OstwestFälle - der True-Crime-Podcast der Neuen Westfälischen

Mafiöses Vermittlernetz: Gastarbeiter in Bünde zu Tode geprügelt

Donnerstag, 18. Juni 2026 · 24 min

MP3

Shownotes

Ein Handwerker hat Ärger mit seinem Arbeitsvermittler. Daraufhin wird er angegriffen und stirbt. Dahinter steckt wohl Organisierte Kriminalität.
Die maskierten Angreifer kommen mitten in der Nacht. Sie stürmen das Haus in der Bünder Pestalozzistraße und prügeln gezielt auf zwei Männer ein. Für einen der dort untergebrachten Handwerker geht die brutale Attacke tödlich aus. Bei den Ermittlungen stößt die Polizei auf mutmaßlich mafiöse Strukturen: Hinter der Tat steckt wohl eine moldauische Arbeitsvermittlungsagentur.

Ostwestfälle S4 | E40: Mafiöses Vermittlernetz: Gastarbeiter in Bünde zu Tode geprügelt
Gast: NW-Redakteur Jobst Lüdeking
Redaktion: Juri Bürgin

Kennst du unseren Newsletter? Damit gibt's jeden Freitag drei spannende Fälle direkt ins Postfach:nw.de/service/newsletter/anmeldung_owl_crime

Mehr zur Serie "OWL Crime" findet ihr unter: nw.de/themen/nachrichten/owl-crime

Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem!
Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier. (audiomarktplatz.de/?mtm_campaign=pam&mtm_s…)
Audiomarktplatz.de (audiomarktplatz.de/?mtm_campaign=pam&mtm_s…) - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Die Obduktion am Folgetag zeigt eigentlich das, was wir gerade schon zu Anfang gesprochen hatten. Nämlich dass der Mann durch massivste stumpfe Gewalteinwirkung zur Tode geprügelt worden war und nach den inoffiziellen Informationen sollen die Täter den neunvierzigjährigen mit einer Holzlatte oder jedenfalls einem Baseballschläger verletzt beziehungsweise erschlagen haben.

Ostwestfälle – Der True Crime Podcast der Neuen Westfälischen. Wir sprechen mit Opfern, Zeugen, Richterinnen und Richtern. Und mit den Berichterstattern der NW. Spannend, nahe und made in OWL. Die Maskettenangreifer kommen mitten in der Nacht. Sie stürmen das Haus in der Bündner Pestalozzi Straße und prügeln gezielt auf zwei Männer ein.

Einer der dort untergebrachten Handwerker überlebt diese Nacht nicht. Bei den Ermittlungen stößt die Polizei auf maffiöse Strukturen und eine Wand des Schweigens. Herzlich willkommen zu den Ostwestfällen, mein Name ist Birgit Gottwald und zu Gast ist der NW-Kollege Jobst Lüdecken. Hallo Jobst! Hallo Birgitt, grüße dich!

Jobs. ich weiß du hast als Journalist schon so einiges erlebt und auch gesehen aber selbst aus der damaligen Berichterstattung geht hervor dass sogar die Polizei vom Ausmaß der Totalität schockiert war. Wie war das bei dir? Als du von dem Überfall hörtest? Äh ... Wir waren natürlich insofern nicht am Tatort, aber als ich von den Umständen gehört habe, hab' ich schon dran gedacht dass es sich halt eben um Auseinandersetzungen im organisierten Kriminalitätsbereich handelt.

Wir haben in der Vergangenheit schon mal einen herfordenden Übergriff gehabt auf dem Bauherrn, der auch mit schwersten Verletzungen dann verstorben ist. In einem anderen Fall gab's zum Beispiel einen Dealer im Bereich Paderborn und dessen falle ich mich jetzt noch erinnere. Der ist damals von seinen Komplizen bzw.

von den Hintermännern auf eine heiße Härtplatte gesetzt worden. Also die Brutalität in diesem Bereich scheint offenbar keine Grenzen zu kennen. Okay, das hört sich... Schlimm an. Aber damit wir jetzt alle wissen, wovon du redest, beschreib uns doch bitte was da in der Nacht zum neunten Mai einundzwanzig in der Pester-Lozzi-Straße im Bündner genau passiert ist?

Also chronologisch kann man sagen um zwei Uhr zweieinvierzig ist dann also in erster Notruf bei der Polizei eingegangen und es wird einen Angriff gemeldet von mehreren Personen und die Polizei hat sich dann sofort auf dem Weg zum Einsatzort gemacht. Der war eigentlich ein unauffälliges, aber eben halt stark renovierungsbedürftiges Haus an der Pestalozzi-Straße in Bünde.

