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HISTO 8: Blutig
- Alle die Ihr Steak blutig mögen, wird diese Folge ganz besonders gefallen. Wir sprechen über die Transporter, die über in der letzten Folge besprochenen Gefäßautobahnen durch unseren Körper rasen. Dabei besprechen wir alle Automodelle und stoßen damit auch in die Untiefen des Immunsystem hervor. Was das mit der schwäbischen Spätzlereibe zu tun hat und vieles mehr gibts heute!
Kapitel:
() - Einführung und Erythrozyten
() - Thrombozyten
() - Leukozyten
() - Blutbildung
Hier findet ihr nochmal die passenden Folgen zum unspezifischen (tinyurl.com/pbc-immu-1) sowie spezifischen Immunsystem (tinyurl.com/pbc-immu-2) als Ausblick oder zur Vertiefung :)
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Wie so ein Strausselkuchen, ja.
Jetzt hab ich Lust vom Strausselkuchen. Danke. Deutschland ist Autoland, liebe Freunde. Wir haben die Autobahnen schon gebaut, letzte Folge. Wir müssen uns jetzt mal quasi überlegen, mit was fahren wir eigentlich drauf. Weißt du nicht, habt ihr da so Favoriten?
An Autos, meinst du?
Ja.
Ich war Fahrrad aktuell.
Das würde meinen finanziellen Rahmen so dermaßen sprengen, aber.
Ja gut, dann sagen wir Blutes Fahrrad. Ehe quasi einen Eisenberg-Fahrradstart, oder? Nehmen wir mit.
Also jetzt um die Analogie mal kurz aufzulösen, es geht darum, dass wir Kreislauf schon behandelt haben, die Gefäße. Jetzt schauen wir uns das Blut genauer an.
So ist es.
Das hat vor allem fünf Funktionen, die primär im Vordergrund stehen. Einmal, wie gesagt, eine Transportfunktion von Stoffen, Gasen und so weiter. Andererseits hat das Blut die Funktion, den pH-Wert im Körper stabil zu halten, beziehungsweise eben bestimmte Blutbestandteile, also eine Pufferfunktion. Andererseits wird vom Blut auch gleichzeitig Wärme transportiert und wir haben verschiedene zelluläre und auch humorale Bestandteile, die eine Immunfunktion gewährleisten.
Und letztendlich muss natürlich auch das Volumen des Blutes irgendwie reguliert werden, um den Blutdruck möglichst in einem physiologischen Rahmen zu halten.
Genau, aber was ist Blut überhaupt?
Ganz kurze Werbung. Ich benutze eigentlich seit Semester 2 ein Programm namens Anki. Da kann man so mit digitalen Karteikarten lernen, was das Lernen einfach viel effizienter macht. Fürs Physikum gibt es da zum Beispiel auch vorbereitete Decks. Und das Coole ist, dass man Anki selbst nochmal erweitern kann.
Und zwar mit sogenannten Add-ons. Und da gibt es ein neues von Meditrix, was wir im Team vorab testen durften. Da werden euch dann zum Beispiel im Physikumsdeck von AnkiFhil zusätzlich Merkilfen und Esusbrücken von Meditrix angezeigt, sodass das Lernen nochmal viel abwechslungsreicher wird und mehr Sinne anspricht.
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Genau, Blut ist zusammengesetzt aus flüssigen und aus zellulären Bestandteilen. Der flüssige, also nehmen wir jetzt mal so, man sagt immer so, als Standard Blutmenge ist man so bei 5 bis 6 Litern, das ist natürlich standardisiert. Und wenn man sich so in dem Rahmen bewegt, dann sind wir so bei den flüssigen Bestandteilen, sagen wir mal, ungefähr 2,8 Liter.
Und das, was im Blut so normalerweise physiologisch im Kreislauf zirkuliert, an flüssigen Bestandteilen bezeichnet man als Blutplasma. Davon muss man abgrenzen, das sogenannte Blutserum. Wenn ich jetzt nämlich anfange, Blut abzunehmen von irgendjemandem und dieses Blut irgendwie länger stehen lasse, die zellulären Bestandteile abzentrifuiere und nur quasi die flüssigen, übrig gebliebenen Bestandteile nehme, dann habe ich kein Plasma mehr, sondern ich habe Blutserum.
Woran liegt das? Blut koaguliert, wenn es länger stehen bleibt, und dann würden wir quasi die Bestandteile des Gerinnungssystems, zum Beispiel das Fibrinogen, verlieren und deswegen grenzt man eben das Serum und das Plasma ab. Möchte man Blutplasma erhalten außerhalb des menschlichen Körpers, dann müsste man quasi Blut abnehmen und dieses mit antikoagulatorischen Substanzen wie zum Beispiel Heparin versetzen, um dann eben Blutplasma zu erhalten.
Die flüssigen Bestandteile bestehen zu einem ganz, ganz großen Anteil tatsächlich aus Wasser und ansonsten haben wir dann noch so ein paar Plasmaproteine. Wir haben Elektrolyte, wir haben Nährstoffe, wir haben Metabolite. Das ist ein Thema, das ausführlich in der Biochemie behandelt wird, vor allem wenn es um die Plasmaproteine geht.
