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Nimms Rad· Folge 93

Industry Insights Podcast: Wie rettet sich der Fahrradfachhandel?

Montag, 2. März 2026 · 1 h 03

MP3

Shownotes

Die Rückkehr von VSF-Geschäftsführer Uwe Wöll lässt es vermuten: In dieser Industry Insights-Folge liegt der Fokus auf dem Radfachhandel. Es geht um die Stimmung zum Saisonauftakt, um Fehlverhalten von Marken, um Eigenpositionierung, das Ökosystem Decathlon – und um die Frage, ob die Industrie dem gemeinschaftlich etwas entgegen stellen könnte.

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Zum zweiten Mal ist Verbund Service und Fahrrad-Geschäftsführer Uwe Wöll bereits im Industry Insights-Podcast zu Gast – auch um ein paar Punkte zu klären, die er in der Vorgänger-Episode falsch dargestellt sah.

Und so wird es wie erwartet eine unterhaltsame Folge mit spannenden Diskussionen um und über die Lage des Radfachhandels in Deutschland. Es geht um die großen Herausforderungen abseits der Preisinstabilität, um Eigenpositionierung und Professionalisierung.

Stärkung der Partnerschaften

Und es geht um die Frage, was man von einem Unternehmen wie Decathlon lernen kann, das sich in seinem 50. Jahr speziell im Radsegment (und speziell auf dem deutschen Markt) massiver und innovativer aufstellt als je zuvor. Bei der Antwort sind sich Uwe und Industry Insider Alex Thusbass einig: Man muss das holistische Geschäftsmodell nicht kopieren, man sollte allerdings gemeinschaftlich ein entsprechend starkes Ökosystem kreieren. Eine vertikale Integration also, die durch Partnerschaften entlang der Wertschöpfungskette errichtet wird.

Dem steht Uwes Vorwurf gegenüber Herstellern entgegen, die durch ihre schlechte Montagequalität den Handel belasten. Die Endmontage würde bei ihnen im Branchenvergleich zu überdurchschnittlichem Zeit- und Kostenaufwand führen, der

durch Rückrufaktionen zusätzlich verschärft wird. Wie reagieren die Marken auf den Vorwurf und welche Hebel hat der Handel?

Und letztendlich sprechen Uwe und Alex noch über das Sammeln und Nutzen von Marktdaten, was man mit gebündelten Daten alles erreichen kann und bei wem die Hoheit liegen sollte.

Schon reingehört? Dann aber schnell!

Aufklappen

Sissi (00:01.03)

Nimm’s Rad, der Podcast heute mit und

Alex Thusbass (00:03.896)

Alex Tuspass.

Uwe Woell (00:05.53)

Und Uwe Woell.

Sissi (00:07.968)

und einer Industry Insights Ausgabe, die auf den Fachhandel blickt, wie das Comeback des VSF-Geschäftsführers Uwe Wöll schon vermuten lässt. Heute haben wir dabei ganz, ganz, ganz frische Gedanken vom SAZ Prolog, der gestern, also am 26. Februar stattfand. Wir haben dabei die Frage, ob der Radfachhandel ausgebeutet wird und wenn ja, von wem.

und wie sich das vielleicht verhindern lässt. Außerdem geht es nichts Geringeres als Macht, also Marktmacht. Und vor allem geht es Uwes kritischen Blick auf die Diskussion, die Alex und ich in der vergangenen Ausgabe zum Thema Handel und dem Ökosystem Dekathlon geführt haben. Das ist nämlich der Anlass, warum du heute wieder zu Gast bist, Uwe. Du möchtest ein paar Punkte korrigieren.

Und das lässt sich nun mal am besten bei einem Glas Wein oder bei alkoholfreiem Bier. Jetzt wollte ich fast den Markennamen sagen, aber das sage ich lieber nicht, weil sonst, wer nimmt dich da noch ernst?

Alex Thusbass (01:08.302)

Die Marke.

Uwe Woell (01:12.941)

Nehm ich keine mehr ernst.

Sissi (01:16.92)

Aber lasst uns doch mal mit dem Wichtigsten beginnen. Uwe, hattest du heute eine frühlingshafte Februarausfahrt?

Uwe Woell (01:25.594)

Ja, ich hab das lange nachgesehen. Und jetzt war’s soweit. Nach vielen, Stunden auf der Rolle in der Bude war ich heute draußen und hab mich echt … Das war wie eine Befreiung. Das hat echt gutgetan.

Sissi (01:38.872)

Super schön. war gestern, jetzt bin ich krank. Es passiert mir immer diese Verkühlung zum Saisonauftakt im Februar. Also das heißt, wenn du heute auf dem Rad warst, der SAZ Prolog hat nicht überhand genommen, kein übermäßiger Konsum von alkoholigen, alkoholartigen Getränken. Wie war der Tag? Wie war die Stimmung? Wie war der SAZ Prolog? Uwe, beginn du.

