OstwestFälle - der True-Crime-Podcast der Neuen Westfälischen
Gastarbeiter-Mord in Bielefeld: Die tragische Geschichte von Ahmed K.
Donnerstag, 2. Oktober 2025 · 33 min
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Shownotes
Zwei Jahre galt Ahmed K. als vermisst. Seine Ehefrau sprach von einer Reise in die Türkei, doch schließlich deckten Ermittler eine Affäre auf – und fanden die Leiche des Mannes in einem Waldstück bei Bielefeld.
Zwei Jahre lang galt der türkische Gastarbeiter Ahmed K. als vermisst. Seine Ehefrau Seher K. behauptete, er sei für eine Magenoperation zurück in die Türkei gegangen. Was die Ermittler damals noch nicht wussten: Seher K. hatte eine heimliche Affäre mit einem guten Freund der Familie. Immer wieder verhörte die Polizei die Frau des Vermissten. Der Druck auf Seher K. brachte schließlich Klarheit: Ihr Mann ist tot und liegt vergraben in einem Waldstück zwischen Lämershagen und Sennestadt.
Während eines Streits stach ihr Geliebter mit einem Schraubenzieher mehrmals auf Ahmed K. ein. Ob die Tat aus Notwehr geschah oder vom Geliebten geplant wurde, ist bis heute ein Rätsel.
Ostwestfälle S4 | E9 Gastarbeiter-Mord in Bielefeld: Die tragische Geschichte von Ahmed K.
Gast: Martin Fröhlich
Redaktion: Michaela Heinze
Gestaltung: OWL Digital
Mehr zur Serie “OWL-Crime” findet ihr auf unserer Themenseite.
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Es gibt ja keine Zeugen, außer diese drei Personen. Einer davon ist tot. Es bleiben noch die beiden anderen, die aber ein Verhältnis miteinander hatten, wo natürlich wieder die Frage ist, unterstützen die sich gegenseitig in ihren Aussagen. Das heißt, alles was wir wissen über den Hergang an diesem ersten Weihnachtstag, stammt im Prinzip von diesen beiden.
Plus Obduktion und Fundort. Ost-Westfälle, der True Crime Podcast der Neuen Westfälischen. Wir sprechen mit Opfern, Zeugen, Richterinnen und Richtern und mit den Berichterstatterinnen und Berichterstattern der NW. Spannend, nah und made in OWL. Dezember, basketag. Ein türkischer Gastarbeiter verschwindet Spur los.
Seine Frau behauptet, er sei in die Heimat zurückgekehrt. Doch stimmt das? Eineinhalb Jahre nach dem Verschwinden des Mannes wird in einem Waldstück zwischen Sennestadt und Lemmashagen Eine Leiche gefunden. Wie beharlig die Ermittler damals vorgegangen sind und wie sie den Fall doch noch aufklären konnten, darum geht es in dieser Episode der Ostwestfälle.
Mein Name ist Birgit Gottwald. Und zu Gast im Studio ist der stellvertretende Chefredakteur der neuen bestfälischen Martin Fröhlich. Schön, dass du da bist. Hallo, freu mich, dass ich wieder dabei sein kann. Martin, du hast uns diesmal wieder einen weit zurückliegenden Fall mitgebracht, der sich in den späten neunzehntessechziger Jahre abgespielt hat.
Die neunzigundfünfziger und sechziger Jahre waren in der BRD ganz besondere Jahre, denn in dieser Zeit kamen viele Menschen aus Italien, der Türkei, Griechenland, dem damaligen Jugoslawien, hierher, die damals sogenannten Gastarbeiter. Und das war politisch durchaus so gewollt. Das war nicht nur gewollt, das kann man rückblickend sogar als zwingend notwendig achten, denn es gab ein Ereignis, das hieß Zweiter Weltkrieg und das sind Millionen.
deutsche Männer gestorben. Und danach gab es aber das Wirtschaftswunder und brauchte Arbeitskräfte. Damals ist ja sehr viel mehr auch noch von Menschen gearbeitet und produziert worden, als das heute der Fall ist. Und diese Arbeitskräfte fehlten an allen Ecken und Enden. Und es ist ja die deutsche Wirtschaft gewesen, die nach diesen Menschen gerufen hat.
Und dann gab es diese sogenannten Anwerbeabkommen mit den einzelnen Ländern. Und ich glaube, das mit der Türkei ist neunzehntunhundertsechzig geschlossen worden. Und dann sind die ersten gekommen. Und das war natürlich neu für beide Seiten. Man musste sich erst mal ein bisschen einander gewöhnen. Und es gibt ja dann diesen gerne von gewissen Kreisen zitierten Satz.
Das waren ja Gastarbeiter. Es wollte ja keiner, dass die bleiben. Auch das ist falsch. Denn nach zwei Jahren, so war das ursprüngliche Abkommen, sollten die ausgetauscht werden eigentlich. Also die erste Runde sollte nach Hause gehen und neue kommen. Und da haben die deutschen Firmen gesagt, das ist Unsinn.
