
PV-Speicher auswählen: Unterschiede und worauf es ankommt
Montag, 12. Oktober 2026 · 12 min
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PV Speicher auswählen Unterschiede und worauf es ankommt YT Download V2: Ja moin ihr selber Macher, heute geht es PV-Speicher. Riesenthema, kriegen wir tausend Fragen immer zu, welcher Speicher ist für mich der richtige. Es gibt eine Menge Möglichkeiten, deshalb schauen wir uns heute die drei wesentlichen Kriterien an, ihr betrachten solltet. Außerdem habe ich noch drei Bonuskriterien für euch, die eventuell für den ein oder anderen auch entscheidend sein könnten. Natürlich starten wir das Ganze mit der Kompatibilität. Wenn der Speicher nicht zum Wechselrichter passt, dann habt ihr nichts gewonnen, dann funktioniert die Anlage nicht, das ist klar. Deshalb müsst ihr das iterativ machen mit der Frage, welchen Wechselrichter wollt ihr denn eigentlich haben. Das ist immer ein iterativer Prozess hin und her, welchen Speicher passt er zum Wechselrichter, dann wieder hin und her. Da müsst ihr also schauen, Kompatibilität steht natürlich ganz ganz oben. Kleiner Tipp dazu, es gibt Kompatibilitätslisten der Hersteller. Ich verlinke euch mal ein paar hier drunter, da könnt ihr dann immer schauen, welcher Speicher ist mit welchem Wechselrichter kompatibel. Da sind selbst vom gleichen Modell nicht immer alle Größen kompatibel, da müsst ihr also wirklich euch vorher schlau machen, dass eure Kombination auch wirklich passt. Ich nehme es mal direkt vorweg, weil es garantiert kommt, es geht heute nicht die Berechnung der Speichergröße. Da könnt ihr genau bestimmen, nach welchen Kriterien und mit welchen Methoden ihr die Speichergröße für euch berechnet, die für euch passt, sinnvoll ist und die sich auch für euch rechnet wirtschaftlich. Wir starten natürlich mit dem Preis. Wie könnte es anders sein? Ich habe den gar nicht aus einzelnes Kriterium hier gezählt. Natürlich ist der Preis entscheidend. Das ist klar. Ihr könnt anfangen bei 250 Euro pro Kilowattstunde. Da seid ihr mit dem GoodWheelings D dabei zum Beispiel oder Pylon Tech hat den Force dabei. Das sind gute Hersteller, namhafte Hersteller. die auch solide Produkte liefern und der Links D ist unser meistverkaufter Speicher, den habe ich persönlich auch im Keller. Ist ein super Gerät, kann ich sehr empfehlen. Da macht ihr nichts falsch und bei dem Preis rechnet sich das auch wirklich für eigentlich jede Anlage. Am oberen Ende der Skala habt ihr dann BYD zum Beispiel, die gehen so bis 400 Euro die Kilowattstunde hoch, haben dafür aber auch eine deutlich höhere Lad- und Entladeleistung. Für manche Leute ist es das eventuell dann wert. Genug des Vorgeplänkels, wir starten nämlich mit den drei Kriterien, die ihr unbedingt beachten solltet. Erste Frage, Niedervolt-Speicher oder Hochvolt-Speicher? Zweite Frage, wollt ihr individuelle Batterie-Management-Systeme, BMS, für jeden Block oder nehmt ihr einfach einen gestapelten Block? Und die dritte Frage natürlich die C-Rate. Das ist entscheidend für eure Lade- und Entladeleistung. Ganz grundsätzlich sind Niedervolt und Hochvolt-Speicher echt nicht so verschieden. Das sind die gleichen Zellen, das ist im Grunde die gleiche Technologie, die sind nur anders verschaltet. Die Blöcke in einem Niedervolt-Speicher sind parallel geschaltet, sodass die Spannung tief bleibt bei den 48, 52 Volt sowas und die Stromstärke, die steigt mit jedem weiteren Block. Deshalb habt ihr da auch so monsterdicke Kabel am Ende, weil ihr da viele zig Ampere dann drüberjagt. Bei Hochvolt-Speichern sind die Batterieblöcke dann in Reihe geschaltet, sodass die Spannung steigt und die Stromstärke aber vergleichsweise gering bleibt. Es ist also eigentlich nur eine Frage der Verschaltung. Generell lässt sich sagen, dass Hochvolt-Speicher effizienter sind als Niedervolt-Speicher. Das liegt einfach daran, dass