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Shownotes
Im Gespräch mit Laura Schmidt.
Ich spreche mit der Kuratorin Laura Schmidt über das Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe, in dem es eine sehenswerte Dauerausstellung namens "zkm_gameplay. the next Level (zkm.de/de/ausstellung/2018/09/zkmgameplay-the-…)" gibt, in der man in fünf Leveln so einiges an Hardware, Spielen und Kunst erleben kann, was auch Veteranen überraschen könnte.
In unserem Gespräch stellen wir diese Bereiche vor, gehen auf einige mehr und weniger bekannte Spiele sowie die Installationen und die Herausforderungen ein, die so eine Ausstellung mit sich bringt. Ach so: Es gibt in Karlsruhe auch ein Labor für antiquierte Videosysteme, in dem Hardware bewahrt wird.
Und natürlich geht es auch darum, wie man eigentlich Kuratorin wird und was Laura am liebsten spielt.
Viel Spaß beim Hören!
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Herzlich willkommen beim Podcast von Spielvertiefungen. Und heute gibt es eine Premiere, die mich richtig freuten! Wir hatten ja schon Kulturwissenschaftler hier vor dem Mikro, es ging um Videospieler, Pressekollegen waren da... Es ging um Literatur und Co., aber noch nicht einmal um ein Museum. Und dem wollen wir heute abhelfen – und zwar mit einem ganz besonderen seiner Art, dem Zentrum für Kunst-und Medien in Karlsruhe Wenn ich mich jetzt nicht vertan habe.
Aber mit einem besonderen Teil einer Dauerausstellung, die vor allem Videospiel interessieren dürfte. Bevor ich zu viel erzähle begrüße ich eine Kuratorin des Museums und zwar Laura Schmidt. Hallo. Hallo Jörg! Vielen Dank für die Einladung. Ja, sehr schön dass du Zeit gefunden hast. Ihr Managed diese Ausstellung für Videospieler da in so einem großen Team ne?
Ja... Beziehungsweise also das ZKM, das Team des ZKMs ist riesig. Wenn man sich dann die einzelnen Projekte anguckt Dann kommt es doch immer wieder dazu, dass naja wir uns aufteilen Das heißt Wir sind auf jeden Fall aus unterschiedlichen Bereichen kommen wir zusammen Aus der Museumstechnik, das ist ein sehr großes Team bei uns am Haus.
Aber für die Computerspieler-Ausstellung bin hauptsächlich ich mit einzelnen KollegInnen zuständig.". Da hab' ich ja genau die Richtige erwischt! Also der Titel der Ausstellung lautet konkret ZKM unterstrich gameplay.theNextLevel. Und wie gesagt, dass es eine Dauerausstellung läuft eigentlich auf ewig dann ne?
Ja also... Sie existiert schon sehr, sehr lange tatsächlich. Eigentlich seit das ZKM in dem Gebäude eingezogen ist, indem wir uns heute auch noch befinden gibt es das Thema Computerspiele am Haus und damit ist es auch eine der ersten Ausstellungen zusammen mit dem Computerspielermuseum in Berlin die erste Ausstellung, die sich diesem Thema damals dann auch schon widmete Und sie ist über die Jahre immer wieder verändert worden von unterschiedlichen KuratorInnen.
Und jetzt aktuell, die Fassungen sagen wir mal, die wir jetzt im Haus haben hat ein Zwei-Tausendachzehn eröffnet und mit Veränderung natürlich aber ist seitdem geöffnet. Das Thema ist auf jeden Fall Dauerthema am ZKM auch wenn wie gesagt diese Ausstellung auch immer wieder neu konzipieren um sie eben anzupassen einfach an die Aktualität.
Das hat mich natürlich sehr gefreut allerdings auch überrascht. ich war ein bisschen beschämt dass sich die Ausstellung, gar nicht so auf der Uhr hatte und bis vor kurzem nicht kannte. also meine Tochter bekannte in Karlsruhe die hat mir davon erzählt die war ganz begeistert. Und ich war zwar letztens als Gastdozent mal an der pädagogischen Fachhochschule durfte da was über Spiele erzählen vorangehenden Lehrern aber hatte da leider keine Zeit mehr gefunden euer tolles Museum zu besuchen.
und warum es ein bisschen Seltsam für mich ist, ich habe zwanzig Jahre mit Videospielen beschäftigt als Chefredakteur bei einem Online-Magazin. Ich hatte aber nicht das Gefühl, dass diese Ausstellung jetzt mal groß in den Medien vorgestellt oder diskutiert worden ist und auch in der Spielepresse. kann es sein?
Also ich weiß, dass es damals ist wie gesagt im Jahr zwei Tausend Achtzehn, das war noch vor meiner Zeit. mein Vorgänger Jerome Guyen hat diese Ausstellungen zusammen mit Margit Rosen also die aktuelle Ausstellung so konzipiert Und ich bin erst im Jahr und zwanzig ans Haus gekommen. Aber so wie ich das mitbekommen habe, ist damals schon der SWR da gewesen.
aber ich kann mir gut vorstellen dass es unter Umständen auch einfach nochmal ein anderes Publikum oder eine andere Presseaufmerksamkeit war dadurch dass das ZK eben gerade für Medienkunst zeitgenössische Kunst weltweit bekannt ist. Deswegen freut mich das auch so, dass ich diesen in Anführungsstrichen Schatz jetzt gefunden habe.
Bisschen spät für dich sagen! Aber bevor wir da ins Detail gehen und da gibt es viele, viele Details ganz kurz die Frage wie wird man denn Kuratorin in so einem Museum lauern? Also ich würde wahrscheinlich sagen untypischen akademischen Werdegang für KuratorInnen. Ich selber hab erst Kunst Research Master sind Forschungsmaster in Kunst, auch in angewandter Kunst.
In Medienkunst studiert und zwar in Spanien. Und dann habe ich noch einen Master in Public Interest Design angefangen aber nicht zu Ende studiert im Wuppertal. Dadurch dass ich mich bei meinem Studium viel theoretisch mit Medienkunsten oder zeitgenössischer Kunst auseinandergesetzt habe Und man muss auch dazu sagen, in unserem in meinem Masterprogramm sogar in Spanien haben wir das ZKM rauf und runter durchgenommen.
Ich habe mich damals dann dafür entschieden zu versuchen hier Fuß zu fassen bis zum gewissen Punkt und es ist in Deutschland so dass man normalerweise wenn man kuratorisch arbeiten möchte ein Voluntariat absolviert. Das kennt man vielleicht normalerweise aus der Presse, wobei es etwas anders ist. Es ist ein wissenschaftliches Voluntariat also eigentlich eine Art Trainee Ship im Museum in dem an der Materie also im Arbeitsalltag lernt wie Ausstellungen konzipiert werden.
genau und das habe ich. Ich bin dann im Jahr, hab ich das Voluntariat am ZKM gestartet. Und ich war damals noch in der Abteilung ... In der Sammlungsabteilung, weil die Ausstellung aus der Sammlungsabteilungen historisch betreut wurde und habe wahrscheinlich vielleicht durch mein etwas buntes ... meinen bunten Lebenslauf wahrscheinlich diese Stelle in Games auch bekommen.
Also es war so dass ... Ja, dass diese Schnittstelle wohl nicht so leicht zu besetzen war. Und ich aber auch durch mein Studium ein wenigstens ein grundlegendes technisches Verständnis habe und natürlich auch Videospiele darin teil waren eben aus der künstlerischen Sicht heraus. wie können Videospielen als künstlersches Medium eingesetzt werden?
Dadurch kam dieser Affinität. Genau! Dann hab' ich das Voluntariat im ZKM absolviert in eine wissenschaftliche Position gerückt, aus der ich die ganze Zeit die Gameplay betreut habe aber auch andere Ausstellungen im Haus mitgestaltet hab. Und wie ist so dein persönliches Verhältnis zu Videospielen? Du hast gesagt du hast in Spanien Kunst studiert und dann in Wuppertal ne?
Hattest du während deines Studiums denn Zeit für eigene digitaler Abenteuer? Also gemacht. Wir mussten sogar eins machen während unseres Studiums, aber sagen wir mal das waren eher kleine erste Versuche Wie gesagt also tatsächlich war es Gegenstand unseres unseres Masterstudiums sich mit Spielen auseinander zu setzen und natürlich auch sehr stark auf Indie Games fokussiert oder unterschiedlich also auf sagen wir Mal Alternative herangehensweisen an das medium Computerspiel.
Und also davon abgesehen, dass ich auch als Jugendliche und als Kind gespielt habe. Genau dann eine Zeit wieder nicht! Dann bin ich irgendwie in diesem Master an Spiele gekommen... ...und seitdem ist es doch ein Bestandteil meines Alltags. Was war Thema deiner Masterarbeit? In meiner Masterarbeit habe ich mich mit... Oi, mit nachhaltiger... Also sagen wir mal... Oh Gott.
Moment! Ich hab's ja auf Spanisch geschrieben. Auha! Im Endeffekt, wenn man es runterbrechen wollen würde der Environmental Impact von Internet und wie das künstlerische behandelt werden kann. Also im Endeffekt so eine Art Sustainable Art oder Eco-Art, Öko Kunst aber eben mit einem Fokus darauf wie das Internet oder die neuen Medien eben auch einfach einen Fußabdruck hinterlassen.
also es ging in ne ganz andere Richtung. Ich dachte jetzt auch ich erwische dich jetzt mit irgendeinem Klassiker der Videospielwelt zu dem wir dann stundenlang quatschen können. Aber das ist ja auch nicht Thema. heute. Ab und zu stelle ich ja auf Spielvertiefungen auch Aussätze aus den Game Studies vor.
Die berühren ja dieses Thema dann auch, da freut mich das immer wenn man so einen Bezug herstellen kann. was mir damals als Spielejournalist gefehlt hat in meiner Arbeit als Chefredakteur war eben genau dieser Blick über den Tellerrand also dass man sich mal ein bisschen rauszoomt aus seinem Alltag aus diesem einen Spiel und aus dem ganzen Bewertung Und mal schaut welche Verbindungs- und Verknüpfungspunkte gibt es eigentlich zwischen Videospielen, Kunst, Literatur Geschichte und so weiter.