Jetzt haben wir die zwei reingearbeitet und sprechen die endlich Deutsch. Wir schicken die jetzt nicht nach Hause. Wir brauchen die hier. Also wurden aus Gastarbeitern, ganz normaler Arbeiter, und die sind geblieben. In der DDR gab es einen Pondon dazu. Da waren aber die Menschen aus den sozialistischen Bruderländern hergekommen, aus Vietnam, Angola untergleichen, und hießen dann Vertragsarbeiter, glaube ich.
Ja, das war aber, glaube ich, etwas später. Und die waren auch tatsächlich nur für die Zeit da, wo sie gearbeitet oder auch studiert haben. Da haben viele auch studiert. Weißt das, ich komme gebürtig aus dem Osten, insofern erinnere ich mich da auch noch aus der Kindheit dran. Der Unterschied ist es, die im Prinzip gar nicht integriert wurden in die Gesellschaft.
Also die haben im Prinzip wirklich in der Parallelwelt gelebt. Das war auch dort, glaube ich, auch von der Stadtseite so gewünscht. Und gingen dann in der Regel wieder zurück. Nicht alle, aber die Allermeisten. Gut, also unser Fall spielt hier im sogenannten Gastarbeiter-Mülljö. Warum hast du dich überhaupt mit diesem Fall beschäftigt?
Was hat dich da so interessiert und wie bist du vorgegangen? Na, mich reizen ja diese Fälle, die auch in der Ecke weiter zurückliegen schon. Das ist tatsächlich so, vielleicht weil ich mal Geschichte studiert habe, ich weiß es nicht. spielt ja auch keine Rolle. Ich bin bei Recherchens einem anderen Fall auf diesen gestoßen, der damals unter diesem Stichwort der Schraubendrehermord oder Schraubenziehermord lief durch die Presse, also auch durch die Neuwestfälische.
Und war auch fasziniert, weil es tatsächlich auch ein bisschen um das Thema einer Parallelwelt geht, um andere gesellschaftliche Vorstellungen unter Umständen. Und wie die dann auch auf das deutsche Justizsystem getroffen sind. Und das ist nämlich ein ganz netter Randaspekt dieser Geschichte, zu dem wir gleich nach vorne kommen.
Kommen wir gleich zu. Genau. Guck mal jetzt erst mal zum Anfang des Falls. Im Dezember'-Achtundsechzig ist Ahmed K. plötzlich nicht mehr da. Wie hat seine Frau Seeherkar das damals erklärt, weißt du das? Ja, also vielleicht noch einen halben Schritt zurück. Das war eine Familie, eine türkische Familie, die als Gastarbeiter hergekommen waren.
Also der Mann hat hier gearbeitet und die hatten auch zwei Kinder, die waren um die zehn, zwölf Jahre alt. Und ... Ja, also, die Familie ist hier nach Bielefeld gekommen, der Mann hat dann hier Arbeit gefunden und dann ein Jahr später, Ende des Jahres, ist er verschwunden, wie du schon sagst. Wer genau ihn jetzt als verschwunden gemeldet hat, ließ sich aus den Quellen nicht mehr erschließen.
Ich gehe mal davon aus, das war der Arbeitgeber. Der ist einfach nicht mehr zur Arbeit gekommen. Und die Frau hat dann gesagt, der hätte sich es anders überlegt, sei zurück in die Türkei, um sich dort am Marken operieren zu lassen oder eben einfach nur zurück. Die Aussagen waren nicht so ganz immer die gleichen.
die sie getroffen hat. Und natürlich ist da irgendwann bei den Ermittlern so ein Verdacht aufgekommen. Erstens, warum hat er die Familie hier gelassen? Geht zurück in die Türkei für eine Magen-OP? Na gut, vielleicht, aber von einer Magen-OP kehrt man ja irgendwann wieder zurück, im Normalfall. Oder man verstirbt dran, aber dann wird's irgendwo Akten geben.
Aber der blieb einfach verschwunden. Und es ist sogar Interpol eingeschaltet worden? Genau, irgendwann dann. mussten die Bielefelder am Mittlerjahr, wenn sie da ernsthaft nachgehen wollten und das haben sie getan, zu anderen Mitteln greifen. Den Satz sage ich fast immer, wenn ich hier stehe, ist eine andere Zeitrechnung, keine internationalen Datenbanken, auf die man per Rechner zugreift oder irgendwie sowas.
Auch die EU, wie wir sie heute kennen, gab es noch nicht. Und auch die Verbindung zur Türkei waren noch nicht die gleichen wie heute. Also ja, sie brauchten den internationalen Rahmen und dann blieb ihn nur Interpol. Aber auch Interpol konnte Achmed nicht finden. der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der
ist seit Dezember, der ist seit Dezember, der ist seit Dezember, Sie wurde ja nicht in dem Sinne zufällig gefunden, wie das manchmal auch passiert. Wenn die Hundertschaft fertig ist, kommt dann irgendwann der Spaziergänger mit Hund und findet die Leiche. Das hatten wir vor einigen Wochen wieder in den OWL.
