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Shownotes
Nimms Rad – Der Podcast begrüßt Menschen, die sich mit der Zukunft urbaner Radmobilität beschäftigen – Expertinnen und Experten aus Forschung und Industrie, aus Verbänden und Politik. In dieser Ausgabe spricht unsere Gastgeberin Sissi mit Michael Sodar, Gründer der Kinderradmarke TYPE Bikes.
Michael Sodar ist mit Type Bikes (type.bike) angetreten, genau das zu beweisen und die Industrie in eine neue Richtung zu führen. Die Berliner Marke fokussiert sich primär auf Räder für Kids und Jugendliche. Sie sind leicht, weitestgehend regional gesourced und konfigurierbar. Unter anderem kann man zwischen den 17 Farben der UN-Nachhaltigkeitsziele wählen. Erfahrt alles über Michaels Mission in der neuen Podcast-Episode.
Viel Spaß beim Anhören!
Wie immer freuen wir uns natürlich auf Feedback im Forum oder unter podcast@nimmsrad.de
🎶 Musik 🙏: Adi Kudos (instagram.com/adi_kudos_music) & MaexMusic (instagram.com/maex_music)
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Nimms Rad, der Podcast. Heute mit
Michael Sodar.
Beruf?
PR- und Kommunikationsmanager, heute Gründer von Typebike.
Heimatort?
Freiburg in Breisgau.
Dialekt oder Hochdeutsch?
Badisches Hochdeutsch.
Stadt oder Ländle?
Eher Stadt.
Alu oder Stahl?
Titan. Und wenn ich wählen müsste, eher Stahl.
Politische Kommunikation oder Markenkommunikation?
Ui, Fangfrage. Also früher hätte ich gesagt, politische Kommunikation, heute tatsächlich eher der Hang zur Markenkommunikation.
Michael, welches Rad hast du in letzter Zeit gerne wohin genommen?
Ich habe nur eins, was ich selber benutze. Das ist ein ganz simpel gebautes Fahrrad, für die Stadt, mit Korb vorne dran
und Rücktritt klassisch, wie ganz früher. Das klaut hoffentlich niemand und das ist so mein
tägliches Fahrrad mit dem Rum, nur gegen den Stein.
Ein Typebike?
Richtig, woher weißt du das?
Das war so eine Ahnung. Michael, ich würde mit dir tatsächlich gerne mit etwas beginnen,
was ich im Grunde überhaupt nicht mag, nämlich Buchhaltung. Nein, nein, nein.
Steuer hätte ich erwartet. Das wäre schrecklich, inklusive sofortigem Exodus der Zuhörerschaft.
Nein, mit einem Elevator-Pitch. Du hast, glaube ich, in deiner, kann ich mir gut vorstellen,
in deiner bisherigen Laufbahn einige Pitches gehört und wahrscheinlich auch selber gegeben. Wie gesagt,
ich bin kein großer Fan, aber ich glaube, für die Podcast-Struktur wäre es toll,
wenn du dein Unternehmen, wenn du Typebike einfach mal kurz vorstellen würdest als Einstieg.
Okay, gerne, klar. Also tatsächlich habe ich das ja schon ein paar Mal geübt und ich hoffe,
ich schaffe das jetzt im richtigen Duktus für deinen Podcast.
Also ich habe keine Uhr hier stehen. Ja, ich habe Typebike gegründet Ende 2021,
tatsächlich aber mit etwas Vorlauf auch, da kommen wir vielleicht später noch zu. Ich habe eine
Marke gegründet mit einem Schwerpunkt auf Kinder- und Jugendfahrrädern, die verschiedene Elemente
sozusagen beinhaltet, die ich heute für erforderlich halte, die ich halt kenne aus
meinem aus meinem früheren Berufsleben auch. Also es ist eine Marke, die ich auf sozialen Standards
aufgebaut habe, die nachhaltig ist und auch einzigartig, aber auch sehr klassisch ist.
Klassisch auch im Sinne von nachhaltig, nämlich nicht hochtechnologisiert, sondern immer so gebaut,
dass du im besten Fall auch in zehn Jahren noch Einzelteile bekommst. Und die soziale Komponente
ist die Unterstützung von sozialen Projekten. Also ich habe da auch aus der Markenwelt verschiedene
Beispiele wie Viva Con Agua oder Fritz Cola. Das sind für mich so ganz so Benchmark-Marken,
die eben viel im sozialen Bereich auch machen und die für etwas stehen. Also dieses ganze Thema
Haltung und Purpose ist für mich sehr wichtig. Und dann kommt noch dazu, dass ich bei der Marke
von Anfang an auf die SDGs gesetzt habe. Das ist die UN-Charta 2030 der UN mit den 17 Zielen. Da
gibt es eine ganz tolle Webseite für Kinder und Jugendliche, die den Kleinsten schon vermittelt,
wie sie so ihr tägliches Leben nachhaltig gestalten können mit ganz einfachen Mitteln,
ohne dass man in so einen Öko-Touch oder -Kontext rein verfällt. Und das ist etwas,
was ich von Anfang an verfolgt habe. Und deshalb ist die Besonderheit bei uns auch
diese hochgradige Individualisierung, Personalisierung und die Lackierung,
eine nachhaltige, umweltfreundliche in den 17 Farben der SDGs, die sich die Kinder aussuchen können.