sie nicht so große Spannungstransformationen müssen, weil sie näher an den 400 Volt, ihr im Haushalt habt, sowieso schon arbeiten durch diese Reinschaltung. Niedervolt-Speicher müssen irrsinnig viel Transformation machen, von den 48 Volt hoch bis auf die 400 Volt, was dann natürlich die Effizienz ein bisschen schmälert. Dafür sind sie günstiger im Einkauf, da scheiden sich also so bisschen die Geister, was jetzt das bessere ist. Es lässt sich aber sagen, im Mainstream hat sich ganz klar der Hochvolt-Speicher definitiv durchgesetzt. Ihr werdet also bei namhaften Herstellern, die Plug-and-Play-Lösungen auch zum selberbauen anbieten, eigentlich keine Niedervolt-Speicher finden, sei es jetzt eine Costal, RCT, Sungrow, Huawei, GoodWee oder so, die arbeiten alle eigentlich ausschließlich mit Hochvolt-Speichern. Es gibt natürlich ein paar Wechselrichter, die auch Niedervolt verwursten. Da sind wir aber immer so eher mit Victron unterwegs, mit Dai und so Konsorten. Das ist nicht per se schlecht, da muss man aber schon ein bisschen mehr Bastelaffin sein, würde ich mal sagen. Und wie gesagt, ich kann die Kommentare schon riechen, die Debatte kommt schon wieder ins Kochen. Wir machen dazu nochmal ein separates Video, wo wir dann nochmal genau drauf eingehen, was da die Unterschiede sind zwischen Niedervolt und Hochvolt. Lasst gern ein Abo da, wenn euch das interessiert oder kommentiert, auch wenn das für euch ein Thema ist. Kommen wir damit jetzt zur zweiten großen Frage, dem Batterie-Management-System bzw. den Bautypen des Speichers. Es gibt hier in wesentlichen zwei verschiedene Typen. Entweder man hat ein zentrales BMS, ein Batteriemanagementsystem, für den gesamten Speicherstapel oder man hat ein individuelles BMS für jeden einzelnen Zellblock. Der einfachste Aufbau ist das zentrale BMS. Da hat man im Grunde dumme Speicherblöcke, also einfach nur Batteriezellen ohne Überwachung, ohne Steuerung oder sowas, die einfach aufeinander gestapelt werden und dann obendrauf eine zentrale BMS-Einheit haben, die zentral den gesamten Stack an Batteriezellen dann steuert. Die Alternative dazu ist ein Stapelturm, wo jeder einzelne Block ein eigenes Batterie-Management-System hat, sodass jeder Block einzeln gesteuert ist. Das kann man sich ein bisschen vorstellen wie die Optimierer bei den Modulen. Da gibt es die Strangwechselrichter, die den ganzen Strang zentral steuern. Oder man setzt Optimierer hinter jedes Modul, sodass jedes Modul auf Modulebenen einzeln überwacht und gesteuert ist. So ähnlich ist das bei den Speichern auch. Natürlich haben die beiden Varianten Vor- und Nachteile. Der einfache Stapelblock mit der zentralen BMS-Einheit ist in der Regel ein bisschen effizienter. Das ist der gleiche Grund wie ich vorher erwähnt hatte bei den Niedervolt-Speichern. Auf dem Stapelblock sind die Module in Reihe gestaltet, sodass sie schon relativ hohe Spannung erreichen, die dann nicht großartig transformiert werden muss für das Haushaltsnetz. Wenn man aber einzelne BMS-Systeme hat, dann muss ja jedes Modul wieder einzeln mit seinem DC-Wandler den Strom hoch transformieren, sodass man da ein bisschen Effizienzverluste oft hat. Auf der anderen Seite gibt es natürlich bei individuellen BMS auch eine Menge Vorteile. Vor allem bei der Nachrüstbarkeit. Und ihr ahnt nicht, wie oft ich diese Frage bekomme und auch diese Anfrage, Mensch, mein Speicher ist so alt, die Rahmenbedingungen haben sich auch geändert, was Förderung angeht und gesetzliche Regelungen, dass Leute jetzt ihren Speicher erweitern wollen. Das ist bei diesen einfachen Batterieblöcken nicht immer so ohne Weiteres möglich. Also zum einen muss man natürlich die gleichen Zellen noch bekommen können. Man kann nur Blöcke gleicher Bauart aufeinander stapeln. Und dann muss man natürlich in Kauf nehmen, dass neue Module von den alten Modulen quasi runtergezogen werden. Denn