Und das versuche ich jetzt zumindest ein bisschen anzubieten. So ein Museum ist natürlich dann noch mal ein ganz anderes Einfallstor. Ich kann mir auch vorstellen dass die Tatsache dass das ZKM über Baden-Württemberg hinaus sage ich mal oder den SWR den du genannt hast deshalb nicht so groß in einer Berichterstattung war obwohl es ja etwas leistet.
also gehört weltweit zu den ersten Institutionen überhaupt die dem ganzen Jahr auch eine Plattform in der Öffentlichkeit geben. Also ich kannte bis dahin nur das Museum New York und du hattest Berlin erwähnt, okay? Aber ich kann mir vorstellen dass diese Verbindung Kunst- und Videospiele eben auch für die klassische Presse dann gar nicht so interessant war was natürlich schade ist.
aber dem helfen wir heute ein bisschen ab. Ja total. also ich meine sagen mal Kunst und Computerspiele war für dich sagen lange auch ... Konflikt belegtes Belegter Bereich und ist wahrscheinlich teilweise immer noch. Aber wie toll, dieses Gebäude ich habe fünfzehntausend Quadratmeter erwähnt es laut der Geschichte.
Eurus Museums entstanden zwischen nineteen hundert fünfzehnund neunzehnten achtzehn also während des ersten Weltkriegs. da wurde eine Munitions- und Waffenfabrik konstruiert und aus der hat man dann ein Museum gemacht was ja auch schon für sich eine schöne Geschichte ist. Ja, total. Also es ist natürlich auch eine dunkle Geschichte des Gebäudes.
und genau wie du gesagt hast, dass das Gebäude im ersten Weltkrieg eigentlich mit dem Ziel Monibutionsfabrik zu sein erbaut worden, ist dann aber erst den zweiten Weltkrig zum Einsatz gekommen. Es waren Zwangsarbeiterinnen hier in den Gebäuden im Einsatz Und das Gebäude wurde dann auch weiter industriell noch genutzt nach dem Krieg.
Also es ist viel, das waren zehn dieser Gebäuden oder ich weiß nicht mehr wie das Gebärde in dem wir jetzt heute sind und das ist der letzte verbliebene Teil und tatsächlich ist es später aber auch von Künstlerinnen besetzt worden die hier ihre Ateliers hatten. Im Endeffekt sollte für das ZKM eigentlich ein neues Gebäude in der Nähe des Hauptbahnhofs erbaut werden.
Und es hat dann aus unterschiedlichen Gründen nicht geklappt und so ist dann das ZNM an das Gebäudegekommen, wo wir heute sind. also die Künstlerinnen mussten weichen wurden aber auch in einer der ersten Ausstellungen, die am Haus stattgefunden haben. wenigstens wurde denen noch mal eine Bühne gegeben.
Aber genau, wir sind hier in einem Gebäude. was ich glaube einer der Fun Facts ist dass das Gebäud so lang wie der Eiffelturm hoch ist. Manchmal auch zu längeren Wegen auch im Arbeitsalltag sorgt. Ja und apropos längere Wege meine Tochter die da war die meinte man kann da wunderbar durchspazieren Teil war seine riesigen Leinwänden vorbei Auf den Szenen aus Klassikern, aus Videospielen projiziert sind.
Man kann über fünfzig Spiele selber ausprobieren vor Ort. und ja wir haben uns gedacht Wir nehmen euch zuhören mal mit in dieses Museum füllen euch durch und übernehmen die Struktur denn das ist gegliedert in Fünf Level Level eins Retro. Level zwei New Narratives. Level drei Creative and Aesthetic Games.
Level vier Political games und Level fünf In the Spotlight. Ja und wir haben uns gedacht, wir fangen mal an bei Level eins Retro... ...und spreche mal ein bisschen darüber worum es da geht! Genau also genau diese Aufteilung wie du sie gesagt hast. die ist so Wie ich das recherchieren konnte auch aus dem Jahrzehnten neu dazugekommen Also diese Level Bereiche.
Aber was eigentlich ganz spannend ist oder für mich auf jeden Fall spannend war ist dass wir weiterhin Grundgedanken verfolgen, die schon in den Sehundertsehnundneinzig bis zum Gewissenpunkt etabliert wurden. Und da gehört tatsächlich auch der Retrobereich dazu, weil in dem Ausstellung, die damals noch Welt der Spiele hieß und von Friedemann Schindler und Franklin Osten – also dem Sozialpädagogen Friedemmann Schindlers und dem Designer- und Xenografen Franklin Oston korrattiert wurde.
Auch damals war schon dieser Blick in die Vergangenheit Teil dieser Ausstellung, was ich immer ganz spannend finde. Und zwar also auch ein Relikt davon kann man bei uns heute immer noch sehen. das ist die Ahnengalerie, die auch als Sammlungswerk zählt und das sind sechs Schränke könnte man sagen oder Kabinette in den ältere Konsolen In diesem Fall die Philips Odyssey, der Atari, die Commodore, den Nintendo Gameboy.
Und die SNS und Commodore Amiga ausgestellt waren auch damals schon um eben zu zeigen wie... Also damals war der Gedanke zu zeigen ... jung eigentlich dieses Medium noch ist und was für einen unglaublichen Einfluss es auf die Gesellschaft auch schon in nineteen neunzehnundneinzig gehabt hat. Und also davon abgesehen haben wir in diesem ersten Retro-Bereich, auch Leihgaben vom Retro Games EV.
das ist ein wunderbarer Ort im Karlsruher auch für alle die die Möglichkeit haben oder hier sind macht leider nur samstags fürs Publikum auf, aber es ist ein Ort wo alte Arcade-Maschinen restauriert und erhalten werden. Also mittlerweile sind sie auch ein Museum. deswegen kurzes Shoutout. Es ist genau also eine Halle voller Arcades die alle gespielt werden können im originalen Zustand und die haben uns einige Arcades wie zum Beispiel Pacman als Dauerleihgabe für unsere Ausstellung gegeben.
Und genau also wie gesagt in diesem ersten Level geht das eigentlich darum zu zeigen wo Wo kommt das Ganze her? Wie ist es entstanden? Vielleicht auch was sind Konventionen, die damals entstanden sind oder was sind Dinge, die sich bis heute noch durchgesetzt haben und wo aber natürlich Indie-Game-Entwicklerinnen eigentlich versuchen mit zu brechen an manchen Stellen.
Also wir haben Donkey Kong als erstes Spiel, was irgendwie Cutscenes eingesetzt hat oder irgendwie mit diesem Versuch tatsächlich eine Geschichte zu erzählen Wie gesagt, Pac-Man als absolute Ikone. Der Popkultur dessen was Arcades also natürlich nach Pong. aber was Arcade bedeutet haben wir wie das wie dieser Spiele Charakter in unsere in unserer Kultur irgendwie Einzug genommen hat und natürlich auch um zu zeigen okay Was bedeutet dass?
Wir sind spiele werden spiele designt jetzt bei pacman eben mit mit der Prämisse eigentlich das Medium zu erweitern oder mit dieser niedlichen und farbenfrohen Design auch andere Zielgruppen zu erschließen, als die so wie es damals eigentlich hauptsächlich angesehen wurde. Auch wenn es nicht gestimmt oder auch damals schon nicht gestimmt hat aber dass ist eben ja ein hauptzlich männliches Publikum war was Computerspiele von Computerspielen angezogen wurde.
genau Wir versuchen oder das ist eben der Sinn sozusagen mal dieses ersten Level zu sagen so da kommen wir her. Und im weiteren Verlauf der Ausstellung, man könnte wenn man in diesen ersten Bereich kommt den Eindruck bekommen dass es eine historische Ausstellung ist so deine chronologisch erzählte Ausstellung.
aber das ist so wie du jetzt ja gerade auch schon die unterschiedlichen Bereiche vorgestellt hast eigentlich überhaupt nicht der Fall sondern wir machen dann auch relativ große zeitliche Sprünge Und wir haben auch in unserer Ausstellung so gesehen Regeln. Das heißt, seit dem ... ... Jahrzehnte dieser Ausstellung als Gameplayer öffnet hat damals kuratiert von Stefan Schwingeler und auch lange noch geführt von Stefan Schwingeler, haben wir keine AAA-Produktion mehr in der Ausstellung.
Das ist so gesehen, also genau eine ungeschriebene Regel. Die das was man in unserer Ausstellung neben sagen wir mal diesen diesen ganz frühen Spielen finden kann sind vornehmlich Indie-Games. Wenn man so möchte Art House Games. Dieser Begriff hat sich ja auch aber die Jahre immer wieder gewandelt. und auch Kunstprojekte Also Game Art wenn man möchte Kunst Projekte die sich mit Videospielen auseinandersetzen also Maschinemas Videos, wie du vorhin auch kurz schon erwähnt hast.
Ja nichtsdestotrotz habt ihr natürlich auch einige Spiele dabei die zumindest so populär sind dass auch AAA-Spieler die kennen. da kommen wir noch dazu. ich schmeiß mal einen Journey zum Beispiel. das ist ja auch über Sony erschienen. also das hat natürlich independent Wurzeln aber wurde bei einem sehr großen Publisher auch sehr sehr bekannt und war auch eines meiner Lieblingsspiele des Jahres.
Und ja jetzt sind wir also in diesem ersten Level und du hast das schon sehr gut vorgestellt, dass es da nicht streng historisch so Sache geht. Nichtsdestotrotz habe ich mal geschaut und ihr habt da in dem Bereich Retrospective. Da zeigte die Konsolen seit twohneinzehnt zwanziebzig oder habt ihr sogar einige dabei, die ich überhaupt noch nicht kannte was mich immer freut zum Beispiel die Travemünde EES.
zwei tausend zweihundert sieben von Schillips aus dem Jahr neunzehnhundert siebzig. Und ich glaube, das sind teilweise Leigaben aus Karlsruhe von leidenschaftlichen Hardware-Sammlern. Der Großteil davon sind Leigabend von einem Privatsammler der damals die Konsolen an das Haus gegeben hat und zwar heißt der Leigeber Boris Jakubaschk und er hat sie wie gesagt privat gesammelt aber ist dann so wie ich das mitbekommen habe vor meiner Zeit Irgendwann auch ans ZKM herangetreten hat gesagt, dass er sich wünschen würde, dass diese Konsolen eben von einem größeren Publikum einfach gesehen werden können.
Und auch seit sehr frühen Jahren sind ist diese Sammlung Teil unserer Ausstellung aber sagen wir mal eher in einem klassischen Vitrinenformat. Die sind nicht alle im Einsatz. Aber man kann sie sich bei uns angucken, genau! Also wie gesagt wer jetzt denkt dass das alles anfing mit dem Nintendo Entertainment System von Nintendo Ninety-five und achtzig?
Nein liebe Leute davor gab es auch schon Konsolen. diese trave Münde war allerdings auch eine sogenannte Pong Konsole sprich Das war ne Hardware und da war der Spiel Pong drauf. davon gibt's da einiges zu sehen bevor es dann auch innerhalb dieses ersten Levels schon wieder ein bisschen bekannter wird.
