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Nimms Rad· Folge 60

Mit Franziska Bosselmann von Mäx & Mäleon: Über das Chamäleon unter den Lastenrädern

Mittwoch, 2. Oktober 2024 · 38 min

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Shownotes

Nimms Rad – Der Podcast begrüßt Menschen, die sich mit der Zukunft urbaner Radmobilität beschäftigen – Expertinnen und Experten aus Forschung und Industrie, aus Verbänden und Politik. In dieser Ausgabe spricht unsere Gastgeberin Sissi mit Franziska Bosselmann, Co-Gründerin von Mäx & Mäleon.

Opa oder Kleinkind, Chihuahua oder Collie, Bierkisten oder Handwerker-Utensilien, Downtown oder Alpencross – mit den Cargorädern von Mäx & Mäleon lässt sich so ziemlich alles und jeder so ziemlich überallhin transportieren. Im Podcast haben wir mit Franziska Bosselmann gesprochen, Mit-Gründerin der schwäbisch-hessischen Marke, und die unendlichen Möglichkeiten des dreirädrigen Cargobikes ergründet.

Viel Spaß beim Anhören!

Wie immer freuen wir uns natürlich auf Feedback im Forum oder unter podcast@nimmsrad.de

🎶 Musik 🙏: Adi Kudos (instagram.com/adi_kudos_music) & MaexMusic (instagram.com/maex_music)

Hier findest du eine automatische Transkription des Podcasts ohne Gewähr auf hundertprozentige Richtigkeit:

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Nims Rad, der Podcast. Heute mit?

Franziska Bosselmann.

Heimatort?

Frankfurt.

Beruf?

Mitgründerin und Geschäftsführerin von Mäx & Mäleon.

Bodensee oder Alpen?

Alpen.

Neckar oder Main?

Main.

Hokkaido oder Butter Nut?

Schwierig. Beide.

Stefan Rabe, endlich zurück oder wieso?

Wieso?

Franziska,

welches Rad hast du in der letzten Zeit wohin genommen? Natürlich ein Maximilien Lastenrad,

und zwar zur Arbeit. Maximilien, über den Namen müssen wir gleich noch reden, aber erst einmal,

wer seid ihr denn? Ja, wir sind ein junges Cargo-Bike-Unternehmen aus Deutschland. Frankfurt

und Stuttgart sind wir stationiert, und wir stellen seit vier Jahren ganz besondere Cargo-Bikes her.

Frankfurt und Stuttgart? Why? Ja, wir haben ein Gründerteam mit drei Leuten gehabt und kamen

teilweise aus Frankfurt und teilweise aus Stuttgart, und keiner wollte erst mal seine

Heimat aufgeben. Und deswegen haben wir direkt mit zwei Standorten gestartet und haben jetzt

die Produktion in Stuttgart und Büro in Frankfurt. Und was seid ihr für Typen? Also ich bin Typ

Frankfurt. Wie lernt man sich kennen? Da kommt auch zweimal der gleiche Nachname vor, das

interessiert mich natürlich auch. Ja, genau, wir sind ein klassisches Familienunternehmen. So was

gibt es heute noch, ganz frisch. Und zwar, genau, ich, mein Mann und dessen Bruder haben zusammen

gegründet. Und eigentlich sind wir ein total super Team, weil wir uns voll gut ergänzen,

weil ich komme eher so aus Marketing, Medien und einfach Nutzer-Ecke. Mein Mann hat Innovations

Management vorher gearbeitet und hatte einfach total Bock, selber mal eigene Sachen umzusetzen,

statt immer nur Leute zu beraten. Und der Schwager war Kfz-Mechatroniker und wollte eigentlich lieber

mal eine andere Ecke als nur Autos, um das in Zukunftsweisen noch nachhaltig, das heißt,

wir haben echt verschiedene Kompetenzen direkt mitgebracht. Und wie kommt man auf die Idee,

so ein Unternehmen zu gründen und Maximilian zu nennen? Also sitzt man da dann bei Kaffee und

Kuchen bei der Oma zusammen und denkt sich, bevor wir jetzt über Kuchenrezepte sprechen,

sprechen wir mal über Mobilität? Oder wie kam die Idee tatsächlich hier all in zu gehen und

ein Familienunternehmen zu gründen? Also die Grundidee kam so ein bisschen einfach aus dem

eigenen Leben. Also ich wohne in Frankfurt, habe große Kinder und habe so den Lastenrad-Boom

eigentlich verpasst gehabt, als meine Kinder klein waren, lebe aber ohne Auto und war immer so,

hey, das sind so coole Dinge, aber irgendwie für meinen Use-Case funktionieren die leider gar nicht

mehr. Warum? Also eigentlich könnte man doch auch große Leute mitnehmen, eigentlich könnten die

dann auch viel besser Autoersatz in der Stadt sein. Was müsste es denn dafür geben? Und dann

tatsächlich quasi bei der Oma und bei Kaffee und Kuchen auch mit dem Schwager drüber geredet,

weil die gesagt haben, hey, man, dann machen wir doch einfach mal selber. Es muss gar nicht so

schwer sein, einfach mal die eigene Idee umzusetzen. Ja, verrückt. Also dann ist bei euch

tatsächlich der Ursprung so dieser Gedanke, also was ja für was ja auch unter anderem steht,

das muss man jetzt betonen unter anderem, Transport von größeren Menschen. Das ist ja schon massiv

nischig, oder? Also geht man dann da so ran und sagt, ja, wir glauben aber, da gibt es ein paar

Leute, die das tatsächlich brauchen und wir gründen Unternehmen, das wird dann schon laufen.