Genau, die andere Hälfte, die heute den größeren Teil der Folge füllt, sind die zellulären Bestandteile, die aber tatsächlich einen geringeren Anteil am Blut haben.
Ja, also man spricht hier vom sogenannten Hämatocrit. Das ist, wie gesagt, einfach der zelluläre Anteil des Blutes. Das sind so 42 bis 47 Prozent. Und hauptsächlich machen die Zellen des Blutes die Erythrozyten aus. Also so die typischen roten Blutkörperchen, das sind 95% aller Zellen im Blut. Dann haben wir ungefähr 5 Millionen pro Mikroliter.
Dann eine kleinere Fraktion machen die Blutplättchen oder auch Thrombozyten aus, sind so 4,8%, sind ca. 250.000 pro Mikroliter. Und dann haben wir noch die weißen Blutkörperchen, also die Leukozyten, die dann auch die immunologischen Funktionen haben. Und es sind nur 0,2% der Blutzellen, also ca. 5000 pro Mikroliter.
Wir können uns also merken, es gibt tausendmal so viele Erythrozyten wie Leukozyten. Und da kann man dann noch, anhand zum Beispiel, wenn man Blut nimmt und das dann ausstreicht auf einem Objektträger, dann hat man einen sogenannten Blutausstrich, den man unter Mikroskop betrachten kann. Und dann schaut man halt, welche Zellen kommen wie häufig vor.
Und wenn zu wenige Leukozyten vorkommen, dann bezeichnet man das als Leukozytopenie. Wenn dagegen sehr viele vorkommen und mehr als üblich, dann wird das als Leukozytose bezeichnet. In der Regel haben wir aber im Blutausstrich wirklich ganz viele Erythrozyten und dann nur noch wenige Leukozyten, die dann sichtbar sind.
Genau, und die Zelltypen laufen wir erstmal ab, weil die sollte man unterscheiden und erkennen können in diesem Blutausstrich, weil das ist, das ist das, ich glaube, das allererste Bild, was ich jemals gesehen habe von der Histologie, den ersten Ausstrich, den wir gemacht haben. Und das ist so ein bisschen der Klassiker und deswegen laufen wir die mal schnell ab und beginnen mit den Big Playern, den Erys.
Ja, quasi den ganzen kleinen Punkten, die man da auf dem Blutausstrich sieht, wo man irgendwie erst gar nicht drauf kommt, dass es hier Zellen sind, aber das sind quasi die ganzen Eretrozyten, die dann einfach das absolute Gros einnehmen auf diesen Blutausstrich. Erytrozyten werden innerhalb von acht Tagen gebildet, da kommen wir gleich nochmal im Detail drauf zu sprechen und sie leben dann in etwa 120 Tagen.
Da legen sie irgendwelche, ich weiß, ich habe die Zahlen nicht mehr im Kopf, aber in diesen 120 Tagen legen sie halt eine wahnsinnige Strecke zurück. Da gibt es immer ziemlich faszinierende Werte. Auch zum Beispiel irgendwie Zahlen, wie viele Erythrozyten pro Sekunde gebildet werden und so, es sind Größenordnungen, die man sich so eigentlich nicht vorstellt.
Was ist die Aufgabe von Erythrozyten? Erythrozyten haben die wesentliche Funktion, dass sie eben Sauerstoff transportieren, Sauerstoff binden und das machen sie vor allem über das Hämoglobin, das eben zu einem sehr geringfügigen Anteil auch CO2 binden kann. Das ist aber mehr ein Thema in der Physiologie.
Erytrozyten haben keinen Zellkern, sie haben auch keine Zellorganellen und gewinnen ihre Energie rein über anaerobe Glykolyse. Das heißt, sie haben, weil sie eben keine Mitochondrien haben, müssen sie quasi eben immer den Teil der Glykolyse verwenden, wo dann am Ende Lactat entsteht und sie eben dann quasi nicht über die Atmungskette aerob-Energ gewinnen können.
Außerdem haben Erythzyten ein ausgebildetes antioxidatives System, zum Beispiel mit einer Katalase, mit einer Superoxiddismutase, was eben einfach daran liegt, dass wir hier diese relativ gefährliche Kombination aus dem Eisen und dem Sauerstoff haben, wo tatsächlich hin und wieder mal reaktive Sauerstoffspezies entstehen können.
Und deswegen hat quasi der Erythrozyt so ein natürliches Abwehrsystem, um diese reaktiven, also um diese Radikale eben dann hier abzufangen und ungefährlich zu machen. Erytrozyten haben diese ganz typische bikonkave Form. Da kann man sich fragen, warum haben sie eigentlich diese Form? Das hat vor allem etwas mit der Oberflächenvergrößerung zu tun.
Warum Oberflächenvergrößerung? Mehr Oberfläche bedeutet gleichzeitig auch mehr Diffusion und deswegen quasi ein schnellerer Austausch von Sauerstoff entsprechend in der Lunge und in den Zielgeweben. Erytrozyten, habe ich am Anfang gesagt, leben ungefähr 120 Tage und sie verlieren im Laufe dieser Zeit ihre Flexibilität.
