HSV, wir müssen reden – der Fussball-Talk

So will Esselsgroth HSV-Präsident werden – und das sagt er zum Magath-Wirbel

Dienstag, 3. Juni 2025 · 59 min

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Shownotes

Auf der HSV-Mitgliederversammlung am 21. Juni tritt Beirat und Ehrenrat Kai Esselsgroth gegen Aufsichtsrat und Ex-Ultra Henrik Köncke sowie Unternehmer Frank Ockens an. Im Podcast „HSV, wir müssen reden“ hat Esselsgroth nun erstmals öffentlich über seine Visionen als Präsident gesprochen. Der Multifunktionär will die Nachfolge von Marcell Jansen antreten, der sich gegen eine erneute Kandidatur entschieden hat. „Ich habe Lust, mit den Amateuren ein Sportkonzept zu entwickeln, mit dem wir junge Leute abhole“, sagt Esselsgroth, der seine Pläne am Montag erst einmal etwas älteren HSVern vorstellte. Am Abend war er zu Gast bei den HSV-Senioren, zuvor sprach er ausführlich im Abendblatt-Podcast über seine Ideen – und den Wirbel um die abgelehnte Kandidatur von Felix Magath. Warum der Jurist keinen juristischen Ärger fürchtet, erklärt er bei „HSV – wir müssen reden“.

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HSV, wir müssen reden. Der Abendblatt-Podcast rund um den Hamburger Sportverein. Wer wird der nächste HSV-Präsident? Welche Aufgaben sollte er haben? Was denkt er eigentlich über die ganz neuen Volksparkpläne, Stadionpläne? Und was ist eigentlich hinter den Kulissen los nach der Absage von Felix Magac?

Über all das wollen wir sprechen. HSV, wir müssen reden, heißt unser Podcast. Und wir wollen auf all diese Fragen Antworten haben. Ich glaube, Keine Antwort, sondern ein paar Fragen bekomme ich von meinem Co-Piloten, Stefan Walter. Moin Stefan. Moin Kai. Und ganz viele Antworten bekommen wir hoffentlich heute von dem Präsidentschaftskandidaten Kai Hesselsgroth. Herzlich willkommen hier bei uns im Podcast.

Ja, moin auch. Vielen Dank für die Einladung. Ja, moin Herr Hesselsgroth auch von meiner Seite. Sie sind jetzt, Sie machen den Anfang unserer Podcast-Reihe mit allen drei Präsidentschaftskandidaten. Frank Oggens. Können die anderen abschreiben. Können die anderen sich natürlich genau abgucken jetzt, was sie antworten und wie sie vielleicht auch besser antworten.

Henrik Hünke und Frank Ockens werden auch noch hier sein bei uns im Studio, das nur als kleiner Hörer-Hinweis. Sie waren ja schon mal bei uns im Podcast, vor zwei, drei Monaten war das. Da haben Sie ausführlich über Ihre Funktion als Beirat und auch Ehrenrat gesprochen, haben uns ein bisschen mitgenommen, wie Ihre Vorbereitung auf die Mitgliederversammlung ablaufen, die Sie ja seit einigen Jahren moderieren.

Einige Wochen nach diesem Podcast haben Sie dann bekannt gegeben, dass Sie als Präsident kandidieren wollen. Wussten Sie eigentlich damals schon, als Sie bei uns im Abendblatt-Podcaststudio waren, dass das der Fall ist? Haben wir einfach vergessen, diese Frage zu stellen oder wie ist es dazu gekommen?

Das war tatsächlich eine Zeit, in der ich mich schon ernsthaft damit befasst habe. Und ich glaube, ja, ich wusste das schon zu dem Zeitpunkt. Also ab jetzt werden wir alle unsere Podcast-Gäste immer einmal die Frage stellen, wollt ihr HSV-Präsident werden? Meine erste Frage war, als ich das gehört habe, wer macht denn jetzt eigentlich die Mitgliederversammlung, wenn sie Präsidentschaftskandidat sind?

Das ist eine gute Frage. Das ist auch noch nicht, glaube ich, endgültig entschieden. Satzungsgemäß macht das ja eigentlich das Präsidium. Und ich hatte das mal auf Wunsch vor einigen Jahren übernommen. Und das hat dann ganz gut geklappt und allen Beteiligten gefallen. Aber vielleicht in dieser Situation landet es vielleicht auch da wieder, wo es satzungsgemäß hingehört.

Schauen wir mal. Okay, da wäre ich sehr gespannt. Michael Papenfuss wird ja auch ausscheiden, dadurch, dass er kandidiert als Vizepräsident bzw. Schatzmeister. Du machst ja, du wirst es wahrscheinlich auch nicht mehr machen wollen. Was Jensen kann ich mir auch nicht vorstellen und da Bernd Wehmer jetzt seine Kandidatur zurückgezogen hat, würde ich auch mal prognostizieren, dass der es nicht macht. Also ich glaube, da muss der IV noch jemand finden.

Also ich bin mir sicher, dass da jemand Qualifiziertes sitzen wird und wir die Mitglieder da nicht alleine lassen. Aber da Sie angedeutet haben, dass Sie es vor zwei Monaten, als Sie bei uns zu Gast waren, schon möglicherweise wussten, beziehungsweise den Gedanken schon damit schwanger gegangen sind, vielleicht können Sie uns ein bisschen mitnehmen.

Wie und wann ist da die Entscheidung oder der Gedanke gereift, Sie möchten gerne der nächste HSV-Präsident werden? Sie möchten gerne der Nachfolger von Marcel Jansen werden? Das ist tatsächlich ein längerer Prozess. Klingt jetzt immer albern, aber ich bin über die Jahre tatsächlich immer schon mal angesprochen worden.

Das ist ja immer so ein Standardsatz, aber der ist tatsächlich auch wahr. Und habe dann immer gesagt, im Leben nicht. Aus mehreren Gründen, weil das war eine andere Lebenssituation. Da war ich noch voll berufstätig und ich habe hohen Respekt vor den Anforderungen dieses Amts. Und da konnte ich es mir damals nicht vorstellen. Und jetzt sind einfach ein paar Lebensdinge zusammengekommen.

Ich arbeite nicht mehr, habe also entsprechende Zeitressourcen. Familiär war das auch immer so, dass im Leben nicht immer parallel mit, aber im Leben machst du das bitte nicht. Das habe ich jetzt auch geklärt. Also da kommen so viele Dinge zusammen. Und dann tauchte am Horizont auch so eine Sache auf, wo ich mir gedacht habe, das wäre richtig mal was für dich.

Und da fielen Dinge zusammen. Also wir machen eine richtig große Infrastrukturmaßnahme draußen in Norderstedt. Und das fällt so ein bisschen in meine berufliche Expertise. Auch in der Kabel, so ganz viele Dinge zusammen. Müssen Sie einmal ganz kurz vielleicht erklären, Sie sind Jurist von Haus aus, richtig?

Ja, richtig. Ich habe ein abgeschlossenes, vollendetes Jurostudium, habe aber mein berufliches Leben als Projektentwickler und Bauträger verbracht. Das heißt, beim Bauen habe ich gefährliches Halbwissen. Und draußen in Norderstedt haben wir jetzt, ich würde mal behaupten, die größte Baumaßnahme seit dem Neubau des Volksparkstadions.

Und da habe ich richtig Lust drauf, das zu begleiten und zu sehen, dass wir da draußen die modernste, nachhaltigste Sportanlage und der Schonung unserer finanziellen Ressourcen entstehen lassen können. Also da kam vieles zusammen. Berufliche Situation, privates Okay, dort noch was, was mich so mit extra, also das war jetzt nicht der Hauptgrund, aber es hat mir noch so einen Extrakick gegeben. Und da habe ich gedacht, so wann, wenn nicht jetzt?

Ich bin ja auch in einem Alter, wo man das jetzt macht und dann kann jeder für sich entscheiden. Aber ich glaube, in vier Jahren würde ich das nicht mehr machen, rein altersmäßig. Also hier fielen viele Puzzlestücke zusammen und da habe ich gedacht, ja jetzt passt das, jetzt machst du das einfach. Du kannst das, du hast Lust drauf.

Also Sie bringen genug Zeit mit, sich ehrenamtlich als Präsident des HSV zu engagieren. Warum sollen denn die Mitglieder sich für Kai Essels-Kroten scheiden? Warum sollen sie sie wählen? Tja, das ist ja immer schwierig. In der Situation muss man sich immer selbst auf die Schulter klopfen. Damit habe ich grundsätzlich Probleme.

Ich versuche das jetzt mal niedrigschwellig argumentativ. In meiner Funktion als Ehrenrat und dann auch viele Jahre als Ehrenratsvorsitzender war ich ja eine Schnittstelle amtsbedingt, häufig für Dinge, wenn es mal gehakt hat oder nicht geklappt hat und auch Ratgeber, wenn es geklappt hat, aber auch vielleicht nochmal eine Hintergrundexpertise gesucht wurde.

