OstwestFälle - der True-Crime-Podcast der Neuen Westfälischen

Die kopflose Leiche im Godelheimer See

Donnerstag, 9. Juli 2026 · 29 min

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Shownotes

Ein Cold Case, der Jahrzehnte ungelöst blieb – bis der Fall 2026 eine überraschende Wendung nimmt.
Sechs Meter Tiefe, kaltes Wasser, ein dunkler See: Bei einem Übungstauchgang der DLRG am Godelheimer See in Höxter erfährt eine Taucherin 2001 den Schreck ihres Lebens. Sie findet im Wasser eine Leiche – ohne Kopf. Jahrzehntelang bleibt der gruselige Fund ein Mysterium. Bis die Ermittler den Cold-Case neu aufrollen und 2026 ein entscheidender Hinweis eingeht.

Ostwestfälle S4 | E43: Die kopflose Leiche im Godelheimer See

Gast: NW-Redakteur Ralf Mischer
Redaktion: Linda Schnepel, Josefin Stein, Veronika Kinsfator

Mehr zur Serie "OWL Crime" findet ihr unter: nw.de/themen/nachrichten/owl-crime

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In der Pressemitteilung wurde die Ermittler deutlich gemacht, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit bei dem gleichen Fund um Tötungsdelikt handelt. Unter anderem weil es eine Fesselung gab am Oberschenkel oder im Bereich der Knie mit Paketschnur. Das ist ein Punkt weshalb die Polizei gesagt hat und explizit auch geschrieben hat das ein Suizid- oder Unfall eigentlich ausgeschlossen werden könnte.

Das war dann auch eine Sache wo wir gesagt haben okay das ist wahrscheinlich wirklich ne Straftat gewesen.". Ostwestfälle Der True Crime Podcast der Neuen Westfälischen. Wir sprechen mit Opfern, Zeugen Richterinnen und Richtern Und mit den Berichterstatterninnen und Berichtestattern der NW. Spannend, nahe und made in OWL.

Mit Neoprenanzügen und Sauerstoffflaschen macht sich eine Tauchgruppe der DLRG bereit um im Odelheimer Seenhöchster zu trainieren. Sechs Meter geht es in den dunklen See hinab. Unten angekommen erfährt eine Taucherin den Schreck ihres Lebens. Sie findet dort unten eine Leiche ohne. Das ist jetzt über fünfundzwanzig Jahre her und so lange galt dieser Fall auch als sogenannte Code Case bis jetzt!

Und damit herzlich willkommen zu den Ostwestfällen, mein Name ist Birgit Gottwaldt und im Studio ist der MW-Kollege Ralf-Mischer Hall. Ralf. Ralf das ist jetzt unser dritter Versuch diesen Fall zu besprechen und jedes Mal wenn wir gerade fertig waren haben neue Ermittlungserkenntnisse unserer Arbeit zu Nichte gemacht aus diesem Cold Case ein gelöster Fall geworden.

Und das freut uns natürlich! Aber jetzt erst mal der Reihe nach, Ralf du hast vor einiger Zeit diesen Fall aus dem Jahr es noch einmal hervorgekramt. Warum hast du das überhaupt gemacht? Ja da ist ja Hintergrund dass es im Jahr zwanzig eine Ermittlungsgruppe gegründet wurde bei der Polizei in Mielefeld die sich speziell mit Cold Cases beschäftigt.

Die hatten zweiundsechzig Cold Caces, die hatte der Kollege recherchiert auf der Liste stehen, also ungelöste Fälle bei denen man nicht vorwärts kamen. Und das waren zum Teil prägnosenierte Polizeibeamte. aber euch waren glaube ich auch aktive noch dabei und die haben sich da halt drum gekümmert und diese Liste haben wir uns einfach angeguckt und geschaut.

was ist bei uns im ... Wir sind ja zuständig... Also ich bin zuständig für den Kreis Höxter. Was ist da so drauf zu finden? Da war unter anderem eben dieser Fall als ... Dann hast du dich da? Das Mysterium weil man wusste eigentlich so gut wie fast gar nichts. Okay, dann lass uns doch mal zurückgehen.

