
Tanzen kann man auch auf Brause· Staffel 1· Folge 226
Folge 226 - Interview 175 - Miriam
Freitag, 3. Oktober 2025 · 1 h 13
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Shownotes
Miriam ist 44, Hundetrainerin, Dog-Walkerin, Online-Kursleiterin, zweifache Mutter.
Sie hat, wie sie selbst sagt, einen bunten Lebenslauf und passt in keine Schublade. Gut!
Sie erzählt, warum sie mit dem Trinken aufgehört hat und was der Auslöser war.
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Wenn Du Deine Geschichte mit uns teilen möchtest - via Interview oder im Rahmen von "Deine Story", dann melde Dich gern bei mir! Ich brauche dringend Gesprächspartner und freue mich über jede und jeden, der/die/das sich bei mir meldet. Jede Nachricht wird beantwortet: kai@tanzenkannmanauchaufbrause.de
Lob, Kritik und Anregungen kannst Du natürlich auch jederzeit loswerden, ich freue mich über jede Nachricht.
Im richtigen Leben arbeite ich als Hypnose-Coach. Was das ist und ob das auch was für Dich sein kann: hidw.de
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Hallo und herzlich Willkommen zu tanzen kann man auch auf Brause. Ich muss lachen, weil ich es nie schaffe, beim ersten Mal gleich das Intro richtig einzusprechen, das gibt's doch gar nicht. Ich sag immer mein standardspruch sag 2 zahlen und das war's eigentlich naja also noch mal Hallo und herzlich willkommen zu. Tanzen kann man auch auf Brause.
Heute gibt es die 226 Folge und das 175 Interview, das ich mit Nein, nicht das 175 Interview, das ich mit Miriam geführt habe, das hatte ich auch schon mal. Das erste Interview mit Miriam und das 175 insgesamt. Miriam ist 44 Jahre Jung, lebt in Berlin. Und hat einen wirklich bunten Lebenslauf, bevor sie dann irgendwann ihre Traumberufe gefunden hat. Als Hundetrainerin und Beraterin. Und zudem hat sie auch noch einen eigenen Podcast. Warum es ausgerechnet ein Junggesellenabschied war, nachdem sie dann aufgehört hat zu trinken, das erfahren wir in diesem Interview.
Und nebenbei, wenn du erfahren möchtest, was ich neben dem Podcast noch so mache. Ich bin Hypnose Coach in Hamburg und arbeite auch online. Mehr dazu findest du unter Hidw. De oder in den Shownotes da findest du nämlich weitere Informationen dazu und dann hätte ich es fast vergessen. Ich habe einen Nachtrag zu Julia, mit der ich im Gespräch numero. 172 gesprochen habe in der Folge 223.
Damals war sie ja kurz vor der Niederkunft und sie hat mir geschrieben, Hallo Kai, ich wollte dir kurz berichten, dass meine kleine zuckersüße Tochter 11 Tage nach unserem Interview geboren wurde. Ja, herzlichen Glückwunsch liebe Julia, das finde ich total stark, sie ist aktuell mega entspannt und zufrieden wie die Mama jetzt endlich.
Darf ich eine ganze Kindheit ohne jede Betäubung begleiten und kann mir sicher sein, dass der Grund, weshalb ich vom abendlichen nicht einschlafen können, genervt sein werde? Nicht nur der ist, dass ich in Ruhe trinken möchte, dementsprechend wird mich auch am nächsten morgen kein schlechtes Gewissen dafür plagen.
Ich freue mich so sehr über diese Chance, das Leben mit meinem sober Baby genießen zu können und ich meine was Schöneres gibt es doch nicht, oder? Danke für die Nachricht, liebe Julia und danke auch für die Erlaubnis diese zu teilen. Ich wünsche dir dein Baby deiner Familie, natürlich alles alles gute und wenn du Lust hast, sprechen wir vielleicht in einem Jahr mal.
Dann kannst du mal berichten, wie das erste nüchterne Jahr mit einem sober Baby so abgelaufen ist. So und jetzt geht's endlich los, Lehn dich zurück, Brocke die Kopfhörer zurecht, hier kommt Miriam. Hallo liebe Miriam. Hallo, lieber Kai. Schön, dass wir sprechen können und die nächste Woche schon gesichert ist. Das ist ja bei mir immer ein Kampf, da komme ich ja immer gar nicht mehr in den Schlaf.
Aber wie schön, dass wir beiden jetzt sprechen können und du uns deine Geschichte erzählst. Ja, ich freue mich auch, dass das geklappt hat. Jetzt, ein halbes Jahr später. Ja und Spoiler. Du hast mir eben gesagt, dass du sehr viel plapperst oder dass du gerne viel redest. Ja. Ja, und ich werde dir dann einfach irgendwann ganz uncharmant ins Wort fallen, wenn du zu viel plapperst. Du hast einen.
Erlaubt. Wir werden sehen, genau, erzähl mal ein bisschen was über dich, Miriam. Über mich jetzt von heute oder direkt schon über mich von früher. Über dich als Mensch. Wer bist du, wo bist du, was machst du? Also ich lebe in Berlin, bin 44 Jahre alt, habe 2 große Kinder, die aber schon nicht mehr bei mir leben habe.
Nein, hatte 2 Hunde, meine große Hündin ist vor 2 Wochen gerade gestorben, bin hier in Berlin, Hund, Mensch, Trainerin und Dog Walkerin, hatte aber jetzt im Sommer einen. Unfall mir den Finger gebrochen, konnte deswegen nicht Dog walken und bin deshalb selber podcasterin geworden. Also Doc Walkerin ist das sowas wie du gehst mit Hunden spazieren oder hab ich das jetzt falsch übersetzt?
Nee, ist richtig. Also ich sammel die Hunde ein, zu Hause oder im Büro. Und gehe dann mit einer Hundegruppe von bis zu 7 Hunden durch den Berliner Grunewald. Wir haben hier nämlich das größte Hundeauslaufgebiet Europas und da bin ich dann 2 Stunden mit den Hunden unterwegs und bringe sie dann wieder nach Hause.
Okay, und das ist lukrativ für alle. Nein, von 7 Hunden in der Gruppe konnte ich nicht leben, deswegen arbeite ich noch als Hund, Mensch, Trainerin, mache auch Onlinekurse, Gruppentraining, Einzelberatungen, jetzt demnächst auch das erste Tagesseminar und ja. Spannend, was es gibt. Ja, hat lange gedauert.
Also ich habe glaube ich 2025 Jahre war ich vorher, also ich habe einen sehr, sehr, sehr bunten Lebenslauf und. Und so lange hat es gedauert, bis ich dann meine Traumjobs gefunden habe. Okay dann bist du jetzt da angekommen, wo du sein wolltest demnach. Ja, seit 5 Jahren jetzt, wobei jeder, der oder die mich kennt, weiß, bei mir ist immer alles im Wandel, deswegen jetzt auch die neuen Projekte noch die ich habe, ich brauche immer wieder neuen Input und habe viele Ideen im Kopf und setze das dann einfach irgendwie um. Und hast du nicht Angst, dass du dich verzettelst dabei? Ja, passiert dauernd.
Aber ich habe mehr Vertrauen in den Prozess, dass alles gut wird und ich am Ende dort genau immer ankomme, wo ich auch hin soll. Wenn das funktioniert, ist ja gut. Viele, viele verzetteln sich und am Ende funktioniert er nicht so richtig. Ich bin ja mein Freund von Spezialisierung auf. Naja, am besten im besten Fall eine Sache, die man macht und die macht man dann richtig gut.
Nee, machst. Du nicht. Ich mache ungefähr 3 Sachen richtig gut. Oh ja, dann habe ich schon häufiger gehört, dass Leute Dinge ganz besonders gut können und das dann am besten auf alles bezogen. Aber gut. Nein, ich finde aber nein. Ich finde wirklich auch, dass also ich gucke schon, dass ich die Dinge tue, die ich gerne tue, und da ich selber weiß, dass sich meine Bedürfnisse auch immer wieder ändern und mein Leben immer wieder ändert, möchte ich halt so flexibel sein, dass ich auch das arbeite, vor allen Dingen, was mir wirklich Spaß macht und wo mein Herz verbrennt. Und wenn sich das alle paar Jahre immer mal wieder ändert und neu sortiert, dann ist das gut. Was alles gemeinsam ist, also
was ich bisher gemacht habe, ist wirklich mit Menschen arbeiten, jetzt auch mit Tieren arbeiten. Es hat immer so die psychologische Komponente, Kommunikation, Beratung, also es ist ja schon immer der gleiche Bereich, in dem ich irgendwie unterwegs bin, aber darin verschiebt sich das immer ein bisschen. Sehr gut finde ich spannend.