Also wie gesagt das nes von nennt man achtzig dann geht's mit master system von sega weiter mit dem mega drive den gameboy gmg und so weiter. ich überspringe dass jetzt also da gibt es auch schon einiges an hardware zu sehen. aber im zentrum stehen dann für euch du hast es angerissen eben die spiele und die wirkung der spiele unter habt ihr euch ein paar ausgesucht.
in diesem ersten level sind dabei unter anderem asteroids. also das ist ja. einer der ganz, ganz großen Klassiker. Pac-Man hatten wir erwähnt dann ist Donkey Kong dabei das hattest du schon eingeschmissen und vielleicht auch dass ein oder andere was selbst Kenner nicht so auf der Uhr haben. gleichzeitig versuchte auch die Anknüpfung in dem Retrobereich mit der Gegenwart.
denn das Spiel Blue Guy das so ein bisschen aussieht wie irgendwas mit Pac-Men ist allerdings eine moderne Variante. ne? Blue Guy ist eigentlich ein, also sagen wir mal im klassischen Sinne Kunstwerk. Also es ist ein Bild. Es ist kein Spiel in dem Sinne sondern genau das ist eine Serie auch von Peter Schönwand aus dem Jahr zwanzig, indem er diese Computerspiel Charaktere mit Tastatur-Tasten nachgestellt hat.
Ich weiß nicht ob man das auf den Fotos so gut sieht. Das ist wie eine Art Pixel Bild mit Tastatur. Mit Tasten von Tastaturen, die Legende sagt dass das eine Original-Taste von Toro Iwatani auch in dieser Tastatur einen Platz gefunden hat. Und ihr habt auch den einzigen in der DDR produzierten Arcade Automaten, den kannte ich auch nicht.
Der heißt Pulli Play Ja, Polyplay und auch die einzige DDR-Konsole Bildschirmspiel eins. Null Eins? Ja, Bildschirmspiel null Eins! Genau. Die haben unterschiedliche Spielmodi also man kann unterschiedliche Spiele spielen. jetzt gerade beim Polyplay ist es ganz spannend zu sehen wie sagen wir mal die Spiele die in der im Westen generell schon oder sagen wir Mal in Westdeutschland oder den USA Japan schon irgendwie große Spiele-Titel waren irgendwie unbenannt worden.
Ich komme jetzt leider nicht auf die einzelnen Namen. der, also zum Beispiel Hase und Wolf ist im Endeffekt eigentlich Pac Man. Also das heißt es ist unbenannt worden was damals in unter anderem Namen schon sehr bekannt war. Und innerhalb dieses ersten Levels der Ausstellungen gibt es einen weiteren Bezug zur Gegenwart, und zwar das Spiel Packer Pong aus dem Jahr zwei Tausend Fünfzehn.
Da hat jemand einfach gedacht okay ich verbinde mal Pong mit Space Invaders und Pac-Man. ist das auch Teil der Philosophie der Ausstellung dass man halt in den Bereichen immer versucht so ein bisschen die Gegenwartskunst auch mit einzubeziehen? Ich würde sagen das zieht sich durch und das ist eben auch der Versuch kreative Herangehensweisen, künstlerische Herangehnensweisen immer wieder auch danebenzustellen.
Also einfach die Prämisse im Endeffekt ist zu sagen oder zu untersuchen wie auf welche Arten und Weisen das Computerspiel- oder Videogames eben ein künstlersches Ausdrucksmedium sind oder ein kreatives Medium in dem eben auch Experimente stattfinden können. Und es hat sich auf die eine oder andere Wart und Weise über die Jahre immer wieder durch die Ausstellung gezogen ist, sodass man sehr bekannte Spiele wie du jetzt auch gerade gesagt hast neben so ganz kleinen Projekten finden kann.
Weil wir versuchen natürlich auch irgendwie eine Sicht in die Videospiele zu bieten, die man jetzt unter Umständen nicht immer unbedingt auch so ... In der Pop-Kultur in den Massenmedien mitbekommt, also eben auch zu zeigen was es für andere Herangehensweisen gibt. Und sind diese Bereiche – wir gehen ja gleich in den zweiten Level aber bevor wir das machen – sind die Bereiche relativ statisch?
oder ist es so dass ihr euch immer wieder überlegt hey da könnten wir mal ein anderes Thema anbieten und wir tauschen jetzt mal dieses oder das andere aus? Die, so wie sie jetzt im Moment ist. Wie gesagt die Gameplay The Next Level Ausstellung seit Jahrzehnte und fünfzehn da waren die Bereiche eben statisch.
wir haben teilweise einzelne Positionen innerhalb dieser Bereiche ausgetauscht aber das Ausstellungskonzept ist eigentlich konstant geblieben wo wir allerdings unterschiedliche Themen behandeln es in der Spotlight In diesem fünften Bereich wo wir nachher dann auch noch mal drauf zu sprechen bekommen sprechen kommen Da.
Also da haben wir immer wieder unterschiedliche Themen auch behandelt. Okay, dann würde ich sagen sind wir bereit für den nächsten Level, Laura? Der heißt New Narratives also neue Erzählweisen. Auch Videospiele haben natürlich sich immer mehr Schlüsselqualifikationen sage ich mal oder auch Dramaturgien angeeignet die man entweder aus der Literatur Büchern, Human TV Serien und dem Film mit dem Kino kennt Und im weitesten Sinne geht es in diesem Level zwei jetzt eben nicht um eine historische Fortführung.
Also was kam nach diesen ersten Konsolen, sondern eben um eine thematische. Wie erzählen Spiele? Genau also wie wir zählen spiele wie nehmen SpielerInnen an den Geschichten ins Spielenteil und gleichzeitig natürlich auch irgendwie nochmal ein Fokus darauf was für unterschiedliche kreative Richtungen in Computerspielen oder Videospielen eigentlich zusammenkommen.
Also, genau wenn man jetzt an Narrative denkt dann natürlich eben Literatur oder Geschichtsschreibung. Aber natürlich auch bildende Kunst im Sinne von Grafiken, ästhetischen drei D-Models oder eben zwei D Assets und Designs Musik. also genau es geht so ein bisschen darum hervorzuheben wie wie divers die unterschiedlichen kreativen Praxen in Computerspielen sind und aber auch, wie die dann eben eingesetzt werden können um Geschichten zu vermitteln.
Und auch hier hast du es vorhin schon angesprochen haben wir sehr bekannte ursprünglich Indie Games also mit Journey oder The Stanley Parable Die alle ihre eigenen Geschichten haben wo an denen wir versuchen zu zeigen Wie in die Game Developer-Innen oder beziehungsweise auch natürlich Einzelentwicklerinnen versucht haben, so ein bisschen diese ja die bestehenden Narrative aufzubrechen.
Oder die bestähnenden Konventionen? Ja und das ist ein schöner Bereich. also mich hat auch gefreut dass ihr What Remains of Edith Finch dabei habt von zwei tausend siebzehn Das Adventure. das hat mir richtig gut gefallen. Ein Jahr zuvor erschien Firewatch von Campus Santo, das ist auch auf eine sehr tolle Art die Kommunikation zwischen dem Spieler und dem Spiel so ein bisschen verändert hat.
Und auch in Sachen Dialogführung sehr fortschrittlich war. also da sind einige Perlen der letzten Jahre dabei. Die ist auch relativ aktuell. Also die Spiele in diesem zweiten Level New Narratives sind zwischen zwei tausend acht und zweitausend achten herausgekommen Und ich hätte mir ja eingebildet im Vorfeld, dass ich von den drei sechs neun was ins elf spielen.
Ja also zehnkenne ist aber nicht so. Das hat mich gefreut, dass da auch etwas dabei ist, was sich überhaupt nicht auf der Uhr hatte. und ich fang mal an mit einem Spiel namens Chousatron von zwei tausend vierzehn von Jerry Bellick. Und ich bin ja ein Freund der Abenteuer Spiegelbücher die stelle ich auf Spiel.
vertiefung ab und zu sind hier auch ein Thema. Aber was genau ist Chusatron? Es ist eine kleine Maschine so gesehen, also ein kleines Objekt. Das ist Open Source und man kann sich die selber bauen, soweit ich informiert bin. Ich weiß nicht, ob das immer noch unterstützt ist, aber da drin ist ... Also dieses Objekt hat einen Thermodrucker Beherbergt einen Thermodrucker, so wie man den von Passenzetteln kennt.
Wir sind mittlerweile auch auf das blaue Papier umgestiegen aus eben... Also wenn man auf dem Bild, auf der Website ist es noch das weiße Thermopapier Auch da haben wir Anpassungen gemacht Aus Umweltsgründen Genau und dann isst er eigentlich ein Textadventurer. also Man kann sich sein eigenes TextAdventurer schreiben was dann eben auch auf diesem Thermopapier sofort ausgedruckt wird.
Man hat vier Tasten, auf denen man die unterschiedlichen Geschichtsstränge auswählen kann mit Zahlen... Also auf jeden Fall sieht das aus wie ein kleiner Zauberwürfel und ich habe erst beim zweiten Hinsehen bemerkt dass es da eben um einen ja im weitesten Sinne analoges Spiel geht. Das aber an die Tradition, das schreibt er in der Beschreibung von Chusatron des interaktiven Spielbuchs anknüpft Text-Adventure so ein bisschen verbindet.
Das ist wieder so'n Beispiel, weil es ist ja von zwei Tausend Vierzehn wie ihr versucht jetzt das Bekannte was jetzt so'nen Videospieler der kennt vielleicht Journey, der kennt What Remains of Edith Finch aber Choose a Tron, das sorgt wieder dafür dass man vielleicht ein bisschen neugieriger diesen kleinen Zauberwürfel geht?
Ja absolut genau. und also ich meine es ist Twine. Und was da eben ganz spannend dran ist, isdass man eigentlich die Geschichten auch selber selber geschrieben werden können. Also wie gesagt, das ist was, was man sich zu Hause nachbauen könnte aber es geht uns eben auch darum immer wieder so ein bisschen die Vielfalt dessen aufzuzeigen, die Videospiele haben können wenn es darum geht Geschichten zu erzählen.
und natürlich ist es irgendwie so eine Reminiszenz an einer sehr frühe Zeit auch wieder Aber durch die Hardware irgendwie auf eine andere Ebene gehoben etwas tiefer im Bereich der neuen Adventures wie ich sie manchmal nenne, muss man schon drin sein um vielleicht auch Florence zu kennen von. Ein ganz kleines Spiel.
da geht es eben um diese Florence und eigentlich geht's darum das Leben und die Liebe. Ich habe das auch nicht gespielt. hast du eigentlich all die Spiele gehört dass quasi zum Job dass man sich die alle anschauen muss? Also ja auf jeden Fall. In diesem Fall ist es tatsächlich so, wie ich vorhin ja schon mal gesagt habe.