Also wir haben tatsächlich am Anfang, klar, ist total nischig, gibt es auch nicht. Wir haben 2020

mit der Idee angefangen und in dem Jahr wurde die Straßenverkehrsordnung geändert und seitdem darf

man überhaupt erst Menschen über sieben auf Fahrrad mitnehmen. Das war vorher verboten.

Ah, okay. Und das heißt, es war eine ganz neue Entwicklung, dass es überhaupt erlaubt ist. Und

dann haben wir halt bei uns diesen Use Case gesehen und haben natürlich dann viele Leute

gefragt, quasi Interviews geführt und gemeint, hey, wie seht ihr das? Könnt ihr euch das vorstellen?

Seht ihr da auch? Was würdet ihr mitnehmen? Was müsste für euch ein Fahrrad können, damit es

euer Auto ersetzt? So rum sind wir rangegangen. Und dann kamen ganz verschiedene Sachen. Ja,

ich kann auf ein Auto nicht verzichten, weil ich muss halt auch mal die Oma zum Arzt fahren. Ich

muss halt auch mal jemanden irgendwo abholen. Ich fahre hin zum Kindergarten mit dem Kind,

aber zurück habe ich dann, weiß ich nicht, diese Sachen dabei. Oder dann haben wir das alles

gesammelt und von da aus halt geschaut, okay, was muss das Fahrzeug können, um all diese Sachen

möglichst auf einmal einzupacken und irgendwie alles möglichst zu erfüllen. Und dann während

der Corona-Zeit. Genau. Habt ihr dann tatsächlich eure Jobs gekündigt oder lief das erst mal eine

Zeit nebenher? Also erst mal lief es nebenher. Das Gute war quasi Corona und die Möglichkeit,

mit Kurzarbeit auch ein bisschen mehr Zeit zu investieren und dann so richtig schön jeden

Nachmittag in der Garage bauen und machen und tun. Ja, aber wir waren dann. Und auch gut,

wenn man dann eine Familie ist und sich tatsächlich sehen darf. Aber ein Jahr später waren wir dann

schon auf der ersten Messe mit unserem Rad. Und ging ganz schön schnell. Wie kam der Name?

Erkläre. Also der Name, was in dem Namen drin steckt, ist für uns diese Wandelbarkeit vom

Chameleon. Ja, also weil unser Rad eben ganz viel auf einmal kann und sich an deine Situation anpasst.

Und dann zwei Namen, weil man halt eben zu zweit mit unserem Rad auch unterwegs sein kann. Und

quasi maximale Ladung und maximale Wandelbarkeit. I get it. Jetzt kommt’s. Ja, und möglicherweise

war auch ein bisschen Alkohol im Spiel und eine lange Nacht. Deswegen muss es etwas ätzlich

sein. Das ist nicht der Gedanke an die Internationalisierung auch hier. Ein bisschen schwierig.

Ja, aber jetzt bleiben wir erst mal hier im deutschsprachigen Raum. Ja, wie du schon gesagt

hast, also es ist nicht auf ein Use Case begrenzt. Erkläre doch mal so ein bisschen,

was euch so speziell macht. Also das Augenscheinlichste ist sicherlich, dass unser Rad einen

großen Beifahrersitz sozusagen hat, auf dem man Menschen jeden Alters, vom Baby bis zur Großmutter,

jeden mitnehmen kann. Vorne. Vorne, genau. Vor dem Fahrer. Es hat drei Räder, es hat Neigetechnik.

Das heißt, man kann trotzdem super sportlich damit fahren, super schnell, super dynamisch. Und man

kann diesen Aufbau, wo die Bank drauf ist, auch so umklappen und umwandeln, dass man mit wenigen

Handgriffen aus diesem Passagiermodus rauskommt und dann eine große Ladefläche hat. Das mit

dieser Neigetechnik ist ja schon mal eine Geschichte, die ein bisschen besonders ist. Ist es dann der

Schwager, der aus dem Kfz-Bereich kommt und denkt, da könnte ein gescheites Fahrwerk rein?

Genau, also wir hatten erst gar nicht daran gedacht, ein ganzes Rad zu entwickeln, haben dann

aber ziemlich schnell gemerkt, dass wenn man da auch …

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