Das heißt also, ich habe bei vielen Dingen zugucken können. Ich war jetzt 17 Jahre im Hintergrund, habe ja wirklich ewig Präsidien und noch vor der Ausgliederung sogar begleitet. Also wir reden da noch jüngere, ältere können sich erinnern, das war noch Hoffmann und Katja Kraus. Also es geht schon way, way back.

Da konnte ich also sehr viel zugucken, feststellen, wo es klappt, feststellen, wo es nicht so klappt. Da bringe ich also diese Erfahrung mit, wenn ich mal dieses etwas schräge Bild vielleicht an der Stelle ziehen darf. So ähnlich wie Merlin Paul ziehen. Der hat als Co-Trainer ganz viele Trainer erlebt und harte, weiche, junge, alte, also alles, was da auch versucht worden ist.

Und das hat er sich die ganze Zeit angeguckt und da kam er plötzlich und hat gesagt, jetzt habe ich geguckt, Ich habe mir das alles mal angesehen, jetzt weiß ich, wie es geht und es scheint ja auch geklappt zu haben. Und zack, kann man die Überschrift der Merlin-Poetzin des Präsidiums? Nein, dafür bin ich mindestens zwei Jahre zu alt. Nein, nein, nein, aber es war auch ein schräges Bild.

Nein, also das sind sozusagen die Sachen auf dieser Seite. Dann würde ich sagen, das spielt ein bisschen in das rein. Das kann man anders sehen. Ich persönlich bin der Meinung, das sollte ein Ehrenamt sein. Das sollte eine Ehre sein, HSV-Präsident zu sein. Da gibt es unterschiedliche Ansichten. Ich bin fest davon überzeugt.

Und die zeitlichen Ressourcen bringe ich jetzt mit. Ich kann mich also voll und ganz auf dieses Amt konzentrieren. Ich habe Vorstellungen, ich habe mich ausgetauscht mit dem Amateurvorstand. Habe gesagt, wo kann man euch besser begleiten, habt ihr Ideen, wo seid ihr nicht abgeholt worden, was hat gut geklappt, was können wir verstärken.

Wo müssen wir nochmal nachschärfen. Das sind Dinge, die ich gerne umsetzen würde, ohne dass ich jetzt sage, wir haben einen Verein, den man umkrempeln muss. Der Meinung bin ich zum Beispiel überhaupt nicht. Ich finde, wir haben einen gut funktionierenden Verein, vieles läuft gut, nicht alles. Das ist aber letztlich ja immer so, nicht in der Natur der Dinge, nirgendwo klappt es 100%. Dann kann man vielleicht mal versuchen, an der einen oder anderen Stelle nachzuschärfen.

Aber ich habe Lust, mit den Amateuren zusammen ein Sportkonzept zu entwickeln, wo wir auch junge Leute abholen. Also eine Agenda von mir ist auch, dass wir nicht vergreisen, dass wir nicht immer die gleichen Sportarten haben. Natürlich die, die erfolgreich sind und die, die Sporttreibenden gerne ausüben wollen, aber dann auch mal zu gucken, was können wir noch anbieten, wo haben wir die jungen Leute ab.

Bestes Beispiel ist jetzt Cheer and Dance, was wir hatten. Also das ist eine wahnsinnig erfolgreiche, in kürzester Zeit eine große Abteilung geworden und eine wahnsinnig erfolgreiche Abteilung geworden. Die haben gerade bei einer Weltmeisterschaft in den USA einen zweiten, einen dritten Platz gemacht, die gab es vor drei Jahren noch gar nicht und die sind wahnsinnig jung und ich könnte mir das auch noch mit anderen Dingen vorstellen.

Und da müssen wir uns mal versuchen vor die Welle zu setzen, also nicht zu gucken im Nachhinein, bis jemand auf uns zukommt und was ist jetzt gerade und möchte jemand beim HSV Sport machen, sondern wir sagen hier, das bieten wir an. Also junge Sportarten auch. Dann, was ich eben schon angedeutet habe, glaube ich habe, bevor ich mich wiederhole, also diese Infrastrukturmaßnahme zu begleiten.

Ja, ich glaube, da kommt einiges zusammen, warum man guten Gewissens sagen könnte. Dem geben wir mal die Aufgabe, vier Jahre mit, für uns was zu tun. Sie haben ja gerade auch schon gesagt, etwas allgemeiner gehalten, einiges läuft bereits gut im Präsidium, einiges läuft nicht so gut. Wir wollen ja heute vor allem auch konkret werden und ein bisschen tiefer eintauchen.

Was läuft denn nicht so gut, beziehungsweise was wollen Sie anders machen als das aktuelle Präsidium, das von Marcel Janssen geführt wird? Also es ist sicherlich nicht meine Aufgabe, ich werde das auch nicht tun, ich werde hier keine Kopfnoten verteilen fürs vorhergehende Präsidium. Ich habe auch nicht gesagt, beim Präsidium lief es gut oder nicht so gut, sondern allgemein, also an verschiedenen Stellen. Denn das war eins, das bezog sich jetzt ehrlich gesagt nicht nur aufs Präsidium.

Ich habe tatsächlich, also meine Herangehensweise würde sein, ein ruhiges Präsidium zu führen. Sie wissen, wir haben Einzelwahl. Also das ist anders als noch bei anderen Wahlen. Letztlich ist es aber so, dass das zumindest für den meisten von den Kandidierenden so gehandhabt wird, wie das zum Beispiel die Erteilungsleitung der Supporter auch gemacht hat.

Die haben gesagt, ja, es ist Einzelwahl, aber wenn ihr wollt, jetzt hier ich als Abteilungsleiter Sven Frese möchte diese Dinge umsetzen, dann wäre es schön, wenn ihr mir dieses Team an die Seite gebt. Und das sage ich auch. Und ich glaube also, warum ich das gesagt habe, diese Ruhe, die ich gerne haben möchte, stelle ich mir mit meinen, wenn sie denn auch mit mir gewählt würden, was dann schön wäre, mit Anna und Michael haben wir schon mal eine sehr große... Michael Papenfuss.

Richtig, Anna Stöcken und Michael Papenfuss. Mit denen habe ich eine gute Basis. Und ich glaube, wir würden ein ruhiges Präsidium sein. Mit der Erfahrung, die ich auch als Ehrenratsvorsitzender habe, und auch als Beratender, würde ich auch denken, dass ich eine sehr gute Schnittstelle und auch wirklich ein sehr gutes Verhältnis zur AG habe.

Ich bin nicht AG-lastig, aber der Präsidiumsposten bringt es auch mit sich, dass man natürlich im regelmäßigen Austausch sein soll und muss. Und zum jetzigen Vorstand habe ich ein sehr gutes Verhältnis. Ich glaube, das hilft auch. Eine dieser Schnittstellen zur AG ist ja tatsächlich der Aufsichtsrat, wo das Präsidium steht, ein Posten im Aufsichtsrat zu.

Wie würden Sie das gerne handhaben wollen? Möchten Sie, wenn Sie denn gewählt werden als Präsident, dann auch in den Aufsichtsrat, in gedanklichen Klammern, möglicherweise sogar als Vorsitzender oder streben Sie gar keinen Aufsichtsratsmandat an? Wer den Vorsitz hat, bestimmt der Aufsichtsrat ja selbst, also der nicht von außen bestimmt.

Ich finde, der Präsident sollte als Stimme im Aufsichtsrat tatsächlich vertreten sein, seiner Funktion. Wäre dann, wenn jetzt Ihr Team, das natürlich nicht als Team zur Wahl antritt, aber ja trotzdem als Team auftritt, würde Ihr Team dann zwei Kandidaten in den Aufsichtsrat entsenden mit Michael Papenfuss und Ihnen?

Weil Michael Papenfuss Interesse ist ja auch weiterhin, dem Aufsichtsrat treu zu bleiben. Als Vorsitzender ist er ja aktuell tätig. Also die finale Besetzung kann ja auch noch gar nicht mehr, auch etwas Früheres zu machen. Aber es spricht ja überhaupt nichts dagegen, einen starken EV im Aufsichtsrat zu haben. Ich glaube, da hätte kein Mitglied etwas dagegen.

Sie haben gesagt, natürlich würden Sie sich das wünschen, wenn Ihr Team sozusagen mitgewählt werden würde. Aber es ist eine Einzelwahl und es kann passieren, dass Sie gewählt werden. Und es könnte dann passieren, dass als Vizepräsident Laura Ludwig oder Richard Goz gewählt wird, als Schatzmeister Raif Hartmann und eben nicht, Herr Papenfuss.

In diesen Konstellationen können Sie sich die alle vorstellen. Würden Sie da irgendwo ein Problem sehen? Wie ist Ihre Herangehensweise mit den anderen Kandidaten? Haben Sie sich schon ausgetauscht? Ehrlich gesagt wird das noch passieren. Das ist, ich bin nun der Erste in dieser Runde. Hätten Sie mich am Freitag hier gehabt, hätte ich Ihnen da schon was zu sagen können, weil tatsächlich da Gespräche anstehen.

