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Shownotes
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HISTO 6: Mensch nerv' mich nicht
- Nerven würde man eher den unauffälligen Geweben zuschreiben - außer man hat sich gerade den Ellenbogen an der Tischkante angeschlagen. Auch Gefühle, Sprache und Gedanken entstehen scheinbar aus dem Nichts. Und doch benötigen wir dafür natürlich Nervengewebe! In dieser Folge vermitteln wir euch den histologischen Aufbau dieser Schnellfeuerstationen in Gehirn, Rückenmark und dem peripheren Nervensystem. Also den N. cochlearis auf Empfang schalten und los geht's!
Kapitel:
() - Aufbau Neurone
() - Gliazellen
() - peripherer Nerv
Hier findet ihr nochmal die Folge zur Einführung in die Neuroanatomie (tinyurl.com/ana-zns-1) zum Wiederholen :)
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Komm, Leute, mein Kurs war besser.
Mach nochmal.
Litos in Wam. Der Vogel kommt.
So, jetzt habt ihr auch mal miterlebt, wie wir uns warm machen, weil jedes Mal, wenn Tim dabei ist, hier als professioneller Korknabe jedes Mal erstmal einsingen. Sehr, sehr schön. Aber um quasi die Neuronen und die grauen Zellen zu stimulieren, ist es bestimmt gar keine dumme Idee, weil darum soll es heute nämlich gehen, ums Nervengewebe, als letztes Grundgewebe, bevor wir dann endlich mal quasi starten dürfen, in die speziellen Gewebe.
Aber keinesfalls weniger wichtig. Nein, nein. Ich möchte mal betonen. So ist es.
Und deswegen fangen wir direkt an mit der Einteilung. Die Zellen kann man in zwei Gruppen unterteilen, in die Neurone und die Gliazellen. Neurone sind die eigentlichen Nervenzellen zur Erregung, Verarbeitung, Verschaltung, wie auch immer. Und die Gliazellen sind so ein bisschen Supports, Unterstützung.
Da gibt es auch viele verschiedene, auch nach Untergruppen und Blionbla. Aber das ist so erstmal der grobe Fahrplan für heute, dass wir da durchgehen. Aber bevor wir in den einzelnen Aufbau reinsteigen, haben wir noch ein paar histologische Darstellungen mitgebracht, weil es hier fürs Nervengeber nochmal ein paar besondere Färbungen gibt.
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Und das hilft einfach nichts, die müssen einfach rein. In der Vorklinik erinnere ich mich an die Hirnnerven, die Anatomie oder sonstiges. Manche Sachen muss man sich einfach auswendig merken. Und da ist der Game Changer schlechthin tatsächlich Meditrix. Meditricks, das sind quasi Eselsbrücken als Bilder.
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Das war's schon.
Erstmal danke, dass ihr nach dem trashigen Intro noch dabei seid. Die wichtigste Färbung in der Histologie des Nervengewebes ist meiner Ansicht nach die Nisselfärbung. Da kann man nämlich die strukturellen Eigenschaften der Neurone sehr gut hervorheben und sie auch insgesamt von den Gliazellen abgrenzen.
Durch die Nisselfärbung werden insbesondere die Nukleoli, wegen ihrer RNA, die da drin produziert wird, sehr gut bläulich sichtbar.
Das sind tolle blaue Farbe, findest du nicht?
Nisselfärbung ist echt eine schöne Farbe. Und zudem hat man charakteristische Nisselschollen im Zellkörper, also im Soma. Die sind dann so violett. Und überall, wo man diese Nisselschollen hat, findet man Ribosom und RNA. Also findet man diese Nissel-Schollen vor allem eben als raues enoplasmatisches Retikulum und kann danach auch sehen, wo zum Beispiel die Nervenzelle in ihre Fasern übergeht, weil nur die Oata der Nervenzellen sind letztendlich durch diese Nisselfärbung angefärbt.
In den Fortsätzen findet man einfach keine anfärbbbaren Organellen wie das rauendoplasmatische Retikulum. Um jetzt Fortsätze und Perikarien, also die kompletten Neurone mit ihren Verbindungen untereinander gut darstellen zu können, nutzt man dann eher die Golchi-Färbung. Das ist eine Verzilberungstechnik, wodurch dann auch die Nervenfortsetze sichtbar werden und man letztendlich theoretisch, wenn man sich sehr lange hinsetzt, eine Art Kartografie des Nervensystems erstellen kann.
Genau. Und das Nervensystem, wie gesagt, ist halt eben, sind Neuronen und Liazellen, denen möchten wir uns jetzt nach und nach widmen. Beginnend bei den Neuronen, weil die schon so ein bisschen der Klassiker und auch, ja, auch fast wichtiger sind, aber ich möchte mich da jetzt nicht so weit auss Fenster lehnen.
Was sind Neurone, was ist deren Funktion und worum geht es eigentlich, Fabian?
