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Klinisch Relevant Podcast· Folge 859

Das Schädelhirntrauma bei Kindern - mit PD Dr. med. Nora Bruns und Dr. med. Michaela Bonfert

Dienstag, 29. September 2026 · 36 min

MP3

Shownotes

Ein Blick auf klinische Aspekte und Versorgungsperspektiven
Gehirnerschütterung bei Kindern und Jugendlichen – Was ist wirklich wichtig?

Kopfverletzungen gehören zu den häufigsten Gründen für eine Vorstellung in der Kindernotaufnahme. Doch wann ist eine Gehirnerschütterung harmlos, wann sind weiterführende Untersuchungen notwendig und wie gelingt eine sichere ambulante Versorgung?

In dieser Folge sprechen wir mit Nora Bruns und Michaela Bonfert, Expert:innen aus der Kinder- und Jugendmedizin, über aktuelle Konzepte in der Versorgung von Kindern mit leichtem Schädel-Hirn-Trauma. Im Mittelpunkt stehen moderne Risikostratifizierung, die Vermeidung unnötiger Krankenhausaufnahmen und die Frage, wie Kinder nach einer Gehirnerschütterung sicher in Schule, Sport und Alltag zurückkehren können. Außerdem wird das innovative Versorgungsprojekt „Safe Brain Kids (savebrain.de/ueber-uns)“ vorgestellt, das neue Wege in der Nachsorge und Elternbegleitung erprobt.

Themen dieser Folge

• Leichtes Schädel-Hirn-Trauma im Kindes- und Jugendalter

• Welche Kinder müssen stationär aufgenommen werden?

• Strukturierte Anamnese und Risikobewertung in der Notaufnahme

• Das Versorgungsprojekt „Safe Brain Kids“

• Digitale Nachsorge und Elternbegleitung per App

• Return-to-School und Return-to-Sport nach Gehirnerschütterung

• Warum vollständige Schonung heute nicht mehr empfohlen wird

• Risikofaktoren für langanhaltende Beschwerden

• Versorgungslücken bei Post-Concussion-Symptomen

• Spezialzentren und Anlaufstellen für betroffene Familien

Take-Home Messages

• Die meisten Kinder mit einer Gehirnerschütterung können sicher ambulant versorgt werden.

• Strukturierte klinische Beurteilungen helfen, unnötige Aufnahmen und Bildgebungen zu vermeiden.

• Nach einer kurzen Erholungsphase sollte die Rückkehr in Schule und Alltag schrittweise erfolgen.

• Anhaltende Beschwerden nach einer Gehirnerschütterung sind häufiger als oft angenommen.

• Kinder mit Vorerkrankungen wie Migräne, ADHS oder Angststörungen benötigen besondere Aufmerksamkeit in der Nachsorge.

• Innovative Versorgungskonzepte wie „Safe Brain Kids“ könnten die Betreuung von Kindern mit leichtem Schädel-Hirn-Trauma nachhaltig verbessern.

Hörenswert für

• Kinder- und Jugendärzt:innen

• Hausärzt:innen

• Notfallmediziner:innen

• Neuropädiater:innen

• Pflegefachpersonen in Pädiatrie und Notaufnahme

• Rettungsdienstmitarbeitende

• Therapeut:innen im Bereich Neurorehabilitation

• Alle Healthcare Professionals, die Kinder und Jugendliche nach Kopfverletzungen betreuen

Eine praxisnahe Folge über ein alltägliches, aber häufig unterschätztes Thema. Ideal für alle, die Kinder und Jugendliche nach Kopfverletzungen begleiten und aktuelle Empfehlungen zur Diagnostik, Nachsorge und Wiedereingliederung kennenlernen möchten.

Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

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Heute mit Dr. Michaela Bohnpferd am Privatozenten Dr. Noura Bohn zum Thema Schädelhörntrauma im Kindesalte. Viel Spaß beim Zuhören! Dann sagen wir mal herzlich willkommen zum One Podcast. Heute mit zwei Gästen, einmal Michaela Bonnfahrt aus München und Nora Bruns aus Essen. Schön dass ihr da seid! Wir sprechen heute über ein Thema was absolut klinisch relevant ist.

es geht um die Betrachtung von Dschede hier in Traumata bei Kindern. jeder der Kinder hat weiß das können häufig stürzen Irgendwie auf den Kopf fallen und dann stellt sich heute die Frage, was mache ich jetzt? Wann muss ich zum Arzt, wann ist vielleicht eine schwere Verletzung eingetreten. Wie geht es da weiter?

Das sind unsere Themen für die nächsten zwanzig bis dreizig Minuten. Ich würde euch aber erst mal bitten, dass ihr euch ganz kurz vorstellt wie ihr seid, was ihr macht wo ihr arbeitet und in welchem Kontext ihr eigentlich mit Schill hier ein Traumata bei Kindern zu tun habt. Dann fange ich mal an. Ich bin Nora, Kinderintensivmedizinerin und Neonatologin am Oniklinikum Essen.

Und meine Arbeit mit Schädel-Höhntraumern ist meist nicht das milde Schädellöhntrauma, sondern eher die schwereren Fälle, die auf der Intensivstation landen oder zumindest im Schockraum versorgt werden. Aber genau diese Schnittstelle hat mich letztlich auch zum Thema mildes Schädlöhrentrauma gebracht.

