt wirklich so eine euphorische Stimmung. Du hattest mich jetzt auch nach dem Trainingsauftakt gefragt, was ich so wahrgenommen habe. Und man merkt schon, dass die Leute sehr euphorisiert sind und richtig Bock auf diese Bundesliga haben. Im Verein sowieso jeder.
Klar, die meisten Spieler kennen die Bundesliga bislang nur aus dem Fernsehen. Und alle haben da große Lust auf die kommende Saison. und ich glaube, dass dieser Hype auch noch mitgenommen wird jetzt für die Saisonöffnung gegen Lyon und alleine der Name zieht natürlich nicht. Jeder wird sich damit beschäftigen, wie stark die Mannschaft bis dahin vielleicht dann auch schon ihre Leistungsträger verliert aufgrund der Turbulenzen, nenne ich es jetzt mal, finanzieller Natur.
Sicherlich wird es auch nochmal einen Hype um das neue Heimtrikot geben. Auch ein guter Verkaufszeitpunkt und eine gute Werbemöglichkeit, weil ganz viele wandelnde Litfa sollen mit neuen HSV-Heimtrikots da rumlaufen werden. Ja, vielleicht wird es ausverkauft, warum nicht? Ja, ich bin gespannt. Es ist nämlich ein interessanter Zeitpunkt. Das ist der 26.
Juli. Das weißt du nicht, weil du keine Kinder hast. Aber es ist der erste Tag, das erste Wochenende der Sommerferien. Und entweder ist das total clever und schlau gewählt, weil dann alle Zeit haben und sich darauf freuen. Oder alle Hamburger sind dann in den Sommerferien weg. Ganz nebenbei ich mit meiner Familie auch. und werde deswegen nicht bei diesem Spiel dabei sein können.
Aber ich bin mir sicher, dass du und Henrik das trotzdem wunderbar covern werden und kann euch nur viel Spaß dabei wünschen. Vielen Dank. Genau, und wir sind dann nämlich nächste Woche wieder mit dem nächsten sportlichen Podcast HSV. Wir müssen reden am Start. Mal schauen, ob wir dann schon nochmal über den neuen HSV-Profi Josef Pausen sprechen können. Ein paar Tage ist es aber noch hin.
Und in Hamburg sagt man Tschüss. Das heißt bei uns auf Wiederhören. Ein Podcast. Music.