Es geht um Nervenzellen. Neurone sind Nervenzellen, das haben wir alle schon mal gehört, bestimmt in der Schule. Die Funktion ist die Aufnahme und Weiterleitung sowie die Verarbeitung von Reizen, also von nervalen Reizen, die da ankommen und weitergeleitet werden. Das ist das Wichtigste, was das Nervensystem im Prinzip ausmacht, dass hier Informationen auch zum Teil über ganz schön lange Strecken, wenn man sich mal überlegt, dass das vom Gehirn bis in die rechte Großzehe geleitet wird, weitergeleitet wird.
Könnervergleich, danke. Finde ich super. Die rechte Großzehe.
Was würdest du nehmen, die rechte, Kleine? Weiß ich nicht. Ich finde es schön. Was heißt das, der dicke Onkel? Sagt ihr das auch? Dicker Onkel zum Großzee? Nee? Okay. Nee. Ich glaube, die Folge heißt der dicke Onkel, oder?
Bald heißt sie so. Bei Nervenzellen muss man sich klar machen, dass das auch polarisierte Zellen sind. Ich glaube, die letzten Zellen, die polarisiert waren, waren die Epithelzellen. Und jetzt sind wir also bei den Nervenzellen wieder, sehen wir, dass es eine Polarität gibt, einen Unterschied zwischen dem Anfang der Zelle und dem Ende der Zelle.
Das war jetzt relativ allgemein ausgedrückt. Jetzt, was heißt es konkret? Man spricht bei den Nervenzellen auch von sogenannten Neurithen, also Fortsätze, die diese Zellen ausbilden. Und da unterscheiden wir die Dendriten vom Axon. Es gibt meistens mehrere Dendriten und ein Axon. Was machen die? Dendriten sind zuständig für den Signalempfang, sind also wie so kleine Antennen, die von anderen Nervenzellen oder Neuronen die Signale und Aktionspotenziale empfangen und zum Zellkörper weiterleiten.
Die Axone, die sind die Ausgabestation für diese Aktionspotenziale, also diese nervalen Reize und leiten das Signal irgendwo woanders hin weiter. Jetzt wissen wir, wie die grundsätzlich aufgebaut sind, diese Neuronen, und schauen uns an, wie die einzelnen Teile konkret, welche Bestandteile die haben.
Und wir fangen an beim Zellkörper. Da haben wir zunächst mal einen Zellkern, der enthält viel Eukromatin. Wieso enthält er viel Eukromatin? Viel Eukromatin enthalten Zellen meistens oder eigentlich immer, wenn sie eine hohe Syntheseleistung aufweisen. Und dann werden sie auch schwach angefärbt. Das Perikarion oder auch Soma des Neurons genannt, ist der Teil der Zelle, der abgegrägt, also der nicht die Fortsätzung sind.
Das ist quasi einfach der Körper, das Zellplasma, was um den Kern liegt, aber noch nicht die Fortsätze der Zelle umfasst. Und das ist verantwortlich für die Versorgung des Neurons und für die hohe Stoffwechselaktivität, die die Neurone aufweisen, weil sie ja ganz viele Organellen produzieren müssen, Neurotransmitter und so weiter, weil die ja auch hoch aktiv sind, also bei manchen natürlich mehr, bei manchen weniger auch im Gehirn.
Aber gut, das steht jetzt mal auf einem anderen Blatt. Was sehen wir jetzt noch in diesem Perikarion, in diesen Witz. Unglaublich. Dass wir sowas mal.
Jetzt kam doch in der Muskelfolge auch schon derselbe Spruch.
So ähnlich, oder?
Na gut. Also, was sehen wir im Perikarion? Im Perikarion, im Zellsoma, finden wir die sogenannten Nisselschollen.
Da hatten wir ja gerade schon drüber gesprochen bei der Nisselfärbung, dass im Grunde das raue endoplasmatische Reticulum, was nach der Anfärbung dort Körnig sichtbar wird.
So sieht's aus, Dim. Dann finden wir noch im Perikarion die Lipofuszingranula. Da ist es so, je älter der Mensch ist, desto mehr von diesen Lipofuszingranula finden wir dort. Man spricht dann auch vom sogenannten Alterspigment. Das sind einfach Ablagerungen von Lipiden, Zelltrümmer, kaputtgegangene. Ihr erinnert euch, Lysosomen, etc.
Hatten wir bei Balysosomen erwähnt, was die Dinger sind, nur kurz eine Erinnerung. Genau, die werden da drin abgelagert. Und dann eine weitere Struktur, die auch besonders wichtig ist, ist dann der Axonhügel des Zellkörpers. Dort entstehen die Aktionspotenziale. Und zwar nur dort. Das ist auch ein wichtiger Punkt für MC-Fragen, weil das gerne gefragt wird, nur im Axonhügel entstehen die APs.
Wichtig ist hier zu merken, dass es hier keine Nissel-Schollen gibt. Es ist auch irgendwo sinnvoll, dass dort, wo eben die APs entstehen sollen, wo diese Kanäle sich befinden und von dort soll ja das Signal dann rausschießen ins Axon und da haben wir eben keine Nissel-Schollen, das heißt auch keine Nisselfärbung.