Mein Name ist Michaela Bondwirt. Ich bin Kinderärztin und Oberärzt in der Kinderneurologie am Doktor von Haunaschen Kinderspital des LMU-Klinikums München, im integrierten sozialpediatischen Zentrum der Haunashen Kinderklinik. Ich habe täglich mit Kindern und Jugendlichen zu tun, die einen SAT erlitten haben.

Weil wir in den letzten Jahren die Konkasschen-Klinik für Kinder und Jugendliche bei unserem Klinikum gegründet haben. Und hier versorgen wir eben Kinder mit leichten Schädelhirntraumata aber natürlich auch Kinder nach schwereren Verletzungen von der Akutsituation neuropädiatrisch mit und dann eben über die Nachsorge und Rehabilitationen im ganzen klinischen Verlauf.

Okay super, ihr habt ja gerade schon angerufen. Es gibt so Gratuitungen beim Schädelhirntrauma, mild, schwer... vielleicht treten wir nochmal einen Schritt zurück und besprechen ganz kurz was ist überhaupt ein Schädeltrauma? Ist das jeder Sturz auf dem Kopf immer wenn ich mich irgendwo angeschlagen habe am Regal?

oder wie ist ein Schiedelhirrentrauma definiert? Von einem Schädlerhirntraum sprechen wir immer dann wenn der Kopf und damit das Gehirn mechanischen Kräften ausgesetzt war, wie zum Beispiel beim Anprall nach einem Sturz oder beim Zusammenprall mit einer anderen Person. Und in der Folge dann mindestens ein neurologisches Symptom zumindest kurz bestanden hat.

Und welches Symptome könnte das sein? In den allermeisten Fällen sind es Kopfschmerzen, Schwindel-, Sehstörungen... Es können aber auch Symptome sein, wie plötzlich sehr irritiert sich Verhalten ängstlich seien oder wenn Kinder berichten sie können gerade nicht klar denken. Sie fühlen sich wie ein Watte gepackt oder eben Eltern wiederum bei ihren Kindern bemerken dass sie sich anders verhalten als normalerweise zum Beispiel verlangsamt sind oder verlangsamts sprachlich reagieren.

Okay und so eine Bewusstseinstörung kommt die auf vor? Oder kommen die häufig selten vor? Es hängt eben ganz davon ab, wie stark die Kräfte waren, die auf das Gehirn eingewirkt haben und wie lange diese eingewirkt haben. Und wenn diese entsprechend stark und lange gewirkt sind, dann kann es zu schweren Schädelhirntraumata kommen bei denen dann das Bewusstsein als eindrücklichstes Zeichen eingeschränkt ist.

Okay. Ich habe schon angerissen, jeder der Kinder hat erkennt, dass Kinder toben und stürzen. Dementsprechend ist das zumindest ein häufiges Verletzungsmuster, weil es man überhaupt wie häufig kündliche Schädelhirntrauma in Deutschland auftreten. Das ist irgendwie erfasst. Dazu haben wir in Deutschland leider noch nicht ausreichende gute Daten.

Was gut herausgearbeitet werden konnte aus dem DRG-Datensatz, ist dass ca. pro Jahr neunzig Tausend Kinder mit Schädlhirntraumer stationär behandelt werden. Dazu kommt noch eine relevante Zahl von Kindern, die eben rein ambulant geführt werden können und sicherlich noch eine gewisse Dunkelziffer. Insbesondere bei älteren Kindern oder Jugendlichen, die vielleicht auch gar keinen Kontakt zunächst suchen ins Medizinsystem so dass wir insgesamt wenn wir alle Zahlen zugrunde legen wahrscheinlich davon ausgehen können das ca.

Zweihunderttausend Kinder und Jugendliche pro Jahr von einem Schädelhirntrauma in Deutschland betroffen sind. Und gibt es so typische Auslöser oder Unfallmechanismen? Vielleicht sogar je nach Altersgruppe. Ich kann mir vorstellen, dass kleine Kinder anders verunfallen als jetzt der sechzehnjährige. Das ist ganz richtig!

Der Klassiker bei Säuglingen und Kleinstkindern ist der Sturz von der Couch vom Wickeltisch. Oder wenn sie dann eben selber mobiler werden und die Welt erkunden vom Triptrap. Treppenstürze, kleine Klettergerüste sind die klassischen Gefahrenquellen. Umso älter die Kinder sind, umso höher wird das Risiko eben bei der Teilnahme im Straßenverkehr zu verunfallen oder vor allen Dingen dann im Sportkontext.

Die Gehirnerschütterung oder auch ein höhergradiger Schädelhirntrauma zu erleiden? Okay und ihr hättet ja wie gesagt diese Graduierung von Schädelnhirntraumata auch schon angerissen angesprochen. Wie unterscheidet man das denn nicht? mein In der Erwachsenenmedizin graben auch ganz etablierte Scores für den Glas-Skoma-Scale zurück.