Fünfundzwanzig Jahre und den Fall chronologisch aufrollen. Genauso wie die Polizei ja auch Schritt für Schritt vorgeht. Kannst du uns einmal schildern, wie genau die Leiche damals im Gürdelheimer See gefunden wurde? Und in welchem Zustand sie war. Vorneweg der Gürtelheimer See ist ein Freizeitsee. Genau, also da wird gebadet drin ... Da fahren Bötchen und so, da kann man drum rum gehen.

Da ist Gastronomie, das ist ... mit so einem Badebereich, wie gesagt. Das ist eigentlich eine ganz nette Freizeiteinrichtung. Und da ist jetzt eine Leiche gefunden worden? Kannst du das noch mal beschreiben? Ja, das war ein Übungstauchgang der DLRG. also es sind Leute die halt sich mit Lebensrettung beschäftigen und die brauchen halt bestimmte Scheine usw.

Da wurde halt Körpertal gefunden. Daraufhin wurde dann die Polizei verständlich logischerweise rücken die dann mit großem Aufgebot an Aber nichts Weiteres gefunden, dass dieser Tor so den Mann daraus geholt hat. Das war das was dann eben die Ermittlungen in Gang gebracht hat oder irgendwo musste man sich das erklären.

Aber es war einfach nicht klar, was das für eine Person ist die Lage? Also zu Anfang nicht, nee. Soweit ich weiß hatte, hat, hat-a-tun neunzig beraulte eine Frau also auch eine Sporttaucherin erzählt, daß sie unter Wasser, ich glaube in zehn Meter Tiefe auch eine Leiche gesehen hat und sich mortsmäßig erschreckt hat.

Aber da wurde auch gesucht nach meiner Leiche, aber da wurde nichts gefunden? Ja, da hat man dann aber tatsächlich am Ende ... Das ist im Sand verlaufen. Ich hatte das mir noch mal beim Aktiven bei der DLRG, der damals mit dabei war, erklären lassen. Man hat irgendwann das einfach aufgegeben und gesagt ja gut vielleicht hat es nicht was eingebildet oder so.

Schwierig, weil so was bildet man sich ja in der Regel nicht ein. Nee, eigentlich nicht! Okay, jedenfalls ist die Identität der Leiche, die da two-tosend-eins gefunden wurde, nicht geklärt. damals? Wusste die Polizei noch nicht einmal ob es sich dabei um einen Mann oder eine Frau handelt und so dachten die Ermittler zunächst auch dass es sich vielleicht um die Leiche eines sechstundvierzigjährigen aus Holzminden handelt.

Ganz genau das war damals dann spekuliert worden. Da haben wir dann auch drüber berichtet dass eventuell eine vermisste Person sein könnte. Das war dann aber relativ schnell wieder klar, das es nicht sein könnte weil die Geschlechtli-Identität geklärt werden konnte. Ich weiß nicht mehr den genauen zeitlichen Zusammenhang.

Es hat nicht ewig gedauert... diese Vermutung angestellt, aber es war eine Spekulation die im Raum stand weil das einfach ein ungeklärter Fall war. Und ist dieser forty-seitigjährige jemals wieder aufgetaucht? Tatsächlich gab es dazu eine Folge von Aktenzeichen Y in der diese Ermittlung dargestellt wurde ob sich da um Gewalt verbringt.

also er ist einfach weg und er ist verschwunden spielt bis heute jede Spur von ihm. Er hatte auch dann es irgendwie losgegangen, hat lebenswichtige Medikamente nicht dabei. Ob absichtlich die vergessen oder wirklich vergessen unter anderem ist das natürlich ein starkes Merkmal, dass er irgendwas nicht bestimmt hat grundsätzlich.