Und dort haben die Beamten dann zunächst mehrere osteuropäische Männer getroffen, die alle nicht gemeldet waren wie sie später herausstellte. Entscheidend war einer der Männer ist tot und seinem Sohn wurden beide Arme gebrochen. Dann berichten die Zeugen, die vor Ort sind dass eine Gruppe von Männern bereits geflüchtet sei.

Und die Polizei hat dann eigentlich eine Art Standardprozedere und setzt unter einem Hubschrauber- und spezielle Suchtechnik ein, das Problem in diesem Fall von den Angreifern fehlte jede Spur. Konnten die Zeugenden sagen wie viel Angreifer das waren? Nein! Das stellte sich auch nachher immer so ein bisschen als schwierig heraus.

Ich glaube, das hat ja vermutlich eine Obduktion gegeben. Welche Verletzungen werden da festgestellt? Die Obduktion am Folgetag zeigt eigentlich das was wir gerade schon zu Anfang besprochen hatten nämlich dass der Mann durch massivste stumpfe Gewalteinwirkung zur Tode geprügelt worden war. Und nach den inoffiziellen Informationen sollen die Täter, den neunvierzigjährigen mit einer Holzlatte oder jedenfalls einem Baseballschläger verletzt bzw.

erschlagen haben. und der Sohn, der dabei war, sagte nach der Tat dann aus dass es sich also zu nichts versteckt hatte als die Tater ins Zimmer kamen. Danach wurde dann zunächst dein Vater körperlich angegangen und der sei dann also auch noch die Treppe runtergestoßen worden. Und ja, wie wir das gerade schon angedeutet hatten.

später stellte sich dann heraus es handelt sich um es handelte sich bei den Tätern um Handlanger einer ja mafiosen Moldawischen Arbeitsvermittlungsagentur Also, mafüße Arbeitsvermittler. Arbeitsvermittler sind ja erst mal gern gesehene Menschen wenn sie einen in Lohn und Brot bringen. aber dieser Art von Arbeitsvermitlern hat nichts mit Seriosität zu tun im Gegenteil.

Nein also man muss natürlich jetzt ein bisschen weiter ausholen. Moldavien-Moldau ist ein an Geschichte sehr Reiches Aber ansonsten auch sehr, sehr armes Land. Im Moment hören wir das also auch ab und an mal in den Nachrichten. dann geht es da um zum Beispiel Transnistrien und dass ist russisch besetzt.

und ja wie gesagt Moldau verfügt über eine reichhaltige Geschichte wie ich da schon sagte aber hat halt kaum brutto-sozialprodukt. ich glaube das liegt bei pro Kopf bei Dollar oder Euro. Das ist also ganz herzlich wenig, das heißt die Menschen sind bitter arm und sind dazu gezwungen irgendwie Arbeit zu finden.

Und das machen sich dann diese Arbeitsvermittler zur Nutze und sie bringen dann halt eben diese Menschen nach Deutschland oder entsprechend auch nach Bündel. dann wird halt eben Brutto für Netto gerechnet. Das heißt, also es werden keine Sozialabgaben abgeführt und ausgesucht werden dann halt eben als Wohnadressen irgendwelche baufälligen Häuser in denen die Leute dann unter anderem vielleicht mit Schlafsäcken etc.

campieren ja ist wie gesagt ein überaus kompliziertes Milieu. Und dieses Haus an der Pestwa-Lautzigstraße Das ist auch so ein Haus, wo diese Handwerkskolonnen unterkommen. Da haben Vater und Sohn gelebt und viele andere osteuropäische Männer auch. Das ist typisch so'n Haus? Ja genau das kostet ja in Anfangszeichen nicht viel wenn man da untergebracht ist.

Man möchte eben nur für eine gewisse Zeit davor sein als die NW-Kollegen aus Bündel vor Ort waren. Man stand da also an einem Auto mit litschauschen Kennzeichen auf dem Hof und man saß auf der Treppe und rauchte und stellt sich halt eben auch aus, das was wir gerade schon gesagt hatten. Dort waren Handwerkerkolonnen untergebracht also Männer die für eine Zeit in Deutschland arbeiteten und ja dementsprechend auch davon profitierten dass selbst die sag ich jetzt mal schwarzarbeiterlöhne hier in deutschland höher sind als die tatsächlichen löhne in moldavien beziehungsweise sie in boldawien ja wahrscheinlich dann arbeitslos wären.

wie sich dann immer auch herausstellte, war die beiden Opfer haben in Bündeln und Umbündel Hilfstätigkeiten ausgeführt. Und sie hielten sich bereits seit einigen Wochen in der Gegend auf. So genau hat man das nicht nachvollziehen können. Bei Vater und Sohn wurden zunächst rumänische Pässe gefunden und die Polizei ist erst davon ausgegangen dass die beiden aus Rumänien kommen.