Am Anfang sind sie noch super flexibel, was einfach daran liegt, dass sie sich eben dann durch die Kapillaren durchquetschen müssen und so weiter. Und deswegen sind sie am Anfang eben sehr flexibel. Diese Flexibilität verlieren sie aber im Laufe der Zeit. Und genau so werden sie am Ende auch aussortiert, nämlich in der MILS.
In der MILS, da kommen wir in der nächsten Folge drauf zurück, da gibt es dann eben so ein Labyrinth an vetikulären Fasern, genau, danke. Und am Ende in den Sinusiden auch so kleine Schlitze und da müssen sie sich durchquetschen und wenn sie sich dann nicht durchquetschen können, dann werden sie eben von Makrophagen abgebaut.
Und das passiert im Schnitt eben so nach ungefähr 120 Tagen. Warum sind sie so flexibel? Weil sie eben ein sehr elastisches Membranskelett haben mit Spektrin, Dimeren und Tetrameren. Und in diese Spektrin-Dimere und Tetramere, also in dieses Membranskelett sind dann entsprechende Transmembranproteine eingelagert, zum Beispiel das Bande 3-Protein.
Dieses Bande 3-Protein ermöglicht den Austausch von CO2 gegen Bicarbonat, auch wieder im Detail in der Physiologie behandelt. Das bezeichnet man auch als Hamburger Shift. Und neben dem Bande 3-Protein haben wir auch noch das Glykophorin und an der Seite quasi des Glykophorins, quasi außerhalb der Zelle, extrazellulär, ist dann eine ausgeprägte Glykokalix angelagert und diese Glycokalix definiert dann die Blutgruppen Antigenmerkmal.
So ist es. Das quasi als die Big Player. An zweiter Stelle sind ja die Thrombozyten, die eigentlich die Elden Zylpozyten nicht verdient haben, weil ich glaube, sie sind per Definition gar keine Zellen, sondern nur Bestandteile. Aber gut, ist halt doch so. Weiß ich gar nicht, genau. Ich glaube, weil sie halt eben in der Entstehungsgeschichte quasi da irgendwie anders sind.
Gibt es Stimmen, die sagen, es sind keine, manche sagen, es sind sie, aber ist auch nicht so wichtig. Es geht mehr so darum, was sie machen und wie sie aussehen.
Thromozyten sind das, was man klassischerweise als Blutplättchen bezeichnet. Ich habe schon gesagt, das sind so 4,8% der zellulären Bestandteile des Blutes. Die sind auch wirklich sehr klein, nur so ein bis vier Mikrometer. Die haben eine zentrale Rolle in der Blutgerinnung, sagt der Name. Blutplättchen an sich schon.
Thromozyten haben eine kürzere Lebensdauer als Erythrozyten. Die leben nur etwa fünf bis zehn Tage. Das ist ganz interessant, man gibt ja häufig Aspin auch als Blutverdünner. Und dabei wird jetzt endlich ein bestimmtes Enzym in den Thrombozyten irreversibel gehemmt. Und diese Thrombozyten haben keinen Zellkern.
Zwar teils zum Beispiel Mitochondrien, aber die können keine Enzyme neu herstellen. Und wenn dieses Aspirin jetzt die Zyklooxygenase, also dieses Enzym irreversibel hemmt, dann funktioniert dieser Thrombozyten nicht mehr. Und deshalb sollte man zum Beispiel so 14 Tage vor der OP kein Aspirin mehr geben, weil ansonsten nach der OP die Blutgerinnung nicht mehr funktioniert.
Diese Thromozyten, da kann man besonders im elektronmikroskopischen Bild Granula erkennen, die man in drei Typen unterteilen kann. Die Alpha Granula, die zum Beispiel verschiedene Gerinnungsfaktoren enthalten, dann die Delta Granula, die ADP und Serotonin enthalten und noch die Lambda-Granula. Insgesamt ist es bei den Thrombozyten auch interessant, dass die, wenn die aktiviert werden für die Blutgerinnung, erstmal bestimmte Stoffe aus den Granula exozidieren können, also abgeben können und außerdem einen Shape Change durchmachen, also sich in ihrer Form verändern, sobald sie aktiviert werden.
Ja, auf jeden Fall spannende Dinge, auch wenn sie ziemlich klein sind. Aber die dritte Zellgruppe ist, finde ich, witzigerweise die mit den meisten Untergruppen, auch wenn es nur 5000 pro Mikroliter sind.
Aber eine sehr differenzierte Gruppe.
Ich fand diesen Merkspruch so witzig, um sich zu merken, welche quasi am häufigsten vorkommen. Wie war das? Never let monkeys eat bananas oder sowas.
Ja, da kommen wir am Ende nochmal. Bringen wir gleich nochmal kurz den Merkspruch. Ja, genau.
Du, hast du schon mal gehört, und quasi diese verschiedenen Zelltypen, die hinter den Buchstaben stecken, gehen wir nochmal Schritt für Schritt durch, dass man sich auch im Blut ausstrich unterscheiden kann.
Ja, weil allein der Spruch wird wahrscheinlich auch nicht reichen.
