Leben zwischen Arbeit und Rente· Folge 110
Wissen alleine hilft nicht...- mit Dr. Regina v. Einsiedel
Donnerstag, 2. Juli 2026 · 30 min
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Shownotes
Staffel Identität, Teil 4: »Ich predigte Wasser – und trank Wein«
Sie kennt jedes Muster des Übergangs – aus der eigenen Praxis, aus hunderten Coachings. Und dann kommt ihr eigener Ruhestand näher, und Regina von Einsiedel tut, wovor sie andere immer gewarnt hat: Renten-Übergangs-Aktionismus: Sie übernimmt noch einmal eine Klinikleitung. Sie erstellt Gutachten. Sie fertigt Schmuck. Sie beginnt mit Golf. Bis ihre Enkelin ihr eine Karte schreibt: „Oma, was willst du eigentlich noch werden?"
In dieser Episode erzählt Regina, warum sie selbst in die Falle tappte, vor der sie andere gewarnt hat – und wie sie erkannte, dass sie Arbeit all die Jahre wie Psychotherapie für sich selbst genutzt hatte. Ihr eigener Satz dazu: „Ich habe Wasser gepredigt und selber Wein getrunken."
Es geht um die Frage, warum man Hyperaktivität manchmal erst von außen erkennt, um den Unterschied zwischen „zu viel von zu viel" und „zu wenig von zu wenig", um den Honeymoon-Effekt nach dem Ausstieg – und um ihre Beobachtung, dass man sich für die Rente ähnlich viel Zeit einräumen muss wie für den Aufbau einer Klinik: zwei Jahre, um anzukommen, zwei weitere, um sich zu konsolidieren.
Sehr persönlich, sehr ehrlich – eine Episode, die zeigt, dass Wissen über Übergänge nützt, aber nicht vor Fehlern schützt.
In dieser Episode geht es u.a. um:
• "Renten-Übergangs-Aktionismus"
• Die Enkelin-Anekdote: „Oma, was willst du eigentlich noch werden?"
• Arbeit als Selbsttherapie – und wann sie zur Flucht wird
• „Zu viel von zu viel" vs. „zu wenig von zu wenig": zwei Bewältigungsmuster im Ruhestand
• Der „Uterus der Klinik": warum ein sicheres System schwer loszulassen ist
• Die Zwei-Vier-Jahre-Regel: wie lange ein Übergang wirklich braucht
Mehr über Regina von Einsiedel hier:
• Regina v. Einsiedel Vita (gve-coachingplus.com/vita)
• Die dritte Lebenshälfte (shop.verlagsgruppe-patmos.de/die-dritte-lebens…)
• Regina v. Einsiedel auf LinkedIn (linkedin.com/in/dr-med-regina-gr%C3%A4fin-von-…)
Mehr über Stefan & Constanze hier:
• Senior Expertise (senior-expertise.com)
• Constanze LinkedIn (linkedin.com/in/constanze-abratzky-57463531)
• Stefan LinkedIn (linkedin.com/in/stefan-robin%C3%A9-a0b287a6)
• Email: info@senior-expertise.com
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Und für mich war Arbeit so wichtig, weil ich dadurch mich innerlich so gut reparieren konnte. Also ich habe Arbeiter als Psychotherapie für mich benutzt. Das kann doch nicht sein wenn ich das Gefühl habe Ich bin so im Zenit meiner Arbeitskraft von einem Tag zum anderen vom Staat vorgesagt zu bekommen Ich höre auf und ich wusste dass mir das überhaupt nicht gefallen würde dass dieses kleinteilige Vieles auf einmal, dieses Rastlose das so eine Flucht ist.
Eine Flucht mich dem zu stellen was brauche ich denn wirklich? Also das war sich predige Wasser und selber habe ich Wein getrunken sozusagen. also ich hatte kein gutes Handwerkszeug mich selber da gut zu positionieren. Da hat sich jemand gerade ganz schön ehrlich gemacht und das ist ja erst der Anfang!
