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Immer Hertha· Folge 273

Immer Hertha - Pokal-Spezial: Drama und Kater

Mittwoch, 11. Februar 2026 · 25 min

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Shownotes

Welch ein Drama, welch eine Tragödie: Das DFB-Pokal-Viertelfinale von Hertha BSC gegen den SC Freiburg hatte alles, was eine erfolgreiche Heldengeschichte braucht. Doch am Ende reicht es nicht. Die Berliner verlieren 5:6 nach Elfmeterschießen und sind ausgeschieden.

Wie sich der verrückte Abend aus Reporterperspektive anfühlte? Und wie Kapitän Fabian Reese das Geschehen einordnete? Darüber sprechen die Morgenpost-Sportredakteure Paul Gorgas und Nelis Heidemann in dieser Pokal-Spezial-Folge des „Immer Hertha“-Podcasts.

Außerdem geht’s um haarsträubende individuelle Fehler, die große taktische Überraschung mit Dreierkette und die Frage, wie die Berliner dieses Pokalspiel für das Aufstiegsrennen nutzen können.

Viel Spaß beim Reinhören!

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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Jo, moin zusammen. Wenn ihr schon wach seid oder wann auch immer ihr diese Folge seht oder hört, herzlich willkommen zum Pokalkater. Kommt in unsere Arme, wir nehmen euch doch auf. Wir sind vielleicht nicht euer Elotrans nach diesem Spiel, weil auch wir noch so ein bisschen leer sind an diesem frühen Mittwochmorgen.

Ich hätte gerne eine Vorstellung gemacht, damit Paul Gorgas euch wieder auf die Beine hilft, aber Paul, wenn ich so in dein Gesicht gucke, das war eine kurze Nacht, ne? Ja, auf jeden Fall. Auch meine Augen sind müde, glaube ich. Das gehört dazu an so einem langen Pokalabend, der in die mehrfache Verlängerung ging.

Am Ende mit dem unglücklichen Ende für Hertha. Wollen wir drüber sprechen. Ja, hallo und herzlich willkommen zu Immerherter. Ihr seht es, ich bin noch mitten drin beim ersten Kaffee des Tages. 5 zu 6 nach Elfmeterschießen, 1 zu 1 nach Verlängerung gegen den SC Freiburg, gegen Bundesligisten. Es war ein langer Abend, auch für uns dann danach noch gestern.

Vielleicht ein kurzer Transparenzhinweis, ihr seht das ja immer, wir machen für euch bei so einem Heimspiel vier Texte fertig. Und gerade auch gestern, wir haben ja dann versucht noch, oder erfolgreich versucht noch rechtzeitig, die letzte S-Bahn zu erwischen am Stadion. 2.30 Uhr gingen bei uns so die Laptops zu, so ziemlich. Jetzt ist es früh am Mittwochmorgen hier, wir sind schon wieder da.

Und versuchen irgendwie dieses Spiel zu verarbeiten. Aber die Gewissheit ist schon irgendwie da, Und es war ein großer Pokalabend für Hertha BSC, leider halt mit diesem herzzerreißenden Ende. Ja, und du kannst dir halt nichts mehr davon kaufen. Also es ist ja nicht so, dass du irgendwie das drehen könntest in irgendeinem Rückspiel oder dass du nochmal die Chance hättest, eine Rückrunde oder irgendwas, sondern es ist ein K.O.-Spiel, das ist jetzt durch.

Eigentlich musst du es schnell abhaken. Andererseits steckt da so viel drin in diesem Spiel und man ist da mit so einem vergleichsweise positiven Gefühl rausgegangen. Also Spieler, Trainer, auch die Zuschauer. Das ist schon irgendwie fast ein bisschen widersprüchlich, aber umso interessanter, deswegen kann man gut drüber sprechen und man kann viel rausziehen aus dem Spiel, glaube ich.

Wir waren ja auch als wir nach Hause gefahren sind. Gestern waren wir mit der letzten S-Bahn vom Olympiastadion. Da trifft man ja auch auf einige sehr interessante Gestalten zu diesem Zeitpunkt. Und da liegt es in der Natur der Sache, dass die Stimmung etwas angeheiterter ist, aber sie war halt eben auch trotzdem angeheitert, trotz dieses Ausscheins.

Also da hatten auch die Leute schon schnell ein gutes Gespür für, fand ich, irgendwie, dass da niemand. Auf der Mannschaft rumgehackt hat, auch im Nachgang, nicht in der Bahn, wo es ja doch auch ehrlich zur Sache geht meistens, sondern dass alle irgendwie gesagt haben, ja Mensch, war ein großer Abend, wir haben mitgehalten gegen so einen Top-Bundesligisten, hat halt leider einfach nicht gereicht.

