OstwestFälle - der True-Crime-Podcast der Neuen Westfälischen

Update: Kiosk-Mord in Bielefeld – Durchbruch im Cold Case

Donnerstag, 30. Juli 2026 · 30 min

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Shownotes

Lange gilt der Fall als „Cold Case“. Nach der letzten Podcastaufnahme kommt es zur überraschenden Wendung. Neue Ermittlungen führen auf die Spur des Täters.
Es ist der 13. Juli 1994, ein heißer Sommertag: Der 67-jährige Harald P. (Name geändert) wird in seinem Kiosk in Bielefeld-Oldentrup überfallen und niedergeschlagen. Der Fall gilt lange als ungelöst. Mit neuen Ermittlungsmethoden versucht die Cold-Case-Einheit der Polizei Bielefeld dem Täter auf die Spur zu kommen und findet 30 Jahre nach der Tat einen dringend Tatverdächtigen.

Hinweis: Die Folge wurde erstmals am 24. Oktober 2024 veröffentlicht.

OstwestFälle S3|E11 Kioskbetreiber stirbt: Bielefelder Kripo will brutalen Raubmord nach Jahrzehnten aufklären

Gast: Jens Reichenbach
Redaktion: Alina Rullkötter
Gestaltung: OWL Digital

Mehr zur Serie „OWL Crime“ findet ihr unter: nw.de/themen/nachrichten/owl-crime

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Hallo lieber Ost-Westfälle-Fans! Wir befinden uns gerade in einer kleinen Sommerpause, aber wir haben trotzdem was Neues für euch. Nämlich Fälle aus dem Archiv bei denen es inzwischen Neuigkeiten gibt. Ab dem dritten September sind wir dann mit brandneuen Folgen wieder zurück. und jetzt das Update zum Kiosk.

Mord in Bielefeld. Ein Kiosksbetreiber wird im Jahr fourhundertundneinzig bei einem Überfall brutaler schlagen. Die Coldcase an mittlerweile der Cripo rollen den Fall zweitausendzwanzig neu auf. Und siehe da, mit modernster Technik können die Ermittler einen Tatverdächtigen entwickeln. Der fünfundvierzigjährige Bielefeller wird wenig später wegen Raubmordes angeklagt – doch vor Gericht kommt es erneut zu einer Wendung!

Der Bielefehler war zwar damals am Tatort aber dem Mord kann man ihm nicht nachweisen... Der Angeklagte sagt aus, dass er den Kiosk nicht allein überfallen hat. Er habe ans damals fünfzehnjähriger die Flucht der Griffen als sein Komplize dem Kiosktbetreiber tödlich verletzt haben soll. Doch der Kompliz soll mittlerweile in der Türkei leben und die weist in der Regel keine Staatsbürger aus Also könnten die weiteren Ermittlungen schwierig werden.

Das Gericht spricht am Ende den angeklagten Bielefelder vom Mordvorwurf frei Und jetzt geht's los mit der Archivfolge. Offensichtlich und das hatte der K-Leiter ja damals gesagt, haben wir Spuren gesichert mit denen wir einen Verdächtigen noch heute nachweisen können dass er die Tat begangen hat. Also die Spur ist offenbar schwer belastend.

man braucht jetzt nur sozusagen den Treffer zu der Spur und ich bin mir ziemlich sicher dass er mit dieser Spur DNA meint. also Erdgut ist nachvollziehbar alles Und jeder Kriminelle hat sozusagen da seine Akte. Wenn der aber in dieser Akte nicht ist, dann gilt es darum den bisher unbekannten Menschen zu finden und das ist schwierig.

Ost-Westfälle – Der True Crime Podcast der Neuen Westphärischen. Wir sprechen mit Opfern, Zeugen, Richterinnen und Richtern und mit Berichterstattern und Berichtersstattern der NW. Spannend, nahe und made in OWL! Der siebensechzigjährige Harald Peh betreibt in seinem Haus in Eudentrup einen kleinen Kiosk.

Am Morgen des threizehnten Juli, nineteen-neunzig wird er überfallen und brutal niedergeschlagen. Ein Lieferant findet den Schwerverletzten. Harald P. wird ins Krankenhaus gebracht wo er einige Wochen später seinen schweren Kopf Verletzungen erliegt. Die Polizei setzt alles in Bewegung um den oder die Täter zu finden bis heute ohne Erfolg.

