Im Bett mit Anna-Maria und Anis Ferchichi - Der Bushido Podcast

Die Abwertung der Männer

Freitag, 23. Oktober 2026 · 56 min

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Shownotes

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Als Eltern von acht Kindern beobachten Anna-Maria und Anis sehr genau, wie sich die Rollenbilder entwickeln und wohin das führen kann. Sie besprechen in dieser Folge die Emanzipation der Frauen und was das mit den Männern macht. Es geht darum, was Anna-Maria und Anis selbst vorgelebt wurde und wie sie erzogen wurden. Sie diskutieren darüber, dass so viele Frauen inzwischen ihren Wert damit bemessen, was Männer ihnen als Gegenleistung bieten können, zum Beispiel in Form von Urlauben, Autos oder Uhren.
Und es geht um die Frage, inwiefern Social Media seinen Teil dazu beiträgt und was das eigentlich noch mit Gleichberechtigung zu tun hat. Schlussendlich sei aber gesagt: Anis ist gerne Frau.
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Kinder! Ruhe bitte! Ich hab euch doch gerade erklärt, dass wir jetzt einfach mal kurz Zeit für uns brauchen. Wir müssen was aufnehmen. Ey, ernsthaft, Leute? Ist das wirklich euer Ernst? Meine Güte, mal lass mich doch nicht immer schimpfen. Mama hat gerade gesagt, kurz Ruhe bitte. Wir sind doch gleich fertig, okay? Ganz kurz mal nur Mama und Papa.

Bis gleich. Dankeschön. Hau ab jetzt, los! Willkommen bei Im Bett mit Anna-Maria und Anis Faschichi, der Bushido-Podcast. Herzlich willkommen meine Damen und Herren, liebe Zuhörerinnen und liebe Zuhörer, die allzeit bekannte Stimme, schon fast wieder Tagesschausprecher. Mein Name ist Anis und das ist euer Lieblings-Podcast Im Bett mit Anna-Maria und mit meiner Wenigkeit. Wie geht's euch Leute, alles gut?

Darauf kann ich ja nicht antworten. Ja, es war so... Okay, du hast mich so fragend angeguckt. Wie geht's euch, Leute? Na, wie geht's euch dreien denn so? Ich bin nicht schwanger. Ja, ich meine auch nicht. Mir war ganz klar, was du meinst. Ich bin es einfach übergangen. Ich mache keine Anspielungen auf was auch immer.

Ich sag ja auch nicht, wie geht's euch dreien da unten? Boah, denen geht's... Genau, denen geht's gut. Fühlt sich vereinsamt? Ein bisschen einsam. ein bisschen. Wenig zu tun gerade. Nein, alles gut. Gut. Dann haben wir das ja auch geklärt. Und wie geht es dir so? Ja, mir geht es eigentlich gut. Eigentlich gut auch?

Nee, ich überlege. Das ist ja immer so eine Floskel, die man sagt, das hat mir Alia neulich gesagt, ich sage einfach immer, mir geht es gut. Auch wenn es mir mal nicht gut ist. Dann habe ich gesagt, ja, weil das eine Floskel ist. Das machen alle. Und da habe ich ihr gesagt, stell dir mal vor, du würdest das nicht machen, wie überfordert auch die Leute werden.

Wenn man mal in so einem Moment wirklich innehalten würde und sagen würde, hey, nö, mir geht es heute nicht gut. Das fiel mir gerade ein, das hatte ich mit den Zwillingen, als die Zwillinge klein waren. Und ich hatte ja vorher noch keine Mehrlinge. Und es ist wirklich, ich weiß, dass wenn man Neugeborenes im Kinderwagen hat, dass auch gerade ältere Menschen und Menschen im Supermarkt da gerne mal reingucken und einfach fasziniert sind. Und das ist ja auch was Schönes bei Merling.

Nimmt das ein Ausmaß an, was quasi schon fast störend ist. Weil man kann nicht laufen. Diese Fragen wiederholen sich jeden Tag 100 Mal. Genau. Sind es Zwillinge? Obviously, ja. Junge und Mädchen, pink und blau. Ja. Oh, sind sie ein Eich? Nee. Genau, und das sind dann halt so krass die Fragen, wo man dann irgendwann denkt, so okay, wow. Aber was ich dann immer...

Und es ist anstrengend. Und wenn ich dann gesagt habe, ja, es ist richtig anstrengend. Und nein, ich schlafe nicht. Dann habe ich immer gesehen, dass sie total so, ein bisschen pikiert und überfordert waren. Aber ich habe mir immer gedacht, nee, das heißt ja nicht, dass ich nicht gerne deren Mama bin.

Aber natürlich ist es anstrengend. Ich habe ja immer hier zwei Säuglinge. Und da habe ich immer gemerkt, da waren die gar nicht so drauf vorbereitet, wenn man das sagt. Ja, es ist ja auch, man merkt es ja sogar auch oft in einem Restaurant, wenn dann irgendwie der Kellner oder die Kellnerin dann fragt, so von wegen, hat es geschmeckt?

Ja, das machst du ja eh. Nee, nee, aber auch von deren Seite aus ist es ja eigentlich auch gar nicht ernst gefragt. Nein, Flosken. Das ist eine Floskel und wenn du dann Nein sagst, dann merkst du ganz oft, dass sie es entweder gar nicht realisieren, weil sie gar nicht zuhören. Sie auch gar nicht mit einem Nein rechnen und wenn dann irgendwie mal, dann sind die ja total überfordert und deswegen sage ich ja, also wenn jetzt jemand fragt, wie geht's und du würdest jetzt sagen, nicht gut, kann es auch schon, klar, kommt immer darauf an, wer dich fragt und in was für einer Situation, aber ich glaube, dass viele Menschen, wie du gesagt hast, dann einfach in dem Augenblick gar nicht so richtig schalten und dann sagst du plötzlich so,

Nee, mir geht es nicht gut. Und dann so, oh krass, was mache ich jetzt? Ja, okay, was ist denn passiert? Und dann merkst du eigentlich so, hättest du mal lieber ja gesagt, vor allem, ich sag mal so. Ich sage ja eh schon eigentlich immer gut, weil es gibt ja auch Menschen, die mich dann auch fragen, mit denen würde ich ja gar nicht darüber sprechen wollen, selbst wenn es mir gerade nicht gut geht.

Und das ist ja gar nicht böse gemeint. Aber wenn jetzt, keine Ahnung, du weißt ja, wenn du mich fragst, was anderes. Wenn ich die Kinder frage, deswegen ist so Alia okay, verstehe ich und klar merken wir ja auch. Aber bei dir oder auch bei den Kindern ist es schon ernst gemeint. Ja, na klar, auch wenn man mal eine Freundin fragt, wie geht's dir, aber das ist ja eben dieses typische, wie geht's dir oder wie war Schule, man antwortet immer einselbig, man soll ja die Gespräche anders anfangen, man soll zum Beispiel beim Abwaschen, von seinem Tag erzählen, dann kommt automatisch dieses Gesprächsgefühl auf, sonst ist es eine Verhörsituation, die halt eben so, ja gut, man hat keine Lust das so runter zu rattern, weil man gerade gar nicht

in dieser Situation ist, wo man sich geborgen fühlt. Ja, das stimmt. Ich habe auch mal, hatte ich schon mal erzählt und die habe ich es ja eh auch schon ein paar Mal erzählt, privat, diese eine Dame, die irgendwie im Internet dann irgendwie so ein bisschen viral gegangen ist, die ist mittlerweile verstorben.

Die hat dann auch gesagt, die hat so den Frauentipp gegeben. Ja, ist so. weil ja Männer ja eigentlich, ist natürlich ein Vorurteil, also an alle Männer, die sich da jetzt irgendwie angesprochen fühlen, so alles mal ein bisschen entspannter sehen. Sie hat gesagt, tendenziell neigen Männer ja eben nicht dazu, A, von alleine wirklich viel von sich selbst zu erzählen und auch dem Partner, oder auch dem Freund oder dem Kollegen, was auch immer, wirklich zu sagen, ey, pass mal auf, auf die Frage antworte ich jetzt ehrlich, mir geht es nicht gut, ich habe Sorgen, Probleme finanziell, Finanziell, Spielsucht, keine Ahnung, bei meiner Frau läuft es nicht mehr.

Diese Sachen, die behält man ja tendenziell erstmal so für sich. Ja, es gibt natürlich auch... Viele, immer Ausnahmen, wir reden jetzt von der Mehrheit her. Natürlich, ich glaube für mich, meiner Wahrnehmung nach, schon eher der größere Teil. Und dann hat die Frau einfach erklärt, der Frau sozusagen, weil sie ja mit dieser Rede jetzt mit mir, kommen die ja nicht weiter. Also ganz im Gegenteil, es wird ja dann noch schlimmer.

Hat sie einfach gesagt, versucht euren Mann mal in so belanglose Sachen zu verwickeln. So einen Abwasch. Wäsche falten. Ja, Wäsche falten. Sagt doch einfach mal, hey Schatz, guck mal, ich wasche heute ab. Trockne doch mal ab. Stell dich mal neben mich, nehm mal hier ein Handtuch. Dein Körper muss aktiv was machen, damit du anfängst zu erzählen.