Ja, unwahrscheinlich.
Genau, wir unterscheiden bei den Leukozyten die Granulozyten, die Lymphozyten und die Monozyten. Das sind einfach drei unterschiedliche Gruppen, die es hier gibt. Was kann man vielleicht so als allgemeines Merkmal von den Leukozyten eben festhalten? Ja, es sind Immunzellen, sie haben eine Aufgabe im Immunsystem, sowohl im adaptiven als auch im angeborenen Immunsystem.
Da gerne der Verweis auch auf die nächste Folge, nämlich die zu den lymphatischen Organen, wo auch Tim und ich nochmal einen kleinen Einblick in die Immunologie und in die lymphatischen Organe geben. Und die haben eben neben dieser, also die Gemeinsamkeit, neben dem Faktor, dass sie alle Immunzellen sind, ist eben, dass sie auch eine relativ ausgeprägte Migrationsfähigkeit haben, dass sie nämlich quasi nicht jetzt wie zum Beispiel die Erytrozyten und die Thrombozyten immer nur ständig in den Blutbahnen zirkulieren, sondern dass sie eben je nach Untertyp zum Beispiel irgendwie nur einmal kurz im Blut sind und dann auswandern oder dass sie ständig eben zwischen Blut und Gewebe oder zwischen Blut
und lymphatischen Organen zirkulieren, also da eben eine relativ ausgeprägte Beweglichkeit. So, dann haben wir die Granulozyten, mit denen fangen wir an. Und Granulozyten allgemein haben etwa eine Größe von 15 Mikrometern, also sie fallen schon deutlich auf im Blutausstrich, sie sind ungefähr doppelt so groß wie so ein Erythyt.
Also man erkennt sie schon, sie fallen einem ins Auge. Und warum heißen sie Granulozyten? Weil sie Granula haben. Und diese Granula sind dann eben je nach Untertyp für die entsprechende Aufgabe, die sie zu erfüllen haben, gefüllt mit den Enzymen, die sie eben für diese Aufgabe brauchen. So, die Entwicklung von diesen Granulozyten, die läuft in der Regel über einen stabkernigen Zellkern hin zu einem segmentierten Zellkern.
Und wenn man zu viele von diesen stabkernigen Zellkernen hat, dann spricht man von einer sogenannten Linksverschiebung. Wie kommt man jetzt darauf mit Linksverschiebungen? Also wenn man sich jetzt hier mal im europäischen Raum bewegt, dann schreiben wir von links nach rechts und so sind eben in der Regel auch die Entstehungsreihen, die Reihen der Hämatopoese aufgezeichnet.
Von links die Stammzelle, rechts die finale Zelle. Und deswegen haben wir quasi auf der linken Seite eher Zellen der Vorläuferstufen und auf der rechten Seite die, die eben ausdifferenziert sind. Und wenn wir eine hohe Produktion haben von Granulozyten oder im Speziellen noch von den neutrophilen Granulozyten, dann haben wir eben mehr Vorstufen und deswegen quasi insgesamt, wenn wir das statistisch verteilen würden, eine Linksverschiebung von diesen Zellstufen, die hier vorliegen.
Jetzt kommen wir zu den neutrophilen Granulozyten. Neutrophil sind sie eben genau deswegen, weil sie nicht angefärbt werden im Vergleich oder in Differenz zu den basophilen und den eosinophilen Granulozyten, die wir uns gleich noch anschauen. Charakteristisch bei den neutrophilen Granulozyten oder was man eventuell sehen kann, ist der Drumstick.
Das ist quasi ein Anhängsel am Zellkern. Und dieser ist auch bekannt als Barkörperchen. Er ist nämlich nur bei, also er kommt nämlich nur bei Frauen vor und ist das inaktivierte zweite X-Chromosom.
Neutrophile Karnulozyten können wir uns wie die Schnell-Eingreiftruppe unseres angeborenen Immunsystems vorstellen. Und schnell Eingreiftruppe heißt, die haben wirklich auch eine besonders ausgeprägte Migrationsfähigkeit, bewegen sich also sehr schnell. Die neutrophilen Karnolozyten sind dann vor allem auch dafür da, zum Beispiel Bakterien zu phagozytieren, also in sich aufzunehmen.
Und dann haben die eine besondere Funktion, die können nämlich einen sogenannten oxidativen Burst in sich auslösen. Dazu haben sie ein Enzym, die sogenannte NADPH-Oxidase, die dazu führt, dass in spezialisierten Kompartinamenten reaktive Sauerstoffspezies entstehen. Die sind ja eigentlich schlecht für unseren Körper, aber genauso sind die schlecht für Bakterien und können daher zur Bekämpfung von diesen Erregern benutzt werden.
Das sind auch die Dinger, die so in so in so antibakteriellen und so Schimmelpilzreinigern drin sind. Fand ich recht witzig. Habe ich letztens gekauft und da ist einfach dasselbe Zeug drin, wie in diesen oxidativen Bursts verwendet wird von den neutrophilen Granulozyten. Also fühlt euch wie ein Granulozyt, wenn ihr jemals einen Schimmelreiniger kauft.