Die Ermittler sind damals hartnäckig geblieben und haben die Frau wieder und wieder und wieder befragt. Weil sie gesagt haben, sie ist die einzige Spur, die wir haben. Sie muss irgendetwas wissen. Und in einem dieser Verhörer hat man dann offenbar ... sag ich mal, wer war, die Daumenschrauben ein bisschen angezogen.
Und dann ist die Frau mit der Wahrheit herausgeplatzt. Also die Wahrheit, die sie anderthalb Jahre eben nicht sagen wollte und hat dann zugegeben, dass der Ehemann tot ist, dass er von einem anderen Gastarbeiter erstochen wurde und dass sie weiß, wo die Leiche ist. Und sie hat dann die Ermittler auch dorthin geführt.
Sie hat die Ermittler dahin geführt, und so haben die die dann gefunden. Und ja, grausigen Fund würde man sagen, in dem Fall waren sie aber zumindest darauf vorbereitet, was sie da finden würden. Gut, jetzt ist also klar, Ahmed wurde ermordet. Und die Polizei hat auch schnell einen Tatverdächtigen an der Hand.
Wer soll Ahmed K. getötet haben? Und in welcher Beziehung stehen Täter und Opfer? Ja. Ich würde es noch ein bisschen anders einfliegen, und zwar ... Ob er ermordet wurde, wissen wir noch nicht. Wir wissen nur, er ist getötet worden. Er ist getötet worden. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied in diesem Prozess hier oder in diesem Verfahren.
Eine große Rolle spielen wird. Die Frau sagt, er sei getötet worden von seinem Nebenbuhler, der geliebte, der Frau war, der die zentrale Rolle hier spielt in diesem ganzen Fall. Wir werden später auch noch kurz darauf kommen, es ist nicht nur ein Nebenbohler und ein Gelieb, sondern inzwischen ist dieser Mann auch der Ehemann dieser Frau, also die hat ihn dann in der Türkei geheiratet, während man hier noch versucht hat, ihren Ehemann zu finden, aber dazu gleich noch.
Okay, ja, ja, ja, gut. Ja, wo haben wir gerade Schnee geblieben? Also, die haben diese Leiche gefunden, wer ist es gewesen? Genau, genau. Ja, vielleicht ein Satz zu diesem Nebenbuhler. Ein deutlich jüngerer Mann als Ahmet Mevlut ist sein Name und er war als Erster der Drei nach Deutschland gekommen. Er kam schon in den Hundertsechzechzechzechzeche her und hat damals in einem Asemissersägewerk angefangen zu arbeiten.
So ist das aus den Gerichtsakten später. Hat sich das erschlossen. Er ist dann gewechselt nach Pragwälde in einer anderen Firma. Und als die andere Familie, also Ahmed, Seeherr und deren Kinder hierher kam, hat er ihnen dabei geholfen, hier Fuß zu fassen. Das ist ja ein durchaus ganz normaler Vorgang, wenn weltweit, wenn Menschen in ein neues Land gehen, suchen sie dort erst mal Anschluss bei Menschen aus ihrem Herkunftsland.
Weil das einfacher ist, man kennt die Sprache, man kennt seine Kultur, man kann sich gegenseitig besser unterstützen. Passiert Millionenfach überall und so auch hier. Zunächst mal eine völlig unverdächtige ... Geschichte. Und es war dann wohl so, dass dieser Mevlut einen Führerschein hatte, der hier auch anerkannt war und hat dann der Frau, dieses Freundes oder Kollegen, der nachgezogen war, Fahrstunden gegeben auf einem Betriebsgelände.
Ist ja auch, neunzehnhundertsechzig, noch nicht so gewesen, dass alle Frauen schon Führerschein hatten. Aber sehr, Herr Wolthorfen war ein Führerschein machen. Das war nämlich an von ihrem Mann auch so abgesegnet. Was der Mann nicht wusste, ist, dass sich daraus dann eben mehr entwickelt hat aus diesen Fahrstunden.
Die sind dann auch zusammen mit diesem. Mevlüt und die Familie von Ahmed sind auch in den Urlaub gefahren, also ins Heimatland, in Türkei. Er ist häufig dort zu Gast gewesen, hat die auch oft gefahren. Die Seeherr hatte noch keinen Führerschein und Ahmed offenbar auch nicht. Das heißt, Mevlüt, dieser Mann, den sie hier kennengelernt hatten, war oft hilfsbereit und hat sie gefahren, wenn sie irgendwo hin mussten.
Man würde sagen, eine ganz normale Freundschaft, aber bei dieser Freundschaft blieb's eben nicht. Martin. Jetzt wüsste ich erst mal gerne von dir, was genau Dezember-Achtundsechzig passiert ist. Wann wurde Ahmed K. getötet? Wie und wo ist das Ganze passiert? Was haben die Ermittlungen damals ergeben?