Spielt das bei euch auch eine Rolle in der Kindermedizin? oder wie macht ihr das? Ja, tatsächlich wird das Schädelhörntrauma genauso wie in der Erwachsene Medizin auch in drei Schwere gerade eingeteilt mit Moderat und schwerer. Und wir orientieren uns da auch genauso wie die erwachsenen Mediziner am Initialenglaus-Gau-Koma-Scale Wert, wobei man ehrlicherweise sagen muss wann der erhoben wird ist ja extrem unterschiedlich.

Also der Zeitpunkt entweder direkt nach dem Unfall oder erst bei Präsentation in der Notaufnahme und was noch dazu kommt dass Präverbale Kinder, also Kinder die nicht sprechen können. Da kann man natürlich den klassischen GCS nicht so anwenden sondern da gibt es einen speziellen pädiatrischen Glasgow-Komaskor, den man dann benutzen kann.

was man aber letztlich sagen kann ist jedes Kind das Bewusstseins gestört ist nach einer Kopfverletzung gehört in den Schockraum und muss eben diesen Schockraumfahrt gehen mit Bildgebungen, gegebenenfalls Traumaspirale. Alle Kinder die wach sind können erstmal normal in der Kindernutaufnahme vorgestellt werden dann eingeschätzt werden brauchen vielleicht trotzdem noch eine Bildgebung oder eine Überwachung, aber die müssen nicht in den Schockraumfahrt gehen.

Und da muss man tatsächlich auch gar nicht die Glasgow-Koma-Scale für benutzen, sondern man kann auch nur einfacherer Skala nehmen, nämlich die AVPU-Skala. Da wird einfach geguckt. ist der Patient spontan wach reagiert er auf verbale Ansprache? das wäre das V auf P wie Pain? Oder ist er un... an Conscious, also nicht mehr bei Bewusstsein.

Und alles was nicht A wie awake ist gehört eben dann in den Schockrahmen und ausführlich halt diagnostiziert. Gut jetzt haben wir schon so die drei klassischen Spiele gerade durchgesprochen. ihr hattet mir im Vorgespräch aber auch gesagt dass es auch dem Terminus des Low Risk-Schiedel hier in Traumas noch gibt.

Was verbirgt sich denn dahinter? Das fällt ja vielleicht nochmal in so eine Subgruppe Versorgungsprojekt, über das wir gleich noch sprechen werden. Was könnt ihr vielleicht zu diesem Termin noch berichten? Was sind das für Kinder die Symptome haben oder eben auch nicht und was macht diese Kinder vielleicht besonders?

Also generell ist es so dass von dieser großen Zahl von Kindern und Jugendlichen die Schädelhirntraumata erleiden glücklicherweise eben und davon eben meistens auch noch die allerleichteste Form, die sogenannte Gehirnerschütterung haben. Und diese Kinder sind eben lowest kinder immer dann wenn bestimmte Kriterien nicht auf sie zutreffen.

Und diese Einteilung ist ganz wichtig, weil sie eben in der Notaufnahme unser Prozedere mit beeinflusst. Nämlich kann ich dieses Kind mit gutem Gewissen in die älterliche Obhut nach Hause entlassen – mit entsprechender Aufklärung über Dinge, die in den nächsten Stunden zu beachten wären. oder muss dieses Kind eben wie Nora schon gesagt hat doch eine stationäre Überwachung übernommen werden oder sogar einer Bildgebung zugeführt werden?

Und die wichtigen Punkte, die es dazu beachten gibt sind natürlich einmal wie präsentiert sich das Kind in dem Moment wo ich's. Klar, der GCS darf auf gar keinen Fall unter vierzehn sein. Da sollte eigentlich fünfzehn um ein Low Risk leichtes SAT zu diagnostizieren. Das Kind sollte keine relevanten Vorerkrankungen haben, insbesondere keine Blutungsneigung und man sollte eben das Kind gut beurteilen können.

Es sollte wie Nora gesagt habe wachsein ansprechbar sein und adäquatreaktionsfähig sich präsentieren. Man sollte es entsprechend gut untersuchen können und es sollte in der neurologischen Untersuchung sich keine relevante neurologische Auffälligkeit zeigen, also insbesondere keine vokalen Defizite wie eine schwäche, ein Sensibilitätsdefizit, eine Sprachstörung einer Augenmuskelstörung.

Das wären Punkte die dann doch wieder dafür sprechen könnten dass das Trauma Kräftiger war als zuerst angenommen, dass es doch eine intrakranielle Verletzung gibt die eben eine Bildgebung und vielleicht eine Intervention nach sich ziehen würde. Wichtig ist, dass ein Low Risk Kind kein sogenanntes Kardinalsyntom gehabt haben darf.

Also eben nicht bewusstlos oder deutlich bewusster ins Eingeschränk gewesen sein darf über einen längeren Zeitraum. Das heißt der Klassiker des jungen Kindes, das Säuglings, das ganz kurz nach dem Trauma bewusstlos ist und dann aber wieder erwacht und sich dann weitestgehend schnell auch wieder normal verhält – das kann trotzdem noch als low risk rated werden, aber wenn eben eine länger mehrminütige und darüber hinaus bestehende Störung besteht dann ist es wie Nora gesagt hat der Fall für den Schockraum.