Ja, genau. Und neben den neutrophilen Granulozyten haben wir eben auch noch die basophilen Granulozyten. Und die basophilen Granulozyten sind jetzt eben oder beziehungsweise die Granula der basophilen Granulozyten werden jetzt eben dunkel, basophil angefärbt und daraus resultiert, dass sie so ein bisschen den Zellkern überdecken.
Das kann differenzialdiagnostisch ein wenig zu Verwirrung führen mit den Lymphozyten. Da kommen wir gleich drauf zu sprechen. Aber erinnert euch, wir haben hier Granula. Also man erkennt schon, dass diese Markierung hier relativ punktuell ist und nicht wie beim Lymphozyten, genau.
Wie so ein Streuselkuchen.
Jetzt habe ich Lust am Streuselkuchen, danke. Und nicht so kontinuierlich, wie es beim Lymphozyten eben vorliegt, weil da ja der gesamte Zellkern so angefärbt ist. Gut, was machen die basophilen Granulozyten, das ist im Prinzip, glaube ich, nicht 100% verstanden. Man kann nur eine sehr große Ähnlichkeit zu den Mastzellen festhalten.
Also sie stehen in irgendeiner Form im Zusammenhang mit Allergien, sie weisen IgE-Antikörper auf ihren Oberflächen vor und sie enthalten das Histamin, wie es eben auch bei den Mastzellen der Fall ist.
Abgesehen von den basophilen haben wir dann noch eine dritte Gruppe Granulozyten. Das sind die sogenannten eosinophilen Granulozyten. Die erkennen wir daran, dass die Granula eben eosinophil angefärbt sind, also hellrot. Und die Funktion von diesen eosinophilen Granulozyten ist hier keine Phagozytose, sondern das Ausstoßen von bestimmten Enzymen, mit denen Parasiten angegriffen werden sollen.
Granulozyten enthalten dafür zum Beispiel das sogenannte Major Basic Protein oder verschiedene von diesem Protein-Typ. Und das ist vielleicht erstmal ein bisschen verwirrend, warum ist das jetzt ein basisches Protein? Aber Eosinophil an sich bedeutet ja einfach säureaffin und damit basisch. Deshalb haben die jetzt hier das Major Basic Protein und das greift letztendlich auch Parasiten an.
Genau, ja, also quasi Granulozyten als die, wie soll ich sagen, prominentesten im Blutausstrich und im Weiteren dann die Lymphozyten als weitere große Gruppe, die man auch noch weiter unterteilen kann. Also dieser Baum wird immer größer, aber. Genau.
Ja, und da, ich dachte immer, also ich hatte mir es immer so gemerkt, als ich das gelernt habe damals aus der Vorlesung, dass die Lymphozyten dann so der Teil des adaptiven Immunsystems sind, aber sind sie in letzter Instanz gar nicht, weil sie eben nicht nur die B-Lymphozyten, die sind ungefähr 15% davon und die T-Lymphozyten, die sind ungefähr so 75% davon umfassen.
Nein, wir haben auch noch 10% natürliche Killerzellen und die gehören ja bekanntlichermaßen nicht zum adaptiven, sondern zum angeborenen Immunsystem. Wie gesagt, dazu kümmern wir, also dazu sagen wir nochmal viel mehr dann in der nächsten Folge. Nur kurz zur Morphologie. Wir haben, wie gerade schon angedeutet, einen sehr großen Zellkern.
Wir haben eine Kern-Zytoplasma-Relation von 5 zu 1 für den Zellkern, also einen wirklich viel, also das heißt viel, einen sehr, sehr großen Zellkern im Vergleich zu anderen Zellen, die man sonst so kennt. Es gibt auch noch quasi eine weitere aktivierte Form, nämlich den aktivierten B-Lymphozyten. Der liegt dann als Plasmazelle vor, der sich auch nochmal morphologisch ein wenig verändert.
Bei der Plasmazelle haben wir dann nämlich den typischen ratspeichenförmigen Zellkern. Das ist einfach eine Entschuldigung, das ist einfach eine spezielle Anordnung vom Heterochromatin. Dadurch daraus resultiert, dass man auf jeden Fall elektronenmikroskopisch, aber auch, wenn man Glück hat, lichtmikroskopisch, das zumindest in Grundzügen erahnen kann, dass hier eine Plasmazelle vorliegt.
Ja, der Letzt erkennt man ganz gut. Also ich finde schon gerade, wenn du in Geweben bist, wo man so viele findet, hat man oft Glück, irgendwas zu erahnen.
Also ich finde ja ehrlich gesagt, Histologie ist immer auch ganz viel Kaffeesatzleserei, gell? Also man kann ja irgendwie so bei ganz vielen Zellen irgendwie auch viel rausholen, aber es hilft halt immer, wenn man mehrere Zelltypen hat, dann kann man sie ganz gut unterscheiden.
Aber wenn man eine einzelne hat, dann gibt es häufig Verwechslungen. Die letzte Gruppe, die wir hier noch besprechen müssen, sind die sogenannten Monozyten. Die sind recht groß, bis zu 20 Mikrometer sogar, haben einen eher nicht zentrierten Zellkern, der in der Regel so nierenförmig ist, aber der ist zum Beispiel nicht segmentiert daran, also ich finde, Monozyten erkennt man in der Regel ganz gut.
