OstwestFälle - der True-Crime-Podcast der Neuen Westfälischen
Der Tote vom Bielefelder Abenteuerspielplatz
Donnerstag, 16. Oktober 2025 · 34 min
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Shownotes
Jahrelang lagen der Mordkommission nicht ausreichend Beweise für den Mord vor. Doch modernste Labortechnik hat nun einen vielversprechenden Ermittlungsansatz gebracht.
Zwei Kinder spielen im März 1990 auf dem Abenteuerspielplatz an der Albrechtstraße Verstecken. Zwischen den Büschen finden sie jedoch eine Leiche. Das Opfer wurde brutal mit einem Backstein erschlagen. Die Suche nach dem Mörder führt die Ermittler bis in die DDR. Doch auch diese Spur trägt nicht zur Aufklärung des Falls bei. Der Mord wird zum Cold Case. Die Cold-Case-Unit der Bielefelder Polizei schöpft nun jedoch Hoffnung, den Fall nach 35 Jahren doch noch aufzuklären.
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Ostwestfälle S4 | E11 Der Backsteinmord vom Bielefelder Abenteuerspielplatz
Gast: Jens Reichenbach
Redaktion: Dana Johanna Stoll
Gestaltung: OWL Digital
Mehr zur Serie “OWL-Crime” findet ihr auf unserer Themenseite.
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Es gab die Kneipel-Sperlingsgasse, das war wohl so eine Anlaufstelle, wo sich die Schwulen damals trafen. Dort ist er bis zu drei Uhr noch gesehen worden und fand dort aber keinen Kontakt. Er ist wohl öfter mit jüngeren Männern dann zu sich nach Hause gegangen. Das hat diesmal nicht geklappt. Und gegen Mitternacht hat man ihn wohl noch am Bahnhofsvorplatz heißt es heute.
Damals war es der Platz des Widerstandes, so war damals der Name, noch gesehen. aber auch da noch sozusagen ohne, dass er einen Kontakt hergestellt hätte. Das war wohl irgendwie für ihn frustrierender Abend ohne Erfolg. Die Ermittler gehen davon aus, dass er dann aber doch irgendwie noch jemanden ansprechen konnte.
Und dadurch dann sozusagen sich mit einer Person, die bis jetzt in Untersuchung galt, zum Spielplatz zurückgezogen hat. Ostwestfälle, der True Crime Podcast der neuen Westfälischen. Wir sprechen mit Opfern, Zeugen, Richterinnen und Richtern und mit den Berichterstatterinnen und Berichterstattern der NW.
Spannend, nah und made in OWL. Einundzwanzigster März-Ninzenhundundneunzig. Zwei neunjährige Mädchen spielen im Bielefelder Ostmanturmviertel Verstätten. Eines der Mädchen kriegt in ein Gebüsch und erlebt den Schreck seines Lebens. Die neunjährige stolpert quasi über eine Leiche. Bei dem Toten handelt es sich um den Zweiundfünfzig-Jährigen, er hat Bücher.
Trotz intensiver Ermittlungen und einer spektakulären Spur in die damalige DDR, konnte der Täter nie gefasst werden. Bisher. Denn eine Codecase-Unit der Bielefeller Kriminalpolizei rollt den Fall jetzt wieder auf. Was damals genau passiert ist und wie hoch die Chancen sind, den Fall letztendlich doch noch zu lösen, darum geht es in dieser Folge der Ostwestfälle.
Mein Name ist Birgit Gottfalt und zu Gast ist der NW-Redakteur Jens Reichenbach. Hallo Jens. Hallo Birgit. Jens, der Fall ist thirty-fünf Jahre her. Da wusstest du vermutlich noch nicht, dass du Journalist werden wolltest, oder? Das stimmt. Nein, das haben wir dann noch nicht klar. Und wie bist du dann auf diesen Fall aufmerksam geworden?
Das war erst im Herbst, im Jahr zwei-tausend-dreien-zwanzig. Da war ich dann Journalist und in der Phase wurde bekannt, dass in Bielefeld eine große neue Einheit gegründet worden war. Unsere immer wieder erwähnte Cold Case Unit, also die Ermittler, die die unaufgeklärten Fälle sich noch mal vornehmen.
Und damals im, in diesem Herbst hat die Einheit gesagt, wir haben so, bei Vorprüfung gesehen, wir haben bei zweiundvierzig Fällen, inzwischen sind es, glaube ich, ein paar mehr. richtig gute Ansätze, um das doch noch aufzuklären. Und ein Fall von diesen zweiundvierzig war halt der Fall mit dem Toten vom Abenteuerspielplatz.
Und der spielt im Bielefeld. Und den habe ich mir dadurch übers Archiv dann nahe geholt sozusagen. Dann lass uns mal auf diesen Fall eingehen. Also diesen ungeklärten Tod von Erhard Bücher. Wie, wann und wo genau wurde seine Leiche gefunden? Also das ist tatsächlich am Nachmittag so gegen vierzehn Uhr an diesem einzwanzigsten März gewesen im Jahre.