Dieser sogenannte Cold Case ist diesmal Thema der Ostwestfälle. herzlich kommen dazu. Mein Name ist Birgit Gottwald Und mit mir im Studio ist der Kollege Jens Reichenbach. Hallo Jens Jens, der Fall Harald P. ist einer von zweiundvierzig Cold Cases die von der Biele-Fäller Polizei seit dreiundzwanzig neu aufgerollt werden.

über den einen oder anderen Fall haben wir hier an dieser Stelle ja auch schon berichtet. heute geht es also um den Raubmord an Harald Peh und er ist insofern interessant weil uns eine Hörerin auf eben diesen Fall Aufmerksam gemacht hat. Darin schildert sie auch etwas was dir vermutlich auch neu war.

Ja, das stimmt. Wir bekamen eine E-Mail von einer Hörerin, die sagt, sag mal, sagt euch der Fall was? Durch diese neuen Cold Case Fälle war mir der Fall zwar bekannt aus dem Archiv aber sie berichtete ganz spannend dass ihr Bruder tatsächlich vor drei Jahren also im Jahr zwanzig vermutlich nochmal zu einem DNA Test gebeten worden ist.

er war wohl damals als Zeuge befragt worden. Und wie wir gleich erfahren werden, sind sehr viele befragt worden bzw. sehr viele Leute sozusagen im Umkreis dieses Falles in den Akten gelandet und die sind offensichtlich jetzt alle nochmal zu einem DNA-Test gebeten worden. Kommen wir später noch mal zu!

Jetzt möchte ich aber erst einmal von dir wissen was damals, nineteenhundneinzig überhaupt passiert ist? Du hast dir den Fall nochmal vorgenommen und recherchiert. Was kannst du uns über die Tat selbst erzählen und wie bist du überhaupt an die Infos gekommen? Ja, das war Nineteinundneunzig. Da war ich noch nicht im Bielefeld.

Da musste ich mich hier aufs Archiv konzentrieren und die Berichterstattung war auch nicht so üppig. Es war zwar gleich am ersten Tag nach der Tat der erste Bericht in der Zeitung. Im Prinzip ging es damals um einen klassischen Raubüberfall In einem Kiosk. offensichtlich ist er Besitzer Harald P. überrascht worden von einem Einbrecher in diesen Kiosk, der hatte sich offensichtlich daran interessiert das Geld zu rauben und dann stand plötzlich der Mann im Gegenüber.

wie das genau geschehen ist nicht ganz klar. kannst du einmal die Gegend beschreiben wo sich dieser kiosk? Ja, also das ist mitten in Oldentrop. Die Oldentropperstraße ist ja eine relativ große Straße die sozusagen diesen Ortsteil durchquert und dann fährt man zweimal links Und dann ist man plötzlich in einem ganz ruhigen Wohngebiet.

und in diesem Wohngebied Heute ist es ein ganz normales Wohnhaus war auch das Wohnhaus von Harald P. mit seiner Mutter. vorher da eine Heismangel, also quasi ein Angebot für Wäsche und als die wohl nicht mehr war hat er sich einen Kiosk dort eingerichtet. Das heißt der hatte in seinem Haus gleich im Anbau einen kleinen Kioskk mit allem was man da brauchte Getränke und Bier.

Das ist eine ganz ruhige Ecke, offensichtlich nicht so wie wir das kennen in Stadthund, Spiti oder... ...oder vierundzwanzig Stunden Drugstore oder wie das heute alles heißt. Und das war noch ein klassischer Kiosk, wo jeder jenen kannte. Harald P. war da auch für die Kinder der Oper Harald. Dazu muss man sagen, Harald Peh heißt natürlich anders.

Sein Namen haben wir hier geändert. Also, der Kioskk ist in einer ruhigen Gegend. Das ist ein Kiosk, wo ich mir vielleicht eine süße Tüte gekauft hätte oder morgens die NW. Dazu gab es noch einen kleinen Knöhn-Schnack. Kannst du uns jetzt mal beschreiben was an diesem Morgen des dreizehnten Juli passiert sein soll?