Uwe Woell (01:59.674)

Nee, das haben wir

Uwe Woell (02:05.914)

Ja, also ich finde, was der SRZ-Prolog schafft, ist, dass die Leute mit einer guten Stimmung und mit so einer Erwartungshaltung da zusammenkommen und total Spaß haben, miteinander sich auszutauschen. Also das schafft er wirklich. Ich hätte auch ein paar Kritikpunkte, aber das ist wirklich was, was sehr, sehr gelungen ist dort. ich würde jetzt mal sagen, dass sie schaffen den Rahmen dafür.

Alex Thusbass (02:22.863)

Ich Ich Ich bin Schule, Ich

Uwe Woell (02:35.222)

Aber es ist auch der richtige Zeitpunkt im Februar, sich mit diesen Menschen zu treffen, die alle irgendwie erwartungsvoll auf die Saison blicken. Das ist genau der richtige Moment, sich auszutauschen und zu quatschen und eigentlich sozusagen zusammen im Nebel zu stöchern.

Sissi (02:51.261)

Alex

Alex Thusbass (02:52.974)

Vielleicht müssen wir für die, den SAZ Prologue und die SAZ vielleicht nicht ganz kennen kurz sagen, dass die SAZ ist eins der großen Industrie-Branchen-Magazine, richtet sich stark an die Händler. Und die machen unterschiedliche Formate. Eines davon ist der Prologue. Das ist im Grunde genommen das dritte Mal, stattgefunden hat. ist übrigens der Soar Auftakt. Die Logik ist richtig gesagt, die ganze Branche trifft sich, es gibt Vorträge.

Sissi (02:58.078)

Gerne.

Alex Thusbass (03:16.782)

Und es gibt auch Auswertungen, Zahlen und es gibt auch noch was Schönes. Das hat uns gestern wahnsinnig gefreut. gibt die Händler, wählen dann jedes Jahr ihre Partner. Die stimmen einfach ab, welche Marke war im letzten Jahr gut, weniger gut. Es gibt zig Kategorien und da wählen dann die Händler und das ist ein bisschen ein Sounding Board, ein ziemlich unbeeinflusbares Sounding Board für die Branche. Und da waren wir gestern das erste Mal dabei. Und es war recht gut und das ist der Prolog. Schöne Veranstaltung.

Ich fand es schön, ich fand schöne Vorträge, ziemlich diverse Vorträge, sehr viel KI und fand ja spannend. Wir haben dann auch auf der Bühne ein bisschen über die Eurobike diskutiert, fand ja ganz gut. Ich fand es ein sehr, sehr klungen Auftakt in der Saison. Vor allem, weil es wieder mal was Gemeinsames ist.

Sissi (03:46.459)

und

Sissi (03:51.934)

Mhm.

Sissi (04:02.886)

Was immer schön ist, schaffen wir es heute nicht über die Eurobike zu sprechen?

Uwe Woell (04:08.75)

Schaffen von mir aus auch.

Alex Thusbass (04:09.486)

Ja, für mich ist gut.

Sissi (04:12.441)

Ja, hervorragend. Alex, wie hast du die Stimmung wahrgenommen?

Alex Thusbass (04:16.75)

Gut, hoffnungsfroh. Es gibt immer noch so ein paar Störgefühle in der Branche. Es gibt ziemlich viele Diskussionen über verschiedene Themen, die wir nicht nennen werden. Da gibt es schon unterschiedliche Sichtweisen, aber ich habe durchaus das Gefühl, dass die Branche wieder langsam, aber ziemlich zielsecher anfängt wieder miteinander zu reden. Und ich habe schon das Gefühl, Kass letztes Jahr, die Ordermesse war der große Auftakt, dass die Branche sich jetzt bisschen drauf besinnt.

Sissi (04:26.56)

Okay.

Alex Thusbass (04:45.102)

Regionalisierung auseinanderfallen ist Marginalisierung, ist Schlechteste, was wir momentan tun können, sondern eher so gemeinsam wieder Sprache finden, gemeinsame Idee finden, wie wir aus den Situationen, die momentan nicht wahnsinnig gut ist, auch draußen im Handel, wie wir da gemeinsam rauskommen.

Sissi (05:03.004)

Uwe, lichtet sich der Nebel langsam oder ist da immer noch so ein Blindflug oder so ein Rumgestocher?

Uwe Woell (05:10.775)

Naja, ich glaube, dass wir alle, wir werden ja als Experten genannt, ob wir das sind, noch mal eine andere Sache, aber das immer wieder gefragt, was wir von dieser Saison erwarten. Und ich hatte in unserem Podcast, Bikes for Future, haben wir drei Gäste gehabt, die wir befragt haben.

Alex Thusbass (05:18.254)

Hmpf!

Uwe Woell (05:32.154)

sich auch niemand mehr da ganz deutlich Stellung zu beziehen und zu sagen, das ist meine Prognose für dieses Jahr. Und zwar nicht, weil sie feige sind, sondern weil eigentlich keiner es wirklich genau prognostizieren …

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