Wir sind in der Zeit rund um die Wiedervereinigung. Zwei Kinderspielen auf diesem Abenteuerspielplatz. Der ist an der Albrechtstraße. Heute heißt die Straße an dem Stück etwas anders. Aber damals war das beidseitig die Albrechtstraße. Geil zu als Abenteuerspielplatz. Da wurde nebenan Fußball gespielt.
Da waren Jugendliche und die neunjährigen die die Spielen verstecken. Die gehen also ins Unterholz. in die Hecken rein und so weiter und unter so Ästen und Zweigen steupert tatsächlich eine von den beiden über einen Toten mit einem komplett entstellten Gesicht. Also der ist offensichtlich mit Rohrgewalt zur Tode gekommen.
Das ist erkennbar. Und es ist auch am Anfang, natürlich wird sofort die Polizei gerufen und die Kinder müssen ja auch betreut werden, dass sicherlich auch Notfallseelsorge notwendig gewesen, um den Schock zu verarbeiten. Es ist auch am Anfang gar nicht klar, wer ist das eigentlich? Der hat keinen Ausweis dabei, kein Portemonnaie fehlt.
Da ist einfach ein Mensch und keiner weiß, wer es ist. Und vermisst ist moment keiner. Und wie kam dann heraus, wer das ist? Das kann ich nicht genau sagen. Vielleicht ist dann doch eine Vermisstenanzeige gekommen. Das lässt sich aus dem Archiv nicht ... Konkret erklären, aber ein Tag später steht in der Zeitung, der Tod ist identifiziert, es handelt sich um den Zweiundfünfzigjährigen Erdbücher, der wohnt in der Albrechtstraße, das heißt, der war ganz in der Nähe zu Hause.
Und dann ging natürlich die Ermittlung los. Was weißt du über den Toten? War das ein geselliger Mensch? War das ein Einzelgänger? So genau kann ich das nicht beantworten. Was ich weiß, ist, dass er als zuverlässig galt. Er war Packer in einem Bielefelder Unternehmen. Dort arbeitete er. Er war ledig, homosexuell.
Das hat in dem Fall eine besondere Bedeutung, weil er regelmäßig in die Bahnhofszene eintauchte. Da muss es, so hat mir das Markus Mertens, das ist der Leiter der Cold Case Unis, erster Kriminalhauptkommissar, hat es mir erklärt, da gab es eine richtige Schwulenszene. Da gab es mehrere Kneipen. männliche Prostitutionen, also homosexuelle Prostitutionen, die zu dem Zeitpunkt, neunzig, per Gesetz noch komplett verboten war.
Das heißt, auch aus Jugendschutzgründen war das Ganze da noch nicht erlaubt. Und er suchte aber dort in dieser Szene, in diesen Kneipen am Bahnhof. Ähnlich wie wir das heute von der Narria Straße kennen, da gibt es auch einen Drogenstrich, wie man so schön sagt. Abseits der Legalität die Möglichkeit, Kontakte aufzunehmen.
Und insofern war auch dieser Spielplatz möglicherweise nicht ohne Grund aufgesucht worden, sondern möglicherweise zum Austausch von Liebesdiensten. Jens, was soll ... Was haben die damaligen Ermittlungen ergeben? Relativ schnell ist klar, dass am zwanzigsten März, das ist der Abend vorher sozusagen, er hat Bücher unterwegs war, genau in diesen Kneipen.
Es gab die Kneipe-Sperlingsgasse, das war wohl so eine Anlaufstelle, wo sich die Spulen damals trafen. Dort ist er bis zu der Uhr noch gesehen worden und fand dort aber keinen Kontakt, hat niemanden kennengelernt. er ist wohl öfter mit jüngeren Männern dann zu sich nach Hause gegangen, das hat diesmal nicht geklappt.
Und gegen Mitternacht hat man ihn wohl noch am Bahnhofsvorplatz heißt es heute. Damals war es der Platz des Widerstandes, so war damals der Name, noch gesehen. Aber auch da noch ohne, dass er einen Kontakt hergestellt hätte. Das war wohl für ihn frustrierender Abend ohne Erfolg. Die Ermittler gehen davon aus, dass er doch noch jemanden ansprechen konnte.
Dadurch dann sich mit einer Person, die es jetzt zu suchen galt, zum Spielplatz zurückgezogen hat. Aber es gab keine Zeugen, die. er hat Bücher um diese Zeit am Bielefelder Bahnhof. gesehen haben. Am Bielefeld der Bahnhof schon, aber dann nicht mehr, wie er mit jemandem zu diesem Spielplatz ging. Also am Bielefeld der Bahnhof bis vierundzwanzig Uhr sagt man sicher, das war er, das war der er, den kannte man offensichtlich, der war nicht unbekannt in der Szene und die Ermittlungen waren aber sehr, sehr schwierig.