Immer wenn ein Krampfanfall aufgetreten ist dann sollte das auch erst mal als höher Risikokind betrachtet werden. und wir schon angesprochen haben die Eltern berichten dass ein vokales neurologisches Defizit Beobachtet worden sei. Kinder hat nicht gehen können, Kinder dein Arm nicht richtig bewegt, der Mundwinkel hiegen es hat nicht richtig gesprochen.

das sind also Alarmzeichen und ganz wichtig ist dass man sich eben auch den Unfallmechanismus möglichst genau vergegenwärtigt. hier wäre sehr sinnvoll wenn eben Zum Beispiel, wenn das Trauma im Sport oder in der Schule oder im Kindergarten passiert. Die entsprechenden Trainerinnen oder Betreuerinnen ein kurzes Unfallprotokoll mitgeben, dass man sich eben nochmal anschauen kann was genau passiert war.

und da ist es ganz wichtig, dass wir eben weiß als schwerer Unfallmechanismus im Kindes- und Jugendalter und damit automatisch als High Risk Patienten gelten alle die Kinder, die in Verkehrsunfelde verwickelt waren Und vor allen Dingen dann, wenn wir vom sogenannten Hochrasenztrauma sprechen und Hochrasens heißt hier eben das bewegte Fahrzeug ist mindestens vierzig kmh gefahren.

Und ein anderer wichtiger Punkt der oft diskutiert wird es eine Sturzhöhe Wenn Kinder gefallen sind wo wir eben sagen Kinder unter zwei Jahren da gilt eine Sturtzhöhen Kind steht auf ein Meter oder höher als Risiko und bei älteren Kindern dann ab eineinhalb Meter, dass man diese Kinder eben automatisch eher in die Überwachungseite mitnimmt.

Also klinische Entschadungshefen? Wie werden sie denn jetzt in Deutschland gelebt? oder wird in anderen Ländern mehr angewandt als hier? wie so eurer Erfahrung dazu? Es gibt im internationalen Kontext tatsächlich mehrere immer wieder validierte und erfolgreich, vor allem erfolgreich validierte Regeln.

Drei sind ganz besonders bekannt. Einmal die Pekarenregel, dann Catch- und Chalice. Das sind so die drei bekanntesten und die Pekaanregel ist die, die am besten performt. Die werden in Deutschland nicht so systematisch angewandt wie zum Beispiel im angloamerikanischen Sprachraum, wo sie einfach zum Screening und zur Risikostratifizierung in der Notaufnahme benutzt werden.

Und die Patienten dann auch diesem entsprechenden Versorgungsfahrt zugeführt werden. Das hat den Hintergrund dass die Amerikaner möglichst wenig Kinder aufnehmen wollen und eben relativ großzügig Kopf-CTs gemacht haben in der Vergangenheit. nicht gut ist für Kinder, weil ich glaube es in zehntausend zerebrile Bildgebungen die dann einen Leukämie-Fall und eine Höentung produzieren auf die Bevölkerung gerechnet.

Und deshalb ging's eben darum mit CTs einzuspannen. Deshalb haben sie dann sehr rigoros an zigtausenden Fällen diese Regeln identifiziert um Kopf-CT ist einzuspielen und die Kinder hat man trotzdem nach Hause schicken zu können. Aber beinhalten jetzt diese Regeln, diese klinischen Features? Die du jetzt gerade Michaela... Die sind da drin.

Es spielt das Alterspäden-Rolle, die Dauer der Bewusstlosigkeit und je nach Alter. Kinder unter zwei Jahren dürfen für ein paar Sekunden bewusstlos gewesen sein um noch als Low Risk durchzugehen. Kinder darüber dürfen keine Gewusstlosigkeiten gehabt haben. Es spät eine Rolle wo die Kopfverletzungen sitzt also Frontale, Schädeln und Traumata sind zum Beispiel praktisch immer low risk hingegen Pareatale und Oxypitale Traumanteil mit einem höheren Risiko verbunden sind.

Und so arbeitet man sich dann eben durch wenige Fragen, das geht ganz schnell und weiß dann ob man ein Bild vom Kopf machen muss. Und letztlich wenn man nach dieser Logik kein Bild vom Kopf machen muss bedeutet es automatisch auch dass das Kind nach Hause darf. Werden denn diese Features unterschiedlich gewichtet oder haben wir alle die gleiche Wichtung?

Also worauf ich hinausfühle ist jetzt sagt ihr das geht so bisschen darum Wann Eltern einschätzen, wenn das Kind wie ein Normal ist. Wenn ich mir so vorstelle... Junge Eltern, Kinder sind vier bis fünf Monate, die wissen vielleicht noch gleich auch was es jetzt... Wie ist normal? Man kennt normal und also wie kommt man dann wieder so back to the mean und sagt jetzt ist wieder alles wie vorher.

Also bleiben wir jetzt einfach mal bei der Pekanregel weil das auch die Verbreitete ist. Das sind halt harte Fakten Wobei man dazusagen muss. Kergiverkonzern, wie es so schön heißt. Also älterliche Sorge oder von der versorgenden Person ist in der Pediatrie allgemein als Risikofaktor anerkannt. Das ist in vielen Studien validiert, dass wenn die Eltern sagen mein Kind ist nicht in Ordnung, das stimmt was nicht mit meinem Kind?