Ja, also genau ist das nicht mehr rauszukriegen gewesen auch für die Kripo offensichtlich. Nicht! Die Rekonstruktion der Ereignisse zeigt dass es irgendwann an diesem Mittwoch ein heißer Sommertag zwischen acht und halb zehn Uhr morgens muss es zu dieser tatsächlich sehr schwerwiegenden Auffeinheit treffen gekommen sein.

Harad P war entweder schon im Laden drin Bereitete Dinge vor, wartete auf den Getränke. Lieferanten, der später auch kam, räumte auf was man halt so machte oder er war in seiner Wohnung nebenan im Haus und hörte dann Geräusche durch den Einbrecher, der da irgendwie rum vorwerkte und hat ihn dann sozusagen überrascht.

das wissen wir nicht mit Sicherheit. Was wir wissen ist dass der Täter Harald P. Imkiosk niedergeschlagen hat. Anfangs hieß es mit einer Eisenstange oder einem Hammer also es muss ein harter Gegenstand gewesen sein möglicherweise auch mit dem Stock oder irgendeinem anderen Gegenstand dem nahe kommt und der Täter, das ist das Bittere kam mit ein paar hundert Euro dann aus diesem Kiosk wieder raus.

Und Harald P wurde so schwer verletzt dass er sofort auf die Intensivstation kam mit lebensbedrohlichen Verletzungen. Krass! Von wem wurde er denn gefunden? Das ist besagter Getränkellieferant. Der kam um zehn Uhr und wahrscheinlich kam er regelmäßig, und wunderte sich das keiner öffnet. Harakpe galt in der Nachbarschaft als zuverlässig, war gesprächsbereit, jeder kannte ihn.

die älteren kam gerne zum Bier und zum Klönschnack bei ihm vorbei. Also es war schon so ein bisschen in der Gegend eine Anlaufstation Und offensichtlich hatte dieser Getränke-Lieferant auch so viel Kenntnis dass er merkte hier stimmt was nicht und ging dann offenbar ums Haus rum sogar und fahren ihn dann nicht, trefft auf ein geöffnetes Fenster beim Kiosk.

Und wie sich dann viel später herausstellte, hat das Opfer wohl noch geröchelt. Irgendwie um Hilfe gerufen was auch immer. Jedenfalls ist der ja durch das Fenster rein. Das heißt er hat gemerkt ich muss hier helfen und fand dort in einer riesigen Blutlache das Opffer und hat sofort Rettung, Polizei und Notruf gewählt.

Der Notarzt hat ihn dann auch tatsächlich versorgen können mit dem Rettungshubschrauber. also da ging es noch richtig um Zeit. Also da war offensichtlich klar, der muss sehr schnell versorgt werden mit dem Rettungshubschrauber zurück ins Krankenhaus fliegen lassen. Du sagst, da waren offene Fenster? Ist der Täter auch durch dieses offene Fender gekommen?

Davon geht die Kripo aus. ja das ist sozusagen Die Eingangstür zum Kioskwach verschlossen, die Tür von der Wohnung in den Kioskmach verschloss. Das heißt das ist ein bisschen das Rätsel bei der ganzen Sache. Wir wissen nicht wie zum Beispiel Harald P. da reinkam. Tatsache ist der Lieferant und offensichtlich auch der Täter sind durch das offene Fenster gestiegen.

Gut! Also... Der Täter ist vermutlich durch das Offen Fenster gegangen. Es kann aber auch sein dass Harald dem Mann oder den Täter oder den Tätern die Tür geöffnet hat und dann wieder verschlossen. Also ich meine, das ist mit diesen verschlossenen Türen, das finde ich alles ein bisschen komisch. Ja ja es ist tatsächlich komisch, da gibt's zwei Thesen.

Es ist natürlich möglich dass er vielleicht den Tater sogar bemerkt hat und fassen wollte und hinter sich wieder zugeschlossen hat. Das heißt so von wegen du kommst hier nicht raus? Achso! Das ist denkbar. wir wissen aber auch... Er hatte Angst vor einem Überfall. Er ist schon mal in der Vergangenheit überfallen worden, hat dann eine Decke beim Kopf bekommen und auch böse einstecken müssen und hat immer wohl wieder geschildert ich habe Angst dass mich hier jemand überfällt.

diese Angst kann natürlich auch dazu führen das man alles abschließt obwohl man drin ist, ne? Ich möchte nicht dass einer reinkommt. wenn er im Lieferant kommt weiß ich ja wer es ist und öffne ihm. Das ist auch eine Möglichkeit. So ganz klar ist das aus der Presseberichterstattung nicht geworden und die Kripo hat es nicht ganz deutlich geäußert, vielleicht hatte sie eine ganz klare Erklärung dafür.