Es gab natürlich einen Zeugenaufruf und keiner meldet sich. Was angesichts der Illegalität dieser ganzen postibierten Situation nachvollziehbar ist. Da kommt keiner und sagt, ich weiß ja alles, sondern das ist ja ohnehin, sag ich mal, Milieu. Was man aber fand, waren Faserspuren. Und Markus Mertens erzählt mir, das war damals ein bisschen das Highlight der Spurensicherung.
Das waren also, man konnte auf die Kleidungrückschlüsse finden zu dem Täter. Und man fand Faserspuren von einer schwarzen Linenjacke oder einem schwarzen Linenzacko. Das war so der Anpacker, wenn wir heute denken, was wir so für Überführungsmöglichkeiten in Sachen DNA haben. Das war in dem Jahr aber noch nicht so weit.
Es ging zwar theoretisch, aber die Ermittler hatten diese Möglichkeiten noch nicht so ausgereizt. Das ging erst Ende der Neunziger in Bielefeld so los, dass man das erste Mal anfing, mit DNA-Spuren Täter zu überführen. Das war halt noch gar nicht der Fall. Nein. Aber wenn ich das richtig verstehe, die Polizei geht davon aus, dass er hat Büger am Bahnhof jemanden angesprochen hat und mit dieser Person zu besagten Spielplatz im Ostbanturm Viertel gegangen ist.
Genau. Das ist fußläufig vom Bahnhof. Das ist nicht weit weg. Man geht einmal über die Herrforderstraße und auf der anderen Seite kommen die Ostmanturmviertelstraßen. Die sind immer recht eng und klein. Da kann man sich gut seinen Plätzchen suchen. Das ist also durchaus schlüssig? Das ist schlüssig. Was die Polizei auch machte, war, in dieser homosexuellen, prostituierten Szene, Aufklärung zu schaffen.
Die haben Kontakte zu, er hat Bücher aufgesucht. Und sind, glaub ich, auf über hundert Leute gekommen, die alle in Frage kommen, die mit ihm Kontakt hatten, ob aus dieser Szene oder nicht. Es gibt ja auch ganz private, normale Kontakt. Aber sie kamen auf über hundert Personen, die am Ende in dieser Mord-Ermittlungsakte gelandet sind, haben die nach Alibis überprüft und haben sozusagen Befragungen durchgeführt.
Und Markus Mettens dachte, mehr konnte man eigentlich nicht machen. Man hat quasi das Ganze umfällt und auch halt dieses Milieu durchkämmt. Tatwaffe soll ein Backstein gewesen sein. Ist der am Tatort gefunden worden? Genau, der lag am Tatort. Und die Wahrscheinlichkeit, dass er es war, lag irgendwie auf der Hand.
Das lag an den Verletzungen, an den Blutspuren. Und das hat das LKA auch später bestätigt. Sowohl der Fundort ist als Tatort definiert worden. Das heißt, er ist da nicht nur hingebracht worden, sondern er ist da auch getötet worden. Und der Backstein ist die Tatwaffe. Da war man sich sicher. Lagen da noch andere Backsteine rum?
Es gibt ein altes Foto, das sieht jetzt nicht so aus wie unsere heutigen, modernen, coolen Spielplätze. Das war eher so alles so ein bisschen brach. Ich glaube, man merkt auch anhand der Art, wie die Verstecken gespielt haben, man ging halt ins Gebüsch. Da waren jetzt keine Türme, in denen man sich versteckt.
Also, ich glaube, da schon, dass da möglicherweise einfach alles so ein bisschen baustellenmäßig unterwegs war. Es war auch mehrfach von einem Abenteuerspielplatz. Jeder Abenteuerspielplatz hat ja auch irgendwie sowas von hier bauenen Kits. Vielleicht standen da tatsächlich verschiedene Baumarten. Materialien rum.
Das ließ sich aber anhand der Berichterstattung aus dem Archiv nicht nachvollziehen. Aber das Foto lässt das ein bisschen spüren, dass das nicht so ein Spielplatz ist. Heute ist da ein Spielplatz, der sieht top aus. Da würden alle Kinder mit der Zunge schneizen, die das sehen würden. Das war in den Neunzig, nicht ganz so.
Also dieser Backstein lag da vor Ort. Davon es auszugehen. Das heißt ... Das war eine Tat im Effekt und keine geplantet hat. Das will ich so nicht sagen. Das ist ganz schwer zu beurteilen, wenn man den Täter noch gar nicht befragen kann. Das Ostmanturmviertel ist ein Wohngebiet. Du hast gesagt, das Opfer hat dort auch gewohnt selber.