Und während du dann irgendwas Belangloses machst, das darf dich natürlich jetzt nicht wirklich extrem so vereinnämen, fängt er von alleine an zu reden. Ich habe das selber auch gemerkt. Das ist bei Kindern genau das gleiche. Das ist ja wirklich krass. Geh zusammen spazieren, geh zusammen einkaufen, mach etwas aktiv zusammen.

Und so bekommst du dann praktisch den Zugang, den du anders gar nicht so großartig bekommst. Ja, und auch den Fokus wahrscheinlich. Und da, mein Schatzi, sind wir ja schon so ein bisschen an so einem Thema, was wir heute immer behandeln wollen. Man merkt ja schon, wie wir reden, dass es schon ein bisschen was Ernsteres ist. Wir erzählen jetzt einfach mal nicht so aus dem Blauen raus, sondern...

Auch auf die Gefahr hin, dass wir uns da wahrscheinlich extrem anecken. Die Feministen uns auf dem Bildschirm hören. Ja, oder was auch immer passiert. Wollen wir uns, glaube ich, heute mal so ein bisschen mit der Mann-Frau-Situation beschäftigen, Rollentausch. Wie war das damals? Wie ist es heute? Wie haben wir das miterlebt?

Und wie ist vor allem, und so sind wir auf dieses Thema gekommen, auch in unserer Wahrnehmung heutzutage, gerade auch auf unsere Kinder unterbezogen, weil wir haben Mädchen, wir haben Jungs, wir haben Kinder, die Mädchen sind, biologisch und sich auch als Mädchen definieren momentan. Und wir haben biologische Jungs, die sich auch noch als Jungs definieren.

Und da ist uns so einiges aufgefallen. Und da wollen wir, glaube ich, heute mal drüber reden. Mal jetzt nicht so locker aus der Hüfte raus, so lustig, wie wir es sonst so machen, sondern heute schon ein bisschen ernster. Also bei uns zu Hause, ich bin damit mit diesem Wach. Also meine Eltern haben uns schon nicht so doof erzogen, glaube ich.

Also mein Vater war immer sehr darauf bedacht, wahrscheinlich auch, weil wir Junge und Mädchen zu Hause haben. Er selber aus einer Familie kommt mit auch vielen Jungs, nur einer Schwester. Dass es schon einen Unterschied gibt zwischen Mann und Frau. Und dieses gerade, das hat er mir immer gesagt, als wir Jünger waren, dass er das sehr schade findet, dass in den ganzen Erzieherberufen, Lehrerberufen des Jungen das Vorbild fehlt.

Viele Grundschullehrer sind Lehrerinnen. Ich würde mal sagen 90 Prozent. Ich glaube, das ändert sich jetzt schon. Aber damals, als ich klein war, hatte ich vielleicht einen Lehrer und sonst nur Frauen. Und dieses Vorbild, was die Jungs haben sollten halt auch, dass sie sich orientieren können an einem Mann. Jetzt ist es wahrscheinlich, oh, das darf heutzutage nicht mehr. Ich rede davon, was bei mir vor 40 Jahren so war.

Und mein Vater hat da immer schon gesagt, dass er es sehr schade findet, Dass eben nicht mehr Männer in solchen Berufen sind, weil Jungs das Vorbild fehlt. Und damit meine ich nicht sich boxen oder Machosprüche, sondern einfach ein Junge ist ein Junge und ein Mädchen ist ein Mädchen. Was auch einfach Fakt ist, biologisch Fakt ist.

Und ich will mir auch niemanden hier auf den Schirm holen, aber auch du und ich, Anis. Ja, ich möchte, dass wir gleichgestellt sind, gleiche Rechte, gar keine Frage. Wählen dürfen. Ich entscheiden kann, ob ich verhüte, ein Kind behalte oder nicht. Das ist in meiner Entscheidung natürlich. Und das nicht irgendwie ein Mann bestimmt oder nur, weil ich eine Frau bin. Ich rede nicht von solchen Dingen.

Das steht außer Frage, dass es nicht wie in den 60ern ist, wo wir darüber reden, wo. Frauen wirklich die gleichen Stimmrechte haben. Das steht über allem natürlich, da möchte ich noch nicht mal drüber reden, aber mir geht es einfach um dieses Biologische. Du bist ein Mann und ich bin eine Frau. Du bist körperlich immer stärker als ich. Und das merke ich schon bei unseren jugendlichen Kindern.

Bei den Jungs denke ich manchmal so, oh krass, wenn die mich so nehmen und wir so kabbeln, ich glaube, die wären jetzt stärker als ich. Also die sind ja schon als Frau relativ schnell überlegen körperlich und das wird auch immer so bleiben. Ein Mann ist körperlich stärker als die Frau. Punkt. So, das heißt, wir, heutzutage ist alles muss gleich sein.

Wir sind gleich, nein, wir sind nicht gleich, wir sind unterschiedlich. Ich denke anders als du, ich fühle anders als du, ich habe andere Empfinden, ich habe auch ganz andere Bedürfnisse. Die Rechte sollten gleich sein. Und das wird heutzutage, habe ich das Gefühl, und es geht mir echt auf die Nerven, es geht mir sogar richtig auf die Nerven, weil ich habe Töchter, ich habe auch Söhne, ich habe drei Söhne mit dir.

Also zwei Söhne mit dir, wir haben drei Söhne, genau. Und, Auch wenn ich so im Internet sehe und diese ganze Bewegung und ich rede jetzt nicht von einem Andrew Tate, okay, den lassen wir mal raus, diese Bilder, die da entstehen. Das ist ja genau dasselbe extrem Beispiel auf der anderen Seite. Ja, das entsteht aber, wenn das eine so stark forciert wird.

Immer. Ungleichgewicht. Und ich habe das Gefühl, dass es extrem in Mode gekommen ist, dass Frauen so überdominant und damit meine ich überdiskriminierend Männern, Jungs, was brauche ich? Also ich brauche dich schon in gewissen Teilen und ich brauche dich gerne. Und das heißt nicht, dass ich abhängig von dir bin.

Aber ist es heutzutage schlimm, wenn man von jemandem gebraucht wird? Klar, bist du freiwillig gebraucht, gewollt. Weißt du so, ich rede jetzt nicht von einer Abhängigkeit. Aber es ist doch schön, wenn man, ich bin, ich rufe dich ganz oft, kannst du mir die Kästen tragen? Ja, ich bin froh, ein Mann. Ja, es ist doch so. Also du weißt, ich meine, wenn die, Mann, ich muss dir jetzt noch ein paar Beispiele geben.

Lass mich doch ein bisschen leid, das ist süß. Das hört sich doch süß an. So ein paar Sachen. Oder du jetzt, es gibt Frauen, die können das auch alle gleich. und natürlich kann ich auch, wenn ich mich damit beschäftige, kann ich auch Fliesen verlegen. Ja, dann gucke ich vorher, was muss gemacht. Aber ich finde das eigentlich ganz schön, dass Männer ein paar Sachen machen und Frauen ein paar Sachen machen.

Männer können theoretisch ja auch außer stillen und ein Kind auf die Welt, können sie ja theoretisch auch die gleichen Dinge. Aber warum ist es heutzutage so, dass die Frau... Diese absolute, in meinen Augen, dadurch, dass sie so lange benachteiligt wurde, was sie auch wurde definitiv, schwappt es jetzt in das Extreme, andere über und ich habe das Gefühl, dass Jungs, die wissen gar nicht wohin, wo rechts und links, wie muss ich sein, die Frau will ein Bad Boy, aber bitte nur für mich, für alle anderen nicht.

Benimm dich nicht wie ein Mädchen, weil also diese ganzen, auch diese Reels, das Internet ist ja voll von diesen Frauen, die sich da hinsetzen und sagen, wo ich mir denke, finde ich genauso scheiße, sage ich dir ganz ehrlich, finde ich genauso scheiße, wie das es früher war. Weil das in die gleiche Richtung geht, dieses Über, über, diese ist einfach so eine richtige Diskriminierung, finde ich, findest du nicht?

Und es entsteht eben keine Gleichheit. Also ich habe, ich habe definitiv, dass den, den, also andersrum, meine Meinung ist, Mann und Frau sind verschieden. Ja, sind sie auch. Heißt es, dadurch, dass Mann und Frau unterschiedlich sind, heißt es dementsprechend, dass der eine besser oder schlechter ist als der andere? Nein.

Natürlich nicht. Sie sind unterschiedlich. Heißt es auch, dass dann praktisch Mann und oder Frau nicht dasselbe dürfen? Nein, auch Bullshit. Dürfen vom Recht her. Jeder von uns, egal ob Mann oder Frau, selbst die ganzen Menschen, die noch gar nicht wissen, ob sie Mann oder Frau sind, das spielt nämlich da auch erstmal gar keine Rolle, weil jeder sollte das Gleiche dürfen.

Wie du gerade gesagt hast, 60er Jahre ist schon ein bisschen heavy, wenn man sich überlegt, dass man vor 60 Jahren die Frauen erst wählen durften. Natürlich aus einer so übermännlichen Gesellschaft heraus oder diese Ratgeber, wie muss ich meinem Mann dienen? Kennst du diese Zeitung damals? Die perfekte Hausfrau.

