Nachhall: Geschichte. Politik. Vorarlberg.
Der Fall Vallaster und die Kriegerdenkmäler in Vorarlberg
Donnerstag, 22. Oktober 2026 · 47 min
Kapitelklicken springt direkt hin
Shownotes
Johannes Spies über Stolpersteine, Kriegerdenkmäler und Gedenkkultur
Welche Namen stehen auf Vorarlbergs Kriegerdenkmälern - und welche hätten dort nie stehen dürfen? Der Historiker Johannes Spies hält es für möglich, dass sich darunter noch immer Täter befinden. Wie viele es sind, weiß er nicht.
Der Name Josef Vallaster auf dem Denkmal im Silbertal brachte diese Frage 2008 ins Rollen. In der neuen Folge von VN-Nachhall spricht Spies darüber, wie aus Soldaten nach dem Krieg pauschal „Opfer“ wurden – und warum er Denkmäler lieber kritisch ergänzt, als sie abzureißen.
Es geht auch um Menschen, deren Geschichten bis heute auf keinem Denkmal stehen: etwa einen homosexuellen Verfolgten aus Bludenz. Und um Stolpersteine, über die man im wörtlichen Sinn hinweggeht. In Dornbirn legten Schülerinnen und Schüler weiße Pfeile, damit ein fast übersehener Gedenkort wieder auffällt.
VN-Politikchef Michael Prock spricht mit Johannes Spies über Vallaster, Stolpersteine und die Frage, was Denkmäler über die Gesellschaft erzählen, die sie aufstellt. Die Folge gibt es auf YouTube und allen gängigen Podcastplattformen.
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Nachhalt, Geschichte, Politik vor Adelberg. Herzlich willkommen bei Nachhallen – dem VN-Podcast für politische Geschichte im Land die bis heute nachhalt! Mein Name ist Michael Brock. ich darf die VN Politikreaktion leiten und treffe mich hier regelmäßig mit Expertinnen und Experten im Land, die mir etwas über ein Thema erzählen, über ein geschichtliches Thema das bis heute Bedeutung hat.
Heute sprechen wir über jene Orte, die an diese Vergangenheit deutsame Vergangenheit erinnern. Wir sprechen über Gedenken und vor allem über die Zeit von eighteen bis nineteen fünfundvierzig, und wie daran erinnert wird wir reden über Denkmäler. Dazu darf ich den Lehrer und Historiker Johannes Spieß bei mir begrüßen.
Herzlich willkommen! Danke für die Einladung. Grund für diese Einladungen ist ja dieses Buch das Sie als Herausgeber mit verfasst haben Die Opfer der Opferdese zur Mitverantwortung. Weltkriegsdenkmal in Vorarlberg Und sie sehen es im Bild. Wir haben hier das Denkmal im Prägens. Warum haben Sie dieses Bild ausgewählt?
Ja, wir haben als Herausgeber gemeinsam mit dem Team Michael Kaspar und Werner Mat uns für dieses Bild entschieden weil es eigentlich zwei Pole in der Erinnerungslandschaft zeigt. Wir haben zum einen – und wir sehen das ja auch hier im Hintergrund – das Kriegerdenkmal neben der Stadtfahrt Kirche prägens Sankt Gallos, ein sehr dominantes Krieger-Denkmal und im Vordergrund sehen wir auch farbig abgehoben eine blaue Stähle.
Sie erinnert an Ernst Volkmann. Ernst Vollkmann hat aus Glaubensgründen den Wehrdiensten auch den Eid auf den Führer verweigert. Und mit zwei Polen meine ich folgendes Wir haben auf der einen Seite dieses groß angelegte sehr dominante Krieger Denkmal das sind die Gefallenen und Vermissten Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkriegs erinnert.
Und etwas, das dann wesentlich später entstanden ist – nämlich eine neue Form der Erinnerung an die Opfer des NS-Regimes. Das wird hier verdeutlicht eben in dieser von Georg Fitt gestalteten Stähle für Ernst Volkmann. Also ich glaube in diesem Titelbild findet sich zwei Dimensionen. zum einen Opfer-Tese, Österreich nach.
Ich müsste ganz kurz vielleicht einfach so umschreiben. Alle waren Opfer und ein wesentlich differenziertes Erinnern dann im Vordergrund hier. Wir werden noch ein bisschen über dieses Denkmal sprechen. ich möchte aber mit einem anderen beginnen und einem Namen Josef Valasta in Silbertal. sein Name und sein Gedenken bzw.
sein Name auf dem Gedenkstein brachte meine Erinnerung nach so dieses Thema erst richtig ins Rollen in Vorarlberg. Können Sie vielleicht unseren Zuhörerinnen und Zuhärern kurz erklären, was da passiert ist? Ja danke für die Frage! Das war übrigens auch bei mir persönlich so. ja also wenn ich mich richtig erinnere war dass das Jahr Hauptschule prägens vor Kloster noch.
Und ich habe damals in den Vollbergen Nachrichten über Josef Verlaster eben gelesen und die Tatsache, dass Verluster auf dem Silbertaler Krieger-Denkmal damals genannt wurde ist natürlich insofern eine problematische als das er durchaus auch an Kriegsverbrechen beteiligt war. In Kürze Verlasta war es Brennerin Schloss Hatem bei Linz eingesetzt später Wächter als Aufseher in einem Konservationslager.
Und mit solchen Tätigkeiten ist man natürlich nicht einfach nur Opfer, sondern da geht es eben auch um das Thema der Verantwortung die gestellt wird. und wie gesagt für mich war das eigentlich etwas dass die Beschäftigung mit Denkmälern so auf meinen Plan, auf meine Agenda gebracht hat. Was haben wir aus dieser Geschichte?
Also vielleicht noch kurz die Geschichte. Man hat seinen Namen gefunden und dann begann eine erste Diskussion im Silbertal, wie man damit umgehen soll? Genau es gab eine Geschichtswerkstatt ja Es war ein Historiker daran beschäftigt Die Geschichte vom Verlaster näher zu erforschen sie auch einzuordnen.