Ralf Hartmann kenne ich seit vielen, vielen Jahren. Den habe ich ja als Ehrenrat schon begleitet. Da habe ich ja sogar auf dem Podium als Versandungsleiter schon neben ihm gesessen, als er noch Schatzmeister war. Das heißt also, mit dem müsste ich mich nicht austauschen, weil den kenne ich einfach. Seine Agenda kenne ich. Bei den beiden Vizepräsidenten-KandidatInnen müsste ich das noch tun. Da kann ich an dieser Stelle noch nichts sagen.

Laura Ludwig und Richard Golds sind an der Stelle gemeint. Wie bewerten Sie denn aktuell die Pläne, die jetzt am Sonnabend veröffentlicht wurden seitens der Stadt? Also die Stadt hat ja mit einem Paukenschlag ihr Olympiakonzept präsentiert und dann auch bekannt gegeben, okay, es wird ein neues Stadion geben, das auch der HSV nutzen wird, eine neue Heimat.

Ein neues Volksparkstadion, das alte wird dann in den 40er Jahren entweder zurückgebaut oder abgerissen. Es ist ja auch eine spannende Frage, wie die Fans das bewerten und das Präsidium vertritt ja letztlich auch die Mitglieder. Den Austausch mit den Mitgliedern gab es von HSV-Seite noch nicht, der wird jetzt nachgeholt.

Möglicherweise auch bereits auf der Mitgliederversammlung jetzt am 21. Juni. Und da drängt sich natürlich die Frage auf, wie sich auch die Präsidentschaftskandidaten bei diesem Thema platzieren. Ja, also es war der helle Wahnsinn, weil... Man hört das, das war ein Aufschlag. Also ich habe keinerlei Vorwarnung gehört und ich würde mal behaupten, ich höre ja manchmal ein paar Dinge.

Also das zeigt, was ich ganz gut finde, dass es durchaus möglich ist, in dieser Struktur Dinge vorzubereiten und vorzubesprechen, ohne dass es überhaupt irgendjemand mitbekommt. War wahrscheinlich ein entsprechend kleiner Kreis, aber das finde ich schon mal richtig gut. Und deshalb fehlt mir auch so ein bisschen jetzt natürlich die Hintergrundinformation.

Weil als ich das gelesen habe, habe ich erstmal, also da ging dieser ganze Fragenkatalog in mir runter. Das ging ganz genau so übrigens. Bei Ihnen auch. Also erstmal, was bedeutet das dann? Also einige Sachen wurden ja so ein bisschen beantwortet, aber ja eben auch nur in so einer Präsentation, dass also dieses Stadion umgebaut wird.

Wenn dann Hamburg die Olympiade bekommt, wird das umgebaut, weil so eine Schüssel, wie wir sie früher mal hatten, wollen wir ja gar nicht. Also ich will das nicht als Fan und ich glaube, die Fußballfans wollen das auch nicht. Also so ein Mischstadion braucht kein Mensch. Also das soll umgebaut werden.

Also Sie meinen, dass die Tartanbahn da wieder verschwindet? Richtig, genau. Dann aber auch, deshalb, ich weiß es nicht, sind wir dann plötzlich Mieter? Wir haben jetzt ein Stadion, was nach langen Jahren jetzt endlich abbezahlt ist, was jetzt Geld kostet. Weil das ist mir tatsächlich bekannt, weil wir jetzt in Sanierungsphasen kommen, weil es altert und teilweise altert es eben nicht gut.

Aber es ist ein bezahltes, unser eigenes Stadion. Ich weiß es nicht. Wird das neue Steil, sind wir dann Mieter? Würde ich jetzt merkwürdig finden. Gerade auch aus meiner Bauträgersicht. Also gehe ich irgendwo raus, was mir gehört und gehe irgendwo und zahle jemandem anderen die Miete? Oder wird uns das Ganze bemerken?

Geschenkt? Ich fürchte, da kann man das Fragezeichen, kann man schon ein Ausrufezeichen machen? Nein, wird es nicht. Aber die Fragen sind tatsächlich noch offen. Die Fragen sind komplett offen. Die Kernfrage, ob der HSV-Mieter wird oder Eigentümer. Eine weitere Frage ist doch, da stand jetzt drin, dieses Stadion, ich weiß nicht, korrigieren Sie mich, wie ich das falsch gelesen habe, wird auch gebaut, wenn Hamburg nicht den Olympia-Zuschlag bekommt.

Dann habe ich aber gelesen, da steht drin, das soll ein Stadion sein, was Konzerte, was andere Sportveranstaltungen auch in der Heimat bieten sollen. Dann denke ich, Olympia kommt nicht. Das Stadion wird trotzdem gebaut, aber auch für andere Sportarten, aber dann trotzdem wieder doch ein reines Fußballstadion.

Also wird das dann so gebaut, dass man ständig klappt, man klappt was auf, man klappt was zu. Denn wenn es ein Stadion ist, was für andere Sportarten genutzt werden kann, ist es kein reines Fußballstadion mehr. Also um zusammenzufassen, ehrlich gesagt, ich habe da mehr Fragen im Moment, als ich Ihnen Antworten geben kann. und je mehr Antworten auf diese Fragen kommen, desto besser kann ich mir auch mal ein Bild davon machen.

Aber interessant ist ja, Sie haben es gesagt, bei den großen Vorhaben in Norderstedt, dass Sie Ihr gefährliches Halbwissen in der Bauprojekt, dass Sie das da gerne einbringen wollen würden. Ich sage mal, bei so einem Projekt, da kann man in der Tat auch ein bisschen Expertise gebrauchen. Das Präsidium ist ja schon eine Schnittstelle in der Kommunikation zu den Mitgliedern, die genau diesen Prozess dann kritisch begleiten muss.

So würde ich das mal annehmen. Das ist richtig, wobei ich dann, ehrlich gesagt, bescheiden genug bin zu sagen, bei einer Maßnahme dieser Größenordnung und dieser speziellen Ausrichtung, die am Stadion, weil das kann sicherlich oder könnte ich fachlich begleiten, aber eher, ehrlich gesagt, dann als Präsident aus der Vertretungsseite genau dieser Fragen der Fans. Was ist das eigentlich? Ist es unser Stadion?

Weitere Dinge, also die schießen mir jetzt gerade durch. Das ist ja ganz wichtig, das jetzige Stadion ist ja auch unsere Heimat und Identitätsstiftend. In dem Sinne, da wird die Kurve gestaltet, da wird gemalt, da werden Fanclub-Plaketten aufgehängt, da werden Wände bemalt in unseren Farben. Das ist ja cool und das ist richtig.

Jetzt haben wir ein Stadion, was so ein bisschen unseres ist, aber wo auch andere rein sollen. Dürfen wir da bemalen, dürfen wir da Dinge aufhängen? Also das sind ja Sachen. Also ich würde das, glaube ich, nicht begleiten, also auch begleiten baulich, Aber das sind doch die Fragen, die dann gelöst werden müssen.

Es soll ja dann eine zukünftige sportliche Heimat sein. Das ist ja nicht nur irgendein Stadion, sondern das ist unser Stadion. Und wie das zusammenzubringen ist mit einem, was dann noch anderweitig genutzt werden soll, kann ich mir im Moment noch nicht so richtig vorstellen. Eine der wichtigen Fragen ist ja nicht nur, was mit dem neuen Stadion passiert, sondern auch, was mit dem alten Stadion passiert, mit dem Volksparkstadion.

Und ich glaube, viele Fans haben als allererstes erst mal gesagt, wow, neues Stadion, das klingt erst mal gut. Aber was passiert eigentlich mit dem Volksparkstadion? Das ist ja, wie Sie schon gesagt haben, das gehört zur Identität des HSV. Kann man das abreißen? Kann man das umbauen? Was passiert da? Viele, viele Fragen.

Ja, auf die ich definitiv an dieser Stelle keine Antworten habe. Aber es bleibt ja Ihre Funktion, dann im Prinzip als möglicher Präsident dieses Thema zu verfolgen. Absolut. Wie würden Sie denn dann auch das kommunizieren oder auch auftreten oder generell damit umgehen, wenn Sie feststellen, okay, die Mitglieder sind eigentlich dagegen, dass der HSV in dieses neue Stadion einzieht? Das ist ja möglich.

Das ist möglich, aber ich würde das eher dann andersrum formulieren. Also wenn sich die Möglichkeit bietet, eine moderne, neue, größere Sportstätte zu bekommen, dann müssten wir in dem Prozess so weit den Hut aufhaben und das so weit begleiten, wenn ich dann weitere Informationen habe, dass die Mitglieder dann sagen, ja super, das wird unser neues Stadion, da können mehr rein, das bleibt trotzdem unseres.

Also wenn diese Fragen gelöst worden sind, ich würde das Ganze umdrehen. Wenn muss man es so machen, dass die es wollen. Auf jeden Fall wird uns dieses Thema nicht nur Tage und Wochen, sondern Monate und Jahre begleiten. Und ich kann Ihnen versprechen, dass Ihre Konkurrenten da auf keinen anderen Wissensstand sein werden, wenn die in 1, 2, 3, 4, 5 Tagen hier auch bei uns sind.

