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Shownotes
Was tun, wenn ein Gegenüber immer aggressiver wird? Wie lässt sich eine Eskalation frühzeitig erkennen – und wann ist es Zeit, sich aus einer Situation zurückzuziehen?
Tian Wanner, Dozent im CAS Gewaltprävention der ZHAW Soziale Arbeit, erklärt im Gespräch mit Host Regula Freuler, weshalb theoretisches Wissen allein in Hochstresssituationen oft nicht ausreicht. Entscheidend ist, mögliche Situationen zu trainieren, die eigenen «Hot Buttons» zu kennen und sich auf schwierige Momente vorzubereiten – etwa mit Implementation Intentions nach Peter Gollwitzer.
Auch beim Gegenüber gilt es, Veränderungen früh wahrzunehmen. Denn Gewalt entsteht meist nicht aus dem Nichts. Je nach Eskalationsphase braucht es unterschiedliche Reaktionen. Methoden wie die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg können hilfreich sein – aber nicht in jeder Situation.
Gewaltprävention ist zudem eine Führungsaufgabe. Organisationen müssen klare Abläufe und Grenzen definieren, ihre Mitarbeitenden auf schwierige Situationen vorbereiten und nach Vorfällen für eine gute Nachsorge sorgen – gerade im Sozialbereich, wo Gewalthäufigkeit deutlich häufiger vorkommt als in vielen anderen Branchen.
Weiterführende Literatur und Methoden:
• Ellis Amdur: Words of Power. A Guide for Ordinary People to Calm and De-Escalate Aggressive Individuals. 2018.
• Implementation Intentions: Strategien zur Selbstregulation nach Peter Gollwitzer.
• Gewaltfreie Kommunikation: Methode nach Marshall B. Rosenberg.
Produktion:
• Host: Regula Freuler
• Gast: Tian Wanner, Dozent im CAS Gewaltprävention der ZHAW Soziale Arbeit
• Aufnahme und Sounddesign: Lukas Fretz
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