Dass man das ernst nehmen muss und dass man dann nochmal extra gut gucken muss auch wenn die formalen Fakten dagegen sprechen. für alle Situationen in der Medizin. Ich hatte jetzt so verstanden, dass ein Frontalerkopfanprall eher ungefährlich ist und paratale Traumamechanismen häufiger gefährlich sind.

Ihr wollt noch auf eine distincte Erkrankung hinweisen... die vielleicht manchmal so übersehen wird, weil sie auch so ein etwas atypischen Verlauf hat. Welch ist das? Ja genau da geht es um das Epiduralhematom. Das ist eine arterielle Blutung zwischen dem Knochen und der Duramat, also der harten Hähnhaut, wo die Hähnhaut relativ lange die Schwellung zurückhält.

Es ist dann eben erst langsam im Verlauf zu einer zunehmenden Symptomatik kommt. Man nennt es das sogenannte freie Intervall und das ist bis zu sechs Stunden, und ich glaube jeder Kinderarzt oder vielleicht auch jeder Neurologe hat irgendeinen Patienten im Kopf der Initialen an der Kopfverletzung ganz neurologisch unauffällig war und dann Sekunde eingetruppt ist und mit einer katastrophalen raumfordernden Blutung eingeliefert wurde die sich als Epiduralhematom entpuppt hat.

Und das ist sicherlich eine der gefürchteten Komplikationen des Schädelhintrommers, weil sie eben so schwer und erst verzögert erkennbar ist. Und trotzdem lebensbedrohlich sein kann. Das ist dann auch ein Notfall, der zwingend nachchokisch versorgt werden muss? Genau, das ist einer der neurochirurgischen Notfälle die sofort versorgt werden müssen.

Nicht mit aufgeschrittenen Indikationen sondern unmittelbar. und was man dann jetzt aber nochmal wo wir einen Angst gemacht haben noch einmal dazu sagen muss. diese Regeln dienen eben dazu genau diese Patienten rauszufischen und die dies mit Okay, und wir haben jetzt schon so angeklingen lassen dass zumindest in Deutschland sehr viele Kinder vielleicht auch zu viele Kinder mit einem leichten oder los schädeligen Traume stationär aufgenommen werden.

Dass das vielleicht gar nicht so sein muss und ihr habt einen Versorgungsprojekt konzipiert und ins Leben gerufen und das versucht ein bisschen andere Versorgungspfade zu beschreiten. Vielleicht könnt ihr uns dieses Projekt nochmal kurz vorstellen. Was ist das Ziel dahinter? Wie geht ihr davor? Genau, vielleicht muss man noch einmal ganz kurz die Ausgangslange in Deutschland beschreiben.

Wir haben wie gesagt Michael hat es ja schon erwähnt um die zweihundertausend Kinder pro Jahr mit mindestens zweihunderttausend Kindern im Jahr mit einer Kopfverletzung von denen sich auch relativ viele in irgendeiner von den Gesundheitswesen präsentieren und diese neunzigtausend Kinder pro Jahr, die stationär überwacht werden.

Und das hat zweierlei Bedeutung. einerseits wenn wir ein Kind hospitalisieren dass nicht unbedingt aufgenommen werden muss dann nehmen wir den Platz einem kind weg was vielleicht wirklich dringend aufgenommen wird muss was dann weiter weg verlegt werden muss. außerdem belasten natürlich die Familie hier und auch das Gesundheitssystem in Form von Belastungen für das Personal aber auch in Formen von Kosten.

Gleichzeitig haben wir einen ambulanten Sektor, der sehr darauf ausgerichtet ist, dass man die Patienten schnell durchschleusen muss. Die Pauschale in der Notaufnahme für Kinder beträgt in der Regel nur ca. € und für € kann man nicht viel leisten in einer Kindernot-Aufnahme wo sich rund hat oder teilweise vielleicht sogar zweihundert Patienten.

pro Tag vorstellen, die dann durchgeschleust werden müssen. Das heißt, die Entscheidung muss mit schnell fallen und grad. bei kleinen Kindern ist es so dass sie ja fluktuierende Zustände haben, die auch normal sind im Tagesverlauf. und ein Kind das quengelig ist. Das kann quengelijk sein weil er seinen Mittag schlafen machen muss.

Es kann aber auch quengeling sein, weil was nicht stimmt. Das führt dann dazu, dass man in dieser unsicheren Situation dazu merkt das Kind aufzunehmen und es zu überwachen und auf der sicheren Seite zu sein. Und dann schlägt aber unser Diage-System zu, dass einem nämlich Abschläge verpasst. Wenn man das Kind nach kurzer Zeit wieder entlässt weil man festgestellt hat so schlimm ist es doch nicht Dann sind viele Kinder für zwei Tage im Krankenhaus.

Also, man vielleicht sich direkt nach der Aufnahme schon ärgert. Dass man dieses Kind jetzt aufgenommen hat weil es mittlerweile in die Kerche gemacht hat und jetzt über den Früher flitzt. Okay also es gibt irgendwie eine überbrutale große Gruppe von Kindern, die eigentlich keine Aufnahmenikation hätten.