Es gab natürlich auch eine politische Dimension. Ja des Ganzen und Ja das wurde dazu publiziert. Und für mich nochmal war dass also wirklich sein Startpunkt auch Nämlich für die Frage, wie können wir mit Denkmalen umgehen? Die mitunter auch problematisches transportieren. Die ein problematisches Narrativ wenn man so möchte eben auch zutage fördern was verrät die art wie das Denk mal war.
vor der diskussion begann denn über das gedenken. sie haben du hast dass wir uns auf du geeinigt davor Du hast es vorhin angesprochen Die Opfer-Tese war ganz groß. Der haben Vermühtos in Österreich, kann man das an diesem Denkmal auch ablesen? Ja natürlich! Wir sehen nach der Nr.m., ein sehr inklusives Opferbild, wenn man so möchte, dass eben nicht differenziert hat.
Vor allem hat man angeschlossen an Erzählungen der Zwischenkriegszeit und der Kriegerdenkmale wie wir es hier hinter mir auch sehen... nach dem ersten Wegekrieg eben entstanden sind. Und da gab es natürlich auch eine große Dominanz, ja politisch gesehen durch die Feuerberger Landesregierung aber natürlich auch durch die katholische Kirche und das waren zwei Pole, die in der Nacht war, nicht nur gewohnt waren sondern eben auch einschlussfähig waren.
So kam es dazu dass jeder Opfer war der gestorben ist. egal Josef Verlast ist bei einem Aufstand dann... Genau, auf einem Häftingsaufstand erschlagen worden. Und das was ich gemeint habe mit undifferenziert ... Das ist natürlich wenn alle Opfer sind, hat das auch eine bestimmte Funktion. Es wird nämlich nicht danach gefragt wer dafür sorgte dass es eben Opfer gab.
also in Bezug zum Beispiel auf den Nationalsozialismus Wenn eh alle opfer sind wird die Frage nach den Tätern nicht gestellt. Das ist ja auch eine sehr aufwendige Suche nach der Antwort bei dieser Frage. Wie geht man mit Wehrmachtsoldaten und wer hat die Pflicht bewusst erfüllt, wie es mal hieß? Wer hat das freiwillig sich gemeldet aus Überzeugung und wer wurde quasi gezwungen und hatte keine andere Wahl?
Und dann zeigt es wieder, gibt's wieder Beispiele von den Sorteuren, die zeigen Es gibt immer eine andere Wahl. wo sieht man da die Grenze zwischen Opfer- und Täter? kann man das überhaupt? Man kann sie sehen, also wenn wir hier vielleicht an dem Beispiel bleiben dass wir hier neben uns sind. Der von mir bereits genannte Ernst Volkmann gilt als einer der Gefallenen auf diesem Krieger-Denkmal und das ist so natürlich nicht richtig.
Das ist auch eine Form von einer falschen Geschichtstarstellung ja? Dass Volkman ein Opfer des CNS Regimes ist um bestritten und ich glaube da kann man Sie hat deutlich schon eine und man muss auch hier eine Grenze eben ziehen. Dieses Denkmal bleiben wir gerade da, das zeigt ja auch die Genese oder die Entstehung von vielen Denkmäler in Vorarlberg.
Es stammt es ging zuerst um Soldaten des Ersten Weltkriegs Und dann hat man einfach die Gefallenen aus dem Zweiten Weltkrig hinzugefügt. Warum war das damals so wichtig vor allem den Soldaten zu gedenken? Ja, wir sehen eigentlich dass diese Krieger-Denkmeiler in Vorarlberg in der Zeit ab etwa Mitte der neunzehntzwanziger Jahre bis Mitte der dreißigere Jahre in Voralberg entstehen.
Zentraler Fokus dieser Denkmeiler ist das Erinnern an die gefallenen Soldaten und auch an die vermissen Soldaten des ersten Weltkriegs. Das waren Denkmäler die eine bestimmte Funktion erfüllten nämlich Vermissten und Gefallenen hatten. vermutlich nichts davon. Aber es ist eine Form der Verarbeitung einer mit untertraumatischen Geschichte, nämlich die Geschichte des Verlustes von Feitern vom Brüdern vom Familienangehörigen im Ersten Weltkrieg.
Und sie findet eben Ausdruck in diesen Krieger-Denkmalern. Also wenn wir ganz prinzipiell darauf schauen dann glaube ich natürlich erzählen Denkmale immer auch etwas über den Vergangenheit. Sie sagen aber auch etwas über jene Menschen, die sie erschaffen. Und wenn wir uns das ansehen wie es sich weiterentwickelt hat... Wir sehen natürlich dass es im Nationalsozialismus eine Denkmale gab, die wurden dann aber nach Nr.m.
und Nr., zu aller größten Teil entfernt. Vor allem an den prominenten Plätzen. Die bestehenden Krieger Denkmäle konnten dann Vor allem in den Fünfziger, auch teilweise in den Sechziger Jahren eben ergänzt werden. Wie ich Eingang schon gesagt habe war das natürlich auch ein Narrativ am bestehenden Opfer des Krieges.
da konnte man die Soldaten des Zweiten Weltkriegs gut mit einarbeiten und gleichzeitig erfüllte das die Funktion dass wenn eh alle Opfer sind dann wird nicht die Frage nach den Tätern gestellt. Du hast im Vorgespräch jetzt zur Aufnahme dieses Denkmal noch einmal hervorgehoben, weil da das so ein Beispiel ist für einen, soll man sagen Bildwuchs oder für das unkoordinierte Gedenken.
Jedenfalls sind ja in der Umgebung viele verschiedene Denkorte an alle möglichen Menschengruppen. Können Sie uns das kurz erklären? Also die Ort um die Pfarrkirche St. Gallus in Bregen ist ja, könnte ich sagen unglaublich hier. Das beginnt mit einem Erinnerungsort für General Hotze, der in den Franzosenkriegen, glaube ich, in dem Jahr und neunundneinzig zu Tode kam.