Also, Ahmed hat scheinbar irgendwann mal erkannt, oops, mein Freund, hat was mit meiner Frau. Ja, da müssen wir jetzt ... uns kurz in diese Zeit und in diese Situation versetzen, der Ermittler später. Es gibt ja keine Zeugen, außer diese drei Personen. Einer davon ist tot. Es bleiben noch die beiden anderen, die aber ein Verhältnis miteinander hatten, wo natürlich wieder die Frage ist, unterstützen die sich gegenseitig in ihren Aussagen.
Das heißt, alles, was wir wissen über den Hergang an diesem ersten Weihnachtstag, stammt im Prinzip von diesen beiden. Plus ... Aus, sagen wir, Obduktion und Fundort. Es soll so gewesen sein, dass die drei gemeinsam heiligabend, also in'n'n'satzundsechzig verbracht haben, bei einer anderen Familie im Kreis Melle.
So, die Familie, weiß ich nichts, aber da hat man Weihnachten zusammen verbracht. Einen Tag später sagt der Ehemann, der nun offenbar eversüchtig ist, sie würden gerne Spazierfahrt machen und Mevlüt, der einzig den Führerschein hat, fährt mit den beiden los. Und zwischen Sennestadt und Lemmas Hagen sagt, ach, vom Beifahrer sitzt zu ihm jetzt, halt mal hier an.
Und dann rückt er damit raus, dass er Bescheid weiß über das Verhältnis. So geht die Darstellung der Ehefrau und das später dann eben angeklagten. Es kommt zum Streit. Und jetzt kommt eben die entscheidende Frage, wie eskaliert dieser Streit. Die Aussage ist, dass der Ehemann, der heifersichtige Ehemann, der gehörnte Ehemann, wie man sagt, den Rivalen auffordert auszusteigen, um ihn dann, um zu einem Kampf praktisch auffordert zu, man kann das sagen, zu einem Duell.
Und bevor er aussteigt, nimmt eben der Fahrer, also Meflut, einen Schraubenzieher aus dem Handschuhfach, sagt das wieder selber, weil er befürchtet, dass ihm hier Gewalt droht. Und als er ausgestiegen ist, findet er den Ehemann schon mit dem ausgeklappten Rasiermesser auf ihn wartend. So, also ... Er sagt, ihm war sofort klar, es geht hier um Leben und Tod.
Dann kommt es eben zu einem Kampf, zu einem Handgemenge. Und der Meflüt sagt, er sei zunächst auch verletzt worden mit dem Rasiermesser und gewürgt worden. Und dann habe er eben in Notwehr mit dem Schraubenzieher zugestochen und zwar mehrfach. Und die Obduktion ergibt eben in Prost und Rücken, hat er zugestochen, solange bis eben der Rivaler zusammensackt und auf dem Boden.
liegen bleibt. Es gibt keine Zeugen für diesen Kampf, außer die Ehefrau selber, die aber wiederum zunächst in den ersten Aussagen so heißt es, davon gefahren sei und gar nicht da war, sie sei also in das Auto auf den Fahrersitz gewechselt, fahren konnte sie offenbar inzwischen, um Lust zu fahren und die Polizei zu holen, um sozusagen diesen Kampf zu schlichten.
Also sie hat... Die Tötung von Achmed gar nicht mitbekommen. So geht die erste Aussage. Ja, die erste. Ah, gibt's eine andere. So geht die erste Aussage. Zumindest die Aussage, die Mefflütze macht. Später wird das zweifelhaft, ob die Ehefrau wirklich weg gewesen ist oder vielleicht doch dabei gewesen ist.
Die Aussagen widersprechen sich später, weil auch die Ehefrau dann beginnt, eine Schilderung vorzunehmen, wie es zu diesem Streit kam und was dann da eigentlich passiert ist. Das kann sie ja aber nicht, wenn sie in Wirklichkeit ... wie sie überhaupt denn weg gewesen ist. Also deswegen gab es dann Zweifel an der Aussage, ob sie tatsächlich davon gefahren ist, um die Polizei zu holen oder in Wirklichkeit Augenzeugen wurde.
Tatwaffe waren Schraubenzieher oder Schraubendreher. Der im Handschuhfach des Autos lag, ist das normal, dass dann... Ja, das ist eine gute Frage. Die waren alle, sagen wir mal, im weitesten Sinne handwerklich beruflich tätig. Kann schon sein, dass man dann ein Schraubenzieher dabei hat. Vielleicht liegt es auch daran, dass den dabei hatte, falls am Auto mal was kaputt geht.
Ich meine es ja nicht wie heute, wo man im Prinzip ratlos davor steht und eigentlich nichts mehr machen kann als Laie. Ja, ja. Platt gesagt, die Werkstatt erst mal eine Software braucht, um den Fehler auszulesen. Das waren andere Zeiten damals. Also, ich glaub, so ganz unüblich war das nicht. Und, und, Achmed, hat ein Rasiermesser mit?