Und jetzt erzähl mir doch mal bitte, seit wann trinkst du denn keinen Alkohol mehr und? Seit dem 9. Juli 2023 nicht mehr. 9. Juli 23 war das ein besonderer Tag? Nein, ein besonderer Tag eigentlich nicht. Ich war auf einem Junggesellenabschied und haben vorher hatte mir mal wieder vorgenommen, gemäßigt zu trinken und es hat mal wieder nicht geklappt und ich bin nach Hause gewankt, habe mich kurz ins Bett gelegt gelegt. Musste dann wieder aufstehen und hing kotzend über dem Klo und habe gesagt, das kann so nicht weitergehen und habe dann war ich eigentlich am nächsten Morgen verabredet mit einem sehr viel jüngeren Mann, mit dem ich damals so wohnte und habe dem abgesagt und dann hat er gesagt,
ja, das kommt davon, wenn man zu viel säuft und dann war ich so sauer darüber und dachte, das willst du mir denn erzählen und. Und dann habe ich mich gefragt, warum macht ich das gerade so wütend und dachte, verdammt, der hat recht. Ja, und dann habe ich mir diese eine Soba App runtergeladen und dachte so ich Beweis mal mir und einen anderen, dass ich jetzt 3 Monate ohne Alkohol auskomme. Und habe dann aber angefangen, ganz viel zu lesen, Podcasts zu hören und mich informiert und habe, glaube ich, innerhalb einer Woche festgestellt, Scheiße, du hast eigentlich selber voll das krasse Problem und du darfst eigentlich nie wieder was trinken und das habe ich dann durchgezogen seitdem und das wird auch immer so
bleiben. Wie war denn das für dich, als du die Erkenntnis gewonnen hast, dass du ein Thema hast mit Alkohol? Das war wirklich krass. Also ich habe mich ja in der Zeit auch so viel mit mir selber beschäftigt und mir sind ja so viele Dinge klar geworden, für was ich den Alkohol eigentlich benutzt habe, auch und auch wie krass es eigentlich ist, dass es so selbstverständlich war.
Also ich habe ja gar nicht so viel drüber nachgedacht, also klar, ich habe also mir war schon seit ein paar Jahren klar, ich trinke zu viel, weil je älter ich wurde, wurden auch irgendwie die Abstürze, Blackouts immer schlimmer und die. Tage danach zur Regeneration, die waren ja immer länger und das war ganz schön schmerzhaft so. Also ich habe dann aber den Mut gehabt und wirklich hierhin geguckt und mir selber den Finger in die Wunde gehalten und gesagt, Akras, das trifft auch auf dich zu, das trifft auch auf dich zu und viel geschrieben, viel geweint, ich habe so viel geweint in der Zeit.
Über mich selber. Um mich selber, also um mein jüngeres ich auch. Und ja, hab verdammt viel geschrieben, auch in dieser App und das hat wirklich geholfen und mich da so virtuell mit anderen ausgetauscht. Ja, wie war denn das? Du wirst ja relativ schnell auch erkannt haben, dass du mit deinem Thema, das du hattest.
Gar nicht so alleine bist oder dass da viele andere sind, die das genauso erlebt haben wie du. Wie war? Das das hat zum einen total geholfen, weil ich so dachte, Ach krass, also mir war das gar nicht so bewusst, weil auch ich hatte vorher immer so klischeemäßig, naja, Alkoholiker ist, wenn man halt, wenn man morgens schon mit zitternder Hand nach der Flasche greift oder sich den Wodka in einen Kaffee kippt oder so und. Ich habe damals hier die Natalie Stübenheit klassisch, ganz, ganz viel gehört und das hat mir, also das hat mir so die Augen geöffnet, für auch das Thema, gerade was Frauen und Alkohol und auch in Bezug auf Familie und mit Kindern und mich hat das gleichzeitig beruhigt, dass es
vielen anderen so geht, dieses Gefühl, nicht alleine zu sein und auf der anderen Seite war ich unglaublich erschrocken, dass das doch für so viele ja eigentlich Thema ist. Und für mich war von Anfang an klar, dass ich damit aber total offen umgehen will. Also auch in meinem Umfeld. Oh ja, wie kam das denn da an oder wie hast du das formuliert?
Hast du gesagt, ich bin Alkoholikerin oder ich? Nee, das fand ich auch gut, dass man das ja nicht sagen muss also, sondern dass man das für sich selber entscheiden kann. Wie also ich bin. Ich bin eher ein lösungsorientierter Mensch und gucke nach vorne. Und ich sage eher, ich sage auch heute, ich lebe nüchtern, ich trinke keinen Alkohol mehr, weil ich wirklich problematisch getrunken habe, so, und das habe ich von, also alle, die mich auch privat kennen, kennen mich eh als ziemlich direkten Menschen und ich weiß, dass mir hilft das einfach, wenn ich mit meinen Themen nach draußen gehe und darüber spreche und.
Zum einen schaffe ich es, meine Scham damit aus der wirklich aus der dunklen Ecke zu ziehen. Also ich habe für mich beschlossen, wenn ich die Dinge, wo ich denke, oh Gott, oh Gott, haben mich weiß es keiner rausziehe, quasi ins Licht, also Licht ist in dem Fall in meinem Leben und vor die anderen Menschen, und darüber spreche, dann wird diese Scham immer kleiner und. Ich habe damals schon gemerkt, wie Verbindend das auch sein kann, und das hat, glaube ich, auch viel für mich verändert. Noch mal in den letzten Jahren, dass wenn man ehrlich mit seinen Themen rausgeht, führst du ganz andere Gespräche mit deinen Mitmenschen und die trauen sich auch wieder dir gegenüber, sich ganz anders zu öffnen und ich
liebe das, ich liebe wirklich diese Echtheit zwischen. Wenn Echtheit zwischen Menschen, egal ob man sich kennt oder ganz neu kennenlernt, wenn die entsteht. Das ist wunderbar. Ja, weil ich glaube, oder meine Erfahrung ist ja auch so, mit fast jedem, mit dem ich überall das Thema Alkohol spreche, zucken die so ein bisschen zusammen, weil sie feststellen, oh, ich glaube, ich habe da auch ein Thema, da wollte ich jetzt. Aber ganz außerdem, ja, ja, habe ich auch einige. Also.
Mit denen ich auch schon darüber gesprochen habe, die, weil ich das so offen sage, trauen die sich dann auch mir gegenüber zu sagen, so, ich habe es eigentlich noch nicht mir offen eingestanden, aber wenn du so erzählst, und ich müsste eigentlich auch weniger trinken oder auch, und mir geht es ja gar nicht darum, irgendwen zu bekehren oder so, aber ich finde halt wichtig. Darüber zu sprechen und wer da keinen Bock hat drauf hat, dann also wenn mich jemand fragt, wie geht es dir oder warum machst du das und das oder das und das nicht, wirst du von mir keine Höflichkeitsantwort bekommen, sondern die Antwort die wirklich dahinter steht und ich spreche ja mit erwachsenen Menschen und die können für sich entscheiden,
ob sie das handeln können und sich dann rausnehmen oder sagen okay nee krass ist mir zu viel, ich wende mich mal an so einen Gesprächspartner. Ja, ja, ich habe das auch schon erlebt, dass wenn ich da mit Leuten drüber gesprochen haben, die dann die das dann irgendwie so versucht haben, ins Lächerliche zu ziehen. Und da habe ich dann festgestellt, wenn man dabei einfach cool und sachlich bleibt. Wie haben wir das ins Lächerliche ziehen wollen? Naja, so nach dem Motto, Das ist ja so, ist es unmännlich. Ja, also was bist du für ein Weichei? So dass du man.
Sagt ja viel mehr aus über die Person, die das sagt, oder? Ja, natürlich, ja. Klar, ist genau so, und das sind, das sind auch die Leute, die aktuell weitertrinken, und das ist ja auch völlig fein für die und was die in dem Moment nicht verstanden haben im ersten, dass mir das doch völlig egal ist, was die machen, also sollen, die sollen die doch trinken, das sind ja nicht meine Kinder oder meine Eltern, die können ja machen, was die wollen.
Da also klar würde ich mich freuen, wenn die nicht mehr trinken, aber wenn die das für sich anders entscheiden, weil sie eben erwachsen sind. Ja so what? Es ist ja. Mein Weg und ich, ich will ja nicht den meinen Weg aufzwängen, aber das denken manche denn offenbar im ersten Moment. Ja, und ich meine, du kannst ja dann auch wieder entscheiden. Wieviel möchtest du mit den Menschen zu tun haben oder wie weit lässt du einen Mensch so sehr in dein Leben, der so lächerlich darauf reagiert oder dich ne. Also deswegen genau also das.
Das ist das Erstaunliche, die Leute sind dann zurückgekommen später und haben dann gesagt, also mehr oder weniger demütig finde ich gut, was du machst. Ich finde das richtig gut. In Klammern, aber ich kann es nicht oder ich will es nicht oder oder beides, keine Ahnung ja, aber das und dann ist es für mich auch okay also aber ich finde das gut.
Ja was du sagst, du musst man sich auch abgrenzen und ich muss den Leuten auch nicht hinterherködern und denen gefallen. Würden. Ich meine ja, genau, wie hast du das denn erlebt, als du das erste Mal rausgegangen bist und davon erzählt hast, dass du nichts mehr trinkst? Was heißt rausgegangen also, oder? Wem hast du es zuerst erzählt?
Ich überlege gerade meinen Kindern, das war auch mit ein Grund, weil ich an dem Sonntag nach diesem Junggesellenabschied war, meine Tochter bei mir und wir sind mit den Hunden spazieren gegangen und die Sonne schien, es war sehr warm, es war Sommer und. Und ich musste. Ich habe meine Sonnenbrille nicht gefunden und sie hatte noch irgendwie von Mc Donalds oder so so eine billige Sonnenbrille, die ich mir aufgesetzt habe, damit wir rausgehen konnten, weil ich so Kopfschmerzen hatte, mir das so schlecht ging und da habe ich offen mit ihr darüber gesprochen und habe ihr gesagt, Pass auf, ich werde jetzt aufhören damit oder da habe ich ja noch gesagt, ich werde eine Pause machen und.