Damit hallo und willkommen. Ich bin Stefan, mein Gast in dieser Episode ist weiterhin die Psychotherapeutin, Psychiaterin, Coaching- und Buchautorin Regina von Einsiedel. In den ersten drei Episoden habt ihr sie kennengelernt was sie alles drauf hat wie professionell Sie mit ihren Coachies arbeitet. Heute geht es um sie selbst.
ich habe Ihr Buch Die Dritte Lebenshälfte genau gelesen. Das kann ich übrigens euch auch sehr empfehlen und ich habe darüber hinaus aber die Möglichkeit ihr einige Fragen zu stellen, die sich aus der Lektüre ergeben haben. herausgekommen ist das ehrlichste Gespräch dass ich je auf einem Podcast gehört habe.
keine Übertreibung finde ich wirklich. Zum Beispiel, wie hat sie ihren eigenen Übergang von Arbeit in Rente gestaltet? Ich wusste schon. Sie hat nochmal eine neue Chefarzt-Position im Ausland angetreten mit Golf und Gutachten begonnen und zum ersten Mal auch eigenen Schmuck hergestellt. Aber das ist noch nicht alles!
Hört mal... Also dieser Hyperaktionismus er ist übrigens nicht vollständig, ich hab weitergecoached was ich ja schon seit Jahrzehntszehn mache Und ich habe auch noch meine Enkel versorgt. Es war ein blinder Aktionismus, weil ich vor Augen hatte wie tief Menschen abstürzen können wenn sie von einem Tag zum anderen nicht mehr arbeiten und Ich wusste dass man das auftreten kann.
und ich bin ja durch meine Biografie so arbeitsorientiert Und für mich war Arbeit so wichtig, weil ich dadurch mich innerlich so gut reparieren konnte. Also ich habe Arbeit als Psychotherapie für mich benutzt und dann hab' ich mir vorgestellt jetzt habe ich es so geackert und bin durch solche Täler gegangen und hat mich so durchgeboxt und so viel... Es hat mir nicht so viel emotional an und auch sozial an Kraft gekostet.
Und meine Tochter natürlich auch. Das kann doch nicht sein, wenn ich das Gefühl habe, ich bin so im Zenit meiner Arbeitskraft von einem Tag zum anderen vom Staat vorgesagt zu bekommen Ich höre auf! Und ich wusste dass mir das überhaupt nicht gefallen würde. Ich wusste, dass Coaching geht weiter. Ich hätte ja damit auch aufhören können.
Das wäre auch klug gewesen aber ich konnte nicht. Und ich habe natürlich gedacht, der Mensch braucht ein Hobby. Ich hab schon viele Jahre professionell Schmuck gemacht und hab dann Schmuckeladen aufgemacht. Fand es auch wunderbar! Dann kam Corona und man durfte in die Läden nicht rein und dann musste sich den Laden schließen.
Es hat mir sehr zugesetzt. Ich habe unter mich gerne diesen Schmück gemacht. Ich habe dann gemerkt, dass dieses kleinteilige Vieles auf einmal, dieses Rastlose das so eine Flucht ist. Eine Flucht mich dem zu stellen was brauche ich denn wirklich? Also das war sich predige Wasser und selber hab' ich Wein getrunken sozusagen.
also ich hatte kein gutes Handwerkzeug mich selber da gut zu positionieren. Ich konnte mich nicht an den Haaren selbst aus dem Sumpf ziehen und ich war auch kein Perpete um Mobilität, von dem ich gedacht habe durch mein Wissen könnte ich das alles bieten. Niemand hat sich so richtig getraut, mir zu sagen, das ist aber ein bisschen viel.
Willst du nicht mehr regulieren? Alle haben das respektiert, weil ich schon immer so viel gearbeitet habe und alle wussten, dass ich so viel tue. Es war eine Flucht. Irgendwann habe ich gedacht, wenn ich so weitermache, mache die Grätsche. Dann habe ich angefangen nachzudenken. Kann es dir sein, dass dein Umfeld nichts gesagt hat?
Weil von dir den Eindruck haben wird schon wissen was sie macht. Sie hat es ja immer gewusst, sie hat es auch anderen gesagt. Das kriegt mein Umfeld ja nicht mit was ich anderen sage also wie ich arbeite das weiß ja niemand draußen. wir arbeiten jetzt nach diesem Podcast schon Ja, aber man erzählt ja nicht zu Hause.
Ich habe ein Schultergraube von einer Pickel gesehen und er musste dies und das machen. Und was mein Einzelern Technik macht, das erzählt man ja nicht mehr. Man ist sehr froh wenn man nachhause kommt und dann auch Feierabend hat und ich noch über seinen Beruf redet. Außer man hat einen Problem. Ich glaube keiner ist auf die Idee gekommen dass ich weniger machen wollen würde.