Geht dann weiter eben hier über das Kriegerdenkmal für die gefallenen Vermissten des ersten und dann Zweiten Weltkriegs. inkludiert sind auf diesem Denkmal auch sogenannte Zivileopfer darunter jüdische Menschen aus Bregenz, Caroline Redler, die vom NS-Regime ermordet wurde. Im hinteren Bereich gibt es noch einen weiteren Soldatenfriedhof, da befindet sich neben einem Grab für Piskowastrika.
Dabei handelt es sich vermutlich um einen jüdischen Zwangsarbeiter der im Latserrett Marienberg verstorben ist. eben auch Mitglieder die als SS-Mitglieder ausgewiesen sind Und alle sind sie an diesem Ort immer erinnert. Für die Zuhörerinnen und Zuhörer, die nicht im Videopodcast sehen, Johannes hat Gänsefüßen gemacht bei zivilen Opfern und zwar aus gutem Grund?
Ja! Wie kann man denn mit so einem Ort umgehen? muss man das so sehen als das was du gesagt hast nämlich es zeigt viel über die gedenkende Gesellschaft also die Gesellschaft jetzt wie man damit umgeht? oder muss man irgendwann sagen so Leute wir Versuchen Sie jetzt neu, wir machen etwas was allem gerecht wird.
Etwas Gemeinsames das erinnern zeitgemäß aufstellt. Also mein Zugang dazu ist folgender ich bin kein Freund vom abreißen solcher Namen oder solche Denkmale aber ich bin sehr dafür dass wir uns auf eine kritische Art und Weise damit auseinandersetzen ja und uns damit die Frage stellen, was bedeutet so ein Denkmal für uns heute?
Wie können wir das, was dieses Denk mal erzählt vor dem Hintergrund des heutigen Wissenstands einordnen. Und vor allem auch welche Beschäftigung können wir da mit für Jugendliche, für Schülerinnen und Schüler eben auch schaffen. Ich glaube man kann natürlich Und Anführungszeichen auch bessere Denkmäler sich natürlich wünschen.
Es gibt auch andere Modelle in Vorarl-Dagbiet, zum Beispiel das Prägenzer Widerstandsmahnmal haben Sparkassenplatz, dass glaube ich ein sehr stimmiges Konzept ist und auch sehr zur Auseinandersetzung damit einleitet. aber ich glaube es kommt schlussendlich immer darauf an wie wir mit dem umgehen was wir haben.
Also um es zusammenzufassen, ich möchte mich gar nicht irgendwie über die Bedingungen beschweren sondern viel mehr darauf schauen. Was können wir heute tun mit dem was wir haben? Das Widerstandsdenkmal weil du gerade ansprichst oder Mann mal ist ja deshalb auch interessant weil sich das entwickelt hat nämlich aus einem Desertörs-Denkmal.
Es kann sich schon entwickeln aber man hat ja besser als abreißen wenn ich dich zusammenfassend darf. Natürlich! um es konkret noch einmal zu machen, ergänzen hinzufügen vor dem aktuellen Wissenstand beleuchten. Ich glaube all das sind Zugänge die man haben kann weil wenn wir unliebsame Denkmäler abreißen dann haben wir auch keinen Ort mehr an den wir uns damit kritisch damit beschäftigen können oder auch ein kritisches Bewusstsein erlernen können.
ich würde gern bisschen weg von der Metaebene nochmal ins Konkretere. Es gibt ja ganz unterschiedliche Möglichkeiten mit Denkmädern aus der Vergangenheit umzugehen. in Lustenaub blieb das Kriegerdenkmal bestehen. Man hat dann in der Nähe eine Gedenkstätte für NSH verrichtet, im Blutensmach hat man aus dem Denkmal quasi einen Lernort gemacht.
aber da gibt es ja auch ein Hubapaterno diesen Gedenksport in der nähe der hingerichtet wurde. und dann Hittisau hast du erzählt quasi das Denkmal einfach umgesetzt. und da gab es ja dann eine Diskussion um die Tafel eigentlich, nicht um den Ort. Rechte Kittesau hat das alte Kriegerdenkmal abgetragen und einen neuen Gedächtnisort, den sogenanntes Denk-Mahl errichtet.
Und spannend in dieser Neukonzeption ist neben dem dass man die bestehenden Namen des alten Kriegerndenkmals übernommen hat auch die Tatsache in diesem neuen Denkmal nun auch die örtlichen Opfer der nationalsozialistischen Alternasie genannt hat und dass das Denkmann aber nicht abgeschlossen ist. Das bedeutet, Auslaufend gibt es einen Bereich an dem Schülerinnen und Schülern eine Möglichkeit finden sich mit ihren Zugängen zu Krieg ihren Zugängen zu Verlust der Ihren Zugängen im weitesten Sinne auch zur Angst, die auseinanderzusetzen und das haben sie getan nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine.
Und ich glaube dass so ein offenes Konzept das Einleid zur Beschäftigung Vielleicht auch ein Einleit, das Denkmal ein Stück weit zu seinem eigenen Denkmall zu machen. Etwas ist mit dem wir Denkmäler nicht nur attraktiv verhalten können sondern auch in die Zukunft tragen können. Du selbst unterrichtest den Dornbirnen und hast dich ja mit dem dortigen Denkmal intensiver auseinandergesetzt?
Und hast du mir erzählt es gäbe schon wieder Namen die man hinzufügen könnte? Ja der Dornbierner Gedenkstein für Die Dominopfer des Nationalsozialismus wurde von der Johann-August Malingesellschaft gefordert. Dann entwickelte sich eine politische Diskussion, die von einer Malinggesellschaft ursprünglich gespendete Tafel befindet sich heute beim früheren Obmann der Malingersellschaft Werner Buncho im Keller.