Also, behauptet, ne? Das wird behauptet. Hat man als Mann ein Rasiermesser in der Tasche? Ich weiß es nicht mehr so. Na ja, versetzen wir uns ... Also, lassen wir mal zu, die Schilderung, dass Melvlyt, also der hier angeklagt und tatverdächtige, die Wahrheit gesagt hat, wenn der Achmet gewusst hat von diesem Verhältnis.
Und vor, hatte den Nebenwohner umzubringen. Dann kann es ja auch sein, er hat das Rasiermesser ganz bewusst mitgenommen. Aber das bleibt halt offen, er kann ja nicht mehr befragt werden. Also, die Ehefrau des Opfers und der Täter waren ja ein Paar. Also, kann es nicht auch sein, dass hier ... vielleicht einfach nur loswerden wollten?
Ja, das ist natürlich das, was die Ermittler auch bewegt, ist es in Wirklichkeit gar keine Notwehr gewesen und eine spontane, eskalierte Situation, sondern war das ein geplanter Mord. Also haben die den praktisch da hingelockt, in den Wald, ihn umgebracht und dort verscharrt. Das wird später vor Gericht diskutiert, aber das lässt sich eben einfach nicht nachweisen.
Die Tat hat sich ja in späten neunzehnt sechziger Jahren ereignet. Täter und Opfer waren sogenannte Gastarbeiter, kam aus der Türkei. Wie hat sich das eigentlich, also dieser kulturelle Hintergrund der Beteiligten, auf die Art und Weise der Berichterstattung ausgewirkt? Das würde mich mal interessieren.
Ja, also ich bin da jetzt ganz vorsichtig, weil man muss ja Leute immer aus ihrer Zeit heraus verstehen und nicht aus dem Blick vierzig, fünfzig, sechszig Jahre später. In einigen Artikeln wird das schon angespielt nach dem Motto Mord im Gastarbeitermilieu. Da kann man sich jetzt die Frage stellen, was meint diese Überschrift, was ist ein Gastarbeitermilieu, gelten da andere Regeln?
Selbst vor Gericht wird das später zum Thema. Es gibt da Zitate des Gerichts. Ich habe mal eins mitgebracht hier. Da wird dann gesagt, wir mussten bei der Beurteilung des Falles die Mentalität der fremdländischen Menschen die Sitten und Gebräucher anderer Völker berücksichtigen. Das war die Sichtweise des Gerichtes.
Also man hat das sozusagen auch unter Umständen sogar strafmildern interpretiert. Man hat das erklärt, dass in der türkischen Kultur einfach sucht eine möglicherweise größere Rolle Spieler als zum Beispiel in Deutschland. Und deswegen wollte man die Tat vor diesem Hintergrund unter Umständen etwas anders einordnen.
Ja. Das ist auch lange bis siebziger, neunziger Jahre so gewesen, wenn ich da überlege, zu Ehrenmorden. Ich geb das heute noch. Da gab es ja auch eine Zeit lang die Meinung, ja, das ist in dieser Kultur so. Aber es wurden halt Frauen ermordet. Ja, das ist ja vor Gericht wahrscheinlich auch wirklich eine schwierige Frage.
Wir stehen da manchmal als Lein oder Halblein etwas kopfschüttelnd davor. Einerseits sagen wir dann, na ja, wie gelten die deutschen Gesetze? Und dann muss sie mich halten. Punkt. Auf der anderen Seite kommt dann eben psychologischer Gutachter und sagt, na ja, das war aber unter Umständen für den Tatverdächtigen so gar nicht ... begreiflich, dass er sich hier, also in ganz anderen Fällen auch, auf nicht legalem Boden bewegt, weil der kennt das gar nicht anders so.
Und dann, also beneidet die Richter da manchmal nicht, dann da dazwischen irgendwo das Auspendeln so müssen, wo ist der nun? Ja, damals in dieser Gesellschaft viele Résentiments gab gegenüber, Gastarbeiter, da wurde geschimpft, die sollen noch nach Hause gehen, die nehmen uns die Arbeit weg. Nur, dass die zum Teil Arbeit gemacht haben, die die Deutschen nicht unbedingt machen wollten, die waren unter Tage, die haben bei der Müllabfuhr gearbeitet, standen am Band, haben aber auch Steuern bezahlt.
Ja klar, also ich sag mal die statistische Arbeitslosigkeit innerhalb dieser Gastarbeiter waren in den ersten Jahren tendenziell null. Also die haben alle gearbeitet, deswegen waren die hergekommen, die wurden ja wie gesagt von den Firmen angefordert, zumindest in den ersten Jahren und nicht allgemein.
Das war Trotz allem, ja, mit einer gewissen Skepsis, dann auch wieder verbunden, seitens der in Anführungsstrichen einheimischen. Das ist aber ja immer so, wenn Kulturen aufeinandertreffen, die sich nicht kennen. Ich sag mal, bei den klassisch-europäischen Zuwanderern aus Italien, Spanien, da waren die Themen etwas kleiner.