Was mich selber so überrascht habe, ich hab Geburtstag gefeiert und dann haben die Leute mir so Karten geschrieben und Rede gehalten und da fast alle und die haben sich nicht miteinander abgesprochen, haben geschrieben So viel Energie das ist unfassbar. Und ich glaube dass haben die leute so von außen gesehen und Ich weiß ja nicht im vergleich zu anderen wieviel energie.
aber das scheint so zu sein dass ich sehr viel energie habe. Da hat keiner gedacht, dass das irgendwie ein Stolperstein für mich sein könnte. Das könnt ihr jetzt fast wieder zum neuen Episode einnahmen. Welches Energielevel ist angemessen? Aber... Das ist ja was Intraindividuelles! Genau Genau, da gibt es keinen objektiven Maßstab zu sagen.
Wir messen jetzt mal das Durchschnittsmass und wenn du davon abweichst... Also ich muss den Arzt besuchen! Ich bin so langsam ein lame Duck also ich bin total langsamer. Ich brauche extrem viel Zeit. Ich muss mich immer mehr ausruhen als ich möchte aber alle anderen signalisieren mir das nicht. Aber ich selber empfinde das so.
Das hat etwas mit einem selbst zu tun. Man kann es vergleichen im Außen, aber wer vergleicht sich schon so mit Energie mit außen? Absolut richtig. Mein Eindruck ist übrigens auch dass du überdurchschnittlich viel Energie hast und das was Gutes ist meine Wahrnehmung. Aber das ist an der Stelle mal ein Punkt zu machen weil ich will noch auf etwas anderes.
Du hast die Formulierung gebraucht als du über deinen Abschied aus dem Chefärztin in Leben beschrieben hast. Ich bin aus dem Uterus der Klinik ausgeschieden. Hätte ich das mal nicht gesagt? Ja, ich weiß es nicht! Also ich habe überlegt war das ein von dir spontan gewählter Begriff oder eine Botschaft?
Eine tiefen psychologisch lange... Überlegte Botschaft. Ich bin ja verheiratstherapeut, ich habe keine Tiefen psychologisch ausgebildet aber ich weiß schon was du meinst. Nein das hat etwas so mit meinem Bild zu tun. Das wird jetzt sehr persönlich. Ich komme aus einem sehr einfachen Umfeld, mein Vater war Hilfsarbeiter und meine Mutter hat in Halbtags gearbeitet an der Wursttheke.
Und so Trend zum Zweitbuch gab es bei uns nicht. also alles das was ich mir so erarbeitet habe war sehr anstrengend war für mich auch nicht so einfach und ich bin irgendwie gelandet in einem System, was außerhalb der gesellschaftlichen Normen eigentlich läuft. Ich war immer nur im Kliniken, habe nichts anderes gemacht.
Und was macht man denn da? Man sieht die Patienten, ja das ist es eine. Aber was macht mal mit sich selber? Man umgibt sich mit Psychologen, mit Psychotherapeutinnen und Ergotherapeuten also Es kommt alles so aus dem beruflichen Umfeld Was man auch so privat macht und wo man sich privat mit beschäftigt Das ist schon so ne Blase.
und dann habe ich zum Beispiel Man muss ja Gutachten machen in der Klinik und forensische Gutachten gemacht, also Leute die straffällig geworden sind. Muss man beurteilen, sind sie psychisch krank oder gehören sie in den Knast? Und da habe ich festgestellt dass mich die Leute, die so Persönlichkeitsstörungen haben, so dissoziale, nazistische Persönlichkeitsstörung dass die mich an der Nase rumführen können.
Also ich glaube den total naiv und hinterstelle fest, die haben mich eigentlich belogen also... Ich habe nicht die Wahrnehmung gehabt. für Leute, die es nicht ehrlich meinen! Also ich wohnte sozusagen immer in einem Uterus der Ehrlichkeit und versucht so der Wahrhaftigkeit, den ethischen Grundlagen eines menschlichen Denkens folgend.
Und bei den Psychatern ist das natürlich noch mal eine besondere Nummer. Das war mein Leben! muss ich raus aus der Klinik und muss so ein normales Leben führen, und kenne mich da überhaupt nicht mit aus. Also was müssen Leute aushalten? Was gibt es für Leute? Was ist das für stolper Steine?". Das war mir so richtig gar nicht klar!