Das glaube ich auch, ja. Aber wenn wir über die Konkurrenten sprechen, was hebt denn Ihre Kandidatur im Vergleich zu den anderen beiden ab? Also ich glaube, wir haben drei hervorragende Präsidentschaftskandidaten, so mit unterschiedlichen Schwerpunkten, mit unterschiedlichen Vitae, Vitaes. Und ich würde sagen, wir, also mit Henrik Könke zum Beispiel tausche ich mich seit Jahren regelmäßig aus.

Da weiß ich ganz genau, wir haben das gleiche Wirtesystem, wir haben über Dinge gesprochen, die uns gefallen und nicht so gefallen. Also wir haben uns regelmäßig getroffen, also das ist ganz lustig. Frank Ockens kenne ich aus einem anderen Zusammenhang, den habe ich mal kennengelernt, tatsächlich das erste Mal beim Relegationshinspiel Berlin. Da bin ich über den Weg gelaufen.

War das nach der Mitgliederversammlung, wo es um Marcel Jansen ging und er sich zu Wort gemeldet hat oder davor? Wissen Sie das noch? Ich glaube, es muss definitiv davor gewesen sein. Es muss definitiv davor gewesen sein, weil sonst hätte ich ihn ja schon gekannt. Nee, nee, das muss davor gewesen sein.

Und den habe ich auch bei Veranstaltungen immer gesehen. Mit dem Teil, ich viele sportliche Ansichten, also mit dem schnack ich meistens so über was läuft gut, was läuft schlecht, brauchen wir einen neuen Trainer, neue Spieler, neue Mannschaft, also dieser typische Fan-Talk, so. Und damit ist, glaube ich, auch schon ganz gut vielleicht beschrieben, also so.

Hendrik hat, glaube ich, aufgrund seiner Herkunft ist er doch, Also fußballlastig, also er sagt ja, ich unterstelle ihm tatsächlich nicht, dass er nicht den Rest im Blick hat, aber rein von der Vita her ist er definitiv fußballlastig. Aber das ist ja auch okay, wir wollen ja den Mitgliedern irgendwie ein Angebot machen, wenn wir alle gleich wären, wäre ja doof.

Also das wäre auch ein extremer Zielkonflikt, wenn wir drei ähnlich, also fast gleiche Kandidaten haben, wen soll man dann wählen? Also ich glaube, da geht das mehr in die Richtung, da ist auch mehr sein Fokus, da hat jetzt ja auch im Aufsichtsrat gewirkt, auf der AG-Seite. Ich glaube, Frank kommt tatsächlich aus der, der sagt, ich bin Unternehmer, ich kann das, kommt so über das Fußballinteresse und Freude, diesen Job zu übernehmen.

Der ist aber wiederum noch nicht so lange dabei. Ich würde sagen, ich bin dabei, was ich vorhin gesagt habe, schon ewig lange, habe mir Dinge angeguckt. Ich komme aus der Mitte des Vereins und kann sowohl die eine Seite als auch die andere abbilden, also in der gesamten Bandbreite. Angefangen habe ich ja mal als Fan in der Westkurve. Es ist ja nicht so, dass ich mit Fußball nichts am Hut habe, ganz im Gegenteil.

Aber mein HSV-Lebensweg hat sich dann ja verändert. Also angefangen als Junge aus der Kurve, dann einfach jahrelang Fan gewesen und dann gesagt, ach, jetzt möchte ich doch im Verein auch mal ein bisschen was mitmachen. Also ich glaube, ich bin so eine Schnittmenge aus beiden. Und ich bin auch Unternehmer.

Also was das Verordnungs sagt, der Mensch als Unternehmer kann ich, habe ich Vorstellungen, kann auch viel bewegen. Das bin ich auch. Also insofern glaube ich, bin ich eine gute Schnittmenge, das Beste aus beiden Welten der anderen Kandidaten. Ohne, dass ich jetzt sage, die können es nicht. Weit entfernt. Sie drei sind ja die einzigen, die die Prüfung des Beirats überstanden haben, die also zugelassen wurden zur Wahl. Es gab insgesamt mehr als 30 Bewerbungen.

Der prominenteste Name, der abgelehnt wurde, ist sicherlich Felix Maggert. Felix Maggert würde ich schon sagen, dass er der prominenteste ist von denen, die abgelehnt wurden. Bevor wir aber auf ihn zu sprechen kommen, uns würde einmal interessieren, Sie wurden ja auch geprüft vom Beirat. Sie haben ja selbst, sind Sie ja zurückgezogen aus diesem Amt der Prüfung, weil Sie natürlich auch gesagt haben, Okay, da liegt ja ein klarer Interessenkonflikt vor, ich kann mich ja nicht selbst zur Wahl zulassen, deswegen scheide ich auch aus der Prüfung der anderen Kandidaten aus.

Wie wurden Sie dann aber letztlich geprüft vom Beirat? Es muss ja anders abgelaufen sein als bei den anderen, Sie sind in einer WhatsApp-Gruppe, Sie kennen sich seit Jahren, Sie arbeiten zusammen, Sie sind per Du, im Prinzip müssen Sie sich dort nicht erst vorstellen, neu, wie lief das ab? Also nur mal WhatsApp-Gruppengemeinschaftliche, die sind tatsächlich ja jobgebunden.

Also aus dem bin ich konsequenterweise sofort rausgeschmissen worden. Und dass ich mich mit denen duze und die kenne, unterscheidet mich aber auch nicht von Henrik. Also Henrik kennt die auch seit Jahren, die duzen sich auch. Also zwischen ihm und mir ist man schon mal gar keinen Unterschied. Bei Frank Oggens ist es glaube ich etwas anders.

Aber ehrlich gesagt macht das in dem Verhältnis keinen Unterschied. Ich glaube sogar, dass ich einen Nachteil hatte, so ein bisschen dadurch. Ich bin ganz normal eingeladen worden, wie alle anderen auch, zu einem Gespräch. Da musste ich erzählen, was sind meine Vorstellungen, was möchte ich machen. Also ich musste nicht mehr erzählen, wer ich bin, das ist natürlich richtig.

Aber ehrlich gesagt habe ich das im Nachhinein ein bisschen als Nachteil empfunden, weil ich manchmal mir gedacht habe, Mensch, Kindes, ihr kennt mich doch. Das muss ich doch jetzt hier nicht erzählen. Ihr wisst doch, wer ich bin. Aber es war ganz formal. Das würde mich jetzt auch interessieren. Vielleicht können Sie da einmal... Ja, die haben mich nicht gesitzt.

Nein, ich meine formal. Da waren jetzt hier... Wie viele, wo haben die das gemacht? Das wird immer in unserer alten Heimat Norderstedt gemacht. Und da war ich tatsächlich... Dann hatte ich einen Timeslot bekommen, bin dahin. Und sie haben natürlich recht, das ist eine komische Situation. Ich sitze dann mit diesen Menschen am Tisch, die noch einige Monate davor meine Kollegen waren, mit denen ich sonst anders spreche.

Und genau das war eben ein bisschen merkwürdig, also dann aus der Rolle des Kollegen rauszukommen. Ich war ungeklärt. Wurde mir hinterher auch gespiegelt und das hatte wahrscheinlich damit zu tun, die haben gesagt, warum warst du eigentlich so nervös? Aber daran sehen sie das, es war eine Situation wie für die anderen auch.

Ich war nervös, weil die mir Fragen gestellt haben und ich so ein bisschen in so eine Verständnislücke gefallen bin, so vom Selbstverständnis. Erst als ich mich dann zweimal zurückgezogen habe und gedacht habe, du bist jetzt hier Kandidat und du musst das jetzt anders machen, du kannst jetzt nicht mit denen so sprechen, wie du das sonst tust, da hatte ich mich so ein bisschen eingefangen und da ging die Nervosität auch ein bisschen zurück.

Aber am Anfang war ich wohl, so wurde mir gespiegelt, ziemlich nervös und ich glaube, das, was vielleicht nach außen als Vorteil jetzt, Mensch, der geht da rein, Selbstgänger, haben irgendwie einen Gin Tonic getrunken, da sind nach Hause gefahren und dann haben sie ihn durchgefunden. Ja, eben Leben nicht. Also ich habe es eher als belastend empfunden.

Wie lange dauert es im Gespräch? Eine Stunde? Ich glaube, wir waren, ja, Stunde und ein bisschen. Und Gin Tonic gab es nicht, sondern Wasser? Nein, nein, es gab definitiv Wasser. Bei uns übrigens auch. Okay, alles klar, groß. Ich hatte ja schon erwähnt, dass Sie ja aus Ihrer Funktion des Beirats dann eben kurzzeitig mal, haben Sie sich zurückgezogen, um eben nicht die Kandidaten zu prüfen.

Sie haben gerade Einblicke gegeben, dass Sie sogar aus der WhatsApp-Gruppe ausgetreten sind. Ich bin aus jeglicher Kommunikation abgeschnitten worden. Und das ist ja auch richtig so. Total. Und ersetzt wurden Sie letztlich durch Andreas Peters. Das hat jetzt zu Beschwerden bei einzelner Mitglieder beim Ehrenrat geführt.