Von dem fehlt bis heute heten Spur. also es gab glaube ich zwölf Hinweise nach dieser Folge aber das hat alles nichts gebracht. Also da hat die Polizei nicht weitergebracht die Ermittlungen stecken da fest. Also das ist weiterhin ein Cold Case? Das ist ein Coldcase, allerdings dann tatsächlich für Niedersachsen, weil der nämlich aus dem Landkreis Holz-Münzen stammt.

Okay, gut zurück zu unserem Fall. inzwischen steht also fest wie du es gesagt hast bei dem Opfer handelte sich um eine Frau. Wie wurde das festgestellt und was konnten der Mittler noch herausfinden? Ja, da gab es eine Untersuchung einer Phenotypenanalyse. Also Phenotipisierung Genau. Und da hat man dann festgestellt, dass es eine weibliche Person ist oder sein muss und das sie wahrscheinlich zwischen achtzehn- und dreißig Jahre alt war.

Zwischen eins, zweiundsechzig und eins, neun sechzig Meter groß blaue Augenmusik gehabt haben. Das war alles was man feststellen könnte und eben offenbar noch einen blassen oder mittleren Hauttyp. Das konnte man aus dem Fund rekonstruieren aber es gab halt keine Spuren irgendwie die darauf hindeuten könnten was sie vorher gemacht hat.

Also ich dachte, die Leiche wäre kopflos gewesen. Wie kommen die ja mittler darauf, wie die Frau aussah? Du sagst das irgendwie helle Haare, heller Hauttyp... also wie kommen die da drauf? Das hat die Rechtsmedizin Münster gemacht. Die hat die Untersuchung des Knochenmaterials irgendwie beauftragt und diese Phenotubisierung kann man... Da geht mal halt von dem was man weiß aus und ich sage mal abstrahiert daraus wissenschaftlich Ach so, und darüber kann man dann Augenhaarfarbe, Hautfarbe bestimmen.

Ja also offensichtlich das ist eine Methode die bestimmten Standard ein EU-Standard wohl entspricht und daraufhin wurde dann auch die ganzen Daten die bekannt waren in eine Datei für Vermisste und Unbekannte eingestellt, die das LKA NRW führt. aber das hat dann auch zum Abgleich sozusagen gibt es da jetzt irgendwo Personen vielleicht die dieses Schema passen könnten erst mal nichts gebracht.

Gibt es denn auch, oder gab es auch DNA-Material? Was verwendet werden konnte dann? Genau! Da kommt jetzt der Cold Case Unit ins Spiel weil die Technik ja auch weiter vorangeschritten ist und da wurde dann das DNA Profil analysiert. Und das wurde dann in eine gemeinsame Datenbank gestellt? Ja, das war glaube ich davor schon, diese Phenotypisierung wurde auch schon eingestellt aber später dann auch nochmal die neuen Erkenntnisse aus den neuen Methoden verwertet.

Sag mal Ralf... Ist der Kopf später...? noch gefunden worden? Nee, das stand auch so in der Pressemittage. Das war nicht die Jüngste dazwischen, also die März im Februar rauskam. Da stand es extra drin. Man hatte nur, womit man arbeiten konnte, den Tor ist dann nicht gefunden worden. Also liegt noch im See!

Okay, Ralf, die Polizei geht Anfang des Jahres- ... an die Öffentlichkeit. da hatten wir beide gerade die erste Version unserer Ostwestfällefolge zu diesem Fall fertiggestellt. Die Polizei veröffentlicht da neue Erkenntnisse. Zu dem Fallen hofft doch noch, die Identität und das Schicksal der Frau klären zu können.

Welche neuen Erkenntnissen waren das? Also tatsächlich neu. erkenntnisse waren es ja erst mal insofern als dass eben diese Untersuchung, dass sie geregen hat oder die Ergebnisse. aber damals hatten die in der Pressemitteilung, die damals verschickt wurde, die Ermittler auch nochmal deutlich gemacht, dass sich mit Torwahrscheinlichkeit bei dem gleichen Fund um Tötungsdelekt handelt Unter anderem eben, weil es eine Fesselung gab am Oberschenkel beziehungsweise im Bereich der Knie mit Paketschnur.