Das eigentlich mein Vorgänger Jérôme Guyen, Großteil dieser Ausstellung korratiert hat – so wie sie im Moment noch steht. Florence oder Florence hab tatsächlich auch nochmal in die Ausstellung gebracht und nachgerüstet. Das hab' ich gespielt! Mein Alltag besteht dann aber doch häufig... auch aus Let's Plays.
Also ich hab mir schon sehr, sehr viele Spiele spoilern müssen weil die Zeit dann wirklich alles durchzuspielen von Anfang bis Ende dann häufig doch nicht reicht. das heißt normalerweise würde ich wahrscheinlich so rangehen dass sich mehr Erstbeschreibungen Texte Meinungen und Gameplay Videos angucke Und wenn die Spiele in der näheren Auswahl sind sie dann tatsächlich auch anspiele.
Wenn ich es schaffe sie durchzuspielen, dann großartig. Aber das ist nicht immer der Fall. Das muss ich auch tatsächlich sagen. und das Schöne ist ja dass die Spiele die wir jetzt exemplarisch so herauspicken, dass die da noch alle vor Ort auch spielbar sind? Genau, ja. Florence in diesem Fall ist es auf einem iPad ausgestellt weil es eigentlich auch... Also es ist eine sehr schöne Erfahrung meiner Ansicht nach Aufenthalt gerätten Und es sind eben kleine Vignetten durch die man spielt und die eigentlich ganz schön zeigen, wie manchmal Spiele mithaffern.
Bestimmte Gefühle ganz schön vermitteln können.". Das kannte ich auch noch nicht. Es war auf iOS spielbar, verbindet so ein bisschen Dialoge- und Puzzle. Und ein Spiel das ich ebenfalls nicht kannte ist Long March Restart! Das klingt zwar nach einem Remake irgendeines Klassikers aus den Siebzigern – is es aber nicht?
Das kommt auch aus dem Jahr, ist also noch relativ jung von Feng Meng Bo. Und das ist jetzt eher was Politisches. Es ist ein kleines, es sieht aus wie ein kleites Arcade Game aber da geht's um den Marsch der roten Armee unter Mao Zedong. Genau. Ist quasi von einem chinesischen Dissidenten erstellt worden oder?
Genau. Also ist Feng Mengbo Künstler. Ein Beispiel der Artist Games oder eben Künstlerinnen, die sich in Computerspiele begeben haben. Er arbeitet in diesem Spiel sehr... Er hat tatsächlich auch schon vorher, bevor er dieses Werk gemacht hat oder dieses Spiel gemacht hat, hatte er sich mit Videospielen und Computerspielen auseinandergesetzt.
Eben aber eher auf eine klassische Art und Weise, indem er Öl gemälde im Pixel-Art-Stil gemalt hat Und für ihn war aber eigentlich immer klar, er möchte ein Computerspiel selber auch entwickeln. Das ist dahingehend ein ganz spannender Fall als man dieses Spiel nicht online kaufen kann. Also das ist nicht erhältlich sondern es ist wirklich für Ausstellungen gedacht und man sieht es auf den Bildern auch so ein bisschen und das ist wahrscheinlich auch das Beispiel was deine Tochter hervorgehoben hatte, weil wir das mit vier Projektoren projizieren.
Also es ist ein sehr groß präsentiertes Werk was auch Teil des Konzepts des Künstlers ist. also es ist wirklich ein Werk was so ausgestellt werden muss Weil eigentlich Gedanke des Spiels wäre dass Bevor ich jetzt gleich nochmal kurz auf das inhaltliche oder die Welt die Bildwelt eingehe eigentlich sollten Besucherinnen die Möglichkeit haben sich vor dem Spiel mit dem Charakter, den sie spielen, mit zu bewegen.
Deswegen auch diese große Projektion um irgendwie diesen digitalen und den physischen Raum wieder so miteinander in Verbindung zu bringen. Wir spielen in diesem Spiel. also der Hauptcharakter dieses Spiels ist ein kleiner Soldat der roten Armee Und dieser lange Marsch der Rotname ist so gesehen der Gründermütos der Volksrepublik China und die ja für ein kommunistisches Weltbild steht eigentlich.
Und das ist auch die Kritik von The Long March, also die dir Künstler da anbringt indem er den chinesischen Staat eine Perseflasche auf dem chinesische Staat macht. Was wir sehen in dem Spiel ist, wie gesagt dieser kleine rote Armee-Soldat der sehr an Super Mario erinnert und wir werden immer wieder Gegner aus sehr bekannten Videospielen.
Aus Taggen, aus Street Fighters aber auch aus Popkultur Alien, aus Super Mario begegnen gegen die wir kämpfen müssen von einem sehr kommunistisch-chinesischen Hintergrund. Also es sind Szenen aus, also in einer sehr chinesischen Bildwelt, die da gezeigt werden und die Waffen mit denen wir kämpfen, also das womit wir schießen, sind kleine Kuladosen.
Und genau, die Kritik ist ein bisschen das der chinesische Staat. Der sich ja als kommunistisch deklariert eigentlich in einem kapitalistischen Weltmarkt mit agiert und so gesehen eigentlich diese Großmächte mit ihren eigenen Waffenschlägen. Das könnte man als eine Lektüre sehen aber eben natürlich auch eine sehr kritische Sicht auf die Andersweise.
Jetzt habe ich das eingeleitet mit Dissident. Das stimmt natürlich so nicht, denn der Feng Mengbo lebt ja in Peking und ist wenn man so möchte ist Teil des Systems. Der hat zwar auch schon mit dem Shooter Quake befasst und ist international schon ein Begriff aber es geht jetzt nicht darum dass er mit seiner Installation auf diesen sechzehn Metern.
Jetzt hab ich mal nachgeschaut, kann man das nachspielen? Dass er da ... Das Regime direkt kritisiert, so ist es nicht, ne? Nee, er macht das auf eine ... Also genau, Dissident ist ja nicht. Ich ... Genau. Er macht's auf eine sehr ... humorvolle Art und Weise. Und genau, also er lebt ein bisschen in diesen beiden Welten.
Es ist natürlich eine Kritik aber es is ... je nachdem wie man möchte natürlich auch eine auslegbare kritik. und aber vielleicht auch zu fengmengbo noch mal da war der erste künstler also für die kunstwelt daraus was der erste Künstler, der mit video spiel oder videogame ähnlichen kunstwerken auf der dokumenter zugelassen oder auf die dokumenten eingeladen war.
Und The Long March ist auch das erste Computerspiel gewesen, was das MoMA in die eigene Sammlung aufgenommen hat. Ja, auf jeden Fall auch etwas, dass mir vorher kein Begriff war... Jetzt ist es ja so. China spielt in der aktuellen Welt, in dieser Branche eine ganz große Rolle über Publisher wie Tencent, die größer sind als EA Ubisoft Sony und die im Rahmen des sogenannten Softpower versuchen mit ihren Spielen Dann allerdings auf Triple A-Niveau produziert werden teilweise Dinge nachahmen, teilweise was Eigenes produzieren.
Eben auch im Westen für eine gewisse sage ich mal Begeisterung oder für den Spaß am Spiel zu sorgen aber mit dem Hintergedanken dass man da auch das Narrativ in die Welt trägt, dass man gerne sehen will. habt ihr solche aktuellen Entwicklungen auch auf der Uhr? Ja also ja ich hab's auf der uhr Es ist nicht Teil es ist aktuell nicht Teil der Ausstellung.
Es ist immer wieder so ein bisschen eine Frage, wie sehr wir in Gameculturen weitesten oder eben in die industriellen Entwicklungen auch hineingehen. Wie gesagt, wir haben ja normalerweise eigentlich keine AAA-Titel oder keine großen Titel. also in der Ausstellung und ich glaube das bisher immer im Fokus gestanden hat diese Nischenprojekte in den Vordergrund zu stellen.
Das ZKM ist eine Kultur- und Kunstinstitutionen, aus dem Blickwinkel versuchen wir auch auf die Werke zu gucken.". Und ich bin noch zu weit vorgalopiert, dann Level vier heißt ja PolitlGames also besparen wir uns das noch rauf und spring mal in Level drei Creative and Aesthetic Games. Worum geht es da?
Genau wie der Titel schon sagt. Es ist ein Zusammenschluss aus unterschiedlichen Arbeiten die mit Konventionen versuchen zu brechen, auch da wieder. In diesem Fall vielleicht sowohl auf inhaltlicher Ebene aber auch auf Interaktionsebene. Wir können hier Spiele finden, die klassisch zu den Old Control Games zählen würden also die Art und Weise wie wir mit dem digitalen Raum in Verbindung treten umdenken.
Aber auch Spiele wie zum Beispiel Cuphead von Hand gezeichnet wurden oder die sich eben durch eine besonders herausragende Ästhetik irgendwie auszeichnen, aber dann auch Spiele wie Portal in denen Shooter Games komplett umgedacht worden sind. Also das würde ich sagen sind so die drei unterschiedlichen Kriterien mit denen die Spiele zusammenkommen Wo wir mit Portal zwei natürlich auch schon wieder an dieser Grenze sind.
Natürlich zwischen Triple A und Co. also was Videospielern auch Begriff sein dürfte, die diese Ausstellung in Level drei besuchen ist natürlich No Man's Sky. das habt ihr auch da Monument Valley II vielleicht für Rätselfreunde ein Begriff erschien auf iOS. der Vorgänger Cuphead hast du erwähnt? Und dann sind da auch wieder Spiele dabei.
das freut mich natürlich gar nichts gesagt haben. Wie zum Beispiel Bound von dem Plastik Studios, die gesichtslose Spielfigur bewegt sich tänzerisch durch eine abstrakte Traumwelt? Das hatte mir auch nicht gesagt. Genau also in dem Spiel befinden wir was man übrigens immer noch auf Playstation spielen kann.
Also das ist auch etwas. viele der Spiele kann man natürlich dann doch zu Hause erleben. Old Control Games ist ein bisschen schwieriger. In dem Spiel befinden wir uns in der Gedankenwelt einer schwangeren Frau, als es ist der Konflikt eben den sie erlebt in dieser Veränderung die sie durchläuft. und für dieses Spiel sind ganz viele Motion Captures eingesetzt worden von professionellen Tänzerinnen.
also man bewegt sich tanzen durch diese Welt. sehr beeindruckend, wie diese Technik dazu eingesetzt gekommen ist für eine ungewöhnliche Fortbewegungsart, wenn wir mal ein Video spielen. Und da geht es eben auch um Ballett und diese flüssigen Bewegungsabläufe, die man sonst nicht so kennt vielleicht ausspielen?