Also errichtet wurde ein Gedenkstein, der einen politischen Kompromiss auch eben darstellt. Die Frage ist aber immer wie gehen wir mit einem Denkmal um an den viele Menschen vorbeigehen? Ich glaube es ist Robert Menasse vom Verspinden der Denkmäler spricht nachdem man sie eingeweiht hat oder das Denkmääler gegen Aufmerksamkeit imprägniert sein.
und ja wir haben versucht im Unterricht mit Schülerinnen und Schülern, die Frage zu stellen. Was würdest du brauchen damit dir dieses Denkmal auffällt? Und als Zweites was würdest Du brauchen, damit du dich mit diesen Inhalten mit den transportierten Themen und auf dem Denk mal eben zuläsenden Lebensgeschichten nehmt auseinandersetzen kannst.
Schülerinnen oder Schüler hatten dann eine Reihe von Ideen, von denen natürlich nicht alle umsetzbar waren. Stadtmuseum Dornbirn. und auch mit Unterstützung der Stadt Dornbürn wurde dann dieser Erinnerungsort durch die Schüler umgestaltet. Was wurde konkret gemacht? Im Umfeld des Denkmal haben Schülerinnen und Schüler eben weiße, pfeilige Sprayt, die den Weg zu einem Denkmall an dem man sonst vorbei geht, zeigen.
Auf der Wiese vor dem Denkmal wurde mithilfe des Bauhofs von den Steinen platziert, die einen großen Pfeil zum Denk mal hin eben zeigen. Und darüber hinaus noch es war Sommer, Schülerinnen und Schüler haben gesagt ja da scheint die Sonne Es wurden in diesen Steinen auch Sonnenschirme untergebracht wenn sich jemand das ansieht dass dann auch Schatten gespendet wird.
natürlich haben wir auch zu den Lebensgeschichten gearbeitet, weil Lebensgeschichten einfach durchaus einprägsamer sind wie abstrakte Konstrukte oder Jahreszahlen. Und das war etwas, was den Schülerinnen und Schülern doch wirklich auch sehr viel sinnhafte Beschäftigung mit diesem Denkmal eben auch möglich gemacht haben.
Wo steht denn das Denk mal in Däumen? Das steht direkt hinter dem Gebäude in der Stadtarchiv- und Stadtmuseum des Lawrence-Romberghaus wo diese beiden Institutionen untergebracht sind. Du hast es kurz erwähnt, das war ein Politikum. Warum sind sie oft heute noch politisch aufgeladen diese Themen? Naja ich glaube wir können die Frage nicht allgemein beantworten.
also die Frage nach dem Dormener Gedenkstandes war ein Politikum damals war der Forschungsstand ein anderer. damals waren natürlich auch ja die Johan August Marlin gesellschaftlichen Verein noch stärker polarisiert hat und man von Seiten der Stadt Dornbären die Forschungen ja doch auch kritisch gesehen hat.
Dann natürlich haben sie in der Zwischenzeit einige Jahrzehnte sind vergangen, durchaus andere Meinungen gesellschaftlich verbreitet da auch und ich denke ein kritisches Erinnern dass Opfer des NS-Regimes auch als solche benannt ist, heute natürlich ungleich einfacher zu realisieren, als das vor den fünf Jahrzehnten der Fall war.
Wie viele Kriegerdenkmäler gibt es denn im Vorarlberg? Weiß man das? Das ist eine gute Frage! Vielleicht findest du jemanden, der die Frage gut beantworten kann... Ich habe nämlich einmal die Fragestellung zur Aufgabe gemacht, Krieger-Denkmäder in Vorarlberg zu erforschen. Ich habe alleine in Dormbirn zehn Stück gefunden aus der Zeit, also aus dem Jahr den Erinnerungshorizont.
Und ich habe es dann hochgerechnet mit über neunzig Gemeinden in Voralberg und das kann man natürlich als Einzelperson nicht bearbeiten. Also ich habe keine exakte Zahl aber es müssen mehrere Hundert sein! Einigen dieser Denkmäler immer noch Namen gibt deiner Kategorie Valasta, die es eigentlich da oben dann doch nicht verloren haben.
Das ist durchaus denkbar und ich glaube das die Forschung in der Zukunft hier sicher noch weiteres zu dargefördern kann. Gesichertes Wissen darüber habe ich nicht aber ausschließen kann ich es gleichzeitig auch nicht. Lass uns über eine andere Form des Gedenksteins, des Gedingens reden dass sich mittlerweile Kann man es eigentlich durch ganz Europa sieht.
In den mehreren Großstädten findet man diese goldenen kleinen Plastersteine auf dem Boden, wir sehen das hier eingeblendet Die Stolpersteine. Was zeigen die? Und sie sind ja auch in Vorarlberg Sieht man die überall. Findest du die sinnvoll? Ja die Stolperssteine sind ein Projekt des deutschen Künstlers Unterdämmnig der ja ich glaube es sind mehrere hundert Standorte in Europa die bereits verlegt hat.
Wir haben ja auch mehrere Standorte in Facherlbär, Kronems zum Beispiel wo Menschen aus der jüdischen Gemeinde erinnert werden. Wir sehen im Prägens wo örtliche Opfer oder NS-Alternasie erinnern werden. es gibt auch standorte im prägenser Wald. finde ich sie sinnvoll? natürlich finde ich Sie sinnvoll.
Zum einen wir sehen auf diesen stolper steinen Namen. Opfer sind nicht namenloses ist immer ein Mensch um den es geht und damit in Zusammenhang eben auch einen Name. Dann, es sind einige Eckdaten der Biografie eben auch zu lesen aber auch was mit diesen Menschen passiert ist. Also wir sind nicht auf einer abstrakten Ebene sondern können in wenigen Stichworten sehr gutlesen was eben mit diesem Menschen geschah.
Gibt es bessere Denkmäler? Noch mal ich glaube immer das ist die Frage was wir daraus machen. beschäftigen wir uns mit diesen Lebensgeschichten pflegende die Stolpersteine? Machen wir Führungen an diesen Stolpersteilern? Ich glaube, dann ist das eine produktive Art des Erinnerns. Lassen wir sie vermatten, lassen wir sie abdunkeln, dass sie kaum mehr vom Tier zu unterscheiden sind und kann das beste Denkmal auch nur weniger bewegen.