Also beide waren zusammengebunden? Das ist ein Punkt weshalb die Polizei gesagt hat und explizit auch geschrieben hat dass ein Suizid oder Unfall eigentlich ausgeschlossen werden könnte. das war dann auch eine Sache wo wir gesagt haben okay das ist wahrscheinlich dann wirklich ne Straftat gewesen. Aber unklar war der tatsächlich ja trotzdem, wie sie jetzt zu Tode kommen.

Man hat das erst mal angenommen wegen dieser Schnur um die Weine. aber was da genau passiert ist konnte man halt nicht feststellen auch wie sie dahin gesehen gelangt. es war ja nicht klärbar. also was neu war ein sogenanntes isotopen gut achten. damit ist die polizei auch an die öffentlichkeit gegangen was besagte dass Ja, da war das überraschende, dass Danal lag.

Dass die Frau möglicherweise aus Süd-Osteuropa, also Slowakei, Südpolen, Rumänen und Bulgarien stammen könnte. Das war zumindest eine Vermutung, die dieses Isoturpen gut nach Danal gelegt hat? Lass uns gerade noch mal einen kleinen Schlenker machen, weil was mich wirklich sehr beschäftigt ist... Da stirbt eine Frau!

Und niemand vermisst sie. Ich finde das persönlich sehr schrecklich. Die muss doch Freunde gehabt haben, Familie gehabt haben. Wie kann das sein? Mir ist das auch ziemlich unerklärlich, ehrlich gesagt. Wenn man sich damit mit diesem Fall beschäftigt... Wer weiß den Vorgriff machen, der ist ja jetzt laut Polizei gelöst der Fall.

Also mir ist das rätselhaft wie es sein kann. Die hat ja offenbar Familie gehabt, Freunde gehabt, die hatten eine Ausbildung gemacht und so weiter. Ist mir das völlig rätselshaft, wie das passieren kann dass dann Ein Vermisstenfall, der ja auch dann registriert war offenbar. Dass er da einfach nicht abgeglichen wurde, weil die Polizei auch nachglücklich gesagt hat, dass die ganzen Vermisistenfälle seien über die Jahrzehnte abgeglichent worden.

Aber offensichtlich in diesem Fall... Den nicht! Sagen wir mal, kommt es eigentlich oft vor, dass Leichen nicht identifiziert werden? Weil es hat ja ewig gedauert bis die Leiche aus dem Gudelheim also identifiziert wurde. oft war. Das habe ich mich tatsächlich im Rahmen der Berichterstattung auch gefragt, die hiesige Polizei kann da nicht viel zu sagen.

aber ich hab das mal beim BKA recherchiert und die haben da tatsächlich eine Datenbank, die zumindest Auskunft gibt darüber wie viele unbekannte hilflose Personen es gibt also unbekante leichen strichstrich hilflosen Personen für ein Fall der halt umgeklärt ist. Ein-tausend, sechshundertsechzig unbekannte Tote beziehungsweise nicht identifizierte Leichenteile in Deutschland.

Der Stand ist jetzt nicht ganz neu. Das ist abgefragt am achten Ersten dieses Jahres aber das hat man so ein bisschen einen Eindruck, welche schiere Zahl das ist. Da sind auch jetzt Fälle bei die älter als fünfzig Jahre sind. Die Experten sagen aber auch da sind noch nicht alle mit erfasst. also es gibt da irgendwie ... Merkmale, die eventuell durch das Raster fallen könnten und dann einfach nicht mit in diesen ... Es könnte also nach oben noch mehr sein.

Und allein im Jahr zweitausendfünfzwanzig sind neunundsechzig neue erfasste Fälle dazugekommen. Also in einem Jahr so fast siebzig-siebzig Personen tote Leichen. Wo man nicht weiß, wer ist das jetzt? Was ist da passiert? Aber das muss nicht zwingend ein Tötungsdelikt gewesen sein! Genau, das kann auch ... Was weiß ich, jemand geht ohne Papiere aus dem Haus und dann passiert irgendwas Schlimmes.