Und auf dem Weg raus aus die Kliniken habe ich gedacht jetzt werde ich wirklich irgendwie in die Gesellschaft geboren und hab immer in so einem Autorus gelebt. Das fand ich schön und schrecklich gleichzeitig. Es war schön in Kliniken zu arbeiten, wie wohl das nicht leicht ist, in diesen Kliniksystemen als Chefarzt zu arbeiten – es ist ganz schön heftig!
Aber abgesehen davon ist ja alles berechenbar Und es geht ja immer so in die Richtung, ich helfe den Menschen. Das Gute ist das Wichtige und das Böse war so ausgeschlossen in meinem Leben.". Dann kommt man raus und hat einen normalen Kontakt zur Welt – und das fand ich schon auch schwer! Ich habe dich ja gefragt, ist dir das spontan in unserem Gespräch eingefallen?
oder ist das die Frucht eines Denkverarbeitungsprozesses, der vor Jahren schon stattgefunden hast bis du diesen Ausdruck gefunden hast. Weil da ist ja unglaublich stark aufgeladen, löst Bilder aus ob die jetzt psychentüpfel Ob du jetzt tiefen psychologisch Verhaltenstherapeutisch oder sonst wie ausgebildet ist jeder Mensch verbindet etwas mit Ja.
Also ich habe da so irgendwann Als ich so Bilanz gezogen, also man muss ja immer überlegen wie geht es weiter. Welchen Job soll ich machen? In welche Richtung sollen's gehen? und irgendwann habe ich am Schreibtisch gesessen. Ich weiß nicht mehr wann aber ich weiß ich hab beim Schreibtische gesessen abgedacht.
Also eigentlich sitze ich doch in so einem Uterus euch total geschützt und geborgen oder in so einem Wolken Kuckucks heim teilweise, weil das ist ja schon eine andere Geschichte in so einer Klinik zu arbeiten. Wenn man zum Beispiel in der Akut-Klinik arbeitet – das habe ich ja viele Jahre gemacht! Da ist man wie so eine Anlaufstelle für die Leute, die in der Umgebung wohnen.
Man is' wie so ne Familie! Also man kennt seine Patienten... ...man weiß AHA jetzt kommt er wieder oder man weiß, wer wird das und das machen? Und kommt dann wieder. Das ist so einer Art Geborgenheit. Und da hab ich gedacht ja ein Kliniksystem ist für die Ärzte, für den Leuten, die da arbeiten, für die Psychologen, Arbeiter, es ist ein Oterus.
Also ich habe das als angenehme Empfunden.". Das wäre dann vielleicht auch ein Synonym für Heimat, für Sicherheit, für Geborgenheit? Das ist es im Innersten. Vielleicht hat's damit zu tun... Ich bin so in einem unsicheren Umfeld aufgewachsen und da gab es gar nicht gemütlich. Und erst so in meinem erwachsenen Leben, als ich alles selber steuern konnte und planen konnte bin ich vielleicht deshalb auch immer in der Klinik gewesen an Hub so das was ich eine Therapie mit anderen mache.
Vielleicht kann ich das auch deshalb weil ich dasselbe so empfinde und durchgemacht habe. Deshalb weiß ich wie schön das ist wenn man so Geborgenheit hat und was man braucht, was man draußen halten kann. Und wie stark man sein kann wenn man in so einer Umgebung sein kann? Wie wichtig Zuverlässigkeit ist und Berechenbarkeit und das ist es ja in so einem Kliniksystem.
Aus der Serie nachgefragt Nachsetzen die bei mir ganz schön viel ausgelöst haben vor allen Dingen Fragen die ich jetzt nochmal stelle. Zitat Ich habe so viel gearbeitet, ich wusste gar nicht was die Welt da draußen bietet. Ich musste neu geboren werden mit über sechzig Ende des Zitats. Ist das ein Erkennen dass du dir hart erarbeitet hast?