Daran erkennt man es im histologischen Präparat.
Das ist so ein wichtiges Kriterium, ne? Zytoskelett gibt es logischerweise auch in den Zellen. Wir hatten schon mal zwei, drei Besonderheiten erwähnt, die sind jetzt hier nochmal schnell zusammengefasst, weil das halt auch sowas ist, da riecht man auch direkt eine MC-Frage, ne?
Das kann ich nur bestätigen. Und zwar spricht man dann hier beim Zytoskelett, gibt es auch wieder, kann man einteilen in drei unterschiedliche Strukturen. Da haben wir einmal die Neurofilamente, das sind einfach Intermediärfilamente in Neuronen, also eben Neurofilamente, die sind zuständig für die mechanische Zellstabilität.
Danach haben wir die Neurotubuli, das sind die Mikrotubuli der Neurone, es sind eigentlich alles immer nur einfach Synonyme im Prinzip oder eine andere Bezeichnung in Neuronen. Die sind zuständig auch hier wieder für den axonalen Transport von Stoffen. Und sie sind stabilisiert durch sogenannte Mikrotubuli-assoziierte Proteine.
Zum Beispiel ist da wichtig, das Tau. Protein Tau ist zum Beispiel wichtig auch bei der Pathogenese und Entstehung von Alzheimer.
Ja, das ist also bei Alzheimer zum Beispiel würde dieses Tau, da würden mehrere Tauproteine miteinander aggregieren und die Mikrotubuli wären dann nicht mehr stabilisiert und würden einfach zerfallen. Und dadurch gehen natürlich die Zellfortsätze der Neuronen zugrunde und wir haben die geistige Leistung einfach nicht mehr, dadurch, dass die Zellen nicht mehr miteinander verbunden sind.
Und die letzten im Bunde sind dann die Aktinfilamente, die auch hier wieder vorkommen natürlich, weil es auch wieder normale Zellen sind und als Stützgerüst unter der Zellmembran fungieren.
Genau, ja, das quasi zum Zellkörper, der kleinere Teil. Jetzt schon wie erwähnt: Dendriten und Axone als Zellfortsätze.
Dendriten sind, wie Fabian eigentlich schon gut ausgeführt hat, die Punkte, die, können wir sagen, Empfangsantennen, wo Afferenzen von anderen Neuronen ankommen. In der Regel hat ein Neuron, eine Nervenzelle, mehrere baumartig verzweigte Dendriten, die dann noch zusätzlich dornenförmige Fortsätze haben, die bezeichnen wir als Spikes.
Und an diesen Spikes können die Axone der vorgeschalteten Neurone mit ihren Endknöpfchen andocken und Synapsen ausbilden. Synapsen sind letztendlich einfach wirklich diese Verbindung zwischen zwei Neuronen. Also da findet die Übertragung des Signals statt. Kommt auch gleich nochmal. Dann haben wir das Axon, was der efferente Teil unseres Neurons ist.
Da gibt es immer maximal eines. Dieses Axon kann aber sehr lang sein, das kann bis zu einem Meter lang sein. Und darüber erfolgt die Weiterleitung eines Reizes zum nächsten Neuron. Dieses Axon kann man in drei Segmente oder drei Teile aufteilen. Erstmal direkt anschließend an den Axonhügel, der noch zum Zellkörper zählt, haben wir das Initialsegment.
Dieses Initialsegment des Axons ist erstmal nicht mylenisiert, also hat keine Isolationsschicht. Und dort haben wir eine sehr geringe Erregungsschwelle, wodurch an der Stelle leicht Aktionspotenziale entstehen können. Dann erfolgt die Weiterleitung über den sogenannten Mittelteil des Axons. Hier haben wir zwar Mitochondrien, aber kein raus endoplasmatisches Reticulum.
Und deshalb, weil hier eben keine Proteine neu synthetisiert werden können, brauchen wir hier die Möglichkeit des axonalen Transports entlang der Neurotubuli, die Fabian ja schon erklärt hat. Hier an diesen Neurotubuli entlang funktioniert der Transport wie bei Mikrotubuli üblich. Wir haben also die sogenannten Transportproteine, Kinesin und Dynein.
Die Mikrotubuli, da haben wir ja schon mal erklärt, wie die organisiert sind. Also es gibt ein Mikrotubuli Organisationszentrum, wo die Minusenden der Mikrotubuli anfangen und von dort aus gehen die Mikrotubuli weg und haben quasi peripher das Plusende. Dieses Mikrotubuli Organisationszentrum liegt in dem Fall wieder im Zellkörper.
Und die Mikrotubuli ragen dann in das Axon hinein und das Plusende ist quasi am Axonende. Und wenn ich jetzt beispielsweise Neurotransmitter, die ich ja für die Synapse am Axonende brauche und auch Zellorganellen transportieren möchte, dann benutze ich Kinesin, um Richtung Plusende, also Richtung Axonende, zu kommen.