Das ist aber nicht so! So hatten die rumänische Pässe? Ja, das ist das was ich sagte Reichangeschichte. Man muss eins sehen in Moldavien wird rumänisch gesprochen zum größten Teil rumänisches gesprochen zwischen Ich glaube, Und es gibt halt eben auch aufgrund der Geschichte eine sehr starke rumänische Minderheit, so wie es zum Beispiel heute noch Menschen gibt die in Polen z.B., die deutsche Wurzeln haben und die haben dann einen romanischen Pass erhalten.

Das heißt also zusätzlich zu ihrem moldarischen gibt es noch einen romanisch pass. Aber warum dann unbedingt ein rumänischer Pass? Weil sie damit halt eben innerhalb der EU reisen konnten, das bedeutet andererseits wieder die Möglichkeit Freizügigkeit zu genießen. Das heißt in dem Moment kann ich ja halt von Rumänien bis Gibraltarreisen ohne dass ich angehalten, beziehungsweise ohne dass sich sanktioniert werde.

Was ja mit einem moldawischen Pass nicht möglich ist denn da brauche ich immer wieder eine Möglichkeit einen Visum zu erstellen und um hier längere Zeit zu leben. Also das war alles legal aber gemeldet waren die Männer hier nicht? Nein! Das hat sich wie gesagt...das möchte man ja auch gar nicht. Ja Und kommen wir jetzt mal zu den Hintergründen der Tat.

Die Männer hatten Ärger und zwar Gewaltigen Mit wem? Man muss halt eben sehen, dass diese Arbeitsvermittler ziemlich brutale Leute sind. Das heißt die kassieren auch bei den Arbeitern ab und das bedeutet zum Beispiel, dass so ein Arbeitsvermittler keine Ahnung ich sage jetzt mal vielleicht fünfzig oder hundert Leute angeworben hat und die er bundesweit verteilt hat und von jedem dieser Menschen möchte er Geld haben sprich etwa Hundert Euro glaube ich pro Monat.

So war irgendwie die Provision, von der mal die Rede war. Aber hundert Euro ist ja übersichtlich im Grunde genommen? Das ist wenn du wenig Geld verdienst, das eine ganze Menge! Das musst ihr halt eben auch in Relation zu dem Lohn sehen, d.h., dass es zwar immer noch mehr als den Moldavien verdient, aber hundert euro ist ne Welt in dem Zusammenhang vielleicht jetzt nicht für uns Bundesbürger, aber für die Leute ist es eine Riesensumme.

Und müssen sie denn auch noch für Kostomologie aufkommen? Da kommen natürlich dann noch irgendwelche Sachen mit dazu, aber ich ... Die versuchen sich wahrscheinlich aus der Region zu versorgen. Das heißt also, die kaufen den Supermärkten ein oder wird denen nichts gestellt in Anführungszeichen sondern die müssen ihren Lohn direkt dann erhalten, wenn sie ihn erhalten das muss man ja auch noch mal dazu sagen.

Dann auch einsetzen um sich was zu essen zu kaufen, um sich mal vielleicht irgendwie ein paar Süßigkeiten etc. zu kaufen. Das gibt es alles wie gesagt bei diesen Arbeitsvermittlern nicht. Das sind keine Menschenfreunde! Das muss man einfach so sagen. sind halt vermittelt worden von diesem Arbeitsvermittel, aber die hatten ja Ärger.

Warum gab es dann diesen Überfall? Was ist denn da gewesen? Das System hat funktioniert ja recht gut bei Menschen ohne Sprachkenntnisse und der getötete uns seine Ehefrau. Die haben also schließlich selbst begonnen Arbeitsstellen zu vermitteln. das heißt sie haben quasi das Geschäftsmodell dieses Arbeitsvermittlers kaputt gemacht Und man geht davon aus, dass dieser Vermittler in Moldau, in Muldawien dadurch sein Geschäft bedroht sah und deshalb halt eben auch diese Schläger nach Bünde geschickt hat.

Also die haben ihm dazwischen gefunkt? Das hat ihm gar nicht geschmeckt! Das hat überhaupt nicht geschmackt weil wie gesagt... Das Geschäft kaputt zu machen, wird da halt eben in diesen mafiosen Strukturen ganz anders bewertet als wir uns das vielleicht vorstellen können. Da wird sofort geschlagen bzw.

da wird sofort körperliche Gewalt ausgeübt. Wir haben es im Übrigen auch mal gehabt wie ich schon sagte in Herford. Dort gab's einen Fall auf dem Dudel. Da ist ein Bauherr der mutmaßlich auch Kontakte in diesem Bereich hatte Ich nenne es jetzt mal Rollkommando heimgesucht worden, er und ein weiterer Bekanter die auf einer Baustelle gerade arbeiteten.