Natürlich war vielen der Gastarbeiter aus der Türkei emotional etwas fremder, auch weil eine andere Religion dahinter steckt. Das ist ja immer so, sobald es nicht nur um Kultur, sondern auch um Religion geht, ist die Brücke erst mal länger, die man schlagen muss. Und das hat sicherlich auch eine Weile gedauert.
Ich sehe gerade den Artikel, den du da hast, aus dem du gerade zitiert hast. Was mich irritiert hat, alle Beteiligten sind damit ganzem Namen abgedruckt. War das damals so? Weil heute ist das Nogo. Ja, das ist heute Nogo. Ich hab aber auch bei anderen Recherchen gesehen, dass damals auch bei anderen Fällen oft ganze Namen abgedruckt wurden.
Das würde ich jetzt nicht in Zusammenhang sehen mit dem Gastarbeiter im Milieu, also wie das hieß. Genau. Kommen wir wieder auf den Fall zu sprechen. Mevlid Kuh wird dann auch angeklagt vor dem Biele-Federland-Gericht, glaube ich. Das ist richtig. Ja. Weißt du, wie der Prozess ablief? Hast du da was zu gefunden in den Unterlagen?
Gab es ein großes Medienaufkommen, weil dann viele Menschen ... Also, ich kann definitiv sagen, dass die Tageszeitungen vor Ort da waren. So sehr viele andere Medien gab es da damals noch gar nicht. Also, das Fernsehen war noch nicht so tief im Lokalen drin. Und die Lokalradios zum Beispiel gab es gar nicht.
Also, insofern gehe ich jetzt mal davon aus, dass klassischerweise die Tageszeitungen vor Ort da die Berichterstattung übernommen haben. Ja, die haben auch schon reichlich Platz dem Ganzen eingeräumt. Also, es gab offenbaren ... ein größeres öffentliches Interesse. Das gibt's natürlich immer bei Blut, Taten und Eifersuchts.
Dramen ist ja klar. Ich meine, es gibt ja heute fünfhundert Fernsehdokumentationen, die wir alle gucken. Oder auch nicht. Aber insofern war das Interesse dann schon da. Ob dabei jetzt eine Rolle auch gespielt hat, dieser Blick in eine noch etwas andere Kultur oder fremdvorkommende Kultur, vermag ich heute nicht mehr.
Martin, der angeklagte Mevlut hat ja immer wieder beteuert, dass er sich nur verteidigen wollte. Glaubst du, der Version des T-Tas ist die für dich schlüssig? Hat der die Tat wirklich nicht geplant? Das ist hier wie auch in einem der letzten Fälle, wo ich hier war, wirklich tatsächlich schwierig. Weil uns eben die, na sagen wir mal, die Möglichkeit fehlt, zu befragen, der noch was anderes kommen könnte.
Die Staatsanwaltschaft hat damals auch Arbeitskollegen vernommen von den beiden. Weil zwischenzeitlich hatte der Angeklagte mal behauptet, er habe diese Beziehung mit der Frau, mit der Seeherr erst nach der Tat begonnen. Das ist aber widerlegt worden, weil Arbeitskollegen das wussten, dass die beiden ein Verhältnis hatten.
Das wurde vor Gericht eben von der Staatsanwaltschaft auch dann noch mal vorgebracht. Und dass der Ehemann ... davon eben Kenntnis gehabt habe nach einer gewissen Zeit und damit gedroht habe, wörtlich den Rivalen abzuschlachten. Wenn wir jetzt in diese Sichtweise gehen und diese Zeugenaussagen wirken lassen, klingt es eher danach, dass es tatsächlich die gewalttätige Eskalation von Seiten des Ehemanns gegeben haben könnte.
Ich sag aber extra könnte, weil dass der eine damit droht, etwas zu tun, schließt ja nicht aus, dass trotzdem die anderen einen Plan hatten. Mevlit wurde schließlich auch verurteilt und zwar nicht wegen Mordes. Genau. Man konnte die Mordabsicht tatsächlich nicht nachweisen. Man musste also in Teilen dieser Darstellung folgen, dieser Aufforderung zur Spazierfahrt und der dort überraschenden Eskalation.
Wie gesagt, der Schraubenzieher alleine reichte jetzt nicht, dass der im Auto schon war, um zu sagen, ja, das war dann eine Mordabsicht. Und natürlich war es nach anderthalb Jahren auch nicht mehr möglich zu prüfen, ob er zum Beispiel tatsächlich mit dem Rassiermesser verletzt worden ist, was ja wiederum eine Notwehr unter Umständen logisch erscheinen lässt.
Das kannst du nach anderthalb Jahren ja dann auch nicht mehr sehen. Wie gesagt, die Glaubwürdigkeit der Aussagen, der Ehefrau, die war ohnehin sehr klein, denn die hatte ja erst behauptet, sie sei zur Tatzeitpunkt gar nicht da gewesen, später dann gesagt, sie sei da gewesen, hatte ja auch anderthalb Jahre das Verschwinden ihres Mannes geleugnet, also ... Es war für die Ermittler nicht wirklich nicht leicht.