Habe mit meinen Kindern dann auch relativ schnell, also muss ja innerhalb der ersten 2 Wochen gewesen sein, darüber geredet, dass ich mich informiert habe und dass mir klar geworden ist, dass ich da echt problematisch getrunken habe und dass ich das nicht mehr möchte. Habe auch viel also darüber gesprochen, dass es mir total leid tat, dass ich an den Tagen danach vor allen Dingen ja nie so richtig da war.
Also ich habe die Tage danach immer so. Also das war glaube ich auch eine Funktion von diesem. Ich betrinke mich, weil ich habe mir damit eine Pause von meinem Alltag geschaffen, weil ich ja nicht viel anderes tun konnte, als im Bett rumliegen und ich habe Kopfschmerzen und ich übergebe mich und ja, sorry, ich kann leider nichts anderes machen, ja. Furchtbar.
Also es ist schlimm, also ja, aber da sind wir auch wieder dabei. Es ist total schlimm, das zu erkennen. Richtig schlimm, das zu erkennen, aber ich finde es total wichtig, das auszusprechen, weil wie vielen geht es denn so klar, gerade die Familie haben ja oder einen krassen Job oder so. Man muss ja gar nicht so weit gehen zu sagen, ich lieg den ganzen Tag Kotzend im Bett, sondern das reicht ja schon.
Ich mach mein Ding, aber es ist halt super anstrengend. Mit Kindern und Haushalt und was da alles ansteht, Ausflug, Familienausflug und dann sitzt du also lass den Tag zu Ende gehen, oder? Ja, ich war auch schon auf einmal Forster Konzert, hatte selber irgendwie nur 2 Stunden geschlafen und es ging mir wirklich nicht gut, ja.
Ja. Genau, du hast, ich glaube. Mark Forster Konzert, das würde ich. Überstehen wollen, aber Gutes dann. Doch das war lustig. Also ich, Nö, das war in der Zeit, ich bin immer voll in der Musik, gerade meiner Tochter, auch mit auch gegangen, ob das irgendwelche Disney Lieder damals waren oder so ich hier du siehst meinen Regenbogen am Hintergrund, ich würde mal selber gerne noch mal nee da kann ich mitgehen auch für sie also das hat Spaß gemacht, aber an dem Tag nicht. War es mir nicht gut und das war auch schlimm, das war ganz kurz, das war kurz bevor, es müssen ein paar Wochen vorher gewesen sein, bevor ich dann aufgehört habe, habe ich da schon gesagt, Oh Gott, es tut mir so leid, es
tut mir so leid, dass es mir so schlecht geht, und dann hat sie noch gesagt, Mama, wenn es gar nicht geht, dann steigen wir halt wieder in den Bus und fahren zurück und da dachte ich, so Gott. Tragisch, oder? Total. Aber ich kann wie gesagt offen mit beiden auch darüber sprechen und deswegen ist das jetzt, ist das jetzt auch gut und fein und geklärt.
Ja, wie bewerten das denn deine Kinder heute so rückblickend betrachtet? Was sagen die dazu? Also es. War jetzt nicht so, dass ich jetzt im Alltag nicht dauernd betrunken habe. Es war hauptsächlich aufs Wochenende gelagert oder dann schon nachher am Ende hin. Habe ich ja hier weitestgehend alleine gewohnt, dass sie es jetzt gar nicht so mitgekriegt haben. Ich habe auch gut im Alltag total gut funktioniert und zwar dieses schlimme war dann wirklich am am Wochenende und was sie sie haben es eigentlich damals glaube ich nicht so. Fast bewertet.
Sie haben eher gesagt danach, Mama, jetzt bist du viel mehr gut gelaunt und viel geduldiger und viel fröhlicher und ja gelassener so, das war eher was sie danach bemerkt haben, die Veränderung nicht mehr so impulsiv wie früher, wegen fast jeder Kleinigkeit irgendwie explodiert, das ist halt alles nicht mehr. Das ist so erstaunlich, das bringen ja viele mit Alkohol gar nicht in Verbindung, dass diese kurze Zündschnur, dieses diese Ungeduld, die, das hängt halt immer ganz krass mit dem Alkohol zusammen, und wenn man ohnehin schon dazu tendiert, ungeduldig zu sein, eine kurze Zündschnur zu haben, dann ist der Alkohol natürlich da was auf die Mühlen, ne. Ja, und es ist tatsächlich auch damals bei jemandem, mit dem ich.
Viel zu tun hatte, ist es aufgefallen, dass die Person morgens immer sehr ungeduldig und sehr kurze Zündschnur hatte. Und da habe ich gesagt, krass, also ich wusste auch, dass sie halt viel trinkt und habe gesagt, was also es kamen so ganz viele Sachen schon vorher zusammen, dass ich wirklich Person oder ich hatte ein paar Monate ein.
Bist du noch da, hast du kurz verschwunden, war mit einem Mann ein paar Monate zusammen, der selber noch mehr getrunken hat als ich. Und da ist mir das aufgefallen. Ich dachte, es kann nicht sein, dass jedes Mal, wenn wir uns trinken, uns hier die treffen uns hier die Kante nur geben, andere Dinge machen, es kann ja sein, dass unser Hobby und unsere Freizeitbeschäftigung nur das Trinken ist.
Also es kann ja so, ich sage es waren schon so die. 2 Jahre vorher, dass ich immer öfter mal dachte, eigentlich solltest du weniger und meine Pause wäre gut. Und Ach, es macht ja aber so Spaß. Für mich war das halt auch Hobby, habe ich ja auch immer groß erzählt. Ja, ich bin bestimmt Alkoholikerin, aber ich mache halt so gerne und Party und alle anderen sind so spießig und die gehen nur arbeiten und haben Ihren Garten und ich mache die Nacht durch mit 40 und das kann ich alles noch ist egal. Heute denke ich so Gott.
Peinlich. Ja, weil es ist. Ich glaube dann in dem Moment auch so ein Schutzmechanismus, ne. Also ja, man find das vielleicht lustig, aber auch wenn du jetzt zurückdenkst, könnte ich mir vorstellen, weißt du, das war irgendwie alles gar nicht so richtig cool, oder? Ja, Ihnen. Also ich muss schon sagen, also, auch das sage ich immer offen, dass ich. Also, dass auch diese Zeit damals, also es war jetzt echt so, die so ab Mitte, Ende 30 noch mal bis jetzt vor 2 Jahren die Jahre für mich in der persönlichen Entwicklung noch mal total wichtig waren und dieses ich tobe mich noch mal aus und ich ziehe irgendwie um die Häuser und ich Date wild durch die Gegend und das hat, irgendwie war das noch mal wichtig, auch für das so wie ich
heute bin und weiß, was ich nicht mehr möchte. Und ich hatte wirklich coole Erlebnisse und Nächte und so auch dabei. Aber ich möchte das trotzdem nicht mehr zurück. Also ich hatte auch letztens auf Insta, war gerade war irgend so ein Post. Du darfst Dinge vermissen und möchtest sie trotzdem nicht zurück haben und das trifft es irgendwie.
Also was heißt vermissen, vermisse es nicht, wird ja nicht zurück, aber die. Ich will diese Erinnerung nicht vermissen. Also ich finde es schon gut, dass ich viele Erfahrungen gemacht habe, weil die machen mich ja auch zu dem, wie ich heute bin, irgendwie und ich bin einfach umso mehr froh, dass ich es jetzt halt nicht mehr mache und jetzt anders bin. Finde ich gut.
Und ja, also es wäre ja auch tragisch, wenn man zurückblickt und sagt, alles was ich gemacht habe im Zusammenhang mit Alkohol war es schlecht und. Also das wäre ja wirklich tragisch. Nee, ich sage, allgemein bin ich im Leben, also ich bin eh niemand, ich sage nie euch, bereue, dass ich das und das und das gemacht habe, sondern ich sage eher heute mit dem Wissen und Erfahrungen oder den meinen Werten heute oder meinen Bedürfnissen heute würde ich das und das nicht mehr tun, aber ich habe einfach viel Verrücktes auch gemacht und ich. Habe auch damals immer schon gesagt, ich möchte gerne später auf einem Sterbebett liegen und eher über die ganzen Geschichten lachen, die ich so getan habe,
als jemand zu sein, der nachher sagt, immer wolltest du mal das machen und du hast das nicht gemacht und das nicht. Und ich hatte vor 2 Jahren als so eine Verdachtsdiagnose bei mir im Raum stand und ich es mir total schlecht ging. Und ich dachte, oh Gott, was ist, wenn sich das jetzt bestätigt, dachte ich so, nee, du hast aber fast alles mal gemacht, was du immer machen wolltest.
Ich hatte ein eigenes café, Ich hatte ein Pferd, ich hatte eine Familie, ich war verheiratet, ich hatte eine Wohnung mit Garten gemerkt, dass ich das alles überhaupt nicht brauche, sondern ganz klein und simpel lieber leben möchte. Ich habe 2 tolle Kinder in die Welt gebracht. Ich habe die und die und die Jobs ausprobiert und ja, das ist okay. Wenn jetzt also es war ganz komisch, aber da habe ich irgendwie gemerkt, nee, von außen betrachtet erhalten mich vielleicht welche für irre und so fehlt ein Wort wie sie so sieht, sie weiß nicht was sie will und macht mal hier, mal da, aber gerade das mag ich halt.