Wir hatten da ja als Merkhilfe gesagt, dass Kinder in der Regel positiv gestimmt ist, deshalb zum Plusende. Wenn ich Stoffe wie zum Beispiel Transmitter, die verbraucht sind oder auch Abfallstoffe, zurücktransportieren möchte, dann benutze ich das Dünnein und damit kommen die zurück wieder zum Zellkörper.
Beim Mittelteil sind außerdem außerdem möglich, dass sich Kollateralen ausbilden, die gehen dann rechtwinklig ab. Am Ende des Axons haben wir dann nochmal Aufzweigungen, feine Äste mit sogenannten Endknüpfchen oder auch Boutons und die bilden dann letztendlich wieder mit dem Dendriten, den wir am Anfang erklärt hatten, Bestandteile aus.
Äh, sorry, Synapsen.
Genau, weil es ist leider nicht so einfach, dass ein schöner Nerv von oben bis zum dicken Onkel geht. Das wäre zu einfach. Wir müssen sie nur wieder nochmal oder so groß zählen, wir müssen es hin und wieder nochmal übergeben, verschalten, hin und her. Und dazu brauchen wir halt eben Synapsen. Die Synapsen?
Danke für die Überleitung. Lass die Synapse springen, Fabian. Ich versuch's mal. Und los. Also, die Synapsen sind für die Erregungsübertragung zuständig von einem Neuron auf das nächste. Das heißt, wir haben eine Senderzelle und eine Zielzelle. So eine Zielzelle kann zum Beispiel eine Muskelzelle sein.
Die Senderzelle, von der die Synapse erstmal ausgeht, ist dann natürlich das Neuron mit dem Endknöpfchen dann. Genau. Da kommen wir auch noch zu der Unterscheidung, genau in chemische und elektrische Synapse, zu der du kurz jetzt noch was sagst.
Genau, also wir haben elektrische Synapsen, die sind eigentlich selten. Das ist nicht das, was man sich typischerweise unter Synapse vorstellt. Bei elektrischen Synapsen ist es so, dass zwei Neurone letztendlich an ihre Synapse direkt über Gapjunctions verbunden sind. Das heißt, wir haben hier eine wirklich direkte Verbindung der Neurone, im Grunde auch eine Art funktionelles Synthizium.
Und Calciumwellen oder ähnliches können dann direkt über beide Zellen verteilt werden. Das heißt, wir haben aber auch eine Erregungsübertragung, die nicht nur in eine Richtung funktioniert, sondern in beide Richtungen. Es müssen keine Neurotransmitter verwendet werden, sondern man hat eben einen Ionenstrom.
Dadurch gibt es keinen Zeitverlust. Aber wie gesagt, man hat eben nicht die Möglichkeit, dass dieses elektrische Signal nur in eine Richtung gezielt transportiert wird.
Wir hatten das ein Bio, das nutzen Fliegen, damit sie so schnell reagieren können, wenn man draufhauen will.
Gibt es zum Beispiel in der Retina, so elektrische Synapse?
Kommen wir jetzt zum Regelfall. Das ist die chemische Synapse. Das hat bestimmt jeder auch schon mal gehört und da ist viel Physiologie dabei, aber wir wollen uns jetzt wirklich auf die Strukturen sehen, die man histologisch sehen und unterscheiden kann. Das wäre zum einen die Präsynapse, die wird gebildet durch das Endknöpfchen des Axons und enthält Mitochondrien und Vesikeln mit Neurotransmittern.
Von dort findet dann die Umwandlung des elektrischen Signals, des Aktionspotentials in das chemische Signal in Form der Neurotransmitter statt. Danach kommt der synaptische Spalt, der ist 20 bis 30 Nanometer breit. Da diffundieren die Neurotransmitter durch und kommen dann zur Postsynapse. Dort wirken dann diese Transmitter über Ionenkanäle und hier entsteht dann ein postsynaptisches Potential.
Dieses postsynaptische Potenzial kann entweder erregend oder hemmend in dieser Zelle wirken. Genau. Und alles weitere einleiten. Genau. Und es kann dann eben auch die Entstehung eines Aktionspotentials auslösen, muss es aber nicht. Oder halt hemmen.
Genau, und das kann man mit einem einfachen Trick sogar sehen im EM-Bild.
Und zwar einfach. Eine Sache, man muss wissen zur chemischen Synapse, dass die immer unidirektional ist, weil da die Erregung immer nur in eine Errichtung läuft.
Das ist der Unterschied zur elektrischen Land.
Das ist der Unterschied zur elektrischen, aber jetzt die Unterscheidung.
Und die Unterscheidung kann man halt eben exzitatorisch oder inhibitorisch treffen durch die Einteilung nach Grey.
Genau, also es gibt eben zwei Grey-Typen, durch die man unterscheiden kann. Ist es jetzt eine erregende, exzitatorische oder hemmende inhibitorische Synapse? Der Grey Typ 1 bezeichnet eine asymmetrische Synapse. Dort liegt jetzt also postsynaptisch eine Verdichtung, irgendwas, was elektronendicht ist, vor.