Es gibt eine Unsicherheit in der Notfallversorgung Und hinten raus gibt's einen Abschlag vom Kostenträger So dass das für alle ein unbefriegendes Geschäft ist. Und jetzt, wie gesagt kommt euer Projekt. Wie ist das nochmal? Das heißt Safe Brain Kids und das Safe steht für sichere ambulante Versorgung.

der Rest ist dann so ein bisschen dazu gedichtet damit es gut klingt. Und da geht es eben genau darum, alle Defizite die wir gerade besprochen haben zu adressieren. Also einmal konsequente Anwendung dieser bekannten internationalen Regeln, konsequent strukturierte Anamese und Befunderhebeln dass man erstmal klinische Sicherheit hat.

dann den Ärzten und dem Pflegepersonal einen gewissen Zeitraum einräumen, in dem sie das Kind beobachten können ohne schon die finale Entscheidung zu treffen. Und dann nach hinten raus wenn das Kind nicht aufgenommen wurde weil es sich eben in diesem Beobachtungszeitraum verbessert hat. Noch zusätzliche Sicherheit für die Eltern im ambulanten Sektor, in dem es eine App gibt, die zu regelmäßigen Zeitpunkten eine Push-Nerricht sendet.

Wo dann sechs ganz einfache Fragen bestellt werden, die den Ärztlichen helfen das Kind einzuschätzen und zu erkennen ob ein bestimmtes Risikosymptom vorliegt. Und das heißt dann wird wieder ein Score gebildet oder irgendwie ein Eigenrhythmus aktiviert dass Eltern Dazu veranlasst dann doch wieder Notaufnahme aufzusuchen.

oder wie geht es denn weiter? Ja, wir mussten ein bisschen aufpassen dass die App kein Medizinprodukt wird und deshalb funktioniert die App so. Wie eigentlich auch bisher die Zettel funktionieren, die wir den Eltern in der Notaufnahmen mitgeben. da sind eben erst mal abstrakt die ganzen Risikofaktoren aufgelistet.

Wir haben's schonmal so umformuliert im Jahr Nein fragen Und dann ist grün und rot hinterlegt welche Antwort sozusagen um und welche Antwort ein Warnsymptom ist. Wenn man eben eine rote Antwort gibt, das je nach Frage kann es ja oder nein sein, dann ist mein Gehalten mit dem Gesundheitssystem Kontakt aufzunehmen, also im Rahmen unserer Studie erst mal die Klinik anzurufen.

Und bei bestimmten Warnsymptomen werden die Atem aufgeklärt so wie sie aber auch ohne die Studie aufgeklärt werden müssen Sie direkt die eins, eins, zwei wählen. So dass überwohntes Ziel dieses Projektes Anzahl der Aufnahmen von Kindern mit einem Leitenschied in den Traumat zu reduzieren. Genau und das ist im Moment schon etabliert oder es noch in einer Studienphase, wo steht ihr da?

Also das ist eine multizentrische Studie mit elf Kliniken und wir sind jetzt gerade im neunten Studienmonat. Und es ist ein Stage Design, wo jeden Monat eine Klinik ins neue Design wechselt. Wir sind alle in unserer Standardversorgung gestartet und haben erst mal nur Patienten rekrutiert zur Beobachtung.

Dann ist eben jeden Monateinzentrum rüber gewechselt. Jetzt sind mittlerweile die meisten Klinien in der Interventionsphase und erproben diese neue Versorgungsformen Und wann rechnet ihr mit einigermaßen belastbaren Ergebnissen? Wir müssen tatsächlich uns noch ein bisschen gedulden, weil auch noch die Gesundheitsökonomien ihren Teil dazu beitragen und diese ambulanten Daten erst immer mit neunmonatiger Verzögerung zur Verfügung stehen.

Erste klinische Daten hoffen wir aber dass wir sie vielleicht so im Dreivierteljahr... schon mal sehen. Aber die finale Auswertung wird es eben erst geben, wenn auch die gesundheitsökonomischen Daten vorliegen? Also im Dreivierteljahr haben wir von heute aus Anfang und alles weitere entsprechend später.

Genau, wir haben natürlich schon so ein bisschen informelles Feedback mal was uns die Kliniken rückmelden, was ihre gefühlte Wahrheit ist. Die ist auch ein bisschen unterschiedlich je nachdem ob es eine pädiatrische oder eine kinderchirurgische Abteilung ist und wie die jeweiligen Abteilungen von Infektwellen gebeutelt werden oder nicht.

aber da können wir das jetzt noch viel zu früh irgendeine Aussage zu treffen, aber es wird auch noch so eine qualitative Auswertung geben wie die Teilnenden an dieser Versorgungsform. Also Eltern Kinder und Gesundheitspersonal diese Versorgung von Bewerten. Okay, unabhängig von diesem sehr spannenden Versorgingsprojekt würde mich nochmal interessieren ich würde etwas klinisch relevantes interessieren und zwar wenn das ein Kind irgendwie vielleicht eine Verletzung hatte oder eine Kopfverletzung hat er dann wird zu meiner Wahrnehmung nach sehr unterschiedlich damit umgegangen, wann ein Kind wieder in den Schuhnsport einsteigen soll.