Oder war das ein Moment der über dich kam? Also jetzt muss ich alles persönlich erzählen was ich gestern theoretisch erzählt habe. Also, welche Funktion hat den Arbeit? Meine Funktion von Arbeit war offenbar. Das ist mir ja auch erst hinter klar geworden. Deshalb ist das so auch eines meiner Lieblingsthemen jetzt, dass man sich mit der Funktion der Arbeit auseinandersetzt, war mir nicht klar.
aber ich hatte so einen Gerüst! Ich hatte so ein sicheren nicht ein Panzer, aber ich hatte so einen Korsett an. Was mir gut den Rücken gestützt hat was in allen Lebenslagen irgendeine positive Lösung hatte oder wenn es eine negative Situation gab wie man es dann trotzdem noch in einer positive Situation auflösen kann und in die Richtung lenken kann.
das war... Das war der Hintergrund. Und wenn man da nicht arbeitet muss man ja plötzlich alles selber machen ich ja vermieden. Also, ich habe mich ja genau wieder in so ein Korsett und in noch engeres Korsette gesteckt selber freiwillig als zu der Zeit, als ich noch angestellt gearbeitet habe ist ja so wie die Geschichte mit dem Elefanten, der so angepfloggt ist.
Mit einer Kette und der immer nur weiß, wie man um diesen angeketteten Pfad rumläuft. und dann schneidet man die Kette durch aber der Elefant bleibt stehen und will gar nicht weggehen. Und dieses Weg gehen... ich bin frei! Ich kann meinen Elefante da sein am Pfad. Das muss man lernen. bin ich auch so gestolpert bei der Frage, wie war dein letzter Tag?
Wie war dein erster Tag vor und nach der Rente. Es ist ein Kontinuum! Es ist lernen und es spüren und es ist wahrnehmen und man kann das nur portionsweise machen. Alle anderen aber ich leider auch. also war mir so nicht klar. Ich habe's geahnt. Ich hab mich dem auch gestellt Und so Stück für Stück konnte ich erkennen, was ich wirklich wirklich möchte und was mich ausmacht.
Also das, was Ich im Coaching immer bei anderen sofort erkennen kann musste ich doch auch mit Blatt Sweat & Tears mir selber erarbeiten. Es hat fast vier Jahre gedauert. Ja danke, dass du das so ehrlich teilst! Und ich habe noch einen aus der Serie bemerkenswerte Sätze zu den ich mehr wissen möchte. Das klingt für mich nach schöner Selbstironie.
Was hat das bei dir sonst noch so ausgelöst? Also es war so, meine Tochter war schwanger! Und ich habe noch als Chefärztin Kliniken geleitet und dann hat sie mir die Karte mitgebracht. Da stand drauf, Oma was willst du mal werden? Ich hab mich doppelt gefreut dass ich Oma werde und ich hab mich gefreud das es meiner Tochter klar war dass ich auf jeden Fall arbeiten werde, egal was ist und dass sich daran interessiert bin ja so ein Teil der Gesellschaft zu sein, dem mich auch selber etwas zurückgeben und beitragen möchte.
Und das hat mich gerührt und amüsiert. also ich könnte immer noch drüber lachen als sei es gestern gewesen und die Karte hängt auch prominent in meiner Wohnung. Ich liebe sie. Hast du auch gerade drüber gelacht? Ja! Heute! Noch so ein schöner Satz. Du schildest einen ersten Tag als Rentnerin unter anderem mit dem Verlust von, Zitat, wichtigen Aufgaben die nur ich erledigen kann?
Ja. Habe ich ein bisschen gestaunt? habe ich da noch? also muss es sowas geben oder ist das sozusagen so ein Spezifikum die eigene Unersetzlichkeit zu etablieren? Nein, es ist ja einfach so ein hierarchisches System. Also es ist doch so du bist in einer Klinik und da gibt es eine Hierarchie. keiner darf irgendwas entscheiden bevor er nicht den Chef oder die Chefin gefragt hat Und du sitzt da bis zum letzten Tag und du machst das automatisch und am nächsten Tag brauchst du das nicht mehr zu machen?
Also dann gibt es schon einen anderen Chef von einem Tag zum andern, der dann ohne Übergang jetzt diese Entscheidungsgewalt hat. und das ist doch in jedem Job so. Das ist ja nicht nur als Chefärztin... der Lehrer geht arbeiten und er ist derjenige, der diese Klasse organisiert und bestimmt was da läuft.