Also das wussten die Berliner schon auch zu schätzen. Ja, also der Mannschaft kann man ja auch überhaupt keinen Vorwurf machen aus Fansicht, das war ja auch so ein bisschen der Tenor dann in der Kurve nach Abpfiff, da gab es dann eben auch Aufmunterung bzw. Auch Anerkennung. Interessant, schnell kam so ein Applaus zustande, so ein bisschen, also er war verhalten, aber super schnell nach dem Fehlschuss haben die ersten Leute einfach geklatscht und gesagt, Mensch.

War ein großer Abend. Ja, und ich glaube, auch wenn man das vorher unter den Fans gesagt hätte oder auch unter uns Beobachtern ehrlicherweise, dass Hertha es da ans Elfmeterschießen schafft und dann wirklich so denkbar knapp scheitert, nur am Einzug zum Halbfinale, dann wäre das auch immer noch ärgerlich gewesen.

Aber wie gesagt, das war schon beeindruckend in gewisser Weise, wie Hertha da aufgetreten ist und wie offen sie das Spiel einfach gestaltet haben. Also mal versuchen, den Abend einigermaßen chronologisch durchzugehen. Er begann mit heller Aufruhr im Presseraum, weil Stefan Leitl sich eine Dreierkette auserkoren hatte. Mal wieder in einem Pokalviertelfinale.

Das steht ja in der Vereinssatzung bei Hertha BSC. Wenn man ein Pokalviertelfinale erreicht, muss man mit Dreierkette spielen. Anders ist das überhaupt nicht möglich. Toni Leister im Zentrum, Dardai Gächter auf den Halbpositionen, Eitschberger, Karbovnik auf den Schienen. Das ist etwas, was niemand von uns so richtig auf dem Zettel hatte.

Irgendwie auch in Kollegenkreisen nicht. ähm, Und was uns schon so ein bisschen verunsichert hat im Vorfeld, würde ich mal sagen. Was aber de facto hinterher überhaupt kein Thema wurde. Also der Plan ist exzellent aufgegangen. Ja, voll. Also klar gab es ja diese Flashbacks an vor zwei Jahren, als dann gegen Lautern das Spiel komplett in die Hose gegangen ist.

Wohl auch wegen der Umstellung auf Dreierkette. Das ist natürlich immer ein Vaubonspiel, wenn du aus so einem gefestigten System, und das war die Viererkette, nun mal bei Hertha in dieser Saison rausgehst, bewusst für so ein großes Spiel und dann umstellst. Andererseits kann man natürlich sagen, Hertha hat mit der Dreierkette begonnen die Saison. Also es ist auch keine komplett fremde Formation gewesen für sie.

Und du hast es angesprochen, es ist optimal aufgegangen, würde ich fast sagen, der Matchplan. Also es hat super funktioniert. Gerade in der ersten Halbzeit hatte man, finde ich, überhaupt nicht das Gefühl, dass da ein Bundesligist gegen ein Zweitligist ein Spiel. Das war ein Spiel auf Augenhöhe und zwar nicht nur, weil Hertha kämpferisch so gut drin war.

Das waren sie auch, das ist völlig klar. Die haben einen super Pokalfight hingelegt. Das hat absolut gestimmt. Diese Intensität, diese Giftigkeit in den Zweikämpfen, das war alles da. Aber auch die spielerischen Mittel waren eben da und haben gegriffen. Über David Kovnatski müssen wir natürlich auf jeden Fall sprechen an der Stelle.

Aber eben auch wie diese Dreierkette, die natürlich hilft. Ich glaube, Stefan Leitl hat es dann hinterher erklärt, dass es auch natürlich darum ging, auf den Flügeln so eine Art Gleichzahl herzustellen, weil die Außenangreifer eben sehr stark sind bei Freiburg, unter anderem der Richerhand, der begonnen hat und er dann nicht quasi seine Außenverteidiger permanent da hinten binden wollte.

Das hat funktioniert auf jeden Fall. Die Außenverteidiger haben mir auch gut gefallen, Eitschberger und Karbovnik, weil die sich immer wieder vorne eingeschaltet haben, immer wieder in diese Halbräume reingestoßen sind auch oder eben über die Seite gegangen sind, für Flangen zur Verfügung standen. Das hat alles wirklich gut funktioniert und wie gesagt, das war, fand ich, mehr als nur Kampf, den wir da gesehen haben. Ja, absolut.