Hat es denn da keine Zeugen gegeben? Also das Opfer muss sich doch gewährt haben, vielleicht um Hilfe geschrien haben. Du sagst, es gab nicht nur einen Schlag mit dem Backstein, das Gesicht war entstellt. Hat das niemand gehört? Offenbar, nein. Soweit ich das nachvollziehen konnte aus unseren Berichterstattungen, ist jetzt nicht da der Zeuge aufgetaucht, der gesagt hat, ich hab das und das gesehen.
Was möglich ist, dass es Leute gibt, die das gehört haben. Aber dann war irgendwann stille und man guckt in die Nacht, es ist Nachmittag Nacht, also irgendwo zwischen zwölf und ein Uhr, die wenigen, die noch wach sind, merken, da ist irgendwas. Aber es ist offensichtlich keiner rausgelaufen, da hat jemand irgendwie Inflagranti erwischt oder so.
Das ist nicht der Fall gewesen. Da haben sich keine Zeugen gemeldet. Nein. Was kannst du uns zu den Ermittlungen der Mordkommission erzählen? Wie ist die damals vorgegangen? diese akribisch vorgegangen? also ist natürlich erst mal die die die wohnung des getöteten sich sich vorgenommen hat dort nach spuren gesucht hat dort zettel kommunikation nicht sag mal neunzehn neunzehn wird noch nicht ganz so viel über handy chats passiert sein sondern da lagen notizbücher und so weiter.
die wurden ausgewertet und so hat man natürlich erst mal innerhalb des direkten. oder privaten Umfelds sozusagen den Kreis aufgebaut. Aber parallel auch diese, das hatte ich ja schon erwähnt, diese homosexuellen prostituierten Szene, sozusagen durchleuchtet, Befragungen gemacht, diese Kneipen aufgesucht, gesagt, wer kennt den, wer hatte mit dem Kontakt, wer hat beobachtet, mit wem er gegangen ist.
Und da ist sehr, sehr viel passiert. Also das kann man sicherlich sagen. Und in dieser Wohnung wurden unter anderem auch ein Zettel mit einer Adresse gefunden und die hat später noch eine größere Bedeutung. Da kommen wir gleich noch darauf zurück. Was für eine Adresse war das? Das war eine Adresse in der DDR.
Da hat sich offensichtlich, er hat Bücher einen Namen und eine Adresse aufgeschrieben von einem jungen Mann, der just nach Öffnung der Mauer wieder irgendwie in seinem Leben aufgetaucht ist. Und das war für die Ermittler natürlich interessant. Dazu muss man sagen, das Jahr, war eine aufregende Zeit. Am dritten Oktober, gab es dann die Wiedervereinigung.
Aus Ost und West wurde eine gemeinsame Bundesrepublik. Und in dieser Umbruchzeit, also nach dem Mauerfall, noch vor der Wiedervereinigung, kommen die Ermittler aus Bielefeld jetzt nach Halle an der Saale. Da ist diese Adresse von diesem Mann. Das muss für die Ermittler Ein absolutes Neuland gewesen sein.
Wie ist da die Zusammenarbeit gelaufen, weißt du das? Das ließ sich in der Berichterstattung sehr, sehr kollegial. Das war natürlich jahrzehntelang gar nicht so. Da waren zwei verfeindete deutsche Staaten, die miteinander nichts zu tun haben wollten. Aber in dieser Umbruchsphase ist man wohl sehr wohlwollend miteinander umgegangen.
Es ist davon die Rede, dass die Ermittler aus Bielefeld nach Halle gingen und den Ermittlern dort erklärt haben, was aktueller Stand ist. Dann kamen Ermittler aus Halle. nach Bielefeld und haben sich dort umgeguckt. Es war quasi wie so ein kleiner Austausch. Und als man dann doch genug an Ermittlungsmöglichkeiten hatte, also dann haben sozusagen die DDR-Ermittler dort auch Befragungen durchgeführt.
Und da gab es Aussagen, die einen zwanzigjährigen Halenser schwer belastet haben. Und dann kam eine Staatsanwältin aus Halle wiederum nach Bielefeld gereist, um sich auch nochmal alle Beweise und alles, was vorliegend war, anzusehen. Und die hat dann am Ende ... sozusagen mit dem Kopf genägt und hat gesagt, ja, wenn Sie jetzt hier den Haftbefehl ausstellen, dann werden wir in Amtshilfe die Festnahme übernehmen.
Warum war der Mann so verdächtig? Was für das? Das hat sich halt durch diese Aussagen herausgestellt. Er war wohl mehrfach in Bielefeld. Er hat relativ schnell nach dem Mauerfall gesagt, ich gehe in den Westen. Da war er nicht alleine. Er hat nicht so einen tollen Job gefunden. Er war, glaube ich, als Werber unterwegs.