Und keiner ... der stand vielleicht allein oder ... Fällt tot um keine Ahnung? Vielleicht war er auch weit weg von zu Hause und keiner kommt auf die Idee, dass das sein könnte. Jedenfalls gibt's da verschiedenste Möglichkeiten. Das muss nicht unbedingt ein Gewaltdelikt sagen ganz richtig. Wie oft kommt es vor, dass Leichen im Nachhinein identifiziert werden?

Dazu hab' ich tatsächlich gar nichts gefunden. Da sagt die Behörden auch, ob das erfasst wird wie ... dass es dann aufgeklärt wird, wie in diesem Fall ist wahrscheinlich eher die Aufnahme. Weil wenn wirklich gar kein Anhaltspunkt gibt, ist ja doch eher, sag ich mal unwahrscheinlich, dass man da irgendwo ein Anhaltepunkt findet.

Schrecklich ist es trotzdem diese Vorstellung. Da stirbt ein Mensch und... Ja! ...da schätzt sich niemand drum. Okay, gut. Zurück zu unserem Fall. Wer das Opfer im Gurtelheimer See ist, ist auch Anfang-Zweißen-Sächsenszwanzig unklar. Was aber klar ist? Die Frau wurde ermordet. Das kann ich erst mal so sagen.

Zumindest hat die Polizei das stark angenommen. Auch dann mehrere Nachfragen gesagt ... Das ist eine wahrscheinlich Variante wegen dieser starken Entdienste mit dem Seil und so weiter. Es war jetzt nicht so, dass sie sich da hundertprozentig sicher waren. So, und jetzt geht die Polizei mit neuen Erkenntnissen an die Öffentlichkeit.

Worauf wir beide den zweiten Versuch starten, den Fall aufzuarbeiten? Mit der Veröffentlichung des Falls haben wir etwas gewartet – das ist auch gut so! Denn Ende April, im Jahr vor dem Urlaub, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse und der Fall erscheint in einem völlig anderen Licht. Ja genau, das war für uns genauso überraschend.

Wir hatten dann auch bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Paderborn einfach noch mal nachgefragt wie die da einschätzen, dass da was passiert. und da hatte mir der Zuständige Staatsanwalt gesagt also, dass so länger zurückliegt ein Ereignis, desto geringer wird es auch Jahr für Jahr, dass man da irgendetwas findet, was irgendwie nochmal Licht ins Dunkel bringen könnte oder irgendwas aufgelernt könnte.

und deshalb waren wir natürlich auch überrascht Wahrscheinlich möglicherweise, genau wie die Polizei selbst oder die Ermittler selbst. Dass dann da was kam aufgrund dieses Aufrufs am Jahresbeginn. Dann haben sich dann sieben Hinweise ergeben bei der Polizei und einer davon war ja offenbar ... Einer, der wirklich ein Volltreffer war, genau!

Da hat sich eine ehemalige Schülerin der Krapengymnastik-Schule Weser Bergland-Kliniken in Höxter daran erinnert das die in der Richtung eher. Und die Kripper Hohenaufer hatte dann einen anderen Vermisstenfall in Niedersachsen bearbeitet und ... In diesem Zusammenhang vom Bruder, der vermissten Schülerin dieser Krankengymnastik-Schule Speichelproben bekommen hat, dass sie nicht mehr mitgegeben haben.

Das ist eine Art Kripplerkrieg. Und das Profil wurde dann an die Bielefelder Kollegen geschickt. Das war ein Volltreffer? Ja, das war ein Volltreffer. Erste Vergleiche haben dann offenbar gezeigt in den DNA-Meldebogen, dass es da deutliche Übereinstimmung gibt und dann wurden spezielles Institut für forensische Molekulagenetik eingeschaltet.

so nennt sich das und das hat dann schließlich bestätigt, dass die unbekannte Tote unter Bruder Geschwister sein müssen. also sind... Das kann man dann so sagen, solche wissenschaftlichen Untersuchungen, die lügen ja nicht. Also das heißt da ist man auf ... Die Lösung augenständig offenbar gestoßen? Bei der Kopflosen Leiche im Gürdelheimer See soll es sich nach den neuesten Erkenntnissen um Martina S. handeln, die verschwand am achtundzwanzigsten September ... ... aus ihrer Wohngemeinschaft in Höchster.