Es sind natürlich viele Installationen wieder dabei, die nicht direkt was mit Videospielen zu tun haben, wie zum Beispiel Bubbles! Da kann ich irgendwie in die Schatten der Leute gehen und mit Seifenblasen Musik machen. Ja, ja ungefähr. Das ist eine gute Beschreibung. also Bubbles ist so ein Fall das ist ein Kunstwerk sagen wir mal.
es ist ein Medienkunstwerk eigentlich Medienkonstellation Die zweitausend am ZKM in einer künstlerinnen Residency von Wolfgang Münch und Kiroschi Furukawa entwickelt wurde noch bevor es das Aitoy für die PlayStation gab. Genau, und eigentlich was diese Installationen ausmacht ist eine Kamera genau, die diese Schatten registriert und so kann man mit Seifenblasen interagieren, die aus dem oberen Bildschirmrand fallen.
Und ich würde sagen Bubbles ist für mich wenn ich Führungen durch die Ausstellung gebe immer ein ganz gutes Beispiel wie sich Play- und Game unterscheiden Ein Game Studies, weil es ist kein, also das ist kein Game in der Hinsicht. Es gibt keine Regeln. man hat diese Seifenblasen und alle Besucherinnen die dann aber reinkommen machen sich dann aber die Regeln.
Also ob jetzt man versucht alle Seifen Blasen kaputt zu schlagen, sich diese Seifenblase gegenseitig zuzuwerfen sie vom Boden wegzuhalten. Man sieht da dass die Interaktion sehr spieler Haft ist und deswegen ist dieses Werk auch mit in der Ausstellung. Und das Tolle ist ja, dass dieses Werk, du hast es schon erwähnt drei Jahre vor der Eithaukamera eben diese Technologie so ein bisschen sich zu Nutze machte.
schon Das ist auch im Rahmen eines Programms entstanden, das zum ZKM gehört. Genau also es war eine Künstler, wie gesagt künstler in Residency. Was bedeutet das? Künstlerninnen also die gibt es heute noch am zkm aber aktuell nicht für Spiele wo Künstlerinnen die Möglichkeit bekommen, über einen bestimmten Zeitraum am Haus ihre Werke zu entwickeln.
Und in diesem Rahmen ist dieses Werk damals am Haus in zweitausend eben entstanden. Ja und das Tolle ist dass auch in diesem Level drei wieder deutlich wird, dass man eben aktiv in dieser Ausstellung spielen kann mit Ideen, die aber nichtsdestotrotz was zu tun haben mit der Videospielgegenwärtskultur.
stichwort eitel. und dann habt ihr auch Ein anderes analoges Spiel, das nennt sich Room Racers von. Und da steuert man virtuelle Autos auf einem Teppich aber da liegt auch richtiges Spielzeug. Ja genau! Auch das ist ein Werk von einem Künstler gewesen von Lieven van Feldhofen der sich gefragt hat wie dieses Werk aus der Beobachtung entstanden... der O-Wachtung des Künstlers, dass wir mit Videospielen oder Games interagieren uns dann eben doch hauptsächlich im digitalen Raum und manchmal auch sehr isoliert.
Das kann man diskutieren... ...und bewegen. Und eigentlich ist so der Grundgedanke waren die Carrera Bahnen, die ich noch kenne aber die wahrscheinlich jetzt nicht mehr für alle vielleicht ein Begriff, sind dabei eben diese Autorennbahnen die man früher in Kinderzimmern und auch nicht genannt sind. Und die Überlegung für Room Races war wie kann man dieses physische und digitale wieder ein bisschen zusammenbringen?
Und dann gleichzeitig aber auch diesen sozialen Moment, in dem man eben gemeinsam spielt. Das ist so gesehen ein sehr frühes Augmented Reality Game Indem es darum geht seine eigenen Level zu erstellen. Also so ein bisschen wie Ultimate Chicken House oder so, wie man das jetzt heute kennen würde, da man diese... Diese Objekte die auf dem Teppich verteilt sind eben selber bewegen kann und die werden dann von der Kamera erkannt und eben als Obsticals in der Spielwelt, in der digitalen Spielewelt anerkannt.
Und es gibt zwei Spielmodi also es gibt einen Rennmodus und es gibt einen sudden des Modus in dem man sich dann eben abschießt. Aber genau die Hauptidee war wie kann man oder ein Spiel zu entwickeln, den man diesen physische und das digitale irgendwie wieder zusammenbringt? Und worauf ich wahrscheinlich sofort Lust hätte wäre Rakete.
Denn das erinnert mich tatsächlich sofort an die frühen Spiele meiner Arcade Jugend also sowas wie Mooncrest und Co. da musste man einen Raumschiff, was aus zwei Teilen bestand richtig andockt. Das ist immer weiter nach unten gesagt und man muss über die Schubdüsen dafür sorgen dass es genau richtig andokt.
und in diesem Spiel also ein ganz einfaches. aber das ist so eine Installation die kann man mit bis zu fünf Leuten. Und man spielt halt kooperativ zusammen und alle richten diese Schubdußen aus oder? Genau, also man hat einen Sockel auf dem Boden in den Fusspedale eingelassen sind und die Rakete hat fünf Antriebsdüsen.
Und das heißt dass jedes dieser Pedale eine diese Antriebstüsen betätigt und so kann man eben mit bis zu... Also tatsächlich ist es herausfordernd wenn man's alleine versucht weil dann dieser Sockel doch ziemlich groß ist aber man kann mit fünf Leiten dann muss man diese Rakete auf blauen Plattform landen lassen Und tatsächlich steht dieses Werk auch in unserem Retro Games Bereich.
Also das ist eines der ersten Werke, dass man reinläuft wenn man in die Ausstellung kommt was natürlich irgendwie auch ja eigentlich viel Sinn ergibt weil man hat irgendwie noch so eine naja es ist ne sehr polierte aber doch dann irgendwie wieder retro Ästhetik. Und die Art und Weise, wie man ihn interagiert erinnert eben, wie du jetzt auch gerade gesagt hast im Stark an Arcade Games.
Nur dass die Schwierigkeit des Spiels eigentlich darin liegt das Interface also die Art ... Wie gesagt, die Art von Weise wie wir mit dem digitalen Raum in Verbindung treten komplett umgedacht worden ist. Eigentlich wird es erst dadurch schwer... Ich hab da schon Freundschaften zerbrechen sehen! Ich wollte nämlich gerade fragen, das Kooperativ klingt immer so toll.
Aber in dem Fall kann ich mir mal vorstellen, dass immer einer den blöden Fehler macht? Ja ja doch dann diese Warum trätst du nicht her auch! Also es ist ein Publikumsliebling auf jeden Fall weil es natürlich auch sehr intuitiv ist irgendwie da reinzukommen und man nicht irgendeinen so einen Gamepad in die Hand gedrückt bekommt mit zwanzig Knöpfen von denen man unter Umständen nicht weiß was sie tun.
Wir haben jetzt natürlich nicht die Zeit ... alle Installationen und Spiele einzugehen in Level drei, das sind über fünfzehn. Aber wir gehen mal weiter in den Level vier, den habe ich ja schon so ein bisschen vorweggenommen vorhin, der nennt sich Political Games... Und da geht es eben um Spiele die im weitesten Sinne irgendwie etwas mit unserer politischen Gegenwart zu tun haben oder Vergangenheit?
Genau! Also es sind Spiele, die entweder politische Realitäten im Spiel also auf konzeptueller Ebene bearbeiten Es sind aber auch Spiele drin, wo zum Beispiel jetzt Rakete könnte man da auch mit reinzählen. Wo das Miteinander spielen auf einmal zu einem politischen Moment wird wie gesagt wenn Freundschaften zerbrechen.
Das wäre bei Chain Reaction der Fall was in meiner Game Jam entstanden ist und wo vier Charakterer aneinander gekettet sind und dann eigentlich ein Plattform erlösen müssen. Aber eben im aneinandergeketteten Zustand. Genau, und als jetzt weiß ich nicht Beispiele für politische Themen die behandelt werden.
Phone Story das ist wahrscheinlich auch vielen vielleicht einen Begriff von Paolo Petticini bzw. Molle Industria aus dem Jahr- und Elf in dem der Produktionsprozess von iPhones nachgespielt wird auf sehr brutale Art und Weise in einer Zeit wo Apple auch stark im in der Öffentlichkeit kritisiert wurde für die schlechten Arbeitsbedingungen, die sie hatten.
Ja es geht um Sklaven und Kinderarbeit auch? Genau, es geht auch um Südzeitfälle in den Apple-Werken wo sich Apple angestellte eben das Leben genommen haben. also ist ein sehr cooles Spiel was damals aber auch für iPhone veröffentlicht wurde und innerhalb kürzester Zeit aus dem Apple Store wieder gelöscht war.
Ja, deswegen kennt es glaube ich auch fast niemand. Und damals in dieser Zeit hat die Spielepresse so das Erschien auch noch nicht in dieser Breite über independent Phänomene berichtet. Deswegen kann ich mir vorstellen dass auch Kenner von sogenannten Videospielen eben diesen Abschnitt nicht gerne. also nach einem Tag wurde das Spiel ja auch schon aus dem App Store rausgenommen und Dann gibt's zwei Spiele, die ich tatsächlich auch vorgestellt habe.
Die ist auch sehr gut findet. zum einen habt ihr this war of mine von two thousand fourteen dabei. Das ist ja ein antikriegsspiel und dort wird man mal in die Rolle Ja nicht eines Opfers versetzt sondern eigentlich erlebt man einen kollektiv das damit zu kämpfen hat wie man In Zeiten des Krieges in so einem Bunker- und Co überleben kann und das war schon sehr bedrückend, auch richtig gut gemacht.
Und was mich auch sehr gefreut hat ist, dass ihr ein Spiel von Paintbucket Games aus Berlin dabei habt, von zwanzigundzwahr Through the Darkest of Times. Da geht es ja um Widerstand gegen das Nazi-Regime? Genau, es ist ein weitesten Sinne, also ein Punch and Click-Spiel in genau wie du gesagt hast, Widerstände gegen das Nazirregime.