Auf ner Baustell ihres eigenen Hauses muss man dazu sagen. Die sind soweit verletzt zusammengeschlagen worden dass der Bauherr halt nen Herzinfarkt erlitt und daran starb. Die Täter kennt man sind aber auch bis heute noch nicht gefasst. Was weißt du? Über diesen ominösen Arbeitsvermittler in unserem Fall, gibt es da irgendwelche Infos zu?

Ich denke mal ja bei den Ermittlungsbehörden. Aber offiziell bekannt ist wenig über ihn. also er ist bis heute nicht gefasst worden. gegen ihn liegt ein internationaler Haftbefehl vor inklusive Auslieferungsantrag und die Ermittler haben ihn auch zeitweise eben halt in Moldavien vermutet. ob er sich dann noch aufhält ist eigentlich im Moment unklar.

Und die deutschen Behörden haben auch einen Rechtshilfeersuchen an die Republik Moldau gestellt, aber wie gesagt der Mann ist verschwunden. und man muss natürlich halt eben auch sagen zum Beispiel in Transnistrien hilft so ein deutscher Auslieferungsantrag überhaupt nicht. Das ist der Bereich, der innerhalb von Moldavien sich selbstständig machen möchte indem russische Truppen stehen.

Und ob man da nun Auslieferungsersuchen hinschickt oder im himmelnes Jahrmarkt, das ändert nichts. Und was ist mit diesem Rollkommando? Also der Auftraggeber ist nicht greifbar und wie du sagtest dieses Rollkomando... Das ist auch nicht aufhindbar! Nein aber dazu macht die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben.

Aber ich gehe jetzt mal davon aus dass vor Ort so viel belastendes Material gesammelt wurde, dass in dem Fall das also irgendein Mitglied dieses Rollkommandos dieser Gruppe, dieser Schlägergruppe hier in Deutschland und Europa den Behörden ins Netz geht sich dann auch die Schlinge zuziehen wird. Aber eine Person konnte die Polizei festnehmen.

einen jungen Mann aber der ist eher ein kleines Lichter hatte mit dem Rollkoma wenig zu tun? Genau! Der war gemeinsam mit den beiden Opfern nach Deutschland gereist Und er hatte den Aufenthaltsort des Getöteten an die Hintermänner verraten. In der Tat Nacht hat er dann also auch einen Schul in die Haustür gesteckt, sodass diese Männer die Täter mit Masken problemlos in die Unterkunft kommen konnten und er hat dann also ausgesagt ihm sei überhaupt nicht bewusst gewesen dass der neunvierzigjährige getötet werden sollte.

das Amtsgericht hat ihn dann also im Oktober einen zwanzig Wegen Beihilfe zur Körperverletzung, zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt. Ich habe es so gesagt, dass dem jungen Mann eigentlich klar gewesen, dass der achtenvierzigjährige getötet werden sollte... Der neunvierziger?

Entschuldigung! ...dass er neun vierzigjährige getödet werden sollte. Sollte der wirklich getötete werden? War das ein Auftragsmord? Ich bin mir nicht sicher. Es kann durchaus sein, wie gesagt wir haben auch diesen Fall aus Herford. Da war es wahrscheinlich eine Art Denkzettel der da ausgeführt werden bzw überbracht werden sollte auf eine ziemlich brutale Art.

Möglicherweise hat keiner der Beteiligten damit gerechnet dass sich dabei um einen Tötungsdelikt am Schluss handeln wird sondern wahrscheinlich hieß es Ja, schlag ihn zusammen. Das ist jetzt meine persönliche Interpretation aber das sagen wir mal so, dass normale vorgehen. Ich sage etwas mal böse Skursese und der Pate lassen grüßen.

Die Tat war am neunten Mai zwanzig. Was ist eigentlich mit dem zweiten Opfer? Also dem Sohn des Getöteten? hat er noch mehr über den Fall auch sagen können oder? Ja, der junge Mann ist dann halt eben nach seinem Krankenhausaufenthalt befragt worden. Den wurden beide Arme gebrochen? Dem wurden beide arme gebrauchen!