Also ich würde vielleicht die Frage damit beantworten. Weniger ist es ein gutes oder schlechtes Denkmaß, sondern wie ist unsere Beschäftigung damit? Diese Denkmäler... Schüren offenbar Emotionen, zumindest wurden sie auch schon gesendet und andere mit Hohenemms. Warum ist das immer noch Ziel von solchen schrecklichen Aktionen?
Ja wir sehen an solchen Aktionern wie du es jetzt genannt hast in Hohennems ich glaube es war zwei tausend siebzehn wenn ich das richtig im Kopf habe ja da wurden damals Stolpersteine besprayed ja mit eindeutigen Symbolen ja um eine bestimmte Form der Erinnerung nicht nur verächtlich zu machen, sondern vielleicht auch unkenntlich zum Machen Widerstand dagegen zu zeigen.
Wir haben es dann natürlich damit auch zu tun dass wir gut sehen können das nicht alle Menschen diese Form der erinnerung teilen und gut heißen. und gerade das glaube ich ist dann ein Auftrag für uns als Gesellschaft weiterhin dran zu bleiben, Bildungsarbeit zu leisten mit Menschen ins Gespräch zu gehen.
Weil ich glaube das Schlechteste was passieren kann ist wenn man an einem Denkmal nicht mehr miteinander spricht und die Perspektiven so unterschiedlich sind dass man das Gespräch abbricht ja? Und ich glaube gerade in Zeiten in denen wir leben in einer polarisierten Gesellschaft da macht es durchaus eben auch Sinn hier miteinander Auch wenn es kontrovers ist aber trotzdem miteinander im Gespräch Weil wir hier gerade im Hintergrund sehen, den prägens lebte Karrenfleisch eingewiesen in die Highland-Stalt Kaufbäuerin.
Wir haben hier die Falduna. also es geht um Opfer der NS Euthanasie, ein Hornems wie du gesagt hast und Holocaustopfer bzw. deportierten Jüdinnen und Juden. das quasi eine wenn man so nennen kann unterschiedliche Opferkategorie. Wir haben auch in Hohenheims mittlerweile ein eigenes Denkmal für NSU Alternacy Opfer.
Kann man also unter den Opfern gibt es da oder macht das Sinn, für alle Gruppen verschiedene Denkmäler? kann man überhaupt allen gerecht werden? Gibt es Abstufungen? Ich kann mir das durchaus schwierig vorstellen in der Wissenschaft und vor allem wenn es darum geht im Gedenken. wie geht man mit diesen vielen unterschiedlichen Arten von Opfern?
Es gibt die Zwangsarbeiter, Rinnen und Arbeit. Politisch verfolgte Dessertöre... Also das ist eigentlich die Geschichte, die du aufgezählt hast unterschiedlicher Opfergruppen. Eine Opfer-Gruppe, die wir dem vielleicht noch hinzufügen können sind als homosexuell verfolgten Menschen. Wir hatten vor einiger Zeit bei erinnern.at den ÖAD-Programm für das Lernen über Nationalsozialismus und Holocaust den jahre Schwerpunkt, der sich eben beschäftigte mit Menschen, die als Homosexuell durch das NS-Regime verfolgt wurden.
Und in dem Zusammenhang... Ich glaube da braucht es keine Wertigkeit. aber ich bin darauf gekommen, dass es keine tiefere oder größere Lebensgeschichte gibt, die aus Vorarlberger Forst wurde eines homosexellen Menschen. Ich habe mich dann dran gemacht und habe die Lebensgeschichten von Ebundler-Ünser, ja.
Aus Blutens erforscht er vorwährend und nach dem Nationalsozialismus diskriminiert wurde und Opfer vom Verfolgungsmaßnahmen wurde. Also ich würde hier auf keinen Fall eine Wertigkeit eben einfordern oder feststellen. aber was wir im jeden Fall sagen müssen es gibt noch Bereiche in denen es weitere Forschung braucht und in denen auch weitere formende Erinnerungen legitim sind.
Kannst du in zwei Minuten die Geschichte von Eimann Lorenzer erzählen? Ganz versuchen! Ja, Eimmann Lorenzer stammt aus der industriellen Familie Lorenzers-Bludens mit der Firmeniederlassung in Nützi das er besuchte nach der Volksschule im Bludens die Stella Martotina studierte später unter anderem in der Schweiz, dann in Innsbruck und dann auch Medizin.
Und wird im Jahr, in den Eintracht, in Intsbruck aufgegriffen. Es ist nicht ganz eindeutig, auf deiner Seite wird er als homosexuell verfolgt, auf der anderen Seite ist seine Erzählung auch die das als politisch widerständiger aufgegriffene wurde. war es durchaus auch plausibel erscheint in Anbetracht der Quellen.
Und ja, verbüßt dann eine Haft zieht für mehrere Wochen zu seiner Schwester nach Wien und wird dort dem Stadtpark aufgegriffen sind schon die frühen vierziger Jahre. Das Stadtpark offensichtlich war das ein Treffpunkt für hobbysexuelle Menschen. Da sitzt er mit jemandem auf der Bank und zufälligerweise hüpft ein Polizist aus dem Gebüsch.
Geschehen ist nichts, aber es reichte die Absicht, die man ihm unterstellt hat. Eine sicher dem Mann sich eben zu nähern. Er wird wieder verurteilt. so zig Monaten Haft, die er dann in einem der Emsland Lager Proalrede III nahe der niederländischen Grenze verböst und das war für viele schon ein Todesurteil.
Er kann sich dann zu einer Arbeitskommando melden und wird dann sogenannten Zuchthaus Korsweg durch die Rote Armee befreit, kommt dann später nach Vorarlberg. Zurück eine Anerkennung als Politisches Opfer, das blieb ihm seit seines Lebens verwährt hat dann ja im Familienbetrieb weitergearbeitet Und seine Geschichte ist halt auf einem Denkmal erinnert.