Vielleicht hat man eben die Verurteilung wegen Totschlags dann so ein bisschen in der Mitte gesehen. Was definitiv nicht geglaubt worden ist, ist, dass es eine reine Notwehrsituation war. Jetzt kann man sich diese konkreten Gewalttätige auseinandersetzungen vorstellen und sich fragen, wo beginnt dann der Vorsatz?
Ich bring den dann auch noch um und wo ist es nur Notwehr? Schwierig zu sagen, er hat mehrfach mit dem Schraubenzieher zugestochen. Nicht nur einmal oder zweimal. Auch in den Rücken gut. Wenn ich den Arm hebe und der andere greift mich von vorne an und es kommt zu einem Handgemengel, kann man auch von oben in den Rücken stechen.
Aber die Staatsanwalter des Gerichts waren überzeugt, dass das für eine Notwehr alleine nicht ausgereicht hat. Wie viel hat er gekriegt? Er bekommt wegen Totschlags vier Jahre Freiheitsstrafe. Und das Gericht räumt aber ein, also Landgerichtsdirektor Franz Krause, so hieß der, sagt in der Urteilsbegründung ganz klar, dass man den wirklichen Tathergang nicht mehr vollständig aufklären konnte.
Deswegen sagt ich, vorhin ist es vielleicht so ein bisschen so ein Urteil in der Mitte gewesen. Man hat aber angenommen, dass es nicht hätte sein müssen, Achmet zu töten, sondern es eben auch anders hätte gelöst werden können in der Situation. Was ist mit der Ehefrau? Die hat ja bei der ... Beseitigung der Leiche eigentlich geholfen.
Die ist nicht angeklagt worden. Da reichten offenbar die Beweise auch nicht aus, dass sie das verschwinden, dass man es geleugnet hatte. Na gut, das hätte man jetzt wahrscheinlich, ich bin kein Jurist, unter Behinderung der Justiz zumindest noch, unter Umständen fassen können. Auf der anderen Seite ist man ja nicht verpflichtet, sich selbst zu belasten in Aussagen.
Also, wahrscheinlich hat man da einfach gesagt, komm, wir lassen's gut sein. Das führt hier zu nichts mehr. Ähm ... Die beiden hatten, ja, das ist ja das Interessante, dann zwischenzeitlich geheiratet auch in der Türkei, bevor das eben aufkam. Also rauskam, hatten die beiden dann eben, also der ursprüngliche Geliebte und die sehr hatten dann geheiratet.
Vor dem Prozess noch? Ja, bevor überhaupt das Ganze rauskam. Sobald ich weiß, hatten die, ich glaube, die hatten im ... Ja, neunzigneunzechzig hatten die beiden in der Türkei geheiratet, also ein, nicht mal ein Jahr nach der Tat, und da ahnte ja niemand, was sich in Wirklichkeit abgespielt hatte, dass sie in der Türkei geheiratet haben.
und ich in Deutschland lässt ja aber schon erkennen, dass sie da vielleicht auf Nummer sicher gehen wollten. dass die deutschen Behörden das gar nicht mitbekommen. Weil Seeherr hat ja offiziell immer noch behauptet, dass ihr mein lebt. Ja, eben, ja. Und insofern, wenn sie jetzt in Deutschland wieder geheiratet hätte, oder hätte heiraten wollen, wären ja ganz bestimmte Fragen aufgekommen.
Fußnote noch am Rande, es stellte sich später raus, dass der Meflüt eigentlich in der Türkei auch schon verheiratet war. Das heißt, er hat also ein zweites Mal geheiratet. Ich sag mal ganz trocken, andere Zeiten, andere Sitten und Bräuche. Es gibt auch heute noch ... Ich höre hier und da noch mehrfach Ehren in der Türkei, die an einigen Stellen erlaubt sind, obwohl sie, glaube ich, laut Gesetz nicht erlaubt sind.
Aber es steht mir nicht zu, das irgendwie zu beurteilen. Ist eigentlich das Urteil gegen Meblitt gleich rechtskräftig geworden? Oder wurde dann noch Revision eingegangen? Nein, der ist in Revision gegangen mit seinem Bielefelder-Verteidiger Klaus Wilhelm Diegmeier damals. Und das Revisionsgericht hat tatsächlich eine ganze Weile gebraucht und hat dann aber zwei Jahre später das Urteil bestätigt.
Aus Sicht des Verteidigers noch mal leihenhaft gesprochen, verstehe ich das vollkommen, dass er das versucht hat. Weil wenn sie ihn nicht wegen Mordes verurteilt haben, sondern wegen Totschlags, ist ja die Notwehrversion immer noch nicht ganz vom Tisch. Und das hat er einfach versucht dann, aber ist damit an der Stelle gescheitert.