Gerne, aber die beste Entscheidung war trotzdem, mit dem Alkohol aufzuhören. Schön. Ich finde es wichtig, dass man, wenn man egal wo man im Leben steht, weiß, ich habe die Dinge, die ich machen wollte, gemacht, oder also die, die man auch machen kann. Es gibt ja Dinge, die möchte man gerne machen, die funktionieren halt aus. Gründen nicht.
Ob es jetzt Geld ist oder Zeit oder so, aber das, was im Rahmen der eigenen Möglichkeiten machbar ist, sollte man gemacht haben, weil das Leben eben so endlich ist. Das finde ich hast du ganz gut beschrieben und für mich gehört dazu, das möchte ich auch immer wieder gerne betonen, den Menschen, die einem wichtig sind zu sagen, dass sie einem wichtig sind oder auch, also nicht nur zu zeigen, sondern auch zu sagen, weil. Wenn wir irgendwann mal gehen, dann ist es gut, dass die Menschen Klarheit haben.
Das finde ich ganz, das habe ich leider lernen müssen und habe das in beiden Fällen. Das eine war eben mein Vater, der bei einem Verkehrsunfall gestorben ist. Meine Frau, die einfach tot umgefallen ist. Da war ich mit beiden klar, und das habe ich bei meinem Vater damals gelernt durch einen Film, den ich gesehen habe, der hat mich dazu gebracht und. Oh welchen, den gucke ich mir vielleicht auch noch. An Feld der Träume mit Kevin Costner. Okay 19. 192 schickst du mir das? Nachher noch mal.
Ja, da macht er seinem Vater. Es kommt so raus, macht ihm den Vorwurf, dass die sich nie mal ausgesprochen haben und dann ist der alte Drecksack einfach gestorben und der Film hat mich dazu gebracht zu sagen, ich will meinen Vater sehen. Weil wer weiß nicht, dass der einfach irgendwann stirbt und ich da stehe und das mit ihm nicht geklärt habe oder er denkt, ich mag ihn nicht und ich mochte ihn doch zu der Zeit nicht, aber ich wollte ihm zumindest ein gutes Gefühl geben. Wollte ich gerade fragen.
Ja, aber da ist die Frage dann, warum wolltest du ihm ein gutes Gefühl geben, wenn du ihn nicht möchtest? Weil dann hast du es ja ihm zuliebe. Ja, ja, zum einen das und zum anderen. Das hat mir nämlich damals ein Kumpel gesagt. 25 Jahre vorher, er ist dein Vater und er wird immer dein Vater bleiben und er hat am Ende hat er mir nichts Böses getan, sondern meiner Mutter so, also der hat sie einfach verlassen, das habe ich ihm nicht, das habe ich ihm übel genommen, so, und dann bin ich da hingefahren nach Frankfurt um um ja um ihm einfach Hallo zu sagen, nach glaube ich zweieinhalb Jahren, die ich ihn nicht gesehen habe. Das stand dann.
Wie hat er reagiert? Mit 52 Jahren an seinem Geburtstag hat er bitterlich geweint vor Glück und 9 Monate später ist er gestorben. Beim Unfall, und das wäre blöd, wenn man da, wenn ich da am Grabstein gestanden hätte und gesagt hätte, ja, ja, hättest du immer noch mal Hallo gesagt. Ja, hat er dann vorher mal. Also ich frag deshalb, weil ich auch so betrifft, mich auch dieses Thema.
Hätte er nicht auch mal auf dich zukommen können und dir Hallo sagen können? Besser habe ich immer abgeblockt. Okay okay, dann ist das was anderes, ja. Also er hat mir persönlich nichts getan, er hat sich da ein bisschen blöd verhalten, jetzt, wo ich viel, viel, viel, viel älter bin, als er überhaupt geworden ist, weiß ich, dass dass dass er da nicht der alte Weise Mann war, sondern. Einfach nur ein Kerl, in dem auch ein kleines Kind steckt. Und wir machen einfach Dinge auch falsch so. Unbedingt.
Ja, heute weiß ich das und heute gut, das ist jetzt 30 Jahre her, gehe ich damit auch ganz anders um mit diesem Wissen, das hatte ich damals nicht. Mhm, das hatte ich ja, das ist das Schöne am Älterwerden, oder man wird ja wirklich weiser, man kann es nicht anders sagen, das ist wirklich so. Genau. Und bei meiner Frau war es so da. Ich will jetzt das eigentlich ja dein Interview, ja, aber das will ich jetzt eben kurz nach raushauen. Die ist.
Auch mit Dienstag gestorben und am Sonntag am Samstag haben wir uns im Arm gehalten und gesagt, wie schön es ist, dass wir uns haben und die Zeit genießen, solange wir sie haben und immer gut miteinander sein sollten. Ja, und 4 Tage später war sie tot. Furchtbar. Und deshalb so schlimm, so was auch ist.
Aber dann kann man, kann ich. Im im Frieden darüber nachdenken. Und ja, das ist eben das, warum ich sage, genieß das Leben und mach was draus, nicht nur, was jetzt berufliches ist oder was will ich gesehen haben, wo will ich mal hingefahren sein, sondern ganz direkt im Umfeld dafür brauchst. Du kein sagen, Mhm total.
Also ist bei mir auch so. Bei mir ist auch kurz nachdem ich ja aufgehört habe Alkohol zu trinken. Hat mein Sohn, der damals noch bei mir gewohnt hat, hat einen ganz schweren Suizidversuch gehabt und deswegen ich kann da voll mit Reingehen, dieses Guck hin, sei mit denen, die dir wirklich nah sind in Verbindung und auch mit meinen Kindern.
Es vergeht kein Telefonat oder keine Begegnung, dass ich ihnen nicht sage, ich habe dich lieb. Ja, voll gut. Meine Tochter sagt, ich hab dich auch lieb, mein Sohn sagt immer okay tschüss, aber ich weiß trotzdem es kommt an und auch diese Zeit damals, die konnte ich ja nur so, also das war so krass, du wirst es als Mutter nicht erleben, ja, das ist so schrecklich. Und ich glaube, ich konnte das alles wirklich nur durchhalten, weil ich eben nicht mehr getrunken habe. Ich konnte für ihn da sein, ich konnte für mich da sein, ich konnte für meine Tochter da sein, ich musste so kämpfen, anderthalb Jahre, dass er die Hilfe bekommt, die er auch braucht, also was Klinikaufenthalt angeht und auch danach.
Und das konnte ich nur machen, weil ich klar war im Kopf und genau wusste, was zu machen ist. Und dann die Stärke auch dafür hatte. Ja, sehr gut. Wie geht es Ihnen denn heute wieder okay? Gut also erst in so einem betreuten Wohnprojekt und hat jetzt gerade wieder angefangen oder jetzt gerade diese Woche angefangen, einem Minijob nachgehen zu können.
Und ja, wir sind in sehr, sehr gutem Kontakt. Also wir hören uns mehrmals die Woche und wenn er irgendeine Sorge da mal hat oder Ärger, bin ich auch mit einer der ersten, die er anruft und sagt, Mama, Ich brauch mal deinen Rat und das ist total schön, klasse, ja. In dem Zusammenhang eine Sache noch. Es geht nicht nur darum, den Leuten, die man gern hat, denen das zu sagen, sondern sich vielleicht auch von den Dingen und Menschen zu trennen und.
Die man im Leben nicht haben will. Ja, das ist jetzt genau die andere Seite, aber die ist glaube ich auch sehr sehr sehr wichtig, ne. Total. Und ich glaube, das geht auch echt vielen so, die aufhören zu trinken, ne? Ich glaub zum einen auch, weil man sich ja oft, wenn man dann ist es ja wirklich n Prozess, egal ob man das jetzt selber mit sich verarbeitet in der Therapie über Selbsthilfegruppen wie auch immer, aber man beschäftigt sich ja so mit sich selbst ganz intensiv. Also fast allen, mit denen ich gesprochen habe und auch ich selber habe mich total zurückgezogen, nicht weil ich gesagt habe, ich kann nicht an die Orte gehen, wo ich getrunken habe oder so, sondern ich war so mit mir selbst beschäftigt, da ist so viel im Kopf passiert,
ich habe erst mal gemerkt, wieviel Ruhe ich eigentlich brauche, ich dachte ja früher immer, als ich getrunken habe, Oh Party on, ich Rampe Sau und je lauter und mehr Leute und je öfter desto besser. Und jetzt denke ich, ja, oh, ich versuche alles, dass ich innerhalb der nächsten 5 Jahre irgendwo auf einer Wiese raus aus Berlin in meinem kleinen Bauwagen wohne, um nur noch in der Natur zu sein.
Und also ich mag Menschen total, ich arbeite auch mit Menschen, aber ich möchte nicht mehr so viel um mich herum haben, und wenn ich Zeit mit Menschen verbringe, dann soll die total wertvoll sein und ich muss mir nicht. Also viel Negatives. Ich will nicht viel Negatives um mich herum haben, nicht, dass ich jetzt immer nur einen auf schön Wetter mache, so bin ich überhaupt nicht, aber es gibt ja die Menschen, die einem eher Energie geben oder immer nur ziehen und ich bin für viele auch auf Kundinnen oder Freundinnen und bin ich oft eine Ansprechpartnerin, auch wenn es um Probleme geht, aber sie sind so auf einem Energielevel, geben sie mir auch ganz viel, weißt du was ich meine?