Und das sieht man dann. Das ist so eine schwarze Wolke quasi. Und da sind das ist dann eine exzitatorische Synapse oder ein exzitatorisches, postsynaptisches Potential, was da ausgelöst wird bei dieser Synapse. Und es liegen runde Vesikel vor.
Andererseits hat man noch den Grape-Typ 2. Da haben wir eine symmetrische Verteilung der Elektronendichte zwischen Prä- und Postsynapse. Das heißt, die sehen ungefähr gleichmäßig grau aus. Und hier benutzt die Synapse GABA oder Glycin, um letztendlich hemmend auf das nachfolgende Neuron zu wirken. Die Neurotransmitter-Vesikel sind hier weniger rund, sondern mehr oval.
Und diese Synapsen findet man besonders häufig am Dendriten-Schafft.
Aber das wäre jetzt auch zu einfach, wenn es nur eine Art von Nervenzelle gäbe. Deswegen, naja, müssen wir leider noch ein paar verschiedene Typen unterscheiden.
Genau, also Neuronentypen sind aber eigentlich gar nicht so schwer. Man schaut sich da einfach nur die Fortsätze an, die jeweils vorliegen. Es gibt vier verschiedene Typen. Einmal so das ganz typische, das multipolare Neuron, das hat viele Dendriten, aber nur ein Axon. Dann gibt es pseudo-unipolare Neurone, die haben quasi von ihrem Zellkörper ausgehend nur eine Nervenfase, die sich dann aber quasi T-förmig in zwei Anteile verzweigt.
Nämlich einmal einen zentralen Fortsatz, der ist im Grunde wie das Axon, und einen peripheren Fortsatz, das ist quasi der dentritische Anteil und wird in dem speziellen Fall auch als dentritisches Axon bezeichnet. Das klingt ein bisschen merkwürdig, warum das jetzt so aufgebaut ist. Aber das hat man zum Beispiel bei sensiblen Neuronen, dass letztendlich diese Erregung dann direkt von unserem dendritischen Teil in das Axon fortgeleitet werden kann und die Nervenzelle vor allem eben noch die Aufgabe hat, das Ganze zu versorgen und irgendwo müssen diese Fortsets ja auch losgehen.
So, dann haben wir bipolare Neurone, das ist der dritte Typ. Der ist sehr simpel. Da hat man einfach nur einen Dendriten und einen Axon. Beim unipolaren Neuron hat man gar keinen Dendriten und ein Axon. Die findet man zum Beispiel auch wieder in der Retina. Wir merken schon, die Retina scheinen ziemlich besonders zu sein.
Und da muss der Reiz eben irgendwie anders entstehen. Also diese unipolaren Neuronen bekommen von keinen anderen Nervenzellen irgendwelche Afferenzen.
Genau. Und soweit denke ich. Schließen wir die Neuronen ab und begeben uns zum Support die Gliazellen, da gibt es sehr viele. Und grundsätzlich kann man die aber unter einen Hut stecken im zentralen Nervensystem und im peripheren und dann nochmal nach genaueren Funktionen unterteilen.
Wir sprechen also von der zentralen Glia im ZNS und der peripheren Glia, die sich nur im peripheren Nervensystem befindet. So, die periphere Glia besteht aus sogenannten Schwanzzellen. Diese bilden eine Myelinscheide des peripheren Nervensystems, umhüllen also unsere Axone, die sich im peripheren Bereich des Nervensystems, also nicht im Gehirn, befinden und auch nicht in der Wirbelsäule.
Der zweite Zelltyp, der zur peripheren Glia gezählt wird, sind die Satellitenzellen. Die jetzt auch nicht verwechseln mit den Satellitenzellen im Muskel. Hier spricht man auch als Synonym von Mantelzellen oder Amphizyten. Die sind flach, ummanteln die Perikarier der Ganglien. Und zwar der Nervenzellkörper liegt außerhalb des ZNS.
Also das ist einfach nur die Definition für Ganglion quasi, dass das ein Nervenzellkörper ist, der außerhalb des ZNS sich befindet.
Genau. Und die Satellitenzellen sind eben beteiligt am Stoffwechsel der Neurone und weisen kleine dunkle Kerne auf. Ist einfach so ein paar Definitionen, die sich Skill zu merken.
Dann gibt es, wie gesagt, noch die zentrale Glia, die sich im ZNS, also im Gehirn- oder Rückenmark, befindet. Hier haben wir als ersten wichtigen Zelltyp die Oligodendrozyten, die quasi ähnlich wie die Schwanzzellen im peripheren Nervensystem, hier im ZNS die Myelinscheiden bilden. Myelinscheiden erklären wir später nochmal genauer.
Dann hat man als zweiten, wirklich extrem wichtigen Zelltyp, das ist auch der häufigste Gliat-Zelltyp, die sogenannten Astrozyten. Die wurden auch mal als Sternzellen bezeichnet, aber es gibt viele verschiedene Zellen, die mal Sternzellen genannt wurden. Deshalb ist Astrozyten hier der hilfreichere Begriff.