Und das blieb dann bei den vier Jahren? Es blieb dann bei den vier Jahren und der Verurteilte hat dann auch gesagt, dass er die Tat bereue und er habe sich dazu hinreißen lassen. Also indirekt hat er schon eingeräumt, dass es wohl doch nicht nur Notwehr war. Und interessant dann auch die große Liebesgeschichte, die hier unter Umständen eben am Ende das Leben des Ehemanns gekostet hat, die fand auch kein Happy End.
Der Meflüt hat dann angekündigt, er wolle sich von der See her trennen und zu seiner ursprünglichen Familie in der Türkei zurückkehren. Er hatte nämlich, wie gesagt, nicht nur schon eine Ehefrau, sondern auch vier Kinder. Also, ja, man bleibt ein bisschen fastungslos an der Stelle zurück. Noch mal, ich maße mir nie da irgendwelche Roteile an.
Ich weiß nicht, wie es ist, wenn man in zwei Ländern praktisch emotional gleichzeitig lebt, weil man in der Türkei eine familie schon hat und gleichzeitig in Deutschland lebt und arbeitet. Und dann hier, heute würden wir sagen, eine Affäre anfängt mit einer Landsfrau. Sicherlich emotional war das auch für ihn nicht so ganz einfach.
Ich glaube, das war der erste große Mordprozess in Bielefeld im Gastarbeiter-Milieu. Noch mal Zitat von damals. Und hat auch deshalb das Interesse durchaus der Öffentlichkeit auf sich gezogen. Am Ende blieben, würde ich mal sagen, zwei kaputte Familien. Das ist das Traurige hier. Ich weiß nicht genau, was aus den Kindern des Ermordeten und seiner Frau am Ende geworden ist.
Die waren damals zehn und dreizehn. Hoffentlich haben sie ein glückliches Leben gelebt. Ich weiß auch nicht, was aus der Ehefrau am Ende geworden ist, ob die zurückgegangen ist in die Türkei oder hier geblieben ist mit den Kindern. Es ist schwierig zu sagen, die Kinder haben übrigens das mal am Rande noch durchaus eine entscheidende Rolle bei der Hartnäckigkeit der Ermittler gespielt, weil Die waren ja nur nicht zwei und vier, sondern die waren schon so, dass sie denken im Menschen mit Erinnerung sind.
Und alle Versionen der Ehefrau darüber, wo der Mann denn sei, der nicht mehr aufzufinden war, konnten die Kinder nicht bestätigen. Die sind also auch gefragt worden und zwar getrennt von der Mutter. Und die konnten sich nicht daran erinnern, dass der Vater gesagt hatte, ich geh zurück in die Türkei oder ich lasse mich am Magen operieren oder was auch immer sie da an Versionen aufgetischt hat.
Und das hat die Ermittler tatsächlich dann am Ball bleiben lassen, unter anderem. Und konnten den Fall so auch aufklären? Konnten den Fall aufklären, ja, eine traurige Geschichte, sehr traurig so ein bisschen. Wir haben hier vor einigen Wochen gestanden mit der Majorsfrau in Paderborn, der Briten, die wenige Tage oder Wochen nach der Ankunft in Deutschland starb.
Allzu lange konnte Achmet hier an seinem Glück auch nicht schrauben oder arbeiten, denn dann war sein Leben schon vorbei. Nochmal, wir wissen nicht. ob er den Rivalen wirklich zum Zweikampf auf Leben und Tod herausgefordert hat und es im Prinzip dann ja zu einer Auseinandersetzung kommt, in deren Fortgang eine Notwehr oder eben dann eben ein Totschlag erfolgt oder ob es tatsächlich ein Plan war, ihn in den Wald zu locken und dort den ja störenden Ehemann loszuwerden.
An Weihnachten ist der türkische Gastarbeiter Ahmet K. von seinem Arbeitskollegen und Freund Schmidt Flütku mit einem Schraubendreher erstochen. Anschließend wird seine Leiche in einem Waldstück zwischen Sennestadt und Lemershagen vergraben. Das Gericht verurteilt Milvid Kuh wegen Totschlags zu vier Jahren Haft.
Laut Urteil geschah die Tat im Effekt. Das Opfer hatte Milvid Kuh und seine Frau, Seher Kah, mit einem Rasiermesser bedroht, weil die beiden eine Afferaten. Das Gericht geht also davon aus, dass der Angeklagte nur sich selbst und seine Geliebte verteidigen wollte. Das war es für heute mit dem True Crime Podcast der neuen Westfälischen.
Redaktion hatte Michaela Heinze und zu Gast war der stellvertretende Chefredakteur der NW, Martin Fröhlich. Schön. dass du Zeit für uns hattest. Ich komme auch noch mal wieder, wenn ihr wollt. Gerne! Weitere packende Kriminalfälle aus unserer Region auch jederzeit auf nw.de und in der nw-plus-app in der Serie OWL Crime.
Wir freuen uns über Fragen, Anregungen und Kritik zu diesem Podcast. Und natürlich über Wünsche, welche Ostwestfälle wir demnächst für euch besprechen sollen. Schreibt uns eine E-Mail an podcasts.nw.de. Mein Name ist Birgit Gottwald. Bis bald.