Das ist, also sage ich mal, man ist viel unterwegs, hat keine so richtige zukunftsweisende Perspektive. Und so ist er irgendwann mal, als er wegen Schwarzfahrens ertappt wurde, aus dem Bahnhof geflogen, also aus der Bahn geflogen und am Bahnhof gestrandet, so muss man sagen. Und das führte dazu, dass er in irgendeiner Art und Weise, er hat Bücher über den Weg lief, der offensichtlich da im Bahnhof auch unterwegs war.
Und so kam die ins Gespräch, er nahm ihn mit, er übernachtete wohl auch bei ihm. Also da war er, hat Bücher offenbar einladend und hilfsbereit. Und das führte dazu, dass es zu mehrfach Besuchen kam, so von zwei, drei Besuchen war die Rede. Und einer dieser Zeugen aus dem Umfeld des XXIII-Jährigen sagte, wir haben dann richtig auch vorgehabt, den zu überfallen, der hatte ja Geld.
Und wir wollten zu dritt. Wir wollten zu dritt dahin. Am XXIII. März war das geplant. Wir erinnern uns, er ist ja am XX. März möglicherweise in der Nacht auf den XXI. März zu Tode gekommen. Das heißt, wenn sie es geplant haben und dort auch hingefahren waren, weil er hat Bücher schon tot, das gaben sie auch zu.
Und dann kam eine Aussage von einem dieser beiden Komplizen, die mitkommen sollten, um diesen Überfall in der Wohnung des Bielefelders zu begleiten, zu erkennen ist. Aber der, der XXIII-Jährige, der war schon mal vorgefahren. Der war zwei Tage vorher schon da. Und der hat ihn wahrscheinlich erschlagen.
Und diese Aussage führte halt zu diesem Haftbefehl. Und der XXIII-Jährige wurde dann, ich glaub, im Juli, ne, war es, glaub ich, im Juni verhaftet. Aber ist dann doch wieder freigelassen worden? Ein Monat später hieß es, dass mit dem Beweisen war jetzt nicht oder vor allem mit den Zeugenaussagen war nicht ganz so, wie wir uns das erhofft haben.
Der Hauptbelastungszeuge hatte sich mehrfach im Widersprücher verstrickt und irgendwas passte da nicht mehr und da konnten sie den Haftbefehl nicht mehr aufrechterhalten und haben ihn entlassen. Also das heißt, dieser Dreiundzwanzigjährige mit zwei Komplizen wollte den Bielefehler überfallen? Richtig.
So, und der ist vorher ermordet worden. Das ist schon tragisch, oder? Irgendwie, das ist komisch. Das ist eine, sag ich mal, Doppelung, die so kurios ist, dass man fast nicht an Zufall glauben mag. Und da sagt man, das ist schlüssig. Da ist einer, hat einer plötzlich einen Alleingang gemacht und gesagt, ich hole mir die Kohle selbst oder was auch immer.
Das finde ich nachvollziehbar, dass die Ermittler darauf zugegangen sind auf diesen, sag ich mal ... Ermittlungsweg auf diesen Ermittlungsstrangen. Wie ist es denn dann weitergegangen? Wurde weiter ermittelt? Es wurde auch weiter ermittelt, allerdings ohne großen Erfolg. Insgesamt wurde, glaube ich, in den Jahr fourneinzig noch mal versucht, etwas mit Ermittlungen zu machen.
Das ist ja vier Jahre nach der Tat, aber es ist verlief alles ergebnislos. Es kam nie so richtig was zustande. Und dann ist es tatsächlich, dass es wirklich lange her passiert, dass man auch so Cold Case-mäßig gesagt hat, dieser Fall ist ja aus der Zeit, wo wir mit DNA noch nichts machen konnten. Jetzt überprüfen wir die Spurenträger, die alle noch reserviert sind, noch mal nach DNA.
Und es war es gelungen, so hat es mir Markus Mertens erklärt, ein Fragment von einer DNA-Spur zu sichern. Fragment heißt, sie ist nicht vollständig. Sie war aber dazu geeignet, bei den Artists von Kontaktpersonen auszuschließen, dass sie der Täter war. Weil dieses Fragment kam vom Tatort von der Leiche.
Und dieses Ausschlussfragment hat natürlich dazu geführt, dass man gesagt hat, wir haben ja so viel und aber die sind es nicht, hat aber auch wieder zu nichts geführt. Also jemanden auszuschließen ist zwar erstmal gut, aber der Kreis wurde nicht so klein, dass man sagt, jetzt können wir sozusagen die Schlinge zuziehen oder sowas.
Und so ist es. dem, sag ich mal, hartnäckigen noch mal vorlegen, der Coldcase-Union in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Jahr ist, in den Also auch, und das ist entscheidend, man kann sozusagen sagen, wir haben das Fragment, da sind wir uns sicher, das ist vom Täter und wir haben eine DNA-Spur, die passt dazu und die ist vollständig.