Die Monozyten sind die Vorstufen von vielen Makrophagen, die in unserem Körper vorkommen und später dann ins Gewebe auswandern können. Insgesamt bezeichnet man diese Makrophagen, die von den Monozyten abstammen, als mononukleares phagocyteres System, MPS kurz, und da gehören wirklich Makrophagen verschiedenster Gewebetypen dazu.
Wir kennen zum Beispiel die Mikroglier aus dem ZnS oder auch die Osteoklasten aus dem Mindegewebe. Das gehört alles zu diesem monozyteren Systemklein.
Jetzt gibt's das.
Jetzt kannst du deinen Merkspruch erklären.
Uh, die Affen. Never let monkeys eat bananas. Ja, jetzt hatten wir ja quasi diese ganzen Zellen schon genannt. Und das sind einfach nur die Anfangsbuchstaben der verschiedenen Zellen, weil halt, wenn ich richtig die NC-Frage oft auch mal gefragt wird von diesen Leukozyten, welche sind denn jetzt häufig und welche sind nicht so häufig?
Und da geht man quasi einfach durch von Neutrophil über Lymphozyten zu Monozyten, zu Eosinophilen und zu Basophilen. Und darüber kann man sich, ich glaube, das ist der erste Merkspruch, den ich wirklich jemals gemerkt habe, weil ich das nicht hingekriegt habe.
Das ist auch sehr praktisch, wenn man irgendwie einen Blutausstrich bekommt und einen Leukozyten sieht, ist es meistens ein neutrophiler Granovozyt. Das sind nämlich 60%. Wir haben ja 30% Lymphozyten, 6% Monozyten, 3% Eosinophile, unter 1% Basophil, kann sich merken, 60, 30, 6, 3, 1.
Und da kann es auch noch sein, dass man eventuell, zum zweiten Mal schon okay, dass man eventuell mit der Frage konfrontiert wird, also wir haben ja vorhin schon gesagt, dass wir so pro Mikroliter haben wir 1000 Leukozyten. Und dann kann es eventuell sein, dass man auch noch gefragt wird, ja, wie viele neutrophile Granulozyten haben wir denn pro Mikroliter?
Und dann muss man halt hier 1000 mal 0,6 rechnen. Meinst du? 5000, sorry. 5000 mal 0,6 rechnen, dann kommt man eben auf 3000. So was nur einem zugemutet.
Hohe Mathematik, naja.
Kurzer Einschub, bevor es weitergeht. Hi, ich bin Simon, mein zartes Stimmchen kennt ihr noch nicht. Wir haben in den letzten Monaten an was Neuem gebaut, der SitusIn versus Web App. Damit du in unseren über 75 Folgen genau findest, was du gerade zum Lernen brauchst, haben wir dort eine Episodendbank angelegt, wo du zusätzlich zu jeder Folge die passende Mördhilfe findest.
Es lohnt sich also definitiv mal vorbeizuschauen auf derVorklinikpodcast.de.
Dort gibt es auch die neuen SitusIn versus Merchirts, dein Lieblingsorgan, auf Biobarmwolle gedruckt. dervorklinikpodcast.de wo wir gerade bei NC-Fragen sind, MC-Fragen, die ich schon oft gesehen habe, spielen nicht nur auf die Zellen an sich ab, sondern auch auf die Entwicklung. Wir hatten es schon angesprochen, es gibt verschiedene Entwicklungsreihen und damit dann aus einer Zelle können dann verschiedene gebaut werden, aber aus manchen dann auch wieder nicht.
Also deswegen müssen wir dann doch noch quasi final zum Blut ansprechen, wie denn die Zellen gebildet werden und von welchen Zellen welche Zellen abstammen.
Grundsätzlich findet die Blutzellentwicklung, gerade der roten Blutkörperchen, im Knochenmark statt. Das Knochmark hat, ich glaube, das haben wir auch schon im Bindengewebe besprochen, das Knochenmark hat sogenanntes retikuläres Bindegewebe. Außerdem finden wir da Fettzellen, Makrophagen und eben die Zellen, die für die Hämatopoese wichtig sind.
Und als besondere kapilläre Strukturen haben wir hier Sinusoide. Man kann das Knochenmark unterteilen in rotes und gelbes Knochmark. Bei Kindern ist eigentlich so gut wie alles Knochenmark rot. Das rote Knochmark ist das, was hematopoetisch, also in der Blutzellentwicklung, aktiv ist. Das gelbe Knochenmark finden wir bei Erwachsenen in den Metaphysen und Diaphysen der großen Röhrenknochen, nicht in den platteren und kürzeren Knochen und auch nicht in den Epiphysen.
Aber hier ist das Knochenmark eben gelb, also die gelbe Farbe kommt von der Verfettschung, die hier stattfindet. Und das Knochenmark ist hier inaktiv, hier findet keine Blutentwicklung mehr statt. Wenn wir uns kurz mal noch weiter zurückbewegen, schauen wir uns den Embryo an. Da kann das Blut zunächst schon im Dottersack gebildet werden, dann später auch in der embryonalen Leber und Milz.