Tatsache ist dass Fenster war für den Täter relevant warum beide Türen verschlossen waren. Die Polizei ging die denn von fremden Tätern oder von einem fremd Täter aus? Oder kann es auch ein kunde gewesen sein, Stammkunde zum Beispiel? Ja, also die Polizei hat sich später tatsächlich auch um alle Stammkunden gekümmert.

Am Anfang hieß es ein klassischer Raubüberfall da will jemand Geld trifft auf einen unbekannten Kioskbesitzer. das war so die erste Arbeitshypothese. aber wie wir wissen arbeitet man bei der Kripo und in solchen schweren Fällen ganz besonders wenn man größere Teams zusammen stellt immer von innen nach außen.

das heißt man versucht auch das nähere Umfeld Ganz stark ins Blick zu nehmen und dann sind die teams natürlich in verschiedene Richtungen und dann wurden auch die Stammkunden ins Auge geworfen. Das kam aber für die Öffentlichkeit erst etwas später, die sind dann sozusagen wirklich nach und nach alle abgelaufen worden.

Am Anfang hat man aber gesagt, okay das muss hier was Unbekanntes gewesen sein. da ist man, das war im Jahr fourneinzig war überrascht, ist man mit Lautsprecherwagen durch die Nachbarschaft gefahren und hat sozusagen die die Nachbarschaft um Mithilfe gebeten zum Beispiel in den Müllton zu gucken oder im Bevorgarten?

Waren ja noch andere Zeiten da gab es noch keine Handys und soziale Medien. dann wurde heute ein Lautsprecherwagen rumgefahren. Die Stammkunden wurden von der Polizei erst mal außen vorgelassen. Wenn aber der Täter-Stammkunde gewesen wäre, dann hätte er viel Zeit gehabt um die Waffe loszuwerden. Davon ist auszugehen.

Also die Waffe ist tatsächlich ein ganz wichtiger Punkt in so einem Ermittlungsverfahren, die kann Spuren tragen, die man sozusagen ganz besonders dringend braucht und nach der wurde auch gesucht. Man hat also wie gesagt die ganze Nachbarschaft durchkämmt, man hat vorgehitten durchkämpft, man hatte die Nachbarn gebeten Mülleimer zu sichten.

Sollte es eine Stammkunde gewesen sein? Und er hat sich sozusagen unerkannt verschwinden können. dann hat ja natürlich eine Menge Zeit gehabt weil auf die Stamm Kunden ging man erst etwas später zu. Du sattest, da ist ein Lautsprecher Wagen umgefahren? Es wurden Zeugen gesucht! Gab es den Zeugen? hat sich da jemand gemeldet?

Ja das war ganz interessant. Das war ja dieser heiße Sommertag wie ich schon sagte relativ morgens und der Kripo im Leiter oder der Mordkommissionsleiter sagte später, da war keiner. Es hat niemand was gesehen und niemand was gehört. Aber eine Frau, eine Nachbarin hatte doch tatsächlich einen verdächtigen Weglaufen sehen.

Und wenn jemand wegläuft an einem heißen Morgen und offensichtlich nicht zum Joggen unterwegs ist dann ist das natürlich hochverdächtig. Der hatte wohl ein blutverschmiertes T-Shirt irgendwas unter dem T-shirt, ein Gegenstand. Das hat wohl für sehr Aufmerksamkeit gesorgt und war auch Teil einer der ersten Zeugenaufrufe Also, dass er die Mordwaffe unter dem T-Shirt hatte oder irgendwie sowas.

Das könnte gut... also das ist sozusagen die Annahme wenn ich ein blutverschmiertes T-shirt habe und ich hab was unter dem t-shirt, was sich vielleicht nicht offen tragen will, ist das hochverdächtig. Da könnte ja durchaus eine Eisenstange kleinere Art oder so etwas drunter gewesen sein. Und dieser junge Mann is morgens mit einem weißen blut verschmierten T-SHIRT durch die Gegend gerannt und niemand?