Und dadurch ist sich Markus Mertens und sein Cold Case-Team sicher, wenn wir jetzt eine DNA-Treffer haben, dann können wir ihn damit sozusagen als Täter überführen. Das heißt, die Polizei möchte eine sogenannte DNA-Reinuntersuchung machen. Genau. Man kann das Massenscreening nennen oder Reihenuntersuchungen.
Das heißt, die haben sich jetzt diese hundert Leute, die immer noch in diese Arte stecken, in einer Liste vorgenommen und sagen, wir machen ein Massenspeicheltest. Die kommen jetzt zu Besuch zu all diesen ... Kontaktperson. Da ist ja noch gar keiner verdächtigt. Da sind alles mögliche, sagen wir mal, Kontaktpersonen.
Und die werden jetzt in diesen Tagen nach und nach, das ist relativ langwierig, wie ich mir habe erklären lassen, besucht und machen einen Speicheltest. Und damit wird dann mehr oder weniger dann ausschließbar möglich. Ist er noch unter dem Verdächtigen oder haben wir den Richtigen? Noch haben sie nicht, aber das ist ganz interessant.
Die drei Jungs aus der DDR, die konnten schon ausgeschlossen worden. Genau, weil die drei wurden priorisiert, natürlich sofort überprüft. Die waren tatsächlich oder zumindest der Dreiundzwanzigjährige hartverdächtig. Und da ist es mit einem Speicheltest gelungen, zu sagen, nee, die könnte es nicht gewesen sein, die Spur ist sozusagen beendet.
Und die DDR-Idee oder diese Zusammenarbeit hat tatsächlich jetzt nach vielen Jahren dazu geführt, zu sagen, das können wir ausschließen. Aber diese DNA-Reinuntersuchung ist... Oder kann erfolgreich sein? Das wissen wir, weil wir hatten jetzt gerade einen Fall gehabt. Ich weiß, wir haben im Oktober vergangenen Jahres über ein Cold Case berichtet.
Und ein halbes Jahr später, im April, diesen Jahres, wurde man festgenommen, inzwischen hat die Staatsanwaltschaft sogar Anklage erhoben. Das stimmt. Kannst du uns diesen Fall noch mal kurz ins Gedächtnis rufen? Das war in den Bielefeld an Kiosk-Besitzer. überfallen und getötet. Genau. Als wir uns zusammengesetzt haben, um darüber zu reden, war noch überhaupt nicht klar, was daraus werden würde.
Es ging um den Cused-Besitzer Heinz, ich sage jetzt mal Heinz S. Wir haben im Podcast ihn Harald P. noch genannt, weil da gab es noch keine offizielle Neu-Fahndung der Polizei. Wenig später hat man seinen Namen dann Heinz S. sozusagen veröffentlicht. Und der war tatsächlich damals von einem vermutlichem Räuber in diesem Kiosk überfallen worden.
Wir haben noch darüber gesprochen, dass der durch so ein Fenster in diesen Kiosk eingedrungen war und dann offensichtlich, ob gewollt oder weil er Lärm gemacht hat und möglicherweise dann überrascht wurde von dem Kiosk Besitzer, konfrontiert wurde. und dann muss er ihn mit einem schweren, metallen Gegenstand angegriffen haben und hat seinen Kopf so schwer verletzt.
dass der Kioskbesitzer einen Monat später nach vier Wochen Intensivstation seinen schwersten Verletzungen erlag. Damals war es so, dass der Lieferant, der diesem Kiosk am nächsten Morgen oder an diesem Morgen beliefern wollte, ihn in dem Verkaufsraum fand. Der Täter war aber schon geflüchtet, hatte wenige hundert Mark, deutsche Mark mitgenommen.
Also das war wirklich nicht viel. Und im Februar von zwanzig ging dann die Kripo jetzt nochmal an die Öffentlichkeit. Die haben gesagt, wir haben in ähnlicher Weise, haben sie nochmal alle Spurenträger überprüft und hatten damals, das belegen auch Tatortfotos, am Tatort eine Handschuhpage von der Arbeitshandschuhe.
Und auf diesen Handschuhen waren die im Initialen m.t. Punkt zu lesen. Und da hatten die Kripo Beamten gesagt, das ist ein Ansatz, da können wir was mit anfangen und haben diese Handschuhe veröffentlicht, haben gesagt, wer kennt diese Handschuhe, wer erinnert sich, in welcher Betrieb können die möglicherweise irgendwie markiert worden sein.
Es gab ja keine Ahnung, wenn er so eine ganze Mitarbeiterschaft Handschuhe hat, hat man ja vielleicht gesagt, das sind irgendwie dann die personalisierten Handschuhe. Und dieser Handschuh hatte tatsächlich Spuren von DNA in sich, also in den Handschuhen, die dazu passten. Täter DNA hatte man gefunden, einen Anleichnamen, die exakt sozusagen zusammen passten.