Es ist unvorstellbar. Sprech ihn nicht an, wenn er von der Arbeit kommt. Sei freundlich. Mach die Beine breit, aber erst nachdem du ihm noch was gekocht hast und sein Bier hingestellt hast. Für Leute, die jetzt glauben, gerade für die jüngeren Zuhörer und Zuhörerinnen, das ist kein Spaß. Das war wirklich so.

Das ist Bullshit. Das wollen wir mal hier gleich so klarstellen. Das ist absoluter Quatsch. Das ist eine Unterdrückung. Absoluter Gehorsam. Und dann habe ich das Gefühl, um nochmal auf deine Frage zurückzukommen, dass sozusagen diese extrem frauenunterdrückende männliche Gesellschaft hat, zum Glück irgendwann aufgehört oder es hat gebröckelt, dann ist sozusagen...

Wollte die Frau, ich sage es jetzt einfach mal so, eigentlich nur eine Gleichberechtigung? Also das, was ihr sowieso eigentlich von Geburt an und seit Anbeginn der Zeit eigentlich auch zusteht, war sozusagen, das wollte die Frau haben. Dann ist sie aus der Unterdrückung sozusagen in die Gleichberechtigung gekommen.

Was natürlich schon schlimm ist, dass man das seiner Frau erst überhaupt zugestehen muss. Was eigentlich schon längst so hätte sein sollen. Aber es war halt einfach mal so. Es ist zu einem großen Teil auch heute noch in vielen Teilen der Welt immer noch so, dass Frauen unterdrückt werden. Ja, kann es vielen ländern.

Da wollen wir auch nicht drüber. Da wollen wir das auch nicht schönreden. Aber jetzt kommt nämlich genau der Punkt. Ich habe aber für mich persönlich. Den Eindruck, wobei ich für mich persönlich gar nicht... Ich denke an unsere Jungs, die damit jetzt groß werden. Ich persönlich fühle mich dadurch gar nicht getriggert, weil ich stehe mit beiden Beinen im Leben.

Ich weiß, wie ich damit umzugehen habe. Du und ich kommen, sorry, dass ich unterbreche, aber du und ich kommen auch nicht aus dieser Generation. Genau. So, jetzt kommt es aber. Jetzt leben wir aber in einer Phase, in der wir aus dieser Gleichberechtigung wieder rausrutschen. Ich habe das Gefühl, die 60er, unsere Eltern, die haben alle dafür gekämpft.

Und wir haben das relativ Normale mitbekommen, weil ich empfinde, Wenn ich an meine Kindheit denke, empfinde ich Jungs und Mädchen als gleich. Wir wurden gleich behandelt, wir hatten gemeinsam Sport, alle mussten die gleichen Dinge machen. Also ich erinnere mich an keine Situation. Ja, die Mädchen durften dann ab und zu, wenn sie ihre Periode hatten, durften sie den Sport aussetzen.

Ja, das ist ja auch okay. Das sollte auch so sein, weil wir unterschiedlich sind. Wollte ich gerade sagen, weil es eben genau dann auch den Unterschied macht. Ist ja auch nicht schlimm. Ist ja klar. Also klar, heute gibt es irgendwelche Studien, dass Männer auch ihre emotionalen Tage haben oder so. Aber gut, das ist ein anderes Thema.

Aber deswegen sage ich ja, ich habe auch den Eindruck gehabt, das war dann ganz normal. Ein Mädchen hatte ihre Tage. In dieser Zeit war es ein bisschen schwierig mit dem Sport. Also durfte sie auf der Bank Platz nehmen. Wir haben unseren Sport gemacht, wir haben unseren Völkerball gespielt. Keiner hat sich drüber aufgeregt. Genau und danach hatten wir Mathe gehabt.

Und dann waren wir alle wieder zusammen. Nur jetzt habe ich das Gefühl, dass wir praktisch aus dieser Gleichberechtigung rausrutschen, wieder in ein Ungleichgewicht, aber jetzt geht es praktisch gegen Männer. Und weißt du, was Frauen auch neuerdings machen? Das ist mir bei der WM so aufgefallen. Das ist mir bei einer Let's Dance Staffel auch aufgefallen mit so einem Norweger oder Schwede, ich weiß es nicht mehr.

So ein Blonder, den sie absolut übersexualisiert haben, weil der besonders gut, aussah, der Meinung aller Frauen. Aussehen soll. Ja, genau. Und jetzt haben sie es zur WM auch gemacht mit einem Fußballer. Und dann auf einmal, ich habe mir nichts über die WM geguckt, war mein ganzer Feed. Man kam um diesen Mann, der ist jetzt auch wieder verschwunden.

Also es ist so während der WM. Aber man kam auf der ganzen Welt nicht um den herum. Ich weiß den Namen auch nicht mehr, aber ich glaube, jeder weiß. Und dann gab es nur diese Slow-Motion-Bilder. Und es wurde nur über sein Aussehen die Kommentare darunter. Ich konnte mir das gar nicht durchsehen, weil ich dachte, Alter, was stimmt mit euch nicht?

Was so übersexualisiert, so überschwemmt, so überreduziert auf sein, macht das heutzutage ein Mann mit einer Frau. Ich wollte gerade sagen, stell dir mal vor, nur mal jetzt wirklich ein Beispiel, gehen wir in irgendeinen anderen Sport, nehmen wir mal Tennis oder so, in dem ja auch echt Frauen wirklich auch gute und starke Leistungen bringen.

Ich rede jetzt nicht von Frauenfußball und auch nicht von Frauenbasketball. Gehen wir mal zum Tennis. Stell dir mal vor, da wäre eine Frau, die ja auch ähnlich wie der Typ bei der WM irgendwie so ein Screenshot gab oder irgendwas gab und die Typen plötzlich anfangen. Es wird unterdrückt herzutage. Geile Rolle, guck mal hier und guck mal da und was für ein Gerät und bla bla bla und pipapo.

Und dann posten die nur noch Bilder, die sie besonders in Szene setzen oder so Leichtathletikläuferinnen, die ja tendenziell auch in etwas knapperen Klamotten rumlaufen. Es gibt sofort einen Aufschrei, wenn das passiert. Genau, sexistisch, was fällt euch ein, ihr, keine Ahnung, stellt die Frau als Objekt dar, das geht nicht. Natürlich geht das nicht.

Natürlich kann man jemanden angucken und denken so, wow, gut aussehend, attraktiv, was auch immer. Aber natürlich sollte man jemanden nicht zu einem Objekt herabstufen. Wenn die Frauen das einmal mit einem Mann machen, dann ist das völlig in Ordnung. Wir haben doch auch mal so eine Doku gesehen von diesen ganzen komischen Stripper-Typen, die dann da irgendwie diese Auftritte haben. Six Packs oder so.

Wie auch immer. Und dann kommen da die zünftigen Mädels vorbei und den schnappe ich mir heute Abend und so. Das ist so. Also ich finde einfach, dass das, was damals stattgefunden hat, jetzt in einer ähnlichen Form und es wird einfach gestattet und es ist auch noch legitim. Das heißt, es gibt sämtliche Künstlerinnen, die auf Deutsch Songs rausbringen.

War bei deiner Zeit auch nicht cool. Du hast das Frauen gegenüber gemacht, was Rapper gemacht haben. Sehe ich als genauso. Heutzutage geht das in der Form nicht mehr, wie das früher war. Es ist als nicht cool und nicht, das macht man nicht. Ja, das muss ich oft indiziert auch. Richtig, macht man nicht, fertig. Und jetzt machen das aber diese jungen Mädels, werden damit bekannt, ich will die Namen gar nicht nennen, aber ich glaube, weiß man über, dann haben die ihre Auftritte. Ich höre das erst mal, diese Songs und denke so, ey, was soll das?

Ich habe Jungs und ich bin stolz auf diese Jungs und die Jungs wissen ja, ich hab das Gefühl, die wissen gar nicht mehr, wie sollen sie sein. Mädchen kennen heutzutage ihren Wert, sie möchten durch Instagram kennen sie die teuren Autos, die Yachten, ich kriege so einen Hass, dadurch machen sie. Sorry das zu sagen, aber wenn du jetzt nach Ibiza fliegst oder Mykonos oder Dubai, sind einfach 90% der Frauen in den Läden Escorts.

Eigentlich sind sie Studenten, aber sie lassen sich einladen. Oder Onlyfans. Gut, das ist eine andere Sache, finde ich. Weil Onlyfans, du entscheidest, möchtest du ein Foto machen, du entscheidest wie weit und derjenige ist ja ein Idiot, wenn er dafür findest du das Problem ist, sind diese paar Mädels, diese ich weiß nicht, 4 Millionen, 40 Millionen wer auch immer da.

Oder sind es die 300 Millionen Konsumenten die Männer, wo ist jetzt das Problem auf der Seite wieder, wir brauchen ja jetzt nicht darüber sprechen, dass Männer sehr einfach sind aber da ist es anders, da bestimmt die Frage aber du fährst bewusst in einen Urlaub, weil du dir einen Laden wie Mykonoskorpios wo ein Tisch 7000 Euro abends kostet, Oder das Leos, ich weiß es nicht, nicht leisten kannst. Das heißt, du triffst dich dann dort mit Männern aus, ich weiß nicht, Dubai oder keine Ahnung, wo sie herkommen.