Losgelöst von allen großen taktischen Überlegungen um 11 gegen 11 fiel ein frühes Tor. Für Hertha BSC. Fabian Rehse in der siebten Minute Abstauer nach einem Halbfeldfreistoß. War ein Eckball. War es ein Eckball? Das ist ein Eckball. Die Ereignisse verschwimmen und vermischen sich nach diesem Fußballspiel.

Es wurde aberkannt wegen Abseits. Julian Eitschberger in der Entstehung. Er stand im Abseits, das war keine Frage. Es war immerhin deutlich. Also immerhin im Sinne davon nicht, dass wir da jetzt noch so eine Fußnagerentscheidung gehabt hätten. Und er greift absolut aktiv ins Spiel ein, absolut nachvollziehbar.

Stefan Leitl hat ja gesagt, wenn er den Ball touchiert, ist es okay. Ich weiß gar nicht, ob es so relevant ist, ob er den Ball touchiert. Er war so ein total aktiver Spieler in diesem Kopfballduell, aus dem dann das Tor entsteht. Und ja, Fabian Rehse war verständlicherweise super angefressen nachher mal wieder.

Er hat auch schon gesagt, ich weiß nicht, wie viele Tore jetzt geklaut wurden. Das ist natürlich auch, also geklaut wird dir da halt gar nichts. Das ist halt nun mal leider so, wenn das irgendwie abseits im Vorfeld ist. Aber er hat irgendwie in der Hinsicht so ein bisschen Scheiß am Schub, muss man so sagen, dieses Jahr.

Und es war halt natürlich einfach bitter, aber ich glaube, es tat Hertha Spiel in dem Sinne dennoch gut, weil so dieser moralische Effekt, diese mentale Komponente dadurch schon gestärkt wurde, so nach dem Motto, hey komm, hier geht ja wirklich was. Ja, auf jeden Fall, also es erwischt Fabi Reze außerordentlich oft diese Saison, hat man das Gefühl, was so VAR-Entscheidungen angeht.

Und dann, ja, kein Vorhoher von Eitschberger, der geht da eben natürlich auch zum Kopfball. Ist dann aber abseits meiner Meinung nach auch, weil er eben aktiv ins Spiel eingreift, auch keine Frage. Und ja, ich hatte dann in dem Moment so ein bisschen die Befürchtung, das war jetzt quasi so, das eine Strohfeuer hat man ja öfter mal, dass irgendwie so eine Außenseite in Anführungszeichen gut loslegt, dann vielleicht sogar zu einem Tor kommt, was dann irgendwie aberkannt wird.

Und dann ist quasi der Favorit, in dem Fall Freiburg, geweckt, aber dazu kam es nicht, sondern es blieb ein Spiel auf Augenhöhe und das hat mir schon imponiert, was Hertha da gezeigt hat. Und wie du sagst, es hat ihnen noch mal eher Auftrieb gegeben natürlich und es hat sie noch mal eher bestärkt und es sollte dann ja auch nicht bei Standardsituationen bleiben, aus denen sie ihre Torchancen kreieren, sondern man hat ja wirklich Chancen gehabt, die zum, aus dem Umschaltspiel entstanden sind. Das ist ja auch einfach das Spiel von Hertha, aber es waren auch einfach viele vorbereitete Tormöglichkeiten dabei und das fand ich schon sehr beeindruckend zu sehen.

Am Ende hatte Hertha noch mehr Ballbesitz, was man auch nicht vermuten würde in so einem Spiel. Also es war auch nicht so, das betont ja auch Stefan Leitl wirklich oft, dass sie sich nur aufs Kontern verlegen würden und nur umschalten würden, sondern sie können eben auch Angriffe vorbereiten, sie können den Ball auch selbst halten, aus dem Ballbesitz heraus agieren und da waren viele Facetten in dem Spiel, die man da nochmal gesehen hat.

Und insofern war es dann wirklich, fand ich, über weite Strecken kaum zu erkennen, dass da der Klassenunterschied bestehen sollte. Es gab in der zweiten Halbzeit mal so eine Phase, wo Freiburg, hatte man das Gefühl, dann auch noch mehr nachlegen konnte von der Bank. Also wir haben uns da angeguckt auf der Presse-Tribüne und dann kommen wir irgendwie auch mal Vincenzo Grifo ins Spiel rein und sogar Söhler.