Da hat man gesagt, wenn wir den Besitzer dieses Handschuhs haben, dann haben wir auch den Täter. wurde dann auch eine Reihenuntersuchung gemacht oder nicht? Genau, das wurde in ähnlicher Weise gemacht, aber diesmal hat man nicht gesagt, wir nehmen alle aus der Akte, das haben sie auch gemacht, darüber haben wir sogar noch gesprochen, da hat sich ja eine Leserin gemeldet, ihr Bruder, der inzwischen in der Schweiz lebte, wurde nochmal aufgefordert, ein Speicheltest zu machen, also das hatte man schon ein, zwei Jahre vorher gemacht, aber jetzt hatte man sich auf dieses m.t.
konzentriert, weil das andere, ich sag mal, die aktenkundigen Personen offensichtlich keine Treffer geliefert hatten. Und nun hat man gesagt, In diesem Wohnbereich damals, rund um den Kiosk in Eudentrup, gucken wir uns jetzt alle an die M.T.-Punktheisen. Mit diesen Initialen passen. Das waren ungefähr zweihundert Speicheproben, die man gemacht hat.
Und man hat den Täter wieder nicht gefunden. Aber eine Speicheprobe war ein sogenannte Beinahetreffer. Heißt? Ja, das habe ich auch gefragt. Was ist denn ein Beinahetreffer? Genetisch konnte man erkennen, das ist ein Verwandter. Wir wissen, das ist die Täter-DNA. Und ich hab hier eine DNA, die ist so ähnlich, dass das ein nahe Verwandter gewesen sein muss.
Und es stellte sich heraus, das war ein Bruder desjenigen, den man gesucht hatte. Und der ist jetzt auch angeklagt. Und dieser Bruder, ein heute, forty-fünfjähriger Familienvater, wurde dann kurz darauf. Und das haben wir in diesem Podcast natürlich noch gar nicht wissen können. Das müssen wir jetzt sozusagen nachlegen, festgenommen.
Er muss als fünfzehnjähriger, so ist jetzt die These, diesen Kiosk überfallen und den Kioskbesitz natürlich verletzt haben. Und in der Tat ist jetzt Anklage gegen den Mann erhoben worden wegen Mordes. Und das ist natürlich eine spektakuläre Aufklärung nach so langer Zeit. Wer diese Geschichte gerne noch mal nachhören möchte, kann das gerne tun.
Bei den Ostwestfällen einfach das Stichwort Kioskbetreiber stirbt, eingeben und dann habt ihr gleich die Folge. Allerdings ohne Verhandlungserfolg. Ja, und der Verhandlungserfolg ist insofern spektakulär, weil der war ja damals fünfzehn. Und jetzt wird nach Jugendstrafrecht sozusagen verhandelt. passiert unter Ausschlüsse der Öffentlichkeit, obwohl der Mann fünfundvierzig ist.
Die Idee ist ja, den Jugendlichen zu schützen. Dieser Mann ist gar nicht mehr Jugendlich. Aber so ist die Gesetzeslage, sagte man mir im Gericht. Also, da gibt es keine Möglichkeit. Und dann ist die Höchststrafe. Darüber haben wir auch schon mal gesprochen. Beim Jugendstrafrecht gibt es kein Lebenslang, sondern da geht es um zehn Jahre.
Aber was passiert, wenn jetzt das Gericht dazu kommt? Das war aber jetzt möglicherweise kein Mordmerkmal. Habgier liegt ja hier nass, ging um das Erbeuten von Geld. Aber wenn das negiert werden sollte und man sagt, das war nur Totschlag, dann ist das Ding verjährt. Dann ist der frei zu sprechen. Jetzt ist aber, das muss man auch ganz klar sagen, Habgier in dem Fall wirklich ein ganz zentraler Punkt bei diesem Fall.
Und davon gehen die ja auch im Fall, er hat Bücher aus. Aber mein Gott, ich muss da gerade über nachdenken, der ist Familienvater, was da alles dran hängt. Das ist so. Anderes Thema. Kommen wir jetzt wieder auf unseren jetzigen Fall zu sprechen. Auch hier ist jetzt eine Reihenuntersuchung geplant. Wie genau funktioniert das?
und ist die Teilnahme freiwillig oder verpflichtend? Ja, das ist tatsächlich freiwillig. Die haben die Möglichkeit, sie aufzusuchen und dann haben sie gesagt, hallo, wir sind da. Wenn du es aber verweigerst, weil du sagst, ich gebe meine DNA nicht im Staat oder irgendwelche vielleicht auch vorgeschobenen Gründen vorziehst, machst du dich enorm verdächtig.
Und dann ist es natürlich möglich, dass die Staatsanwaltschaft vielleicht doch sozusagen einen entsprechenden Beschluss beantragt, der vom Gericht dann... bejaht wird und dann wirst du gezwungen. Das heißt also, alles, was vorher passiert, diese guten Tage, sie sind in der Akte, sie wissen ja, wir haben damals ermittelt.