Die sehen da einen Satzungsverstoß. Da laut § 19 der Satzung eben eigentlich nur der Vorsitzende des Ehrenrats, also sie im Beirat vorgesehen sind und ist und eben kein Vertreter. Wird diese Wahl, diese Präsidiumswahl dann möglicherweise ein juristisches Nachspiel haben, weil die Besetzung des Beirats für die Prüfung der einzelnen Bewerber nicht ganz reibungsfrei abgelaufen ist? Wie bewerten Sie es als Jurist?

Also reibungsfrei würde ich sagen, ist sie abgelaufen, weil alle haben Gehör gefunden, alle sind beim Beirat vorstellig geworden, es ist keiner, der das nicht durfte, also ich glaube das nicht und ob das juristisches Nachspiel hat, müssen sie glaube ich eher die Menschen fragen, die immer Freude an sowas haben, ich habe das eher weniger.

Aber ich teile die Prämisse auch nicht, dass sie sagen, die Satzung sieht das nicht vor. Wer denn sonst, wenn nicht der Vertreter? Also ich scheide aus. Ich hätte ja auch gegen einen Baum fahren können und im Koma liegen. Wer geht denn dann in den Beirat? Keiner oder mein Vertreter? Natürlich geht mein Vertreter dann in den Beirat. Wer denn sonst?

Und ich halte das auch juristisch für vollkommen in Ordnung. Das wird in der Wirtschaftswelt ebenfalls so gehandhabt. Wenn also Interessenkonflikte vorliegen, zieht sich diejenige Person aus Aufsichtsräten oder Entscheidungen zurück, damit der Interessenkonflikt sich nicht irgendwie auswirken kann. Und hier haben wir es genauso gehandhabt.

Und letztlich, also ich möchte gar nicht auch ewig darüber, also ich möchte eher über das reden, worauf ich Lust habe und eigentlich auch nicht über Felix Magath reden. Du wirst es natürlich einmal aufklären. Ja, aber ich teile die Prämisse nicht zum einen. Und zum anderen, wenn ich die Prämisse teilen würde, würde, konjunktiv.

Man sagt jetzt, Andreas Peters hätte da nicht sitzen dürfen. Der ist eine von fünf Stimmen. Das Abstimmungsergebnis ist mir nicht bekannt, also wie das gelaufen ist, ob es knapp oder ob es drüber war. Aber was bedeutet das denn, wenn wir schon ein bisschen ins Juristische gehen? In meinem juristischen Verständnis nach bedeutet das dann, inwieweit hat dann diese Fehlbesetzung überhaupt Einfluss gehabt auf die Entscheidung?

Wäre die Entscheidung eventuell genauso gefallen, wenn er gar nicht da gewesen wäre? Ich halte das für falsch, weil der Beirat muss voll besetzt sein, aber wenn wir das teilen, dann was ist das juristische Ergebnis? Also wir denken uns an Andreas Peters weg und dann müsste man wissen, wie eigentlich die Entscheidung gelaufen ist. Also wenn man dann erführe, was ich nicht weiß, dann bleiben vier übrig, dann müssen drei von vier Ja oder Nein sagen.

Und dann kommt das gleiche Ergebnis dabei raus. Also da wird sich jetzt wahnsinnig drüber aufgeregt, aber wenn wir es runterbrechen und selbst mal all das übernehmen, was die Kritiker sagen, könnte es am Ende bedeuten, das Ergebnis wäre haargenau das gleiche gewesen. Am Ende ist der HSV der HSV und wenn es einfach wäre, dann wäre es ja auch langweilig.

Die Frage ist, hatten Sie das sozusagen eingepreist oder haben Sie vorher eine Ahnung davon bekommen, dass das zu einem Problem führen könnte? Also haben zum Beispiel über den von Stefan eben gerade zitierten Paragrafen 19, den ich vorher nicht auf der Kette hatte, muss ich gestehen, hatten Sie das alles schon mal gedacht, das könnte heikel werden, da könnte es Kritik geben?

Oder sind Sie jetzt überrascht von der Kritik, die jetzt gerade, ja nicht geballt kommt, aber die da ist? Also da würde ich teilen. Also ich bin sehr überrascht über gewisse Dinge. Also wir haben für uns was vollkommen, wir haben es nicht diskutiert, weil es für uns klar war, dass das in unserer Auffassung vollkommen richtig ist, was da passiert.

Dass ich mich zurückziehe, ist natürlich vollkommen richtig, das geht gar nicht anders. Und dass ich da vertreten werde, halten wir auch nach wie vor für vollkommen richtig. Was mich überrascht ist, man kann ja der Meinung sein, Felix Maggert ist ein super Kandidat, also der muss unbedingt. Und es gibt übrigens ja auch andere Stimmen. Aber naturgemäß ist es ja immer so, dass in so einer Situation die sich melden, die, was heißt unterlegen sind, aber gegen die sich diese Entscheidung richtet.

Sie hören ja nicht diejenigen, die jetzt sagen, vollkommen richtig, dass Felix Maggert nicht zugelassen worden ist. Weil die gibt es ja auch, aber die melden sich nicht. weil die Entscheidung ist ja in deren Interesse ausgefallen. Also jetzt hören wir tatsächlich die, die mit der Entscheidung nicht zufrieden sind.

Das liegt aber in der Natur der Sache. Was mich überrascht hat, ist, wie gesagt, man kann sagen, es ist ein guter Kandidat, ein schlechter Kandidat und darüber kann man dann diskutieren. Aber die Entscheidung darüber gibt die Satzung dem Beirat und der Beirat hat dazu entschieden. Was ich nicht nachvollziehen kann, ist tatsächlich diese Häufung an, die Sie ja so ein bisschen angedeutet, an Verschwörungstheorien.

Und dann haben die doch alles geklümmelt bis hin anderes Qualitätsmedium Süddeutsche Zeitung, wo der Kollege schrieb, Kai Esselsgroth zog sich aus der Beiratsentscheidung zurück, angeblich um einen Interessenkonflikt zu vermeiden. Wie kommt in diesen Satz das Angebliche? Ich habe mich zurückgezogen, um einen Interessenkonflikt zu vermeiden. Wo kommt dieses Wort Angebliche?

Warum sollte ich das denn sonst tun? Wenn das nicht der Grund ist, dann bleibe ich doch lieber drin und rasiere alle und bleibe als einziger Kandidat übrig. Weil da steht immer irgendwas von Nordkorea oder so. Dann mache ich doch richtig Nordkorea. Bleibe ich drin und sage nein, nein, nein. Angeblich hat in diesem Satz keinen Platz. Und das ist das, was ich nicht gut finde.

Also, dass jetzt so Klüngeleien unterstellt werden und Beirat, Ehrenrat. Also, da wird ja auch alles wild durcheinander geschmissen, ohne sich überhaupt mal eine Minute mit der Satzung zu beschäftigen, wer eigentlich für was zuständig ist. Hauptsache immer Druff mit viel Vehemenz und wenig Kenntnis. Der Teil ärgert mich. Also, nicht, dass man sagen kann, dass man sich darüber ärgert, Felix Magas. Das kann ich komplett verstehen.

Wenn man sagt, na hier, der hat das größte Tor der Vereinsgeschichte geschossen und der muss jetzt Präsident werden. Der Ansicht kann man sein. Aber man kann nicht der Ansicht sein, dass irgendwas geküngelt worden ist, sondern das Organ, was dafür satzungsmäßig zuständig ist, hat entschieden. Ich würde es trotzdem gerne mal aus meiner Perspektive der öffentlichen Wahrnehmung einordnen.

Ich würde nämlich nicht die Ansicht teilen, dass der Aufschrei groß ist, weil wenn man es ganz nüchtern betrachtet, haben wir knapp 20 Beschwerden von insgesamt mehr als 120.000 Mitgliedern. Korrigieren Sie mich gerne, wenn es mehr Beschwerden inzwischen gibt. Aber das ist natürlich nur ein Bruchteil, den ich jetzt gerade nicht im Kopf ausreichen kann, aber es ist wirklich nur ein prozentualer Bruchteil der Beschwerden.

Das bleibt ein Vorgang, der natürlich auch irgendwo medial berichtenswert ist, aber man muss es eben einordnen, das ist jetzt keine Mehrheit. Das ist jetzt nicht so, dass alle Mitglieder Sturm laufen und es mit vehementen Protesten auf der Mitgliederversammlung für die Zulassung von Felix Manger zur Wahl zu rechnen ist.

Vielen Dank, dass Sie meinen Job genommen haben. Das muss ich einmal kurz einordnen. Das hätte ich gerade noch einordnen müssen. Das meinte ich so ein bisschen mit, man hört jetzt nur die und dann hätte ich ja die Klammer aufmachen sollen, wenigen, die jetzt vehement sich dagegen aussprechen. Aber vielen Dank für die Einordnung, die hätte ich eigentlich machen müssen, sie ist vollkommen richtig, weil so viele sind es tatsächlich nicht.