Ich bin mir sicher, neben Unterrühnser gibt es auch zahlreiche weitere Menschen, deren Erinnerung eben halt durchaus immer angebracht wäre. Wobei sich die Denkmäler was sie fast alle gemeinsam haben, ist dass das hier bei den Menschen gedient dieser Zeit gestorben sind. Gibt es Denkmääler von Menschen wie Lorinzer der ja nicht umgekommen ist bis nineteen vierzig?
Ja, es wäre überhaupt die Frage. Welche Denkmäler könnte man noch anbringen? Menschen, die die Zeit überlebt haben vielleicht auch in Anbetracht der Hilfeleistung, die sie manchen Menschen zuteilhaben werden lassen. Fluchthelferinnen und Fluchhtelfer. Menschen, sich für Frieden eingesetzt haben. Friedensdenkmälar oder auch Antikriegsdenkmärler.
Also ich glaube hier Können wir durchaus noch keinen Schlusspunkt setzen, sondern es gibt ja noch genügend Arbeit für die Zukunft? Apropos Arbeit. Aktuell sprich man ja auch wieder viel über das Gedenken an einen Namen. da geht's um Denkmäler, da gehts um Plätze und Straßen. Es geht um Hermann Gemeiner als jemand der sich sehr stark mit Gedenk- und Denkmälern auseinandersetzt.
wie soll man mit Hermann mit den Denkmäern, wie soll man? Der Hermann-Meinerplatz wird ja umbenannt. Wie soll man... Gibt es hier einen Umgang? Soll man lieber eine Tafel anbringen an die Hermannmeinerstraße? Sollen wir sie anders nennen? Karl Luegering zum Beispiel wurde auch unbenannt in Wien. Gibt's da irgendeine richtige Frage?
Was würdest du tun? Also der aktuelle Stand ist dir dass der Hermannk Meinerpark in Dornbieren in Selma Mitteldorf Park umbenannt wird. Dazu muss man wissen wer Selma Mitteldorf war. Bedamte aus der jüdischen Gemeinde von Hannover, ist dann in Berlin ausgebildet worden zur Krankenschwester. In Wien folgt dann nach dem Ersten Weltkrieg eine weitere Ausbildung zur Kinderkrankenschwestern und sie kommt nach dem ersten Weltkrigen, nach Dornbirn, wo sie auf Initiative von FM Hemmerle die Säuglingsfürsorge in Dornbirn beginnt aufzubauen.
Einmaliges Know-how, es ist über zwanzig Jahre höchst aktiv in dieser Tätigkeit hält auch den Titel Oberführsorgerin von Vorarlberg. und anbetracht ihrer Herkunft die jüdische Mutter ist das der Grund warum sie im Jahr Wenn nur wenige Tage nach dem sogenannten Anstoß Österreich, sondern das Deutsche Reich sie sich eben in ihrer Wohnung in der Domena-Marktstrasse des Lebens nimmt.
Frau Middeldorf ist über weite Jahrzehnte völlig aus den Geschichtstarstellungen verschwunden. Sie kommt da nicht vor und erst vor einigen Jahren waren sie dann in einem Buch über die Domena Geschichte... um und zwischen den Kriegen. eben eine Nennung. Mein Gott Bichler hat sie im Jungsachbuch von der Rinnern-AT genannt, Nationalsozialismus in Vorhaltberg.
Und das war auch für mich der ausschlaggebende Punkt, mich dann eher mit dieser Familiengeschichte bzw. mit der Geschichte von Selma Mitteldorf ja zu beschäftigen Also Eine Person die sich zwanzig Jahre lang böffentlich um die Gesundheit von Kindern und um die Beratung von Müttern gekümmert hat. Ich glaube, ich darf durchaus in Anbetracht dieser Geschichte immer erinnert werden.
Und den Platz von Hermann Gmeiner einnehmen? Und diesen Platz einnehmen! Das ist das in dem Fall die richtige Folge, dass man andere Menschen sucht, die es verdient haben und öfters erinnern. Ja, ich glaube im Fall von Hermank Meiner gibt es ja zahlreiche andere Erinnerungsorte und Nennungen... Damit, glaube ich, ist der ja auch in meiner Moment natürlich sehr kritisch betrachtet wird.
Dem weiterhin auch genüge getan und werden sehen wie sich die Geschichte um Hermann Gmeiner dann eben weiterentwickelt. Normalerweise möchte darauf zurückkommen was ich vielleicht eingesen gesagt habe. Ich glaube nicht dass wir die Geschichte von HermannGmeiner verdrängen sollten sondern wir sollten sie nach wie vor ein Bewusstsein halten um nämlich daraus lernen zu können.
Wie ist das denn mit Gedenken an Menschen, die vielleicht jetzt anders gesehen werden so grundsätzlich? Bei mir um's Eck gibt es die Kernstockstraße. Es gibt in der Nähe eine Jantunhalle. Diese Namen, die ja mittlerweile doch oder die Biografien mittlerweile anderes aufzeigen als damals eben Oteka-Kernstock als Beispiel wie soll man damit umgehen?
weil die Straßennamen werden immer wieder diskutiert. Also ich finde in solchen Fällen ist eine gute Möglichkeit hier zu ergänzen, darauf hinzuweisen was waren denn eigentlich die Umstände? Wie eine Kernstockstraße benannt wurde. Was sind da die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen? Ganz wesentlich diese Rahmenbedinger machen nicht mich auch erinnern möglich ich glaube wir haben jetzt noch gar nicht so intensiv darüber auch gesprochen Ergänzen Darauf Hinweisen Aber natürlich auch, ich glaube junge Menschen fragen was wäre für euch eine richtige Form der Erinnerung und wie würdet ihr das in der Zukunft auch umsetzen?
Und wichtig ist ja dass die Erinnerungen nicht erlischt. gerade an diese Zeit muss man ja auch an alles erinnern und wissen sollte man zumindest vieles wissen. Wie siehst du so grundsätzlich das Erinneren an die Zeit von nineteen achtzehn, dann die Zwischenkriegszeit. An den Ausstraffaschismus davor.