Es ist nicht immer nur dieses alles. Friede, Freude, Eierkuchen? Darum geht es gar nicht. Aber dass ich sage, nee, ich umgebe mich wirklich nur noch mit Menschen, die und da, weil du gerade von Familie gesprochen hast, habe ich zum Beispiel auch die Entscheidung getroffen, zu bestimmten Menschen aus meiner Familie keinen Kontakt mehr zu haben, weil es oder weniger Kontakt zu haben, weil es mir nicht. Gut tut und egal wie oft ich da ins Gespräch gehe oder die Dinge offen anspreche, sich nicht ändern wird und dann auch zu sagen, nee, ich finde das.
Ist. Ja, ist. Ja, auch eine Erkenntnis, finde ich, finde ich auch gut, dass du da dann bei dir bleibst und im übrigen bei der Arbeit mit Menschen. Das hast du vielleicht auch schon erlebt, dass wenn du an Leute kommst, die dir nicht gut tun, die bleiben auch nicht lange da, die sind dann wieder weg, ne. Nee, nee, da hat man das Erstgespräch genau, und das ist auch völlig fein.
Also das sag ich auch im Erstgespräch, sag ich. Wir vereinbaren jetzt gar keine weiteren Termine. Du lässt das jetzt alles sacken, du guckst für dich, ob das der richtige Weg ist. Und entweder sagst du mir Bescheid oder auch nicht, wenn du dich nicht meldest, weiß ich auch Bescheid. Ja genau, und das ist voll und das ist vollkommene Ordnung. Ja, finde ich auch.
Das ist ja für beide Seiten wichtig, da mit Leuten zusammen zu tun zu haben, die einem gut tun und nicht. Wo es denn nur des Geldes wegen irgendwie krampfig wird. Ne, da hilfst du auch keinem mit glaube ich also. Nee, und das Geld. Deswegen mache ich jemals sowieso nicht. Also ich mein guck, ich wohne hier in der, also ich wohne ja wieso eine Azubine oder wie eine Studentin immer noch und bin jetzt mit 40 und mir geht es sowieso nicht ums Geld und das ist auch, was ich vorhin meinte, ich wähle lieber. Komische Wege auch im Arbeitsleben. Aber ich mach das, was mir Spaß macht oder ich weiß zum Beispiel, ich kann nicht in einem Standardjob irgendwie 10 Stunden arbeiten, 5 Tage die Woche, ich kann das nicht, ich geh da kaputt, ich werde krank,
also psychisch krank, da hab ich alles schon durch, das brauch ich nicht. Und deswegen suche ich mir meine Arbeit so zusammen, sodass ich für mich leben. Ich bin auch nicht jemand, der sagt, Oh, ich muss hier ne Kreuzfahrt, also nicht will es nicht schlecht reden, wer das machen will soll das machen, aber ich habe zum Beispiel kein krasses Fernweh, ich hab mir dieses Jahr.
Ein Dachzelt, gekauft für mein Auto und es ist für mich ein, das macht mich so glücklich. Ich freue mich auf nächstes Wochenende mit diesem Dachzelt, mich auf eine Wiese zu stellen. Ich gehe auch nicht auf Campingplätze, sondern es gibt eine App wo Menschen, die privat irgendwo einen Acker haben.
Ich stelle mich darauf und denke wie glücklich bin ich denn ich setze mich hin und gucke der Sonne beim auf und untergehen zu mit meinem Kaffee oder Tee. Rund um mich herum mein Freund noch dabei und denke, Gott ist das Leben schön und mehr brauche ich nicht. Ja, toll. So, und dann muss ich halt auch keinen Job machen, in dem ich so und so viel 1000€ machen muss und deswegen kann ich auch sagen, ja, also ja, ist so, ja. Finde ich.
Ich finde das super. Und natürlich ist es manchmal Kacke. Ja, wie jetzt hier. Ich hatte also jetzt die Schiene ab, ich kann ja immer noch kein, ich kann keine Faust machen so, ich kann meine Art nur so bewegen und konnte jetzt. Zweieinhalb Monate nicht arbeiten als Dog Walkerin und das Dog Walken ist meine Haupteinkommensquelle, weil die Leute die Menschen ja in einem Abo quasi jeden Monat bei mir drin sind.
So, und ich hatte ja, weil ich ja so unvernünftig bin und es vor dem Sommer so gut lief, gesagt, gehe ich doch mal an meinen Notgroschen, kaufe mir das Dachzelt, weil es läuft gerade so gut ist in 3 Monaten wieder drin. 2 Wochen später habe ich mir den Finger gebrochen. Und mir ist das Geld weggebrochen und ich hatte keinen Notgroschen mehr und konnte das Sachfeld nicht zurückgeben und habe gedacht, also das ist der Nachteil und ich habe aber Menschen in meinem Leben, ob das nun mein ex Mann ist, mit dem ich mich total gut verstehe, der mir dann halt jetzt für die Zeit mal ausgeholfen hat und mir Geld geliehen hat. Ja und trotzdem bin ich so von.
Glück erfüllt. Und ja, wie machst du das? Ich sage ja, weil ich dafür sorge, dass es mir gut geht, dass es meiner Bubble gut geht und ich denke, wenn jeder von uns dafür sorgen würde, dass es ihnen selber gut geht und den Menschen um sich rum, dann hätten wir überall so kleine Glücks, Bubble Bubbles und die dann alle zusammen glücklich werden könnten, so es wäre total schön also.
Finde ich ganz ganz toll. Super Ansatz könnte ich mir auch mal eine Scheibe von abschneiden? Warum? Was Bummel ich durch die Gegend? Nein, nein, nein. Also ich habe festgestellt, ich verdiene gern Geld und ja, so und ich gebe es auch. Gerne wäre das warum interessant ne, weil du die Sicherheit brauchst oder weil du dir bestimmte Dinge leistest oder warum? Das könnte ich dir glaube ich sogar sagen, weil ich als Kind immer wenig Geld hatte.
Also ich komme aus einem, ich sage jetzt mal, man würde spießig, würde man sagen, gut bürgerlichem Haushalt, ja, ich habe aber immer am wenigsten Taschengeld von allen gekriegt und das ja genau winke winke genau und das begleitet mich bis heute. Jetzt habe ich das Geld und. Freue mich darüber. Ich glaube, deshalb erziehe ich meine Kinder ein bisschen anders, wenn die was brauchen, dann kriegen Sie das Geld. Ich habe es auch, ja, das ist auch okay, aber ich möchte nicht, dass die Dinge tun, weil sie Geld verdienen wollen oder müssen jetzt als Kind, die sollen Kind sein und Jugendliche und sollen Kindersachen Jugendlichen Sachen machen und nicht eine Lehre anfangen, damit sie 550 Mark im Monat haben, so wie ich damals.
Und ja, ich glaube. Das ist das, was mich heute noch begleitet. Ja, jetzt finde ich es einfach geil, ordentlich Geld zu verdienen. Ja, das ist glaube, bei mir ist das so ein Jugendding, so kindheitsjugendding. Ich kaufe dir, wenn du Geld damit verdienst, was du also, wenn es auch ein Job ist, mit dem du total Glück, also mit dem du total zufrieden bist, dann ist doch alles fein. Olle Granate, genau, und das ist eben das ist ja die Ergebnis, die ich ja erst in den späteren Jahren erlebt habe. Ich hab mich ja verkauft fürs Geld Jahrzehnte und hab aber nie richtig erkannt, dass dass ich mich wirklich verkauft hab. Ich hab immer gedacht, ich mach das gern und jetzt rückblickend, wenn ich mal so bestimmte
Stationen durchgehe, weiß ich, ich fand das eigentlich immer blöd was ich da gemacht hab das. Ist wie kam dann der Wechsel bei dir? Wann war das? Also es war. Vor 3 Jahren, es ist genau 3 Jahre her, dass ich, ich habe eine Hypnose Ausbildung gemacht und habe dann festgestellt, das ist das ist genau mein Ding, das will ich machen und da wusste ich noch während der Ausbildung, damit werde ich richtig erfolgreich, das wird richtig, richtig gut, das wusste ich, da habe ich auch nie dran gezweifelt und das ist auch, also läuft.
Mega schön. Ich bin auch, also ich glaube auch daran, dass die Sachen, die ich das wird für mich also ne das wird, das wird gut, also dauert halt noch ein bisschen, aber ich habe ja jetzt auch erst vor, also mit dem Dog Walking habe ich angefangen 2019, habe dann parallel die Hundetrainerausbildung gemacht und da war es auch so, da saß ich in dem ersten Seminar und dachte so, Oh Gott, geil, das ist alles, es ist alles richtig hier, du bist hier richtig, das willst du machen. Und dann war ja damals auch Scheidung, Trennung, Wohnungen suchen.