Also gestandene Bundesligaspieler, das ist natürlich dann schon nochmal eine andere Qualität. Aber dennoch, Hertha hat sich da verdient in die Verlängerung gebracht. Also ich fand jetzt auch nicht, dass sie sich da mit Hängen und Würgen über die 90 Minuten geschleppt hätten. Ja, absolut nicht. War total ausgeglichen. Hätte sich schon fast ärgern müssen eigentlich, dass sie sich selbst nicht entschieden haben, die 90 Minuten.

Hast du mal auf die Statistik geguckt? Weil du hast ja zwischendurch, hattest du mir mal gesagt, ich glaube in der Halbzeit so, Wahnsinn, was ist hier 15 zu 15 Torschüsse oder so? Also es ging hin und her wirklich. Ja, genau. Es war ein total offenes Spiel. Das war eben auch so klar. Hinten raus wurde es dann ein bisschen abwartend, als klar war, es geht vielleicht auch die Verlängerung zu.

Aber gerade in der ersten Halbzeit war so eine Art Schlagabtausch, fand ich. Da war irgendwie, wir haben ja Live-Tacker gemacht, da hast du irgendwie gerade die Chance für Hertha oder Freiburg eingetragen und eine Minute später hat es auf der Gegenseite fast eingeschlagen. Also das war auch einfach für den neutralen Zuschauer, glaube ich, richtig unterhaltsam dafür, dass manchmal diese Spiele ja doch sehr vom Kampf geprägt sind.

War das doch sehr ansehnlich, fand ich. Ja, und gerade auch vor dem Hintergrund, was wir letzte Woche in den Pokalviertelfinals gesehen haben, also das war mit Abstand das beste Spiel jetzt. Das war so ein richtiger Pokalfight und da hat auch der Underdog das richtig mit angenommen, während die letzten Wochen das dann doch so ein bisschen einseitiger war.

Auch zwei starke Torhüter, muss man auch nochmal sagen an der Stelle, finde ich. Also Tjag Ernst, der mindestens ein sicheres Tor da verhindert. Gegen Ende der ersten Halbzeit war es, glaube ich, gegen Suzuki, der da frei auf ihn zuläuft, nach dem Abspielfehler oder beziehungsweise Stockfehler dann von Toni Leister.

Dann aber auch der Freiburg Keeper, nicht nur Pokalheld, sondern da gegen Cuisance, glaube ich, war es die eine Chance, die er irgendwie noch um den Pfosten lenkt. Ja, ich glaube, es war schon Verlängerung, aber der hat echt stark gehalten. Der hat einfach leider auch einen guten Abend, muss man aus Herter Sicht konstatieren.

Man of the Match geworden. Aber das hat natürlich dem Spiel auch nochmal gut getan. Ja, wie gesagt, da gab es gute Torraumszenen, aber auch nochmal zwei gute Tore, die sich auch auszeichnen konnten. Und ich bin gerade schon immer nur so halb drüber hinweggegangen. David Kovnatski müssen wir vielleicht nochmal ansprechen.

Ich fand, das war vielleicht sogar eins seiner besten Spiele für Hertha. Also so viel Gelegenheit hat er leider noch nicht gehabt bisher aufgrund von Verletzungen und Krankheit. Aber ich finde, da hat man einfach gesehen, was der diesem Spiel nochmal neu geben kann. Wir haben vorher bei den Aufstellungen darüber gesprochen.

Mit dieser Dreierkette musst du Cuisance nach hinten ziehen. Das ist jetzt nicht seine Lieblingsausgangslage oder Position. Aber es ging natürlich deswegen so gut auf, weil Kovnatski ja den ganzen Zehnerraum mit übernommen hat, indem er sich so tief fallen lässt. Das wussten wir ja, dass er das in seinem Spiel hat, aber ich finde, das hat er exzellent und wirklich beispielhaft gemacht in dem Spiel.

Also wie oft hat er den Ball mit dem Rücken zum Tor gespielt bekommen, sich dann aufgedreht, weiterverteilt, hat sich in Duelle reingehauen, hat viele davon gewonnen. Also das war schon wirklich beeindruckend zu sehen, dafür, dass er am Ende kein Tor gemacht hat. War es ein super Spiel für den Mittelstürmer. Ja, auch Kopfbälle, starke Präsenz, wie oft er da das Duell gewonnen hat, den Ball entsprechend abgelegt hat.