Und du, ja, in manchen Fällen wollen sie nichts von dir, aber ich würde mal sagen 99,9%. Und das war vor 10, 12 Jahren einfach nicht der Fall. Punkt. Und das, wie sich das heute entwickelt, und das nennen sie jetzt auch als selbstbestimmt. Nein, du benutzt die Jungs, dafür sind sie dann wieder gut, für deine teuren Urlaube, für deine Instagram-Schnappschüsse.

Die brauchen dann auch einen Ferrari, damit du dann auch in den Ferrari einsteigen kannst, um dann halt auch ein Foto. Deine Fotos für Instagram zu machen. Und ein Junge, und das ist wirklich, das ist Real Talk, Leute. Wir haben uns letztens auch mit jemandem unterhalten, du weißt auch ganz genau, über wen ich rede.

Der selber gesagt hat, er so Leute, Alter, wie soll ich heutzutage wirklich noch ein Mädchen kennenlernen? Ja, weil wenn ich jemanden kennenlerne, dann ist es so, dann hat die schon ihre Checkliste und dann fragt die mich, zeig mal deine Uhr. Okay, du hast keine Uhr. Oder du hast nur die und die Uhr.

Oder wenn du eine bestimmte Uhr hast, dann weißt die schon, kostet die 6.000 oder 60.000. Ey, vor 20 Jahren, ich kannte eine Rolex, das war es, als ich Piqué zum Einzelnen, da musste ich das nachschlagen Und heute kennen genau das ganze Repertoire durch Instagram. Ja, und dann fragen die dich, welches Auto du fährst. Also du bist im Urlaub, triffst jemanden und die Person dort fragt dich, was du zu Hause bei dir vor der Haustür für ein Auto stehen hast, weil sie dann vor Ort entscheidet, ob da irgendwie was geht.

Wie viel drin ist. Dann checkt sie dein Instagram, wie ist dein Lifestyle. Und dann sagt sie, sie definiert das dann aber mit ihrem eigenen Wert. Ja, weil sie hübsch ist. Also ich bin hübsch, also muss mein Typ jetzt einen Ferrari haben, oder was? Weißt du, was die erste Frage in Dubai war, wenn ich ausgegangen war, was Leute sich untereinander fragen, die allererst, egal ob du im Café angesprochen bist, rate mal.

What do you do for living? Womit verdienst du dein Geld? Das ist die allererste. Nicht, wie heißt du, wo kommst du her? Weil gerade dort sind so viele Nationen oder wenn du im Urlaub bist, ist doch die erste Frage, hey, wo kommst du her? Wie ist dein Name? Was machst du? Weil da wird direkt gecheckt.

Bist du viel wert oder bist du wenig wert? Und man musste so krass damit kämpfen, wenn man eine Gruppe war mit Frauen. Dieses, wir haben uns Tische geben lassen an der Seite des Ladens, damit du nicht im Zentrum sitzt. Wenn du weißt, die Mädels platzieren sich mitten im Zentrum, wissen sie ganz genau, nach 10 Minuten kommt der erste Typ, möchtest du an meinen Tisch kommen, ich habe eine Flasche, dann gibst du nämlich selber keine 6000 Euro für den Abend aus, sondern vielleicht nur 60.

Und das ist da halt so das Prinzip. Oder in vielen, weil sie einfach diesen scheiß Lifestyle sehen bei Instagram. Dem hinterherrennen. Der ja fake ist. Man natürlich hinterherrennt. Den Männern, den Jungen, ist es scheißegal. Mir tut es so leid für. Aber dann wiederum habe ich auch zu den Männern gesagt, die mir das dann sagen, hey, wie soll ich heutzutage eine Frau kennenlernen?

Dann habe ich gesagt, okay, aber du bist auch an den falschen Orten. Das ist natürlich auch so ein Ding. Du kannst natürlich jetzt nicht... Setzt sich in einen Pub nach, keine Ahnung, England, in London, nach der Arbeit, wo alle nach ihrer Arbeit hingehen, um 16, 17 Uhr. Setzt sich dahin, es gibt schon Elika Simmel und wenn du da jemanden triffst, okay, aber es sind natürlich dann Typen, wo ich dann mir auch denke, so ja okay, du gehst jetzt genau dahin und beschwerst dich dann.

Aber es ist schade, Anis, weil diese Plätze waren alle mal toll und die sind jetzt voll von komischen Männern und komischen Frauen, wo ich mir einfach denke, schade, komplett versaut. Eine Frage habe ich, weil ich habe da selber gar keine richtige Antwort darauf. Warum wird denn so ein Verhalten bei einer Frau toleriert und nicht nur toleriert, sondern auch gut empfunden.

Guck mal, weißt du, worüber wir auch gesprochen haben, Anna-Maria, falls du dich daran erinnerst, das ist jetzt ein gefährlicher Bereich, aber nichtsdestotrotz finde ich, das sollte man auf jeden Fall ansprechen. Stell dir vor, du läufst, auf der Arbeit an deinem Arbeitskollegen vorbei. Und während du, du bist verheiratet oder auch nicht, aber der Typ dort ist dein Arbeitskollege.

Also er ist nicht dein Partner, auch nicht dein Verwandter, sondern ist wirklich dein Arbeitskollege. Du läufst an ihm vorbei und im Vorbeigehen, toucht er dir so auf den Hintern. Oder kneift dir den Hintern oder reicht dir auch schon hinterher zu pfeifen oder sonst irgendwas. Wenn das ein Mann macht, dann ist es, was es natürlich auch wirklich ist, dann ist es eine sexuelle Belästigung.

Egal ob am Arbeitsplatz oder in der U-Bahn oder wo auch immer, das macht man nicht. Ja, aber bei Frauen wird es völlig normal. Jetzt stell dir vor, selbe Situation. Ich habe das gesehen, ich sehe das bei Kellnern abends. Ich sehe das, wenn ich irgendwo sitze, was Frauen machen. Die fassen denen zwischen die Beine, die fassen denen an den Po.

Ich sehe die, die drehen sich. Nein, die Männer zeigen die doch nicht an. Keiner verurteilt das. Es wird nicht angezeigt. Es wird auch nicht verurteilt. Es gibt auch kein Aufschrei von außen. Natürlich nicht. Wenn ich jetzt irgendwo das sehen würde, Klar, ich würde mich irgendwann einmischen. Also ich habe mich schon ganz schön.

Erschrocken. Aber warum ist das so? Ich sage ja gerade, weil die sich gerade das Recht nehmen, was sie so lange nicht hatten. Und dadurch leider von der einen Welle es komplett in die andere Welle schwappt. Und ich finde das so schwierig. Die Mädchen, also unsere Mädchen sind sehr tough. Ich merke das.

Sehr tough. Das ist das. Und das ist auch gut so. Und das ist auch absolut richtig. Ich habe lieber ein starkes Mädchen als ein... Also du weißt, was ich meine mit starken Mädchen. Aber bei unseren Jungs sehe ich so, Die haben so sehr den Drang, erfolgreich zu werden wahrscheinlich, weil sie das so vorgelebt bekommen, jetzt durch diese scheiße sozialen Medien.

Suggeriert wird, wenn du ein hübsches Mädchen willst, musst du irgendwie was leisten. Und ich finde viel schlimmer mit diesem, wohin mit den Gefühlen. Sie müssen ja heutzutage alles sein. Früher wurde dir gesagt, hier, ein Junge kennt keinen Schmerz, wein nicht. Ich weiß nicht, wie du, das würde mich viel mehr erziehen.

Das ist einmal diese öffentliche Sache. Aber ich möchte jetzt gerne mal dich fragen. Und vielleicht erzähle ich es zuerst bei mir zu Hause. Und das hat mein Vater eben wahnsinnig toll gemacht. Der hat uns von Kind auf immer gesagt, Frauen sind was ganz Besonderes. Sie kriegen Kinder, sie erziehen die Kinder.

Such dir einen Job, sei nicht abhängig. Also wirklich beide Sachen immer. Aber immer Frauen sehr hoch gelobt und immer sehr wertgeschätzt. Auch von seiner Mama und meine Mutter. Hey, die braucht jetzt ihre Ruhe. Ich komme jetzt von der Arbeit. Ich nehme alle Kinder, damit sie in Ruhe jetzt kurz sich zurecht machen kann, ne?

Ist er immer mit uns spazieren gegangen, damit sie kurz diese Stunde hat. Und dann hat er mir auch immer gesagt, zum Beispiel abends im Bett, wenn wir später, als ich angefangen habe, bei Männern zu treffen, denkt daran, Männer haben auch ein Herz. Männer haben Gefühle, die müssen in den Arm genommen werden.

Genauso wie Frauen auch. Auch wenn sie tough wirken, denkt daran, sei liebevoll. Und wenn wir uns heute noch treffen, fragt er mich immer, sei liebevoll zu deinem Mann, nimmst du ihn in den Arm. Du musst dir vorstellen, Männer leiden unter einem enormen Versorgungsdruck, Leistungsdruck. Und der hatte diese soziologische Seite, dieses Rollenbild von früher und das Neue, was dann in unserer Generation entstanden ist, hat der schon immer ganz klar vor Augen gehabt und immer mit uns darüber geredet.