Wie geht Österreich insgesamt damit um mit diesen verschiedenen Zeiten innerhalb kurzer Zeit ja sehr viele unterschiedliche Lebensumstände gebracht haben? Also ich bin jetzt keine Experte was die Erinnerungskultur des Ausdroffaschismos angeht aber ich glaube damit gehen wir gar nicht um. wie zum Beispiel hat er im Prägenz zeigt, mit dem Doppeladler der dort an der Fassade nachgefahren ist.
Erklär das bitte! Ja es ist der ständestartlich austrophaschistische Adler der da zu sehen ist. Da wäre natürlich auch die Frage wie gehen wir mit diesem Denkmälern um? Weil auch das war keine Demokratie und ja... Es gibt Gemeinden mit Ehrenbürger Dolphus. Gibt es? Damit habe ich immer auch gemeint, dass Erinnern das geht nicht zu Ende und auch die Frage wie wir uns damit beschäftigen.
Das wird uns in der Zukunft eben auch bleiben. aber ich glaube ganz generell und das ist doch ein Ansatz den wir bei unserer Arbeit im Rahmen von von Erinnerndatee durchaus verwenden eines darf nicht geschehen nämlich eine Traumatisierung die zu einer Abwehr führt. Nämlich dass Schülerinnen und Schüler nun ja wachsen auch sagen nein damit will ich nichts zu tun haben.
Also das, was ich erlebt habe – Ich hatte ja engagierte Geschichtelehrer. Was ich in der Unterstufe erlebt habe nämlich dass wir noch mit Bildern von Leichenbergen zu arbeiten oder die zu besprechen hatten Filme der Rote Armee wie Lager befreit werden. Das glaube ich hat bei manchen Menschen dazu geführt, dass sie sich eben mit diesem Thema nicht mehr beschäftigen wollen.
und vor dem Hintergrund glaube ich ist es wichtig, dass wir eine Beschäftigung schaffen, die eben nicht traumatisiert. Gleichzeitig glaube ich, geht es auch darum Menschen damit auszustatten Denkmäler zu analysieren Fragen zu stellen und gleichzeitig auch Überlegungen anzustellen. wie könnten wir diesen Ort eben auch gestalten?
Dann meine ich auch dass das wichtig ist. wenn wir das was vor unserer Türe geschehen ist dann wir haben heute ja einige Beispiele gehabt sie immer mit gelaufen in Verbindung zu setzen mit größeren historischen Entwicklungen, die sie Europa oder sogar weltweit eben abgespielt haben. Und vielleicht so guter Letzt das was immer auch in der Gesellschaft kontrovers diskutiert wird nämlich zum Beispiel ist dass was wir hier neben uns sehen Stolpersteine eine angebrachte Form der Erinnerung.
Da laufen Leute drüber. Das ist die Kritik auch, dass man mit den Offen mit Füßen tritt kann? Genau! Da gehen Tiere drüber, der Hund vielleicht auch... Dass man sowas aber auch in der Diskussion berücksichtigt und nicht einfach nur ausblendet. Und ich glaube wenn wir diese drei Punkte Mit dem eben zusammenfassen, was hat das mit uns heute zu tun?
Was hat es mit mir zu tun. Aber auch, was ist mit uns als Gesellschaft zu tun und in diesem Zusammenhang Überlegungen anstellen. Ich glaube dann wird sich auch in Zukunft die Erinnerungsanschaft und die Erinderungskultur dynamisch gestalten. Da gibt's ja sehr viele Möglichkeiten. ich denke da nur in den Fluchgeschichten in Hohenheims oder im Montafon.
Sehr viel interessante Biografien. Die Zeit steigt voran aber Ich möchte hier noch kurz bleiben. jetzt bei dem was du gesagt hast, noch zum Schluss. Weil du gesagt hattest mit Leichenbergen konfrontiert und befreier mit Finder. Wir kennen ja diese schwarz-weiß Bilder wie diese Panzer durch die KZ fahren und der ausgemergten Menschen da in den zerfetzten Strefflingsuniformen entgegenschauen.
Schreckliche Bilder... Wie sehr muss man diese Bilder dann doch im Gedächtnis halten? Vor allem aber wenn ich an Dachau Mauthausen denke, wo ja viele oder jeder fast aus der wir uns in der Schule ist hingefahren ist muss man diese Orte trotzdem besuchen weil auch das kann traumatisieren. Das sind ja wahnsinnige Orte.
Ich glaube man kann diese Orten durchaus besuchen. es gibt mittlerweile an der Gelenkstätte Mautausen einen hervorragenden Vermittlungsdienst der sich eben genau die Frage stellt wie kann an einem solchen Ort Erinnerungsarbeit geschehen, auch für jüngere Menschen ohne dass eine Traumatisierung stattfindet.
Ich glaube jetzt in der Zwischenzeit wird ja das Archiv der Gedenkstätte, das Fotoarchiv weiter und weiter der Öffentlichkeitszug eigentlich gemacht und da sind dann die Fotografien in verschiedenen Abstoffungen freigegeben also Material, das wir vorher besprochen haben. Jene Bilder die wirklich höchstproblematische Darstellungen auch zeigen sind nicht einfach frei im Internet verfügbar sondern eben auf Anfrage zu bekommen.
Kann man das verwenden? Ich meine ja aber durchaus. nur wenn man Schülerinnen und Schüler gezielt darauf vorbereitet hat und auch die Möglichkeit schafft, wer das eben nicht sehen möchte wird nicht dazu gezwungen. Ich glaube es kommt ja eigentlich aus einer guten Motivation. also das Beispiel aus meiner Bildungsbiografie dass ich vorher erzählt habe Das war von der Lehrperson wirklich sehr, sehr gut gemeint.
Nämlich um uns als Schülerinnen wirklich gegen den Nationalsozialismus zu imprägnieren, dieses nie wieder wirklich zu fahren kann. Es war sicher nicht so gedacht dass man uns jetzt da irgendwie Sensationslüstern unterhält oder eben dass das in eine andere Richtung geht. aber die Motivation war sicherlich eine positive Und ich bin froh, dass wir heute aber trotzdem eine ganze Palette und eine Fülle an Methoden und auch Materialien haben die wir hier zur Bindungsarbeit einsetzen können.