Ja, Punkt. Ja, das muss man einfach nüchtern so betrachten. Und trotzdem bleibt es ja ein Vorgang und uns hat jetzt die neue Information erreicht, dass es auch schon erste Antworten des Ehrenrats geben soll an die Mitglieder, die sich eben beschwert haben. Vielleicht können Sie ja mal aufklären, ob Sie vielleicht sogar das Schreiben verfasst haben als Mitglied des Ehrenrats und uns ist zugetragen worden, dass dann eben verständlicherweise oder nachvollziehbarerweise der Ehrenrat gesagt hat, nein, da liegt kein Satz und Verstoß vor.

Das haben Sie auch schon aus juristischer Perspektive erklärt, warum man diese Ansicht vertreten kann und alles ist sauber abgelaufen. Trotzdem bleibt natürlich die Fragestellung, wir haben halt ganz viel Überschneidung. Dadurch, dass Sie ja auch im Ehrenrat sitzen und dann eben auch als Präsident kandidieren, wirft es zumindest die Frage auf, ist das alles so in Ordnung?

Vielleicht können Sie ja mal aufklären, ob Sie das Schreiben auch verfasst haben oder wie das alles so ablief. Vielleicht können Sie generell da ein bisschen Klarheit reinbringen, wie jetzt auch die Reaktion des Ehrenrats auf die Mitgliederbeschwerden ausfällt. Also das, was ich vor zehn Minuten gesagt habe, ist die gemeinsame Entscheidungsfindung des Ehrenrats.

Also das war jetzt nicht die Entscheidungsfindung von Kai Esselsgrot, sondern wir sind ein gut und teammäßig zusammenarbeitendes Gremium. Das war also eine gemeinschaftliche Entscheidung. Jetzt mal kurz überlegen, was muss ich aufklären noch? Haben Sie zum Beispiel die Kommunikation mit den Mitgliedern, die sich beschwert haben, aufgesucht? oder haben Sie das unterzeichnet am Ende oder wie lief das an? Nein, wir unterzeichnen das mit der Ehrenrat, weil das am besten auch spiegelt, was da passiert ist.

Ich bin natürlich im Prozess beteiligt, die Mails kommen ja gemeinschaftlich auch bei uns an, da bin ich nicht geblockt, warum sollte ich auch, weil Ehrenratsmitglied und Ehrenratsvorsitzender bin ich nach wie vor, Das heißt, die Mails gehören da auch hin. Und dann haben wir uns beraten und sind zu einer Antwort gekommen.

Ich bin übrigens erstaunt, wie schnell solche Rückmeldungen gehen. Denn meiner Kenntnis nach könnten da keine 24 Stunden dazwischen gelegen haben. Der HSV ist der HSV. Ja, es haben Menschen ein wahnsinniges Interesse, während wir ja immer versuchen, Dinge im Verein zu klären. Finde ich das erstaunlich, dass jetzt schon wieder, ich meine, vielleicht haben sie auch gut recherchiert oder entsprechende Quellen.

Es gibt Menschen, die behaupten, bei Herrn Margat war ein ganzes Mediateam dahinter. Ich weiß nicht, ob die dann da auch noch irgendwie tätig sind. Also ich bin erstaunt, wie schnell sowas geht. Und ehrlich gesagt finde ich das ja immer besser, wenn Vereinsmitglieder uns schreiben als ihren Rat. Und ihren Unmut finde ich ja vollkommen richtig. Dafür sind wir da.

Ob das immer über die gesamte Stadt und teilweise Bundesrepublik bis zur Süddeutschen geschleift werden muss, Weiß ich nicht, ob das hilfreich ist. Ich hätte eine letzte Ratsfrage, die Sie vielleicht aufklärerisch noch mal erklären könnten. Vor zwei Monaten haben Sie ja bereits erklärt, die Aufgaben des Beirats, des Ehrenrats etc.

Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten. Möglichkeit Nummer eins, Sie werden als Präsident gewählt. Ich würde mal vermuten, dann werden Sie nicht mehr Beirat und Ehrenrat sein. Nein, nein, nein. Genau, Möglichkeit zwei, Sie werden nicht gewählt. Dann werden Sie wieder in Ihre ursprünglichen Funktionen zurückgehen wollen oder sagen Sie, dann habe ich erst mal genug vom Maß.

Also das gucke ich mir dann an, ehrlich gesagt. Also ich glaube, wenn wir eine Mitgliederversammlung haben und da wählen mich zehn Leute, dann würde ich glaube ich sagen, also irgendwie finden die mich glaube ich nicht so gut. Aber nee, da muss ich mir dann tatsächlich, also ich muss mir keine Gedanken machen im Fall 1, den Sie sagen. Es bedeutet selbstverständlich im selben Moment, dass ich dann sowohl nicht mehr im Ehrenrat als auch im Beirat bin.

Aber in dem anderen Fall, das muss man mal gucken. Wann würde Ihre Position dann aufgefüllt werden? Wäre das noch am Tag der Mitgliederversammlung, am 21. Juni der Fall, dass man sieht, okay, wir brauchen hier einen neuen Beirat? Das ist dann nicht mehr möglich. Das wird dann nachgewählt. Eigentlich wäre es dann bei der nächsten Mitgliederversammlung, also im Jahr drauf, dann müssen die Kollegen eben mit vier durchkommen oder drei.

Wahrscheinlich eher drei dann, weil ich ja hoffe, wenn ich gewählt werde, dass die phantastische Anna Stöcken dann auch gewählt wird. Also dann müssten die Kollegen dann tatsächlich mit drei durchkommen. Im Beirat, Sie waren nicht mehr dabei, aber wurde ja... Letzte Frage. Das war aber eben schon letzte Frage. Können wir mal ein bisschen...

Sie werden die Früge mögen, weil es leitet jetzt elegant rüber in den nächsten Teil. Im Beirat wurde gesagt, dass Felix Magath auch deswegen vielleicht nicht der beste Präsident ist, weil er sich zu sehr um die Fußballer kümmert, zu wenig um den EV. Frage, was ist denn die Hauptaufgabe eines HSV-Präsidenten aus Ihrer Sicht?

Die Hauptaufgabe, also der Präsident ist erstmal erst der Repräsentant dieses Vereins. Das ist derjenige, der rausgeht in die Stadt. Das ist ja so ein Thema von mir. Ich bin der Meinung, dass wir draußen noch nicht so präsent sind in vielerlei Hinsicht, wie es eigentlich der Wucht, die wir jetzt wieder gesehen haben auf dem Rathausmarkt, was da passiert ist. Wir sind aufgestiegen.

Da ist wirklich kaum jemand glücklicher als ich, weil ich gehe seit 52 Jahren ins Stadion, bin auch Fußballfan und habe sieben Jahre auch sehr gelitten. Aber der HSV ist eben auch noch mehr. Also ich habe immer so das Gefühl, dass hier auch rundherum, wenn ich hier so bei ihrem, wenn ich in der City bin, sehe ich viel mehr Stadtteilvereinswerbung, Kooperation und sonst was.

Also wundere ich mich manchmal, also wie wenig HSV man sieht im Verhältnis dazu, wenn man mal diesen Wumpf sieht, den dieser Verein ja hat. Welchen Stadtteilverein meinen Sie denn? Alte, oder? ETV. Dann ist es auch so, wir haben ja Sportstätten. Wir haben ordentlich nachgelegt. Manchmal habe ich so das Gefühl, tu Gutes und rede drüber, wäre mal mehr ein Motto des HSV. Wir haben in der Königsdoter Straße eine neue Sportstätte.

Wir haben draußen schnell sind noch eine neue Sportstätte, so. Und, Ich werde von einem Freund oder einem Freund, von einem ganz enger Freund, der nur weiß, was ich mache, dass ich HSVer durch und durch bin. Und der erzählt mir, es hat sich jetzt irgendwie dem Verein so und so für eine Laufgruppe angeschlossen.

Da habe ich gesagt, warum machst du das? Das darfst du mir gar nicht erzählen. Da bin ich schwer beleuchtet. Warum machst du das nicht beim HSV? Ach, kann man das da auch? Also ich finde, wir müssen mal die zweiten Schritte machen. Wir haben einen tollen neuen Leichtathletikstandort im Dulsberg. Also ich stelle mir jetzt mal nur rumfantasieren. Auch mal eine Plakataktion.

Unsere Sportstätten, da, da, da, dass HSV nicht immer nur so gedacht wird, Volksparkstadion und im Zweifelsfalle noch Norderstedt. Also dafür ist der Präsident auch da, das bekannter zu machen. Der Präsident ist dafür da, was ich vorhin gesagt habe, mit den anderen Gremien zusammen, zum Beispiel mit dem Amateurvorstand sich mal zusammenzusetzen und nicht denen zu erzählen, also ich finde, wir müssen mal das und das machen, sondern was ist eigentlich die Vision, wo wollen wir eigentlich hin?

Was ist die Vision des Amateursports? Was wollt ihr? Wollt ihr in jedem Stadtteil vertreten sein? Wollt ihr jede Sportart machen? Wie sieht das bei euch aus? Oder wollen wir ein bisschen fokussieren? Wollen wir einen Breitensport oder wollen wir einen Breitensport und einen Spitzensport? Wenn wir einen Spitzensport wollen, wie kann das funktionieren?