Sich wieder normal belasten soll. Vielleicht auch zurück in die Schule darf. Gibt es da einheitliche Regeln oder wie geht ihr damit um? Leider haben wir in Deutschland bisher keine flächendeckend einheitlichen Regelungen getroffen oder gefunden. Es gibt aber sehr gute evidenzbasierte Vorgaben aus dem angloamerikanischen Raum vor allem Und daran richten wir uns und das ist das, was wir auch generell empfehlen.

Das heißt die ersten ein zwei Tage sollte man eher zu Hause bleiben, sollte einen ruhigen Tag machen aber auch nicht wie früher jetzt sich ganz ins dunkle Zimmer liegen zurückziehen sondern schon aktiv sein im Haushalt. Man darf auch mal etwas lesen, man darf auch einmal was anhören. Wichtig ist eben dass seine eigene Belastungsgrenze toleriert und akzeptiert.

Das heißt, wenn ich merke jetzt habe eine Viertelstunde gelesen, da sind meine Kopfschmerzen extrem stark geworden dabei dann weiß ich die Viertelf Stunde war für mein Gehirn dass sich gerade erholen muss von der Verletzung. einfach zu viel und beim nächsten Mal lese ich vielleicht nur sieben Minuten oder zehn Minuten und mache wieder eine gute Pause.

Und dieses Beispiel dient als Beispiel für alle anderen Aktivitäten die ich eben in dieser Zeit auch durchführe. Und wenn ich mich so ein, zwei Tage lang zu Hause erholt habe dann kann ich auch zurück in die Schule gehen. Allerdings sollte ich nicht in einen Hundertprozenten-Schultag inklusive Proben-, Hausaufgabe-, Nachmittagssportvereine und abends noch Orchester gehen sondern ich sollte eben auch hier schrittweise zurückgehen um dem Gehirn die Möglichkeit zu geben sich nach der Verletzung wieder schrittweise an den Alltag zu gewöhnen.

Wir empfehlen eine schulische Wiedereingliederung über fünf bis zehn Tage, je nachdem wie ausgeprägt die Symptomlast am Anfang war und wie sie sich im Verlauf weiter unter der zunehmenden Belastung dann entwickelt. Praktisch kann man das so machen dass man sagt die ersten zwei Tage geht es Kind zwei bis drei Unterrichtseinheiten.

wenn es gut ging ohne dass das Kind danach total erschöpft ist, ohne dass es extrem starke zusätzliche Symptome hat oder das vorherrschende Symptomextrem verstärkt war, dann kann ich an den nächsten zwei Tagen ungefähr verdoppeln. Dann vier bis sechs Stunden bleiben und so steigere ich mich schrittweise wieder hoch.

Das ist logisch aber stelle ich mir eine Umsetzung relativ kompliziert vor auch die Lehrer dafür zu motivieren oder den Schulträger durchgehen zu lassen weil meistens du bist krank oder gesund Du kommst aus München? Hast du einen Überblick, ob das da funktioniert oder...? Als wir angefangen haben mit der Arbeit in der Konkasschenklinik gab es dazu überhaupt... Kaum wissen an den Schulen und wir haben wirklich für jedes einzelne Kind das Attest sehr ausführlich auch mit den einzelnen Lehrern und Direktoraten besprochen.

Mittlerweile aber dadurch, dass es jetzt ein gängiges Thema geworden ist und wer ja auch neben dem Versorgungsprojekt auch ein großes Präventionsprojekt an Schulen durchführen wo wir genau dieses Wissen in die Lehrerschaft tragen wollen, ist das Verständnis deutlich besser? Und es wird jetzt sogar schon an manchen Schulen von vornherein so gehandhabt wenn Lehrkräfte wissen.

Der Schüler hatte eine Gehirnerschütterung, dass gar nicht mehr großartige Atteste oder ähnliches notwendig sind, sondern es einen sogenannten Concussion Management Plan sowie im Sport auch für die Schule gibt und dann automatisch dieses Prozedere greift. Und das ist natürlich das wo wir hinkommen müssen, dass wir eben nicht dann die Familienbelasten mit zusätzliche Atteste bringen, die Kinderarztpraxen zusätzlich belasten mit Patienten, die dann ständig Atteste neu brauchen, sondern das einfach klar Standardplan und der wird durchgeführt.

Und wenn eben die Schulen sehen, der Schüler, die Schülerin erholt sich nicht in dem Maße wie das eigentlich der Standardplan vorsieht dann eben zusätzliche medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen respektive auch einen gewissen Handlungsspielraum zu haben Dann die Wiedereingliederung etwas zu verlängern Respektive ist es nicht nur die Wiener Eingliderung per se sondern Es gibt auch ganz einfache Maßnahmen Wie Schülerinnen und Schüler darf zwischen Durch eine Pause machen Darf was trinken da vielleicht Geräusche, sie stören nach der Gehirnerschütterung den Kopfhörer tragen.

Darf einen zweiten Büchersatz in der Schule haben um nicht auch noch den schweren Rucksack tragen zu müssen. das sind alles Kleinigkeiten die aber am Ende für den Erholungs erfolgende große Rolle spielen können im Einzelfall und wo die Schulen wirklich selbst aktiv werden können und wo Sie wenn Sie wissen um was es geht und Sie den Hintergrund verstanden haben aus meiner Erfahrung heraus auch sehr dankbar und sehr proaktiv für die Schülerinnen und Schüler handeln.