Wir machen nochmal ein Speicheltest hier, bitte sehr. Solange du das freiwillig machst, alles gut. In dem Moment, wo du dich verweigerst, machst du dich zumindest sehr verdächtig. Und dann kannst du natürlich passieren, dass dann sozusagen ein entsprechender Beschluss eingereicht wird. Jetzt ist nun der Fall, dass der Täter vielleicht schon tot ist.
nicht ermittelt werden kann. Wie stehen die Chancen, weißt du das? Das ist tatsächlich so. Markus Mertens sagte mir, etwa ein Fünftel dieser hundert Personen sind schon verstorben. Die leben nicht mehr, aber trotzdem bleibt man an denen dran und versucht Stellvertreter zu suchen. Stellvertreter sind diese gesagten, nahen Verwandten.
Weil wenn ich jetzt zum Beispiel die Mutter, den Bruder oder sonst wen habe, kann ich ja trotzdem ausschließen, der war es nicht. Oder okay, der ist zwar tot, aber er war es. Also das wird versucht. Aber etwa ein Drittel schätzte er, lebt noch in Bielefeld. Das sind die, die man wahrscheinlich relativ schnell abarbeiten kann.
Und dann wird es zäh. Also ein Teil ist tot, da muss man Stellvertreter suchen, da weiß man nichts, da hat er noch Verwandte, hat er keine Verwandte. Manche sind weggezogen, manche sind ausgewandert. Da wird es dann kompliziert und zäh. Deswegen, als ich fragte, wie schnell ist denn das, sind sie da nächste Woche mit fertig, ich sagte, nein, wir haben sicherlich am Anfang relativ, was wir am Anfang abarbeiten können, sind die einfachen Fälle und dann kommen die komplizierten und die ziehen sich hin.
Und im Fall des Kioskbesitzers, HMS. Da war es so, dass relativ früh einer der frühen Treffer sozusagen vom Labor gemeldet wurde und man gar nicht mehr diese ganzen komplizierten Fälle mehr abarbeiten musste. Das heißt, die Zwarhundert hat man gar nicht mehr aufgesucht, sondern man hatte in dem ersten Bereich schon den Treffer oder den Beinahetreffer in dem Fall.
Und darauf hoffen die Ermittler natürlich auch im Fall, er hat Bücher. Da müssen die Ermittler aber echt einen langen Atem haben. Das ist, glaube ich, eine Grundeigenschaft, wenn du Ermittler bist und ganz besonders, wenn du unaufgeklärte Fälle noch mal aufrollst, weil wenn du da keinen langen Atem hast und auch über Jahre, wie du jetzt siehst, immer wieder die Fälle hochholst.
dann hast du keine Chance. Und man sieht ja zwischen zwei, drei, das ist ja nicht lange her, und zwei, tausend, vierundzwanzig hat sich so viel in der Technik verändert, dass aus einem kleinen Fragment, womit man eigentlich nichts beweisen kann, plötzlich ein Mordnachweis möglich ist. Und insofern ist dieser lange Atem eine sehr gute Sache.
Und das ist auch einer der Hauptgründe, warum diese zweiundvierzig oder inzwischen sind es mehr als zweiundvierzig Fälle nochmal aufgerollt werden, weil man da Hoffnung hat, speziell über DNA-Treffer dann. für Gerechtigkeit zu sorgen. Im März, entdecken zwei Kinder beim Spielen die Leiche des Zweiundfünfzigjährigen.
Er hat Bücher. Die Ermittlungen führen schnell in die Bielefelder Schwulen-Szene. Eine andere Spur führt ihnen die damalige DDR. Dort wird sogar ein Verdächtiger festgenommen, wegen fehlender Beweise dann allerdings wieder freigelassen. Die weiteren Ermittlungen führen ins Leere und der Fall wird nie aufgeklärt.
Fünfundrassig Jahre nach dem Tod von Erhard Bücher rollt die Cold Case Unit der Bielefelder Kripo den Fall nochmal auf. Mit neuen Methoden hofft sie, den Täter zu finden und den Angehörigen des Toten endlich Klarheit zu verschaffen. Und das war's mit dem True Crime Podcast der neuen Westfälischen. Redaktion hatte Dana Johanna Stoll und so Gast war der Kollege Jens Reichenbach.
Vielen Dank Jens. Ich danke dir. Weitere packende Kriminalfälle aus unserer Region auch jederzeit auf nw.de und in der nw-plus-app in der Serie Oval Crime. Wir freuen uns über Fragen, Anregungen und Kritik zu diesem Podcast. Und natürlich über Wünsche, welche Ostwestfälle wir demnächst für euch besprechen sollen.
Schreibt uns eine E-Mail an podcasts.nw.de. Mein Name ist Birgit Gottwald. Bis bald.