Da kam so ganz viel zusammen und dann habe ich mir langsam stockwalken aufgebaut und jetzt bin ich ja erst seit 2 Jahren als Mensch Trainerin und es läuft ja, also es ist ja nicht so, dass keiner zu mir kommen möchte. Ja super so, na das kommt und ich habe da so ein Vertrauen drin und auch jetzt mit den anderen Geschichten, die ich da noch mache. Also in erster Linie macht es mir Spaß und ja, also mich nervt das eher, dass wir so viel Geld verdienen müssen, dass diese Welt so viel mit Geld funktioniert, das nervt mich eher.
Also jetzt nicht persönlich unter, aber es ist halt so. Ja, da musst du hier aus dem System raus und in einem nicht so ist. Das ist dann immer so eine Sache. Will man nein, nein, nein, nein, also. Ja, aber ich will nur sagen. Und ich hatte auch. Also ich bin auch aus eher gutbürgerlich Kleinbürgerlich aufgewachsen und ja, seit ich denken kann, habe ich Nebenjobs gemacht.
Ob das Nachhilfe geben, Babysitten war bei meinem Onkel damals im Zeitungsladen mit Arbeiten neben meiner Ausbildung noch im Solarium mit Arbeiten, also ich habe immer irgendwas nebenher gemacht. Und meine Tochter jetzt hat das Glück, dass ihr Papa, der verdient hat, ziemlich gut und da ist sie, die, die können verreisen, der zeigt ihr die Welt, ich hätte würde es auch, weil ich Flugangst habe, nicht so gerne machen, ich weiß, kann man auch hypnotisieren, aber ich habe gar kein Interesse, durch die Weltgeschichte zu fliegen, und das ist schön, da hat sie das und bei mir hat sie voll dieses. Bindung, ankommen, Kommunikation über alle emotionalen Themen reden, also über alles reden können, Fehler machen dürfen und so bedingungslos geliebt zu
werden, und das sieht sie auch und weiß sie auch zu schätzen. Und so haben wir uns ganz gut aufgeteilt. Toll, wenn das geht. Das finde ich grandios, wirklich schön. Ja. Ich möchte mal auf das Thema Alkohol zurückkommen beziehungsweise kein Alkohol. Sag mir doch mal was hat sich für dich am meisten verändert, wo du jetzt heute sagst, Boah das ist genau das Ding. Es sind echt viele Sachen.
Also das Größte ist glaube ich, dass ich wirklich das Gefühl habe, ich zu sein, ich. Ich habe vorher, als ich auch noch getrunken habe, ich habe so viele Ausbildung, Weiterbildung, Bücher gelesen. Zum Thema Persönlichkeitsentwicklung, habe als Entspannungstrainerin gearbeitet und dachte immer, ich habe so viel, was ich eigentlich weiß an Handwerkszeug, aber warum kriege ich es nicht hin, zufrieden zu sein oder glücklich zu sein, und ich habe das Gefühl, dass ich das jetzt. Einfach immer mehr.
Habe so dieses. Ich bin wirklich ich. Ich höre mir selber zu, ich höre, ich habe gar kein Thema damit, wenn es alles zu viel wird, Dinge abzusagen, zu sagen, nee ich brauche jetzt Ruhe oder zu sagen, krass, ich habe jetzt voll Energie die Woche die paar Tage haue ich hier voll rein und sitze auch stundenlang am Computer und erstelle Seminare oder ich nehme Podcast folgen auf oder mache irgendwas ich.
So dieses besser mich spüren können was ich brauche, was ich will, welche Menschen, welche Umgebung ich brauche, damit es mir gut geht, das ist glaube ich. Würdest du denn aus heutiger Sicht sagen, dass du eigentlich ganz anders bist, als du dich damals sehen wolltest oder wahrgenommen hast? Nee, aber ich hatte immer Angst davor, dass es so wäre. Also ich dachte.
Ich dachte ja, ich bin halt voll die geile Rampensau und jung gebliebene Partymaus und das geht halt nur mit Alkohol und wenn ich aufhöre, Alkohol zu trinken, bin ich, bin ich das ja nicht mehr, dann wird mir was weggenommen, dann bin ich, bin ich ja nicht mehr so geil so und da hat auch mein Job mir geholfen. Als ich nämlich vor meinen Gruppen stand im Gruppentraining, habe ich gemerkt, und da war ich ja komplett nüchtern und.
Ich stand hier immer irgendwo im Park. Ich habe eine mobile Hundeschule, weil ich keinen Trainingsplatz habe und merkt, wenn ich vor der Gruppe spreche. Ich komme voll in dieses rampensau Ding rein, ich finde das total geil, ich liebe das vor denen, das ist eine kleine Gruppe, aber ich liebe es, vormenschen, Mitmenschen, bin laut, erkläre auch sehr lebendig, so dass andere im Park sich mit drum rum setzen und zugucken so Kinder oder ältere Leute, das ist total witzig und. Und da dachte ich, so krass, guck mal, du bist ja du, also du bist ja so, kannst ja so rausgehen aus dir raus auch und brauchst dir aber nicht dieses Rausgehen mit dich betrinken und irgendwo auf der Tanzfläche voll abgehen in der Masse von krassen Menschen, krass vielen
selbstbetrunkenen Menschen oder noch schlimmeren und. Ich würde nicht sagen, dass ich jetzt anders bin. Ich bin nur anders, anders, anders. Also ich bin ja jetzt nicht die total introvertierte Person geworden oder sogar nicht, aber ich gehe, was ich gemerkt habe, ich mag es nicht mehr, in so Menschenmassen einzutauchen.
Ah ja. Das mag ich nicht mehr. Ich mag es gar nicht, wenn es so laut ist um mich rum. Ich mag es eigentlich viel mehr, wenn es. Leise ist also ich bin ab und zu ein bisschen laut, aber ich mag es lieber, wenn ich eher Ruhe um mich habe. Ja. Ich bin gespannt. Ich gehe. Morgen fahre ich auch nach Leipzig, das ist ja der Recovery Walk da auch.
Was hast du davon gehört? Ich weiß nicht wie viele Menschen da hinkommen, aber da bin ich gespannt, weil das so das erste Mal jetzt wieder auch ist, dass ich mich unter so viele fremde Menschen, wo es einfach wirklich ein paar Hunderte sein können. Begebe und weiß aber, dass ich ja jederzeit sagen kann, OK, dann begebe ich mich weiter an den Rand oder Lauf weiter an der Seite.
Oder ich muss ja nicht so miteinander. Das sind wahrscheinlich die meisten am Rand und. Genau, alle laufen nur am Rand. Das ist einfach nur ein großer Rand und ein Großes. Loch in der Mitte, ja. Auch hier in Berlin. Ich wohne ja hier in Lichterfelde, das ist voll der kleine Randbezirk, das ist wie auch ein Dorf, und ich habe ja schon Stress, wenn ich hier vorne Richtung Bahnhof laufe, da Markttag ist oder Samstag, und ich denke, oh mein Gott, sind hier viele Menschen unterwegs, ich zeige dann davon weiter nach Berlin reinzufahren, das zum Beispiel mache ich nicht mehr, öffentliche Verkehr, so dieses, wo viele fremde Menschen ich das Gefühl habe, ich nehme auch die ganzen Energien so auf, irgendwie.
Das ist mir zu viel. Das ist anders. Es gibt ja viele die, die aufhören zu trinken und dann feststellen, dass sie ganz anders sind, als sie sich vorher wahrgenommen haben. Deshalb hatte ich so explizit danach gefragt, die ja so gesagt haben, früher war ich rampensauen, jetzt in Wirklichkeit sitze ich viel lieber zu Hause und lese ein Buch so, das war mir ganz.
Wichtig die Anteile sind auf jeden Fall mehr da. Aber ich bin trotzdem einfach, also weiß ich nicht. Ich frage alle Menschen, die mich erleben, wenn es irgendeine Gruppe ist. Da bin ich, ob es ein Spieleabend ist. Ich bin hier auch über diese eine App möchte ich die nennen oder Spontex gemeinsam erleben, gibt es hier, wo man sich verabredet, einfach zu Spieleabenden, zum Kegeln gehen, zum.
Und selbst wenn ich mir vornehme zu sagen, so, heute gehst du erstmal hin und guckst erstmal nur, wenn irgendwie ein Mensch da ist, wo ich denke, oh geil oder irgendeine Situation ist. Ich bin nicht die, die still in der Ecke sitzt. Also ich bin die, das ist halt so ein bisschen relativ schnell, die Leute, wer Miriam ist und dann auch noch eine Zeit hat, und dann habe ich noch einen komischen Doppelnamen, so, das merkt man sich dann. Ja.
Finde ich gut, ja, klingt klingt toll und ich finde auch deine deine Lebenseinstellung echt gesund. Finde ich schön. Danke. Ja, erlebe ich selten so und finde das sehr erfrischend. Und finde das auch toll, dass du damit gut zurechtkommst. Trotz der Probleme, die das auch mit sich bringt. Wollte ich gerade sagen. Es ist ja nicht immer nur ne, alles schick und einfach. Ich kenne eine Geschichte, ich kenne eine Geschichte, erzähle ich, kenne einen Geschäftsfreund damals aus der Bankenwelt, der ist sehr erfolgreich, hat da einen tollen Job, hat den Job gewechselt und dann trafen wir uns und dann sagt er, Kai, Ich würde das gerne so machen wie du. Dann sage ich ja, ich habe hier ein kleines, winziges, schickes Büro mit einem Partner zusammen
an der Binnenalz. Das war wirklich nett, auch nicht nicht sonderlich exklusiv, aber ich habe echt wenig Geld verdient, ich war aber frei, ja, ich konnte kommen und gehen wie ich wollte, ich habe eine Jeans getragen, Turnschuhe, offenes Hemd bis zum Bauchnabel, alles egal. Und er sagte, das würde ich auch gerne machen, ich sage mach es, ach da sagt er, kann ich nicht, ich sage, kann ich nicht, gibt es nicht ja, du willst es nicht, warum willst du es nicht?