Man kann zwei Typen von Astrozyten unterscheiden. Einmal protoplasmatische Astrozyten, die dicke und kürzere Fortsätze haben, finden wir vor allem in der grauen Substanz des ZNS, und dann die Faserastrozyten, die lange, fasrige, dünne Fortsätze haben. Die enthalten vor allem als Intermediärfilamentbündel, was typisch ist, das sogenannte Gliafibrillenprotein, das GFAP.
Und das können wir. MC-Frage? Ja, das können wir nämlich jetzt nutzen zur histochemischen Darstellung von diesen Astrozyten, weil nur die enthalten das GFAP. Dann sind diese Astrozyten untereinander und auch mit den Oligodendrozyten über Gapjunctions verbunden und bilden dadurch ein funktionelles Synzytium.
Stichwort? Herzmuskel. Ihr erinnert euch bestimmt, da liegt auch so ein Verbund von Zellen vor, der aber kein echtes Synzytium ist, sondern durch Gapjunctions, verbundene Zellen, ein funktionelles Synzytium.
Die Astrozyten haben dann außerdem noch so Endfüßchen an ihren Ausläufern, die Kontakt zu Kapillaren herstellen. Und damit kommen wir auch schon zu den Aufgaben. Einerseits stützen die natürlich das Nervengewebe, sind aber auch beteiligt an der Bluthirnschranke, die wir später auch nochmal genauer erklären.
Und die Astrozyten sind insgesamt sehr vielfältig. Die nehmen Stoffe auf, erhalten dadurch das Elektrolytgleichgewicht in der Extrazellularmatrix im Nervensystem. Die nehmen auch beispielsweise Neurotransmitter nach ihrer Ausschüttung wieder auf und haben dadurch eine Entgiftungsfunktion. Zum Beispiel Glutamat wäre nämlich zytotoxisch.
Das wird dann von den Astrozyten aufgenommen, modifiziert und letztendlich irgendwann zu den Neuronen zurückgeführt. Die Astrozyten, ich glaube, das ist selbsterklärend, aber nur, dass wir es nochmal sagen, die bilden natürlich keine Aktionspotenziale, auch wenn die so stark verzweigt sind und viele Kontakte haben.
Kommen wir jetzt noch schnell zu den letzten drei eher kleineren Zelltypen. Das wäre als erstes die Radiärglia. Und diese bildet eine spezielle Form der Astrozyten und spielt vor allem ihre Hauptfunktion im unreifen Gehirn. Und zwar dient sie dort eben als Leitstruktur für die Neuroblasten, die letztlich das Nervengewebe des Gehirns aufbauen und die Gehirnentwicklung vermitteln.
Später dann beim Erwachsenen findet man die Radiärglia nur noch als Bergmann-Glia, also im Cerebellum. Vorletzter Zelltyp werden die Mikroglia-Zellen, auch genannt Hortega-Zellen und das ist einfach letztlich ein Synonym zu den Makrophagen des ZNS. Die Zellen der Mikroglia sind bewegliche Zellen, wandern da überall rum und phagozytieren letztlich Fremdkörper, irgendwelche Antigene, die da vorkommen und haben somit auch eine Abwehrfunktion, kann man sagen.
Der letzte Zelltyp wären die Ependymzellen. Und diese sind epithelähnlich. Das heißt, sie kleiden auch irgendeinen Raum aus, in dem sich Flüssigkeit befindet. Im ZNS wären es dann die inneren Liquorräume, wo die Ependymzellen den Innenraum auskleiden.
Genau. Jetzt hat man schon viel über diese Bluthirnschranke gehört, genau, also vorher schon wie auch heute im Podcast. Und viele von den Zellen, die wir schon genannt haben, bilden die halt eben mit aus.
Die Bluthirnschranke ist eine wichtige Schutzbarriere, um zu verhindern, dass schädliche Substanzen aus dem Blut in unser Hirnparentym übertreten. Es gibt dabei vier wesentliche Bestandteile. Einmal, also ich würde jetzt sagen, wir gehen vom Blut Richtung Gehirn. Das heißt, zuerst haben wir natürlich die Blutkapillaren, die ein Endothel haben.
Das Kapillarendothel, das ist durch besonders feste Tight-Junctions verbunden, die letztendlich auch die Hauptdiffusionsbarriere darstellen. Um das Kapillarendotel schließt sich dann die Basalmembran an.
Kommen wir zum dritten Teil der Bluthirnschranke, das wären die Perizyten. Die Perizyten kennt ihr schon aus der Kreislauffolge und das sind also die Zellen, die sich um die Kapillaren herum anlagern. Die finden wir also bei allen Endothelien und im Gehirn liegen die besonders dicht vor und haben nur da eine phauzytierende Funktion.