Anderes hat es gesehen. Das muss wohl ein Wurf von dieser einen Nachbarin beobachtet worden sein, ein junger Mann, etwa zwanzig heute wäre der fünfzig Jahre alt, ein siebzig bis fünfzig groß. blonde Haare besagtes weißes T-Shirt blaue Jeans. das sind natürlich Aspekte da kommt man nicht so wahnsinnig auf auf ein ganz individuelles Aussehen.

aber das war am Ende dann sozusagen der erste Zeugenaufruf. wer kann sagen wohin ist er gelaufen? War das die einzige Zeugin? und da gab es mehrere? Es gab dann noch einen weiteren Hinweis in Richtung eines Fahrzeugs, was in der Nähe stand. Ein blauer Passat mit Gütersloher-Kennzeichen, jetzt würde ich sagen Gott, Mensch, Blauparkate gibt's wahrscheinlich ohne Ende.

In dem Wohngebiet scheint das zumindest so weit auffällig gewesen zu sein, dass man gesagt hat, der gehört hier nicht her Und das hat auch zur Ermittlung geführt. Also ein zweiter Täter. Gab es da auch eine Personengeschreibung? Da saß wohl jemand drin. Das ist ganz spannend, weil man erst mal sagt das muss nichts mit der Tat zusammenhängen aber der Verdächtige in die Richtung gelaufen liegt es zumindest nahe das nicht auszuschließen.

und daraufhin hat man diese Zeuginnheit befragt und er hatte wohl um die Ecke des Tatorts gestanden in einer Sackgasse und darin saß ein Mann Das ist wohlgemerkt nicht der mit dem blutverschirmierten T-Shirt. Der war ein bisschen älter, twenty-fünf Jahre alt, wollte also etwa fünfundfünfzig. Er hatte sehr sportlich einen auffällig kräftigen Hals und Nackenbereich und eine sportliche Figur, Narben am Mund und trockene Gold oder silberfarbene Kette um den Hals.

Also die Beschreibung war schon viel hilfreicher. Ja ich meine er ist jetzt sehr detailliert beschrieben worden Sportlich, Stirnacke, Narbe im Gesicht. Aus Gütersloh dazu das Auto? Das muss doch rauszukriegen sein wer das ist! Ja gute Frage also. man hat tatsächlich vieles versucht was man jetzt nicht auf automatisch machen kann.

es sagen können wir gucken jetzt alle die eine breite Körperbau haben wir können jetzt nicht alles sportstudios durchquemmen oder sowas. aber das auto war natürlich ein ganz wichtiger hinweis denn blaue vw passats können wir uns vorstellen gibt's viele Aber das lässt sich eingrenzen. Und dann noch Gütersloher kennzeichnen.

und tatsächlich hat die Polizei sich in den Wochen nach der Tat um diesen Wagen gekümmert, und hat mehr als dreihundertfünfzig Halter von blauen Güterslower Passats kontrolliert. Das Ärgerliche ist, die werden alle befragt aber keiner von ihnen kommt so richtig als Täter infrage. es hat haben sich keine Hinweise in Richtung Tat ergeben.

Gut da kommt die Polizei also nicht weiter. Nimmst du sich jetzt mal die Stammkunden vor? Genau, richtig. Schon während die Passatfahrer abgeklappert werden kommt es zu einem Aufruf im Kreis dieser Stamm Kunden. offensichtlich hat man relativ schnell rausgefunden wer da regelmäßig verkehrte diese um Fingerabdrücke gekümmert.

Ende Juli, also gut zwei Wochen nach der Tat veröffentlicht die Polizei dazu noch ein Phantombild mit dem blutverschmierten Täter. Also beide Strenge sind sozusagen im Moment in der Mache und es ist sogar wegen dieses Phantombilds jemand festgenommen worden. aber der musste wieder freigelassen werden, der war's ganz eindeutig nicht.