Er sagt, da kann ich dir sagen, die Schule von meinem Sohn kostet 4000€ das Auto, die beiden Autos kosten 1000€ für das Haus zahle ich 6000,00€ dies und das und das dann sagt er ich komme auf bevor ich überhaupt einen Burger bei Mc Donald's gegessen habe 15000€ Fixkosten netto so und die müssen irgendwie reinkommen so das. Heißt ja, oder man muss sich davon trennen. Also entweder muss das Geld reinkommen oder man muss sagen, ich trenne mich von.
Da haben wir ja drüber gesprochen. Genau, aber jetzt ist er in dieser Bubble drin, meint auch er käme da nicht raus. Ja, was natürlich Quatsch ist und er würde auch seiner Frau sagen können, Pass auf, wir verkaufen diese Millionenbude und der Junge geht auf eine normale Schule, kann man alles machen, wollte aber nicht und deshalb sah er sich selber so gefangen in dieser Welt.
Ja und das ist natürlich auch, ja das ist eben die ganz andere Seite, aber das sind auch so. Ja, der fühlt sich auch nicht gut. So ging es mir ja damals. Also mir ging es ja wirklich ganz ganz schlecht und ich dachte, ah, ich habe hier einen Mann, der verdient gut, ich selber kann nebenbei meinen Job machen, damit ich mich erst entspann, das hatte er im Familiencafé und habe dann als Entspannungstrainerin gearbeitet, ich habe 2 Kinder, wir sind alle gesund, wir haben hier eine Coolwohnung in Lichterfelde West mit Garten ist alles schick und ich war so todunglücklich ich. Weil ich nicht das Leben gelebt habe, was mir, und das meinte ich mit von Ich bin mehr ich, ich habe nicht und das, das habe ich jetzt erst in den letzten
Jahren gelernt zu fragen, wer bin ich, was will ich uns wird so viel vorgelebt, ob das durch die Eltern ist, durch Filme, die wir konsumieren, ja, dieses wie. Wie muss eine Beziehung aussehen? Wie muss eine Familie aussehen? Für mich war irgendwie klar als Jugendliche, dass ich unbedingt Kinder haben möchte und ab, also mit 25 spätestens Mutter sein möchte und habe nur daraufhin, dass irgendwie alles abgezielt, was als Politik völlig bescheuert ist.
Statt erst mal zu sagen, Wer bin ich, was will ich, wer wie möchte ich und das habe ich nachgeholt und deswegen habe. Ja, und ich habe es auch. Natürlich denke ich manchmal so, Oh Gott, wer guckt, guckt auf mich herab, weil ich schon wieder sagen muss, nee, das kann ich nicht machen, weil ich kein Geld habe oder das, und das geht nicht oder es war mir lange auch unangenehm, jemanden hier in meine Wohnung einzuladen, weil es halt so eine wirklich kleine Dachgeschosswohnung ist.
Und mittlerweile? Und gerade auch, weil ich jetzt, ob es mit der Nüchternheit oder mit einem anderen auch, ob das der Suizidversuch von meinem Sohn, der Tod jetzt meiner Hündin, ich gehe mit einem irgendwie raus und kriege dadurch immer mehr die Rückmeldung von anderen, Boah, ich finde das so cool, dass du das so machst, wie du es machst.
Und ne, das ist dann. Es geht mir jetzt nicht darum, dass ich von allen Beweihräuchern möchte oder so, aber das ist dann eine andere Form der Selbstbestätigung, die man ja auch von außen bekommt. Und das brauchen wir alle irgendwie von außen auch mal zu sagen. Ey cool, ich finde dich cool und früher habe ich mir das unter Alkohol halt anders gesucht, da habe ich halt gesagt welche klicken kann ich ganz abschleppen oder so also und ich finde das jetzt gesünder wie ich das mache.
Ja, und dieses Abschleppen, das ist ja in dem Moment vielleicht ganz lustig, aber es macht ja auch nicht glücklich. Nein, aber das erkennt man ja erst später. Ja, also nicht, dass ich das kennen würde, ja. Nein, das habe ich mir. Jetzt auch nicht wahr, als habe ich das getan. Als junger Mann war ich immer sehr züchtig. Junge Frau, war ich wirklich züchtig? Bei mir war es erst, als.
Mittelalter Frau war nicht nicht mehr so. Richtig okay nee, bei mir war das früher, ich war, ich war wirklich ein schlimmer Finger, ganz, also wirklich, wirklich schlimm. Ich hatte in der Schule so meinen Ruf weg, weil erzähle ich dir jetzt aber nur ich war der erste im Jahrgang, ich war der erste im Jahrgang, der einen Knutschfleck hatte und das damals meine Freundin hat mich an der Schule besucht, wir hatten Klassenparty und und die hat mir so einen fetten Knutschfleck verpasst und ich wusste ja gar nicht, was das ist.
Ich hab das kannte das ja gar nicht und dann gehe ich wieder auf diese Klassenparty und meine Lehrerin ist fast in Ohnmacht gefallen und meine Klassenkameraden, ah, was ist das denn, bist du irgendwo gegen gelaufen und ich so wieso, was ist ja, und damit hatte ich eigentlich für die nächsten. Paar. 5 Jahre meinen Ruf weg. Tatsächlich und.
Ich hab dann. Auch gesehen, dass ich diesen Ruf auch verteidige. Ah okay. Ja, ich habe sie tatsächlich dann 30 über 30 Jahre später mal wieder getroffen. Ich habe die nämlich dann auf so einer Business Plattform getroffen, dann habe ich sie angeschrieben und dann haben wir uns getroffen, tatsächlich, weil sie auch zufällig in der Hamburger Innenstadt war, dann waren wir einen Kaffee zusammen getrunken und dann sagte sie, du, ich muss dir was sagen, ich kann mich gar nicht an dich erinnern. Und ich denk du Sau, das war meine Erste mit der ich richtig rumgeknutscht hab und ich hatte sogar ein Foto dabei von ihr. Ach, wie süß.
Oh ja, sagt sie, das bin ja ich ja, sag ich genau, ich könnt mich noch an alles erinnern und sie so, wer bist du eigentlich? Dann haben die danach vielleicht mehr Eindruck hinterlassen. Nein, also das merke ich ja jetzt schon, dass ja echt die Erinnerung krass verschwimmt, auch so, wer war auf der Grundschule, Wer war auf der Oberschule, wir hatten letztens auch eigentlich treffen vom Abi Jahrgang, wo ich mich sehr darauf gefreut habe, leider war das der Tag, wo meine Hündin es anfing so schlecht zu gehen. Dass ich gesagt habe, nee, ich bleibe zu Hause, aber da habe ich dann auch, die haben dann Fotos in die whatsapp Gruppe geschickt und ich so stimmt, das war ja auch, den gab es ja auch und die und also und von ohne
Bild hätte ich, hätte ich nie an die gedacht, wieder. Manchmal hilft es ja auch immer, manche Dinge nicht mehr. Ja. Ist ja schön, dass man viele Dinge erlebt hat und so. Man muss ja auch nicht an alles erinnert werden. Aber das war auch was beim Trinken. Ganz krass, weil wenn ich unterwegs war und ich hatte ja am Ende, ich hatte wirklich viele Blackouts irgendwann, und wenn mir dann immer erzählt wurde, Akras oder ich bin dann echt auf die Straße gegangen, also da war dann wieder in der Gegend unterwegs und mich haben die Leute angesprochen, ich dachte mir, wer bist du hier, also das war schon auf. Einen nicht an.
Ja. Ja, das war unangenehm und ne, also da habe ich die Dinge vergessen, die anderen ja aber nicht und das war es. Das ist ja leider so. Man lebt ja dann in dem Moment in einer Parallelwelt, in der die Dinge verschwimmen, aber nur für einen selbst, für die anderen nicht. Leider. Ja, aber auch heute also, und auch da war das war noch mal so heilsam, dass ich dann. Urlaub auch, oder dass ich ja wirklich auch an die Orte wieder gegangen bin, wo ich auch krasse Nächte hatte und auch den Leuten oder auch die Typen, denen ich damals hatte, offen begegnet bin und gesagt habe, hi, mach dir keine Hoffnung für dieses Jahr, ich trinke nicht mehr und habe keinen Bock mehr darauf und dadurch, dass ich auch das
wieder so offen angesprochen habe, habe ich 23 so coole Gespräche dann geführt mit denen. Und merke immer wieder, ich finde es schön, die Dinge anzusprechen und zu benennen, als wenn ich jetzt sagen würde, so, oh Gott, da ist er schnell weg hinter den nächsten Laden, damit ich damit es nicht blöd wird, so, das bin ich halt nicht, ich bin halt oh da könnte was blöd werden okay rein da, weil entweder lösen wir es auf, also dieses blöd bleibt ja viel mehr blöd wenn ich mich nicht damit beschäftige und nur in meinem Kopf irgendwie katastropisiere.