Gleichzeitig beeinflussen die auch die Durchlässigkeit des Endothels. Sie regulieren quasi, wie viel da durchkommt, und haben aber eben keine direkte Schrankenfunktion, weil sie nur wie so Krakenärmchen aussenden um die Kapillaren herum. Und der letzte Teil wären dann die Astrozytenfortsätze, die haben gar keine Schrankenfunktion und beeinflussen nur die Durchlässigkeit des Endothels, wie viel Blut also aus dem normalen Blutkreislauf in das Gehirn übertreten kann durch die Bluthirnschranke.
Genau so ist es. Wir haben schon was von der Myelinscheide gehört im weiteren Verlauf. Kann man sich denken, jeder, der sich halt nichts mit Elektrik beschäftigt hat, dass jedes gute Kabel eine gute Isolierung hat. Und das ist quasi genau das, was die Myelinscheide ausmacht.
Wir reden jetzt also von der Umhüllung von Nervenfasern. Die ist nicht überall gleich ausgeprägt, deshalb müssen wir da zwischen markhaltigen und marklosen Nervenfasern unterscheiden.
Im peripheren Nervensystem liegen auch marklose und markhaltige Zellen vor. Marklos bedeutet eben, dass die nicht myelinisiert sind. Eine Schwannzelle umgibt bei den marklosen Nervenfasern ein oder mehrere Axone. Das Axon wird also, das kann man sich so vorstellen, als würde jetzt das Axon in diese Schwannzelle reingedrückt, wie in so eine Art Luftballon.
Und die zwei Spitzen, die fügen sich dann wiederum zusammen und es bildet sich aber keine Lamellenstruktur. Also das Axon liegt einfach nur in diesem Luftballon drin und ist außen von diesem Luftballon umschlossen. Sonst erstmal nichts, der zweite Teil kommt gleich und hier an diesen marklosen Axonen im peripheren Nervensystem findet die kontinuierliche Erregungsleitung statt.
Und wir haben keine irgendwie Renvierschen Schnürringe oder so. Das geht einfach, die Depolarisierung springt am Axon entlang.
Also die marklosen Fasern, die Fabian jetzt erklärt hat, da ist es wirklich so, da ist diese Schwanzzelle nicht in dem Sinne isolierend und dieses Aktionspotenzial muss sich entlang des Axons immer wieder neu ausbilden. Bei den markhaltigen oder myelinisierten Nervenfasern ist das ein bisschen anders.
Wir haben an einem Axon mehrere Schwanzzellen und eine Schwanzzelle ist immer nur für ein Axonsegment zuständig. Wenn wir bei der Luftballonanalogie bleiben wollen, kann sich vorstellen, ein Axon, also quasi ein Stab, wird in so einen Luftballon reingedrückt. Dieser Luftballon bildet dann ja so eine Art Halbmond, wenn wir es im Querschnitt betrachten.
Also die Schwanzzelle bildet diesen Halbmond und die Spitzen dieses Halbmondes verschmelzen jetzt miteinander. Das heißt, die Plasmamembran der Schwanzzelle verschmilzt und bildet damit das sogenannte Miesaxon. Und dieses Miesachson, das wickelt sich jetzt, wie wenn man den Stab im Luftballon dreht, mehrfach um das Axon herum.
Und durch diese lamellenartige Umwicklung des Axons entsteht die isolierende Myelinscheide. Zwischen zwei aufeinanderfolgenden Myelinscheiden an einem Axon befindet sich ein kurzer, nicht myelinisierter, also nicht isolierter Teil. Das ist dann ein sogenannter Rovierscher Schnürring. Und an diesem Schnürring ist, wie gesagt, die Markscheide unterbrochen.
Wir haben keine Isolierung und hier kann jetzt ein Aktionspotenzial entstehen. Und dadurch, dass ich diese Isolation immer zwischen den rovieschen Schnürringen habe, springt das elektrische Signal von Schnürring zu Schnürring. Es geht dadurch insgesamt deutlich schneller, diese elektrische Reizweite Leitung.
Und wir sprechen von der saltatorischen Erregungsleitung. Dadurch haben wir wirklich eine schnelle und exakte Informationsweitergabe. Und je dicker die Myelinscheide, also je besser die Isolierung, desto schneller funktioniert das Ganze.
Genau, und jetzt noch eine kleine Besonderheit, die man sogar im Lichtmikroskop erkennen kann. Und zwar sprechen wir jetzt von den Schmidt-Lantermann-Einkerbungen.
Diese Kanäle bzw. Einkerbungen sind jetzt, kann man sich vorstellen, wie so eine Art Spalten, die durch die Myelinscheide durchgehen. An der Stelle ist also diese lamellenartige Myelinstruktur, diese Myelinscheide aufgelockert und es kommt zu Zell-Zell-Kontakten, weil ja in dieser Myelinscheide letztlich die Zellmembran der Nerven bzw.
der Schwannzelle verschmolzen ist. Wir können also auch Zell-Zell-Kontakte, wie zum Beispiel Gap-Junctions, ausbilden. Und es kommt jetzt zum Kurzschluss, sodass also auch Nährstoffe etc. vom äußeren Bereich zum inneren Bereich durch die Myelinscheide hindurch kommen können. Und so kann es, kann dieses Axon eben auch mit Nährstoffen versorgt werden.