Rein zeitlich gesehen Es ist also wirklich sein, dass diese Sporttaucherin, die von einer Leiche im See berichtet hatte. Da schon die Tote Martina S. hat an sich vorbeischwimmen sehen? Weil da werden wahrscheinlich nicht zwei oder drei Toten in der See sein. Was weißt du über die junge Frau und ihr Verschwinden?

Nur das, was die Polizei veröffentlicht hat. Dass sie zu dem Zeitpunkt des Verschwindens war. Und sie war Krampen-Gymnastik-Schülerin ... etwas, was wirklich zum Nachdenken anregt ist aus heutiger Perspektive. Dass sie eine kurze Notiz hinterlassen hat und die Polizei hat die nicht irgendwie besonders bewertet.

also das war einfach nur notiz wie ich gehe mal einkaufen oder so. Damals, das hat auch gesagt... Was jetzt genau in dem genauen Wortlaut kennen wir nicht? Aber die Polizei ist halt nicht irgendwie aufmerksam geworden. oder dass irgendwie Alarmglocken angängen, das könnte jetzt irgendwie auf den Solizistien deuten im Gegenteil.

Das war einfach eine Notiz, die man hingenommen hat. Die wird allerdings heute als Abschiedsbrief gewertet von den Ermittlern. also da hat sich offenbar diese Einschätzung um hundred-achtzig Grad gedreht und das ist eben dann auch sozusagen der Punkt, wo die Schlüssigkeit dann in den Augen der Ermittler da ist.

Weil das eben jetzt anders interpretiert wird was da wohl steht. Wie gesagt wir haben keine Ahnung was da genau steht aber... Die Polizei geht jetzt von Suizid aus? Sie geht jetzt davon aus dass es ein Abschiedsbrief war diese Notiz und genau jetzt geht sie deshalb auch infolgedessen vom Suizideaus. Interessante Interpretation.

Ja wie gesagt jetzt können wir uns ja nicht einschätzen was da jetzt drinsteht im Wortlaut Denbar sein, dass man jetzt sagt eben war es noch eine Notiz und jetzt ist ein Abschiedsbrief. Und das Paketband umebeine Gut also bei der Leiche handelt es sich laut DNA. abgleichen Martina S sie war wirklich ein Meter siebzig groß hatte blaue Augen mittelblonde Haare und war ein heller Haut Typ.

genau Das war ja auch Bei der Phenotokisierung herausgekommen. aber da ist ja noch das Isotoben gut achten. Genau Das ist ja das, wonach die getötete längere Zeit nicht in Deutschland gelebt haben soll. Sondern möglicherweise auch Süd-Osteuropa eben, den genannten Ländern. Auch das hatten die Ermittler dieser Pressemitteilung.

Die weißte einen Aufruf und Zeugenaufruf war Anfang des Jahres noch mal deutlich gemacht. Und auch eben dass es ein Tötungsdelikt nach damaliger Einschätzung eben war wegen dieser Fesselung mit einer beischfarbenen Paketchnur aus Polypropyläne usw., das war alles relativ ... Eindeutig bis zu dem Zeitpunkt.

Die Ermittler hatten sogar gesagt, das Band könnte dazu gedient haben, einen beschwerenden Gegenstand zu befestigen. Also sprich irgendwie etwas Steine oder was auch immer ... Oder eben nur um die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Das sind alles Sachen, die eher auf Gewalt einwirken. Warum sollte ich mir jetzt ... Sollte man sich für den Suizid die Beine zusammenbinden?