Was ganz spannend an diesem Beispiel oder an diesem ... Spiel auch war, wenn ich mich nicht täusche. War das das erste Mal dass verfassungswidrige Symbole in Videospielen durch Kunstfreiheit in Einsatz kommen konnten? Weil wie gesagt, dadurch es ums Nazi-Regime geht sind natürlich auch Hakenkreuze zu sehen.
und genau, wenn Täusche war das erste Mal, dass das in Computerspielen als Kunstfreiheit so verwendet werden konnte. Ja, das hat mich auch gefreut. Das war über viele, viele Jahre ... Einerseits vielleicht Verständliches aber nichtsdestotrotz angesichts der weltweiten Betrachtung von Videospiel und der Rolle vom Videospielen sehr ärgerlich ist Tabu.
Dass wir uns da selbst beschnitten haben auch in der Entwicklung Das was das Spiel letztlich auszeichnet, es hätte auch ohne funktioniert. Aber die Berliner haben da eben ein Thema besetzt, was so in dieser Art und Weise noch nicht behandelt worden ist Und sie bleiben ja da auch am Ball. also eines meiner Spiele des Jahres war The Darkest Files.
Das hat mir auch richtig gut gefallen und Ist auch ein politisches Spiel. Da geht's eben darum wie in der Nachkriegszeit noch Ermittler, Staatsanwälte und Co. zu kämpfen hatten mit der Tatsache, dass nicht alle so einverstanden waren damit. Genau. Dass das Regime jetzt am Ende ist? Also von daher sind das zwei... Es ist ein richtig gutes Beispiel finde ich für ein politisches Spiel Uwe Darkest of Times Und dann sind da wieder einige dabei die ich so auch nicht auf der Uhr hatte.
Da gibt es natürlich auch viel Kleines also so'n Perfect Woman von? Das hat mir gar nichts gesagt. Da geht es um Rollenbilder, ne? Genau! Es geht um Rollenspieler oder das Bild der Frau. vielleicht auch noch mal kurz doch zu Through the Darkest of Times weil es natürlich irgendwie eine schöne Aufarbeitung unserer Geschichte auch in Computerspielen ist also weil ich mich jetzt gerade an der Kunstfreiheit aufgehängt habe.
aber es ist natürlich auch ein Beispiel dafür wie Geschichte Wie sie stattgefunden hat, eben vermittelt aufgearbeitet und auch für neue Generationen nochmal aufbereitet sein kann. Aber genau. Perfect Woman ist auch wieder ein eher installatives Spiel von Lea Schönfelder und Peter Luu in dem man also mit einer Kinect Bewegungen nach... spielen muss.
Und man kann, also es geht eben darum wie Frauen sich eigentlich immer wieder der Gesellschaft anpassen müssen und mussten und in bestimmte Rollenbilder passen müssen und das ist eben ins Spiel übersetzt worden indem man das physisch machen muss und sich eben physisch in Positionen zwängen muss, indem man normalerweise nicht wäre.
Man kann unterschiedliche Lebensläufe wählen auf denen man dann spielt je nachdem, ob man jetzt die Prinzessin ist oder ob man auf der Straße aufwächst. Also auch sehr polemisch möglicherweise und je nach dem was für Wege man dann eben wählt sind die Spiele also sind die einzelnen Level einfacher oder weniger einfach?
Und es wird natürlich immer schneller. also man muss dann immer schneller die Positionen wechseln und halten und auch absurdere Positionen halten. Man spielt das ganze im Stehen Genau! Und dann gibt's in diesem Bereich noch die sogenannte Democracy Machine. Das Interessante für mich daran ist, da sind – wenn ich das richtig verstehe – zwei Teilnehmer mit unterschiedlichen Ansichten müssen irgendwie versuchen eine gemeinsame Nenner zu finden?
Genau! Also es ist eigentlich ein Pasi-Flash auf... Politik-Dibatten, wie sie in den USA lange stattgefunden haben und jetzt auch zunehmend würde ich sagen im europäischen Raum gesehen werden können. Also dieses ... Man hat eben diesen Setup mit den Neonröhren und Sternen und zwei Wählerpulten und muss eigentlich ja man muss politische Fragen diskutieren also wie zum Beispiel weiß ich nicht Jetzt wäre eine ganz aktuelle ob die werflich wieder eingeführt werden sollte oder nicht.
Und das Programm wählt die Fragen aus und man muss dann plötzlich Stellung beziehen, oder? Genau! Man wird mit der Frage präsentiert und die beiden Spielenden haben dann die Möglichkeit irgendwie dreißig Sekunden lang sich eine Meinung zu machen und noch nicht also sich nicht unter zehn Sekunden sich nicht auszutauschen sondern einfach nur ja oder nein zu antworten.
Die Fragen können im Hintergrund... Also sie können selber eingepflegt werden. Es ist ein kuratierter Fragenkatalog. Die Spielmechanik ist eine Konsensdemokratie angelegt. Denn man kommt weiter, wenn man Übereinstimmung erzielt. Wenn beide der gleichen Meinungen sind, dann kommt man zur nächsten Frage.
Wenn man nicht der gleiche Meinung ist, kommt man in Debattenmodus, indem sich zwei Minuten, zweieinhalb Minuten lang gegenseitig von der anderen Meinung überzeugen. um dann wieder neu abzustimmen? Um dann wieder neuer abzustimmen und gegebenenfalls in die nächste Runde zu kommen. Ah, okay! Und wie viele Fragen sind da drin?
Also wann hat man quasi sein Spiel gewonnen? Ich meine wir haben im Moment so um die Sechzig-Fragen... Wow! Also ich glaube nicht oder ich würde nicht sagen dass es ein Spiel ist was dazu da ist wirklich durchzuspielen. also das ist etwas was immer wieder dann doch viele begeistert und ich glaube es ist auch ein wichtiges eine wichtige Position, dadurch dass natürlich Diskussionsführung auch irgendwie manchmal so ein bisschen abnimmt oder die Konfrontation mit unterschiedlichen Meinungen.
Aber es ist kein Spiel in dem man jetzt klassisch würde ich sagen gewinnen oder verlieren also... Es gibt keine klassischen Spiele-Rewards außer das man eben zu den nächsten Fragen kommt und Punkte sammelt ihr aber im Endeffekt dann auch keinen wirklichen Effekt mehr haben. Ja, es ist doch so inszeniert wie eine bunte Neon Quiz Show, ne?
Genau! So ein bisschen... Ja, und dann kommen wir mal zum letzten Level der heißt In the Spotlight Playable. Worum geht das da? Wir haben aktuell einen Bereich in dem wir uns mit Zugänglichkeit Also Accessibility in Computerspielen auseinandersetzen. Und das ist auch der einzige Bereich, wo wir ein AAA-Spiel haben.
Ein klassisches AAA nicht. Ich sehe die Kritik bezüglich mancher der Spiele, die wir haben. Aber wo wir wirklich von einem großen Studio einen Spiel ausstellen... Wie gesagt es geht um Zugänglichkeit und dazu muss man aber sagen, dass es keine zugängliche Ausstellung gibt sondern es ist eine Ausstellung, die sich mit Zugänglichkeit befasst und den unterschiedlichen Ebenen, die dieser haben kann oder sollte.
Auch aus der Überlegung heraus, dass wahrscheinlich viele Spielerinnen oder Besucher in unserer Ausstellung überhaupt nicht wissen was inwiefern dieses Thema vorangetrieben wurde und wird und wie wichtig das eigentlich. also einfach auch dass das Zugänglichkeit mitgedacht wird für Computer-Spiele. Es geht also vor allem um barrierefreies Spielen auch und all die Thematiken, die auch erst in den letzten Jahren so ernst genommen worden sind, dass Microsoft und Sony ja auch spezielle Controller anbieten... Genau!
...für Leute zum Beispiel mit. Also auch das Spieldesign passt sich an, Farbenblendheit usw. Und welches Spiel ist das Probinente in diesem Bereich? Wir haben Ratchet und Clank ausgestellt. Ach, siehst du? Das habe ich nämlich gar nicht gefunden auf der Webseite! Ja wir haben Rattat und Clanck ausgestellt und es war also ein gefördertes Projekt gewesen und wir haben auch mit Melly Mail zusammengearbeitet Melanie Eilert Die hat uns beraten und wir haben uns dafür entschieden, wie ich gerade schon gesagt habe zu versuchen diese unterschiedlichen Ebenen aufzumachen.
Also dass es eben auf der einen Seite über die Interfaces geht. Wir haben den Microsoft und den PlayStation Controller in der Ausstellung auch zum ausprobieren. das macht manchmal tatsächlich nicht viel einfacher was aber auch immer wieder darauf hinweist wieviel eigentlich auch da immer noch gemacht werden muss und dass Ausstellungen Standardorte sind, das ist auch ein Problem bei diesem Thema.
Und dann eben auch die Art und Weise wie man interagiert oder ob es, wie du jetzt gesagt hast, Farbweltsichtigkeitsmodi gibt oder Trigger Warnings oder ob man anpassbare Schwierigkeitsgrade hat oder im Falle von Ratchet & Clank High Contrast Modes oder ... Dass man die Spielgeschwindigkeit ... reduzieren kann, dass man nur auf mein wegen dreißig Prozent Spielgeschwindigkeit spielt und dadurch nicht mehr so schnelle Reaktionen haben muss.
Also was haben wir versucht jetzt da eben zusammenzubringen? Also habt ihr Ratchet & Clank aufgrund des Service auch in der Benutzauberfläche, in der Steuerung und in den Einstellung dabei? Genau! Weil natürlich viele Indie-Games haben zunehmend auch Zugänglichkeits oder Accessibility bei Jere-Freiheitseinstellungen.
Aber natürlich nicht auf dem Level, wie das, weiß ich nicht ... The Last of Us vorgemacht hat. Was haben wir nicht mit reingenommen? Weil es ab achtzehn ist. Ach so ja! Daran hab' ich gar nicht gedacht, das stimmt. Das habe ich auch vergessen bei unseren Regeln am Anfang. Die maximale Altersgrenze von den Werken oder Spielen die wir ausstellen, ist sechzehn Jahre.
Das ist allerdings... Diese Beschränkung habt ihr euch gegeben oder ist es einfach praktikabler? Ähm... Ich glaube, dass es über die Jahre so gewachsen ist. Es hat unterschiedliche Gründe. also ich könnte jetzt auch noch eine Stunde darüber erzählen was für Schwierigkeiten Computerspieler als Ausstellungsgegenstand haben.
Das kann ich mir vorstellen. Aber es ist so das wir teilweise auch wirklich ein sehr junges Publikum haben und viele Schulklassen zu Besuch kommen. Und wenn wir das wirklich durchexerzieren wollen würden, mit achtzehn ab achtzehnt eigentlich ist es auch bei sechzehn Jahren ja schon so müssten wir Passkontrollen durchführen.