Am nächsten Tag ist er für diese Sachen nicht mehr zuständig. Also dieser Verlust der den Job... wie soll ich das sagen? Der dem Job zugehörigen Arbeits... Geschichten. Ich zählt mir das Wort nicht so richtig ein, wie würdest du es formulieren? Na ich bin auf einer anderen Ebene. Mir fällt das Wort Unersetzlichkeit ein.
also kann es sein dass jeder Job Merkmale hat wo derjenige oder diejenige, die diesen Job ausübt das Gefühl haben kann. Das macht nur ich so! Also jetzt nicht nur durch eine Aufgaben-Hierarchie wie du als Chefärztin. alles landet quasi wie in einer Pyramide bei dir, ehrlich gesagt weil mir nicht klar ist ja absurd viel stelle ich mal dann vor.
was du aufständig entscheiden musst wusste ich gar nicht. aber jetzt zurück zum Allgemeinen. also hat wirklich jeder jeden Job etwas Jobinhaber, der Inhaberin das Gefühl gibt. Das kann nur ich, da bin ich unersetzt. Ob das Job gebunden ist, kann ich ja nicht beurteilen. aber ich weiß dass die Leute, die ich coache und die ich kenne immer denken, ja aber das kann doch ohne mich nicht gehen.
Das kann doch nur ich! Das habe ich übrigens nicht gedacht, ne? Ich weiß dass es schon anders ist, aber diese Funktion zu verlieren alle müssen zu dir und keiner darf was entscheidend am nächsten Tag macht, dass jemand andere... Ist ja schon eine komische Nummer irgendwie, da muss man hier eine Position zu finden.
Das war mir aber schon klar, also mir war schon klar die Königin stirbt das Leben der Königen. Ja jeder denkt er ist unersetzbar und das kann doch nur ich und deshalb kommt es ja auch häufig im Arbeitsleben zu solchen Konflikten. meine Wahrnehmung ist die richtige So wie ich das sehe, das ist das Maß der Dinge.
Das so wie du das siehst...das ist falsch! Du musst es so machen, wie ich es möchte und das ist ja das was wir über Mentalisieren besprochen haben. wird einem auch nicht klar, dass das leicht ist zu ersetzen. Also ich habe es ja ersetzt! Ich bin dann sofort wieder Chefärztin geworden und war in derselben Position und konnte langsam rückstufen.
Aber bei meinem Buch habe ich hier auch diese Beispiele geschrieben die real sind. also die entsprechende Wirklichkeit diesem einen Chef als der zwei Jahre lang durchs Haus getiegert ist und immer vor der Station stand und wirklich verwahrlost und nicht mal richtig ansprechbar war geknickt, weil er seine Position verloren hat.
Ein Ex-Chefarzt oder was Michaela Soll beschrieben hat in diesem Buch dass sie jemanden kennt der Lehrer war Direktor war und fünfzehn Jahre seinen Nachfolger jeden Tag angerufen hat. Einfach nicht damit klarkommen, dass man diese Position nicht mehr hat. Und das ist ja das was ich meine... Was ist die Funktion der Arbeit?
Wenn deine Funktion an der Arbeit ist Ich habe Morbus wichtig! Ich muss unheimlich wichtig sein. Dann muss ich mir eine Sache suchen wo ich weiter Morbus-wichtig sein kann. könnte man auf die Idee kommen, dass eine Organisation die so auf eine Wichtigkeit rausläuft vielleicht auch guteren Täter sich umzubauen und Wichtigkeiten zu verteilen also Entscheidungsbefugnisse zu verteilern weil es ja eine unglaubliche Last, die da auf eine Person zuläuft.
Also ich habe das häufiger gesehen, in Kliniken ist es hier hierarchisch. Man kann versuchen nicht hierarchisch seine Mitarbeiter mitzunehmen. Wenn man nicht hierarchische ist gibt es eine Gruppe der Leute die sagt aber sag mir doch vor und wenn man hierarchisches sagen die Andernes ist mit so hierarchisch.
also die Menschen sind ja unterschiedlich. wenn wir gestern darüber gesprochen was gibt es für Arten der Bewältigung Stile? Der eine feitet und der andere stellt sich unter und ist eher so dependent. Das sind ja dann die Leute, die arbeiten mit diesen Persönlichkeitsstrukturen und der eine will das und der andere will das.
Und ich sehe das auch in diesen Instituten- und Fabriken- und Industrieeinheiten, indem nicht Coaches. Es wird immer autokratischer. Ich glaube, ich weiß nicht. Es wäre gut wenn es nicht ganz so autokratisch wäre aber wie ist das dann mit dem Change? Also im Moment change hier muss ja alles gechanged werden, muss in Transition gemacht werden.
da kenne ich mich nicht so genau aus aber ich sehe dass das vielleicht nicht so richtig läuft Aber davon habe ich nicht wirklich Ahnung. Das einzige was ich mal gesehen hab, ich habe eine Schule So eine Elitäre Versuchsschule, da habe ich sechs Direktoren gecoacht. Gleichzeitig! Die hatten sechs Direktorinnen und einer war der Direktordirektor.