Das ist schwierig! Zumindest erklärungsbedürftig für mich. Also... Ja, für mich auch muss ich ganz ehrlich sagen. Also das heißt also erst hieß es ja die frau kommt aus südosteuropa da wird ja auch teilweise dann noch gesagt möglicherweise dass sie eine zeit lang obdachlos war das war ja auch neu im raum um zu erklären sozusagen warum man niemand findet der sich darin erinnert dass die gute Person verschwunden ist.

und erst hieße es ein gewalt verbrechen weil sie gefesselt war, weil die Beine gefesseld waren. Dann sagt die Polizei, es gibt einen Abschiedsbrief und geht davon aus dass sie sich selber die Beinen zusammengebunden hat? Offenbar! Glaubst du das? Ehrlich gesagt kann ich mir das schwer vorstellen. also ist der Polizeiarbeiter nicht irgendwie was unterstellen.

aber Der Vorgeschichte, die wir auch berichtet haben. Und der damaligen Einstellung der Polizei diese komplette Drehung ... Ja so um das Achtzig Grad? Genau, das ist schon denkwürdig! Was ich mich frage, warum hat es überhaupt so lange gedauert mit der Identifizierung? Also Bielefeld und Hannover, die beiden Städte liegen nun nicht wirklich weit auseinander.

also warum musste sich erst eine Mitschülerin der Toten melden damit die DNA-Spuren abgeglichen werden? Ja, also ich habe da auch mehrfach nachgefragt. Das ist schwierig. ein Sprecher der Polizei hat erst mal erklärt natürlich dass die Untersuchungsmethoden sich natürlich verändert verbessert haben im Lauf der Jahre und dann hat sich auch der Ermittlungsradius ausgeweitet eben dadurch das sie dann in den ganzen Datenbank noch einmal bis hin zu europaweit eingetragen wurde.

aber das war ja nicht der entscheidende Hinweis. letztendlich hat sie dazu im Grunde keine Antworten gegeben. Dann hab ich noch mal nachgefragt, da haben die Ermittler sich oder die Pressestelle hat sich dann auf den Offerschutz berufen und gesagt. Also ja, ich kann mir das nur so erklären, dass es da einfach irgendwie im Datenaustausch zwischen NRW ... und Niedersachsen von Anfang an, weil dieser vermissen Fall war ja relativ zeitgleich eingetragen worden offenbar.

Dass da einfach ein Fehler passiert sein muss oder dass das durchgerutscht ist? Weil der Fall passt zueinander. Ja! Und es liegt auf der Grenze NRW- und Nieder Sachsen... Da sollte man meinen, dass die Zusammenarbeit vielleicht besser läuft. Möglicherweise ist auch einfach ... hat es vielleicht auch nichts mit den Ländergrenzen zu tun, ist einfach irgendwie untergegangen.

Einfach irgendwie durchgerutscht? Okay! Aber was klar ist die Identität der Kopflosenleiche im Goudel-Heilmarsee ist ein Landerei geklärt. Also das ist wirklich Martina S., das steht fest. Weißt du etwas darüber wie Freunde Verwandte reagiert haben? Martina Es hatte ja in jedem Fall einen Bruder. Ja da hatten wir gar keine Kontakte.

also wir sind ja den Fall quasi aus der Liste erstmal angegangen und Hat uns niemand kontaktiert. Die Polizei gibt es ja auch nicht weiter, das können wir nur spekulieren. aber... Wie wichtig ist es für Hinterbliebene Gewissheit zu haben? An diesem Fall nach immerhin in thirty- acht Jahren! Ja, ich denke mal in diesem Fall schon große Wichtigkeit.

Wir haben ja jetzt einen vergleichbaren Pfarrer mit Tino Werner da ist, da war er bekannt das es sich um eine Gewaltheit handelt. aber für die Familie die mit der wir wiederum Kontakt haben beziehungsweise die Kollegen, für die ist das ja schon wichtig dass sie jetzt zumindest eine Idee haben. da gab's jetzt auch ein Urteil ne Verurteilung bzw.