Der war also schwerst verletzt. Er ist dann also auch nach meinem Krankenhaus aufenthalt befragt worden und der Sohn hat geschildert dass er sich zunächst im Zimmer versteckt hatte als die Täter reinkam Und danach seinen Vater und er körperlich angegangen worden. Sein Vater ist die Treppe runtergefallen, auch verstorben.

Gerichtsverfahren gibt es jedoch nicht. Mittlerweile ist dieser junge Mann ebenfalls verschwunden. Er soll nach der Tag ausgereist sein. Normalerweise hält so ein Ausreisepflichtiger Ausländer eine sogenannte Grenz über. Grenzübertrittsbescheinigung und diese muss dann am Grenzübergang wieder abgegeben werden.

Und anschließend wird sie an die Ausländerbehörden geschickt, doch dieses Dokument ist bis heute nirgendwo angekommen. Also niemand weiß wo der jetzt ist? Nein es gibt also mehrere Möglichkeiten. Der zwanzigjährige ist untergetaucht und hält sich weiter in den Deutschland auf oder aber er ist eben ausgereist ohne kontrolliert zu werden zum Beispiel mit dem Auto Und dann könnte die Bescheinigung später über die Behörden in Moldau nach Deutschland geschickt werden.

Aber... Ist das passiert? Nein, nach meinem Kenntnisstand nicht oder beziehungsweise noch unserem Kenntnistand nicht. Habt ihr da mal nachgefragt bei der Ausländerbehörde? Ja, die Kollegen haben dann im Kras Herford beim zuständigen Ausländernamt nachgefragen und damals teilte uns dann die Pressestelle mit wegen des laufenden Verfahrens keine Auskünfte gegeben werden könnten, eben halt auch in Absprache mit der Bielefelder Polizei.

Was in Teilen natürlich auch Verständnis ist und man muss auch sagen. die neuerlichen Anfragen der NW im Vorfeld dieses Podcast haben also zu keinem Erfolg geführt. Die Polizei wollte sich zu den Ermittlungen nicht äußern was ich Das muss man auch dazu sagen, nicht besonders schlimm finde. Weil wir wollen den Tätern ja nun also kein zusätzliches Wissen an die Hand geben.

Aber was soll uns das jetzt sagen? Also sind die dann noch dran oder stecken die Ermittlungen fest? Diese Verhandlungsmaßnahmen dauern an. ich denke mal dass da so durchaus Informationen vorliegen, die eine Identifizierung der Täter ermöglichen und Man möchte halt eben sein Wissen. oder die Ermittler möchten ihr Wissen natürlich nicht unbedingt mit diesen kriminellen Teilen und das ist natürlich auch ein beruhigendes Gefühl, dass Tötungsdelikte nicht beziehungsweise auch Mord nicht verjährt.

Wie es weitergeht bitte. im Fall wird sich zeigen was ich aber bei den Ostkrist fällen gelernt habe, die Polizei hätte einen verdammt langen Atem. Da könnte durchaus noch was kommen! Ja genau da sollten wir doch alle drauf hoffen. und wie heißt das so schön? Der Teufel ist ein Eichhörnchen und dann ergibt sich sicherlich mal wieder der eine oder andere Ansatzpunkt um die Leute zu kriegen.

Vater und Sohn sind von Moldavien nach Deutschland genauer gesagt, nach Bündel gekommen um in einer sogenannten Handwerkerkolonne zu erarbeiten. Diese Handwerkskolonnen sind oftmals Tal-Mafiöserstrukturen, in denen Menschen als billige Arbeitskräfte ausgebeutet werden. Und wer sich mit den Chefs den sogenannten Arbeitsvermittlern anlegt muss um seine Gesundheit und sein Leben fürchten wie Vater und Son aus Moldavian.

Der neunvierzigjährige Vater wird bei dem Überfall am neunten Mai, zwanzigundzwanzig getötet, seinen Sohn verletzt. Von den Tätern und den Auftraggebern fehlt jede Spur. Lediglich ein Handlanger wird wegen Beihilfe zur Körperverletzung zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt.".

Ja, das war's! Mit dem True Crime Podcast der neuen westfälischen Redaktion hatte Yuri Birgin – und zu Gast war der Kollege Jobst Lüdeking. Vielen Dank, Jobst! Gern geschehen, Birgit! Weitere packende Kriminalfälle aus unserer Region auch jederzeit auf nw.de und in der NW Plus App in der Serie OVL Crime.

Wir freuen uns über Fragen, Anregungen und Kritik zu diesem Podcast. Und natürlich überwünsche, welche Ostwestfälle wir demnächst für euch besprechen sollen. Schreibt uns eine E-Mail an podcastsatnw.de. Mein Name ist Birgit Gottwald. Bis bald!

0:00 / 0:00