Und er hat gesagt, ich werde nur der Direktordirektor wenn wir ein Coaching holen und wir gleichmäßig arbeiten. Da war es zum Beispiel verpönt zu sagen Ich laufe über Macht- und Leistung. Dann muss sich den sagen Ja bei einer braucht Macht und Leistungen. Also nicht Machtmissbrauch, sondern Macht um die einzige Richtung zu sagen.
Sonst diskutiert man von A bis Z und dann katapultiert es mal wieder nach oben und wieder nach unten. Man kommt zu keiner Entscheidung. aber das ist jetzt was, was man so eher in der Organisation machen müssen, eine Organisationsberatung da sehe ich die Leute zu wenig. Weiterer Schlüsselsatz. Zitat, die einen machen zu wenig von zu wenig andere zu viel vom Zuviel.
Du hast dich selbst der Seite zugeordnet, die eine Weile lang zu viel von zu viel gemacht hat. Woran merke ich denn ob ich zu den einen oder dem anderen gehöre? Also zu viel und zu wenig sind ja auch unterschiedlich. also jeder einzelne bewertet unterschiedlich oder empfindet unterschiedliche was zu viel oder zu wenig ist.
Die meisten Leute haben Langeweile, die zu wenig haben. Langeweile kann sehr quälend sein! Also ich habe eine meiner Kolleginnen und auch Freundin, die war immer sehr busy mit vier Kindern und Institut aufgebaut und selber therapeutisch gearbeitet und die hat dann aufgehört zur Arbeiten mit Und sie sagt, sie langweilt sich.
Langweilen? Was ist denn langeweile? Man tigert rum und fühlt sich nicht wohl, man weiß nicht mit sich anzufangen... kann sich nicht aufraffen, irgendwas zu tun. Ich kann das jetzt nur aus der Distanz beschreiben weil ich mache ja genau das Gegenteil. Das ist zu wenig von zu wenig. also überhaupt nicht planen was ich machen soll und denken da wird schon irgendetwas kommen dass es dann dieser Effekt den wir schon besprochen haben erst kommt das honeymoon.
wunderbar! Ich muss mir diesen Chef nicht mehr anhören. ich muss dieses Quatsche, getratche, dieses Mubbing nicht mehr ertragen. ich muss mich in diesen endlosen Sitzungen hocken. Ich kann machen, was ich will. Ich bin mein eigener Chef? Ja! Ich gucke auf das, was sich nicht mehr muss aber ich gucke nicht auf das was kommt und diese Lücke zu füllen was kommt dass richtig einen zu dosieren ist zu wenig von zu wenig oder zu viel von zuviel und ich glaube es braucht seine Zeit.
und bei allem was ich beobachtet habe man muss sich zwei Jahre vorbereiten. aber ich glaube auch mal muss ich zwei Jahre einnorden. Ich hab das Gefühl, dass ist so ein Muster. Also ich habe ja mehrere Kliniken geleitet und übernommen und auch aufgebaut und auch saniert. Und es war immer das gleiche Muster.
also man muss zwei Jahre akkern damit das Ding so einigermaßen steht und dann muss man aber auch noch zwei Jahre gucken, dass sich konsolidiert. So scheint es mit der Rente zu sein, so hab' ich jedenfalls das empfinden.". Fast für Jahre hat's gedauert bis Regina wirklich im neuen Aggregatzustand Rente angekommen ist.
Sind wir damit am Ende dieser Staffel? Nein! In Episode fünf passiert etwas, das kannst du nicht planen, das willst du auch nicht. Kurz vor der Aufnahme bekomme ich drei WhatsApp-Nachrichten von einem alten Freund und es sind keine guten Nachrichten. Ich bin plötzlich jemand, der professionelles Coaching sehr gut gebrauchen kann Und ich bin sehr froh, dass Regina genau die Expertise hat, die mir in dieser Situation hilft.
Nicht gespielt ist so wird es sein. ihr werdet zu hören. Stay tuned machts gut bis nächste Woche! Tschüss.