Deshalb waren wir schon sensibilisiert für solche Themen. Ich war fünf Mädchen mit einem Bruder. Das war für den bestimmt sehr hart. Die Leute, die ihre Witze gemacht haben, oh, der wird bestimmt mal schwul. Bist du jetzt schwul, weil du fünf Schwestern hast? Was soll so ein Scheiß? Also immer diese Sprüche.

Es ist schon für ihn wahrscheinlich nicht einfach gewesen oder er wird halt der perfekte Frauenversteher, haben wir uns gedacht. Aber eben mein Vater hat schon immer dafür gesorgt, meine Mutter gar nicht, die hat da auch überhaupt nie einen Ton drüber, aber mein Vater hat uns immer die Augen dafür gehofft und auch eben.

Gesagt, kümmert euch um eure Ehe, pflegt die Sexualität, auch wenn die Kinder da sind. Danke für die guten Tipps, Michael, an dieser Stelle. Nein, wirklich. Die sind auf jeden Fall angekommen bei deiner Tochter, an dieser Stelle hast du richtig gut gemacht. Nein, wirklich, das hat er wirklich immer gemacht und das fällt mir jetzt aber erst so auf, weil jetzt sehe ich ja, wie fatal sich das alles geändert hat.

Sehr gut in der einen Sache, aber sehr schlimm für Jungs heutzutage und die dann eben, wenn das so doll wieder wird, zu so Vorbildern greifen wie Andrew Tate, Was ja natürlich auch katastrophal ist. Das ist ja das Schlimmste, was du dir antun kannst wahrscheinlich. Aber immer wenn, genau, so ein Quatsch. Wenn diese Extremen entstehen, suchen die sich diese Schlupflöcher.

Und wie ist es denn bei dir gewesen? Wie war dein Bild? Hattest du ein Rollenbild? Also bei uns gab es schon ein Rollenbild, aber nicht in einer schlechten Art und Weise. und für niemanden stand irgendjemanden untergeordnet? Also bei uns zu Hause gab es schon auch ein Rollenbild. Jetzt nicht so aktiv wie dein Papa, dass er sich hingestellt hat und gesagt hat, hey, pass mal auf Leute, Männer sind so, Frauen sind so, achtet auf dies, achtet auf das.

Sondern bei uns war es eher etwas, das sich so entwickelt hat und vor allem glaube ich, oder bin mir 100% sicher, dass aufgrund natürlich auch unserer Beziehung, anderen kulturellen Umgebungen, in der ich ja aufgewachsen bin. Meine Mutter ist relativ früh zum Islam konvertiert und mein leiblicher Vater ist Tunesier, mein Stiefvater ist türkischer Kurde, oder kurdischer Türke, wie auch immer man das jetzt sagen möchte und dementsprechend kannst du dir vorstellen, dass ich kulturell in ganz anderen Bereichen aufgewachsen bin.

Ich habe jetzt meine Jugend im tiefsten Osten der Türkei verbracht, an der armenischen Grenze, in einem Dorf. Ja, ganz klassisches Räume. Ich wollte gerade sagen, die Frauen waren alle zu Hause, angefangen mit der Oma. Also meine Oma war sozusagen Oberhaupt der Frauen. Dann kamen sozusagen. Die Tanten. Dann kam meine Mutter. Meine Mutter war so ein bisschen unter den Tanten. Hierarchie, richtig. Genau, wie so eine Kaste.

Dann waren sozusagen unsere Mütter, also auch von meinen Cousinen und Cousins und so. Und dann kamen halt unten so die Töchter. Und da war das durchstrukturiert. Morgens wurde da Essen gemacht, mittags wurde Essen gemacht, abends wurde Essen gemacht. Das wird aber bei anderen auch. Ja, aber dort war es eben nicht so, dass es praktisch ein gemeinsames war.

Genau, das ist ein Unterschied. Dass man sich irgendwie so gegenseitig... Die Frauen haben zwar rein in der Hand der Frau. Das war deren Sache. Und die Typen, so habe ich es ja... Gut, ich war immer so ein bisschen raus, weil ich hab immer so auch mein eigenes Ding gemacht aber mein Vater oder auch meine Onkels und gerade auch mein Opa die haben halt so ihr Männerding gemacht die saßen den ganzen Tag rum haben geraucht, Tee getrunken.

Und haben halt gewartet bis die Frauen fertig waren ich sag mal so. Ich habe es schon als extremes Frauenbild wahrgenommen. Ich habe es nicht aber so wirklich als feindlich wahrgenommen. Muss auch nicht immer feindlich sein, finde ich. Es war schon eher so, es war so wie es ist und deswegen haben wir das so weitergeführt.

Natürlich auch mit ein paar Ausrutschern und so. Gerade dann auch mein Stiefvater und auch mein Vater haben dann leider auch echt ein paar Ausrutscher gehabt. Ich finde, dass wenn beide Seiten, wenn der Mann und die Frau ein gutes Verständnis für so eine Situation haben, dann ist es doch erstmal in Ordnung.

Ich finde alles in Ordnung, solange es abgesprochen für beide in Ordnung ist und jeder seinen Teil dazu beigibt. Und damit meine ich nicht seinen Teil, das meine ich. Ja, und das Lustige in Anführungsstrichen war, und das habe ich natürlich dann jetzt auch im Nachgang, je älter ich wurde dann auch immer deutlicher erkannt, bei uns war das Glück, das wirklich das Glück und eben, das war nicht wie in Afghanistan, da brauchen wir nicht drüber reden.

Bei uns, jedenfalls in der Türkei, im Osten der Türkei, an der Grenze zu Armenien, war es wirklich so, die Frauen waren der Boss. Ja, am Haus sowieso. Mein Opa ist, wenn der nach Hause gekommen ist, dann hat der erstmal gemacht, was meine Oma gesagt hat. Punkt. Verstehst du? Ich meine, mein Stiefvater genauso.

Und auch meine Mutter, du hast meine Mutter kennengelernt, natürlich hatte sie auch eine, sie hatte schon eine Berliner Schnauze gehabt. Also sie konnte schon mal sagen, so jetzt halt mit Uwe beispielsweise, komm, halt die Klappe, setz dich jetzt hin. Deshalb hast du dir auch eine dominante Frau gesucht. Deine Mutter war eine sehr dominante Frau. Nicht im Negativen.

Die konnte richtig auf den Tisch schauen und auch für sich selber sorgen. Nichtsdestotrotz, sich, Und aufgrund der zeitlichen Begebenheiten sich trotzdem in so ein altes, traditionelles Frauenbild auch wirklich freiwillig auch reinbegeben. Auch seltsam, ne? Ja. Wenn man ihre Schwestern anguckt, teilweise auch.

Bei euch in der Familie ist es so sehr unabhängig manche und sehr traditionell. Also bei euch gibt es auch wirklich komplett beides. Ja, sehr konservativ auch. Und von daher, sage ich mal so, habe ich das natürlich mitbekommen. Mich persönlich hat das aber jetzt gar nicht so großartig, ich habe halt mein Ding gemacht. Man hat auch kein Auge dafür gehabt früher.

Ich wollte gerade sagen. Und ich sage dir so, wie es ist, Anna-Maria. Das ist auch ein bisschen, da teile ich deine Meinung auch. In unserer Zeit, ich sage mal, Mitte, Ende der 80er, Anfang der 90er, als wir Teenies wurden. Total angenehm, oder? Man hat sich da gar keine Gedanken drüber gemacht. Nein, man hat nicht so ein Fass aufgemacht. Alles war cool. Junge konnte ein Junge sein.

Mädchen konnte ein Mädchen sein. Ich durfte auch einen blauen Pullover anziehen. Mein Bruder hat einen Kinderwagen mit einer Puppe gehabt. Also ich habe das Gefühl gehabt, es wurde aufgebrochen. Es gab keinen Ärger. Mein Bruder hatte Puppen- und Puppenwagen überall mit dem hingelaufen. Gibi hatte eine Spielküche zum ersten Geburtstag.

Ist so, der hat seine Spielküche. Nicht eine Spielküche. Und seine Kleider. Aber der hat ja auch zwei Schwestern. Wie hieß das indische Lied, was Sie mir gehört haben? Budi Budi Ja. Nein, nein, dieser Ringa Ringa. Nee, Budi Budi Ja. Aber es gab so ein Wort, was sie immer gesagt haben. Müssen wir mal zu Hause nochmal nachfragen. Da haben sie mit ihren blauen Mädchenkleidern.

Da war ich mit denen in Ägypten in so einem Zelt bei so einem Bedouin. Und die gehen mit ihm zu diesen jungen Mützen. Und er so, nein, ich möchte auch dieses Bauchtanztuch. Und dann habe ich ihm ein Bauchtanztuch. Und die haben ihn im Kopf geschüttelt. Ich habe gesagt, bei uns gibt es ein Bauchtanztuch.

Aber da war dein Papa auch toll. Der hat am Anfang, Annis Papa ist sehr traditionell, fünf am Tag gebetet, Moschee. Trotzdem mich als Frau geschieden, kurze Röcke, große Brüste, nie verurteilt. Er mochte mich sehr gerne. Wir sind gut miteinander klargekommen. Er hat mir nie auch nur ansetzt. Seine Tochter.