Und dann kommt das halt eben zu dieser Fingerabdruckaktion. Die Polizei spricht eher damals von einem einer der größten Aktionen dieser Art. viele Felder Polizei, mehr als hundert Menschen werden schließlich aufgerufen und kommen auch ihre Fingerabdrücke abzugeben. Und in dem Artikel der NW heißt es auch dass die Nachbarn sehr hilfsbereist gewesen sind weil sie auch wollten die Tat das die Tat aufgeklärt wird aber hat sich auch keiner so richtig vorgetan.

weil was die Kripo Beamten natürlich wollen ist Einmal einen Abgleich mit den vor Ort gefundenen Fingerabdrücken. Es haben sich wohl fremde Fingerabdrücke in dem Kiosk an irgendwelchen Möbeln, wo Kunden normalerweise nicht vorbeikommen gefunden. Wenn dieser Abgleich aber nicht so ganz funktioniert was bei Fingerab drücken ja manchmal möglich ist dann ist auch interessant wenn sich jemand weigert.

Es gibt ja Leute, die sich prinzipiell weigern. Ich gebe mal mit dem Behörden meine individuellen Insiken hier nicht. Aber es könnte natürlich auch einer sein der sich aus gutem Grund weigert doch das ist offenbar auch nicht passiert. Also das Ganze ist irgendwie im Sande verlaufen. dann... ...zweitausendundzwanzig kommt wieder Bewegung in diesem Fall und da hat uns ja auch die Hörerin etwas geschrieben was ganz spannend war.

Ja, das war tatsächlich spannend. Wir hatten das Eingangs erwähnt offensichtlich. ich gehe davon aus dass nicht nur der Bruder der Hörerin sondern ganz viele andere in den Jahr zwanzig von der Kripo Post bekommen. die wurden geladen um gebeten eine DNA abgleich zu machen also eine Probe abzugeben und wir wissen auch tatsächlich erst seit seit diesem Hinweis davon dass es diese Aktion gibt.

Das ist nicht ungewöhnlich. Die Kripo macht natürlich bei Cold Cases Und dies hier ist ein Cold Case der inzwischen auch dieser besagten Einheit sozusagen nochmal wieder vorgestellt gelegt wurde, dass immer wieder Versuche gestartet werden. Weil man ja kriminaltechnisch so viel weiter ist als vorher vor dreißig Jahren und entsprechend ist das nicht ungewöhnlich, dass sozusagen im Hintergrund nochmal solche Aktionen stattfinden.

Interessant ist natürlich dieser Bruder lebte inzwischen in der Schweiz konnte diese Probe nicht abgeben. In der Mail war nicht ganz klar warum ob er nicht konnte oder ob es da andere Widerstände gab. Da hat man aber dann die Mutter gebeten eine DNA-Probe geben, weil durch diese familiäre Nähe ließ sich sozusagen auch theoretisch ausschließen.

Ob der Fund beim Tatort da gibt es ja offensichtlich einen DNA-Fund und die DNA der Mutter, die dem des Sohnes so ähnlich ist dass man das vergleichen konnte, sozusagen ausschliessen konnte ob seine DNA da in Frage kommt. Und offensichtlicherweise ist das nicht passiert sonst hätte sich sicherlich die Leserin nicht unbedingt gemeldet.

Was hat sie denn noch geschrieben? Also die müssen ja deine in der Gegend gewohnt haben Die muss ja selber auch da Kundin gewesen sein. Ja, sie erzählte das war ganz schön. Sie erzählten dass sie als Komfemandin immer vorbeigegangen ist. die haben sich da wohl wie du schon sagst so ihre Schlickertüten geholt Würdigkeiten die wurden noch abgepackt.

Da kriegte man seine Seine Einzelteile Aufwunsch und sie sei da immer vor beigekommen und sagte alle haben ihn Opa Harald genannt. Opa Hahralt war offensichtlich einfach so eine freundliche Instanz redete mit jedem War für jeden schnack zu haben und insofern hatte er da offensichtlich große Sympathie bei den Anwohnern.

Und deswegen interessiert die Frau sich jetzt natürlich... Wie ist jetzt weitergegangen? Bei ihr war es in Vergessenheit geraten. Vor drei Jahren ist das in dieser Familie so wieder hochgepoppt und natürlich ist das Interesse nicht, nicht abgeflaut. Und als sie dann unseren Podcast hörte, meinte sie, warum denn ich über diesen Fall... weil der ist ja nun tatsächlich unaufgeklärt.

Gut! Dann lass uns jetzt auch wieder zurückgehen ins Jahr fourneunzig. Du hattest vorhin gesagt dass die Polizei den Nachbarn um Mithilfe gebeten hatte. Sie sollten doch in ihren Vorgärten ob da vielleicht die Tatwaffe ist. Was hat die Polizei selbst unternommen, um den Hammer oder die Eisenstange auf diese Tatwaffe zu finden?