Guten, weil du Robert Menasse am Anfang gewähnt hast und die Frage wie Denkmäler jetzt nochmal gesagt ist impregniert werden, wie sie gepflegt werden? Ich kann mich erinnern an einen Besuch im Silbertal um den Anfang zurückzukommen vor einigen Jahren als man gesehen hat das über den Gedenkstein und das Denkmal dort mit diesen Seien dann doch schon zu viel Gras darüber gewachsen.
War, man hat das glaube ich in der Zwischenzeit dann wieder gepflegt. aber deine Wortnis zu entnehmen dass die Pflege und das umgehen mit Erinnerung mindestens so wichtig ist wie an dieser... Die Erinnerungen selbst quasi wieder gedenkst. Das ist richtig ja! Wo siehst du denn am meisten Handlungsbedarf?
noch im Feralwerk? Ja also ich habe bereits kurz erwähnt Denkmallandschaft ist sicherlich nicht abgeschlossen. Zum Einen soll ich natürlich durchaus Bedarf an Gruppen zu erinnern, die bisher keine Erwinnerung bekommen haben oder wenn dann nur randlich oder deren Schicksal eben auch verdrängt wurde in jetzt der homosexuelle Menschen beispielsweise.
Friedensdenkmäler wäre ein Thema. Ich glaube der Frieden ist doch aus einem Wert mit dem es sich lohnt aktuell sich zu beschäftigen Denkmäler für Menschen, die sich nachweislich für andere eingesetzt haben. Beispielsweise die jüdischen Menschen an der Grenze zur Flucht verhelfen. machen wir es ganz konkret so.
Das ist das eine und das andere ist vielleicht auch wie wir mit dieser Form von Erinnerung dann auch in Hinblick auf eine digitale Lebensumwelt umgehen. Es gibt ein Projekt, das auch von Erinnern.at begleitet und auf jeder Fünft gestaltet wird. Das ist die sogenannte DERLA, die digitale Erinnerungslandschaft.
Da kann ich ausgehen vom meinem Standort direkt am Handy über die Website entdecken welche Erinnerungshorte, welche Denkmaler wenn man so möchte sich direkt in meiner Lebensumwelt befinden. Da habe ich neben Bildmaterial eben auch die Möglichkeit, detailliertere Informationen zu den genannten Menschen aber auch zum Denkbeinand sich nachzulesen.
Also ich glaube dass die Digitalisierung der Erinnerung gerade immer so wie der Eisberg aus dem Wasser ein bisschen herausreicht und das sich da in Zukunft eben auch noch sehr viel tun wird. Mir gefällt auch sehr gut dies vom jüdischen Museum unter anderem mit den Grenzsteinen und die Quarkus entlang der Grenze.
Jede einzige Grenzstein hat eine eigene Geschichte, das ist auch... Und auch hier wieder? Es ist keine abstrakte Geschichte, die erzählt wird, sondern es sind Lebensgeschichten! Die einprägsamen sind, teilweise kann man Interviews mit Menschen, die erinnert werden eben auch sehen. Es gibt Dokumente, man kann gesprochene Texte hören, man können lesen, es gibt Quellen dazu.
Das ist schon etwas, was die Beschäftigung oder auch den Einsatz im Unterricht eben durchaus sehr leicht hat und das er ihnen zugänglich macht. Eine wirklich abschließende Frage weil wir weit vorgesehen sind zeitlich aber es doch zeigt eine Herausforderung der Gegenwart. Die Geschichte wird derzeit vielerorts umgeschrieben.
Beispiel Donald Trump der Sehen unbenennt der Denkmäler schließen möchte, der sich selbst ein Denkmal setzen will. In Ungarn hat nur das Thema jetzt lang mittlerweile hat es wieder verändert. in Polen hatten wir's lange. Wir sehen es natürlich in Russland sehr stark gerade wie mit Geschichte umgegangen wird wie einen Helden Mythos erdacht wird den es so ja eigentlich nicht gab und das lange in andere Richtung ging.
Wie kann man Geschichte davon retten, missbraucht zu werden. Indem wir Menschen dazu ermächtigen die Frage zu stellen wer oder was wird warum an diesem Ort erinnert? Also ich glaube wenn wir uns heute mit Denkmälern beschäftigen sind das die zentralen Fragen. ja natürlich sind Denkmäler auch immer Ausdruck von bestimmten Machtverhältnissen.
da gehts Leben Geld natürlich auch um Interessen aber auch um politische Macht weil sie sonst im öffentlichen Raum nicht umgesetzt bzw. nicht bestehen bleiben können, ja? Und ich denke und das haben wir auch bei der Buchpräsentation des Sammelbandes durchaus in den Vordergrund gestellt die Fragen sind wirklich warum steht dieses Denkmal hier?
wie hat es geschaffen? wer wird erinnert? was sind die Interessen die dahinter stehen? und wenn wir in der Beschäftigung mit der politischen Bildung, mit der historischen Bildungsbildung in diese Fragen arbeiten. Dann werden Menschen dazu ermächtigt sich auch zukünftig kritisch mit dem Auseinanderzusetzen was sich in ihrer Lebensumwelt an Denkmälern befindet.
Herr Spiss vielen Dank für das interessante Gespräch bei dem wir heute eigentlich viele Anknüpfungspunkte gefunden haben. für tiefergehende Gespräche leider für die Zeit. Vielen Dank! Danke, danke meine Damen und Herren fürs Zusehen. Falls Sie uns im Videopodcast sehen oder fürs zuhören auf allen gängigen Podcast-Plattformen sind wir natürlich zu hören.
ich freue mich schon aufs nächstes Mal wenn sie wieder dabei sind. bei VN Nachhalt dem Podcast für politische Geschichte in Vorarlberg die bis heute. nachhalt auf Wiedersehen oder Auf Wiederhören.