Ja, das Gefühl gegeben, es sei irgendwas falsch mit mir. Montri angenommen. Deshalb, man kann kulturell sein und auch traditionell. Das ist auch alles in Ordnung. Man muss es bei sich lassen und nicht anfangen zu missionieren und eben akzeptieren, dass es andere Kulturen gibt und dann kommt man sich auch gar nicht in die Quere.

Nein, tut man nicht. Und der hat auch bei Gibi damals, ich weiß noch, dass in deinem Bekanntenkreis gerade Situationen gab mit kleinen Kindern, dann wären die angeschrien, die Jungs. Die hatten auch Schwestern. Die sind zwei. Natürlich ziehen die sich mal ein Kleid an oder die Schwester verkleiden. Und dann wurden die, diese kleinen Jungs, angeschrien, wo ich mir denke, oh Gott, also ich bin, wie gesagt, ich bin so froh, dass unser Umfeld nicht so ist.

Das sowieso. Und genau die, die dann am lautesten gebrüllt haben, waren dann die, bei denen dann rausgekommen ist, dass die dann die Sachen sich hinten reingeschoben haben. Verstehst du das? Aber das ist erstmal eine andere Sache. Nein, also definitiv war es so gewesen. Ich habe das mitbekommen. Für mich hat das aber nie so wirklich so eine unfassbar prägende Rolle gehabt. Und dann merke ich selber auch.

Immer, wenn ich auf andere Leute gehört habe, wenn ich mich von anderen Leuten beeinflusst haben lasse, dann hatte ich immer wieder das Gefühl gehabt, auch mein Frauenbild war verschoben. Wenn ich gemerkt habe, und das habe ich jetzt gemerkt, wenn ich wirklich dann immer auf mein eigenes Bauchgefühl gehört habe, wenn ich so meine eigenen Entscheidungen getroffen habe, dann war das eigentlich immer sehr, sehr mittig.

So, ich war nie ganz links, nie ganz rechts, ne, so und gerade noch einmal, und das habe ich ja auch, das war ja bei mir auch immer ein großes Problem, natürlich auch aufgrund meiner Musik, meiner Texte, ja. Das war schon ziemlich heftig, aber trotzdem, Frauen, Schwule. Das war Bushido, das war deine Kunstfigur in Texten. Nochmal, Brad Pitt, der Nazi spielt, eine Nazi-Rolle, ist kein Nazimann.

Und du, weil du in deinen Texten irgendwas rappst, bist nicht homophob. Punkt. Es gibt Rapper, die sind das wirklich und die meinen das auch. Aber für mich waren diese Inhalte der Texte wirklich zu einem ganz großen Punkt einfach, ach, das war Kunst. Also was heißt Kunst? Kunst hat immer so das Stigmata, so etwas Besonderes sein zu müssen. Also Kunst ist immer wertvoll.

Darum geht es gar nicht. Eine Kunst ist einfach frei. Du kannst künstlerisch machen, was du willst. Bild eine Kunst in der Schule, so wenn unsere Kinder malen, was sie malen, das ist Kunst. Auch wenn das aussieht wie, keine Ahnung was. Das heißt, meine Musik, damit will ich nur sagen, also man muss meine Musik nicht gut finden oder irgendwie sagen, das ist jetzt irgendwie so anspruchsvoll, es ist aber trotzdem Kunst.

Und innerhalb dieser Kunst ist es einfach frei. Und es war für mich immer ein Stück weit auch eine Rolle. Ich habe auch absichtlich... Ja, aber die beeinflusst. Sie beeinflusst. Ich sehe das jetzt bei diesen Mädels. Sie beeinflusst natürlich andere. Deswegen habe ich auch irgendwann aufgehört, bestimmte Sachen auch wirklich zu tragen, weil ich gesagt habe, warte mal, stopp.

Ich meine das nicht so, weil ich kann es als Figur darstellen. Und als erwachsene Person differenzieren. Aber so junge Typen können das nicht. Aber wenn Jungs das hören nach dem Motto hier, dann möchte ich das eigentlich nicht, weil es eben immer noch Leute gibt, die es eben nicht differenziert bekommen.

Aber nichtsdestotrotz war es für mich immer, immer selbstverständlich, dass es Unterschiede gibt zwischen Mann und Frau. Aber noch einmal, nicht weil der eine besser oder schlechter ist. Weil der eine Mann ist und die andere eine Frau ist. Ein Apfel und eine Birne sind verschieden, schmecken beide gut, sind aber eben nicht dasselbe, sind aber beides Obst. Ja, aber ich habe heutzutage das Gefühl, dass bei den Frauen alles geduldet wird. Alles wird geduldet.

Du meinst, was die so fabrizieren? Ja, natürlich. Ob es Sexualisieren ist, ob es Übergriffigkeit ist, das ist eher witzig. Selbst wenn man Schlagzeilen liegt über irgendwelche Lehrerinnen, die kleine Jungs verführen, da denken man, so eine Lehrerin hätte ich gerne gehabt. Nein, Mensch, wir reden von einem 13- oder 12-jährigen Jungen.

Das ist genau so ein Missbrauch wie ein... Lehrer ein 13-jähriges Mädchen missbraucht. Ja, aber die Sprüche werden ja immer noch gemacht. Ich weiß, die Besprüche werden ja auch nur bei der Lehrerin gemacht, die einen Schüler missbraucht und nicht beim Lehrer, der eine Schülerin missbraucht. Nein, natürlich nicht. Und es ist aber beides. Ja, und da hast du das beste Beispiel.

Aber warum ist das so? Nimmt man die Frau nicht ernst? Belächelt man das? Ja, oder ist es so eine Wunschvorstellung eben von vielen dann doch gewesen? Oder hat man immer noch ich denke jetzt noch mal laut, oder hat man immer noch das Gefühl, dass Frauen gar nicht so böse sind. Und dass man das dann eher so belächelt, weil der Griff in den Schritt vom Arbeitskollegen von einer Frau ist halt, ach komm, die Petra, die ist nicht so schlimm, aber wenn es halt der Stefan macht bei der Tanja, dann ist es natürlich was ganz anderes.

Verstehst du, was ich meine? Ich glaube, auch weil durch die Benachteiligung Frauen jetzt so sehr für diese Grenzen kämpfen müssen, werden diese Grenzen, vielleicht über der Maßen geschützt. Männer sollen heutzutage... Weich sein, sie sollen eigentlich versorgen, aber eigentlich braucht die Frau sie gerade.

Eigentlich kann die Frau ja heute alles selber, es wird ja immer suggeriert, du solltest ja auch alles selber können, das ist ja auch gut als Mann ja auch, aber du kannst dich doch trotzdem auf jemanden einlassen und da irgendwie eine Lösung finden, dass man das irgendwie zusammen macht. Aber ich habe das Gefühl, die Jungs stehen heute an einem Punkt mit ihren 10, 11, 12 Jahren und wissen gar nicht, wie soll ich denn sein?

Soll ich hart sein? Soll ich cool sein? Kann ich ich sein? Nein, die Frau, also soll ich ihr die Tür aufmachen, soll ich nicht? Eigentlich, also verstehst du, ich meine, wäre ich ein Junge von zwölf Jahren heute, ich wüsste gar nicht, wie, also weil es so vorhergesagt wird und die Frauen ja so sehr ihre Emanzipation, feiern, dass sie damit den Mann aber gleichzeitig abwehren und das muss ja gar nicht so sein.

Ich finde, das ist so schade, was da passiert, weil deine Emanzipation ist super, die ist toll und man kann sich ja auch verändern. Glaubst du mir, bis ich dich kennengelernt habe, hätte ich im Leben für niemanden gekocht? So richtig? Oder die Wäsche gemacht? Mein Bild war ja ähnlich wie deins. Ich war ja auch sehr, das ist diese Phase, die man hat, wenn man aus der Jugend rauskommt. Ich brauche nichts, ich habe alles.

Bis man dann irgendwann merkt, diese Einstellung ist so beschissen. Und die sorgt dafür, dass ich zweimal geschieden bin. Und irgendwann drehe ich mich ja am Kreis. Und warum ändern denn heute Beziehungen? Ich weiß noch, meine zweite Ehe. Ich habe gerade mein Abitur nachgeholt. Ich habe mein, wir hatten Soziologie.

Und wir reden darüber, dass ich eben Ehen früher nicht geschieden habe. Aus wirtschaftlichen Gründen auch so. Und es hat mich so sehr, habe ich dann hinterher zu meinem Lehrer, ich habe ihn gefragt, ich sage, war früher alles besser? Ich habe mich so schlecht gefühlt, weil ich auch gerade mitten in dieser Phase war und dachte so, aber damit habe ich auf jeden Fall angefangen umzudenken.

Raus aus diesem, ich habe mich viel mit Soziologie beschäftigt, mit dem Bild, mit dem bisschen irgendwann dachte... Du kannst ja deine Grenzen haben und deine Werte und all das sollst du auch haben, auch ich, aber lass dich doch ein bisschen drauf ein. Sei ein bisschen Frau, habe ich für mich. Und ich habe ja bei uns erst angefangen, dieses Bild auch erst anzunehmen dieser Rolle, weil du weißt, wie ich war vorher.