Und ich glaube, ab dem fünften Entwicklungsmonat haben wir dann die Blutbildung im roten Knochenmark, wie es später auch beim Erwachsenen ist.
Ja, und diese Knochen, diese Blutentwicklung unterscheidet man quasi in zwei große Reihen und wichtig ist halt eben, dass man weiß, welche Zellen aus welcher Reihe entstehen.
Ganz am Anfang von beiden Reihen steht aber die hematopoetische Stammzelle. Das ist nämlich der Grundstein quasi von allen Blutzellen, die sich entwickeln. Und aus dieser hematopoetischen Stammzelle entwickelt sich die multipotente Progenitorzelle. Und so eine multipotente Progenitorzelle kann grundsätzlich, genauso wie die hematopoietische Stammzelle, sich noch in alle weiteren Zellen differenzieren.
Könnte man jetzt fragen, ja, warum gibt es denn da jetzt hier diesen Zwischenschritt, wenn da eigentlich nichts passiert? Das liegt daran, dass die hematopoätische Stammzelle eben in der Lage ist, sich mitotisch selbst zu regenerieren, also quasi so einen Grundstock an Stammzellen aufrechterhalten kann, während das die multipotente Progenitorzelle eben nicht kann und quasi diesem Zwang unterliegt, sich weiterzuentwickeln oder eben apoptotisch zugrunde zu gehen.
Aus dieser multipotenten Progenitorzelle resultiert dann eine oligopotente, spezielle Progenitorzelle. Was meint man jetzt hier mit Multipotent und mit oligopotent, dass es quasi einfach nur eine Einengung in den Entwicklungsmöglichkeiten? Weil wir eben jetzt schon an dem Punkt angekommen sind, was der Leo gerade gemeint hat, dass wir zwei verschiedene Lines da quasi einschlagen müssen in der Entwicklung.
Es gibt eben quasi einmal die Möglichkeit, dass sich eine myloische Progenitorzelle entwickelt oder eine lymphatische Progenitorzelle. Die lymphatische Reihe oder aus der lymphatischen Progenitorzelle können alle Lymphozyten entstehen. Das heißt, es ist die Reihe des adaptiven Immunsystems. Das ist, wie vorhin schon angedeutet, aber nicht in aller Gänze korrekt.
Es ist eine Faustregel. Aber es gibt eben zwei Ausnahmen, nämlich die natürliche Killerzelle und die plasmazytoide-dendritische Zelle. Das sind beides Zellen des angeborenen Immunsystems, die aber aus der lymphatischen Reihe kommen. Ja, und alle weiteren Blutzellen eben außer den Lymphozyten, die kommen dann aus der myologischen Reihe.
Kann man nicht auch aufgrund dieser Ausnahme auch Leukämien unterscheiden, quasi in myologisch und lymphatisch? Lies man doch auch des Öfteren mal, dass man da halt eben auch, also quasi da kommt der Name her, dass man diese Leukämien unterteilen kann. Da gibt es auch häufigere und nicht so häufiger, aber das hatte ich mal gelesen, dass man darüber diese Leukämien einteilt.
Genau. Aber jetzt müssen wir uns die Entwicklung der Erythrozyten und Thrombozyten nochmal genauer anschauen, weil die halt noch viele Zwischenschritte haben, wo dann manche Zellen schon gewisse Dinge abgebaut haben, manche nicht. Und das ist halt auch wieder so, MC-Fragenmäßig sehr gut abzuprüfen.
Bei der Entstehung von Erythrozyten spricht man von der Erythropoese. Hierbei haben wir in Knochenmarkinseln, wo sich quasi um eine Makrophage herum eine Gruppe an Zellen anlagert. Das ist die sogenannte hematopoetische Insel. Der Makrophage sezeniert hier Wachstumsfaktoren und gibt Eisen ab, was letztendlich von den Zellen benutzt wird, um Hämoglobin herzustellen, was ja ein eisenhaltiges Protein ist.
Und später in der Entwicklung phagozytiert dieser Makrophage außerdem den Zellkern der sich entwickelnden Zelle, weil wir wissen ja, ein Erythrozyt selbst hat keinen Zellkern mehr. Es gibt jetzt fünf wichtige Stufen in dieser Entwicklung. Zunächst einen Proerytroblasten, dann ein Erythroblasten, der entwickelt sich weiter zum Normoblasten.
Und dann kommt der Punkt, wo der Makrophage den Zellkern phagozytiert. Und dann haben wir einen Retikulozyten. Das ist wie gesagt der erste ohne Zellkern und aus dem entwickelt sich der fertige Erythrozyt. Wir können uns allgemein merken, in dieser Entwicklung hat die Zelle immer mehr Hämoglobin und immer weniger Ribosomen, weil die Ribosomen müssen ja dieses Protein synthetisieren und irgendwann ist genug da und deshalb werden es immer weniger.