Also viele Angriffe so eingeleitet in dem Sinne, aber auch einfach sehr diszipliniert als erster Verteidiger. Es war ja schon so, dass wenn in den Phasen, wo Freiburg Ruhiger den Ball hatte, dass Hertha sich doch zurückgezogen hat, so auf Höhe der Mittellinie. Und da war er eben in vorderster Front derjenige, der das Ganze so ein bisschen orchestriert hat.

Natürlich geht es ja um, wenn er dann meint, anlaufen zu müssen, dann sind natürlich alle anderen irgendwie auch gefordert. Aber alle stabil, wirklich die Position, die Ordnung gehalten. Und das war wirklich ein wunderbarer, disziplinierter Auftritt. Der, hast du es auch schon angerissen, eben nicht ganz fehlerlos war.

Das muss man schon auch sagen. Es war ein großer kämpferischer Auftritt, aber es gab schon auch Herbe Patzer, es gab den Stockfehler Toni Leissner, es gab Paul Seguin mal, der im eigenen Strafraum den Ball verloren hat. Also es war ja nicht so, dass alles perfekt war. Es gab diese massiven Fehler auch.

Einer, kommen wir gleich zu, führte dann zum Gegentreffer auch in der Verlängerung. Aber die Mannschaft hat sich eben nicht mal aus der Ruhe bringen lassen davon nach dem Motto, sie hatte auch einen starken Torhüter das gehört dann dazu, der das gerettet hat aber eben diese Dinge passieren und das haben sich alle gegenseitig hochgezogen, und ja Freiburg hat auch nicht fehlerlos gespielt und so wurde das dann eben dieser, Pokalfight auf Augenhöhe der völlig verdient in die Verlängerung ging und dann gehen wir direkt rein Linus Gechter.

Schwerer Patzer, der Fehlpass Suzuki spritzt dazwischen Vielen Dank. Umkurvt Tiag Ernst, also der Suzuki erstmal nochmal der Wahnsinn. Man hat ja so ein bisschen das Gefühl, dadurch, dass wir den Live-Ticker schreiben, immer welche Namen so öfter auftauchen und dann den haben wir aber mal richtig kennengelernt gestern. Der war irgendwie überall.

Ja, und der macht dann das Tor. Also am Ende dann doch der eine Fehler zu viel bei Hertha, der bestraft wurde von Linus Gechter und da wähnte sich Freiburg dann schon so im Halbfinale kurzfristig. Das wäre ja auch so ein typischer Verlauf gewesen, irgendwie so der Underdog in Anführungszeichen kommt in die Verlängerung und dann ist es der eine Fehler, der das Spiel entscheidet.

Bei der Szene, habe ich auch nochmal eine Wiederholung, naja, auch erst gesehen, ist es natürlich so, dass Toni Leisner schon fast auf Gächter irgendwie aufläuft und ihm dann so ganz kurz den Ball hinlegt. Und dann muss Gächter auf einmal an der Seitenlinie mit dem Rücken zur Seitenlinie und ein bisschen Spielfeld nur noch vor sich eine Entscheidung treffen und trifft dann eben die Falsche mit diesem kurzen Pass. Genauso Suki, du hast es angesprochen, ich finde, da wurde nochmal deutlich, wie hoch das Tempo in der Bundesliga dann doch sein kann.

Wir sehen natürlich irgendwie Fabi Rehse und Martin Winkler jede Woche als Beispiel jetzt mit die schnellsten Spieler in der zweiten Liga. Sind, was ihre Sprintgeschwindigkeit angeht. Und dann kommt eben da bei Freiburg, einer, der nochmal einen Tick schneller zu sein scheint. Das ist schon beeindruckend zu sehen gewesen. Aber ja, es passt genau zur Geschichte dieses Spiels und es passt auch dazu, wie du es gesagt hast, dass natürlich vorher schon Fehler gemacht wurden, aber dann immer irgendwie doch einer zur Stelle war und die wieder wettgemacht hat, seinen Teamkameraden da unterstützt hat.

Und in dem Fall war es dann eben Fabi Rehse, der geantwortet hat. So, es war in der Phase so ein bisschen als, ich hatte das Gefühl, es steckte schon noch der Schock irgendwie in den Knochen der Leute. Und also Sowohl auf dem Platz als auch auf den Tribünen. Oder still mal zwischendurch. Genau, aber es gibt halt diesen einen Mann, der da relativ wenig drauf gibt.

Fabi Reze aus einer Gegenpressing-Situation heraus. Interessant hat Reze hinterher gesagt, dass sie im Winter schon auch dran gearbeitet haben. An genau diesen Momenten. Seguin fängt da einen Pass ab und leitet ihn schnell auf Reze weiter. Und aus dem Zentrum heraus fasst er sich ein Herz und nagelt das Ding da links oben in den Giebel.