Spitzensport kostet Geld. Wie kann da das Sponsoring aussehen? Was ist da eure Fantasie? Das sind alles Dinge, die muss ein Präsident machen. Weil Sie gerade Visionen gesagt haben, die Vision von Marcel Jansen war vereint 2025. Haben Sie einen Claim, einen Satz, der sozusagen Ihre Kandidatur zusammenfasst?

Das ist schwer jetzt, ne? Nur der HSV. Das ist mir gerade eingefallen. Das ist gut, ne? Die gibt es schon. Nein, also ich brauche kein Claim. Ich brauche kein Claim. Ich stelle das da, was ich möchte. Ich möchte, dass wir breit aufgestellt sind, dass wir ein Verein sind, der eine Heimat bietet auch. Ein bisschen Stecken von mir ist ja immer Teilhabe, Inklusion, Diversität.

Das sind ja Themen, die mich mein ganzes Leben lang bewegt haben. Und ich möchte auch dafür sorgen, dass der HSV eine Heimat ist für jeden. Ich stelle jetzt mit und habe in der Arbeitsgruppe mitgearbeitet in der Diversitätsbesetzung der Gremien. Das finden einige überflüssig und unnötig. Ich halte es für das genaue Gegenteil, weil das dafür sorgt und auch ein Zeichen ist, wir wollen das.

Wenn die Satzung, natürlich ist das dann erst mal nur Papier, Aber wenn die Satzung ein Zeichen setzt, dann heißt das, wir wollen das. Und das ist auch ein Teil, den ich als Präsident umsetzen möchte. Ich möchte ein attraktiver Verein sein, wo auch Frauen sagen, Mensch, da fühle ich mich gut aufgehoben, die haben jetzt gerade da diese Quote.

Das ist ja schon mal ein Zeichen, da möchte ich Sport machen. Das finde ich cool. Oder auch eine Heimat sind für alle Ethnien, für alle Religionen. Sportvereine haben eine dermaßene Kraft. Und ich glaube, Verein 2025, ich weiß gar nicht, ich habe da jetzt gar nicht mehr reingeguckt, also ich brauche keinen Claim, sondern ich möchte einfach Dinge umsetzen.

Und umsetzen ist eine HSV-Familie zu schaffen, Verein mit attraktiven Sportarten, wo man gerne hingeht, wo man sich gut aufgehoben fühlt und der präsent in der Stadt ist. Ein Thema, das ja auch beim e.V. liegt, ist diese ganze Planung rund um das Volksparkstadion, wie dort die Aufenthaltsqualität verbessert werden kann für die Fans und natürlich dann auch für die Mitglieder.

So ein Teil der Planung ist es ja auch aus der ehemaligen Cubiont Arena, die ja jetzt eine Dreifeldfläche werden soll, dass man dort eben auch so eine Art Fanhaus integriert oder zumindest die Aufenthaltsqualität und den Aufenthaltsbereich für Fans auch schafft. andere nennt es Kneipe. Können Sie da Einblicke gewähren, was denn da so Ihre Vision dieses Gesamtprojekts Aufenthaltsqualität im Volkspark betrifft?

Also das, was Sie gerade angesprochen haben, also ist sicherlich ein Teil dieser Maßnahme. Also es wird gerade umgebaut, das ist nicht nur eine Dreifeldsporthalle, sondern die wird auch, wir haben barrierefreien Zugang. Das heißt, wir können unseren Inklusionssport dort durchführen. Das heißt also, bisher war es zum Beispiel so, die BG Baskets sind immer durch Hamburg getourt, mussten ihre Rollstühle immer umständlich von A nach B transportieren lassen.

Jetzt gibt es da einen Lagerraum, jetzt ist das da alles drin, jetzt können die barrierefrei da rein, haben ihre Sportgeräte da. Also das ist schon mal ein sehr wichtiger Schritt. Wir sind sehr viel präsenter im Stadtteil, weil die Halle wird dann auch dem Schulsport zur Verfügung stehen. Das heißt, wir kriegen da auch eine Verbindung.

Das geht ein bisschen in ihre Richtung. Also über den Volkspark hinaus eine Verbindung zum Stadtteil. Denn wenn Kinder dort Schulsport machen, dann ist das natürlich gebrandet im HSV. Die sehen das ja. Das ist unsere Halle. Da sehen sie die Raute, da sehen sie tolle Bilder. Und meine Vision ist, glaube ich, da weniger gefragt als die, die schon passiert ist.

Also ganz eng angebunden war die Abteilungsleitung der Supporter, die ja dort ihre, ja wie sie schon sagen, also für Fans eine Kneipe, eine Begegnungsstätte schaffen wollen. Und die sind in diesem Prozess mitgenommen worden und die gestalten da was. Also ich glaube, bei denen ist das richtig, richtig angesiedelt.

Ich habe es tatsächlich eine ganze Zeit lang auf der Bausichenseite begleitet, was gar nicht schlecht war, weil es hat mal an der einen oder anderen Stelle gehakt und da war ich sehr froh, dass ich da mithelfen konnte. Aber das war mir technisch. Ich glaube, das dann mit Leben und Seele zu füllen, ist gewöhnlich.

Unter anderem Aufgabe des Präsidenten, aber ich glaube, es ist sehr gut untergebracht bei den Supportern. Und dann, glaube ich, als gemeinschaftliche Aufgabe auch mal zu sehen, ob wir die Gremien da alle zusammenbekommen. Also das ist der eine Part. Und eben, nicht zu unterschätzen, eben dieses Rausgehen in den Stadtteil.

Dass wir also da jetzt nicht irgendwie diese Fußballblase, Volksparkstadion, und da wird Profifußball gespielt, sondern wir sind da noch mehr angekommen als jetzt. und Volksparkstadion, ja, das ist ein bisschen in die Jahre gekommen. Das ist einfach so, da droppelt es mal hier und da fällt man da was auseinander.

Das ist ein bisschen Groschengrab, aber liegt auch in der Natur der Sache. Ich glaube, da wurde aber sehr viel schon gemacht, also in dem den Fangruppen und Supportern Ultras Möglichkeiten gegeben werden, da mitzugestalten. Das finde ich auch vollkommen richtig. Also so da identitätsstiftend was zu machen.

Es gab jetzt andere Dinge, die, also es sind so Kleinigkeiten, aber es war ein Steckenpferd von meinem Ehrenratskollegen Engelbert Wickelhausen, der das angestoßen hat, dass es zum Beispiel kostenloses Wasser gibt. Klingt trivial, was das für ein Aufschlag war mit dem Catering, mit darf das überhaupt, geht da irgendwie jemand eine Einnahme verloren oder sowas. Das wurde im Fremden- und Gremienrat besprochen.

Also all solche Dinge. Also sicherlich gibt es, das war nur ein kleines Beispiel. Wie geht es da weiter? Das wird jetzt seit anderthalb Jahren, glaube ich, bewegt. Und jetzt ist, glaube ich, irgendwie die Ampel auf gelb. Aber man wundert sich ja manchmal, was da alles mitgedacht werden muss. Wie ist denn der Zeitplan für die mögliche Kneipe, die dann in der Cubiont-Arena kommen könnte? Also wann können sich Fans darauf freuen?

Der Zeitplan ist jetzt ein bisschen nach hinten geschoben worden. Tatsächlich, weil es eine weitere Entscheidung noch nachgelagert gab, dass tatsächlich die Halle für Liga-Betrieb fit gemacht wird. Für die Handballer noch, ne? Ja, das hat was mit der Deckenhöhe zu tun. Dass also tatsächlich auch Basketball, Handballer, also auch Sportarten im Liga-Betrieb stattfinden können.

Vorher fehlten uns in der Deckenhöhe 50 cm. Klingt auch trivial. Knappe Millionen zusätzliche Baukosten. Klingt nicht trivial. Weil die ganze Technik hängt unterm Dach. Das heißt also Lüftung, Elektrik, sonst was. Das heißt, wenn wir die Deckenhöhe für den Ligabetrieb schaffen wollen, müssen wir richtig Geld in die Hand nehmen.

Jetzt haben wir eine stattliche Förderung dafür bekommen. Die Stadt hat auch nochmal eine Million bezuschusst. Das ist ja eigentlich genau die Million, die fehlt. Ja, das war Geben und Nehmen, also dafür gibt es auch Hallenzeiten, was ich vorhin gesagt habe, für Schulen und für Drittnutzung. Dafür haben wir dann aber auch eine richtig fitte Halle, um jetzt auf, ich verliere mich ja immer auf Ihre Frage zurück zu gucken, und dadurch verschiebt sich das Ganze natürlich um weitere, glaube ich, drei Monate.

Wenn wir da im November durch sind, würde ich mich freuen. Wir dürfen uns hier nicht verlieren. Wir müssen langsam zum Ende kommen. Jetzt habe ich so lange über Felix Magath geredet. Und jetzt ist die Zeit schon wieder um. Zwei Fragen hätte ich noch. Frage Nummer eins. Wenn wir jetzt über all das, und nicht nur Felix Magath, sondern über all das sprechen, was ein Präsident machen muss, könnte man auf die Idee kommen, der Stadtteilclub, über den wir hier auch kurz gesprochen haben, ist auf die Idee gekommen, dass das Ganze auch eine hauptamtliche Aufgabe ist. Wie stehen Sie dazu?