Super, vielen Dank. Also bevor wir uns noch gleich detaillierter sprechen, eben über diese 17 Farben,
über wo du mit wem produzierst, über das Herausforderungen bei dir beim Sourcing in
der EU und die sozialen Projekte und so weiter, würde ich tatsächlich gern so ein bisschen
verstehen wollen, wer du bist und woher du kommst, also deinen Hintergrund. Weil ja,
also dein Werdegang, das überrascht vielleicht den einen oder die andere, dass jemand,
der jetzt vor kurzem eine Fahrradmarke gegründet hat, vorher unter einem Geschäftsführer und
Member des Management Boards bei Aperto war oder Teamleiter bei Schultz & Friends und riesige,
riesige Kampagnen entwickelt und geleitet hat im Marketingbereich. Magst du ein bisschen erzählen,
wie sich dein Leben so entwickelt hat? Oh, also ja, mein Leben, wie es sich entwickelt hat,
das ist fast philosophisch die Frage. Tatsächlich ist die Fahrradbranche so immer an meiner Seite
gewesen, muss ich vielleicht dazu sagen. Also es ist so, dass ich aus der Fahrradstadt Freiburg
im Breisgau komme und ich war leidenschaftlicher Mountainbike-Fahrer und tatsächlich auch in meinem
Umfeld einer meiner engsten Freunde war Triathlet. Das Fahrrad hat uns in Freiburg eben immer auch
begleitet. Bist du selber auch Rennen gefahren? Ich bin selber Rennen gefahren, aber im Amateurbereich.
Also ich war kein Profi, aber ich habe selber Rennen dann auch veranstaltet tatsächlich und
das ist etwas, was mich halt frühzeitig geprägt hat und man muss halt dazu sagen, vom Werdegang
her. Ich habe eine Ausbildung gemacht, ganz klassisch damals noch, zum großen Außenhandelskaufmann. Das
ist heute tatsächlich gar nicht so unwichtig für mich, diese Ausbildung. Und sie war damals schon
wichtig, weil ich da gelernt habe, was es eigentlich heißt, Waren aus anderen Ländern nach
Deutschland zu bekommen und habe danach angefangen, Volkswirtschaft zu studieren. Das Studium habe ich
aber nie zu Ende gebracht, muss ich ehrlicherweise sagen und habe aber während des Studiums auch
angefangen, mein Geld zu verdienen in Fahrradläden. Ich habe dort gejobbt und dort habe ich auch mein
Handwerk gelernt. So habe ich eigentlich erfahren, wie man Fahrräder baut und habe damals auch
angefangen, aus dem Keller raus, selber mein Fahrrad natürlich zu pimpen, würde man heute
sagen, also einfach aufzurüsten, weil es war so die große Zeit der Scott und Marine und Checker
Pick Marken, die eben ganz viel so Stangenfahrräder im Geschäft hatten. Aber in Freiburg gab es damals
schon so diese Leute, die eben so Wert auf gute Qualität gelegt haben, Wert darauf gelegt haben,
was Eigenes zu fahren, was sie für sich auch an ihrer Fahrersituation sozusagen angepasst,
dann auch umgebaut haben. Und das habe ich dann auch schnell gemerkt, das habe ich dann gemerkt,
in den Fahrradläden, in denen ich gearbeitet habe, dass Leute sich teure Fahrräder gekauft haben und
nochmal bestimmt zu viel Geld ausgegeben haben, um dieses Fahrrad umzurüsten, so dass es ihr
eigenes wurde. Und das habe ich dann tatsächlich auch angefangen, erst im Keller meiner Eltern,
sozusagen um Fahrräder, mein eigenes umzurüsten, aber dann hat sich das so ergeben, dass ich auch
für Freunde und so weiter umgebaut habe. Und daraus ist dann tatsächlich der erste Bike à la car Job
in Freiburg entstanden. Also ein richtiger Laden. Ein richtiger Laden, tatsächlich während des
Studiums eröffnet, wo wir tatsächlich nur die Einzelparts angeboten haben und den …