Und mit diesem, wie ich vorher war. Aber ich ja genauso. Du auch so. Wir waren ja beide so extrem. Bin ich ja auch nicht weit gekommen in meinem Leben. Ich habe mich immer wieder getrennt. Ich wäre auch nicht weiter gekommen. Nein, du auch nicht. Also wir waren ja auch beide nicht 20, als wir uns kennengelernt haben. Ich war 29 und du warst 32.

Das heißt, wir waren eigentlich erwachsen. Und dann habe ich irgendwann gedacht, nee, ich muss jetzt mal den Kurs hier ändern, weil sonst, ich möchte ja wirklich eine Partnerschaft haben. Und wenn wir jetzt Kinder bekommen, muss ich... Und das ist heute so dieses, das müssen Jungen und Mädchen ja erstmal finden, dieses, wie weit bin ich da nicht cool, weil im Internet heißt es ja, du bist nur unabhängig, wenn du das und das und das.

Du bist schon schlecht, wenn du mal eine Waschmaschine aufräumst, dann bist du nicht mehr emanzipiert. Das ist so, wo ich denke, so Mann, schade, wo soll das denn hin, also wo soll das denn hinführen? Und ich bin eigentlich... Also ich bin für Familie und für gemeinsam, so wie wir das jetzt machen. Aber bei uns hat das ja auch einen endlosen Weg gekostet, bis wir da hingekommen sind. Ich fühle mich jetzt noch ganz ehrlich, als wir gestern am Tisch saßen, die Drillinge sagen nach wie vor immer, wenn es ihnen gut schmeckt, zu mir, dass es gut schmeckt, weil sie gewohnt sind, dass ich das Essen mache.

Und dann sage ich immer wieder, Papa kocht momentan. Und du mit deinem Thermomix, du kochst so wunderbar und das ist so schön. Und ich bin so froh, dass unsere Kinder das sehen, dass Mama das machen kann. Aber dass sie auch einen Papa haben, der jetzt schon, du bist ja schon ein Mann, weißt du, du verkörperst ein Männerbild, du bist sehr ruhig, du kannst auch autoritär sein.

Trotzdem sehen sie, du backst in der Küche, du kochst, du deckst mit uns den Tisch. Was, das meine ich ja, es kann ja auch beides einhergehen. Und es kann auch für eine Frau, du kannst auch eine super coole, toughe Frau sein und trotzdem, man nett zu deinem Mann sein und dich um deine Familie kümmern.

Aber ich habe das Gefühl, das wird ganz schwierig werden in Zukunft. Ich glaube, es wird immer wichtiger, immer wichtiger, dass man als Eltern zu Hause den Kindern vorlebt, wie etwas sein kann. Und dass sie das Gefühl haben, dass so wie wir leben, ist für uns eine tolle Art und Weise, es zu leben. Und dass es eventuell auch mal wert sein könnte, da mal einen Blick drauf zu werfen, weil vielleicht ist es auch etwas für sie.

Es tut mir auch total leid sag ich dir ganz ehrlich, auch echt für die Jungs obwohl ich ja gar nicht so ein wehleidiger Trottel bin, aber weil wenn ich mir vorstelle, gerade Issa und Gibi und so, ich meine Montri ist ja jetzt zum Glück schon ein bisschen älter, Er hat aber wiederum auch wieder andere Probleme zu kämpfen, also das ist ja auch nicht, ich wollte gerade sagen, also er ist mitten in dieser, ich weiß, was ich wert bin, Scheiße, ja, Entschuldige, dass ich da so spreche, aber ich kann mir schon vorstellen, wenn jetzt Easy oder auch Gibi da mit ihren 12, 13 Jahren da zu einem Mädel ankommen und irgendwie da mal mit der sprechen.

Ist natürlich jetzt auch wieder ein Vorurteil, was ich habe, aber natürlich basierend auf den Erfahrungen und Dingen, die ich mitbekommen habe, Digga, die hat mit 11, 12 Jahren, hat die schon da ihre To-Do-Liste auf, die hat da schon eine Liste. Und dann guckt die dich an, also ihnen an, und dann siehst du ganz genau, warte mal ganz kurz, der wird ja noch zu mir kommen, und fragt Papa, kann ich mir mal deine Rolex ausleihen?

Ich würde jetzt gerne mal ein Mädchen ansprechen. Also verstehst du, ich meine, klar haben auch wir damals Autos oder Uhren oder so auch mal benutzt, um halt auch mal ein Mädchen mal zu imponieren. Hast du? Nein, nicht wie, ich hab echt scheiß auf sowas. Bestimmt auch. Ach komm, wenn man jung ist und gerade zu Geld kommt? Noch nie, wirklich nicht. Ich habe eine Breitlinge gehabt, weil mir den Witz mit einer Breitlinge beeindrucken hat.

Weißt du, wie das bei mir war? Wir waren ja jung und mein damaliger Partner hatte ein teures Auto. Und ich habe einfach gesagt, ey, das können wir nicht machen, wenn wir zu dem oder dem Restaurant fahren. Wir hatten auch einen Golf. Lass uns den Golf nehmen. Bei mir war es sehr unangenehm, dass wir so jung waren und aus so einem Auto gestiegen sind. Und die meisten, die kamen, nicht aus so einem Auto steigen.

Weil ich mir dachte so, ey, wir sind 21, wir sind 22, 23. Und dann haben wir ganz oft den Golf genommen. Das musst du dir mal vorstellen. Und heute die Generation, das ist genau das Gegenteil. Ich hatte mit 21 nicht mal Führerschein gehabt. Ja, aber gut, das lag an dir. Ja, aber ich habe mit 28 erst Führerschein gemacht. Du sollst mir vorstellen, da bist du davor gar kein Auto gefahren.

Ja, aber das ist ja eine deiner Faulheit gewesen. Ja, aber ich bin natürlich kein Auto gefahren, bis ich 28 war. Nee, bist du auch nicht. So, obwohl ich es eh schon verjährt. Aber egal. Nee, damit will ich nur sagen, also natürlich kann man, oder ich konnte immer jemanden dann verstehen, wenn der sich mal irgendwie so ein 3er BMW gemacht hat, Und da hat er irgendwie, hat er gedacht so, was hat er letztens gesagt in unserer Serie? Wir gucken ja gerade Slow Horses.

Pussy-Magnet, Muschi-Magnet, diese komische, weißt du, dieses getunte Auto. Kann ich verstehen, dass Typen so denken, so sehe ich jetzt auch ein bisschen anders, aber so hardcore, wie das heute funktioniert. Das ist Social Media, das ist diese Scheiß. Und das feiere ich genauso wenig. Es gehen keine normalen Urlaube mehr, weißt du, wo du mit 20 einfach mach, keine Ahnung, Lorette Mar mit dem Bus, wir sind mit dem Bus drei Tage gefahren, ohne Handysmann. Schön sangria aus dem Tetra-Park.

Aber es war so cool. Blind gesoffen, durchgefögelt. Und dir war doch scheißegal, was der Typ gemacht hat. Da hat man nicht mal nach gefragt oder geguckt. Ja, es war scheißegal, aber es war so herrlich und so frei und so unchecklistemäßig. Da hat keiner gefragt, what do you do for a living? Ja, genau, das ist ja der Punkt.

Alter, was fragst du heute einen 14-Jährigen? Ja, was machen deine Eltern? Wer bist du auch eigentlich? Ich rede schon von dem ein bisschen Älteren. Ja, aber selbst da frage ich mich dann ja auch. Also ich frage mich dann wirklich so, ja, ich weiß, was ich wert bin. Verdammt, wie? Guck mal, das ist ja genau der Punkt.

Schönheit für älteste Geschäft wahrscheinlich. Also du, nicht du jetzt als Anna-Maria, aber die Person, die das dann sagt, dass sie weiß, was sie wert ist. Du bemisst deinen Wert dann also mit einem Auto, mit einer Kreditkarte, mit einer Uhr, mit einer bestimmten. Heute, da kannst du dich auch gar nicht mehr mit einer Rolex zeigen.

Also das ist ja auch schon wie damals die Breitling. Philipp May sein. Ja, also was ist denn jetzt? Oder wie heißt das, Miles? Was? Philipp Mill, Philipp May. Ich weiß auch nicht schon, wie das heißt. Ich finde die so hässlich. Welchen Wert? Der Wert deiner Brüste oder der Wert deiner Oberschenkel, die dann auseinander gehen? Du möchtest so in einem schönen Auto sitzen, dich in Dubai, keine Ahnung wo, fotografieren.

In den Ferien, in den anderen Ferien ist man dann in St. Tropez. In den anderen bin ich auf Ibiza, weil so macht man das heutzutage, wenn man cool ist, jettet. Das passiert dann also, wenn man alles dafür tut, gleichberechtigt zu sein. Das meine ich, krass. Aus einer Unterdrückung rauszukommen, um dann selber anzufangen zu unterdrücken?

Nee, du unterdrückst nicht, du kehrst wieder zum ältesten Geschäft der Welt. Ja, aber du machst genau wieder dasselbe. Also das ist ja wirklich leider so ein Ding. Und weißt du, was auch krass ist, die schämen sich auch gar nicht dafür. Das ist heutzutage, ist das legitim. Die sehen sich auch gar nicht als Escorts.