die Speicher degradieren natürlich über die Jahre und Dadurch, dass sie in Reihe geschaltet sind, müssen sie sich aneinander orientieren und balancen, so nennt sich das auch, sodass dann die neuen Module, obwohl die ganz frisch sind, immer nur auf der Leistung und der Kapazität arbeiten können, die die alten Module noch haben. Man kauft also quasi theoretisch ein frisches Modul, kriegt aber nur ein altes Modul sozusagen. Und genau das Problem hat man nicht, wenn man individuelle BMS hat. Da kann man nämlich alte und neue Module problemlos zusammenschalten, weil eben jedes Modul einzeln gesteuert ist. Das hat auch den Vorteil, dass man theoretisch sogar verschiedene Zellchemien und verschiedene Bauarten mischen kann, denn die werden ja alle geregelt auf die gleichen entsprechenden Ausgangsdaten, sodass es dann insgesamt passt. Da ist man also theoretisch zukunftssicher. Ich sage theoretisch, weil natürlich die Hersteller trotzdem mitspielen müssen und dann auch in Zukunft noch diese gleichen Systeme anbieten müssen. Darauf muss man sich dann natürlich ein bisschen verlassen. Kurzes Fazit dazu. Also in meinen Augen sind tatsächlich mittlerweile Speicher mit individuellen BMS-Systemen eigentlich sinnvoller. Die Kosten das gleiche, der Effizienzunterschied ist minimal und man hat eben die Möglichkeit alte und neue Module miteinander zu verschalten. Auch die Degradation der Module ist ja nicht immer gleich. Da hat man also schon Vorteile und anders als bei den Optimierern auf dem Dach kostet das bei den Speichern in der Regel keinen Aufpreis oder ist sogar günstiger. Damit kommen wir zum dritten großen Kriterium der C-Rate bzw. der Lade- und Entladeleistung des Speichers. Die C-Rate beschreibt das Verhältnis von der Ladeleistung zur Kapazität des Speichers. Wenn ihr also eine C-Rate von 0,6 habt, dann könnt ihr bei einem 10 kWh-Speicher mit 6 kW B und entladen. Das ist ein ganz typischer Wert. Fast alle Hersteller von Hochvolt-Speichern im Heimbereich haben so eine C-Wert von 0,5 bis 0,6. Das ist ganz üblich, da gibt es kaum Unterschiede. Der einzige Ausreißer eigentlich ist BYD. Mit der BYD HVS zum Beispiel kommt ihr auf einen C-Wert und eine C-Rate von 1. Das heißt, ihr könnt wirklich bei einem 5 kWh-Speicher schon mit 5 kW laden und entladen. Wann ist das jetzt wichtig und wofür braucht es? Gute Frage, das hängt davon ab, wie groß eure Anlage ist und wie groß der Verbrauch ist, den ihr damit decken wollt. Wenn ihr nämlich jetzt zum Beispiel eine 10, 11, 12 kW-PiG, 15 kW-PiG oder noch größere Anlage habt, dann kann das gut sein, dass ihr 8, 9, 10 kW live vom Dach an Leistung zur Verfügung habt. die jetzt voll nutzen zu können, braucht ihr eine entsprechende Ladeleistung im Speicher. Denn wenn ihr nur einen 5 kWh Speicher habt, der dann bei dem klassischen C-Wert von 0,6 mit 3 kW laden könnte, dann habt ihr 10 kW, meinetwegen vom Dach, könnt davon vielleicht 1 kW im Haushalt noch verbrauchen und dann nur 3 kW in den Speicher schieben. Das heißt 6 kW wären für euch verloren, in Anführungszeichen, die würden halt günstig ins Netz verkauft werden und eingespeist werden für die 8 Cent oder noch weniger, die man bekommt. Das heißt also ihr könntet dann entweder überlegen, Ich lasse es einfach so, das ist natürlich okay, der Speicher geht davon nicht kaputt oder so, ihr verliert halt nur Energie. Ihr habt dann zwei Optionen, entweder ihr nehmt einen Speicher mit einer höheren C-Rate, wie zum Beispiel den BYD, der könnte selbst bei einem 5kWh Akku schon 5kW immerhin laden und entladen. Oder aber, wenn ihr einen klassischen Akku nimmt mit 0,6C, dann könntet ihr überlegen einfach einen größeren Akku zu nehmen. Denn diese C-Rate ist ja relativ, das heißt, die steigt auch mit jedem weiteren Speichermodul, was ihr installiert. Wenn ihr dann also von diesem 5 kWh-Speicher mit 3 kW Leistung auf einen 10 kWh-Speicher