Also was für ein unglaubliches Tor. Das Stadion explodiert, das Dach fliegt weg. Und ja, wir haben auch drüber gesprochen in dem Moment, massive HSV-Vibes. Das hat mich schon sehr an dieses große, große Pokalspiel von vor zwei Jahren erinnert. In der Verlängerung liegt Hertha zurück und Rehse orchestriert dann die Aufholjagd, den Ausgleich.

Das war eine große Pokalgeschichte, ein großes Tor. Das sagt viel über die Mannschaft aus, finde ich, wenn sie in so einer Situation nochmal zurückkommen kann und auch über das Selbstbewusstsein, was Hertha in diesem Spiel allein an den Tag gelegt hat, dass man sich damit nicht zufrieden gegeben hat, irgendwie jetzt hier unglücklich 0 zu 1 nach Verlängerung ausscheiden zu wollen, sondern auch da nochmal das Comeback schaffen zu wollen und das dann auch zu schaffen, also das ist absolut bemerkenswert, muss man an der Stelle sagen.

Und dann gute zweite Hälfte der Verlängerung war dann schon fast zu erwarten, dass da jetzt nicht mehr All-In gegangen wird auf beiden Seiten, sondern dann ist es ja auch ein Teilerfolg für Hertha, wenn dann das Elfmeterschießen geht. Genau, das war relativ zügig dann abzusehen in der zweiten Hälfte und dann ging es ins Elfmeterschießen und auch da hat man gesehen, Freiburg, das ist echt pure Qualität, weil gerade beim ersten Schuss war es schon so von Vincenzo Grifo, Tiag Ernst hatte die Ecke, aber er war einfach wahnsinnig gut geschossen, alter Schwede und auf nichts gibt es nichts zu halten.

Ja, auf beiden Seiten fand ich die ersten Elfmeterschützen sehr sicher. Stefan Leitl hat hinterher auch noch erklärt, das waren quasi die Top-Schützen, die sie im Training auch ausgemacht haben. Hatten, jetzt abgesehen von David Konatzky, der schon ausgewechselt war, aber auch da finde ich kein Qualitätsabfall auf Seiten des Zweitligisten.

Es war Michael Cuisance, der dritte Hertha-Schütze, der verschossen hatte. Hertha hat immer nachgezogen, was auch Teil des Problems ein Stück weit war. Hat Leite, finde ich, sehr intelligent auf den Punkt gebracht hinterher. Sie mussten immer nachziehen, sie mussten in der Verlängerung nachziehen, als sie zurücklagen, sie mussten mit dem Elfmeterschießen nachziehen.

Und er meinte, wenn wir vielleicht mal die Chance hatten vorzulegen, vielleicht hätte sich das Momentum so ein bisschen gedreht. Das erinnert irgendwie an das HSV-Spiel wieder. Damals konnten sie vorliegen im Elfmeterschießen. Gegen Münster in der ersten Runde konnten sie vorliegen im Elfmeterschießen.

Natürlich ist das einfacher psychologisch. Und auch jetzt da war es eben Hertha, die als erstes verschossen haben. Sie haben direkt geantwortet, weil der vierte Freiburger Schütze war ein Sambi. Da hat Tiag Ernst dann gehalten. Aber letztendlich waren sie dann immer in der Drucksituation. Fünfte Schütze, Höhler trifft, Seguin musste treffen, hat souverän getroffen.

Und dann ging es ins Knockout, ins 1 gegen 1. Sechster Schütze, der Suzuki, tritt an. Und auch da war Tiag Ernst, hatte die Ecke. War dran irgendwie, auch wenn der nicht so sonderlich gut geschossen war. Das war einfach eher ein bisschen glücklich. Rutscht durch, ja. Und dann Pascal Clemens, kurz vor Ende der Verlängerung eingewechselt für den von Krämpfen geplanten Jürgen Eidsperger.

Verschießt Clemens, immer noch ein wahnsinnig junger Spieler einfach. Der hat sich schon vor zwei Jahren gegen den HSV in dem Elfmeterschießen auch den Ball genommen, hat getroffen da. Und übernimmt einfach Verantwortung. Das ist schon wahnsinnig stark in dem Alter und auch in dem Stadion, wo er ja ist, nach seiner langen Verletzung.