Es gab an erstes Verfahren. Eine zweite Instanz wird wahrscheinlich kommen. Aber für die ist das schon wichtig, dass sie wissen was da genau passiert ist. Also wer es war? Wie das jetzt hier ist können wir nur mutmaßen aber zumindest haben Sie jetzt eine Idee. Was damit der verschwundenen Person? also das muss ja ein riesiges Traum abvorsachen auch wenn man jemand weg und niemand weiß was wie wo?

Die haben im Kopfkreisen Jahrtausend Gedanken. Ja die haben jetzt sicherlich zumindest insofern vielleicht ein Stückchen mehr Ruhe weil sie sagen können Wahrscheinlich wird es so gewesen sein. Ja. Gefunden wurde Martinas Leiche, zwei Tausend Eins. Verschwunden ist die junge Frau in neunzehnt achten Achtzig das heißt Die Leichetrieb.

dreizehn Jahre im Gudeheimer See einem Freizeitsee. Wie haben die Menschen in Höchster und Umgebung auf diese Erkenntnis reagiert? Also ich bin dort auch schon schwimmen gewesen, ist wirklich schöner See. Aber dieses Wissen quasi mit einer Leiche schwimmen gegangen zu sein, das finde ich schon ein bisschen gruselig zumal ja dieser Kopf nie aufgetaucht ist.

also der musste hier noch umschwimmen. Ja, das ist eine Sache, die ... möchte man sich am liebsten gar keine Gedanken malen. Tatsächlich, Ihre Reaktion hat es nicht gegeben. Fast kurios ist, dass es dann irgendwie noch ne Berichterstattung darüber gab. in dem Zeitraum hatte ich im Archiv gefunden, dass da offenbar große Ansturme auf den See war.

Wir hatten ein nettes Foto mit Leuten, die da im Wasser sind und zwar da wohl relativ gutes Wetter. Und ja, das ... mag man sich dann auch gar nicht vorstellen. Vielleicht eine Sache noch, wir berichten ja normalerweise über solche Suizide nicht. Wenn wer darüber berichtet, weil es vielleicht irgendwie den Bahnverkehr betrifft oder ähnlich ist, machen wir immer so ne kleine Einblendung, wo man sich denn hinwenden mag.

Dass wir jetzt hier Berichts haben, ist natürlich daran, dass das ein sehr wichtiger Fall war der über Jahrzehnte die Berichterstattung geprägt hat beziehungsweise sehr lange war's ruhig. aber trotzdem diese Aufklärung jetzt ist natürlich relevant. deshalb machen wir das. Das wollte ich noch kurz gesagt haben.

Und du gehst auch schwimmen im Gondelhermersee? Ja, also ich denke schon... Ist egal. Tja! Also ja natürlich ist das irgendwie schon irgendwo ein komisches Gefühl. auf jeden Fall Wenn Mordfälle nicht gelöst werden, bleibt die Angehörigen mit vielen unbeantworteten Fragen zurück. Im Fall der Kopflosenlauche in Godelheimer See hat es achtunddreißig Jahre gedauert bis sie angehörige Wissheit haben.

Martina ist tot und hat sich vermutlich das Leben genommen. Die Polizei geht davon aus dass die junge Frau trotz der gefesselten Beine nicht ermordet wurde sondern Suizid begangen hat. Auch diese Erkenntnis ist nicht schön, aber es reicht vielleicht um abschließen zu können. Und das war's für heute mit dem Trugkamp-Podcast der neuen bestfädischen Redaktion hatten Linda Schneebel und Josephine Stein und so Gast war der Kollege Ralf Mischer.

Vielen Dank Ralf! Ich danke! Weitere packende Kriminalfälle aus unserer Region auch jederzeit auf nw.de und in der NW Plus App in der Serie OVL Crime. Wir freuen uns über Fragen, Anregungen und Kritik zu diesem Podcast Und natürlich über Wünsche welche Ost-Beswelle wir demnächst für euch besprechen sollen.

Schreibt uns eine E-Mail an podcastsatnw.DE. Mein Name ist Birgit Gottwald. Bis bald.

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