Genau, soweit jetzt zum peripheren Nervensystem.
Zum Glück ist es im ZNS nicht mehr ganz so unterschiedlich. Genau, also im ZNS schauen wir uns wieder Marklose und markhaltige Nervenfasern an. Marklose bedeutet in dem Fall, dass die Nervenfasern zum Teil so von Astrozytenfortsätzen noch in Bündel zusammengefasst werden. Und das ist alles relativ lose.
So, dann haben wir die markhaltigen Fasern im ZNS auf der anderen Seite. Hier ist das Prinzip ähnlich wie bei den markhaltigen im peripheren Nervensystem, bloß dass die Myelinscheiden hier von Oligodendrozyten gebildet werden. Und zwar um genauer zu sein von den Fortsetzen dieser Oligodendrozyten. Im PNS war es ja so, die Schwanzelle wickelt sich das selbst rum.
Im ZNS wickeln sich nur die Fortszeit der Oligodendrozyten um das Axon. Und dabei kann ein Oligodendrozyt gleichzeitig, dadurch, dass es ja nur die Fortsätze sind, mehrere Axone umwickeln. Und hier im ZNS haben wir keine Schmidt-Lantemann-Einkerbung.
Liebe Freunde der Vorklinik, bevor es losgeht, brauchen wir noch ganz kurz eure Hilfe. Wir sind nominiert beim Deutschen Podcast-Preis in der Kategorie Beste Information. Diese Kategorie wird über ein Publikumsvoting entschieden und wir brauchen eure Stimme. Hierbei würdet ihr uns unfassbar helfen, wenn ihr kurz auf den Link in der Folgenbeschreibung klickt und uns eure Stimme gebt.
Dauert nur 5 Sekunden. Ihr seid die allerbesten. Viel Spaß bei der Folge.
So ist es und jetzt zum Abschluss möchten wir mit euch nochmal kurz so ein paar Klassiker an Schnittbildern durchgehen, die man so findet.
Beginnend mit den peripheren Nerven. Wenn wir jetzt den peripheren Nerv in den Fokus nehmen, dann sehen wir da, dass die Nerven im PNS aus Nervenfaserbündeln bestehen. Also quasi eine Kombination oder eine Bündelung von Axonen und Myelinscheiden und Bindegewebe drumherum. Da haben wir jetzt das Endoneurium um jede einzelne Phase herum.
Und jetzt wird, jetzt kommt ein weiterer Bündelungsschritt, wo mehrere hundert Fasern durch das Perineurium wiederum zusammengebündelt werden. Viele dieser Bündel werden jetzt vom Epineurium zum ganzen Nerven zusammengefasst. Das ist das Bündel, was wir am Ende im histologischen Schnitt sehen. Und das hat so eine ganz markante Struktur, indem das so eine wellenartige Ausprägung von diesen Nervenfaserbündeln, die wirklich typisch sind für die Nervenstruktur im PNS im histologischen Schnitt.
So kann man die erkennen. Und unter Mikroskop, was man da sieht, also kleine Pünktchen und Zellkerne, das sind die Zellkerne der Schwanzzellen.
Übrigens, vielleicht hast du euch schon aufgefallen, wir haben hier wieder Endo, Peri und Epineurium. Das ist im Grunde das Bindegewebe von der Nomenklatur her genauso benannt wie die Bündelungsstrukturen bei den Muskeln.
Weil wir auch da wieder so mehrere Bündelungsschritte haben zum ganzen Nerven dann zusammen.
Jetzt aber weg vom peripheren Nerven, nochmal zu was Zentralerem. Wenn wir uns ein Spinalganglion anschauen, das ist auch ganz typisch. Da sehen wir ganz große, runde und pseudo-unipolare Neurone. Wir haben hier besonders einen kräftigen Nukleolus, wegen der hohen Syntheseaktivität dieser Neurone und fein verteilte Nissel-Substanz.
Umgeben werden Spinalganglien dann immer noch von einer Kapsel und in der Regel sieht man da auch wirklich so eine Schicht aus Mantelzellen außenrum.
Genau, und als letztes Schnittbild muss man sich nochmal die Unterschiede zum vegetativen Ganglion anschauen.
Dazu gibt es nur zwei wichtige Punkte zu sagen. Bei vegetativen Ganglien findet man kleinere Perikaria, also dieses Soma drumherum um den Zellkern und eben multipolare Neurone, die bei den vegetativen Ganglien vorkommen. Und ich glaube, jetzt haben wir es gepackt.
Das war nervig. Aha, zum achten Mal den wird es gebracht. Na, Freunde, das war's mit den Grundgeweben. Das war meine Ehre. Beim nächsten Mal wird es konkreter. Wir freuen uns drauf. Bis zum nächsten Mal, liebe Freunde.
Und jetzt habt ihr alle Grundlagen. Jetzt wird es entspannt, ne? Jetzt gibt es was mit dem Laufle an.
Bis dann, da spannend.
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