Was bedeutet dass wir mehr Personal in den Ausstellungen bräuchten und ich stell mir das dann immer so vor wie diese Shady-Bereich in Videotheken damals. Das ist aber natürlich auch immer irgendwie wieder so ein Konfliktpunkt wo wir sagen okay eigentlich also uns rückt Kunstausstellungen haben ja so gesehen auch keine Altersbegrenzung, auch wenn wir natürlich dann Empfehlungen aussprechen oder Trigger Warnings für die Ausstellung bereitstellen.
Aber bei Videospielen merkt man doch immer wieder das es einfach so gang und gäbe ist dass die eine Alters-Begrenzung haben und vor allen Dingen auch Eltern darauf achten, dass wir im Moment davon abgesehen haben eben plus achtzehn Spiele auszustellen. Was sich aber in der Zukunft hoffentlich vielleicht auch noch mal ändern wird?
Ja, also ich habe auf jeden Fall den Eindruck bekommen das es eine sehr schöne Vielfalt ist. Schon allein wenn man die Website besucht und sich dann vorstellt man kann in der Ausstellung eben alles auch mal... ...ausprobieren. Und da gefällt mir vor allem die Unterschiedlichkeit was die Zugänge und die Art und Weise betrifft wie man Spiele erlebt.
Das ist denke ich auch für für Leute interessant, die sich vielleicht als Spiele-Veteran empfinden oder als klassischer Videogamer keine Ahnung. Die denken ja ich kenne alles warum soll ich jetzt in so einem Museum gehen? Ich finde da gibt es wirklich einige tolle Impulse und Bereicherung sodass man aus deinem eigenen Blick fällt ein bisschen wieder ein bisschen inspirieren kann.
in dem Sinne Und vielleicht noch zu dem fünften Level, also wir hatten jetzt in der Vergangenheit auch Eco Games im Jahr und dann auch das Thema Architektur- und Videospiele nochmal kurz... Also in diesem kleinen Bereich aufgegriffen. Was uns tatsächlich wichtig ist, dass wir keine Demo-Versionen der Spiele sind, denn es gibt noch kein veröffentlichtes Spiel sondern es geht uns wirklich darum, dass man die Möglichkeit hat wenigstens theoretisch die Spiele durchzuspielen.
Das ist in der Praxis jetzt gerade bei Spielen wie No Man's Sky natürlich nicht realistisch, aber es gibt keine Zeit beschränken. Gabs da auch schon mal den Fall dass man jemanden antippen muss zusammen so hey wir schließen gleich? Es gibt die auch wieder diese Legende. also es gibt die Legende der... ...Besucherin die im Museum eingeschlossen wurde weil sie in Virtual Reality hängen geblieben ist.
Das Werk ist jetzt nicht mehr ausgestellt aber scheinbar hatte sie nicht mitbekommen das das Museum schließt. Und die andere Geschichte ist, dass eine Gruppe von Besuchern Firewatch bis irgendwie zehn Minuten vor Ende gespielt hatte und die Ausstellung dann schloss. Und sie leider dann gehen mussten!
Das war auch eine traurige Geschichte der Ausstellungshistorie... Aber man sieht es tatsächlich immer wieder, das es wirklich Speicherstände gibt. Ich glaube oder ich möchte glauben, dass es auch so eine Art Respekt vor diesen Speicherständen gibt. Also weil normalerweise kann man sehen das ist welche gibt die sind wirklich sehr sehr vorangeschritten und die die immer wieder überschrieben werden sind halt die die wenig wenig Spielzeit auf der Uhr haben.
Das wollte ich gerade fragen. das ist ja schön dass es die Speicherstände da auch gibt sodass jemand theoretisch wenn er dann kurz vor Tore Schluss nach Hause geht am nächsten Tag wieder kommen könnte und wieder lädt. Also muss man auch noch dazu sagen freitags nachmittags ist in zeit keinem immer freier eintritt ab vierzehn uhr.
Das heißt, man hat vier stunden auch die möglichkeit wirklich kostenlos ins museum zu kommen und zu spielen. es wird dann auch voll muss man dazusagen Und dann bilden sich doch vermutlich auch an den station das schlangen im sinne wie auf einer spiele messe. ja Also ja, das passiert wobei wir versucht haben oder in dieser Ausstellungsarchitektur wie wir sie im Moment haben.
Haben wir sehr oder wurde sehr viel mit großen Bildschirmen gearbeitet dass eben der Versuch eigentlich auch da ist die Möglichkeit sind anderen über die Schulter zu gucken und wirklich zuzugucken oder auch ins Gespräch zu kommen darüber, wenn jetzt jemand spielt. Aber es stimmt natürlich der Nachteil dessen dass wir alles ohne Zeitbegrenzung bereitstellen dann dazu kommt das man natürlich unter Umständen einfach nicht spielen kann was man jetzt gerne spielen wollen würde sondern nur jemandem zugucken.
Ja ich finde es trotzdem gut, dass man diese Freiheit hat sich da hinzusetzen und dann einfach mal einen Dormen Sky anzufangen bis der Rest des Museums schließt. Und die Abschlussfrage. Die Spiele, die ihr mal in der Ausstellung hattet aber nicht mehr anbietet sind die dann lediglich auf der Website archiviert?
Ich sehe da zum Beispiel so einen Manifold Garden oder so ein The Witness? oder sind die im Museum in einem Bereich noch spielbar? Nee das sind also diese nicht mehr ausgestellt. es waren eben jetzt manifold garden und the witness waren auch Teile dieser Architektur dieses Architektorbereichs. Der Gedanke war so ein bisschen Das ist so ein halbfertiges Projekt.
Der Gedanke war, dass ich auch immer wieder angesprochen werde von Menschen oder Besucherinnen, die sich selber natürlich mit dem Thema gut auskennen und da selbst Lieblingsspieler haben oder Lieblungsarbeiten ... Und ich häufig sagen muss ja das hatten wir schon mal ausgestellt. Eigentlich am allerliebsten hätte ich auch irgendwie eine Art Steam-Creator.
Der Gedanke dahinter war zu sagen, das sind Spiele die irgendwie wert sind oder es sind Projekte, die irgendwie Wert sind da auch noch Aufmerksamkeit draufzulegen. Für den Fall dass man sie nicht sowieso schon kennt ist im Fall von The Witness oder meine Fault Garden denke ich, wir sind es auch sehr bekannte Beispiele aus der Indies-Szene.
aber ich habe auch doch immer wieder also Ich bin einfach da ganz tief in dieser Bubble drin und... Ich habe doch immer wieder auch Führungen mit zum Beispiel Game Design Studierenden, wo ich dann doch überrascht bin wie wenig von den Projekten. Auch Firewatch und What Remains of Edit Finch nicht bekannt sind?
Ja da kann man sich vertunen. es geht mir dann auch so wenn ich manchmal mit jüngeren Sprechen oder ich hatte ja erwähnt dass ich Gastdozent war an der Fachhochschule Karlsruhe. Ein Teil meines Vortrags bezog sich auf Aiko und Shadow of the Colossus. Und das sind für mich so zwei ... Die waren auch schlau ausgestellt!
Ach, die wahren uns nicht mehr, es gibt's doch nicht, ich bin schlauerer... Was ich sagen wollte? Dann hab' ich darüber gesprochen und schaute in fragende Gesichter und dann habe ich einfach mal direkt ins Publikum gefragt wer kennt Shadow Of The Colossos nicht? und alle Hände gingen hoch. Ja Und da dachte ich, hey das ist doch für die Videospiel-Kulturgeschichte so ein prägendes Abenteuer.
Dann habe ich alle dazu verdonnert, dass wir das Spiel müssen irgendwie und da wollte schon sagen geht ins ZKM oder geht es ja auch nicht mehr jetzt? Nee, dann gibt's nicht mehr! Das ist aber auch wirklich eine Herausforderung. also wie gesagt viele dieser Spiele die wir ausgestellt haben oder viele Projekte sind eben noch von meinem Vorgänger auch ausgewählt worden.
Ich habe mich schon immer gefragt, warum nicht der Beginners Guide drin ist zum Beispiel. Aber wir haben auch nur. also von den ganzen tausend Quadratmetern die es in ZKM gibt, haben wir halt im Moment nur Tausend und das hört sich jetzt erstmal viel an aber ist es eigentlich nicht vor allen Dingen nicht, wenn man den Spielen irgendwie ein bisschen Raum geben möchte und auch den Besucherinnen natürlich ein bisschen raum geben möchte.
Und es ist dann doch immer wieder die Frage so wo fängt man an zu kanonisieren? Wo versucht man irgendwie neuere Projekte zu zeigen, die jetzt aktueller sind, die Jetzt Nicht Shadow the Colossus oder Braid oder You Name It sind? Auch Brad war auch schon ausgestellt. Also das ist irgendwie immer so. die Frage, ich glaube eine der größten Herausforderungen ist immer wieder Kill your darlings.
Ja und wo du es schon ansprichst gibt es einen Bereich der Ausstellung der so deinen Favorit ist. denn du sagst hey da macht man meistens Spaß mit den Leuten drüber zu sprechen? Ne ich würde sagen nicht! Es gibt Projekte. Also es gibt Spiele. Es gibt unterschiedliche Spielstationen, über die ich lieber rede und weniger lebe rede oder gerne rede.
Es ist natürlich immer schön wenn man so ganz von Grund auf ein kleines thematisches Level aufmachen kann. Wie gesagt, Architektur habe ich auch sehr genossen aber ich würde sagen das ist sehr verteilt über die Ausstellung. Man merkt dann doch wieder wie kuratorische Arbeiten bis zum Gießenpunkt sehr subjektiv sind und vielleicht andere Projekte spannend finden als meine Vorgänge Das gemacht haben.
Eines, wo wir nicht drüber geredet haben, weil die ich doch auch immer wieder gerne erwähne ist Total Refusal. das ist kein Spiel sondern es ist ein Maschinema. also beziehungsweise Total Refusal ist ein Künstler in einem Kollektiv Die sich eben mit dem Computerspiel auf einer Videoebene auseinandersetzen.
und In der Ausstellung haben wir jetzt einen Circumventing The Circle of Death aus. Wie gesagt, eine kleine Videoarbeit eigentlich so ne Art ... Mini-Performance würde ich sagen. Und zwar haben sie da in Sun Strike Four also ein typisches Strategiespiel Top View eben von oben drauf geguckt und die die Mechanik ist ja das man eine der beiden Armeen selber steuert und die andere Armee vom Computer gesteuert wird.