Die haben eine Menge unternommnet. Ich hatte schon gesagt, sie kamen das ganze Wohngebiet durch. Das ist auch bei den Nachbarn aufgefallen in die Vorgärten. Da kommt die Polizei vorbei und sucht rechts- und links der Straße sozusagen den Garten ab. Das hat man im Wohngebieten nicht so oft. Das wurde sehr intensiv gemacht.

Die haben die Gullis geöffnet, einen Park durchkämmt ... theoretische Orte, wo ein Täter auf der Flucht sagt jetzt schmeiß ich es weg. Und unter anderem ist natürlich auch immer ein Fluss oder ein Teich von Interesse weil da verschwindet so eine Waffe und man sieht sie nicht mehr. und in diesem Park gibt es tatsächlich einen kleinen Ententeich Und den haben die Beamten dann, erst haben sie überlegt ob sie da Taucher reinlassen.

Offensichtlich war groß genug zum tauchen. ich muss zugeben Ich weiß nicht wie groß der Teichter heute ist und Sie haben ihn aber später leer laufen lassen. das er gab sich aus einem späteren Interview mit dem Mordkommissionsleiter. Das heißt der hatte einen Zufluss ein Abschluss. möglicherweise konnte man diesen Zufluß stoppen und Dann lief der leer und hat diesen auch durchsucht.

also auch dass es passiert Die Waffe ist nur nie aufgetaucht. Dann hatte ich erwähnt, man hat über drehundfünfzig Autobesitzer befragt. Man hat die Stammkunden um Fingerabdrücke gefragt. Es ist tatsächlich ganz viel gefunden aber auch zum Teich. Zum Beispiel gibt es später keinen Pressebericht. also offensichtlich war die Suche da jeweils erfolglos.

Du sagtest dreihundertfünfzeig Passatfahrer befragt, Fingerab drücke alles ohne Erfolg? Auch die Tatwaffe fehlt. Das ist nicht wirklich viel, kann man so sagen. Das ist sicherlich frustrierend für eine Mordkommission, die in der Regel ja irgendwelche Fehler passieren immer und in so einem Fall. offensichtlich ist der entscheidende Fehler nicht passiert.

Was ist eigentlich mit dem Opfer mit Harald P., der hatte den Überfall ja zunächst überlebt, konnte der noch befragt werden? Ja, das ist das Tragische. Das haben wir noch gar nicht erwähnt. Der war schon so schwer verletzt am Tatmoment, dass die Erste schon da keine Hoffnung hatten, dass er überlebt.

Er lag von da an im Koma und ist knapp vier Wochen nach der Tat dann auch an seinen schwersten Kopfverletzungen erleben. Man konnte ihn weder befragen ... Noch hatte die Ärzte eine Chance, ihn zu retten. Weißt du ein bisschen mehr über Harald P.? Ich weiß, das was man aus der Presseberichter sagt. Er war so ein alteingesessener Oldentrupper.

Der hatte damit seiner Mutter lange gelebt und eine Heismangel. Offensichtlich hat er sich diese Arbeit im Kiosk zu Herzen genommen wenn er Leute kannte. Das war sicherlich auch sehr beliebt. Da hatte auch mal Nachzwanziger, also nach Ladenschluss noch einmal geöffnet und gesagt komm für dich mach ich nochmal hol' ich nochmal das Bier raus.

Die Älteren haben wohl sich da sehr gerne zum Klönschnack getroffen. Also, ich glaube er war einfach ein beliebter Mensch. Er war leicht gebehindert also er war sicherlich nicht in der Lage durch einen Fenster zu steigen weil die Frage ja auch sich irgendwie aufstellt. aber im Prinzip war er eine Person die höchst anerkannt war.

Ja und was muss das für den Schock gewesen sein? Für die Menschen in Eulendrup? viele werden ihn gekannt haben. Das muss schon hart gewesen sein. So eine Tat Jens, wie geht es jetzt weiter mit dem Fall? Hat die Polizei irgendwelche Ideen, wie man noch an den Täter kommen könnte. Das ist, sag ich mal, ein Geheimnis der Polizei muss man ganz ehrlich sagen.