Aber er hat jetzt drei Spiele gemacht und hat in allen drei Spielen irgendwie eine wahnsinnig entscheidende Rolle. Also gegen Darmstadt, wo er den Elfmeter verschuldet hat, war er letztendlich verantwortlich für den Punktverlust. Woche später in Elversberg schießt er das 1-0 und war verantwortlich für den Sieg. Und jetzt verschießen wir mal Pascal Clemens.

Was für eine Figur irgendwie jetzt dieses Jahr. Der legt gerade echt eine Achterbahnfahrt hin und klar, ich würde dazu stimmen, das sind irgendwie Anführerqualitäten natürlich auch, wenn du in dem jungen Alter dich regelmäßig dann stellst. Sowieso die Schützen, die dann irgendwie nach den fünf festen Schützen zum Punkt gehen, das ist sowieso die undankbarste Rolle, weil du weißt nicht, ob du rankommst, rechnest in der Regel nicht damit zwingend, musst dann aber irgendwie dich stellen, das hat er gemacht.

Deswegen, ja, das muss man einmal anerkennen natürlich. Gleichzeitig, klar, gibt es dann eben immer einen tragischen Helden und es muss einen geben, der das Spiel dann entscheidet vom Punkt. Insofern, ja, glaube ich, wird ihn das nur auf seinem Weg nochmal bestärken, weil er einfach jetzt 21 erst wird, Ende des Monats.

Und schon, wie gesagt, gefühlt eine halbe Profikarriere hingelegt hat, so lange wie der schon dabei ist. Gilt für Gechter ja fast genauso, der den Fehler davor macht in der Verlängerung. Der wird jetzt glaube ich 22. Das sind einfach immer noch wahnsinnig junge Spieler, die da aber schon sehr viel Profi-Erfahrung bei Hertha gesammelt haben.

Und ja, das haben wir dann auch alle hinterher richtig eingeordnet. Das ist halt eine Lotterie beim Elfmeterschießen. Gleichzeitig ist es glaube ich auch so, dass irgendwie 55 Prozent der Elfmeterschießen an die Mannschaft gehen, die eben vorliegen kann im Elfmeterschießen. Ganz Münzwurf ist es eben doch nicht. Diese Statistik hat Paul Grobeck, das ist ja um 2.45 Uhr am Ende seines Laptop-Arches.

Nein, das stimmt. Die habe ich jetzt aus dem Gedächtnis. Ich hoffe, das haut irgendwie hin. Aber das hat es da eben auch nochmal gezeigt, dass, wie du gesagt hast, es ist einfach die größere Drucksituation und das ist in dem Fall nicht aufgegangen. Und es ist natürlich jetzt auch müßig, das nochmal ewig auseinanderzunehmen.

Ich glaube, was jetzt geboten ist, und das wissen sie natürlich auch bei Hertha, ist jetzt irgendwie den Blick schnell nach vorn zu richten, aber trotzdem nicht nur die positiven Aspekte, wie man so oft sagt, aus dem Spiel mitzunehmen, sondern vielleicht wirklich so einen Schub an Selbstbewusstsein und so einen Schub an neuem Mut für die anstehenden Aufgaben in der Liga, weil die genauso entscheidend sind.

Und man kann das wieder überspitzt sagen, das sind eigentlich die nächsten K.O.-Spiele, die da anstehen. Fabian Rehse hat das gut eingeordnet und auch gleich den Blick auf Hannover gerichtet in der Mixzone. Zuvor hat er natürlich auch, er war der Erste, der bei Pascal Clemens war nach dem Fehlschuss, so wie ein Kapitän sich zu verhalten hat. Und da hat man auch nochmal gesehen, es stimmt in der Mannschaft, es war eine tolle Moral.

Alle waren dann da bei Clemens, der auch nicht der einzige Fehlschütze war, das muss man auch dazu sagen. Das vergisst man natürlich, dass Cuisance da auch verschossen hat. Ja, so hat es nicht gereicht. Der Traum ist mal wieder ausgeträumt. Es war ein großer Run. Vielleicht so ein bisschen tröstend, dass das Teilnehmerfeld im Halbfinale bockstark ist jetzt.

Also mit Stuttgart, Leverkusen und heute Abend den Gewinner aus Bayern, Leipzig. Da jetzt nochmal durchzukommen, das ist ohnehin schon eine wahnsinnig schwere Aufgabe. Wer auch immer ist dann Würde im Los. Ja, also das bleibt festzuhalten, es war eine große Pokalsaison wieder mal. Hertha bringt in dem Wettbewerb echt richtig was zustande in den letzten Jahren.