Wenn die sich in Urlaube einlassen von reichen Männern zum Spaß haben. Und dafür habe ich eine coole Zeit. Und du siehst ja auf den Bildern nie die Typen. Du siehst ja immer nur diese Frauen in den Jets. Das finde ich auch krass. Und die Typen finden gar nicht statt. Das finde ich auch wirklich krass.

Warte mal, geh mal kurz zur Seite, bevor du über mich rüberrutscht. Aber geh mal kurz zur Seite, weil ich muss jetzt tun, als würde mir der Privatjet gehören. Und du, Mädel, sitzt da mit deinen aufgespritzten Lippen und keine Ahnung. Was sitzt du in dem Privatjet? Glaubst du wirklich? Ich glaube, dass du in diesem Privatjet bist, dass du es geschafft hast mit deinem Intellekt, mit deinem Erfolg, mit deiner Geschäftsidee, mit deinem, keine Ahnung, du hast was Krasses erfunden.

So wie damals so, die Frauen, die wirklich was geleistet haben, obwohl sie noch von den Männern unterdrückt wurden. Alleine die ganzen Wissenschaftlerinnen, egal ob es Marie Curie oder egal wer es gewesen ist, was sie geleistet haben, obwohl sie nicht mal von den Männern angeguckt wurden, haben sie Sachen geleistet.

Und du hast heute einen TikTok-Account, lässt dir keine Ahnung was auf deine Brüste tropfeln und dann sitzt du in einem Privatjet und denkst, du bist dann jemand, du bist jetzt eine Nummer. Stopp. Und dann hast du das Gegenteil. Du hast die Männer mit dem Geld an die, das ist auch ein ganz großes Problem. Genau so.

Den es total egal ist. Und ich finde ja beides. Ich finde eine Frau, die das macht, kann ich nicht respektieren und werde ich auch nie. Aber ihn genauso wenig. Ihn noch viel weniger. Weil für mich, ich kann noch nicht mal, ich könnte mich auch nicht in dich verlieben. Könnte ich nicht. Wenn ich wüsste, du hast diesen Lifestyle gepflegt, weil ich das so...

Armselig finde, weißt du, wenn du weißt, na klar, du bist berühmt, natürlich ist es für dich einfach, Frauen zu haben. Das ist was anderes, aber du hast deinen Status, du bist berühmt, aber zu wissen, du lädst jetzt jemanden ein, du bist, ich weiß nicht, 50 und die Dame ist 19. Und wir können mal sagen, dass es wahrscheinlich nur ein Prozent gibt, wo wirklich Liebe entsteht oder Interesse da ist. Ich sage ja Interesse an der, doch, ich will das nicht ganz verurteilen, das gibt es schon auch.

Das heißt, wissentlich weißt du, du guckst dieses Mädchen an, So. Und du weißt, die ist nur hier wegen, ich wäre so sauer innerlich auf die und so. Aber auch den Männern, dass die sich auch nicht schämen, sich mit denen dann überall zu zeigen. Und jeder ja weiß, ey, das ist für mich so ein Abgrund der Gesellschaft, was sich da auftut. Und wir haben natürlich jetzt da gelebt, wo das Epizentrum dafür ist.

Das war wie so ein Pilz, der wächst. Dubai war mal so exklusiv und so elegant und so. Geht ja für all die anderen Orte ja genauso. Auch, ja. Mykonos vor 20 Jahren, ey, das war was, St. Bart, das ist was Besonderes. Auch St. Tropez, sorry, alles hat sich verändert. Ich war richtig enttäuscht. Alles ist genau so wie Dubai. All diese Orte durch Instagram weiß jetzt jeder, wo Gia ist, wo, keine Ahnung, Sexy Fish ist und es sind überall die gleichen.

Das heißt, du hast diese magischen Orte sind für mich so geworden, dass ich da nicht mehr hin möchte. Ich möchte meine Urlaube nicht mehr an diesen Orten verbringen, weil ich möchte mir keine weiteren Frauentische reinziehen, die keinen Spaß haben, sondern sich den ganzen Abend nur fotografieren. Sich ja wirklich nur fotografieren, auf Toiletten kannst du gar nicht mehr gehen in den Läden, entweder werden Drogen genommen oder Fotos gemacht mit richtigen Kameras sogar, dass du dich entschuldigen musst, dass du auf Toilette musst und vielleicht noch deine Hände waschen willst.

Boah, wo ich manchmal stehe und denke so, nee, dann komm, fahr nach Lorette Mar, geh da hin, mach dann lieber das, sage ich dir ganz ehrlich, weil die Sache dort ist komplett arm, einsam und da treffen sich ganz armselige Geschöpfe, die das Schlüssel-Schloss-Prinzip bedienen. Ich war eh schon immer raus. Ich war noch nie in diesen Läden.

Ich kenne das auch wirklich nur vom Hörensagen. Und mein magischer Ort ist die Küche. So bei uns zu Hause die Küche. Vor allem um 17 Uhr, wenn die Kinder zurückkommen und morgens, wenn sie irgendwie alle runter zum Frühstück kommen. Aber ist das nicht schön? Das ist ein sehr magischer Ort. Diese kleinen, warmen Körper, wenn die Drillinge kommen mit ihren wilden Haaren, hast du das auch? Und diese warmen Körper, die dann so annehmen und ich rieche diesen Schlaf. Ich bin so süchtig danach.

Das ist so. Bist du wieder schwanger oder was? Nein. Du hast ja jetzt nur noch drei Tage, deine Tage habe ich heute Morgen gehört. Ja, müssen wir jetzt drüber reden? Gut. Willst du mich locken? Nee, kein Interesse. Da hast du mir aber gestern was anderes geflüstert. Ja, da muss aber auch mal ein bisschen was passieren.

Ein guter Kapitän sticht doch ins Roten Meer. Nee, seitdem du Haushalts, bei uns ist genau das eingetreten, seitdem mein Mann Haushaltsaktivitäten übernimmt, ist er abends müde. Ist er müde und dann wird das nicht mehr so wild. Und genau das ist nämlich das, was Frauen auch haben. Die sind abends kaputt, mein Schatz. Und genau das trifft jetzt auf dich zu.

Und das merke ich an unserem Sexleben. Ich bin gerne Frau. Eben, es verändert sich auch gerade bei uns, aber das ist auch völlig okay. Aber merken wir beide. Mega bald geht es wieder rund hier beim jungen Hund. Also Leute, ich hoffe, die Folge war nicht zu emotional. Wir werden wahrscheinlich ein paar Leuten auf den Schlips getreten sein.

Ja, können Sie sich auch fühlen. können sie sich auch fühlen, ich stehe dazu. B...itches und ja, ist uns aber auch scheißegal. Du weißt aber, ich weiß nicht, wie es auf deiner For You Page ist. Bei mir, ich habe jetzt K-Pop. Warte mal, an dieser Stelle weißt du, was auf meiner For You Page ganz groß ist? Deine Mutter.

Alter, habe ich mich erschrocken. Ich habe mein Handy fallen lassen. Das Gesicht deiner Mutter so groß. Ich gucke mit Alia, weil wir wollten gucken, was auf meiner For You Page auftaucht. Und ich habe mein Handy fallen lassen. Jetzt ist mein Handy kaputt, muss ich ein neues Handy, so weit ich kriege ein neues Handy von dir.

Also, Leute, ja, muss doch mal sein. Wir müssen auch mal ein paar ernste Themen hier auch ansprechen. Aber macht Spaß. Ja. Also, Leute, wenn ihr Bock habt, seid ihr nächste Woche wieder dabei, wenn es heißt, im Bett mit Anna-Marie und Anis. Als Audio-Podcast, zwei Wochen exklusiv bei RTL Plus und danach überall, wo es Podcasts gibt.

Also guckt ruhig mal nach, wenn ihr Langeweile habt und irgendwie auf der Autobahn seid oder mal irgendwie mal was Interessantes hören wollt. Und jeder, der uns sehen möchte, kann natürlich auch gerne exklusiv, aber kostenlos bei RTL Plus den Vodcast abchecken, jede Woche neu und in Farbe vor allem. Auch noch nicht so lange Farbfernsehen.

Genau wie mit Frauen wählen. Also bei mir gab es schon Farbfernsehen, bei dir auch? Ja, aber bei mir, ich bin gerade in den Privatsender reingerutscht. Bei mir ist gerade RTL. Und Sat.1 ist gerade bei mir on air gekommen. Wir hatten glaube ich nur drei Programme mit so drei Knöpfen oder so. Und dann kam das Privatfernsehen und dann kam Sintbad bei Sat.1 und auf RTL ist also Television Luxemburg, Radiotelevision Luxemburg war bei mir dann immer dieser Hütchenspieler, wie hieß der da? Ciao, Ragazzi.

Das ist für mich immer, wenn du sowas erzählst, da wir ja wirklich kein Fernseher gucken wohnen, denke ich immer so, dadurch, dass wir keinen Fernseher gucken durften, habe ich wirklich eine ganze Sache verpasst. Ganz viele in unserem Alter reden über so Sachen. Ich sitze immer und denke so krass. Ein paar Sachen sind bei dir. Du kommst aus den 70ern, ich aus den 80ern. Das ist anders.

Ich bin Millennial, du bist die Generation davor. Wir hören uns nächste Woche wieder. Bis dahin, alles Gute, ciao. Tschüss.

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