Aber es gibt ja durchs auch Patienten, in dem Fall auch Kinder wo vielleicht auch nach einer Gehirnerschütterung so manche Symptome einfach persistieren und auch über Monate oder vielleicht sogar Jahre hinweg. Gibt's für solche Kinder denn auch entsprechende Versorgungsangebote? Und wenn ja, wo sind die?

was machen sie mit den Kindern? Es gibt viel zu wenig Versorgungsangebote bisher. Wir brauchen dringend in jedem Bundesland Zentren, die sich für diese Kinder in der Versorgung einsetzen. Die Zahl ist enorm hoch. wenn wir von den vorher genannten zweihunderttausend Kindern und Jugendlichen pro Jahr ausgehen, dann wissen wir, dass dreißig Prozent von all diesen Kindern vier Wochen und länger mindestens ein Symptom haben das noch mit der Verletzung in Zusammenhang steht.

Und zehn Prozent drei Monate und länger und fünf Prozent immer noch einen Jahr. Das heißt es ist eine immense Zahl von Kindern und Jugendlichen die längerfristig krank sind deren Schuhe aber auch Freizeit- und Sportteil habe immens leidet und letztlich auch die Lebensqualität der ganzen Familie. Wichtig ist vor allen Dingen Risikofaktoren zu kennen die einen Patienten vulnerabler machen für eine solche Situation, damit man eben am Anfang dann schon dieses Return Two zurück zur Schule zu Freizeitaktivität und zum Sport direkt etwas länger strecken kann.

Und die Kinder in den Kinderarztpraxen oder in Spezialambulanzen entsprechend engmaschiger Monitoren und Nachsorgen können. Diese Risikofaktoren sind z.B. alter Wir wissen, dass die Pubertät ein Alter ist, wo ich eher einen Risiko habe längerfristig gesundheitliche Einschränkungen zu haben. Wenn ich Leistungssport betreibe?

Wenn ich schon frühere Schädelhirntraumata hatte oder wenn ich generell schon zu Symptome neige, die auch nach der Gehirnerschütterung verstärkt sein können also Kinder und Jugendliche mit Migränekopfschmerzen zum Beispiel oder mit schon vorbestehenden Schlafstörungen Und ganz besonders Patientinnen, die neuropsychiatrische Erkrankungen haben als Jugendliche MADHS, Jugendliche mit depressiven Erkrankungen, Angststörungen.

Das sind sehr vulnerable Patienten die sollte ich nach einem Kopftrauma sei es vermeintlich auch noch so banal gewesen besonders engmaschig nachsorgen dass sie sich wirklich gut erholen können. Wo könnte ich denn als niedergelassener Kinderarzt oder Hausarzt der Kinderdugendliche mit betreut? Oder Durchgangsarzt, der damit konfrontiert ist.

Wo kann ich die Informationen finden wo ein Zentrum an solche Spezialismenten in meiner Nähe ist? gibt es irgendeine Internetadresse oder ist das irgendwie gebündelt? Hier kann man sehr gut verweisen auf den Internetauftritt der ZNS-Stiftung in Bonn, die sich eben für die Belange von Schädelhirn verletzten Menschen einsetzt.

Dort gibt es eine Seite wo man Zentren findet, die spezialisiert sind auf die Betreuung vom Patientinnen mit Schädlhirntraumatialerschwere. gerade Eine andere Quelle wären die sogenannten Concussion Center Die maßgeblich Neuropsychologinnen und von Sportneueropsychologinen und eben in dem Feld arbeitenden Neurologen- und Sportmedizinern aufgesetzt werden, da kann man auch Kontakte finden.

Und ansonsten generell haben wir wie gesagt zu wenig Versorgungsstrukturen. Es gibt eben uns als einzigste Concussion Clinic in dieser Art bisher, aber es lohnt sich immer natürlich, sich an das lokale sozial-pediatische Zentrum oder die lokalen Neuropediaterinnen zu wenden weil viele ja auch auf Kopfschmerzen zum Beispiel spezialisiert sind und da in der Betreuung doch gewisse Parallelen liegen.

Vielen Dank, dass ihr vorbeigeschaut habt. Das war ein super spannender Einblick in dieses absolut klinisch relevantes Thema. Ich würde mich freuen wenn ihr zugeben jetzt mal vorbei schaut und dann berichtet wie euer Versorgungsprojekt ausgegangen ist Ob sich tatsächlich was in der Versorgung geändert hat.

Vielen Dank fürs Kommen Und allen da draußen sage ich vielen Dank fürs Zuhören bis bald! Wir hoffen sehr, dass dir dieser Beitrag gefallen hat und du etwas für deinen klinischen Alltag mit ihm konntest. Wenn dem so sein sollte dann freuen wir uns sehr über eine positive Bewertung bei Apple Podcasts! Falls du Lust hast mitzumachen und es einen Themenbereich gibt in dem du dich besonders gut auskennst, dann melde dich doch gerne unter Kontakt at klinisch-relevant.de.

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Wir wünschen Dir jetzt bis zum nächsten Mal eine gute Zeit Und freuen uns wenn Du bald wieder einschaltest. Pass auf Dich auf. Bleib gesund Bis zum nächsten mal Ciao.

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