Und sobald, also in all diesen Spielen Command & Conquer oder was auch immer ist es immer das Gleiche wenn sie sich gegenüberstehen fangen sehr automatisch anzuschießen. Total Refusal haben Sie sich damals gefragt wie kann man denn im Spiel in dem Krieg so einprogrammiert ist? Wie kann man da pacifistisch drin existieren?
Und die einzige Art und Weise, in diesem Spiel und dieser Spiele-Logik auch eingefallen ist damals war die beiden Armeen einfach die ganze Zeit im Kreis umeinander zu schicken. Weil sie sich dadurch dann nicht gegenüberstehen und natürlich sich auch nicht bekriegen. Was mich an den Arbeiten von Toleroy Fusel, die haben danach noch eine Arbeit gemacht, How to Disappear, was mich daran interessiert ist... Nicht so sehr diese Debatte Gewalt und Computerspiele, sondern eher wie natürlich in unsere oder in Computerspieler auch Weltenmodelle mit einprogrammiert sind.
Ich nehme das immer als Beispiel um von einem Experiment von Miguel Cicard der ja Game Study Scholar ist zu reden indem er in Sims Kurt Cobain spielt auf sehr überspitzte Art und Weise, indem er seinen Sim eben die ganze Zeit irgendwie auf dem Sofa sitzen lässt. Und Gitarre spielen und Bier trinken... ...und sobald dann Miguel Cicard eben aufhört diesen Sim zu befehligen, also weil der Sim irgendwie alleine wieder ein Anführungszeichen aus sich selbst gestellt ist, duscht er und geht zur Arbeit!
Weil natürlich dieses Regelapparat unter den Sims diese American Dream Middle-Klasse OS Gesellschaft ist, in der man eben vor allen Dingen dann glücklich ist wenn man arbeiten geht. Und da erfolgreich im Job ist. und deswegen finde ich total refusal als Beispiel um diesen Diskursen mal aufzumachen auch immer ganz spannend zu gucken wie funktionieren spiele oder was macht einen Spiel?
Wenn man es nicht nach dem regeln spielt. Das ja auch ein konzept in game studies. genau das war teil von level vier bei den politischen. da könnt ihr total refusal sehen. zumindest leider kann man es nicht spielen weil ich habe mir bei der melektüre der beschreibung gedacht hey wenn zwei klassische wargämer sich dagegen überstehen und die müssen alles tun damit man sich eben nicht quasi in die augen guckt und das feiern losgeht.
das wäre vielleicht auch ganz lustig als ziel. aber man schaut nur zu jetzt ist eine videoarbeit ist ein maschine mal also. Genau. Das hätte mich jetzt mal irgendwie auf reinen Spiel mechanischer Ebene interessiert, wie man das hinkriegen könnte. Dass es ihr vielleicht doch noch Spaß macht! Ja also meine Güte wir haben natürlich nur einen kleinen Ausschnitt jetzt besprechen können von eurer tollen Ausstellung beim ZKM Karlsruhe.
und die Öffnungszeiten klassisch ne? Wahrscheinlich dann Montag bis Freitag? Nee tatsächlich nicht. Wir haben zwei Schließtage weil technische Medienkunst- und Videospiele viel Mänten ins auch brauchen. Das heißt, Montags und Dienstags ist das Museum geschlossen damit eben auch unser Technikteam die auf also das was vielleicht übers Wochenende ausgefallen sein könnte auch wieder auf Vordermann bringen können soweit es möglich ist.
ich glaube die spielen den ganzen tag da nur romance guy Ich glaube dass würden sie sehr gerne. aber die haben und vor allen Dingen auch ein Einkollege Mikrofras der hauptsächlich für diese Ausstellung zuständig ist. Der hat sehr, sehr alle Hände voll zu tun! Ja das kann ich mir vorstellen bei so vielen Systemen und Spielen die ja auch wahrscheinlich auch aktualisiert werden oder...
Also es viel läuft auf Playstation. Das hat sich als sehr stabiles System für Videospielausstellungen herausgestellt. Steam ist absoluter Endgegner. Okay Aber genau, das heißt wir haben Montags und Dienstags geschlossen. Und Mittwochs bis Freitag ist das Museum von zehn bis achtzehn Uhr geöffnet und am Wochenende von elf bis achtzen Uhr.
Und vielleicht noch ein kleiner Hinweis für alle die die aktuelle Debatte verfolgt haben um das Ende der Disks. Sony wird ja ab zwei tausend achtundzwanzig keine Disks mehr für seine Playstation produzieren auch nicht von dritter Stellern und da gab es sehr emotionale Debatten da draußen. Ein Teil der Ausstellung des allgemeinen ZKM ist ja auch so eine Archivierung und Konservierung von Hardware, auch im Bereich Videokameras.
Also ihr konserviert auch Dinge? Ja also das würden wir jetzt wahrscheinlich für noch ne ganze neue Folge geben. aber genau also das Zentrum... Also das ZKm ist ein Kompetenzzentrum wenn es um den Erhalt und die Restaurierung von Medienkunst konkret geht. Also da liegt ein Fokus drauf, aber es gibt viele Schnittstellen auch mit der Gaming Community und manche Lösungen die meine KollegInnen für Medienkunst gefunden haben.
Also weil muss ich das so vorstellen? jedes Medienkunswerk ist normalerweise Custom Hardware oder irgendwie Künstlerinnen die sich damals ein System genommen haben das gehackt haben und dann irgendwie was Neues gemacht haben oder Werke die in Unity entstanden sind in Unreal Und all dass ist nach zwei Updates nicht mehr gut zu öffnen.
Aber genau, also es gibt den... oder meine Kolleginnen setzen sich stark dafür an Arbeiten jeden Tag dafür dass diese Kunstwerke nicht verloren gehen wie gesagt auch in Computerspielen bedingt weil wir mit hauptsächlich zeitgenössischer Hardware ja dann doch arbeiten. aber das ZKM ist Teil von F-Gump Das ist die European Federation for Game Archive Museum and Archive museums.
Und das P habe ich gerade vergessen, aber auf jeden Fall ist es ein Zusammenschluss von Institutionen auf europäischem Level, die sich mit dem Erhalt von Computerspielen und Computerspielkultur oder sich diesem verschrieben haben. Und das sind natürlich dann auch immer wieder Debatten. Gerade wenn es jetzt um, weiß ich nicht stopp destroying games geht oder wenn es dann auch einmal darum geht dass es keine Datenträger mehr gibt wo wir tatsächlich auf versuchen irgendwie zu gucken wie kann man das für die Zukunft gestalten?
Auch auf legaler Ebene also in Frankreich beispielsweise werden Spiele die in Frankreiche entstanden sind wird automatisch eine Kopie in die Nationalbibliothek gegeben. Ah, okay. So was gibt es zum Beispiel in Deutschland noch nicht? Wir haben ein bisschen länger gebraucht um das Videospiel so wirklich zu akzeptieren finde ich in unserer Gesellschaft also im internationalen Vergleich.
man muss natürlich immer schauen mit wem man sich vergleicht aber Ich bin zumindest froh dass jetzt das bestimmte Dinge jetzt kein Thema sind mit denen man sich nur in den achtziger und neunzigern rumschlagen musste sei es der jugendschutz oder die symbolik oder dieses ja dieses anfassen von spielen für den deutschen markt und das verstümmeln.
Aber nichtsdestotrotz ist das wirklich auch wieder ein Teil der langen Videospielgeschichte jetzt. Ja, das war ein schönes Gespräch, Laura! Ich bedanke mich. Wie gesagt danke für die Einladung und ich hoffe dass man einen kleinen Einblick bekommen konnte in die Art und Weise wie wir versuchen Computerspiele oder wie wir Computerspiel verstehen.
Und zum Abschluss vielleicht noch die eine Frage was sind eigentlich deine Lieblingsspiele? Boah...ich mach grad so'n bisschen Hausaufgaben muss ich sagen. Ich hänge jetzt sehr spät, weil ich mir ... Also, ich hab mir sehr späte ein Steam Deck gekauft und bin eine absolute Handheld-Spielerin. Ich heng grad in Red Dead Redemption und Disco Illusion rum.
Oh! Wie gesagt, deswegen mach' ich gerade Hausaufgaben. Eines was sich wirklich sehr gerne und das mich total fasziniert und begeistert hat war Outer Wilds. Um mal auf die Sachen zu kommen, wo ich nicht gerade Hausafgaben mache? Outer Worlds fand ich, wie gesagt großartig. The Return of Obrardin war ein ganz tolles Spiel.
Ich fand Venba auch ziemlich cool. Das ist so ein bisschen ... Weiß nicht, ob das so bekannt ist? Nee, das sagt mir zum Beispiel nicht viel. Venba ist die Geschichte von einer Familie, die aus Indien nach Kanada, glaub ich, emigriert und die Art und Weise, wie sie versuchen in der ... kanadischem Gesellschaft zurechtzukommen, bis zu unserem Punkt.
Es ist viel kulturelle Identität über eine Art Koch-Simulator. Das ist ein ganz schönes Spiel. Ah okay! Und ansonsten müsste ich jetzt noch mal ... Mit Reddit und Discord Lise machst du ja auch schon wirklich viel zu tun? Ja das ist leider auch so das Ding... Ich habe letztens nochmal darüber nachgedacht dass ich wohl jetzt doch dann älter im Erwachsenenleben ankomme wenn man Angst vor großen Open-World Games hat.
Crimson Desert ist ein Stittin. Und man sich so denkt, oh Gott ich weiß überhaupt nicht wo ich die Zeit hernehmen soll jetzt mehr? Das ist auch tatsächlich das Problem manchmal im Alltag von den Leuten die sich mit Gamestudys beschäftigen. also wenn du dich ja wenn du Videospiele analysieren möchtest auf einem ganz anderen Niveau als nur es macht Spaß oder nicht dann musst du die natürlich auch in und aus finde ich eigentlich kennen Und du musst tief, tief drin sein.
und das ist glaube ich das sorgt dafür dass die akademische Betrachtung eigentlich immer hinterher hinken muss so ein bisschen. Also ja aber nichtsdestotrotz machen wir trotzdem immer noch Spaß selbst wenn er älter wird. Ja absolut ich freue mich auch immer wieder wenn ich dann mir selber die Ausrede geben kann dass sich jetzt ein bisschen spielen muss weil es für die arbeit Okay, also ich bedanke mich.
Ich war euch fürs Zuhören und wer weiß vielleicht hat der ein oder andere ja jetzt Lust mal das ZKM in Karlsruhe zu besuchen? Oder schaut euch mal die Website an da bekommt man auch schon richtig guten Einblick! Ich wünsche euch am Ende wie immer lange Spielzeit und angenehme Bosse bis demnächst.