Die auch die Leute so ein bisschen wieder mitgenommen hat. Das war schon begeisternd gestern und jetzt auf der anderen Seite... Kann man auch sagen, voller Fokus auf den Aufstiegskampf, irgendwie da zurückzukommen. Wenn du natürlich dieses Halbfinale jetzt gehabt hättest, dann wäre es immer so da gewesen, großer Fokus drauf.

Jetzt gibt es keine Ablenkung mehr, auch keine Ausreden mehr dadurch natürlich. Jetzt Vollgas in Richtung Aufstieg und ja, du musst es jetzt so annehmen. Sonst kann, ist auch so ein bisschen die Gefahr irgendwie, dass die Saison jetzt relativ früh austrudelt. Wenn du jetzt die nächsten zwei der Spiele nicht da bist in der zweiten Liga, dann kann das auch ganz schief gehen. Ja, auf jeden Fall.

Ich glaube, dieses Pokalspiel war so ein Stück weit, wie du es auch so angerissen hast, gerade so vielleicht auch Initialzündung für die Zuschauer auch nochmal, weil es ja dann doch jetzt nicht so richtig entschädigt hat für all das, was man schon erlebt hat und vielleicht so ein bisschen enttäuschend auch losgegangen ist aus Fansicht. Das war jetzt ein richtiges Highlight-Spiel.

Bringt dich vielleicht auch so ein bisschen auf den Weg, zu wissen, mit dem Olympiastadion im Rücken geht auch richtig was. Das war ja so die Forderung von Peter Görlich im Trainingslager zu Beginn des Jahres, dass er gesagt hätte, wir wollen eine Heimmacht sein. Weil klar ist, du musst einfach zu Hause die Heimspiele ziehen und gewinnen und drei Punkte da holen, um auf lange Sicht erfolgreich zu sein und den Aufstieg auch zu schaffen.

Und ja, ich glaube schon, das Spiel kann dich bestärken. Das ist natürlich jetzt erstmal die Frage Richtung Hannover. Das sind immerhin drei Spiele, du musst nicht reisen. Andererseits, klar hat es jetzt irgendwie sein Tribut gefordert, körperlich, dieses Spiel. Stefan Leiter hat irgendwie auch angedeutet, es gäbe auch noch kranke Spieler.

Das, finde ich, klingt auch schon wieder gar nicht gut. Haben wir auch schon zu oft erlebt diese Saison, dass das ein Kader ganz schön durcheinanderwirbeln kann. So eine Krankheitswelle, also mal gucken, was daraus wird. Aber es ist jetzt genauso. Jetzt kommen, glaube ich, Hannover zu Hause, wie gesagt, dann Paderborn und dann Nürnberg. Also es ist jetzt auch keine Laufkundschaft.

Und das sind schon vorentscheidende Spiele, so wie die letzten Wochen eben auch, weil Hertha nach wie vor Rückstand hat, weil Hertha nach wie vor aufholen muss in der Tabelle. Es bleibt dabei, es ist eine ausgeglichene Liga, auch in der Spitze. Aber dadurch, dass es einfach immer weniger Spiele hinten raus werden, ganz zwangsläufig, sind die Spiele umso wichtiger zu gewinnen.

Und ja, wie gesagt, da gibt es dann wieder das Motto du Urday, wie wir es schon so oft gehört haben diese Saison. So sieht es nämlich aus. Wir werden dabei sein, wie ihr es gewohnt seid. Fühlt euch gedrückt, der Pokalkater wird auch irgendwann vorübergehen. Ich glaube, auch unter euch herrscht ja bestimmt die Gewissheit, dass es ein großer Abend war. Da schüttet in den Kommentaren gerne euer Herz aus. Wie habt ihr den gestrigen Abend erlebt?

Lasst einen Daumen nach oben da auf diesem Video. Und dann hören wir uns am nächsten Montag wieder zur regulären Folge. Immer härter dann nach dem Ligaspiel gegen Hannover 96. Nehmt es nicht zu schwer, das Ausscheiden. Das war ein großer Abend, an dem man doch auch irgendwie vielleicht ein bisschen positiv zurückdenken kann. und wenn Hertha so spielt, würde ich sagen, geht noch eine ganze Menge dieses Jahr.

Also kommt gut durch den Rest der Woche und ja, schönes Wochenende dann, viel Spaß im Stadion und dann hören wir uns spätestens am nächsten Montag wieder bei Immerhertha. Bis dahin, tschüss!

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