Es ist zwar einer von diesen Cold Cases die sich die Polizei nach und nach alle wieder vorlegt oder vielleicht auch parallel alle wieder Vorliegt. aber sie sagen natürlich wir können jetzt nicht jeden Fall mit großer Priorität anpacken. Wir haben zwei in sechs davon spielen im Bielefeld. Alle anderen in ganz OWL sind ganz bekannte dabei wie Frau Kalibs den wir hier auch aus dem Podcast kennen.

da sind auch ganz unbekannte draus. Und dieser kiosk fall ist sicherlich eher Einer von denen die jetzt nicht die überregionale Bekanntheit gewonnen hat. Aber gerade in Oldentrupp ist er unvergessen geblieben. Was bleibt, sind natürlich diese weiteren DNA-Analysen offensichtlich. Und das hatte der Kripoleiter oder der MK-Leiter ja damals gesagt.

haben wir Spuren gesichert mit denen wir einen Verdächtigen noch heute nachweisen können dass er die Tat begangen hat also die Spur? dies offenbar schwer belastend. man braucht jetzt nur sozusagen den Treffer zu der Spur und ich bin mir ziemlich sicher dass er mit dieser Spur DNA meint. also er habe gutes individuell im Nachvollziehbar ist Und jeder Kriminelle hat sozusagen da seine Akte.

Wenn der aber in dieser Akte nicht ist, dann gilt es darum den bisher Polizei unbekannten Menschen zu finden und das ist schwierig. wie gesagt die Stammkundenschaft scheint zumindest bei der Fingerabdruckaktion nicht auffällig gewesen sein. Wie viel man jetzt schon vor drei Jahren zur DNA-Analyse gebeten hat wissen wir nicht.

Die Polizei sagt so diesen Fällen eigentlich als Cold Case beendet sind nichts mehr. Es gibt aber Fälle, wie zum Beispiel der Fall Agnes N in Flotow. Darüber haben wir auch schon berichtet und ich habe auch zweimal glaube ich darüber gesprochen. nach vielen Jahren wurde der war auch ein Raubmord da ging es ja um einen angeblich im Haus vorhandenes Bargeld nach vielen jahren durch einen DNA Treffer noch aufgeklärt.

die Täter sollten sich also nicht zu sicher sein. das auf keinen Fall. was denkst du? wird der fall noch aufgeklaert? Das ist schwierig zu sagen. Ich kann es einfach nicht einschätzen. dieser Satz den ich eben erwähnt habe, dass das mit diesem Beweis sozusagen nachweisen können, dass der Täter die Tat begangen hat.

Der lässt ein Hoffnungsvoll werden. Dass das aber schon so lange trotzdem nicht dazu geführt hat jemanden zu finden macht natürlich die Sorge, dass es am Ende ein Cold Case bleibt. Vor dreißig Jahren wurde Harald P. in seinem Kiosk in Oldentrup überfallen und brutal niedergeschlagen, mit schweren Kopfverletzungen kommt er ins Krankenhaus, liegt einige Wochen im Koma und stirbt schließlich.

Eine Zeugin will einem Mann gesehen haben der in einem blutverschmierten T-Shirt vom Tatort floh. andere Zeugen berichten von einem auffälligen Auto doch ein Täter wurde bis heute nicht gefunden. Die Polizei hat sich diesen Cold Case jetzt noch mal vorgenommen, hat vielleicht sogar neue Anhaltspunkte.

Sollte dir noch irgendetwas einfallen rund um die Tarte vom thirteenthen Juli. Wenn es noch so nebensächlich und unwichtig erscheint, dann melde dich bitte bei der Bielefeller-Polizei. Das war's für heute mit dem True Punk Podcast der neuen westfälischen Redaktion hatte Alina Rohlkötter zu Gast war Jens Reichenbach.

Schön, dass du da warst! Ja danke, dass ich da sein durfte. Weitere packende Kriminalfälle aus unserer Region auch jederzeit auf nw.de und in der NW Plus App in der Serie OVL Crime. Wir freuen uns über Fragen, Anregungen und Kritik zu diesem Podcast Und natürlich über Wünsche welche Ost bis Fälle wir demnächst für euch besprechen sollen.

Schreibt uns eine E-Mail an. podcasts at nwe.de. Mein Name ist Begitt Gottwald Bis bald.

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