erhöht, hättet ihr dementsprechend auch 6 kW Leistung. Da könntet ihr also einen deutlich größeren Anteil eurer Energie vom Dach dann wirklich auch nutzen und im Haus verwenden, damit ihr den nicht günstig einspeisen müsst, sondern für euch die volle Ertragsoptimierung dann nutzen könnt. Bei dem Thema C-Rate ist natürlich dann auch die Speicher-Effizienzen Riesenthema. Dazu empfehle ich euch mal die Speicherinspektion von der HTW Berlin. Die Jungs und Mädels sind da unschlagbar. Die machen jedes Jahr die riesen Speicherinspektionen und haben da sehr gut aufbereitet und schön detailliert dargestellt, wann und warum, wie hoch die Effizienz von welchen Systemen ist. Das ist eigentlich unschlagbar. Ich verlinke euch das unten drunter. Schaut da gerne mal ran, wann euch die Effizienz interessiert. Das ist vor allem dann interessant, wenn ihr einen sehr geringen Nachtverbrauch habt, also 200 Watt oder weniger. Da wird das wirklich interessant mit der Effizienz. Da machen wir auch nochmal ein Video zu, aber schaut gerne mal in der HTW Berlin vorbei. Die haben das Unvorstellbar gut aufbereitet. Und wie versprochen gibt es noch drei Bonuskriterien. Das erste davon ist einfach der Formfaktor. Es gibt Speichermodelle, die sind tendenziell eher breit und dafür relativ niedrig. Es gibt aber auch Speichermodelle, die sind flach und hoch, die man dann an der Wand montieren kann zum Beispiel. Das hat beide seine Vor- Nachteile, ist natürlich eine individuelle Frage. Die breiten Speicher, die eher auch dicker sind, die sind dafür nicht so hoch, die kann man dann direkt unter dem Wechselrichter montieren in einer Flucht. Diese Speicher, die jetzt moderner werden, die flacher sind, dafür aber mehr in die Höhe gehen, die muss man dann bei einem hohen Turm neben den Wechselrichter stellen. Ist eine persönliche Frage, was einem da lieber ist. Nächster Punkt ist die Zellchemie. Da gibt's flächendeckend LFP, also Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus. Die haben sich durchgesetzt. Das eine moderne, sichere und effiziente Technologie, die keine seltenen Erden benötigt oder superseltene Rohstoffe. Das hat sich auch durchgesetzt. Es gibt aber noch hin und wieder NMC-Speicher, also Nickelmangan-Kobalt-Speicher. Davon würde ich euch kategorisch abraten, das ist nicht mehr zeitgemäß, das nutzt sehr sehr seltene Rohstoffe und ist vor allem was die Brandgefahr angeht wirklich ein großes Risiko. Wenn ihr da Interesse daran habt, dann googelt einfach mal oder schreibt bei YouTube rein den Nailtest bei NMC Akkus, also den Nageltest. Da gibt es spannende Videos zu, könnt ihr euch das mal angucken, was da passiert, wenn man in LFP und NMC Akkus einen Nagel reinschießt. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied. Zu guter Letzt wollte ich mal noch Sicherheitsfeatures erwähnen. Die meisten Speicher haben da sehr sehr wenig an Überwachung oder gar aktiven Systemen. gibt aber zwei Beispiele, Huawei zum Beispiel der Lunar Speicher oder GoodWay Links D. Der Huawei Speicher, hat ein aktives Feuerlöschsystem und auch ein Druckablasssystem, das natürlich ganz nett, kostet aber natürlich auch bisschen Aufpreis entsprechend. Oder aber der Links Home D Speicher ist sehr, günstig, hat aber trotzdem eine Temperaturüberwachung und ein aktives Lüftersystem, was dann diese Temperatur wieder runterbringen kann. Das sind so Sicherheitsfeatures, so etwas Interesse hat, kann sich da natürlich auch mal angucken. Es gibt da auf jeden Fall Anbieter, die da was anbieten. Insgesamt solltet ihr vor allem beachten, dass ihr die ganze Anlage als Gesamtsystem betrachtet, denn der Wechselrichter ist mal mindestens genauso wichtig wie der Speicher und hat noch viel mehr Kriterien anhand derer man sich da orientieren muss. Deshalb schaut gerne in unser Video zur Wechselrichterauswahl und wir sehen uns auf dem Dach. Macht's gut, ciao!