Diese Erythropoese wird hauptsächlich durch ein Hormon gesteuert, das sogenannte Epo oder auch Erythropoietin. Dieses Epo wird in der Niere synthetisiert. Da kann man jetzt überlegen, warum ist das der Fall. Die Niere selbst ist sehr gleichmäßig durchblutet, was wichtig ist, weil sie ja auch für die Regulation des Blutdrucks etc.
wichtig ist. Und die Niere hat einen sehr hohen Sauerstoffverbrauch aufgrund der vielen Funktionen, die dort ablaufen müssen. Deshalb ist die Niere sehr sensibel, wenn der Sauerstoffgehalt unseres Blutes abfällt. Und der fällt eben ab, wenn wir zum Beispiel zu wenig Erythrozyten haben, die unseren Sauerstoff zu den Geweben transportieren.
Bei Sauerstoffmangel wird jetzt hier in der Niere der Hypoxie-induzierte Faktor oder auch HIF weniger abgebaut. Also der wird eigentlich nicht verstärkt gebildet, sondern wird einfach nur weniger abgebaut und dadurch liegt er jetzt mehr vor und sorgt letzt dafür, dass dieses Hormon Erythropoietin synthetisiert wird.
Und dieses Erythropoietin sorgt jetzt im Knochenmarkt dafür, dass die Erythrozytenvorstofen seltener in die Apoptose eingehen, also seltener abgebaut werden oder wirklich wir am Ende mehr Erythrozyten übrig haben. Sei jetzt ein bisschen kompliziert, aber es ist letztendlich also so, wenn in der Nähe Sauerstoffmangel herrscht, haben wir HIV, dann wird EPO gebildet und das Epo sorgt für mehr Synthese von Erythrozyten, damit wir dann mehr Sauerstofftransportkapazität haben.
Es ist ja quasi zweimal das Aussetzen eines negativen Prozesses. Also erst das Aussetzen des Abbau und dann das Aussetzen der Aptose.
Die Idee dahinter ist ja, dass zwei Prozesse quasi gegenläufig ablaufen im Körper, was eigentlich blöd ist, weil da hat man einen hohen Energieverbrauch. Aber dafür kann der Körper extrem schnell umschalten, wenn jetzt Sauerstoffmangel herrscht und dann ließ das Hilft sehr schnell produzieren zum Beispiel.
Typische Substanz so aus dem Doping, glaube ich, das Epo. Also dass du da quasi einfach die Blutbildung anregst. So Ausdauersportler ist es. Was mich so ein bisschen confused hat am Anfang, war, dass das irgendwie nach einem ziemlich langwierigen und langsamen Prozess aussieht. Aber das ist auch zum Beispiel, wenn man irgendwie jetzt umzieht, irgendwie auf die Berge oder so, wo halt irgendwie der Sauerstoff halt einfach druckbedingt geringer ist, dass dann so eine langfristige Anpassung eben auch im Jahr.
Deshalb macht man ja auch Höhentraining.
Genau, ja. Und das letzte Thema heute, da geht es um Spätzle. Also wurde mir mal gesagt, dass man das vergleicht mit einem Spätzlehobel. Ja, ich komme gleich nochmal drauf. Aber Thrombopoese, meine Damen und Herren.
Genau, Thrombozyten entstehen aus den Megakaryozyten. Megakaryozyten sind tatsächlich megagroße Zellen. Und sie sind jetzt quasi hier eben im Knochenmark und strecken so ihre Ärmchen, man spricht dann auch von den sogenannten Pro-Platelets, über die Migrationsporen aus dem Knochenmark. Und dort werden sie dann einfach über die Scherkräfte des Blumenstroms abgetrennt, die Pro-Platelets, und es entstehen eben die Platelets.
Und das sind die Spätzle quasi, gell?
Das sieht aus wie ein Spätzelhobel. Wurde mir mal gesagt, ich meine, wir sind ja in Babyl, da ist ja quasi so die schwerbischen Spätzle. Ja, gut, es ist Baden, aber ja, wie auch immer. Sind ja so ein bisschen mit drin, aber da, also ein Dozent hat mal gesagt, das sähe ja aus wie Spätzelhobel.
Eingängig, denke ich.
Ja, also wer jetzt Hunger hat, ich hab welchen.
Und so ein Megakaryozid, der synthetisiert eben ungefähr 1000 bis 3000 Thrombozyten und hier reden wir dann eben nicht vom Erythropoetin, das diesen Prozess triggert, sondern vom Thrombopoetin und das stammt nicht aus der Niere, sondern aus der Leber.
Genau. Und damit enden wir. Es hat mir schon Streuselkuchen und Spätzle. Freunde, ich habe Hunger. Deswegen ist es gut, dass wir fertig sind. Das Blut ist abgehakt.
Ja. Und alle, die irgendwie sich jetzt zum Beispiel fragen, ja, wo fließt das Blut eigentlich entlang? Da können wir die Folge empfehlen zu dem Kreislaufsystem. Und alle, die sich fragen, ja, was ist jetzt eigentlich genau mit den Lymphozyten, für die können wir uns für die Folge zu den lymphatischen Organen empfehlen.
Die Folge kann bezahlte Werbung inhalten. Na gut, Freunde, dann bis zum nächsten Mal zu den lymphatischen Organen. Bis gleich. Tschüss.