Soll der Präsident des HSV für immer und ewig ein Ehrenamt bleiben? Oder ist es irgendwann im Sinne der Professionalisierung erforderlich, dass es ein Hauptamt wird? Also der zweite Teil der Frage, immer und ewig, immer und ewig ist ja, ist immer schwierig. Ich glaube, wir haben auch gedacht, als wir das neue Volksparkstadion gebaut haben, dass es immer und ewig ist und am Anfang unsere Podcasts oder ihres Podcasts haben sich jetzt überhaupt erhalten, dass wir ein neues Stadion kriegen.

Nein, ich bin großer Verfechter davon, dass es ein Ehrenamt ist. So, weil genauso viele Argumente, die dafür sprechen und dann sagen, ja, sie hatten gerade gesagt professionalisiert. Was heißt denn das? Also wenn jemand dafür bezahlt wird, dass er diesen Job macht, wie professionell ist er? Also Trainer werden geheuert und gefeuert. Die kriegen ganz viel Geld und sollen ihren Job professionell machen.

Und trotzdem überleben die wenigstens die dritte Saison oder sowas. Also was heißt da professionell? Ich glaube, das ist ein Ehrenamt und das sollte auch so bleiben. Das hat was mit Qualität derjenigen zu tun, die diesen Job ausüben. Und nicht damit, ob sie bezahlt werden oder nicht. Meine Ansicht. Ich weiß, das haben Sie ja immer angedeutet, dass andere anders sehen.

Und ich finde auch, wir haben ein Hauptamt. Das heißt, wir haben hier eine Geschäftsstelle, die dem Präsidium zuarbeitet. Ich finde, die müssen gut bezahlt werden, damit wir ein attraktiver Arbeitgeber sind. Das war nicht immer so. Die sind teilweise uns ein bisschen von der Fahne gesprungen, weil wir vielleicht uns darauf zurückgezogen hatten, dass es total cool ist, dass man mal was vorarbeiten kann.

Nein, die sollen einständig bezahlt werden, dass wir ein tolles Hauptamt haben. Und die machen einen super Job. Also es ist wirklich, wir haben eine richtig tolle Truppe beim e.V. Und wenn die gut aufgestellt sind, dann finde ich, dass die Bezahlung dort untergebracht ist, aber nicht beim Präsidenten. Das ist ein Ehrenamt.

Es soll eine Ehre sein, HSV-Präsident zu sein und nicht, ich möchte da meinen Bruderwerb. Ich möchte gut verdienen und deshalb werde ich HSV-Präsident. Ist ein falscher Ansatz, meine Meinung nach. Und dann wäre noch meine letzte Frage. Sie haben am Anfang angedeutet, dass jetzt hat alles genau zusammengepasst und deswegen möchten Sie jetzt HSV-Präsident werden.

In vier Jahren wäre schon möglicherweise der falsche Zeitpunkt gewesen. Ist Ihnen jetzt schon klar, Sie wollen das für eine Amtszeit machen oder ist das noch offen für Sie, wenn Sie gewählt werden? Wenn ich in vier Jahren sage, oh, ich bin nicht fertig, was ich mir nicht wünsche, also wenn ich gewählt würde und vier Jahre im Amt wäre, dann möchte ich ein Wirken hinterlassen, von dem gesagt wird, wow, top, das hat geklappt.

Der hat den HSV nach vorne gebracht, den Breitensport. Der hat dem HSV identitätsstiftend in der Stadt noch nach vorne gebracht. Der hat dafür gesorgt, dass wir die tollste Sportstätte in Norderstedt haben. Wenn das alles durch ist, dann kann man vielleicht sagen, ich weiß ja auch gar nicht, ich denke ja immer so, wenn ich fit bin, dann kann das vielleicht nur anders aussehen.

Im Moment fühle ich mich fit, aber andere sagen ja immer so, Also das holte ich auch noch irgendwann ein, ich weiß es nicht. Also wenn ich mich so fit fühle oder ähnlich wie jetzt, kann das vielleicht noch weitergehen. Ich weiß es aber nicht, da müssen wir in vier Jahren fragen, wie mein Fitnesszustand da ist, aber ich möchte dann zumindest so viel gewirkt haben, dass man sagen kann, selbst wenn ich das dann nicht mehr mache, das waren geile vier Jahre, der hat schon richtig was bewegt.

Wir werden nicht in vier Jahren nachfahren, sondern erstmal in drei Wochen. Eine Frage habe ich allerdings auch noch. Dann jetzt. Seit ich die Mitgliederversammlung begleite, ist das ja jetzt eine Rekordzahl an Kandidaten für alle drei Ämter zusammen. Worauf müssen sich denn die Mitglieder einstellen? Wie lange wird diese Veranstaltung dauern?

Man kennt es ja aus den vergangenen Jahren, selbst wenn es weniger Kandidaten gibt, kann das durchaus mal elf, zwölf Stunden gehen. Also das hoffe ich nicht, weil ich, wie Sie wissen, war lange genug Mitleid tragende dieser Marathonveranstaltung. nämlich derjenige, der bis auf eine kleine Pipi-Pause da immer sitzen musste.

Die anderen haben zwischendurch sich immer mal ein Brötchen reingeschoben und konnten gehen. Also deshalb, ich bin kein großer Freund davon. Die Tagesordnung ist ja jetzt, glaube ich, auch schon veröffentlicht. Also wir versuchen das schon relativ früh zu machen, weil man darf sich nicht der Illusion hingeben, das ist schon der Fokus dieser Mitgliederversammlung.

Das heißt also, die Vorstellung der Kandidierenden im Präsidiumswahlkommen kommen ziemlich am Anfang. Und da ich ausnahmsweise mal nicht eingebunden bin in die Vorbereitung, also das ist wirklich im Moment ganz komisch. Also ich zuck manchmal und denke, oh Gott, 21. Ist Mitgliederversammlung, du hast dich noch gar nicht vorbereitet.

Nee, muss ich gar nicht, in anderer Form. Aber üblicherweise wäre ich ja jetzt schon voll im Vorbereitungsmodus. Also mit der Location, mit den Abstimmungsgeräten. Ich schreibe ja auch sonst immer den Ablaufplan. Ist mir alles abgenommen worden diesmal. Daher weiß ich noch nicht mal, wie viel, ist mir noch nicht bekannt gegeben worden als Präsidentschaftskandidat, wie viel Zeit ich überhaupt für eine Vorstellung bekomme.

Ich war ja immer, um jetzt ein bisschen Asche auf meinen Haupt, ich war ja immer einer für ein strenges Zeitmanagement. Ich habe denen dann immer gesagt, also was ihr nicht in sieben Minuten sagen könnt, könnt ihr auch nicht in 14 sagen, würde ich jetzt so nicht mehr unterschreiben, ehrlich gesagt. Ist immer ganz cool, jetzt in einer anderen Position zu sein.

Ich war, was das angeht, ein strenger Versammlungsleiter mit Zeitmanagement und merke ich jetzt, vielleicht war ich da etwas zu streng. Und wie lange dauert es? Also ich würde mal sagen, wenn ich die anderen Sachen sehe, Achso, wir fangen eher an. Sonst fangen wir um 11 Uhr an. Nicht, dass sie zu spät kommen. Wir fangen diesmal um 10 Uhr an.

Ich weiß nicht, ob sich das hier schon... Naja, wir werden beide nicht da sein, weil ich heirate an dem Tag. Oh, okay. Aber wir werden unseren lieben Kollegen sagen, dass sie um 10 Uhr bitte pünktlich da zu sein haben. Also ich würde mal tippen, dass wir fangen um 10 Uhr an und wir sind um 16 Uhr durch.

Da würde ich sofort dagegen halten. Aber wir werden das mal prüfen und die Kollegen anrufen. wenn wir da noch nüchtern sind. Auf jeden Fall, das Schöne ist ja, beim Abendblatt hat man nicht nur sieben Minuten oder auch nicht 14 Minuten, sondern ein paar Minuten länger. Hat uns sehr gefreut, dass sie sich eine gute Stunde, glaube ich, genommen haben.

Ich kann nochmal einen Hinweis in eigener Sache geben. Nächster Kandidat wird Frank Oggens sein, der uns hier auch besucht. Und im Sinne der Chancengleichheit haben wir natürlich alle eingeladen. Henrik Künke wird nächste Woche bei uns sein. Wir freuen uns auf die gleichen Gespräche und wünschen allen Kandidaten viel Glück.

Und wir freuen uns dann, dass wir auf der Hochzeit feiern können. Das ist schon mal alles Gute vorab. Das darf man nicht sagen. Das darf man nicht sagen, okay. Ich nehme es hingegen, alles in Ordnung. Nicht so wie beim Geburtstag. In Hamburg sagt man Tschüss, das heißt bei uns, auf Wiederhören. Vielen Dank, Tschüss.

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