Ja, ja, ist eine gute, gute Herangehensweise. Macht das Leben leichter, glaube ich ne. Ja, manchmal muss man da ganz schön mutig sein, aber im Endeffekt macht es leichter. Würde ich auch. Ja, weil die schlechten Gefühle ja ohnehin da sind. Ja, und dann versteckt versteckt sich ja nicht das Gefühl oder die Scham, das bleibt ja. Ne, das ist ja das, was ich am Anfang meinte, ne so dass ich habe das wirklich für mich verbildlicht so diese. Kleine, grimmige Scham, Dunkle aus der Ecke zu ziehen ins Licht und dann schrumpft sie einfach.
Das habe ich für mich, es hilft mir immer wieder. Gutes Bild hat sich körperlich bei dir irgendwas verändert? Nö, Das war, glaube ich, die größte Enttäuschung, weil alle so, oh, ich habe so und so viel abgenommen, meine Haut ist so und so viel besser geworden. Also was war ist, ich habe sehr schnell, ich kenne ja auch viele, die aufgehört haben, so viel besser geschlafen, das hat, das hat meinem ganzen System einfach gut getan und ich hatte dann, ich habe im Juni aufgehört, Juli aufgehört und im Dezember habe ich mit Sport angefangen, einfach weil ich dachte und überall gelesen habe, ab 40 soll man als Frau Krafttraining machen, Muskulaturabbau entgegenzuwirken und.
Und das habe ich gemacht und habe da auch witzigerweise durch Zufall eine wieder getroffen, mit der ich vor 18 Jahren zusammen eine Ausbildung gemacht habe. Und wir haben uns dann so als Sport Buddies zusammengetan und angefangen, zusammen Sport zu machen und uns auch wieder richtig angefreundet. Und das hat dann gut getan, aber das ist. Hat jetzt ja nicht mehr mit dem direkten nicht trinken zu tun. Gut, ich konnte vielleicht so viel Sport machen, weil ich nicht mehr getrunken habe, aber naja jetzt bin ich 3 Monate raus aufgrund meines Unfalls und das hat sich auch alles wieder zurückgebildet und darf wieder neu aufgebaut werden. Ja, nächste Challenge, Das ist doch gut. Das schaffst du.
Ja, aber gerade bin ich so, so gemütlich. Also ich bin so langsam auf, ich konnte ja diese Hand hier den Arm wochenlang nicht benutzen. Was ist denn passiert? Wie ist denn das hier passiert? Dann mir ist ein Hund unerwartet in die Leine gesprungen und. Meine Fingerboards halten und dann ist der Mittelfinger gebrochen und dann wird ja hier alles fixiert und das hat unglaublich weh getan.
Auch ich glaube auch die Sehnen waren mit, also meinte jetzt auch die Ergotherapeutin, das war mehr als nur der Bruch, muss noch die Kapsel oder sehne, weil es viel zu lange weh getan hat so und dann war ich hier, war zum Glück links, ich bin rechtshänderin und musste aber alles nur noch mit 1,25 Händen machen und es dauert alles Scheiße lange ob das das Anziehen ist das Schuhe anziehen, das Waschen, abwaschen, essen mal also alles und dann habe ich mich einen Tag 2 Tage darüber echt geärgert und dann habe ich viel geredet.
Du kannst dich jetzt wochenlang ärgern, du hast diese Schiene mindestens 6 Wochen dran oder du nimmst es einfach an und sagst okay. Dauert jetzt 10 minuten, dass ich meine Schuhe anziehe. Das ist in Ordnung und ich bin in so eine Langsamkeit gekommen, die total toll ist. Und jetzt fange ich nächste Woche wieder langsam so peu a peu an mit einzelnen Hunden, kleinen Hunden auf einer Seite zu gehen und denke so Gott mal gucken ob ich das kann, wieder in so einen richtigen Tagesrhythmus reinzukommen, weil ich das jetzt gerade konnte, ich mir alles irgendwie so gestalten. Und ja, auch ich muss sehr zu wenig Termin jetzt irgendwo sein und bin mal gespannt, ob ich aus meiner Schnecken schneckenschildkrötenhaftigkeit
wieder rauskomme. Aber ich genieße das total. Also ich kann nur jedem empfehlen, Brecht euch mal irgendwas und kommt in diese Langsamkeit, das ist total schön. Nein, kommt in die Langsamkeit ohne euch was zu brechen. Ja, ich glaube, das muss man nicht, oder? Nein, muss man nicht. Welchen Tipp hast du denn für deine Hörerinnen und Hörer, liebe Miriam? Eigentlich, was ich gerade gemacht habe. Atme mal einmal tief ein und aus und hör mal in dich rein, was du jetzt gerade in diesem Moment brauchst. Gut ist gut.
Und jetzt sag mir bitte, wen du grüßen möchtest. Oh mein Gott, damit ich mich gar nicht begrüßen muss. Ich möchte grüßen, auf jeden Fall meine Kinder, falls sie das hören, ich wirklich über alles Liebe und ich so glücklich bin, dass ich die habe und wir uns gegenseitig so tragen können und. Jeder Mensch, der das hört und mich kennt und irgendwie einen Bezug zu meinem Leben hat und ich einfach so so dankbar bin für die Menschen um mich rum, die ich habe, ob ich die nun täglich sehe oder auch Menschen, die ich monatelang nicht höre und ich weiß, oder wenn wir uns hören oder es sehen, es einfach nur Wunder.
Wunderschön. Ist toll. Ich danke dir, liebe Miriam. Danke dir auch, lieber Kai. Jetzt sag mir noch mal, wie dein Podcast heißt, bitte ich. Habe ja jetzt schon 2. Ich habe einmal nüchtern ist das neue Wild, da erzähle ich von meinem eigenen Weg in die Nüchternheit und führe auch Gespräche und ich habe Waldläuferin, also waldläuferin bin ich hier in Berlin als Hund, Mensch, Trainerin, Walk and talk, wo ich über Alltagsgeschichten mit Hunden über alle.
Auch Dinge, die einen selbst betreffen. Weil wenn du einen Mund hast, der spiegelt dich einfach sehr mit deinen Grenzen, Bedürfnissen und Werten und da kann man sich hinterfragen und alles, was mir so einfällt auf den Spaziergängen zu den Themen, haue ich da so raus. Ah ja, schön also. Dann ist das neue Wild und Waldläuferin. Sehr gut höre ich mal rein.
Vielen, vielen dank, liebe Miriam, Alles Gute für Dich, bleib bitte noch mal in der Leitung und. Ja, vielleicht, vielleicht komme ich ja mal in deinen Podcast, du. Das habe ich ja auch schon gedacht oder wollte dich jetzt gleich fragen, weil ich würde das auch sehr schön. Also auch da, ich bin immer überhaupt kein Konkurrenzmensch oder so, auch in meinem Hundetrainerjob, das ist ganz viel, sondern ich bin immer so, lass doch bitte uns gegenseitig. Na klar.
Verbinden und also ich finde einfach miteinander total schön. Danke. Jetzt sagen wir hier erstmal Tschüss. Alles gute, Tschüss. Lieber Kai. Tschau und tatsächlich haben Miriam und ich natürlich direkt nach dem Interview einen Termin vereinbart, wann wir auf ihrem Kanal das Interview führen. Und natürlich werde ich den Termin hier mal bekannt geben, wenn der veröffentlicht, wenn das Gespräch veröffentlicht wird und dann gehen wir alle da rüber und verlieben uns in den Podcast von Miriam. Ich habe auch schon mal reingehört, das ist wirklich richtig gut.
Richtig gut ist auch, dass wenn diese Folge veröffentlicht wird, der Tag der Deutschen Einheit ist. In Deutschland müssen die meisten Menschen dann nicht arbeiten, das ist für die Leute ja ganz schön und wir feiern, dass Ost und West sich vereint haben. Was denn aus Sicht heute heute ist der 2.
Oktober nicht so toll ist, ist die Tatsache, dass ich keinen Gesprächspartner habe für die kommende Woche. Aber vielleicht ergibt sich ja noch was, wenn nicht, sei nicht traurig, dass es nächste Woche still bleibt auf diesem Kanal. So, und jetzt bin ich eigentlich fertig und jetzt fällt mir gerade noch was Lustiges ein, ich bin ja gerade umgezogen und heute morgen jedenfalls wollte ich doch kurz erzählen.
Heute Morgen war ein Klient da, der sagte, du, Kai, Du weißt schon, da wo du jetzt wohnst, war vorher ein Getränkemarkt, oder? Und ja, ich bin hier in so einen Neubau gezogen und ich wusste, dass hier auf der Ecke ein Getränkemarkt war, genau da, wo ich jetzt sitze, war vorher ein Getränkemarkt, und der Klient erzählte mir dann, wie oft er doch hier eingekauft hat, und irgendwie ist es ja, finde ich, es ein bisschen lustig, dass genau an der Stelle, wo die Leute sich ihren Schnaps und ihren sonstigen Alkohol gekauft haben. Ich jetzt wohne, der nüchtern lebt, finde ich irgendwie cool. Ja, das musste ich schnell noch erzählen, bis zur nächsten Folge ist es noch ein bisschen hin und bis es so weit ist, denke mal dran, tanzen kann man auch auf
Brause.